Teil I - Roter Baum

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Teil I - Roter Baum

Zum Geleit

Der Einzug der rechtsextremistischen NPD in den Sächsischen Landtag bei hohen

Stimmenanteilen von Jugendlichen unter 24 Jahren machte zwei Entwicklungen deutlich: Die

Extremisten haben die Jugend als eine wichtige Zielgruppe für sich entdeckt und zugleich

müssen Information und Aufklärung über den Extremismus und seine Ziele deutlich verstärkt

werden. Beides hat die Gesellschaft als Herausforderung angenommen.

Heute bieten Polizei und Verfassungsschutz ebenso wie eine Vielzahl von Initiativen und

Projektträgern Hilfe und die Nutzung ihrer Erfahrungen an, die sie aus ihrer täglichen Arbeit

schöpfen. Parallel setzen sich Schulträger und Schulen im Unterricht sowie zunehmend im

Rahmen der Ganztagsangebote – oft unter Einbeziehung der Eltern – mit den Bedrohungen

und Verlockungen der Extremisten und mit ihren Ideen auseinander. Das Landesprogramm

"Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" bildet das Dach, unter dem die Kräfte

dafür gebündelt und gefördert werden.

Die Aufgabe kann nur von der ganzen Gesellschaft bewältigt werden. Genau das ist der

Ansatz des Projekts "Demokratie gemeinsam lernen - Kommunikationsmanagement Schule

gegen Extremismus": den Kommunikationsprozess und die Vernetzung zwischen Initiativen,

Projektträgern und erfahrenen Experten mit den Schulen und Schulträgern, Lehrern,

Schulleitern, Eltern und Schülern zu organisieren. Das wird in persönlichen Gesprächen, in

gemeinsamen Veranstaltungen und Projekten und elektronisch auf einer Website der

Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung umgesetzt. Das Projekt will dazu

beitragen, den Sachverstand geeigneter Initiativen für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit

extremistischen Ideologien zu nutzen. Es soll Schüler befähigen, die Gefahren des

Extremismus zu erkennen und sich dagegen zu wehren. Und es ist eine Aufforderung,

Demokratie auf dem Boden des Grundgesetzes im Alltag, in der Schule und in den Familien

zu leben, ihre Werte anzuerkennen und sich für sie einzusetzen.

Ich wünsche dem Projekt eine erfolgreiche Umsetzung und sage allen Beteiligten meine

Unterstützung zu.

Steffen Flath

Staatsminister für Kultus

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