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8 Biblische Botschaftder Heiden gerettet ist; bis Gott sich «ausden Heiden ein Volk für seinen Namen»(Apg 15,14) herausgerufen hat. Erstdanach kommt die Wiederherstellungder «zerfallenen Hütte Davids» (Apg15,16) und kehrt der «Erlöser aus Zion»zurück. Das Volk aus den Heiden und diezerfallene Hütte Davids sind zwei ganzverschiedene Angelegenheiten. Begriffewie «zuerst» (V 14) und «nach diesem»(V 16) unterstreichen diese Logik. DasZweite kommt also erst, wenn das Erstefertig ist. Erst nach der Entrückung,wenn «die Vollzahl der Heiden eingegangenist», können die zwei Zeugen auf derapokalyptischen Weltbühne erscheinenund Israel in den Gassen Jerusalems zurBusse aufrufen (Offb 11,3-13). Die Entrückungder Gemeinde geschieht also vorder Trübsalzeit!Wir Christen bezeichnen den zukünftigendritten Tempel manchmal als «Tempeldes Antichristen». Ein israelischerPastor äusserte sich in Bezug auf dasJerusalemer Tempelinstitut (wo konkreteVorbereitungen für den nächsten Tempellaufen): «Das ist alles für den Antichristen!»Aber aufgepasst: Ein unwerterTempel kann nicht entweiht werden,weil er ja schon unrein ist. «Wenn ihrnun den Gräuel der Verwüstung, vondem durch den Propheten Daniel geredetwurde, an heiliger Stätte stehen seht(wer es liest, der achte darauf!), dannfliehe auf die Berge, wer in Judäa ist»(Mt 24,15-16).Ein «Gräuel der Verwüstung» kannnur in einem wirklichen und von Gottanerkannten Tempel aufgestellt werden.Denn in 2. Thessalonicher 2,4 lesen wir:«Er ist der Widersacher, der sich erhebtüber alles, was Gott oder Gottesdienstheisst, sodass er sich in den TempelGottes setzt und vorgibt, er sei Gott.»Paulus bezeichnet, inspiriert durch denHeiligen Geist, den nächsten Tempel alsTempel Gottes! Alle Ausleger, die dasirgendwie auf die Gemeinde beziehen,sollten beachten, dass Daniel das Geheimnisder Gemeinde nicht kannte. Erprophezeite für Israel. Und Jesus sprachebenfalls zu Israeliten. Könnte es sein,dass mit der angebotenen Fluchtroute(«… dann fliehe auf die Berge, wer inJudäa ist») die Alpen gemeint sind?Natürlich nicht! Hier geht es um dieBerge im judäischen Land. Das ist einprophetischer Hinweis Gottes an eineganz bestimmte Adresse zu einer ganzbestimmten Zeit (Mitte der JahrwocheDaniels) an einem ganz genau definiertenOrt.«Seine Jünger fragten ihn und sprachen:Was sagen denn die Schriftgelehrten,Elia müsse zuvor kommen?Jesus antwortete und sprach zu ihnen:Elia soll ja zuvor kommen und alleszurechtbringen» (Mt 17,10-11). «Alles»,das kann durchaus auch die Wiederherstellungdes Tempels sowie der Opferbeinhalten. Denn für dieses gewaltigeVorhaben nach einem Zeitraum von fast2000 Jahren scheinen direkte göttlicheOrientierung und Instruktion unerlässlich.Als Gott Mose den Auftrag gab, dieStiftshütte zu bauen, zeigte Er ihm einModell und erklärte Mose alle Detailspersönlich (2.Mo 25,40; Hebr 8,5). Diesgeschah auch rund 500 Jahre später beiDavid, vor dem Bau des ersten Tempelsdurch seinen Sohn Salomo. David unterstreichtdeutlich, dass ihm lückenlosalles von Gott gezeigt worden war (1.Chr28,11-12.19). Das wäre ein weiteresgewichtiges Argument, den Dienst derbeiden Zeugen in die erste Hälfte der 70.Jahrwoche anzusiedeln.Es kann durchaus möglich sein, dassder Bau des dritten Tempels nicht durchden Friedensvertrag mit dem Weltherrscher(Dan 9,27) in Gang kommt, sonderndurch die beiden Zeugen. Könnenwir uns vorstellen, wie diese beidenbesonders bevollmächtigten Männer,eventuell begleitet von anderen «Tempelfreunden»,sich vor der Gebetsmauer(schöneres Wort für Klagemauer) versammeln,um dann gemeinsam in RichtungTempelberg hochzusteigen? Können wiruns die Reaktion der Muslime und derganzen arabischen Welt vorstellen? Könnenwir uns vorstellen, wie sie plötzlichalle aufgrund des schrecklichen übernatürlichenFeuers, das jede feindliche Aggressionsofort neutralisiert, resignierendund zähneknirschend das Tempelplateauräumen und für den Bau des grossenneuen Tempels freigeben müssen?Es ist geradezu ein Phänomen, wie dasletzte Buch der Bibel heute entwederverschwiegen, rein allegorisch ausgelegt,Der Dienst der beidenZeugen leitet die geistlicheWiederherstellung Israels einmissverstanden oder sogar missbrauchtwird. Könnte das mit der arrogantenÜberfahrung, theologischen «Neutralisierung»und Boykottierung Israelszusammenhängen? Darum sind Begriffewie «Naherwartung» (des WiederkommensJesu), «Entrückung der Gemeinde»,«Wiederherstellung Israels» und «prophetischesWort» für so manchen schon zurQual geworden – zu Reizbegriffen, wiedas rote Tuch beim Stierkampf. Sie werdendem Vokabular fundamentalistischerFanatiker zugeordnet. Doch Gott sagteAbraham betreffend Israel: «Ich willsegnen, die dich segnen, und verfluchen,die dich verfluchen» (1.Mo 12,3).Es gehört ausserdem zum Vorrecht undzur hohen Stellung der Gemeinde, dasswir durch die biblische Prophetie desAlten und Neuen Testaments deutlich wissen,was uns erwartet und was nach unsererEntrückung auf die Welt zukommt,obwohl wir nichts mit dem kommendenGericht zu tun haben werden! Das Buchder Offenbarung wurde ja zuallererst derGemeinde gegeben (Offb 22,16). Gottweihte auch Abraham persönlich überdas Gericht über Sodom und Gomorra ein,obwohl er nichts damit zu tun hatte: «Wiekönnte ich Abraham verbergen, was ichtun will?» (1.Mo 18,17). Abraham wurdeder Freund Gottes genannt (2.Chr 20,7;Jes 41,8) und Jesus nennt uns ebenfallsFreunde: «Ich nenne euch nicht mehrKnechte, denn der Knecht weiss nicht,was sein Herr tut; euch aber habe ichFreunde genannt, weil ich euch alles verkündethabe, was ich von meinem Vatergehört habe» (Joh 15,15).Möchte uns der Herr die Augen öffnen,damit wir den endzeitlichen Versuchungenund der einsetzenden geistlichenBlindheit entfliehen und gegenden Strom schwimmen können. MögeGott uns als helle Lichter inmitten einesimmer perverser werdenden Geschlechtsals Seine Zeugen gebrauchen können, umnoch Menschen herauszuretten, denn Erkommt bald. Maranatha!n1Lesen Sie mehr zu den 70 Jahrwochen im Blickfelddieser Ausgabe, unter «Ein Überblick über die 70Jahrwochen»Mitternachtsruf März 2010

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