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FACEOFACE

Das Magazin der ACE in Deutschland

Haftungsrisiko

Nanotechnologie

Schadenbearbeitung

multinationaler Programme

Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup

im Interview

12. ACE Industrieforum

Zukunftstrends in der Internationalen

Industriehaftpflichtversicherung

Ausgabe 4/2011


FACEOFACE

Das Magazin der ACE in Deutschland

Haftungsrisiko

Nanotechnologie

Schadenbearbeitung

multinationaler Programme

Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup

im Interview

12. ACE Industrieforum

Zukunftstrends in der Internationalen

Industriehaftpflichtversicherung

Ausgabe 4/2011

Inhalt 3 Editorial

4

15

18

20

21

23

Titelthema

News

Kurznachrichten Deutschland

Kurznachrichten International

Interview

Nach dem Abschwung kommt wieder ein Aufschwung

Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup,

Mitglied des Vorstands, MaschmeyerRürup AG

Produkte

Tauchnotruf feiert mit ACE

10 Jahre aqua med

Exklusives „Familientreffen“

maxpool Workshop in Hamburg

the other FACE OF ACE

Tanzinitiative für neues Selbstbewusstsein

ScanMedic unterstützt „Adi Dance Kids“

Kontakte

Impressum

Seite 2 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

Nanotechnologie – ein Zukunftstrend in der Industriehaftpflicht

Entwicklung neuer Haftungsrisiken sorgfältig beobachten

Wer die Vertragskonstellationen nicht zu Beginn klärt, ist verloren

Schadenbearbeitung multinationaler Programme

Impressionen

Bildergalerie 12. ACE Industrieforum

6


Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn wir an Silvester das Jahr 2011 hinter uns lassen, werden sicherlich viele von uns dies mit sehr gemischten

Gefühlen tun. Nach der (ersten) Banken- und sich daraus entwickelnden Wirtschaftskrise Ende 2008/2009 hat sich

Deutschland mit einer fulminanten Wirtschaftsentwicklung 2010 an die Spitze der europäischen Länder gesetzt,

die bis zum Sommer 2011 ungebrochen schien. Seitdem ist in der Europäischen Union in der Wirtschafts- und

Finanzpolitik nichts mehr so, wie es vorher war. Die „PIGS“- oder „PIIGS“-Länder, egal ob mit Irland und Italien

oder nur einem der beiden, halten uns in Atem, haben die zweite Finanzkrise heraufbeschworen und den Nährboden

für erfolgreiches wirtschaftliches Wachstum, nämlich Vertrauen und Zuversicht, entzogen. Und so weiß ich mich

mit vielen einig, die etwas bange auf das Jahr 2012 sehen, weil noch konsterniert vom Rückblick auf das nun zu

Ende gehende Jahr.

Dabei sind die Fundamentalfaktoren für Deutschland positiv, „Bangemachen“ gilt eigentlich nicht. Das hat auch

das diesjährige 12. ACE Industrieforum auf dem Petersberg gezeigt. Das G20-Treffen in Cannes und das dort von

den Europäern beschlossene Rettungspaket standen – da tagesaktuell – ungewollt im Mittelpunkt mehrerer Beiträge:

im Streitgespräch der Professoren Hüther und Horn, das von Heike Göbel (FAZ) fruchtbar moderiert wurde.

Aber auch bei Friedrich Merz und seinen transatlantischen Bezügen sowie bei Prof. Rürup und seinen Entwicklungsvergleichen

der Krisenländer und Deutschlands blieb Raum für optimistische Entwicklungsprognosen. Prof.

Rürup sieht Deutschland gar als Krisengewinner. Weitere Ausführungen seinerseits können Sie auch im Interview

ab Seite 15 lesen.

So wünsche ich Ihnen und uns, dass die optimistischen Prognosen recht behalten und Sie und Ihre Familien frohe

Festtage verbringen und sich auf ein wirtschaftlich „glimpflich oder besser“ verlaufendes Jahr 2012 freuen können.

Indem ich mich im Namen aller ACE Mitarbeiter für Ihr Vertrauen und die Zusammenarbeit im Jahr 2011 bedanke,

bin ich auf einen Ausbau unserer Geschäftsverbindungen im kommenden Jahre hoffend,

herzlichst Ihr

Dankwart von Schultzendorff

Dr. Dankwart von Schultzendorff

Hauptbevollmächtigter

ACE European Group Limited

Direktion für Deutschland

Editorial

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 3


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ACE News

ACE News Deutschland

Neuer Property Manager in Frankfurt

Ab dem 2. Januar 2012 wird

Peter Brink (47) neuer Line Manager

für die Abteilung Property/Sach

bei ACE in Frankfurt.

Brink verfügt über langjährige

Erfahrungen im Sachbereich bei

internationalen Versicherern. In

seiner vorherigen Tätigkeit verantwortete

der Versicherungsbetriebswirt

internationale und

lokale Sach- und BU-Deckungen

für Konzernkunden. Peter

Brink über seine neue Aufgabe:

„Ich freue mich sehr, künftig

für ACE, einen global agieren-

Peter Brink, Line Manager Property/Sach,

ACE Deutschland

den Versicherer, zu arbeiten

und meine Erfahrungen dort

vollumfänglich einbringen zu können. In einem nach

wie vor dynamischen und teils sehr herausfordernden

Umfeld geht es darum, den Kundenbedürfnissen zu entsprechen

und ihnen passende erstklassige Lösungen zu

präsentieren. Als AA-eingestufter Konzern mit einem

weitreichenden Netzwerk ist ACE hervorragend in der

Lage, Kunden und Makler national wie auch international

zu begleiten.“ Andreas Wania, Chief Operating

Officer der ACE in Deutschland, kommentiert: „Nach

einer Interimsphase können wir uns mit Peter Brink als

Leiter des Property-Bereiches verstärkt neu aufstellen –

ein guter Start für uns in das Jahr 2012, mit ambitionierten

Wachstumszielen.“

ACE Risk Newsletter ab

sofort quartalsweise

Der digitale ACE Risk Newsletter erscheint in 2012 regelmäßig

jedes Quartal. Neben den aktuellen Zahlen der

ACE Limited umfasst der ACE Risk Newsletter einen

Artikel zu einem branchenrelevanten Thema. Die Kommentarfunktion

ermöglicht den Leserinnen und Lesern

einen interaktiven Austausch mit den jeweiligen Autoren.

Für Ihre Registrierung senden Sie bitte eine E-Mail

an kontakt.de@acegroup.com mit dem Betreff „ACE

Risk Newsletter“.

ACE Staffel läuft Frankfurt Marathon

Bereits im dritten Jahr in Folge startete am 30. Oktober

2011 die ACE Staffel „ACE RACERS“ beim BMW

Seite 4 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

Frankfurt Marathon. Die Läuferinnen und Läufer der

Abteilung Accident & Health teilten sich die 42,195

km lange Strecke: Lisa Häusler, Senior Underwriter (12

km), Cornelia Bullmann, Claims Adjuster (6 km), Ralf

Blesching, Regional A&H Manager CEE, Turkey and

Russia (10 km) und Sabrina Mulch, Marketing Specialist

(14 km). Mit einer Nettozeit von 4:03:45 Stunden belegte

das Team den 759. Platz von 1.600 gemeldeten Staffeln.

Insgesamt verzeichnete die 30. Jubiläumsveranstaltung

des Frankfurt Marathons eine Zahl von über 25.000 Teilnehmern,

davon finishten mehr als 21.000. Einen neuen

Streckenrekord von 2:03:42 Stunden lief der Kenianer

Wilson Kipsang und verfehlte dabei den Weltrekord seines

Landsmannes Patrick Makau beim diesjährigen Berlin

Marathon nur um vier Sekunden. Frankfurt hat damit

weltweit die zweitschnellste Marathonstrecke. „Auch im

nächsten Jahr am 28. Oktober 2012 wird ACE wieder am

Start sein“, freut sich Cornelia Bullmann.

Die ACE Deutschland Teilnehmer des Frankfurt Marathon: Ralf

Blesching, Sabrina Mulch, Lisa Häusler, Cornelia Bullmann (v.l.)

Follow us on Facebook

Das soziale Netzwerk Facebook

ist mit 800 Millionen

Nutzern, davon über 20 Millionen

in Deutschland, das größte

Netzwerk weltweit. Auch

ACE Deutschland hat ab Januar

eine Präsenz auf Facebook.

Der Auftritt solle interessierten Facebook Mitgliedern

aus der Branche zusätzliche Informationen bieten und

ihnen ermöglichen, interaktiv mit dem Versicherer in

Kontakt zu treten, so Kerstin Hartung Alexandre, Head

of Marketing & Communications D/A/CH bei ACE.


ACE Finanzdaten 3. Quartal 2011

ACE Limited (ACE) hat das dritte Quartal des Jahres 2011

mit einem Bruttoprämienvolumen in Höhe von 5,9 Milliarden

US-Dollar abgeschlossen und liegt damit über dem

Vorjahresergebnis, welches 5 Milliarden US-Dollar betragen

hatte. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (combined

ratio) lag für diesen Zeitraum bei 90,3 Prozent (88,4

Prozent in Q3/2010). Angesicht der schwierigen Situation

auf den Finanzmärkten habe ACE hervorragende Ergebnisse

erzielt, kommentiert Evan Greenberg, Chairman und

CEO der ACE. Der Versicherer sei in „exzellenter Verfassung“

und er weiterhin überzeugt von den Prognosen

für das vierte Quartal und darüber hinaus, so Greenberg.

Weitere Kennzahlen des Quartals stehen als Übersicht im

ACE Unternehmensprofil in deutscher Sprache auf www.

aceeurope.de zum Download zur Verfügung.

Worldview SM mit zweifacher Auszeichnung

ACE Worldview SM , das webbasierte Internetportal für

multinationale Kunden, hat in 2011 zwei Innovationspreise

verliehen bekommen. Neben dem Innovation Award

des Business Insurance Magazine, erhielt Timothy Benson,

Senior Vice President der ACE Multinational Client

Group, im Oktober den Risk Innovator TM Award des

Magazins „Risk & Insurance“. Benson erhielt den Preis

für seine hervorragenden Leistungen bei der Leitung und

Entwicklung des Portals. Inzwischen nutzen 200 multinationale

Kunden ACE Worldview SM . Ein Jahr nach der

ursprünglichen Version hat ACE Worldview 2.0 eingeführt.

Einige Neuheiten stehen den Usern zur Verfügung,

wie beispielsweise eine überarbeitete Homepage mit Programmstatistiken

und Kontaktinformationen.

Neues White Paper zu

Versicherungsregularien in Kanada

Ein Compliance-konformes multinationales Versicherungs-

programm aufzusetzen, ist meist für alle Beteiligten eine

Herausforderung. Insbesondere sind Regularien innerhalb

eines Landes unterschiedlich. Kanada ist hierfür ein Beispiel,

denn hier variieren behördliche Vorgaben je nach

Bundesstaat. Multinationale Unternehmen müssen diese

verschiedenen Gesetze in ihrem Programm beachten. Suresh

Krishnan, General Counsel der ACE Multinational

Client Group, und Fernand Vartanian, General Counsel

bei ACE in Kanada, haben hierzu das White Paper „Structuring

Multinational Insurance Programs: Insights into

ACE News International

Cross-Border Insurance Regulation in Canada” veröffentlicht.

Das Dokument in englischer Sprache steht zum

Download auf www.aceeurope.de zur Verfügung oder

kann per E-Mail an kontakt.de@acegroup.com mit dem

Betreff „White Paper, Kanada“ angefordert werden.

ACE baut multinationale

Geschäftseinheit aus

Mit der Ernennung von Rémy Massol zum Multinational

Director, ACE Continental Europe, baut der Versicherer

seine Aktivitäten im Bereich des multinationalen

Geschäfts in den kontinentaleuropäischen Ländern aus.

Massol wird an Joseph Clabby, Regional President, ACE

Continental Europe, berichten.

Rémy Massol, Multinational Director, ACE Continental Europe

Neben Massol wird Clive Hassett, Director Multinational

Services, bisher ausschließlich für Großbritannien und

Irland, seinen Tätigkeits- und Verantwortungsbereich auf

Kontinentaleuropa erweitern.

Clive Hasset, Director Multinational Services,

ACE Continental Europe

ACE News

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 5


Seite 6

Titelthema

Nanotechnologie -

ein Zukunftstrend in

der Industriehaftpflicht

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

Entwicklung neuer Haftungsrisiken

sorgfältig beobachten


Selbstreinigendes Glas und schmutzabweisende

Textilien sind keine Zukunftsideen

mehr, sondern bereits in der Welt der Konsumenten

angekommen. Der sogenannte

Lotuseffekt sorgt dafür, dass auf der Oberfläche haftende

Schmutzpartikel abperlen. Als Vorbild dient die Lotuspflanze,

deren Blätter aus einer komplexen mikro- und

nanoskopischen Struktur bestehen. Damit gehört diese

begehrte Eigenschaft in den Bereich der Nanotechnologie.

Die Bandbreite der Produkte mit Nanotechnologie geht

mittlerweile über Kunststoffe und Farben hinaus. Kosmetik-

und Pflegeprodukte mit „Nanopearls“ versprechen,

vorzeitiger Hautalterung entgegenzuwirken, oder

bieten sofortigen Sonnenschutz. Und auch die Lebensmittelindustrie

hat das „Nano-Food“ entdeckt. So fin-

den sich in Süßwaren, Kaugummis, Tees und Diätmitteln

Nanopartikel. Mit Hilfe der Nanotechnologie kann,

unter anderem, die Konsistenz oder Farbe verändert

werden. Dies kann beispielsweise durch Erhitzen des

Lebensmittels erfolgen. Ebenfalls kann das ursprüngliche

Verhalten verändert werden, zum Beispiel Pommes

frites, die weniger Fett als normal aufnehmen. Laut

des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland

(BUND) seien weltweit bereits 600 Nano-Lebensmittel

auf dem Markt. Der BUND geht davon aus, dass es

auch bereits einige Artikel in Deutschland gebe. Die

Nahrungsmittelindustrie hat dies bisher nicht bestätigt.

Die Nanotechnologie bietet diverse Vorteile und Nutzen.

So forschen Wissenschaftler am Einsatz von Nanopartikeln

mit Krebsmedikamenten, die gezielt Tumore

ansteuern, um sie dann zu zerstören. Oder die Verbesserung

von Computerchips, um Betriebsdaten sofort zu

erhalten und sie nicht erst beim Hochfahren des PCs von

der Festplatte laden zu müssen.

Die Risiken und Auswirkungen, die von der Nanotechnologie

für Mensch und Umwelt ausgehen, sind

im Detail noch nicht erforscht. Durch Schlucken (Lebensmittel),

Einatmen (Spray) und über die Haut (Sonnencreme)

können Nanoteilchen auf unterschiedlichen

Wegen in den menschlichen Körper gelangen. Bisherige

Studien zeigen, dass beispielsweise eingeatmeter

Nanostaub chronische Entzündungsreaktionen auslöst

sowie das Risiko eines Lungentumors erhöht. Das Verhalten

von Nanomaterialien im menschlichen Körper

ist nicht allein durch die Teilchenart bestimmt, sondern

durch weitere Einflussgrößen wie Größe, Form, Löslichkeit

und auch durch das Herstellungsverfahren. Die

geringe Größe der Partikel ermöglicht eine hohe Beweglichkeit

und daraus resultierend vermuten Experten,

dass sie eine weite Verbreitung sowie auch den Transport

im Körper erleichtert.

Eine kürzlich erschienene Studie der Eidgenössischen

Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), St.

Gallen, belegt erstmals den Einfluss von Nanoteilchen

auf das Leben im Wasser. Sie hemmten das Wachstum

von Algen, welche die Basis allen Lebens in aquatischen

Ökosystemen seien, so die Forscher. Derzeit gäbe

es zwar keine Gefahr, aber da zurzeit keine empirischen

Daten zur weltweiten Produktion der Partikel vorlägen,

raten die Experten zur weiteren Beobachtung.

Das lückenhafte Wissen um die Risiken der Nanotechnologie

stellt auch die Versicherungsbranche vor

neue Herausforderungen.

Die Nanotechnologie und ihre Produkte schreiten ungebremst

voran, und der Markt ist umkämpft. 5.400 Firmen

in 50 Ländern, darunter viele kleinere Unternehmen

mit unter 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,

konkurrieren miteinander. Unterstützt von ihren Regierungen,

die in den letzten elf Jahren mehr als 67,5 Milliarden

US-Dollar für die Finanzierung von Nanotechnologieforschung

und -entwicklung ausgegeben haben

sollen. Dieser Betrag könne bis 2015 auf 250 Milliarden

US-Dollar ansteigen, schätzt das Consultingunternehmens

CMP Cientifica (CMP) in seiner Veröffentlichung

aus dem Sommer 2011. China habe 2011 mit 2,25 Milliarden

US-Dollar gesteigert in Nanotech investiert und

damit die USA (2,18 Milliarden US-Dollar) überholt.

Allerdings gelte dies nur hinsichtlich der Kaufkraftparität,

wechselkursbereinigt lägen die Ausgaben Chinas

bei 1,3 Milliarden US-Dollar.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland auf dem

Gebiet der Nanotechnologie auf dem ersten Platz. 242

Großunternehmen und 735 kleine und mittlere Betriebe

befassen sich derzeit mit nanotechnologischen Produkten

und bieten über 60.000 Menschen Arbeit. Im Jahr

2010 gab die Bundesregierung 400 Millionen Euro für

die Förderung der Nanotechnologie aus – die höchste

Summe in Europa.

Was den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

in Nanotech-Unternehmen betrifft, gibt es zurzeit

noch keine speziellen Gesetzesvorgaben. In Deutschland

gelten die Bestimmungen des Arbeitsschutzgeset-

Titelthema

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 7


Titelthema

zes und der Gefahrstoffverordnung wie beim Umgang

mit chemischen Stoffen. Gemäß der Bundesanstalt für

Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) würden EUweit

„Nanopartikel und ultrafeine Partikel“ bereits als

wichtigstes neues Arbeitsschutzthema eingeschätzt.

„Die zuständigen Risk Manager sollten die Entwicklung der

neuen Haftungsrisiken sorgfältig beobachten“, so Mark Homan,

Senior Vice President Casualty der ACE Group, auf dem

12. ACE Industrieforum

Welche Defizite beim betrieblichen Umgang mit Nanoteilchen

vorherrschen, zeigt eine amerikanische Studie

unter 74 Nano-Unternehmen der University of California

in Santa Barbara auf. 63 Prozent der befragten Firmen

gaben an, kein spezifisches Entsorgungsprogramm

zu haben, 30 Prozent entsorgen ihre Materialien mit

handelsüblichen Staubsaugern.

Das lückenhafte Wissen um die Risiken der Nanotechnologie

stellt auch die Versicherungsbranche vor neue

Herausforderungen. Mark Homan, Senior Vice President

Casualty der ACE Group, sieht die Nanotechnologie

als eines der zukünftigen Risiken der internationalen

Industriehaftpflicht. „Die Nanotechnologie liefert

wertvolle und bahnbrechende Neuerungen. Allerdings

gibt es auch Unsicherheiten und Zweifel. Aktuell finden

sich 2.000 Nano-Produkte auf dem Markt, und bis

2014 werden voraussichtlich 15 Prozent aller Produkte

Nanotechnologien beinhalten. Wir können leider zurzeit

Seite 8 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

nicht ausschließen, dass diese neuen Produkte einen

ähnlichen Effekt auf den Menschen haben wie Asbest“,

erläutert Homan. „Wie bei allen neuen Haftungsrisiken

sollten die zuständigen Risk Manager die Entwicklung

sorgfältig beobachten. Dies gilt nicht nur für Nanotech,

sondern auch für andere Bereiche, die wir ebenfalls als

Zukunftstrends sehen. Dazu gehören beispielsweise

Produkt-Rückruf, die Arbeitgeberhaftpflicht oder auch

Cyber-Terrorismus“, rät Homan. Die Gefährdung, für

ein Risiko haftbar gemacht zu werden, welches unter

Umständen erst in vielen Jahren offensichtlich wird beziehungsweise

eintritt, sei so groß wie nie zuvor, gibt

Mark Homan zu bedenken. „Für Unternehmen ist daher

eine Risk Management-Kultur, die diese Art von Bedrohung

erkennt, einschätzt und überwacht, unerläßlich“,

erklärt Homan.

Kerstin Hartung Alexandre

kerstin.hartung@acegroup.com

Nanotechnologie

Nano (altgriechisch „nannos“=der Zwerg)

bezeichnet bei Maßeinheiten den milliardsten Teil

der Einheit. Ein Nanometer (nm) ist ein Milliardstel

eines Meters. Ein DNS-Strang ist 2,5 Nanometer,

ein Proteinmolekül 5 Nanometer, ein rotes Blutkörperchen

7.000 Nanometer und ein menschliches

Haar 80.000 Nanometer breit.

Zum Vergleich: Ein Nanopartikel verhält sich in der

Größe zu einem Fußball wie der Fußball zur Erde.

Durch die stark verkleinerte Partikelgröße kommt

es bei Stoffen in Nanoform zu grundlegenden

Änderungen der physikalisch-chemischen

Eigenschaften. Quelle: BUND

Nanotechnologie

• Vielfältiger Einsatz, z.B. in Nahrungsmitteln,

Kosmetika

• Vorteile und Nutzen, z.B. im

medizinischen Bereich

• Gefahren und Risiken, z.B. Krebs,

Umwelteinflüsse

• Weltweite Investitionen von mehr als

67,5 Milliarden US-Dollar (2000 - 2011)

• Erwartete Investitionen von 250 Milliarden

US-Dollar weltweit bis 2015

• USA Weltmarktführer im Nano-Bereich

• Deutschland Nummer 1 in Europa


Wer die Vertragskonstellationen

nicht zu Beginn klärt, ist verloren

Schadenbearbeitung multinationaler Programme

Z

um ersten Mal in der Geschichte sei

im Exportgeschäft die Marke von einer

Billion Euro geknackt worden, erklärte

Anfang Dezember 2011 Anton F. Börner,

Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel,

Dienstleistungen (BGA), in Berlin. Selbst im

Boomjahr 2008 sei die Branche knapp daran gescheitert.

Nach Einschätzung des BGA werden die Ausfuhren

im Gesamtjahr 2011 nominal um zwölf Prozent auf

1.075 Milliarden Euro steigen.

Der Ausblick auf 2012 zeigt sich positiv, aber auch

gleichzeitig vorsichtig. „Die realwirtschaftlichen Aussichten

sind gar nicht schlecht. Wenn jedoch die Staatsfinanzen

in den europäischen Ländern entgleiten sollten,

kann auch der Außenhandel die Wirtschaft nicht retten“,

prognostiziert Börner. Laut BGA sei aufgrund der allgemeinen

Abschwächung der Weltkonjunktur mit einem

Exportzuwachs um mindestens sechs Prozent auf 1.139

Milliarden Euro zu rechnen. „Die Emerging Markets

sind kaum von der Schuldenkrise belastet und investieren

weiterhin kräftig in Zukunftstechnologien. Optimistisch

zeigen sich daher insbesondere die Unternehmen

im Investitionsgüterbereich und tendenziell unsere Exporteure

in den Dollarraum“, so der BGA-Präsident.

Nicht nur der weitere Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise

stellt eine Herausforderung an exportorientierte

Unternehmen und Konzerne mit Niederlassungen

und Töchtern im Ausland. Von hoher Bedeutung

ist auch die Steuerung des multinationalen Versicherungsprogramms,

welches die Unternehmensaktivitäten

durch die entsprechende Absicherung stützt. Eine

besondere Rolle spielt hierbei auch die Schadenbearbeitung.

Expertise vor Ort ist längst kein „Nice to have“ mehr, sondern essentiell, um geeignete Maßnahmen bei internationalen

Versicherungsprogrammen umzusetzen

„In entwickelten Ländern mit gut ausgebildeten Leuten,

verlässlichem Rechtssystem, guter Infra- und IT-

Struktur sei es vergleichbar einfach, einen Schadenservice

auf ordentlichem Niveau zu gewährleisten“,

erklärt Dr. Peter Albrecht, gesamtverantwortlicher

Schadenleiter bei ACE in Frankfurt. „Komplizierter

ist es, einen vielleicht sogar weniger hohen, dafür

aber konsistenten Schadenservice in unterschiedlichen

Ländern und Kontinenten sicherzustellen: Schließlich

müssen die verschiedenen Komponenten koordiniert

werden wie beispielsweise Sprachen, Gepflogenheiten,

Rechtssysteme, Infrastruktur und Ausbildung“,

zeigt Albrecht auf. Die Herausforderung läge in der

Erstellung einer Struktur, in welcher der japanische,

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

Titelthema

Seite 9


Titelthema

Dr. Peter Albrecht,

Leiter Schaden, bei

der diesjährigen

Veranstaltung auf

dem Petersberg zum

Thema „Schadenabwicklunginternationaler

Programme“

der russische, der südafrikanische und der deutsche

Schadenregulierer das gleiche Verständnis hätten zu

Themen wie Informationsfluss, zeitliche Vorgaben,

Kundenstrategie und Kommunikation im Falle von

Ablehnung.

Laut Albrecht hänge der Erfolg, ein multinationales

Programm schadenseitig zu managen, von drei Eckpunkten

ab: der Präsenz, der Konsistenz und von Compliance.

„Im Detail bedeutet dies, Sie müssen dort sein,

wo der Kunde ist – das ist die Präsenz. In ungleichen

Rahmenbedingungen gleiche Leistungen erbringen

zu können – das verstehen wir unter Konsistenz. Und

Compliance bedeutet, unterschiedlichen Rechtssystemen

zu entsprechen“, erläutert Albrecht.

„Expertise vor Ort zu haben, ist längst nicht mehr

‚Nice to have’, sondern essentiell“, unterstreicht Albrecht.

Ohne den direkten Kontakt zu den Kollegen

im Ausland wären schnelle Schritte und Maßnahmen

nicht umzusetzen. Dies gälte insbesondere bei Gefahr

von rufschädigenden oder existenzbedrohenden Auswirkungen

auf das betroffene Unternehmen. „In Ländern

mit komplizierten Strukturen ist die Verbindung

zu den anderen ACE Schadenteams besonders wichtig.

Beispielsweise in Afrika, dem vielleicht schwierigsten

Umfeld. Zum Beispiel eine Haftungsthematik oder einen

verunfallten Mitarbeiter in der Republik Kongo.

Die Probleme, die sich hier stellen, beschränken sich

nicht auf juristische und medizinische Fragen - akademische

Pirouetten verpuffen hier relativ schnell. In

einer von Korruption und Clanstrukturen dominierten

Gesellschaft benötigen Sie einen Partner, der die richtigen

Personen kennt und Türen öffnen kann.“

Vor Schadenbearbeitung müsse allerdings erst die Vertragskonstellation

des multinationalen Programms geklärt

sein, beispielsweise ob es sich um eine Deckung

aus Deutschland ins Ausland über eine individuelle

Police (FoS) handelt oder einen lokalen Fronter, ACE

selbst bzw. einen Partner. „Im ersten Fall bearbeiten

wir den Schaden selbst. Schäden in anderen Kulturen

und Rechtskreisen zu bearbeiten, erfordert Erfahrung

und die richtige Beratung. Im zweiten Fall haben wir

erfahrene Schadenkollegen vor Ort. Das bedeutet

keineswegs, dass wir uns zurücklehnen können. Wir

müssen sicherstellen, dass die Kollegen die individuellen

Vorstellungen des Kunden kennen, und benötigen

regelmäßige Informationen über den Stand des Schadens“,

führt Albrecht aus. „Wer die Konstellationen

nicht zu Beginn des Schadenprozesses geklärt hat, ist

verloren“, unterstreicht der ACE Schadenleiter.

Um die erforderlichen Prozesse leiten zu können, nutzen

die ACE Schadenregulierer hauseigene IT-Tools,

um die Kernelemente bei der Bearbeitung von multi-

Seite 10 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

nationalen Schäden, Schadenbearbeitung, Programmmanagement

und Management Information, zu unterstützen.

„Eines unserer täglich genutzten Tools ist das

elektronische Aktenerfassungs- und Bearbeitungssystem

Apollo, welches auch die ACE Underwriter nutzen.

Es erlaubt uns Einblicke auf Mikro-Claims-Ebene.

Und auch im Ausland nutzen die Teams Apollo und

führen dort die Schadenakte, so dass wir aus Frankfurt

heraus Einblick in den Fall haben“, so Albrecht.

Albrecht weiter: „Unser wohl wichtigstes Tool heißt

Global Risk Advantage SM (GRA), welches wir auch

unseren Kunden zur Verfügung stellen können (s.

FACEOFACE 4/2010). Hier ist es ACE gelungen, die Daten

aller Schäden weltweit in einem Data Warehouse

zu bündeln. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen

von Loss Runs zu den Programmen über Claims

Severity Ranking Analysis, bei welcher das Gesamtschadenaufkommen

nach Schadenursachen und Schadentypen

gefiltert werden kann, bis hin zu Triangle

Reports, die Schäden je Underwritingjahr aufzeigen.

Hierauf sind wir sehr stolz.“

Kerstin Hartung Alexandre

kerstin.hartung@acegroup.com

ACE: Weltweite Schadenkapazitäten

• Schadenbearbeitung in über

130 Ländern weltweit

• Schadenbearbeitung durch ACE und

Kooperationspartner

• Volle Zulassung in allen Ländern

• Lokale Bearbeitung mit Steuerung

in Deutschland

Bearbeitung von Schäden in den Bereichen:

• Haftpflicht-, Sach-, Transport-, Technische

Versicherungen, Financial Lines, Unfall,

Reisedeckungen etc.

• Massenschäden („Slip and fall“,

abhandengekommene Ware)

• Hochkomplexe Einzelschäden (D&O-,

Tech Lines-Schäden bei Großprojekten

in Afrika oder Fernost)

• Schäden aus rein lokalen Verträgen

• Schäden in komplexen weltweiten Programmen,

aus Deutschland heraus gesteuert


Titelthema

Imressionen

Bildergalerie 12. ACE Industrieforum

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 11


Seite 12

Titelthema

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011


FACE OF ACE – Ausgabe 2/2011

Titelthema

Seite 13


Seite 14

Titelthema

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011


Nach dem Abschwung kommt

wieder ein Aufschwung

Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup,

Mitglied des Vorstands, MaschmeyerRürup AG

Der breiten Bevölkerung bekannt ist er bis

heute durch die nach ihm benannte und

2005 eingeführte Rente, die Rürup-Rente.

Professor Bert Rürup aber auf den Bereich

der Pensions- und Rentenreformen

zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen. Das politische

und wissenschaftliche Wirken des langjährigen Wirtschaftsweisen

ist weitaus umfangreicher. So gehören zu

seinen Arbeitsschwerpunkten und Publikationsthemen

die Finanz- und Beschäftigungspolitik, die demographischen

Entwicklungen, die Zukunft der Arbeit und

die Konsequenzen der wirtschaftlichen Globalisierung.

FACEOFACE traf den als „Professor Chiffre“ regelmäßig

im Handelsblatt veröffentlichenden Wirtschaftswissenschaftler

in seinem Frankfurter Büro der MaschmeyerRürup

AG und sprach mit ihm über die aktuelle

europäische Schuldenkrise, die Rolle Deutschlands, den

Einfluss der BRIC-Länder und die nahe, aber auch die

ferne wirtschaftliche Zukunft.

FACEOFACE: Die Bundesrepublik Deutschland ist

derzeit im europäischen Vergleich wirtschaftlich sehr

gut aufgestellt. Unter Berücksichtigung dieser Situation,

welche Aufgabe oder Position hat Deutschland aktuell

im europäischen Kontext beziehungsweise welche muss

Deutschland erfüllen?

Prof. Bert Rürup: Deutschland war lange Zeit ein ökonomischer

Riese, gleichzeitig aber ein politischer Zwerg.

So war zumindest unsere Position in der Nachkriegszeit.

Nun aber wächst das wiedervereinte Deutschland, auch

aufgrund seiner ökonomischen Stärke – denn der Wirtschaftsstandort

Deutschland hat sich in den letzten zehn

Jahren neu erfunden – ob man dies will oder nicht auch

in eine politische Führungsrolle. In Anbetracht unserer

Vergangenheit und unseres Selbstverständnisses ist dies

allerdings nicht unproblematisch, denn es darf keine

Führung nach dem Motto „Am deutschen Wesen muss

die Welt genesen“ sein. Wenn wir solch eine Position

einnehmen würden, wären wir zu Recht nicht nur in Eu-

ropa schnell isoliert. Die Rolle Deutschlands in Europa

erklärt sich daraus, dass die Idee eines vereinigten Europas

letztlich von der deutsch-französischen Freundschaft

lebt, zwei höchst unterschiedlichen Partnern. Die deutschen

Tugenden werden nur geachtet, die französische

Lebensart aber geliebt. Aufgrund seiner ökonomischen

Stärke muss Deutschland zusammen mit Frankreich eine

Führungsrolle übernehmen, nicht aber andere Länder

dominieren wollen, was allerdings angesichts der unterschiedlichen

politischen Kulturen alles andere als einfach

ist. Die Deutschen lieben Regelbildung wie Konvergenzkriterien,

Stabilitätspakte und Schuldenbremsen

und versuchen, vehement für so eine Politik der Regelbindungen

zu werben. Die französische Position hingegen

geht davon aus, dass Probleme bei Bedarf situationsspezifische

Antworten erfordern; es gilt der Primat der

Politik und weniger die Exekution des einmal für richtig

Erachteten. Da muss man sich schon zusammenfinden.

Wenn Sie den europäischen Einigungsprozess oder die

Die deutsche Industrie ist die leistungsfähigste der

Welt und hat alle Chancen, von der Verschiebung der

globalen Wachstumspole zu profitieren

vielen Maßnahmen zur Euro-Rettung betrachten, dann

sind dies regelmäßig Kompromisse zwischen dem deutschen

Hang zu Regeln und dem französischen Esprit und

Elan – und das ist gar nicht so schlecht.

FACE: Ökonomisch betrachtet stellen sich die Länder

der Eurozone momentan sehr unterschiedlich dar. Muss

Deutschland etwa schwächer werden, damit Europa sich

wieder auf einer Ebene aufstellen kann?

Rürup: Der Euro war immer ein politisches Projekt, um

Länder mit unterschiedlichen Entwicklungsniveaus und

differenzierenden währungs- und finanzpolitischen Kulturen

zusammenzuführen. Aus rein ökonomischer Sicht

war die Gemeinschaftswährung eine Frühgeburt, und bei

Frühgeburten kommt es bekanntlich öfter zu Komplikationen.

So wissen wir heute, dass ein stabiler Euro eine

Fiskalunion erfordert und damit eine Einschränkung der

nationalen Souveränität in haushaltspolitischen Fragen.

Dass Deutschland im Interesse anderer europäischer

Interview

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 15


Seite 16

Interview

Länder schwächer – sprich: weniger wettbewerbsfähiger

– werden soll, ist allerdings ziemlich abwegig. Mit

einem wirtschaftlich schwächeren Deutschland wären

die griechischen Renten definitiv nicht sicherer. Vielmehr

muss es darum gehen, dass die stärkeren Länder

und damit natürlich Deutschland die anderen bei ihren

eigenen Konsolidierungs- und Modernisierungsstrategien

begleiten.

FACE: Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika

(USA) kämpfen gegen ihre hohe Staatsverschuldung.

Sind wir in Europa und den USA im Vergleich zu den

aufstrebenden Märkten in Asien und Lateinamerika auf

dem „absteigenden Ast“?

Rürup: Die USA stehen vor den Trümmern ihres Wachstumsmodells,

nämlich der Stimulierung der Binnennachfrage

durch niedrige Zinsen, hohe Staatsverschuldung,

hohe Kapitalimporte und niedrige Steuern. Wie Europa

noch eine längere Zeit mit der Eurokrise zu kämpfen haben

wird, werden sich die USA in der nächsten Dekade

wirtschaftlich neu erfinden müssen. Beides wird die aufstrebenden

Nationen nicht daran hindern, sich weiter zu

modernisieren und die Industrialisierung ihrer Volkswirtschaften

voranzutreiben. Man braucht daher kein Prophet

zu sein, um vorauszusagen, dass das ökonomische und

politische Gewicht dieser Länder zunehmen wird. Wir

sollten diese Entwicklung allerdings nicht fürchten, denn

der wirtschaftliche Aufstieg anderer Staaten macht die

westlichen Gesellschaften nicht ärmer. Die Deutschen

sind nicht ärmer geworden, weil Japan in den 1970er und

1980er Jahren schneller gewachsen und an uns, gemessen

am Pro-Kopf-Sozialprodukt, vorbeigezogen ist.

FACE: Welche Bedeutung kommt dabei den sogenannten

BRIC-Ländern zu?

Rürup: BRIC ist eine vor zehn Jahren vom Goldman-

Sachs-Chefvolkswirt Jim O‘Neill geprägte Chiffre für

höchst unterschiedliche Länder. Ihnen ist nur gemeinsam,

dass sie bevölkerungsreich sind und hohe Wachstumsraten

verzeichnen. Ansonsten haben diese vier Länder

höchst unterschiedliche Geschäftsmodelle. Brasilien

setzt auf Rohstoffe, eine langsame Industrialisierung

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

und die Expansion des Binnenkonsums, Russland beutet

seinen immensen Rohstoffreichtum aus, China ist

zur Werkbank des Westens geworden und Indien ist das

Backoffice und die Apotheke der Welt. Der Anteil dieser

Länder an der Weltproduktion steigt rasant, wodurch ihr

globales ökonomisches Gewicht in zehn Jahren größer

sein wird als das der USA. Und nur eine Frage der Zeit

ist es, bis China wieder das ist, was es bis Ende des 19.

Jahrhunderts war: die größte Volkswirtschaft der Welt.

Dennoch setze ich aus zwei Gründen langfristig eher auf

Indien: Erstens, es ist eine Demokratie, und demokratische

Gesellschaften kollabieren nur höchst selten, da

sie in der Lage sind, Konflikte kleinzuarbeiten, während

autokratische Regime auf Repression und Informationsbeschränkungen

angewiesen sind. Im Zeitalter des Internets

wird das Letztere zunehmend schwieriger. Deswegen

glaube ich, dass Indien langfristig stabiler sein

könnte. Zweitens, Indien hat demographische Vorteile

und ist nicht wie China dem Risiko ausgesetzt, alt zu

werden, bevor es richtig reich geworden ist. Bei der Verschiebung

der weltwirtschaftlichen Gravitationszentren

und den Veränderungen auf der internationalen politischen

Bühne greift die Fokussierung auf die BRIC-Staaten

allerdings zu kurz. Neben den BRIC-Staaten sollten

daher auch die „Hidden Champions“ erwähnt werden,

also die Staaten der zweiten Reihe. Dies sind Südafrika,

die Türkei und Indonesien, aber auch Polen.

FACE: Der Euro ist seit seiner Einführung in der Diskussion,

viele wünschen sich ihre nationalen Währungen

zurück. Lässt sich das Rad überhaupt zurückdrehen und

welche Auswirkungen hätte die Auflösung der Euro-Gemeinschaft

für Europa und auch für Deutschland?

Rürup: Wenn man will oder muss, lässt sich alles zurückdrehen.

Die Frage ist nur, ob dies eine sinnvolle Alternative

ist. Und dies ist definitiv nicht der Fall, denn

es käme zu einer ökonomischen Katastrophe. Europa

ist gemessen an der Produktionsleistung immer noch

das größte Wirtschaftsgebiet der Welt. Trotz ihrer abnehmenden

globalen ökonomischen Bedeutung werden

die USA alles daransetzen, den Dollar als Weltwährung

zu verteidigen, und das selbstbewusste China muss und


Prof. Dr. Dr. h.c. Bert Rürup Ende Oktober 2011 auf dem 12. ACE Industrieforum

wird versuchen, seinen Renminbi zur zweiten Weltwährung

zu machen. Europa täte gut daran, den Euro als

dritte Weltwährung zu etablieren. Bekanntlich können

dreibeinige Tische nicht wackeln.

FACE: Ihre Zukunftsprognose für das kommende Jahr

2012: Wie wird es weitergehen?

Rürup: Wir befinden uns wirtschaftlich in einer Abkühlung

– in der Eurozone mehr als in Deutschland. Die Verunsicherung

der Finanzmärkte ist zwar mit der nach dem

Lehman-Schock vergleichbar, allerdings zeichnet sich

kein markanter Einbruch des Welthandels ab. Aus diesem

Grund erwarte ich für Deutschland keine Rezession,

sondern nur eine deutliche Abschwächung im Vergleich

zu den wachstumsstarken Jahren 2010 und 2011 mit Zuwächsen

mit über und um drei Prozent. Ich bin allerdings

zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr trotz eines Miniwachstums

von knapp unter einem Prozent keinen Anstieg

der Arbeitslosigkeit haben werden. Aber auch diese

Abkühlung wird ein Ende haben, und für den nächsten

Aufschwung ist Deutschland bestens gerüstet. Die deutsche

Industrie ist die leistungsfähigste der Welt und hat

alle Chancen, von der Verschiebung der globalen Wachstumspole

zu profitieren, vor allem auf längere Sicht, da

bin ich aus guten Gründen ziemlich optimistisch.

FACE: Und noch zwanzig Jahre weiter: Wo denken Sie

wird Europa, wird Deutschland 2030 ökonomisch stehen?

Rürup: Längerfristig wird die Alterung unserer Bevölkerung

wachstumsdämpfend wirken. Wir haben bislang

in der Bevölkerungsalterung in erster Linie ein Prob-

lem für unsere sozialen Sicherungssysteme gesehen

und versucht, dort Antworten zu finden. Nachdem wir

jedoch eine Reihe von Reformen in den Sozialversicherungen,

namentlich in der Alterssicherung, auf den Weg

gebracht haben, ist das nun intensiv anzugehende Problem

ein makroökonomisches. In Deutschland haben wir

gegenwärtig knapp 82 Millionen Einwohner, und in den

nächsten 20 Jahren wird diese Zahl nach Lage der Dinge

auf etwa 77 Millionen zurückgehen. Sehr viel deutlicher

– mehr als doppelt so schnell – wird aber die Zahl

der Personen im erwerbsfähigen Alter – das, was wir als

Produktionsfaktor Arbeit bezeichnen – abnehmen. Wenn

wir wollen, dass unter diesen Bedingungen sich die reale

Güterversorgung pro Kopf – das ist das entscheidende

Wohlstandsmaß – wie in der Vergangenheit entwickelt,

soll müssen die weniger und älter werdenden Erwerbstätigen

produktiver werden. Die Alterung frisst Produktivität!

Um den Rückgang der Erwerbsbevölkerung im Vergleich

zur Gesamtbevölkerung zu kompensieren, müsste

das Produktivitätswachstum im Vergleich zur Vergangenheit

um ein Drittel steigen. Will man das kompensieren,

dann geht an einer Verlängerung der Arbeitszeiten,

mehr Bildungsanstrengungen, Erhöhung der Vollzeitbeschäftigung

der Frauen, die im Durchschnitt besser ausgebildet

sind als die Männer, und einer Intensivierung

der Technologiepolitik kein Weg vorbei. Keineswegs

sollten wir uns unsere demographische Entwicklung als

Vorbote eines ökonomischen Niedergangs einreden lassen,

wohl aber sollten wir sie als Herausforderung für

wachstumsstimulierende Reformen annehmen.

Das Interview führte Kerstin Hartung Alexandre

kerstin.hartung@acegroup.com

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

Interview

Seite 17


Produkte

Tauchnotruf feiert mit ACE

10 Jahre aqua med

aqua med-Mitarbeiter vor

10-Jahres-Zeitstrahl

Mit 150 Gästen feierte der Tauchnotruf

aqua med am 13. November 2011 in

Bremen sein zehnjähriges Firmenjubiläum.

Die Feierlichkeiten starteten

am Nachmittag des Vortages mit einem „Tag der offenen

Tür“ in den Geschäftsräumen und setzten sich abends

mit Vorträgen der Ärzte des Tauchnotrufs in einer Location

im Bremer Überseehafen fort. Viele Kunden und

„alte Weggefährten“ kamen in die Hansestadt, darunter

Vertreter der weltgrößten Tauchausbildungsorganisation

PADI (Professional Association of Diving Instructors).

Auch ACE als langjähriger Versicherungspartner

gratulierte persönlich. „Selten habe ich eine so herzliche

und angenehme Atmosphäre bei einem Firmenevent erlebt“,

berichtet Nicoletta Blaschke, Head of Marketing

& Strategic Development, A&H Germanic bei ACE.

„Der Team-Spirit zwischen aqua med, seinen Kunden

und den Dienstleistern ist wirklich beeindruckend.“

Zusammen mit ACE hat aqua med vor etwa zehn Jahren

mit der Tauchunfall- und Auslandsreisekrankenversicherung

als Bestandteil der „dive card“ ein Paket entwickelt,

das maßgeschneiderten Versicherungsschutz

für Tauchunfälle, Krankheit und andere Zwischenfälle

bietet. aqua med ist der tauchmedizinische Fachbereich

der Medical Helpline Worldwide (MHW), einer

ärztlichen Notrufeinrichtung für weltweite medizinische

Notfälle (siehe FACEOFACE 2/2011). Sebastian

Kreutzer, Manager A&H Affinity bei ACE, erinnert

sich: „Die ‚dive card’ war eine sehr kreative Idee und

ungewöhnlich für meine Kollegen, die damals damit

befasst waren. Aber der Gründer von aqua med Marco

Röschmann argumentierte mit den statistischen Daten

derart überzeugend, dass ACE schließlich den Versuch

wagte. Berichtet haben meine Kollegen auch von einer

sympathischen Hartnäckigkeit im Verhandeln von ‚ver-

Seite 18 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

ständlichen’ Versicherungsbedingungen. Dass hieraus

letztendlich eine große Sache werden würde, hätte damals

niemand erwartet“, freut sich Kreutzer.

Geschenkübergabe – Marco Röschmann, Geschäftsführer aqua

med, Sebastian Kreutzer und Nicoletta Blaschke, beide ACE

Deutschland (v.l.)

Auch der neue aqua med Geschäftsführer Sven Aumann

lobte in seiner Rede das Firmenkonzept und das Team

des Tauchnotrufs: „Bei der MHW und aqua med steht

das Helfen in Notsituationen, also der Ursprungsgedanke

der Assistance, an erster Stelle. Dies wird durch

die Notfallhotline ermöglicht, an deren Ende Ärzte von

aqua med an 365 Tagen und 24 Stunden am Tag für Fragen

oder Notfälle zur Stelle sind.“

Gründer Marco Röschmann blickt in die Zukunft: „Wir

freuen uns auf die nächsten Jahrzehnte, denn wir sind

noch jung: Ein junges Team – ein junges Unternehmen,

hier liegt unser Potential.“ ACE gratuliert herzlich zu

dem gelungenen Jubiläum und freut sich schon jetzt auf

weitere Jahre professioneller, sehr sympathischer und

erfolgreicher Zusammenarbeit.

Sabrina Mulch

sabrina.mulch@acegroup.com

Das „dive card“-Sicherheitspaket

• Notfallmanagement der medizinischen Hotline

• Digitale Hinterlegung medizinischer Daten

(z.B. Blutgruppe, Allergien)

• Tauchunfall- und Auslandsreisekrankenversicherung

der ACE


Exklusives „Familientreffen“

maxpool Workshop in Hamburg

Wie kann ein Versicherungsunternehmen

den Vertriebserfolg des angeschlossenenVersicherungsvermittlers

unterstützen? In erster Linie

durch klare und verständliche Produktinformationen.

Das bloße Lesen kann jedoch in manchen Fällen zu

einseitig sein. Gefragt ist ein zusätzlicher Service, der

Mehrwert bietet. Zum Beispiel kann der Versicherer

den persönlichen Kontakt zum Makler suchen. Denn

gemeinsame Gespräche sind eine gute Plattform, um

breiteres Produktwissen und zusätzliche Hintergrundinformationen

zu vermitteln. Und weil der Makler durch

aktive Teilnahme die Schwerpunkte des Gesprächs mitbestimmen

kann, zieht er automatisch mehr Nutzen aus

dem Treffen und nimmt mehr an Wissen mit.

Stefanie Gaebe, ACE Deutschland und Ralf Barth, maxpool

Diese interaktive Vorgehensweise griffen ACE Deutschland

und die maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister

mbH (maxpool) am 4. November 2011 auf.

Zusammen luden sie norddeutsche maxpool-Makler zu

einem Workshop nach Hamburg ein (siehe FACEO-

FACE 3/2011). Im Fokus stand das von maxpool und

ACE entwickelte Unfallkonzept „maxFamily“. Unter

der Moderation von Stefanie Gaebe, Senior Account

Manager im Bereich Accident & Health, Corporate

Sales bei ACE, erarbeiteten die Teilnehmer die Gründe,

warum eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung

wichtig ist. Danach folgten die besonderen

Merkmale des Deckungskonzeptes und Vertriebsargumente:

„maxFamily“ ist speziell auf die Bedürfnisse

von Familien abgestimmt. Herzstück des Konzepts ist

die verbesserte Gliedertaxe. Ein weiteres Highlight ist

die geschlechtsspezifische Gliedertaxe, die eine Leistung

bei unfallbedingtem Verlust der Gebär- und Stillfähigkeit

bei Frauen sowie der Zeugungsfähigkeit bei

Männern vorsieht. Zusätzlich rundet der Baustein Dread

Disease den Familienschutz ab, indem er – meist abgeschlossen

für den Hauptverdiener in der Familie – bei

Erstdiagnose von Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall

die finanziellen Folgen des Verdienstausfalles durch

eine Einmalzahlung mindert.

Die Workshop-Teilnehmer waren begeistert und zeigten

sich einig drüber, dass „maxFamily“ einen unentbehrlichen

Bestandteil des maxpool-Portfolios darstelle. „Der

Workshop hat mir interessante Perspektiven aufgezeigt,

die mir bei der Vermittlung des Produkts sehr weiterhelfen

werden“, fasst maxpool-Versicherungsmakler

Meik Kielau seinen Nutzen aus der Veranstaltung in

der maxpool-Zentrale zusammen. Auch Stefanie Gaebe

freute sich über den Erfolg des Workshops. „Die positive

Rückmeldung der Teilnehmer hat uns darin bestärkt,

gemeinsam mit maxpool weitere Vertriebsaktionen in

2012 durchzuführen.“ Bereits am 23. Januar 2012 wird

Gaebe anlässlich der Jahresauftakttagung der Deutschen

Finanzplan GmbH Versicherungsmakler (DFP) in

Nürnberg über das Unfallkonzept „maxFamily“ referieren.

Die DFP greift in ihrer Funktion als unabhängige

Maklerorganisation für Finanzdienstleistungsprodukte

auf maxpool-Konzepte zurück.

Nicoletta Blaschke

nicoletta.blaschke@acegroup.com

Stärken des Unfallkonzepts „maxFamily“:

• Verbesserte & geschlechtsspezifische Gliedertaxe

• Viele wichtige Deckungserweiterungen, z.B.

Rehabilitationsbeihilfe, Heilkosten im Ausland,

Infektionsklausel (u.a. Borreliose und

FSME/Zeckenenzephalitis)

• Tauchtypische Gesundheitsschäden

• Unfälle infolge eines Herzinfarkts oder

Schlaganfalls

Darüber hinaus kann der Baustein

Dread Disease gewählt werden:

• Einmalzahlung bei Erstdiagnose von Krebs,

Herzinfarkt und Schlaganfall

• Unabhängig vom Verlauf der Krankheit

• Einfache Tarifstruktur

Produkte

FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011 Seite 19


Tanzinitiative für neues Selbstbewusstsein

ScanMedic unterstützt „Adi Dance Kids“

Die Augen strahlten, die Wangen glühten, als

die neun Bottroper Mädchen – die „Adi

Dance Kids“ – am 16. November 2011 ihren

einstudierten Tanz bravourös vorführten.

Und dabei hatten die Mädchen zum Erlernen der Tanzschritte

nur wenige Wochen Zeit gehabt. Verständlich, dass die Mädchen

sowie auch ihre Betreuerinnen Andrea Wiemers, Clarissa

und Dimitra Papadopoulos vor dem Auftritt sehr aufgeregt

waren. Nicht nur die Eltern waren von der Vorführung der

Kinder angetan. Auch die Sponsoren, Herr Rückborn von der

Sparkasse Bottrop und die Geschäftsführer der Fa. ScanMedic

Versicherungsmakler GmbH, zeigten sich begeistert. Mit

der Initiative der „Adi Dance Kids“ wendet sich der Adipositas

Verband Deutschland e.V. gezielt an adipöse Kinder und

bietet Betroffenen damit eine unterstützende und präventive

Maßnahme. Der Bottroper Adipositas-Selbsthilfeverband

lädt Kinder mit Übergewicht zum Tanztraining ins Brauhaus

Bottich ein. In Kursen mit Gleichgewichtigen motiviert diese

Initiative, sich mehr zuzutrauen, Spaß an der Bewegung zu

lernen und ein positives Körpergefühl zu entwickeln. Ziel ist

es, gemeinsam aus dem Kreislauf des Dickseins herauszufinden.

Denn Aufklärung tut not. Und so nehmen sich die aktiven

Unterstützer des Adipositas Verbands Deutschland e.V.

auch Zeit für Gespräche mit den Eltern der „Adi Dance Kids“.

„Veränderung fängt zu Hause an“, so Christel Moll, die Vorsitzende

des Vereins.

Spendenübergabe von ScanMedic an die „Adi Dance Kids“

Besorgniserregend ist der Anstieg der Adipösen beim Übergang

vom jungen ins mittlere Erwachsenenalter. In Deutsch-

Seite 20 FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

the other FACEOFACE

land sind 75 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen

im Alter von 25 bis 69 Jahren zu dick. Jeder fünfte ist adipös,

also krankhaft fettleibig. In der Europäischen Union (EU)

liegt Deutschland damit an der Spitze. Die Sparkasse Bottrop

und ScanMedic unterstützen die Initiative „Adi Dance Kids“

finanziell.SowardieAnschaffungvonT-ShirtsundMaterialien

möglich. Die Spenden wurden am 16. November 2011 im

Brauhaus Bottich, das kostenlos die Räumlichkeiten für die

Treffen zur Verfügung stellt, überreicht. Frau Moll führte aus,

dass die Tanzgruppe in Bottrop als Pilotprojekt in Nordrhein-

Westfalen erst im September 2011 an den Start gegangen sei.

Eine weitere Gruppe werde im Januar in Ramsdorf (Kreis

Borken) ihre Arbeit aufnehmen, in Vorbereitung seien auch

Dortmund und Oberhausen. „Aus eigener positiver Erfahrung

heraus habe ich mich entschlossen, anderen ein Forum zu

bieten, wo sie sich austauschen können. Schließlich sind viele

Probleme, durch die Übergewicht entsteht, ähnlich“, so Moll.

Man müsse innerlich bereit sein, an sich und seinem Leben

etwas zu verändern.

ScanMedic und ACE bieten seit Kurzem eine Versicherung

für Selbstzahler chirurgischer Eingriffe gegen Adipositas an.

Diese derzeit am deutschen Markt einzigartige Versicherung

deckt damit Komplikationskosten, die im Rahmen einer

Adipositas-chirurgischen Operation entstehen können (siehe

FACEOFACE 3/2011). Diese Versicherung erleichtert nicht

nur den Entschluss zur lebensverbessernden Operation – aus

dem Beitrag jedes Versicherungsvertrages gehen auch jeweils

5 Euro an die „Adi Dance Kids“. „Wir sind sehr froh, mit einem

ersten Scheck über 1.000 Euro diese sinnvolle und motivierende

Initiative unterstützen zu können“, freuen sich Jörg

Reiner und Olaf Tabbert von ScanMedic.

Nicoletta Blaschke

nicoletta.blaschke@acegroup.com

Weitere Informationen auf

www.adipositasverband.de, www.adikids.de

und www.scanmedic.de


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FACE OF ACE – Ausgabe 4/2011

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Auflage:

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Seite 23

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