Ich singe Dir mit Herz und Mund - Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel

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Ich singe Dir mit Herz und Mund - Ev.-luth. Kirchengemeinde Varel

Nr. 2 - Juni bis August 2012

MAGAZIN DER EV. LUTH. KIRCHENGEMEINDE

Ich singe Dir

mit Herz

und Mund

Sommerkirche mit Liedpredigten

Liedpredigten

L edpredigten


INHALTSVERZEICHNIS

Was ist die Zeit?

Nur ein Ticken im Klang der Ewigkeit

„ Die Zeit läuft mir weg “ ,

denkt der Mensch und hetzt

sich durch sein Leben. Als ob

er die Zeit oder den Wind aufhalten

und einfangen könnte.

Keine Zeit. Jeden Tag: Ich

habe keine Zeit. Oft ist auch

die Zeit des Sommers und des

Urlaubes verplant.

„ Alles hat seine Zeit “ , heißt

es in der Bibel im Buch Kohelet.

Alles – hat seine Zeit.

Also - Zeit ist da. Reichlich

und für alles Leben. Ich habe

Zeit. Jede und jeder hat seine

Zeit. Und Zeit ist immer geschenkte

Zeit - wie unser Leben

geschenkte Zeit ist. Zeit

ist da, sie läuft mir nicht weg.

Wer das vergisst und nur noch

eilt und hetzt, verliert Leben.

Alles hat seine Zeit - der Kuss

und die Arbeit. Das Lachen

und Weinen. Essen und Trinken

in der Gemeinschaft oder

allein. Das Empfangen und

das Tun. Sicher gibt es immer

wieder Zeiten, in denen viel

zu tun ist. So ist das eben.

Auch ein bisschen Zeit

für sich selbst:

Pfarrer im Ruhestand Hans-

Joachim Jürgens hat noch

viele Ideen im Kopf.

Seite 8

Darauf kann man sich

einstellen und entsprechend

organisieren. Doch ist es nicht

notwendig, das „viel zu tun“

auch noch in Hetze und Stress

zu kleiden.

„ Alles hat seine Zeit “ . Ich ha-

be den Eindruck: Manche finden

es schick, keine Zeit zu

haben. Wichtig, wichtig. Andere

haben das Gefühl, ich

bin nur wichtig und etwas

wert, wenn ich mich ununterbrochen

abrackere. Ich muss

mir mein Recht zu leben täglich

beweisen und verdienen.

Doch Leben ist vor allem anderen

Geschenk. Und ich bin

von Gott geliebt, lange bevor

ich mich liebenswert gemacht

habe. Wir leben doch im

Rhythmus von Einatmen und

Ausatmen, Empfangen und

Tun. Dem entspricht der

Rhythmus von Ruhe und Arbeit,

Feiertag und Alltag.

In diesem Sinne wünsche ich

allen eine schöne Sommerzeit

Ihr Pastor Peter Löffel

„Zukunft einkaufen“:

Das Pilotprojekt im Kirchenkreis

zum fairen Handel

und Einkauf ist auch in unserer

Gemeinde aktiv.

Seite 9

AKTUELLES

Das Ortskirchgeld bleibt

in der Gemeinde 4

THEMA

„Ein Land, das ich dir

zeigen will“ 10

JUGEND

„Handelt selbstbewusst

und bedacht“ 12

BILDUNG

„Es braucht ein

ganzes Dorf, ... “ 13

KIRCHENMUSIK

Wiedersehen beim

Orgelsommer 14

GOTTESDIENSTE

„Kirche am Deich“ 11

Ich singe Dir mit Herz

und Mund“ 15

Wiedersehen beim

Orgelsommer:

Zahlreiche berühmte Organisten

werden bei der internationalenVeranstaltungsreihe

zu Gast sein. Seite 14

VAREL

Tiefer Ernst und

große Freude 19

BÜPPEL

Gemeindeausflug 21

DANGASTERMOOR

Glocke ist Spitze

im Netz 23

OBENSTROHE

Anders auf jeden Fall 25

SENIOREN

Leben im Alter kann so

vielseitig sein 27

DIAKONIE

Meyerholzstift putzt

sich heraus 31

Titelbild: Dietmar Immel

Meyerholzstift putzt

sich heraus:

Im Juni wird der 40. Geburtstag

dieser Altenhilfeeinrichtung

gefeiert.

Seite 31

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

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AKTUELLES

1393 Stimmen für den neuen Gemeindekirchenrat

Beteiligung leicht gestiegen - Ergebnisse mit Spannung erwartet - Von Wolfgang Müller

Die schlechte Nachricht zuerst:

Die Wahlbeteiligung bei der Gemeindekirchenratswahl

in Varel

hat nicht die gewünschten 15

Prozent erreicht. Und nun die

gute: Sie lag mit 11,79 Prozent

um 1,55 Punkte höher als noch

vor sechs Jahren. Und das ist

den neuen Kandidaten Ansporn

für die nächsten sechs Jahre -

nach dem Motto: "Nach der

Wahl ist vor der Wahl"...

Den neuen Gemeinderat mit

Leben erfüllen wollen alle 23

Kandidaten, die sich bereit erklärt

hatten, für das Ehrenamt zu

kandidieren. Direkt gewählt

wurden (in alphabetischer Reihenfolge)

13 von ihnen:

im Bezirk Varel: Peter Brunken,

Johanna Ellenbeck, Dr.

Jens Ganse-Dumrath, Dörte

Hobbie und Wolfgang Müller;

im Bezirk Büppel: Sandra Ludwig

und Ursula Schlörholz;

im Bezirk Dangastermoor:

Ingrid von Minden, Birgit Oltmanns

und Egon Schröder;

Schon früh Kontakt zur Kirche

„Auf jeden Fall etwas für Familie,

Kinder und Jugendliche tun“

- das hat sich Sandra Ludwig

vorgenommen, die erstmals für

den Gemeindekirchenrat kandidierte

- und in ihrem Bezirk

Büppel mit den meisten Stimmen

gleich zur Senkrechtstarterin

avancierte. 33 Jahre jung, hat

die neu gewählte „ Älteste“ nie

den Kontakt zur Kirche verloren.

In der Kinderkirche hat sie

sich gleich nach der Konfirmation

engagiert und ist ihrer Gemeinde

auch später immer treu

geblieben.

Als Pastor Tom O. Brok sie

auf das Amt im Kirchenrat ansprach,

hat sie nicht lange überlegt:

„Warum nicht?“ sagte sie

sich, und hatte auch keine Sorge

davor, Familie mit Ehemann und

Für den Vareler Bezirk zählte der Wahlvorstand mit (v.l.) Karl-

Friedrich von Knorre, Margarete Eichenlaub, Ruth Simon, Elly

Frambach und Hans-Jörg Bettex die Stimmen aus. Bild: Dietmar Immel

im Bezirk Obenstrohe: Hartmut

Guddat, Stephanie Malek

und Claudia Menze.

Berufen wurden in der April-

Sitzung des Gemeindekirchenrates

Heidrun Bleß, Karl-Heinz

Frische, Tanja Splitthoff, Leif

Walther und Klaus Engler.

Sandra Ludwig aus Büppel

will sich engagieren.

zwei Kindern im Alter von drei

und sechs Jahren, den Beruf als

Schulsekretärin und das Ehren-

Diese 18 "Ältesten" werden

gemeinsam mit der Pastorenschaft

in den nächsten sechs

Jahren die Geschicke der Gemeinde

leiten und in Bau- ebenso

wie in Personalangelegenheiten

entscheiden und das kirchliche

Leben mitbestimmen. Sie

amt „unter einen Hut zu kriegen

- die Familie spielt mit, dann

geht das.“

Und gerade die Familien

sind es auch, die ihr am Herzen

liegen: „Schon lange vor der

Konfirmationszeit sollten die

Kinder den richtigen Bezug zur

Kirche bekommen.“ In welchen

Ausschüssen sie mitarbeiten

möchte, darüber hat sich Sandra

Ludwig noch keine Gedanken

gemacht, „das hat ja noch Zeit

bis zur konstituierenden Sitzung“.

Mit dem Spitzenergebnis bei

der Gemeindekirchenratswahl

hat sie übrigens nicht gerechnet,

„aber als bei der Wahlparty mein

Name fiel, da habe ich mich natürlich

schon sehr gefreut.“

Wolfgang Müller

setzen dabei auch auf die Mitwirkung

der nicht direkt gewählten

Kandidatinnen und Kandidaten,

die als beratende Mitglieder

in allen Sitzungen willkommen

sind. Mit ihrer Kandidatur hatten

sich dafür neben den Gewählten

und Berufenen zur Verfügung

gestellt: aus Varel

Gerhard Rieken und Alexander

Wiebe, aus Büppel Dr. Christoph

Thoma und Helmut Wildvang,

aus Dangastermoor Michael

Karußeit sowie aus Oben-

strohe Christian Pilat und Wolfgang

Wechmann.

Insgesamt gaben in der Kirchengemeinde

Varel 1.393

Wählerinnen und Wähler ihre

Stimme ab, 11.820 waren wahlberechtigt.

Nur insgesamt 16

Wählerinnen und Wähler unter

18 Jahren beteiligten sich. Die

höchste Wahlbeteiligung gab es

mit 12,92 Prozent im Bezirk

Büppel, die geringste mit 9,78

Prozent im Bereich Obenstrohe,

dazwischen liegen Varel (12,26)

und Dangastermoor (12,11).

Trotz der erfolgreichen Kandidatur

zweier junger Mütter im

Alter von 31 und 33 Jahren ist

das Durchschnittsalter der gewählten

Bewerber/innen gegenüber

2006 leicht gestiegen,

nämlich von 50,96 auf 51,85.

Die "ältesten Ältesten" im neuen

Gremium sind 68, 65 und 61

Jahre alt.

Die mit Spannung erwarteten

Wahlergebnisse verkündete

Klaus Engler, Vorsitzender des

amtierenden Gemeindekirchenrates,

erstmals auf einer gemeinsamen

Wahlparty im Vareler

Gemeindehaus - bei Bockwurst

und Kartoffelsalat.

Der Wahltag selbst verlief

ohne besondere Vorkommnisse,

aber doch mit guten Ergebnissen.

So gab es während der gesamten

Wahlzeit im Vareler Gemeindehaus

neben einem musikalischen

Programm Kaffee, Tee

Weiter auf Seite 4.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

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4

AKTUELLES

„Zusammen über Grenzen schauen“

Vor fast drei Jahren zog Stephanie

Malek mit ihrer Familie -

Ehemann und zwei Töchter -

nach Obenstrohe: Kindergarten,

Schule, Sportverein und Kirche

in nächster Nähe. - Also mittendrin!

„Hier haben wir nicht nur

örtlich sondern auch kirchlich

1393 Stimmen …

Fortsetzung von Seite 4

und Kuchen; den hatten die

Bewerberinnen und Bewerber

gebacken; knapp 130 Euro wurden

damit für einen guten

Zweck eingenommen.

In Obenstrohe war das Wahllokal

im Keller untergebracht -

aufgrund der Baumaßnahme, die

der Wahlvorstand auch für die

Wahlbeteiligung verantwortlich

macht, "die gerne höher hätte

ausfallen können", so Wolfgang

Busch. Der Wahlvorstand sei

von Elsa Wagenknecht und

Heike Timmermann "hervorragend"

mit Kaffee, Tee und

Kuchen versorgt worden, "und

zwar so reichhaltig, dass einige

Wähler/innen auch noch daran

teilhaben konnten. Die wiederum

haben uns die Wahlzeit bis

17 Uhr kurzweilig mit einem

‘kleinen Klöönsnack’ überbrückt."

Wolfgang Müller

Das Ortskirchgeld bleibt in der Gemeinde

Gottesdienste, Gesprächskreise,

Seniorenkreise, die Kinderfreizeit

in Ahlhorn, der Konfirmandenunterricht

– dies sind nur einige

der vielfältigen Dienste

und Angebote in den Gemeindebezirken

Büppel, Dangastermoor,

Obenstrohe und in der

Stadt. Getragen wird die Gemeinde

zu einem guten Teil

durch die Kirchensteuer.

Das freiwillige Ortskirchgeld

kann darüber hinaus Ihr direkter

Beitrag sein, um die Gemeinde

in ihrer regelmäßigen Arbeit zu

unterstützen und ihr für zukünftige

Vorhaben den Rücken zu

stärken.

Die Höhe dieses Beitrages

bestimmen Sie selbst. Ihr Geld

bleibt in der Gemeinde. Über

seine Verwendung befindet der

Gemeindekirchenrat.

eine Heimat gefunden, denn

Glaube hat uns schon immer

bewegt“.

Zuvor war Stephanie Malek

in einer Studierendengemeinde

aktiv, bei den Baptisten und Methodisten

hat sie 'mal hineingeschaut.

In Obenstrohe schließ-

Wir erbitten das freiwillige

Ortskirchgeld von denjenigen,

die der evangelisch-lutherischen

Kirchengemeinde Varel angehören.

Wir freuen uns aber darüber

hinaus über jeden, der das Gemeindeleben

vor Ort finanziell

unterstützen möchte.

Spenden bitten wir auf das

Konto der Evangelisch-lutherischen

Kirchengemeinde Varel

LZO Varel - BLZ 280 501 00 -

Kto. Nr. 52 430 303 einzuzahlen.

Der freiwillige Ortskirchgeldbetrag

ist, wie auch die

Landeskirchensteuer, bei der

jährlichen Steuererklärung als

Sonderausgabe absetzbar. Ab

einer Einzahlungshöhe ab 25

Euro stellen wir Ihnen eine

Zuwendungsbestätigung aus.

Informationen zum Ortskirchgeld

und Überweisungsträger

lich fand sie das kirchliche Leben,

das zu ihr passt. „In den

Gottesdiensten hier in Obenstrohe

fühlten wir uns auf Anhieb

willkommen.“

Und für die Gemeinde will

sich die 31-Jährige jetzt noch

mehr als zuvor engagieren,

nämlich im Gemeindekirchenrat,

für den sie bei der Wahl am

18. März auf Anhieb die ausreichende

Stimmenzahl erhielt - als

jüngste Kandidatin.

Vorgenommen hat sich die

studierte Diplom-Chemikerin

viel: „Ich möchte Raum schaffen

für die unterschiedlichsten

Ideen in der Kirche, ich möchte

mich für Toleranz gegenüber

anderen Kulturen und Religionen

stark machen, einfach über

Grenzen schauen." Und das zu

jeder Zeit, „ denn Kirche ist

nicht nur ein Ort für sonntags".

Das für sie positive Ergebnis

werden Ende Juni/Anfang Juli

versendet.

Wir danken allen sehr herzlich,

die im vergangen Jahr gespendet

haben.

Wenn Sie Fragen zum Thema

Ortskirchgeld haben, wen-

Impressum:

Das Magazin „Evangelisch in Varel“ ist

der Gemeindebrief der Evangelisch

lutherischen Kirchengemeinde Varel.

Er erscheint alle drei Monate für das

Einzugsgebiet der Kirchengemeinde.

Herausgeber: Gemeindekirchenrat

der Evangelisch lutherischen Kirchen

gemeinde Varel, Schlossplatz 3,

26316 Varel, Telefon: 04451 96 62 19.

Redaktion: Christiane Boos, Tom O.

Brok, Ute Gemein, Peter Löffel, Wolf

gang Müller, Anne Engler.

Stephanie Malek ist die jüngste

Älteste im Gemeindekirchenrat.

der Wahl war für Stephanie Malek

„ schon eine große Überraschung,

ich wusste ja nicht, wie

viele Leute mich kennen - und

wie viele von denen zur Wahl

gehen. “

den Sie sich bitte an das Kirchenbüro

(Telefon: 9662-12,

montags bis mittwochs und

freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags

von 15 bis 17 Uhr).

Pfarrer Martin Kubatta

Grafik: Ute Packmohr, Delmenhorst

Gestaltung / Produktion:

Hans Werner Kögel, Oldenburg.

Redaktionsschluss für die Kasualien

in dieser Ausgabe war der 2. Mai. Der

Redaktionsschluss für die kom

mende Ausgabe ist der 10. Juli.

Druck: WE Druck, Oldenburg

Auflage: 12 500

Bildnachweis: Privatfotos und na

mentlich gekennzeichnete Fotos und

Grafiken in den Bildunterschriften.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de


DAS THEMA

Alte Akten und moderner Service

100 Jahre Gemeindehaus Varel - Archiv, Büros und Treffpunkt

Vor 100 Jahren ist der Grundstein

für das Gemeindehaus an

der Schlosskirche gelegt worden.

In der vorigen Ausgabe

unseres Gemeindemagazins

berichteten wir über die Geschichte

- nun folgt im zweiten

Teil der Serie das Leben in

diesem Hause.

Dienstags ist immer "Klink-Tag"

im Gemeindehaus. Dann öffnet

der 79-jährige ehrenamtliche Archivar

Walter Klink eine

"Schatzkammer" der ganz besonderen

Art: Personenregister,

die bis ins Jahr 1676 zurückreichen

und Ahnenforschung über

viele Generationen hinweg erlaubt.

Und so erreichen das Kirchenbüro

immer wieder die verschiedensten

Anfragen von

Menschen, die auf der Suche

nach der Vergangenheit ihrer

Vorfahren sind. Und immer

dienstags geht Klink auf die Suche,

stöbert erst im "Findbuch"

und dann in den dicken Wälzern.

Ein eigenes System hilft

ihm bei der Recherche - und die

Fähigkeit, die alte Sütterlin-

Schrift lesen zu können, die er

schon in der Schule gelernt hat.

Soldat in Varel "von Anfang an"

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

war Walter Klink, zuletzt in

Friedrichsfeld. 1985 pensioniert,

fand er endlich die Zeit, private

Ein Blick in das älteste Kirchenbuch mit Seiten aus dem Jahr

1676 - selbst diese Schrift kann Klink entziffern.

Immer dienstags ist Walter Klink im Archiv zu finden, wo er in

Jahrhunderte alten Akten stöbert. Bilder: Wolfgang Müller

Ahnenforschung zu betreiben.

Und dabei sollte es nicht bleiben.

Sein damaliger Nachbar

Gerhard Hufeisen, Jugenddiakon

in Varel, gewann ihn für das

Kirchenarchiv. Das war vor 18

Jahren, und seitdem kümmert

sich der ehrenamtliche Mitarbeiter

um die alten Akten in einem

tresorgesicherten Raum des Gemeindehauses.

Im Erdgeschoss sitzt Karin

Viereck - für die meisten Besucher

des Gemeindehauses hier

die erste Ansprechpartnerin. Wer

nicht persönlich kommt, hat sie

gleich beim Anruf der Verwaltung

"an der Strippe", denn ihre

Rufnummer ist entsprechend geschaltet.

Neben dem immensen

Publikumsverkehr kümmert sie

sich um Tauf- und Trauanmeldungen,

führt das Kirchenbuch

und damit auch das Meldewe-

sen, bereitet die Abkündigungen

in den Gottesdiensten vor,

schreibt die Lektoren- und Kollektenpläne

und verkauft auch

noch Karten für kirchenmusikalische

Veranstaltungen.

Ebenfalls im Erdgeschoss des

Gemeindehauses befinden sich

die beiden Gemeindesäle, in denen

ständig "Programm" ist.

Hier tagt der Gemeindekirchenrat,

hier proben die Chöre und

Flötengruppen, hier werden

Konfirmanden unterrichtet, hier

treffen sich die Anonymen Alkoholiker,

hier findet sonntags

nach dem Gottesdienst das Kirchen-Café

statt, hier treiben Senioren

Gymnastik, der Besuchsdienst-Kreis

ist regelmäßig zu

Gast - und der große Saal ist

auch Galerie. Immer wieder sind

hier Bilder und andere Arbeiten

zu sehen.

Das Kirchenbüro selbst hat

weitere Räume im ersten Obergeschoss.

Gleich rechts die erste

Tür hat Anke Sander ihren Wirkungsbereich.

Die Friedhofsverwaltung

mit Tausenden von

Grabstellen gehört zu ihren

Hauptaufgaben. Sie erstellt nach

den Beerdigungen Rechnungen,

schreibt Nutzungsberechtigte

nach Ablauf der Gräber an und

ist dabei Detektivin - denn nach

drei Jahrzehnten haben sich häufig

die Adressen geändert. Auf

die Einhaltung der Friedhofsordnung

achtet sie, sie gibt Auskunft

über Laufzeiten von Gräbern

und vieles mehr. In ihren

Zuständigkeitsbereich fällt

schließlich auch Verwaltungsarbeit

für die Vareler Tafel.

Nächste Tür: Hier hat Edith

Rühland ihr Büro. Sie ist Teamleiterin,

hat damit "die Fäden in

der Hand". Erste Ansprechpartnerin

ist sie für den Vorsitzenden

des Gemeindekirchenrates, sie

arbeitet dem Gemeinderat zu,

kümmert sich um den Posteinund

-ausgang, bereitet die

Rechnungen zur Weitergabe an

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Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

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DAS THEMA

Alte Akten ... Fortsetzung

die Regionale Dienststelle des

Kirchenkreises vor, kümmert

sich um das Ortskirchgeld, verwaltet

die Urlaubslisten aller 22

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

von der Büroangestellten

über die Reinigungskräfte bis

zum Friedhofspersonal, schreibt

die Jubiläumskonfirmanden an

("...ein riesiges Arbeitsfeld") -

womit noch nicht einmal alle

Aufgaben genannt sind.

Christel Spitzer (Büro hinten

rechts) schließlich ist zuständig

für alles, was mit den Konfirmanden

zu tun hat, sie fertigt

Plakate, gestaltet und druckt

Handzettel für die Gottesdienste,

kümmert sich um Pressearbeit

ebenso wie um das Meldewesen

und um Kasualien. Und wenn

sie nicht gerade im Büro arbeitet,

dann ist sie kirchenmusikalisch

aktiv: sie versieht den Organistendienst

in der Auferstehungskirche,

ist Organistin an der

Martins-Kirche in Zetel, dirigiert

dort drei Chöre. Und natürlich

leitet sie auch den Vareler

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Gospel-Chor und das Ensemble

"Voices only".

Entweder über die Treppe

oder mit dem Aufzug geht's in

das zweite Obergeschoss, das

die Geschäftsstelle des Diakonischen

Werkes Varel belegt.

Neben dem Geschäftsführer Jörg

Peters kümmern sich Frauke

Koring, Gunda Brennecke, Susanne

Höpken, Birgit Oltmanns,

Elfriede Neubauer und Feenja

Elberling um die Belange dieses

Werkes, das - was vielen nicht

bekannt sein dürfte - zu den

zehn größten Arbeitgebern in

Varel gehört. Denn in den Einrichtungen

des Werkes sind 219

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

beschäftigt. 8 sind es in der

Geschäftsstelle, 97 in "Simeon

und Hanna", 14 im "Meyerholzstift"

und "Haus am Wald", 34 in

der Sozialstation und 66 in den

Kindergärten in Obenstrohe,

Dangastermoor, Varel und Büppel

- in denen übrigens 430 Kinder

betreut werden. Das Haushaltsvolumen

des Diakonischen

Werkes beläuft sich auf rund 7,5

Millionen Euro. Der Publikumsverkehr

hält sich hier "in Grenzen",

erklärt Jörg Peters, "Kundengespräche

finden in der Re-

Wechsel im Vorstand der Diakonie

Nach fast genau 11-jähriger Tätigkeit

als 1. Vorsitzender und

13-jährigem Engagement im

Vorstand der Diakonie Varel zog

Engagement für die Diakonie: (v. l.) Pastor Peter Löffel, Klaus

Weber, Dörte Hobbie, Ulfert Janssen, Wilfried Rohlfs, Rainer Adler

und der Geschäftsführer des Diakon. Werkes Varel, Jörg Peters.

In der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Varel im Gemeindehaus:

(v. l.) Elfriede Neubauer, Susanne Höpken, Jörg Peters,

Frauke Koring, Feenja Elberling und Gunda Brennecke (wegen

Urlaubs nicht auf dem Bild: Birgit Oltmanns). Bild: Wolfgang Müller.

sich Klaus Weber nun in den

wohlverdienten Ruhestand zurück.

Das Amt des ersten Vorsitzenden

übergab er an Pastor

Peter Löffel aus Dangastermoor,

der dem Vorstand der Diakonie

Varel bereits seit 2006 angehört.

Ergänzt wurde der Vorstand

durch die Berufung von Rainer

Adler aus Büppel. Er war langjähriger

Leiter des Sozialamtes

der Stadt Varel. Die weiteren

Mitglieder des Vorstandes sind

Dörte Hobbie, Wilfried Rohlfs

sowie Ulfert Janssen als stellvertretender

Vorsitzender.

Das Diakonische Werk Varel

ist ein eingetragener Verein. Die

Arbeit begann 1956 als kirchliche

diakonische Einrichtung in

der Vareler Kirchengemeinde.

gel in den Einrichtungen statt -

wir sind hier in erster Linie Serviceeinrichtung

für unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter."

Wolfgang Müller

Der Verein betreibt neben dem

Altersstift zusätzlich zwei Einrichtungen

für betreutes Wohnen

und Seniorenwohnungen, eine

Sozialstation sowie drei Kindergärten.

Die Diakonie Varel wird

übrigens von einem Förderverein

unterstützt, dessen Vorsitzende

Dörte Hobbie ist. Aufgabe

des Vereins ist es, Mittel für diakonische

Aufgaben bereit zu

stellen, die nicht durch Pflegesätze

finanziert werden oder für

die keine oder keine ausreichenden

Mittel Dritter zur Verfügung

stehen, sprich: Die finanzielle

Unterstützung der diakonischen

Arbeit in Varel. Zahlreiche

Projekte konnten seit Gründung

des Vereins 1986 umgesetzt

werden.

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DAS THEMA

Auch ein bisschen Zeit für sich selbst

Unruhestand - Hans-Joachim Jürgens hat noch viele Ideen im Kopf

Er hat Zeichen gesetzt in Großenkneten,

in Obenstrohe, in

Rastede und als nebenamtlicher

Oberkirchenrat: Pastor

Hans-Joachim Jürgens, der

seit seiner Pensionierung 1998

(wieder) in Varel lebt. Mit ihm

setzen wir unsere Serie "Pastoren

im (Un-)Ruhestand"

fort.

Zeit seines Lebens - und das

sind inzwischen 76 Jahre - hat

er sich "abgemüht mit den Geheimnissen

des Glaubens, mit

den Höhen und Tiefen des Göttlichen":

Hans-Joachim Jürgens.

In der Altmark geboren, ist er in

Varel aufgewachsen, hat am

hiesigen Gymnasium das Abitur

bestanden, hat Theologie studiert

in Bethel, Heidelberg und

Göttingen, war Vikar in Großenkneten

und gleich danach

Pfarrer in Obenstrohe - von

1962 bis 1990, bevor er für die

letzen acht Berufsjahre nach

Rastede wechselte. Der Kirche

verbunden war er schon immer:

im Kindergottesdienst, in der

Jugendgruppe, als Helfer bei

Freizeiten, interessiert im Religionsunterricht.

Gerade erst vom Lehrvikar

zum Pfarrvikar befördert, holte

ihn der Vareler Gemeindekirchenrat

in den hiesigen Amtsbezirk

- am 1. April vor genau

50 Jahren. Und noch vor der

Ordination am 1. Advent 1963

listete der Tätigkeitsbericht des

jungen Seelsorgers Predigten an

fast jedem Sonntag auf, dazu 59

Beerdigungen und 30 Trauungen

in einem Jahr, Jugendarbeit

mit Oberschülern, die Leitung

des Ländlichen Seminars Varel-

Land, Konfirmandenunterricht,

Christliche Unterweisung an der

Berufsschule und am Gymnasium,

die Betreuung zweier Stationen

mit 72 Betten am St. Johannes-Stift

- um nur einige der

Tätigkeiten zu nennen.

Und es sollten noch mehr

werden. Schulgottesdienste,

neue Jugendgruppen, das neue

"Jugendseminar", Fahrten nach

Finnland, später in die Niederlande,

nach England und nach

Polen. Das neu gebaute Gemeindehaus

in Obenstrohe war

gleichzeitig Jugendtreff, an den

sich viele Obenstroher noch

heute erinnern. Nicht selten

herrschte dort Chaos, "aber das

war unsere Heimat, dort fühlten

wir uns wohl", so Stimmen der

Jugendlichen.

Mitbegründer des "Arbeitskreises

kritische Kirche" war er,

in der "Aktion Sühnezeichen"

engagierte er sich, suchte in Polen

nach der Antwort auf die

Frage "Und wo war Gott in Auschwitz?".

Er richtete bei der

Zahl von 120 Konfirmanden das

Kleingruppenmodell mit ehrenamtlichen

Helfer/innen ein

und stellte den jungen Leuten

die sonst pflichtgemäßen Gottesdienstbesuche

frei, denn das

sei weder den Erwachsenen

noch den Jugendlichen zuzumuten,

"die brauchen in diesem Alter

Jugendgottesdienste".

Immer war Pfarrer Hans-Joachim

Jürgens Lernender - bei

den verschiedensten Seminaren,

aber auch und vor allem im

Umgang mit den Menschen, sei

es bei Traugesprächen oder in

der Begleitung auf dem letzten

Weg. Und stets war der Seelsorger

auch auf der Suche nach

neuen Wegen, nach neuen Möglichkeiten,

die Botschaft nicht

nur ins Ohr, sondern auch ins

Herz zu bringen.

Kann man nach so aufregenden,

erfüllenden Berufsjahren

"einfach so" auf die Bremse treten?

"Ja, weil ich die neue Freiheit

genießen wollte", antwortet

Hans-Joachim Jürgens, aber "in

Fahrt bleiben" wollte er dennoch,

"dafür hatte ich noch zu

viele Ideen im Kopf, und ich

Hans-Joachim Jürgens nimmt sich Zeit - zum Lesen, für die Familie,

für Freunde. Bild: Wolfgang Müller

wollte helfen, wo Hilfe nötig

ist". Und so hat er noch etliche

Predigten gehalten, einem

Freund bei der Vikarsausbildung

geholfen, die Vareler Hospizbewegung

mitbegründet und

vier Jahr lang geleitet. Die "Erzählkirche"

liegt ihm nach wie

vor am Herzen, das jüngste Projekt

mit Liedern und Texten hat

er mit Tochter Susanne in Schönemoor

umgesetzt, will das

demnächst auch in Varel wiederholen.

Familie: Das ist seine Frau

Marie-Luise, "die mir nicht nur

den Rücken gestärkt hat, sondern

maßgeblich das Gemeindeleben

mit gestaltet hat", betont

der Pfarrer dankbar. Jetzt ist

Zeit für ausführliche Spaziergänge,

für kleinere und größere

Urlaube und für die drei Töchter

sowie die drei Enkelkinder. Und

es sind die Freundschaften, die

gepflegt werden, "was ich allen

Ruheständlern empfehlen

möchte: Kontakte wieder aufzu-

bauen, denn Freundschaften

sind auch und gerade im Alter

immens wichtig". Aber Hans-

Joachim Jürgens nimmt sich

auch Zeit für sich, zum Beispiel

beim Radfahren oder Lesen.

Dass manche Projekte aus

seiner aktiven Zeit heute nicht

mehr lebendig sind, enttäuscht

den Pastor nicht: "Alles hat

seine Zeit". Kritisch blickt er

auf die heutige Kirche und ihre

Gestaltung zurück, "aber ich

werde mich hüten, meinen Brüdern

und Schwestern im Amt

ungefragt Ratschläge zu geben -

jede und jeder hat eigenen Begabungen

und muss den eigenen

Weg gehen. Wünsche hat Hans-

Joachim Jürgens aber dennoch:

"Dass die Zeit der Umstrukturierungen

endet und dann mehr

Energien für die eigentlichen Inhalte

frei gesetzt werden". Und

dazu gehören auch die seelsorgerlichen

Begegnungen, "die

im Pfarramt so entscheidend

sind". Wolfgang Müller

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de


DAS THEMA

„Zukunft einkaufen“ auch in Varel

Pilotprojekt in unserer Gemeinde - Christen als Marktmacht

Tagtäglich häufen sich Berichte

über ökologische Katastrophen,

die Auswirkungen des globalen

Klimawandels und soziale

Missstände. Wir wissen, dass

sich Rohstoffe - allen voran

Erdöl - immer weiter verteuern.

Weltweit verzeichnen wir einen

Preisanstieg von Grundnahrungsmitteln,

der in vielen Entwicklungsländern

die Ernährungssituation

weiter verschlechtert

hat. Politische Lösungen

für diese Probleme lassen

auf sich warten oder kommen

nur sehr schleppend voran.

Als Christen sind wir überzeugt,

dass wir diesen Missstände

entgegensteuern müssen. Wir

glauben, dass es unser Auftrag

ist, die Schöpfung zu wahren

und dass alle Menschen Ebenbilder

Gottes sind, denen ein

Leben in Würde, in Frieden und

Gerechtigkeit zugedacht ist.

Wenn wir diese Überzeugungen

ernst nehmen, haben sie direkte

Konsequenzen für unser tägliches

Handeln. Denn unsere alltäglichen

Kaufentscheidungen

und unser Konsumverhalten haben

direkte Auswirkungen auf

andere Menschen und die Umwelt,

bei uns zu Hause aber

auch global: Unsere Kleidung

und viele elektronische Geräte

Fair gehandelte Produkte, die

den Menschen in den ärmsten

Ländern helfen, werden auch

in Varel angeboten - wie der

Kaffee beim sonntäglichen

Kirchencafé.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Maria Halbach leitet das Projekt im Kirchenkreis.

werden in Asien produziert;

Schnittblumen stammen häufig

aus Südamerika oder Afrika;

Natursteine wie z.B. Grabsteine

werden in vielen Fällen in Indien

oder China abgebaut. Leider

lassen die Arbeitsbedingungen

und Umweltstandards in

diesen Ländern häufig zu wünschen

übrig.

Das Projekt „Zukunft einkaufen“,

das ich seit September

vergangenen Jahres im Kirchenkreis

Friesland-Wilhelmshaven

betreue, möchte uns motivieren,

unsere christlichen Überzeugungen

auch in unserem Alltag umsetzen.

Denn unsere täglichen

Kaufentscheidungen tragen dazu

bei, wie sich die Zukunft entwickelt.

Auch wenn ein bewussterer

Einkauf nicht alle Probleme lösen

wird, können wir doch als

Kirche und als private Konsumenten

Vorbild und Motor des

Wandels werden. Das ist keine

übertriebene Aussage, wenn

man sich vergegenwärtigt, dass

die Kirche in Deutschland eine

wichtige Institution ist: Zum einen

verfügt die Kirche mit allen

ihren Gemeinden und Einrichtungen

über ein nicht zu verachtendes

finanzielles Kapital.

Die evangelische und katholische

Kirche in Deutschland geben

zusammen jährlich schätzungsweise

60 Milliarden Euro

aus. Zum anderen erreichen wir

mit unserer Arbeit viele Menschen

in unseren Gemeinden

und darüber hinaus. Wenn wir

uns als Kirche unserer Marktmacht

und unseres Einflusses

bewusst werden, dann können

unsere Kaufentscheidungen viel

bewirken und die Idee des Projektes

kann weite Kreise ziehen.

Der Gemeindekirchenrat in

Varel hat sich für eine Teilnahme

an einem Pilotprojekt entschieden.

Eine Projektgruppe in

Varel wird in naher Zukunft die

Arbeit aufnehmen und zunächst

die jetzige Praxis der Beschaffung

in Ihrer Gemeinde analysieren:

Wieviel Geld haben wir

für Blumen, Bürobedarf und

Putzmittel ausgegeben? Welche

Produkte haben möglicherweise

in ihrer Produktion, Verwendung

oder Entsorgung negative

ökologische oder soziale Aus-

wirkungen? Wenn all diese Fragen

beantwortet sind, können

wir besser erkennen in welchen

Bereichen Verbesserungsbedarf

besteht. Die Umsetzung unserer

Ideen für ein ökologisches und

sozial verantwortliches Einkaufen

erfolgt dann Schritt für

Schritt. Selbstverständlich spielen

die finanziellen Mittel Ihrer

Gemeinde immer eine wichtige

Rolle. In den kommenden Jahren

soll das Projekt in allen Gemeinden

und Einrichtungen des

Kirchenkreises umgesetzt werden.

Unsere Erfahrungen hier in

Varel werden anderen Gemeinden

in unserem Kirchenkreis,

später aber auch darüber hinaus,

eine große Hilfe sein.

Eine Bitte zum Schluss: Als

Gemeindeglied kennen Sie Ihre

Gemeinde in ihrem alltäglichen

Betrieb. Vielleicht ist Ihnen

während Ihrer Besuche in den

Räumen der Gemeinde schon

etwas aufgefallen, was Sie aus

ökologischer oder sozialer Sicht

gerne verbessern möchten. Bitte

lassen Sie es uns wissen. In den

kommenden Ausgaben Ihres

Gemeindebriefes werden wir

über einige Themen berichten,

die uns während der Umsetzung

des Projektes beschäftigen.

Wenn Sie Lust haben, an dem

Projekt mitzuwirken, melden

Sie sich doch bitte bei mir, bei

ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor.

Ihre Anregungen, Kritik oder

Fragen sind jederzeit willkommen!

Marie Halbach

Kontakt:

Projekt „Zukunft Einkaufen“

C/o Diakonisches Werk des Ev.luth.

Kirchenkreises Friesland

Wilhelmshaven, Weserstr. 192,

26382 Wilhelmshaven, Telefon:

04421 - 92 65 24, Mobil: 0163 -

90 30 29 7, E-Mail: Zukunfteinkaufen@kirche-am-meer.de

www.ev-kirche-varel.de

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DAS THEMA

„Ein Land, das ich dir zeigen will“

Auf dem Weg zum Zukunftskongress - 33 Projekte bei der Weser-Ems-Halle

Am 6. und 7. Juli findet in der

Weser-Ems Halle in Oldenburg

der Zukunftskongress der Evangelisch-Lutherischen

Kirche in

Oldenburg statt. Etwa 1.000

Menschen werden über den

Weg in das Jahr 2030 beraten.

Auch Ihre Kirchengemeinde

entsendet Gemeindeglieder, die

sich mit ihren Erfahrungen,

Ideen und Fragen auf dem Kongress

einbringen werden.

Unter dem Motto „Auf dem

Weg in das Jahr 2030“ stellt

sich unsere Kirche unter anderem

den Fragen: Wie findet das

Evangelium seinen Weg? Welche

Aufgaben will und kann unsere

Kirche auch morgen noch

leisten? Wie wirken sich gesellschaftliche

Veränderungen

aus? Die Synode der oldenburgischen

Kirche bittet alle Gemeinden,

Werke und Einrichtungen,

sich an den Beratungen

über eine zukunftsfähige Kirche

im Oldenburger Land zu beteiligen.

Das biblische Leitwort …ein

Land, das ich dir zeigen will (1.

Mose 12,1) stammt aus dem

Predigttext für Sonntag, 8. Juli.

Gott ruft Abraham zu, aufzubrechen

„in ein Land, das ich

dir zeigen will“. Verbunden mit

einer Segenszusage sendet Gott

Abraham aus und gibt ihm den

Auftrag, aktiv zu werden und

sich auf den Weg zu machen.

1.000 Menschen aus allen

Regionen und Arbeitsbereichen

unserer Kirche werden sich -

hoffentlich lebhaft und auch

kontrovers - darüber austauschen,

wie sich das Leben in

unseren Gemeinden und an

Viele Themen für die Zukunft

Auf dem Zukunftskongress sollen

in verschiedenen Arbeitsformen

folgende Themen bearbeitet

werden:

Das Verständnis von Gemeinde

und

Das Miteinander von Hauptund

Ehrenamt

Bildung

Gottesdienst

Jugend

Friederike Meyer, Pastor Thomas Cziepluch, Birgit Carmona Schneider, Pastorin Christiane Geerken-Thomas

und Christoph Glogger vom Projektteam stellen das Signet für den Zukunftskongress

der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg vor. Bild: ELKiO/Hans Werner Kögel

Ökumene

Identität und Relevanz

Generationengerechtigkeit

Weniger ist mehr

Junge Familien und Kinder

Öffentlichkeitsarbeit

Kirchenmusik

Seelsorge

Gebäudemanagement

Finanzierungsalternativen

Gremiengestaltung

anderen Orten kirchlichen Lebens

in Zukunft darstellen wird.

Dabei wird es in den Diskussionen

zum Teil konkret um die

personelle Ausstattung und die

Größe von Kirchengemeinden

gehen, andererseits ganz grundsätzlich

um die Frage, wie die

gesellschaftliche Bedeutung

unserer Kirche im Jahr 2030

aussehen könnte.

Der Vorsitzende des Rates

der Evangelischen Kirche in

Deutschland, Präses Dr. h.c.

Nikolaus Schneider, wird die

Delegierten im Rahmen der

Eröffnung am Freitagnachmittag

begrüßen. Durch drei

Impulsreferate werden die Teilnehmenden

am Freitag auf den

Weg gebracht, sich am Sonnabend

in Veranstaltungen unterschiedlicher

Formate und

Themenstellungen miteinander

auszutauschen.

An beiden Tagen präsentieren

sich im Foyer der Kongress-

halle und im Außengelände 33

zukunftsweisende Projekte und

Ideen unter der Überschrift

Schaufenster Zukunft. Am

Sonnabendabend endet die

Großveranstaltung mit einem

gemeinsamen Gottesdienst in

der Kongresshalle, mit dem die

Delegierten zurück in ihre Gemeinde

gesendet werden.

Am Sonntag, den 8. Juli, finden

dann in den Kirchengemeinden

im "Oldenburger Land"

Gottesdienste statt, die das Motto

des Zukunftskongresses aufnehmen.

Die Teilnehmenden

auch in der Vareler Kirchengemeinde

sind eingeladen, im Gottesdienst

einen Eindruck vom

Zukunftskongress in die Gemeinde

hinein zutragen. So haben

alle Gemeindeglieder die

Möglichkeit, sich mitnehmen zu

lassen auf den Weg in das Jahr

2030. Christiane Geerken-

Thomas, Programmleiterin für

den Zukunftskongress

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de


DAS THEMA

Andachten heiter und hintergründig

„Kirche am Deich“ vom 12. Juli bis zum 30. August immer donnerstags

Bischof Jan Janssen im Strandkorb, Pastor Peter Löffel auf "schwankenden Planken", ...

„Kirche am Deich“ - das kennt

man hier bei uns inzwischen

schon. Entweder man war schon

mal da oder man ist dabei, so

oft wie’s geht. Gehört hat bestimmt

jeder schon davon. „Kirche

am Deich“ - das ist Kirche

unter freiem Himmel in Dangast,

immer donnerstags um 19

Uhr acht Mal in den Sommerwochen

Juli und August. Seit

dem Sommer 2004 laden wir

ein an besondere und ganz unterschiedliche

Orte in Dangast.

Man erfährt zunächst etwas

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

über den Ort, das kann ein Gebäude

sein, ein Gebrauchsgegenstand

oder ein Kunstwerk.

Oft gibt es neue und alte Geschichten

aus Dangast zu hören,

Heiteres und Hintergründiges.

Überraschende Blickwinkel

entstehen an Ort und Stelle

durch die Begegnung mit einem

Wort oder einer Geschichte der

Bibel. Ihre eigene Klangfarbe

hat jede Andacht durch jeweils

andere musikalische Begleitung,

instrumental von Gruppen, Solisten

oder auch einem Chor.

Auch das Team, das die Andacht

vorbereitet und gestaltet, ist jeweils

ein anderes. Es beteiligen

sich die evangelische, die evangelisch-freikirchliche

und die

katholische Gemeinde.

„Kirche am Deich 2012“ beginnt

am 12. Juli und endet am

30. August. Immer donnerstags

um 19 Uhr bei jedem Wetter.

Da alle Orte unter freiem Himmel

sind, kann es nötig sein, einen

Regenschirm mit zu bringen.

Auch ein mitgebrachter

Klapphocker hat sich bewährt.

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Wenn Sie die genauen Orte wissen

wollen, dann halten Sie

Ausschau nach unseren Faltblättern;

die liegen ab Juni 2012

in unseren Gemeindehäusern

und der Schlosskirche, in der

Touris-ten Information im Vareler

Rathaus und an vielen Orten

in Dangast. Und auch in der

NWZ sowie im Friesländer Boten

finden sich aktuell die Termine.

Zu sehen sind sie auch ab

Mitte Juni auf unsrer Homepage

www.ev-kirche-varel.de.

Elke Andrae

... Kirchenrat i. R. Helmut Oeß am Quellbad oder Urlaubsgäste Ella und Inka Friese aus Köln am „Zaubertor“ bei der Andacht von

Elke Andrae: Im vergangenen Jahr sorgten die verschiedensten Andachten für Überraschungen. Unsere Bilder wecken Erinnerungen

- und laden ein zu den Veranstaltungen in diesem Jahr. Bilder: Wolfgang Müller

www.ev-kirche-varel.de


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JUGEND

„Handelt selbstbewusst und bedacht“

Bürgerstiftung in Varel hilft der Jugend - Auch Zivilcourage ist Thema - Von Dorothee Evers

Was macht eigentlich die Bürgerstiftung

in Varel? So mag

sich mancher auch in unserer

Gemeinde fragen, obwohl die

hiesige Presse stets über die

zahlreichen segensreichen Projekte

berichtet. Die Bürgerstiftung

Varel-Friesische Wehde

wurde 2008 nach einer Auftaktveranstaltung

mit Professor Dr.

Christian Pfeiffer, Leiter des

Kriminologischen Forschungsinstituts

in Hannover, gegründet.

Bürgerstiftung ist so eine

Art „Bürgerpower“ für die Zukunft.

Ideenreiche, Zeitreiche

und Geldreiche tun sich zusammen,

um das Gemeinwesen in

der Region zu stärken. Als Vorbild

dient die Bürgerstiftungsentwicklung

in vielen Städten

der Bundesrepublik.

Da gibt es z.B. Projekte wie

die MenToR Gruppe, wo Paten

Kinder in der Schule bei der

Sprach- und Leseförderung

unterstützen. Oder der „Finanz-

führerschein“, bei dem Jugendliche

lernen, mit Geld umzugehen.

(z.B. Handy-Verträge!)

Nicht Lehrer übernehmen diese

Aufgabe, sondern Azubis der

OLB gehen in die Schulen zu

ihren Altersgenossen. Die „Wintergeschichten“

werden in Kindergärten

vorgelesen und sollen

die Sprachkompetenz und Kommunikationsfähigkeit

fördern.

In dem „Wir werden Eltern“-

Kurs werden junge Paare auf

die neue Familiensituation vorbereitet.

Die „Schrauberwerkstatt“

bietet Jugendlichen in

den Ferien Gelegenheit in

„Wilms Garage“ unter Anleitung

Motoren auseinander- und

wieder zusammenzutüfteln.

Zum Abschluss der Aktion gibt’s

immer eine Party und die Eltern

können sich das Ergebnis der

Arbeit ansehen.

Das neueste Projekt ist „Zivilcourage“.

Die Bürgerstiftung

hatte zu einem Wettbewerb zu

Mehr als nur Urlaub

Jugendfreizeiten sind beliebt - Diesmal nach Kroatien

Beliebt sind die Jugendfreizeiten des Evangelischen

Kreisjugendienstes Friesland-Wilhelmshaven. Neben der

Erholung gehört zu einer solchen Fahrt auch immer das

Kennenlernen des Landes und das gemeinsame Zusammensein

mit Gleichaltrigen in der Gruppe.

Im vergangenen Jahr war Spanien das Ziel. Auch in

diesem Jahr geht es wieder ins Ausland, diesmal allerdings

auf einen Campingplatz in Kroatien in der Nähe

von Pula. Das Mitarbeiterteam von sieben Ehrenamtlichen

und zwei Hauptamtlichen ist schon seit Januar dabei,

die Freizeit vorzubereiten. Zum Zeitpunkt der

Drucklegung waren noch einige Plätze für Jugendliche

ab 14 Jahre frei.

Foto rechts: Spaß am Meer hatten die Teilnehmer der

Jugendfreizeit des Evangelischen Kreisjugenddienstes

Friesland Wilhelmshaven im vergangenen Jahr in

Spanien.

diesem Thema aufgerufen. Zwei

Schulen hatten sich in beispielhafter

Weise dieses Themas angenommen.

Eine Gruppe der

Haupt- und Realschule Arngaster

Straße hatte ein Musical

namens „Sammy“ einstudiert, in

dem es um Mobbing ging. Die

andere, ebenfalls der HRS, hatte

in der Innenstadt von Varel

einen Film gedreht, der aufzeigte,

wie sich unterlassene

Hilfestellung in Notsituationen

auswirkt. Abschließend wurden

auch noch Passanten zu den

Situationen befragt. Das dritte

Projekt erarbeitete die Klasse

Fachschule Heilerziehung der

BBS Varel in Form einer eindrucksvollen

Plakatausstellung .

Im Vorlauf zu der Preisverleihung,

die in der vollbesetzten

Aula des HRS stattfand, galt es

das beste Projekt auszuwählen.

Zu der Jury gehörte auch die

Vareler Pastorin Elke Andrae,

die sich auf Anfrage von Doro-

thee Evers, Mitglied des Stiftungsrates,

spontan für diese

Aufgabe zur Verfügung stellte.

Das ganze Team fand alle drei

Projekte wert ausgezeichnet zu

werden. Die Gruppen erhielten

Geldpreise für weitere Projekte

und Spiele für die Freizeit. Elke

Andraes Appell in der Feierstunde

war: „Nur gemeinsam

können wir etwas bewegen.

Seid achtsam gegenüber Schwächeren,

handelt selbstbewusst

und bedacht“ - das waren Gedanken

und Worte, die die

Initiatoren der Bürgerstiftung

dankbar vernahmen.

Das Thema „Zivilcourage“

wird auch weiter verfolgt, und

in Kürze werden zwei Einzelpersonen

für ihr beherztes Eintreten

ausgezeichnet.

Wer bei der Bürgerstiftung

mithelfen will, ist herzlich willkommen.

Es macht Spaß im

Team etwas zu bewegen. Kontakt:

Telefon: 04451-84349.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de


BILDUNG

„Es braucht ein ganzes Dorf,

um ein Kind zu erziehen“

Ein Dorf? Aber ist die Erziehung

denn nicht Aufgabe der Eltern?

Sicher. Und Eltern sind

ohne Frage die wichtigsten

Menschen im jungen Leben der

Kinder. Aber eben nicht die einzigen

und das ist auch gut.

Aber dieses sprichwörtliche

Dorf, das es braucht, um ein

Kind aufzuziehen – wo gibt es

das noch im eigentlichen Sinne?

Heute besteht es vielleicht aus

den Großeltern, die oft genug

aber nicht vor Ort leben, vielleicht

aus einzelnen Freundinnen

und Freunden, den Paten,

eben einem kleinen „Netzwerk“

aus lieben Menschen, die auch

Verantwortung für die Kinder

übernehmen, möglicherweise

springt auch einmal die Nachbarin

ein, wenn die allein erziehende

Mutter einen Termin hat

oder einfach abends einmal etwas

unternehmen möchte. Und

doch: Kinder brauchen ein solches

„Dorf“ – in welcher Form

auch immer. Kinder brauchen

unterschiedliche Erwachsene um

Krabbelgruppen

in der Arche Büppel:

Geleitete Eltern Kind Gruppe der

Familienbildungsstätte

Kontakt: 04421 3 20 16

Donnerstags, 16 bis 17.30 Uhr

Krabbelgruppe (1,5 bis 2 Jahre)

Kontakt: Maria Wasiak (Telefon:

96 87 72)

2. und 4. Mittwoch

Krabbelgruppe (1 Jahre)

Freitags 10.30 bis 12 Uhr

Kontakt: Andrea Fiedler (Telefon:

86 14 44).

im Martin-Luther-Haus,

Dangastermoor:

Montags 15 Uhr

Kontakt: Pastor Löffel (Telefon:

8 37 65).

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Begegnung, Bildung, Betreuung: Das Miteinander zwischen den Generationen ist wertvoll, ob zu

Hause oder in der Familien-Bildungsstätte

sich, die ihnen auf unterschiedliche

Art Zugänge ins Leben ermöglichen.

Die unterschiedlich

handeln und unterschiedlich

sind, manche streng, manche

nachsichtig, manche vielleicht

zu nachgiebig. Aber eines ist

sicher: Alle versuchen ihr Bestes,

dem Kind die Welt begreifbar

zu machen. Großeltern haben

dabei eine ganz besondere

Bedeutung für ihre Enkel. Sie

bringen sich außerhalb der Hektik

des Familienalltags mit Ruhe

und Gelassenheit ein, nehmen

sich Zeit für das, was im Alltag

zu kurz kommt: Sie haben die

Zeit, mit dem Kind jeden Stock,

jeden Stein am Wegesrand zu

betrachten, ganz nach dem Motto:

Der Weg ist das Ziel. Vor

allem aber kennen sie Geschichten,

die für die Enkel von unschätzbarem

Wert sind: Die Geschichten

aus der Zeit, als Mama

und Papa selbst Kinder waren.

Das sprichwörtliche „Dorf“

für die Kindererziehung – es

zeigt uns auch, dass Familien

nicht allein gelassen werden

dürfen. Sie brauchen Unterstützung,

und lange nicht alle Familien

haben ein „Dorf“ um sich.

Ein solches „Dorf“ in Friesland

und Wilhelmshaven möchte die

Evangelische Familien-Bildungsstätte

sein. Mit unseren

Angeboten bieten wir Unterstützung

für Familien – und

Angebote für alle, die eine Gemeinschaft

„wie in einer Familie“

suchen. Unter „Familie“

verstehen wir dabei nicht nur

Eltern mit ihren Kindern, sondern

alle Wohn- und Lebensgemeinschaften,

in denen Menschen

füreinander familienähnliche

Verantwortung übernehmen.

All diese Menschen haben

wir mit unseren Angeboten im

Blick.

Doch wozu brauchen Familien

„Bildung“ oder eine „Bildungs-Stätte“?

Bildung kann ein

Treffpunkt sein: Junge Familien

unterstützen sich in den Eltern-

Kind-Angeboten gegenseitig im

Austausch. Bildung kann Begleitung

sein dabei, Fähigkeiten

entwickeln und fördern: Kinder

wie Erwachsene nehmen an

Kursen teil, entdecken neue Interessen

und entwickeln bestehende

Fähigkeiten weiter. Bildung

kann Begegnung sein und

ein tolerantes Miteinander fördern:

Das Zusammensein ganz

unterschiedlicher Menschen,

aller Kulturen und Religionen,

fordert und fördert Toleranz und

Verständnis im Miteinander.

Machen Sie mit - wir freuen

uns auf Sie!

Anmelden zum

Kindersachenflohmarkt

Mit einem Flohmarkt für

gut erhaltene Kindersachen

und Spielzeug startet

nach den Sommerferien

die neue Kurssaison der

Familienbildung. Rund um

das Evangelische Gemeindehaus

„Die Arche“ in Büppel

laden Stände zum Kaufen

und Verkaufen ein Der

Flohmarkt findet statt am

Sonnabend, 1. September,

in der Zeit von 14 bis 16

Uhr. Standanmeldungen

sind ab sofort möglich

beim Kirchenbüro unter

Tel. 04451 - 9662 - 19 oder

per E-Mail: kirchenbuero

@ev-kirche-varel.de. Die

Standgebühr beträgt fünf

Euro oder ein gebackener

Kuchen. Eine Cafeteria

sorgt für das leibliche

Wohl.

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www.ev-kirche-varel.de


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KIRCHENMUSIK

Wiedersehen beim Orgelsommer

Internationale Veranstaltungsreihe - Berühmte Organisten in Varel

Es ist der 34. Orgelsommer in

Varel - und er ist wieder international.

Die Vareler Kreiskantoren

Dorothee Bauer und Thomas

Meyer-Bauer haben wieder

namhafte Organisten gewonnen,

die diese Veranstaltungsreihe zu

einem musikalischen Höhepunkt

in der Region werden lassen.

Den Auftakt am 17. Juni in

der Schlosskirche indes gestalten

hiesige Gruppen. Unter der

Leitung von Kantorin Dorothee

Bauer bringen Kammerchor,

Jugendkantorei, Percussion und

Orgel die "Chichester Psalms"

von Leonard Bernstein zu Gehör.

Das dreiteilige Chorwerk

basiert auf hebräischen Psalmentexten.

Bernstein hat es

1965 komponiert. An der Orgel

wird Tjark Pinne aus Wiefelstede

zu hören sein.

Eric Dalest setzt die Reihe

am 1. Juli an der Schuke-Orgel

in der Schlosskirche fort. 1974

in Marseille geboren, studierte

er am Conservatoire National de

Région in Marseille und am

Conservatoire de Région d’Aix

en Provence. Seit 1996 ist er

Titular-Organist der großen

historischen Orgeln der Kirche

Saint Sauveur d’Aubagne. Im

gleichen Jahr verlieh ihm die

„Université des Arts et des lettres”

Aix en Provence den Professoren-Titel.

Thomas Meyer-Bauer konzertiert

am 15. Juli. Seine Ausbildung

zum A-Kirchenmusiker

erhielt er an der Hochschule für

Kirchenmusik in Herford. Schon

bald wurde er als Dozent für Generalbass

und Partiturspiel an

seine ehemalige Ausbildungsstätte

berufen. Berufsbegleitend

absolvierte er ein Orgelstudium

am renommierten Sweelinkkon-

Eintrittspreise bleiben erschwinglich

Er sorgt dafür, dass die Eintrittspreise

selbst bei hochwertigen

Konzerten erschwinglich bleiben:

der "Verein zur Förderung

der Kirchenmusik in Varel". Seit

einem Jahr steht Bernhard Appelstiel

diesem Verein vor. Der

frühere Pfarrer in Hahn-Lehmden

siedelte nach seinem Eintritt

in den Ruhestand nach Varel

über - und engagierte sich so-

Im Rahmen des Internationalen

Orgelsommers in Varel findet

auch in diesem Jahr wieder eine

Orgelfahrt statt. Termin ist am 9.

September, Ziel ist Langwarden in

der Wesermarsch. Die Orgel in

der dortigen St. Laurentiuskirche

Kammerchor (Bild), Jugendkantorei, Percussion und Orgel

eröffnen den Internationalen Orgelsommer in Varel.

Kirchenmusik-Förderverein ist den Sponsoren dankbar

gleich in diesem Kreis.

Kürzlich in der Jahreshauptversammlung

wies er auf gut

besuchte Konzerte, ein erfolgreiches

erstes Catering in der

Veranstaltungspause und ein

eindrucksvolles Sponsoring hin.

So konnte auch im vergangenen

Jahr wieder ein erheblicher Beitrag

an die Kirchengemeinde

geleistet werden, mit dem die

Orgelfahrt in die Wesermarsch

ist 1651 in der Kirche aufgestellt

worden. Als Erbauer werden Hermann

Kröger und dessen Geselle

Berendt Huss vermutet. In deren

Werkstatt hat Arp Schnitger seine

Lehrjahre verbrachte.

kirchenmusikalischen Veranstaltungen

mitfinanziert werden

konnten.

Bernhard Appelstiels besonderer

Dank galt seiner Vorgängerin

Adelheid Sagemüller, "die

mir den Einstieg in dieses Amt

sehr erleichtert hat". Diese wiederum

dankte Appelstiel für sein

Engagement in der neuen Funktion.

Der im Jahre 2007 gegründete

Verein hat es sich zur Aufgabe

gemacht, "den derzeit hohen

Stand der kirchenmusikalischen

Arbeit zu erhalten". Das

soll ermöglicht werden durch

freiwillige Mitgliedsbeiträge

und durch die Gewinnung von

Sponsoren; so erhält der Verein

hohe Zuwendungen auch aus

Stiftungsgeldern.

Wolfgang Müller

servatorium in Amsterdam.

Nach langjähriger Tätigkeit in

Gütersloh-Isselhorst lebt er seit

2002 mit seiner Familie als Kantor

der Ev.-luth. Kirchengemeinde

in Varel. Er ist zudem Kreiskantor

des Kirchenmusikbereiches

Varel und Orgelsachverständiger

der Ev.-Luth. Kirche

in Oldenburg.

Giorgio Parolino gastiert am

29. Juli in der Schlosskirche.

Der 1971 geborene Musiker war

nach seinen Cembalo- und Orgelstudien

in Italien und am

Genfer Konservatorium bei

verschiedenen internationalen

Wettbewerben erfolgreich. Neben

einer ausgedehnten Konzerttätigkeit

wirkt Parolini derzeit

als Titularorganist an der

Basilika St. Eufemia in Mailand.

Jacques van Oortmerssen ist

am 12. August zu Gast in Varel.

1950 geboren, studierte er in

Rotterdam und erhielt Solistendiplome

sowohl für Orgel als

auch für Klavier. Er war Leiter

der Orgelakademie Falun in

Schweden, Ehrendoktor der

Sibelius-Akademie in Helsinki,

er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.

Als Solist hat er sich

bei Auftritten rund um die Welt

einen Namen gemacht.

In Varel

gibt es ein ganz besonderes

Wiedersehen: Thomas Meyer-

Bauer hat bei dem berühmten

Organisten eine Weiterbildung

erfahren.

Frantisek Vanicek beendet

am 26. August den Internationalen

Orgelsommer. Er gewann

den zweiten Preis im Albert-

Schweitzer-Orgel-Wettbewerb

in dem holländischen Deventer

im Jahre 1991. Im selben Jahr

bewertete der tschechische Musikfonds

seine ausländische Repräsentierung

mit dem Prestigepreis

Premier prix. Seit 1995

unterrichtet er das Orgelspiel an

der Universität Hradec Králové.

Alle Veranstaltungen beginnen

um 18 Uhr. Wolfgang Müller

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de


UNSERE MITTE

Ich singe Dir mit Herz und Mund

Sommerkirche mit Liedpredigten

Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum

2017 steht jedes

Jahr unter einem besonderen

Thema, das von der EKD bundesweit

vorgeschlagen wird.

2012 ist das Jahr der Kirchenmusik.

Wir wollen in der diesjährigen

Vareler Sommerkirche

das Thema gerne aufgreifen und

laden zu einer Reihe von Liedpredigten

ein. Verschiedene Zeiten,

Dichter, Komponisten und

Stilrichtungen sollen hörbar und

verstehbar werden. Theologische

und musikalische Gedanken

und Musiken prägen die

Gottesdienste. Während der

Sommerferien feiern die Gemeindebezirke

zentral in der

Schlosskirche. In Obenstrohe

findet 14täglich ein Gottesdienst

statt.

Die Sommerkirche wird jeweils

sonntags um 10 Uhr in der

Schlosskirche gefeiert.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

22. Juli

Großer Gott wir loben dich (EG

331) und der altkirchliche Hymnus

"Te Deum Laudamus”

Ignaz Franz

Pfarrer Tom Oliver Brok

Stockbrot zur Andacht

Kirche unterwegs schlägt wieder seine Zelte in Dangast auf

Das große Zelt am Strand fällt

auf - und gehört alle Jahre wieder

zum Dangaster Bild. Auch

in diesem Jahr wird es die Aktion

wieder geben. „ Kirche un-

terwegs“ nennt sich das Projekt

für die Urlauber. Vom 11. Juli

bis zum 21. August steht Diakon

Harald Herrmann mit seinem

Team wieder bereit. Kindertreffs,Gute-Nacht-Geschichten,

Grillabende, Stockbrot-Backen,

Andachten und weitere

Angebote. Diese werden von

den großen und kleinen Campern

gerne angenommen. Jährlich

sind es etwa 1.600 Gäste

bei mehr als 70 Veranstaltungen

allein in Dangast, zieht Herrmann

eine stolze Bilanz.

Zu den „Rennern“ bei „Kirche

Unterwegs“ zählen die täg-

lichen „ Gute-Nacht-Geschichten“

für die Kleinsten auf dem

Platz - zum Beispiel mit dem

Raben „Rudi“; die große Handpuppe

erzählt Geschichten und

zieht die Kleinen förmlich in

seinen Bann. Doch auch an die

Erwachsenen wird gedacht. Einmal

in der Woche gibt es einen

großen Grillabend zum Kennenlernen.

Für die Teams ist die Aktion

allerdings nicht nur fröhliche

Arbeit: „Die Menschen bringen

ihre Sorgen und Probleme

mit in den Urlaub“, so Kircheim-Tourismus-Pastor

Hartmut

Schneider aus Aurich. Manche

Trauer und seelische Not werde

erst abseits des Alltags an die

Oberfläche gespült: „ Dann ist es

gut, wenn wir mit kompetenten

Leuten vor Ort sind.“

27. Juli

O gläubig Herz, gebenedeit

(EG 318)

Michael Weisse / Michael

Praetorius

Pfarrer Martin Kubatta

15

5. August

Gott ist gegenwärtig (EG 165)

Spuren der Mystik im Gesangbuch

Gerhard Tersteegen

Pfarrer Peter Löffel

12. August

Ich steh vor Dir mit leeren Händen

Herr (EG 382)

Lothar Zenetti / Huub Osterhuis

Pfarrerin Tina Sabine

Hinrichs-Michalke

19. August

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes

Jan Janssen / Fritz Baltruweit

Pfarrerin Elke Andrae

26. August

Here I am to worship

Tom Hughes (engl.) / Andreas

Waldmann (dt.)

Pfarrer Edgar Rebbe

Beliebt sind die Gute Nacht Geschichten, mit denen für die Kinder oft

der Urlaubstag in Dangast endet.

www.ev-kirche-varel.de


16

GOTTESDIENSTE

SCHLOSSKIRCHE BÜPPEL

DANGASTERMOOR OBENSTROHE

JUNI

2. Juni 18 Uhr Konfirmandenabendmahl

Pastorin Elke Andrae

3. Juni 10

Uhr Konfirmationsgottesdienst,

Pastorin Elke Andrae

9. Juni 19 Uhr Konfirmandenabendmahl

Pastor Tom O. Brok

10. Juni 9 Uhr Konfirmationsgottesdienst,

11 Uhr Konfirmationsgottesdienst,

Pastor Tom O. Brok

17. Juni 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl,

Pastorin Elke Andrae

24. Juni 10 Uhr Festlicher Gottesdienst zur Einführung und

Verabschiedung des Gemeindekirchenrates

mit Kantorei, alle Pfarrer

JULI

1. Juli 10 Uhr Gottesdienst zum 40jährigen Jubiläum der

AA-Ortsgruppe Varel, Pastorin Elke Andrae

8. Juli 10 Uhr Kirchenmusik-Gottesdienst mit Abendmahl

(landeskirchl./dezentral) mit Gesamtkantorei,

Pastor Martin Kubatta

15. Juli 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Martin Kubatta

Sommerkirche: „Ich singe Dir mit Herz und Mund

22. Juli 10 Uhr „Großer Gott wir loben dich“ ,

Gottesdienst, Pastor Tom O. Brok

29. Juli 10 Uhr

„O gläubig Herz, gebenedeit“,

Gottesdienst, Pastor

Martin Kubatta

AUGUST

5. August

10 Uhr „Gott ist gegenwärtig“,

Gottesdienst, Pastor Peter Löffel

12. August 10 Uhr „Ich steh vor Dir mit leeren Händen Herr“,

Gottesdienst, Pastorin Tina Sabine Hinrichs-

Michalke

19. August 10 Uhr „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“,

Gottesdienst, Pastorin Elke Andraea

26. August 10 Uhr „Here I am to worship“,

Gottesdienst, Pastor Edgar Rebbe

JUNI

9. Juni 19 Uhr Konfirmandenabendmahl

(siehe Schlosskirche)

10. Juni 9 Uhr und 11 Uhr Konfirmationen

(siehe Schlosskirche)

JULI

8. Juli 10 Uhr Gottesdienst zum Thema „Zukunftskongress“

und Kinderkirche, Pastor Tom O. Brok

AUGUST

JUNI

10. Juni 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Peter Löffel

JULI

8. Juli 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Peter Löffel

AUGUST

JUNI

3. Juni 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl,

Pastor i. R. Rieper

10. Juni 10

Uhr Gottesdienst,

Pastor Edgar Rebbe

17. Juni 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Edgar Rebbe

JULI

1. Juli 10

Uhr Gottesdienst mit Abendmahl,

Pastor Edgar Rebbe

8. Juli 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Edgar Rebbe

15. Juli 10 Uhr Gottesdienst, Pastor Edgar Rebbe

22. Juli 10 Uhr Gottesdienst,

Pastor Edgar Rebbe

AUGUST

5. August 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl,

Pastor i.R. Rieper

19. August 10 Uhr Gottesdienst, Pastor Edgar Rebbe

17


18

GOTTESDIENSTE

Olivenbaum bei Bethlehem gepflanzt

Der Weinberg der christlichmuslimischen,

palästinenischen

Familie von Daoud Nassar liegt

im wunderschönen judäischen

Bergland. Er ist umgeben von

israelischen Siedlungen auf den

angrenzenden Hügeln. Die Familie

ist seit osmanischer Zeit

im Besitz des Weinbergs und

Anmeldeabend

zu Konfirmationen

2014

Am Donnerstag, 7. Juni, findet

um 19.30 Uhr in allen vier Gemeindenhäusern

ein Anmeldeabend

für die Konfirmationen im

Jahr 2014 statt. Jugendliche, die

nach den Sommerferien die 7.

Klasse besuchen oder im ersten

Halbjahr 2014 vierzehn Jahre

alt werden, können angemeldet

werden. Bitte bringen Sie die

Taufurkunde oder das Stammbuch

zu dem Treffen mit.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

soll ihn abgeben. Sie kämpft

vor Gericht um ihr Recht. Daoud

Nassar hat das Begegnungsprojekt

„Zelt der Völker“

ins Leben gerufen, um zu zeigen,

dass ein friedvolles Zusammenleben

aller Menschen

im „Heiligen Land“ möglich

ist.

Unsere Kirchengemeinde

hat eine Kollekte gesammelt,

um dieses Projekt zu unterstützen.

Eine Pilgergruppe, die

in den Osterferien dort unterwegs

war, hat das Geld überreicht.

Als Zeichen der Hoffnung

wurde ein Olivenbaum im

Garten der Familie gepflanzt.

Jubilare können sich melden

Die Evangelisch-lutherische

Kirchengemeinde Varel plant

für Sonntag, 30. September,

den Tag der Goldenen-, Diamantenen-,

Eisernen- und

Gnadenkonfirmation. Eingeladen

sind alle ehemaligen

Konfirmandinnen und Konfirmanden

der Konfirmationsjahrgänge

1962, 1952, 1947

und 1942, auch wenn sie in

anderen Kirchen konfirmiert

wurden.

Leider ist es dem Kirchenbüro

nicht möglich, die sehr

zeitaufwändige Arbeit der Suche

nach Namen und derzeitigen

Adressen zu übernehmen.

Damit eine schriftliche Einladung

zugeschickt werden kann,

wird daher um Meldung im

Kirchenbüro, Schlossplatz 3,

Telefon: 04451 - 96 62 12,

während der Bürozeiten montags,

dienstags, mittwochs und

freitags von 9 bis 12 Uhr und

donnerstags von 15 bis 17 Uhr

oder per E-Mail an:

kirchenbuero.varel@kircheoldenburg.de

gebeten.

Tauftermine

Die Kirchengemeinde bietet

feste und verlässliche Tauftermine

für alle Bezirke an.

Folgende Termine gibt es in

den nächsten Monaten:

3. Juni

10. Juni

17. Juni

30. Juni

1. Juli

8. Juli

15. Juli

22. Juli

29. Juli

1. Aug.

19. Aug.

26. Aug

9. Sept.

23. Sept.

14. Okt.

21. Okt.

28. Okt.

4. Nov.

11. Nov.

9. Dez.

16. Dez.

Obenstrohe

Dangastermoor

Varel

am Kurhausstrand

in Dangast,

10. 30 Uhr

Obenstrohe

Büppel

Obenstrohe

Obenstrohe

Varel

Varel

Varel

Büppel

Varel

Varel

Büppel

Obenstrohe

Büppel

Varel

Obenstrohe

Dangastermoor

Büppel

Varel

Weitere Informationen im

Kirchenbüro, Telefon:

96 62 -19.

Gottesdienste in den

Seniorenheimen

To Huus, 15.30 Uhr

Mi. 6. Juni Pfarrer Tom O. Brok

Mi. 4. Juli Pfarrer Tom O. Brok

Altenheim Langendamm, 18 Uhr

Sa. 9. Juni Pfarrer Peter Löffel

Sa. 7. Juli Pfarrer Peter Löffel

Sa. 4. Aug. Pfarrer Peter Löffel

Mitarbeiter und Angehörige sind

auch herzlich eingeladen


SCHLOSSKIRCHE - VAREL

Tiefer Ernst und große Freude

Münstermann-Altar in der Schlosskirche - Neue Info-Tafeln

Der Altar in der Vareler Schlosskirche

ist berühmt - stammt er

doch vom bekannten Hamburger

Bildhauer Ludwig Münstermann.

Neu sind jetzt die Informationstafeln,

die diesen Altar

beschreiben.

Schon zuvor hat Eckhard

Jetzki, bis 2009 Pfarrer an der

Schlosskirche, diesen Altar beschrieben:

"Wer unsere Kirche,

die einst wohl zu den Rüstringer

Hauptkirchen gehörte, zum ersten

Mal betritt, wird von der

Ausstattung überrascht sein. In

den Jahren 1614 - 1618 erhielt

sie durch Arbeiten des Hamburger

Bildhauers Ludwig Münstermann

ihren Schmuck. Er schuf

den Altar, die Kanzel und den

Taufstein, die bis heute nahezu

vollständig erhalten sind. Münstermann

wollte nicht nur kunstvoll

Bleibendes schaffen, er

wollte dem Betrachter auch

christliche Botschaft anschaulich

machen. Doch von vornherein

erschließt sich die Botschaft

nicht. Dazu bedarf es schon genauerer

Betrachtung.

In der großen Mittelsenkrechten

des Altars zeigen die

Reliefs die Geschichte Jesu

Christi. In der Predella ist die

Geburt Jesu zu erkennen, in der

oberen Tafel die Erhöhung oder

Himmelfahrt Christi. Als Bekrönung

des Altars steht, mit

dem bloßen Auge kaum noch zu

erkennen, der "salvator mundi":

Christus, der Retter, hält die

Weltkugel in der Hand. Dem

Betrachter werden vielleicht die

Worte des 2. Artikels des Glaubensbekenntnisses

in den Sinn

kommen. Es heißt da von Jesus

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Neu sind die Informationstafeln,

die den Münstermann-Altar in

der Schlosskirche beschreiben.

Bild: Wolfgang Müller

Christus: "Geboren von der

Jungfrau Maria" .... bis "von

dort wird er kommen zu richten

die Lebenden und die Toten."

Und doch ein Bild passt

nicht in diese Reihe: Die Darstellung

des Abendmahls Jesu

mit seinen Jüngern: Ich denke,

Münstermann hat dieses Bild

dort bewusst mit eingereiht.

Denn der Altar war und ist der

Ort der gottesdienstlichen

Abendmahlsfeier. Es ist eine

seltsame Tischgemeinschaft zu

sehen. Da sind die versammelt,

die doch bald feige weglaufen

werden und Jesus nicht mehr

kennen wollen. Auch Judas, der

Verräter sitzt da. Er ist ganz im

Vordergrund auf einem Schemel

zu erkennen, wohl schon ein

bisschen abseits sitzend. In der

linken Hand hält er den Geldbeutel.

Jeder Zeit zum Verrat

bereit. Jesus weiß das alles.

Aber er stößt niemanden aus.

Beim Betrachten dieses Bildes

dürfen wir uns wohl fragen:

Sind wir denn besser als die

Jünger damals? Oder verraten

wir nicht auch oft genug Jesus

und seine Botschaft, lassen ihn

im Stich und verleugnen ihn?

Dennoch, am Tisch des HERRN

ist für alle Platz! Das tut zu meinem

Gedächtnis." Für jeden lesbar,

links für das Brot, rechts für

den Kelch hat Münstermann

wohl bewusst die Einsetzungsworte

zum Abendmahl an den

Altar geschrieben. Denn der

freundliche Gott kommt uns nahe

in Brot und Wein.

Eine Fülle dekorativer Elemente

schmückt den Altar: Blumenranken

und Knospen, Vögel

und Trauben, musizierende Engel

mit Notenbüchern oder Instrumenten.

Wollte uns Münstermann

erinnern, dass die Feier

des Abendmahls auch eine fröhliche

Feier ist? Oft wird ja beklagt,

dass unsere Abendmahlsfeiern

viel zu steif und ernst seien.

Ich glaube, es verträgt sich

ganz gewiss beides: der tiefe

Ernst mit der großen Freude. So

wie eben auf unserem Altar für

jedermann sichtbar das Kreuz

Jesu sich mit Brot und Wein

verträgt. So wie sich Gottes Leben

mit unserem Leben vertragen

will und bei der Feier des

Abendmahls auch tatsächlich

verträgt. So kann uns Münstermanns

Kunstwerk beim Betrachten

auch Einladung und

Hilfe zum Glauben sein."

Regelmäßige

Veranstaltungen

Gesprächskreise

Jugendgruppe:

Seniorengymnastik:

Emotions Anonymus:

AA-Meeting:

19

Ev. Verkündigung:

Im Gemeindehaus, sonntags 15

Uhr, Kontakt: Alfred Kellermann,

Telefon: 8 14 98

„Entschieden für Christus“ (EC):

Nach Absprache, Kontakt: Elly

Frambach, Telefon: 40 54

Bibelstunde:

Im Gemeindehaus,

donnerstags, 19.30 Uhr,

Kontakt: Alfred Kellermann

Frauengesprächskreis:

Im Gemeindehaus, dienstags

nach Absprache um 16 Uhr,

Kontakt: Luise Schmidt,

Telefon: 30 24

Hausgesprächskreis:

Nach Absprache, Kontakt: Pastor

E. Jetzki, Telefon: 9 50 48 26

Flötenensemble:

Musica Perpetua, Proben an

allen ungeraden Montagen im

Monat im Gemeindehaus,

Kontakt: Gisela Heupgen,

Telefon: 04451 - 9 78 84 70

Für Jugendliche ab 14 Jahren

im Jugendheim, donnerstags ab

19 Uhr, Leitung: Matthi Kramp

Infos: Diakon Gerhard Hufeisen,

Telefon: 8 13 76

Im Gemeindehaus, freitags,

14.30 Uhr, Kontakt: Thea Kickler,

Telefon: 8 13 64

Treffen jeden Sonntag, 19 Uhr,

Diakonie, Kirchenstraße 1;

Infos: 0175 - 12 7 72 00

Jeden Mittwoch, 20 Uhr,

im Gemeindehaus.

Telefon: 0163 - 3 59 94 48 oder

01520 - 4 60 68 68

www.ev-kirche-varel.de


20

SCHLOSSKIRCHE - VAREL

Immer wieder Hilfe für die „Tafel“

Es sind nicht allein die finanziellen

oder materiellen Spenden,

die der Vareler Tafel helfen, es

ist auch die ideelle Verbundenheit,

die sich in den verschiedensten

Zuwendungen zeigt. So

gab es auch in jüngster Vergangenheit

zwei positive Beispiele

für die Unterstützung der Vareler

Tafel: So steckte eine Kundin

dem Fahrer, der regelmäßig Waren

aus dem Verbrauchermarkt

holt und zur Tafel an der Oldenburger

Straße bringt, spontan 20

Euro zu: „Weil ich es so gut finde,

was Sie da machen“.

Große Hilfsbereitschaft zeigten

auch Jugendliche der Fahrradwerkstatt

an der Haupt- und

Realschule (HR/RS) Arngaster

Straße in Varel. Die Schülerfirma

setzte für die Vareler Tafel

ein Fahrrad instand, das daraufhin

einem Kunden dieser Einrichtung

zur Verfügung gestellt

werden konnte. Das Fahrrad

fand einen dankbaren Abnehmer

- der Empfänger hatte früher

Wir wünschen Gottes

Segen zum Geburtstag:

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Anita Osterloh (l.) und Wolfgang Müller (2. v. r.) nahmen dankbar

das Fahrrad entgegen, das Jugendliche der Fahrradwerkstatt mit

Andreas Michalke (r.) für die Tafel instand gesetzt hatten.

selbst einmal in einer ähnlichen

Schülerwerkstatt gearbeitet.

Die Fahrradwerkstatt ist

montags und mittwochs von 14

bis 15.30 Uhr geöffnet, zu erreichen

über die Rampe neben dem

Haupteingang. Schülerinnen und

Schüler der 5. bis 10. Klassen

sind hier unter Regie des Konrektors

Andreas Michalke in ei-

.

Gottes Segen auf dem

gemeinsamen Lebensweg

wünschen wir den

Paaren:

. .

.

Wir gratulieren zur

Taufe:

ner eigenen Firma aktiv; Unterstützung

erhält der Betrieb vom

Fahrradmechaniker Ulrich

Böhm aus Büppel. Reparaturen,

der Verkauf von neuen und

gebrauchten Ersatzteilen sowie

von kompletten, überholten

Fahrrädern, ein Hol- und Bringdienst

mit einem Anhänger Marke

Eigenbau sowie Überprüfun-

. .

Wir gratulieren zur

Goldenen Hochzeit:

. .

Wir gratulieren zur

Diamantenen Hochzeit:

. .

Wir trauern mit den

Angehörigen um:

.

.

gen von Beleuchtungsanlagen

gehören zum Angebot des jungen

Unternehmens. Das verfügt

nicht nur über die Werkstatt,

sondern auch über Geschäftsführung

und Buchhaltung - und

auch die Betriebsfeste fehlen

nicht, wie in einer „richtigen“

Firma.

Dankbar nahmen Anita Osterloh,

Sprecherin der Vareler

Tafel, und Wolfgang Müller,

einer der ehrenamtlichen Helfer

dieser Einrichtung der ev.-luth.

Kirchengemeinde Varel, die

Spende entgegen. Die Vareler

Tafel versorgt an jedem Mittwoch

über 220 Bedarfsgemeinschaften

aus Varel und der Friesischen

Wehde mit Lebensmitteln,

dass bedeutet Nahrung für

weit mehr als 600 Menschen mit

geringem Einkommen. Und die

Tafel sorgt auf diese Weise

gleichzeitig dafür, dass wertvolle

Nahrungsmittel nicht auf

dem Müll verschwinden.

Wolfgang Müller

www.ev-kirche-varel.de


ARCHE - BÜPPEL

Gemeindeausflug am 20. Juni

Das Sperrwerk bei Elsfleth aus der Vogelperspektive

„Ruhig und gemütlich“ – so

lautet der Werbeslogan einer

Gemeinde in der Wesermarsch.

Auf der Rundfahrt durch unsere

östliche Nachbarregion wollen

wir diesen Charakter erleben

und „auf dem Weg“ in aller Ruhe

vieles Schönes in Natur und

Kultur entdecken. Ein kundiger

Gästeführer wird uns auf der

Fahrt begleiten und Wissenswertes

über diesen Flecken hinter

dem Deich erzählen. Der Ort

Feste Termine

Konfirmanden:

Dienstag nachmittags

Kinderkirchenteam:

nach Verabredung

Krabbelgruppen:

siehe Seite 9

„Persien“ ist nur eine Station

auf dem Weg neben Golzwarden

der Heimat des berühmten

Orgelbauers Arp Schnitger

(1648-1719). Aus seinem Leben

werden wir in der St. Bartholomäus-Kirche

hören. Dort hat

auch der Hamburger Künstler

Ludwig Münstermann (gest.

1638) einen Taufstein gestaltet.

Der Zusammenfluss von Hunte

und Weser ist das Ziel der Reise.

Im Bootshaus Elsfleth keh-

Kinderkirche:

einmal im Monat, s.o.

Handarbeitskreis:

Alle 14 Tage Dienstags, 19.30 Uhr

Plattd. Frühstück:

Vierteljährlich

ren wir zu leckerem Kaffee und

Kuchen ein und schauen dabei

die großen Frachtschiffe auf ihrem

Weg nach Bremen. Wer gut

zu Fuß ist, kann den Gang zum

Sperrwerk unternehmen. Den

größten Teil der Reise legen wir

mit dem Bus zurück.

Termin: 20. Juni, 13 bis 18 Uhr.

Kosten: ca. 20 bis 22 Euro.

Anmeldung bitte bis zum 8.

Juni an das Kirchenbüro, Telefon:

96 62 -19.

Seniorengymnastik:

Jeden Mittwoch

von 9.30 bis 11.30 Uhr

Gemeindenachmittag:

Dritter Mittwoch im Monat,

15.30 Uhr

Bauwagengruppen:

nach Verabredung

Singkreis:

Jeden Mittwoch, 20 Uhr

Büppeler Weltladen:

Geöffnet bei Gemeindeveranstaltungen

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

21

Zukunft der Kirche

Am 6. und 7. Juli diskutieren

an die 1.000 Menschen

in der Weser-Ems-

Halle in Oldenburg über

die Zukunft unserer Kirche.

Dieser „Zukunftskongress“

soll am Sonntag, 8.

Juli um 10 Uhr, in einen

Gottesdienst münden, der

in jeder Gemeinde gefeiert

wird. Auch in Büppel wollen

wir das Thema des

Kongresses aufgreifen.

Anknüpfend an die Abrahamsgeschichte

heißt das

Motto „Ein Land, das ich

dir zeigen will.“ Diese Losung

wurde von Bischof

Jan Janssen und dem Wildeshauser

Kantor Ralf

Größler vertont, so dass

sie kirchenweit gesungen

werden kann.

Kirchentaxi am 8. Juli

Zum Gottesdienst am 8.

Juli fährt wieder ein Kirchentaxi.

Wenn Sie abgeholt

werden möchten, so

melden Sie sich bitte bis

Freitag 11.30 Uhr im Kirchenbüro

unter Telefon:

9662-19.


22

BÜPPEL

Offen und einladend

Auch der hohe Kirchturm in

Büppel kann nicht verhindern,

dass Menschen die Arche übersehen

und daran vorbeifahren.

Was für Kenner der Lage undenkbar

ist, passiert immer wieder,

wenn Menschen neu den

Weg in die Arche suchen. Die

Beete an der Straße sind sehr

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

verwuchert und verhindern eine

gute Einsicht.

Wir wollen diesen Teil der

Gartenanlage neu gestalten: Als

eine offene und schöne Einladung,

sich der Arche zu nähern.

Eine niedrige Hecke an der

Straße soll den Durchgang zu

einem kleinen Weg eröffnen.

Die neuen Konfirmanden, die im Jahr 2014 konfirmiert

werden möchten, trafen sich Mitte April zu einem Kennlernwochenende

in der Arche. Am Freitagabend startete die Nightchurch,

die von einem Team Jugendlicher vorbereitete wurde.

Die Nightchurch ist eine Mischung aus Andacht, Konzert, Essen

und anschließender Disko. Der Sonnabend war Kennlerntag

aller. Vom Turm der Schlosskirche hatten alle in luftiger Höhe

einen guten Blick über Varel und den Frühlingsmarkt. Schließlich

wurden alle Konfirmanden am Sonntag von der Gemeinde

in einem Gottesdienst herzlich willkommen geheißen. Wir wünschen

Euch ein gutes und gelungenes Jahr der Konfirmandenzeit.

Zwei Bänke laden ein, sich unter

der Friedenseiche, die das

Landvolk vor über 30 Jahren

gepflanzt hat, auszuruhen.

Denkbar wäre, dass eine Infotafel

Auskunft über den Ort des

Hohen Büppel mit der Arche

gibt. So führt die Radtour durch

Büppel sinnvoll auch an der Ar-

Wir wünschen Gottes

Segen zum Geburtstag:

Wir gratulieren zur

Taufe:

Wir

gratulieren zur

Goldenen Hochzeit:

.

;

„Als Oma das Papier

noch bügelte“

Am Mittwoch, 18. Juli, ab

15.30 Uhr kommt Christiane

Boos mit Erzählungen

aus dem Lebensallltag unserer

(Ur-)Großeltern in

den Büppeler Gemeindenachmittag.

Bei Flötenmusik

freuen wir uns auf einen

schönen Nachmittag. Wer

vom Taxi abgeholt werden

möchte, wir gebeten sich

im Kirchenbüro anzumelden,

Telefon: 9662-19.

Plattdeutsches

Gemeindefrühstück:

Vorschau: Dienstag, 11.

Sept., 9.30 Uhr. Bitte zuvor

über das Kirchenbüro anmelden.

Links: Skizze der neuen Gartenanlage

an der Arche.

che vorbei. Nach hinten wird

der Sichtschutz zum Spielplatz

des Kindergartens erhalten und

neu gestaltet.

Finanziert wird diese Umgestaltung

durch die Spenden,

die beim 30jährigen Jubiläum

der Arche 2010 gesammelt wurden.

Wir

gratulieren zur

Diamantenen Hochzeit:

Wir

gratulieren zur

Eisernen Hochzeit:

Wir

trauern mit den

Angehörigen um:

www.ev-kirche-varel.de

.

.


DANGASTERMOOR

Glocke ist Spitze im Netz

Tausende von Klicks - Internetauftritt macht neugierig

Die Glocke am Martin-Luther-

Haus ist im Internet auf youtube

zu sehen. Darüber wurde schon

einmal berichtet, ebenso über

das 25jährige Jubiläum im Jahr

2011. Nun fand ich durch Zufall

bei youtube ein Interview mit

Miguel-Pascal Schaar, der das

Video damals aufgenommen

hatte. Darin erklärt er Sinn und

Zweck seiner Glockenaufnahmen

(zu sehen unter: www.

youtube.com/watch?v=bu1a9Dg

-gu4&list=FLtdKsXJuZBF6ePtv

k0EQCpA&index=29&feature=

plpp video.

In dem Interview kommt er

u.a. auch auf die Glocke in Dangastermoor

zu sprechen: „Eine

kleine Glocke am Jadenbusen,

und diese Glocke hat ganz viele

Aufrufe, also 5.500 sind viele.

Die ist im Grunde nichts besonderes…

Warum gerade dieses

Video der Dangastermoorer

Glocke, das lässt sich schwer

sagen. Jeder Klick bei youtube

macht wieder andere neugierig…“

Besucher der Seite können

auch einen Kommentar

schreiben. Einer schrieb, grammatikalisch

nicht ganz korrekt:

„die glocke am Dangastermoor

kennen ich schon, seitdem ich

zwei Jahre bin... ist eben ein

Touristenort...ich finds toll, dass

ichs wiedergefunden habe...“

Das Interview stammt aus

dem Jahr 2009. Mittlerweile hat

die Dangastermoorer Glocke sogar

16.292 Aufrufe und es gibt

eine überarbeitete Version mit

571 Aufrufen. Hier noch einmal

der Link: http://www.youtube.

com/watch?v=71rNJEpC4QU&l

ist=UUM15GuSH7o24qd4sNp2

ho Q&index=328&feature=plpp

video.

Übertroffen wird unsere Glocke

nur noch von der Martin-

Luther-Glocke in Wilhelmshaven-Voslapp.

Sie wurde 32.788

mal angeklickt. www.youtube.

com/watch?v=0jM9OGCW52Y

Veranstaltungen im Martin-Luther-Haus

Kinderbibelnachmittag:

Jeden letzten Donnerstag im

Monat, Ansprechpartner:

Pastor Peter Löffel, Telefon:

8 37 65.

Vorbereitungkreis für

Kindergottesdienste

und Konfirmandenarbeit:

Dienstags 18.30 Uhr, nach Absprache,

Kontakt: Pastor Peter

Löffel, Telefon: 8 37 65.

Konfirmandenseminare:

Sonnabend 14-tägig, 9 bis

12.30 Uhr, Ansprechpartner:

Peter Löffel, Telefon: 8 37 65.

Konfi-Helfer-Treff:

Montags 17 Uhr

Ansprechpartner: Herko Zobel,

Telefon: 8 62 56 66

Eltern-Kind-Kreise:

Ansprechpartner:

Peter Löffel, Telefon: 8 37 65.

Auch im Internet immer wieder gerne und oft gehört: Die Glocke

am Martin-Luther-Haus in Dangastermoor. Bild: Peter Löffel

&list=UUM15GuSH7o24qd4sN

p2ho Q&index=234&feature=pl

pp video.

Miguel Pascal Scharr stammt

aus Bremerhaven, ging in Wilhelmshaven

zur Schule und lebt

jetzt in Berlin. Deshalb sind viele

Glocken aus dem Norden und

aus Berlin auf seinem Glockeninternetportal

zu sehen. Mittlerweile

sind es 373 Videos, darunter

auch Interviews, z.B. mit

Frauenhilfe:

Jeden 3. Mittwoch im Monat,

15 Uhr, Ansprechpartnerin:

Ilse Wienecke, Telefon: 60 30.

Nadel und Faden:

Donnerstags 14-tägig, 9.30

Uhr, Ansprechpartnerin: Ingrid

Wehrmann, Telefon: 36 08.

Seniorengymnastik

mit Morgenandacht:

Montags 10 Uhr, Leitung: Thea

Kickler, Telefon: 8 13 64, und

Linda Heers, Telefon: 37 37.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

23

Bischof Jan Janssen über die

Bedeutung von Glocken.

„Eine kleine Glocke am Jadebusen“,

wer hätte das gedacht?

Miguel-Pascal Schaar

hat übrigens auch eine Internetseite

für kirchenmusikalisch und

liturgisch Interessierte: „Choräle,

Orgel, Chor, Wochenlied und

mehr“ unter www. youtube.

com/user/ChoralBerlin.

Peter Löffel

Seniorentanz:

Donnerstags, 9.30 Uhr,

Leitung: Christa Hewelt,

Telefon: 95 00 12.

Gemeindenachmittag:

Jeden 1. Dienstag im Monat,

15 Uhr, Ansprechpartner:

Peter Löffel, Telefon: 8 37 65.

AA-Gruppe:

Freitags 20 Uhr. Informationen

unter Telefon: 04451 -

8 19 89.


24

DANGASTERMOOR

Neues Parament im Martin-Luther-Haus

Liturgische Farben der Kirche

dienen dazu, den Charakter

der verschiedenen Zeiten und

Feste zu verdeutlichen. Das

Kirchenjahr soll dabei symbolisch

versinnbildlicht werden.

In der evangelischen Kirche

sind weiß, violett, grün,

rot und schwarz die liturgischen

Farben, die den Festen

im Jahreskreis zugeordnet

sind. Nach ihnen bestimmt

sich die Farbe der Paramente

an Altar und Kanzel.

Die liturgische Farbe des

Karfreitags und Karsamstags

ist schwarz, wobei aber vollkommene

Schmucklosigkeit

des Altars ausreichend ist.

Das Letztere wurde bisher

so gehandhabt, denn ein

Enneagramm-Vortrag im Martin-Luther-Haus

Am 13. Juni von

19.30 bis 21.30

Uhr im Martin-

Luther-Haus in

Dangastermoor

referiert der

Psychotherapeut

und Religionslehrer

Joachim S. Barteit (Foto)

über das „Enneagramm“.

Das Enneagramm ist ein uraltes

kosmisches Symbol, das

Wahrheitssuchern zur Erforschung

der wahren Natur des

Mensch-Seins und zur Befreiung

persönlichen Leidens zu

allen Zeiten dienlich war und

ist.

Jeder Mensch möchte glücklich

sein und versucht auf seine

Art und Weise das Beste daraus

zu machen. Aber oftmals machen

wir die Erfahrungen, dass

wir entweder scheitern, dass es

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

schwarzes Parament war nicht

vorhanden.

Schwarz ist die Farbe des

Todes der Trauer und der

Dunkelheit und hat ihren

Raum an Karfreitag, wenn

wir uns an den Tod Jesu

erinnern.

Nun wurde von Meike

Löffel ein neues Parament in

schwarz für den Altar im

Martin-Luther-Haus angefertigt,

um diesem besonderen

Tag Rechnung zu tragen. Am

6. April war es erstmals zu

sehen.

Foto rechts: Das schwarze

Parament für den Karfreitag

und Karsamstag wurde von

Maike Löffel gefertigt.

Befreiung aus den

sieben Todsünden

anders kommt, als wir es uns

gedacht haben, oder dass wir aus

Angst vor dem Unbekannten

erst gar nicht den Schritt wagen,

zu gehen. Oder dass wir misstrauisch

sind, gleichgültig werden,

innerlich resignieren und

letztlich verzweifeln, dass wir

das Gefühl haben, es nicht geschafft

zu haben, nicht richtig,

nicht gut genug und nicht liebenswert

zu sein. Und aus innerer

Trägheit lernen wir, uns bequem

in unserem Leiden einzurichten

und vergessen uns selbst

dabei.

In diesem Vortrag wird ein

innerer Weg beschrieben mittels

des Spiegels des Enneagramms,

in dem sich der Zuhörer wieder

erkennen kann in seinen persönlichen

Leidensstrukturen und

einen Ausweg daraus entdecken

kann.

Wir wünschen Gottes

Segen zum Geburtstag!

.

Wir gratulieren zur

Diamantenen Hochzeit:

.

Gottes Segen auf dem

gemeinsamen Lebensweg

wünschen wir dem

Paar:

.

.

.

Wir gratulieren zur

Goldenen Hochzeit:

.

Wir gratulieren zur

Taufe:

.

Wir trauern mit den

Angehörigen um:

www.ev-kirche-varel.de


OBENSTROHE

Anders auf jeden Fall

Kontroverse um den Klinker beim Umbau des Gemeindehauses

Derzeit erhitzt ein Stein die Gemüter

der Menschen in Obenstrohe.

Es wird viel diskutiert

und viel spekuliert. Gemeint ist

der Ziegel des Gemeindehausanbaues.

Die Meinungen reichen

von: „Wieso? Ich finde ihn

schön.“ Bis hin zu: „Also, wir

wollen zusammenlegen und das

Ganze übermalen.“ Zugegeben,

das Haus bekommt mit den hellen

Klinkern ein leicht mediterranes

Aussehen. Es könnte auch

in Südfrankreich oder in Spanien

stehen (dann hieße es statt

„Haus Gottes“ eben „Maison de

Dieu“ oder „Casa de Dios“).

Zugegeben, neben den roten

Klinkern des Altbaus und des

Kindergartens wirkt es ein wenig,

sagen wir fremd, anders auf

jeden Fall. Aber genau das ist

die Absicht.

Um das zu erklären, muss

ich ein wenig ausholen. Keine

Angst, ich fange nicht bei Adam

und Eva an. Um das Aussehen

des Anbaus zu planen wurde im

vergangenen Jahr eigens ein

Gremium gebildet. Dieses besteht

aus Mitgliedern des Bauausschusses

des Gemeindekirchenrates,

aus Mitgliedern des

Bezirksrates in Obenstrohe, natürlich

aus dem Architekturbüro

Boner und meiner Selbst. Gerade

die Auswahl eines passenden

Klinkers war Bestandteil vieler

Beratungen. Dutzende von Klinkerproben

verschiedener Farben

wurden von uns begutachtet.

Dabei kristallisierte sich eine

Überlegung heraus: Der alte

Klinker ist genau so nicht mehr

zu bekommen. Nehmen wir also

einen irgendwie ähnlichen, so

Großbaustelle Gemeindezentrum Obenstrohe: über den mediterranen

Stein gibt es Diskussionen. Foto: Wolfgang Müller

kann das Gebäude wirken wie

gut gemeint, aber nicht gut gemacht.

Gut gewollt, aber nicht

gekonnt.

Also kamen wir zu dem Entschluss,

dem Haus ein ganz anderes

Aussehen zu geben. Um

jedoch die Wahl treffen zu

können, erfragten wir bei den

Klinkerfirmen den Standort der

Häuser, die mit denjenigen Steinen

gebaut waren, die wir in die

engere Wahl gezogen hatten.

Dann ging es auf zu Exkursionen

nach Oldenburg, nach Rhauderfehn,

immer mit einem wachen

Auge für den Gesamteindruck.

Dann erst waren wir uns

einig und wählten eben diesen

Klinker aus, der nun in der Diskussion

steht.

Ja, er wirkt anders. Ja, er

wirkt vielleicht fremd. Aber wir

müssen immer bedenken: In diesem

Haus wird vor allem Got-

tesdienst gefeiert werden. Hier

werden Menschen im Namen

Gottes zusammenkommen, gemeinsam

werden wir uns Gottes

Wort nähern. Das aber wirkt

auch manchmal fremd in dieser

Welt. Gottes Liebe wirkt anders

in dieser Welt, die lieblos zu

werden droht. Dieses Haus setzt

ein Zeichen! Hier soll es ein

klein wenig anders zugehen als

im Alltag. Annehmend, vergebend,

liebevoller. Lebendig

eben.

Jeder und jede ist herzlich

eingeladen, sich ein eigenes Urteil

zum Aussehen des neuen

Anbaues zu bilden. Lesen sie

den ersten Teil des letzten Satzes

noch einmal.

Genau das ist wichtig. Bei aller

Diskussion. Bei aller Kontroverse.

Jeder ist eingeladen im

Haus Gottes.

Herzlich Ihr Pastor Rebbe

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

25

Aus dem Buch

des Lebens

Wer die Bibel als verstaubtes

Buch sieht, wer glaubt, was dort

geschrieben steht, hat nichts

mehr mit unserer Wirklichkeit

und mit unserem Leben zu tun,

der sollte sich dringen auf den

Weg machen und mit uns einen

Blick hinter die Kulissen der Bibel

werfen.

Wer heute noch aus der Bibel

lebt, wer aus ihren Lebenslehren

und ihren Glaubensaussagen

viel für das eigene Leben

und den eigenen Glauben zieht,

der sollte sich auf jeden Fall auf

den Weg machen und mit uns

aus dem prallen Leben schöpfen,

das die Bibel uns bietet.

Die Bibel ist und bleibt ein

spannendes Buch. Die Bibel ist

und bleibt Grundlage vieler Ideen,

die Bestandteil unserer Kultur

sind. Die Bibel ist und bleibt

voll von Geschichten und Ideen,

die uns im Leben tragen, die uns

den Glauben der ersten Christen

nahe bringen und unseren Glauben

stärken.

Diesem Buch wollen wir

uns nähern, gemeinsam lesen

wir darin und gemeinsam sehen

wir, was die Aussagen der Bibel

in unserem Leben bewirken

können.

Alle sind herzlich willkommen,

jeder der sucht und jeder, der

meint schon gefunden zu haben.

Mann, Frau, alt, jung, lasst uns

aus dem Buch des Lebens

schöpfen. Wir starten am Dienstag,

5. Juni, um 19.30 Uhr im

Gemeindehaus „St. Michael“ in

Obenstrohe, Riesweg 30.

Wir freuen uns auf Sie!

Pastor Edgar Rebbe

und Alfred Kellermann


26

OBENSTROHE

Namensklinker

Aktion sorgt für große Gemeinschaft

"Steinreich" ist Obenstrohe -

geht es nach der Zahl der Namensklinker

beim Umbau und

der Erweiterung des Gemeindehauses

Obenstrohe - und der

Verbundenheit, die dabei entstanden

ist. 500 Steine wurden

für das Projekt von den Gemeindemitgliedern

erworben. "Das

hat ein starkes Gemeinschaftsgefühl

hervorgerufen", freut sich

Kirchenälteste Elsa Wagenknecht,

die die Aktion von Anfang

an begleitet hat: "Jeder Name

bedeutet, dass sich der Spender

mit unserer Gemeinde identifiziert

und den Umbau mitträgt."

Sie und ihr Mann Klaus,

dazu Gerold Betke, Herbert Wilkenjohannes

und Heinrich

Schmidt hatten nun die Aufgabe,

die Rohlinge vor dem Brennen

mit den Namen der Spender zu

beschriften. In unzähligen Stunden

wurden die Buchstaben mit

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

doppelseitigem Klebeband

spiegelverkehrt aufgeklebt, fixiert

und dann in die Schmalseite

des Ziegels eingedrückt, bevor

sie in die Trocknung, später in

den Brennofen geschoben wurden.

Danach die Kontrolle: Sind

alle Namen gut sichtbar? Hat

kein Stein Risse? Welche Klinker

müssen neu geformt, bedruckt

und gebrannt werden?

Mehr als wertvolle Hilfe

erhielt das Team dabei von der

Ziegelei Uhlhorn in Grabstede.

Werkleiter Uwe Remmers und

Geschäftsführer Ernst Buchow

gaben nicht nur Tipps und packten

mit an, das Werk hatte neben

dem "Knowhow" auch sämtliche

Steine gestiftet und auch den

Brand nicht berechnet, betont

Elsa Wagenknecht mit Dankbarkeit:

"Das war schon sehr, sehr

großzügig."

Hinter vielen Steinen, die das

Seniorenkreis aktiv

Programm vom Kohlessen bis zum Halbtagesausflug

Der Seniorenkreis Obenstrohe

ist seit nunmehr 32 Jahren immer

noch aktiv. Die Mitglieder

treffen sich an jedem dritten

Mittwoch. Meistens finden die

Treffen im Gemeindehaus statt.

Hierbei werden mal ein Vortrag

oder auch mal etwas Geselliges

zur Unterhaltung geboten. Begonnen

wird das Treffen meistens

mit einer Andacht von Pastor

Edgar Rebbe. Danach steht

dann eine Kaffetafel auf dem

Programm.

Auch in diesem Jahr hat der

Seniorenkreis am Kreiskohlessen

mit vielen Mitgliedern teilgenommen.

Die Obenstroher

Senioren pflegen die langjährige

Freundschaft mit dem Seniorenkreis

Dangastermoor. So feierte

die Obenstroher Gemeinschaft

das schon traditionelle Heringsessen

im Büppeler Krug mit den

Freunden aus Dangastermoor.

Im Mai gingen die Senioren

auf Fahrt. Der diesjährige Halbtagesausflug

führte nach Wies-

Wir wünschen Gottes

Segen zum Geburtstag:

Freuen sich über das gelungene Werk: (v.l.n.r) Gerold Betke, Uwe

Remmers (Fa. Uhlhorn, Werkmeister), Ernst Buchow, Geschäftsführer

Fa. Uhlhorn, und Klaus Wagenknecht.

Gemeindehaus optisch "stützen"

werden, verbergen sich auch

persönliche Geschichten. Eine

Bürgerin aus Wiesbaden beispielsweise

hatte sich an der

Feste Termine

Jugendgruppe:

Jeden Dienstag, 19 bis 21 Uhr,

Herko Zobel, Telefon: 04451 -

86 25 66

Frauengesprächskreis:

Jeder zweite Mittwoch im

Monat, im Sommerhalbjahr

moor, wo Kaffee und Kuchen

serviert wurden und die Blumenpracht

in der Blumenhalle

genossen werden konnte.

Weitere Informationen können

unter der Telefonnummer:

04456 - 540 oder auf der Inter-

Wir gratulieren zur

Goldenen Hochzeit:

Wir gratulieren zur

Diamantenen Hochzeit:

.

.

Aktion beteiligt - "um an meine

Großeltern zu erinnern". Insgesamt

waren weit mehr als 8.000

Euro zusammengekommen.

Wolfgang Müller

Wir gratulieren zur Taufe:

Wir trauern mit den

Angehörigen um:

.

19.30 bis 21.30 Uhr, Doris

Busch, Telefon: 04451 – 3758

Konfirmandenunterricht:

Donnerstags 15.45 bis 18 Uhr

Senioren:

siehe unten

netseitewww.seniorenkreisobenstrohe.de eingeholt werden.

Die Leiterin vom Seniorenkreis,

Anne Wiggers, bietet auch jeden

Donnerstag in der Zeit von 10

bis 11 Uhr Seniorengymnastik

an.

www.ev-kirche-varel.de


SENIOREN

Leben im Alter kann so vielseitig sein

Viele Menschen empfinden das Alter als Last. Aber es kann

auch beglückende Aspekte haben… wenn wir den Mut aufbringen,

neue Wege zu gehen, Kontakte zu suchen und zu pflegen.

In dieser und in weiteren Ausgaben von „Evangelisch in Varel

stellen wir Wohn- und Lebensformen von Senioren vor,

veröffentlichen Erfahrungsberichte von Menschen, die in einem

der Vareler Seniorenheime leben; von Menschen, die noch

in ihrem Zuhause wohnen; und von Menschen, die sich für eine

alternative Wohnform entschieden haben. Ihnen allen ist ei-

Was haben Frühchen, also zu

früh geborene Babys, in diesem

Magazin auf den Spezialseiten

für Senioren zu suchen? Für

Christiane Boos, Mitarbeiterin

im Redaktionsteam dieses Magazins,

ist die Antwort klar,

seitdem sie ehrenamtlich Mützchen

und Söckchen für die winzigen

Babys im Elisabeth-Kinderkrankenhaus

des Klinikums

Oldenburg strickt. „Das ist doch

eine wunderbare Aufgabe für

ältere Menschen, die gerne ihre

Mußestunden zu Hause oder im

Kreise Gleichgesinnter sinnvoll

ausfüllen möchten.“, meint

Christiane Boos und fügt hinzu:

„Dafür will ich einfach ein bisschen

Werbung machen.“

Dass diese Hilfe gut ankommt,

bestätigt denn auch

Schwester Heike, die auf Station

161 den ebenso schweren

wie erfüllenden Dienst an den

Frühchen ausübt, in folgendem

Interview, das Christiane Boos

führte:

Warum würden Sie sich über

gestrickte Frühchen-Mütz-

chen oder -söckchen freuen?

Die Eltern finden sie ganz toll,

sie erinnern sie wohl an Großmutters

Zeiten. Und den Kindern

tut die warme Wolle gut.

Warum brauchen speziell

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Frühchen warme Füße und

Köpfchen?

Sie verlieren die meiste Wärme

über den Kopf - deswegen sind

die Mützchen so wichtig. Und

die Söckchen sind ungemein

praktisch. Sie halten das Überwachungsgerät

am Fuß wunderbar

fest. Aber es geht auch

um mehr: Das Bild eines Kindes

mit gestrickten Mützchen

und Söckchen verändert sich

positiv.

Welche Wolle sollten die Stricker

verwenden? Baumwolle

oder Strumpfwolle?

Sollten die gefertigten Sachen

gewaschen zu Ihnen kommen,

oder werden sie von Ihnen vor

Gebrauch gereinigt und desin-

fiziert?

Können Sie auch noch andere

Sachen – wie zum Beispiel ge-

strickte Decken – gebrauchen?

nes gemein: sie tun etwas gegen die Einsamkeit im Alter, sie

engagieren sich für sich selbst und für andere. In unserem

Evangelisch in Varel“ möchten wir Anregungen geben, wie

man trotz eventueller Einschränkungen weiterhin am Leben

teilhaben kann. Es gibt viele Möglichkeiten: zum Beispiel mit

Stricken – für die Hobbymärkte, um sich etwas dazu zu verdienen

– oder – ehrenamtlich - für die Frühchenstation des

Klinikums Oldenburg; mit Karten- oder Kniffelrunden zur

Pflege der Geselligkeit; oder mit Gemeinschafts-Reisen, oder

mit….

Stricken für die Frühchen als schöne Aufgabe

350 Kinder werden jährlich betreut - Helfende Hände willkommen

Am besten eignet sich reine

Baumwolle.

Selbstverständlich legen wir

hier größtes Augenmerk auf

Hygiene. Die Mützchen und

Söckchen sollten aber natürlich

schon sauber gewaschen und

verpackt bei uns ankommen.

Auf jeden Fall, dafür sind Eltern

in allen Lebenslagen dankbar.

Ganz wichtig sind sie auch,

Mützchen oder Söckchen für Frühchen erfüllen einen wichtigen

Zweck. Die Strickanleitungen finden Sie auf der Folgeseite.

wenn die Kinder von der Intensivstation

kommen und

zum Bonding, dem Hautkontakt

mit den Eltern, gebracht

werden.

Haben Sie viele Stricker, die

Sie mit Sachen versorgen?

Oder könnten Sie gut noch ein

paar fleißige Hände gebrau-

chen?

Wie haben zwar wiederholt Anfragen

von Leuten, die gerne

für uns stricken würden, aber

zusätzliche helfende Hände

sind immer willkommen. Wir

betreuen hier 350 Kinder im

Jahr – da werden eine Menge

Mützchen, Söckchen oder Decken

benötigt.

Wie können evtl. interessierte

Stricker die Sachen an Sie

schicken? Oder müssen sie

persönlich vorbeigebracht

werden?

Alle Strickdamen können wir

allein aus hygienischen Gründen

hier leider nicht begrüßen.

Aber sie können sicherlich ein

Foto bekommen, das ihre Werke

am Baby zeigt. Nach telefonischer

Rücksprache mit mir

unter 0441 - 40 311 614 nehmen

wir die Strickware sehr

gerne an.

27

www.ev-kirche-varel.de


28

SENIOREN

Lesetipps

„Als Oma das Papier noch

bügelte“

Das Buch ist 2007 zum ersten

Mal erschienen. Es feierte solche

Erfolge, dass es jetzt bereits

in die 6. Auflage gegangen

ist. Es ist sehr lesefreundlich

groß gedruckt. Die Geschichten

sind im Schnitt ca. zehn Seiten

lang, lassen sich also sehr gut

mal 'so zwischendurch' genießen.

Wie schon der Titel sagt,

spielt in vielen Geschichten Papier

eine große Rolle; wusste

man doch früher den wertvollen

Rohstoff mehr zu schätzen

als heutzutage. So zum Beispiel,

wenn Oma das Seidenpapier

sorgfältig bügelte und

bei nächster Gelegenheit wieder

verwendete. Oder wenn das

Butterbrotpapier mit Zeitungspapier

vor dem Verschmutzen

geschützt wurde, damit es die

ganze Woche lang benutzt werden

konnte. Oder wenn Opa

Mütze für Frühchen

Maße: Gesamthöhe ca. 15

cm, Durchmesser ca. 8 cm

Materialverbrauch: ca. 15 g

Anleitung:

80 M auf 4 Nadeln verteilt

anschlagen und in Runden 12

– 13 cm im Rippenmuster (2

M rechts, 2 M links) cm stricken.

Dann mit den Abnahmen

beginnen und in der

nächsten Runde alle linken

M links zusammenstricken.

Eine Runde stricken wie die

M erscheinen (2 M rechts, 1

M links). In der nächsten

Runde alle rechten M rechts

zusammenstricken. Eine

Runde stricken wie die M

erscheinen (1 M rechts, 1 M

links). In den nächsten Runden

immer 2 M rechts zusammenstricken

bis nur noch

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

das gesammelte Papier in ordentliche

Quadrate schnitt, an

einer Seite ein Loch durch den

Stapel bohrte, eine Kordel

durchzog und das Ganze dann

im Klo aufhängte. - Wenn wir

unsere Enkel nach dem Sinn

fragen, werden sie bestimmt

denken, dass es sich hierbei um

Lesestoff für längere Sitzungen

handelte. -

Aber auch Geschichten ums

wöchentliche Badefest muten

uns heutzutage lustig an. Etwa,

wenn wir lesen, dass nicht jedes

Familienmitglied frisches

Badewasser bekam: „Nach jedem

Bad nahm meine Oma eine

große Schäpp, schöpfte den

Schmand vom Badewasser ab –

Dreck schwimmt ja oben – und

füllte etwas von dem heißen

Wasser nach.“, erfahren wir.

Für uns heute eine unappetitliche

Vorstellung, damals aber

ganz normal.

Solche und ähnliche Alltagserlebnisse

lassen die dama-

2 M pro Nadel übrig sind.

Mit dem Endfaden die M fest

zusammenziehen, dafür

zweimal durch die M ziehen,

Faden vernähen. Die Mütze

kann auch mit 72/84 Maschen

Anschlag gestrickt

werden, allerdings ist hier

der Bedarf nicht so groß.

Diese Mützenform ist für

die Frühchen besonders geeignet,

denn erfreulicherweise

kommen viele Frühgeborene

mit einem Geburtsgewicht

von über 1000 Gramm

zur Welt. Durch das Rippenmuster

ist die Mütze sehr

elastisch und anschmiegsam,

und sie wird einfach so oft

umgeschlagen bis sie passt.

Wird das Frühchen größer,

wird der Umschlag kleiner

gemacht. Die Mütze wächst

also mit.

lige Zeit noch einmal lebendig

werden. Ein Buch nicht nur für

Senioren, sondern auch zum

Vorlesen für die Enkel. Ein

Buch, das zu Gesprächen zwischen

den Generationen anregt.

Christiane Boos

„Als Oma das Papier noch

bügelte“; Verlag Butzon und

Berker; ISBN: 9783766608994;

12,80 Euro

Neues wagen und schaffen

„Sternschnuppenwünsche für

dich“ ist das 90 Seiten starke

Buch überschrieben, es enthält

nicht nur Gedichte, sondern

auch kurze besinnliche Texte,

die gut tun.

„Da, schau mal, eine Sternschnuppe!

Wenn du dir jetzt etwas

wünschst, ehe sie verglüht,

dann geht es in Erfüllung!“

Leider müssen wir uns oft damit

abfinden, dass das Leben

Regenwurmsocken

für die Frühchen

Maße: Gesamtlänge ca. 12-13

cm, Durchmesser ca. 4 cm

Materialverbrauch: ca. 10 g

Grundmuster:

Maschenzahl teilbar durch 6.

4 M rechts, 2 links im Wechsel

stricken. Nach jeweils 4

Runden das Muster um 1 M

nach links versetzen. D.h. die

5. Runde beginnt mit 1 M

links, 4 M rechts, 2 M links …

und endet mit 1 M links.

Durch das Versetzen dreht

sich das Muster spiralförmig.

Anleitung

30 Maschen auf 4 Nadeln verteilt

anschlagen und in Runden

2 – 2,5 cm im Rippenmuster

(1 M rechts, 1 M links)

stricken. Weiter im Grundmuster,

dafür die M wie folgt

kein Wunschkonzert ist, sondern

dass wir uns in viele Dinge

einfach fügen müssen. Aber

die Sehnsucht bleibt. Sehnsucht

kann zu einer unglaublichen

Kraft werden, die uns aus Gewohntem

aufbrechen lässt, die

uns hilft, Neues zu wagen und

zu schaffen.

Die Texte dieses Büchleins

sollen uns Mut und Zuversicht

geben, unsere Träume zu leben.

Sie sind für viele Lebenssituationen

geeignet, laden ein zu

Besinnlichkeit und Freude.

Auch für Weihnachten gibt es

neue und schöne Gedichte. Das

Buch hebt sich wohltuend ab

von der Vielzahl von Geschenktexten,

die so manche

Buchhandlungen überschwemmen.

Christiane Boos

„Sternschnuppenwünsche für

dich“, ISBN-Nr. 978-3-7615-5860-

7; Verlag Neukirchener Aussaat,

9,90 Euro

Leseproben auf der Folgeseite

verteilen: 1. und 3. Nadel je 7

M, 2. und 4. Nadel je 8 M.

Danach werden 4 Runden 4

rechts / 2 links gestrickt. In

der 5. Runde werden diese (4

rechts/2 links) um eine M

nach links versetzt. Dieses

Versetzen in jeder 5 Reihe

wiederholen bis eine Gesamthöhe

von ca. 11 cm erreicht

ist. Weiter glatt rechts stricken

und mit den Abnahmen für

die Spitze beginnen. In der 1.

Abnahmerunde die letzten 2

M der 2. und 4. Nadel rechts

zusammenstricken. Danach in

jeder Runde die letzten 2 M

pro Nadel rechts zusammenstricken

bis nur noch8Mübrig

sind. Mit dem Endfaden

zusammenziehen, Endfaden

vernähen.

Söckchen immer paarweise

mit einem Faden zusammenbinden.

www.ev-kirche-varel.de


SENIOREN

Geselliges Beisammensein gehört dazu

Wohnformen im Alter - Angebot „sehr praktisch“ - Ein Bericht von Christiane Boos

Das Ehepaar Antje und Wolf-

Werner Kühne musste sich im

Jahr 2000 von seinem Haus

trennen. Es stand somit vor der

Frage: „Was nun?“ Zuerst kam

der Gedanke auf: „Wir kaufen

uns etwas in Oldenburg. Da haben

wir die Stadt, da haben wir

die kulturellen Angebote, da

wird uns was geboten.“

Je länger Kühnes aber darüber

nachdachten, umso weniger

gefiel ihnen der Gedanke.

Schließlich fühlen sie sich in

Varel heimisch; hier haben sie

ihre Ärzte; hier haben sie ihre

Freunde und Bekannten; hier

kennen sie alles – und hier

kennt man sie.

„Wenn ich hier einkaufen gehe,

dann begrüßen mich die meisten

Geschäftsleute mit meinem

Namen. Wenn ich einmal

etwas Spezielles haben möchte,

so besorgt mir das mein 'Kaufmann

um die Ecke'. Hier ist es

nicht so anonym wie in Oldenburg",

war ein weiteres Argument

für den Verbleib in Varel.

Aber Kühnes Gedanken in

die Zukunft gingen noch weiter.

Wolf-Werner Kühne erzählt:

„Wir waren beide zu jener

Zeit um die Siebzig. Da ist

es höchste Zeit, sich über die

verbleibenden Jahre Gedanken

zu machen. Mehrere Dinge waren

uns wichtig:

Wir wollten gemeinsam etwas

Neues anfangen – wobei

die Betonung auf 'gemeinsam'

liegt. Wir wollten unser neues

Zuhause gemeinsam mit Leben,

mit Erinnerungen füllen.

Derjenige von uns, der übrig

bleibt, soll zumindest gefühlsmäßig

mit dem anderen in den

vertrauten Räumen verbunden

bleiben können. Außerdem

wollten wir in eine Wohnung

ziehen, in der wir uns auch bei

nachlassenden Kräften weiter

möglichst selbst versorgen, in

der wir aber zur Not auch be-

treut werden können; Wir suchten

also eine Wohnung mit Betreuungsangebot,

das man nicht

annehmen muss, aber annehmen

kann.“

Da traf es sich gut, dass im

Jahr 2000 die Seniorenresidenz

am St.-Johannes-Stift eröffnet

wurde. Das dortige Wohnungsangebot

erfüllte fast alle Wünsche

des Ehepaars Kühne an ihr

zukünftiges Wohnen.

Als Beispiel für sich ändernden

Bedürfnisse erklärt Antje

Kühne: „Wir haben eine schöne

Küche in unserer Wohnung im

Seniorenstift. Noch kann ich

selber kochen. Aber wenn es

mir nicht so gut geht, dann gehen

wir in die Krankenhaus-

Cafeteria und essen dort. Und

sollte auch das einmal nicht

mehr möglich sein, so wird uns

das Essen in die Wohnung geliefert.

Das ist sehr praktisch.“

Ein großes Anliegen des

Ehepaars Kühne ist das Pflegen

der Geselligkeit. Es bereichert

nicht nur ihren aktuellen Alltag,

es wird auch dem übrig bleibenden

Partner helfen nicht zu

vereinsamen.

„Zu einem aktiven und erfüllten

Leben gehört unbedingt geselliges

Beisammensein mit altem

und neuem Bekanntenkreis.

„Deshalb treffen wir uns

auch so gerne zu unserem regelmäßigen

Spielenachmittag

mit Herrn Husmann im nahe

gelegenen Marienstift,“ meint

Wolf-Werner Kühne. „Uns ist

wichtig: wenn einer von uns

alleine bleibt, meine Frau oder

ich, dann bietet das Seniorenstift

auch bei schwächer werdender

körperlicher Verfassung

zahlreiche Kontaktmöglichkeiten,

um einem 'Alleinsein' zu

entgehen.“

Das Redaktionsteam von

Evangelisch in Varel

wünscht noch viele fröhliche

gemeinsame Treffen!

Skatspielen gehört zu den Abwechslungen, die das Ehepaar Antje

und Wolf-Werner Kühne genießt. Bild: Christiane Boos

Manche Menschen

wissen nicht,

Manche Menschen wissen nicht,

wie wichtig es ist, dass sie

einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,

wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,

wie tröstlich ihr gütiges Lächeln

wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,

wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,

wie viel ärmer wir ohne sie

wären.

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk des

Himmels sind.

Sie wüssten es, würden wir es

ihnen sagen.

Verfasser unbekannt

Glaub, dass du einen

Beitrag zu geben hast,

Glaub, dass du einen Beitrag zu

geben hast.

Du wirst wahrscheinlich

den Kurs der Welt nicht

verändern,

kein Held auf internationaler

Szene sein.

Wirst du als du gebraucht.

Es entsteht ein Loch,

wenn du weg bist.

Aber du musst es glauben

und dich auch so bewegen:

Nur wenn du du bist,

leistest du einen wichtigen

Beitrag.

Wenn du Rollen spielst

und tust, was alle tun

oder was man von dir verlangt,

dann fehlt niemand,

wenn du weg bist,

weil ein anderer die Rolle

übernimmt.

Ulrich Schaffer

Beide Leseproben aus:

„Sternschnuppenwünsche für dich“, Verlag Neukirchener Aussaat

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012 www.ev-kirche-varel.de

29


30

SENIOREN

Zeitig mit Wohnen im Alter befassen

Verschiedene Einrichtungen in Varel - Warteliste

Pflegeplatz, betreutes Wohnen

oder seniorengerechte Mietwohnung:

Es gibt verschiedene

Wohnformen im Alter. Jörg Peters,

Geschäftsführer des Diakonischen

Werkes Varel, rät im

Interview mit unserer Redaktion

dazu, sich frühzeitig mit

dem Thema zu beschäftigen.

In Verantwortung der Kirchengemeinde

in Varel stehen

mehrere Einrichtungen für

betreutes Wohnen. Das Diakonische

Werk Varel unterhält

das „Haus am Wald“, das

„Meyerholzstift“ und „Simeon

und Hanna“. Wie vielen Menschen

bieten diese Häuser

Platz, für wen ist welches

Haus am besten geeignet?“ Sollten die Bewohner des

Das „Simeon und Hanna“ ist

eine stationäre Altenhilfeeinrichtung

mit 104 Pflegeplätzen.

Wir versorgen dort pflegebedürftige

Menschen aller Pflegestufen

und bieten auch Kurzzeitpflege

an. Die Unterbringung

erfolgt in Einzel- und

Doppelzimmern. Grundsätzlich

kann jeder Senior im „Simeon

und Hanna“ aufgenommen

werden, die Praxis zeigt aber,

dass die alten Menschen so lange

wie möglich zu Hause bleiben

wollen und sich dort im

Bedarfsfall von einem ambulanten

Dienst versorgen lassen

können. Erst wenn diese Versorgung

nicht mehr ausreicht,

suchen sie eine stationäre Pflegeeinrichtung

auf.

Im „Meyerholzstift“ bieten

wir in 19 Einzel- und 7 Doppelappartements

betreutes

Wohnen an. Die Appartements

sind mit einem Wohnraum, einer

Schlafnische, einer kleinen

Küche und einem Duschbad

ausgestattet. Das Mittagessen

erfolgt gemeinsam im Speiseraum,

Frühstück und Abendbrot

kann sowohl gemeinsam

als auch im eigenen Appartement

eingenommen werden.

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

In den Altenhilfeeinrichtung wird ein abwechslungsreiches Programm zur Begegnung geboten.

Meyerholzstift pflegerische

Unterstützung benötigen, so

wird diese von unserer Diakonie-Sozialstation

geleistet.

Im „Haus am Wald“ bieten

wir 29 seniorengerechte Mietwohnungen

an. Die Wohnungen

verfügen über 2 Zimmer,

Küche und Bad. Die Mieter

sind in der Regel sehr selbstständig,

können auf Wunsch

aber Zusatzleistungen wie beispielsweise

Wohnungs- und

Wäschereinigung oder Vollverpflegung

in Anspruch nehmen.

Nun steht nicht immer ein

freier Platz im gewünschten

Haus zur Verfügung. Wann ist

der günstigste Zeitpunkt für

eine Anmeldung - und wie

groß ist die Warteliste?

Nun, diese Frage kann ich so

gar nicht beantworten. Erfreulicherweise

entscheiden sich

viele Menschen frühzeitig für

eine alternative Wohnform.

Dies ist häufig mit einer Verbesserung

ihrer Lebensqualität

verbunden. Die Menschen erfahren

durch die Entbindung

von inzwischen mühsam gewordenen

Aufgaben viel Entlastung.

Für die Seniorenwohnungen

gibt es tatsächlich eine Warteliste.

Derzeit haben sich zehn

Interessenten in diese Liste eintragen

lassen. Die Aufnahme in

eine stationäre Pflegeeinrichtung

hingegen erfolgt mitunter

aus einer akuten Notwendigkeit,

resultierend aus dem Gesundheitszustand

des Hilfebedürftigen.

Es ist also grundsätzlich

von Vorteil, sich zeitig mit

der Frage des passenden Wohnens

im Alter auseinanderzusetzen.

Bei Interesse an einer unserer

angebotenen Wohnformen

sollte man sich rechtzeitig mit

Jutta Sakalas unter 0 44 51-96

46-10 in Verbindung setzen.

Welche Vorteile bietet der

Platz in einer Senioreneinrichtung

gegenüber anderen

Wohnformen?

Die Frage lässt sich leicht beantworten:

Die Gemeinschaft!

Keine der uns anvertrauten

Personen wird bei uns allein

gelassen. Pflegebedürftige werden

von unserem qualifizierten

Personal rund um die Uhr versorgt.

Es wird eine Vielzahl

von Veranstaltungen geboten,

zum Beispiel Tanztee, Kino-

nachmittag, Ausflüge, Gottesdienste

in der eigenen Kapelle,

Begehung der christlichen Feste

und vieles mehr, an denen

alle Bewohner teilnehmen

können.

Im „Meyerholzstift“ werden

die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen

und Frau Wilkes

sorgt für ein buntes Rahmenprogramm.

Desweiteren beschäftigen

wir dort Nachtwachen,

die auch dann nach dem

Rechten schauen, wenn unsere

Bewohner schlafen.

Im „Haus am Wald“ gibt es

einen Gemeinschaftsraum, den

die Mieter für Treffen nutzen

können und jede Wohnung

verfügt über eine Notrufklingel,

so dass schnell Hilfe geleistet

werden kann, wenn sie

nötig ist.

Wie Sie sehen, ist unser

Hilfeangebot sehr breit und

wenn wir Ihr Interesse auf

mehr Informationen geweckt

haben sollten, so schauen Sie

doch auf unsere Internetseite

unter www.diakonie-varel.de

oder rufen Sie uns an. Terminvereinbarungen

für Beratungsgespräche

oder Besichtigungen

sind jederzeit möglich.

www.ev-kirche-varel.de


DIAKONISCHES WERK VAREL e.V.

Meyerholzstift putzt sich heraus

Im Juni wird der 40. Geburtstag dieser Einrichtung gefeiert

Im Juni 2012 ist es soweit. Das

Meyerholzstift feiert seinen 40.

Geburtstag. Doch bis zu diesem

Ereignis stehen noch einige Arbeiten

an. Denn allen ist es nicht

nur sehr wichtig, sondern es bereitet

den 17 Mitarbeiterinnen

Die Einrichtungen

der Diakonie Varel:

Diakonie Sozialstation:

Telefon: 04451 - 95 90 90

Altersstift Simeon und Hanna

Telefon: 04451 - 96 46 0

Meyerholzstift

Telefon: 04451 - 43 11

Haus am Wald:

Telefon: 04451 - 96 46 0

Die Kindergärten:

"Zum guten Hirten”

Telefon: 04451-3470

"St. Michael”

Telefon: 04451 - 46 76

"St. Martin”

Telefon: 04451 - 37 72

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

auch viel Freude, dieses Fest vorzubereiten.

Das betreute Wohnen

für Senioren mit seinen 28

Appartements wird seit eh und

je sehr familiär geführt.

Und so wird ein derartiges

Fest ganz ähnlich wie ein Familienfest

geplant. Im Moment

stehen noch einige Neuerungen

zum Wohle der Bewohner an,

wie zum Beispiel die Anschaffung

neuer Gartenmöbel. Die

Gartenanlage erhält nach und

nach ihren Frühjahrsputz, so

dass zum großen Fest hoffentlich

alles in Blütenpracht stehen

wird. Parkettböden werden poliert,

Fenster repariert, Flure bekommen

einen neuen Anstrich.

In den 40 Jahren wurde immer

und immer wieder erneuert, renoviert,

angebaut, umgebaut und

verschönert. Zurzeit leben 27

Bewohner im Hause, die ebenfalls

gespannt und erfreut verfolgen,

wie der Geburtstag vorbereitet

wird.

Ein Stück weit gibt es kleine

Modernisierungen, die das

Wohnflair noch attraktiver gestalten

sollen. Unter anderem

soll nicht nur ein neues Schild

mit der Aufschrift „Meyerholzstift“

das Haus zieren, es sollen

auch neu gestaltete Namensschilder

an den Türen der Ap-

partements angebracht werden.

Aber man ist sich einig, dass im

Grunde der Stil des Meyerholzstiftes

erhalten bleiben soll,

denn nicht umsonst fühlen sich

sowohl Bewohner und Mitarbeiter

als auch Besucher und Angehörige

nach wie vor sehr wohl

im Hause. Die geradlinige, solide

Bauweise der 70er Jahre ist

unverkennbar und durch sehr liebevolle

Gestaltung warm und

wohnlich eingerichtet. Die Appartements

selber richten sich

die Bewohner ganz individuell

mit ihren eigenen Möbeln ein,

um so ein Stück ihres alten Zuhauses

mitzunehmen.

Die Mitarbeiterinnen kümmern

sich rund um die Uhr um

das gesundheitliche Wohlergehen

der Bewohnerinnen und Bewohner;

umsichtige Raumpflegerinnen

sorgen für Sauberkeit

und Gemütlichkeit, kümmern

sich um den Wäschetransport

der Bewohner und haben stets

ein offenes Ohr für Wünsche

und Hilfestellungen. Aktuell

wird geputzt und gewienert was

das Zeug hält. Gardinen werden

gewaschen, Fenster sind bereits

geputzt und vieles mehr damit

pünktlich zum Geburtstag alles

strahlt. Die Küchenkräfte sorgen

für leckeres Frühstück und

31

Abendessen, das sich die Bewohner

zum Teil selbstständig

in ihren Appartements zubereiten

oder sich fertig zubereitet

aus der Küche servieren lassen.

Das Mittagessen, das täglich in

Menüform im Speisesaal serviert

wird, kocht das Küchenteam

vom Simeon und Hanna.

Es wird tagtäglich in Transporthandkarren

von Mitarbeiterinnen

des Meyerholzstiftes abgeholt

und heiß und appetitlich für

die Bewohner angerichtet. Man

kann dieses Vorgehen schon seit

40 Jahren beobachten und viele

Bürger Varels kennen es gar

nicht anders, als den rollenden

Handkarren in der Mittagszeit

zu sehen, der die Oldenburger

Straße zügig und gekonnt überquert.

Außerdem wird täglich eine

Kaffeetafel angeboten, an der

man sich zum Klönen trifft oder

an vielen angebotenen Aktivitäten

wie Sitzgymnastik, Gesprächskreis

und bunte Nachmittage

teilnimmt.

Im Moment spricht man über

nichts anderes als das 40jährige

Bestehen, dass am 22. Juni gemeinsam

mit allen Bewohnern,

Mitarbeitern, Angehörigen,

Freunden und geladenen Gästen

gefeiert werden soll.

Das Team des Meyerholzstiftes freut sich auf das 40-jährige Bestehen dieser Einrichtung, das im

Juni gefeiert wird.

www.ev-kirche-varel.de


32

WIR SIND FÜR SIE DA

Die Gemeinde im Überblick

Die Evangelisch-lutherische

Kirchengemeinde Varel ist mit

rund 13.600 Mitgliedern die

größte Gemeinde des KirchenkreisesFriesland-Wilhelmshaven.

BÜPPEL

Pastor:

Tom O. Brok, Geestweg 9a,

Telefon: 04451 - 45 85

E-Mail: pastor@brok.de

Küsterin:

Marion Hinrichs,

Telefon: 04451 -84758

Singkreis:

Helga Michalke,

Telefon: 04451 - 80 54 16

Büppeler Weltladen:

Christoph Thoma, Telefon: 58 31

Elsbeth Lohmann, Telefon: 86 02 23

FÜR ALLE BEZIRKE

Kirchenbüro:

Schlossplatz 3, 26316 Varel

Öffnungszeiten:

Mo., Di., Mi., Fr.: 9 bis 12 Uhr

Do.: 15 bis 17 Uhr

sowie nach Vereinbarung

- Auskünfte, Patenscheine, Anmeldung

von Trauungen und Taufen:

Telefon: 04451 - 96 62 19,

Fax: 04451 - 96 62 27

E-Mail: kirchenbuero

@ev-kirche-varel.de

- Friedhofsverwaltung:

Telefon: 04451 - 96 62 15,

Fax: 04451 - 96 62 27

E-Mail: friedhof@ev-kirche-varel.de

Krabbelgruppen:

Ev. Familienbildungsstätte:

Telefon: 04421- 3 20 16

Bauwagengruppe:

Herko Zobel,

Telefon: 04451 - 86 25 66

.

Gemeindenachmittag:

Tom O. Brok

Konto-Nr.: Kirchengemeinde allgemein

LZO (280 501 00), Nr. 052 400 017

Konto: Freiwilliges Kirchgeld

LZO (280 501 00), Nr. 52 430 303

- Vareler Tafel:

Oldenburger Straße 30; Ausgabe an jedem

Mittwoch von 14.30 bis 18.30 Uhr, Telefon:

0162-9779527;04451 - 96 62 15

Offene Sprechstunde

ev. Beratungsstelle:

Maria Tepe, Donnerstag, 10 bis11 Uhr,

Schlossplatz 3, Telefon: 04421 -73717

Telefonseelsorge: kostenfrei,

Telefon: 0800 111 0 1113.

Pastor:

Peter Löffel, Zum Jadebusen 112,

Telefon: 04451 -83765

E-Mail: peter.loeffel@ewetel.net

Küsterin:

Meike Löffel,

Telefon: 04451 -83765

Organisten- und Lektorendienst

(Ansprechpartner):

Peter Appelstiel, Rahlinger Str. 39

Telefon: 04451 - 95 97 63

SCHLOSSKIRCHE

OBENSTROHE

Pastoren:

Elke Andrae, Tweehörnweg 100,

Telefon: 04451 - 62 42

E-Mail: elke.andrae@ewetel.net

Martin Kubatta, Marienlustgarten 3,

Telefon: 04451 - 86 11 25

Küster:

Dietmar Immel, Schlossplatz 3,

Telefon: 04451 - 80 30 35

Kirchenmusik:

Dorothee Bauer und

Thomas Meyer-Bauer,

Telefon: 04451 - 95 17 83

E-Mail: meyer-bauer@t-online.de

Evangelisch in Varel Nr. 2/2012

Unsere Kirchengemeinde

verfügt über vier Gemeindebezirke:

die historische Schlosskirche

in der Innenstadt und

drei umliegende Gemeinde-

Kindergarten „Zum Guten Hirten“:

Sigrid Wessels, Oldenburger Str. 44a,

Telefon: 04451 - 34 70

Jugenddiakon:

Gerhard Hufeisen, Kirchenstr. 1,

Telefon: 04451-81376

E-Mail: gerhard.hufeisen@ejo.de

zentren in Büppel, Dangastermoor

und Obenstrohe.

Für die gesamte Gemeinde

ist das Kirchenbüro an der

Schlosskirche (Schlossplatz 3)

die zentrale Anlaufstelle für

DANGASTERMOOR

Pastor:

Edgar Rebbe, Riesweg 30 a

Tel. 04451- 3637

E-Mail: edgar.rebbe@web.de

Jugendarbeit:

Herko Zobel, Kirchenstr. 1, Varel,

Telefon: 04451 - 86 25 66

E-Mail: herko.zobel@ejo.de

Gesprächskreis:

Doris Busch, Telefon: 04451 - 37 58

Seniorenkreis:

Anne Wiggers, Wiefelsteder Str. 143,

Telefon: 04456 - 540

Kircheneintritt ist im Kirchenbüro

und bei allen Pastorinnen und Pastoren

möglich (Adressen s.o.).

Küster Auferstehungskirche

und Bestattungsdienst:

Raimund Recksiedler,

Telefon: 04451 - 56 90, Fax: 95 78 23,

Mobil: 0172 -7634783

Ev. Familienbildungsstätte:

Feldmark 56, 26389 Wilhelmshaven,

Telefon: 04421 -32016,

E-Mail: info@efb-friwhv.de

Kreisjugenddienst: Kirchenstr. 1,

Telefon 04451 - 86 25 66

alle Anmeldungen und Anfragen.

Es ist unter der Telefonnummer:

04451 - 96 62 19

und der E-Mail-Adresse:

kirchenbuero@ev-kirchevarel.de

erreichbar.

Kindergarten „St. Martin“:

Imke Viebach, Zum Jadebusen 112A,

Telefon: 04451 - 37 72

Jugenddiakon:

Herko Zobel, Kirchenstr. 1, Varel

Telefon: 04451 - 86 25 66

E-Mail: herko.zobel@ejo.de

Kindergarten „St. Michael“:

Christa Janßen, Riesweg 32,

Telefon: 04451 - 46 76

Gemeindehaus „St. Michael“:

Riesweg 30

Küsterin:

Heike Timmermann,

Telefon: 04451 - 5654

Diakonisches Werk

Friesland-Wilhelmshaven:

soziale Beratung, psychosoziale

Beratung, Kirchenstr. 1,

Sozialarbeiterin Wilma Fiedler-Hahn

Telefon: 04451 - 53 12

Fax: 04451 - 86 04 91

Möbeldienst: Gewerbestraße 7,

Telefon: 04451 -81580

Diakonie - Sozialstation:

Oldenburger Str. 46,

Telefon: 04451 - 95 90 90

Senioreneinrichtungen

der Diakonie Varel:

Siehe Seite 31

www.ev-kirche-varel.de

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