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22.> 30.JUNI 25. FILMFEST M - FilmFernsehFonds Bayern

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Das merkwürdige Verhalten von Großstadt-Singles beim<br />

Speed-Dating: Auf ihrer „Einkaufstour“ prallen romantische<br />

Hoffnungen und realistische Ansprüche aufeinander. Ralf<br />

Westhoffs pointierte Komödie startet am 3. Mai 2007 im Kino.<br />

Foto: X Verleih<br />

2/2007 Mai<br />

FILM<br />

NEWS<br />

BAYERN<br />

Der <strong>FilmFernsehFonds</strong> <strong>Bayern</strong> informiert<br />

Oscar für Das Leben der<br />

Anderen • Dok.Fest München<br />

2007 • Neue Filme von Doris<br />

Dörrie, Joseph Vilsmaier,<br />

Marcus Mittermaier und<br />

Erwin Pelzig • Fachtagung:<br />

Sünde im Film • Vorgestellt:<br />

Martina Eisenreich, Ulrike<br />

Tortora • Filmliteratur •<br />

MEDIA News


Editorial<br />

Renaissance des<br />

Dokumentarfilms<br />

Am 2. Mai 2007 eröffnet in der bayerischen<br />

Landeshauptstadt das 22. Internationale<br />

Dokumentarfilmfestival München mit Stefan<br />

Schwieterts Heimatklänge seine diesjährige<br />

Präsentation aktueller Dokumentationen<br />

aus aller Welt. Auch der deutsche<br />

Dokumentarfilm wird wieder stark vertreten<br />

sein, was nicht verwundern kann.<br />

Denn Deutschland verfügt über eine vielfältige<br />

und kreative Dokumentarfilmszene.<br />

Von Buena Vista Social Club, Rythm is it,<br />

Die große Stille, Lost Children, Die Spielwütigen,<br />

Absolut Warhola, Havanna - Die<br />

neue Kunst Ruinen zu bauen bis hin zu<br />

Gernstls Reisen - Auf der Suche nach dem<br />

Glück ist der Dokumentarfilm nicht nur<br />

breit aufgestellt, sondern auch attraktiv<br />

für das Publikum.<br />

Dieser Erfolg macht Lust auf mehr. Das gilt<br />

nicht nur für die Zuschauer, sondern auch<br />

für den <strong>FilmFernsehFonds</strong> <strong>Bayern</strong>, der dem<br />

Dokumentarfilm schon immer eine besondere<br />

Aufmerksamkeit geschenkt hat. So<br />

konnten auch im vergangenen Jahr wieder<br />

viele FFF-geförderte Dokus auf Festivals, im<br />

Kino und im Fernsehen reüssieren. Byambasuren<br />

Davaas Die Höhle des gelben Hundes<br />

wurde nicht nur mit dem Deutschen<br />

Filmpreis in Gold als bester Kino- und<br />

Jugendfilm ausgezeichnet, sondern erreichte<br />

auch im Kino über 200.000 Besucher.<br />

Winterkinder von Jens Schanze erhielt den<br />

Regiepreis auf dem One World International<br />

Human Rights Film Festival, Thomas<br />

Wartmanns und Lisa Eders Jenseits von<br />

Samarkand den Bayerischen Fernsehpreis.<br />

Christian Wagners Die Flucht der Frauen<br />

wollten mehr als zwei Millionen Zuschauer<br />

in der ARD sehen, und Hannes Schulers und<br />

Manfred Bauers Metropolis - Die Macht der<br />

Städte konnten in zwei Folgen zusammen<br />

sogar mehr als sieben Millionen Zuschauer<br />

beim ZDF fesseln.<br />

Aber auch im Bereich der Nachwuchsarbeit<br />

ist die Renaissance des Dokumentarfilms<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007<br />

spürbar. Die Anzahl der geförderten Dokumentarfilme<br />

steigt und liegt inzwischen bei<br />

der Hälfte aller Projekte. Darunter sind viele<br />

erfolgreiche Produktionen, die mit nationalen<br />

und internationalen Preisen ausgezeichnet<br />

wurden. Mit Filmen wie dem<br />

Oscar-nominierten Die Geschichte vom<br />

weinenden Kamel, Castells oder Der rote<br />

Teppich greifen die jungen Dokumentaristen<br />

das bestehende Bedürfnis des Publikums<br />

auf, Einsichten in fremde Länder,<br />

fremde Lebensumstände und außergewöhnliche<br />

Lebenswirklichkeiten zu gewinnen.<br />

Nicht zu vergessen ist der politische<br />

Dokumentarfilm, der gerade bei den Nachwuchs-Filmemachern<br />

hoch im Kurs steht.<br />

Auch der Sport - man denke nur an Pepe<br />

Danquarts Sporttrilogie mit Heimspiel, Höllentour<br />

und Am Limit oder Sönke Wortmanns<br />

Deutschland - Ein Sommermärchen mit für<br />

einen Dokumentarfilm geradezu unglaublichen<br />

vier Millionen Kinozuschauern - ist<br />

längst ein wichtiger Gegenstand des Dokumentarfilmschaffens.<br />

Sportdokumentationen<br />

bestechen nicht nur mit spektakulären Aufnahmen<br />

und Hintergrundgeschichten über<br />

außergewöhnliche Menschen, sondern können<br />

auch spannender als manche fiktionale<br />

Erzählung sein.<br />

Begünstigt wird die Renaissance des Dokumentarfilms<br />

durch den technischen Fortschritt.<br />

Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung<br />

sind anspruchsvolle Projekte auf<br />

hohem Niveau erschwinglich geworden.<br />

Der FFF <strong>Bayern</strong> wird deshalb seine Unterstützung<br />

dieses wichtigen Genres im Rahmen<br />

seiner Möglichkeiten fortführen. Acht<br />

Kinoprojekte, drei Fernsehfilme und zwei<br />

Erstlingsfilme des Doku-Genres finden sich<br />

derzeit mit FFF-Förderung in der Vorbereitungsphase,<br />

und zum Zeichen seiner Wertschätzung<br />

vergibt er auch im Jahr 2007 den<br />

FFF-Förderpreis Dokumentarfilm auf dem<br />

Münchner Dok.Fest. Allen Teilnehmern im<br />

Wettbewerb um diesen Preis drücken wir<br />

die Daumen und wünschen ihnen viel<br />

Erfolg bei der Präsentation ihrer Filme.<br />

Dr. Klaus Schaefer<br />

Inhalt<br />

Medienszene <strong>Bayern</strong> . . . . . . . . . . . . . .2<br />

Kinostarts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9<br />

Dokumentarfilm . . . . . . . . . . . . . . . . .10<br />

Special: Sünde im Film . . . . . . . . . . . .12<br />

Fernsehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14<br />

In Produktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16<br />

Förderung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19<br />

Filmliteratur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20<br />

Festivals und Preise . . . . . . . . . . . . . .21<br />

Vorgestellt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25<br />

Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26<br />

MEDIA News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27<br />

Wer macht was . . . . . . . . . . . . . . . . .28<br />

Produktionsspiegel . . . . . . . . . . . . . .29<br />

Impressum<br />

Film News <strong>Bayern</strong> – Nr. 2 - Mai 2007<br />

Erscheinungsweise: 6x jährlich<br />

Hrsg.: <strong>FilmFernsehFonds</strong> <strong>Bayern</strong> GmbH –<br />

Presse und Information<br />

Geschäftsführer: Dr. Klaus Schaefer<br />

Adresse: Sonnenstr. 21; 80331 München<br />

Tel.: 089-544 602-0; Fax: -60<br />

Internet: www.fff-bayern.de<br />

Redaktion: Lothar Just (V.i.S.d.P.),<br />

Christina Raftery (Tel.: 089-544 602-57)<br />

E-Mail: christina.raftery@fff-bayern.de<br />

Mitarbeit: Julia Rappold (S. 20),<br />

Christoph Gröner, Uli Buchner (S. 25)<br />

Anzeigen: Alexandra Mesch<br />

Fotos: AMPAS, BR/Sessner (S. 4), FFF (S. 6,8),<br />

ndF, Constantin Film, FFA, FFS, Anita Quakernack,<br />

MEDIA (S. 7), X Verleih, Constantin Film (S. 9),<br />

Dok.Fest München, Instinkt Film (S. 10), Maaz Film<br />

(S. 12), Christina Raftery (S. 13), Gert Krautbauer,<br />

DMAX (S. 14), Cinenic, Enigma Film (S. 16), Zeitsprung<br />

Entertainment (S. 18), Movienet (S. 21)<br />

Layout: plan.it, München<br />

Druck: J. Gotteswinter, München<br />

Redaktions- und Anzeigenschluss für die Ausgabe<br />

3/2007 ist der 1. Juni 2007.<br />

1


Medienszene<br />

<strong>Bayern</strong><br />

Oscar für Das Leben der Anderen<br />

Gewohnt markant gab Florian Henckel von<br />

Donnersmarck auf der Bühne des Kodak Theatre<br />

seiner Freude Ausdruck: »Thank you Germany<br />

- thank you Bavaria.« Das Drama Das<br />

Leben der Anderen des HFF München-Absolventen<br />

erzielte Ende Februar den ultimativen<br />

Erfolg im Filmgeschäft: Die vom FFF <strong>Bayern</strong><br />

maßgeblich geförderte Produktion von Wiedemann<br />

& Berg, BR, arte und Creado Film wurde<br />

in der Kategorie »Bester nicht-englischsprachiger<br />

Film« mit dem Oscar ausgezeichnet.<br />

Der Oscar für den internationalen Kinoerfolg<br />

setzt eine Erfolgsgeschichte fort: Der Film<br />

gewann den insgesamt sechsten Academy<br />

Award für eine FFF-geförderte Produktion. 2001<br />

war Florian Gallenberger mit seinem Kurzfilm<br />

Quiero Ser erfolgreich, 2003 gewann Caroline<br />

Link mit Nirgendwo in Afrika. Ebenfalls<br />

2003 erhielt Roman Polanskis Der Pianist drei<br />

Oscars. Die diesjährige Nominierung für Das<br />

Leben der Anderen war die insgesamt 15. Nominierung<br />

seit Gründung des FFF im Jahr 1996.<br />

Viele direkt und indirekt an der Entstehung<br />

des Films Beteiligte feierten den deutschen<br />

Oscar-Gewinner im März mit einer Gala in<br />

der Münchner Residenz, in deren Rahmen<br />

Auf der Oscar-Gala im Kaisersaal der Münchner Residenz (v.l.n.r.): BR-Fernsehdirektor und HFF München-Rektor<br />

Gerhard Fuchs, Florian und Christiane Henckel von Donnersmarck, Ministerpräsident Edmund Stoiber mit<br />

Ehefrau Karin, Max Wiedemann, Quirin Berg, Staatsminister Eberhard Sinner, BR-Intendant Thomas Gruber und<br />

FFF-Geschäftsführer Klaus Schaefer<br />

<strong>Bayern</strong>s Ministerpräsident Edmund Stoiber<br />

Donnersmarck einen Bayerischen Löwen<br />

überreichte. In der phänomenalen Außenwirkung<br />

der Auszeichnung für den deutschen<br />

Film und insbesondere den Standort <strong>Bayern</strong><br />

sind sich Politik und Wirtschaft einig. Auch<br />

dies fasste Donnersmarck prägnant in einem<br />

<strong>Bayern</strong> 3 - Interview prägnant zusammen:<br />

»Ohne <strong>Bayern</strong> hätte ich diesen Film nicht<br />

machen können. Die <strong>Bayern</strong> haben ein besseres<br />

Verständnis für Größenwahnsinnige als<br />

Leute in anderen Bundesländern.«<br />

Bayerische Filmbranche<br />

in Brüssel<br />

2007 startet das neue MEDIA-Programm. Den<br />

europäischen Film und seine Verbreitung über<br />

die Grenzen Europas hinaus zu stärken ist<br />

dabei das gemeinsame Anliegen der europäischen<br />

und regionalen Filmförderung. Zugleich<br />

wird die Europäische Kommission die nationalen<br />

und regionalen Filmfördersysteme auf ihre<br />

Vereinbarkeit mit den gemeinschaftsrechtlichen<br />

Beihilfevorschriften überprüfen. Sie<br />

wird dabei vor allem die sogenannten "Territorialisierungsklauseln"<br />

kritisch betrachten,<br />

die bestimmen, welcher Anteil der Herstellungskosten<br />

im Förderland auszugeben ist. Für<br />

den Freistaat <strong>Bayern</strong> als einer der führenden<br />

Filmstandorte in Europa ist es wichtig, die<br />

geltende, bewährte Regelung in ihrem bisherigen<br />

Umfang zu erhalten. Von bayerischen<br />

Produzenten hergestellte, vom FFF<br />

geförderte und mit internationalen Filmpreisen<br />

ausgezeichnete Filme wie Das<br />

Leben der Anderen sind nicht nur eine bayerische,<br />

sondern auch eine europäische<br />

Erfolgsstory.<br />

Gemeinsam geht es besser: Dies war auch das<br />

Ergebnis eines Expertengesprächs in der Vertretung<br />

des Freistaats <strong>Bayern</strong> in Brüssel, das im<br />

Februar in Anwesenheit von Staatsminister<br />

Eberhard Sinner und zahlreicher Vertreter<br />

der europäischen und bayerischen Filmförderung<br />

stattfand. Mit dabei waren neben FFF-<br />

Geschäftsführer Klaus Schaefer unter anderem<br />

als Moderator Johannes Kreile (Verband<br />

Deutscher Fernsehproduzenten), Ruth Hieronymi,<br />

MEDIA-Berichterstatterin im Europaparlament,<br />

Aviva Silver, (MEDIA-Abteilungleiterin<br />

in der Europäischen Kommission),<br />

Irina Orssich-Slavetich (Europäische Kommission/Wettbewerbsdirektion),<br />

die Produzenten<br />

Eberhard Junkersdorf, Martin Moszkowicz,<br />

Bernd Burgemeister und Alfred<br />

Hürmer, der Verleiher Stephan Hutter (Prokino),<br />

SPIO-Präsident Steffen Kuchenreuther,<br />

ARRI-Geschäftsführer Franz Kraus,<br />

Hubert von Spreti (BR), Manfred Heid (HFF<br />

München), die FFA-Repräsentantin in Brüssel,<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 3


<strong>Bayern</strong> trifft Brüssel (v.l.n.r.): Klaus Schaefer, Aviva Silver, Stephan Hutter,<br />

Irina Orssich-Slavetich, Alfred Hürmer, Johannes Kreile, Ruth Hieronymi und<br />

Eberhard Junkersdorf<br />

Gisela von Raczek, sowie die medienpolitischen<br />

Sprecher im bayerischen Landtag, Hans<br />

Gerhard Stockinger (CSU) und Ulrike Gote<br />

(Die Grünen).<br />

Film Commission <strong>Bayern</strong> News<br />

Film und Tourismus<br />

Was der Herr der Ringe für Neuseeland und<br />

Rosamunde Pilcher für Cornwall erreichten,<br />

haben Der Bulle von Tölz und Die<br />

Rosenheim-Cops für Oberbayern geschafft:<br />

Eine Popularisierung der Gegend und Sympathie<br />

für die dort lebenden Menschen. Die<br />

Optimierung dieser Öffentlichkeitswirkung<br />

war im März Thema des Workshops »Filmproduktion<br />

als Chance für den Tourismus«<br />

in Bad Tölz, zu dem der FFF, der Tourismusverband<br />

München-Oberbayern und<br />

die Tourist Information Bad Tölz einluden.<br />

Im Laufe des Workshops schilderten Produktionsexperten<br />

von Bavaria Film, Alexander<br />

Film, Olga Film, Wiedemann &<br />

Berg und Neos Film ihre Erfahrung mit<br />

Dreharbeiten in Tourismusgebieten, unter<br />

anderem Schwere Jungs und Weiße Stille in<br />

Garmisch-Partenkirchen sowie Der Bund<br />

fürs Leben (AT: Bundeswehrkomödie) in<br />

Film trifft Touristik: Klaus Schaefer, Christine Lichtenauer<br />

(Tourismusverband München-Oberbayern)<br />

und Klaus Pelikan (Kurdirektor Bad Tölz)<br />

4<br />

Lenggries. Tourismusmanager<br />

der jeweiligen<br />

Regionen kontrastierten<br />

dies aus der Perspektive<br />

der jeweiligen<br />

Kommunen. Anja Metzger,<br />

Film Commission<br />

<strong>Bayern</strong>, zieht für die Veranstaltung<br />

eine positive<br />

Bilanz: »Filmarbeiten<br />

sind neben einer großen<br />

wirtschaftlichen Chance auch eine<br />

organisatorische Herausforderung für<br />

Gemeinden und Regionen. Der Workshop<br />

war eine gute Gelegenheit, die Ansprüche,<br />

Sensibilitäten und Synergien beider Seiten<br />

zu verdeutlichen.«<br />

Film Production Manual<br />

Sämtliche Informationen für Dreharbeiten<br />

im Freistaat liefert seit Februar das von der<br />

Film Commission <strong>Bayern</strong> herausgegebene<br />

Film Production Manual - München und<br />

<strong>Bayern</strong>. Das neue deutsch/englische Handbuch<br />

umfasst Daten und Fakten zu <strong>Bayern</strong><br />

sowie ein umfangreiches Adressverzeichnis.<br />

Über www.film-commission-bayern.de<br />

ist es kostenlos bestellbar.<br />

PraktikantenAgentur <strong>Bayern</strong><br />

»Generation Praktikum« auf die positive<br />

Art: Auch 2006 konnte die Praktikanten-<br />

Agentur <strong>Bayern</strong> zahlreichen Berufsanfängern<br />

den Einstieg in die Branche ermöglichen.<br />

Neben rund 230 »klassischen«<br />

Bewerbungen erhielt sie weitere 1.760<br />

Online- Bewerbungen. Spitzenreiter bei<br />

den Interessensgebieten ist die Regie,<br />

gefolgt von Kamera, Herstellungs- und<br />

Produktionsleitung.<br />

Über das Angebot aus dem »Excellence<br />

Pool«, an dem ausgewählte bayerische Produktionshäuser<br />

beteiligt sind, konnten 323<br />

Praktikumsstellen vermittelt werden. Einige<br />

Praktikanten konnten anschließend in<br />

eine feste Stellung wechseln. Die PraktikantenAgentur<br />

<strong>Bayern</strong> ging aus der 1999 von<br />

FFF und Bavaria Film initiierten Praktikumsbörse<br />

hervor, der 2004 auch die<br />

Hochschule für Film und Fernsehen<br />

München beitrat. Informationen zu Angebot<br />

und Organisation gibt es unter<br />

www.film-commission-bayern.de.<br />

M E D I E N S Z E N E B A Y E R N<br />

On Tour<br />

Zur Promotion des Drehortes <strong>Bayern</strong> war<br />

die Film Commission <strong>Bayern</strong> im Frühjahr<br />

auf zwei wichtigen Messen unterwegs: Die<br />

vom Hong Kong Trade Development<br />

Council (HKTDC) organisierte Filmart ist<br />

eine medien- und industrieübergreifende<br />

Handelsplattform der Unterhaltungsbranche<br />

und erreichte in diesem Jahr 4.000<br />

Besucher. Unter den 450 Ausstellern aus 30<br />

Ländern befanden sich erneut German<br />

Films, sechs deutsche Weltvertriebe und<br />

erstmals auch die Film Commission <strong>Bayern</strong>.<br />

Die Mehrzahl der Anfragen galten internationalen<br />

TV-Serien, Dokumentar- und hauptsächlich<br />

Werbefilmen.<br />

FFF-Filmcommissionerin Anja Metzger auf der Filmart<br />

in Hongkong<br />

Mitte April beteiligten sich insgesamt neun<br />

deutsche Film Commissions, darunter auch<br />

die bayerische, im Rahmen der AFCI Locations<br />

Trade Show in Los Angeles am<br />

Gemeinschaftsstand German Film Commissions.<br />

Zur Besucherklientel der Messe<br />

gehören Produzenten, Filmtechniker, aber<br />

auch Kreative. Präsentiert werden internationale<br />

Standorte, Motive, Infrastruktur<br />

sowie Finanzierungs-, Steuer- und Incentivemodelle<br />

der jeweiligen Regionen.<br />

Illegal und frisch im Netz<br />

»Deutsche Filme - illegal und frisch im<br />

Netz« - unter diesem Titel widmete sich das<br />

Cluster audiovisuelle Medien im März<br />

einem Thema, das die Branche umtreibt<br />

und vor wichtige Entscheidungen stellt. In<br />

der LfA präsentierte Wolfgang Greipl,<br />

Geschäftsführer von Partners for Management<br />

(P4M) die Ergebnisse einer Studie, die<br />

sein Unternehmen im Auftrag der FFA<br />

durchführte. Diese widerlegen beispielsweise<br />

die weitverbreitete Annahme, dass<br />

kleinere deutsche Kinoproduktionen nicht<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Das kreative Netzwerk<br />

für Ihr Programm.<br />

Perfekte Infrastruktur<br />

Programm-Highlights<br />

Internationale Vermarktung<br />

Inga Lindström Berlin Alexanderplatz – Remastered<br />

Alle lieben Jimmy Wut<br />

Robert & Horst, München<br />

Tatort<br />

Sturm der Liebe<br />

Die wilden Hühner 2 I served the King of England<br />

Bavaria Film GmbH, Bavariafilmplatz 7, 82031 Geiselgasteig, www.bavaria-film.de


M E D I E N S Z E N E B A Y E R N<br />

Barbara Schardt (CAM) mit den Referenten Wolfgang<br />

Greipl (P4M), Kathrin Brunner (in2movies) und<br />

Christian Sommer (GVU)<br />

vom illegalen Download betroffen seien.<br />

Vielmehr konnte Greipl mit seinen »InternetAgenten«<br />

- auch unter diesem Namen ist<br />

sein Unternehmen bekannt - nachweisen,<br />

dass 57 % aller Filme teilweise schon<br />

Wochen vor dem offiziellen Kinostart in<br />

deutscher Sprache online verfügbar sind -<br />

und dort in ganz erheblichem Maße heruntergeladen<br />

werden. Strategien, die dieser<br />

weitverbreiteten Verletzung von Urheberrechten<br />

entgegenwirken, erläuterte im<br />

Anschluss an Greipls Vortrag Christian<br />

Sommer, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft<br />

zur Vorfolgung von Urheberrechtsverletzungen<br />

(GVU). Statt gegen<br />

»normale« Nutzer mit wenig effektiven und<br />

die Staatsanwaltschaften überlastenden<br />

Massenstrafanzeigen vorzugehen, bedient<br />

sich die GVU eines von P4M entwickelten<br />

und »FirstSeederKills« getauften Programms,<br />

um gezielt gegen jene Personengruppen zu<br />

wirken, die Filme in Tauschbörsen als erste<br />

zur Verfügung stellen. Attraktive legale<br />

Downloadportale als Alternative zum illegalen<br />

Download - dieses Geschäftsmodell<br />

stellte Kathrin Brunner, Geschäftsführerin<br />

von in2movies, der ersten deutschen<br />

Download-to-Own-Plattform, vor. Die Frage,<br />

ob der digitale Filmvertrieb dem<br />

schwungvollen illegalen Handel im Internet<br />

Einhalt gebieten kann, wurde im Plenum<br />

kontrovers diskutiert, blieb aber vorerst<br />

unbeantwortet. Es scheint jedoch, dass<br />

benutzerfreundliche und preismoderate<br />

Offerten, die über ein großes Download-<br />

Portfolio verfügen, eine echte legale Konkurrenz<br />

darstellen und illegale Käufe reduzieren<br />

könnten.<br />

6<br />

HFF-Screenings 2007<br />

Zwei Tage »HFF-Filme pur« standen wie jedes<br />

Jahr Ende Januar für das interessierte Fachpublikum<br />

- Redakteure, Produzenten, Festivalkoordinatoren<br />

und Presse - auf dem Programm<br />

der Screenings an der Hochschule<br />

für Fernsehen und Film München.<br />

Ein Tag war den Dokumentarfilm-, ein zweiter<br />

den Spielfilmproduktionen gewidmet, die<br />

teils vollständig, teils in Ausschnitten im<br />

HFF-Kino präsentiert wurden. Großer Aufmerksamkeit<br />

erfreuten sich auch die Pitchings<br />

aus der Dokumentarfilmabteilung und<br />

die Präsentation der Spots aus dem Bereich<br />

Werbung. Die steigenden Besucherzahlen bei<br />

den jährlichen HFF-Screenings und das<br />

durchweg positive Echo wertet die Hochschule<br />

als Motivation für die Studierenden<br />

und Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit<br />

der Institution.<br />

Filmschaffende gründen<br />

Bundesverband<br />

In Rahmen der Berlinale wurde im Februar<br />

2007 die Bundesvereinigung der Filmschaffenden-Verbände<br />

e.V. gegründet. Sie<br />

vertritt die übergreifenden gemeinsamen<br />

Interessen der Filmschaffenden in Deutschland<br />

gegenüber Produzenten, Sendern und<br />

Verwertern sowie gegenüber allen Institutionen<br />

der Wirtschafts- und Kulturpolitik. Der<br />

Besucherzahlen aktueller deutscher Kinofilme<br />

Platz/Titel Verleih Start Besucher<br />

1 Die wilden Kerle 4 Buena Vista 01.02.07 2.353.311<br />

2 Das Leben der Anderen Buena Vista 23.03.06 2.046.208<br />

3 Wer früher stirbt ist länger tot Movienet 17.08.06 1.603.248<br />

4 Neues vom Wixxer Constantin 15.03.07 849.426<br />

5 Mein Führer X-Verleih 04.01.07 790.528<br />

6 Schwere Jungs Constantin 18.01.07 555.236<br />

7 Die wilden Hühner und die Liebe Constantin 05.04.07 401.838<br />

8 Hände weg von Mississippi Delphi 22.03.07 290.037<br />

9 Vier Minuten Piffl Medien 01.02.07 265.947<br />

10 Rennschwein Rudi Rüssel Warner 08.03.07 206.372<br />

Alle markierten Filme entstanden mit Förderung des FFF <strong>Bayern</strong><br />

Stand: 17.04.2007, Quelle: VdF<br />

neue Verband ist ein Zusammenschluss von<br />

Bundesverband Regie (BVR), Bundesverband<br />

Kamera (bvk), Bundesverband<br />

Produktion (BVP), Verband Deutscher<br />

Tonmeister (VDT), Verband der Requisiteure<br />

in NRW (VDR), Bundesverband<br />

Filmschnitt - Editor (BFS), Maskenbildnervereinigung<br />

München (MVM), Vereinigung<br />

Hamburger Requisiteure (VHR),<br />

Bundesverband Bühne und Beleuchtung<br />

(BVB) und dem Verband der Szenenbildner,<br />

Filmarchitekten und Kostümbildner<br />

(SFK). Rechtssitz der Vereinigung ist München.<br />

In das Präsidium wurden Eberhard Hauff<br />

(BVR), Jost Vacano (bvk) und Ingrid Zoré<br />

(SFK) gewählt. Weitere Information gibt es<br />

unter www.die-filmschaffenden.de.<br />

Deutsch-Brasilianisches Koproduktionstreffen in<br />

München (v.l.n.r.): Mario Diamante von der staatlichen<br />

Filmagentur ANCINE mit Bruno Fischli, Hans-Georg<br />

Knopp und Detlef Gericke-Schönhagen (Goethe-<br />

Institut) beim Informationsaustausch<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Medienszene<br />

<strong>Bayern</strong> im Bild<br />

Auftakt zum Jubiläumsjahr: Der After Work-Empfang der ndF, die im Sommer ihr 60jähriges Bestehen feiern<br />

wird, entwickelte sich auch in diesem Jahr erneut zum Branchentreffpunkt (v.l.n.r.: Rechtsanwalt Wolfgang<br />

Deubzner, Benjamina Mirnik (Universum Film), ndF-Head of Business-Affairs Frank Piscator, ndF-GF<br />

Claudia Sihler-Rosei und ndF-Produzent Sigi Glökler )<br />

Auf dass er wachse, gedeihe und sich verwurzele: In der<br />

Tradition von Firmen wie Bavaria Film, Claussen+Wöbke,<br />

Constantin Film, ndF oder Olga Film pflanzten die Produzenten<br />

von Neos Film (»Französisch für Anfänger«) im April<br />

auf dem Gelände des Bayerischen Filmzentrums Geiselgasteig<br />

einen Birnbaum. Im Foto (v.l.n.r.): Klaus Schaefer (FFF)<br />

und Christiane M. Conradi (Filmzentrum), Philipp Schall,<br />

Andreas Atzwanger, Kai Hauptmann, Christoph Menardi,<br />

Frank Siegmund und Torben Struck.<br />

»Wilde« Premierenparty in<br />

München: Die jungen Darsteller<br />

von Vivian Naefes<br />

»Die wilden Hühner und die<br />

Liebe«. Rechts im Foto: Die<br />

kreativen »Eltern«, Uschi<br />

Reich (Bavaria Film) und<br />

Peter Zenk (Lunaris Film)<br />

Zum dritten Mal in Folge wurde Constantin<br />

Film 2007 zum FFA-Branchentiger,<br />

und dies gleich bei der Produktion<br />

und im Verleih. Insgesamt erhielt<br />

die Münchner Firma nach dem Referenzprinzip<br />

3,4 Mio. Euro an Zuschussmitteln<br />

für Kinoprojekte. Im Foto:<br />

Produzent Martin Moszkowicz und<br />

Verleihchef Michael Marbach<br />

8<br />

Im Rahmen der Reihe »FilmWeltWirtschaft«<br />

war zur Erstaufführung von Florian Opitz’<br />

(M.) Dokumentarfilm »Der große Ausverkauf«<br />

der amerikanische Nobelpreisträger<br />

Joseph Stiglitz (r.) zu Gast im Filmmuseum<br />

München. Der ehemalige Chefökonom der<br />

Weltbank erläutert in dem Film, der im Mai<br />

auch beim Dok.Fest München gezeigt wird,<br />

kritisch die Folgen der Globalisierung. Links:<br />

Claudia Engelhardt (Filmmuseum)<br />

Premiere für den mittlerweise sehr erfolgreichen<br />

Kino-Dokumentarfilm »Am Limit« (v.l.n.r.): Rainer<br />

Kölmel (Kinowelt), Alexander Huber, Regisseur<br />

Pepe Danquart, Thomas Huber, Michael Kölmel und<br />

Georg Miros (Kinowelt)<br />

Bei der Premiere ihrer Komödie »Neues vom Wixxer« im<br />

Münchner Mathäser: Produzent Christian Becker (Rat<br />

Pack Film, M.) mit den Regisseuren Cyrill Boss (l.) und<br />

Philipp Stennert.<br />

Im März 2007 besuchten zahlreiche Kinobetreiber auf Einladung<br />

des HDF den Zentralen Filmversand Kreutter und die<br />

FFS Synchronstudios (Foto) in München.<br />

Trafen sich beim MEDIA-Empfang<br />

im Rahmen der Berlinale:<br />

Maximilian Brückner, deutscher<br />

Shooting-Star 2007, und Staatsminister<br />

Eberhard Sinner<br />

Für die deutsche<br />

Bearbeitung von<br />

Michel Gondrys<br />

»The Science of Sleep - Anleitung zum Träumen« wurden Prokino<br />

und FFS Film & Fernseh-Synchron auf der Berlinale mit<br />

dem Liliput Preis 2007 ausgezeichnet. Im Foto (v.l.n.r.): Prokino-GF<br />

Stephan Hutter, Rainer Ludwig (FFS), Marina Kreuzer<br />

(Warner) und Thomas Braune (Interopa).<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Kinostarts<br />

Schnäppchen-Suche: »Shoppen«<br />

Shoppen<br />

Kinostart: 3. Mai 2007<br />

Drama/Komödie; Produktion: Ralf Westhoff<br />

Filmproduktion, Drife Deyle & Richter Filmproduktion,<br />

BR; Produzenten: Ralf Westhoff,<br />

Florian Deyle, Martin Richter; Redaktion:<br />

Claudia Gladziejewski, Birgit<br />

Knackmuß; Verleih: X Verleih; Förderung:<br />

FFF <strong>Bayern</strong>; Drehbuch und Regie: Ralf<br />

Westhoff; Kamera: Helmfried Kober, Christian<br />

Knöpfle; Darsteller: Sebastian Weber,<br />

Anna Böger, Katharina Schubert, Martin<br />

Butzke, Christian Pfeil, Tanja Schleiff, Julia<br />

Heinze, Anja Klawun<br />

Sie gestehen es sich nicht ein, aber sie sind<br />

extrem bedürftig: Akuter Liebesnotstand<br />

herrscht bei 18 Münchner Singles. Der Ausweg<br />

heißt Effizienz. In einem organisierten<br />

Speed-Dating prallen die nur vordergründig<br />

abgeklärten Romantiker im wahrsten Sinne<br />

des Wortes aufeinander und müssen in fünf<br />

Minuten ihre Lebensentwürfe und Erwartungen<br />

formulieren. Überaus treffend und mit<br />

großer Beobachtungsgabe inszeniert Ralf<br />

Westhoff diesen Supermarkt der Großstadtsingles.<br />

Sein Film überzeugt durch überzeugende<br />

Dialoge, gut getimte Situationskomik<br />

und ehrliche Emotionalität. Bei den Hofer<br />

Filmtagen 2006 avancierte Shoppen zum<br />

Publikumsliebling.<br />

How To Cook Your Life<br />

Kinostart: 10. Mai 2007<br />

Dokumentarfilm; Produktion: megaherz;<br />

Produzenten: Franz X. Gernstl, Fidelis<br />

Mager; Verleih: MFA+ Filmdistribution; Förderung:<br />

FFF <strong>Bayern</strong>, FFA; Drehbuch und<br />

Regie: Doris Dörrie; Kamera: Jörg Jeshel,<br />

Doris Dörrie<br />

Genuss durch Konzentration: Dass Essen<br />

nicht nur das Überleben sichert, sondern vor<br />

allem der Balance zwischen Körper und<br />

Seele dient, ist die feste Überzeugung des<br />

Kaliforniers Edward Espe Brown, der als<br />

Chef des legendären »Greens«-Restaurants<br />

in San Francisco und Autor des Zen-Kochbuchs<br />

»Das Lächeln der Radieschen«<br />

bekannt wurde. Dass Kochen Fürsorge<br />

gegenüber sich selbst und anderen bedeutet,<br />

vermittelt Espe auch in Workshops. In<br />

den USA und in Österreich liess er sich<br />

dabei von Doris Dörrie beobachten, die die<br />

spirituelle Dimension seiner praktischen<br />

Tipps interessiert. How To Cook Your Life<br />

läuft im Internationalen Programm des<br />

diesjährigen Dok.Fest München.<br />

Herr Bello<br />

Kinostart: 17. Mai 2007<br />

Familienfilm; Produktion: collina Film, Constantin<br />

Film, B. A. Produktion; Produzent:<br />

Ulrich Limmer; Verleih: Constantin Film;<br />

Das Leben als Hund: »Herr Bello«<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, BBF, FFA; Drehbuch:<br />

Paul Maar, Ulrich Limmer; Regie: Ben Verbong;<br />

Kamera: Jan Fehse; Darsteller: August Zirner,<br />

Armin Rohde, Sophie von Kessel, Manuel<br />

Steitz, Jan-Gregor Kemp<br />

Bei einem Experiment verwandelt sich »Herr<br />

Bello«, der Hund des 12jährigen Max, in einen<br />

Menschen – allerdings mit ausgesprochen<br />

»hündischen« Zügen, die für reichlich Chaos<br />

in Max’ Beziehung zu seinem verwitweten<br />

Vater und dessen Annäherung an eine attraktive<br />

Apothekerin sorgen.<br />

Die liebevoll-märchenhafte Umsetzung skurriler<br />

Family Entertainment-Stoffe ist inzwischen<br />

das Markenzeichen des Kreativentrios<br />

Ulrich Limmer, Paul Maar und Ben<br />

Verbong (Das Sams, Sams in Gefahr). Auch<br />

in Herr Bello entsteht eine poetische Welt,<br />

die die realen Erfahrungsbereiche von Kindern<br />

- unter anderem die Herausforderungen<br />

einer Patchwork-Familie - jedoch keineswegs<br />

außer acht lässt. Gedreht wurde Herr Bello in<br />

Wasserburg, Regensburg, am Ammersee und<br />

in München.<br />

GG19<br />

Kinostart: 31. Mai 2007<br />

Kurzfilm-Kompilation; Produktion: Movie<br />

Members Filmproduktion; Produzent: Harald<br />

Siebler; Verleih: NFP/Filmwelt; Förderung: FFF<br />

<strong>Bayern</strong>, Nordmedia, Filmförderung Schleswig-<br />

Holstein, MDM, BKM, Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern;<br />

Regie: Harald Siebler und<br />

18 junge Regisseur(e)innen; Darsteller: Adriana<br />

Altaras, Anneke Kim Sarnau, Max Riemelt,<br />

Ellen Schwiers, Katharina Wackernagel<br />

In einem auch logistisch anspruchsvollen<br />

Kinoprojekt illustriert GG 19 die 19 Artikel des<br />

Grundgesetzes in 19 Kurzfilmen. Ziel war es,<br />

Grundrechte »sinnlich erlebbar« zu machen<br />

und vor allem in ihrer Interpretation durch<br />

die Menschen und im gesellschafltichen<br />

Kontext filmisch umzusetzen.<br />

Verstörung und eine Art von Poesie - Die<br />

Filmlegende Bernhard Wicki<br />

Kinostart: 14. Juni 2007<br />

Dokumentarfilm; Produktion: Wicki Film, BR,<br />

arte, ORF; Redaktion BR: Thomas Sessner;<br />

Produzentin, Buch und Regie: Elisabeth<br />

Wicki-Endriss; Verleih: Kinowelt; Förderung:<br />

FFF <strong>Bayern</strong>; Kamera: Franz Rath; Mitwirkende:<br />

Klaus Maria Brandauer, Michael Mendl,<br />

Maximilian Schell<br />

An Originalschauplätzen gedreht, beleuchtet<br />

die dokumentarische Filmerzählung aus einer<br />

sehr persönlichen Perspektive Bernhard<br />

Wickis Leben und seine Kunst als Schauspieler<br />

und Regisseur. In Archiv-Aufnahmen<br />

und durch Beiträge renommierter Weggefährten<br />

entsteht ein poetisches Portrait eines<br />

Menschen in ständiger Auseinandersetzung<br />

mit der Zeitgeschichte.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 9


Dokumentarfilm<br />

Best of Doc in München<br />

Der Auftakt wird ein Jodler: Mit Heimatklänge,<br />

Stefan Schwieterts Portrait der Schweizer<br />

Vokal-Artisten Erika Stucky, Christian<br />

Zehnder und Noldi Alder, eröffnet das diesjährige<br />

22. Internationale Dokumentarfilmfestival<br />

München (2. - 10.5.2007). Erneut<br />

zeigt das beliebte Publikumsfestival in einer<br />

»Best Of«-Show rund 80 international herausragende<br />

nonfiktionale Produktionen. Im<br />

Vordergrund steht dabei der Dialog zwischen<br />

Publikum und Filmemachern. In seinen vier<br />

Reihen - Internationaler Wettbewerb, Internationales<br />

Programm außer Konkurrenz,<br />

Horizonte und Neue Filme aus <strong>Bayern</strong> - präsentieren<br />

Festivalleiter Hermann Barth<br />

und sein Team unter anderem Highlights wie<br />

die Berlinale-Beiträge Prinzessinnenbad von<br />

Bettina Blümner und A Walk into the Sea:<br />

Danny Williams and the Warhol Factory von<br />

Esther B. Robinson, Gewinner des Teddy<br />

Awards, den diesjährigen Oscar-Kandidaten<br />

Jesus Camp von Heidi Ewing und Rachel<br />

Grady sowie die Michael Moore-Demontage<br />

Manufacturing Dissent von Debbie Melnyk<br />

und Rick Caine.<br />

Mit FFF-Unterstützung entstand Doris Dörries<br />

Anleitung zum Glücklichsein How to Cook Your<br />

Life, die am 10. Mai im Kino startet (siehe auch<br />

S. 9) und von Atrix Films an den US-Vertrieb<br />

Roadside Attractions (What The Bleep Do We<br />

Know, Super Size Me) verkauft wurde. Ebenfalls<br />

FFF-gefördert ist der Nachwuchsfilm Der<br />

rote Teppich. In ihrem Abschlussfilm an der<br />

HFF München (Produktion: Instinkt Film,<br />

10<br />

BR) portraitieren Andrea und Eric Asch den<br />

autistischen Schriftsteller Axel Brauns, der sich<br />

erstmals an einer äußerst kommunikativen<br />

Kunstform versucht - und einen Film dreht.<br />

Traditionell zeigt das Dok.Fest die aktuell<br />

stärksten Dokumentarfilme aus <strong>Bayern</strong>, die im<br />

Wettbewerb um den mit 5.000 Euro dotierten<br />

FFF-Förderpreis Dokumentarfilm, den die<br />

Bayerische Filmförderung auch in diesem Jahr<br />

vergibt, sowie den Avid Förderpreis, ein Avid<br />

Xpress Pro HD-Paket mit Software für den<br />

non-linearen Schnitt, konkurrieren. Mögliche<br />

Kandidaten sind unter anderem die HFF München-Produktionen<br />

Callshop von Eldar<br />

Grigorian über die Erreichbarkeit von Heimat<br />

durch den Telefonhörer, Svenja Klühs Das<br />

Leben ist ein langer Tag über den Alltagsrhythmus<br />

eines jungen Paares mit Kind, Der<br />

Holzmenschbauer von Katrin Jäger über<br />

einen Kettensäger-Künstler und Weil der<br />

Mensch ein Mensch ist von Frauke Finsterwalder<br />

und Stephan Hilpert, der sich emotionalen<br />

Teenie-Wirren im Ferienlager widmet.<br />

Von der FH Würzburg kommt der<br />

Kurzfilm Freiwillig von Artur Kazun und<br />

Kilian Krämer, die Geschichte zweier Veteranen<br />

des Zweiten Weltkriegs.<br />

Die Seele der Radieschen: »How To Cook Your Life« von Doris Dörrie läuft ab Sommer auch in den USA. Allein<br />

mit sich selbst: »Der rote Teppich« von Eric und Andrea Asch (oben)<br />

Einen Überblick über die verschiedenen Techniken<br />

des nonlinearen Editings am Avid Xpress<br />

Studio System gibt am 8. Mai ein Avid Xpress<br />

Studio Workshop.<br />

In Zusammenarbeit mit dem Dok.Fest organisiert<br />

die MEDIA Antenne München am 7. Mai<br />

eine Podiumsdiskussion mit Redakteuren und<br />

Vertretern von Weltvertrieben zu dem Thema<br />

»Wohin entwickelt sich der Markt für Doku-<br />

mentarfilme?«. TV-Redakteure informieren<br />

unabhängige Produzenten und Filmemacher<br />

über Vorgaben und Kriterien für die Platzierung<br />

von Dokumentarfilmen bei den verschiedenen<br />

Sendern. Vertriebsexperten werden thematisieren,<br />

für welche Projekte unter welchen Voraussetzungen<br />

eine internationale Finanzierung<br />

und Auswertung angestrebt werden<br />

kann. Weitere Information erteilt die MEDIA<br />

Antenne München (Tel.: 089-544603-30,<br />

info@mediaantennemuenchen.de).<br />

Ausführliche Informationen zum Dok.Fest<br />

München 2007 stehen im Internet unter<br />

www.dokfest-muenchen.de bereit.<br />

Unter dem Titel »Facing the Factual Future«<br />

veranstaltet der Discovery Campus eine<br />

Woche nach Ende des Festivals vom 18. bis<br />

20. Mai die zweite Open Training Session<br />

seiner Masterschool 2007. Internationale<br />

Experten diskutieren die technischen Veränderungen,<br />

die zukünftig die Produktion,<br />

den Verleih, die Ausstrahlung und die<br />

Web-Präsenz dokumentarischer Produktionen<br />

beeinflussen werden. Anmeldung und Auskünfte:<br />

www.discovery-campus.de.<br />

FFF-Förderpreis Dokumentarfilm<br />

2007 - Die Jury<br />

Dagmar Biller<br />

Dagmar Billers Karriere bei Tangram Film<br />

entwickelte sich sehr logisch: Nach ihrem Studium<br />

der Amerikanistik und des Medienrechts<br />

an der LMU München absolvierte sie 1996 ein<br />

Praktikum bei der renommierten Münchner<br />

Produktionsfirma. Es folgte die Tätigkeit als<br />

Produktionsassistentin und Aufnahmeleiterin<br />

bis 1998. Danach übernahm sie die Produktionsleitung<br />

und 2000 schließlich die Herstellungsleitung.<br />

Unter ihrer Mitwirkung entstanden<br />

Fernsehfilme wie Metropolis, Die Ritchie<br />

Boys, Bossa Nova, Wildenranna und Missing<br />

Allen. 1999/2000 erhielt Dagmar Biller im Rahmen<br />

des Qualifikationsprogramms für TV-Produzenten<br />

ein Stipendium der Bertelsmann<br />

Stiftung. Seit Februar 2002 ist sie als Gastdozentin<br />

an der HFF München sowie der Master<br />

School Drehbuch in Berlin tätig. 2006 lehrte<br />

sie Medienmanagement an der Fachhochschule<br />

Würzburg.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


D O K U M E N T A R F I L M<br />

Dagmar Biller Christof Oefelein Werner Fuchs<br />

Christof Oefelein<br />

Der gebürtige Garmisch-Partenkirchener ist<br />

nach Praktika im Kopierwerk, Spezialeffekte<br />

bei Image FX und Dedo Weigert Film seit<br />

1993 als Kameraassistent tätig. Seit 1995 dreht<br />

er als Kameramann unter anderem Werbeund<br />

Imagefilme sowie Musikvideos. Regelmäßige<br />

Auftraggeber sind Tellux Film, für die<br />

Oefelein unter anderem die BR-Serie Deutschklasse,<br />

zahlreiche Dokumentationen und zuletzt<br />

das Fernsehspiel Die Lawine von Thomas<br />

Kronthaler fotografierte, sowie Bavaria<br />

Film, für die er unter der Regie von Klaus<br />

Knoesel bei 15 Sturm der Liebe-Folgen hinter<br />

der Kamera stand. Ein weiteres aktuelles<br />

Projekt ist der FFF-geförderte Dokumentarfilm<br />

Besprechung von Stefan Landorf.<br />

Werner Fuchs<br />

Sehr feine, vornehmlich deutsche Filme befinden<br />

sich im Repertoire des Münchner Verleihs<br />

Zorro Film. Dessen Geschäftsführer Werner<br />

Fuchs lernte das Verleihgeschäft über klassische<br />

Stationen, unter anderem als Theaterleiter<br />

bei den Kuchenreuther Kinos und Verkaufsleiter<br />

bei Concorde Filmverleih. 1994<br />

gründete Fuchs Zorro Film als Produktionsfirma<br />

und war als Regisseur verschiedener<br />

Kurz- und Werbefilme auch künstlerisch<br />

tätig. Ab 1998 war er Mitgesellschafter<br />

und Geschäftsführer der<br />

Filmwelt Verleihagentur. Im vergangenen<br />

Jahr strukturierte er Zorro<br />

Film in einen Verleih mit Arthaus-<br />

Schwerpunkt um und brachte unter<br />

anderem die preisgekrönten Debütfilme<br />

Allein von Thomas Durchschlag<br />

und Schläfer von Benjamin Heisenberg ins<br />

Kino. Aktuelle Titel sind Das wahre Leben von<br />

Alain Gsponer und Full Metal Village von<br />

Sung-Hyung Cho, der erste Dokumentarfilm,<br />

der den Max-Ophüls-Preis gewonnen hat.<br />

Aufbruchs-Stimmung<br />

In Postproduktion befindet sich der FFF- und<br />

FFA-geförderte Dokumentarfilm Aufbruch der<br />

Filmemacher, in dem die Regisseure Dominik<br />

Wessely und Laurens Straub die Entwicklung<br />

des Neuen Deutschen Films schildern. Dessen


Motor war zwischen 1962 und 1982 der Filmverlag<br />

der Autoren, der auch an der Koproduktion<br />

zwischen Kinowelt Filmproduktion<br />

(Produzent: Rainer Kölmel), BR, arte und<br />

WDR beteiligt ist. Die 20 portraitierten Jahre<br />

stehen noch heute - besonders aus internationaler<br />

Perspektive - für die Blütezeit des deutschen<br />

Films, in der die Filme von Rainer Werner<br />

Fassbinder, Werner Herzog und Wim<br />

Wenders die Abkehr vom rein eskapistischen<br />

Nachkriegskino einläuteten. Neben der Filmhistorie<br />

widmet sich Aufbruch der Filmemacher<br />

besonders der Dynamik innerhalb des Autorenkollektivs,<br />

stellt die wichtigsten Vertreter vor<br />

und fragt nach den gesellschaftspolitischen<br />

Hintergründen der Entwicklung. Zu Wort kommen<br />

unter anderem Hark Bohm, Veith von<br />

Fürstenberg, Alexander Kluge und Heinz<br />

Badewitz. Die Kamera führt Kurt Schmitz, den<br />

Schnitt übernimmt Anja Pohl. Gedreht wurde<br />

in München, Berlin, Los Angeles und New York.<br />

Die Fertigstellung ist für Sommer 2007 geplant.<br />

Otzenrath revisited<br />

Was ist aus der 800 Jahre alten ehemaligen<br />

Braunkohle-Metropole Otzenrath geworden,<br />

die wegen des Tagebauprojektes »Garzweiler II«<br />

abgerissen wurde? Wie verlief die Umsiedlung<br />

Special<br />

Film und Sünde in Rom<br />

In zahlreichen aktuellen Diskussionen ist<br />

eine gesellschaftliche Sehnsucht nach verbindlichen<br />

Werten und Haltungen spürbar.<br />

Zu einem Thema mit durchaus moralischer<br />

Implikation fand Mitte März in Rom eine<br />

interdisziplinäre Begegnung zwischen<br />

Autoren, Filmschaffenden, Theologen und<br />

anderen Wissenschaftlern statt. Mit »Sünde<br />

im Film: Schuld, Strafe und Vergebung -<br />

essentielle Begriffe heutiger Dramaturgie«<br />

umschrieben der Münchner Verein TOP:<br />

Talente und die Katholische Fernseharbeit<br />

ihre gemeinsame Veranstaltung.<br />

12<br />

der Bewohner? Der Dokumentarfilm Otzenrath-Neu<br />

ist der zweite Teil einer Chronik, die<br />

das Schicksal des rheinischen Dorfes und seiner<br />

Menschen über einen Zeitraum von etwa<br />

drei Jahrzehnten umfassen wird. 2001 drehte<br />

Jens Schanze mit Otzenrather Sprung (Produktion:<br />

HFF München, ZDF, 3sat) den ersten<br />

Teil dieser Chronik. Die Fortsetzung erzählt<br />

anhand einzelner biografischer Portraits vom<br />

Wiederaufbau Otzenraths an anderer Stelle<br />

und den Auswirkungen dieses in der Geschichte<br />

Deutschlands bisher beispiellose industriellen<br />

Großprojekts auf die Region. Im Mai 2007<br />

beendeten die Produzenten und Koregisseure<br />

Jens Schanze und Judith Malek-Mahdavi<br />

(Mascha Film) die Dreharbeiten, bei denen<br />

Börres Weiffenbach die Kamera<br />

führte. Otzenrath-Neu, an<br />

dem sich ZDF und WDR beteiligen,<br />

erhielt im Rahmen der Erstlingsfilmförderung<br />

Unterstützung<br />

vom FFF <strong>Bayern</strong>.<br />

Life is a Beach<br />

Seit der Münchner Filmemacher<br />

Carsten Maaz im Jahr 1990 nach<br />

Maui reiste, liess ihn die Insel<br />

nicht mehr los. Das Ergebnis sei-<br />

Rund 50 Teilnehmer trafen sich im Herzen<br />

des Vatikans - im Collegio Teutonico di S.<br />

Maria in Campo, der ältesten deutschen<br />

Nationalstiftung Roms. Eine hochsymbolische,<br />

Einfluss demonstrierende Location<br />

und ein ungewöhnlicher, gleichwohl inspirierender<br />

Ort für ein Mediensymposium.<br />

Diskutiert wurde unter anderem das Konzept<br />

der »Sünde« im Kontext christlicher<br />

Glaubenserfahrung und als narratives<br />

Instrument. »Alles, was verboten ist, ist<br />

spannend für Autoren«: In der Bedeutung<br />

von »Sündenfällen« aller Art für fiktionale<br />

Stoffe waren sich alle Teilnehmer einig.<br />

Aus Schuld entsteht Konflikt, was Hand-<br />

D O K U M E N T A R F I L M<br />

ner andauernden Faszination ist der FFFgeförderte<br />

Dokumentarfilm Maui Boyz, den<br />

Maaz derzeit als Abschlussfilm an der HFF<br />

München fertigstellt. Die Hauptrollen in dem<br />

Film spielen die spektakuläre Natur Mauis und<br />

die Beziehung ihrer Bewohner zur Insel, die<br />

seit jeher als exotisches Traumziel gilt. In Portraits<br />

von zehn Einheimischen, vom Lifeguard<br />

über den Cowboy bis hin zum Surf-Champion,<br />

geht es Maaz darum, die Philosophie des Ortes,<br />

den allumfassenden »Aloha«-Spirit erfahrbar<br />

zu machen. Allen Protagonisten gemeinsam<br />

ist ihre jungenhafte Lebenseinstellung - die<br />

innere Zufriedenheit mit der eigenen gelebten<br />

Identität ist ihnen wichtiger als ihre Erfüllung<br />

in der gesellschaftlichen Akzeptanz.<br />

Die »Maui Boyz« in ihrem Element<br />

lungen und Beziehungen in einem Drehbuch<br />

dramatische Impulse gibt. Film, in der<br />

Frühzeit des Kinos gerne als »sündiges«<br />

Medium dargestellt, ist durch seine unterschiedlichen<br />

narrativen Ebenen und der<br />

»realistischen« Unmittelbarkeit eine vielschichtige<br />

Möglichkeit des Erzählens. In<br />

Rom standen hierzu vier Filmbeispiele auf<br />

dem Programm.<br />

Eine labyrinthische Geschichte um Kontrollverlust,<br />

Verstrickung und das Recht auf Leben<br />

nach der Sünde erzählt Max Färberböck in<br />

seinem Fernsehfilm Jenseits. Als Mechanismus,<br />

der die Balance im Leben wieder<br />

herstellen kann, wird hier Vergebung<br />

gesucht und gefunden, ebenso wie in der<br />

ndF-Produktion Mutterglück von Christian<br />

Görlitz. Dies ist jedoch nicht der Fall in<br />

dem diesjährigen Grimme Preis-Gewinner<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


S P E C I A L<br />

Unter dem Eis von Aelrun Goette: Für die<br />

Regisseurin sind die »Gewalttätigkeit des<br />

Schweigens« im Schuldprozess und die aktive<br />

Positionierung des Zuschauers entscheidend.<br />

Insgesamt wurde das Konzept<br />

»Schuld« auf dieser Tagung auch als Genreproblem<br />

behandelt, das - wie etwa im Kriminalfilm<br />

- gattungsimmanent gelöst werden<br />

kann. Das deutsche Fernsehspiel, darin<br />

waren sich alle Kreativen einig, bietet im<br />

Gegensatz dazu größere erzählerische<br />

Chancen. Allen Filmbeispielen gemeinsam<br />

ist eine Ambivalenz der Täter- und Opferrollen,<br />

in der Vergebung Ausdruck persönlicher<br />

Freiheit ist.<br />

Weniger mehrdeutig ist hierbei die katholische<br />

Auffassung: Wie der Abtprimas des Benediktiner-Ordens,<br />

Notker Wolf, ausführte, spricht<br />

die kirchliche Lehre von Gnade und Erlösung<br />

als »unverdienter göttlicher Zuwendung«. Gott<br />

als Autorität stehe hier der (Gewissens)freiheit<br />

des Menschen gegenüber.<br />

Als etablierten »Motor der Kinodramaturgie«<br />

bezeichnete der Theologe Prof. Reinhold<br />

Zwick von der Universität Münster die Verfehlung<br />

in seinem Abriss zur »biblischen<br />

Theologie der Sünde und ihren Resonanzen<br />

im Film«. Sünde als Entgrenzung und negative<br />

Aufladung der menschlichen Existenz, als<br />

Intention (schuldloser/schuldhafter Sündenfall),<br />

als Entfernung des Menschen vom eigenen<br />

Wesen und die universelle Sehnsucht<br />

nach ihrer Überwindung waren hier die<br />

Stichworte - all dies als dramatisches Werkzeug<br />

in der Fiktion einsetzbar.<br />

Konkrete Beispiele aus dem Alltag eines Kriminalisten<br />

bot in diesem Zusammenhang<br />

Stephan Harbort, der sich mit den psychologischen<br />

Eigenheiten von Serienmördern<br />

beschäftigt. Die von ihm geschilderten reellen<br />

Prozesse von Schuldverschiebung, -verdrängung,<br />

-losigkeit, -unfähigkeit, -einge-<br />

ständnis und -bekenntnis können für jede<br />

fiktionale Handlung relevant sein.<br />

»Brauchen fiktionale Programme eine narrative<br />

Theorie?« fragte schließlich Johannes<br />

Ehrat, Kommunikationswissenschaftler<br />

an der Päpstlichen Universität Rom. In<br />

seiner »Ausrichtung auf ein Ende« sei das<br />

Konzept Sünde handlungsvorantreibend<br />

und verkörpere in Zusammenhang mit der<br />

Sanktion bzw. Vergebung traditionelle<br />

erzählerische Konvention, die ein Ideal<br />

konstruiert und es an menschlichen Verfehlungen<br />

kontrastiert. Dem narrativen<br />

Ideal des »perfekten« Menschen stehe es<br />

entgegen und könne je nach Verwendung<br />

für Komödie und Tragödie stilbildend werden.<br />

Zur schließlichen Rück-Annäherung<br />

an das Ideal bedarf es erzählerisch häufig<br />

»messianischer« Erlöserfiguren, wie man<br />

sie beispielsweise aus dem Mainstreamkino<br />

kenne.<br />

Erlösung bzw. »comic relief« aus Filmbeispielen<br />

voller Kindstode und komplizierter<br />

Schuldkomplexe bot zum Schluss der Tagung<br />

Wer früher stirbt ist länger tot von Marcus<br />

H. Rosenmüller, den die verantwortliche<br />

BR-Redakteurin Cornelia Ackers vorstellte.<br />

Der Kinoerfolg lieferte den Beweis, dass<br />

»Sünde im Film« nicht nur erzählungstheoretisch,<br />

christlich-moralisch oder tiefenpsychologisch<br />

verhandelt werden kann, sondern<br />

auch - durchaus in der Kombination dieser<br />

Ansätze! - unterhaltsam und publikumsnah<br />

wirken kann.<br />

Wertvolle Fortbildung:<br />

TOP:Talente<br />

Die kreative Auseinandersetzung von Filmschaffenden,<br />

Institutionen und Wissenschaftlern<br />

hat sich der Münchner Verein<br />

Anton Magnus Dorn (Top: Talente, r.) mit Abtprimas<br />

Notker Wolf<br />

TOP:Talente e. V. zum Ziel gesetzt. Hervorgegangen<br />

ist die Institution aus der Autorenwerkstatt<br />

der Katholischen Medienakademie,<br />

einer Tochtereinrichtung des Münchner<br />

Instituts zur Förderung des publizistischen<br />

Nachwuchses. Symposien wie die Tagung<br />

»Sünde im Film« in Rom bringen regelmäßig<br />

Vertreter der unterschiedlichsten Medienrichtungen<br />

zusammen, um in Workshop-<br />

Atmosphäre Fachthemen zu diskutieren.<br />

Dabei widmet sich der 2002 gegründete<br />

Verein besonders der qualitativen Weiterbildung<br />

von Autoren und Producern. Diese<br />

Qualität müsse »in Hinblick auf Formen,<br />

Inhalte und Zusammenhänge immer wieder<br />

neu definiert werden«, so TOP:Talente-<br />

Geschäftsführer Anton Magnus Dorn.<br />

Den Werten, die in fiktionalen und dokumentarischen<br />

Produktionen vermittelt<br />

werden, kommt hierbei eine entscheidende<br />

Rolle zu: Spirituell fühlt sich der Verein<br />

dem christlichen Menschenbild verpflichtet.<br />

Zu den Aktivitäten von TOP:Talente<br />

gehören neben thematischen Fortbildungen<br />

jeweils dreiwöchige Autoren-Werkstätten<br />

in München und Leipzig sowie Workshops<br />

mit Tutorial zur Weiterentwicklung<br />

eigener Stoffe. Informationen zu Struktur<br />

und Zielsetzung des Vereins und den Modalitäten<br />

der Mitgliedschaft gibt es unter<br />

www.toptalente.org.<br />

Diskutierten in Rom das kreative Verhältnis von Produzenten, Autoren und TV-Redaktion (v.l.n.r.): Dieter Ulrich Aselmann (d.i.e.film.gmbh), Cornelia Ackers (BR),<br />

Gerwin Dahm (ndF), Daniel Blum (ZDF) und Autor Fred Breinersdorfer. In Rom (v.l.n.r.): Susanne Freyer (ndF) mit den Autoren Benedikt Röskau und Sylvia Leuker<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 13


Fernsehen<br />

Biography Channel gestartet<br />

Seit 31. März 2007 ist die deutsche Fernsehlandschaft<br />

um einige Lebenswege reicher.<br />

»Geschichten, die das Leben schreibt« sind<br />

Kern des Programms beim digitalen Sender<br />

Biography Channel, der gemeinsam von<br />

A&E Television Networks (AETN) und NBC<br />

Universal Global Networks Deutschland<br />

betrieben wird. In seinem Unterhaltungsanspruch<br />

verbindet der Sender dokumentarische<br />

Information über das Leben bekannter<br />

Persönlichkeiten mit Real Life- und Lifestyle-<br />

Serien. Managing Director ist Andreas Weinek,<br />

der bereits Geschäftsführer des History<br />

Channel ist. Verbreitet wird der in München<br />

ansässige Biography Channel derzeit über<br />

das digitale Kabelnetz von Kabel Deutschland.<br />

Weitere Informationen zu Struktur,<br />

Programm und Empfang gibt es unter<br />

www.thebiographychannel.de.<br />

Sonntag, 29. April 2007, 20.15 Uhr, ARD:<br />

Tatort: Der Finger<br />

Der neueste BR-Tatort führt auf makabre Weise in die Münchner<br />

Gourmetszene. Bei der Mordkommission wird ein abgetrennter Finger<br />

abgeliefert, der möglicherweise dem verschwundenen Gastro-Kritiker<br />

Faber gehört. Dieser hatte sich erlaubt, das Restaurant »La Belle Vigne«<br />

aus der Top-Ten-Liste der besten Lokale zu streichen . . .<br />

Nach einem Drehbuch von Carolin Otto inszenierte Peter Fratzscher<br />

die Produktion von Bavaria Film (Produzent: Veith von Fürstenberg).<br />

Die Redaktion im BR hat Silvia Koller. Neben den »Kommissaren«<br />

Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec und Michael Fitz spielen<br />

Michael Zittel, Helmut Berger und Ulli Maier.<br />

Freitag, 18. Mai 2007, 20.15 Uhr, ARD:<br />

Noch einmal zwanzig sein . . .<br />

Noch mal von vorne anfangen - das wäre der Wunsch der Fischzüchterin<br />

Rieke (Bettina Kupfer), die nach zwanzigjähriger Ehe mit Fred<br />

(Peter Sattmann) die Harmonie der frühen Tage vermisst. Als klar wird,<br />

dass Fred ihr Problem nicht verstehen will, flüchtet sie kurzerhand von<br />

ihrem Dorf zu ihrer Tochter nach München und holt sich die verdiente<br />

Dosis Romantik bei ihrer Jugendliebe Bruno (Hansa Czypionka).<br />

Produzentin Heidi Ulmke und Producerin Vanessa Lackschéwitz<br />

produzierten den Film für FFP New Media. Das Drehbuch schrieb<br />

14<br />

Sendetermine<br />

Gab anlässlich des Senderstarts ein Interview zu seinem Leben:<br />

Hans-Dietrich Genscher, hier mit Biography Channel-GF Andreas<br />

Weinek. Foto rechts: Alles, was Männern Spaß macht: Jürgen Vogel<br />

bei DMAX<br />

Erfolgreiche Männerträume<br />

Das Zielgruppen-Fernsehen für Männer<br />

rentiert sich. Die »tollsten Menschen der<br />

Welt« (DMAX-Eigenwerbung) scheinen das<br />

Programm des Münchner »Factual Entertainment«-Kanals<br />

zu goutieren: Seit Senderstart<br />

im September 2006 konnte der<br />

Nachfolger des Senders XXP seinen<br />

Marktanteil bei den 14-49<br />

jährigen Zuschauern und in der<br />

Kernzielgruppe der 20- bis 39<br />

jährigen Männer verdoppeln.<br />

Unter den Formaten, die sich<br />

ganz den »Lebens- und Interessenswelten«<br />

von Männern widmen<br />

- bei näherem Blick auf das<br />

Programm also Sport, Technik,<br />

Outdoor und Fun - befinden sich<br />

Reportagen, Dokumentationen,<br />

Pop-, Wissenschafts- und Lifestyle-Formate,<br />

Talkshows und<br />

Real-Life-Shows. Dabei setzt das<br />

Joint Venture zwischen Discovery<br />

Communications, Spiegel<br />

TV und DCTP neben internationaler<br />

Lizenzware auch besonders auf deutsche<br />

Eigenproduktionen. Bewährt haben sich<br />

etwa die Reihe Fat Machines, in der Jürgen<br />

Vogel zu Wasser, in der Luft und an Land<br />

gewaltige Maschinen präsentiert, und Ruta 40,<br />

Jan Josef Liefers’ Motorrad-Trip durch<br />

Südamerika.<br />

Monika Peetz, Regie führte Bettina Woernle. Gedreht wurde im<br />

Sommer 2005 in Bad Tölz, München und am Spitzingsee.<br />

Montag, 21. Mai 2007, 20.15 Uhr, ZDF:<br />

Hochzeit um jeden Preis<br />

Aus Selbstverständlichkeit werden Zweifel: Nur Stunden sind es bis<br />

zu Frankas (Esther Zimmering) und Alexanders (Roman Knizka)<br />

Hochzeit, aber die Ankunft des attraktiven Niko (Christoph Bach),<br />

mit dem Franka vor langer Zeit eine kurze Affäre hatte bringt alle<br />

Pläne durcheinander. Kit Hopkins, Jens Köster und Markus<br />

Thebe schrieben die turbulente Komödie für Hager Moss Film.<br />

Regie führte Eoin Moore. In weiteren Rollen sind Katrin Sass,<br />

Bernd Stegemann und Ingeborg Westpfahl zu sehen.<br />

Mittwoch, 23. Mai 2007, 20.15 Uhr, ARD:<br />

Die Verzauberung<br />

Nach Schwere Jungs zeigt das Team von Olga Film erneut Alpen-<br />

Affinität: Die Verzauberung von Wolfram Paulus erzählt von<br />

zwei Familien, die sich beim Urlaub in der entrückten Bergwelt<br />

des Salzburger Lands anfreunden, was bei den Erwachsenen<br />

bald zu einem »Bäumchen-wechsle-dich-Spiel« führt. Molly von<br />

Fürstenberg und Harry Kügler produzierten für BR (Redaktion:<br />

Claudia Simionescu) und ORF. Die Hauptrollen spielen<br />

Katharina Müller-Elmau, Heio von Stetten, Katharina Abt und<br />

Christoph Waltz.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


22. Internationales<br />

Dokumentarfilmfestival München<br />

2. bis 10.Mai 2007<br />

DOK..<br />

FEST<br />

www.dokfest-muenchen.de


In Produktion<br />

Exotik garantiert<br />

Nach Erleuchtung garantiert und Der Fischer<br />

und seine Frau versetzt Doris Dörrie die<br />

Handlung ihres neuen Films erneut nach<br />

Japan: In Kirschblüten/Hanami erzählt sie<br />

von einem Witwer (Elmar Wepper), der nach<br />

dem plötzlichen Tod seiner Ehefrau (Hannelore<br />

Elsner) erkennt, dass er ihren Wünschen<br />

immer im Weg stand. Um sie posthum besser<br />

verstehen zu können, reist er ins Land ihrer<br />

Träume - nach Japan, von Tokio über den<br />

Fujijama in entlegene Gebiete voller blühender<br />

Kirschbäume . . .<br />

Olga Film produziert das Drama in Koproduktion<br />

mit dem BR. Majestic Film hat den<br />

Verleih übernommen. In weiteren Rollen<br />

sind Maximilian Brückner, Birgit Minichmayr<br />

und Nadja Uhl zu sehen. Seit Mitte März<br />

dreht das Team in Berlin, an der Ostseeküste,<br />

in Japan und im Allgäu. An der Kamera steht<br />

Hanno Lentz. Als Förderer engagieren sich<br />

FFF <strong>Bayern</strong>, FFA, Medienboard Berlin-Brandenburg<br />

und DFFF.<br />

Von Würzburg nach ganz vorne<br />

Mitte April war Drehbeginn für Erwin Pelzigs<br />

(»mit haddem B«) Leinwanddebüt. Unter der<br />

Regie von Thomas Heinemann steht der<br />

Comedian Frank-Markus Barwasser erst-<br />

16<br />

mals für einen Kinofilm vor der Kamera. In<br />

Vorne ist verdammt weit weg sieht er sich<br />

als fränkischer »Anwalt der Entrechteten«:<br />

Um den Arbeitsplatz seines kranken Nachbarn<br />

zu retten, schleust er sich in Chauffeursuniform<br />

in die Globalisierungs- und<br />

Familienwirren des Einkaufswagens-Konzerns<br />

Bieger. Rund um Barwasser spielen<br />

Philipp Sonntag, Christiane Paul, Peter Lohmeyer<br />

und Franziska Schlattner. Die Kamera<br />

führt Klaus Eichhammer. Noch bis<br />

Ende Mai dreht die Würzburger Firma<br />

Cinenic (Produzenten: Thomas Heinemann,<br />

Frank-Markus Barwasser) die Komödie in<br />

Koproduktion mit dem BR (Redaktion: Elmar<br />

Jaeger, Sabine Boueke-Loosen). Drehorte<br />

sind München, Leipheim, Würzburg, Weimar<br />

und Erfurt. Der FFF <strong>Bayern</strong> förderte die<br />

Komödie von der Drehbuchphase über die<br />

Projektentwicklung bis hin zur Produktion.<br />

NFP plant den Kinostart für Dezember<br />

2007.<br />

Elf für Ossi<br />

Um aus der lokalen Eisengießerei eine Tonne<br />

alter, zum Einschmelzen bestimmter DM-<br />

Münzen zu entwenden, rekrutiert Kleingauner<br />

Oswald ein skurriles Team aus<br />

gescheiterten Existenzen – vom Ex-Stasi-<br />

Agenten bis hin zum gedopten Sportler . . .<br />

»Vorne ist verdammt weit weg«: Eine Satire mit dem fränkischen Querdenker Frank-Markus Barwasser alias<br />

»Erwin Pelzig«<br />

Nichts weniger als eine ostdeutsche Ocean-<br />

Version deutet der Titel an - und ist sicher<br />

Anliegen von Produzent, Autor und Regisseur<br />

Oliver Mielke. Bisher war seine Pullacher<br />

Firma Entertainment Factory vor<br />

allem mit Showformaten (Bravo TV, Blondes<br />

Gift) erfolgreich. Nun setzt Mielke mit<br />

einem Ensemble rund um Tim Wilde, Götz<br />

Otto, Michael Brandner, Popsänger Sasha,<br />

Jule Ronstedt, Karoline Eichhorn und Collien<br />

Fernandes auf Genre-Spaß. Die Dreharbeiten<br />

laufen bis Anfang Mai. Ko-Autor ist<br />

Philip Kaetner, Kameramann Thomas<br />

Wittmann. Universum Film wird die FFF-,<br />

MDM- und DFFF-geförderte Produktion 2008<br />

ins Kino bringen.<br />

Fatale Abkürzung<br />

Ihre Filme gehören zu den wildesten in Deutschland:<br />

Gemeinsam haben Jan Henrik Stahlberg<br />

und Marcus Mittermaier bereits mit den Satiren<br />

Muxmäuschenstill und Bye Bye Berlusconi<br />

für Begeisterung und Befremden, oft in Kombination,<br />

gesorgt. Ihr neuestes Projekt heißt Short<br />

Cut to Hollywood und ist ein entfesselter Trip<br />

durch die (amerikanische) Medienwelt. In New<br />

York, Palm Beach, Albuquerque, Flagstaff, Las<br />

Vegas und Los Angeles drehen sie als Ko-Regisseure<br />

nach einem Drehbuch von Stahlberg derzeit<br />

die Geschichte dreier Freunde, die einen<br />

von ihnen berühmt machen wollen - als früh<br />

verstorbene Legende . . .<br />

Short Cut to Hollywood, vom FFF in der Projektentwicklung<br />

gefördert, ist eine Produktion<br />

von Schiwago Film, Muxfilm, Bavaria Pictures<br />

und Bavaria Film. Von Bavaria-Seite<br />

produzieren Philipp Kreuzer und Matthias<br />

Esche, als Weltvertrieb ist Bavaria International<br />

mit dabei.<br />

Katastrophe in Spanien<br />

Tim Bergmann, Sophie von Kessel, Laura Tonke,<br />

Hanns Zischler, Nina Proll und Herbert<br />

Knaup gehören zum Schauspieler-Ensemble<br />

im RTL-Zweiteiler Tarragona, den Zeitsprung<br />

Entertainment und EOS Entertainment<br />

in Deutschland und Spanien drehten.<br />

Das Drama verknüpft die persönlichen<br />

Geschichten einiger deutscher Urlauber mit<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


AB 5. APRIL 2007 IM KINO!


Katastrophe im Urlaubsgebiet: »Tarragona«<br />

der wahren Katastrophe von 1978, bei der ein<br />

Lastwagen mit Flüssiggas explodierte und ein<br />

Inferno auf einem Campingplatz im spanischen<br />

Tarragona verursachte. Nach einem<br />

Drehbuch von Timo Berndt inszenierte<br />

Peter Keglevic das Event-Drama an 56<br />

Drehtagen auf Mallorca und in Deutschland.<br />

FFF <strong>Bayern</strong> und Filmstiftung NRW fördern<br />

das Projekt, das bei RTL Fiction-Bereichsleiterin<br />

Barbara Thielen und Redakteurin<br />

Monika Hernàndez verantworten. Parallel<br />

zum TV-Zweiteiler plant Zeitsprung Entertainment<br />

eine Dokumentation zu den Hintergründen<br />

der Katastrophe von 1978.<br />

Historisches Unglück<br />

Noch voraussichtlich bis Mitte Juni dreht<br />

Joseph Vilsmaier für UFA Filmproduktion<br />

und das ZDF den historischen Zweiteiler<br />

Hafen der Hoffnung - Die letzte Fahrt der<br />

Wilhelm Gustloff. Geschichtlicher Hintergrund<br />

des Dramas ist der tragische Untergang<br />

des Flüchtlingsschiffes »Wilhelm Gustloff«,<br />

bei dem im Januar 1945 über 9.000<br />

Menschen in der Ostsee ums Leben kamen.<br />

Das Drehbuch schrieb Rainer Berg. Erzählt<br />

wird die Katastrophe aus der Perspektive des<br />

jungen Kapitäns Hellmut Kehding (Kai Wiesinger),<br />

der das Schiff mit 2000 Soldaten und<br />

8000 Flüchtlingen sicher vom heutigen Polen<br />

nach Kiel bringen soll. An Bord trifft er seine<br />

große Liebe Erika (Valerie Niehaus) und seinen<br />

Bruder Harald (Heiner Lauterbach) wieder,<br />

mit dem er seit langem im Streit lebt.<br />

Produzent ist Norbert Sauer, unterstützt<br />

von Producerin Cornelia Wecker. Vor Jörg<br />

Widmers Kamera stehen Ulrike Kriener,<br />

18<br />

Dana Vávrová, Detlev Buck, Karl<br />

Markovics, Alexander Held und<br />

Michael Mendl. Förderung kommt<br />

von FFF <strong>Bayern</strong>, Filmstiftung<br />

NRW, Medienboard Berlin-Brandenburg<br />

und MDM.<br />

Piraten-Abenteuer<br />

Im einsamen Wirtshaus seiner<br />

Mutter macht der 17jährige Jim die<br />

Bekanntschaft des verwegenen<br />

Seemanns Bill Bones. Dieser weiß<br />

als einziger um das Vermächtnis des legendären<br />

Piratenkapitäns Flint, kommt allerdings<br />

kurze Zeit später bei einem Überfall<br />

ums Leben. Als Jim eine Karte mit einem eingezeichneten<br />

Piratenschatz findet, nimmt<br />

das Abenteuer seinen Lauf . . .<br />

Die freie Adaption des Jugendbuch-Klassikers<br />

Das Geheimnis der Schatzinsel von<br />

Robert L. Stevenson ist das neueste Projekt<br />

von Janus Film. Seit Mitte Februar drehen<br />

Produzent Ivo Alexander Beck und sein<br />

Team in England, Thailand, Malta und<br />

Deutschland den gleichnamigen TV-Zweiteiler<br />

für ProSieben (Redaktion: Christian<br />

Balz, Ariane Egger). Nach eigenem Drehbuch<br />

führt Hansjörg Thurn Regie.<br />

Die Hauptrollen in dem FFF- und Medienboard-geförderten<br />

Abenteuerfilm spielen<br />

Francois Göske, Jürgen Vogel, Richy Müller<br />

und Tobias Moretti. Drehschluss soll Ende<br />

Juni sein.<br />

Krimi in der Au<br />

Münchens unbezahlbare Immobilien und<br />

ihre fatalen Folgen: Der Traum von einer<br />

großzügigen Dachwohnung im Stadtteil Au<br />

wird dem Hausmeister Grassl zum Verhängnis<br />

- er wird von den Kommissaren Batic<br />

und Leitmayr tot aufgefunden. Waren es<br />

frustrierte Wohnungssuchende? Der neueste<br />

BR-Tatort Der Traum von der Au (Drehbuch:<br />

Peter Probst; Regie: Tim Trageser)<br />

wird die Lösung bringen. Noch bis Mitte<br />

Mai dreht Bavaria Film mit Produzent<br />

Veith von Fürstenberg den Krimi, die<br />

Redaktion im BR hat Silvia Koller. Die<br />

Hauptrollen spielen Miroslav Nemec, (Au-<br />

I N P R O D U K T I O N<br />

Bewohner!) Udo Wachtveitl, Michael Fitz,<br />

Alexander Held und Fritz Karl. Der Sendetermin<br />

in der ARD ist für Oktober geplant.<br />

Um Himmels Willen: Erfolgsserie<br />

geht weiter<br />

Auch der Hauptdarstellerinnen-Wechsel hat<br />

dem Erfolg von Um Himmels Willen keinen<br />

Abbruch getan: Mit dem Einstieg von Janina<br />

Hartwig als Schwester Hanna erzielt die ARD-<br />

Serie derzeit mit bis zu 7,54 Millionen<br />

Zuschauern wieder hervorragende Quoten.<br />

Parallel gehen die Intrigen von Bürgermeister<br />

Wöller (Fritz Wepper) gegen den Klosterfrieden<br />

weiter: Seit Mitte April dreht die ndF<br />

mit Produzentin Claudia Sihler-Rosei in<br />

Niederaichbach und München die 7. Staffel,<br />

die 2008 auf Sendung gehen soll. Die Bücher<br />

stammen wieder von Michael Baier, Regie<br />

führt Ulrich König.<br />

Neue Ermittlungen in Rosenheim<br />

Seit Mitte März ist bis zum Ende des Jahres<br />

wieder Dreh-Zeit für Die Rosenheim-Cops.<br />

Die siebte Staffel mit 30 neuen Folgen schickt<br />

die Kommissare Korbinian Hofer (Joseph<br />

Hannesschläger) und Christian Lind (Tom<br />

Mikulla) wieder auf Streife durch die eher<br />

unromantischen Seiten des Chiemgaus.<br />

Michael Hild produziert für Bavaria Film,<br />

Regie führen unter anderem Gunter Krää<br />

und Jörg Schneider.<br />

Im Mai findet in Amsterdam die letzte Drehphase des<br />

Biopics »Ironman« (Produktion: Enigma Film, Odeon<br />

Film) statt: Unter der Regie von Adnan G. Köse verkörpert<br />

Max Riemelt (l., mit Uwe Ochsenknecht) den<br />

Ex-Junkie Andreas Niedrig, der seine Drogensucht<br />

durch Extremsport überwand.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Bayerische<br />

Film- und<br />

Fernsehförderung<br />

Oscar-Preisträger mit<br />

neuen Filmen<br />

Mitten in der aktuellen Begeisterung über<br />

den Oscar-Gewinn des FFF-geförderten Dramas<br />

Das Leben der Anderen melden sich die<br />

»Oscar-Veteranen« zurück: In der ersten Vergabesitzung<br />

des Jahres förderte der Film-<br />

FernsehFonds<strong>Bayern</strong> die neuen Filme der<br />

Oscar-Gewinner Caroline Link und Florian<br />

Gallenberger. Ebenfalls mit neuen Projekten<br />

dabei sind Luigi Falorni, der 2005 für<br />

Die Geschichte vom weinenden Kamel nominiert<br />

war, sowie die Produzenten Max Wiedemann<br />

und Quirin Berg (Das Leben der<br />

Anderen) mit der Komödie U 911. Insgesamt<br />

förderte der FFF am 28. Februar 2007 29<br />

Filmprojekte mit 8,458 Millionen Euro.<br />

Mit 1,4 Millionen Euro erhielt das historische<br />

Drama John Rabe (Produktion: Hofmann &<br />

Voges Entertainment) die höchste Fördersumme<br />

der Vergabesitzung. Regie führt Florian<br />

Gallenberger, der 2001 für seinem Kurzfilm<br />

Quiero Ser einen Academy Award erhielt. Die<br />

Hauptrolle übernimmt Ulrich Mühe, der für<br />

seine Darstellung des Agenten Wiesler in Das<br />

Leben der Anderen gefeiert wurde. Die<br />

Romanverfilmung Im Winter ein Jahr ist Caroline<br />

Links erste Regiearbeit nach ihrem<br />

Oscar-Erfolg mit Nirgendwo in Afrika. Uschi<br />

Reich produziert mit Bavaria Filmverleih<br />

und Produktion in Koproduktion mit Constantin<br />

Film. Nach Das Leben der Anderen<br />

drehen die Produzenten von Wiedemann &<br />

Berg wieder eine Komödie: In den Startlöchern<br />

steht U 911 mit dem 7 Zwerge-erfahrenen<br />

Regisseur Sven Unterwaldt und Atze<br />

Schröder in der Hauptrolle. Seinen ersten fiktionalen<br />

Stoff inszeniert Luigi Falorni mit<br />

Feuerherz über Kindersoldaten in Eritrea<br />

(Produktion: TV60Film). Gemeinsam mit<br />

Byambasuren Davaa war Falorni 2005 für Die<br />

Geschichte vom weinenden Kamel in der<br />

Kategorie »Bester Dokumentarfilm« Oscar-<br />

nominiert. Alle früheren Oscar-Filme wurden<br />

ebenfalls vom FFF <strong>Bayern</strong> gefördert.<br />

Nach seinem Berlinale-Wettbewerbsbeitrag<br />

Die Fälscher arbeitet Regisseur Stefan<br />

Ruzowitzky nun an dem Familienfilm Hexe<br />

Lilli, den Blue Eyes Fiction produziert. Für<br />

Neele Vollmar (Urlaub vom Leben) und ihre<br />

im Bayerischen Filmzentrum ansässige Firma<br />

Royal Pony Film brechen Friedliche Zeiten<br />

an, und für Hardcover kommt mit Regisseur<br />

Christian Zübert sowie den Produzenten<br />

Sönke Wortmann und Tom Spieß das<br />

bewährte Team von Lammbock und Der<br />

Schatz der weißen Falken zusammen. Peter<br />

Schamoni portraitiert in Botero - Der umgekehrte<br />

Kolumbus den berühmten Künstler<br />

Fernando Botero.<br />

Ein eindrucksvolles Bild der letzten Tage der<br />

DDR verspricht der TV-Zweiteiler Der Untergang<br />

der DDR, den Olga Film für SAT.1 dreht.<br />

Ein hochtragisches Kapitel aus der Endphase<br />

des Zweiten Weltkriegs, der Untergang der<br />

»Wilhelm Gustloff«, steht im Zentrum von<br />

Joseph Vilsmaiers Hafen der Hoffnung (UFA<br />

für ZDF). Zahlreiche Comedy-Stars begeben<br />

sich im vierten Teil der erfolgreichen RTL-<br />

Reihe Crazy Race auf die Jagd nach dem afrikanischen<br />

Diamanten. Ein kultureller Dialog<br />

der besonderen Art entsteht in Peter Hellers<br />

Dokumentarfilm Die Buam in Afrika, der<br />

die Biermösl Blosn auf Tournee durch Südafrika<br />

und Namibia begleitet.<br />

Dokumentarisches und psychologisch Komplexes<br />

dominiert auch die Nachwuchs- und Drehbuchprojekte<br />

dieser Sitzung, die sich mit den<br />

Themen »Heimat«, »Entfremdung«, »Kriegsdienstverweigerung«,<br />

»Ménage à Trois« und<br />

»Traumatisierung« beschäftigen - aber auch mit<br />

Skurrilitäten wie der Beziehung zwischen<br />

Mensch und Hund in China und historischen<br />

Kapiteln wie die Irrfahrt des Flüchtlingsschiffes<br />

»St. Louis« 1939.<br />

Details zu allen geförderten Projekten stehen<br />

unter www.fff-bayern.de bereit.<br />

Nach ihren Oscar-Erfolgen mit neuen Projekten am<br />

Start (v.l.n.r.): Florian Gallenberger, Oscar-Gewinner<br />

2001, Luigi Falorini, 2005 nominiert, Caroline<br />

Link, Oscar-Gewinnerin 2003, Ulrich Mühe, Hauptdarsteller<br />

in »Das Leben der Anderen«, sowie Max<br />

Wiedemann und Quirin Berg, die Produzenten von<br />

»Das Leben der Anderen«<br />

MEDIA-Förderung<br />

TV-Ausstrahlungsförderung<br />

MEDIA unterstützt bei dem letzen Einreichtermin<br />

aus 2006 insgesamt 19 europäische<br />

Fernsehprojekte mit 3.752.000 Euro. Unter<br />

den drei geförderten deutschen Projekten<br />

mit einem Fördervolumen von zusammen<br />

369.000 Euro befindet sich die Münchner Firma<br />

Pars Media, die für den Dokumentarfilm<br />

Bella Figura - Must Singers be Fat? 36.000<br />

Euro zugesprochen bekommen hat. Aktuell<br />

ist Marieke Schroeders Film für den Rose<br />

d’Or nominiert.<br />

Selektive Verleihförderung<br />

Bei der Entscheidung für die selektive Verleihförderung<br />

mit dem Einreichtermin vom<br />

1.12.2006 erhielten 40 Verleihvorgänge insgesamt<br />

3.938.500 Euro. Neun deutsche Verleihunternehmen<br />

erhielten zusammen<br />

494.000 Euro; darunter drei Verleihfirmen<br />

aus <strong>Bayern</strong>: Alamode Film für Unser Täglich<br />

Brot (27.000 Euro), MFA Filmdistribution<br />

für Mein Name ist Eugen (100.000<br />

Euro) und Prokino für The Golden Door<br />

(70.000 Euro).<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 19


20<br />

Filmliteratur<br />

Heike Geier: Nationale Filmförderung und europäisches Beihilfenrecht<br />

(Nomos Verlag, Baden-Baden 2006)<br />

Da das Kulturgut Film zugleich ein Wirtschaftsprodukt darstellt,<br />

unterliegen nationale Filmfördersysteme den Anforderungen des<br />

europäischen Beihilfenrechts. Allerdings stehen Fördergeldern keine<br />

marktgerechten Gegenleistungen gegenüber, vielmehr dienen sie der<br />

Umsetzung der staatlichen Kulturpolitik. In der so genannten Kinomitteilung<br />

hat die Europäische Kommission 2002 zahlreiche Kriterien<br />

für die Beurteilung und Genehmigung der nationalen Fördersysteme<br />

entwickelt. Noch bis Mitte 2007 sind die nationalen Filmfördersysteme<br />

der Bundesrepublik Deutschland von der letzten Genehmigung der<br />

EU gedeckt, neue sind bereits beantragt. Hierbei besteht auf vielen<br />

Ebenen Diskussionsbedarf.<br />

Hat die EU tatsächlich das Recht, sich in die nationalen Filmfördermodelle<br />

einzumischen? Wenn ja, wie weit geht dieses Recht? Sind die<br />

Auswirkungen dieser Einmischung nur negativ - wie so oft formuliert -<br />

oder vielleicht auch positiv? Wo werden in Zukunft die Probleme liegen?<br />

Diesen Fragen geht die Juristin Heike Geier in ihrer Dissertation nach.<br />

Dabei beschäftigt sie sich nicht nur mit den deutschen Fördermodellen,<br />

sondern vergleicht diese mit den französischen und englischen Systemen.<br />

Schlüssig belegt die Autorin, dass das EG-Recht tatsächlich auf die<br />

nationalen Filmförderungen anwendbar ist, die Fördergelder als staatliche<br />

Beihilfen im Sinne des Art. 87 Abs. 1 EG zu werten sind und daher<br />

der Genehmigungspflicht nach Art. 87 Abs. 3 d) EG unterliegen. Als<br />

Konsequenzen dieser Beihilfenkontrolle führt sie beispielhaft folgende<br />

Entwicklungen an: Die offene Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit<br />

wurde abgeschafft, so dass die Nationalität des Antragstellers<br />

keine Rolle mehr spielen darf. Außerdem dürfen Unternehmen,<br />

die zwar ihren Hauptsitz in einem anderen Mitgliedstaat haben, jedoch<br />

eine Zweigniederlassung im jeweiligen Land besitzen, nicht von der<br />

Förderung ausgeschlossen werden. Im Übrigen gilt die Vorgabe, dass<br />

die kumulierte Fördersumme nicht 50% des gesamten Budgets überschreiten<br />

darf, außer es handelt sich bei dem Projekt um einen »kleinen«<br />

und »schwierigen« Film. Auch für Nicht-Juristen verständlich führt<br />

sie weiter aus, dass dieser Beihilfenkontrolle aufgrund der primären<br />

Kulturkompetenz der Mitgliedstaaten jedoch Grenzen gesetzt sind.<br />

Denn die Europäische Gemeinschaft ist zum Schutz der kulturellen Vielfalt<br />

(Art. 151 Abs. 1, 4 EG) sowie zur Achtung der nationalen Identität der<br />

Mitgliedstaaten (Art. 6 Abs. 3 des EU-Vertrages) verpflichtet. Zum Beispiel<br />

muss die Kommission dulden, dass manche Förderinstitutionen<br />

nur die sprachliche, nationale Originalversion eines Films, zumindest<br />

auf Drehbuchbasis, akzeptieren.<br />

Geiers Abhandlung belegt präzise, worin die Meinungsverschiedenheiten<br />

zwischen EU und nationalen Förderinstitutionen liegen. Für jeden,<br />

der sich mit diesen Themen beschäftigt, gibt die Dissertation einen<br />

wichtigen juristischen Überblick über die EU Beihilfenpolitik und die<br />

nationalen Filmfördermodelle. Die Diskussion wird jedoch weitergehen,<br />

besonders in Hinblick auf die Territorialisierungsvorgaben. Die<br />

Abschaffung der nationalen Fördermodelle steht dabei sicherlich nicht<br />

zur Debatte, eine Modifizierung hingegen ist nicht völlig abwegig.<br />

F I L M L I T E R A T U R<br />

Peter Zimmermann, Kay Hoffmann: Dokumentarfilm im Umbruch:<br />

Kino - Fernsehen - Neue Medien<br />

(UVK Verlag, Konstanz 2006)<br />

Die technischen Innovation bei Filmproduktion und -vertrieb haben<br />

sich besonders im Dokumentarfilmbereich gravierend ausgewirkt. Digitale<br />

Produktionstechniken ermöglich größere Flexibilität beim Drehen,<br />

senken die Kosten und ermöglichen größere Unmittelbarkeit. Durch<br />

die Verschmelzung der Verbreitungswege Kino, Fernsehen und Neue<br />

Medien können die Werke eine breitere Öffentlichkeit erreichen: Man<br />

spricht allgemein vom »Comeback« des Dokumentarfilms. Welche wirtschaftlichen<br />

und ästhetischen Konsequenzen diese Renaissance bringt<br />

und ob sich die dadurch auch die Situation für unabhängige Filmemacher<br />

und kleine Produzenten entscheidend ändert, untersucht<br />

diese aktuelle Übersicht zum realsten aller Filmgenres.<br />

Marcus Seibert (Hg.): Revolver - Kino muss gefährlich sein<br />

(Verlag der Autoren, Frankfurt/Main 2006)<br />

»Unser Ziel ist es, eine Diskussion in Gang zu bringen, zu dokumentieren,<br />

zu moderieren, damit eines Tages bessere intellektuelle und wirtschaftliche<br />

Bedingungen herrschen, um Filme zu machen«, sagte<br />

Benjamin Heisenberg anlässlich des Starts der Filmzeitschrift<br />

»Revolver« im Jahr 1998 in einem Interview. Gemeinsam mit Jens<br />

Börner, Christoph Hochhäusler und Nicolas Wackerbarth ist er<br />

immer noch Herausgeber des Magazin, das eine Gruppe von HFF<br />

München-Studenten vor fast zehn Jahren ins Leben riefen - als »Forum<br />

für Positionen zum Film«. Nun ist im Verlag der Autoren ein »Best of<br />

Revolver«-Buch erschienen. Unter den 40 Texten und Interviews finden<br />

sich unter anderem Beiträge von Maren Ade, Christopher Doyle,<br />

Harun Farocki, Dominik Graf, Werner Herzog, Wong Kar-Wai,<br />

Christian Petzold, Jaques Rivette und Ulrich Seidl.<br />

Hans-Jürgen Kubiak: Die Oscar-Filme<br />

(Schüren Verlag, Marburg 2007)<br />

Mit keinem geringeren Untertitel als »Die besten Film der Jahre 1927<br />

bis 2006« untertitelt der Autor seiner historischen Oscar-Chronologie.<br />

Ob es wirklich nur um die hervorragendsten Filme aller Jahrgänge handelt,<br />

sei dahingestellt - die glamourösesten Momente der jeweiligen<br />

Filmjahre konzentrieren sich auf jeden Fall in der Verleihung des<br />

begehrtesten Awards der Industrie. Selbstverständlich mit dabei: Die<br />

FFF-unterstützten Oscar-Erfolge Nirgendwo in Afrika von Caroline<br />

Link, Der Pianist von Roman Polanski und Das Leben der Anderen<br />

von Florian Henckel von Donnersmarck.<br />

Kai Reichel-Heldt: Filmfestivals in Deutschland<br />

(Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt/Main 2007)<br />

»Zwischen kulturpolitischen Idealen und wirtschaftspolitischen Realitäten«<br />

hat der Autor seine Abhandlung zur Situation der deutschen<br />

Filmfestivallandschaft angesiedelt. Der in der Reihe »Studien zur Kulturpolitik«<br />

entstandene Band widmet sich in Interviews, Fallbeispielen<br />

und Analysen Themen wie »Chancen und Risiken von öffentlicher<br />

Förderung und Sponsoring«, »Unterschiede zwischen kultureller Veranstaltung<br />

und Event« sowie wirtschaftspolitischen Effekten.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Festivals und<br />

Preise<br />

Lola lockt<br />

Mit acht Nominierungen führt Tom Tykwers<br />

Das Parfum die Liste der FFF-geförderten Filme<br />

an, die in diesem Jahr für den Deutschen<br />

Filmpreis nominiert wurden. An der Kinokasse<br />

war die Constantin-Produktion mit<br />

rund 5,6 Millionen Besuchern der erfolgreichste<br />

Film des vergangenen Jahres. Nun<br />

ist die von FFF <strong>Bayern</strong> und dem Bayerischen<br />

Bankenfonds (BBF) geförderte und mit zwei<br />

Bayerischen Filmpreisen ausgezeichnete<br />

Bestseller-Verfilmung in den Kategorien Programmfüllende<br />

Spielfilme, Beste Regie (Tom<br />

Tykwer), Beste Kamera (Frank Griebe),<br />

Bester Schnitt (Alexander Berner), Bestes<br />

Szenenbild (Uli Hanisch), Bestes Kostümbild<br />

(Pierre-Yves Gayraud), Beste Filmmusik<br />

(Reinhold Heil, Johnny Klimek, Tom Tykwer)<br />

und Beste Tongestaltung (Stefan<br />

Busch, Dirk Jacob, Michael Kranz, Frank<br />

Kruse, Matthias Lempert, Hanse Warns,<br />

Roland Winke) nominiert.<br />

Ein weiterer Publikumsliebling 2006 war Wer<br />

früher stirbt ist länger tot (Produktion: Roxy<br />

Film, BR), dessen »Preiskarriere« bereits zwei<br />

Bayerische Filmpreise und den Förderpreis<br />

»Lola«-Kandidat »Wer früher stirbt ist länger tot«<br />

Deutscher Film verzeichnet und bei der »Lola«<br />

nun in Richtung »Bester Film« steuert. Auf der<br />

Nominierungsliste stehen Marcus H. Rosenmüller<br />

(Regie), Susanne Hartmann und<br />

Anja Pohl (Schnitt), Gerd Baumann (Musik)<br />

sowie Christian Lerch und Marcus H.<br />

Rosenmüller für das beste Drehbuch.<br />

Für seine Leistung in Hans Steinbichlers<br />

Winterreise (Produktion: d.i.e.film.gmbh,<br />

BR) ist Josef Bierbichler als Bester Hauptdarsteller<br />

nominiert. Der Eröffnungsfilm des<br />

Filmfests München 2006 erhielt außerdem<br />

eine Nominierung in der Hauptkategorie »Programmfüllende<br />

Spielfilme«.<br />

Weitere FFF-geförderte Filme, die die Mitglieder<br />

der Deutschen Filmakademie in verschiedenen<br />

Kategorien auf die Nominierungsliste<br />

setzten, sind Die Wolke von Gregor Schnitzler,<br />

Produktion: Clasart Film (Programmfüllende<br />

Kinder- und Jugendfilme), Das wahre<br />

Leben von Alain Gsponer, Produktion:<br />

BurkertBareissDevelopment, TV60Film,<br />

BR, SWR (Hannah Herzsprung als Beste<br />

Nebendarstellerin), Schwere Jungs von Marcus<br />

H. Rosenmüller, Produktion: Olga Film<br />

(Bestes Kostümbild für Natascha Curtius-<br />

Noss) und Ich bin die Andere von Margarethe<br />

von Trotta, Produktion: Clasart Film<br />

(Christian Heyne für die Beste Musik).<br />

Der Deutsche Filmpreis 2007 wird am 4. Mai<br />

2007 in Berlin verliehen.<br />

Grimme-Preise für BR und<br />

ProSieben<br />

Adolf Grimme Preise für fiktionale und eine<br />

Entertainment-Produktion gingen im März<br />

an die bayerischen Sender BR und ProSieben.<br />

Ausgezeichnet wurden Polizeiruf 110: Er sollte<br />

tot von Dominik Graf (Produktion: BurkertBareissDevelopment/TV60Film;Redaktion:<br />

Cornelia Ackers), Stefan Holtzí<br />

Meine verrückte türkische Hochzeit (Produktion:<br />

Rat Pack Filmproduktion; Redaktion:<br />

Birgit Brandes) und das FFF-geförderte Drama<br />

Nicht alle waren Mörder von Jo Baier<br />

(Produktion: Sperl Film, teamWorx, EOS<br />

Entertainment), das den Publikumspreis der<br />

Marler Gruppe erhielt. Ein weiterer Gewinner<br />

ist die bereits mehrfach ausgezeichnete BR-<br />

Serie Türkisch für Anfänger (Produktion: Hofmann<br />

& Voges Entertainment; Redaktion:<br />

Caren Toennissen), von der seit Ende März 24<br />

neue Folgen erfolgreich in der ARD laufen.<br />

Regie führten Edzard Onneken und Oliver<br />

Schmitz. Geehrt wurde außerdem das ProSieben-Showformat<br />

Extreme Activity mit Jürgen<br />

von der Lippe, das Constantin Entertainment<br />

produziert.<br />

»Next Generation« zum zehnten<br />

Mal in Cannes<br />

Unter dem Titel Next Generation 2007 präsentiert<br />

German Films im Rahmen des diesjährigen<br />

Cannes Filmfestivals (16. - 27. Mai<br />

2007) zum zehnten Mal ein Kurzfilmprogramm<br />

mit aktuellen Hochschulproduktionen. Die<br />

Jubiläumsausgabe der Kurzfilmrolle wird dem<br />

internationalen Fachpublikum am 20. Mai vorgestellt.<br />

Die Fachjury, bestehend aus der Filmkritikerin<br />

Anke Sterneborg (u. a. SZ), Hofer<br />

Filmtage-Chef Heinz Badewitz und Astrid<br />

Kühl (KurzFilmAgentur Hamburg), hat dreizehn<br />

Kurzfilme von zwölf deutschen Hochschulen<br />

ausgewählt, darunter Fair Trade von<br />

Michael Dreher und Die gute Lage von<br />

Nancy Brandt (beide HFF München).<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 21


»Winterreise« nach Serbien: Beim Internationalen Filmfestival Belgrad stellten Sibel Kekilli, Hans Steinbichler und Josef<br />

Bierbichler ihren gemeinsamen Film (Produktion: d.i.e.film.gmbh, BR) vor. Parallel zum Filmprogramm organisierte das<br />

Festival ein Koproduktionstreffen (Foto rechts: FFF-Nachwuchsreferentin Julia Rappold und BR-Redakteurin Cornelia<br />

Ackers während der »Belgrad Industry Meetings«). Insgesamt pitchten 12 Debütregisseure aus ganz Osteuropa ihre Projekte,<br />

die sich auffallend oft durch gesellschaftpolitische Inhalte auszeichneten. »Koproduktionstreffen wie dieses in Belgrad<br />

bewirken eine große Offenheit gegenüber regionalen Themen und neuen Talenten. Darauf aufbauend stehen wir<br />

gerne als Vermittler zu Produzenten in <strong>Bayern</strong> zur Verfügung«, bilanziert Julia Rappold die zweitägige Veranstaltung.<br />

Die Titelanimation der »Next Generation 2007«<br />

stammt von Arne Burkert, Patrick McCue,<br />

Steffi Kohl und Verena Probst, alle Studenten<br />

der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule<br />

Nürnberg. Aus Anlass des Jubiläums findet am<br />

23. Mai in Cannes eine Aufführung von »Klassikern«<br />

aus der Kurzfilmrolle statt, darunter die<br />

ersten Filme des diesjährigen Oscar-Gewinners<br />

Florian Henckel von Donnersmarck.<br />

Mit Unterstützung des FFF <strong>Bayern</strong> finden<br />

vom 17. - 23. Mai, ebenfalls bereits zum zehnten<br />

Mal, unter der Federführung von Peacefulfish<br />

die Global Film Finance Workshops<br />

(www.globalfilmfinance.net) statt, in<br />

deren Rahmen die Teilnehmer ihre Projekte<br />

mit Branchenexperten diskutieren können.<br />

Die vier Workshops konzentrieren sich auf<br />

die Themen »Neue Finanzierungsmodelle«,<br />

»Public and Private Equity Funds«, »Brand<br />

Integration« und »VOD Platforms«.<br />

Auch in diesem Jahr präsentieren sich German<br />

Films und Focus Germany, der Zusammenschluss<br />

der sieben großen Filmförderungen,<br />

wieder gemeinsam im »German Pavilion«.<br />

Der Treffpunkt im »International Village« des<br />

»Marché du Film« ist eine beliebte Anlaufstelle<br />

für alle akkreditierten Fachbesucher<br />

während des Festivals.<br />

Werner Herzog und Richard<br />

Linklater beim Filmfest<br />

München 2007<br />

Einer der wichtigesten Filmemacher aus <strong>Bayern</strong><br />

und ein »Master of Indies« sind vom 22. - 30.<br />

Juni 2007 zu Gast in München: In seiner <strong>25.</strong><br />

22<br />

Ausgabe präsentiert das Filmfest München<br />

eine Retrospektive mit allen 52 Filmen von<br />

Werner Herzog und begrüßt Richard Linklater,<br />

der alle seine Filme persönlich vorstellen<br />

wird. Für den US-Regisseur geht es dabei<br />

zurück zu seinen Wurzeln als Filmemacher:<br />

Sein erster Film Slacker, der von zahlreichen<br />

Festivals, darunter Sundance, abgelehnt wurde,<br />

feierte 1990 in München seine Weltpremiere.<br />

Neu ist in diesem Jahr ein Wettbewerb für<br />

rund 20 internationale Filme: Erstmals wird<br />

das Filmfest einen von der DZ-Bank gestifteten,<br />

hoch dotierten eigenen Preis vergeben.<br />

Die vom Publikum heiß geliebte Open Air-<br />

Reihe widmet sich zum Jubiläum der Festival-<br />

Geschichte und zeigt Highlights aus 25 Jahren<br />

Filmfest München.<br />

Frühjahrsfilmfestivals in . . .<br />

. . . Augsburg:<br />

Erst gab es Termin- und Finanzierungsschwierigkeiten,<br />

dann einen neuen Vertrag mit der<br />

Stadt Augsburg und als Resultat ein erfolgreiches<br />

Festival: Vom 17. - <strong>25.</strong> März präsentierten<br />

die Filmtage Augsburg in der traditionellen<br />

Vierteilung (Kinderfilmfest, Tage des unabhängigen<br />

Films, Kurzfilmwochenende und Filmstudenten-Symposium<br />

»Cinema of Tomorrow«)<br />

Akzente aktuellen Filmschaffens. Dieses Jahr<br />

gab es einen nationalen Schwerpunkt: In 20<br />

Programmen mit Spiel-, Dokumentar- und<br />

Kurzfilmen zeigten die Filmtage die Vielseitigkeit<br />

aktueller arabischer Filmproduktion. Ein<br />

weiteres Highlight war eine TV-Konferenz, auf<br />

der Redakteure, Produzenten und Regisseure<br />

F E S T I V A L S U N D P R E I S E<br />

der Satelliten-Sender al-Jazeera und al-<br />

Arabiyya ihre Arbeit anhand von ausgewählten<br />

Programmschemen vorstellten. Zu<br />

Gast waren weiterhin unter anderem die<br />

Regisseure Pepe Danquart und Ralf<br />

Westhoff, die ihre FFF-geförderten Filme<br />

Am Limit bzw. Shoppen vorstellten.<br />

. . . Landshut:<br />

Die familiäre Atmosphäre, in der sich Filmemacher<br />

und Publikum begegnen, ist<br />

einer der größten Vorzüge des Landshuter<br />

Kurzfilmfestivals. »Starke Filme, nette<br />

Leute und eine wunderbare Stimmung« lautet<br />

Festivalleiter Michael Orths Fazit für<br />

die achte Ausgabe des Filmereignisses, das<br />

am <strong>25.</strong> März mit einigen Preisverleihungen seine<br />

Türen schloss. Den mit 1.500 Euro dotierten<br />

Hauptpreis der BMW Group Landshut gewann<br />

Fair Trade von Michael Dreher, fast schon ein<br />

Routine-Abräumer bei internationalen Preisverleihungen,<br />

zuletzt in Saarbrücken, Aspen<br />

und Mailand. Insgesamt besuchten mehr als<br />

3.500 Zuschauer das niederbayerische Filmfest.<br />

. . . Nürnberg:<br />

Zum 12. Mal sorgte im März das Filmfestival<br />

Türkei/Deutschland für interkulturellen Austausch.<br />

Erneut begegneten sich Filmschaffende<br />

aus der Türkei und den deutschsprachigen<br />

Ländern in der fränkischen Metropole, die<br />

anlässlich des Filmfests einen großen Star<br />

begrüßen konnte: Zu Gast in Nürnberg war<br />

Mario Adorf, der mit der Aufführung von fünf<br />

seiner Filme für sein grenzüberschreitendes<br />

künstlerisches Engagment geehrt wurde. Den<br />

Hauptpreis des Festivals gewann das Drama<br />

Schicksal von Zeki Demirkubuz. Zu den<br />

Besten Darstellern wurden Jule Böwe (Gefangene)<br />

und Erkan Can (Takva) gekürt.<br />

Auch der FFF <strong>Bayern</strong> engagierte sich erneut<br />

beim Filmfestival Türkei/Deutschland und<br />

unterstützte eine Podiumsdiskussion, die unter<br />

dem Titel »Das Bild der Türken in Film und<br />

Fernsehen« die Rolle von Migranten und<br />

Migrantinnen in der deutschen Medienlandschaft<br />

untersuchte. Über die langsame Abwendung<br />

von stereotypischen Darstellung diskutierten<br />

die Regisseure Züli Aladag, dessen<br />

TV-Drama Wut im März mit dem Grimme-Preis<br />

ausgezeichnet wurde, Tefvik Baser (Lebewohl,<br />

Fremde) sowie Gualtiero Zambonini, Integrationsbeauftragter<br />

beim WDR.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


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24<br />

Ausgezeichnet<br />

Das Leben der Anderen / Florian Henckel von Donnersmarck<br />

Oscar: Bester nicht-englischsprachiger Film, Vier Preise der Deutschen<br />

Filmkritik: Bestes Spielfilmdebüt, Bester Darsteller (Ulrich<br />

Mühe), Beste Kamera (Hagen Bogdanski), Bester Schnitt (Patricia<br />

Rommel), Dänischer Filmpreis: Bester ausländischer Film, Rotterdam<br />

Filmfestival: Publikumspreis, Dänischer Kritikerpreis<br />

Sophie Scholl – Die letzten Tage / Marc Rothemund<br />

Internationales Frauenfilmfestival Harare: Bester Film, Beste Regie,<br />

Publikumspreis; Christopher Award<br />

Die wilden Hühner / Vivian Naefe<br />

Leeds Young People’s Film Festival: Younger Audience Award for<br />

Best Film<br />

Dresden / Roland Suso Richter<br />

Rencontres Internationales de Television de Reims: Bester Fernsehfilm<br />

Nationale / Alix Barbey<br />

Internationales Frauenfilmfestival Creteil/Frankreich: Beaumarchais<br />

Award für den besten Kurzfilm<br />

Peter Lohmeyer sein / Michael Stehle, Fair Trade / Michael Dreher<br />

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Kurzfilmpreis<br />

On Tour<br />

Das Leben der Anderen / Florian Henckel von Donnersmarck,<br />

Havana – Die neue Kunst Ruinen zu bauen / Florian Borchmeyer<br />

Internationales Filmfestival Sofia<br />

Ich bin die Andere / Margarethe von Trotta, 7 Zwerge – Der Wald<br />

ist nicht genug / Sven Unterwaldt<br />

Miami International Filmfestival<br />

Der Räuber Hotzenplotz / Gernot Roll, Die wilden Hühner /<br />

Vivian Naefe, Mondmann / Fritz Böhm, Französisch für Anfänger /<br />

Christian Ditter, Die Wolke / Gregor Schnitzler<br />

Sprockets Kinderfilmfestival Toronto<br />

F E S T I V A L S U N D P R E I S E<br />

Das Leben der Anderen / Florian Henckel von Donnersmarck,<br />

Winterreise / Hans Steinbichler<br />

Internationales Filmfestival Belgrad<br />

Urmel aus dem Eis / Holger Tappe<br />

Tribeca Film Festival New York<br />

Strajk – Die Heldin von Danzig / Volker Schlöndorff<br />

Isranbul Film Festival<br />

Heimat 3 / Edgar Reitz<br />

Buenos Aires Independent Film Festival<br />

Klimt / Raoul Ruiz<br />

Hongkong Filmfestival<br />

Einreichtermine für internationale Festivals, Preise und Märkte<br />

6. Int. Natur- und Tierfilmfestival NaturVision (19. – 22.7.2007)<br />

Anmeldeschluss: 30. April 2007<br />

Information: www.natur-vision.de<br />

1. Int. Festival »Emotion Pictures – Documentary and<br />

Disability« Athen (Juni 2007)<br />

Anmeldeschluss: 30. April 2007<br />

Information: www.ameamedia.gr<br />

Kurzfilmfest »Shorts at Moonlight«<br />

Anmeldeschluss: 1.Mai 2007<br />

Information: www.shortsatmoonlight.de<br />

20. IDFA – International Documentary Film Festival<br />

Amsterdam (22.11. – 2.12.2007) / Filmmarkt »Docs for Sale«<br />

Anmeldeschluss: 1. Mai / 10. August 2007;<br />

1. September 2007 (Docs for Sale)<br />

Toni Goldwascher / Norbert Lechner<br />

Kinderfilmfestival »Goldener Spatz« Erfurt<br />

Houwelandt / Jörg Adolph<br />

Internationales Dokumentarfilmfestival Visions du Réel Nyon<br />

Castells / Gereon Wetzel<br />

Full Frame Documentary Festival Durham/USA<br />

Peter Lohmeyer sein / Michael Stehle<br />

Internationales Filmwochenende Würzburg, Landshuter Kurzfilmfestival<br />

Wer früher stirbt ist länger tot & Schwere Jungs / Marcus H.<br />

Rosenmüller, Die Bluthochzeit / Dominique Deruddere, Dresden /<br />

Roland Suso Richter, Shoppen / Ralf Westhoff, Hui Buh / Sebastian<br />

Niemann, TKKG / Tomy Wigand<br />

Festival des deutschen Films Australien<br />

Dresden / Roland Suso Richter, Ich bin die Andere / Margarethe<br />

von Trotta, Unter der Sonne / Baran bo Odar, Komm näher /<br />

Vanessa Jopp, Kalte Haut / Sebastian Kutzli<br />

Festival des deutschen Films Paris<br />

18. Internationales Kurzfilmfestival Sao Paolo<br />

Anmeldeschluss: 2. Mai (Sammelversand über German Films) /<br />

20. Mai 2007<br />

History-Award 2007: Jüdisches Leben in Deutschland<br />

Anmeldeschluss: 11. Mai 2007<br />

Information: www.thehistorychannel.de<br />

6. Internationale Kurzfilmfestival »Wie wir leben«<br />

München (7. – 10.11.2007)<br />

Anmeldeschluss: 17. Juli 2007<br />

Information: www.abm-festival.de<br />

Deutscher Wirtschaftsfilmpreis 2007<br />

Anmeldeschluss: 31. Juli 2007<br />

Information: www.bmwi.de<br />

o2-Mobile Movie Award: »Spring in das wilde Leben!«<br />

Anmeldeschluss: 30. November 2007<br />

Information: www.mobilemovieaward.de<br />

Falls nicht anders angegeben, sind alle Informationen und Anmeldeformulare über German Films (Tel.: 089-599 787 0; www.german-films.de) erhältlich.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


Vorgestellt<br />

Martina Eisenreich,<br />

Filmkomponistin<br />

Für Menschen wie Martina Eisenreich<br />

ist zu viel Zeit ein Gift. Wenn<br />

der Stress nicht hoch genug ist,<br />

schreibt sie am Computer stundenlang<br />

E-Mails. Wenn die Geigerin<br />

und Komponistin allerdings die Musik für einen<br />

Spielfilm abliefern muss, arbeitet sie die Nächte<br />

durch. Sie braucht dieses selbst verzehrende<br />

Arbeiten. Nur dann funktioniert das Bauchgefühl<br />

richtig, dann kann die märchenhafte<br />

Untermalung für einen Film wie jüngst Mondmann<br />

von Fritz Böhm entstehen. »Der Druck<br />

muss hoch genug sein«, sagt Eisenreich. Deshalb<br />

will sie trotz einer Flut von Aufträgen nicht<br />

aufhören, auch noch 150 Konzerte im Jahr zu<br />

geben - mit vier verschiedenen Formationen, in<br />

denen sie spielt, unter anderem »Quadro Nuevo«<br />

oder »Lauschgold«, die sich der Weltmusik<br />

oder dem Klezmer verschrieben haben.<br />

»Ich wusste immer schon, dass ich etwas ganz<br />

Umfassendes mit Musik machen muss«, erzählt<br />

die gebürtige Erdingerin von den Anfängen. Mit<br />

drei spielte sie Akkordeon, mit fünf bekam sie<br />

Violinunterricht, danach Klavier, Orgel, Jazztrompete,<br />

Saxophon, Schlagzeug. Als Teenager<br />

lehnte sie sich gegen das familiäre Faible für<br />

Volksmusik mit ihrer persönlichen »E-Musik-<br />

Rebellion« auf: die BSE-Krise vertonte sie im<br />

Dreiklang von B, S und E. Bis heute macht sie<br />

viele Dinge anders: Entgegen aller Ratschläge,<br />

die ihr beim Studium der Filmmusik gegeben<br />

wurden, hat sie ihr Studio auf dem Land aufgebaut,<br />

bei Erding, eine Stunde von München.<br />

Rückblickend machen die verschlungenen<br />

Wege ihre Musikerbiografie viel Sinn - in der<br />

Filmmusik finden sie zusammen. Zum ersten<br />

Mal war sie fasziniert von Filmscores, als sie<br />

den Hollywood-Komponisten Danny Elfman<br />

und seine Arbeiten für Tim Burton hörte. Sein<br />

Einfluss ist in Eisenreichs märchenhaften, mit<br />

großem Bogen gespannten Arbeiten für Mondmann<br />

oder dem Hof-Erfolg Nimmermeer spürbar.<br />

Aber die junge Frau (Jahrgang 1981) kann<br />

fulminante Töne keineswegs nur aus großen<br />

Orchestern zaubern.<br />

Bei der HFF München-Produktion<br />

Milan sah Eisenreich die<br />

Bilder und überzeugte die schockierte<br />

Regisseurin Michaela<br />

Kezele: Die Geschichte über<br />

zwei Brüder während des NATO-Bombardements<br />

1999 in Jugoslawien brauche keine Musik,<br />

»nur kleine Akzente. Die große Dramatik der Bilder<br />

kann mit viel Musik leicht kaputt gemacht<br />

werden.« Milan gewann vor kurzem beim Tampere<br />

Film Festival in Finnland den Grand Prix.<br />

Bei den Komödien von Jörg Rasper spielt Eisenreich<br />

ein weiteres Talent aus: ihren Sinn fürs Ironische.<br />

Für Neuschwanstein Conspiracy wurden<br />

amerikanische Songs an der bayerischen Zither<br />

eingespielt - passend zu US- Kollateralschaden<br />

am Königsschloss. Für Reine Geschmacksache<br />

unterlegte sie diffuses Fernweh in einem westfälischen<br />

Dorf mit verspieltem Tango.<br />

Heute hat sie sich ihren eigenen Pool von<br />

Freunden und Auftraggebern aufgebaut, die vor<br />

allem aus Talenten der HFF München und der<br />

Filmhochschule in Ludwigsburg kommen. Gerade<br />

jetzt erweitert sie ihr Studio: Ihr neuer Aufnahmeraum<br />

wächst von 12 auf 100 Quadratmeter.<br />

Ausspannen ist nach wie vor nicht geplant:<br />

Als sie kürzlich auf Kurzurlaub in Rom war, kam<br />

die Schwermut im Straßencafé: »Jetzt sitze ich<br />

in einer Stadt, in der ich keine Aufgabe habe.«<br />

www.martina-eisenreich.de<br />

Ulrike Tortora, Cutterin<br />

Der französische Philosoph Jean-Paul Sartre war<br />

es, der das Schreiben als eine Form des Handelns<br />

bezeichnet hat. Ulrike Tortora hat eine<br />

ähnliche Einstellung zu ihrem Schaffen: Auch für<br />

sie steht fest, dass jede Art des Handelns ein<br />

mehr oder weniger starkes gesellschaftliches<br />

Engagement darstellt. Zunächst studierte die<br />

gebürtige Freiburgerin Theater- und Kommunikationswissenschaften.<br />

Ein Professor vermutete,<br />

dass ihr Talent womöglich mehr auf praktischem<br />

Gebiet liegen könnte und riet ihr zu<br />

einem Praktikum - der Einstieg beim<br />

Film war gefunden. Da ein Großteil<br />

ihres Interesses auf dem Visuellen<br />

liegt, arbeitete Ulrike Tortora als<br />

Kameraassistentin und drehte Videoclips.<br />

In dieser Zeit bat sie Alexander<br />

Kluge um Unterstützung in seinen<br />

Schneideraum - trotz bislang mangelnder<br />

Erfahrung als Cutterin. Der Ruf dorthin<br />

hatte zunächst auch mehr mit der Art und Weise<br />

zu tun, wie sie an das Medium Film heranging.<br />

Für sie hat Film immer einen gesellschaftlichen<br />

Anspruch, der über die Ebene der Unterhaltung<br />

hinausweist. Aus diesem Grund sucht sie sich<br />

die Themen bewusst aus und ist bei vielen Filmen<br />

von Anfang an dabei. Dabei liegt ihr einerseits<br />

der Dokumentarfilm besonders am Herzen,<br />

andererseits aber auch die Arbeit mit Studenten<br />

und jungen Regisseuren, deren Freiheit und<br />

Energie sie schätzt. Im Laufe der Jahre hat sie<br />

sich als Cutterin etabliert, die im Schneideraum<br />

mit dem Material in Kommunikation tritt, es auf<br />

sich wirken lässt, um so die Essenz des Themas<br />

zu finden. »Ich sehe gerne genau hin«, sagt sie<br />

selber über sich. Sehr wichtig ist ihr auch der<br />

Respekt gegenüber den Menschen, um die es in<br />

den Werken geht. Gerade, weil sie als erfahrene<br />

Cutterin um die Gefahren weiß, wie man<br />

Themen nach seiner eigenen Wahrnehmung<br />

unmerklich und unabsichtlich variieren und<br />

damit manipulieren kann, ist Offenheit für sie<br />

ganz wesentlich. Das ist auch der Grund dafür,<br />

dass sie manchmal als »Nothelferin« einspringt.<br />

»Sich selbst und dem Sujet treu bleiben« ist einer<br />

ihrer wesentlichsten Ansprüche. Von daher ist<br />

es fast selbstverständlich, dass sie sich<br />

besonders für Themen interessiert, die auch<br />

einen gesellschaftlichen Anspruch aufweisen.<br />

Susan Gluths Mit den Augen eines Flüchtlingskindes<br />

etwa ist eines davon, aber auch German<br />

Krals Der letzte Applaus über die Musiker einer<br />

Bar in Buenos Aires und - aktuell beim Dok.Fest<br />

München 2007 zu sehen - Eldar Grogrians<br />

Kurzfilm Callshop. Wie wichtig ihr Inhalte sind,<br />

zeigt sich auch in ihrer Arbeit als Dozentin an<br />

der HFF, bei der sie die Kameraübungen ihrer<br />

Studenten in ihren AVID lädt, um die Effekte des<br />

Schnittes einerseits ganz praktisch und andererseits<br />

an den Studenten eigenen Themen zu<br />

demonstrieren. Für die Zukunft könnte sich Tortora<br />

eventuell vorstellen, einen eigenen Film zu<br />

machen: »Vielleicht, wenn die Kinder aus dem<br />

Haus sind«, sagt die dreifache Mutter.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 25


Termine<br />

Der Weg zur Förderung<br />

Die vollständigen Antragsunterlagen<br />

für FFF-Produktionsförderung Kino und<br />

Fernsehen, Projektentwicklungs-, Drehbuch-,<br />

Verleih- und Vertriebsförderung<br />

26<br />

Veranstaltungen / Weiterbildung<br />

10./11.5.2007<br />

Seminar an der Akademie des Deutschen Buchhandels:<br />

»Musik in Film, Fernsehen, IPTV und Werbung«<br />

Ort: München; Info: www.buchakademie.de<br />

11.5.2007<br />

Broadcast & Production Show: Open HouseMünchen & Konferenz<br />

»Produktionstechnik in Film und TV«<br />

Info: www.openhousemuenchen.de<br />

17. - 23.5.2007<br />

Global Film Finance 10 Workshops – Cannes 2007<br />

Ort: Cannes; Info: www.peacefulfish.com<br />

18. - 20.5.2007<br />

Discovery Campus: Open Training Session<br />

»Facing the Factual Future«<br />

Ort: München; Info: www.discovery-campus.de<br />

<strong>25.</strong>5.2007<br />

Bayerischer Fernsehpreis<br />

Ort: Prinzregententheater, München; Info: www.bayern.de<br />

31.5.2007<br />

Branchentreff bei Bavaria Film: »Tools for Film - Software<br />

für Kalkulation, Planung, Development, Musterversand«<br />

Ort: Geiselgasteig; Info: www.bavaria-film.de<br />

14.6.2007<br />

Branchentreff bei Bavaria Film: »Einsteiger und Durchsteiger<br />

beim Film - Der große Nachwuchstag für Medieninteressierte«<br />

Ort: Geiselgasteig; Info: www.bavaria-film.de<br />

3./4.7.2007<br />

BLM-Lokalrundfunktage<br />

Ort: Nürnberg; Info: www.blm.de<br />

27.9.2007<br />

Seminar an der Akademie des Deutschen Buchhandels: »Vertragsgestaltung<br />

in der Film- und Fernsehbranche -<br />

Filmproduktion und Filmlizenzhandel (Grundlagen)«<br />

Ort: München; Info: www.buchakademie.de<br />

müssen zu folgenden Terminen in der<br />

Geschäftsstelle des <strong>FilmFernsehFonds</strong><br />

<strong>Bayern</strong> vorliegen (genannt sind jeweils<br />

der erste und letzte Tag der Einreichfrist;<br />

Annahmeschluss ist jeweils 18 Uhr<br />

des letztgenannten Tages):<br />

28. Mai - 12. Juni (auch Nachwuchsanträge),<br />

3. - 18. September, 22. Oktober - 6.<br />

November (auch Nachwuchsanträge) 2007.<br />

Der FFF-Vergabeausschuss tagt jeweils vier<br />

Wochen nach Einreichschluss (11. Juli,<br />

17. Oktober, 5. Dezember 2007 ).<br />

Alle Details zur Einreichung stehen im<br />

Internet unter www.fff-bayern.de bereit.<br />

28.9.2007<br />

Seminar an der Akademie des Deutschen Buchhandels: »Vertragsgestaltung<br />

in der Film- und Fernsehbranche -Filmproduktion<br />

und Filmlizenzhandel (Jahres-Update)«<br />

Ort: München; Info: www.buchakademie.de<br />

7. - 9.11.2007<br />

Medientage München<br />

Ort: München; Info: www.medientage.de<br />

Festivals und Filmtage in <strong>Bayern</strong><br />

2. - 10.5.2007<br />

Internationales Dokumentarfilmfestival München<br />

Information: www.dokfest-muenchen.de<br />

18./19.5.2007<br />

Thalmässinger Kurzfilmtage<br />

Ort: Thalmässing/Mittelfranken;<br />

Info: www.kurzfilm-thalmaessing.de<br />

14. - 20.6.2007<br />

Munich International Short Film Festival<br />

Ort: Mathäser Filmpalast, München; Info: www.muc-intl.de<br />

22. - 30.6.2007<br />

Filmfest München<br />

Ort: München; Info: www.filmfest-muenchen.de<br />

24.7. - 8.8.2007<br />

Fantasy Filmfest<br />

Orte: München, Nürnberg u. a.; Info: www.fantasyfilmfest.com<br />

19. - 22.7.2007<br />

Natur- und Tierfilmfestival »NaturVision«<br />

Ort: Bayerischer Wald; Info: www.natur-vision.de<br />

1. - 10.10.2007<br />

Perspektive - Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte<br />

Ort: Nürnberg; Info: www.fitame.de<br />

23. - 28.10.2007<br />

Internationale Hofer Filmtage<br />

Ort: Hof; Info: www.hofer-filmtage.de<br />

Weitere Veranstaltungshinweise finden sich laufend aktualisiert im Internet unter www.fff-bayern.de.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


MEDIA Antenne<br />

München News<br />

Einreichtermine<br />

TV-Ausstrahlung (06/2007):<br />

1. Juni, 2. November 2007<br />

Automatische Verleihförderung (05/07):<br />

30. April 2007<br />

Festivalförderung (09/2007): 11. Mai 2007<br />

Training (10/07): 2. Juli 2007<br />

Pilotprojekte (12/07): 2. Juli 2007<br />

Video on Demand & Digital Cinema<br />

Distribution (13/07): 9. Juli 2007<br />

Selektive Verleihförderung (04/07):<br />

10. Juli, 1. Dezember 2007<br />

Antragsformulare und Beratung:<br />

MEDIA Antenne München; Ingeborg Degener<br />

& Anke Gadesmann; Herzog-Wilhelm-Str. 16;<br />

80331 München; Tel: 089-544 603-30, Fax:<br />

089-544 603-40; e-mail: info@mediaantennemuenchen.de;<br />

www.mediadesk.de<br />

TV-Ausstrahlungsförderung -<br />

jetzt beantragen!<br />

Die Europäische Kommission hat die neuen<br />

Richtlinien zur TV-Ausstrahlungsförderung mit<br />

einem Fördervolumen von 9,5 Mio Euro veröffentlicht.<br />

Einreichtermine 2007 sind der 1. Juni<br />

und 2. November. Unabhängige Produzenten<br />

können für TV-Projekte (Fiction, Dokumentarfilm<br />

oder Animation) einen Zuschuss von bis zu<br />

500.000 Euro beantragen, wenn mindestens<br />

drei Sender aus unterschiedlichen MEDIA-Mitgliedsstaaten<br />

durch Vorverkäufe oder Koproduktion<br />

beteiligt sind. Die Fördersumme beträgt<br />

bei Spiel- und Animationsfilmen bis zu 12,5% und<br />

bei Dokumentarfilmen bis zu 20% des Produktionsbudgets.<br />

Neu ist, dass ein eingereichtes<br />

Projekt bei Ablehnung nur noch einmal wieder<br />

eingereicht werden darf. Verändert hat sich<br />

auch die Frist der anzuerkennenden Kosten,<br />

deren Zeitrahmen sich auf sechs Monate vor<br />

Antragstellung verlängert hat. Zudem wurden<br />

die Antragsunterlagen zugunsten der Antragsteller<br />

an einigen Stellen leicht modifiziert.<br />

Pilotprojekte - jetzt einreichen!<br />

Bis zum 2. Juli 2007 können Unternehmen<br />

und Organisationen der europäischen audiovisuellen<br />

Industrie sowie branchenverwandte<br />

Dienstleister, Leasing-Firmen und Content-Anbeiter<br />

eine Förderung beantragen,<br />

deren Ziel die internationale Verbreitung<br />

und Promotion europäischer Inhalte durch<br />

innovative digitale Technologien ist. Die<br />

Europäische Kommission stellt zwei Millionen<br />

Euro für audiovisuelle Datenbank-Netzwerke,<br />

auf innovativer Technik beruhende nonlineare<br />

Vertriebsmodelle und die Weiterentwicklung<br />

bereits geförderter Pilotprojekte<br />

zur Verfügung. Projekte, die in den Bereichen<br />

Video On Demand und Digitales Kino angesiedelt<br />

sind und die kommerzielle Anwendung<br />

digitaler Technologien betreffen, werden<br />

ab sofort unter dem Aufruf VOD und DCD<br />

berücksichtigt. Verlangt werden die Zusammenarbeit<br />

mit Partnern aus mindestens<br />

vier MEDIA-Ländern und die Ausführung in<br />

mindestens drei Sprachfassungen.<br />

Gefördert werden maximal 50% der Gesamtkosten.<br />

Bei der Förderung handelt es sich um<br />

einen Zuschuss. Die Projektdauer kann bis zu<br />

3 Jahren betragen, wobei jedes Jahr neu ein<br />

Antrag auf Verlängerung gestellt werden muss.<br />

Neuer Förderbereich: VOD<br />

und DCD<br />

Unter dem Titel Video on Demand and<br />

Digital Cinema Distribution hat die Europäische<br />

Kommission neue Richtlinien veröffentlich,<br />

um Antragsteller zu unterstützen, die<br />

unter Nutzung moderner digitaler Technologien<br />

europäische Filme international verbreiten.<br />

Antragsberechtigt sind Unternehmen aus<br />

der audiovisuellen Industrie aus den Bereichen<br />

Produktion und Vertrieb sowie Kinonetzwerke<br />

und Content-Anbieter, die in den<br />

zwei Kategorien Video on Demand und Digitale<br />

Kinoauswertung einreichen können. Ver-<br />

langt wird, dass die angebotenen audiovisuellen<br />

Inhalte wie Spiel- und Fernsehfilme<br />

(Fiction, Animation, Dokumentarfilm) sowie<br />

Making Ofs, Opern, Konzerte, Kurzfilme aus<br />

mindestens vier Ländern und mindestens drei<br />

verschiedenen Sprachgebieten stammen.<br />

Der Beginn der Maßnahme muss spätestens<br />

am 1. Mai 2008 erfolgen. Die Maßnahme<br />

selbst kann sich über drei Jahre oder mehr<br />

erstrecken. Gefördert werden maximal 50%<br />

der Projektkosten. Einreichtermin ist der<br />

9. Juli 2007.<br />

Festivalförderung - neue<br />

Richtlinien<br />

MEDIA hat die neuen Förderrichtlinien für<br />

europäische Festivals veröffentlicht. Die Höhe<br />

der Förderung ist auf 35.000 Euro und maximal<br />

50% der förderfähigen Kosten begrenzt. Zwei<br />

Hauptkriterien sind zu erfüllen: Das Festival<br />

muss zu 70% europäische Filme aus mindestens<br />

zehn Mitgliedsländern zeigen. Außerdem soll<br />

die Planung in Zusammenarbeit mit anderen<br />

europäischen Festivals erfolgen, entweder im<br />

Rahmen eines Netzwerks oder durch individuelle<br />

Kooperationsabkommen mit Festivals.<br />

Einreichtermin ist der 11. Mai 2007 für Festivals,<br />

die zwischen dem 1. November 2007 und<br />

dem 30. April 2008 stattfinden.<br />

Förderung für Filmhochschulen<br />

Bis zum 2. Juli 2007 können Filmhochschulen<br />

und ähnliche Institutionen, die in der Ausbildung<br />

für die audiovisuellen Medien tätig sind,<br />

Förderung für berufsbildende Maßnahmen für<br />

Studenten und -dozenten in den Bereichen<br />

Techniken des Drehbuchschreibens, Management<br />

und Neue Technologien beantragen. Voraussetzung<br />

ist die Zusammenarbeit von mindestens<br />

drei Organisationen aus drei MEDIA<br />

Mitgliedsländern, wobei mindestens zwei<br />

davon Hochschulen sein müssen. Die Förderhöhe<br />

darf maximal 50% der anrechenbaren<br />

Projektkosten betragen. Die Maßnahmen müssen<br />

spätestens am 30. Juni 2008 beginnen.<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 27


Wer macht was<br />

Christoph Boekel präsentierte seinen<br />

Dokumentarfilm Verstrahlt und vergessen -<br />

20 Jahre nach Tschernobyl auf bislang 24 Festivals,<br />

unter anderem in Chicago, New York<br />

und dem chinesischen Guangzhou. Die Produktion<br />

von Baum Film gewann außerdem<br />

den Gold Award des UN Departments of<br />

Public Information.<br />

Stefanie Braun verantwortet seit April die<br />

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den<br />

Sender DMAX.<br />

Philipp Budweg und Johannes Schmid,<br />

schlicht & ergreifend, realisierten Christian<br />

Moris Müllers Abschlussfilm Vier Fenster<br />

als Koproduktion mit HFF München und HFF<br />

Potsdam-Babelsberg. Der Berlinale-Beitrag<br />

von 2006 läuft seit 19. April im Verleih von<br />

MissingFilms im Kino.<br />

Christiane M. Conradi, Bayerisches Filmzentrum,<br />

war Jurymitglied im Spielfilm-Wettbewerb<br />

des Filmfestivals Türkei/Deutschland<br />

in Nürnberg.<br />

Gerhard Faul, Medienladen Nürnberg,<br />

schrieb, produzierte und inszenierte nach 30<br />

Dokumentarfilmen im Sommer 2006 sein<br />

Spielfilmdebüt Frischfleisch. Die in der fränkischen<br />

Schweiz gedrehte Satire über einen<br />

Metzger, der sich in eine Tierrechtlerin verliebt,<br />

läuft derzeit in zahlreichen mittelfränkischen<br />

Kinos. In Planung ist ein bundesweiter<br />

Vertrieb.<br />

Klaus Frers, go4music, betreute als Music<br />

Supervisor den Soundtrack zur Rat Pack-Produktion<br />

Neues vom Wixxer, auf dem unter<br />

anderem Madness, The Dead 60s und Christoph<br />

Maria Herbst mit einer Karaoke-Version<br />

von »Dschingis Khan« zu hören sind.<br />

Hans Andreas Guttner zeigte seine Filme<br />

Alamanya Alamanya - Germania Germania,<br />

Im Niemandsland sowie andere Produktionen<br />

der Pentalogie Europa - Ein transnationaler<br />

Traum beim Berliner Festival<br />

»Beyond Belonging«.<br />

28<br />

Silke Fuhrmann hat im Februar den neuen<br />

Katalog ihrer Agentur (www.agentur-fuhrmann.de)<br />

veröffentlicht. Unter Vertrag bei<br />

der Agentur Fuhrmann stehen unter anderem<br />

die Schauspieler Christine Zierl, Julia<br />

Haacke und Stephan Ullrich.<br />

Franz X. Gernstl und Fidelis Mager (megaherz)<br />

produzierten für WDR und BR als Fortsetzung<br />

seines Films Engelchen, flieg! Adolf<br />

Winkelmanns Drama Das Leuchten der<br />

Sterne über ein behindertes Mädchen und<br />

seine Familie. Sendetermin ist am 30. Mai<br />

2007 um 20.15 Uhr in der ARD.<br />

Ralf Gladitz (Wenn Elefant und Löwe den<br />

Bolero tanzen) und Beate Schäfer (Unser<br />

Leben mit Markus), BR-Journalisten, sind für<br />

ihre Reportagen mit dem diesjährigen Karl-<br />

Buchrucker-Preis der Inneren Mission München<br />

ausgezeichnet worden.<br />

David Groenewold ist seit 1. April Vorstandsvorsitzender<br />

der Odeon Film. Nach<br />

dem Zusammenschluss von Odeon Film und<br />

Hofmann & Voges Entertainment wurde<br />

Mischa Hofmann zum weiteren Vorstand<br />

berufen. In Vorbereitung hat Hofmann &<br />

Voges derzeit den Jugendfilm Gretchen Sackmeier<br />

nach dem Jugendroman von Christine<br />

Nöstlinger (Drehbuch: Bora Dagtekin).<br />

Alaric und Jerome Hamacher, Virtual Experience,<br />

haben zum 100jährigen Jubiläum der<br />

Firma SKF (www.skf.com) einen 3D-Zukunftsfilm<br />

produziert. Der Science Fiction-Imagefilm<br />

wird von März bis Oktober 2007 an zahlreichen<br />

europäischen SKF-Standorten vorgeführt.<br />

André Heim ist neuer Referent von Bavaria<br />

Film-Geschäftsführer Dieter Frank.<br />

Sonja Heiss erhielt für ihren FFF-geförderten<br />

HFF München-Abschlussfilm Hotel Very Welcome<br />

bei der Berlinale eine lobende Erwähnung<br />

beim Preis »Dialogue en Perspective«.<br />

Eberhard Junkersdorf hat seine Geschäftsführer-Anteile<br />

an der Neuen Bioskop Film<br />

auf seinen Mitgesellschafter Dietmar Güntsche<br />

übertragen. In der Projektentwicklung<br />

und als Produzent bleibt er der Firma jedoch<br />

weiterhin verbunden.<br />

Knut Karger, Student der HFF München, ist<br />

für seinen Dokumentarfilm Für den Ernstfall<br />

(Produktion: Lüthje & Schneider) beim Festival<br />

Cinéma du Réel in Paris mit dem »Bourse<br />

Pierre et Yolande Perrault« für Nachwuchsregisseure<br />

ausgezeichnet worden.<br />

Michaela Kezele, HFF München-Studentin,<br />

hat für ihren Kurzfilm Milan, eine<br />

Koproduktion mit dem BR und Target Film<br />

(Produzentinnen: Daniela Ljubinkovic,<br />

Kathrin Geyh) den mit 5.000 Euro dotierten<br />

Großen Preis des International Short<br />

Film Festival in Tampere/Finnland gewonnen.<br />

Der Preis berechtigt zur Filmeinreichung<br />

beim Studenten-Oscar.<br />

Andrea Kuhn ist neue Leiterin der »Perspektive«,<br />

dem Nürnberger Filmfestival der<br />

Menschenrechte. Die bisherige Leiterin der<br />

StummFilmMusikTage Erlangen übernimmt<br />

die Aufgabe von Matthias Fetzer.<br />

Maren Lüthje und Florian Schneider produzierten<br />

den deutsch-äthiopischen Kurzfilm<br />

Menged von Daniel Taye Workou, der im<br />

Berlinale-Wettbewerb »KPlus« den Gläsernen<br />

Bären gewann.<br />

Stefan Müller ist neues Mitglied der Geschäftsführung<br />

von CinePostproduction.<br />

Nicole Pawelke ist seit März Marketingleiterin<br />

bei NBC Universal Global Networks<br />

Deutschland.<br />

Anke Redl ist seit Anfang April Auslandsbeauftrage<br />

von German Films in China.<br />

Achim Rohnke löst zum 1. Juli 2008 Dieter<br />

Frank als Geschäftsführer der Bavaria Film ab.<br />

Marcus H. Rosenmüller inszeniert für den<br />

BR (Redaktion: Cornelia Ackers) nach Drehbüchern<br />

von Karin Michalke in München<br />

und Umgebung die Spielfilm-Trilogie Beste<br />

Zeit, Beste Gegend und Beste Chance. Monaco<br />

Film produziert, die Hauptrollen spielen<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


W E R M A C H T W A S<br />

Förderpreis Deutscher Film-Gewinnerin<br />

Rosalie Thomass und Anna Maria Sturm.<br />

Klaus Schaefer ist von Kulturstaatsminister<br />

Bernd Neumann als Mitglied in den<br />

Beirat des Deutschen Filmförderfonds<br />

(DFFF) berufen worden.<br />

Jens Schanze (Winterkinder) war Jurymitglied<br />

beim One World Human Rights Film<br />

Festival in Prag.<br />

Bea Schmidt und Herbert Häußler sind neue<br />

Prokuristen der Bavaria Fernsehproduktion.<br />

Produktionsspiegel<br />

Stand: 20. April 2007<br />

Absurdistan<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Veit Helmer Filmproduktion,<br />

BR, SWR, arte<br />

Produzent und Regie: Veit Helmer<br />

Drehbuch: Veit Helmer, Gordan Mihic,<br />

Zaza Buadze<br />

Kamera: Georgi Beridze<br />

Förderung: Medienboard Berlin-Brandenburg,<br />

FFF <strong>Bayern</strong>, MfG<br />

Drehort: Aserbaidschan<br />

Stand: Postproduktion<br />

Ali gegen Alle<br />

Spielfilm - 90 Min.<br />

Produktion: fieber.film, Dschointventschr<br />

Produzenten: Mario Stefan, Karin Koch<br />

Drehbuch: Adnan Köse, Domenico Blass<br />

Regie: Samir<br />

Drehort: <strong>Bayern</strong>, Schweiz<br />

Drehzeit: 2008<br />

Der Alpenflug (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für BR<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Regie: Manfred Baur<br />

Drehorte: Deutschland, Österreich,<br />

Schweiz, Italien<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Angsthasen<br />

Fernsehfilm<br />

Produktion: collina Film für BR<br />

Produzent und Drehbuch: Ulrich Limmer<br />

Redaktion: Bettina Reitz, Cornelia Ackers<br />

Regie: Franziska Buch<br />

Oliver Simon und Daniel Baur, K5 Filmproduktion,<br />

haben gemeinsam mit dem<br />

ehemaligen Vertriebs- und Marketingspezialisten<br />

bei Film Four, Bill Stephens,<br />

einen Weltvertrieb mit Sitz in München<br />

und London gegründet. Der neue Vertrieb,<br />

der sich auf englischsprachige Produktionen<br />

konzentrieren wird, gibt sein Marktdebüt<br />

in Cannes.<br />

Bernhard Springer (True Lines Entertainment)<br />

und Wolfgang Panzer (Filume Filmproduktion)<br />

präsentierten ihren Spielfilm No<br />

Time to Die beim Filmfestival in Amiens.<br />

Kamera: Axel Block<br />

Darsteller: Edgar Selge, Nina Kunzendorf,<br />

Claudia Messner, Uwe Ochsenknecht<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Drehort: <strong>Bayern</strong><br />

Stand: Postproduktion<br />

Anna & Adoro<br />

Sitcom-Pilot<br />

Produktion: Hofmann & Voges für RTL<br />

Produzent: Philip Voges<br />

Producerin: Katja Herzog<br />

Drehbuch: Anika Decker, Marius Jung<br />

Drehort: Berlin<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Antjes Fischkoppgeschichten (AT)<br />

TV-Serie - 26 x 3,5 Min.<br />

Produktion: Papa Löwe Filmproduktion<br />

für NDR<br />

Produzentin: Irina Probost<br />

Produktionzeit: Januar 2007 - März 2008<br />

Army of Ghosts<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: fieber.film<br />

Produzent: Mario Stefan<br />

Drehbuch: Linus Förster<br />

Regie: Roman Gonther<br />

Kamera: Christine Wagner<br />

Drehorte: <strong>Bayern</strong>, Hessen<br />

Drehzeit: Winter 2007/2008<br />

Die Augen meiner Mutter<br />

Kinofilm<br />

Produktion: d.i.e.film.gmbh, BR<br />

Produzent: Dieter Ulrich Aselmann<br />

Julia Teufel ist neue Press & PR Managerin bei<br />

The Biography Channel. Direktor Finanzen und<br />

Distribution ist Klaus Fendt. Die Position des<br />

Director Marketing und Communications für<br />

The Biography Channel und The History Channel<br />

hat Sebastian Wilhelmi übernommen.<br />

Peter Thiem ist seit Anfang April Geschäftsführer<br />

der Bavaria Media.<br />

Margarethe von Trotta inszeniert für Clasart<br />

Film und Concorde Filmverleih einen<br />

Kinofilm über Hildegard von Bingen. Gedreht<br />

wird ab Spätsommer in <strong>Bayern</strong> und Hessen.<br />

Koproduzenten: Gloria Burkert,<br />

Andreas Bareiss<br />

Redaktion: Cornelia Ackers<br />

Drehbuch und Regie: Nuran David Calis<br />

Kamera: Helmut Pirnat<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Darsteller: Erhan Emre, Mira Bartuschek<br />

Drehorte: München,<br />

Regensburg, Armenien<br />

Stand: Postproduktion<br />

Ausbilder Schmidt<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Hofmann & Voges Entertainment<br />

Produzenten: Philip Voges, Alban Rehnitz<br />

Drehbuch: Florian Gärtner, Jakob Hilpert,<br />

Rudolf Jula, Holger Müller, Knacki Deuser<br />

Regie: Christoph Schrewe<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Darsteller: Holger Müller<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Der Bauer mit den Regenwürmern<br />

Dokumentation - 45 Min.<br />

Produktion: Denkmal-Film für BR<br />

Produzent, Buch & Regie: Bertram Verhaag<br />

Kamera: Waldemar Hauschild<br />

Drehort: Deutschland<br />

Drehzeit: September 2006 - Juli 2007<br />

Bella Figura - Müssen Sänger dick sein?<br />

Dokumentarfilm - 60 Min.<br />

Produktion: Pars Media, SWR, ORF, SF-DRS,<br />

SVT, NRK, WNet<br />

Produzenten: Marieke Schroeder,<br />

Jan Schmidt-Garre<br />

Drehbuch: Marieke Schroeder<br />

Regie: Jan Schmidt-Garre<br />

Kamera: Ralph Netzer<br />

Drehorte: München, Berlin, Zürich, USA<br />

Stand: Postproduktion<br />

Der blinde Fleck<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: Claussen+Wöbke+Putz, ZDF, dffb<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 29


Produzenten: Jakob Claussen<br />

Drehbuch und Regie: Tom Zenker<br />

Kamera: Frank Meyer<br />

Darsteller: Jan-Gregor Kemp, Nina Petri<br />

Drehort: Hamburg<br />

Stand: Postproduktion<br />

Brief an Bill Gates<br />

Fernsehfilm<br />

Produktion: sperl+schott film für SAT.1<br />

Produzenten: Gabriele Sperl, Uwe Schott<br />

Drehbuch: Martin Rauhaus<br />

Regie: Josh Broecker<br />

Drehort: Berlin, Seattle<br />

Drehzeit: Juni/Juli 2007<br />

Der Bulle von Tölz<br />

TV-Serie<br />

Produktion: Alexander Film für SAT.1<br />

Produzent: Ernst von Theumer<br />

Darsteller: Ottfried Fischer, Katharina Abt,<br />

Ruth Drexel<br />

Drehort: Bad Tölz und Umgebung<br />

Drehzeit: Mai 2007<br />

Crazy Race 4 - Auf der Jagd nach dem<br />

afrikanischen Diamanten<br />

Fernsehfilm - 93 Min.<br />

Produktion: Crazy Film für RTL<br />

Produzenten: Philipp Weinges, Günter Knarr,<br />

Andreas Richter<br />

Drehbuch: Philipp Weinges, Günter Knarr<br />

Regie und Kamera: Axel Sand<br />

Darsteller: Jan Sosniok, Katy Karrenbauer,<br />

Mirja Boes, Dirk Bach, Herbert Feuerstein<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Drehorte: Kapstadt, Köln<br />

Drehzeit: Februar - März 2007<br />

Dolasilla - Prinzessin der Fanes (AT)<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Fanes Film<br />

Produzent: Norbert Preuss<br />

Drehbuch: Andrew Birkin, Don Bohlinger<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, MEDIA<br />

Drehorte: München, Italien<br />

Stand: Entwicklung<br />

Domspatzen (AT)<br />

Dokumentarfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Tangram Film, BR<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Regie: Matti Bauer<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Drehorte: Deutschland, Schweiz<br />

Stand: Dreh<br />

Don Quichote<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Roxy Film für SAT.1<br />

Produzenten: Andreas Richter, Ursula<br />

Woerner, Annie Brunner<br />

Drehbuch: Christian Zübert<br />

Regie: Isabel Kleefeld<br />

Kamera: Tom Fährmann<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

30<br />

Drehorte: <strong>Bayern</strong>, Spanien<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Dunkle Welten (AT)<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Fanes Film<br />

Produzent: Norbert Preuss<br />

Drehbuch: Gerhard Hross, Marcus Niedermair<br />

Regie und Kamera: Hans-Günther Bücking<br />

Förderung: MEDIA<br />

Drehort: Berlin<br />

Stand: Entwicklung<br />

Ella & Eckart<br />

Sitcom-Pilot<br />

Produktion: Hofmann & Voges<br />

Entertainment für ProSieben<br />

Produzent: Philip Voges<br />

Producerin: Katja Herzog<br />

Drehbuch: Anika Decker<br />

Drehort: München<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Das Engelsgesicht<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Fanes Film, Rainbow Home<br />

Entertainment<br />

Produzent: Norbert Preuss<br />

Drehbuch: Christian Limmer<br />

Drehorte: Deutschland, Italien, Holland<br />

Stand: Entwicklung<br />

Feuersprung (AT)<br />

Fernsehfilm<br />

Produktion: Wiedemann & Berg<br />

Filmproduktion, GFP für ProSieben<br />

Produzenten: Max Wiedemann,<br />

Quirin Berg, David Groenewold<br />

Redaktion: Andrea Bohling<br />

Drehbuch: Frank Raki<br />

Regie: Rainer Matsutani<br />

Kamera: Gerhard Schirlo<br />

Darsteller: Stephan Luca, Silke Bodenbender,<br />

Klaus J. Behrendt, Christian Kahrmann<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, Medienboard<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Drehort: Berlin, Litauen<br />

Stand: Postproduktion<br />

Ein fliehendes Pferd (AT)<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Gate Film, Clasart Film, ZDF<br />

Produzent: Rikolt von Gagern<br />

Drehbuch: Ralf Hertwig, Kathrin Richter<br />

nach der Novelle von Martin Walser<br />

Regie: Rainer Kaufmann<br />

Kamera: Klaus Eichhammer<br />

Darsteller: Ulrich Noethen, Katja Riemann,<br />

Ulrich Tukur<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, MfG, FFA<br />

Drehort: Bodensee<br />

Stand: Postproduktion<br />

Forsthaus Falkenau (29. Staffel)<br />

Fernsehserie - 15 x 45 Min.<br />

Produktion: ndF für ZDF<br />

P R O D U K T I O N S S P I E G E L<br />

Produzent: Rudi Pitzl<br />

Drehbuch: Jürgen Werner<br />

Regie: Andreas Drost, Florian Richter<br />

Darsteller: Hardy Krüger jr., Tina Bordihn<br />

Drehorte: München, Starnberger See<br />

Drehzeit: 24. April - 22. November 2007<br />

Die Frauen des Anarchisten<br />

Kinofilm<br />

Produktion: P’Artisan Filmproduktion,<br />

Cargo Films, KV Entertainment,<br />

J. Ibarretxe & Co., Zip Films<br />

Drehbuch und Regie: Peter Sehr, Marie Noelle<br />

Kamera: Javier Aguirresarobe<br />

Darsteller: Nina Hoss, Laura Morante,<br />

Jean-Marc Barr, Juan Diego Botto<br />

Kamera: Jean Francois Robin<br />

Förderung: FFF, FFA, Filmstiftung NRW<br />

Drehorte: Spanien, Frankreich, Köln<br />

Drehzeit: 15. März - 15. Juni 2007<br />

Freche Mädchen<br />

Kinofilm<br />

Produktion: collina Film, Constantin Film<br />

Produzent: Ulrich Limmer<br />

Drehbuch: Maggie Peren<br />

Regie: Ute Wieland<br />

Kamera: Peter Przybylski<br />

Darsteller: Anke Engelke, Armin Rohde,<br />

Piet Klocke, Anna Böttcher<br />

Drehorte: <strong>Bayern</strong>, Nordrhein-Westfalen<br />

Drehzeit: Sommer 2007<br />

Freitags um drei<br />

Dokumentarfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Allary Film für ZDF und arte<br />

Produzent und Kamera: Mathias Allary<br />

Drehbuch und Regie: Christine Repond<br />

Drehort: München<br />

Drehzeit: April 2006 - Mai 2007<br />

Das Geheimnis der Schlangengöttin<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für ZDF, ERT-<br />

SA-TV Greece, Avro (NL), History TV Canada<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Drehbuch und Regie: Christian Bauer,<br />

Nikos Dayandas<br />

Drehorte: Griechenland, USA, Kanada<br />

Stand: Dreh<br />

Geheimnis Leben (AT)<br />

Dokumentarfilm - 2 x 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für NDR<br />

Produzentin: Dagmar Biller<br />

Regie: Dominique Klughammer,<br />

Marc Haenecke<br />

Drehort: Deutschland, Spanien<br />

Stand: Dreh<br />

Das Geheimnis von Loch Ness<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Rat Pack Filmproduktion, Alpha<br />

Filmtime Medienproduktion für SAT.1<br />

Produzenten: Christian Becker, Anita<br />

Schneider, Dirk Scharrer<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


P R O D U K T I O N S S P I E G E L<br />

Ausführender Produzent: Mathias Lösel<br />

Drehbuch: Daniel Maximilian, Thomas Pauli<br />

Regie: Michael Rowitz<br />

Kamera: Dietmar Koelzer<br />

Darsteller: Lisa Martinek, Hans Werner<br />

Meyer, Lukas Schust, Thomas Fritsch<br />

Drehort: Österreich<br />

Stand: Postproduktion<br />

Der geköpfte Hahn<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: Film-Line, Epo-Film, Total TV,<br />

Új Budapest Filmstúdió, BR<br />

Produzenten: Arno Ortmair, Dieter Pochlatko,<br />

Radu Gabrea, Laszlo Kantor<br />

Redaktion: Bettina Reitz, Claudia Simionescu<br />

Drehbuch: Radu Gabrea, Bert Koß<br />

Regie: Radu Gabrea, Marijan Vajda<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, ÖFI, CNC<br />

Darsteller: David Zimmerschied, Alicja<br />

Bachleda-Curus, Wolfgang Hübsch<br />

Drehorte: Hermannstadt (Sibiu), Wien<br />

Stand: Postproduktion<br />

The Great Radio War<br />

Dokumentarfilm - 52/90 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für MDR, BR,<br />

arte, RTE, TSR, SBS, History TV u. a.<br />

Produzenten: Christian Bauer, Dagmar Biller<br />

Regie: Christian Bauer<br />

Drehorte: Deutschland, USA, Ungarn,<br />

Tschechien u. a.<br />

Stand: Dreh<br />

Die Herren mit der grauen Weste<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: Drife Productions<br />

Drehbuch und Regie: Tobias Stille<br />

Drehorte: München/Mallorca<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Im Bann der Pferde<br />

Dokumentationsreihe<br />

Produktion: Filmquadrat für SWR, arte<br />

Produzent: Thomas Wartmann<br />

Drehbuch und Regie: Lisa Eder,<br />

Thomas Wartmann<br />

Drehort: Island, Irland, Marokko u. a.<br />

Drehzeit: 2007/2008<br />

Im Garten des Töpfers (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für BR<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Regie: Matti Bauer<br />

Drehort: Deutschland<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Im Jahr des Hundes (AT)<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Fanes Film<br />

Produzent: Norbert Preuss<br />

Drehbuch und Regie: Dennis Gansel<br />

Förderung: MEDIA<br />

Drehorte: München, Russland<br />

Stand: Entwicklung<br />

Ironman<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Enigma Film<br />

Produzenten: Fritjof Hohagen,<br />

Clarens Grollmann<br />

Drehbuch: Adnan G. Köse, Fritjof Hohagen<br />

Regie: Adnan G. Köse<br />

Kamera: James Jacobs<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong> (Drehbuch, Projektentwicklung),<br />

FFA, Filmstiftung NRW<br />

Drehorte: Dinslaken, Amsterdam, Lanzarote<br />

Stand: Postproduktion<br />

Jenseits der Wahrheit<br />

Dokumentation - 60 Min.<br />

Produktion: Eikon Süd für ZDF/arte (Themenabend<br />

»Bewusstsein und Wahrnehmung«)<br />

Produzentin: Susanne Petz<br />

Drehbuch und Regie: Monika Kirschner<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Karl Valentin<br />

Fernsehfilm<br />

Produktion: Hofmann & Voges Entertainment<br />

für BR<br />

Produzenten: Mischa Hofmann,Claudia Rittig<br />

Drehbuch: Ruth Toma<br />

Regie: Jo Baier<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Stand: Vorbereitung<br />

Kathedralen der Eiszeit (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für ZDF<br />

Produzent: Christian Bauer, Dagmar Biller<br />

Regie: Wolfgang Bauer<br />

Drehorte: Spanien, Frankreich, Rumänien<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Krabat<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Claussen+Wöbke+Putz, Krabat<br />

Filmproduktion, Seven Pictures<br />

Produzenten: Bernd Wintersperger,<br />

Uli Putz, Jakob Claussen, Thomas Wöbke,<br />

Stefan Gärtner<br />

Redaktion: Christian Balz<br />

Drehbuch: Michael Gutmann, Marco<br />

Kreuzpaintner<br />

Regie: Marco Kreuzpaintner<br />

Kamera: Daniel Gottschalk<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Darsteller: David Kross, Daniel Brühl,<br />

Robert Stadlober, Anna Thalbach<br />

Drehorte: Köln, Rumänien<br />

Stand: Postproduktion<br />

Der Kriminalist<br />

TV-Krimiserie - 8 x 60 Min.<br />

Produktion: Monaco Film für ZDF<br />

Produzenten: Hans-Joachim Mendig,<br />

Claudia Schneider<br />

Producerin: Tina Fürneisen<br />

Drehbuch: Clemens Murath, Herbert Kugler, Tom<br />

Maier, Christoph Silber, Thorsten Wettcke u. a.<br />

Regie: Thomas Jahn u. a.<br />

Kamera: Henning Jessel u. a.<br />

Darsteller: Christian Berkel, Frank Giering<br />

Drehorte: Berlin und Umgebung<br />

Drehzeit: 16. Januar - 26. Juli 2007<br />

Lila und der Krieger<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: Drife Productions, Susan Morgan<br />

Drehbuch und Regie: Alexander Dierbach<br />

Drehort: Bodensee<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Lippels Traum<br />

Kinofilm<br />

Produktion: collina Filmproduktion<br />

Produzent: Ulrich Limmer<br />

Drehbuch: Paul Maar, Ulrich Limmer<br />

Buchvorlage: Paul Maar<br />

Drehzeit: Frühjahr 2008<br />

Lissi und der wilde Kaiser<br />

Kinofilm<br />

Produktion: herbX Film<br />

Produzent und Regie: Michael »Bully« Herbig<br />

Drehbuch: Michael »Bully« Herbig,<br />

Alfons Biedermann<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Produktionsort: München<br />

Produktionszeit: 1. Januar 2006 - Herbst 2007<br />

The Lost Town<br />

Dokumentarfilm<br />

Produktion: Caligari Film, BR, WDR<br />

Produzentin: Gabriele M. Walther<br />

Drehbuch und Regie: Jörg Adolph<br />

Kamera: Jörg Schönauer<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Drehort: Deutschland, Großbritannien<br />

Drehzeit: bis Dezember 2007<br />

Marienhof<br />

Tägliche Fernsehserie<br />

Produktion: Bavaria Film für ARD<br />

Produzentin: Bea Schmidt<br />

Redaktion: Björn Firnrohr<br />

Drehbuch: Thomas Schmid, Rosa Groth u. a.<br />

Regie: Wolfgang Münstermann, Jackie Baier,<br />

Alexander Wiedl, Dieter Schlotterbeck<br />

Kamera: Achim Bendix, Klaus Moderegger<br />

Darsteller: Alfonso Losa, Sven Thiemann<br />

Drehort: Geiselgasteig<br />

Drehzeit: permanent<br />

Mein fremdes Kind II (AT)<br />

Dokumentarfilm - 30 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für ZDF<br />

Produzentin: Dagmar Biller<br />

Regie: Dominique Klughammer<br />

Drehorte: Deutschland, Niederlande<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Der Mondbär (AT)<br />

Fernsehserie - 26 x 11 Min. / Kinofilm<br />

Produktion: ndF für ZDF / ndF, Caligari Film<br />

Produzenten: Gabriele M. Walther,<br />

Matthias Walther<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007 31


Drehbuch: John Patterson / Mark Slater<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, FFA (Kinofilm)<br />

Drehort: München<br />

Drehzeit: April 2006 - August 2007 (TV) /<br />

Februar 2006 - Oktober 2007 (Kinofilm)<br />

Mozart in China (AT)<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Kick Film, Extrafilm, Coop 99,<br />

Kery Huanyu Media, BR<br />

Produzenten: Jörg Bundschuh, Lukas Stepanik<br />

Redaktion: Friederike Euler<br />

Drehbuch: Nadja Seelich<br />

Regie: Bernd Neuburger<br />

Kamera: Thomas Mauch<br />

Darsteller: Kaspar und Peter Simonischek,<br />

Brigitte Karner, Marco Yuan, Ming Huang<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, ÖFI, Filmfonds Wien<br />

Drehorte: Österreich, China<br />

Drehzeit: 2. April - Juli 2007<br />

Der Mustervater - Allein mit Opa<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Roxy Film für SAT.1<br />

Produzenten: Andreas Richter, Ursula<br />

Woerner, Annie Brunner<br />

Drehbuch: Silke Zertz<br />

Regie: Dagmar Hirtz<br />

Darsteller: Walter Sittler, Claudia Michelsen<br />

Drehstart: Juni 2007<br />

Namibia - Etosha Nationalpark (AT)<br />

Dokumentation<br />

Produktion: Filmquadrat für SWR, arte<br />

Produzent: Thomas Wartmann<br />

Drehbuch und Regie: Lisa Eder<br />

Kamera: Raphael Scriba<br />

Drehort: Namibia<br />

Drehzeit: Mai 2007<br />

Peru - Das Fest des Schneesterns (AT)<br />

Dokumentation<br />

Produktion: Filmquadrat für SWR, arte<br />

Produzent, Drehbuch und Regie:<br />

Thomas Wartmann<br />

Drehort: Peru<br />

Drehzeit: Juni 2007<br />

Prinz Edouard, Max Minsky und ich<br />

Kinofilm<br />

Produktion: X-Filme, Seven Pictures, SAT.1<br />

Produzentin: Maria Köpf<br />

Drehbuch: Holly-Jane Rahlens<br />

Regie: Anna Justice<br />

Kamera: Chau The Ngo<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, Medienboard<br />

Berlin-Brandenburg, FFA<br />

Darsteller: Zoe Moore, Adriana Altaras,<br />

Monica Bleibtreu, Jan-Josef Liefers<br />

Drehort: Berlin<br />

Stand: Postproduktion<br />

Prinzessin Lillifee<br />

Kinofilm - 70 Min.<br />

Produktion: ndF, Caligari Film, WDR,<br />

Universum Film, Beta Film<br />

Produzenten: Frank Piscator,<br />

Gabriele M. Walther<br />

Drehbuch: Mark Slater<br />

Drehorte: München, Nordrhein-Westfalen,<br />

Hongkong<br />

Drehzeit: Frühjahr 2007 - Sommer 2008<br />

32<br />

Projekt Anna<br />

Dokumentarfilm<br />

Produktion: MGS Filmproduktion<br />

Regie: Wolfgang Ettlich<br />

Kamera: Hans Albrecht Lusznat<br />

Drehorte: Kaliningrad, München<br />

Drehzeit: bis Frühjahr 2007<br />

Das Rätsel der Schlangengöttin (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film, Anemon<br />

Productions, Outlaw Pictures für ZDF,<br />

ERT-SA-TV Greece, Avro (NL), History<br />

TV Canada<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Regie: Christian Bauer, Nikos Dayandas<br />

Drehorte: Griechenland, USA, Kanada<br />

Stand: Dreh<br />

Regenraga - Eine Monsun-Geschichte<br />

Dokumentation<br />

Produktion: Filmquadrat<br />

Produzent: Thomas Riedelsheimer<br />

Drehbuch und Regie: Angela Graas<br />

Drehort: Indien<br />

Drehzeit: 2008<br />

Die Rosenheim-Cops<br />

TV-Krimiserie - 30 x 43 Min.<br />

Produktion: Bavaria Film für ZDF<br />

Produzenten: Michael Hild, Klaus Laudi<br />

Drehbuch: Nikolaus Schmidt, Rigobert<br />

Mayer, Klaus Tegtmeyer, Paul-Jan Milbers,<br />

Michael Pohl, Gerhard Ammelburger,<br />

Peter Ertl, Franz-Xaver Wendleder<br />

Regie: Gunter Krää, Jörg Schneider u. a.<br />

Kamera: Rainer Gutjahr, Erich Krenek,<br />

Jörg Schneider u. a.<br />

Darsteller: Joseph Hannesschläger,<br />

Tom Mikulla, Karin Thaler, Marisa Burger<br />

Drehort: München, Rosenheim, Chiemgau<br />

Drehzeit: 15. März - 12. Dezember 2007<br />

Das rote Sofa (AT)<br />

Dokumentarfilm<br />

Produktion: Filmquadrat<br />

Produzent, Drehbuch, Regie und Kamera:<br />

Thomas Riedelsheimer<br />

Drehort: Deutschland<br />

Drehzeit: Oktober 2006 - Ende 2007<br />

Rumpelstilzchen<br />

Fernsehfilm<br />

Produktion: Provobis, Moviepool, SK Film<br />

für ZDF<br />

Produzent: Jürgen Haase<br />

Drehbuch: Thomas Teubner<br />

Regie: Andi Niessner<br />

Kamera: Philipp Kirsamer<br />

Darsteller: Katharina Thalbach u. a.<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong> u. a.<br />

Drehort: Salzburger Land, Lungau<br />

Stand: Postproduktion<br />

37 Grad: Schule und dann nix (AT)<br />

Dokumentarfilm - 30 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für ZDF<br />

Produzentin: Dagmar Biller<br />

Regie: Dominique Klughammer<br />

Drehorte: Deutschland<br />

Stand: Postproduktion<br />

P R O D U K T I O N S S P I E G E L<br />

Die Sennerin II (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für BR<br />

Produzent: Christian Bauer<br />

Regie: Matti Bauer<br />

Drehorte: Deutschland<br />

Stand: Dreh<br />

Siska: Und alles kann man kaufen<br />

TV-Krimiepisode - 60 Min.<br />

Produktion: Helmut Ringelmann für ZDF,<br />

ORF, SF, ZDF Enterprises<br />

Drehbuch: Albert Sandner<br />

Regie: Gero Erhardt<br />

Kamera: Markus Lederle<br />

Darsteller: Wolfgang Maria Bauer, Werner<br />

Schnitzer, Dirk Plönissen, Frank te Neues<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, Filmstiftung NRW<br />

Drehort: Köln und Umgebung<br />

Stand: Postproduktion<br />

Snipers Valley<br />

Kinofilm<br />

Produktion: BlueScreen Film, Kaleidoskop<br />

Film, BR, arte, SWR<br />

Produzenten: Michael Röhrig<br />

Redaktion: Claudia Gladziejewski, Hubert<br />

von Spreti, Birgit Knackmuß<br />

Drehbuch: Jan Lüthje, Rudolf Schweiger<br />

Regie: Rudolf Schweiger<br />

Kamera: Gerald Schank<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, FFA, Medienboard<br />

Berlin-Brandenburg<br />

Darsteller: Max Riemelt, Adrian Topol<br />

Drehort: Sarajewo und Umgebung<br />

Stand: Postproduktion<br />

SOKO 5113 (30. Staffel)<br />

TV-Krimiserie - 4 x 45 Min.<br />

Produktion: UFA für ZDF<br />

Produzent: Norbert Sauer<br />

Drehbuch: Matthias Aicher, Conny Lens<br />

Regie: Peter Stauch<br />

Kamera: Christoph Dammast<br />

Darsteller: Wilfried Klaus, Bianca Hein<br />

Drehort: München und Umgebung<br />

Drehzeit: 28. März - 15. Mai 2007<br />

Die Sprache des Komas<br />

Dokumentarfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Eikon Süd für ZDF/arte<br />

(Themenabend »Bewusstsein und<br />

Wahrnehmung«)<br />

Produzentin: Susanne Petz<br />

Drehbuch und Regie: Harald Rumpf,<br />

Sebastian Elsaesser<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Stellungswechsel<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Claussen+Wöbke+Putz, ZDF<br />

Produzenten: Jakob Claussen, Thomas<br />

Wöbke, Uli Putz<br />

Drehbuch: Maggie Peren, Christian Bayer<br />

Regie: Maggie Peren<br />

Kamera: Christian Rein<br />

Darsteller: Florian Lukas, Sebastian Bezzel,<br />

Gustav Peter Wöhler, Herbert Knaup,<br />

Kostja Ullmann, Lisa Maria Potthoff<br />

Drehort: München<br />

Stand: Postproduktion<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007


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Sturm der Liebe<br />

Tägliche Fernsehserie/Telenovela<br />

Produktion: Bavaria Film für ARD/Degeto<br />

Produzentin: Bea Schmidt<br />

Redaktion: Wolfgang Wegmann (WDR),<br />

Iris Kannenberg (BR)<br />

Drehbuch: Peter Süß (Chef-Autor)<br />

Kamera: Marc Liesendahl (Chef-Kamera)<br />

Regie: Siegi Jonas, Connie Pfeiffer, Stefan<br />

Jonas, Klaus Knoesel, Jürgen R. Weber,<br />

Didi Gassner, Volker Schwab<br />

Darsteller: Henriette Richter-Röhl,<br />

Judith Hildebrandt, Wayne Carpendale<br />

Drehort: Geiselgasteig<br />

Drehzeit: permanent<br />

Tarragona<br />

Fernsehfilm - 2 x 90 Min.<br />

Produktion: Zeitsprung Entertainment, EOS<br />

Entertainment für RTL<br />

Produzenten: Michael und Ica Souvignier,<br />

Rolant Hergert<br />

Drehbuch: Timo Berndt<br />

Regie: Peter Keglevic<br />

Kamera: Alexander Fischerkoesen<br />

Darsteller: Tim Bergmann, Sophie von<br />

Kessel, Hanns Zischler, Herbert Knaup<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, Filmstiftung NRW<br />

Drehort: Mallorca<br />

Stand: Postproduktion<br />

Teufelsbraten<br />

Fernsehfilm - 2 x 90 Min.<br />

Produktion: Colonia Media für WDR, NDR, arte<br />

Produzent: Günter Rohrbach<br />

Drehbuch: Volker Einrauch<br />

Regie: Hermine Huntgeburth<br />

Kamera: Sebastian Edschmid<br />

Darsteller: Peter Franke, Ulrich Noethen<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong>, Filmstiftung NRW<br />

Drehort: Köln und Umgebung<br />

Stand: Postproduktion<br />

UFO<br />

Spielfilm - 90 Min.<br />

Produktion: fieber.film<br />

Produzent: Mario Stefan<br />

Drehbuch und Regie: Burkhard Feige<br />

Drehort: Baden-Württemberg<br />

Drehzeit: Sommer 2008<br />

Um Himmels Willen (7. Staffel)<br />

TV-Serie - 13 x 50 Min.<br />

Produktion: ndF für MDR/ARD<br />

Producer: Siegfried B. Glökler, Jochen Zachay<br />

Drehbuch: Michael Bayer<br />

Regie: Ulrich König<br />

Kamera: Ludwig Franz<br />

Darsteller: Janina Hartwig, Fritz Wepper,<br />

Karin Gregorek, Rosel Zech,<br />

Drehort: Landshut, Niederaichbach,<br />

München und Umgebung<br />

Drehzeit: 11. April - 22. November 2007<br />

Unsere Farm in Irland (AT)<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Bavaria Film für ZDF<br />

Produzent: Matthias Esche<br />

Drehbuch: Jürgen Werner<br />

Regie: Karola Meeder<br />

Kamera: Marc Prill<br />

Darsteller: Daniel Morgenroth, Eva Haber-<br />

Film News <strong>Bayern</strong> 2-2007<br />

mann, Isolda Dychauk, Noemi Slawinski<br />

Drehorte: Irland, Berlin<br />

Drehzeit: 24. April - 22. Mai 2007<br />

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land<br />

Dokumentation - 90 Min.<br />

Produktion: Janusch Kozminski Filmproduktion<br />

Regie: Janusch Kozminski, Daniel Targownik<br />

Kamera: Daniel Targownik<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Drehorte: Deutschland, Österreich, Israel,<br />

Russland, USA<br />

Drehzeit: Mai 2006 - Mai 2007<br />

Waffenstillstand<br />

Kinofilm - 90 Min.<br />

Produktion: Drife Productions<br />

Drehbuch: Kai Uwe Hasenheit,<br />

Lancelot von Naso (auch Regie)<br />

Drehort: Naher Osten<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Wir sind Gefangene<br />

Kinofilm und TV-Zweiteiler<br />

Produktion: collina Filmproduktion<br />

Produzent: Ulrich Limmer<br />

Buchvorlage: Oskar Maria Graf<br />

Drehbuch und Regie: Jo Baier<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Witness 106<br />

Kinofilm<br />

Produktion: Fanes Film<br />

Produzent: Norbert Preuss<br />

Drehbuch: Kit Hopkins, Thilo Röscheisen<br />

Drehorte: München, Den Haag, Serbien<br />

Stand: Entwicklung<br />

Wo ist meine Familie? (AT)<br />

Dokumentarfilm - 45 Min.<br />

Produktion: Tangram Film für NDR/ARD<br />

Produzentin: Dagmar Biller<br />

Regie: Florian Huber<br />

Drehort: Deutschland<br />

Stand: Vorbereitung<br />

Zeit der Schlange<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Telefilm Saar München für ZDF<br />

Producer: Peter Lohner, Wolfgang Esser<br />

Drehbuch: Harald Göckeritz<br />

Regie: Miguel Alexandre<br />

Kamera: Busso von Müller<br />

Darsteller: Desirée Nosbusch, Bernadette<br />

Heerwagen, Jan Gregor Kemp<br />

Drehort: Südafrika<br />

Stand: Postproduktion<br />

Die Zeit, die man Leben nennt (AT)<br />

Fernsehfilm - 90 Min.<br />

Produktion: Rich and Famous Overnight,<br />

Epo-Film für ZDF<br />

Produzenten: Sharon von Wietersheim,<br />

Dieter Pochlatko, Frank Meiling<br />

Herstellungsleitung, Drehbuch und Regie:<br />

Sharon von Wietersheim<br />

Kamera: David Sanderson<br />

Förderung: FFF <strong>Bayern</strong><br />

Darsteller: Kostja Ullmann, Hinnerk<br />

Schönemann, Jan Niklas, Lars Rudolph<br />

Drehorte: München, Salzburg<br />

Stand: Postproduktion<br />

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