399 - Oskar lernt Englisch

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399 - Oskar lernt Englisch

Englisch erleben

Hier erlebt ihr die englische Sprache in alltäglichen Situationen. Ausdrucksstarke Mimik

und Gestik unserer muttersprachlichen Lehrer unterstützen euer Lernen. Auch ohne

Vorkenntnisse werdet ihr schnell alles verstehen. Unverkrampft und ohne Angst taucht

ihr so in die englische Sprache ein. Im Folgenden könnt ihr einen

typischen Tag in einem unserer Camps nachlesen.

Ein Tag im Camp

Um 7:30 Uhr werden wir geweckt. Zwei Betreuer kommen in unser Zimmer und wünschen uns

‘Good Morning’. Sie öffnen die Vorhänge und wecken jeden Einzelnen auf. Manchmal singen sie

ein Lied auf Englisch, um uns gute Laune zu machen.

Um 8 Uhr sind wir beim Frühstück. Es gibt ein riesiges Buffet. Man kann sich eine Menge aus-

suchen, viele Käsesorten und Aufschnitt, Brot, Brötchen, Cornflakes und Müsli. Die Betreuer

sitzen immer bei uns am Tisch, und wir sollen nur englisch sprechen. Sie sind oft krass und

lachen viel. Finde ich cool.

Um 9 Uhr geht’s mit Englisch, Teil eins, los. Erst müssen wir in unser Tagebuch schreiben, dann

lernen wir gemeinsam. Vieles hatten wir schon in der Schule. Da hatte ich den Stoff aber nicht

gecheckt. Gut, dass wir hier alles wiederholen. Mein Freund Jonas ist so alt wie ich, aber er ist

in einer anderen Englischgruppe, weil er viel besser ist, als ich. Er lernt ganz andere, für ihn

neue Sachen.

Um 10:15 Uhr gibt’s eine Pause. In der Zeit fülle ich schnell meine Wasserflasche auf oder

hole Saft. Heute heißt es: „I would like an apple, please!”. Manchmal renne ich kurz raus, um

Fußball zu spielen, manchmal chille ich in meinem Zimmer.

Um 10:30 Uhr fängt Englisch, Teil zwei, an. Dieser Teil gefällt mir am besten, weil wir an

einem Projekt arbeiten können. Meine Englischgruppe nennt sich ‘The Sharks’ und wir ma-

chen einen Abenteuerfilm. Wir haben zusammen das Drehbuch geschrieben und die Film-

charaktere erfunden. Ich spiele einen alten, weisen Typen. Muss den Schatzsuchern sagen,

wo sie das Gold finden. Ich sag’ so Sachen wie: „Look for the red star on a green flag”, und

„Don‘t talk to the man with a big moustache.” Es ist voll lustig. Julian und Sarah wollen nicht

im Film mitspielen, also kümmert sich Julian um die Kostüme und Sarah ist Souffleuse.

Um 12 Uhr gehen wir zum Mittagessen. Ich bin Vegetarier, deshalb sage ich den Küchenleuten

Bescheid, und sie bringen mir entsprechendes Essen. Am ersten Tag hat uns die

Camp-Direktorin gesagt, wir sollten uns bei Problemen immer melden, egal wie groß oder

klein das Problem ist. Als ich vergessen hatte, den Küchenfrauen Bescheid zu geben, bekam

ich einen Teller mit Würsten. Aber ich wusste, was ich tun musste. Ich hab’s einer Betreuerin

gesagt, sie hat mir ein anderes Essen besorgt.

Nach dem Mittagessen ist eine Pause, aber es ist trotzdem viel los. Die Oskar-Bank hat

auf und wir können unser Taschengeld holen. Wir können auch umsonst Wasser oder Obst

bekommen. Manchmal kaufe ich Eis und esse es dann zusammen mit meinen neuen Freunden.

Draußen sind immer Betreuer, oft spielen wir schnell mal Basketball oder Fußball. Wenn wir

drinnen bleiben, müssen wir ruhig sein. Die kleinen Kinder schlafen dann manchmal.

Ab 14:30 Uhr ist Nachmittagsprogramm. Was man da macht, hängt vom Camp ab. Ich bin

hier in Verchen, also machen wir am Nachmittag Sport, danach Workshops. Letztes Jahr

war ich im Majuwi. Da war ich segeln. In Burg Stargard lernen die Kinder reiten. Nachmittags

draußen zu sein, ist immer voll cool. Matt hat uns Baseball beigebracht. Sind alles neue

Regeln. Matt hat alles auf Englisch erklärt. Manche Kinder haben nichts kapiert,

also hat Matt alles vorgespielt. Voll lustig, denn er ist immerzu hingefallen und

hat den Ball ständig fallen gelassen. In den Workshops machen wir Sachen, die

wir nach Hause mitnehmen. Ich habe ein neues Batikhemd gemacht und einen

Drachen gebaut, den ich draußen fliegen lassen konnte.

Abendessen ist um 18 Uhr. Die Betreuer sitzen mit am Tisch und fragen uns

über den Tag aus. Ich muss alles in der Vergangenheit erklären, das ist voll

schwierig. Aber niemand lacht uns aus, wenn man was falsch macht. Sie sind

immer nett zu einem. Ich versuche, die gelernte Grammatik anzuwenden, denn

es ist cool, wenn wir das gleich ausprobieren, was wir morgens gelernt haben.

Um 20 Uhr ist Karaoke. Die Betreuer haben einen Saal vorbereitet – wie ein Karaoke

Club! Erst wollte niemand singen, und die Betreuer haben für uns gesungen und getanzt.

Voll fett! Die haben mit so komischen Stimmen gesungen und ziemlich lustig getanzt.

Ganz toll war Stephen, als er „Let Me Entertain You” gesungen hat. Dann wollte jeder

singen. Ich habe drei Lieder gesungen, und dann eins mit Julia, ein Mädchen hier im Camp,

das ich mag. Der beste Song an dem Abend war „Shut Up!” von The Black Eyed Peas.

Um 21:30 Uhr haben die Betreuer ein Lied gesungen: „Good Night Children.”

Wir stöhnen alle, weil wir aufhören mussten, und alles voll den Spaß gebracht hat. Die Teens

bleiben länger auf wegen ‘Teen Night‘. Die spielen dann Brettspiele oder machen einen

Fackelspaziergang. Heute haben die weiter Karaoke gesungen. Nächstes Jahr komme ich

wieder, dann bin ich auch Teen und kann länger aufbleiben.

Um 22 Uhr müssen wir im Bett sein. Die Betreuer kommen in die Zimmer und kontrollieren,

dass wir im Bett sind. Manchmal singen die uns wieder Lieder vor. Wenn wir wollen, dass

sie endlich aufhören, müssen wir sie auf Englisch höflich darum bitten. Wenn wir nicht auf

Englisch fragen, singen sie einfach immer lauter, bis wir endlich richtig fragen!

von Michael, 12 Jahre alt (Camp-Teilnehmer 2006)

Don‘t forget

to call Mum!

Oskar

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