Ich bin dann mal hier. - Fachschaft WiWi

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Ich bin dann mal hier. - Fachschaft WiWi

Home Sweet HomeLiebe Leserinnen und Leser,Liebe Kommilitonen,Liebe Daheimgebliebenen,wer Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhestudiert, der kennt das chronische Fernweh,das die Mitglieder unseres Studiengangs heimsucht.Auf der Jagd nach dem aufregendstenLebenslauf überschlagen sich die Ereignisse.Ohne Auslandssemester und Praktika in fremdenKontinenten traut man sich gar nicht mehr,eine Bewerbung zu verschicken. Uns sind momentanAufenthaltsorte von Freunden in denUSA, über Afrika bis Australien bekannt. Werin der vorlesungsfreien Zeit nicht gerade durchSüdostasien reist, arbeitet als Entwicklungshelferin Afrika oder Lateinamerika. Während manalso fleißig exotische Referenzen sammelt undjede Gelegenheit nutzt, so weit weg zu fliegen,wie es irgendwie möglich ist, bleibt das schöneDaheim auf der Strecke. Viele, wenn nicht sogardie meisten von uns, möchten ihr Berufslebenin Deutschland verbringen. Da darf dieInlandserfahrung nicht gänzlich fehlen.Unsere Antwort: Regionalität. Dies soll nichtdie Aktivitäten aus dem vorherigen Absatz entwürdigen,sondern Karlsruhe wertschätzen. Sosehr wir auch selbst vom Fernweh infiziert sind,die Ferne wäre schließlich nur halb so schön,wenn man bei der Rückkehr nicht ein vertrautesund geliebtes zuhause erwarten könnte.Deshalb beschäftigt sich die Wi²-Winterausgabe2011/12 mit Deutschland und unseren liebenNachbarländern. Schließlich haben wir hier einigeszu bieten. Frei nach dem Motto: „Warumin die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegtso nah!“ (Goethe), berichtet das Wi² diesmalvon hier. Zwei Kommilitonen skizzieren Erfahrungenaus Praktika in Deutschland und derSchweiz, wir stellen Studienmöglichkeiten imEUCOR-Verbund vor, ein Pokerspieler erzähltvon seiner Erfolgsgeschichte vor dem heimischenBildschirm und zwei Hochschulgruppenweisen auf Zusatzangebote in Karlsruhe nebendem Studium hin. Außerdem hatten wir dieChance, Dr. Tobias Lindner zu interviewen,ehemaliger Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftstheorieam KIT, heute Bundestagsabgeordneterder Grünen. Zu guter Letzt beschäftigtsich unsere Testreihe dieses Mal mit der lokalenGastronomie – bewusst haben wir jedocheher unbekannte Lokalitäten für euch getestet,um die Lust auf Neues zu wecken.Und wen das alles immer noch nicht überzeugt:Man munkelt, dass das Wi² im Sommersemester2012 noch so richtig abhebt!Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.Eure RedaktionZena BalloutTom Stähr


Themen sind. Dann lasse ich mir vonmeinen Mitarbeitern, bis drei Tagebevor ich spreche, einen Vorschlagmachen. Diesen Entwurf passe ichmir dann selbst an. Danach habeich ein fertiges Manuskript. Im Plenarsaalschmeißt man dieses dannaber meistens noch um. Die meistenManuskripte sind zwar nicht für dieKatz‘, werden aber so nicht gehalten.Ich habe bisher fünf Reden gehalten.Das ist für einen Neuling schonrecht viel und ich bin dabei ein Gefühlzu entwickeln, wie genau ich dasManuskript denn brauche oder obStichpunkte genügen. Gegen die Zwischenrufe,die man hier abbekommt,ist eine VWL 1 Vorlesung nichts, undin VWL 1 weiß ich, ich habe 90 MinutenZeit. Hier habe ich nur fünf Minutenund man hört mir nicht immerzu.Wi²: Als Mitglied im Haushaltsausschussund im Rechnungsprüfungsausschusshaben sie ja mit Wirtschaftspolitikzu tun. Können Sie ihrVWL-Wissen aus der Uni und IhrenDoktor in Ihre Arbeit als Politikerangemessen einbringen?TOBIAS LINDNER: Den Doktor jetztspeziell eher nicht. Aber die Ausbildung,die ich an der Uni erfahrenhabe, ist schon hilfreich. Erst einmalist es für Haushaltspolitik natürlichwichtig, mit Zahlen umgehen zu könnenund eine gewisse Affinität zudem Thema zu haben. Ich kann Ihnenauch sagen, dass so etwas wieRechnungswesen beim Verständniseines Haushaltes sehr hilfreich ist.Das gleiche gilt für ein gutes Grundwissenin VWL. Ich habe neulich zumersten Mal wieder eine geometrischeReihe gebraucht, als es um den Hebel-Mechanismusbeim Rettungsschirmging. Ohne mein VWL-Wissenwürde ich sicher weitaus schlechterdastehen.Wi²: Stoßen Sie denn teilweise aufUnverständnis, wenn Sie mit IhremVWL-Wissen argumentieren?TOBIAS LINDNER: Es kommt immerdarauf an, mit wem man diskutiert.In der öffentlichen Debatte mussman so oder so alles allgemeinverständlichvermitteln, aber ansonstengeht es schon. Im Haushaltsausschusszum Beispiel sitzen bestimmt15 bis 20 Prozent Diplom-Volkswirte.Das macht das Diskussionsklimasehr angenehm. Ich bin auch in meinerFraktion nicht der einzige Wirtschaftswissenschaftler.Wenn wir untereinanderreden, ist es angenehmdieselbe Sprache zu sprechen.Wi²: Also sind gängige Modelle derVWL allen bekannt?TOBIAS LINDNER: Wir machen jetztkeine Slutzky-Zerlegungen, aberwenn man über einen Leistungsbilanzüberschussspricht, wissen schondie meisten, was gemeint ist.Wi²: Als Übungsleiter haben Sie Tutorenaus Studiengebühren eingestellt,die Grünen lehnen die Studiengebührenjedoch ab. Hat sich IhreHaltung zu dem Thema geändert seitSie von der Uni in den Bundestag gewechseltsind?TOBIAS LINDNER: Ich habe bei denStudiengebühren schon in den letztenJahren gemerkt, dass wir gewisseSchwankungen in den Einnahmenhaben. Da gab es z.B. ein Problembei der Anzahl der Tutoren, die wireinstellen konnten. Was ich gut findeist, dass die Wähler in Baden-Württemberg,und diese Haltung vertrittauch meine Partei, die Studiengebührenwieder abschaffen möchtenund dass es dabei gelungen ist, dasses für jeden Studierenden 280€ vomStaat gibt. Das ist in etwa die Summe,die man im Schnitt bisher ausden Studiengebühren erhalten hat,wenn man Dinge wie beispielsweisedie Geschwisterregelung berücksichtigt.Das ist in anderen Bundesländernnicht unbedingt der Fall. DerVerlust für die Universitäten durchden Wegfall der Studiengebührenwird also vollständig durch den Staatkompensiert, d.h. das Geld aus denEinnahmen der Gebühren steht denUniversitäten auch zukünftig zurVerfügung. Es ändert aber sichernichts daran, dass ich generell sage,es müsste in allen Bundesländernmehr Geld in Bildung und Forschunggesteckt werden.Wi²: Finden Sie es prinzipiell gut,dass man als Student für sein Studiumbezahlt?TOBIAS LINDNER: Das Argumentist ja immer: Dadurch, dass man studiert,hat man die Chance auf ein höheresEinkommen und das sollte mandem Staat irgendwie zurückgeben.Ich finde ehrlich gesagt, dass es amvernünftigsten wäre, dies über dasSteuersystem zu regeln. Sie könnenschließlich als WirtschaftsingenieurGlück oder auch Pech haben im Leben.Derjenige, der Glück hat undviel verdient, sollte eigentlich auchviel zahlen. Ich gehöre zu denen,die offen sagen: „Ich zahle zu wenigSteuern in diesem Land.“ Ich bin gernebereit mehr als 42 Prozent Spitzensteuersatzzu zahlen.Wi²: Allerdings geht das Geld ausden Steuern nun auch nicht direkt indie Bildung. In Hamburg gibt es beispielsweiseein Modell, das die nachträglicheZahlung der Studiengebührenermöglicht.TOBIAS LINDNER: Gut, man müsstenatürlich das Kooperationsverbotzwischen Bund und Ländern aufheben.Den Ausgleich über die Steuernzu regeln, halte ich allerdings für diesauberste Lösung. Dann geht es nachdem tatsächlichen Einkommen.Wi²: Haben Sie ein übergeordnetespolitisches Ziel?TOBIAS LINDNER: Es gibt mehrereZiele. Was mir als Haushälter amHerzen liegt, ist, dass wir endlichdie öffentlichen Haushalte in denGriff bekommen. Wir machen diesesJahr zwar weniger Schulden, aberes sind eben immer noch 20 MilliardenEuro neue Schulden. Ich würdemir wirklich wünschen, einmal ineine Situation zu kommen, in der dieEinnahmen auch die Ausgaben decken.Das ist vor allem wichtig, wennman sich die Kommunen anschaut.Wie viele Gemeinden können keineSpiel- oder Sportplätze bauen oderJugendarbeit finanzieren, weil sieso hoch verschuldet sind. Ich würdemir wünschen, dass wir in eine Lagekommen, in der der Staat seine Rolleals Gestalter wahrnehmen kann.Wi²: Ihre bisherigen Reden zu demThema sind ja teilweise sehr direktund richten sich bisweilen konkretan bestimmte Personen. Was für Reaktionenhaben Sie dazu schon erhalten?TOBIAS LINDNER: Die Haushaltsdebattehat diesen Stil. Da wirdmit offenem Visier gekämpft. Ichhabe mir da auch über meine Personschon einiges anhören müssen.Dinge wie: „Herr Lindner, sie sindgrün im wahrsten Sinne des Wortes,auch grün hinter den Ohren.“ Damitmüssen wir umgehen können, dafürkriegen wir auch genug Diäten.Auf der persönlichen Ebene kommendie Betroffenen aber gut miteinanderklar. Von wo man allerdingsimmer Reaktionen bekommt, sinddie Lobbys. Aus dem Bereich Luft-08. Oktober: Mehrere Bundesländer bestätigen,Trojaner für die Computerüberwachungverwendet zu haben.09. Oktober: Sebastian Vettel verteidigt seinenTitel und wird somit jüngster Formel1Doppelweltmeister aller Zeiten.7


Mit dem Rucksackdurch Osteuropavon Philippe LehmannNach einem zweistündigen Flugund einer kurzen Busfahrt stehenmeine Freundin Charlotte und ichan einem warmen Septemberwochenendemitten in Belgrad.Vor ein paar Monaten stolperte Charlottein einem Zeitungsbericht über die angeblichschönste Eisenbahnstrecke Europas.Sie verläuft von Belgrad in Serbien bis andie Küste der Adria nach Bar in Montenegro.Der ehemalige Präsident Jugoslawiens,Josip Broz Tito, hatte in den 60igerJahren die Strecke als Prestigebau durchden Balkan sprengen lassen. Wir entschiedenuns mit umgeschnalltem Wanderrucksackzwei Wochen durch den Balkanzu reisen - eine Rucksacktour nahezu direktvor unserer Haustür.Zwei Tage haben wir in Serbiens HauptstadtZeit, bevor wir in den Zug steigensollen. Wir übernachten in einem Hostelmitten im Botschaftsviertel und lernen diewichtigsten Ecken der Stadt auf einer kostenlosenFührung kennen. Unzählige alteHäuser, vernachlässigte Fassaden undStraßen begegnen uns. Ein Bild, das michsehr an das Ost-Berlin kurz nach der Wendeerinnert. Zweimal sehen wir der Sonnezu, wie sie hinter der Mündung von Donauund Save untergeht, ehe wir uns in RichtungBahnhof aufmachen.Mit schleichender Geschwindigkeit lässtder Zug Belgrad und seine Vorstädte hintersich. Für eine Strecke von ungefähr350 km benötigen wir sieben Stunden.Schleichend langsam schlängelt sich dieLokomotive mit ihren in die Jahre gekommenenWaggons an den steilen Berghängenund über die schwindelerregendenBrücken entlang, belohnt einen aber dafürmit beeindruckenden Blicken über dieBerge. Die Strecke führt quer durch Serbien,verläuft kurz über Bosnisches Gebietund gelangt dann nach Montenegro.150 Kilometer vor der Endstation in Barunterbrechen wir die Fahrt, um einigeTage in der bei Naturverliebten sehr bekanntenTara-Schlucht zu verbringen.Hier hat sich die Tara über Jahrtausendeso tief in das Gestein gefressen, dass aneinigen Stellen die Berghänge bis zu 1000Meter links und rechts des Flusses in dieHöhe ragen. Nur mit dem Taxi gelangenwir aus der kleinen, ehemals von Schwerindustriebestimmten Stadt Mojkovic zuunserer Herberge, wo wir wärmstens mitmehreren Gläschen Sliwowitz, dem berühmtenPflaumenschnaps, empfangenwerden. Einen kompletten Tag verbringenwir in dieser Schluchtidylle mit Nichtstun,bevor es am nächsten Morgen in die Gummibotegeht und wir den reißenden Flusshinunter paddeln.Tags darauf müssen wir morgens um 5Uhr das Naturparadies verlassen, umnoch rechtzeitig den Zug nach Bar zu erwischen,über dessen genaue Abfahrtszeitnur Gerüchte kursieren. Mit ein wenigGlück erspäht uns der Bus in der stockdusterenNacht am Straßenrand und wirerreichen rechtzeitig den Bahnhof.Es beginnen drei unvergessliche Tage ander Küste der Adria in der Stadt Budva,Montenegro. Zu unserem Glück ist dieHauptsaison bereits vorbei. Berge vonaufgestapelten Liegestühlen am Strandlassen uns vermuten, wie überfüllt es hierzur Hochsaison sein muss. Wir genießenalso die einsamen Strände noch mehr undmieten uns für einen Tag einen Motorroller,um auch die entlegensten Buchten zuentdecken. Zu zweit geht es auf zwei Rä-Einsamer Strand mit Blick auf die Altstadt von Dubrovnik1020. Oktober: ETA sagt sich nach 43 Jahren vomTerror los. Dies geht aus einem Kommuniquéhervor, veröffentlicht von der Zeitung „Gara“.21. Oktober: Studie am KIT besagt: Einhoher Anteil weiblicher Führungskräftefördert den Unternehmenserfolg.


dern an der Küste entlang und der Sonneentgegen. Über Stock und Stein erreichenwir auch Gegenden, in die sich wohl sonstkeine Touristen verirren und die uns mitihrer Unberührtheit wünschen lassen, fürimmer hier bleiben zu können.Im kroatischen Dubrovnik haben wirabermals Glück mit unserer Unterkunft:Direkt am Hafen hat sich eine kleine Familieein Gartenparadies aufgebaut. Hinterden hohen Mauern ist hier vom geschäftigenBetrieb auf der Straße nichtsmehr zu hören. Die Altstadt Dubrovniks,vom Krieg in den 90er Jahren stark betroffen,erstrahlt heute in neuem Glanz.Lediglich die frei zugängliche Ruine einesLuxushotels am Stadtrand lässt die damaligenVerhältnisse erahnen. Mit unserenBeinen im erfrischenden Adriawasser undder heißen Herbstsonne auf unserer Hautverbringen wir, gespannt auf unsere letzteStation in Sarajevo, die Tage.Wieder heißt es Geld wechseln und einenUmrechnungskurs einprägen, als wir inBosnien-Herzegowinas Hauptstadt ankommen.Über Jahre hinweg belagert,sehen wir hier am deutlichsten die Spurendes Krieges, der gegen Ende des letztenJahrhunderts hier wütete. Über einenZeitraum von mehr als vier Jahren wurdedie Stadt damals, trotz Schutzmission derUNO, belagert und bombardiert. Gebäude,von denen nur noch die Fassade übriggeblieben ist, rote Flecken auf den Bürgersteigen,die an Erschossene erinnern undKriegsspuren an einem Haus in Sarajevovon Kugeln durchsiebte Häuser lassendiese Vergangenheit nicht erblassen. Wirsehen außerdem die Stelle, an der 1914der österreichische Thronfolger erschossenwurde. Wenig später brach, ausgelöstdurch dieses Attentat, der erste Weltkriegin Europa aus. Wir sehen aber auch, wieMuslime, Juden und Christen zumindesthier in der Stadt friedlich miteinander leben.Ihre Gotteshäuser stehen nur wenigehundert Meter voneinander entfernt imStadtzentrum.Mit schwerem Herzen besteigen wir denFlieger, der uns wieder nach Deutschlandbringt. Wir verlassen Länder, in denenuns alle Menschen mit einer großen Gastfreundschaftbegegnet sind und nie umein Gespräch, wenn auch nur mit Händenund Füßen, verlegen waren. Die unglaublicheNatur, die Geschichte, die vielenverschiedenen Kulturen und die beeindruckendenAltstädte, beeinflusst vonTürken, Veneziern, Österreichern, Slawenund anderen, werden uns noch lange inErinnerung bleiben. Sehr gerne werdenwir zurückkommen.Ausgewählte Preise zurNebensaison (Frühling/Herbst)Straßenbahnen in Belgrad aus zweiter HandFlüge von Köln nachBelgrad und zurückvon Sarajevo:Unterkunft im privatenZweibettzimmer:Motorroller + Helm :Mittagessen in einemguten Restaurant:Zug- und Busfahrten:110€ p.P.ca. 16€ p.P. undNacht20€ pro Tag7,50€ p.P. inkl.Getränkje nach Strecke,auf alle Fällegünstiger als inDeutschland27. Oktober: Lange Nacht der Euro-Retter:Staats- und Regierungschefs einigen sichauf ein umfassendes Rettungspaket.29. Oktober: Ein Milliardenrechenfehlerlässt die deutsche Schuldenlastum 55,5 Milliarden Euro sinken.11


Rhine Valley:Hier wird ZukunftgeschriebenVon Norman Saadé und KonstantinEwerDie Pioniergarage veranstaltetedieses Jahr ihre erste SiliconValley Tour. Ziel der Reisewar es, die Vorteile dieser Regionzu erkennen, den dort herrschenden“Gründergeist” aufzunehmen undMöglichkeiten zu identifizieren, wieman eine ähnliche Gründerszene inKalrsruhe schaffen kann.„If you wanna be successful as an entrepreneuryou have to come to theSilicon Valley!“ Diesen Spruch habenwir während unseresAufenthaltsan der Westküstehäufiger zu hörenbekommen.Aber stimmt dieswirklich? Mussman wirklich dieRegion Karlsruheverlassen, um miteinem IT-Startuperfolgreich zusein? Und wasspricht überhauptdagegen, dass dasnächste, milliardenschwereUnternehmenim“Rhine Valley”und nicht im SiliconValley gegründetwird?Anfang Novemberwaren wir Teil der24-köpfigen Truppe,die für 10 Tage das Silicon Valleyerkundet hat. Dort besuchten wirGroßunternehmen wie „google“ und„facebook“ aber auch junge Startups.Viele Gründer eben jener Jungunternehmenkommen nicht ursprünglichaus Nordkalifornien, sondern habenihre Heimat verlassen, um die Ideefür ihr eigenes Unternehmen in SanFrancisco und Umgebung umzusetzen.Sie sind der Auffassung, dassdas Silicon Valley ihnen hierfür bessereChancen bietet. Aber was sindgenau die Vorteile, die diese Regionbietet, und was lässt sich davon aufKarlsruhe übertragen?Eine gründungsaffine Gemeinschaft,Milliarden an Investorengeldern, diverseInkubatorenprogramme undeine Eliteuniversität, die wie keineKarlsruher Studenten zu Besuch bei Facebookzweite für erfolgreiche Gründungensteht- zweifelsohne das Silicon Valleygleicht einem Paradies für Gründer.Daher ist es nicht überraschend, dassdas Gründungsinteresse dort überallzu spüren ist- sogar in einem Starbucksin San Francisco. Währendman sich hierzulande auf einen Kaffeetrifft, um sich zu unterhalten, suchenviele junge Menschen im SiliconValley einen Coffee Shop auf, um anihrer Geschäftsidee zu feilen. Selbstbeim Bestellen eines Caramel Macchiatosist man also mit dem ThemaGründen konfrontiert.Leider ist das Thema Entrpreneurshipin Karlsruhe noch nicht in allerMunde. Viele Studenten sehen sichselbst nach Abschluss ihres Studiumsin einembereitsexistierendenUnternehmenundziehen esnicht in Betracht,selbstzu gründen.Fehlt esKarlsruhealso an einerGründerszene?Nein, ganzim Gegenteil.Initiativenwie das“CIE- Centerfür Innovation& Entrepreneurship”oder das “Cyberforum”haben esbereits geschafft,eine immer größer werdendeGründerfamilie in Kalsruhe auf zubauen. Auf Events wie dem Gründergrillenoder der Veranstaltungsreihe“Europe’s most successful Entrepreneurs”hat man die Chance, sich mitanderen Gründungsinteressierten1231. Oktober: Auf der Erde leben jetztsieben Milliarden Menschen.01. November: Der Movember beginnt


Silicon Valley Teilnehmer vor der Golden Gate Bridgeund -erfahrenen zu unterhalten undsomit neue Eindrücke zu sammeln.Aber nicht nur das Umfeld des KITsbemüht sich, mehr Aufmerksamkeitfür Entrepreneurship zu schaffen,auch an der Universität tut sich einiges.Erst kürzlich wurde der Lehrstuhlfür Innovation und Entrepreneurshipins Leben gerufen, an demes ab kommendem Jahr Vorlesungenzum Thema Gründen geben wird.Außerdem hat sich die Mitgliederzahlder Pioniergarage, der Hochschulgruppefür Entrepreneurship inKarlsruhe, binnen einen Jahres auf60 aktive Mitglieder verdoppelt. Diesist ein Beleg dafür, dass auch unterden Studierenden das Interesse amGründen wächst.Nachdem also immer mehr Leute ausdem Raum Karlsruhe sich vorstellenkönnen zu gründen, muss somit auchdie Bereitschaft potentieller Geldgebersteigen, in Startups zu investieren.Zurzeit fließt wesentlich mehrRisikokapital im Silicon Valley als inDeutschland. Aber auch hierzulandesind dank vieler erfolgreicher IT-Firmengründungenimmer mehr “VentureCapitalists” bereit, sich finanziellan jungen Startups zu beteiligen.Außerdem wird für die Gründungeines Web-Unternehmens zunächsteinmal wenig Kapital benötigt, dadie Ausgaben für Werkstoffe und Betriebsmittelbei der Entwicklung geringsind.Stattdessen benötigt man viel mehrdas entsprechende Fachpersonal, umseine Ideen in die Tat umsetzen zukönnen. Im Silicon Valley wurde unsoft erzählt, dass es sich dort für jungeUnternehmen extrem schwieriggestaltet, qualifizierte Programmiererzu finden, da diese von großenIT-Firmen wie “facebook” und “google”mit hohen Löhnen und weiterenVorteilen gelockt werden. DiesesProblem haben wir nicht. UnsereRegion hat die höchste Dichte an IT-Fachkräften in Deutschland. In mehrals 3.600 IT-Unternehmen arbeitenschon jetzt rund 36.000 Fachkräfteund jährlich kommen mehrere TausendHochschulabsolventen in Karlsruhehinzu.Karlsruhe? Einfach mal hier GRÜN-DEN? - JA!Die Pioniergarage ist die Hochschulgruppefür Entrepreneurship und Unternehmertumam KIT. Seit seinerGründung 2009 haben sich mittlerweile60 aktive Mitglieder zusammengefunden.Die Pioniergarage bietetKarlsruher Studenten einen Zugang zurGründerszene und freut sich über ständigenZuwachs.Bist du auch an Gründungsthemen interessiert?Wo, was oder ob du studierstist egal – was zählt ist deine Leidenschaftzum Gründen.Lass dich „anstecken“ vom Gründergeist,welcher für eine erfolgreicheFirmengründung notwendig ist. Zusätzlichtriffst du herausragende Persönlichkeitenund findest großartigeFreunde!Die Hochschulgruppe trifft sich jedenDienstag um 19:30 Uhr im Kreativitätslabordes IPEK.Mehr Infos findet ihr unter:www.pioniergarage.de02. November: WikiLeaks-Sprecher JulianAssange darf an Schweden ausgeliefertwerden04. November: Das RaumfahrtexperimentMars-500 endeterfolgreich.13


Wie geht eigentlichEUCOR?Von Tom StährDer EUCOR-Verbund. Die meistenkennen ihn von der TourEUCOR und wissen vielleichtnoch, dass man an den anderenEUCOR-Unis auch studieren kann.Doch wie geht das eigentlich genau?Was wird angerechnet? An wen wendeich mich? All dieser Fragen hatsich die Wi²-Redaktion für euch angenommen.Der EUCOR Verbund besteht seit1989 und umschließt die UniversitätBasel, die Université de Haute-Alsace(Mulhouse-Colmar), dieUniversité de Strasbourg, die UniversitätFreiburg sowie das KIT [3].Der Zusammenschluss hat die engeZusammenarbeit auf allen Ebenender Universitäten zum Ziel. Für unsStudenten bedeutet das einerseitsVeranstaltungen wie die von derFachschaft gegründete Tour EUCOR(Mehr Infos zu aktuellen EUCOR-Veranstaltungen findet ihr auf [1]).Andererseits gibt es die Möglichkeit,Kurse oder sogar ein ganzes Semesteran einer der Partneruniversitäten zuabsolvieren. Erste Anlaufstelle fürInteressenten ist Herr Niessen beimAkademischen Auslandsamt [2]. Beiihm bekommt ihr auch den sogenanntenEUCOR-Ausweis, den ihr für dasStudium an den Partneruniversitätenbraucht. Das Schöne am EUCOR-Verbund ist, dass ihr euch weder beiden anderen Unis bewerben müsst,noch Studiengebühren zahlen müsst.In manchen Fällen behalten es sichdie Partnerunis allerdings vor, besondersin Basel und Strasbourg, denSemesterbeitrag doch zu erheben.Sind die ersten Formalitäten alsogeklärt, gilt es nun die richtigenVorlesungen zu finden. Dies war vor23 Jahren noch etwas einfacher. Damalsgab es für die Wirtschaftswissenschaftennoch ein gemeinsamesVorlesungsverzeichnis aller EUCOR-Unis. Mittlerweile bedarf es aber –auch durch die Digitalisierung derVorlesungsverzeichnisse – etwasmehr Aufwand, um die richtige Vorlesungzu finden. Zu diesem Thema istHerr Hilser eure wichtigste Adresse.Er besitzt bereits eine Liste der Vorlesungen,die in der Vergangenheitschon genehmigt wurden, sowie eine„Blacklist“ mit Veranstaltungen, dieauf keinen Fall durchgehen. Für dieGenehmigung eines neuen Fachesmüsst ihr euch mit einem fachlichentsprechenden Professor am KITabsprechen und die Veranstaltungdann bei Herrn Hilser genehmigenlassen.Wisst ihr nun, welche Vorlesung ihrbelegen möchtet, und habt diese vonHerrn Hilser genehmigen lassen, istder nächste Schritt der Kontakt mitder jeweiligen EUCOR-Universität.Die entsprechenden Anlaufstellenan den jeweiligen Unis findet ihr auf[1] unter der Rubrik „Kontakt“. Andieser Stelle bekommt ihr Informationenüber die nötigen Formalitätender Klausuranmeldung sowie Hilfestellungzu allen weiteren Themen.So weit also zu den Formalitäten.Aber welche Uni ist denn nun dierichtige für neue Erfahrungen imEUCOR-Verbund? Ein Überblick:Frei-Albert-Ludwigs-Universitätburg:Die Uni Freiburg ist im Bereich Wirtschaftswissenschaftenbesonders fürihr VWL-Programm bekannt. Dietechnische Fakultät ist noch rechtjung, bietet aber mit Elektronik,Optik, Mechanik und Chemie einbreites Fächerangebot. Natürlich istFreiburg auch als Stadt immer einenBesuch wert. Alleine die im Vergleichzu Karlsruhe negierte Männlein-Weiblein-Situation ist ein schlagkräftigesArgument für Freiburg [4].Universität Basel:Als eine eher kleine Uni bietet dieUniversität Basel fachlich leidernicht so viel für Wirtschaftsingenieure.Technische Fächer finden nuran der „Philosophisch-NaturwissenschaftlichenFakultät“ statt undauch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaftenist mit rund 1000Studierenden eher beschaulich. Darausresultiert allerdings auch eineFrauenquote von über 50 Prozent [5].Université de Strasbourg:Mit 42.000 Studierenden (zum Vergleich:22.500 am KIT) hat Strasbourgdie mit Abstand größte Uni imEUCOR-Verbund. Fast die Hälfte derStudierenden belegt ein technischesoder wirtschaftswissenschaftlichesFach. Auch als Stadt gibt Strasbourgeiniges her: Gutes Essen, guter Wein,viel Kultur. Vor allem der Weihnachtsmarktist sehr zu empfehlen[6].Université de Haute-Alsace:Durch ihre vor allem technische undwirtschaftliche Ausrichtung ist dieUHA für Wiwis durchaus interessant.Zudem werden bi- und trinationaleStudiengänge angeboten. Es bestehtalso die Möglichkeit Vorlesungenauch auf Deutsch oder Englisch zuhören. Der Schwerpunkt der techni-Quellen:[1] www.eucor-uni.org[2] www.aaa.kit.edu[3] www.kit.edu[4] www.uni-freiburg.de[5] www.unibasel.ch[6] www.unistra.fr[7] www.uha.frschen Fakultätliegtin der Chemie,bietetsich alsohervorragendfüreine Stobi-Vertiefungan [7].1404. November: Die Existenz einer Nazi Terrorzellewird bekannt.04. November: Das KIT sprengt dieSchallmauer von 22500 eingeschriebenenStudenten.


Der ganz normaleWahnsinnVon Patrick Novinskyund Clemens FauvelMittwochabend im Januar.Ein Meer von blauen Karten,zwischendrin ein paargrüne. Platz 17 auf der Rednerliste.Vorher ein Meinungsbild. Die Luftist schlecht und mein Grape seit übereiner Stunde auch schon leer. „WirdStobi jetzt eigentlich abgeschafft?“,„Aber wir haben als Wirtschaftsingenieuredoch einen gewissen technischenAnspruch!“, „Es gibt dochüberhaupt kein spannenderes undpraxistauglicheres Fach!“, „Schaffenwir Stobi jetzt doch ab?“, „Ganz ehrlich,die Vorlesung ist doch Mist!“,„Also behalten wir Stobi auf jedenFall?“, „Aber es ist doch auch so,dass…“. Mir raucht der Kopf. Was istüberhaupt das Problem? Dreht sichhier eigentlich alles im Kreis? Auf jedenFall dreht sich der Zeiger meinerUhr. Immer wieder eine neue Runde.Was mache ich eigentlich hier? Wassoll denn der Wahnsinn?Donnerstagabend, einen Tag später.Ein Meer von eskalierenden Studenten.Die Stimmung kocht, tausenderocken die WiWi-Bauten. Ein MeerGruppenfotovon grünen Fachschafts-Shirts. Ichhabe das Problem, mich zu entscheiden.Nichts, das es nicht gibt. Sindhier eigentlich alle Hochschulgruppenmit einer eigenen Theke vertreten?Was eine krasse Lichtershow.Warum funktioniert das eigentlichalles so glatt? Und warum haben dieTypen in den grünen Shirts eigentlichso viel Laune, bei dem was siemachen? Egal, ich rocke auch.Freitagmorgen, wenige Stundenspäter. Fakultätsrat. Dekan Puppefragt sich, warum hier eigentlichalles schon wieder so sauberist. Profs, Verwaltungsangestellte,Wissenschaftliche Mitarbeiter. Undschon wieder die Typen in den grünenShirts. Haben die nicht geradenoch Party hinter der Theke gemacht?„Ich denke wir sollten dieMasterauswahlsatzung so gestalten,dass unsere Studenten hier auch einegute Möglichkeit haben, einen Platzzu bekommen!“ Macht Sinn, was dergrüne Mann da sagt. Masterauswahlsatzunggeändert.Immer noch Januar. Die Sonne glitzertim Schnee. Der Wind schlägt mirins Gesicht. Meine Augen glitzernauch. Die Gruppe grüner Shirts fetztganz schön die Piste runter. Cool,schon dabei zu sein!Dienstagabend im Februar. Mal wiederim großen Sitzungssaal. Stimmungwie im Stadion. DFB-PokalBremen gegen Hamburg. Sogar dieauf der Leinwand tragen grüneShirts. Wär auch blöd, jetzt alleinezu Hause zu sitzen.Montagmittag. Immer noch im Februar.Warum fehlt mir eigentlichdie Hälfte meiner Unterlagen? Ilias,Studierendenportal, Institutsseite.Was soll das Chaos? Und wo bekommeich denn jetzt meine Klausurenher? Wenigstens sind da die Typen inden grünen Shirts, die mir das ganzeKlausurenpaket auf einmal überreichen.Sau nett. Wann muss ichüberhaupt anfangen zu lernen? Auchdas weiß der grüne Mann. Oder washeißt da der grüne Mann? Sind hiereigentlich irgendwie mehr Frauen,als sonst irgendwo oder was ist dalos?Dienstagmorgen. Halb acht in derUni-Bib. Alles gestrichen voll. MeineSchnauze auch. Käffchen am AKK,dann der nächste Versuch in der Wi-Wi-Bib. Halb zehn. Jede Menge neuerLernplätze, noch immer was frei.War das auch der grüne Mann, oder?Warum gibt’s eigentlich nicht nochviel mehr von denen?Mittwochabend im Januar. Stobi istgerettet. Sitzung vorbei – irgendwiedoch ganz cool. Irgendwie habenwir auch ziemlich was erreicht heuteAbend. Klasse Leute hier. Klasseauch das nächtliche Flunkyball vorden WiWi-Bauten. Alle sind dabei.Ich auch. Ich bin auch ein grünerMann. Ich bin auch Fachschaftler.07. November: Der frühere Leibarztvon Michael Jackson wird wegen fahrlässigerTötung schuldig gesprochen.08.November: MinisterpräsidentBerlusconi kündigt seinen Rücktritt undden Verzicht auf erneute Wiederwahl an.15


Ein Monat ohneRasierenVon Hans WiwiKörperpflege ist in unserer heutigenGesellschaft ein Muss,wenn man zur Elite gehörenwill – und ich rede hier nicht etwavon der abgenutzten Bildungselite,nein! Ich meine die Lebensstil-Elite!Wer stinkt, dreckige Fingernägelhat und sich nicht die Zähne putzt,der ist entweder arbeitslos oder verfluchtmännlich. Der Mensch vonWelt hingegen schämt sich seinesKörpers und dessen, was dieser vonsich gibt. Allen voran die WiWis. Dieweiblichen Vertreter unserer Spezieshaben diese Art von Körperscham garderart perfektioniert, dass sie beizeitenleugnen, ein großes Geschäftverrichten zu können (was unlängstdie Verstopfungen im Erdgeschossdes 20.12 eindrucksvoll widerlegten)– ins Big Business der Führungsetagenaber wollen sie trotzdem – Prinzipientreuewar noch nie eine weiblicheStärke.Movember (Kofferwort aus dem engl. moustache („Oberlippenbart“) und November)bezeichnet eine aus Australien stammende Art des Fundraising, bei der sich jährlich imNovember Männer Oberlippenbärte wachsen lassen, um während des Monats Spendenzugunsten der Erforschung und Vorbeugung von Prostatakrebs und anderen Gesundheitsproblemenvon Männern zu sammeln. „Movember“ ist als Stiftung organisiert, diein derzeit sieben Ländern die Novemberaktion koordiniert und Spenden an nationaleForschungseinrichtungen weiterleitet. 2008 nahmen mehr als 170.000 Männer an„Movember“ teil, und sammelten Spenden in Höhe von knapp 15 Mio. AUD. Etwa zweiDrittel der Teilnehmer und Spenden kamen aus Australien.Quelle: WikipediaGenug eingeleitet: Diesen Monatverzichtete ich also auf eine ganzbesondere Art der Körperunterdrückung– das Rasieren. Ich beschränktemich dabei auf die Gesichtsbehaarung,schließlich ist das Grosmeiner anderen Körperteile für diemeisten meiner Interaktionspartnernormalerweise nicht sichtbar. In derO-Phase gelten da freilich andereRegeln. Da sich die Aktion im Novemberabspielte, stellte ich michalso an Halloween unter die Klinge,um Babypopo-frisch in den Monat zustarten – wohlwissend, dass mir einepeinliche Zeit bevorstünde. Denn dieGesichtsbehaarung gehört nicht zumeinen Stärken, wie erfahrene Leserdieser Kolumne wissen. Während dasin vielen Lebenslagen (insbesondereder Horizontalen) eher von Vorteilist, kratzen die wenigen Haare jedochhie und da einerseits an meinerLebensgefährtin, andererseits vorallem an meinem männlichen Selbstbewusstsein.Nicht umsonst ist derdrei-Tage-Bart beim Mann ein Blickmagnetähnlich dem Dekolleté derFrau. Sich einen ordentlichen, ungehemmten,wilden Bart wachsen zulassen, das steht für Rebellion, Freiheit,Unabhängigkeit und ergo aufder to-do-Liste eines jedes richtigenMannes. Idole wie Chuck Norris, CheGuevara, Homer, der Weihnachtsmannoder Dr. Burdelski machen esvor. Während andere jedoch nach dreiTagen aussehen wie George Clooney,ähnele ich eher einem pubertierendenRussen.Genau diese Tatsache sorgte dafür,dass der Verzicht auf das Rasierenzur Herausforderung werden sollte.Dumme Blicke, Kommentare undGesten waren vorprogrammiert, sodassich mir meines eigenen Selbststets auf unangenehme Weise bewusstwurde. Anstelle von Respektfür einen neuen Stil musste ichVergleiche mit Mieze-Katzen übermich ergehen lassen oder der stolzeSchnurrbart wurde als Pornobalkenund Muschibürste diffamiert. Trostboten da nur Redewendungen wie„Bei meinem Barte!“ oder nervöseZwirbeleien an den Enden der kleinenBorsten à la Luigi – das wollteich schon immer mal machen!Zu weiteren Highlights (oder eherLowlights) des Sichunwohlfühlensgehörte der Absolventenball einesguten Freundes, wo die gesamte Gesellschaftschnieke und geleckt imAbendkleid und Anzug herumlief,sodass mein Schnorres eine ungleichlächerlichere Wirkung entfaltete.Außerdem begann ausgerechnet imNovember mein neuer HiWi-Job, womich jetzt sicher alle für einen Pädophilenhalten. Man hat selten einezweite Chance, einen guten erstenEindruck zu machen.All diesen Qualen zum Trotz war ichjedoch aus einem speziellen Grundunantastbar. Ich verzichtete nämlichnicht für mich oder gar das Wi² aufdas Rasieren der Oberlippe, nein! Ichtat es für den guten Zweck! Der Leservon Welt wird längst wissen, dasses hier um den Movember geht (sieheBox). Leider hat sich diese schöneIdee noch nicht in Deutschlanddurchgesetzt und wird bislang nurvon Randgruppen wie Rugbyspielernoder Powderparty praktiziert. In diesemSinne konnten mich alle mit ihrenintoleranten und oberflächlichenReaktionen mal ordentlich am Bartlecken.1609. November: Als erster Deutscher wird PiusHeinz Poker-Weltmeister. Der 22-Jährigegewinnt 8,7 Millionen Dollar (6,3 Mio Euro).10. November: Die Mannschaftdes letzten Flugs der RaumfähreEndeavour besucht das KIT.


Alla hopp!Praktikum imBadnerlandVon Philippe Lehmann7:30 Uhr. Der Radiosprecher liestdie aktuellen Meldungen des Tagesvor. Sechs Monate lang istdies die erste Stimme, die ich unterder Woche nach dem Aufstehen höre.20 Minuten brauche ich jeden Morgen,um mit meinem Auto von meinernoch schlafenden WG in Karlsruheauf den Parkplatz des Getriebewerksin Rastatt zu kommen.Wie bin ich hier her gekommen?Nach mehreren Aufenthalten im Ausland,monatelangem Grübeln undwochenlangem Bewerbungenschreibensteht fest, wo ich den Sommer2011 verbringen werde: Weder alsBackpacker in Südamerika, noch alsStudent in Schweden oder Asien. Ichwerde Praktikant bei der Daimler AGim Werk Gaggenau/Raststatt sein.Zwei Städte mit insgesamt 80.000Einwohnern, romantisch am Fußedes Schwarzwalds gelegen.Hier haben in den meisten Familienbereits die Urgroßväter beim liebevollpersonifizierten „Daimler“ in denWerken, die 2011 ihr 125jähriges Jubiläumfeierten, gearbeitet.Anfangs habe ich große Verständigungsschwierigkeiten.Die Mundartmancher Kollegen wird meinem Ohrbis zum Ende Rätsel aufgeben.Nichtsdestotrotz mache ich mich mitdem für einen vorlesungsgeplagtenStudenten üblichen, großen Tatendrangan die Arbeit. Ich arbeite ineiner Abteilung, die die gesamte Teilefertigungund Montage der Schaltgetriebefür die aktuelle A- und B-Klasse unter sich vereint. Ich lerne,was es mit den fertigungstechnischenBegriffen Drehen, Verzahnen,Härten, Coronieren, Verzahnungsschleifen,Rundschleifen, Räumenund vielen anderen auf sich hat undnehme am Alltag der Fabrik mit ihrenallmorgendlichen Treffen auf jederEbene (vom einfachen Fabrikarbeiterbis zum Abteilungsleiter) zurBesprechung aktueller Sorgen undProbleme teil.Die Einführung einer neuen Generationvon Getrieben, die damit einhergehendePlanung, der Umbau derMontagelinie und die vielen kleinenÄnderungen in letzter Minute vordem Serienstart erlebe ich hautnah.Für drei Tage stehe ich in der Frühschichtam Montageband und schraubeGetriebe für die aktuelle A- undB-Klasse zusammen. Schnell gelingtes mir, alle notwendigen Handgrifferichtig auszuführen und die Maschinenzu bedienen. Genauso schnellmerke ich, wie ermüdend die immerzugleichen Arbeitsschritte sind. Ichbin froh, als ich die Arbeitshandschuhewieder gegen meine Computertastaturtauschen darf. Die Sicherheitsschuhebegleiten mich allerdingsmein komplettes Praktikum. MeinBüro liegt mitten in der Fabrik.Mein Hauptprojekt ist die Erarbeitungeiner Notfallstrategie, die beimAusfall von Härtereianlagen greifensoll. Mit der Zeit lerne ich, dass essich beim Härten um einen der komplexestenFertigungsvorgänge handelt.Um die Oberflächen von Bauteilenmit Kohlenstoff zu verstärken,werden diese über einen Zeitraumvon mindestens zehn Stunden Temperaturenvon über 900 Grad Celsiusausgesetzt. Die dabei verwendetenÖfen haben bisweilen die Größe einesZweifamilienhauses. Rezepte,die festlegen, auf welche Art undWeise ein Teil gehärtet wird und wieder Ofen einzustellen ist, gibt es unzählige– eine Wissenschaft für sich.Obwohl es aufgrund der Komplexitätnur langsam vorangeht, lerne ichso nahezu alle Sachbearbeiter undWerksarbeiter kennen, die an diesemStandort auch nur entfernt etwas mitder Härterei zu tun haben. Mir wirdbewusst, wie wichtig allen ein guterpersönlicher Umgang untereinanderist und dass ein gutes Arbeitsklimavieles erträglicher machen kann.Die Zeit vergeht und der Alltagkommt wegen der langsam mahlendenMühlen in solch einem großenUnternehmen viel zu schnell. Nacheinem Motivationstief zur Halbzeitgeht es alsbald wieder voran und ichkomme vor allem dank meiner Kollegenimmer besser morgens aus demBett.Und so vergingen die 6 Monate imNachhinein dann doch fast wie imFlug.Während meiner Zeit in Rastatt habeich zwar keine Gipfel im Himalayaerklommen, noch einsame Inseln vorden Küsten Thailands erkundet oderbin auf atlantischen Wogen gesurft.Aber ich konnte mein Bild von meinemspäteren Berufsleben um einpaar Skizzen erweitern und habe indieser Zeit gelernt, wie wichtig einguter Umgang unter Arbeitskollegenist und dass die Entscheidung für einStudium richtig war.Für diese Erfahrungen habe ich gernein Kauf genommen, dass mein Arbeitsplatzhier in Deutschland lag.Und auch, dass mir der Radiosprecherjeden Morgen die Nachrichtenvorgelesen hat, die ich gestern bereitsauf der Heimfahrt gehört habe.15. November: Einweihung des KITcubes, demmodernsten Messfeld Europas für die Atmosphärenforschung.16. November: KIT Biergier gelingt alserstem Team in der Geschichte die Titelverteidigungin der Flunkyball WM.17


1818. November: Auftakt zu neuen blutigenUnruhen in Ägypten. Drei Tage spätertritt die Übergangsregierung zurück.19. November: Bundesliga-SchiedsrichterRafati unternimmt einenSelbstmordversuch.


Ein ganz normaler Herbsttag inKarlsruhe.Der Blick auf den neugestaltetenVorgarten verrät, dass das Bild Endedieses Jahres aufgenommen wurde.Bei genauerem Hinsehen erkenntman eine kleine Menschenmengehinter dem Schlossturm. Es ist der11. Oktober 2011 – die Orientierungsphaseder Fachschaft WiWiam KIT ist seit einem Tag im Gange.Mehrere hundert Menschen werdensich heute noch im Schlossgartenzusammenfinden. Für Erstsemesterveranstaltet, für ältere Studentenschon zum Pflichtprogramm geworden,die alljährliche Schlossgartenrallye.Das Filmteam hat sich erstmalseinen Rundflug für besondereAufnahmen wie diese hier geleistet.Eben doch kein ganz normaler Tagim Herbst...25. November: Partielle Sonnenfinsternis,die in der Antarktis, Südafrika, Tasmanienund Neuseeland sichtbar ist.27. November: Bei einer Volksabstimmungstimmen 58,9% fürden Bau von Stuttgart 21.19


Frauenmangel anTechnischenUniversitäten inDeutschlandvon Zena BalloutNicht nur in Karlsruhe beschweren sichdie männlichen Studenten über denvorherrschenden Frauenmangel. DieUnterrepräsentation von Frauen in allenZweigen der technisch-naturwissenschaftlichenBerufszweige ist weitausbekannt in Deutschland, sowohl in derPolitik als auch in den Medien. Trotzsämtlicher Bemühungen bleibt jedoch dieFrage, warum gerade hierzulande so wenigeFrauen in diesen Bereichen vertretensind.Ich selbst habe drei Semester geglaubt,Wirtschaftsingenieurwesen an der Unistudieren zu müssen. Nachdem ich bereitsden ersten Teil der Physikklausur imersten Semester vergeigt hatte, habe ichnach dem Nichtbestehen des zweiten Teilsdas Angebot einer individuellen Klausurbesprechungdes Professors angenommen. Dabeihat er mir gesagt (O-Ton): ‘Also so wieich das sehe, bestehen Sie die Physikklausurbei mir nie. Sie sehen doch ganz gut aus,warum gehen Sie nicht zum Fernsehen?’Ich habe dann – aus anderen Gründen – dasStudium an der FH fortgesetzt und durchgezogen.Diese Leserreaktion zu einem Artikel,der sich mit dem Thema‘Frauenmangel in der Technik’ auseinandersetztsowie zahlreiche weitereAussagen lassen vermuten, dassangehende Ingenieurinnen gerade andeutschen Universitäten oft nachteiligbehandelt werden. Zeigt sichder Frauenmangel in den MINT-Fächern (Sammelbegriff für dieFachgebiete Mathematik, Informatik,Naturwissenschaft und Technik)stärker hierzulande als bei unsereneuropäischen Nachbarn? ZahlreicheStatistiken können diese Vermutungtatsächlich bestätigen. Auch in denUSA, in Australien und in Asien sinderheblich mehr weibliche Studierendein den technisch-mathematischenFächern vertreten. Besondersbemerkenswert ist die Tatsache,dass Länder, die vermeintlich wenigerunterstützend wirken, bei derRepräsentation des weiblichen Geschlechtsim MINT-Bereich die Naseim Quotenrennen eher vorne haben– die arabischen Länder, Afrika undSüdamerika seien hier erwähnt. Nurdie japanische Frauenwelt zeigt sichähnlich zurückhaltend wie unsereFrauen hierzulande.Beispielweise sind in Tschechien,Dänemark, Portugal, der Türkei,Israel, Korea oder Neuseeland über30% der Studierenden in technischenFächern weiblich, in den arabischenStaaten sogar über 50 %.Warum sind es in Deutschland danngerademal 18,1%? DerFrauenanteil der Studierendenlag z.B. 2009in der Elektrotechnikbei 9,0 Prozent und imMaschinenbau bei 9,8Prozent. Auch in derVergangenheit lagendeutsche Frauen in derInformatik mit 13%(2003) weiblichen Studienanfängernund einerAbbruchquote von 36%bis 37% weit unter demOECD-Durschnitt vonrund 25% Frauen unterden Studierenden, dieihr Informatik-Studiumerfolgreich abschließen.Bemerkenswert: in denehemaligen Ostblockländernschlossen weitmehr als 50 % Frauenein Informatikstudiumerfolgreich ab.Warum jedoch diese2003. Dezember: Thomas Gottschalk moderiertseine letzte Folge „Wetten das…?“.05. Dezember: Die NASA gibt die Entdeckungdes erdähnlichsten PlanetenKepler-22b bekannt.


Missstände? In einem Land, das vonGirls Days, Mentoring-Programmenfür Studentinnen und Frauenförderunggeprägt wird, ist nur jederfünfte Studienabsolvent in den Ingenieurwissenschaftenweiblich. AmKIT beträgt die Frauenquote immerhin27,4% (WiSe 2011), aber auch einBlick auf unsere Professorenbelegschaftbeweist: Frauen in der Techniksind noch stets in der Unterzahl.Woran kann das liegen?Um dem Ungleichgewicht auf denGrund zu gehen, sollte die Studienwahlan sich analysiertwerden. Das ZusammenwirkenmehrererFaktoren ist hier entscheidend:Soziale undkulturelle Herkunft,Schule und Peers sowiefamiliäre und Beziehungsaspekte.AußerdembeeinflussenFreizeit-interessen undSchuleinflüsse, Koedukationund der Zeitgeistdie Studienwahl. Sozialisationsinstanzenunddas eigene Selbstkonzeptin Bezug auf dieStudienwahl sowie derangestrebte Status undVerwertungsmöglichkeitendes Studiumsstellen weitere Faktoren.Ebenfalls beeinflussenGeschlechterstereotypenund Vorbilderdes eigenen Geschlechtsdas berufliche Selbstbild.Außerdem herrscht immernoch das „leakypipeline“-Phänomen inDeutschland: Mit jederStufe auf der wissenschaftlichenKarriereleiterverringert sich dieZahl der Frauen dramatisch(siehe Abbildung1). Darüber hinaus unterstütztdas deutscheKurssystem an Gymnasien die stereotypischeBerufswahl. Die Kurswahlbedeutet für Heranwachsendein der Pubertät eine Auseinandersetzungmit der Geschlechtsidentität,welche meist in geschlechtskonformeEntscheidungen mündet. Dies behinderteine freie Studienfachwahlnach dem Abitur, da MINT-Fächeroft vor der Oberstufe von Mädchenabgewählt werden.Schon 1942 waren Frauen von ihrem technischemKönnen überzeugt.Studien in den 80er und 90er Jahrenanalysierten die Leistung und dasInteresse von Mädchen und Jungenin den Fächern Mathematik, Naturwissenschaftenund Technik. In gemischtenGruppen konnten Jungeneine dominierende Rolle einnehmen,während Mädchen weniger durchsetzungsfähigwaren. Interessen undTalente der weiblichen Teilnehmerwurden deshalb auch weniger gefördert.Diese These wird unterstütztdurch Statistiken, welche zeigen,dass ein höherer Anteil der Absolventinnenvon Mädchenschulen einnaturwissenschaftlich-technischesStudium beginnen als es bei Absolventinnenvon gemischten Schulender Fall ist. Jedoch wird in allen europäischenLändern hauptsächlich ingemischten Klassen unterrichtet undandere europäische Länder weisenweit höhere Frauenanteile in MINT-Fächern auf.Verschiedene Trends zeichnen sichab: Zum einen studieren die meistenMINT-Fächer-Studentinnen an Reformuniversitätenund FHs statt antechnischen Hochschulen. Zum anderenlocken interdisziplinär angelegteFächer mit stärkerem Anwendungsbezugweibliche Abiturientenan. Auch das kreative und konstruktiveArbeiten z.B. im Bauingenieurwesenwird mit einer höheren Frauenbeteiligungbelohnt. Biologie (65 %)und Architektur (55 %) haben mittlerweilesogar einen Frauenüberhang.Das Schlusslichtbilden die konservativenIngenieursfächer wieElektrotechnik (3,5 %an Fachhochschulen, 5% an Universitäten) undMaschinenbau (etwa 10% Frauen an Universitäten,12 % an Fachhochschulen).Quellen:Ebenfalls hat sichgezeigt, dass Studiengängefür Frauen attraktiverwerden, wennsie sich um Frauenintegrationbemühen undsomit viele Mitkommilitoninnenzu erwartensind, so liegt die Frauenbeteiligungz. B. in derInformatik in Hannoverbei 45 %, in Freiburgdagegen nur bei 13 %.Zu erwähnen bleibt,dass der Frauenanteildeutlich wächst. ImWintersemester 2007/08schrieben sich 13.300Studentinnen in den Ingenieurwissenschaftenein – ein Zuwachs von 13Prozent gegenüber demVorjahr. Doch auch beiden Männern konnte einPlus von 8% verzeichnetwerden.[1] http://www.mintzukunftschaffen.de/mint-quoteunterfrauen.html[2] http://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/fm7/2028/FrauenAKTIV_54_rz.pdf05. Dezember: Das KIT wird eigenständigerArbeitgeber.07. Dezember: Tomi Ungerer erhältdie Eucor-Medaille.21


Lena vs. ZenaTU-Frauen imHärtetestVon Tom StährNachdem wir in dieser Kolumne bereits Timvs. Tom, Kaffee gegen Red Bull und Menschengegen Straßenbahnen antreten ließen,machen wir nun endlich ernst. Wi² lässtzwei Studentinnen gegeneinander antreten,repräsentativ für die ehrgeizigsten und leistungsfähigstenWesen der heutigen Zeit: TU-Frauen.Die perfekte TU-Frau mussnicht bloß gut aussehen undkochen können, sie sollte auchüber gute Rechenkünste verfügenund effizient Informationen verarbeiten.Diese Doppelbelastung könnennur die Besten schultern. Umherauszufinden, ob dies überhauptmöglich ist, ließ das Wi² für dieseAusgabe Lena gegen Zena antreten.(Namen von der Redaktion nicht geändert)Blond gegen brünett, Gut gegenBöse, Goliath gegen Goliath – einDuell der Superlative.Um die Krone zu gewinnen, galt es inmindestens zwei von drei Kategorienzu obsiegen, zuerst war das Multitaskingdran. Eine extrem wichtigeFähigkeit für eine angehende Ingenieurinund von je her ein weiblichesParadegebiet. Um es ein bisschenspannend zu machen, mussten dieKontrahentinnen gleich fünf Dingegleichzeitig bewältigen. Den Siegim Extreme-Multitasking sollte diejenigedavontragen, welche sich amschnellsten schminken, einen Statistik-Testlösen, ihren Freund anrufenund ihn fragen konnte, was er zumAbendessen möchte, dabei war eineBanane zu essen und aufmerksamdie Tagesschau zu verfolgen. DasGanze natürlich parallel.Schon zu Beginn kristallisierten sichzwei Taktiken heraus: Zena startetemit jeder Disziplin gleichzeitig,Lena setzte auf eine schnelle, jedochasynchrone Ausführung. Als Lenadann auch noch von ihrem Freund imStich gelassen wurde, der erst beimdritten Versuch an sein Telefon ging,war das Spiel schon so gut wie verloren.So wurde Zena dann auch miteiner Grundzeit von 11:31 min fast1,5 min vor Lena fertig. Nun galt esallerdings die Zeitstrafen auszuwerten.Hier musste Zena ihren Tributfür ihr schnelles Vorgehen zollen.Sie konnte nur eine inhaltliche Fragezur gesehenen Tagesschau beantworten.Lena hingegen bestand fastfehlerfrei. Im Statistik-Test musstesie sich jedoch ihrer Kontrahentinknapp geschlagen geben. MakelloseSchminkjobs und ein kleiner Fehlerin der Einkaufsliste besiegelten dannihre Niederlage im Extreme-Multitasking.Doch noch war ja nicht aller TageAbend. Zweite Disziplin: Präzisionsflunkyball.Karlsruhe WiWinenkönnen die Wichtigkeit guter Treffsicherheitnur bestätigen. Zehn Würfe,zwei Spieler, eine Zwiebel. Die erstenWürfe blieben ohne Patzer. Mit demvorletzten Wurf konnte Zena jedochausgleichen. Im anschließenden Wurfbrachte Lena die Flasche zwar spannendins Wanken, aber nicht zumUmfallen und eröffnete Zena somitdie Chance, alles klarzumachen. DieseChance vergab sie jedoch knapp.Im dritten und letzten Spiel ging esalso um die Wurst. In der KategoriePapierflieger-Madness hatten diebeiden 2 min Zeit Papierflieger zubauen und anschließend jeweils dreiVersuche, ihr „Baby“ so weit wie möglichfliegen zu lassen. VorlesungsbesuchendeErstsemester trainierenquasi wöchentlich. Lena fuhr eineschnellgefaltete 2-Flieger-Strategieund stapelte tief: „Ach, die kenn‘ich halt noch aus der Grundschule“.Nach dem ersten Wurf schienen dieKompetenzen klar verteilt. ZenasFlieger segelte ein saftiges Stück weiterals der gegnerische Papiervogel.Lenas zweite Schöpfung verirrte sichauf ihrem kurzen Flug auch noch indie falsche Richtung. Zena hingegenholte mit ihrem dritten Wurf sogarnoch ein kleines Stück extra heraus.Lenas dritter Wurf schien somit nurnoch als reine Formalie. Aus lauterVerzweiflung wählte sie wieder ihrenersten Flieger und warf beherzt ab.Als der Flieger sich endlich zurückauf den Boden begab, lag er eindeutigvorne. Lena hatte das Unmöglichemöglich gemacht und konnte ein eindrucksvollesComeback feiern. Nachdem Remis im Präzisions-Flunkyballstand es nun Unentschieden.Mit diesem Ergebnis konnte sichaber keiner der Beteiligten abfinden.Also musste spontan eine vierte, allesentscheidende Disziplin her. DieEntscheidung fiel auf den virtuellenReifenwechsel. Die Kontrahentinnensollten knifflige technische Fragenzum Flicken eines Fahrradschlauchesbeantworten. Nach einigenRunden (in denen sich niemand dieBlöße gab) konnte Zena sich bei einerSchätz-Frage zum Reifendruckknapp durchsetzen.Alles in allem war diese Kolumneeine extrem knappe Kiste, bei derniemand klein beigeben mochte undbei der höchste Performance gebotenwurde. Wir sagen: Hut ab! An alleTU-Frauen!2208. Dezember: Professor Sanders wird, aufgrund seiner Forschungim Bereich des Algorithm Engineering am KIT, dermit 2,5 Mio. Euro dotierte Leibniz-Preis verliehen11.Dezember: 17. UN-Klimakonferenzin Durban, Südafrika.


Innovation hautnah– im Business CampVon Christian WillDarf ich ganz kurz um eure Aufmerksamkeitbitten?Mit diesen Worten und deranschließenden Hörsaalwerbung verbindenviele Wiwis die HochschulgruppeVWI-ESTIEM. Durch dieVielzahl an Fallstudien, Exkursionenund Trainings ist beim ‚Verbunddeutscher Wirtschaftsingenieure‘,bzw. bei den ‚European Students ofIndustrial Engineering and Management‘immer viel los und es gibt immeretwas zu tun. Doch neben diesenkleineren Veranstaltungen kommenauch regelmäßig große zustande:Sei es die Hauptversammlung desESTIEM-Netzwerks diesen Frühlingmit 200 europäischen Teilnehmernoder die Seminarwoche Vision im Dezemberinklusive StraBa-Party.Jetzt haben sich die ca. 60 Aktivender Hochschulgruppe wieder etwasNeues ausgedacht: Vom 19. bis 21.Januar wird erstmalig das BusinessCamp veranstaltet. Zu diesemKreativitäts- und InnovationseventTeamworkkommen aus ganz Deutschland Mitgliederdes VWI-Dachverbandesnach Karlsruhe: 20 Studenten und10 bereits Berufstätige. Sie werdengemeinsam und in kleinen Gruppenüber drei Tage hinweg Zukunftsstrategienund Perspektivszenarien fürein Partnerunternehmen erarbeiten.Die Deutsche Bank konnte dabei alsHauptkooperationspartner für dasPionierprojekt gewonnen werden undgemeinsam wurden spannende Themenerarbeitet. So lernen die Teilnehmererst unterschiedliche Kreativitätstechnikenkennen, um diesesofort in der von der Stanford Universityentwickelte Design-Thinking-Methodik anzuwenden. Gemeinsammit der Deutschen Bank werden Vermarktungstechnikenerarbeitet, mitdenen neu entwickelte Finanzprodukteauf individuelle Kundenwünscheabgestimmt werden können.Überhaupt wird wohl bei kaum eineranderen studentischen Veranstaltungam Campus ein ähnlich engerKontakt zwischen den Teilnehmernund einem international etabliertenDAX-Konzern ermöglicht. Neben deninteressanten Trainings und Workshopszu den einzelnen Unterthemen,dürfte auch die Zusammenarbeitmit den bereits berufstätigenTeilnehmern eine neue aufregendeErfahrung darstellen.Eingebettet ist das ganze in einabwechslungsreiches Rahmenprogramm.In exklusiven Räumlichkeitenwird gearbeitet und bei abendlichenKamin- und Lokalrunden kannman sich in entspannter Atmosphärebesser kennenlernen und austauschen.Beim Business Camp ist derFokus eindeutig akademisch, weswegendie umfangreichen Partys, dieman von VWI-ESTIEM-Veranstaltungenkennt, diesmal etwas kürzerkommen. Wer könnte sich schließlichauch einen Angestellten der DeutschenBank in der Stadtmitte oderim Carambo vorstellen?So viel Innovation bewegt. Deswegenhat der Dachverband des VWI auchangeregt, das Business Camp jedesJahr ausrichten zu lassen, immer aneiner anderen der 44 deutschen Universitätenmit VWI-Hochschulgruppen.Wer an der Entstehung einessolch weitreichenden und spannendenProjekts oder auch anderer, dabeisein und gestalterisch tätig werdenmöchte, ist bei der HochschulgruppeVWI-ESTIEM jederzeit bei ihrerwöchentlichen Sitzung willkommen:Immer dienstags um 19.30 Uhr imRaum 103.2, Gebäude 20.14. Schließlichbraucht es stets frische kreativeKöpfe! Und natürlich neue Gesichter,damit sich die lieben Kommilitonenbei der oben angesprochenen Hörsaalwerbungnicht langweilen.12. Dezember: Die Fachschaft lädtzum alljährlichen Profcafé.14. Dezember: Die National Taiwan Universityrankt das KIT als die beste deutsche Universitätin Ingenieur- und Naturwissenschaften.23


Es ist eure Wahl!Vom 16. bis 20. Januar ist es mal wieder so weit! Die Wahlen für dasStudierendenparlament und die Fachschaftssprecher (Fachschaftsvorstand)finden statt.Während der ganzen Woche könnt Ihr im WiWi-Bau (20.12), in der WiWi-Bib, vor den großen Vorlesungen und im UStA-Büro in der Mensa wählen.Jede Stimme zählt, denn die Anzahl der Fachschaftssprecher hängt von euchab:• bis 300 abgegebene Stimmen: 3 Fachschaftsprecher• danach, alle 200 Stimmen ein zusätzlicher Fachschaftssprecher.Stimmen19001700150013001100900700500300FS-Sprecher11109876543Christian von Hammerstein5. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 09/10Bisher: Vorstand, Finanzen, Studienberatung, Fakultätsrat, Studienkommission, O-PhasenTutor, FOPSFünf Semester Fachschaftsarbeit und zwei Semester im Vorstand haben mir gezeigt, dassdie Arbeit für Studierende sinnvoll ist und viel erreicht werden kann. Im Fakultätsrat undder Studienkommission habe ich gelernt, dass wir als Studierende auch in offiziellen Gremienmitentscheiden können und Verantwortung übernehmen müssen.Die Vorstandzeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich würde mich freuen, wenn ich diegesammelte Erfahrung auch im nächsten Jahr im Vorstand einbringen kann.Deswegen freue ich mich über eure Stimme!Theresa Gattermann3. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 10/11Bisher: Vorstand, O-Phasen-Tutor, AK Verfasste Studierendenschaft, AK FeteSeit drei Semestern überzeugt mich das starke Team, das hinter der Fachschaft WiWisteht: das für euch täglich Sprechstunden hält und Klausuren verkauft, geile Feste und dieO-Phase organisiert, in der Studienberatung immer für eure Fragen offen ist und euch inden Fakultätsgremien vertritt. Die Fachschaftsarbeit macht Spaß und in meiner Zeit alsVorstand habe ich schon viel Erfahrung gesammelt – Erfahrung, die ich gerne in ein weiteresJahr voller Engagement einfließen lassen würde.Ich freue mich darauf – mir fehlt nur noch eure Stimme!Frederik Schneider2. Semester Master, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 10/11Bisher: AK-Fete, Begleitteam Tour-Eucor, BiMiIn den letzten 4,5 Jahren am KIT habe ich vieles erlebt und erfahren dürfen mit welchgroßem Ehrgeiz und Überzeugung sich die Fachschaft für die Belange der Studierendeneinsetzt. Diese Einstellung sowie das großartige Team der Fachschaft haben mich überzeugt,mich in der Fachschaft zu engagieren. Seit nunmehr drei Semestern bringe ich michdaher aktiv in die Fachschaftsarbeit ein und möchte mein Engagement durch die Mitarbeitim Vorstand noch weiter ausbauen. Dabei liegen mir insbesondere die Anliegen unsererMaster-Studenten am Herzen. Neun Semester und kein bisschen müde – Ich freue michüber deine Stimme!!!2416. Dezember: Farmville streicht bei seinemBörsengang 1 Milliarde Dollar ein.17. Dezember: Die 1. Hockey-Herren des KTVbesiegeln mit ihrem 6. Saisonsieg in Folge eineperfekte Hinrunde.


Lars Olsson3. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Bisher: O-Phasen Tutor 2011, Sprechstunde, AK LehreAls Tutor in der O-Phase habe ich erlebt, wie viel Spaß es macht, sich für seine Kommilitoneneinzusetzen und mit welcher Begeisterung die ganze Fachschaft daran arbeitet.Deswegen habe ich danach begonnen, mich in der Fachschaft zu engagieren.Über meine Arbeit in den Sprechstunden und im AK Lehre hinaus will ich nun auch imVorstand aktiv werden und eure Interessen mit Engagement vertreten.Deshalb bitte ich dich um deine Stimme!Sebastian Gehrlein5. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: SS 10Bisher: Kultur-I-Referent, AK Fete, AK KoMed, Kultur-II-Beauftragter, FOPS-TeamIn vier Semestern aktiver Fachschaftsarbeit habe ich sehr viele verschiedene Erfahrungengesammelt, sei es bei der Beratung von Mitstudenten in der Sprechstunde, beim Mitarbeitenan der Fachschaftszeitung, bei der geilsten O-Phase aller Zeiten und vor allem bei derOrganisation der letzten beiden Fakultätsfeste.Diese vielfältigen Erfahrungen möchte ich nun auch im Fachschaftsvorstand einbringenund so die Fachschaftsarbeit unterstützen und weiter verbessern.Und das geht am besten mit eurer Stimme für mich bei den Vorstandswahlen!Franziska Oetjen1. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Bisher: AbsolventenfeierNach der 1. Sitzung wusste ich sofort, dass ich mich in der Fachschaft engagieren wollte.Beim Seminar habe ich gemerkt, dass die Fachschaft nicht nur O-Phase und WiWi-Festebedeutet, sondern sich auch stark für uns Studenten einsetzt.Der Vorstand wäre für mich nicht nur eine Möglichkeit, mich in der Fachschaft zu engagieren,sondern auch die Chance, mich für euch einzusetzen. Als Erstie möchte ich mitneuen Ideen und einem starken Team weiter zum Erfolg der Fachschaft beitragen!Bitte unterstütze mich dabei mit deiner Stimme!David Kleinmann3. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Bisher: O-Phasen-Tutor, AK Fete, Co-Referent Rechner, SprechstundeAls O-Phasen-Tutor ist mir bewusst geworden, was für großartige Arbeit in der Fachschaftgeleistet wird und wie wichtig diese ist, damit wir erfolgreich und unkompliziertstudieren können. Daher war mir direkt klar, dass ich dazu beitragen möchte. Diese Möglichkeitsehe ich am stärksten, wenn ich mich als Vorstand einbringen kann, um mehr zubewegen und die Arbeit der Fachschaft weiter zu verbessern. Obwohl ich erst seit Kurzemin der Fachschaft aktiv bin, hoffe ich, dass ihr mir zutraut, so ein wichtiges Amt verantwortungsbewusstund mit Erfolg auszufüllen. Eure Stimme für eine erfolgreiche Zukunft!17. Dezember: Die 1. Fußball-Herren des KSC besiegelnmit ihrer 13. Saisonniederlage eine verkorkste Hinrundeund rutschen auf den letzten Tabellenplatz ab.18. Dezember: Kim Jong-Il stirbt eines natürlichenTodes.25


Svenja Huber1. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Bisher: Studienberatung, AbsolventenfeierBegonnen hat alles mit der Sitzung in der 1. Vorlesungswoche. Als frisch gebackener Erstiewollte ich mich gerne an der Uni engagieren und ziemlich schnell war mir klar, dass dieFachschaft der richtige Platz dafür ist. Von Anfang an war ich begeistert von der Arbeit,dem Team und der entspannten Atmosphäre, weshalb ich auch Pausen oft mal in der Fachschaftverbringe. Nach der Mithilfe bei „Uni für Einsteiger“ und dem Fachschaftsseminarbin ich umso motivierter mich noch mehr in der Fachschaft einzubringen und sehe alsVorstandsmitglied die beste Möglichkeit dazu. Um neue Ideen zu verwirklichen und michfür die Studierenden unserer Fakultät einzusetzen, fehlt mir nur noch eins: deine Stimme!Jonas Schlensog5. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft seit: SS 10Bisher: Referent für Klausuren, Sprechstunde, AK FeteBevor ich vor 1,5 Jahren zum obligatorischen Freibier in die 1. Fachschaftssitzung desSemesters gegangen bin, hatte ich noch keine Vorstellung davon, was eine Fachschaft eigentlichmacht und was man dort bewirken kann. Nach dieser Sitzung war mir aber klar:hier bin ich richtig! Mittlerweile verbringe ich den Großteil meiner Unizeit im und um dasFachschaftsbüro herum. Durch mein Amt als Referent für Klausuren und da mir die Arbeitund der Kontakt zu Instituten & Professoren total viel Spaß bereitet, fühle ich mich mehrals bereit, die Arbeit der Fachschaft als Vorstandsmitglied noch intensiver zu unterstützenund voranzubringen. Die Fachschaft braucht deine Stimme - und ganz besonders ich.Fabian Maleitzke1. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Bisher: BiMi im AK Fete, Leiter des AK Prof CaféAls 1. Erstie in der Fachschaftssitzung in diesem Jahr hatte ich das Gefühl „Hier gehörstdu hin!“Als Schulsprecher habe ich gemerkt, wie wichtig eine gewählte Vertretung derLernenden ist, um Interessen zu vertreten und Beschlüsse mitzurealisieren. Seit meinemVorstandsvorsitz eines gemeinnützigen Medienvereins kann ich realistisch abschätzen,wie sich das Aufgabenspektrum eines Vorstandsmitgliedes gestaltet und wie wichtig guteTeamarbeit ist. Koordinieren, den Überblick behalten, an der richtigen Stelle ansetzen –darin habe ich Erfahrung. Probleme artikulieren, Belange vorantreiben und Lösungenfinden – das ist mein Ding. Nutz meine Erfahrung, ich bin gerne „dein“ Mann im Vorstand!Zena Ballout1. Semester Master, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 09/10Bisher: O-Phasen-Tutor, FOPS, Sprechstunde, BiMi, Leitung AK KoMedVielleicht beiweist es diese Zeitung, vielleicht meine bisherige Fachschaftsarbeit, vielleichtaber auch der Programmier-Vorkurs dieses Semester – wer mich kennt, der weiß, dass ichmeine Freizeit gerne mit ehrenamtlichem Engagement für meine Kommilitonen verbringe.Und wenn ich etwas anpacke, dann ziehe ich es mit Vollgas durch. Deshalb erscheintmir ein Vorstandsamt der logische nächste Schritt in meinem Fachschaftswerdegang nachmeiner jetzigen Referatsleitung. Als Master-Studentin vertrete ich eine (schnell wachsende)Minderheit in der Fachschaft und hoffe deshalb auch auf die Unterstützung älterer Semester.Um meine Motivation in Arbeit zu stecken, brauche ich aber deine Unterstützung!2618. Dezember: Die letzten US-Kampftruppenverlassen den Irak.21. Dezember: In Baden-Würtembergwird die Abschaffung der Studiengebührenbeschlossen.


Dominik Steuer5. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: SS 10Bisher: O-Phasen Tutor 2010, AK KoMed, FS Mami WiWiSo, Kochteam SeminarNachdem ich nun 3 Semester eher kurzfristige Aufgaben, vorwiegend zum seelischen undkulinarischen Wohl übernommen habe, bin ich bereit für mehr.Die Fachschaft ist enorm wichtig für jeden Studenten, nachdem ich nun aus dem Auslandzurückkomme, bin ich bereit, meine Energie im FS-Vorstand einzubringen.Jan König5. Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft seit: SS 10Bisher: Leitung AK Fete WiWiWi/WiWiSo 2011, MItarbeit Wi² 2010, FOPS 10/11Hallo, ich bin der Jan. Ein paar von euch kennen mich vielleicht noch als die Hassfigur,die euch nachts auf den WiWi-Festen durch die Abbauschichten gescheucht hat. Das hatmir ziemlich viel Spaß gemacht. So bleibt der Vorstandsposten für mich eigentlich nur derselbstverständliche nächste Schritt, um weiterhin genauso viel Zeit in Fachschafts-Arbeitzu stecken und meinen Gottkomplex mit Zucker zu füttern.Außerdem würde es mir Spaß machen, mich neben den Festen auch mal für die Lehre amKIT zu engagieren. Da ich keine Wahlversprechen mag, mach ich auch keine.Fenja Scheu1.Semester Bachelor, WiIngIn der Fachschaft aktiv seit: WS 11/12Die Fachschaft lebt durch den Einsatz und das Engagement des Einzelnen, unabhängigvom Semester, Alter oder den bereits gesammelten Erfahrungen. Damit vor allem jederrepräsentiert wird, ist es wichtig, dass auch der Vorstand möglichst vielfältig aufgebautist. Eben diese Vielfältigkeit und auch den demokratischen Aufbau find ich sehr spannendund so würde es mich freuen, mich verstärkt in die Fachschaft einbringen zu können. DieVorstandsarbeit wäre dafür eine ideale Gelegenheit. Deswegen bitte ich dich, gib mir dieMöglichkeit, mich mit neuen Ideen und Elan in den Vorstand einzubringen, deine Belangezu repräsentieren und diese in einem starken Team durchzusetzen. Deine Stimme zählt!Was ist das Unabhängige Modell?Das Unabhängige Modell wurde von den Studierenden ins Leben gerufen, da es in Baden-Württemberg keine verfasste Studierendenschaft gibt. Es wird vom Rektor und den offiziellenStellen der Uni anerkannt. Nur durch viele Stimmen wird unsere Legitimation gegenüber derUni gesichert.Die Anzahl abgegebener Stimmen entscheidet, wie viele Fachschaftsvertreter ein Amt übernehmendürfen. Deshalb zählt jede einzelne Stimme!Nimm auch du dein Wahlrecht in Anspruch und gib uns die Möglichkeit, im Universitätslebenmitzumischen. Wir danken dir für deine Unterstützung und freuen uns auf die Amtszeit2012/2013!22. Dezember: Die französische Nationalversammlungnimmt ein Gesetz an, das die Leugnung eines Völkermordesan den Armeniern im Osmanischen Reich unter Strafe stellt.01. Januar: 10. Jahrestag derEinführung des Euros in zwölfStaaten der EU.27


Der große MittagstischtestWir haben für euch Alternativen zu Oxford, Stövchen & Co.gesucht, gefunden und getestet.Trompeter von Säckingen(italienisch & regional)AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungKaiserallee 97,90 € (9,70 €)06:29 min1500m7 von 105 von 10Thai Tong (thailändisch)Viva-Restaurant (vegetarisch)AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungKaiserstraße 1683,90 € (5,20 €)Buffet1100m7 von 101 von 10AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungLammstraße 7a8,00 € (9,50 €)Buffet800m7 von 107 von 10


La Rose (syrisch)AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungAkademiestraße 324,50 € (5,00 €)12:14 min900m7 von 106 von 10Amici (italienisch)AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungWaldstraße 304,90 € (6,80 €)14:57 min600m9 von 102 von 10Continent (indisch)AdressePreis (mit Getränk)WartezeitEntfernungGeschmackAttraktivität derBedienungKaiserstraße 1096,90 € (8,30 €)Buffet550m6 von 10kein Kommentar


Pokern als BerufVon Hannah BakkerTsubasa Manabe, 24, hat letztesJahr seinen Bachelor Abschlussin Wirtschaftsingenieurwesenam KIT gemacht. Doch im Gegensatzzu anderen Studenten hat er danacheine Karriere als Pokerprofi begonnen,einen Job, durch den er bereitssein Studium finanzieren konnte…Wi²: Zunächst einmal, wo und in welchemAlter hast du Poker spielen gelernt?TSUBASA: Angefangen mit dem Pokernhabe ich mit 19 während meinesAbiturs. Ich habe im Fernseheneine Werbung von einer Online-Pokerschulegesehen. Die haben damitgeworben, dass es ein Strategiespielist. Ich war zwar zunächst eherskeptisch, aber es hat dann funktioniert.Man bekommt dort Strategieartikelund -videos. Über diese Seitehabe ich gelernt und war dann auchnach kurzer Zeit überzeugt, dass esein Strategiespiel ist. Ist es ja auch,sonst gäbe es schließlich keine Profispieler,die damit nachhaltig Geldverdienen.Wi²: War die Schule gebührenpflichtig?TSUBASA: Die Schule ist zunächstkostenfrei. Allerdings zahlt man dasin Form von Gebühren zurück, dieman für die Pokerschule erspielt.Man bekommt dort ein Startguthabenvon 50 $, die man natürlich nochnicht sofort auszahlen kann. Mit denenkann man erst einmal ein bisschenrumprobieren. Unterm Strichkostet es also nichts und ich für meinenTeil habe auch nie wieder etwaseingezahlt.Wi²: Und für alle, die jetzt auch Interessehaben: Wie heißt diese Seite?TSUBASA: Pokerstrategy.com. Sieist in der Pokerscene auch relativ bekannt.Wi²: Das war ja dann kurz nachdem2006 Casino Royal in die Kinos kam.Hat Daniel Craig dich mit seinemeleganten Pokerspiel eventuell in derEntscheidung mit dem Pokern zu beginnen,beeinflusst?TSUBASA: Eigentlich eher weniger.Ich hatte das Spiel an sich früherals Gambling (Glücksspiel, Anm. d.Red.) abgestempelt und daran habeich überhaupt kein Interesse. Ichwurde so erzogen, dass Gambling perse als schlecht angesehen wird. DieTatsache, dass es ein Strategiespielsein soll, hat mich gereizt. Das hatmich zum Pokerspielen gebracht undnichts anderes.Wi²: Du sagst also, dass dich derstrategische Aspekt des Spiels überzeugthat. Hast du früher auch schonStrategiespiele gespielt?TSUBASA: Ja, ich habe, wenn gleichnicht extensiv, auch früher schon immergerne Strategiespiele gespielt.Zum Beispiel gibt es in Japan eineForm von Schach, bei der man geschlageneFiguren wieder einsetzendarf. Das habe ich immer gerne gespielt.Auch mein Vater hat früheranscheinend schon gerne semi-professionellspielbare Strategiespielegespielt.Wi²: Pokert Daniel Craig in CasinoRoyal gut?TSUBASA: Ich habe den Film nichtmehr so genau in Erinnerung, aberdie Pokerszene war wahrscheinlichso, dass gute Hände aufeinandertreffen. So etwas passiert sehr seltenund in diesen Situationen kann manmeist nicht anders spielen. Deshalbkann ich da keine Aussagen treffen,ob die Leute, die involviert waren,gut gespielt haben.Wi²: Spielst du auch live am Tischoder eher online?TSUBASA: Mittlerweile spiele ichwieder primär online Poker. In denletzten sechs Monaten nach meinemAbschluss habe ich nur live gespielt.Ich bin in Europa herumgereist undwar auch ein paar Mal in Las Vegasund habe Turniere besucht. Onlinespiele ich primär Pot Limit Omaha.Das ist eine Variante von TexasHold‘em, nur mit vier Karten, insgesamtein bisschen komplexer undweniger gelöst. Live spiele ich allerdingsHold’em.Wi²: Würdest du sagen, dass Online-Poker einfacher ist, weil die anderenMitspieler nicht in dein Gesicht sehenkönnen?TSUBASA: Das gleiche gilt ja auchfür den Gegner. Pauschal kann manwohl sagen, dass Online-Poker mittlerweiledeutlich härter ist. Dashängt mit vielen Faktoren zusammen.Zum einen gibt es online wenigeFreizeit- und mehr professionelleSpieler. Zudem spielt man im Online-Poker wahrscheinlich die sieben- bisachtfache Menge an Händen, dieman beim Live-Poker spielen würde.Dadurch kristallisiert sich ziemlichschnell heraus, wer verliert undwer gewinnt. Denn trotz der Tatsache,dass Poker auf kurze Sicht einGlücksspiel ist: Auf lange Sicht verlierendie schlechten Spieler. Undda man diese lange Sicht online vielschneller erreicht als live, hängenüber kurz oder lang nur noch die besserenSpieler online rum.Wi²: Auf welche Zeichen und Signaleachtest du beim Online-Poker?TSUBASA: Abgesehen vom Setzen?Wi²: Ja, siehst du dir z.B. an, wie langeder Gegner überlegt?3011. Januar: Vor 90 Jahren wurde erstmalsein Diabetes-Patient in Toronto mit Insulinbehandelt.15.Januar: Verleihung der 69. GoldenGlobe Awards findet statt.


TSUBASA: Das kann ein kleinerFaktor sein, ja. Allerdings werdendie nebensächlichen Aspekte des Pokers,wie den Gegner lesen, Emotionenzeigen oder eben auch nicht vonder großen Masse erst mal deutlichüberschätzt. Ich würde sagen, dassich solche Faktoren auch live vielleichtzu maximal 5% in Erwägungziehen würde. Ich sehe Online-Pokereher als die reine Form von Poker.Wi²: Hast du ein Pokerface? WelcheFähigkeiten machen dich zu einemerfolgreichen Pokerspieler? Setzt dudiese Fähigkeiten auch Im Alltagein?TSUBASA: Pokerface...ja, habe ichbestimmt. Ich reagiere einfach nurnicht am Tisch und versuche so wenigeInformationen wie möglichrauszugeben. Ansonsten habe ichseit meiner Kindheit immer auchleistungsmäßig Sport betrieben, wodurchich viel Ehrgeiz und Disziplinhabe, und weiß, dass man sich haltauch in den Arsch treten muss, umwas zu erreichen. Dies hilft mir beimPokern, aber natürlich auch im Alltag.Andersherum habe ich beim Pokerngelernt, relativ unabhängig vonmeinen Resultaten zu agieren. Es istso, dass du im Poker wegen der Varianznicht von den Resultaten aufdie Qualität deines Spiels schließenkannst. Und im Leben ist es jamanchmal auch sehr ähnlich – dugibst dein Bestes, mehr kannst dunicht tun, um die Resultate zu beeinflussen.Wenn ich irgendwo jetztmein Bestes gegeben habe und trotzdemirgendwas nicht klappt, dannnehme ich das wahrscheinlich lässigerhin als andere Menschen.Wi²: Wann hast du gemerkt, dass dumit dem Pokern genug Geld für deinStudium verdienen kannst?TSUBASA: Direkt Ende 2007 hatteich meinen Eltern gesagt, dass ichkein Geld mehr von ihnen brauche.Das war ca. sieben Monate nachdemich angefangen hatte, Poker zu spielen.Da haben meine Eltern aucherstmal ein bisschen geguckt.Wi²: Hast du deinen Eltern auch direktvom Pokern erzählt?TSUBASA: Ja klar.Wi²: Und das fanden die okay?TSUBASA: Ja, also solange ich dasStudium nicht vernachlässigt habe,fanden sie es voll in Ordnung. Obsie es begrüßen, dass ich jetzt Pokerprofigeworden bin, weiß ich nichtso genau. Aber meine Eltern hattenimmer die Politik, dass die Kinder,sobald sie 18 wurden, selbst für ihreTaten verantwortlich sind. Sie sinddem Poker gegenüber auf jeden Fallnicht negativ eingestellt.Wi²: Du hast gesagt, dass du mit demGeld der Pokerschule angefangenhast. Bist du irgendwann auch überden Kreis dieser Schule hinausgegangen?Hast du da dann eigenes Geldgesetzt? Oder für andere gespielt?TSUBASA: Ja, also das wird nuneher komplex. Eigenes Geld habe ichnie gesetzt. 50 Dollar habe ich bekommen,die habe ich vermehrt undnur damit gespielt. Außerdem warich im gesponserten Team von Pokerstrategy.In der Regel funktioniertdas so, dass die Firma die Startgelderfür größere Turniere zahlt undsie dementsprechend einen großenAnteil meiner Gewinne bekommen.Nennt sich Staking Deal. Und ja,die größeren Live-Turniere habe ichfast alle über dieses Sponsoring gespielt.Hätte ich das Angebot nichtgehabt, hätte ich aber viele davonwahrscheinlich nur mit meinem Geldgespielt.Wi²: Also dein Risiko bei diesen Angebotenist einfach nur, dass du beimnächsten Mal kein Angebot mehr bekommenkönntest?TSUBASA: Genau. Also finanzielleRisiken habe ich nicht, allerdingsgewinne ich halt auch weniger, weilmein Share (Gewinnanteil, Anm. d.Red.) nicht so groß ist.Wi²: Bist du risikofreudig beim Pokerspielen?TSUBASA: Beim Pokerspielen versucheich mich möglichst risikoneutralzu verhalten und nur nach Erwartungswertzu gehen. Abseits desSpiels bin ich wahrscheinlich einziemlich risikoscheuer Mensch.Wi²: Du hast dein Studium bereitsdurch das Pokern finanziert. Wie vieleStunden am Tag hast du dafür imSchnitt pokern müssen?TSUBASA: Pokern müssen wahrscheinlichkaum. Gepokert habeich… keine Ahnung, du kennst ja dasStudentenleben. Drei Monate nichtsmachen, drei Monate nur in der Bibhocken und lernen. Und in den dreiMonaten, in denen ich gelebt habe,habe ich vielleicht im Schnitt dreiStunden am Tag gespielt. Um michüber Wasser zu halten, hätte ichwahrscheinlich nur so einmal proWoche drei bis vier Stunden spielenmüssen.Wi²: Würdest du sagen, dass Pokerndeine Leidenschaft ist, oder ist esauf Grund deines Talents eher Mittelzum Zweck?TSUBASA: Am Anfang hat mir Pokernziemlich viel Spaß gemacht.Und um gut zu werden muss manglaube ich auch eine gewisse Leidenschaftmitbringen. Allerdings ist diebei mir mittlerweile ziemlich verflogen.Und es ist auf jeden Fall Mittelzum Zweck geworden, um meine Lebensziele– ich weiß noch nicht wasdie sind – zu erreichen. Ich könntedas Pokern aber nicht mein Lebenlang als Job betreiben, weil ich ebenprimär anderen Menschen das Geldaus der Tasche ziehe. Ich will schonirgendwann etwas Produktives undfür die Gesellschaft Sinnvolles machen.Wi²: Gab es auch mal Zeiten in denendas mit dem Pokern nicht so gut lief?Zum Beispiel auch während des Studiums?Wann? Warum?TSUBASA: Ob es die gab? Natürlichgab es die. Poker ist einfach ein Spielmit extrem großer Varianz. Wanngenau das war, weiß ich jetzt nichtmehr. Es ist eben in der Natur desSpiels, dass so viel Varianz dabei ist– plus, wenn es eben nicht gut läuft,dann spielt man tendenziell auchschlechter, was den Effekt noch verstärkt.Aber solange man nicht broke(pleite, Anm. d. Red.) geht – und dassollte man nicht, wenn man mit seinemKapital relativ gut umgeht – gehörtdas einfach dazu.Wi²: Warst du schon einmal an demPunkt, an dem du mit dem Spielenaufhören wolltest?TSUBASA: Das ist eine gute Frage.Wenn ich jetzt finanziell ausgesorgthätte, dann würde ich sofort aufhören.Allerdings mit dem pokern aufhören,weil es schlecht lief, diesenDrang hatte ich noch nie. Mein Zielist jetzt erst mal so viel Geld zu machenwie möglich, in einer bestimmtenZeit, die ich mir gegeben habe.Und wenn das nicht klappt, ist auchokay.Wi²: Wie viel Zeit hast du dir gegeben?TSUBASA: Also ich hab mir jetzt einZeitfenster von einem Jahr gegeben16.-20. Januar: Wahlen zum Fachschaftsvorstand19.Januar: Das WiWiWi rockt die Stadt.31


und wenn ich zu diesem Zeitpunktein bestimmtes Level erreicht habe,dann spiele ich wahrscheinlich weiter,weil es eben finanziell auf diesemNiveau ziemlich lukrativ ist. Wennich dieses Niveau aber nicht erreiche,werde ich wahrscheinlich Pokerkomplett an den Nagel hängen undmich wieder dem Studium widmen.Wi²: Verrätst du auch welchen Leveldu anstrebst?TSUBASA: Ich spiele primär CashGame und wenn ich Pot Limit Omaharegulär 5000 (d.h. mit 5000$ Buy-Inam Tisch sitzen, was einem Big Blindvon 50$ entspricht, Anm. d. Red.)oder höher spielen kann, werde ichwahrscheinlich weiter spielen.Wi²: Wie schafft man es, sich immernoch fürs Studium zu motivieren,wenn man bereits schnell und leichtGeld verdienen kann? Hast du dieUni auch mal für das ein oder andereTurnier schleifen lassen?Pot Limit Omaha ist eine Variante vonTexas Hold’em und folgt dem gleichenSpielablauf. Im Unterschied zu TexasHold‘em bekommt jeder Spieler vierKarten. Eine Omaha-Hand bestehtimmer aus genau zwei der vier Karteneines Spielers und genau drei der fünfGemeinschaftskarten.Ein Cash Game ist die normale Art, dasKartenspiel Poker zu spielen. Im Gegensatzzum Turnierpoker wird hierbeidirekt mit Bargeld (bzw. mit, in Bargeldtauschbaren, Jetons) gespielt und Spielerkönnen jederzeit ins Spiel einsteigenoder den Stack ausbezahlen lassen undden Tisch verlassen.TSUBASA: Ja, irgendwie hab ich‘sgeschafft. Es war auf jeden Fall sehr,sehr schwierig. Nach dem erstenJahr hatte ich auch mit dem Gedankengespielt, mein Studium abzubrechen.Zurückblickend wäre es finanziellauch ziemlich sicher die bessereEntscheidung gewesen, hätte ich vorzwei Jahren schon professionell gespielt.Denn das Spiel hat sich weiterentwickeltund heutzutage ist esdeutlich schwieriger Geld zu machen,als noch vor zwei, drei Jahren. Aberda hat mich doch die Vernunft wachgerüttelt. Und so ein Wiwi-Abschlussin Karlsruhe ist ja auch etwas Wertund mehr als nur ein back-up. Obich die Uni für das ein oder andereTurnier habe schleifen lassen? Ja,definitiv. Ich war im Semester sehroft weg und habe entweder Poker gespieltoder war auch im Urlaub.Wi²: Was genau könntest du dir nachdem Poker noch vorstellen?TSUBASA: Weiß ich selber noch nichtso ganz genau. Ich bin mir nicht sicher,ob ich einen ganz normalen Jobausüben kann. So einen 0-8-15 Job,bei dem ich 40 Stunden im Büro sitze.Mein Job jetzt ist super flexibel.Ich kann mir alles selbst einteilen.Das fängt schon bei meinem Schlafrhythmusan. Weil die Spiele ehernachts laufen, ist der nämlich ziemlichkaputt. Wenn ich jetzt Lust habeirgendwas zu machen, dann kann ichdas machen. Wenn ich mal gar keinenBock habe zu arbeiten, dann ruf ichein paar Freunde an und arbeite dafüram nächsten Tag mehr. Ich weißnicht, ob ich ein guter Arbeitnehmerwäre, der dem Chef so gut gehorcht.Mein Berufsbild, das ich ausübenwollen würde, wäre schon selbstständigoder sehr nah dran. Aber erst malmöchte ich sowieso noch weiter studieren.Wi²: Pokern ist ein Glücksspiel undsomit besteht ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko.Hast du schon einmaleine Situation erlebt, in der du eineAbhängigkeit verspürt hast? Glaubstdu, du könntest von heute auf morgenaufhören zu pokern?TSUBASA: Ja, das ist so eine Frage,die man immer gestellt bekommt,wenn man sagt, man spielt Poker.Die Sache ist: Ich denke, wenn manabhängig wäre, könnte man keinWinning Player (Spieler, der langfristigGeld verdient, Anm. d. Redaktion)sein, weil man dann eben nichtmehr auf rationaler Ebene denkenkann. Deshalb habe ich noch nie eineAbhängigkeit verspürt und ich könnteauch von heute auf morgen aufhören.Die Sache ist aber die: Ich könntezwar aufhören, aber finanziell gibtes mir so viele Mittel, dass es nichtleicht fällt. Auch falls ich wieder studierensollte…Wi²: Welche Pokerrunde in Karlsruhewürdest du Pokerfreunden empfehlen?TSUBASA: Da kenne ich mich ehrlichgesagt überhaupt nicht aus. Ichhab schon ein paar Freunde die Pokerspielen, aber das ist alles eherintern. So öffentliche Runden kennich kaum. Aber was ich sagen kann:Von diesen Sachpreisturnieren, diein irgendwelchen Kneipen veranstaltetwerden, würde ich die Finger lassen,da ist die Payback Rate extremniedrig.Wi²: Noch einen Tipp für Leute diejetzt auch mit dem Pokern anfangenwollen?TSUBASA: Aus meiner Sicht ist Pokernkein Hobby mehr. Und um esals Zeitvertreib zu machen, ist esauch einfach zu schade. Da gibt esviel schönere Dinge, die man machenkann.Allerdings kann wahrscheinlichmit Ehrgeiz und Anstrengung jederKarlsruher Wiwi Student zumindestseinen Lebensunterhalt damitverdienen, wenn er denn genug Zeitinvestiert. Und wenn jetzt jemandmit dem Pokern anfängt, dann würdeich auch empfehlen, das richtig zubetreiben, weil da eben finanziell relativviel Potential da ist. Allerdingsfinde ich es ein bisschen schade,wenn man zu viel Zeit investiert undandere Sachen vernachlässigt. Dashab ich unter meinen Pokerbekanntschaftenschon manchmal gesehen.Wi²: Glaubst du, dass die Gefahr daist, dass Leute sich in dieser Pokerwelteinfach verlieren?TSUBASA: Die ist auf jeden Fallda. Das ist auch verbunden mit demvielen Geld, dass man da verdienenkann. Manche Leute haben den Bezugzu Geld einfach komplett verloren.Sieht man halt, wenn man zusammenin Vegas ist und viel Geldausgeben kann.Wi²: Du sagst „kann“, heißt das dumachst es nicht?TSUBASA: Es hat wahrscheinlichgeholfen, dass ich ständig mit Studentenzusammen war in den letztenJahren. Man wird schon ein bisschenlaxer mit Geld. Gerade, weil man vielgrößere Summen gewinnt oder verliert.Aber ich denke und hoffe, dassich noch relativ normal gebliebenbin.Wi²: Ein letzter Tipp!Beim Pokern immer auf lange Sichtund nicht auf kurze Sicht.3212.Februar: Ende der Vorlesungszeit des Wintersemesters 2011.Wir wünschen viel Erfolg bei den Klausuren!


Wi² witzig...Social Media Snakes and LaddersSpielanleitung:Jeder Spieler beginnt mit einer Spielfigur auf dem Startfeld. Es wird reihum gewürfelt, das Ergebnis gibt an, wie vieleFelder sich die Spielfigur vorwärtsbewegen darf. Endet ein Zug auf dem Anfangsfeld einer Leiter, wird sie auf derenEndfeld vorgesetzt. Endet er auf einer Schlange, wird sie auf deren Endfeld versetzt, das wieder näher am Anfangsfeldliegt. Sieger ist, wer zuerst das Zielfeld erreicht.16. April: Das Sommersemester 2012 beginnt.33


ImpressumHerausgeber:Fachschaft Wirtschaftswissenschaften KIT,Kollegium am Schloss, Raum 001.Redaktion:Zena Ballout, Tom Stähr, Philippe Lehmann,Patrick Novinsky, Philipp Arlt, Clemens Fauvel,Hannah Bakker, Viola Trippe, Kim NordmannEmail: komed@fachschaft.orgWeb: www.fachschaft.orgV.i.S.d.P.: Fachschaft WiWi Kasse e.V.Layout: Tom Stähr, Zena BalloutLektorin: Linda KlossDruck: Alinea Digitaldruck GmbH, DresdenAuflage: 600 Stk.Erscheinungsdatum: Januar 2012BildnachweisSeite 1:Titelbild: “Ich bin dann mal hier.” ©Tom StährSeite 6:Foto von Tobias Lindner: Tobias_Lindner_MdB @lindner-suedpfalz.deSeite 9:Schweizer National Flagge: eigene ZeichnungSeite 10/11:Fotos von Lena und Zena: ©Tom StährSeite 12:Pioniergarage Logo: Mit freundlicherGenehmigung von PionierGarage e.VGruppenfoto Pioniergarage: Mit freundlicherGenehmigung von PionierGarage e.VSeite 13:Gruppenfoto Pioniergarage: Mit freundlicherGenehmigung von PionierGarage e.VSeite 14:Eucor Logo: @ eucor-uni.orgSeite 15:Fachschaftslogo: Logo der Fachschaft Wiwi - KITGruppenfoto: ©Fachschaft Wiwi - KITSeite 16:I love moustache: @ rupee-rallye.deSeite 17:Foto vom Mercedes SLS: ©Philippe LehmannSeite 18/19:Luftaufnahme vom Karlsruher Schloss:©Fachschaft Wiwi – KITSeite 20:Hörsaal-Foto: ©Fachschaft Wiwi - KITStatistik: FrauenAKTIV @ sozialministerium.baden-wuerttemberg.deSeite 21:We can do it: @ google, bzw. http://4.bp.blogspot.com/_XJ7Ccqq4_yE/TSDm0y-Sw5I/AAAAAAAAA8w/oaVOpcLlQlY/s1600/Rosie.jpgSeite 22:Philippe und Charlotte: ©Philippe LehmannEinsamer Strand mit Blick auf die Altstadt vonDubrovnik: ©Philippe LehmannSeite 23:Kriegsspuren an einem Haus in Sarajevo:©Philippe LehmannStraßenbahnen in Belgrad aus zweiter Hand:©Philippe LehmannSeite 24-27:Kandidatenfotos: ©Fachschaft Wiwi – KITSeite 28/29:Satellitenbild Karlsruhe: Von Google MapsSeite 30:Gruppenfotos: Mit freundlicher Genehmigungdurch VWISeite 31:Tsubasa Manabe bei der World Poker Tour Vienna:©Tsubasa Manabe


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