die fh auf den märkten - Federation of the Swiss Watch Industry FH

fhs.ch

die fh auf den märkten - Federation of the Swiss Watch Industry FH

BERICHT 2001

FEDERATION DE L'INDUSTRIE HORLOGERE SUISSE

Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie

Federation of the Swiss Watch Industry

ISSN 1421-7376

Silbergasse 6, CH-2501 Biel Tel : +41 (0)32/328.08.28 Fax : +41 (0)32/328.08.80

http://www.fhs.ch e-mail : info@fhs.ch


Die schweizerische Uhrenindustrie

hatte das letzte Jahr des zweiten

Jahrtausends mit Exporten in neuer

Rekordhöhe abgeschlossen. Das

aussergewöhnliche Resultat liess

für die weitere Entwicklung einiges

erwarten.

Allerdings äusserten wir bereits in

unseren Schätzungen von Anfang

2001 Befürchtungen hinsichtlich

Verhalten des amerikanischen

Marktes, das unmissverständlich

auf eine Abschwächung hindeutete.

Angesichts des mittlerweile

erreichten Globalisierungsgrades

war es naheliegend, dass Schwierigkeiten

auf diesem Markt auch

auf andere Märkte übergreifen

würden, insbesondere in Asien.

Deshalb gingen wir in unserer

Prognose davon aus, dass sich im

Jahr 2001 die Vorjahresergebnisse

mit einem bescheidenen Wachstum

von 0 bis 2 % bestätigen

würden.

Die Tragödie vom 11. September

verfinsterte die Aussichten auf eine

amerikanische Erholung zusätzlich

und blieb auch für unsere Industrie

nicht ohne Folgen, denn

Amerika war unser wichtigster

Markt.

Man urteile selbst: Ende Juli betrug

die Steigerung unseres gesamten

Exportwertes noch 8,7 % gegenüber

dem Jahr 2000, Ende

Dezember nur noch 3,5 %. Dieser

neue Rekord liegt aber noch

immer weit über unseren Erwartungen.

Wir können wirklich zufrieden

sein.

Die USA blieben unser wichtigster

Markt, verzeichneten jedoch eine

Einbusse von 14 % gegenüber

dem Vorjahr. Mit einer Verbesserung

von 6 % schloss Hongkong

auf. Wie Sie diesem Bericht

entnehmen können, entfielen im

GELEITWORT DES PRÄSIDENTEN

Jahr 2001 auf unsere 30 wichtigsten

Märkte 92,3 % unserer Exporte.

Nur acht davon – und nicht

gerade die grössten – blieben

hinter den Ergebnissen von 2000

zurück.

Die ausgezeichneten Absatzzahlen

in den europäischen Ländern

mit Ausnahme von Italien

ermöglichten zusammen mit weiteren

wichtigen Märkten einen

Ausgleich zur negativen Entwicklung

in Amerika.

Wir dürfen daher sehr zufrieden

sein. Unsere Zufriedenheit wäre

sogar vorbehaltlos, wenn die Zahl

der exportierten Uhren gegenüber

dem Vorjahr nicht erneut um 11 %

gefallen wäre. Mit anderen Worten:

Der Durchschnittspreis steigt

weiter an und die Menge sinkt. Der

Grund dafür ist einfach: Uhrenunternehmen,

die bisher im mittleren

und unteren Preissegment tätig

waren, sind angesichts der

hervorragenden Perspektiven des

oberen Preissegments und der

Luxusuhren mehr und mehr versucht,

ein Upgrading vorzunehmen.

Daraus ergibt sich ein

Volumenschwund in diesen beiden

Bereichen mit direkten Auswirkungen

auf die Ausstattungsbranche,

die ab Mitte Jahr einen

starken Auftragsrückgang verzeichnete.

Dadurch tauchen sogleich

Befürchtungen hinsichtlich

Beschäftigungssituation auf.

Glücklicherweise ist in diesem

Sektor ein grosser Konzern nach

wie vor sehr aktiv. Die Aussichten

sind nämlich vielverheissend, wenn

man die Märkte China (WTO-

Beitritt) und Indien (Senkung der

Zollgebühren) mit ihrem enormen

Entwicklungspotential berücksichtigt.

Sie allein bilden in der Tat

einen Markt von 2,5 Milliarden

Einwohnern.

3

Auch wenn wir unseren Blick lieber

in die Zukunft schweifen lassen, ist

es doch interessant festzustellen,

dass wir 1970 noch 51,2 Millionen

Uhren im Wert von 1,9 Milliarden

Franken exportierten (Zeit der

Roskopf-Uhren mit einem Anteil

von 23 Millionen Stück). 1993

waren es immer noch 43,2 Millionen

Uhren (davon 39 Millionen mit

Quarzwerk) im Wert von 6,6

Milliarden Franken.

Die genannten Probleme sowie

jene im Zusammenhang mit einer

Periode starker Nachfrage hatten

eine Erhöhung der Bestandteillager

zur Folge, was sich direkt auf die

Fabrikanten auswirkte. Ich stelle

jedoch mit Befriedigung fest, dass

sich die Situation wieder etwas

verbessert hat, sofern man auf die

über den Erwartungen liegenden

Resultate der Uhrenmessen 2002

in Basel und Genf abstützt. Allerdings

könnten echte Turbulenzen

die Bestandteilbranche im weiteren

Sinn in Bedrängnis bringen, falls

es uns nicht gelingt, eine Umkehr

des gegenwärtigen Trends

herbeizuführen. Auf jeden Fall darf

man angesichts des sehr guten

Rufs unserer Uhrenindustrie überall

auf der Welt mit grossem Vertrauen

in die Zukunft blicken.

Zusammenfassend können wir auf


GELEITWORT DES PRÄSIDENTEN

ein Rekordjahr 2001 zurückblicken,

das nur von einigen –

hoffentlich nur vorübergehenden

– Sorgen der Zulieferer unserer

Marken etwas getrübt wird.

Was die Prognosen betrifft,

kommen wir zum Schluss, dass das

Jahr 2002 hauptsächlich vom

amerikanischen Markt und seinen

Auswirkungen auf die Weltmärkte

abhängen wird. Bereits heute

zeichnet sich eine leichte Erholung

ab, die sich nach Ansicht der

Experten konsolidieren dürfte.

Für unsere Branche sollte sich nach

einem schwierigen ersten Halbjahr

in der zweiten Jahreshälfte eine

Verbesserung einstellen. Die uns

vorliegenden Zahlen des ersten

Quartals 2002 bestätigen diese

Einschätzung, da gegenüber den

Vorjahreszahlen (gleicher Zeitraum)

ein wertmässiger Rückgang

um 6,2 % verzeichnet wurde.

Hongkong ist unser Hauptmarkt

geworden, gefolgt von den USA.

Dabei ist darauf hinzuweisen, dass

von den 30 wichtigsten Märkten,

auf die 92,7 % des gesamten

Exportwerts entfallen, gegenüber

2001 nur 13 zugelegt haben und

diese bloss 20 % des Gesamtwerts

der 30 berücksichtigten Länder auf

sich vereinigen.

Angesichts des Gesagten, des

realistischen Optimismus der

Fabrikanten und der sinkenden

Lagerbestände dürfte das Gesamtresultat

2002 bei einer Schwankungsbreite

von 0 bis -2 % in etwa

auf dem Stand von 2001 liegen

und würde damit noch immer das

hervorragende Jahr 2000 übertreffen.

Im Berichtsjahr wurden im Rahmen

von Freihandelsvereinbarungen

und im Umfeld der WTO sehr positive

Tendenzen beobachtet. Die

4

grosse Geissel unserer Branche ist

indessen weiterhin das Fälschungsunwesen.

Dieser Bericht befasst

sich speziell mit diesem Problem.

Unter dem Vorbehalt unvorhersehbarer

Vorkommnisse, auf die wir

keinen Einfluss haben, dürfen wir

somit mit Vertrauen in die Zukunft

der schweizerischen Uhrenindustrie

blicken. Die renommierten

unabhängigen Marken und jene

der grossen Konzerne sind beneidenswert

gute Karten und erzeugen

positive Synergien für die

gesamte Branche.

Zum Abschluss dieses Überblicks

möchte ich unseren Mitgliedern

herzlich für ihr Vertrauen gegenüber

ihrem Dachverband und für

ihre ständige Unterstützung danken.

Mein Dank gilt aber auch allen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der FH für ihre qualitativ hochstehende

Arbeit.

François Habersaat

Im April 2002


Als wirtschaftlicher Dachverband

bemüht sich der Verband der

Schweizerischen Uhrenindustrie

(FH) darum, die Interessen der

Branche auf nationaler und

internationaler Ebene gegenüber

den Behörden, anderen Branchen

und Unternehmen, der Presse und

der Allgemeinheit zu fördern und

zu verfechten.

Die FH versteht sich sodann als

Dienstleistungsorganisation für

ihre Mitglieder. Der Verband ist

bestrebt, ihrem Informations- und

Beratungsbedürfnis gerecht zu

Die Mitglieder

Im Jahr 2001 gehörten 542 Unternehmen

der FH an. Ihr Status

reichte vom unabhängigen Kleinunternehmen

bis zur Industriehol-

Die statutarischen Organe

(Stand am 31. Dezember 2001)

Hinsichtlich Produkte, Märkte und

Grösse ihrer Unternehmen zeichnet

sich die schweizerische

Uhrenindustrie durch eine grosse

Vielfalt aus. Die FH ist deshalb so

strukturiert, dass sie die unterschiedlichen

Interessen ihrer Mitglieder

dank der ausgewogenen

Zusammensetzung ihrer statutarischen

Organe – die wichtigsten

sind die Generalversammlung und

der Zentralrat – und der Delegation

der Aufgaben an verschiedene

Kommissionen miteinander in

Einklang bringen kann.

a) Generalversammlung

Die ordentliche Generalversammlung

2001 des Verbandes

der Schweizerischen Uhrenindustrie

fand am 28. Juni im Hotel

werden, indem er ihnen individuelle

und auf ihre Erwartungen

zugeschnittene Leistungen erbringt.

Innerhalb dieses weiten Rahmens

sieht sich die FH veranlasst, in der

Schweiz und im Ausland auf

verschiedenste Weise mit Partnern

aus Wirtschaftskreisen und

politischen Behörden zusammenzuarbeiten.

Als repräsentatives Organ der

Branche koordiniert sie die

politische, wirtschaftliche, kom-

ding. Auch die meisten mit der

Uhrenindustrie verbundenen

Verbände und Institutionen waren

der FH angeschlossen. Diese

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Beau-Rivage in Genf statt. Bei

dieser Gelegenheit bekundete

François Habersaat einmal mehr

sein Vertrauen in "unsere wunder-

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DER VERBAND

merzielle und rechtliche Meinungsbildung

innerhalb der

Uhrenindustrie zuhanden der zuständigen

Behörden und unterstützt

im weitesten Sinne die

Exporttätigkeit ihrer Mitglieder.

Der Verband der Schweizerischen

Uhrenindustrie (FH) entstand 1983

aus der Fusion der 1876 gegründeten

Schweizerischen Uhrenkammer

und der 1924 entstandenen

Vereinigung schweizerischer

Uhrenfabrikanten, die

sich ab 1968 Schweizerischer

Uhrenverband nannte.

Mitglieder verteilten sich wie folgt:

- Fertigprodukte: 235 Einheiten

- Bestandteile: 272 Einheiten

- Andere: 35 Einheiten

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bare Industrie" und wies darauf hin,

dass sich "die heutige Konstellation

der Uhrenindustrie nicht mit jener

der Jahre 1975 bis 1980 verglei-


DER VERBAND

chen lässt, als es noch eine

Unmenge unabhängiger Unternehmen

gab, die vor allem im

Private-Label-Bereich tätig waren

und sich aufgrund der Schwierigkeiten

mit dem Vertrieb sehr

unregelmässig entwickelten".

"Die Unternehmenskonzentrationen

der beiden vergangenen

Jahre – sei es horizontal durch den

Aufkauf von Marken oder vertikal

durch die Übernahme von Zulieferbetrieben

– sind weitere gute

Karten für eine harmonische Entwicklung

der Branche", präzisierte

der FH-Präsident. "Sie schaffen in

ihrem jeweiligen Rahmen nicht nur

Synergien, sondern auch eine

finanzielle Kraft, die nur gewinnbringend

sein kann".

Nach Ansicht von Habersaat ist

diese Konzentrationsbewegung

irreversibel, "bietet den unabhängig

gebliebenen Unternehmen

jedoch ausgezeichnete Möglichkeiten,

sich auf der Produktebene

von den anderen abzuheben.

Ausserdem sind sie sehr flexibel

und pflegen meistens langjährige

Geschäftsbeziehungen".

FH-Direktor Jean-Daniel Pasche

seinerseits präsentierte zunächst

die wichtigsten Errungenschaften

des neuen Bundesgesetzes über

den Schutz von Design. Nach

einem Überblick über die Normenarbeit

und technischen Analysen

des Verbandes erinnerte er daran,

dass die Überwachung des Swissmade-Labels

für die FH von vorrangiger

Bedeutung ist.

b) Zentralrat

Unter dem Vorsitz von François

Habersaat versammelte sich der

Zentralrat im Jahr 2001 wie üblich

viermal: am 22. Februar, 31. Mai,

"In diesem Zusammenhang", vermerkte

er, "mussten wir feststellen,

dass Uhren koreanischer Herkunft

missbräuchlich die schweizerische

Ursprungsbezeichnung tragen.

Darauf führten wir Gespräche mit

der Korea Watch & Clock Industry

Cooperative, um ihr die schweizerische

Gesetzgebung im Detail zu

erläutern und zu erreichen, dass sie

respektiert wird".

"Im Anschluss an diese Gespräche

verpflichtete sich der koreanische

Verband, bei den betroffenen

Mitgliedern zu intervenieren und

die Einhaltung der in der Swissmade-Verordnung

verankerten

Kriterien zu verlangen. Aber auch

die Anforderungen der koreanischen

Gesetzgebung sind zu

beachten, nach der bei der Ursprungskennzeichnung

auf Uhrenprodukten

die Gesetzgebung des

Importlandes zu berücksichtigen

ist. Die direkt mit dem Uhrenverband

getroffene Vereinbarung

ist eine Premiere auf diesem

Gebiet. Wir hoffen, das angestrebte

Ziel werde damit erreicht",

schloss der FH-Direktor.

Im statutarischen Teil der Versammlung

genehmigten die Delegierten

den Jahresbericht und die

Jahresrechnung 2000 sowie das für

2002 unveränderte Beitragssystem

einstimmig. Sie stimmten auch

einer Statutenänderung des

Verbandes zu, die sich durch das

Verschwinden von Ecoswiss und

die Aufgabe des FH-Informationszentrums

in den USA aufdrängte.

Anschliessend verlängerte die

30. September und 29. November.

Am Rande sei bemerkt, dass die

beiden letzten Sitzungen nicht am

Verbandssitz, sondern im Hotel

6

Versammlung das Mandat von

Fiduco als Revisionsstelle um ein

Jahr und wählte folgende Personen

in den Zentralrat der FH:

- Jacques J. Duchêne -

Rolex Genf, als Ersatz für

Alain Cerutti

Neuer Stellvertreter:

Alain Cerutti

- Jean-Christophe Babin -

TAG Heuer, als Ersatz für

Christian Viros

- Philippe Membrez -

Simon-Membrez SA, als Ersatz

für Willy Steiner -

Beyeler & Cie SA

Neuer Stellvertreter:

Pierre Huguenin - USH

- Michael P. Sarp -

IWC, als Ersatz für

Gérard Daniel Iseli

Neuer Stellvertreter:

Gérard Daniel Iseli

- Pierre-Alain Storrer -

UBAH, als Ersatz für

Lucien Iseli

- Cédric Bossert -

Piaget International, als Ersatz für

Yves-Gérald Piaget

Dem statutarischen Teil der

Versammlung folgte ein Referat

von Staatssekretär David Syz,

Direktor des Staatssekretariats für

Wirtschaft (seco), zum Thema

„Neue Exportförderungspolitik des

Bundes - Restrukturierung der

Osec“.

Elite in Biel stattfanden, weil sich

der grosse Saal im Gebäude an der

Rue d’Argent 6 im Umbau befand.


Die Entwicklung der Weltwirtschaf

und -politik mit ihren Auswirkungen

auf den Geschäftsgang der

Branche beschäftigte den Zentralrat

das ganze Jahr über. Dies gilt

auch für andere Dossiers wie etwa

das Problem des Nachwuchses der

amerikanischen Uhrmacher zur

Sicherstellung des Kundendienstes

oder des selektiven Vertriebs von

Einzelteilen in Europa.

Der Zentralrat befasste sich

sodann mit der Schaffung einer

thematischen Wanderausstellung

zur Bekanntmachung der schweizerischen

Uhrenindustrie an Veranstaltungen

im Ausland sowie mit

den Verbandszielen für die Periode

2002-2004. Ausserdem stimmte er

der Ablösung von Charles Dubois

c) Ausschuss

Der Ausschuss behandelt im

Auftrag des Zentralrats dringliche

Fragen. Dem von François

d) Kommissionen

Dem Zentralrat stehen auch

ständige Kommissionen zur

Verfügung. Sie befassen sich mit

Fragen allgemeinen Interesses, die

dem Verband übertragen werden.

Die Wirtschaftskommission wird

Kontrollstelle

als Chef des FH-Zentrums Hongkong

ab Mai zu. Er hatte den

Wunsch geäussert, das Amt

altershalber an seinen Sohn Thierry

zu übertragen, der bereits für die

Gesellschaft FH Promotion Ltd.

tätig war. Wie von den Statuten

verlangt, wurde schliesslich auch

das Budget 2002 verabschiedet.

Am 31. Dezember 2001 setzte

sich der Zentralrat wie folgt

zusammen:

Delegierte Fertigprodukte:

Franziska Borer Winzenried

Hugues-Olivier Borès

Georges Crevoisier

Franco Cologni

Jacques J. Duchêne

Jean-Paul Girardin

Habersaat geleiteten Organ gehören

Roland Bloch, Georges

Crevoisier und Pierre-Alain Storrer

von Jacques-Alain Voirol geleitet,

die Finanzkommission von Pierre

Huguenin und die juristische

Kommission von François

Knoepfler. Dem NIHS-Ausschuss

steht Claude Laesser vor.

Mit der Rechnungsprüfung ist die Gesellschaft Fiduco SA in Biel betraut.

7

DER VERBAND

Michael P. Sarp

Albert Kaufmann

Marc Küffer

Hans-Peter Rentsch

Roland Steule

Jean-Christophe Babin

Andere Unternehmen:

Erich Mosset

Delegierte Komponenten:

Roland Bloch

Kaspar Glatthard

Delegierte Einzelteile:

Roland Dubuis

Pierre-Alain Storrer

Marc Reynaud

Philippe Membrez

Claude Wampfler

an. Es traf sich im Jahr 2001 dreimal:

am 24. April, 12. September

und 1. November.

Die Kommissionen versammeln

sich mehr oder weniger regelmässig

oder bei Bedarf. Über ihre

Tätigkeit wird teilweise in den

entsprechenden Kapiteln berichtet.


DER VERBAND

Interessengruppen

Um die mit einem Produkt, einem

Markt oder einer Problematik

verbundenen spezifischen Fragen

vertieft zu behandeln, können sich

Unternehmen im Rahmen der FH

in Interessengruppen zusammenschliessen.

Sie geben ihre

Stellungnahmen gegenüber den

statutarischen Organen der FH ab.

Am Ende des Berichtsjahres war

nur eine Interessengruppe aktiv:

die Gruppe für Fälschungsbekämpfung

GA. Sie ist zusammengesetzt

aus FH-Mitgliedern, die

gemeinsam gegen das Fälschungswesen

kämpfen wollen. Ihre Organe

sind die Vollversammlung

und der Ausschuss. Im Rahmen

ihrer Tätigkeit prüfen sie die Entwicklung

der FH-Aktivitäten im

Präsidium, Direktion und Personal der FH

Die FH beschäftigt sich hauptsächlich

mit rechtlichen und wirtschaftlichen

Fragen sowie Problemen

im Zusammenhang mit dem

Handel. Dank unzähliger Quellen

ist sie in der Lage, ihren Mitgliedern

ein breites Spektrum an Informa-

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Die Generalversammlung der FH

vom 28. Juni beschloss, das Informationszentrum

für die USA in

New Jersey zu schliessen. Sie war

der Ansicht, dass die schweizerischen

Uhrenunternehmen diesen

Stützpunkt nicht mehr benötigen,

tionen jeder Art anzubieten.

Zugunsten ihrer Mitglieder unterhält

die FH ein ganzes Netz von

Informationszentren und Korrespondenten

im Ausland. Sie kann

dabei auf eine langjährige Erfah-

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1HZ


In einem weltweit ungünstigen

Umfeld entwickelten sich die

schweizerischen Uhrenexporte

besser als erwartet und erreichten

einen neuen Rekordstand. Man

hatte berechtigte Zweifel gehegt,

ob sich die aussergewöhnlichen

Ergebnisse des Jahres 2000 noch

übertreffen liessen, aber die

ausgezeichnete Performance

2001 strafte alle Bedenken Lügen.

Allerdings wurden aufgrund verschiedener

wirtschaftlicher Trends

gewisse Befürchtungen wach:

Erstens die sich in den USA anfangs

2001 abzeichnende Konjunkturabschwächung,

die zunehmend

auch auf Europa und den restlichen

Planeten übergriff. Zweitens die

Schwierigkeiten in Japan, namentlich

im Finanzsektor, die das Land

in die Rezession stürzten. Drittens

die terroristischen Anschläge vom

11. September mit all ihren wirtschaftlichen,

sozialen und militärischen

Folgen. In diesem unsicheren

Umfeld kam die schweizerische

Uhrenindustrie insgesamt

noch relativ gut davon.

Obwohl sich auch unsere Branche

in den letzten Monaten des Jahres

dem allgemeinen Trend nicht entziehen

konnte und einen Exportrückgang

hinnehmen musste,

profitiert das Jahresergebnis vom

sehr guten Start des Jahres 2001.

Angesichts der konjunkturellen

Trendwende und im Wissen um

deren verzögerte Auswirkung auf

die Uhrenexporte wird ein schwieriges

Jahr 2002 erwartet.

Ende Sommer 2001 wurde angesichts

der Tendenz zu einer

Abschwächung der Exporte

schweizerischer Uhrenprodukte

noch ein Jahreswachstum von

rund 2 % prognostiziert. Das

Gesamtresultat ist mit einem

Wachstum von 3,5 % gegenüber

2000 allerdings um einiges besser

ausgefallen als erwartet. Der Wert

der Uhrenexporte erreichte damit

10,654 Milliarden Franken oder

356,3 Millionen mehr als im

Vorjahr. Allerdings ist diese erfreuliche

Entwicklung in einem insgesamt

rückläufigen Umfeld zu

sehen.

Die Fertiguhren machten im Jahr

2001 wertmässig mehr als 90 %

der schweizerischen Uhrenexporte

aus (9,675 Milliarden Franken),

was einer Verbesserung um

3,7 % gegenüber 2000 entspricht.

Volumenmässig jedoch war Ende

2001 ein Rückgang von fast 30

Millionen auf 26,4 Millionen Einheiten

hinzunehmen, was einem

Verlust von rund 3,5 Millionen

Stück entspricht.

Mengenmässig sind die Stahluhren

heute das wichtigste Exportprodukt

der Schweizer Uhrmacher:

Mehr als zwei von fünf Uhren

entfallen auf dieses Material.

Gegenüber 2000 büssten sie

allerdings 912‘000 Stück ein und

erreichten noch 11,3 Millionen

Einheiten. Wertmässig ist ein

geringfügiges Wachstum auf über

4 Milliarden Franken festzustellen.

9

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die Exporte von Aluminiumuhren

büssten 1,4 Millionen Einheiten ein

(- 24,3 %), die Plastikprodukte

900‘000 Stück (- 11,3 %). Im Jahr

2001 verliessen noch 4,3 Millionen

Aluminiumuhren und 7,1 Millionen

Plastikuhren die Schweiz. Auch die

entsprechenden Umsätze gingen

zurück: bei Aluminium um 23,3 %,

bei Plastik etwas weniger ausgeprägt

um 3,5 %.

Das Wachstum des Jahres 2001 ist

daher vor allem den Zeitmessern

in 18 Karat Gold zuzuschreiben.

Sie schlossen das Jahr stückzahlmässig

um 10,7 % und wertmässig

um 15,2 % besser ab. In absoluten

Zahlen tragen die Golduhren am

stärksten zum Wachstum bei:

373,6 Millionen Franken und rund

50‘000 Einheiten.

Was die Preise der exportierten

Uhren betrifft, zeichnen sich zwei

klare Trends ab: Einerseits verloren

die Produkte mit einem Preis von

unter 2‘000 ab Werk volumen- und

wertmässig fast durchwegs an

Markt. Anderseits erfreuten sich

die über 2‘000 Franken teuren

Uhren sowohl stückzahl- als auch

umsatzmässig eines starken

Wachstums von gegen 30 %.

Diese Veränderungen untermauern

die Beobachtungen zur

Entwicklung des Durchschnittspreises:

Die Nachfrage verlagert

sich zusehends in Richtung

oberstes Preissegment, das die

ganze Branche stützt.

Im Bereich der Bestandteile ist auf

zwei Entwicklungen hinzuweisen.

Erstens ist der Wert der Zeigerexporte

um 13,9 % gesunken.

Zweitens fallen die Armbandexporte

durch einen starken Umsatzsprung

auf (+ 15,1 % gegenüber

2000). Auch die grossvolumigen

Artikel (Wecker,

Grossuhren, Pendulen) hatten


WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Rückenwind und legten um

29,5 % zu.

Im Jahr 2001 sanken die Volumen

auf allen Absatzmärkten ausser

Afrika. Ein wertmässiger Rückgang

musste zudem auf dem wichtigsten

Markt, den USA, hingenommen

werden.

Auf dem amerikanischen Markt

sprechen die Zahlen für sich: Das

Wachstum von 20,6 % im Jahr

2000 verkehrte sich im Berichtsjahr

in eine Einbusse von 14,1 %.

Der Rückgang der Anzahl Uhren

ist ebenfalls beachtlich: - 17,0 %.

Im Jahr 2001 fanden insgesamt 3,3

Millionen Uhren den Weg in die

USA. Der Gesamtexportwert

erreichte 1,6 Milliarden Franken

(275 Millionen weniger als im Jahr

2000). 2001 steht damit für den

Wendepunkt nach acht Jahren

kontinuierlichen Wachstums auf

diesem Markt.

Europa bekam zwar im Berichtsjahr

die wirtschaftlichen Folgen der

Lohnverhandlungen

Im Anschluss an die Gespräche

zwischen dem Arbeitgeberverband

der schweizerischen Uhrenindustrie

(CP) und der Gewerkschaft

Industrie, Gewerbe und

Dienstleistungen (SMUV) konnte

eine Vereinbarung geschlossen

Wirtschafts- und Statistikdienst

Intern kann das Jahr 2001 für den

Wirtschafts- und Statistikdienst als

Übergangsjahr gewertet werden.

Sein Chef Pierre-Alain Berret trat

weltweiten Konjunkturabschwächung

zu spüren, was sich jedoch

zumindest wertmässig nicht in den

schweizerischen Uhrenexporten

auf den alten Kontinent niederschlug.

Im Jahr 2001 verliessen

14,2 Millionen Uhren – fast 2,4

Millionen weniger – die Schweiz

mit Ziel Europa. Dieses Ausbluten

entspricht mehr als zwei Dritteln

der weltweiten Einbussen. Der

Gesamtwert der Exporte in die

europäischen Länder stieg dagegen

um 6,7 % auf 4,1 Milliarden

Franken. Entsprechend stieg der

Durchschnittspreis im Berichtsjahr

bei unseren Nachbarn am

stärksten (+ 26,1 %).

In den zwölf Monaten erreichten

die Uhrenexporte nach Asien 6,4

Millionen Einheiten, was einem

bescheidenen Rückgang um 3,0 %

entspricht. Wertmässig verbesserte

sich das Ergebnis um 7,6 %. Dieser

Trend ist in allen Ländern des

asiatischen Raums zu beobachten.

Die Entwicklung der schweize-

werden. Sie sieht ab dem 1. Januar

2002 den vollen Teuerungsausgleich

von 1,1 % der Branchenlöhne

oder 53 Franken für den

durchschnittlichen Uhrmacherlohn

vor. Angesichts der Ergebnisse der

Uhrenexporte und der bevor-

Ende Mai zurück und wurde Anfang

August von Philippe Pegoraro

abgelöst. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit

wurden verschiedene

10

rischen Uhrenexporte ist im Magazin

„Tendances“ nachzulesen, das

vom Wirtschafts- und Statistikdienst

veröffentlicht wird. Die

Publikation erscheint viermal jährlich

und wird allen FH-Mitgliedern

sowie externen Abonnenten zugestellt.

Der Inhalt wird jeweils von

der Wirtschaftskommission kontrolliert,

die sich im Jahr 2001 unter

dem Vorsitz von Jacques-Alain

Voirol dreimal versammelte: am

27. Februar, 15. Mai und 21.

August. Dabei befasste sie sich

insbesondere mit den verschiedenen

Möglichkeiten der schweizerischen

Beziehungen zur Europäischen

Union und ihren Auswirkungen

auf die schweizerische

Uhrenindustrie. Ein zweites

Hauptthema betraf die Möglichkeiten

zu einer Annäherung unter

den verschiedenen Verbänden der

schweizerischen Uhrenindustrie.

Beide Dossiers werden mittelfristig

weiterverfolgt und stehen auch im

Jahr 2002 wieder auf der

Traktandenliste.

stehenden gespannteren Lage in

der schweizerischen Uhrenindustrie

wurde auf die beantragte

Reallohnerhöhung nicht eingegangen.

neue Projekte gestartet. Erste

konkrete Resultate sind im Verlauf

des Jahres 2002 zu erwarten.


Die FH und economiesuisse

Die FH ist ein sehr aktives Mitglied

von economiesuisse. Die Uhrenindustrie

hat nämlich ein grosses

Interesse an der Zusammenarbeit

mit anderen Branchen der Schweizer

Wirtschaft, um gemeinsame

Interessen zu verteidigen.

Die FH ist im Vorstand von

economiesuisse durch Hanspeter

Rentsch (Swatch Group) und Jean-

Paul Voitchovsky (Montres Rolex

SA) vertreten. Der Erstgenannte

löste François Habersaat im Herbst

2001 ab, nachdem dieser sein

Mandat aus Altersgründen niedergelegt

hatte. Rentsch vertritt die FH

auch im Vorstandsausschuss von

economiesuisse.

Ausserdem ist die FH in jenen

Arbeitsgruppen von economiesuisse

vertreten, die für die

Uhrenindustrie besonders wichtige

Fragen behandeln: die europäische

Integration, die Welthandelsorganisation,

den Schutz des geistigen

Eigentums sowie zollrechtliche

Fragen. In diesem Rahmen konnte

die Uhrenindustrie ihre Erwartungen

an die WTO-Ministerkonferenz

formulieren, die im

November 2001 in Doha (Qatar)

stattfand, um den Verhandlungsprozess

wieder anzukurbeln. Als

Exportbranche eines kleinen Landes

wie die Schweiz muss sich die

Uhrenindustrie auf Grundsätze

stützen können, die für den ganzen

Welthandel gelten, und die WTO

muss für die Durchsetzung dieses

Ziels sorgen. Aus diesem Grund

hat die FH regelmässig an den

Arbeiten von economiesuisse über

die WTO teilgenommen und ihre

Position zu den Verhandlungsgegenständen

formuliert. Die

wichtigsten Themen, welche die

Branche innerhalb der WTO betreffen,

sind die Senkung der

Zolltarife, der erleichterte Zugang

zu den Binnenmärkten, die

Beseitigung nicht-tarifärer Handelshemmnisse

und die Liberalisierung

der Dienstleistungen, um den

Vertrieb der Uhrenprodukte zu

erleichtern. Die Uhrenbranche hat

daher mit Befriedigung zur

Kenntnis genommen, dass die

erwähnte Ministerkonferenz eine

neue Verhandlungsrunde einleiten

will. Entsprechend wird die FH das

Material zusammentragen, um den

Schweizer Behörden die Einnahme

einer den Brancheninteressen

entsprechenden Position zu

erleichtern.

Auf dem Gebiet des geistigen

Eigentums betrafen die Themen,

welche die Uhrenindustrie besonders

interessierten, die Arbeiten

der Weltorganisation für geistiges

Eigentum (WIPO) in Genf. Diese

zielen auf die Ausarbeitung von

Internet-Regeln für den Markenschutz

ab. Der ausgearbeitete

Empfehlungsentwurf ist vollumfänglich

annehmbar, soweit es um

ein Gleichgewicht zwischen den

Markeninhabern und den Internet-

Benutzern geht. Man darf den

Gebrauch des Internets nicht

blockieren, muss jedoch den

Schutz der Konsumenten und der

Inhaber von Rechten gewährleisten.

Die WIPO-Richtlinien

streben einerseits eine bessere In-

11

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

formation der Internet-Nutzer

hinsichtlich Statut der Eigentumsrechte,

anderseits ein Sanktionssystem

bei Missbrauch an.

Der economiesuisse-Expertenausschuss

für geistiges Eigentum

befasste sich auch mit dem

Fälschungsproblem. In diesem

Zusammenhang wurde er von der

FH Ende August 2001 zu einer

Sitzung in Biel eingeladen. Unser

Verband erhielt so Gelegenheit,

um über sein Engagement in der

Fälschungsbekämpfung zu berichten.

Die Mitglieder des Expertenausschusses

konnten auch die

Uhrenmanufaktur Rolex in Biel

besuchen und mit den Vertretern

dieses Konzerns über das Fälschungsproblem

diskutieren. Auch

hier ging es darum, gewisse Synergien

in der Fälschungsbekämpfung

innerhalb von economiesuisse zu

erzeugen.

Im Rahmen der von economiesuisse

im Hinblick auf schweizerische

Gesetzesänderungen

durchgeführten Konsultationen

unterstützte die FH den Entwurf für

eine Revision des Zollgesetzes. Sie

zielt unter anderem auf eine

Anpassung an internationales

Recht ab, namentlich auf jenes der

Europäischen Union. Ein besonderes

Anliegen der FH war dabei,

dass bei der Feststellung der

Verletzung von Rechten des

geistigen Eigentums deren Inhabern

genügend Informationen

abgegeben werden, um ihnen die

Ergreifung effizienter Massnahmen

zu ermöglichen.


DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

Der Dienst für auswärtige Angelegenheiten

und der Verkaufsförderungsdienst

führten ihre Tätigkeit

im Jahr 2001 weiter. Deren

Ziel war, die Zugangsbedingungen

zu den Märkten zu verbessern, die

Exporte der schweizerischen

Uhrenindustrie zu fördern, die in

ihren internationalen Beziehungen

oft mit praktischen Problemen

konfrontierten Unternehmen zu

unterstützen, branchenfremde

Kreise über die schweizerische

Uhrenindustrie und deren Produkte

zu informieren und ganz

allgemein die Interessen der Branche

im Ausland zu vertreten.

In enger Zusammenarbeit mit

verschiedenen Partnern (Bundesverwaltung,

Diplomatie, Handelskammern,

Verbände usw.) unternahm

die FH auf bilateraler und

multilateraler Ebene (Welthandelsorganisation

WTO) alles Erdenkliche,

um den Schutz und die Wahrung

der Brancheninteressen auf

den ausländischen Märkten sicherzustellen.

Für die Delegierten des

Bundesrates, die Auslandmissionen

zu erfüllen hatten oder

offizielle ausländische Delegationen

in der Schweiz empfingen,

wurden unter anderem „Uhrendossiers“

erstellt. Im Berichtsjahr

war dies namentlich für Länder

wie, Brasilien, Brunei, Bulgarien,

China, Iran, Kirgisistan,

Kolumbien, Nigeria, Peru,

Russland, Singapur, Slowenien,

Die Weltwirtschaftslage im Überblick

11. September: Für viele begann

an diesem Datum die Talfahrt der

Weltwirtschaft. Die Anschläge

erfolgten nämlich im ungünstigsten

Augenblick, in einem allgemeinen

wirtschaftlichen Umfeld, das nach

dem Platzen der Spekulationsblase

der Hightech-Werte – in den USA

die Türkei, Venezuela und den

Vietnam der Fall.

Ferner sorgte die FH immer wieder

dafür, dass die Vertreter der

Eidgenossenschaft bei gezielten

Verhandlungen oder Arbeitssitzungen

gemischter zwischenstaatlicher

Kommissionen im Besitz der

nötigen Unterlagen waren, um sich

effizient für eine Verbesserung der

Importbedingungen für Uhrenprodukte

einsetzen zu können.

Dies war auch der Fall bei

verschiedenen Treffen, die in der

Schweiz und vor Ort mit im Ausland

stationierten schweizerischen

Diplomatencorps organisiert

wurden.

Der Dienst für auswärtige Angelegenheiten

und der Verkaufsförderungsdienst

erhielten von

ihren Mitgliedern tagtäglich

unzählige Anfragen. Sie setzten

alles daran, den Bedarf an allgemeinen

oder besonderen

Auskünften effizient zu befriedigen.

Zehntausende von Anfragen

(Weltuhrenhandel, Informationsblätter,

Kontaktadressen für die

Aufnahme von Geschäftsbeziehungen)

wurden so im Laufe des

Jahres beantwortet, meistens unter

Zuhilfenahme der verschiedenen

Datenbanken und Unterlagen, die

über Internet ausschliesslich den

FH-Mitgliedern zur Verfügung

stehen.

ab Frühling 2000 – bereits angeschlagen

war.

Nachdem die USA während zehn

Jahren als Motor der Weltwirtschaft

gedient hatten, zeigten sie

ab Beginn des Jahres echte Zeichen

von Schwäche. Viele Fach-

12

Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben

stützt sich die FH unter anderem

auf die Tätigkeit ihrer Informationszentren

im Ausland (Hongkong,

New York/New Jersey und Tokio)

sowie auf die Arbeit der verschiedenen

Korrespondenten in

Asunción, London, Athen, Marbella

und Taipeh. Es handelt sich

dabei um eine der typischen

Dienstleistungen der FH, die sie

von anderen Branchenverbänden

unterscheidet. Unnötig zu sagen,

dass die Dienste dieser Zentren,

die in den jeweiligen Ländern im

Laufe der Jahre ein dichtes Netz

wertvoller Beziehungen geflochten

haben, regelmässig von Vertretern

der Schweizer Unternehmen

sowie von Organisationen, Gesellschaften

und anderen Konsumenten

der entsprechenden Länder

in Anspruch genommen

wurden.

Das Pflichtenheft der FH-Zentren

umfasst unter anderem folgende

Aufgaben: Kontakt zu den Behörden

und Interventionen in der

Handelspolitik, Public Relations,

Zusammenarbeit mit dem lokalen

Handel und den Branchenverbänden,

Beschaffung von Informationen

über die Märkte und

deren Zugangsbedingungen,

direkte Unterstützung der FH-

Mitglieder, Fälschungsbekämpfung

sowie Erbringen spezieller, sich

selbst finanzierender Dienstleistungen.

leute gingen allerdings davon aus,

es bliebe bei einer sanften Landung

der amerikanischen Wirtschaft,

während Europa ganz davon verschont

würde, um so die Nachfolge

der USA anzutreten. Daraus

wurde nichts: Die amerikanische

„Pause“ fiel länger und gründlicher


aus als erwartet und griff schliesslich

auch auf den alten Kontinent

über. Hinzu kam eine weitere

Enttäuschung aus Japan, das seit

zwei Jahren in der Rezession

steckte und keinen Anlass zu

Optimismus bot. So ereignete sich

in den drei grossen Wirtschaftsregionen

der Welt (USA, Europa,

Japan) erstmals in zwei Jahrzehnten

gleichzeitig eine „Panne“, die

als Folge der Globalisierung des

Handels auch auf andere regionale

Gruppen, Schwellenländer und

Entwicklungsländer übergriff.

In den folgenden Monaten wurden

die Wachstumsprognosen laufend

nach unten korrigiert. Im Dezember

2001 – nur 14 Monate nach

der Bekanntgabe, die Aussichten

seien in den vergangenen zehn

Jahren weltweit noch nie so gut

gewesen – kündigte der Internationale

Währungsfonds (IWF) ein

Europa

Die Abschwächung der deutschen

Wirtschaft belastete Europa im Jahr

2001. Der Konsum der Haushalte,

der sich in Frankreich, Grossbritannien

und Spanien als Wachstumsmotor

herausstellte, war in

Deutschland und Italien enttäuschend.

Trotz der relativen

Schwäche des Euro litten die Exporte

unter dem verminderten

Absatz auf dem amerikanischen

Kontinent und in einem grossen

Teil Asiens. Die Wachstumsprognosen

wurden denn auch immer

wieder nach unten korrigiert.

Mehr Uhren exportierte die

Schweiz vor allem nach Deutschland

(+9,4 %), Frankreich

(+10,3 %), Grossbritannien

(+18,7 %), Spanien (+3,9 %) und

Österreich (+16,4 %). Hingegen

wurde in unseren viertwichtigsten

Markt Italien (-4,9 %), nach Belgien

Wachstum von 2,4 % für 2001-

2002 an. Dieser tiefste Wert seit

den 2,3 % von 1993 wurde von

den meisten Beobachtern als Hinweis

auf eine weltweite Rezession

(-8,5 %) und in die Türkei (-14,1 %)

weniger ausgeführt.

Das Treffen der gemischten

Kommission Schweiz-Türkei vom

5. und 6. Februar bot der FH

Gelegenheit, ihrer Sorge über die

Entwicklung der Uhrenfälschung in

diesem Land Ausdruck zu verleihen.

Die diesbezüglichen

Beschwerden der Uhrenindustrie

wurden dem türkischen Unterstaatssekretär

für Aussenhandel,

Kürsad Tüzmen, eingereicht.

Die wirtschaftliche Abschwächung

dehnte sich auf die zentraleuropäischen

Länder aus, deren Wirtschaften

weitgehend von der westlichen

Nachfrage abhängen. Ihre

Widerstandsfähigkeit war indessen

sehr unausgeglichen. Während Ungarn

und die Tschechische Republik

noch von einem anhaltenden

13

DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

gewertet. Und kurz darauf gab die

UNO für das Jahr 2001 ein noch

schwächeres Wachstum bekannt:

kaum mehr als 1 %.

Man braucht wohl kaum mehr zu

wiederholen, dass für 2002 oder

2003 eine Erholung erwartet wird.

Zur Zeit, in der diese Zeilen

geschrieben werden, bestehen

allerdings noch immer grosse Fragezeichen,

ob sich die Wirtschaft

schon bald wieder auffangen wird.

Das Jahr 2001 endete nämlich mit

verschiedenen Ungewissheiten:

Effizienz der in den USA ergriffenen

Budget-Massnahmen, Vertrauen

der Konsumenten und der

amerikanischen Geschäftskreise,

Zinspolitik in Europa, Erfolge im

Kampf gegen den Terrorismus,

Ölpreisentwicklung und Reaktion

der Finanzmärkte auf das argentinische

Chaos.

Wachstum profitierten, führte das

grosse Ungleichgewicht in Polen

zu einer Abschwächung, die von

einer restriktiven Geldpolitik zusätzlich

geschürt wurde.

Im Jahr 2001 exportierte die


DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

Schweiz 965‘000 Uhren und

Werke im Gesamtwert von 239,4

Millionen Franken nach Osteuropa,

was gegenüber dem Vorjahr

volumenmässig zwar einem

Rückgang, wertmässig jedoch

einer erheblichen Verbesserung

um 29,2 % entspricht. Die wichtigsten

Märkte der Region waren

mit abnehmender Grösse: Russland

mit 115,6 Millionen Franken

(+43,4 %), Polen mit 24,3 Millionen

(+2,6 %), Ungarn mit 23,4

Beziehungen zur Europäischen Union

Unter dem Vorsitz von François

Habersaat versammelte sich der

ständige Ausschuss der europäischen

Uhrenindustrie (CPHE)

am 11. Mai in London und am 19.

Oktober in Lugano.

An diesen Sitzungen befasste er

sich erneut mit dem Entwurf einer

europäischen Richtlinie über die

Elektro- und Elektronikaltgeräte. Es

soll erreicht werden, dass die

Anbringung des Öko-Labels nicht

auf dem Produkt selbst angebracht

werden muss; dies soll auch auf

der Verpackung oder auf den

beiliegenden Unterlagen (Garantieschein,

Bedienungsanleitung)

möglich sein. Sodann soll sichergestellt

werden, dass die Uhrenprodukte

von den Recyclingvorschriften

nicht benachteiligt

werden.

Der CPHE nahm ausserdem die

Antwort des europäischen

Kommissärs Patten im Namen der

EU-Kommission zur Kenntnis.

Dabei geht es um die Weigerung

gewisser Marken, Einzelteile zu

liefern. Patten ist der Ansicht, die

Weigerung sei berechtigt, wenn

die folgenden beiden Bedingungen

erfüllt sind: Das betreffende Unternehmen

muss weniger als 30 %

Millionen (+10,1 %) und die

Ukraine mit 16,3 Millionen

(+14,8 %).

Die FH wirkte am Treffen der

gemischten Kommission Schweiz-

Kirgisistan im April sowie der

gemischten Kommission Schweiz-

Kasachstan im Oktober mit.

Russland profitierte dank dynamischer

Binnennachfrage und

einträglicher Exporte von Erdöl-

des betreffenden Marktes beherrschen

und die fraglichen Einzelteile

selbst herstellen.

Auch mit dem Nickel und dessen

Freisetzung befassten sich die Delegationen

des CPHE. Die gegenwärtig

geltende Norm 1811, nach

der die Freisetzung geprüft wird,

ist schwerfällig, kompliziert und

destruktiv. Für die Routinekontrollen

sollten andere Lösungen

gesucht werden. Schliesslich

beschäftigten sich die Delegationen

mit Bereichen, welche die

ganze Uhrenbranche in Europa

betreffen, nämlich der Produktgarantie

und dem Fälschungsproblem.

Die gemischte Kommission

Schweiz-EG, der Vertreter der

Schweizer Regierung, der Kommission

der Europäischen Union und

der europäischen Uhrenindustrie

– unter anderem der FH – angehören,

hielt ihre jährliche Sitzung

am 15. November in Brüssel. Dabei

wurden die wichtigsten Gesprächsthemen

des CPHE auf den

Tisch gebracht.

Was die Elektronikaltgeräte betrifft,

bestätigte die gemischte Kommission,

laut Entwurf könne man das

14

produkten im ersten Halbjahr von

einem anhaltenden Wachstum.

Auf der Reise von Bundesrat Pascal

Couchepin nach Moskau und

Perm im März und am Treffen der

gemischten Kommission kamen

die zu hohen Zollgebühren,

namentlich für Edelmetalluhren, die

Probleme ständig wechselnder

Reglemente und das Verbot

vorübergehender Importe von

Golduhren zur Sprache.

Label auch auf die Begleitpapiere

der Uhr drucken und müsse es

daher nicht unbedingt auf der Uhr

selbst anbringen. Sie unterstrich

zudem, dass nur das Recycling der

Batterie vorgesehen ist, da die

übrigen elektronischen Teile zu

klein seien, um berücksichtigt zu

werden. Dies ist zweifellos eine

erfreuliche Neuigkeit für die

europäische Uhrenindustrie.

Zum Nickel bemerkte die gemischte

Kommission, es liege an der

Uhrenindustrie selbst, Vorschläge

für eine allfällige neue Prüfnorm zu

unterbreiten. Die FH wird daher

diesen Punkt zusammen mit ihren

Experten nochmals aufgreifen, um

dem europäischen Normenausschuss

(CEN) Vorschläge zu unterbreiten.

Zum Thema Fälschungen verlieh

die gemischte Kommission ihrem

Willen Ausdruck, neue Vorschriften

zu erlassen, um den Kampf

gegen den Betrug zu verstärken:

Harmonisierung der Gesetze,

Ausbildung der Behörden, Informationsaustausch.

Sie will auch Verhandlungen

über den Beitritt neuer

Mitglieder wie Polen oder Tschechien

aufnehmen.


Schliesslich weisen wir darauf hin,

dass der gemischten Kommission

vorgeschlagen wurde, die nächste

Afrika

Nur ein Kontinent ist heute ärmer

als vor 20 Jahren: Afrika. Diese Region

spürt die Abschwächung der

Weltwirtschaft vor allem im Kurszerfall

der Rohstoffe, welche für

viele Länder dieses Kontinents

infolge mangelnder Diversifikation

ihrer Wirtschaft weiterhin die wichtigste

Einnahmequelle sind. Die

politische Instabilität und die Undurchsichtigkeit

des öffentlichen

Lebens erschweren zudem die

strukturellen Reformen, die für eine

nachhaltige Entwicklung und den

Abbau der hohen Verschuldung

nötig sind.

Auf neun Länder entfallen fast drei

Viertel der afrikanischen Wirtschaft

und rund 40 % der Bevölkerung

des Kontinents: Südafrika, Ägyp-

Mittlerer Osten

Im Berichtsjahr profitierten die

Golfstaaten trotz des vorübergehenden

Preiszerfalls auf 16 Dollar

pro Fass nach den Attentaten vom

11. September von einem relativ

stabilen Ölpreis (25 Dollar im

August). Saudi-Arabien etwa nahm

rund 30,2 Milliarden Dollar aus

dem Verkauf dieses Rohstoffs ein.

Es steht ausser Frage, dass die

Wirtschaft dieser Staaten sehr stark

vom Ölpreis abhängt, denn zum

Teil entfallen mehr als 80 % ihrer

Gesamteinnahmen auf Erdölprodukte

(80 % in Saudi-Arabien,

82 % im Iran, 90 % in Kuwait).

Insgesamt flachte das Wirtschaftswachstum

im Mittleren Osten ab,

allerdings weniger markant als in

Sitzung in der Schweiz abzuhalten,

damit mit dem Besuch eines

Unternehmens ihre Mitglieder

ten, Algerien, Marokko, Nigeria,

Libyen, Tunesien, Elfenbeinküste

und Kamerun. Südafrika trägt 40 %

zum afrikanischen BIP bei und

verfügt über enorme Bodenschätze,

eine diversifizierte Industrie

und einen sehr leistungsfähigen

tertiären Sektor (Banken, Verkehrswege,

Kommunikation). Sein Entwicklungsstand

ist nicht zu vergleichen

mit jenem des restlichen

Kontinents. Entsprechend ist Südafrika

unser wichtigster afrikanischer

Absatzmarkt.

Die Uhrenexporte nach Afrika

stiegen innert Jahresfrist stark an:

von 67,4 Millionen im Jahr 2000

auf 85,7 Millionen im Berichtsjahr,

was einer Verbesserung um

27,1 % entspricht. Für dieses Er-

anderen Regionen der Welt. Nebst

den Einbussen im internationalen

Handel waren die wichtigsten

Faktoren für die Abschwächung

die Finanzkrise von Anfang Jahr in

der Türkei, die Zuspitzung des

Konflikts zwischen Israel und den

Palästinensern, der rückläufige

Erdölpreis und die tiefere Zahl von

Touristen, die vor allem nach den

15

DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

besser für die Probleme der

Uhrenindustrie sensibilisiert

werden können.

gebnis sind Südafrika (+1,8 %) und

vor allem Nigeria (+468,4 %) verantwortlich,

das damit Ägypten

hinter sich gelassen hat.

Im Juni reiste Bundesrat Pascal

Couchepin an der Spitze einer

gemischten Delegation nach Nigeria.

Dieser Besuch bot Gelegenheit

dazu, die betroffenen Behörden

auf die gegenwärtigen Schwierigkeiten

im Handel mit diesem Land

aufmerksam zu machen: zu hohe

Zollgebühren (25 %), komplexe

Versandformalitäten, Nichtanerkennung

des Carnet ATA, verbreitete

Korruption, Betrugsrisiken

und geringe Sicherheit im Zahlungsverkehr.

Anschlägen vom 11. September

ausblieben. Mittel- und langfristige

Prognosen sind schwierig, da zum

Auf und Ab des Erdölmarktes noch

die politische Ungewissheit rund

um den Nahostkonflikt sowie in

der ganzen Region hinzukommt.

In diesem Umfeld konnte dank den

ständigen Anstrengungen der

schweizerischen Uhrenfabrikanten

trotzdem eine insgesamt sehr

ansprechende Verbesserung der

Exporte in diese Region um wertmässig

rund 17 % erzielt werden.

An der Steigerung waren sämtliche

Länder beteiligt, wobei die besten

Ergebnisse für Katar (+57 %),

Saudi-Arabien (+21 %), Kuwait

(+13 %) und die Vereinigten Ara-


DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

bischen Emirate vermeldet wurden

(+5 %).

Im Oktober begleiteten der FH-Präsident

und Vertreter der schweizerischen

Privatwirtschaft Bundesrat

Pascal Couchepin auf einer offiziellen

Reise in den Iran. Trotz

weiterhin einschneidender Vermarktungsbedingungenermö-

Vereinigte Arabische Emirate

Im November reisten der FH-Präsident

François Habersaat und der

Direktor des Verbandes, Jean-

Daniel Pasche, nach Dubai und

Abu Dhabi, um sich mit den lokalen

Behörden zu treffen. Sie standen

dabei einer Delegation mit

folgenden Mitgliedern vor: François

Barras, schweizerischer Botschafter

in den Vereinigten Arabischen

Emiraten, Jean-Claude

Hagmann, schweizerischer Generalkonsul

in Dubai, André Bisang,

Präsident des Swiss Business Council

von Dubai, und Ahmed Seddiqi,

Mitglied der Handelskammer

Dubai und Importeur von Schweizer

Uhren. Bei dieser Mission ging

Asien

In Asien verschärften sich die Probleme

des bereits in der Rezession

befindlichen Japan weiter. Die

Umstrukturierungen sind bei weitem

noch nicht abgeschlossen und

werden in einem ungünstigen wirtschaftlichen

Umfeld fortgesetzt.

Die Schwellenländer mit einer offeneren

Wirtschaft litten unter der

verminderten Dynamik der Exporte

in die USA und nach Japan

sowie unter der Umkehr des elektronischen

Zyklus. Der Beginn der

Rezession in den USA trug das

Seine zur wirtschaftlichen Abschwächung

in der Region bei.

glichte der Besuch immerhin, auf

die zufriedenstellende Entwicklung

der schweizerischen Uhrenexporte

auf diesen Markt hinzuweisen.

Vor allem aber bot die Reise Gelegenheit,

um die zahlreichen Hindernisse

der schweizerischen

Uhrenfabrikanten bei der Erschliessung

dieses Marktes zur Sprache

zu bringen: Importverbot gewisser

es um die Sensibilisierung der lokalen

Behörden für das Fälschungsproblem.

In Dubai wurde die Schweizer Delegation

von Sultan Ahmed Bin

Sulayen, Executive Chairman of

Ports, Custums and Free Zone

Corporation, Mohd Alabbar,

Director general of the Dubai

Departement of Economic Development,

Qassim Sultan, Director

general of the Dubai Municipality,

und Scheich Hamdan Bin Rashid

Al Maktoum, Minister of Finance

and Industry, Deputy Ruler of

Dubai, empfangen. In Abu Dhabi

traf sie sich mit Scheich Nahyan

Im Jahr 2001 erreichten die Uhrenexporte

nach Asien 4,2 Milliarden

Franken, während es im Vorjahr

noch 3,9 Milliarden gewesen

waren. Hongkong ist mit 1,5

Milliarden Franken der grösste

Markt der schweizerischen

Uhrenindustrie, gefolgt von Japan,

das mit 1,05 Milliarden und einer

Steigerung um 13,3 % drittgrösster

Abnehmer bleibt. Zu beobachten

ist ein volumenmässiger Rückgang

und ein Anstieg des durchschnittlichen

Werts der exportierten

Produkte. Singapur, mit 438,4

Millionen Franken achtgrösster

16

Produkte, Gebühren und Abgaben

in teilweise prohibitiver Höhe,

Importbewilligungen, Restriktionen

im Vertrieb usw. Nach der

Besprechung dieser Fragen mit den

iranischen Behörden erwartet die

schweizerische Uhrenindustrie

nun positive Signale.

Bin Mubarak Al Nahyan, Minister

of Higher Education.

Bei dieser Gelegenheit wiesen die

FH-Delegierten nebst dem Fälschungsproblem

auf die ausgezeichneten

Beziehungen zwischen

der schweizerischen Uhrenindustrie

und den Emiraten sowie auf

die erfreuliche Entwicklung des

Uhrenhandels in dieser Region hin.

François Habersaat nutzte die

Gelegenheit, um die Entwicklung

der schweizerischen Uhrenindustrie

den Mitgliedern des Swiss Business

Council von Dubai zu präsentieren,

während Jean-Daniel

Pasche ein Referat zum Thema

Swiss made hielt.

Markt der schweizerischen Uhrenindustrie,

verzeichnete eine Steigerung

um 3,8 % und Taiwan trotz

schwieriger Konjunktur eine Verbesserung

um 5,3 %. Eine wirtschaftliche

Abschwächung mit

entsprechend geringeren Uhrenexporten

zeigte sich in Thailand

(177,6 Millionen Franken, -7,8 %),

Südkorea (65 Millionen, -5,1 %)

und Indien (11,5 Millionen,

-47,3 %).

Das FH-Zentrum Tokio setzte

seine Informations- und Unterstützungstätigkeit

für die FH-


Mitglieder und ihre Vertreter in

Japan sowie für die Journalisten

und die Öffentlichkeit fort.

Seit 1998 führt das Zentrum in Zusammenarbeit

mit dem Magazin

Tokei Bijutsu Hohoku News bei

den japanischen Detailhändlern

zweimal jährlich eine Umfrage

durch. Man will damit etwas über

die Entwicklung des Uhrenabsatzes

auf dem Markt, über die

Verteilung auf die verschiedenen

Preissegmente und über die meistverkauften

Marken erfahren. Die

Ergebnisse können regelmässig auf

der Website des Zentrums (http:/

/www.fh-tokyo.com) nachgelesen

werden.

Schliesslich leitete das Zentrum

weiterhin mit viel Fachkompetenz

den japanischen Kundendienst-

Pool Taga Watch Center, dem 31

Unternehmen mit 39 Marken

angeschlossen sind.

Im Februar begab sich eine gemischte

Delegation unter der

Leitung von Bundesrat Pascal

Couchepin nach Brunei und

Singapur. Angesichts der Bedeutung

von Singapur für die schweizerische

Uhrenindustrie schloss

sich ihr François Habersaat an.

Dabei setzte er sich unter anderem

für die Einführung des Carnet ATA

in Brunei ein.

Obwohl die vietnamesische Konjunktur

der weltweit rückläufigen

Nachfrage gut widerstand, bleibt

dieses Land eines der ärmsten

Asiens. Ausländische Investoren

lassen sich nur mit Reformen anlocken.

Staatssekretär David Syz

reiste im Juni an der Spitze einer

gemischten Delegation zu einem

offiziellen Besuch nach Vietnam.

Die von einem FH-Mitglied vertretene

schweizerische Uhrenindustrie

ersuchte um die Unterzeichnung

des Übereinkommens von Istanbul

im Hinblick auf die Anerkennung

des Carnet ATA und

beschwerte sich über die Zollgebühren

von 40 %, eine schwerfällige

Bürokratie, die Korruption

und die häufigen Gesetzesänderungen.

In Hongkong war das Jahr von

einem erheblichen Rückgang der

Aktivität geprägt, so dass die Sonderverwaltungsregion

an den Rand

der Rezession geriet. Die starke

Öffnung macht das Gebiet in der

Tat sehr empfindlich für Schwankungen

der Weltkonjunktur. Gewisse

Branchen wurden dadurch

sehr zerbrechlich (Elektronik) und

die hohen Immobilienpreise und

Löhne in der Region wirken sich

negativ auf die Produktionskosten

aus.

Wir weisen jedoch darauf hin, dass

dieser Einbruch hauptsächlich auf

die Abschwächung der Nachfrage

von aussen zurückzuführen ist. Im

Gegensatz zu 1998 erfolgten vor

allem wegen den grossen Reserven

und dem erfolgreichen Bestreben

der Zentralbank, eine fixe

Parität zum US-Dollar zu halten,

keine spekulativen Angriffe auf die

Währung. Im Übrigen verfügte der

zweitwichtigste Finanzplatz Asiens

weiterhin über gute Karten wie

etwa gesunde öffentliche Finanzen,

eine befriedigende Aussenhandelsbilanz,

eine geringe Auslandverschuldung

und ein gut kapitalisiertes

Bankensystem.

17

DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

In diesem Umfeld wurden recht

gute Uhrengeschäfte geschlossen.

Die schweizerischen Uhrenexporte

stiegen nämlich wertmässig um

6 % gegenüber dem Vorjahr und

im Vergleich zu 1999 um 20 %.

So hat denn Hongkong in der

Rangliste der wichtigsten Absatzmärkte

der schweizerischen

Uhrenindustrie in den letzten beiden

Monaten des Geschäftsjahres

die Spitze übernommen, selbst

wenn sich die USA über das ganze

Jahr gesehen noch auf dem ersten

Rang halten konnten.

Angesichts der Flaute auf dem

Inlandmarkt sind diese Ergebnisse

im Wesentlichen den von Hongkong

aus vorgenommenen Rückexporten

zuzuschreiben. In dieser

Beziehung ist Kontinentalchina

weiterhin einer der wichtigsten

Märkte.

Parallel zur direkten Unterstützung

der FH-Mitglieder setzten das FH-

Zentrum Hongkong und FH Promotion

Ltd ihre zahlreichen Informations-,

Promotions- und Fälschungsbekämpfungsaktivitäten

in

Hongkong sowie in den umliegenden

Ländern fort.

Wir weisen etwa auf den wachsenden

Erfolg des The Art of Time


DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

Watch Club in Hongkong hin, der

seinen Mitgliedern das ganze Jahr

über Gelegenheit zum Gedankenaustausch

und den schweizerischen

Uhrenfabrikanten eine

ideale Plattform für die Promotion

bietet. Im vergangenen Jahr fanden

nicht weniger als zehn Treffen,

Präsentationen und Seminare statt,

die für Marken wie Audemars

Piguet, Concord, IWC, Parmigiani,

Patek Philippe und Versace organisiert

werden konnten. Und das

neue Jahr wurde am 15. Februar

mit einer Präsentation von FH-

Präsident François Habersaat

eröffnet.

Nach 15 Jahren Verhandlungen

wurde China an der Ministerkonferenz

von Doha im November in

die Welthandelsorganisation

aufgenommen. Zu diesem Zweck

schloss das Land mit seinen wichtigsten

Handelspartnern – darunter

Ozeanien

In Australien beschleunigte sich

das Wachstum im ersten Halbjahr

markant, bevor es im zweiten Teil

des Jahres wieder etwas zurückging.

Insgesamt fiel das Wachstum

damit im Berichtsjahr geringer aus

als im Jahr 2000. Die Aussichten

für 2002 sind günstig. Auch in Neuseeland

verlangsamte sich das

Amerika

Nach sieben Jahren starken

Wachstums (4 % im Jahresschnitt)

war die Abschwächung der USamerikanischen

Wirtschaft brutal

und erfolgte überraschend schnell.

Die noch lebhafte Expansion des

ersten Semesters 2000 machte

einem Rückgang der Aktivitäten in

mehreren Etappen Platz. Zunächst

im Herbst 2000, als sich die ersten

die Schweiz – 36 bilaterale Verträge.

Während den Verhandlungen

trat die FH aktiv für die

Wahrung der Brancheninteressen

ein. Die Ergebnisse dieser Vereinbarungen

sind bereits eingehend

analysiert worden. Was die Uhrenbranche

betrifft, erinnern wir

daran, dass eine bessere Öffnung

des Marktes für schweizerische

Zeitmesser erzielt wurde. Eine

schrittweise Tarifreduktion konnte

im Berichtsjahr ebenfalls erreicht

werden. Sie wird bis zum Jahr

2004 abgeschlossen sein und sieht

noch Handelshemmnisse von

Wachstum im zweiten Semester

2001 und dürfte sich im zweiten

Halbjahr 2002 wieder erholen.

Die schweizerischen Uhrenexporte

nach Ozeanien hatten im Berichtsjahr

einen Wert von 130,1

Millionen Franken und wuchsen

damit um 3,6 % gegenüber dem

Anzeichen für ein Entweichen der

Luft aus der Spekulationsblase

zeigten. Dann im Frühling 2001, als

das Wachstum zum Erliegen kam,

weil unter der Wirkung des rückläufigen

Konsums von Gebrauchsgütern

durch die Konsumenten,

Unternehmen und das Ausland

weniger produziert wurde. Im

Sommer waren zwar noch einige

18

durchschnittlich 11 bis 15 % vor.

Über ihren Direktor Jean-Daniel

Pasche nahm die FH an der

gemischten Kommission Schweiz-

China teil, die am 17. September

in Peking ihre 15. Sitzung hielt.

Dabei wurden drei Probleme der

Uhrenindustrie erörtert: die

Aufhebung der Kontingente, die

Liberalisierung des Vertriebs und

die Fälschung. Nach ihrer starken

Anhebung für das Jahr 2002

werden die Kontingente Anfang

2003 vollständig aufgehoben. Eine

Liberalisierung der Dienstleistungen

im Vertriebswesen dürfte

in den kommenden Jahren nach

und nach erfolgen, was eine positive

Wirkung auf den Vertrieb der

Schweizer Produkte in China

haben sollte. Schliesslich muss

China seine Gesetzgebung an die

WTO-Standards in Sachen Schutz

des geistigen Eigentums anpassen.

Jahr 2000, in dem Produkte im

Wert von 125,6 Millionen abgesetzt

wurden. Australien mit 111,5

Millionen wuchs um 1,5 %, das

amerikanische Ozeanien um

29,5 %. Neuseeland fiel um

26,4 %.

Zeit Hinweise auf eine Trendwende

auszumachen, die weitere

Zuspitzung der Arbeitsmarktsituation

und das schwindende Konsumvertrauen

untermauerten jedoch

den Schwächeanfall. Als

letzte Etappe schliesslich die

Anschläge vom 11. September,

welche dem rezessiven Charakter

der Konjunkturentwicklung bis


Ende Jahr zusätzlichen Auftrieb

gab.

Die schweizerischen Uhrenexporte

konnten sich dieser allgemeinen

Entwicklung natürlich nicht entziehen.

Dabei ist jedoch zu beachten,

dass nicht alle Produktionsund

Preissegmente gleich stark

unter der Rezession litten.

Besonders bemerkenswert ist die

gute Performance des oberen und

obersten Preissegments während

des ganzen Berichtsjahres.

Nach den ausgezeichneten Ergebnissen

der vorangegangenen Jahre

brachen die schweizerischen

Uhrenexporte in die USA stückzahlmässig

um rund 16 % und

wertmässig um fast 14 % ein. Trotz

allem hielten sich die USA unter

allen Branchenmärkten auf dem

ersten Rang. Der Rückgang der

Exporte nach Kanada fiel mit wertmässig

5,5 % weniger ausgeprägt

aus.

Im Jahr 2001 wurde ein wichtiger

Entscheid gefällt: Die Generalversammlung

der FH beschloss am

28. Juni, das Informationszentrum

New York / New Jersey zu

schliessen. Mehrere Faktoren

rechtfertigten diesen Schritt: vor

allem die Notwendigkeit, die Strukturen

an die Marktentwicklung

anzupassen, und die Kostendämpfung.

Strukturelle Änderungen,

die in den vergangenen Jahren

in der schweizerischen Uhrenindustrie

vorgenommen wurden,

hatten zur Folge, dass die meisten

Uhrenunternehmen eigene effiziente

Vertreter direkt vor Ort verpflichteten

und die Unterstützungsstelle

der FH immer weniger in

Anspruch nahmen. Die Kosten für

die Aufrechterhaltung dieses

Zentrums standen so zunehmend

in einem Missverhältnis zu den

Bedürfnissen der schweizerischen

Uhrenunternehmen. Selbstverständlich

zieht sich die FH damit

nicht vollständig aus dem amerikanischen

Markt zurück, sondern

wird ihre Beziehungen zur American

Watch Association, dem

Dachverband der amerikanischen

Uhrenindustrie, weiter ausbauen.

Bereits jetzt befassen sich die

beiden Verbände gemeinsam mit

gewissen Dossiers.

Die lateinamerikanischen Länder

folgten der konjunkturellen Entwicklung

ihres grossen Nachbarn

im Norden in unterschiedlichem

Masse. Am stärksten betroffen

waren: Mexiko, dessen Wirtschaft

erheblich von der amerikanischen

Konjunktur abhängt und das eine

markante Abschwächung verzeichnete;

Argentinien, wo die verschiedenen

Sparmassnahmen die

Rezession nur noch verstärkten;

Chile, dessen Wirtschaftswachstum

als Folge des weltweiten

Nachfragerückgangs, der eingebrochenen

Kupferpreise und der

Schwierigkeiten in Argentinien

stagnierte; Brasilien, das von der

argentinischen Krise angesteckt

wurde und unter dem weltweiten

Konsumrückgang, der Energiekrise

und einem schlechten politischen

Klima litt; schliesslich Venezuela

und Kolumbien, die tiefe Rohstoffpreise

(Erdöl, Kaffee) auf dem

Weltmarkt beklagten.

Die Wachstumsperspektiven für

den lateinamerikanischen Kontinent

hängen somit von dem für das

Jahr 2002 erwarteten Wirtschafts-

19

DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

wachstum ab. Weitere Faktoren

sind die politische Stabilität, die

Fortsetzung der strukturellen Reformen,

stabile oder anziehende

Preise für Rohstoffe und landwirtschaftliche

Produkte auf den Weltmärkten

sowie die Nichtausweitung

nationaler Krisen (Argentinien).

All diese Turbulenzen hatten insgesamt

allerdings keine unmittelbare

Auswirkung auf die schweizerischen

Uhrenexporte. Nach

einem bereits sehr zufriedenstellenden

Jahr 2000 (+10 %)

stiegen sie auch im Berichtsjahr

etwa gleich stark an und erreichten

trotz eines starken Basiseffekts

einen Gesamtwert von 447

Millionen Franken. Die beste Performance

verzeichneten Venezuela

(+60 %) und Mexiko

(+16 %), gefolgt von Kolumbien,

Argentinien und Chile. Am anderen

Ende müssen für Uruguay und

Brasilien die grössten Rückgänge

vermeldet werden. Nicht überraschend

war, dass sich der Trend

im letzten Quartal mit einer Einbusse

um insgesamt 5,5 % wieder

umkehrte.

Im Mai reiste Bundesrat Pascal

Couchepin nach Brasilien. Im

Oktober folgte ein Besuch von

Botschafter Jörg Reding in Venezuela,

Kolumbien und Peru.

Diese offiziellen Reisen, an denen

sich die FH beteiligte, boten

Gelegenheit, mit gewissen Anliegen

der Uhrenindustrie an die

verschiedenen Behörden zu

gelangen: Importbedingungen

(tarifliche und nichttarifliche

Handelshemmnisse), Fälschungsbekämpfung,

vorübergehende Importe

usw. In Bezug auf Brasilien

etwa wird festgestellt, dass noch

nicht alle Hindernisse für den

Marktzugang aus dem Weg

geräumt sind. Beunruhigend in


DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

diesem Teil der Welt ist auch das

Ausmass des Fälschungsunwesens.

Auf der diplomatischen Szene weisen

wir schliesslich auf die Ratifizierung

des Freihandelsabkommens

zwischen der EFTA und

Mexiko hin. Vorgesehen ist ein

progressiver Abbau der Zollgebühren

ab 2007. Nebst dem Frei-

Verkaufsförderung

Vom 28. September bis 2. Oktober

fand in Barcelona zum elften Mal

die Messe Barnajoya statt. Dabei

gelangten die Marken Calcio

Swiss, Cerruti 1881, Eta, Gallet und

Ventura Design On Time an Jean-

François Meyer, Leiter des Verkaufsförderungsdienstes

der FH,

und José Rus, FH-Korrespondent

für die Iberische Halbinsel, und

baten sie aufgrund ihrer Erfahrung,

die Logistik einer gemeinsamen

Teilnahme unter dem Titel "Industria

Relojera Suiza" sicherzustellen.

Drei Stände und einige Vitrinen auf

einer Fläche von 60 m2 ermöglichten

diesen Unternehmen, ihre

Kollektionen den rund 13‘600

Besuchern zu präsentieren.

handel für industrielle Produkte –

darunter die Uhren – und der Liberalisierung

im Dienstleistungsbereich

enthält dieses Abkommen

Bestimmungen für die Förderung

und den Schutz von Direktinvestitionen,

den Schutz des geistigen

Eigentums (Patente, Marken usw.)

sowie den ungehinderten Zugang

zu den öffentlichen Märkten.

Parallel dazu wurde eine Medienmitteilung

versandt und ein Empfang

organisiert, an dem unter anderem

der schweizerische Konsul

in Barcelona teilnahm.

In Russland wurde die FH nach

zweimaliger Teilnahme an der

Moskauer Uhrenmesse von den

Marken Atlantic, Berney-Blondeau,

Jean Roulet, Nina Ricci, Rotary und

Ventura Design On Time ersucht,

für die dritte Auflage dieser

Veranstaltung (28. November - 2.

Dezember) einen Gemeinschaftsstand

von 84 m2 Fläche zu organisieren.

Der Verband übernahm

insbesondere die Organisation des

Raumes und die Logistik sowie den

Transport und die Zollformalitäten

für die Waren. Ausserdem organisierte

er den Aufenthalt der Delegierten

der verschiedenen Marken

in Russland und versandte eine

Mitteilung an die Fachpresse und

die allgemeinen Medien.

An der Eröffnungszeremonie der

Veranstaltung unterstrich der FH-

Vertreter, man müsse etwas gegen

die Verunsicherung der Konsumenten

wegen missbräuchlicher

Verwendung der Bezeichnung

Swiss“ durch asiatische Fabrikanten

unternehmen. Des Weiteren

forderte er die russischen Behörden

dazu auf, die Zollgebühren zu

senken, um den Beitritt des Lan-

20

In diesem Zusammenhang weisen

wir auch auf die Fortsetzung der

Verhandlungen zwischen der EFTA

und Kanada im Hinblick auf ein

solches Abkommen hin. Diese Verhandlungen

sind wegen Meinungsverschiedenheiten

über gewisse

Bereiche (Fischfang) noch nicht abgeschlossen.

des zur WTO zu erleichtern.

In der Schweiz fand die Weltmesse

für Uhren und Schmuck BASEL

2001 vom 22. bis 29. März statt.

Der Verkaufsförderungsdienst der

FH, der jeweils das Sekretariat für

das Komitee der Schweizer Aussteller

führt, nahm aktiv an den Sitzungen

vom 14. Juni und 20. November

teil. Wichtige Themen

dieser Sitzungen waren der

Abgang verschiedener Marken

und die Versetzung von Ausstellern,

die Verpflichtung einer

externen PR-Agentur durch Messe

Basel, um die Veranstaltung der

allgemeinen Presse besser bekannt

zu machen, die Verlagerung der

nationalen Pavillons nach Zürich

anstelle der verwandten Branchen

und das an die Regeln der Wettbewerbskommission

(WEKO)

anzupassende Ausstellungsreglement.

Das von Jacques J. Duchêne

präsidierte Weltkomitee versammelte

sich am 28. März, 22.

Juni und 2. Oktober.

Darwel Communication in Lausanne,

die PR-Agentur des Komitees

der Schweizer Aussteller,

sorgte wiederum für das Informations-

und Promotionsprogramm

des schweizerischen Sektors

dieser Veranstaltung.


Angesichts der Tatsache, dass

immer weniger Marken unter der

Ägide der FH an den Ausstellungen

teilnehmen, hatte der Verband

diese Tätigkeit an einer Sitzung des

Zentralrates der FH im Jahr 2000

in Frage gestellt. Die Mitglieder

hatten bestätigt, dass viele Marken

für die Imagepflege lieber individuell

an den Ausstellungen teilnehmen

oder mit eigener Strategie einzelne

Veranstaltungen organisie-

ren. Um etwas gegen die Abkehr

von dieser Aktivität zu unternehmen,

hatte die FH von den Mitgliedern

des Zentralrates den Auftrag

erhalten, zu prüfen, ob mit der

Schaffung einer schweizerischen

thematischen Uhrenausstellung

für Ersatz gesorgt werden könnte.

Dabei würde es sich um eine

modulierbare und transportierbare

Veranstaltung handeln mit Themen

wie: Know-how der schwei-

21

DIE FH AUF DEN MÄRKTEN

zerischen Uhrenindustrie, Berufe

der Uhrenindustrie, Kundendienst

und Ausbildung. An der Sitzung

vom 29. November gab der Zentralrat

der FH grünes Licht für die

Schaffung dieses Promotionsinstruments

für die schweizerische

Uhrenindustrie. Eine Arbeitsgruppe

wurde beauftragt, bis zur Realisierung

weitere Abklärungen zu

treffen.


Rechtshilfe

RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

Die nahende Frist für die Mitgliedstaaten

der Europäischen Union,

die Bestimmungen der Richtlinie

1999/44 zu bestimmten Aspekten

des Gebrauchsgüterkaufs zu

übernehmen und damit insbesondere

eine zweijährige Garantie

einzuführen, hat zahlreiche Uhrenfabrikanten

beunruhigt. Die FH

beschloss daher, am 26. September

in Neuenburg ein Seminar zu

diesem Thema zu veranstalten.

Mehr als 90 Vertreter verschiedener

Unternehmen nahmen an der

Veranstaltung teil. Im Anschluss

daran veröffentlichte der Rechtsdienst

in der Revue FH eine Zusammenfassung

der Voten der Teil-

Mitwirkung an der Ausarbeitung von Gesetzesentwürfen

In Zusammenarbeit mit der juristischen

Kommission, der Professor

François Knoepfler vorsteht, vertritt

die FH die Interessen der Uhrenindustrie

in Gesetzgebungsverfahren

im In- und Ausland. Um über Gesetzesentwürfe

informiert zu werden,

wirkt sie in verschiedenen

Organisationen mit: economiesuisse,

Europäischer Arbeitgeber-

Dachverband (UNICE), Ständiger

Ausschuss der europäischen

Uhrenindustrie (CPHE), Internationale

Vereinigung für den Schutz

des geistigen Eigentums (AIPPI),

Schweizerische Vereinigung für

Europarecht (ASDE) usw. Ausser-

Rechtliche Datenbanken

Die FH gibt seinen Mitgliedern auf

Wunsch Gesetzestexte ab, die in

den wichtigsten Märkten wie den

USA oder der Europäischen Union

in Kraft sind, sofern sie für die Bran-

nehmer. Die Gelegenheit wurde

auch genutzt, um Dokumente über

die Garantie in der Europäischen

Union und in den USA zu verfassen

und den Mitgliedern unter

anderem über Internet zur Verfügung

zu stellen.

Der Rechtsdienst erhielt noch verschiedene

andere Anfragen, vor

allem zur Frage, wie lange ein

Fabrikant Ersatzteile aufbewahren

muss.

Am Rande dieser Sorgen über die

Garantie und den Kundendienst

wandten sich die FH-Mitglieder mit

Anfragen zu Verträgen – hauptsächlich

Vertriebs-, Agentur- und

dem nimmt sie an Seminaren teil,

die von internationalen Organisationen

wie der Weltorganisation

für geistiges Eigentum (OMPI)

veranstaltet werden.

Im Jahr 2001 verfolgte die FH unter

anderem folgende Verfahren:

- Ausarbeitung des neuen schweizerischen

Design-Gesetzes;

- Revision des Kartellgesetzes;

- Revision des Zollgesetzes;

- Vorschlag für eine EG-Verordnung

über das Gemeinschaftsgeschmacksmuster;

- Vorschlag für eine EG-Verordnung

über das Gemeinschafts-

che von einem gewissen Interesse

sind. Ausserdem ist der Verband

in der Lage, bei Schwierigkeiten im

Ausland spezialisierte Anwälte zu

vermitteln. Schliesslich führt er für

22

Vertraulichkeitsverträgen – an den

Rechtsdienst.

Verschiedene Länder stellen bestimmte

Anforderungen an die

Markierung auf importierten und/

oder in den Handel gebrachten

Produkten. In diesem Zusammenhang

wurde der Rechtsdienst

immer wieder angefragt, vor allem

bezüglich Edelmetalle, Herkunftsbezeichnungen

und technische

Angaben.

Schliesslich gewährte dieser Dienst

den FH-Mitgliedern Unterstützung

beim Schutz ihres geistigen Eigentums.

patent;

- Übernahme der Richtlinie 1999/

44 zu bestimmten Aspekten des

Gebrauchsgüterkaufs im Landesrecht

der Mitgliedstaaten;

- Vorschlag für eine EG-Richtlinie

über Elektro- und Elektronikaltgeräte.

Ausserdem überwachte die FH die

Umsetzung der Richtlinien und

Gesetze im Bereich der gefährlichen

Stoffe und allergenen Substanzen,

namentlich Nickel und Tritium.

die meisten Länder eine

Datenbank der in der Klasse 14

(Uhrenindustrie) hinterlegten

Marken. Sie umfasst insgesamt

rund 400‘000 Marken.


Bekämpfung der Fälschungen und falschen Herkunftsbezeichnungen

Diese Dienstleistung der FH ist den

Mitgliedern der Gruppe für Fälschungsbekämpfung

(GA) vorbehalten

und kann in sieben Bereiche

unterteilt werden:

- Analyse gefälschter Uhren;

- Schutz der Herkunftsbezeichnungen;

- Organisation von Aktionspro-

Analyse gefälschter Uhren

Im Jahr 2001 wurden dem Fälschungsbekämpfungsdienst

1‘017

Muster zur Analyse eingereicht, die

116‘271 auf allen fünf Kontinenten

beschlagnahmte Uhren repräsentieren.

Wir weisen darauf hin, dass

in dieser Zahl nur beschlagnahmte

Uhren eingeschlossen sind, von

denen ein Muster zur Analyse und

Berichterstattung eingereicht

wurde. Hinzu kommen alle beschlagnahmten

Artikel, die ohne

weiteres Verfahren im Rahmen

von Razzien vernichtet wurden,

wie sie beispielsweise unsere

Partner in Asien durchführen. Von

dieser Gesamtmenge entfallen

38 % auf Beschlagnahmungen von

Transitwaren durch die schweizerischen

Zollbehörden. Die Er-

grammen;

- Schutz der Rechte des geistigen

Eigentums eines Verbandsmitglieds;

- Sensibilisierung der Behörden;

- Aufklärung der Konsumenten;

- Kampf gegen den Verkauf von

Fälschungen über Internet.

gebnisse dieser Analysen sind in

652 Berichten festgehalten – eine

Zahl, die gegenüber dem Jahr

2000 um 20 % gestiegen ist. Die

Zunahme ist symptomatisch für

das Umsichgreifen der Fälschungsaktivitäten

weltweit (bei allen Produkten).

Die grosse Mehrheit der analysierten

Muster sind Fälschungen von

Marken und/oder Nachahmungen

von Modellen. Die entsprechenden

Berichte und Muster wurden

den geschädigten Unternehmen

zugestellt. Ohne Zusammenhang

mit einer bestimmten Marke oder

einem Modell wurde bei 68 Mustern

missbräuchlich eine schweizerische

Herkunftsangabe verwen-

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RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

6&+:(,=

23

Da die GA jedes Jahr einen separaten

Bericht veröffentlicht, wollen

wir hier nicht im Detail darauf eingehen,

sondern nur seine wichtigsten

Punkte darlegen. Wer

jedoch detailliertere Informationen

wünscht, kann beim Rechtsdienst

der FH ein Exemplar dieses Berichts

anfordern.

det (Swiss made, Genève usw.). In

diesen besonderen Fällen reichte

die FH statutengemäss Klage ein.

Der Vollständigkeit halber seien

auch die falschen technischen Angaben

(Chronometer, Dichtigkeit,

Qualität) und die falschen Edelmetallstempel

(Feingehalt, Hersteller,

Garantie) erwähnt. Diese

Missbräuche werden systematisch

den entsprechenden Stellen gemeldet

(Zoll, COSC usw.).

Das unten stehende Schema illustriert

die geografische Verteilung

der unter der Ägide der FH im Jahr

2001 durchgeführten Beschlagnahmungen.

Solche Operationen erfolgen

meistens dort, wo die

gefälschten Produkte vertrieben

werden. Ziel ist aber auch, vermehrt

direkt an den Fabrikationsstätten

einzugreifen. Leider prallt

dieser Wille aber noch allzu häufig

an politischen Problemen ab. Man

stellt in diesem Zusammenhang

jedoch eine Zunahme der Eingriffe

unseres asiatischen Partners

Selective Trade Mark Union (siehe

Bild) fest.

Sehr wichtig ist, dass dank diesen

Razzien einige Ateliers ausgehoben

werden konnten (Fabrikation

und/oder Zusammenbau), was

letztlich das Hauptziel des Kamp-


RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

fes ist. Die beschlagnahmten Uhren

bleiben aber leider Eigentum

der lokalen Behörden und der Zugang

dazu ist beschränkt. Über

den Achtungserfolg hinaus werden

die gesammelten Informationen

auch in unsere Datenbank aufgenommen,

um die Fälschungsnetze

leichter aufspüren und unsere

Kenntnisse über die Fabrikation

der Komponenten verbessern zu

können.

Im Zusammenhang mit der Qualität

ist auch eine spürbare Zunahme

gefälschter Sammleruhren festzustellen.

Gewisse hoch spezialisierte

Fälscher nutzen in der Tat die hohe

Nachfrage gewisser Märkte (Italien,

Schweiz, Frankreich, Deutschland)

nach seltenen Uhren, die

Schutz der Herkunftsbezeichnungen

Die FH spielt eine wichtige Rolle

beim Schutz der schweizerischen

Herkunftsbezeichnung. Sie wacht

darüber, dass die in den verschiedenen

Ländern geltenden gesetzlichen

Bedingungen von den Herstellern

und Händlern eingehalten

werden.

In erster Linie überwacht die FH in

den wichtigsten Ländern die Hinterlegung

von Marken der Klasse

Betreffend Qualität der Produkte

ist eine Zunahme der zum Verwechseln

ähnlichen Fälschungen

zu verzeichnen, die den Konsumenten

und bisweilen gar Sachverständige

täuschen können.

Was die Werke in gefälschten Uhren

betrifft, findet man immer wieder

Quarzprodukte japanischen

Ursprungs, die in China zusammengebaut

werden, und zu-

Aufgeklebtes Plättchen

an Auktionen versteigert werden.

Der von den Käufern beauftragte

technische Dienst der FH befasste

sich im Jahr 2001 mit einigen sehr

interessanten Stücken, welche die

Expertise des Auktionators bestanden

hatten, ohne dass Verdacht

geschöpft wurde. Eine ge-

14. Täuscht eine hinterlegte Marke

durch den Gebrauch von schweizerischen

Ausdrücken (Swiss, Genève,

Lugano, Delémont usw.)

oder Wappen missbräuchlich eine

schweizerische Herkunft vor,

reicht der Verband Beschwerde

gegen diese Hinterlegung ein, sofern

die Gesetzgebung ihr die

Aktivlegitimation zubilligt und ein

solches Verfahren überhaupt existiert.

24

nehmend auch Automatikwerke

chinesischer Produktion, mit

denen vor allem die täuschend

echt nachgemachten Uhren ausgestattet

werden. Bei diesen klebt

der Fälscher ganz einfach ein Plättchen

mit einer falschen Marke auf

den Rotor, so dass sie durch den

transparenten Boden zu sehen ist

(siehe Bilder unten).

nauere und vertiefte Prüfung der

Markierungen erlaubte jedoch in

jedem Fall die Aufdeckung des

Betruges, was die Leistungsfähigkeit

der FH auf dem Gebiet der

technischen Untersuchungen

illustriert.

Die FH schreitet im Übrigen gegen

Unternehmen ein, die Uhrenprodukte

herstellen und/oder in den

Handel bringen, die sich missbräuchlich

auf die Schweiz beziehen.

Bei solchen Dossiers strebt sie

zunächst eine Vergleichslösung an.

Bei Wiederholungen oder in bedeutenden

Fällen reicht die FH

auch Klage gegen die Verantwortlichen

ein.


Organisation von Aktionsprogrammen

Die FH organisiert Bekämpfungsmassnahmen

auf Märkten mit

einer beunruhigenden Fälschungssituation,

sofern dies aufgrund der

Gesetzgebung und des Willens der

Behörden überhaupt möglich ist.

Solche Massnahmen können je

nach gesetzlichem Rahmen entweder

von Amtes wegen – beispielsweise

von den Zoll- oder Poli-

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In Lateinamerika unternahm FH-

Korrespondent François Pillonel in

fünf Ländern des Kontinents eine

breit angelegte Aufklärungs- und

Verfolgungskampagne: Paraguay,

Brasilien, Argentinien, Kolumbien

und Mexiko.

In Paraguay ermöglichte Mitte Jahr

ein Polizeieinsatz mit Unterstützung

der betroffenen Marken die

Beschlagnahmung von rund 9‘200

gefälschten Uhren. Am 2. August

RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

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zeibehörden – oder in Form einer

Klage des geschädigten Markeninhabers

ergriffen werden. Die Rolle

der FH besteht darin, vor allem

durch technische Unterstützung

den Kontakt zu den Behörden zu

pflegen und die Massnahmen der

Markeninhaber zu koordinieren.

Die unter der Ägide der FH im Berichtsjahr

unternommenen Schritte

wurden in drei Produktionsbetrieben

ebenfalls Razzien durchgeführt.

Einzelteile für die Produktion

von 70‘000 bis 80‘000 falschen

Uhren sowie Maschinen

und Matrizen wurden dabei beschlagnahmt.

Vier Personen wurden

festgenommen.

In Brasilien nahm Pillonel an einer

von Staatssekretär David Syz geleiteten

Mission teil, während der

er dem Entwicklungs- und Aussen-

25

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*HRJUDILVFKH 9HUWHLOXQJ GHU 'RVVLHUV

ermöglichten die Beschlagnahmung

einer beachtlichen Zahl

gefälschter Produkte.

In Asien war die Firma Selective

Trade Mark Union sehr intensiv tätig.

Aus den nachstehenden Grafiken

ist die Zahl der Razzien und

der beschlagnahmten Uhren ersichtlich:

%HVFKODJQDKPWH 3URGXNWH

&KLQD 6 GNRUHD 7DLZDQ 7KDLODQG

handelsminister das Problem der

Uhrenfälschung erläuterte. Dieser

bekräftigte die Bereitschaft seines

Ministeriums zu einer Zusammenarbeit

mit der FH. Diese Versprechen

konkretisierten sich in administrativen

Massnahmen, die Folgendes

beinhalten:

- drastische Reduktion des

Höchstwertes der Waren, die

Touristen in Paraguay kaufen

können;

- Eröffnung von drei Zollposten im


RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

Landesinnern in einem Umkreis

von 50 Kilometern;

- Häufige polizeiliche Durchsuchungen

in den Hotels von Foz

de Iguazu (brasilianische Stadt,

in der die Touristen Halt machen);

- Minutiöse Kontrolle aller Busse,

die Touristen zwischen Ciudad

del Este und Foz de Iguazu befördern;

- Festnahme und gerichtliche Verfolgung

von Touristen, welche

die neuen Bestimmungen verletzen.

In Argentinien zeigten sich die

Zollbehörden sehr aktiv. In Clorinda

wurden Anfang Jahr 14‘700 gefälschte

Uhren und Mitte September

7‘300 weitere aus Paraguay

vernichtet.

Die Zollbehörden von Clorinda

fingen ausserdem einen Container

aus Hongkong ab, der nach Ciudad

del Este unterwegs war und

350‘000 bis 400‘000 Einzelteile für

Uhren und Hunderttausende von

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Armbändern aus Metall und Plastik

enthielt – insgesamt rund 700‘000

Teile.

Der zweite wichtige argentinische

Zollposten an der Grenze zu Paraguay

– jener von Posadas –

stoppte ebenfalls einen Container

aus Hongkong mit 300‘000 gefälschten

Uhren, die für Ciudad del

Este bestimmt waren.

In Kolumbien trafen wir auf eine

besondere Form der Fälschung:

Uhren, die als schweizerisch ausgegeben

wurden, obwohl sie im

besten Fall einige schweizerische

Bestandteile aufwiesen. Ausserdem

handelte es sich dabei um

originalgetreue Nachahmungen

renommierter Schweizer Modelle.

Während einer Mission einer offiziellen

schweizerischen Delegation

unter der Leitung von Botschafter

Jörg Reding, an der auch

Pillonel teilnahm, bekräftigten die

kolumbischen Behörden ihren

Willen, gemeinsam mit unserer

Branche und der schweizerischen

Botschaft zu handeln.

In Mexiko ist die Situation vergleichbar

mit jener im südlichen

Teil Lateinamerikas. Allerdings ist

die lokale Produktion sehr beschränkt.

Die Fälschungen werden

als Fertiguhren aus den USA importiert.

Eine wichtige Aufklärungs-

26

kampagne wurde bei den mexikanischen

Behörden in Zusammenarbeit

mit der schweizerischen

Botschaft durchgeführt.

In Mexico City wurden grosse

Mengen gefälschter Uhren auf den

Warenmärkten wie etwa dem

Tepito-Markt angeboten. Anfang

Jahr liessen die Behörden sogar die

Armee aufmarschieren, um eine

grosse Razzia durchzuführen.

Unter den weiteren Orten, gegen

die Massnahmen geplant sind, ist

insbesondere Tijuana zu nennen,

eine Stadt an der Grenze zu Kalifornien

in unmittelbarer Nähe von

San Diego. Hier findet man

Dutzende von Geschäften, die den

amerikanischen Touristen Fälschungen

in jeder Menge anbieten.

Die Lage gleicht jener in Ciudad

del Este, jedoch sind hier die

Geschäfte besser geführt und verlangen

höhere Preise.

Der FH-Vertreter in Belgien setzte

seine Zusammenarbeit mit den

verschiedenen in der Fälschungsbekämpfung

tätigen Behörden

auch im Jahr 2001 fort, so etwa

mit der Polizei von Antwerpen und

dem Inspektionsbüro der Zollbehörden

am Brüsseler Flughafen

Zaventem.

Die nebenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der

Fälschungsbekämpfungseinsätze auf, die in den

beiden vergangenen Jahren in Belgien durchgeführt

wurden.


In Holland setzte die Stichting

Namaakbestrijding (SNB) ihre Zusammenarbeit

mit den zuständigen

Behörden fort, namentlich

mit dem Economische Controledienst

(ECD) und den Zollbehörden:

42 Beschlagnahmungen

gefälschter Uhren wurden durchgeführt,

davon 17 am Zoll. Bei

einem Einsatz im April beschlagnahmten

die Rotterdamer Zollbehörden

129‘000 für Portugal bestimmte

Uhren. Der Flughafen

Amsterdam-Schiphol ist für die Fälscher

nach wie vor eine wichtige

Drehscheibe.

In Italien leitete die Guardia di Finanza

aufgrund einer Reihe von

Indizien unter dem Namen eine

Untersuchung namens Golden

Eye. Aufgrund der Tragweite des

aufgedeckten Handels nahm die

Affäre rasch internationale Dimensionen

an und führte im September

zur Zerschlagung eines ausgedehnten

Fälschernetzes, das seit

mehreren Jahren mit Ablegern in

ganz Europa ihr Unwesen trieb.

Die gefälschten Uhren wurden in

Hongkong hergestellt (mit Ausnahme

der Golduhren, die aus Italien

stammten) und dann von verschiedenen

Import- und Exportunternehmen

in die Schweiz oder nach

Österreich verschoben und gelangten

anschliessend nach Italien.

Dort wurden verschiedene Markierungen

angebracht, bevor die

Uhren schliesslich über ein flächendeckendes

Detailhandelsnetz in

RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

den Verkauf kamen. Bis Abschluss

der Operation fielen der Guardia

di Finanza über 40‘000 Nachahmungen

edelster Modelle der

schweizerischen Uhrenindustrie in

die Hände. Dabei wurden 3

vollständig eingerichtete geheime

Labors ausgehoben, 15 Personen

gefasst und 7 Fahrzeuge beschlagnahmt.

Aufgrund eines Rechtshilfegesuchs

konnte die Tessiner Polizei

in Lugano verschiedene Bankkonten

sperren. Die dabei gefundenen

400‘000 Franken geben

einen Hinweis auf die Grössenordnung

der kriminellen Organisation.

In der Endphase dieser fruchtbaren

Operation wurde der Dienst für

technische Analysen der FH gebeten,

seine Erfahrung in den Dienst

der italienischen Justiz zu stellen.

Aufgrund der verfassten Berichte

und der aufgedeckten Verbindungen

könnte das Verfahren noch

verschiedene weitere „Enthüllungen“

zu Tage bringen.

In der Schweiz wurden auf dem

Flughafen Zürich-Kloten zwei

grosse Beschlagnahmungen durchgeführt,

denen der Fälschungsbekämpfungsdienst

der FH beiwohnte.

Die erste erfolgte am 6. Mai und

umfasste insgesamt 6‘233 Uhren,

die acht verschiedenen Marken

betrafen. Die Waren wurden bei

drei Schmugglern beschlagnahmt,

die aus China kamen und nach Libyen

unterwegs waren. Die Untersuchung

brachte zu Tage, dass die

27

libyschen Staatsbürger zwischen

September 2000 und April 2001

monatlich einmal nach China

reisten. Die Uhren gelangten anschliessend

in die verschiedenen

Maghreb-Staaten und teilweise

über Spanien auch nach Europa.

Bei der zweiten Beschlagnahmung

am 18. Mai wurden 5‘155 gefälschte

Uhren von 32 verschiedenen

Marken gefunden, wobei acht

davon ausschliesslich die Angabe

„Suisse“ trugen. Die Untersuchung

brachte zu Tage, dass der Kaufwert

der Waren rund 50‘000 Dollar

betrug und ein Gewinn von schätzungsweise

30‘000 Dollar herausschaute!

Im Übrigen erneuerte die FH ihre

ausgezeichneten Verbindungen zu

den Polizeibehörden in Spanien

(Guardia Civil, Nationale Polizei

und Gemeindepolizei), die auf

Anzeige hin jederzeit für Interventionen

zu haben sind und bisweilen

auch von sich aus einschreiten.

Die Inspektionen auf verschiedenen

Märkten wie etwa Palma de

Mallorca (siehe Bilder) und in der

Region Valencia bestätigen Berichte

von Touristen und zeugen

davon, wie schlimm die Situation


RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

ist. Aus den FH-Analysen geht hervor,

dass die grosse Mehrheit der

Fälschungen ins Land geschmug-

Schutz der Rechte des geistigen Eigentums eines Verbandsmitglieds

Die FH kann in gewissen Fällen ein

Verbandsmitglied vertreten, wenn

eines seiner Rechte des geistigen

Eigentums von einem Dritten verletzt

wird. Sie interveniert in diesem

Fall beim Verantwortlichen

der Verletzung und strebt einen

Vergleich an. Der Rechtsweg ist

jedoch nicht ausgeschlossen,

wenn der Dritte sein Unrecht nicht

anerkennt.

Wie in den vorangegangenen Jahren

wandten sich auch im Berichtsjahr

wieder verschiedene der

Gruppe für Fälschungsbekämpfung

angeschlossene Unternehmen

(dieses Jahr 22) an die FH,

namentlich an ihren Rechtsdienst,

um rund 30 zielgerichtete Interventionen

gegen einzelne Fälscher

in der Schweiz und im Ausland

(Deutschland, Kanada, Frankreich,

Italien, Japan, Luxemburg, Malta,

Holland und Tschechische Republik)

zu veranlassen.

Im Jahr 2001 reichte die FH im Namen

von Verbandsmitgliedern fünf

Strafklagen im Zusammenhang mit

Transitaffären im Flughafen Zürich

ein.

Wir weisen ausserdem darauf hin,

dass die FH in den meisten Ländern

der Welt die Hinterlegung

neuer Marken der Klasse 14

Sensibilisierung der Behörden

Die Sensibilisierung der Behörden

ist eine der Haupttätigkeiten der

FH im Kampf gegen die Fälschun-

gelt oder mit falschen Zolldeklarationen

eingeführt wird. Der spanische

Markt bleibt damit eines

(Uhrenprodukte) überwacht. Sobald

der Verband ein Gesuch entdeckt,

das die Rechte eines GA-

Mitglieds verletzen könnte, benachrichtigt

er dieses, damit es die

Angelegenheit nach seinem Ermessen

weiter verfolgen kann.

Wie jedes Jahr beteiligten sich ein

Jurist und ein Techniker der FH an

den Beratungen des Panels anlässlich

der Weltmesse für Uhren und

Schmuck in Basel. Es sei daran

erinnert, dass ein Aussteller dieses

Organ beiziehen kann, wenn seiner

Meinung nach ein anderer Aussteller

seine Rechte des geistigen

Eigentums verletzt.

Dieses einfache und effiziente

Verfahren erlaubt es, während der

Ausstellungszeit provisorische

Massnahmen zu ergreifen. Gelangt

das Panel zur Ansicht, dass eine

Verletzung vorliegt, muss der beschuldigte

Aussteller die strittige

Ware von seinem Stand entfernen

und darf sie während der Ausstellung

nicht mehr weiter anbieten.

Im Jahr 2001 behandelte das

Panel 23 Beschwerden und verfasste

13 Protokolle. Dabei handelte

es sich meistens um Kopien von

Designs und Modellen, Verletzungen

des Rechts auf die Marke oder

die unrechtmässige Nutzung von

Patenten.

gen. Beschlagnahmungen sind

nämlich nur möglich, wenn das

Terrain dafür vorbereitet ist. Der

28

unserer Sorgenkinder. Auch im

Jahr 2002 werden wir ihm besondere

Aufmerksamkeit schenken.

Während die Registrierung der

Rechte des geistigen Eigentums die

erste Etappe im Kampf gegen die

Fälschungen ist, sind die Interventionsgesuche

zweifellos die zweite

Massnahme. Im Allgemeinen sind

solche Verfahren einfach und in

den meisten Ländern relativ kostengünstig.

Verfügen die Zollbehörden

über das entsprechende

Begehren, die Informationen über

die zu kontrollierenden Produkte

sowie über das Verschieben von

Fälschungen, sind sie in der Lage,

die Importe oder den Transit von

Waren zu filtrieren. Die Wirksamkeit

der Kontrollen ist von Land zu

Land unterschiedlich, jedoch der

erste Schutz gegen den Handel mit

Fälschungen.

Es ist unerlässlich, dass die Inhaber

solche Begehren in allen Ländern

einreichen, die ein Überwachungssystem

an der Grenze eingeführt

haben. Die FH überreicht ihren

Mitgliedern die nötigen Formulare

und gibt ihnen Informationen, um

diese Zollkontrollen in folgenden

Ländern in Anspruch zu nehmen:

Belgien, Spanien, Estland, Frankreich,

Grossbritannien, Italien,

Luxemburg, Holland, Portugal,

Polen, Lettland, Litauen, USA und

Hongkong.

gesetzliche Rahmen, der politische

Wille und die Zuständigkeit der

Behörden sind unabdingbare Vor-


aussetzungen für effiziente Massnahmen.

Die FH wirkt auf diesen

drei Ebenen, indem sie an Gesetzgebungsverfahren,

diplomatischen

Missionen und Ausbildungsseminaren

teilnimmt und die nötigen

Verbindungen zu den Behörden

pflegt.

Gesetzgebungsverfahren

Im Jahr 2001 verfolgte die FH die

Revision des Designgesetzes und

die Inkraftsetzung der neuen Verordnung

(EG) Nr. 6/2002 über das

Gemeinschaftsgeschmacksmuster.

Ein weiteres Dossier von grosser

Bedeutung wurde in den vergangenen

Jahren von den Organen der

Europäischen Union vorangetrieben:

die Bestimmungen über die

Bekämpfung von Nachahmungen

und Produkt- und Dienstleistungspiraterie

im Binnenmarkt, die auf

dem von der europäischen

Kommission 1998 veröffentlichten

Grünbuch beruhen.

Eine interessante Entwicklung

scheint sich auch im Rahmen der

WTO abzuzeichnen. Die Verhandlungen

über das Abkommen über

handelsbezogene Aspekte der

Rechte an geistigem Eigentum

(TRIPS-Abkommen) ermöglichten

der Schweiz, die Unterstützung

neuer Länder für ihre Anstrengungen

im Hinblick auf einen effizienteren

Schutz geografischer Herkunftsbezeichnungen

wie „Swiss

made“ bei Industrieprodukten zu

erwirken. Das Ziel ist die Ausdehnung

von Artikel 23, der bisher nur

für Weine und Spirituosen galt, auf

industrielle Produkte.

Last but not least beteiligte sich die

FH an der Verfassung eines neuen

Gesetzesentwurfs über die Zollkompetenz

in der Bekämpfung des

Fälschungswesens gemäss Art. 51

RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

ff. des TRIPS-Abkommens. Dieser

Entwurf, der innerhalb der Arbeitsgruppe

Geistiges Eigentum der

Weltzollorganisation diskutiert

wurde, geht weiter als die Mindestanforderungen

des TRIPS-Abkommens

und schlägt den Zollverwaltungen

die Übernahme von

Praktiken vor, die sich in gewissen

Ländern bereits als erfolgreich

erwiesen haben. Er muss noch von

den Mitgliedern der Weltzollorganisation

genehmigt werden.

Diplomatische Missionen und

Kontakte

Die FH sprach mehrmals bei offiziellen

ausländischen Vertretern

vor, um ihre Sorgen über das Fälschungswesen

zum Ausdruck zu

bringen.

So gelangte man etwa an den türkischen

Unterstaatssekretär für

Aussenhandel, Kürsad Tüzmen, bei

seinem Besuch der Schweiz am 5.

Februar im Rahmen der gemischten

Kommission Schweiz-Türkei.

Der FH-Delegierte für Lateinamerika,

François Pillonel, beteiligte

sich an der schweizerischen Wirtschaftsmission

in Brasilien unter

der Leitung von Staatssekretär

David Syz sowie an jener unter

29

Botschafter Jörg Reding in Kolumbien,

Ecuador, Peru und Venezuela.

Während der Handel mit Fälschungen

in Peru, Venezuela und

Ecuador nicht wirklich beunruhigend

ist, kann für Kolumbien leider

nicht dasselbe gesagt werden.

Die Intervention der FH in China

im Rahmen der 15. Sitzung der gemischten

Kommission Schweiz-

China vom 17. September in

Peking stiess auf ein positives

Echo. Auf unsere Beschwerden

über das Fälschungswesen in diesem

Land hin räumten Chi Jian

Xim, Generaldirektor des Departements

für Geschäftsbeziehungen

mit Europa, Ministry of foreign

trade and economic cooperation,

und Zhou Keren, stellvertretender

Aussenhandelsminister, ein, dass

das Fälschungswesen in China ein

echtes Problem ist. Dabei bekräftigten

sie den Willen der chinesischen

Regierung, Massnahmen zur

Bekämpfung dieses schwerwiegenden

Problems zu ergreifen.

Im November traf sich die FH in

Dubai mit den lokalen Behörden.

Dabei ging es um eine Sensibilisierung

für das wachsende Problem

der Fälschungen. Die FH-Delegation

wurde von Sultan Ahmed Bin

Sulayen, Executive Chairman of


RECHTLICHE ANGELEGENHEITEN

Ports, Customs and Free Zone Corporation,

Mohd Alabbar, Director

general of the Dubai Departement

of Economic Development,

Qassim Sultan, Director general of

the Dubai Municipality, und

Scheich Hamdan Bin Rashid Al

Maktoum, Minister of Finance and

Industry, Deputy Ruler of Dubai,

empfangen. Auf dem Bild (vorhergehende

Seite) ist der Letztgenannte

im Gespräch mit FH-Präsident

François Habersaat zu sehen.

Am Rande dieser Missionen beteiligte

sich die FH auch an folgenden

Aktivitäten:

Aufklärung der Konsumenten

Im Jahr 2001 aktualisierte die FH

die Broschüre „Die Fälschung von

Schweizer Uhren“. Dieses komplette

didaktische Instrument verschafft

einen Überblick über die

Uhrenfälschung und erklärt, wie

eine solche zu erkennen ist. Die

Broschüre wird vor allem an Behörden

abgegeben, die in der

Fälschungsbekämpfung aktiv sind,

etwa anlässlich der von der Weltzollorganisation

durchgeführten

Seminare. Sie steht aber auch

Journalisten und Studenten zur

Verfügung, die sich mit diesem

Thema beschäftigen.

Kampf gegen den Verkauf von Fälschungen über Internet

Die im Jahr 2000 mit dem FBI

geknüpften Kontakte und die Intervention

der FH bei den Verantwortlichen

der Auktions-Site

"http://auctions-yahoo.com" entwickelten

sich im Berichtsjahr leider

nicht weiter. Der Verkauf von

Uhrenfälschungen über Internet ist

- Treffen mit der Stadtpolizei von

Amsterdam (18. Mai);

- Treffen mit der Polizei von Antwerpen

(22. Januar);

- Einladung der italienischen Behörden

(Guardia di Finanza,

Zollbehörden und Indicam) nach

Biel (14. September);

- Mission in Neapel in Verbindung

mit der Operation Golden Eye

(5.-7. November);

- Treffen mit der Direktion der

spanischen Guardia Civil und

ihrer Einheit GIFA (29. Oktober);

- Treffen mit den Behörden von

Dubai und Sharjah (Economic

Department, Polizei CID, Anti-

weiterhin eines der grössten Probleme.

Nach dem Scheitern der

genannten Schritte führte die FH

ihre Überlegungen zu ihrer Rolle

im Kampf gegen den Verkauf von

Uhrenfälschungen über Internet

weiter. Sie wandte sich zudem an

verschiedene amerikanische An-

30

Fraud and Deception Unit) im

November.

Ausbildung der Behörden

Im Berichtsjahr wirkte die FH an

Seminaren mit, welche die Ausbildung

der Zoll- und Polizeibehörden

in folgenden Ländern zum

Gegenstand hatten: Vereinigte

Arabische Emirate (21.-24. Januar),

Polen (19.-20. März), Hongkong

(17.-20. Juli), Estland (8.-10. Oktober)

und Portugal (10.-11. Dezember).

waltsbüros, um zu prüfen, wie gegen

die Verantwortlichen solcher

Sites vorgegangen werden könnte.

Diese Kontakte dürften im Jahr

2002 zu einer gemeinsamen Aktion

mehrerer GA-Mitglieder

gegen ein noch zu bestimmendes

Ziel führen.


Publikationen

Für den Informationsdienst war das

Jahr 2001 ein Wendepunkt. Am

30. August wurde nämlich die erste

Nummer der neuen Revue FH herausgegeben.

Die konzeptionelle

Änderung war von einer internen

Arbeitsgruppe in den vorangegangen

zwölf Monaten ausgeheckt

worden. Mit Ausnahme der Erscheinungsweise

(jeden zweiten

Donnerstag ausser in den Ferien,

d.h. 20 Nummern pro Jahr), des

Formats (A4) und natürlich des

Titels hat diese Publikation fast

nichts mehr gemeinsam mit dem

früheren Magazin.

Der Inhalt konzentriert sich wieder

vermehrt auf typische Brancheninformationen,

unter anderem auf

Unternehmensporträts und Gespräche

mit Persönlichkeiten der

Uhrenindustrie. Die zuvor von den

Verbandsmitgliedern (auch den

deutschschweizerischen) gutge-

Beziehungen zur Presse

Im Jahresverlauf gab die FH in drei

Sprachen Medienmitteilungen

über den Verlauf der schweizerischen

Uhrenexporte heraus.

Diese stiessen bei der schweizerischen

und internationalen

Fach- und Massenpresse auf ein

reges Interesse.

Mehrere Verantwortliche der FH,

vor allem der Präsident und der

Direktor, wurden zudem sowohl

aus der Region als auch vom anderen

Ende der Welt regelmässig

für Interviews in Printmedien, im

Radio und im Fernsehen angefragt.

Am 15. Oktober beispielsweise

empfing die FH sieben Journalisten

aus Argentinien, Brasilien und

Chile, die sich auf Einladung von

„Präsenz Schweiz“, der Organisation

des Bundes für die Präsenz der

Internationales Treffen der Uhrenindustrieverbände

Die Vertreter der verschiedenen

Uhrenindustrieverbände der Welt

trafen sich am 23. März anlässlich

der Weltmesse für Uhren und

Schmuck zum dritten Mal, um die

INFORMATION UND PUBLIC RELATIONS

heissene Beschränkung auf die

beiden Sprachen Französisch und

Englisch ermöglichte eine viel dynamischere

dreispaltige Präsentation

und dank dem Erwerb von entsprechendem

Material eine stark

verbesserte Bildwiedergabe.

wichtigsten Probleme im Zusammenhang

mit dem internationalen

Uhrenhandel zu erörtern. An

dieser Sitzung, die von François

Habersaat, Präsident der FH und

31

Der Erfolg liess nicht auf sich warten,

denn nur drei Monate nach

der Lancierung wuchs die Auflage

um 100 Exemplare auf 1‘650.

Der rund 80 Seiten starke Jahresbericht

der FH wurde zum dritten

Mal in Folge in einer zweisprachigen

Version (Französisch/

Deutsch) im Kehrdruck veröffentlicht.

Die Auflage erreichte fast

1‘600 Exemplare.

Die öffentlich zugängliche und die

verbandsinterne Website der FH

sowie jene ihrer Zentren im Ausland

gehörten weiterhin zu den

begehrtesten Uhren-Adressen im

Internet. Eine erfreuliche Situation,

die zu einem erheblichen Teil der

Arbeit von Webmaster Maurice

Altermatt zu verdanken ist.

Schweiz im Ausland, in der

Schweiz aufhielten. Und am 11.

Dezember wurde sie von zwei

Journalisten der Gruppe Indian

Express für einen Gedankenaustausch

zur Entwicklung des indischen

Marktes und zu den Problemen

der schweizerischen

Uhrenindustrie in diesem Land

(Zollgebühren und lokale Abgaben)

besucht.

des ständigen Ausschusses der europäischen

Uhrenindustrie (CPHE)

geleitet wurde, nahmen Delegierte

folgender elf Verbände teil: All

Indian Electronic Watch & Clock


INFORMATION UND PUBLIC RELATIONS

Empfang des Kantons Bern an der Basel 2001. Von links nach rechts: Jean-Daniel

Pasche, Jacques Duchêne (Präsident des Weltkomitees der Aussteller),

Regierungsrätin Elisabeth Zölch und François Habersaat. Im Hintergrund von links

nach rechts: Anton Bally (ETA SA Fabriques d’ébauches) und Peter Kaser (Rado).

Manufacturers Association, American

Watch Association (AWA),

British Horological Federation, BV

Parlamentariergruppe Uhrenindustrie

Auf Veranlassung der Nationalräte

Didier Berberat und Boris Banga

versammelte sich die Parlamentariergruppe

Uhrenindustrie am

27. November im Casino Bern. Vor

rund 20 National- und Ständeräten

präsentierte François Habersaat

die Entwicklung der schwei-

Vorträge und Referate

Jean-Daniel Pasche hielt an der

Generalversammlung der Société

d’industrie et du commerce de la

Vallée de Joux vom 4. Juli in Le

Brassus ein Referat über die

Schmuck+Uhren (Deutschland),

Chambre française de l’horlogerie

et des microtechniques, Hong

zerischen Uhrenindustrie. Jean-

Daniel Pasche kam auf die schwierige

Frage der Parallelimporte zu

sprechen – ein Thema, mit dem

sich das eidgenössische Parlament

bereits befasst hat und noch befassen

wird. Da die diesbezüglichen

Gespräche bisher aber haupt-

Entwicklung der Uhrenindustrie.

François Habersaat betätigte sich

am 23. November vor den Mitgliedern

des Lion Club Biel sowie

am 13. Juni anlässlich der Distrikt-

32

Kong Manufacturers Association,

Horologe Association of PR China,

Japan Clock & Watch Association,

Korea Watch and Clock Industry

Cooperative, Federation of Hong

Kong Watch Trade Industries und

natürlich FH. Bei dieser Gelegenheit

behandelten die Teilnehmer

folgende Probleme: Zollgebühren

und amerikanischer Zolltarif, Harmonisierung

der Ursprungsregeln

für Industrieprodukte, neue europäische

Richtlinie über die Produktgarantie,

europäische Richtlinie

über Elektro- und Elektronikaltgeräte,

Entwicklung der Weltmesse

von Basel. An diesen Sitzungen

können die Positionen der

wichtigsten Branchenverbände der

Welt ausgetauscht und gemeinsame

Handlungsbereiche für den

Schutz der allgemeinen Interessen

der Uhrenindustrie ermittelt

werden.

sächlich die Arzneimittel betrafen,

erachtete die FH es als notwendig

und zweckmässig, die Aufmerksamkeit

der Parlamentarier auf die

negativen Auswirkungen der Parallelimporte

anderer Produkte und

insbesondere von Uhren hinzuweisen.

konferenz von Inner Wheel in

Neuenburg als Botschafter der

Branche.


Für das Normenbüro der schweizerischen

Uhrenindustrie (NIHS)

war das Geschäftsjahr 2001 vor

allem vom Kongress des technischen

Ausschusses ISO/TC 114

Zeitmesstechnik geprägt, der

Anfang Jahr in Zhuhai (China)

stattfand. Abgesehen von diesem

wichtigen internationalen Treffen

setzte das NIHS-Büro seine Tätig-

Nationale und internationale Normen

Im Jahr 2001 wurden zwei nationale

und eine internationale Norm

publiziert:

- NIHS 00-01

Produktionsschema NIHS

Revidierte Norm

- NIHS 60-85

Zeitmessinstrumente - Armbanduhrgehäuse

- Befestigungsmasse

bei Typen ohne Steg

Entspricht ISO 14856

- ISO 14856

Zeitmessinstrumente - Armbanduhrgehäuse

- Befestigungsmasse

bei Typen ohne Steg

Die folgenden vier internationalen

Normen wurden für weitere fünf

Kongress ISO/TC 114 Zeitmesstechnik

Der Kongress des technischen Ausschusses

ISO/TC 114 Zeitmesstechnik,

der unter dem Vorsitz von

Claude Laesser vom 8. bis 12.

Januar in Zhuhai (China) stattfand,

zählte 38 Teilnehmer aus sieben

Ländern (England, China, Frankreich,

Indien, Japan, Russland und

Schweiz). Hinzu kamen zahlreiche

Beobachter und lokale Journalisten,

die gewissen Sitzungen beiwohnten.

keit unter dem Vorsitz des Normenausschusses

fort, der von

Claude Laesser geleitet wurde. Er

versammelte sich viermal: 22.

März, 7. Juni, 13. September und

6. November. Mehrere technische

Ausschüsse und Arbeitsgruppen

traten ausserdem im Laufe des

Jahres mehrmals zusammen: TA

Antimagnetismus, TA INB/TK 164

Jahre bestätigt:

- ISO 3157

Radiolumineszenz von Zeitmessinstrumenten

- Spezifikationen

- ISO 3158

Zeitmessinstrumente - Symbolisierung

der Kontrollpositionen

- ISO 3159

Zeitmessinstrumente - Armbandchronometer

mit Unruh-Spiralfeder-Oszillator

- ISO 6425

Taucheruhren

Das NIHS-Büro verfasste zudem

einen Business-Plan für ISO/TC

Im Laufe der zwölf Arbeitssitzungen

konnte man in fast allen

behandelten Dossiers erfreuliche

Fortschritte erzielen:

- Es wurden Arbeitsgruppen gebildet,

die sich mit der Normierung

der Uhren-Akkumulatoren und

dem Entwurf ISO/WD 17514

Zeitmessinstrumente - Nicht

radioaktive Leuchtauflagen -

Spezifikationen und Versuche

befassen soll;

33

NORMENARBEIT

Goldschmiederei, TA Nicht radioaktive

Leuchtstoffe, TA Ganggenauigkeit

von Quarzuhren, TA

PVD-Beschichtung, AG Lehrpersonen

der AG Revision der NIHS-

Broschüre, AG Prüfung der NIHS-

Normen und AG Revision der

NIHS-Broschüre.

114 Zeitmesstechnik, in dem alle

laufenden Arbeiten festgehalten

sind. Dieser Plan kann unter http:/

/www.iso.ch/bp eingesehen

werden.

Das NIHS-Büro verfolgt auch aufmerksam

die Entwicklung der CEN-

Normen, insbesondere die vom

CEN/TDC 283/WG 4 ausgearbeiteten

Normen betreffend Nickelallergien.

An der Sitzung dieser

Arbeitsgruppe vom 6. Dezember

in Brüssel wurde eine neue Arbeitsgruppe

(CEN BT/WC 132) gebildet.

Sie ist in vier Untergruppen

unterteilt, die je die Analyse eines

Allergentyps übernehmen: Metallallergene

(Chrom, Kobalt und Nickel);

Polymere und Kautschuk;

Konservierungsmittel; Parfums.

- In den letzten strittigen Fragen

betreffend den Entwurf ISO/DIS

3160-2 Uhrgehäuse und ihr Zubehör

- Beschichtungen aus

Goldlegierungen - Teil 2: Bestimmung

des Feingehalts, der

Dicke, der Korrosionsbeständigkeit

und der Haftung wurden

Lösungen gefunden;

- Im heiklen Dossier der technischen

Definitionen wurden die

letzten Begriffe, deren Defini-


NORMENARBEIT

tionen und Übersetzungen noch

nicht befriedigten, mit geringfügigen

Änderungen genehmigt;

- Nach verschiedenen Änderungen

wurde das Prüfverfahren für

die Präzision von Quarzuhren

genehmigt (dazu muss leider

festgehalten werden, dass

Umsetzungsversuche der COSC

nach dem Kongress sich für gewisse

Werke als negativ und

Verschiedene Arbeiten

Der Verkauf von Köfferchen mit

Eichmassen für Goldfarben stieg

gegenüber dem Jahr 2000 um fünf

Einheiten und erreichte wieder den

Stand von 1999: 16 Köfferchen.

Aufgrund seiner Teilnahme am

wissenschaftlichen Ausschuss der

unannehmbar erwiesen);

- Im Bereich des Antimagnetismus

wurde ein Kompromiss gefunden:

Die Grundnorm bleibt unverändert,

wird jedoch mit

einem Anhang ergänzt, in dem

die Schutzniveaus von über

4‘800 A/m spezifiziert werden;

- Über die beiden folgenden

Normenprojekte konnte abgestimmt

werden und sie wurden

Association suisse pour la recherche

horlogère (ASRH) verfolgte

das NIHS-Büro die Arbeiten über

die nickelfreien Edelstähle und die

nicht radioaktiven Leuchtstoffe

aufmerksam.

Wir weisen noch darauf hin, dass

34

dem Ausschuss ISO/TC 114 zur

Stellungnahme vorgelegt: ISO/

DIS 14368-2 Uhrgläser aus

Mineral- und Saphirglas - Teil 2:

Befestigung am Gehäuse durch

Verleimen mit einer Dichtung;

ISO/DIS 14368-3 Uhrgläser aus

Mineral- und Saphirglas - Teil 3:

Qualitätskriterien und Kontrollmethoden.

das NIHS-Büro einen Organisationsausschuss

im Hinblick auf den

Kongress 2003 des technischen

Ausschusses ISO/TC 114 Zeitmesstechnik

gebildet hat. Der

Kongress wird in der Schweiz

stattfinden und das Büro wird

dessen Leitung übernehmen.


Der Dienst für technische Analysen

(SAT) hat in erster Linie die Aufgabe,

die Verbandsmitglieder über

die Produkte der ausländischen

Konkurrenz sowie über das Angebot

an schweizerischen Uhrwerken

zu informieren.

Diese Informationen werden zunächst

in Form von "Kaliberlisten"

abgegeben, anhand deren man die

Neuheiten im Vergleich zu früheren

Ausführungen positionieren

kann. Diese Listen geben Interessenten

auch Auskunft über bereits

durchgeführte oder vorgesehene

Analysen. Im Jahr 2001 wurden

24 "Kaliberlisten" der verschiedenen

Produzenten erstellt

oder aktualisiert. Sodann werden

je nach technischem Interesse umfassendere

Analysen durchgeführt.

Was die als Komponenten erhältlichen

Schweizer Uhrwerke be-

trifft, werden die Resultate in Form

von standardisierten "Spezifikationsblättern"

(siehe unten) abgegeben.

Sie beruhen auf Messungen

der von den Produzenten zur Verfügung

gestellten Muster und enthalten

eine Illustration des Werks,

eine kurze Beschreibung, die ermittelten

Abmessungen sowie die

gemessenen Leistungen im Vergleich

zu den Angaben des Herstellers.

Im vergangenen Jahr wurden

sechs Spezifikationsblätter

veröffentlicht.

Was die Konkurrenz betrifft,

stammen die Informationen von

Uhren, die bei den Händlern der

entsprechenden Marken gekauft

werden. Im Jahr 2001 wurden über

sechs japanische Uhren "Analyseblätter"

verfasst (siehe unten). Sie

enthalten eine Abbildung und eine

Beschreibung des Produkts als

Ganzes und der einzelnen Be-

35

TECHNISCHE ANALYSEN

standteile des Werks, wobei das

Augenmerk vor allem auf konstruktive

Besonderheiten gelegt

wird. Auch qualitative Beurteilungen

sowie die ermittelten Leistungen

im Vergleich zu den Angaben

der Fabrikanten sind in diesen

Dokumenten zu finden.

Im Laufe des Jahres beurteilte der

SAT auch die Qualität der Werke,

die für die Aufnahme in die „Liste

der gleichwertigen Kaliber“ gemäss

Abkommen Schweiz-Europäische

Union von 1972 im Hinblick auf

die Verwendung der schweizerischen

Herkunftsbezeichnung

unter gewissen Bedingungen

vorgeschlagen wurden. Schliesslich

wurden von diesem Dienst im

Anschluss an gerichtliche Klagen

von FH-Mitgliedern wiederholt

technische Gutachten verlangt.


FEDERATION DE L’INDUSTRIE HORLOGERE SUISSE

VERBAND DER SCHWEIZERISCHEN UHRENINDUSTRIE

FEDERATION OF THE SWISS WATCH INDUSTRY

L’environnement économique mondial n’a

pas été particulièrement favorable en 2001.

Le ralentissement conjoncturel entamé aux

Etats-Unis en début d’année s’est

progressivement propagé aux autres pays

de la planète. Les marchés européens n’ont

pas échappé à la tendance et ont également

vu leur activité se tasser. Déjà pénalisé par

les problèmes de son secteur financier, le

Japon a plongé dans la récession pour la

quatrième fois en dix ans.

En termes horlogers, tous les marchés

n’ont pas connu la même évolution. Aux

Etats-Unis, la consommation a

immédiatement accusé le coup, alors qu’en

Europe, la confiance a résisté plus

longtemps. En Asie, Japon compris, la

détérioration attendue ne s’est manifestée

que dans une moindre mesure.

Grâce à sa présence dans le secteur du

luxe, l’horlogerie a été moins sensible aux

fluctuations de l’économie.

En 2001, 27,8 millions de montres terminées

ont été produites en Suisse. Cela représente

une diminution de 3,6 millions de pièces par

rapport à 2000. Cette baisse de volume est

accompagnée d’une augmentation du chiffre

d’affaires qui atteint 10,517 milliards de

francs (+3,7%).

0pFDQLTXH

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

0pFDQLTXH

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

L’INDUSTRIE HORLOGÈRE SUISSE EN 2001

THE SWISS WATCH INDUSTRY IN 2001

DIE SCHWEIZERISCHE UHRENINDUSTRIE IN 2001

CONTEXTE INTERNATIONAL INTERNATIONAL CONTEXT

INTERNATIONALERKONTEXT

PRODUCTION SUISSE

VALEUR (en millions de francs)

In 2001, the world economic situation was

not particularly favourable. The economic

downturn, which began in the USA in the

early part of the year, gradually spread to

other countries across the globe. European

markets were also affected and their activity

suffered a setback. Already penalized by the

problems of its financial sector, Japan

plunged into recession for the fourth time in

ten years.

In watchmaking terms, markets did not all

experience the same trend. In the USA,

consumption immediately fell. Europe stood

firm for longer. In Asia, Japan included, the

forecast deterioration did not fully materialize.

Its presence in the luxury sector made the

watchmaking industry less sensitive to

economic fluctuations.

In 2001, 27.8 million finished timepieces

were manufactured in Switzerland, 3.6%

million pieces fewer than in 2000. This drop

in volume was accompanied by a rise in

value to 10.517 billion francs (+3.7%).

0HFKDQLFDO

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

VALUE (in millions of Swiss francs)

0HFKDQLFDO

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

SWISS PRODUCTION

Das weltwirtschaftliche Umfeld war im Jahr

2001 nicht besonders günstig. Nach und

nach griff die sich Anfang Jahr in den

USA abzeichnende konjunkturelle

Abschwächung auch auf die restlichen

Länder über. Die europäischen Märkte

konnten sich dem Trend nicht entziehen und

mussten ebenfalls eine Stagnation hinnehmen.

Japan, dessen Finanzsektor

bereits mit grossen Problemen kämpfte,

geriet zum vierten Mal in zehn Jahren in eine

Rezession.

Die Uhrenmärkte entwickelten sich

unterschiedlich. In den USA wurde der

Konsum unverzüglich zurückgeschraubt,

während das Vertrauen in Europa länger

andauerte. In Asien einschliesslich Japan fiel

der erwartete Rückgang weniger ausgeprägt

aus.

Dank seiner guten Verankerung im Luxussektor

reagierte die Uhrenindustrie weniger

empfindlich auf die Schwankungen der

Wirtschaft.

SCHWEIZERISCHE PRODUKTION

Im Jahr 2001 wurden in der Schweiz 27,8

Millionen Uhren produziert. Dies entspricht

einem Rückgang um 3,6 Millionen Stück

gegenüber 2000. Trotz diesem

Volumenschwund stieg der Umsatz um

3,7 % auf 10,517 Milliarden Franken.

PIÈCES (en millions) UNITS (in millions) MENGE (Millionen Stück)

0HFKDQLVFK

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

WERT (in Millionen Schweizer

Franken)

0HFKDQLVFK

4XDUW] DQDORJ

4XDUW] GLJLWDO

7RWDO

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