Energie der Zukunft - Smart Media Publishing

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Energie der Zukunft - Smart Media Publishing

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jan uar 2010

Geht uns erst ein Licht auf, wenn Strom knapp wird?

www.stromzukunft.ch

Eine Themenzeitung von Smart Media

EnErgiE dEr zukunft

Expert Board

Ralph Eichler, ETHZ, Michael Kaufmann, BfE und

Herrmann Scheer, Eurosolar

Energiepolitik

Energie 2050 –

Drei kompetente Partner für die Zukunft

Desertec

Die Sahara als Energiequelle

”Das Haus der Zukunft

Fünf Top-Experten diskutieren die Energiefrage in Hausbau und -technik

Mobilität: Die Alternative LPG Smart Grids: Das Stromnetz der Zukunft

Ihre Schweizer Stromversorger


2

E ditor ial

Energie der Zukunft

Eine Themenzeitung von Smart Media

Die nachhaltige

Energieversorgung ist vernetzt

Die Schweiz ist eine 6500-Watt-Gesellschaft und ihr Energiehunger wird hauptsächlich

aus endlichen Quellen gestillt. Die 2000-Watt-Gesellschaft benötigt dagegen deutlich

weniger Energie und bedient sich aus einem unerschöpflichen Reservoir: Sonne, Wind,

Wasser, Biomasse und Geothermie spielen eine zentrale Rolle, wenn die Vision einer

nachhaltigen und gerecht verteilten Energiezukunft wahr werden und der Klimawandel

für die folgenden Generationen auf ein tolerierbares Ausmass beschränkt bleiben soll.

In absehbarer Zukunft müssen Dreiviertel des Gesamtenergiebedarfs mit erneuerbaren

Energieträgern gedeckt werden, damit der CO 2 -Ausstoss von heute 8 Tonnen auf 1 Tonne

pro Kopf und Jahr reduziert werden kann. Die Produktion von klimafreundlichem

Strom gewinnt dafür an Bedeutung: Energieeffiziente Häuser werden zunehmend mit

Wärmepumpen beheizt und auf der Strasse wird der Verkehr zunehmend mit elektrischer

Energie emissionsarm weiterrollen. Die Energieszenarien des Bundesrates bekräftigen,

dass die 2000-Watt-Gesellschaft den nachhaltigen Wandel in der Energieversorgung auslösen

kann.

Die Technologien sind reif, den fälligen Ausbauschritt zu marktfähigen Bedingungen

zu leisten. Die Energie- und Strombezüger haben bereits die Wahl. Mittelfristig wird

Forschung die Stromerzeugung zudem ähnlich innovativ vorantreiben wie die Informationstechnologie.

Was es trotzdem unverzüglich braucht, ist die Vernetzung von Ideen und

Interessen. Mit intelligenten Energieversorgungsnetzen, den sogenannten Smart Grids,

werden die vielen grossen und kleinen erneuerbaren Energiequellen effizient verfügbar,

und die elektrisch angetriebene Mobilität als ein wichtiges Speichermedium nutzbar gemacht.

Für die nachhaltige und klimafreundliche Energie- und Stromversorgung

sind die politischen und ökonomischen Weichen jetzt zu

stellen; im Nachhinein und verspätet kostet ein Umstieg wesentlich

mehr.

Roland Stulz

Dipl. Arch. ETH

Geschäftsführer novatlantis

Benjamin Wey, Projektleiter, benjamin.wey@smartmediapublishing.com

Henriette Reuss, Produktionsleiterin | Mathias Rittgerott, Vincenz Brunner, Josef A. Dürr,

Dr. Hermann Scheer, Michael Kaufmann und Prof. Ralph Eichler, Text |

Swisscontent Corp., Produktion | Swisscontent Corp., Korrektorat | Ringier Print, Druckerei

Veröffentlicht mit dem Tages-Anzeiger im Januar 2010.

Für mehr Informationen, Fragen oder Inserate: Charlotte Olsson, charlotte.olsson@smartmediapublishing.com,

Smart Media Publishing Schweiz GmbH, Tel. 044 258 86 00

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und Energie verbinden.

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04

ExPERT BOARD – EnERGIE DER

ZUKUnFT

06

DREI KOMPETEnTE PARTnER

FüR DIE ZUKUnFT

07

DIE SAHARA

AlS EnERGIEQUEllE

08

DAS HAUS DER ZUKUnFT

SCHüTZT DAS KlIMA

10

BIOGAS UnD HOlZ

AlS WäRMEQUEllE

11

WäRME AUS TIEFEM FElS

12

AUTOGAS/lPG – KOSTEn

SPAREn UnD UMWElT SCHOnEn

14

InTEllIGEnZ In

DER STROMVERSORGUnG

Über Smart Media

Smart Media entwickelt, produziert und veröffentlicht themenspezifische

Zeitungen, die gemeinsam mit führenden Medien auf dem jeweiligen Markt

vertrieben werden.

Dank unserer kreativen Medienlösungen helfen wir unseren Kunden Aufmerksamkeit

zu erzeugen, Marken zu stärken und Interesse sowie Wissensstand

über die Unternehmen in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich

zu erhöhen. Unsere Veröffentlichungen

zeichnen sich durch hohe Qualität und inspirierende

redaktionelle Inhalte aus.

Creating media performance

Iouri Podladtchikov


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«Mit trAnSPArenZ

Zu Mehr enerGieeffiZienZ»

Die «Energie der Zukunft» nutzt Energieeffizienz als «fünften Kraftstoff». Konsumenten setzen auf energieeffizientere Verbraucher.

Dank Smart Metering haben sie volle Transparenz über Angebot, Nachfrage sowie Kosten und können Energie nachhaltiger nutzen.

Energie wird ein immer kostbareres Gut.

nebst Kohle, Öl/Gas, atom sowie Sonne/

Wind/Wasser wird Energieeffizienz zum

«fünften Kraftstoff». Mit ihren 5 000 Mitarbeitenden

weltweit entwickelt und liefert die

Zuger landis+Gyr Smart Metering-lösungen,

die Konsumenten in die lage versetzen, diesen

«fünften Kraftstoff» besser zu nutzen.

Soll der Energieverbrauch sinken, braucht

es effizientere Verbraucher. «a++» auf der

Energieetikette zeigt die Fortschritte der industrie.

doch eine immer grössere anzahl an

Verbrauchern macht diese Effizienzgewinne

mindestens teilweise zunichte. darum müssen

Konsumenten lernen, ihre Verbraucher

intelligenter einzusetzen.

als teil des europäischen Verbundnetzes und

als wichtiger Exporteur von Spitzenenergie

wird unsere Energiezukunft durch Entwicklungen

in der Eu mit beeinflusst. Mit ihrem

im jahr 2009 verabschiedeten 3. Energiepaket

hat die Eu die richtung bestimmt: Bis in

zehn jahren sollen die Primärenergie um 20

Prozent gesenkt, die Co 2 -Emissionen um 20

Prozent vermindert und der anteil an Strom

aus regenerativer Erzeugung auf mindestens

20 Prozent am Gesamtenergieanteil gesteigert

werden. damit bestimmt das Wetter die

angebotsspitze.

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und Energieeffizienz

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landis+Gyrs EcoMeter schafft Transparenz über Verbrauch sowie Kosten und animiert Konsumenten

so zu sparsameren Verbrauch von Energie.

die europäische Energiepolitik setzt auf

Smart Metering als Schlüsseltechnologie für

demand response. demand response, lastausgleich

respektive die Balance zwischen

angebot und nachfrage, basiert auf transparenz.

diese hilft den Konsumenten, die Ener-

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systemverträglicher zu nutzen. dies gilt gerade

dann, wenn Wind und Sonne für schlecht

speicherbare angebotsspitzen sorgen.

Getreu der Management-Weisheit «man kann

nur managen, was gemessen wird» entwi-

ckelt landis+Gyr intelligente Energiezähler

und Zählsysteme. diese steigern die Prozesseffizienz

der Energieversorger. Zusätzlich

führen sie Konsumenten in Echtzeit ihren

Verbrauch, ihre Energiekosten und die bei der

Produktion anfallenden Emissionen vor augen

und animieren sie so zum bewussteren,

sparsameren und auf aktuelle Verfügbarkeit

ausgerichteten Energieverbauch.

diese art des direkten Feedbacks über internetportale,

auf sogenannte im-Haus-anzeigeterminals

oder – wie in einem gemeinsamen

Forschungsprojekt mit der EtH Zürich und

der universität St. Gallen entwickelt – auf

Smart Phones birgt massives Einsparpotential.

unabhängige Studien schätzen, dass sich

mittels «demand response» innerhalb der

Europäischen union bis zu 200 tWh elektrische

Energie sparen lässt. Es könnten bis zu

100 Millionen tonnen Co 2 -Emissionen vermieden

werden. investitionen von bis zu 50

Milliarden Euro für Kraftwerke, deren einziger

Zweck das abdecken von nachfragespitzen

ist, würden hinfällig.

darum gilt: Eine wachsende Zahl aufgeklärter

Konsumenten nutzt sparsamere Verbraucher

intelligent und macht so Energieeffizienz

als «fünften Kraftstoff» zum wichtigen teil der

«Energie der Zukunft».

Mitglied der FHO Fachhochschule Ostschweiz

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4

ExPE rt Boar d

Eine Themenzeitung von Smart Media

Expert Board –

Energie der Zukunft

TExT dr. HErMann SCHEEr, MiCHaEl KauFMann und ProF. ralPH EiCHlEr

Erneuerbare Energien – unsere Chance für die Wirtschaft

Während namhafte Wissenschaftler,

Experten und erfahrene

Energiepolitiker überzeugt

sind, dass von den erneuerbaren

Energien ein «gesamtwirtschaftlicher

Erneuerungsimpuls»

ausgeht, beschwören andere

noch immer die Atomkraft.

Die Abhängigkeit vom endlichen

Rohstoff Uran wird dabei

ebenso oft unterschlagen wie die

Bedeutungslosigkeit für die heimische

Wirtschaft: In der Atomenergiebranche

sind nur wenige

Arbeitskräfte beschäftigt – hier

ist also kein Impuls für den Arbeitsmarkt

zu erwarten. Ebenso

werden die wahren Kosten dieser

veralteten Technologie, vor

allem die Sicherheitskosten und

die unabsehbaren Risikolasten

jahrtausendelanger Endlagerung

atomarer Abfälle, grob unterschätzt.

Zudem sind Atomkraftwerke

bei der Stromerzeugung

auf Volllastnutzung ausgelegt

und verhindern damit den

notwendigen Struktur wandel in

unserer Energieversorgung.

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W e l l n e s s f ü r I h r h a u s

Kosten und energIe sparen eInfach gemacht.

g

ProfiTieren und

energie sParen

Obwohl das Gros der deutschen

mittelständischen Unternehmen

und Führungskräfte in

den erneuerbaren Energien eine

riesige Chance für technologischen

Fortschritt, Arbeitsmarkt

und Exportwirtschaft sieht,

hält eine Minderheit eisern

am alten Energiekonzept fest.

Die Behauptung, erneuerbare

Energien könnten den steigenden

Energie- bzw. Strombedarf

nicht (kostengünstig) decken, ist

grundlegend falsch: Der Wechsel

zu erneuerbaren Ressourcen sowie

die drastische Steigerung der

R «systemische» Schlüssel zu

einer zukunftsfähigen Realwirtschaft.

Je länger der Ressourcenwechsel

verschleppt wird, desto

schwieriger wird es aber für

eine Volkswirtschaft, Anschluss

zu halten. Die Schweiz verbaut

sich eine gesamtwirtschaftliche

Chance, wenn dieser Ressourcenwechsel

nicht mit aller Konsequenz

eingeleitet wird.

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Mit der Förderung der

erneuerbaren Energien entsteht

ein neuer, dezentraler Energiemarkt.

Die Elektro- und

IT-Industrie ist wie geschaffen,

neue Stromspeichertechniken zu

entwickeln und zu optimieren.

„Vor allem beim

Strom muss aber

die Produktivität

erhöht werden.”

Unternehmen werden motiviert,

neue Wege zur Energieerzeugung

oder -einsparung einzuschlagen.

Eine intelligente Steuerung – das

so genannte Kombikraftwerk –

kann mit bereits vorhandener

Technik bedarfsgerecht Strom

ins Netz einspeisen und Versorgungssicherheit

garantieren.

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Smart Grids werden dieses

Konzept künftig verfeinern. Die

Schweiz verfügt zudem über

besonders viel Wasserkraft und

Pumpspeicherkapazitäten. Rund

56% des Stroms der Schweiz

werden mit Wasserkraft erzeugt.

Durch Re-Powering (Modernisierung

alter Anlagen) und

moderaten Neubau sind ca.

2000 GWh zusätzlicher Leistung

zum Referenzjahr 2000 möglich.

Erneuerbare Energie- und

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

könnten AKW, die 39% des

Stroms produzieren, problemlos

substituieren und den «fehlenden

Strom» ersetzen. Sonne und

Wind gleichen einander im europäischen

Netz, dem die Schweiz

angehört, gut aus, da sie ihre

Stromspitzen nicht gleichzeitig

erzeugen.

Energieeinsparung und

-effizienz tragen erheblich

zum Umstieg auf erneuerbare

Energien bei. Die vom deutschen

Umweltbundesamt genannten

Heizungen

Alles rund um die Erzeugung, Verteilung und Abgabe von Wärme.

Unser Angebot in der Wärmeerzeugung umfasst Produkte für fossile Brennstoffe

wie Öl und Gas, Biomasse-Brennstoffe wie Holzstückgut, Pellets, sowie alternative

Energien wie Wärmepumpen und Solar systeme.

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bequem unter einem Dach.

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mindestens 11% Einsparung

beim Bruttostromverbrauch sind

in ähnlicher Grössenordnung

auch in der Schweiz machbar.

Vor allem beim Strom muss

aber die Produktivität erhöht

werden. Dies hat Vorrang vor

der Regelung des absoluten

Stromverbrauchs, weil auch dies

den Aufbau der erneuerbaren

Energien hemmen könnte. Der

Ruf nach mehr Atomkraftwerken,

weil der Stromverbrauch

steige, ist so oder so kontraproduktiv.

Eine Stromlücke entsteht

nur dann, wenn es zu keiner

Neuorientierung in der Stromversorgung

kommt.

Dr. Hermann Scheer

ist Präsident der EuroSolar und

Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for

renewable Energy, WCrE); Vorsitzender des internationalen

Parlamentarier-Forums Erneuerbare Energien; Mitglied des

deutschen Bundestags; wissenschaftlicher Publizist und autor,

träger des alternativen nobelpreises (right livelihood award) 1999,

des Weltsolarpreises 1998, des Weltpreises für Bioenergie 2000 und

des Weltpreises für Windenergie 2004.

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Energieeffizienz –

Modewort mit Schwung

Natürlich reden alle von

Energieeffizienz. Das Modewort

hat sogar in den PR-Kampagnen

von Energieversorgern Eingang

gefunden, bei den Politikern

ohnehin und das Volk – na ja,

denkt dabei an Energiesparen.

Nun, das ist alles wundervoll,

denn effizienter Umgang mit

Energie ist ein grosses Thema.

Bei der Produktion und bei der

Anwendung verschwenden wir

nämlich gedankenlos Energien.

Ein schlechtes Kohlekraftwerk

hat einen Wirkungsgrad von

30 Prozent, 70 Prozent der

Ressource geht als Abwärme

„Wir müssen aufräumen

mit ineffizientenKraftwerken,

Motoren und

Gebäuden.”

verloren. Nicht viel besser sind

AKWs und andere thermische

Kraftwerke. Beim Automotor ist

es auch so und herkömmliche

Gebäude sind genauso gewaltige

Energieschleudern.

Energieeffizienz anwenden

bedeutet für den Konsumenten

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Technologie, zwei Inverter­Verdichter in einem Kältekreislauf, ermöglicht Vorlauftemperaturen

von bis zu +75 °C. Die monovalente Betriebsweise der Wärmepumpe

ermöglicht es, auf einen zusätzlichen elektrischen Heizstab oder einen zweiten

Wärmeerzeuger gänzlich zu verzichten. Sie übernimmt sowohl die Heizung als auch

die Warmwasserbereitung.

Besuchen Sie uns im Netz:

weder moralisierendes Eierkochen

noch der Verzicht auf ein

schönes Bad am Samstagabend.

Natürlich müssen wir alle sorgfältig

mit den Energieressourcen

umgehen. Aber der Schlüssel

liegt bei der ganzen Gesellschaft

und die Politik hat neue Rahmenbedingungen

zu schaffen.

Wir müssen aufräumen mit ineffizienten

Kraftwerken, Motoren

und Gebäuden. Erst wenn das

kostbare Gut «Energie» auch

seinen Preis hat und damit die

neusten Technologien auf dem

Markt Chancen haben, gibt es

eine echte Energiewende.

nEuhEit

inVErtEr 2

Michael Kaufmann

Vizedirektor Bundesamt für

Energie BFE und Programmleiter

EnergieSchweiz

» Mehr Planungssicherheit durch Leistungsregelung

der Wärmepumpe

» Minimierung der Umbaumassnahmen am

Heizungsverteilsystem

» Monovalente Heizung und Warmwasserbereitung

» Optimale Leistungsanpassung durch

zwei Inverter­Verdichter

Eine Themenzeitung von Smart Media

Energieverbrauch vom Wachstum

entkoppeln – ein Traum?

Mit wachsendem Wohlstand

erhöht sich auch der Energieverbrauch.

Diese banale Feststellung

lässt sich am Beispiel

der Mobilität aufzeigen. Wir

brauchen ungefähr 90 Minuten

pro Tag für den Arbeitsweg.

Dieser Zeitaufwand der

persönlichen Mobilität ist über

die Zeit mehr oder weniger

konstant geblieben. Doch legen

wir mit immer schnelleren

Verkehrsmitteln immer grössere

Strecken zurück – mit entsprechendem

Mehrverbrauch.

Wir alle wollen eine sichere,

bezahlbare und allseits akzeptierte

Energieversorgung auf

unserem Planeten. Das Problem:

Energieumwandlungen von

einem primären Energieträger

wie Öl, Gas, Uran, Wind oder

Sonne zum Endverbraucher in

Form von Strom oder Wärme

ist einerseits mit Verlusten in

Form von nicht verwertbarer

Abwärme, andererseits mit

Materialflüssen wie Treibhausgasen,

Abfall oder dem Abbau

von nicht regenerierbaren

Ressourcen verbunden.

Nicht der Energieverbrauch

per se ist somit das Problem,

sondern die damit verbundenen

Materialflüsse, die es zu minimieren

gilt – durch einen geringeren

Abbau von nicht erneuerbaren

Energieträgern und eine

www.stiebel-eltron.ch

kleinere Produktion von Abfällen.

Beim Ressourcenverbrauch

ist neben den Energieträgern

auch der Materialverbrauch

für die Kraftwerke selber über

ihre gesamte Lebensdauer zu

berücksichtigen.

„Die heute verfügbaren

Technologien

bieten keine eindeutige

optimale

Lösung.”

Wenn man darüber hinaus

die Gestehungskosten der

Energie beim Endverbraucher

und die gesellschaftliche

Akzeptanz einer Energieerzeugungsform

noch ins Kalkül

mit einbezieht, so ist das zu

lösende Problem höchst komplex.

Die heute verfügbaren

Technologien bieten keine

eindeutige optimale Lösung.

Jede Umwandlungsart, sei es

Kernenergie, Verbrennung von

fossilen Brennstoffen, Wasser-

kraft, Wind- und Sonnenkraft

haben je unterschiedliche

Vor- und Nachteile. Wegen der

drohenden Klimaerwärmung

müssen wir in erster Linie einen

Ersatz für fossile Energieträger

finden. Das ist am leichtesten

bei der Gebäudeheizung zu

bewerkstelligen. Fossile Energieträger

werden am längsten

bestehen bleiben als Treibstoff

für Schwertransporte auf der

Strasse, mit Schiffen und Flugzeugen.

Die Energiestrategie der

Zukunft definiert sich entlang

der drei E’s: grössere Effizienz

in der Energieumwandlung, vermehrter

Einsatz von Erneuerbaren

Energien und ein höherer

Anteil an Elektrischer Energie.

Elektrische Energie kann

effizient transportiert werden,

ist vielseitig einsetzbar, lässt

sich aber nur sehr beschränkt

speichern. Letzteres ist denn

auch das Problem der Elektrizität

aus Wind- oder Sonnenenergie,

welche nicht einfach nach

Belieben und je nach Bedarf

ein- und ausgeschaltet werden

kann. Hier spielen die Schweizer

Stauseen in den Alpen als

Energiespeicher eine wichtige

Rolle und helfen, die Stabilität

der Elektrizitätsversorgung zu

gewährleisten.

ExPE rt Boar d

Wird es dereinst möglich

sein, unseren Energieverbrauch

vom Wirtschaftswachstum zu

entkoppeln? Sicher braucht es

dazu die Versöhnung von Ökonomie

und Ökologie ebenso wie

die gesellschaftliche Akzeptanz

alter und neuer Technologien.

Prof. Ralph Eichler

Präsident der EtH Zürich

ralph a. Eichler, geb. 1947,

studierte und promovierte an

der EtH Zürich Physik. nach

Forschungsaufenthalten im

ausland wurde er 1989 als

ausserordentlicher und 1993 als

ordentlicher Professor für Experimentalphysik

an die EtH Zürich

gewählt. Seit 1. September 2007

ist er Präsident der EtH Zürich.

2310_013_RZ_CH_AZ_Planer_290x215.indd 1 11.01.2010 13:16:10

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6

E n E rG i E 2050

Das Problem ist klar: unsere

Gesellschaft verbraucht viel zu

viel CO 2 . Lösungen gibt es viele,

nur welche sind wirtschaftlich

und gesellschaftlich machbar?

Die Antwort auf diese Fragen

sucht der Energie Trialog

Schweiz (ETS), indem er mit

Vertretern aus verschiedenen

Bereichen eine Energiestrategie

für das Jahr 2050 erarbeitet hat.

Mit dabei sind unter anderem

der Kanton Aargau, die Stadt

Zürich, die ETH Zürich, die

SBB, Axpo, Shell und der WWF

Schweiz. Am ETS haben rund

180 Persönlichkeiten in unterschiedlicher

Art mitgearbeitet.

Als erster Schritt wurden diverse

Grundlagenstudien durchgeführt,

die auf der Homepage

www.energietrialog.ch einzusehen

sind, wo auch der vollständige

Strategiebericht zu finden ist.

Analysen und Entscheidungen

werden meistens durch Wertvorstellungen,

Eigeninteressen

und Erfahrungswerte beeinflusst.

Diese mussten transparent

gemacht werden, um eine

Strategie zu entwickeln, die für

alle tragbar ist. Eine Strategie

die mit grösseren und kleineren

Schritten umsetzbar ist, wie

Regierungsrat Peter C. Beyeler,

Präsident des Energie Trialog

Schweiz, erklärt: «Kopenhagen

brachte die Klimapolitik einen

kleinen Schritt weiter. Bedenklich

stimmen aber die bremsenden

Rufer, die in der Klimapolitik

weitermachen wollen wie bisher,

sowie die extremen Forderungen

der Umweltvertreter. Beide

erweisen dem Klima damit einen

Bärendienst. Persönlich fühle

ich mich bestätigt, dass es in der

Klimapolitik mit gezielten Schritten

vorwärts gehen kann.»

Die Ziele

Die oberste Zielsetzung

des ETS ist die Sicherung und

Weiterentwicklung der Lebensqualität.

Das bedeutet, dass die

Energieeffizienz in den nächsten

Jahren deutlich steigen muss.

Als Ziel wurde eine jährliche

Senkung der Energie die pro

Franken BIP eingesetzt wird

um 1,8 Prozent definiert. Dies

bei einem durchschnittlichen

Wirtschaftswachstum von 1,5

Prozent und hoher Energieversorgungssicherheit.

Zudem soll die Schweiz ihre

Treibhausgas-Emissionen gegenüber

dem Stand von 1990 um

mindestens 25 Prozent bis 2020,

um rund 50 Prozent bis 2035

und um mindestens 80 Prozent

bis 2050 senken. Der ETS ist der

Eine Themenzeitung von Smart Media

drei kompetente Partner

für die Zukunft

Der Energie Trialog Schweiz (ETS) bringt Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen und sucht

nach lösungen für Energie- und Klimafragen

TExT VinCEnZ BrunnEr foToS MoniKa EStErMann

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Meinung, dass die Fiskalquote

unter Berücksich tigung der

Rückverteilung mittel- und langfristig

durch klima- und energiepolitische

Massnahmen nicht

zunehmen darf. Die kurz- und

mittelfristig notwendig werdenden

Zusatzinvestitionen seitens

des Staates sollen langfristig zum

volkswirtschaftlichen Mehrwert

beitragen. Die ETS-Strategie ist

eine Innovations strategie. Da es

nicht zuletzt auch um demokratische

Prozesse geht, soll die

Bevölkerung leicht und schnell

Zugang zu allen relevanten

Informationen erhalten, um über

Energie- und Klimafragen sachlich

entscheiden zu können.

Die Strategien

Die zehn wichtigsten Massnahmen

die der ETS vorschlägt,

richten sich nach den Kriterien

Wirksamkeit und Umsetzbarkeit.

Wichtigste Massnahme ist ein

europäisches oder globales CO 2

Handelssystem, das sämtliche

Energieverbraucher einbezieht.

Ein solcher Emissionsmarkt

braucht ein klar definiertes

Einzugsgebiet sowie transparente

Spielregeln und Prüfmechanis-

men. Solange ein solches System

noch nicht optimal funktioniert

und nur einen kleinen Teil der

CO 2 -Verschmutzer einschliesst,

ist die CO 2 -Besteuerung auf

Brenn- und Treibstoffe sowie im

Inland fossil-thermisch erzeugten

Strom weiterzuführen und

auszubauen.

Eine weitere Massnahme betrifft

Neubauten und Sanierungen.

Neubauten sollen nur noch

48 Kilowattstunden pro Quadratmeter

und Jahr verbrauchen

dürfen und dem Baustandard

Minergie oder einem vergleichbaren

Standard entsprechen. Bei

umfassend sanierten Gebäuden

soll ein rund doppelt so hoher

Wert gelten. Sanierungen und

Erneuerungsbauten, deren Energiekennzahlen

über den Anforderungen

liegen, sollen im Rahmen

der Konjunktur förderung oder

spezifischen Förderungsprogrammen

unterstützt werden. Der

Bund soll daher sein aktuelles

Förderprogramm um 200 Millionen

Franken pro Jahr gezielt

aufstocken.

Kühlt das Klima ab,

wenn wir den Kühlschrank

offen lassen?

www.stromzukunft.ch

Auch im Verkehr sind

Massnahmen geplant. So soll

die Schweiz die Vorschriften der

EU für den Treibstoffverbrauch

von Neuwagen übernehmen

sowie den öffentlichen Verkehr

fördern.

Für elektrische und elektronische

Geräte und Motoren, sowie

für Lampen, sind energetische

Mindestanforderungen vorgesehen.

Sie sollen die Stromeffizienz

steigern und sich an den

Vorgaben der EU orientieren.

Zusätzlich sind Instrumente einzuführen,

die zusätzlich zu einer

besseren Stromeffizienz beitragen,

wie Anreize für den Ersatz

ineffizienter Geräte, Vorschriften

für den Ersatz von elektrischen

Widerstandsheizungen oder ein

hinreichend geäufneter Stromsparfond.

Die Einspeisevergütung

für erneuerbare Energien soll

erhöht und gleichzeitig auf zehn

Jahre hinaus degressiv gestaltet

werden. Des weiteren soll die

Innovationskraft der Schweiz

gestärkt werden, indem die

Forschung und Entwicklung in

drei Bereichen verbessert wird.

Einerseits soll ein eigenständiges

Programm zur Energieforschung

geschaffen und mit 100 Millionen

Franken pro Jahr unterstützt

werden. Andererseits soll die

Grundlagenforschung im Bereich

Energie in den nächsten zehn

Jahren mit zusätzlichen Mitteln

von 80 Millionen Franken

gestärkt werden. Nicht zuletzt

sollen die gewonnenen Erkenntnisse

der Bevölkerung zugänglich

gemacht werden.

Ihre Schweizer Stromversorger


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Eine Themenzeitung von Smart Media

die Sahara als Energiequelle

Beim Grossprojekt Desertec soll Sonnenenergie in der Sahara genutzt werden, um Europa und nordafrika mit Öko-Strom

zu versorgen. Zugleich soll Energie für Meerwasserentsalzungsanlagen am Mitteilmeer anfallen. Desertec will somit das

Klima schützen und zur Wirtschaftsentwicklung im Süden beitragen.

TExT MatHiaS rittGErott

Wenn eine Einschätzung

falsch ist, dann diese: In der Sahara

gibt es nichts als Sand. Das

mag zwar oberflächlich richtig

sein, doch wenn Max Schön und

Carsten Hoyer-Klick ihre Gedanken

in die afrikanische Wüste

schicken, denken sie an Strom.

An riesige Mengen Strom.

Schön und Hoyer-Klick arbeiten

daran, dass das Megaprojekt

Desertec Wirklichkeit wird.

Jeder an seinem Platz, der

eine sehr öffentlich und prominent,

der andere eher im

Verborgenen.

Strom unD trinkwaSSer

Bei Desertec sollen grosse

solarthermische Kraftwerke,

unter der Wüstensonne platziert,

Strom erzeugen, ohne das Klima

zu schädigen. Über Stromautobahnen

wird die Energie

nach Europa transferiert. Doch

zunächst decken die Länder des

Südens ihren wachsenden Bedarf

und nutzen den Strom, um

Meerwasser in Trinkwasser zu

verwandeln.

Im Oktober 2009 schlossen

sich zwölf Konzerne zu einem

Konsortium zusammen, um die

Idee in den kommenden Jahren

umzusetzen. 400 Milliarden

Euro wollen sie dafür in die

Hand nehmen.

löwenanteil iSt heimiScher

öko-Strom

Der Club of Rome verfolgt

die Idee hinter Desertec schon

seit Jahren. Aus Max Schön,

dem Präsident der Deutschen

Gesellschaft der Denker-Vereinigung,

sprudeln Details nur

so heraus. Der Wüstenstrom,

erklärt er, soll Europa nur zu einem

kleinen, aber wichtigen Teil,

mit Strom versorgen. Etwa 17

Prozent. «Zwei Drittel unseres

Bedarfs sollen heimische regene-

Publireportage

KoMbinierte SoLArSySteMe: Die MoDerne

enerGieverSorGunG für DAS einfAMiLienhAuS

Das Haus der Zukunft hat einen sinkenden Heizbedarf, leicht steigenden Warmwasser-

Bedarf und steigenden Stromverbrauch. Modulare kombinierte Systeme passen sich den

Bedürfnissen der Bauherren an, schonen die Finanzen, der Bauherr kann die Steuerersparnis

optimieren und hat alle Solarlösungen aus einer Hand.

Das «solare Wertpotential»

die Solaranlage auf dem dach ist ein

Statussymbol und bringt bei hohen Ener -

giepreisen und kostendeckender Einspei-

severgütung auch finanzielle Vorteile.

dafür hat das SolarCenter Muntwyler den

Begriff des «solaren Wertpotentials» eines

Hauses geschaffen. Eine ungeeignete

dachfläche verliert 100 000 bis 200 000

Franken an Wert – bei gleichen Gesamtkosten!

Energieeffizientes Sanieren mit Sonnenenergie

ist flexibel und bei guter Planung

rative Quellen decken», betont

Schön, «das ist in den Köpfen

noch nicht drin.» Die übrigen

rund 20 Prozent übernehmen

konventionelle Kraftwerke, die

Kohle und Gas verfeuern.

«Es geht nicht allein um die

Wüste», sagt Schön. Bei uns

könnten viele, dezentrale Fotovoltaikanlagen

auf Hausdächern

eine Rolle spielen, in Marokko

die starken Passat-Winde.

auch groSSe DimenSionen

SinD kein Problem

Schön lässt daher Kritik an

der Grösse des Projekts nicht

gelten. Es gehe nicht um zentrale

Stromversorgung gegen dezentrale,

sondern um ein Zusammenwirken

aller. «Ich möchte

gedanklich gerne alle umarmen,

die für kleine Anlagen werben.»

Doch wie sollen ganze Felder

voll Solarzellen und Parabolspiegeln

über Afrika verstreut

werden, Stromautobahnen über

Italien, Spanien nach Nordeuropa

bis 2020 stehen, wenn die

Planung jeder Umgehungsstrasse

viele Jahre in Anspruch nimmt?

«Wir werden überrascht sein,

wie schnell das geht», sagt Schön

und verweist auf den Siegeszug

von Internet und E-Mail. Widerstand

gegen Stromleitungen lasse

sich entkräften, wenn man sie als

«Ökostrom-Kabel» adle.

Statt krieg um öl FrieDe

Durch wüStenStrom

Desertec liefert in Schöns

Augen mehr als Energie, nämlich

Frieden. «Das Projekt führt

dazu, dass Kriege im Mittelmeerraum

undenkbar werden, weil

die Anrainerstaaten zusammenarbeiten»,

so wie Deutsche

und Franzosen nicht mehr

aufeinander schiessen werden,

da sie in der EU vereint sind.

Erpressbar werde Europa nicht,

in kürzester Zeit realisierbar! Bestehende

Häuser energetisch zu sanieren ist oft

langwierig und aufwendig. unser «Solar-

First»-Prinzip zeigt, wie die nutzung der

Sonnenenergie sofort Energie spart. das

Solarcenter Muntwyler plant und realisiert

jährlich über 1000 Solarprojekte vor allem

für private Hausbesitzer

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auf unserer website),

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mehr als Energie,

nämlich Frieden.”

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zumindest nicht mehr als jetzt.

Wenn Ölscheichs den Hahn

zudrehen, können sie das Öl

später verkaufen. Sollten dereinst

Exporteure von Solarstrom nicht

liefern, wäre der Strom auch für

sie verloren – denn er lässt sich

anders als Öl nicht im grossen

Stil speichern.

Terrorangst zerstreut Schön

ebenso. Zum einen seien die

Staaten Nordafrikas recht stabil

im Vergleich etwa zum Golf. Terroristen

hätten kein Druckmittel.

«Zur Sicherheit können wir neben

alten Kohlekraftwerken als

Reserve einen Berg Kohle lagern

– und die anwerfen, sollte uns

jemand den Solarstrom abklem-

men.» Schön hält dieses Szenario

jedoch für abwegig.

Zum nutZen Für Die

einheimiSchen

Zentral ist, dass die südlichen

Länder mehr aus dem Projekt

machen als Strom zu verkaufen.

Sie müssten ihren eigenen Energiebedarf

decken und könnten

mit hohem Energieeinsatz dank

entsalztem Wasser die Landwirtschaft

zum Blühen bringen.

«Desertec muss der Bevölkerung

vor Ort nützen!»

«Wenn man das geschickt

konstruiert, schafft Desertec in

Afrika und im Nahen Osten Arbeitsplätze»,

meint Schön. Dazu

Die Energieberatung des

Praktikers hilft weiter

Fragen Sie Ihren Spezialisten

der Gebäudetechnik

7

Solar

müssten die Menschen dort

beispielweise in Solartechnik

ausgebildet werden; Universitäten

und Fachhochschulen

meldeten bereits Interesse an

Kooperationen an.

Doch wo SinD Die geeigneten

StanDorte Für kraFtwerke?

wo Für traSSen?

Da kommt Carsten Hoyer-

Klick zum Zug. Der Physiker

arbeitet beim Deutschen Zentrum

für Luft- und Raumfahrt

(DLR) in Stuttgart, das bereits

drei gros se Studien für Desertec

vorgelegt hat. Nun wartet

Hoyer-Klick gewissermassen

auf den nächsten Auftrag: Die

Standortsuche.

Basierend auf Satellitendaten

hält er dann nach Orten Ausschau,

die sich für Solarkraftwerke

eignen. «Dafür wird man

nicht die ganze Sahara analysieren»,

sagt Hoyer-Klick. Grob

werden Standorte so ausgesucht,

dass Städte in der Nähe sind,

wo Strommangel herrscht oder

wo Meerwasser entsalzt werden

muss. Dann wird untersucht,

wo das Kraftwerk am besten

platziert wird – und wie gross es

sein muss.

Ein Kraftwerk kostet eine

Menge. «Zu klein bemessen,

liefert es zu wenig Strom. Mehr

Spiegel als nötig verschlingen

unnötig Geld», sagt der Forscher.

Manchmal scheint Max

Schön das Megaprojekt Desertec

zu klein. Der Wüstenstrom aus

der Sahara ist für ihn Vorbild für

andere Winkel der Welt. «Wüsten

sind geradezu ideal verteilt»,

schwärmt er, «in Indien, in

China, in den USA.»

(nähere informationen unter www.

desertec.org und www.dlr.de/desktopdefault.aspx/tabid-5885/9548_

read-18787/)


8

Podi u MSdiSKuSSion

Eine Themenzeitung von Smart Media

das Haus der Zukunft schützt das Klima

Das Problem der Klimaerwärmung kann nur gelöst werden, wenn das Haus der Zukunft weniger CO 2 ausstösst. Dämmen nach

Minergie-P / Passivhausstandard oder mit hocheffizienten Wärmepumpen, darüber streiten sich die Experten. Denn beides macht Sinn.

TExT/MoDERaTion VinCEnZ BrunnEr

Moderator: Wie wird das Haus

der Zukunft aussehen?

Professor Leibundgut: Gleich

wie heute, nur ein bisschen

anders. Es stehen zwei grosse

Ereignisse vor der Türe: Alle

Gebäude müssen wegen der Klimaerwärmung

CO 2 -frei werden.

Das heisst, wir müssen alle Heizkessel

ersetzen, die mit Öl oder

Gas betrieben werden. Damit

fallen alle Kamine weg und der

Raum, der bisher für den Öltank

gebraucht wurde, kann anders

genutzt werden. Man wird die

Häuser mit Strom, also mit Wärmepumpen

beheizen müssen.

Das Zweite ist die Information

im Gebäude. Im Gebäude werden

Informationen vermittelt. Da

hat es in den letzten zehn Jahren

riesige Schritte gegeben, zum

Beispiel die Funktechnologie.

Für den Bewohner wird sich also

Professor leibundgut von

der EtH Zürich ist Professor

für Hochbautechnik.

leibundgut@hbt.arch.ethz.ch

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Auch bestehende liegenschaften können energietechnisch aufgewertet werden.

nicht viel ändern, nur für den

Elektriker und den Installateur.

Roland Walch: Es wird global

immer mehr auf drei Gewerke

im Hochbau hinauslaufen.

Erstens: Stahlskelettbau für eine

einfache und flexible Hochbauweise.

Materialien wie Beton

oder dergleichen im Innenbereich

übernehmen nebst anderen

Funktionen die Aufgabe als

Wärme- bzw. Kälte-Speicher-

masse, um im Sommer die innere

Wärme-Spitzen zu brechen. Im

Winter dient die Speichermasse

dazu, die tagsüber gespeicherte

Wärme in der Nacht wieder abzugeben.

So kann unter anderem

eine angenehme Behaglichkeit

mit in etwa gleicher Zimmertemperatur

sichergestellt werden.

Zweitens kommen dynamische,

wetterschützende Aussenhüllen

dazu, welche Energie, zum Beispiel

durch Fotovoltaik, ins Netz

liefern oder für eine sinnvolle

Sommer-Beschattung sorgen.

Drittens wird der Innenausbau

flexibler gestaltet. Innenwände

müssen sich verschieben und/

oder versetzen lassen, um das

Gebäudeinnere einer neuen

Nutzung anpassen zu können, da

man nicht weiss, wie lange der

Mieter oder Eigentümer darin

bleibt.

Daniel Diggelmann: Zuerst

muss die Gebäudehülle richtig

gebaut werden, erst dann kommt

die ganze Haustechnik rein. Das

Haus der Zukunft kann man

heute schon bauen, es ist ein Passivhaus

mit einer richtig guten

und langlebigen Hülle.

Leibundgut: Wie gut?

Diggelmann: So dass man nur

noch 15 Kilowattstunden pro

Damit der Schnee länger liegen bleibt,

Quadratmeter und Jahr für die

Heizung braucht.

Leibundgut: Alle thermischen

Prozesse bis 60 Grad Celsius

kann man mit Wärmepumpen

machen, also Warmwasser

und Heizung. Wir sind jetzt an

Systemen, mit denen wir eine

Leistungsziffer von 8 in Neubauten

erreichen. Das braucht ein

bisschen Strom, der emissionsfrei

produziert werden soll, also

planen,

bauen

und betreiben

energieeffi zienter

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ohne Abfallprodukte wie CO 2

oder strahlendes Material. Bei

bestehenden Häusern wird der

Verbrauch nie unter 15 Kilowattstunden

pro Quadratmeter und

Jahr kommen und eine Dämmung

von über 12 Zentimetern

ist nicht mehr wirksam, wenn

man den Grenznutzen betrachtet.

Deshalb habe ich ein Problem

mit dem Minergie-P-Standard.

Diggelmann: Bei Neubauten

muss man nicht über Minergie P

diskutieren, aber bei bestehenden

Bauten macht es wirklich nicht

immer Sinn, alles zu dämmen

und frei von Wärmebrücken zu

machen.

Leibundgut: Wenn das bei bestehenden

Häusern keinen Sinn

macht, weshalb soll ich dann bei

neuen Häusern eine Dämmung

von mehr als 12 Zentimetern

machen? Natürlich nur, wenn

mit einer andern Methode die

Wärme effizient, billiger und vor

allem CO 2 -frei hergestellt werden

kann.

Diggelmann: Es geht hier somit

um eine Alternative zum Dämmen.

Leibundgut: Ich arbeite an der

ETH daran, Lowex-Systeme zu

entwickeln, die eine Leistungsziffer

von 8 erreichen. Damit kann

man alles andere vergessen. Die

Leistungsziffer ist der Feind der

dicken Isolation. Der benötigte

Strom kann mit Fotovoltaik

bereitgestellt werden. Bei einer

“Das Klimaproblem

ist dramatisch. Wir

stehen vor einer

grossen Herausforderung,”

so

Professor Leibundgut,

ETH Zürich.

Leistungsziffer von 8 kostet die

pro Haus benötigte Fotovoltaik

heute 5000 Franken und wird

auf 3500 Franken fallen. Das

Problem Strom ist in zehn Jahren

gelöst, einfach vorbei.

Diggelmann: Es macht doch

keinen Sinn, wenn man heute

energetisch gut bauen kann, zu

behaupten, der Strom ist kein

Problem. Es besteht beispielsweise

die Gefahr von Klumpenrisiken,

wenn der Strom zentral

produziert wird.

Christoph Schär ist Mitglied

der Geschäftsleitung des

Schweizerisch-liechtensteinischenGebäudetechnikerverbands.

Christoph.schaer@suissetec.ch

Eine Themenzeitung von Smart Media

thomas ammann ist architekt

mit Spezialisierung im

themenbereich Energie beim

Hauseigentümerverband

HEV Schweiz.

thomas.ammann@hev-

schweiz.ch

Walch: Ich bezweifle, dass die

Herausforderung der global

stetig steigenden Stromnachfrage

innerhalb von 10 Jahren gelöst

sein wird. Weder für die Immobilie

noch für die Gesellschaft.

Leibundgut: Europa hat 8000

Kilometer Küste. In Zukunft

wird der Strom dezentral durch

Fotovoltaik oder Windkraft

hergestellt. Die Infrastruktur

Europas wird in 50 Jahren ganz

anders aussehen. Deshalb macht

es keinen Sinn, 50 Zentimeter

dicke Mauern zu bauen. Das

Wissen ist nicht vorhanden, es

ist dramatisch. Ich beginne gegen

Minergie-P Amok zu laufen,

echt.

Diggelmann: Wenn ich Sie

richtig verstehe, müsste man alle

Minergie-Programme abstellen

und sagen, baut 12-Zentimeter-

Mauerwerklein.

Leibundgut: Nein, nein, so

einfach ist das nicht. Dort, wo

man keine Leistungsziffer von

8 erreichen kann, macht eine

dickere Dämmung sehr wohl

Sinn. Aber es geht mir nicht um

eine 2000-Watt-Gesellschaft,

sondern um die 1-Tonne-CO 2 -

Gesellschaft. Es müsste verboten

sein, ein Minergie- oder Minergie-P-Haus

mit einer Ölheizung

zu betreiben. Das CO 2 ist das

Problem, nicht der Strom.

Walch: Gibt es eine Alternative

zur Wärmepumpe?

Leibundgut: Nein, die Wärmepumpe

ist die einzige Maschine,

die Energie aus der Umgebung

beziehen kann. Sei das aus der

Luft, dem Erdreich oder dem

Grundwasser. In fünf Jahren

werden die Wärmepumpen der

neuen Generation marktreif sein.

Heutige Wärmepumpen sind

Pfahlbau und viel zu teuer, weil

sie noch nicht in Massen produziert

werden. Die Preise werden

auf die Hälfte fallen. Wenn sich

Nachbarn zusammenschliessen

und gemeinsam bohren, wird es

noch billiger. Das Ziel ist es, eine

Technologie-Schlacht gegen die

Klimaerwärmung zu starten.

Diggelmann: So lange diese Wärmepumpen

noch nicht auf dem

Markt sind, lohnt es sich, in die

Dämmung zu investieren. Zudem

ist zu bedenken, dass die Amortisationsdauer

der Gebäudehülle

über 60 Jahre beträgt und ebenso

lange durch eine qualitativ bessere

Hülle und Dämmung weniger

Kosten verursacht. Im Gegensatz

dazu muss die Haustechnik

amortisationsmässig alle 15 bis

20 Jahre ersetzt werden. Ich

stimme dem Ansatz von Herrn

Leibundgut hinsichtlich zukünftigem

Wärmepumpeneinsatz

und deren nötigen Effizienzstei-

gerung vollumfänglich zu. Diese

Zukunftsaussicht hält uns aber

nicht ab, bereits heute Gebäude

im Minergie-P/Passivhausstandard

zu bauen und mit – nach

heutigem Stand der Technik

– hocheffizienter Haustechnik

auszurüsten. Werden sogenannte

Kompaktgeräte mit Kleinstwärmepumpen

zum Lüften, Heizen

und Warmwassererzeugen nach

15 bis 20 Jahren durch effizientere

Wärmepumpen (COP=8)

ersetzt, dann benötigt man noch

weniger Strom für die Haustechnik

und das heutige Minergie-

P/Passivhaus wird quasi als

«Selbstläufer» zum Plusenergiehaus.

Mit der Fotovoltaik

auf dem Dach wird dann mehr

Strom produziert als für die

Haustechnik und den Haushalte

benötigt wird.

Moderator: Wo kann man bei

bestehenden Bauten am meisten

einsparen?

Christoph Schär: Am Anfang

steht immer eine Betriebsoptimierung.

Wir sehen häufig Systeme,

die nicht optimal eingestellt sind.

Da kann man ohne zu investieren

eine Menge einsparen, indem

man die Betriebszeiten und Temperaturen

richtig einstellt.

Diggelmann: Man kann das

Dach, die Fenster und die Fassade

besser dämmen.

Ammann: Man muss planen,

wann welche Gebäudeteile ohnehin

erneuert werden müssen.

Dann kann man die Kosten,

die man sowieso hätte, um ein

Gebäudeteil zu sanieren, in die

Kalkulation einfliessen lassen.

Leibundgut: Das Problem ist,

dass sich jeder Arzt permanent

weiterbilden muss, aber im Bereich

Gebäude haben die meisten

Leute ein veraltetes Wissen. Man

sollte ein Ausbildungskampagne

starten.

roland Walch, Eternit

(Schweiz) aG, hat in ver-

schiedenen führenden

internationalen baunahen

industrieunternehmen

gearbeitet und hatte die idee

zu dieser diskussionsrunde.

roland.walch@eternit.ch

Walch: Wir haben circa 60

Prozent Mieter in der Schweiz,

auch die können einen wichtigen

Beitrag leisten, um die CO 2 -

Emissionen zu verringern. Es

braucht beispielsweise keine 25

Grad Celsius in jedem Zimmer,

18–20 Grad und ein Pullover

würden denselben Zweck erfüllen.

Und mit einer Stosslüftung

2–4 mal am Tag für circa 5

Minuten kann man die Wohnung

kurz und gezielt lüften (anstelle

eines gekippten Fensters, welches

den ganzen Tag offen ist) und

dabei ohne grossen Mehraufwand

einiges an Energie sparen.

Der Mieter kann zudem bei der

Auswahl des Miet objektes die

Energie-Effizienz des Gebäudes

berücksichtigen, so dass Energie-

Podi u MSdiSKuSSion

Schleudern im Markt unattraktiv

werden.

Leibundgut: Schreiben Sie einen

Brief an die Verwaltung, und

fragen Sie, ob sie nicht eine Wärmepumpe

einbauen wollen.

Moderator: Wie bringt sich der

Hauseigentümerverband in diese

Problematik ein?

Ammann: Wir sind primär

daran, die Eigentümer zu informieren.

Jedes Gebäude muss

individuell angeschaut werden.

Spannend ist der Gebäudeenergieausweis

und das deshalb, weil

er zwischen der Effizienz der

Hülle und der Gesamtenergieeffizienz

des Gebäudes unterscheidet.

Ausserdem kann ich die

Homepages www.energiefranken.ch

und www.infosubventionen.ch

sehr empfehlen. Diese

sind die einzigen Seiten, die ich

kenne, bei denen man einfach

seine Postleitzahl eingeben kann

und sieht, was es an Förderbeiträgen

für diese Gemeinde gibt.

Im vergangenen Jahr war es sehr

mühsam, weil für den Investor

die Planungssicherheit fehlte.

Das hat dem System der Förderung

eher geschadet als geholfen.

Vielleicht wird es dieses Jahr mit

dem nationalen Gebäudesanierungsprogramm

besser.

daniel diggelmann von der

Firma josius Gasser Baumaterialien

aG leitet den

Bereich Passivhaustechnik

in St. Gallen und Zürich.

daniel.diggelmann@gasser.ch

Walch: Wir haben eine soziale

Verantwortung, dass wir die

Energie sinnvoll und effizient

einsetzen, möglichst wenige

Schadstoffe emittieren und so

den nachfolgenden Generationen

ein gutes Leben ermöglichen.

Leistungsziffer (CoP):

die leistungsziffer von

Wärmepumpen gibt an,

wie viel mehr nutzenergie

(Heizwärme) pro eingesetzte

Energie gewonnen

wird. Eine leistungsziffer

von 8 bedeutet, dass die

Wärmepumpe acht mal

mehr Wärme liefert als

Strom eingesetzt werden

muss.

15 Kilowattstunden pro

jahr und Quadratmeter

entsprechen 1,5 litern

Heizöl.

9

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10

H E i Z E n B io

Kurz hinter der deutschen

Grenze sieht man sie in grosser

Zahl, die Kuppeln von Biogasanlagen.

Inmitten von Maisfeldern.

Deutsche Landwirte sind Energiewirte

geworden. Ganze Höfe

wurden auf das gelbe Getreide

umgestellt, um mit Blättern

und Stängeln Bioreaktoren zu

füllen. Österreicher nutzten

Biogas zehnmal so intensiv wie

die Schweizer, Deutsche sogar

hundertfach.

Hierzulande mag man keine

nachwachsenden Rohstoffe vergären.

Stattdessen landen Gülle,

Mist, Klärschlamm, Pflanzenabfälle

und Speisereste in den

90 Biogasanlagen, die 2008 in

Betrieb waren. 2009 wurden

weitere 50 Bioreaktoren geplant

oder gebaut. Es geht also bergan

in Sachen Biogas – freilich auf

anderen Pfaden als in den Nachbarländern.

Biogasanlagen dienten bisher

nur der Stromproduktion und

zum Autofahren mit Erdgas/Biogas.

Zudem heizten Landwirte

mit der Abwärme ihre Wohnstube.

Sinnvoll ist auch, Gewerbebauten

und Gewächshäuser mit

der Abluft auf Temperatur zu

bringen, Heu oder Brennholz

damit zu trocknen.

Doch wie kann der Durchschnittsbürger

nun Biogas nutzen?

Indem er vom Gasversorger

Biogas statt Erdgas kauft.

Seit letztem Oktober bietet

die Erdgas Zürich AG seinen

Kunden aufbereitetes Biogas

zum Heizen an. Dazu wird es

sorgfältig von anderen Gasen gereinigt,

was seinen Preis hat, und

ins Gasnetz eingespeist. «Die

Kunden wollen einen ökologischen

Mehrwert und sind bereit,

mehr zu zahlen, um fünf Prozent

ihres Gasbedarfs mit Biogas zu

decken», sagt Sabina Cadalbert.

Mit weiteren Aufschlägen

sind bis zu 100 Prozent Biogas

möglich.

biogaS unterS erDgaS mi-

Schen

Aufwändige Umbauten am

Gasbrenner sind nicht nötig.

Biogas hat Erdgas-Qualität, wird

ins Erdgas-Netz eingespeist und

kommt somit über das bestehende

Netz zu den Kunden.

«Das ist ein wachsender

Markt», unterstreicht Cadalbert,

auch wenn er derzeit noch eine

Nische darstellt. In zehn Jahren

sollen bis zu zehn Prozent des

Erdgases bio sein.

Jochen Markard, der bei der

Eawag in der sozialwissenschaftlichen

Innovationsforschung

tätig ist, hat in einer Studie die

Biogasnutzung in der Schweiz

untersucht. Sein Fazit: «Das

Potential wird kaum ausgeschöpft.»

Seine Prognose: «Eine

deutliche Zunahme.»

Markard hat mehrere Hemmnisse

ausfindig gemacht. Komplizierte

Genehmigungsverfahren,

Qualitätsprobleme, zu geringe

Vergütung für den Strom.

Eine Themenzeitung von Smart Media

Biogas und Holz als Wärmequelle

Gas aus Gülle, Klärschlamm, Pflanzen- und lebensmittelresten gilt als umweltfreundliche Energiequelle. Experten bescheinigen Biogas

grösseres Potential, selbst als Ersatz für Erdgas. Auch die Wälder werden aus energiepolitischer Sicht zu wenig genutzt.

TExT MatHiaS rittGErott

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“In zehn Jahren

sollen bis zu zehn

Prozent des Erdgases

bio sein.”

hemmniSSe auS Dem weg

räumen

Ausserdem seien die Wege der

Abfallwirtschaft eingefahren,

so dass Betreiber von Biogasanlagen

nur schwer an geeignete

Abfälle für ihre Bioreaktoren

kommen. Denn am besten läuft

solch eine Anlage, wenn zu

landwirtschaftlichen Zutaten

auch Fettiges aus Restaurants

gemischt wird. Rund 27 Prozent

des Hausmülls sind verwertbare

Biomasse.

Der Fachmann sieht Bewegungen

in der Branche. Die

Vergütung wurde mit der neuen

Stromversorgungsverordnung

angehoben. «Aber die Tarife

sind es nicht allein», betont er:

«Landwirte und Kantone müssen

sich gegenseitig befruchten.»

Vertrauen müsse wachsen, auch

zu den Herstellern.

Bis vor kurzem hätten

Anlagenbauer lieber regelrechte

Biogas-Kraftwerke in Ostdeutschland

errichtet, als sich in

Biogas

Die natürliche Energie zum Heizen.

Mehr dazu unter www.erdgaszuerich.ch.

der Schweiz mit einem Landwirt

an einen Tisch zu setzen, noch

dazu, wenn die Genehmigung

unsicher war.

Ein ähnliches Schattendasein

wie Biogas fristet der zweite

nachwachsende Rohstoff, den es

in Hülle und Fülle gibt: Holz.

Jährlich wachsen in der

Schweiz neun bis zehn Millionen

Kubikmeter Holz nach.

Geschlagen werden kaum sechs

Millionen Kubikmeter, rechnet

Christoph Rutschmann vor, der

Geschäftsführer der Holzenergie

Schweiz. Energieholz macht

davon gerade mal 3,7 Millionen

Kubikmeter aus – fast doppelt

so viel könnte für Öfen gesägt

und gespalten werden. Immerhin

deckt Holz bis zu acht Prozent

des Schweizer Heizbedarfs.

DoPPelt So viel

brennholZ Da

«Es ist ja nicht so, dass wir

den gesamten Wald in den

Ofen schmeissen wollen», sagt

Erdgas Zürich AG · Aargauerstrasse 182 · Postfach 805 · 8010 Zürich · Tel. 043 317 22 22 · Fax 043 317 20 20

Rutschmann. Kahlschlag sei

verboten, die Gesetzgebung

restriktiv. «Wir gärtnern eher im

Wald, als das wir ihn bewirtschaften»,

sagt der Geschäftsführer

mit Blick auf die 250 000

Privatwaldbesitzer, die mit

ihren kleinen Parzellen pfleglich

umgingen.

Stückholz sei ein stabiler

Markt, zumal man ein Minergiehaus

mit vier Kilo Holz durch

einen Wintertag bringe. Für

grössere Häuser und Wohnanlagen

nehme die Zahl an Hackschnitzanlagen

zu. «Stürmisch

wachsend» sei die Nachfrage

nach Pelletheizungen. Dies Trotz

des Schocks von 2006/2007, als

der Handel mit den Pressholzwürmchen

zusammenbrach.

«Holz ist ein sensibler Markt»,

weiss Rutschmann.

(Weitere informationen unter www.

holzenergie.ch und www.biomasseenergie.ch.)

erdgas_greenlife_290x143.indd 1 10.11.2009 14:04:18 Uhr


Eine Themenzeitung von Smart Media

Wärme aus tiefem Fels

Tausende Schweizer Haushalte schwören beim Heizen ihrer Häuser auf Erdwärme. Viele scheuen jedoch aus Kostengründen

Geothermie-Bohrungen und setzen auf Wärmepumpen, die Umgebungsluft nutzen.

TExT MatHiaS rittGErott

Ladislaus Rybach lacht spitzbübisch.

«Das mit dem Weltmeister», schmunzelt

der Professor, «das ist relativ.»

Die Isländer heizen neben Gebäuden

selbst Gehwege mit Erdwärme, die

Franzosen saugen im Elsass-Städtchen

Soultz-sous-foret Strom aus der Tiefe.

Trotzdem ist an Helvetiens Weltmeistertitel

Wahres: Auf die Landesfläche

gerechnet arbeiten nirgends mehr Erdwärmesonden

als in der Schweiz.

Rybach kennt Geothermie-Projekte in

der ganzen Welt. Bis zu seiner Emeritierung

war er Professor am Institut für

Geophysik der ETH Zürich, jetzt sitzt er

der International Geothermal Association

vor. «Wir Schweizer haben einfach

früher angefangen als andere Länder»,

begründet er die Spitzenposition. Schon

in den Siebzigerjahren gingen die Eidgenossen

in den Untergrund, ohne auf

staatliche Förderung zu warten.

Mit Jahrzehnten Erfahrungen bescheinigt

nicht nur Rybach der Geothermie

grosses Potential. Angesichts

der bevorstehenden Klimakatastrophe,

angesichts schwindender Reserven an

Erdöl und Gas, angesichts der Importabhängigkeit

besinnen sich viele Schweizer

auf heimische Ressourcen – wie die

versteckte Erdwärme.

“Roland Wyss: Geothermie

ist nicht ohne Risiko.”

Den SchatZ auS Der tieFe heben

Bei Neubauten sind Erdwärme und

Wärmepumpen auf dem Weg zum

Standard, 60 Prozent der Bauherren

heben den Schatz aus der Tiefe. «Über

50 000 Anlagen sind bereits installiert»,

sagt Roland Wyss, Leiter der Geschäftsstelle

der Schweizerischen Vereinigung

für Geothermie. Auch bei Renovierungen

wird immer häufiger Mutter Erde

angezapft.

Die Nutzung von Geothermie zu

Heizzwecken wird kaum von der

Geologie beschränkt, die im Untergrund

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herrscht. Grenzen setzt eher der Grundwasserschutz,

der Behörden auf den Plan

ruft. Die Bewilligungsverfahren sind von

Kanton zu Kanton verschieden.

Je nach Technologie werden bis zu

400 Meer tiefe Löcher gebohrt, durch

die dann ein Wasser-Glykol-Gemisch

zirkuliert. Im Untergrund, wo ganzjährig

Temperaturen um die 10 bis 20 Grad

herrschen, nimmt die Flüssigkeit Energie

auf und gibt sie in einem Wärmetauscher

wieder ab. Wie ein rückwärts laufender

Kühlschrank bringt er bevorzugt

Fussbodenheizungen auf Temperatur.

Bei Einfamiliehäusern greifen Experten

zu pfahlartigen Erdwärmesonden

und -körben oder nutzen das Grundwasser.

Bei grösseren Gebäuden setzen

sie auf ganze Erdsondenfelder. Wyss

rät dann, in die Tiefe zu gehen. «Lieber

zehn tiefe Bohrungen als 30 flachere auf

engem Raum», sagt er.

kühlen mit erDwärme

Zunehmend dient Erdwärme auch

der Kühlung bei sommerlicher Hitze.

«Dann wird Wärme aus Gebäuden im

Boden deponiert», erklärt Rybach. Der

Fels wird nicht allein als Quelle von

Energie genutzt, sondern ebenso als

Speicher. «Übers Jahr gesehen haben wir

ein ausgeglichenes Wärme-Budget.»

Wer die Wärme unter seinem Haus

anbohrt, befreit sich trotzdem nicht vom

öffentlichen Stromnetz. Die Wärmepumpe

verbraucht Strom, «obwohl sie effizienter

werden», wie Wyss herausstreicht.

Produziert man jedoch den benötigten

Strom mit Solarzellen, kann man – rein

rechnerisch – aufs Jahr gesehen energieautark

leben.

wärme auS Der luFt PumPen

Zuweilen sind Aufwand und Kosten

einer Geothermie-Bohrung zu hoch.

Dann greifen Hausbesitzer gern zu einer

Wärmepumpe, die Umgebungsluft nutzt,

um Heizkosten zu senken.

Rybach warnt allerdings davor, bei

dieser Entscheidung allein aufs Geld zu

schauen. Zwar entfalle die teure Bohrung.

«Das rächt sich, wenn im kalten

Winter viel Strom zum Heizen teuer

Die freundlichsten Wärmepumpen aller Zeiten

Die neuste Sole/Wasser-Wärmepumpen-

Generation von NIBE zählen zu den

leisesten und effizientesten Wärmepumpen

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11

H E i Z E n PHySi K

bezahlt werden muss.» Ausserdem eigne

sie die Technik weniger zum Kühlen.

Wer Geothermie mit dem Grossprojekt

in Basel gleichsetzt, das von

manchen für ein Erdbeben verantwortlich

gemacht wird, liegt nicht ganz

richtig. Dort soll Energie aus grosser

Tiefe gewonnen werden, um Strom zu

erzeugen. Bei solcherlei Kraftwerken ist

noch Entwicklungsarbeit nötig.

Anders verhält es sich beim Heizen

mit Erdwärme, wo man auf 30 Jahre

Erfahrung zurückgreift.

Dennoch kann es zu verheerenden

Komplikationen kommen. So zerreissen

Risse zahlreiche Gebäude der südbadischen

Stadt Staufen, nachdem 2007

neben dem historischen Rathaus eine

Geothermie-Bohrung auf 140 Meter

abgeteuft wurde.

«Aus solchen Fehlern lernen wir,

Geothermie ist nicht ohne Risiko»,

sagt Roland Wyss; bei zusammen 2 000

Kilometern Erdwärmesonden in der

Schweiz habe man aber bislang «keine

Vorkommnisse» registriert.

In den Augen von Rybach war es

«einfach Pech», dass die Katastrophe

von Staufen im Zusammenhang mit

Geothermie auftrat und nicht, als nach

Grundwasser gesucht wurde. Trotz aller

Erfahrung und wissenschaftlicher Expertise

birgt jede Bohrung Gefahren. «Die

Erde hält jede Menge Überraschungen

parat», sagt Rybach weise.

(infos, auch zu Genehmigungsverfahren

unter www.geothermie.ch, www.bfe.admin.

ch/energie/00559/index.html?lang=de und

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12

MoB i lität

Eine Themenzeitung von Smart Media

autogas/lPG – Kosten sparen und

die umwelt schonen

Umweltbewusstes Fahren und ökologisches Handeln in der Fahrzeugpolitik liegen nicht nur im Trend, sondern sind eine notwendigkeit im

Hinblick auf die heutige und zukünftige Klimasituation. Die Auswirkungen von CO 2 auf das Klimageschehen sind enorm: Je nach Studie

trägt der Verkehr bis zu 30 Prozent an den CO 2 -Emissionen bei. Eine Minderung des Anteils ist aus heutiger Sicht nicht feststellbar.

TExT VinCEnZ BrunnEr

Im Privaten, aber auch bei Unternehmen

findet bezüglich Umweltbewusstsein

ein erkenn bares Umdenken statt.

Immer mehr Firmen und Private zeigen

Interesse an möglichst umweltfreundlichen

und schadstoffarmen Fahrzeugen. Hinzu

kommen die jeweils starken Schwankungen

der Preise für Benzin und Diesel.

Diese führen dazu, dass Autofahrer nach

Alternativen suchen.

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Derzeit drängen sich etliche Treibstoffalternativen

auf den Markt. Im umliegenden

Europa hat sich jedoch ein Treibstoff

bewährt und durchgesetzt. Es ist Autogas/

LPG, nicht zu verwechseln mit Erdgas.

Dank den erheblichen steuerlichen Anreizen

kommt Flüssiggas im Ausland seit

Jahrzehnten zum Einsatz. In der Schweiz

wurde erst ab 2008 eine Reduktion der

Mineralölsteuer von 40 Rappen pro Liter

Ökowärme aus

der Holz-Pellets-

Heizung.

Neu in Kombination mit

Tiba Solaranlagen möglich!

“Der Trend

hin zu

Autogas ist

auch hierzulande

spürbar.“

Benzinäquivalent eingeführt. Die Mineralölsteuer-Differenz

zum Benzin beträgt

heute 60 Rappen. Dank diesem Preisvorteil

kann sich Flüssiggas nun nebst Erdgas/

Biogas und Ethanol in der Schweiz als

Alternativtreibstoff für PKWs etablieren.

groSSe PreiSDiFFerenZ

Tatsächlich, der Trend hin zu Autogas

ist auch hierzulande spürbar. Dazu spielen

Biostar

der Umweltgedanke und die Preisdifferenz

zu herkömmlichen Treibstoffen eine

grosse Rolle. Derzeit liegt der Preis für

einen Liter Benzin bei rund 1,60 Franken,

wohingegen der Preis für einen Liter Flüssiggas

nur bei 0,99 Franken liegt.

Noch nicht allzu lange ist es her, als

den Autofahrern schwindelig wurde, als

sie auf die Preistafeln an den Tankstellen

blickten. Literpreise von bis zu 1,90

Umweltbewusste Wärme aus

den Holz-Pelletsfeuerungen

der Zukunft.

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Franken für Benzin und über 2.00 Franken

für Diesel lösten Fassungslosigkeit aus.

Doch immer mehr Fahrzeug-Besitzer in

der Schweiz sind die Preistreiberei an den

Tankstellen leid. Der momentane Preis ist

nur vorübergehend und die Tendenz zeigt

wieder nach oben.

«Autogas ist stark im Kommen und

schon jetzt richtig präsent am Markt»,

sagt Patrick Suppiger, Pressesprecher von

Vitogaz Switzerland AG. Trotz der anhaltenden

Diskussionen um Treibstoffe und

deren Ersatz sieht Vitogaz den Energieträger

als progressive Alternative. «Autogas

ist eine sinnvolle Ergänzung. Die Technik

für die Anwendung im Automobilbereich

ist erprobt und kann ohne Verzug eingesetzt

werden», sagt Suppiger, «aufgrund

der niedrigeren Mineralölsteuer und der

geringen CO 2 -Emissionen im Vergleich zu

Benzin ist Autogas eine wirtschaftlich und

ökologisch interessante Alternative.» Dies

sieht auch der deutsche Prof. Dr. Harald

Altjohann der Hochschule für Technik und

Wirtschaft des Saarlandes: «Eine Aussage,

die in der Schweiz erstaunen mag – als

Treibstoff für Autos gibt’s zurzeit nichts

Besseres als Autogas.»

FlächenDeckenDeS netZ

Das Tankstellennetz in der Schweiz

wächst stetig und rapide. «Bis Ende Jahr

sollen in der Schweiz 100 Tankstellen zur

Verfügung stehen. Bis Ende 2011 oder

spätestens 2012 soll dann ein flächendeckendes

Tankstellennetz mit rund 250

bis 300 Tankstellen in Zusammenarbeit

mit anderen Firmen aufgebaut werden»,

erklärt Patrick Suppiger von der Vitogaz

Switzerland AG.

weniger emiSSionen mit autogaS

Autogas/LPG ist wirtschaftlich, sicher,

komfortabel und schonend für Mensch

und Umwelt. Wer Flüssiggas tankt, profitiert

in mehrfacher Hinsicht. Mit Autogas

werden nicht nur die Schadstoffemissionen

deutlich gesenkt, sondern auch die

Treibstoffkosten tief gehalten. Zusätzlich

profitieren Autogasfahrer bereits von Son-

Eine Themenzeitung von Smart Media

dervergünstigungen der Versicherungen

und Strassenverkehrsämter auf Fahrzeuge

mit geringerem CO 2 -Ausstoss.

“Eine Autogasanlage lässt

sich in nahezu jedem

benzinbetriebenen Fahrzeug

einbauen.“

«Flüssiggas (LPG = Liquefied Petroleum

Gas – auch als «Autogas» bekannt) ist ein

hochwertiger Energieträger, der weltweit

für die vielseitigsten Anwendungen und

Prozesse zum Einsatz kommt. Autogas,

nicht zu verwechseln mit Erdgas, besteht

aus einem Gemisch aus Propan und Butan

und wird bei der Rohölverarbeitung in

den Raffinerien oder zusammen mit dem

Erdgas aus Gasfeldern gewonnen. Trotz

eines geringen Mehrverbrauchs gegenüber

Benzin resultiert ein CO 2 -Vorteil von ca.

10%–20%.

Die hervorstechendsten Eigenschaften

von Autogas sind aber die hohe Klopffestigkeit

und seine Umweltfreundlichkeit.

Schadstoffe, wie z.B. Kohlenwasserstoffe,

Stickoxide und Kohlenmonoxid, treten

wegen seiner sauberen und geräuscharmen

Verbrennung nur in sehr geringen Mengen

auf. Russ entfällt vollständig.

autogaS euroPaweit auF Dem vormarSch

Autogas ist weltweit gesehen die

wohl meistgenutzte Kraftstoffalternative.

Alleine in Europa gibt es laut Deutschem

Verband Flüssiggas (DVFG) mehr als 8

Mio. Autogas-Fahrzeuge. So gibt es etliche

Firmen, die ihre Flotte bereits auf Autogas

umgerüstet oder neue Autogas-Fahrzeuge

in Betrieb genommen haben. Daneben

kommt der Treibstoff auch für Motorräder,

Busse sowie Schiffe zum Einsatz.

Deutlich weiter mit autogaS

Die Autogastechnik steht für die nachträgliche

Umrüstung von Benzinfahrzeu-

13

MoB i lität

gen ebenso zur Verfügung wie für Neuwagen.

Chevrolet, Ford und Opel bieten

bereits jetzt verschiedene LPG-Modelle in

der Schweiz an. Weitere Hersteller werden

folgen.

Wer sein Auto auf Autogas nachrüsten

will, muss mit keinen grossen Investitionen

rechnen. Eine Autogasanlage lässt sich in

nahezu jedem benzinbetriebenen Fahrzeug

einbauen. Je nach Fahrzeugtyp ist mit Umrüstungskosten

von 700 bis 1000 Franken

pro Zylinder zu rechnen.

Der Einbau der Autogasanlage erfolgt

im Motorraum und im Kofferraum des

Fahrzeugs. Dort wird der für die Autogas-

Umrüstung notwendige Gastank meist

in der Reserveradmulde des Fahrzeugs

eingebaut.

Beim Umbau bleibt der Benzintank

erhalten, so dass das Fahrzeug wahlweise

mit Benzin oder Flüssiggas betrieben werden

kann (bivalenter Antrieb). Per Knopfdruck

kann bei einem bivalenten Antrieb

– auch während der Fahrt – bequem von

Autogas- auf Benzinbetrieb gewechselt

werden. Damit ist auch bei einem einmal

leeren Gastank eine Weiterfahrt ohne

Unterbrechung möglich. Der bivalente

Antrieb garantiert somit eine deutlich

grössere Reichweite.

Mit dem Einbau des Gastanks ist also

auch eine erhebliche Reichweiteerhöhung

verbunden. Die Reichweite im Gasbetrieb

beträgt je nach Tankgrösse und Verbrauch

350 bis 700 km. Ist der Tank einmal leer,

kann Autogas analog herkömmlichen

Treibstoffen getankt werden.

intereSSe Steigt

«Flüssiggas ist eine mögliche Alternative

mit Zukunftsperspektive, die nicht zu

unterschätzen ist», erklärt Patrick Suppiger

von Vitogaz. Eine Tendenz in diese

Richtung gibt auch der Markt im nahen

Ausland. Die Zahlen des europäischen

Flüssiggasverbands (AEGPL) sprechen

für sich: Rund 8 Millionen Autos sind

europaweit mit dem fossilen Energieträger

unterwegs.

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14

n EtZau FBau

Eine Themenzeitung von Smart Media

intelligenz in der Stromversorgung

Moderne netze liefern nicht bloss Strom vom Kraftwerk zum Kunden. Sie verbinden dezentrale, kleine Stromerzeuger

und schalten bestimmte Geräte aus, wenn Strom teuer ist.

TExT MatHiaS rittGErott

Das Stromnetz ist dumm.

Das war bisher nicht schlimm,

denn es hatte lediglich eine

Daseinsberechtigung: Es leitet in

einer Einbahnstrasse Strom vom

Kraftwerk zum Kunden. Dieser

schaltet ein Gerät an, Strom

fliesst. So einfach ist das, doch

für die Zukunft zu dumm.

Bald, und Pilotregionen gibt

es das bereits, werden wir von

intelligenten Netzten verbunden,

so genannten smart grids.

Doch was soll das sein? Wie

soll das funktionieren?

Professor Wolfgang Schröppel

kennt sich aus in der Welt

der Stromversorgung. Für Siemens

hat er in 95 Ländern Netze

aufgebaut, dann lehrte er an

der Universität Karlsruhe über

Hochspannungstechnik. «Viel

Gefasel», höre er, viel Unwissen

sei im Umlauf, viele fänden,

smart grid klinge schlicht gut.

«Doch es geht um mehr als ein

intelligentes Netz», sagt Schröppel.

«Es geht um intelligente

Stromversorgung.»

StromverSorgung wirD

intelligent

Nahezu täglich gehen neue

Kraftwerke ans Netz. Selten

grosse Meiler, viel öfter kleine

Anlagen: Ein Windrad hier, eine

Solaranlage dort. «Heute haben

wir 100 grosse Kraftwerke, bald

sind es 10 000 kleine.», sagt

Schröppel. «Die müssen intelligent

gesteuert werden.»

Strom lässt sich nicht anhäufen

wie Mehlsäcke, nicht

einlagern wie Kartoffeln. Strom

muss verbraucht werden, sobald

er erzeugt wird. Ein Jammer,

dass zuweilen Windräder

stillgelegt werden, obwohl eine

hübsche Brise bläst. Dann ist

schlicht kein Abnehmer für den

Strom da.

Das ist freilich kein Plädoyer

für höheren Stromverbrauch.

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Im Gegenteil. Durch smart grids

lasse sich 15 Prozent Strom

sparen, rechnet das Bundesamt

für Energie vor. Weil bei immer

mehr Mitspielern Erzeugung und

Verbrauch ins Gleichgewicht

gebracht werden.

So können die Akkus von

Elektroautos zu Stromspeichern

werden, so als würden Ölkonzerne

herkömmliche Fahrzeuge

dann zwangsbetanken, wenn gerade

viel Sprit aus der Raffinerie

kommt. Für den Elektromobilisten

hätte die Rolle des Akkus als

Speicher Vorteile: Er bekommt

Strom, wenn der günstig ist.

Das dezentrale Wirrwarr aus

kleinen Produzenten, mobilen

Stromspeichern und Konsumenten

müsse zentral gesteuert werden,

betont Schröppel. Mächtige

Computer sind dazu nötig, wenn

dereinst Millionen Elektroautos

zu Rädchen in der Energieversorgung

werden, schweizweit

Windmühlen, Solaranlagen,

Staudämme und Geothermie-

Anlagen Strom liefern.

Verkompliziert wird die Aufgabe,

weil es zu grossen Teilen

auf das Verhalten der Verbraucher

ankommt. Energieversorger

veranschaulichen gern mit einem

Diagramm, wann am Tag wie

viel Strom verbraucht wird: Ab

5 Uhr in der Früh steigt die Kurve

beständig an und erreicht um

12 Uhr ihren Spitzenwert. Dann

flacht sie wieder ab.

mittagSSPerre kaPPt

SPitZen

Die Regio Energie Solothurn

versucht, die mittägliche Spitze

zu kappen. Gelinge dies, könne

man auf einen Teil der Netzkapazität

verzichten. Das spare

Geld, was auch den Kunden

zugute komme.

An Wochentagen werden

zwischen 11 und 12 Uhr in

Solothurn Motoren und andere

Lieber etwas länger

liegen bleiben

anstatt zu pendeln?

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Leistung automatisch stillgelegt:

Wärmepumpen, Saunen, Geschirrspüler,

Waschmaschinen,

Tumbler sind von der «Mittagssperre»

betroffen.

Professor Schröppel hat keine

Bedenken, auch Gefriertruhen

und Kühlschränke abzuschalten,

wenn Strom vorübergehend

knapp ist. «Bei einer halben

Stunde merken Sie bei Geräten,

die Kälte oder Wärme produzieren,

fast nichts», beruhigt er

Verbraucher, die Angst um ihr

Gefriergut haben.

Im grossen Stil ist vorstellbar,

über smart grids ganze Kühlhäuser

vorübergehend vom Netz zu

nehmen. Dabei kann sich der

Eigner sogar auf Ökostrom kon-

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Diesel (Annahme CHF 1.57/ Liter) 1300 km

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Peugeot 308

Prof. Wolfgang

Schröppel:

”Heute haben wir

100 grosse

Kraftwerke,

bald sind es

10 000 kleine.”

zentrieren: Bei Wind springen

die Kompressoren an, bei Flaute

bleiben sie aus. Nur wenn die

Temperatur unter einen kritischen

Wert sinkt, wird Saft aus

konventionellen Kraftwerken

bezogen.

Möglich wird das nur durch

moderne Informationstechnologie.

Alte Stromzähler sind

dann überholt, smart meters,

also intelligente, digitale Zähler,

erfassen den Verbrauch weitaus

genauer und übermitteln die

Daten an den Stromversorger.

Datenschützer weisen bereits auf

Risiken hin.

konZerne miSchen mit

In smart grids muss grosses

Potential stecken. Andernfalls

würden sich nicht globale Konzerne

wie Siemens, ABB, Google

und Cisco damit befassen.

Netzanbieter Cisco hält den

Markt für 100-mal grösser als

den fürs Internet, Siemens will in

den kommenden Jahren mehrere

Milliarden damit umsetzen.

Das smart grid wird nicht

über Nacht entstehen. Mit 15

bis 20 Jahren rechnet Professor

Schröppel: «Weil es Jahre

dauert, bis die Leute ihren alten

Kühlschrank rauswerfen und

Platz machen für ein intelligentes

Gerät!»


Strom wird

Schlüsselenergie

Heizen und Autofahren mit Strom – das macht die Schweiz klimafreundlicher.

nur wenn wir weniger Heizöl und Benzin verbrauchen, können wir einen ernst zu

nehmenden Beitrag gegen den Klimawandel leisten.

TExT joSEF a. dürr, direktor Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen

Neun Tonnen CO 2 produziert jede

Schweizerin und jeder Schweizer im Durchschnitt

pro Jahr. Angesichts des Klimawandels

ist dies zu viel. Mit dem Kyoto-Protokoll

hat sich die Schweiz verpflichtet, ihre

durchschnittlichen Treibhausgasemissionen

von 2008 bis 2012 um acht Prozent unter

den Stand von 1990 zu senken. Längerfristig

müssen wir unsere Ziele noch höher stecken:

Das Energy Science Center der ETH

Zürich empfiehlt, dass bis Ende dieses Jahrhunderts

die neun Milliarden Menschen,

die den Planeten dann bevölkern, höchstens

noch eine Tonne CO 2 pro Kopf und Jahr

verbrauchen sollen. Dies entspricht 400

Litern Heizöl oder Benzin. Dieses Szenario

bedeutet jedoch nicht per se, dass wir unseren

Energiekonsum drastisch einschränken

müssen. Relevant für die Erwärmung der

Atmosphäre ist nämlich nicht eine bestimmte

Menge verbrauchter Energie, sondern der

Ausstoss von Treibhausgasen. Ein Ersatz

von fossilen Energieträgern wie Heizöl und

Benzin durch den praktisch CO 2 -freien

Strom bietet sich deshalb an.

weitgehenD co -Freie StromProDukti-

2

on in Der SchweiZ

Die aktuelle Energiestatistik der Schweiz

zeigt unsere Abhängigkeit von fossilen

Brenn- und Treibstoffen auf. Sie machen

je rund ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs

aus. Der Anteil der Elektrizität

beträgt dagegen bloss ein Viertel. Dieser

soll zugunsten einer klimafreundlicheren

Gesellschaft steigen. Während Strom heute

weltweit für rund 40 Prozent der CO - 2

Emissionen verantwortlich ist, wird er in

der Schweiz praktisch CO -frei produziert.

2

Eine Themenbeilage von Smart Media

Dies ist den über 500 Wasser- und den

fünf Kernkraftwerken zu verdanken, die

zusammen rund 95 Prozent zur inländischen

Produktion beisteuern. Nicht die

Stromerzeugung, sondern der Verkehr und

fossil befeuerte Heizungen sind hierzulande

für die CO 2 -Emissionen verantwortlich.

Entsprechend liegt in diesen beiden Bereichen

der Hebel für eine klimafreundlichere

Gesellschaft.

elektriZität Steigert eFFiZienZ im

geSamtenergieSyStem Deutlich

Es ist möglich, fossile Energieträger

zu ersetzen, ohne Komfort einzubüssen.

Anschaulich zeigen dies die Entwicklung

und der Einsatz von Wärmepumpen in

der Schweiz. Über drei Viertel aller neu

gebauten Einfamilienhäuser werden heute

mit Wärmepumpen beheizt. Statt Öl oder

Gas zu verbrennen, nutzen diese die Umweltwärme

der Luft, des Erdreichs oder des

Wassers und speisen sie mit Hilfe von Strom

in den Heizkreislauf ein. Diese Form der

Wärmeproduktion ist nicht nur umweltfreundlich,

sondern auch sehr effizient. Ein

Wechsel von einer Ölheizung auf eine mit

Strom betriebene Wärmepumpe reduziert

den Gesamtenergieverbrauch bei gleichem

Komfort um drei Viertel.

intenSive ForSchung Für e-autoS

notwenDig

Ein Gewinn an Effizienz zeigt sich auch

eindrücklich am Beispiel der Elektromobilität.

Über die gesamte Energiekette

betrachtet, ist der Wirkungsgrad eines

Elektrofahrzeugs rund drei Mal höher als

derjenige eines herkömmlichen Autos mit

15

StroM

Elektroautos sind drei Mal effizienter als Personenwagen mit Verbrennungsmotor – und holen punkto Design mächtig auf. Der «Tesla Roadster»

ist ab Mitte 2010 in Zürich und Genf verfügbar.

Der Stromverbrauch steigt – trotz grösserer Energieeffizienz

GAStArtiKeL

Verbrennungsmotor. Von der gesamten

Energie, die im Erdöl steckt, bringt ein

solches Auto weniger als zwanzig Prozent

„auf die Strasse“.

Pro Haushalt werden heute täglich 37

Kilometer mit dem Privatfahrzeug zurücklegt.

Eine Distanz, die moderne Elektromobile

problemlos bewältigen. Zumindest

im Nahverkehrsbereich wäre ein Wechsel

von konventionellen Motoren auf umweltfreundliche

Elektroantriebe machbar. Das

Problem liegt heute in der Verfügbarkeit

und im Preis von solchen Fahrzeugen. Der

Tesla Roadster etwa (Bild) zählt preismässig

zur Kategorie der Luxuswagen. Immerhin

hat die Automobilbranche die Serienfertigung

von alltagstauglichen Elektroautos für

die nächsten Jahre angekündigt.

Die Schweizer Forschungsaktivitäten

auf diesem Gebiet werden Institutionenübergreifend

koordiniert. «Swiss electric

research» beispielsweise, die Forschungskoordination

der grossen Stromverbundunternehmen,

investiert gemeinsam

mit dem Center for Energy und Mobility

des ETH-Bereichs mehrere Millionen Franken

in aussichtsreiche Projekte.

Neben technologischen und finanziellen

Fragen spielen beim Wechsel vom konventionellen

Auto zum Elektromobil auch

gesellschaftliche Aspekte eine Rolle. Der

Trend zu immer schwereren und stärkeren

Autos läuft den Bemühungen des Bundes

zur Erhöhung der Energieeffizienz im Privatverkehr

zuwider. Hier ist ein Umdenken

notwendig. Trotzdem dürfte es insgesamt

eher Jahrzehnte als Jahre dauern, bis lautlos

dahingleitende Elektroautos das Schweizer

Strassenbild prägen.

Strom erSetZt FoSSile energieträger

Während der Ersatz von fossil befeuerten

Heizungen durch elektrische Wärmepumpen

in vollem Gange ist, liegt der technologische,

wirtschaftliche und gesellschaftliche

Durchbruch bei den Elektrofahrzeugen erst

vor uns. Eines zeigen jedoch beide Anwendungen

deutlich: Strom spielt eine Schlüsselrolle

bei der Erhöhung der Energieeffizienz

und der damit verbundenen Reduktion

der Treibhausgas-Emissionen. In unserem

Energiesystem wird der gesamte Verbrauch

an Energie langfristig sinken. Der Anteil des

Stroms hingegen könnte sich nach Berechnungen

der ETH Zürich in den nächsten

Jahrzehnten von einem Viertel auf fast die

Hälfte erhöhen. Die Energie der Zukunft

in einer klimafreundlicheren Gesellschaft

heisst deshalb Strom.

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