Teil I - Roter Baum

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Teil I - Roter Baum

Mein Sohn hört rechte Musik

Was will, was kann diese Broschüre?

Ich verstehe die Welt nicht mehr: Mein Sohn hört rechte Musik und hat sich einer Gruppe aus

der rechten Szene angeschlossen. Wenn ich mit ihm darüber sprechen will, wird er aggressiv.

Was kann ich tun, wenn sich Kinder im Handy und im Internet Gewaltdarstellungen

'runterladen? Vor solchen Fragen stehen oft ratlose Mütter und Väter, aber auch Lehrerinnen

und Lehrer, Leiter von Clubs und Sportvereinen. Hat es überhaupt Sinn, etwas zu tun?

Ja. Ich muss etwas unternehmen, damit sie nicht völlig abrutschen in "Freundeskreise", die

ihnen und uns allen nicht gut tun. Wir müssen unbedingt etwas tun. Alle gemeinsam.

Bei der Frage nach dem Was? und dem Wie? will das Projekt, will diese Broschüre helfen.

Sie zeigt, dass wir mehr Verbündete haben, als wir denken. Spezialisten können uns helfen:

"Demokratiepädagogen", Fachleute in den Gemeinden, an Hochschulen und in Instituten - vor

allem aber gibt es Initiativen, die eine Menge Erfahrungen haben. Auch bei einigen

Stiftungen und Kirchen finde ich Gesprächspartner.

Die meisten, die sich in Sachsen auf diesem Gebiet engagieren, sind in der Broschüre

genannt: mehr als 200 Ansprechpartner. Damit ich schnell in meiner Nähe jemanden finde,

sind sie nach Postleitzahlen geordnet. Einige können besonders gut mit Kindern, andere mit

Jugendlichen und jungen Erwachsenen umgehen. Die sind im ersten Teil zu finden. Sie haben

extra eine "Empfehlung" von Fachleuten bekommen. Bei denen gehen Sie ganz sicher.

Eine Steuerungsgruppe hat alle, die es wollten, überprüft ("Qualitätssicherung"). Viele, die

dieses "Qualitätssiegel" nicht bekommen haben, können auch angesprochen werden – sie

gehen an die Themen aber meistens anders 'ran. Die Steuerungsgruppe möchte von Ihnen in

Zukunft wissen, wie solche Veranstaltungen oder Projekte ankommen. Dazu gibt es

Fragebögen für Lehrer, Schüler, auch für Eltern und natürlich für die Initiativen. Ihr Urteil ist

gefragt! Die Fragebögen finden Sie auf der speziellen, von der Sächsischen Landeszentrale

für politische Bildung verlinkten Website.

Eins müssen Sie aber selbst in die Hand nehmen, wenn Sie auf Hilfe hoffen: Gehen Sie auf

die Initiativen, auf die Fachleute vor Ort zu. Holen Sie sie in die Schule oder in andere

Veranstaltungsorte! Viele warten darauf. Suchen Sie das Gespräch, im Unterricht oder in der

Freizeit. Gut wären längerfristige Projekte, da lässt sich am besten etwas über

Ganztagsangebote organisieren. Das ist das wichtigste Anliegen dieses Projekts: Gehen Sie

aufeinander zu.

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