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WISSENSCHAFTSNACHWUCHS

Schülerlabor auf Achse

BERLIN. Im Unilab Schülerlabor der Humboldt-

Universität zu Berlin können Schülerinnen und

Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie interessierte

Studierende mit der Wissenschaft

auf Tuchfühlung gehen.

EXZELLENZINITIATIVE

Foto: HU Berlin

BONN/KÖLN. Zählt man die 85 bereits geförderten

Projekte, für die Fortsetzungsanträge

gestellt werden mussten, dazu, kann sich die

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit

dem 1. September 2010 mit rund 312 Bewerbungen

in der Exzellenzinitiative befassen. Der

Konkurrenzdruck unter den Hochschulen ist

hoch. „Mit dieser anhaltend hohen Beteiligung

bleibt die Dynamik im System erhalten. Die

geförderten Universitäten haben keinen Anlass,

sich entspannt zurückzulehnen“, kommentiert

der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter

Strohschneider, den Bewerbungsandrang. „Seit

2005 sind die deutschen Universitäten erheblich

strategiefähiger geworden und haben vielfältige

Veränderungsprozesse begonnen. Ich bin

gespannt, inwieweit sich die Erfahrungen der

Universitäten aus der ersten Programmphase

in den Skizzen niederschlagen und welche Wirkung

die verschiedenen Landesförderprogramme

entfaltet haben“. Die Neubewerbungen von

65 Hochschulen stammen aus dem gesamten

Bundesgebiet. Lebenswissenschaften, Natur-

Ein Angebot, das nun schon seit Januar 2004

besteht und auf großes Interesse stößt. Seit

Mitte September ist das Projekt nun auch

mobil. Ein 14 Meter langes Forschungslabor

soll in Zukunft jedes Jahr rund 20 Grund- und

Oberschulen in Berlin und Brandenburg

ansteuern. Das sogenannte

„Humboldt

Bayer Mobil“ ermöglicht

es Schülerinnen

und Schülern

die Tier- und Pflanzenwelt

zu erforschen,

227 Antragsskizzen eingegangen

wissenschaften, Ingenieurwissenschaften und

Geistes- und Sozialwissenschaften sind dabei

etwa gleich stark vertreten. Bis März 2011 tagt

nun eine gemeinsame Kommission von DFG

und Wissenschaftsrat, welche über die Auswahl

der besten Antragsskizzen zu entscheiden hat.

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Expeditionen an den Südpol nachzuempfinden

oder im Stile Alexander von Humboldts ihre

Umgebung neu zu entdecken. Zudem können

Kriminalfälle wissenschaftlich gelöst werden.

Dabei helfen besondere Forschungskisten, die

mit allerlei Experimentiergeräten ausgestattet

sind. Die Aktion wird durch die Zusammenarbeit

der Humboldt-Universität Berlin und

der Bayer Science & Education Foundation,

der Bayer-Stiftung für Wissenschaft und Forschung,

ermöglicht. Ziel dabei ist es, tragfähige

Brücken zwischen Schule und Forschung

zu schlagen.

Ein spannender Wettbewerb z wischen bereits geförderten und neuen Projekten.

Foto: S. Hofschlaeger/Pixelio

Bis Juni 2012 wird dann über die Bewilligung

der Anträge entschieden, bevor ab November

2012 die fünfjährige Förderung der ausgewählten

Programme beginnt. Hierfür stehen Finanzmittel

von insgesamt 2,7 Milliarden Euro zur

Verfügung.

wissenschaftsmanagement 4 • juli/august • 2010

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