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umso besser -, bis hin zur richtigenStandortplanung.e Bützje op die Backe un e Bützje op dieSchnüssManch ein Kommilitone, den ich zurKarnevalszeit mit ins beschauliche Kölnnehmen durfte, konnte sein Glück kaumfassen, als ihm plötzlich von der ein oderanderen Stewardess, Hippie-Dame oderFroschkönigin ein dickes Bützje (Übers.:Küsschen) verpasst wurde. Dabei istdiese Geste (in den meisten Fällen) keinAusdruck sexueller Begierde, sondernvielmehr ein Zeichen der Freude undZusammengehörigkeit. Vor allem in derMännerwelt sind Bützje immer gernegesehen und werden auch gerne mal miteinem Strüßjer (Übers.: Sträußchen) belohnt.Denn ein Küsschen von „enemleckere Mädche“ schmeckt bekanntlichwie „Appeltaat“ (Übers.: Apfeltorte). Besondersgern gebützt werden laut Umfragenübrigens Piloten, Piraten undPolizisten.Kölsche KöstlichkeitenHalve Hahn (Übers.: Halber Hahn): Werhier an ein Grillhähnchen denkt, liegtdamit weit daneben. Der Rheinländerversteht hierrunter nämlich ein knusprigesRoggenbrötchen mit einer dickenScheibe Gouda und natürlich einer gutenPortion scharfen Senf.Kölscher Kaviar: Auch hier handelt essich natürlich nicht um eine teure Rarität,sondern einfach um ein Stück Blotwoosch(Übers.: Blutwurst) mit einemRöggelchen, Zwiebeln und – wer hättees gedacht – scharfem Senf.Himmel und Äd (Übers.: Himmel undErde): Dieses Gericht besteht aus Karoffelnund Äpfeln, wobei die Beilage „Höll“(Hölle), auch als gebratene Blutwurstbekannt, das wirkliche Schmankerl darstellt.Rievkochen (Übers.: Reibekuchen,Kartoffelpuffer...): Diese heutzutageweitverbreitete Spezialität aus in Ölgebratenen Kartoffelraspeln und Zwiebeln,stammt ursprünglich aus Köln,wo Hausfrauen nach immer neuenMöglichkeiten suchten, Kartoffeln, dasHauptnahrungsmittel der Bevölkerung,zu verarbeiten.Klatschkies met Quallemänner: Aberauch andere Kartoffelgerichte desRheinlands haben es weit gebracht. Sosind „Folienkartoffeln mit Quark“ nachwie vor ein beliebtes Gericht in vielenTeilen Deutschlands.Weiberfastnacht aka WieverfastelovendAn Weiberfastnacht, dem Karnevalsdonnerstag,haben traditionell die Frauendas Sagen im sonst eher von Männerndominierten Karneval. Sie stürmen dasRathaus, schneiden den Männern dieKrawatten ab und übernehmen so symbolischdie Macht über die Stadt. SeinenUrsprung hat die Tradition im Bonn-Beuler Raum, wo eine Gruppe Wäscherinnennicht einsehen wollte, dass nurMänner Teil des Karnevals sein sollten.So gründeten sie prompt das erste Damenkomiteeund alles weitere nahmseinen Lauf.© Franziska ZerwasBüttenredenSie sind der Höhepunkt jeder Karnevalssitzungund meist für ihren sarkastisch-politischenCharakter bekanntund beliebt. Der Redner steht hierbeihinter einer „Bütte“, also einem Rednerpult,welches ein Fass darstellen soll.Die Pointe, mit welcher jede Strophe zuenden hat, wird meist mit einem Tuscheingeleitet, damit auch Gäste, die vielleichtschon ein wenig zu tief ins Kölschglas(oder Fass) geschaut haben, denEinsatz zum Applaus nicht verpassen.Das Dreigestirn... besteht aus drei Figuren:1. Der Prinz („Seine Tollität“): Er ist dasOberhaupt des Dreigestirns und damitder Repräsentant des Kölner Karnevals.Beim Rosenmontagszug beendetder Wagen des Prinzen den Karnevalsszugund ist somit der Höhepunkt. AlsSymbol trägt er eine Pritsche (auch alsFurchtbarkeitsrute bekannt).2. Der Bauer („Seine Deftigkeit“): Ersymbolisiert die Wehrhaftigkeit derStadt Köln und trägt deshalb auchSchwert und Dreschflegel. Außerdemhat er den Stadtschlüssel am Gürtel,wodurch seine Rechtsgewalt über dieStadt ausgedrückt werden soll.3. Die Jungfrau („Ihre Lieblichkeit“): Siesteht für die beschützende Mutter Colonia.Das Insigne der Jungfrau ist einSpiegel als Zeichen der „weiblichen Eitelkeit“.Außerdem trägt sie eine Kronemit Zinnenkranz, welche zusammen mitihrer Jungfräulichkeit die Uneinnehmbarkeitder Stadt Köln symbolisierensollen. Traditionell wird die Jungfrauübrigens durch einen Mann dargestellt.Kölle AlaafDer Ausdruck bedeutet übersetzt so vielwie „Köln über alles“ und damit genaudas, was der bescheidene Kölner vonseiner Stadt hält. Laut ihm gehört Kölnzu den ganz Großen auf der Welt undein jeder blickt mit Ehrfurcht zu dieserkulturellen Hochburg auf. Nicht umsonstsingen die Höhner voller Inbrunst„Dat Hätz vun der Welt ja dat es Kölle“(Übers.: „Das Herz der Welt ist Köln.“)Darüber hinaus ist „Alaaf“ der typischeNarrenruf. Besucher aus anderen TeilenDeutschlands sollten sich gerade inKöln darum bemühen, nicht laut mit„Helau“ einzustimmen, ist dies doch derRuf der Düsseldorfer Rivalen im Karneval.Und die sind nach Meinung derKölner „wie e Kotlett: von beide Siggebeklopp.“ (Übers.: Wie ein Kotelett: Vonbeiden Seiten bekloppt).KonfettiKonfetti wird heutzutage eigens mitStanzmaschinen gefertigt und bei Karnevalsumzügenund -partys gerne aufdie Zuschauer geworfen. Es empfiehltsich nicht, Konfetti auf Hauspartys zumEinsatz zu bringen. Der kurzen Freudeüber den Partyspaß folgen lange undqualvolle Stunden des Aufräumens undauch nach Monaten findet man immerwieder einzelne Konfettiteilchen in Bettenund Schubladen.Am Aschermittwoch ist alles vorbeiDenn nun beginnt traditionell die Fastenzeitdes Christentums. Der gewiefteJeck lässt sich davon allerdings nichtabhalten und trifft sich stattdessen mitFreunden und Verwandten zum Fischessen,bei dem natürlich auch das einoder andere Kölsch nicht fehlen darf.Damit umgeht er geschickt das Gebotder Fastenzeit, denn Fisch ist bekanntlichkein Fleisch und Kölsch... nun ja,Kölsch ist gewissermaßen Medizin.In diesem Sinne: „Loss mer eine nünne,solang mer dat noch künne.“ (Übers.:„Lass uns einen heben, so lange wirnoch leben.“, Bed.: Spruch, der das Trinkennicht nur legitimiert, sondern sogarzum guten Vorsatz macht).17. Dezember: Die O-Phase kommt ins Kino –Gerüchte über Oscar-Nominierung im Umlauf25

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