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1 | 2009 IT KundenmagazinISB aktuellCONTINUOUS INTEGRATIONUND TESTAUTOMATISIERUNGMIT OPEN SOURCEProjekterfahrungen in derÖffentlichen Verwaltung | 03WIR SIND UMGEZOGEN –EINDRÜCKE AUS DER WELLE | 8


02 | EDITORIALLIEBE LESERINNEN UND LESER,ich darf Sie an dieser Stelle recht herzlich im Rahmen unserer 1. Ausgabe der ISBaktuell im Jahr 2009 begrüßen. In dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen einen buntenBlumenstrauß an Themen, passend zum herbeigesehnten Frühling, die Ihnen hoffentlichinteressante Leseminuten bescheren.Gerlinde Wiest-Gümbel„Mama, wir fahren in die NEUE Krabbelstube, ich geh spielen und du gehst arbeiten.“Mit diesen Worten begleitet mich seit November letzten Jahres meine kleine Tochterjeden Morgen in die neuen Räume der ISB. „Die Welle“, so die Bezeichnung unseresneuen Domizils, bietet nicht nur ein attraktives und sehr modernes Arbeitsumfeldfür die Mitarbeiter der ISB AG. Auch dem Leitsatz „flexible Balance zwischen ArbeitsundBerufsleben“ wird unser neues Gebäude dank einer größeren und noch schönerenKrabbelstube gerecht. Wir bieten Ihnen mit dieser Ausgabe unserer Firmenzeitungfotografische Einblicke in unsere neuen Räumlichkeiten und in das Konzept unsererKrabbelstube.Unser Leitartikel „Continuous Integration und Testautomatisierung mit Open Source“greift gleich zwei Know-how-Schwerpunkte von ISB auf: Open Source (OS) und automatisierbareTestmethoden. ISB hat über viele Jahre Expertenwissen im Bereich Softwareentwicklungauf der Basis von Open Source aufgebaut und bereits verschiedenste (aufISB-OS-Plattform aufgesetzte) Anwendungen erfolgreich bei ihren Kunden im Einsatz.Bereits in der ISB-aktuell 2006|2 wurden, im Rahmen eines Interviews mit dem AuswärtigenAmt, Aspekte wie Plattformunabhängigkeit, offene Standards, Stabilität ebensowie Lebenszykluskosten (Total Cost of Ownership) oder Fragestellungen wie Lizenzkosteneinsparungenerörtert.Insbesondere der Aspekt Kosteneinsparung rückt in Zeiten knapper IT-Budgets immerstärker in den Vordergrund und wird in den Medien vielfach wie auch kontroversdiskutiert. Die ISB AG hat sich hinsichtlich ihrer Anwendungsentwicklung denHerausforderungen Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit gestiegenen Qualitätsanforderungenlängst gestellt. Anwendungsentwicklung auf der Basis von Open Sourceund automatisierte Testverfahren gehören in vielen ISB-Projekten schon zum Standard.Was in zahlreichen Unternehmen noch theoretisch besprochen wird, ist bei uns bereitsetabliert und standardisiert. Dies wollen wir mit unserem Leitartikel verdeutlichen.ICH WÜNSCHE IHNEN AN DIESER STELLE VIEL SPASS BEIM LESEN DIESER ABWECHSLUNGS-REICHEN ISB AKTUELL UND FREUE MICH AUF EIN HOFFENTLICH EBENSO ABWECHSLUNGS-REICHES UND ERFOLGREICHES JAHR MIT IHNEN.Gerlinde Wiest-Gümbel,Bereichsleiterin Vertrieb Public


TITELTHEMA | 03CONTINUOUS INTEGRATION UNDTESTAUTOMATISIERUNG MIT OPEN SOURCEPROJEKTERFAHRUNGEN IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNGDie ISB hat im Rahmen ihrer IT-Projekte sehr umfangreiche und jahrelange Erfahrungen im Bereich Softwarequalitätssicherunggesammelt. Der Nutzen verschiedener Methoden zur Qualitätsverbesserung konnte dabeisowohl im Rahmen von konkreten Softwarevorhaben bei Industriekunden als auch bei Kunden in der öffentlichenVerwaltung nachgewiesen werden. Neben den in den klassischen Vorgehensmodellen festgelegten Standardmethodenzur manuellen Qualitätssicherung haben sich auch automatisierbare Methoden in der Praxisbewährt. Dabei bildet der Continuous-Integration-Ansatz eine Klammer um die automatischen Prüfverfahrenwie auch um den gesamten Entwicklungsprozess.Es ist eine bekannte Weisheit, die nichtnur in der Softwareentwicklung ihre Gültigkeithat: Je früher ein Fehler entdecktwird, desto geringer sind die Kosten fürdessen Behebung. Klassische Vorgehensmodellewie beispielsweise das V-Modell(XT) sehen vor, einzelne Softwaremodulenach deren Fertigstellung zuerst getrennteinem Modultest zu unterziehen. Hat dieserTest ergeben, dass das Modul spezifikationsgemäßarbeitet, kann es mit denanderen Modulen integriert und einemSystemtest unterzogen werden, um dieKorrektheit des Gesamtsystems nachzuweisen.Es gibt zwar Strategien zur Früherkennungund Vermeidung von Fehlernwie etwa automatische und manuelleCodereviews sowie definierte Entwicklertests.Im Wesentlichen wird die Softwarejedoch nach der Fertigstellung getestet,was nicht zu einer Früherkennung vonFehlern führt.Der mit den agilen Softwareentwicklungsmethodenbekannt gewordene Ansatz„Continuous Integration“ (CI) geht einenanderen Weg. Wie der Name ausdrückt,werden Komponenten und Module, diemeist verschiedene Entwickler erstellen,direkt nach deren Entstehung als Ganzesbetrachtet und zu einem Gesamtsystemzusammengeführt, also kontinuierlichintegriert. Probleme im Zusammenspielder Module und an den Schnittstellenfallen sofort auf bzw. sind vermeidbar,da ansonsten die Integration nicht


04 | TITELTHEMAgelingen kann. Die in kurzen Abständen wiegt der Nutzen, der durch den Einsatzdes CI-Prozesses entsteht, deutlich(meist täglich) erstellte Software kannauch in diesen kurzen Abständen Qualitätssicherungsmaßnahmenunterzogen beispielsweise für das Erstellen derdie dadurch verursachten Mehrkosten,werden. Hier bieten sich natürlich vor Simulationsobjekte.allem automatisierte Verfahren an.In den letzten fünf Jahren hat ISB unterViele Fehler werden dadurch sehr frühzeitigentdeckt, was nicht nur zu einer größere Webanwendungen in J2EE-Tech-anderem für das Auswärtige Amt mehrerequalitativ hochwertigeren Software nologie umgesetzt. Das Auswärtige Amtführt, sondern die Herstellungskosten verfolgt bei der Erstellung von Anwendungeneine strikte Open-Source-Strate-in den Bereichen Qualitätssicherungund Fehlerbehebung deutlich reduziert. gie. Im Rahmen dieser Projekte hat ISB,Zusätzlich ist es möglich, den aktuellen ausgehend von einem automatisiertenEntwicklungsstand anhand einer lauffähigenSoftware zu verfolgen und Abwei-rein auf der Basis von Open-Source-Kom-Buildsystem, sukzessive ein CI-Systemchungen im Fertigstellungsgrad oder zur ponenten mit integrierten automatischenSpezifikation frühzeitig festzustellen. Code- und Softwareprüfverfahren entwickelt.Im Rahmen des GroßprojektsAuch wenn das Projekt nicht mit agilen „Amtliche SchulverwaltungssoftwareMethoden, sondern klassisch geführt (ASV)“ des Bayerischen Staatsministeriumsfür Unterricht und Kultus wurdewird, lässt sich das CI-Verfahren anwenden,da hierdurch hauptsächlich die dieses Verfahren in Teilen modernisiertund technisch der zu erstellendenAbläufe in der Entwicklungsphase beeinflusstwerden. Die Analyse-, Konzept- J2EE-Rich-Client-Anwendung angepasst.und QS-Phasen bleiben größtenteils unberührt.Die ISB AG verwendet für die Open-Source-Komponenten zum EinsatzAuch in diesem Projekt dürfen nureigenen Projekte ein auf dem V-Modell kommen.basierendes eigenes Vorgehensmodell,in das CI problemlos integrierbar ist. Beider Projektplanung spieltes eine wichtige Rolle, Der CI-Prozesszu berücksichtigen, dassSchnittstellen zwischenden einzelnen Modulenrechtzeitig zur Verfügunggestellt werden. Gegebenenfallssind Simulationsobjekteauszutauschen,um die Modulintegrationbeizeiten zu ermöglichen.Auch auf eine sinnvolleReihenfolge in der Modulerstellungsollte geachtetwerden, um so früh wiemöglich einen funktionsfähigenSoftwarestand zubekommen. Wird das rechtzeitigin der Planung desProjekts beachtet, über-SYSTEMAUFBAU UND ABLAUFDES CI-PROZESSESGrundlage für die Verwendung einesCI-Systems ist, dass das Entwicklungsteamdie Programmquellen über eineQuellcodeverwaltung synchronisiert.Damit kann die Grundidee von CI realisiertwerden, die Software sofort neu zubauen, sobald ein Entwickler neue oderaktualisierte Quellen in die Quellcodeverwaltungeinspielt. Ein Entwickler solldabei in möglichst kurzen Abständen seineQuellen einspielen. Eine im Mittel täglicheAktualisierung der Quellen hat sichan dieser Stelle als praktikabel erwiesen.Wichtig ist, dass die Änderungenübersetzbar sind und ein lauffähigesGesamtsystem zur Folge haben. Da dasÜbersetzen und automatisierte Testenin größeren Projekten mehrere Stundenbeanspruchen können, erscheint es nichtpraktikabel, den kompletten CI-Prozessbei jeder Quellcodeaktualisierung durcheinen Entwickler ablaufen zu lassen.Korrespondierend zur täglichen Aktualisierungwird der CI-Prozess jede Nachtgestartet, sodass am nächsten Arbeitstagmorgens ein lauffähiges Gesamtsystemsowie die Testergebnisse zur Verfügungstehen.Abbildung 1: Der CI-Prozess


TITELTHEMA | 05Herzstück des CI-Prozesses ist derContinuous-Integration-Server. In denProjekten für das Auswärtige Amt wirdLuntbuild als CI-Server eingesetzt. DerCI-Server steuert alle beteiligten Komponenten.Er stellt auch eine Konfigurationsoberflächeim Web zur Verfügung,welche die projektspezifischen Einstellungender Komponenten ermöglicht.Luntbuild beinhaltet auch eine Benutzerverwaltungsowie ein Benachrichtigungsmodul.Über die Weboberflächekann die automatische Ausführung desCI-Verfahrens geplant oder dieses vonHand gestartet werden. Der CI-Serverist in der Lage, den CI-Prozess für mehrereProjekte zu steuern, und bietet einRechtesystem an, um festzulegen, werwelche Aktion für das einzelne Projektdurchführen darf.Der gesamte CI-Prozessablauf ist in Abbildung1 dargestellt.1. Check-outDer CI-Server holt die aktuellen Quellenaus der Quellcodeverwaltung ab und legtsie an die projektspezifische Stelle desBuildsystems. ISB verwendet für Open-Source-Projekte Subversion als Quellcodeverwaltung.2. Code-QSDie Quellen werden automatischen Testsunterzogen. Hier erfolgen Überprüfungen,ob der Code entsprechend allgemeinanerkannten Programmierstandards erstelltwurde und ob fehlerverdächtigeMuster enthalten sind.3. BuildNach der Code-QS startet das Buildsystem.Die Anwendung wird übersetzt.Das Buildsystem ist Apache-ANT.4. DeploymentSofern eine fehlerfreie Übersetzung desSystems vorliegt, erfolgt dessen Aufspielungauf das Testsystem des Projekts –ein virtuelles Debian-Linux-System.Dabei werden automatisch die Rahmenbedingungender neuen Version wiebeispielsweise eine Aktualisierung desDatenbankschemas oder von Dateninhaltenhergestellt. Ab diesem Punkt hatdas Testsystem den aktuellen lauffähigenStand des Vortags und steht sowohl fürmanuelle als auch automatische Testsbereit.5. TestautomatisierungNach erfolgreichem Deployment laufendie Tests der Anwendung an. Dieseumfassen Modultests sowie automatisierteOberflächenprüfungen und werdennachfolgend noch genauer beschrieben.6. ReportingDie Ergebnisse aller Einzelschritte werdengesammelt und sind als HTML-Bericht über das Webfrontend des CI-Servers abrufbar. Als Berichtssystemwird Maven verwendet. Maven bieteteine einheitliche Schnittstelle zu deneinzelnen Prozesskomponenten. So kanndas Berichtssystem die einzelnen Ergebnisseentgegennehmen und daraus einenHTML-Report erstellen. Maven stelltjedem Projekt eine Webseite bereit, überwelche die CI-Berichte der einzelnen Prozessläufeeinsehbar sind.7. FehlerverfolgungSowohl das QS-Team als auch das Entwicklungsteamsichten jeden Morgenden CI-Bericht. Schwerwiegende Fehlerwerden in das Fehlerverfolgungssystemeingestellt, um deren Behebung planenund überwachen zu können. Der Entwicklungsleiterdes Projekts ist dafür verantwortlich,dass alle Fehler schnellstmöglichbehoben werden.Alle Serversysteme sind auf der Basisvon Debian-Linux aufgebaut. Um dieHardwarekosten in Grenzen zu halten,kommen virtuelle Systeme zum Einsatz,die auf einer homogenen Serverfarminstalliert sind. Als Virtualisierungslösungdient dabei XEN.CODE-QSBesser als eine Früherkennung ist es,Fehler zu vermeiden, bevor sie entstehen.Die Definition von Programmierrichtlinienfür das Entwicklungsteamstellt ein wichtiges Mittel zur Erreichungdieses Ziels dar. Programmierrichtlinienerstrecken sich von der Festlegungeiner einheitlichen Formatierung desCodes und der Kommentierungsweiseüber Konventionen zur Benennung vonProgrammelementen wie Methoden undVariablen bis hin zur Verwendung definierterEntwurfsmuster für bestimmteAnwendungsfälle.Die Berechnung von Softwaremetrikenist ein sehr nützliches Hilfsmittel zurDurchsetzung solcher Konventionen.Metriken sind Kennzahlen, aus denenSchlüsse über beispielsweise die Verständlichkeit,die Komplexität und dieTestbarkeit von Softwaremodulen gezogenwerden können. Beispiele hierfürsind die Anzahl der Übergabeparameterund die Anzahl der Codezeilen jeMethode oder die Menge der Methoden jeKlasse. Werden hier bestimmte Werteüberschritten, ist der Programmcodeschwer verständlich und schlecht zuwarten. Ist die Anzahl der möglichenKontrollflusspfade einer Methode zuhoch, so lässt sich diese Methode nichtmehr in einer adäquaten Zeit vollständigtesten. Zusätzlich gibt es Verfahren, dieeine Identifizierung fehlerverdächtigeroder zu optimierender Codestellen überMustervergleiche erlauben.Die im Rahmen des CI-Prozesses regelmäßigePrüfung auf die Einhaltung vonProgrammierrichtlinien, Metrikgrenzwertenund auf das Vorhandensein problematischerCodestellen führt zum einendazu, dass Fehler frühzeitig gefundenund eliminiert werden können. Zum anderenentsteht ein Lerneffekt im Entwicklungsteam:Es wird nur noch richtlinienkonformerCode geschrieben und„schlechten“ Code akzeptiert das Teamnicht mehr. Dies führt bereits im Vorfeldzur Vermeidung zahlreicher Fehler.In dem hier beschriebenen CI-Prozesswird die Code-QS von den Open-Source-Systemen PMD und FindBugs durchgeführt.


TITELTHEMA | 07Dies reduziert nicht nur erheblich dieKosten, sondern auch die Zeit, welcheeine QS-Phase benötigt. Das System stehtschneller zur Verfügung und die Projektlaufzeitverkürzt sich. Die Integration derTestautomatisierung in den CI-Prozessund die dadurch erreichte zyklische Ausführungder Testsuite dienen wiederumder Früherkennung von Fehlern. Nebenwirkungenvon Programmänderungen,die sich auch auf das Oberflächenverhaltenauswirken, fallen frühzeitig auf.Die Projekterfahrung der ISB AG mitTestautomatisierung hat gezeigt, dassdie Erstellung von Testskripten füreinen Testfall ca. die drei- bis vierfacheMenge an Zeit beansprucht, verglichenmit einem manuellen Test der entsprechendenTestfälle. Zahlreiche Testvariantenkönnen durch eine Kopie und dasVariieren eines Skripts erzeugt werden,was bei manuellen Tests natürlich nichtmöglich ist. Geht man von einer abschließendenTestphase mit zwei Testzyklenaus, so ist der ROI nach ungefähr zweiReleases erreicht. Zusätzlich steigt dieSicherheit bei Hotfixes, für welche einmanueller Volltest aus Kostengründennicht durchführbar ist. In Projekten, indenen ISB Testautomatisierung einsetzt,reduziert sich die Zahl der vom Kundengemeldeten Fehler zu vergleichbarenProjekten maßgeblich.Abbildung 2 zeigt einen Ausschnitt ausdem gesamten Report des CI-Prozesses.Es wird das Ergebnis (links) der Einzeltestsinnerhalb von Testabläufen zusammenmit der Ausführungszeit in Sekunden(rechts) dargestellt.ISB hat für Webanwendungen ein Testautomatisierungssystementwickelt,das die Open-Source-Komponenten wieJWebUnit, HTTPUnit und DbUnit integriert.EINBEZIEHUNG DES KUNDENEine Steigerung des Nutzens ergibt sichdadurch, den Kunden in das CI-Verfahrenmit einzubeziehen. Dies geschiehtdurch die Installation einer Kopie desCI-Systems beim Kunden. Das Kunden-CI-System holt zu festgelegten Zeitpunktendefinierte Zwischenstände der Quellenaus der Quellcodeverwaltung der ISB AGab und führt den gesamten CI-Prozessauf eigenen Systemen durch.Die Lieferung von Softwarezwischenständenbis hin zur Bereitstellung zurAbnahme verläuft voll automatisiert.Das Projektteam des Kunden kann denProjektfortschritt mitverfolgen – dasProjekt wird somit für alle transparent.Diskrepanzen zwischen den Konzeptenund der Implementierung, insbesondereDiskrepanzen zwischen den Konzeptenund den Erwartungen bzw. Vorstellungender Mitarbeiter des Kunden werdensehr frühzeitig erkannt und könnenkostengünstig sowie in einer ruhigen Projektphasekorrigiert werden. Der Kundehat neben einem vollständigen Einblickin die Quellen die Kontrolle über denErstellungsprozess der Software und dieInstallation des Testsystems. Durch dieAusführung der im Projekt vereinbartenTests sowohl auf dem Quellcode als auchauf dem aktualisierten Testsystem kannder Kunde feststellen, ob die vereinbartenQualitätsstandards eingehalten werden.Dies sorgt für eine vertrauensvolleBeziehung im gesamten Projektteam undbildet einen bedeutenden Eckpfeiler imAkzeptanzmanagement.FAZITDer Einsatz eines Continuous-Integration-Prozessesin Softwareprojektenführt zu einer erheblichen Qualitätssteigerungund zu geringeren Kostenbei Qualitätssicherung und Gewährleistung.Dies ist aus konkreten Projekterfahrungender ISB AG ableitbar. AuchErfolgsrisiken wie beispielsweise Integrationsproblemenach Entwicklungsendeoder eine fehlende Kundenakzeptanznach der Lieferung werden minimiert.Durch die Einbeziehung des Kunden inden Prozess wachsen Anforderungen,Konzeption und Realisierung zusammen.Einmal etabliert, empfiehlt sich die Nutzungdes CI-Prozesses bei jedem technischpassenden Projekt unabhängig vondessen Größe, da er mit geringen Kostenmultipliziert werden kann. Erfolgt darüberhinaus ein automatisierter Test derBenutzeroberfläche, so sinken die Kostenin Qualitätssicherung und Gewährleistungnoch einmal deutlich. Auch hierist der Nutzen unabhängig von der Projektgrößezu sehen. Im Hinblick auf diehohen Erstellungskosten der Testskriptelohnt sich jedoch der Einsatz erst, wennmehrere Releases bzw. Versionen einerSoftware geplant sind. Der gesamte CI-Prozess ist für Java-/JEE-Projekte vollständigauf der Basis von Open-Source-Komponenten implementierbar, was sehrgut in die Strategie vieler Kunden derISB AG passt.Jürgen Freudig,Programm ManagerREFERENZENApache Anthttp://ant.apache.orgContinuous Integration http://www.martinfowler.com/articles/continuousIntegration.htmlDbUnithttp://www.dbunit.orgFindBugshttp://findbugs.sourceforge.netHTTPUnithttp://httpunit.sourceforge.netJUnithttp://www.junit.orgJWebUnithttp://jwebunit.sourceforge.netLuntbuildhttp://luntbuild.javaforge.comMavenhttp://maven.apache.orgPMDhttp://pmd.sourceforge.netSubversionhttp://subversion.tigris.org


8 | ISB INTERNWIR SIND UMGEZOGEN –EINDRÜCKE AUS DER WELLE„Die Welle”FoyerWie bereits in der letzten ISB aktuellangekündigt, freuen wir uns, Ihnen heuteeinige Eindrücke aus unserem neuenGebäude präsentieren zu dürfen. ImNovember haben wir – gemeinsam mitunserem Schwesterunternehmen ORGAGmbH – unseren neuen Hauptsitz inKarlsruhe bezogen. Seitdem finden Sieuns unter:**Beachten Sie bitte, dass wir unsereDurchwahlen auf drei Stellen erweiterthaben: Während die bisher dreistelligenDurchwahlen unverändert bleiben,wurden alle zweistelligen Durchwahlnummernauf drei Ziffern erweitert,indem eine „1“ vorangestellt wird(so wird z.B. aus der Durchwahl „56“ nundie „156“).ISB AGZur Gießerei 24*76227 Karlsruhe0721 82800-0** (Zentrale)0721 82800-182 (Fax)*Falls Ihr Navigationssystem die Straße„Zur Gießerei“ noch nicht kennt, gebenSie alternativ die „Pfinztalstraße 92“ein und biegen Sie dann dort links indie Durchfahrt „Zur Gießerei“ ein. Einedetaillierte Anfahrtsskizze finden Sie aufunseren Internetseiten:www.isb-ag.de/ueber_uns/Standorte/Hauptsitz_Karlsruhe.html.„Die Welle“, wie das Architekturbürounser neues Domizil auf dem alten Arealder Badischen Maschinenfabrik Durlach(BMD) getauft hat, fällt durch ihre besondereFassade auf: auf der einen Seite wellenförmigund zur anderen Seite kammförmig,die durch drei Höfe aufgelockertwird – eine optimale Raumausnutzungbei gleichzeitig außergewöhnlicherForm.Beim neuen Gebäude war es uns besonderswichtig, auf eine umweltschonendeEnergieversorgung zu achten: Die Beheizungund Kühlung „der Welle“ erfolgenVorstandsbüroKüche


ISB INTERN | 9BesprechungszimmerKrabbelstubenach dem Prinzip der Geothermie, indemdas Grundwasser aus Saugbrunnen überWärmetauscher in das Gebäude geleitetund über Sickerbrunnen wieder indie wasserführende Schicht zurückgeführtwird. Das Gebäude wird im Winterbeheizt, indem das über die Wärmetauschererhitzte Wasser in jeder Betondeckein einem Rohrleitungssystem zirkuliert.Im Sommer findet die Kühlungnach dem gleichen Prinzip statt, indemdas Grundwasser direkt (ohne vorherigesErhitzen) in die Betondecken geleitetwird. Als Redundanz zu dieser Betonkerntemperierunghaben wir konventionelleKühlungen der Besprechungsräumeim Sommer sowie eine konventionelleNahwärmeheizung für das Heizen beiextrem niedrigen Außentemperaturenoder ungünstigen Grundwasserständenim Winter vorgesehen.Strom ist nur für die Beleuchtung, unsereEDV und den Betrieb der Pumpen erforderlich,aber auch der wird zukünftigdurch eine geplante Fotovoltaikanlageauf dem Dach zum Teil wieder kompensiert:Das ist für uns GreenIT, direkt indie Praxis umgesetzt.Da wir das Gebäude auch innen mitgestaltenkonnten, haben wir des Weitereneinige Neuheiten realisiert:• ausgewiesene Kundenparkplätze• repräsentatives Foyer• Erweiterung der Kaffee-/Teeküchenum Kommunikationsinseln fürunsere Mitarbeiter• höhenverstellbare Schreibtischeund Besprechungstische für alleMitarbeiter (Entlastung derWirbelsäule durch die Möglichkeit,zwischen Sitzen und Stehen währendder Arbeit wechseln zu können)Darüber hinaus haben wir unsere Krabbelstubevergrößern und verschönernkönnen.Ausgehend von einem unserer Leitsätze,„Die ISB AG bietet ihren Mitarbeiternein attraktives und anspruchsvollesArbeitsumfeld mit flexibler Balance zwischenBerufs- und Privatleben“, bildetunsere Krabbelstube einen der wichtigstenBausteine, erziehenden Mütternoder Vätern die Möglichkeit zu geben,schon 10 Monate nach der Geburt wiederins Berufsleben einsteigen zu können.Mit 3 Teilzeiterzieherinnen und einemausgefeilten pädagogischen Konzeptwerden 10 Kinder im Alter von 10 bis 36Monaten von 8.00 bis 13.00 Uhr betreut.Die Eltern erfahren eine Entlastung undISB spart teure Einarbeitungskosten,wenn die Mitarbeiter(innen) bereits nach10 oder 12 statt erst nach 36 Monatenwieder ins Berufsleben einsteigen.Wir fühlen uns sehr wohl im neuenGebäude. Überzeugen Sie sich selbstdavon und kommen Sie uns besuchen.Sie sind jederzeit herzlich willkommen.Ralf Schneider,Vorstand


IMPRESSUMRedaktion | ISB AG | Zur Gießerei 24 | 76227 Karlsruhe | Tel. +49 (0) 721 82800-0 | Fax +49 (0) 721 82800-182marketing@isb-ag.de | www.isb-ag.deAutoren | Jürgen Freudig | Ralf Schneider | Gerlinde Wiest-GümbelGestaltung | Phase Zwei Werbeagentur | Reinhäuser Landstr. 159 | 37083 Göttingen | www.phasezwei.de

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