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850 Jahre Bischofswiesen - Gemeinde Bischofswiesen

850 Jahre Bischofswiesen - Gemeinde Bischofswiesen

46 Oben: Dr. Schödel,

46 Oben: Dr. Schödel, ehem. Kindergartenbaracke, Haus Geigl, 1946 Unten: Oberreith Eine Heimat Bischofswiesen - eine Heimat Darf ich Heimat zu den grünen Wiesen zwischen Lattengebirge und den Rauhen Köpfen im Schatten des Watzmanns und des ehemaligen Chorherren Stifts sagen? Nach Jahren des Wanderns durch die Welt, nun hier zur Ruhe gekommen, mit den Kindheitserinnerungen an die murmelnde Ache immer im Gepäck. Heimat ist dort, wo Freunde sind und man sich wohl fühlt, wo man Wurzeln hat oder sie gefunden hat. Ja, Bischofswiesens Geräusche und Gerüche haben mich immer begleitet, von den Weiten Chinas über die Bergketten der Himalayas zu den Wäldern des Amazonas. Das quietschende Geräusch unserer Lokalbahn in der Brennerbaschtkurve, das Glockengeläut unserer Herz-Jesu-Kirche, der Duft der Wiesen im Frühling, das Sägegeräusch der Nachbarhöfe im Herbst und die Böller zur Weihnachtszeit. Als mein Vater zur Zeit des neuen Ortsmittelpunkts in den zwanziger Jahren sein „Haus Heckenleiten“ im Feldkastenstil bauen ließ, waren des Bischofs Wiesen ein „leeres“ Dorf. Der Architekt fragte den sechsjährigen Buben bei der Ankunft: Gefallt’s Dir denn? Antwort: „Nein, denn es hat keinen Blitzableiter“, womit ich meine Häuser malte. Seine Beruhigungsversuche wegen der schützenden hohen Kirche blieben vergeblich. Beim Messner Angerer, der mit seinen neun Kindern beengt im südlichen Rathausdach „hauste“, war ich als Einzelkind ständig zum Abendessen, zu einer Malzkaffeesuppen mit einer Scheibe Brot für jeden zum Einbrocken. Und auch für mich hatte Mutter Angerer immer noch einen Löffel. Armut herrschte im bäuerlichen Tal, die sich erst langsam durch den Fremdenverkehr verringerte. Nur der Älteste erbte den Hof, die andern erhielten nichts. Im Sommer liefen die Loipler Kinder barfuß zur Schule, um die Schuhe zu schonen. Die beiden Gendarmen, die auch im Rathaus wohnten, marschierten an Festtagen mit Helm und Säbel zu Fuß zu einer Rauferei ins Engedey, Pfarrer und Kircherbauer Ametsbichler las zwischen fünf und sechs auf seinem Balkon wandelnd mit dampfender Zigarre sein Brevier, das „Bäckerhäusl“ mit seinen Lakritzen war der Mittelpunkt meiner Kindheit. Der erst kürzlich verstorbene Neudecker-Schorsch lernte von einem Vater zur Begrüßung der Gäste einen „Diener“ an jedem Tisch zu machen. Wiesen im Wachsen zu betreten war ein Sakrileg, und es setzte noch nach Tagen Prügel, wenn einen der Stangerer oder Datzmanner erwischte. Welche bleibende Erinnerung, wenn bei den farbenprächtigen Prozessionen durch die Wiesen das „Te Deum“ vom Kastenstein widerhallte. Wenn das nicht Heimat ist! Und ein Augenblick andächtig und dankbar zu werden beim Feiern der 850-jährigen Geschichte der Bischofs Wiesen. Günther Schödel, Botschafter a.D. 47

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