Bunte Täler hinter 7 Bergen - Tourismusverband Mecklenburg ...

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Bunte Täler hinter 7 Bergen - Tourismusverband Mecklenburg ...

1 | Gärten & Güter

ca. 25 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Bunte Täler hinter 7 Bergen

A Umgeben von Baumriesen erstrahlt

in makellosem Weiß das Märchenschloss

Schlemmin. Bauherr Wilhelm Ulrich von

Thun muss ein wohlhabender Romantiker

gewesen sein. Denn keinen Geringeren als

Eduard Knoblauch verpflichtete er für seinen

Schlosstraum auf dem Lande. Der bekannte

Berliner Architekt schuf 1846-1850

den Prunkbau mit zinnenbewehrtem Turm,

Erkern und Giebeln ganz nach der neuesten

Mode im englischen Tudorstil. Elegant trägt

das Schloss dieses Outfit heute als Vier-Sterne-Hotel

zur Schau. Ein Landschaftspark von

stattlichen Ausmaßen und ein Küchengarten

mit exotischen Solitärbäumchen komplettieren

das Ensemble. Über vier Kilometer

lange Spazierwege ziehen sich durch das

Erlebnis-Tipps:

Semlow

Parkfestspiele am 2. Wochenende im Juni

mit Reit- und Springturnier, »Tag der offenen

Gartenpforte« Anfang Juli

Landhaus Schloss Kölzow

Regelmäßig Freitags-Soiree mit wechselndem

Programm

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Gelände. Im Frühjahr grünt es hier in allen

Farben und Schattierungen. 50 verschiedene

Laubbäume tragen das neue Kleid der

Saison auf einem Blütenteppich aus Anemonen

und Schneeglöckchen. Seit Jahrhunderten

streben hier knorrige Eichen in Gesellschaft

stämmiger Buchen gen Himmel. In

ihrem Schatten versteckt sich manch dendrologische

Kostbarkeit. Schautafeln und

beschilderte Pfade weisen auf sie hin. Linden

stehen in langen Alleen Spalier und

würzen die Luft mit ihrem Parfüm. Kleine

Brücken queren malerische Wasserläufe und

verbinden weit fließende Rasenflächen. Im

Umkreis lohnt sich ein Abstecher nach Starkow.

Der Ort ist für seine imposante Backsteinbasilika

und den Pfarrgarten berühmt.

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A Im Schlosshotel Schlemmin lässt es sich gleich in zwei Restaurants vorzüglich

schlemmen. In der noblen Herberge finden Reiter samt Ross Quartier.

Wer schon immer einen Jagdschein haben wollte - hier bekommt er ihn in nur

18 Tagen. Im Ort kann die gotische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert

besichtigt werden. Die Fahrt nach Semlow führt über eine der schönsten

Lindenalleen im Land.

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ca. 30 km

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Schlemmin. Ein Gutsbesitzer verwirklichte hier

seinen Schlosstraum auf dem Lande.

B Nur einen Katzensprung ist es von

Schlemmin nach Semlow. Auf dem Weg bietet

sich ein Abzweig zum Gutshaus Behrenshagen

mit gepflegtem Landschaftspark an.

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Schlemmin ca. 5 km Semlow

ca. 16 km Kölzow

B Im Semlower Park sind urgeschichtliche Trogmühlen und ein Großsteingrab

zu sehen. Eine der ältesten Feldsteinkirchen der Region befindet sich im

Dorf. Die Innenausmalung schuf Carl Julius Milde 1860. Auftraggeber war Graf

Ulrich Behr-Negendank. Auch die neogotische Grabkapelle und die backsteinernen

Gutshäuser sind ihm zu verdanken. Am Markt in Marlow speist man

urig in Uhlirs Restaurant. Sehenswert ist der große Vogelpark.

g

2

3

4

Das Schloss Semlow mit seiner klassizistischen

Fas sade entwarf Friedrich Wilhelm

Buttel 1825. Daneben glänzt ein hochkarätiges

Juwel der Gartenkunst. Original gefasst

wurde das Schmuckstück von Gustav Meyer,

seinerzeit Königlicher Hofgärtner in Potsdam

(später Erster Gartenbaudirektor in Berlin).

1851 ließ er auf einer sumpfigen Wiese

einen großen Teich und mehrere Gräben

ausheben. Aus dem Erdreich modellierte er

eine kleine Hügelkette. Schwungvolle We-

ge führen durch diesen anmutigen Landschaftsgarten

mit Sumpfzypressen, markanten

Einzelbäumen und Wiesenräumen. Der

Park gehört zu den wenigen Gartenschöpfungen

von Gustav Meyer, die authentisch

überliefert sind. Übrigens stand er schon damals

für jedermann zum Lustwandeln offen.

Der Hausherr, Graf Ulrich Behr-Negendank,

war nämlich ein aufgeklärter Feingeist.

C Über das Städtchen Marlow geht die

Landpartie weiter nach Kölzow. Hier steht

ca. 4 km Ehmkendorf

C Auf Schloss Kölzow genießt man Kultur oder wird selbst zum Maler. Am

Nachmittag duftet es im Café nach Kuchen. Bei passender Wetterlage wird im

Garten serviert. Terrassenplätze bietet das Café im Gutshaus Ehmkendorf,

Gourmets tafeln im Restaurant »Zur blauen Stunde«. Allerlei wilde Pflanzen

finden sich hier auf der Karte. Gesammeltes Kräuterwissen vermittelt Nora Fischer.

Bei Stubbendorf steht Deutschlands ältester Wildapfelbaum.

ein entzückendes Herrenhaus von 1850. In

das Schlösschen verguckte sich einst Prinz

Friedrich Sigismund von Preußen, der es

1925 zu seiner Sommerresidenz machte.

Liebevoll saniert befindet es sich heute im

Besitz der Familie von der Lühe. Deren Vorfahren

waren einst im Gefolge von Heinrich

dem Löwen um 1200 nach Kölzow gekommen.

Im verwunschenen Park wandelt man

zwischen verträumten Teichen und alten

Bäumen. An lauschigen Plätzchen lässt sich

das Paradies auf Erden in aller Ruhe und vollen

Zügen genießen. Der Gutsgarten liefert

Kräuter und Gemüse für die Schlossküche.

Nicht weit vom wunderschönen Recknitztal

entfernt empfängt Gut Ehmkendorf

mit einem urwüchsigen Gartenreich seine

Gäste. Das neogotische Dreigiebelhaus von

1790 präsentiert sich in frischen Farben und

wird heute als Wildkräuterhotel geführt. Im

Gutspark darf sich die Natur dann auch aufs

Prächtigste frei entfalten, Kulturpflanzen

Ehmkendorf. Üppige Natur und kleine Kunstwerke

umgeben das Wildkräuterhotel.

eingeschlossen. Fast alles, was hier und auf

den angrenzenden Wiesen wächst, findet

Verwendung in der hauseigenen Kräuterküche.

Blüten, Blätter und Wurzeln kommen

in den Topf oder ins Einmachglas.

1 Semlow. Der Schlosspark ist das Meisterwerk eines bekannten

Gartenarchitekten. Gustav Meyer, seines Zeichens Königlicher

Hofgärtner, zog hier die Gräben.

Fotos: TMV/Grundner (1) · TMV/Legrand (1) · TMV/WERK3 (1)

1


2 | Parks auf Rügen

ca. 45 km | 5 Etappen mit 5 Sehenswürdigkeiten

Eine Insel z um Verlieben

A Ungekünstelt, mit ländlichem Charme

und einer frischen Brise Seeluft verzaubert

Rügen den gestressten Großstadtmenschen

immer wieder aufs Neue. Abseits von

Strandpromenaden und Bäderarchitektur

führt diese Tour direkt ins Herz des Inselreichs.

Hinter dem Städtchen Bergen radelt

man entlang des sagenumrankten Nonnensees.

Überhebliche Betschwestern sollen

hier einst mitsamt ihrem Kloster im Erdboden

versunken sein.

B Vorbei an Heidbergen und den Woorker

Hügelgräbern erreicht man Kartzitz. Um

1750 baute die Familie von Usedom hier ein

neues Herrenhaus und zwei Kavaliershäuser.

In dem barocken Kleinod finden Ferien-

Erlebnis-Tipps:

Ralswiek

Störte beker Festspiele von Juni bis

September

Putbus

Putbus-Festspiele Himmelfahrt bis

Pfingsten

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Seebad

Insel

Hiddensee

A Pedalritter ohne Stahlross fahren fünf Minuten

mit dem Bus von Bergen nach Gademow und rüsten

sich dort im Fahrradverleih für die Tour aus.

Rund um den Nonnensee (bei Bergen) erstreckt

sich ein Vogelschutzgebiet. Vom Aussichtsturm

kann man Seeadler erspähen.

Pansevitz. In dem einzigartigen Park träumt die

Schloss-Ruine von besseren Zeiten.

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Bodden

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gäste heute stilvolle Appartements. Der

sieben Hektar große Gutspark ist von der

Dorfseite öffentlich zugänglich. Sogar eine

kleine handbetriebene Schiffsfähre verkehrt

hier. Der Park verlor um 1800 weitgehend

seine strenge barocke Geometrie und

wurde durch einen englischen Landschaftsgarten

erweitert. Lediglich die Kastanienalleen

und der quer verlaufende kleine Teich

zeigen noch die ursprüngliche Gestaltung.

Weite Wiesenräume mit eindrucksvollen

Gehölzen schließen sich an. Unter den schönen

Solitärgewächsen ist auch eine etwa

200 Jahre alte ahornblättrige Platane. Neue

Wege schlängeln sich um Teiche und Gräben.

Gut Kartzitz ist heute im Besitz der

Familie von Knyp hausen.

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ideal als Radfahrroute

Nationalpark

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B Acht Meter hohe Hügelgräber aus der Bronzezeit

erheben sich hinter der Ortschaft Patzig. Von

den sogenannten Woorker Bergen bietet sich ein

herrlicher Blick auf die mittelalterliche Backsteinkirche

des Dorfes. In Gagern lädt die »Alte Schule«

zur Rast.

ca. 30 km

h

Bergen ca. 10 km Kartzitz

ca. 8 km Pansevitz

ca. 6 km Boldevitz

I

R

C Bei Volkshagen wacht eine über 400-jährige

Muttereiche am Wegesrand. Inmitten der

Natur idylle der Gingster Heide sind auch noch

romantische Rügenkaten mit typischen Schilfrohrdächern

zu entdecken.

2

3

C Im 8 Kilometer entfernten Pansevitz

erwartet den Besucher eine außergewöhnliche

Parklandschaft. Einst war hier alles barock,

aber die englische Gartenkunst mit

ihrem Hang zur Natürlichkeit brach sich im

19. Jahrhundert auch auf diesem Gut Bahn.

Das Resultat war ein etwa 40 Hektar großer

Landschaftsgarten mit prächtigen Lindenalleen,

einem Wundersee mit Liebes insel

und kostbaren Neupflanzungen. Pyramideneichen,

Trauereschen und Kaukasische

Flügelnuss schlagen in den Wäldern ihre

Wurzeln. Über Teichen und Bächen surren

die Libellen. Eine Idylle, die zum Glück in

letzter Zeit von Wildwuchs und Schlamm

befreit wurde. Auch das 1800 gebaute Kavaliershaus

des alten Gutes zeigt sich wieder

von seiner besten Seite. Dagegen sind von

dem Renaissance-Herrenhaus leider nur

noch Ruinen übrig.

D Wir überqueren das Flüsschen Duwenbeek

und passieren auf der rechten Seite

ca. 14 km

D Eine wunderschöne Allee aus Eichen führt auf

einer Nebenstraße zum Gut Boldevitz. Verliebte

finden bei der kleinen Kapelle ein romantisches

Plätzchen im Gutspark und können hier auch ihre

Hochzeitsträume wahr werden lassen.

einen Reiterweg. Nach etwa 100 Metern

biegt links ein befestigter Weg nach Boldevitz

ab. Hier liegt das im 13. Jahrhundert

von der Familie von Rothermund gegründete

Rittergut. Heute ein beliebtes Ziel für

Ferien auf dem Lande. Das Herrenhaus entstand

1635. Als Baron Adolf Friedrich von

Olthoff das Gut 1762 erwarb, ließ er die beiden

Seitenflügel anbauen und engagierte

Jacob Philipp Ha ckert. Der Maler schuf im

Festsaal sechs einzigartige Landschaftstapeten.

Er gilt als der erste bekannte Künstler,

der die Insel als Motiv entdeckte. Wahrscheinlich

stand er seinem Mäzen Olthoff

auch bei der Gestaltung des Parks zu Seite.

Dieser ist nahezu quadratisch um das Gutshaus

und den Schwanenteich angelegt. Alleen

aus Eschen, Linden, Kastanien und einigen

Ulmen umgeben das 11 Hektar große

Karree. Platanen mit mächtigen Kronen heben

stolz ihr Haupt. Auch eine kleine »Neugierde«

- einen Aussichtshügel - weist der

Park auf. Seinen landschaftlichen Charakter

Klein Kubbelkow

ca. 8 km Bergen

E Bunte Felder und Wiesen begleiten den Radler

auf der Fahrt über Neuendorf nach Dreschvitz.

Von dort sind es nur zwei Kilometer zum Kubitzer

Bodden. In der feinen Restaurantküche des

Gutshauses Klein Kubbelkow kommt der Gast in

bestem Sinne auf den Geschmack der Insel.

bekam er vermutlich 1839, als die klassizistische

Gutskapelle gebaut wurde. Sichtachsen

und der Obstgarten entstanden wieder

nach historischen Vorlagen.

E Hinter Dreschwitz wartet dann das letzte

Etappenziel in Klein Kubbelkow. Friedrich

von Barnekow, königlich-preußischer

Regierungspräsident in Bromberg und

Osnabrück, baute hier 1908 ein recht ungewöhnliches

Sommerhaus. Sein Rostocker

Architekt schwatzte ihm ein Landhaus im

opulenten Villenstil mit allem erdenklichen

Komfort auf. Es wurde mittlerweile mit Liebe

zum Detail saniert und steht Hotel- und

Restaurantgästen offen. Auch der vier Hektar

große Garten ist eine Augenweide. Neue

Pflanzungen, aber auch Raritäten wie der

älteste Rotdorn der Insel, Leder eiche, Kuchenbaum

und Blutbuche zieren den Park.

Auf dem samtig grünen Rasen halten Rehe,

Hasen und Graureiher ein Stelldichein.

1

Boldevitz. Das Gut ist reich an malerischen

Landschaftsbildern. Sie schmücken

auch als wertvolle Leinwandtapeten das

Herrenhaus.

Fotos: TMV/Grundner (2)

1


3 | Vorpommerns dicke Mauern

ca. 55 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Auf den Spuren der Steine

A Über Jahrhunderte mussten sich die

Pommern - von den Nachbarn um die Ostseeküste

und den Zugang zur See beneidet -

zahlreicher ungebetener Gäs te erwehren.

Kein Wunder also, dass sich die Ritterschaft

in mächtigen Burgen verschanzte. Viele von

ihnen hatten einen rechteckigen Grundriss

mit vorgelagerten Bastionen. Eine Mauer

und ein breiter Wassergraben verhalfen dem

Anwesen zu einer geschützten Insellage. Eine

solche Niederungsfestung aus der Hochrenaissance

ist noch in Spantekow anzutreffen.

Ulrich von Schwerin, Großhofmeis ter

im Herzogtum Pommern-Wolgast, errichtete

sie 1558 bis 1567 auf alten Burgmauern.

Wir können uns heute noch sehr gut ein Bild

vom Bauherren machen, der etliche Schlös-

Erlebnis-Tipps:

Veste Landskron

Bittersweet Open Air Ende August

Zinzow

Novembermarkt

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ser und Kirchen finanzierte. Ein steinernes

Hochrelief über dem Torhaus in Spantekow

zeigt ihn mit seiner Frau Anna fast in Lebensgröße.

Der Groß hofmeister galt als einer der

mächtigsten und reichs ten Männer seiner

Zeit. Nur zu gern überließen ihm die pommerschen

Herzöge das heikle diplomatische

Feld oder pumpten ihn an, wenn die Kassen

leer waren. Hundert Jahre später fiel die

Burg allerdings der Wut des Großen Kurfürsten

Friedrich Wilhelm von Branden-

burg zum Opfer. Der war gerade dabei, die

Schweden aus der Mark und Pommern

rauszuwerfen. Nach erfolgreicher Belagerung

ließ er 1677 das Hauptgebäude sprengen

und die Befes tigung schleifen. Beeindruckende

Reste überdauerten dennoch.

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Spantekow ca. 17 km Putzar

A Die Festung Spantekow kann nach Voranmeldung besichtigt werden:

fon +49(0)39727 228 92 oder +49(0)174-325 49 00. Die Führung kostet pro Person

2 Euro (bei Gruppen 1,50 Euro). Den Schlüssel inklusive Burggeschichten

gibt es bei Lothar Duchow (Burgstraße 49). Im Ort steht ein sehr schöner Fachwerkkirchturm

aus dem Jahre 1734. Schwerinsburg: Kapelle und Gräber der

Familie von Schwerin aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

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197

199

S

Die Wohn- und Wirtschaftsbauten stammen

aus dem 16. und 19. Jahrhundert. Das

Schloss mit Renaissance-Giebel bekam

1908 einen acht eckigen Turm mit geschweifter

Haube und ein drittes Geschoss.

Spantekow ist nach vorheriger Absprache

zu besichtigen. Für die Führung empfiehlt

sich eine Taschenlampe. Kasematten und

Gefängnis liegen wie einst ziemlich im Dunkeln.

Auch die nötige Wegzehrung sollte

man für die Tour einpacken. Im Schatten alter

Gemäuer finden sich viele romantische

Picknickplätze.

B Weitere Spuren hinterließ die Familie

von Schwerin in Putzar. 1545 hatte Großhofmeister

Ulrich sich unweit des Sees ein

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ca. 30 km

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ideal als Autoroute

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B In Putzar blieb die Patronatskirche von 1560 erhalten. Auch sie geht auf

Ulrich von Schwerin zurück. Am flachen Putzarer See lassen sich durch den

Schilfgürtel seltene Wasservögel beobachten. Gut Zinzow eignet sich besonders

für Reiterferien. Pferdepension, Kutschfahrten, geführte Ausritte und Unterricht

werden geboten. Sehenswert ist die historische Schnapsbrennerei von

1850. Konzerte und Lesungen im Herrenhaus.

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K

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ca. 10 km Zinzow

4

5

Schloss hinsetzen lassen. Der Bau einer Festung

war ihm so dicht am Landgraben verwehrt.

Das Gewässer markierte damals die

Grenze zu Mecklenburg-Strelitz. 1580 ergänzte

sein Sohn Joachim im rechten Winkel

ein zweites Gebäude. Während der Ulrichsbau

schon im 18. Jahrhundert verfiel,

erlebte der Joa chims bau unter Graf Maximilian

von Schwerin-Putzar 1839 noch einmal

eine Blütezeit. Ihm ist auch der Landschaftspark

zu ver danken. In seiner Mitte

erheben sich stimmungsvoll die mächtigen

Außenmauern der Schlossruinen.

C Graf Maximilian bekleidete hohe politische

Ämter in den preußischen Kabinetten.

In Zinzow baute er sich 1908 auf dem Familiengrundstück

ein neobarockes Herrenhaus.

Das denkmalgeschützte Anwesen ist

heute eine gepflegte Anlage mit Ferienwohnungen.

Über 14 Hektar zieht sich der

Park mit einem See und weiten Rasenflächen

bis an die Ufer des Landgrabens hin.

ca. 28 km Janow/Landskron

C In der Feldsteinkirche in Japenzin läuten die ältesten Glocken Vorpommerns.

Sternenhimmel und Schnitzaltar sind aus der Zeit um 1500. Schön ist

der 10 Hektar große Landschaftspark in Janow. Linden und Buchen bilden

hier reizvolle Kreise. Eine Kastanien- und Eichenallee führt direkt zur Veste

Landskron. Einen Abstecher lohnt die Burg Klempenow. Das Café ist täglich

von 11 bis 18 Uhr offen.

Spantekow. Sehr ritterlich zeigt sich Ulrich von Schwerin mit seiner Frau Anna am Torhaus der Burg.

In dem malerischen Urstromtal sagen sich

nicht nur Fuchs und Hase »Gute Nacht«,

sondern auch Fischotter und Biber. Auf den

Wiesen treffen sich im Frühjahr und Herbst

die Kraniche zur Stehparty. Inmitten dieser

Idylle liegt die Veste Landskron aus dem

Jahr 1579. Sie geht auf Ulrich II. von Schwe-

rin zurück, einen der sieben Söhne des Großhofmeisters.

Kriege besiegelten schnell das

Schicksal der stolzen Burg. Von den vier Ecktürmen

ist heute nur einer begehbar. Von

Kletterpflanzen umrankt dämmern Torhaus,

Burghof, Ringmauer, Kapelle und Schlossmauern

im Dornröschenschlaf dahin.

1 Landskron. Im 19. Jahrhundert war die Veste ein beliebter

Wallfahrtsort des Ruinentourismus. Auch heute lässt es

sich im Windschatten mittelalterlicher Burgenromantik

herrlich picknicken.

Fotos: TMV/Legrand (2)

1


4 | Von Burg zu Burg

ca. 27 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Erlebnis-Tipps:

Burg Penzlin

Burgfest am vorletzten Augustwochenende,

Walpurgisnacht mit Walpurgisfeuer

in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai

Burg Stargard

Walpurgisnacht mit Hexen- und Kräutermarkt

am 30. April/1. Mai, Burgfest am

2. Wochenende im August, Stargarder

Rosenfest im Juni

Routeninformation:

Tourist-Information Burg Stargard

fon +49(0)39603 208 95

www.stargarder-land.de

Tourist-Information Penzlin

fon +49(0)3962 21 00 64

www.penzlin.de

Ehrfurchtsgebietendes Erbe

A Der Name verrät es bereits: In dem Städtchen

Burg Stargard liegt eine wahre Hochburg

des Mittelalters. Der Atem der Jahrhunderte

durchweht den 50 Meter über der

Stadt aufragenden Backsteinkoloss. In seinem

Küchengarten duften wie einst Salbei

und Majoran. See- und Fischadler umkreisen

den Burgfried. Von hier schweift der Blick

über malerische Streuobstwiesen mit alten

Apfelbäumen zu sanften Hügeln und glasklaren

Seen, in denen Eisvögel baden. Vor

1.000 Jahren erkoren die Slawen den Burgberg

zum Siedlungsgebiet. Zu dessen Füßen

Müritz

Reu Reuter ter terstadt stadt

Sta Staven ven venhagen hagen

194

edler Ritter

kreuzten sich bald wichtige Handelswege.

Im Mittelalter geradezu ein Paradies für

Raubritter. Die brandenburgischen Markgrafen,

nicht für Zimperlichkeit und Anstand

bekannt, sahen 1236 die Gunst der Lage und

rüsteten Stargard bis 1258 als strategischen

Vorposten auf. Schauriger Höhepunkt in den

Annalen der Festung: Im 18. Jahrhundert

machte man hier mit vermeintlichen Hexen

das letzte Mal im Land kurzen Prozess. Noch

heute kann der Hotelgast im ehemaligen

Gefangenenkeller gepflegt das Gruseln kriegen.

Auf den Schrecken hält der Burg gast-

Möl Möllenhage lenhage lenhagen

Pen Penzlin zlin

Ank Ankers ers-

hagen

Nationalpark

A Auf der Burg erwartet die Besucher der Gasthof »Zur Alten Münze«, ein Hotel,

das Museum im Marstall, eine Schneiderei im Pferdestall und ein Trauzimmer

im Amtsreiter. Reetgedeckte Fachwerkhäuser säumen den Weg am Tollense-Ufer.

Eines der schönsten Dörfer ist Ballwitz. Hier kann der Wanderer

auf dem malerischen Dorfanger im Schatten der Feldsteinkirche rasten. In

Zachow sind die Kirche und die sanierte Dorfschmiede sehenswert.

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ca. 30 km

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Burg Stargard ca. 17 km Prillwitz

hof einen kräftigenden Beruhigungstropfen

bereit. Hinter den sieben Stargarder Bergen

beginnt dann der Märchenwald. Den Ha -

gen - so heißt dieses urwüchsige Stück -

durchbrechen sanft geschwungene Wiesen

und Felder. Idyllische Dörfer laden zur Rast,

der Krickower See bei Zachow zum Baden.

B Am Ufer der Lieps umrahmen dicke Eichen

das Jagdschloss Prillwitz. Mit renoviertem

Charme begrüßt das Herrenhaus heute

Hotel- und Restaurantgäste. Der ansonsten

geizige Großherzog Friedrich Wilhelm von

198

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ANDENBUR

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Ballwitz

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ideal als Wanderroute

104

Naturpark

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Seenlandschaft

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ca. 3 km Hohenzieritz

B Am südlichen Zipfel des Tollensesees, im Naturschutzgebiet Nonnenhof

liegt der See Lieps. Privater Bootsverkehr ist hier verboten, aber Baden erlaubt.

Bussarde, Reiher und Adler halten an dem verschwiegenen Plätzchen Einkehr.

Eine fantastische Aussicht auf die Naturbühne bietet sich bei einem Abstecher

von den nahe gelegenen Hellbergen. Das Restaurant im Prillwitzer Jagdschloss

hält für müde Wanderer Fisch- und Wildspezialitäten bereit.

h

5

6

Mecklenburg-Strelitz ließ das Schloss 1890

im Jugendstil für seinen einzigen Erben

Adolf Friedrich V. bauen.

C Nur ein paar Rapsfelder weiter thront

Hohenzieritz leicht erhaben über bunten

Tälern. Eine schmale Allee führt von der

Dorfstraße zum Landsitz mit einem der

ältes ten und schönsten Landschaftsgärten.

Teiche, verschlungene Pfade und ein kleiner

Wasserfall setzen romantische Akzente in

dem weitläufigen Park. Prinz Karl Ludwig

Friedrich, späterer Herzog von Mecklenburg-Strelitz,

ließ ihn 1770 anlegen. Das

Schloss bekam in dieser Zeit seine klassizistische

Fassade und ein Stockwerk obendrauf.

Nach dem Tod seiner beiden Gattinnen

setzte Herzog Karl ihnen und seinen

früh verstorbenen Kindern mit der Skulpturengruppe

»Die Hoffnung trös tet die

Trauer« im Park ein Denkmal. 1810 ereilte

den Herzog ein weiterer Schicksalsschlag.

Seine Tochter Luise, seit 1797 Königin von

C Auf Schloss Hohenzieritz ist in der Ausstellung zum Gedenken an Königin

Luise eine berühmte Bronzestatuette zu sehen. Die »Preußische Madonna«

zeigt die Monarchin mit ihrem 1797 geborenen Sohn Wilhelm, der später als

Kaiser Wilhelm I. in die Geschichtsbücher einging. Die Plastik stammt von dem

Bildhauer Fritz Schaper. Weithin sichtbares Wahrzeichen von Penzlin ist die

gotische Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert.

Penzlin. Eine Burg voller Magie. Besonders schaurig

ist das Hexenmuseum mit seinen Verliesen.

Preußen, verstarb mit nur 34 Jahren während

eines Besuches auf Hohenzieritz. Drei

Räume im Erdgeschoss des Hauses sowie

ein Rundtempel im Park sind dem Andenken

der schönen Monarchin gewidmet. Ihre

Verehrer finden heute über die Königin-Luise-Route

den Weg nach Hohenzieritz.

ca. 7 km Penzlin

In Richtung Werder geht es weiter zur Burg

Penzlin. Dem wandernden Fußvolk begegnen

riesige, jahrhundertealte Lebensbäume.

Pappeln und Weiden flüstern geheimnisvoll

über den Quellmooren. Durch die Wälder

blitzt der Große Stadtsee von Penzlin. Auf

einem slawischen Wall gegründet, tritt die

800 Jahre alte Penzliner Burg äußerlich

harmlos in Erscheinung. Im Burginnern verbergen

sich Hexenverliese - sieben Meter

tief und bautechnisch ganz an den mittelalterlichen

Verfolgungswahn angepasst. In

den Nischen kettete man die Opfer ohne

Kontakt zum Erdboden (dem Machtbereich

des Teufels) an. Aufzeichnungen über die

Torturen der Folter und eine Furcht einflößende

Werkzeugsammlung erinnern an die

4.000 Hexenprozesse im Land. Kräuter spielten

dabei oft eine Rolle. Ihre Wirkung galt

als reine Magie. Allerlei Pflanzen mit Zauberkraft

wachsen heute wieder im Burg garten.

Völlig ungefährlich ist der Hexentrunk aus

der spätmittelalterlichen Schwarz küche.

1 Burg Stargard. Von lichter Höhe gewährt der Backsteinkoloss

einen weitreichenden Überblick. An den Hängen

verneigen sich alte Apfelbäume.

Fotos: TMV/Legrand (2)

1


5 | Rund um die Müritz

ca. 46 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Perlen für die Königin

A »Kleines Meer« nannten die vor 1.000

Jahren hier siedelnden Slawen die Müritz.

Malerische Buchten und urwüchsige Natur

finden sich an den Gestaden von Deutschlands

größtem Binnengewässer. Umschmeichelt

wird die blaublütige Königin von

zahlreichen pittoresken Landsitzen, darunter

einigen echten Perlen. So posiert direkt

am See eine wahre Postkartenschönheit:

Schloss Klink. Märchenhaft verspielt, mit

Türmchen, Erkern und Zinnen thront der

Neorenaissance-Bau seit 1898 auf einem

schmalen Landstreifen. Ein Schloss wie an

der französischen Loire hatte sich der Kölner

Industrielle Arthur Schnitzler von seinem

Architekten Hans Grisebach gewünscht.

Hundert Jahre später wurde aus der riesigen

Erlebnis-Tipps:

Waren (Müritz)

»Müritz-Saga« auf der Naturbühne

Mühlenberg von Juni bis September

Mirow

Inselfest im Juli

Reiseanbieter:

Schwerin Plus Touristik Service GmbH

fon +49(0)385 55 80 20

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Plauer

See

Len Lenz

Bad

Stu Stuer er

198

Villa ein romantisches Schlosshotel. Mittlerweile

ergänzt durch einen Glasanbau. Silbrig

glitzert die Müritz zu Füßen der trutzigen

Herberge mit ihrem gepflegten Park. Hier

kann man beim Sonnenbaden die Beine ins

Wasser strecken oder von der Restaurant-

Terrasse das Pa norama genießen.

B Am Westufer der Müritz geht es zum

südlichen Zipfel des Sees. Umgeben von

Wasser, Moor und Schilf breitet sich das Gut

Ludorf auf einer Halbinsel aus. Adebar

weist den Weg zu einem der ältesten Gutshäuser

Mecklenburgs. Nahezu unverändert

zeigt sich der Landsitz im Stil dänischer

Klinkerrenaissance. 1698 ließ Oberkammerjunker

Adam Levin von Knuth ihn aus den

E55

A19

Fleesen

See

Göh Göhren ren ren-

Mal Malcho cho chow

Leb Lebbin bin

Zier Zierzow zow

A Die kleine Backsteinkapelle in Klink ließen Jacob Ernst von Holstein und

seine Frau Elisabeth Sophia von Bülow 1736 bauen. Die Familiengruft wurde

später ergänzt. Innen ist die Kirche im Original erhalten. Röbels Altstadt

lockt mit bunten Fachwerkhäusern und grandiosen Aussichten für Kirchturmbesteiger.

e

Kölpinsee

Kli Klink nk

S

Müritz

Resten der Burg Morin errichten. Im Haus

sind noch prächtige Deckengemälde aus

dieser Zeit erhalten. Das ehemalige Zinnenhaus

von 1850 beherbergt heute das Guts-

War Waren en

(Müritz)

Röb Röbel/ el/

Müritz

Lud Ludorf orf

Boe Boek

Müritz

Nationalpark

Sol Solzow zow

Rec Rechlin hlin

Neus Neustrel trel trelitz itz

Vip Vipper per perow ow Ret Retzow zow

Pri Pribor bor born

ca. 30 km

f

Fed Federo ero erow

Mir Mirow ow

ideal als Autoroute

Klink. Das Märchenschloss an der Müritz verzaubert

mit unglaublichem Seeblick.

Möl Möllenhagen lenhagen

Ank Ankers ers-

hagen

Wes Wesenbe enbe enberg rg

Pen Penzlin zlin

Klink ca. 21 km Ludorf

ca. 5 km Solzow

B Das Gutshaus Ludorf empfängt heute in historischem Ambiente Hotel- und

Restaurantgäste. Der Küchenchef zaubert mecklenburgische, pommersche und

ayurvedische Gerichte aus regionalen Erzeugnissen. Spezialitäten des Hauses

sind Maräne, Hecht und Zander frisch aus der Müritz. Von April bis November

bietet das Gut geführte Wanderungen durch den Nationalpark und die Ludorfer

Naturschutzgebiete.

g

5

6

7

museum. Kurioserweise widmet sich die

Ausstellung auch der Seefahrt. Mitte des

19. Jahrhunderts betrieb der mecklenburgische

Landadel nämlich mit einer eigenen

Flotte weltweiten Handel. Ungewöhnlich

erscheint auch die achteckige Gutskirche

von 1346. Sie steht auf dem gleichen Grundriss

wie die Grabkirche in Jerusalem. Angeblich

ließ der Kreuzritter Wipert Morin sie

nach seiner Heimkehr bauen. Um das Gut

erstreckt sich ein ausgedehnter Landschaftspark

bis hinunter zur Müritz.

C Urgemütlich geht es auf Gut Solzow zu.

Sein Landhausflair, das heute Feriengäste

genießen, trägt noch Züge des Biedermeiers

aus dem frühen 19. Jahrhundert. Eine

kurze Allee mit altem Kopfsteinpflaster

führt zum Haus mit grünem Rasenrondell.

1908 kaufte die Familie Bülow das Anwesen,

renovierte es gründlich und lud die adlige

Nachbarschaft zur Hasen- und Entenjagd.

Ein Weißbuchen-Laubengang führte hinter

dem Haus vom Gemüsegarten in die weitläufige

Landschaft. Mit seinen wildromantischen

Ecken und alten Baumriesen ist der

Park heute wieder ein Erlebnis. Im Sommer

wird hier von 14 bis 18 Uhr die Kaffeetafel

gedeckt.

Umlagert von Waldkuppen und Seen erhebt

sich das Städtchen Mirow mit seinen adretten

Bürgerhäusern. Eine Feldsteinbrücke

führt über den Mirower See zur Schlossinsel.

Durch das Renaissance-Torhaus von

1588 wandelt man auf geschwungenen Wegen

durch den Garten. Nachdem im alten

Schloss der Blitz gewütet hatte, ließ Herzog

Adolf Friedrich III. von Mecklenburg-Strelitz

1749 bis 1752 den noblen Witwensitz wieder

aufbauen. Christoph Julius Löwe entwarf

den Neubau nach französischem Vorbild.

Die Räume bekamen eine kostbare Rokoko-

Ausstattung. Sie werden derzeit res tauriert.

Allein der Festsaal war vom Brand 1742

verschont geblieben und behielt so sein

ca. 20 km Mirow

C Vipperow ist der älteste Ort im Müritzgebiet und war einst eine mächtige

Slawensiedlung. In der Dorfkirche ist der wertvolle Schnitzaltar von 1500 sehenswert.

In Mirow befindet sich im Torhaus die Tourismus-Information.

Kavaliershaus und Remise bieten Veranstaltungsräume und Ferienwohnungen.

Im Schloss werden ab 2008 der Fest- und der Gartensaal für Konzerte genutzt.

Sechs Kilometer entfernt liegt der dendrologische Garten »Erbsland«.

1

2

3

1

Mirow. Eine kleine Brücke führt zur romantischen

Liebesinsel.

barockes Stuckdekor. Putten und Fabelwesen

sind wieder ab 2008 zu bestaunen. Vom

Schloss gelangt man über eine Brücke auf

die romantische Liebesinsel. Hier ruht Adolf

Friedrich VI., der letzte regierende Großherzog

von Mecklenburg-Strelitz.

Mirow. Eine kostbare Rokoko-Ausstattung ziert den

fürstlichen Witwensitz.

2

3

Ludorf. Fast schlicht wirkt das ehrwürdige Gutshaus. Die wahre

Pracht offenbart sich in barocken Deckenmalereien.

Ludorf. Die Grabkirche in Jerusalem stand Pate für diesen

ungewöhnlichen Kirchenbau.

Fotos: TMV/Legrand (4) · TMV/WERK3 (1)


6 | Tour der Schlösser

ca. 63 km | 5 Etappen mit 6 Sehenswürdigkeiten

Herrensitze von Format

A Ein einzigartiges Landschaftsbild gravierte

die letzte Eiszeit in die Mitte Mecklenburg-Vorpommerns.

In Rinnen und Kuhlen

bildete das Schmelzwasser riesige Wasserreiche.

Daneben türmen sich Sand und Geröll

gelegentlich zu 100 Meter hohen Hügeln

auf. Mit Wiesengräsern, Klatschmohn

und Kornblumen übersäht, ziehen sie sich

schwungvoll durch die Niederungen der

Mecklenburgischen Schweiz. In den Wäldern

haben Fisch-, See- und Schreiadler ihren

Horst. Moorfrösche suchen Deckung

vor klappernden Storchenschnäbeln. Gekrönt

wird dieses Paradies durch elegante

Schlösser und Herrenhäuser. Wie auf einer

Perlenschnur reihen sie sich rings um den

Malchiner See auf. Zu den berühmtesten

Erlebnis-Tipps:

Alter Schafstall Basedow

Frühlingsmarkt im April, Rosen - Spargel -

Erdbeerschmaus im Juni, Tag des offenen

Denkmals im September

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Tourismusverband

Mecklenburgische Schweiz e. V.

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Nebel

Kra Krakow kow

am S SSee

ee

Krakower

See

Alt

Sch Schwer wer werin in

Plauer

See

A Die Kirche von Basedow besitzt einen Renaissancealtar

von 1592 und eine seltene Barockorgel

von 1680. Die Gutsschmiede mit sprudelnder Quelle

ist heute ein Café. Hier gibt es Infos zu Führungen.

Von April bis Oktober kann man sich im »Alten

Schafstall« bewirten lassen.

Blücherhof. Seltene Baumriesen aus aller Herren

Länder umrahmen das Schloss.

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E55

A19

Linst Linstow ow

Drewitzer

See

Fleesen

See

Tet Tetero ero erow

u. Kummerower

Hohen See

Dem Demzin zin

Blücher Blücherhof hof

Sch Schorsso orsso orssow

Grubenhagen

Kölpinsee

Malchiner

See

Juwelen des Landes zählt zweifelsohne

Basedow. Über 600 Jahre hatte die Familie

von Hahn hier ihren Stammsitz. Unmittelbar

am Ufer des Sees erhebt sich stolz ihr Terrakotta-geschmücktes

Schloss. Zwei Seitenflügel

und ein Turm von 1552 zählen zu den

ältesten Gebäudeteilen. Die bedeutendsten

Veränderungen ließ ab 1835 Friedrich Wilhelm

Adolf Graf von Hahn vornehmen.

Seine Vorliebe für England widerspiegelt

sich in der Umgestaltung des Schlossparks

durch den Potsdamer Gartenbaudirektor

Peter Joseph Lenné. Der begnadete Gartenkünstler

schuf ein Meisterwerk von stattlicher

Größe. Über 200 Hektar erstreckt sich

der Landschafts park. Reste einer Ritterburg

und ein steinzeitliches Großsteingrab setzte

Ulr Ulrichshusen ichshusen

Neuk Neukalen alen

Naturpark

Mecklenburgische

Schweiz

ca. 30 km

Basedo Basedow

War Waren en

(Müritz)

Kummerower

See

Mal Malchin chin

ideal als Radfahrroute

Reu Reuter ter terstadt stadt

Sta Staven ven venhagen hagen

194

Möl Möllenhagen lenhagen

Basedow ca. 18 km Ulrichshusen

ca. 11 km Blücherhof

ca. 16 km Hohen Demzin

B In Ulrichshusen bietet die Feldsteinscheune

zwischen dicken Mauern eine einzigartige Akustik.

Im Sommer finden hier Konzerte der Festspiele

Mecklenburg-Vorpommern statt. Das Restaurant

»Am Burggraben« lädt zur Einkehr. Wer länger bleiben

möchte, wohnt stilvoll im Schloss.

f

194

C Die Gutsanlage Blücherhof mit Torhaus,

Marstall und Taubenhaus wurde saniert und

nimmt auch Feriengäste auf. Café »Dubenhus«

lockt mit hausgemachten Spezialitäten. Mit

Holzschnitzereien und lebensgroßen Gemälden

ist die Kirche in Grubenhagen ausgestattet.

g

4

5

6

Lenné dabei gekonnt in Szene. Jenseits des

begrenzenden Parkwegs (Drive) öffnet sich

die weite Flur. Alleen mit Linden und Pyramidenpappeln

schaffen weitläufige Verbindungen.

Sichtachsen weisen auf das Schloss.

Für dessen neogotische Umgestaltung sorgte

1839 immerhin der preußische Hofbaumeister

Friedrich August Stüler. Auch das

Dorf und die Wirtschaftsgebäude zeigen

deutlich seine Handschrift.

B Zu den großen und alteingesessenen

Adelsgeschlechtern gehörte auch die Familie

Maltzahn. 1560 errichtete sie in Ulrichshusen

auf einer kleinen Anhöhe ein Wasserschloss

mit den wehrhaften Zügen einer

Burg. 1987 ging das Musterstück profaner

Renaissancebauten jedoch in Flammen auf.

Sechs Jahre später kaufte Freiherr Helmuth

von Maltzahn das Backstein-Schloss und

ließ es nach historischen Vorlagen wieder-

aufbauen. Wälle und Wassergräben wurden

restauriert, Sichtachsen wiederhergestellt.

ca. 3 km

D Auf der Burg Schlitz in Hohen Demzin kommen

Feinschmecker im Rittersaal auf ihre Kosten.

Seit 1820 gibt es gegenüber der Toreinfahrt die

Gaststätte »Zum Goldenen Frieden«. Südöstlich

des Schlosshotels liegt der 96 Meter hohe

Röthelberg.

Schorssow

C Neobarock und mondän fällt Schloss

Blücherhof aus dem gewohnten architektonischen

Rahmen. Schon die schmiedeeisernen

Rokoko-Tore am Eingang sind bemerkenswert.

1904 erwarb der Bonner Zoologe

Alexander König das Herrenhaus. Von

seinen Reisen brachte der Professor viele

exotische Gewächse mit, die er in den frisch

angelegten Landschaftspark zwischen Teichen

und Wiesen pflanzte. Über 100 verschiedene

Gehölze, darunter Urwald- und

Mammutbäume, bilden eine einmalige botanische

Raritätensammlung.

D Am Hang eines Buchenberges zeigt sich

die Burg Schlitz in feinstem Klassizismus.

Benannt ist das riesige Anwesen nach seinem

Bauherrn Graf Hans von Schlitz. Fortschrittlich

eingestellt und in Kunstdingen

bewandert, ließ er sich 1823 in Hohen Demzin

ein Unikat nach eigenen Vorstellungen

zimmern. Bis das Prunkstück mit Galerien,

Säulenvorbau und Aussichtsturm fertig war,

1 2

3

ca. 15 km Basedow

E Auch Schloss Schorssow ist heute auf

anspruchsvolle Hotelgäste und Gourmets eingestellt.

Am Haussee gibt es eine kleine Badestelle und

ein Landhotel mit Biergarten und Terrasse. Im Ort

steht noch ein typisches Fischerhaus aus dem

18. Jahrhundert.

vergingen allerdings elf Jahre. Besonderen

Wert legte der Graf auf die Dekoration. So

gehören zur erlesenen Ausstattung des

heutigen Schloss hotels feine Fenstermalereien

im Rittersaal, Tapetenmalereien und

zwei Porzellankachelöfen von Karl Friedrich

Schinkel. Nicht minder beeindruckend ist

der 180 Hektar umfassende Landschaftspark

mit seltenen Bäumen, neogotischer

Kapelle und 36 Denkmälern. Der von Wal-

ter Schott im Jugendstil geschaffene Nymphenbrunnen

wurde 1930 aufgestellt.

E Idyllisch am kleinen Haussee liegt

Schloss Schorssow. Die Dreiflügelanlage

war um 1740 für die Familie Moltke in ganz

barocker Manier geschaffen worden. Anfang

des 19. Jahrhunderts kam dann noch der

Klassizismus zum Zuge. Der Park im englischen

Stil zieht sich bis an den See. Ein dendrologischer

Lehrpfad weist den Weg zu

alten Baumriesen. Zu den Besonderheiten

gehört eine alte Stieleiche.

1

2

3

Fotos: TMV/Grundner (3) · Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz/Legrand (1)

Hohen Demzin. Seine Burg hat Graf Hans von Schlitz in

lateinischen Lettern »Der Nachwelt gewidmet«.

Basedow. Den riesigen Landschaftspark um das ritterlich

anmutende Schloss schuf Peter Joseph Lenné.

Ulrichshusen. Trutzig thront das wiederaufgebaute

Schloss am See zwischen Wiesen und Feldern.


7 | Rosen und Gärten

ca. 50 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Tausend wachgeküsste Schönheiten

A In ganz Mecklenburg-Vorpommern wurden

in den vergangenen Jahren Schlösser

und Herrenhäuser aus dem Dornröschenschlaf

erlöst. Dabei verfielen einige der

Gutsbesitzer offensichtlich dem Charme

der »Königin der Blumen« und wurden zu

eifrigen Sammlern wilder und historischer

Sorten. So verströmen im Juni Hunderte von

Park- und Ramblerrosen ihren betörenden

Duft auf dem Rittergut Nustrow. Seit 1996

rauscht ein kleines Blütenmeer in dem

großzügigen Landschaftsgarten. In seiner

Mitte breitet einer der ältesten Magnolienbäume

in Mecklenburg-Vorpommern seine

Arme aus. Im rekultivierten Küchengarten

sprießen würzige Kräuter und Gemüse.

Umgeben von Rapsfeldern liegt das Gut in

Erlebnis-Tipps:

Gutshaus Gottin

Rosenfest Ende Juni

Schloss Prebberede

Prebberede Klassik Open Air Ende August

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Hansestadt

ROST ROSTOCK OCK

E55

A19

Sch Schwaan waan

ländlicher Abgeschiedenheit. Die Familie

Schack ließ sich hier 1830 ein klassizistisches

Herrenhaus auf den Fundamenten

einer Wasserburg bauen. Der Architekt war

Carl Theodor Severin, bestens bekannt als

genialer Baumeister des Kurhauses Heiligendamm.

Gut Nustrow ist heute ein romantisches

Feriendomizil für Erholungsuchende.

Der Ritterkeller mit historischem

Tonnengewölbe, ein Kaminzimmer und

herrschaftliche Salons blieben weitgehend

original erhalten.

B Über Dalwitz und Prebberede führt der

Weg zum Gut Tellow. Hier lebte Johann

Heinrich von Thünen von 1809 bis zu seinem

Tod 1850. Der Musterlandwirt war sei-

Güs Güstro tro trow

103

Nebel

Dum Dummersmers tor torf

Laage

108

Got Gottin tin

Tes Tessin sin

Nustrow ca. 27 km Tellow

A Auf dem Rittergut Nustrow genießt man an Wochenenden und Feiertagen

von 14 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen im Garten. Die Schlössertour können Gruppenreisende

(ab sechs Personen) hier auf Vorbestellung mit einem Frühstück

beginnen oder bei einem Wildgericht ausklingen lassen. Am Dorfteich in

Walkendorf bietet wie einst die »Alte Ausspanne« Wegzehrung und Herberge.

Schon Zar Peter der Große nahm in dem romantischen Fachwerkhaus Quartier.

e

Wal Walkendor kendor kendorf

Dalwitz

Pre Prebbered bbered bberede

Tel Tellow low

ner Zeit weit voraus und brachte umfangreiche

Reformen in der Landwirtschaft, aber

auch auf sozialem Gebiet ins Rollen. Er gilt

als Begründer der landwirtschaftlichen Betriebslehre.

So beteiligte Thünen als Erster

seine Arbeiter am Gewinn und führte eine

Altersversorgung ein. Seine größte Vorliebe

aber galt dem Garten, den er ganz nach seinem

Geschmack gestaltete. Allein der Familienrat

hatte ein Mitspracherecht. Ein 200

Jahre alter Hainbuchentunnel führt in den

Park. Dutzende Rosen versammeln sich dort

zu einem blühenden Strahlenkranz. Das

Sonnenbeet wurde nach dem Original rekonstruiert.

Olga von Bismarck, geborene

von Thünen, lieferte die Vor lage. Sie hielt

die Schönheiten des Gartens 1886 mit dem

S

A20

Nus Nustro tro trow

Gno Gnoien ien

Tet Tetero ero erow

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Mecklenburgische Schweiz

Sch Schorsso orsso orssow ca. 30 km

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110

Naturpark

ideal als Autoroute

Neuk Neukalen alen

Trebel

Dargun

Kummerower

See

Mal Malchin chin

ca. 3 km Gottin

B Auf den Gütern Dalwitz und Prebberede finden kleine und große Reiter

ideale Ferienhöfe. Bio-Brot und Räucherschinken kauft man hier direkt vom

Erzeuger. Auf dem Thünengut in Tellow übernachten Schulklassen zünftig

auf dem Heuboden, Familien im Gärtnerhaus und Tagungsgäste in der

Schnitterkaserne. Das ganze Jahr über finden Märkte, Feste, Konzerte und

vieles mehr statt.

4

5

Pinsel auf Leinwand fest. Romantische Wege

führen um den großen und kleinen Parksee.

Seltene Gehölze - wie die Zauberbuche -

säumen die Ufer. Zwei Brücken spannen

sich zu einer in der Mitte gelegenen Insel.

Etwas entfernt erhebt sich eine urwüchsige

Eiche auf dem »Kleinen Schlieffenberg«. Imposant

reckt sich ein nordamerikanischer

Tulpenbaum in die Höhe. Das Gutsensemble

mit Handwerks- und Neubauernhäusern,

Gärtnerhaus und Eiskeller gehört heute

zum Thünenmuseum und zeigt das Landleben

im 19. und 20. Jahrhundert.

C Ganz im Zeichen der Rose steht auch

das Gut Gottin mit seinem 1835 errichteten

Herrenhaus. Zur Blütezeit reisen Verehrer

aus allen Teilen des Landes hierher, um den

zahlreich versammelten »Königinnen« ihre

Aufwartung zu machen. Im stimmungsvollen

Park knospen mehr als 200 verschiedene

Sorten. Alba- und Gallica- und Bourbonrosen

ziehen die Blicke auf sich und verzau-

ca. 20 km Groß Wokern

C Auf der Fahrt nach Gottin kommt man an der Anhöhe Helenenlust vorbei.

Das beliebte Ausflugsziel ist nach der Frau von Johann Heinrich von Thünen

benannt. Im Herrenhaus Gottin kann sich der Hotelgast in der Bibliothek,

auf der Terrasse oder im Weinkeller entspannen. Zur Blütezeit, Mitte Juni bis

Mitte Juli, ist der Rosengarten Groß Wokern täglich auf Besucher eingestellt.

Jeweils Freitag, Sonnabend und Sonntag gibt es um 17 Uhr Führungen.

bern mit ihrem Duft. Ein kleiner Bach fließt

gemächlich durch die Wiese und wirft

Stauden und Sträuchern ein Spiegelbild

zu. Seerosen baden im Regenwasserteich.

Alte Linden, Rotbuchen und Pyramideneichen

setzen Akzente in dem kleinen Landschaftsgarten.

In Groß Wokern wachsen im Garten wilde

Rosen zu farbenprächtigen Büschen zusammen.

Manche der betörenden Schönheiten

haben leuchtend rote Stacheln, andere

grüne Blüten. Viele tragen ein wohlriechendes

»Parfüm« auf ihren Blättern. Fünf

seltene einheimische Arten mischen sich

unter Exemplare aus China, Mittelasien und

Nord amerika. Als eine der ältesten Züchtungen

ist die Apothekerrose zu sehen. Sie reiste

im 13. Jahrhundert im Gepäck der Kreuzritter

von Persien nach Europa. Die Vielfalt

der 248 verschiedenen Dornenträgerinnen

reicht von den »weißen Rosen« der Griechen

über die »hundertblättrige Rose« aus

1

2

1 2

Groß Wokern. Wilde Rosen verströmen im Garten

ihren betörenden Duft.

Holland bis hin zu Moos-, Remontant- und

Kletterrosen. Nach antikem Vorbild findet

sich auch ein Rasenlabyrinth in dem Garten.

Auf den mäandernden Pfaden bewegt

man sich durch die begrünte Grafik und legt

dabei spielend 275 Meter zurück.

Tellow. Musterlandwirt Johann Heinrich von Thünen

schuf den romantischen Landschaftsgarten ganz nach

seinen Vorstellungen.

Nustrow. Im Sommer erblühen rund um das Rittergut

unzählige Park- und Ramblerrosen.

Fotos: TMV/Grundner (1) · TMV/Legrand (2)


8 | Schlösser und Gutsanlagen

ca. 60 km | 4 Etappen mit 5 Sehenswürdigkeiten

Landschaft z um Genießen

A Uralte Bäume, feuchte Wiesen und Fischteiche

prägen die Landschaft der Lewitz.

Ursprünglich stand hier alles voller Wald. In

der Steinzeit machten die Ureinwohner jedenfalls

Jagd auf kapitale Hirsche. Die Slawen

nannten das Gebiet »lowit«, was soviel

wie »wildreich« bedeutet. Später hatten die

Herzöge von Mecklenburg-Schwerin in der

Lewitz ihr Revier und übten sich gern im

Blattschuss. 1791 schuf Hofbaumeis ter Johann

Heinrich von Seydewitz für Herzog

Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin

ein reizendes Jagdschlösschen mit Seitenflügeln

und einem Marstall in Friedrichsmoor.

Kaiser Wilhelm I., sein Enkel Wilhelm

II. und Reichskanzler Otto von Bismarck waren

hier zu Gast. Das Jagdschloss ist heute

Erlebnis-Tipps:

Friedrichsmoor

Holzfest am 2. Sonntag im September

Ludwigsluster Schloss

Kleinkunstfestival »Kleines Fest im großen

Park« Anfang August

Gut Schwechow

Sommerfest im August

Reiseanbieter:

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Friedrichsmoor ca. 6 km Tuckhude

Schaale

Damme- Damme-

reez

A Für Hotelgäste hält das Jagdschloss Friedrichsmoor

vier gemütliche Doppelzimmer bereit. Größere

Gruppen finden im Marstall Unterkunft. Café und

Restaurant haben täglich von 11.30 bis 21 Uhr geöffnet

(außer 24. Dezember). Spezialität: Wildgerichte.

Ausritte sind mit hofeigenen Pferden möglich.

Ludwigslust. Vergoldetes Pappmaché ziert das

Schloss. Aber die Kristalllüster sind echt.

ein Hotel mit Restaurant und Café. Im Gartensaal

zeigt eine französische Bildtapete

die höfische Rotwildjagd. Sie wurde nach

dem Entwurf von Charles Vernet gedruckt.

Zarr Zarrentin entin

Dod Dodow ow

Lüb Lübtheen theen

Wit Witten ten tenbur bur burg

Hageno Hagenow

Sch Schwec wec wechow how

War Warlitz litz

Naturpark

Mecklenburgisches

Elbetal

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Vie Vielank lank

Red Redefin efin

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B Die Wiesenmeisterei Tuckhude ist nur nach Absprache

geöffnet. Anmeldungen sind wochentags

von 8-15 Uhr unter fon +49(0)38757 238 00 möglich.

Die geräumige Scheune kann man für private Feste

mieten. Feriengäste finden im Verwalterhaus Quartier.

In Neustadt-Glewe ist die Burg sehenswert.

ideal als Autoroute

B Direkt an einer Landstraße liegt die Wiesenmeisterei

Tuckhude. Heute beherbergt

sie eine Bildungsstätte sowie eine historische

Sammlung landwirtschaftlicher Geräte.

Wer sich für das Leben auf den alten Lewitzgehöften

interessiert, wird nach Absprache

durch die Anlage geführt. Im Verwaltungsgebäude

von 1862 hatte einst der

Wiesenmeister seinen Sitz. Er verpachtete

das Land im Auftrag des Herzogs, überwachte

die Heuernte und die Wasserstände

in den Gräben. Nach großflächigen Abholzungen

legte man im 18. und 19. Jahrhundert

Kanäle und Flößgräben an. Die Flüsse

Stör und Elde erhielten ein künstliches Bett.

Zusammen mit den 32 Karpfenteichen bilden

die kleinen Wasserstraßen Biotope für

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Hageno Hagenow

Land

A24

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ca. 30 ca. km30

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Müritz-Elde

ca. 14 km

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Ludwigslust

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Neust Neustadtadtadt- Gle Glewe we

Lud Ludwigslu wigslu wigslust st

Fri Friedrichsmoor

edrichsmoor

Groß

Laasch

Gra Grabow bow

ca. 28 km Warlitz

C In der Stadtkirche von Ludwigslust zeigt eine

riesige Gemäldewand die Verkündigung der

Geburt Christi. Die Sanddorn-Plantagen der

Storchennest GmbH können nach Voranmeldung

unter fon +49(0)3874 219 73 besichtigt werden.

d

5

6

7

viele bedrohte Arten. Fischotter, Moorfrösche,

Libellen, Eisvögel, Blessgänse und Kiebitze

fühlen sich hier wie im Paradies.

C Rund um das ehemalige Dorf Klenow

frönte einst Herzog Christian II. Ludwig von

Mecklenburg-Schwerin seiner Jagdleidenschaft.

1731 baute er ein Fachwerkschloss

mit Lustgarten und Alleen in Form eines

Jagdsterns. Und er taufte es auf den Namen

Ludwigslust. Als er verstarb, baute sein Sohn

Friedrich den Landsitz zur prachtvollen Residenz

aus. Der bis dahin unbekannte Baumeister

Johann Joachim Busch schuf das

herzogliche »Klein Versailles«. Die Stadt

plante er auf dem Reißbrett. Sie ist noch

heute ein Ensemble spätbarocker Harmonie.

Das Schloss war 1776 fertig. Von der ursprünglichen

Einrichtung zeigt das Schlossmuseum

Kamine, Spiegel, Kristalllüs ter,

Parkettfußböden sowie Dekoraktionen aus

dem berühmten Ludwigsluster »Carton«. Da

das Geld für teure Nippes nicht mehr aus-

ca. 12 km Schwechow

D Schloss Warlitz: Besichtigung von Park und

Imkerei nach Absprache: fon +49(0)38856 317 31.

Gut Schwechow: Mai bis September Café-Zelt

im Garten. Der Hofladen ist von 9-18 Uhr (außer

So/Feiertag) offen. Brennerei-Führungen nach

Anmeldung: fon +49(0)38856 37 80.

reichte, zauberte man Vasen und Büsten

täuschend echt aus Pappmaché. Im Goldenen

Saal und der Festetage vermitteln wertvolle

Miniaturen, Gemälde, Uhren und Möbel

einen Eindruck von höfischer Kultur. Den

barocken Schlossgarten erweiterte Peter Joseph

Lenné Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit

seinen Gartenarchitekturen und seltenen

Bäumen gehört der 150 Hektar große Landschaftspark

zu den schönsten im Norden

Deutschlands.

Die »Griese Gegend« um Ludwigslust verdankt

ihren Namen dem hier typischen

Heidesand. Felder, Kiefernwälder und Moore

bestimmen das Bild. Aber auch Sanddorn

wächst hier - nicht wild, sondern sehr

kultiviert. Die größte Sanddorn-Plantage

Deutschlands liegt direkt vor den Toren

Ludwigslusts. Auf der Route nach Westen

kommt man am Landgestüt Redefin vorbei,

das für Hengstparaden und Picknickkonzerte

berühmt ist.

1

2

3

Friedrichsmoor. Im angrenzenden Forst des Jagdschlösschens gingen

einst Herzöge und gekrönte Häupter auf die Pirsch.

Redefin. Feinster Klassizismus setzte sich 1820 bei der Neugestaltung

des Landgestüts durch.

Schwechow. Neben dem Gutshaus erstreckt sich ein malerischer Park.

In seinen Teichen tummeln sich Forellen und Saiblinge.

1

D Ganz in der Nähe liegt Schloss Warlitz.

Das 1620 für den dänischen Oberst Marquard

von Pentz gebaute Herrenhaus

schirmt sich durch einen Wassergraben von

der Außenwelt ab. Im Garten reihen sich alte

Linden und Rotbuchen um einen großen

See. Hier haben Bienen ihr gepflegtes Königreich.

Die hauseigene Imkerei und der

Park sind nach Absprache zu besichtigen.

Auf dem Gut Schwechow kommen Genießer

auf ihre Kosten. Im restaurierten Taubenhaus

befindet sich jetzt eine Destille

für edle Brände und Liköre. Äpfel, Birnen,

Kirschen und Zwetschgen von den riesigen

Obstplantagen des Gutes spenden ihr feines

Aroma für hochprozentige Wässer. Der

Hofladen führt hausgemachte Würste und

Schinken. Aale, Forellen und Saiblinge kommen

aus drei Fischteichen im Park. Dieser ist

mit Bachlauf und seltenen Gehölzen sehr

malerisch angelegt.

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3

Fotos: TMV/Grundner (2) · TMV/Legrand (1) · Staatliches Museum Schwerin/Walford (1)


9 | Kunst und Kultur

ca. 50 km | 3 Etappen mit 4 Sehenswürdigkeiten

Machtzentren und Musentempel

A Viele berühmte Baumeister schrieben in

der von sieben Seen gerahmten Landeshauptstadt

Schwerin Architekturgeschichte.

Schließlich wollten auch die hier regierenden

Herzöge von Mecklenburg-Schwerin

mit gehörigem Prunk bei der Verwandtschaft

auftrumpfen. So engagierte Großherzog

Friedrich Franz II. für den von 1843

bis 1857 währenden Umbau seiner fürstlichen

Residenz Georg Adolph Demmler,

Hermann Willebrand, Friedrich August

Stüler und Gottfried Semper. In ganz unterschiedlichen

Stilen huldigten sie dem Historismus

und setzten dem Palast mit goldenen

Türmchen die Krone auf. Im Schlossmuseum

wandelt man heute auf den Spuren

der herzoglichen Familie über reich

Erlebnis-Tipps:

Schwerin

Schweriner Schlossfest Ende Juni,

Schweriner Schlossfestspiele Ende

Juni bis Anfang August,

Filmkunstfest Anfang Mai

Reiseanbieter:

Schwerin Plus Touristik Service GmbH

fon +49(0)385 55 80 20

www.urlaubsservice-mv.de

Dass Dassow ow

Stepenitz

verziertes Parkett durch die Wohn- und Gesellschaftsräume

der Regenten. Filigraner

Stuck, teure Holzvertäfelungen und Gemälde,

aber auch Marmor-Imitationen aus der

Papiermaché-Fabrik in Ludwigslust zeugen

von höfischer Pracht entfaltung. Vor dem

pompösen Thronsaal sind die in Gold gerahmten

Ahnen der Dynastie in einer Galerie

versammelt. Zum Ensemble des Schlosses

gehört eine Renaissancekapelle. Sie war

1563 der erste Neu bau eines protestantischen

Gotteshauses in Mecklenburg. Von

der Schloss insel gelangt man über eine

Drehbrücke in den Schloss garten. In barocker

Symmetrie schmücken antike Göttergestalten

und Symbolfiguren von Balthasar

Permoser den axial verlaufenden Kreuzka-

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A Im Schlossgarten von Schwerin steht am Faulen See eine 300 Jahre alte

Schleifmühle, in der einst Granitblöcke für die fürstlichen Bauten geschnitten

wurden. Die Mühle beherbergt eine Ausstellung und eine Mineraliensammlung.

In der historischen »Schelfstadt« ist das Schleswig-Holstein-Haus sehenswert.

Im 13. Jahrhundert war das Fachwerkgebäude Bischofssitz. Heute wird hier Kultur

und Kunst geboten. Im Sommer auch unter Birnbäumen im Garten.

b

Landes Landeshaupts haupts hauptstadt tadt

nal. Vis-à-vis reitet Großherzog Friedrich

Franz II. auf einem bronzenen Pferd. Im

Grüngarten beherrscht Großherzogin Alexandrine

in weißem Marmor die Szenerie.

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ca. 30 km

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Schwerin ca. 15 km Klein Trebbow

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ideal als Autoroute

Schwerin. Großherzog Friedrich Franz II. lässt grüßen.

Der einstige Schlossherr hat heute noch viele Fans.

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ca. 7 km Wiligrad

B Am Trebbower See gibt es eine Badestelle. Der Pavillon im Gutspark in Klein

Trebbow ist heute eine Gedenkstätte. Schloss Wiligrad zeigt laufend Kunstausstellungen.

In der Schlossgärtnerei kann man zwischen Kräutern und Blumen

auch Kaffee trinken. Östlich liegt im Park die Elisabeth-Quelle. Den Friedrich-Franz-Weg

nach Lübstorf säumen Denkmäler. Kreativkurse sowie Schloss-

und Parkführungen organisiert der Kunstverein: fon +49(0)3867 88 01.

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5

Hugo Berwald hatte die Gemahlin von Paul

Friedrich auf den Sockel gehoben und daraufhin

den Titel »Großherzoglicher Professor«

erhalten. Da die Anzahl herzoglicher

Kunstschätze bald jeden Rahmen sprengte,

entstand 1882 im Neuen Palais eine Gemäldegalerie.

Sie ist heute vor allem für ihre

einzigartige Sammlung flämischer und holländischer

Meister aus dem 16. und 17. Jahrhundert

berühmt.

B Am Trebbower See liegt das Gutshaus

Klein Trebbow in einem Park mit vielen

Bäumen. 1860 entstand der Landschaftsgarten,

in dem auch Ahornblättrige Platanen,

Persische Eichen, Gelbkiefern und die Kaukasische

Flügelnuss ihre Wurzeln schlagen.

Das Gut war Stammsitz der Familie von Barner,

die einst 900 Hektar Acker sowie 350

Hektar Wald ihr Eigen nannte. 1865 wurde

aus dem einfachen Gutshaus ein »Neorenaissance-Schloss«

mit Ecktürmen. Die Anlage

wird derzeit saniert.

C Die Schlossklause mit altem Kreuzgratgewölbe ist im Schloss Plüschow

während der Ausstellungszeiten, Dienstag bis Sonntag von 11-17 Uhr, sowie

anlässlich der Vernissagen geöffnet. Im Haus stehen Künstlern sechs Gastateliers

und eine Druckwerkstatt zur Verfügung. Laufend Workshops und Veranstaltungen.

Das Schloss ist von ehemaligen Gutsgebäuden umgeben, die

zum Teil saniert sind.

Von 1939 bis 1945 führte die mit Carl-Ulrich

von Barner verheiratete Künstlerin Tisa von

der Schulenburg das Gut. Ihr Bruder Fritz-

Dietlof traf sich mit Claus Schenk Graf von

Stauffenberg vor dem Attentat auf Hitler zu

geheimer Unterredung im Park.

C In Anlehnung an den Terrakotta-Stil des

16. Jahrhunderts schuf Albrecht Haupt 1898

das Schloss Wiligrad für Herzog Johann Albrecht

von Mecklenburg-Schwerin. Der Neorenaissance-Bau

trägt auch Zü ge der lan -

destypischen Backsteinarchitektur. Seit 1990

sorgt hier ein Kunstverein für Ausstellungen

und kulturelles Leben. Zwischen Mag nolien

und Kegeleichen haben 27 Skulpturen im

Schlossgarten Platz gefunden.

Ganz der Kunst und ihren Protagonisten hat

sich auch Schloss Plüschow verschrieben.

In dem 1763 von dem Hamburger Kaufmann

Philipp Heinrich Stenglin erbauten

Backsteinkoloss wohnt heute die Muse und

ca. 28 km Plüschow

Klein Trebbow. Das prächtige Gutshaus leistete sich

die begüterte Familie von Barner.

manchmal auch ein Künstler. Von Frühjahr

bis Herbst wechseln hier die Ausstellungen.

Von außen schlicht, beeindruckt das Schloss

innen durch Stuckdecken, Holzvertäfelungen,

klassizistische Kachelöfen sowie Leinwandtapeten.

1 Wiligrad. Kunst ist in und am Schloss Programm.

In dem 210 Hektar großen Waldpark verstecken sich

zahlreiche Denkmäler.

Fotos: TMV/Grundner (1) · TMV/Legrand (1) · TMV/WERK3 (1)

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