1.- 3. MÄRZ 2013 - Open Doors

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1.- 3. MÄRZ 2013 - Open Doors

inhalt packShockwaveShockwaveEinleitungLandesprofilChinaDie ethnischen Minderheitenim FokusCook & PrayChinesische KochrezeptePaulus und diechinesischen ChristenKreative GebetsideenZeugnisDankbrief eines chinesischenPastorsGefangenenlisteInhaftierte chinesische ChristenProjektBiblische Schulung in ChinaAftershock2VideoPray for China


LANDESProfilChinaRegierungschef: PräsidentXi Jinping (bis März 2013:Hu Jintao)Bevölkerung: 1.34 MilliardenChristen: 80-90 Millionen (6%)Hauptreligionen: Traditionellechinesische Religionen wieTaoismus und Buddhismus.Offiziell bezeichnet sich Chinaals atheistisch.Staatsform: KommunistischesEinparteiensystemWeltverfolgungsindex:Rang 21 (2012)Rang 37 (2013)Heute befindet sich China nicht mehrunter den ersten 20 Ländern im WVI.Das liegt hauptsächlich daran, dassdie Verfolgung in anderen Ländern zugenommenhat. Von Jahr zu Jahr siehtman in China nur wenig Veränderung.Blickt man jedoch 10 Jahre zurück, stelltman fest, dass sich die Situation derChristen wirklich verbessert hat. Nachdem Leiter von Open Doors in China,Xiao Yun*, stellt heute der Materialismuseine grössere Bedrohung der Kirchedar als die Verfolgung.Wachstum bei den HausgemeindenDas Christentum setzt sein sehr schnellesWachstum im heutigen China fort.Offiziellen Angaben aus dem Jahr 2011zufolge gehören 23 Millionen Christender staatlich anerkannten registriertenchinesischen protestantischen Kirche(Drei-Selbst-Patriotische Kirche) an. Darüberhinaus gibt es zwischen 40 und50 Millionen protestantische Christenin nicht registrierten Hausgemeindenund zwischen 15-20 Millionen Katholikenin offiziellen und nicht registriertenKirchen. Einige andere Schätzungenliegen weit höher. Open Doors gehtvon insgesamt 80 Millionen Christen inChina aus.Seit den 1990er Jahren hat sich dieHochburg des Christentums in Chinavon den ländlichen Erweckungsgebietenin die städtischen Ballungsräumeverlagert. Die Verstädterung hateine neue Art Hausgemeinde hervorgebracht,die sogenannte «Dritte Kirche».Hierbei handelt es sich um meistgut ausgebildete urbane Christen,häufig in gehobenen beruflichen Positionen.Auch diese nicht anerkanntenGemeinden haben mit behördlicherWillkür zu rechnen. Zu ihren Mitgliederngehören u.a. Universitätsprofessoren,Ärzte, Anwälte und KP-Parteimitglieder.Die dieser Bewegung angehörendenKirchen streben in ihrem Gottesdienstund ihrem Verhältnis zum Staat einegrössere Offenheit an und verpflichtensich zum Engagement für die Bedürfnisseder Gesellschaft. Um staatliche Einmischungfernzuhalten, begrenzen sieihre Versammlungsgrösse bei Gottesdienstenauf 200 Besucher, obwohl vielevon ihnen in Grossstädten für sonntäglicheTreffen grosse Räumlichkeitenanmieten. Dabei machen sie sich einerechtliche Grauzone im Hinblick daraufzunutze, ob derartige GemeindenImmobilien besitzen und unabhängigfunktionieren dürfen.Mehr als 450 ausländische kirchlicheOrganisationen und Gruppen sind heutein China aktiv. Hausgemeindeleiterdürfen Konferenzen im Ausland abhaltenund bitten häufig um Hilfe, um ihreMitglieder angesichts des zunehmendenMaterialismus zur Nachfolge Jesuanzuleiten. Viele christliche Arbeitgeberhalten mit ihren FabrikangestelltenBibelstunden ab. Einige christliche Netzwerkebieten humanitäre Hilfe an. Überallim Land entstehen christliche Buchlädenund christliches Material wirdlegal im Land produziert. Für Millionen


von Christen, wenn auch nicht für alle, ist durchdas Internet ein noch nie dagewesener Zugangzu Predigten, Bibelübersetzungen und sogar zuinteraktivem Gebet und Seelsorge möglich.Regierung zeigt DialogbereitschaftZudem berichten Informanten aus dem Netzwerkvon Open Doors, dass Regierungsvertretereinen offenen Dialog mit ausgewähltenHausgemeindeleitern geführt haben, was vieleChristen hoffen lässt, dass die Regierung «endlichversteht, dass Hausgemeinde-Christen keinepolitische Bedrohung für den Staat sind.»Viele sehen den positiven Wandel in der Haltungpolitischer Leiter als Resultat des Engagementsder Hausgemeinden nach dem Erdbeben in derProvinz Sichuan vom Mai 2008. Von rund einerMillion freiwilliger Helfer, die aus ganz China angereistwaren - und zum Teil immer noch vor Ortsind - sollen nach Schätzungen zwei Drittel Christengewesen sein.Christen schauen optimistisch in die ZukunftUnter der neuen Regierung von ParteipräsidentXi Jinping, der im März 2013 auch Staatspräsidentwird, ist in den kommenden Jahren mit keinergrösseren Veränderung in der Dynamik Kirche– Staat zu erwarten. «Solange wir mit der Regierungkommunizieren, lässt sie uns in Ruhe», blicktder Leiter einer nicht registrierten Kirche optimistischnach vorn und gibt damit die Meinung vielerAmtskollegen wieder.verfolgungsfälleChina ist immer noch ein Einparteienstaat mit einerRegierung, die den meisten Christen nicht ihre vollenreligiösen Rechte gewährt. Selbst denjenigen,die staatlich anerkannte Drei-Selbst-Kirchen besuchen,ist die Ausübung ihres Glaubens nur innerhalbder genehmigten Kirchengebäude erlaubt.Die Regierung hinderte im Oktober 2010 einechristliche chinesische Delegation daran, zumKongress der «Lausanne Bewegung» nach Kapstadt/Südafrikazu reisen. Ihnen wurde verboten,den der Tagung vorausgegangenen «LausannerVertrag» zu unterzeichnen.Für Schlagzeilen sorgte im Jahr 2011 auch die1000-Mitglieder grosse Shouwang-Gemeinde inPeking. Sie wurde durch behördliches Eingreifendaran gehindert, ein von ihr angestrebtes Gebäudezu kaufen oder auch nur zu nutzen. In derFolge versammelten sich seit April Gemeindemitgliederzum Gottesdienst an öffentlichen Plätzen.Daraufhin kam es zu Festnahmen. Einer derPastoren wurde unter Hausarrest gestellt. Der Organisation«China Aid» zufolge wurden seitdemmehr als 700 Gemeindeglieder kurzzeitig in Haftgenommen.Wer in China für die Rechte von Christenkämpft oder Aktivisten unterstützt, muss weiterhinmit Repressalien rechnen. Das gilt vor allem fürAnwälte, die sich gegen die Verletzung der Menschenrechteengagieren. Der prominente undunbeugsame christliche Anwalt Gao Zhishengwurde schon mehrmals von den chinesischenBehörden entführt, eingesperrt und gefoltert weiler sich stark für verfolgte religiöse Minderheiteneinsetzte. Zurzeit verbüsst er eine Gefängnisstrafeim Shaya-Gefängnis in der Provinz Xinjiang.In dieser autonomen und islamisch geprägtenProvinz sitzt auch der uigurische HausgemeindeleiterAlimjan Yimit im Gefängnis. Er wurde am 12.Januar 2008 verhaftet und im August 2009 zu 15Jahren Haft verurteilt, weil er angeblich «ausländischeOrganisationen unrechtmässig mit Staatsgeheimnissenversorgt» hatte.* Name geändert


DIE ETHNISCHEN MINDERHEITENIM FOKUSEine kleine Gruppe Christen treffen sich in einemtibetischen Haus. Sie sind im Schutz der Dunkelheitangekommen. Die Vorhänge bleiben gezogen.Die Lama’s, Tibets geistliche Führer, sollennicht erfahren, dass sie an Christus glauben. Siebeginnen mit einem Lied auf Tibetanisch. Gesungenwird leise, fast lautlos. Die Gläubigenund ihr ungeschulter Pastor wissen nur wenigüber die Bibel und was es heisst, Christ zu sein.Open Doors unterstützt die am stärksten verfolgtenChristen in den Gebieten der ethnischenMinderheiten China.9 von 10 Chinesen gehören zum Volk der Han.99 Prozent der chinesischen Christen sind Han-Chinesen. In China gibt es jedoch über 400 ethnischeGruppen, die die Regierung in 56 Untergruppenkatalogisiert hat. In diesen ethnischenGruppen gibt es eine kleine Anzahl Christen, diestark verfolgt werden.In den letzten Jahren kamen Menschen aus diesenethnischen Minderheiten zum christlichenGlauben, was zu einer Intensivierung der Verfolgungführte. «Minderheiten in China fühlen sichals Aussenseiter», sagt Bao Yu*, der Open DoorsKoordinator für den Dienst unter den Minderheitenin China. «Han-Chinesen haben viel grössereChancen, ein erfolgreiches Leben zu führen.Dazu kommt, dass die Minderheiten ihre Kultur,Sprache und Religion behalten möchten. Jeder,der sich bekehrt, bringt grosse Schande über dieFamilie, den Clan, ja das ganze Volk.»«Christen aus den Minderheiten sitzenin der Klemme», berichtet Bao Yu. «DieVerfolgung kommt aus dem sozialen Umfeld,vor allem von der Familie. Aber dieRegierung spielt auch ihre Rolle: es kannvorkommen , dass die Leiter der Minderheitensich bei Beamten beschweren . Dadiese keine zivilen Unruhen wollen , gehensie gegen die Christen vor.»«Christen müssen in kleinen Gruppenund im Versteckten zusammen kommen»,sagt Bao Yu weiter. «Vor allem dieses Jahr,denn die Provinzverwaltung hat eine‚Stabilitäts-Kampagne‘ angekündigt. Aufder Suche nach oppositionellen Gruppenversucht die Regierung Untergrundaktivitätenaufzudecken . So rufen die Beamtenzum Beispiel Leute an , wenn sie sehen, dass am helllichten Tag die Vorhängezugezogen sind. Es sollen alle Aktivitätengestoppt werden , die in den Augen derRegierung soziale Unruhen verursachenkönnten , wie zum Beispiel auch Hausgemeinden.»XinjiangDie Recherchen von Open Doors haben bestätigt,dass Christen in der autonomen RegionXinjiang sowie in Tibet am schlimmsten verfolgtwerden. In Xinjiang leben die Uiguren, eine muslimische,türkisch-stämmige Minderheit. DiesesVolk ist in zahlreiche Clans unterteilt, die grossenWert darauf legen, ihre Identität zu bewahren.Wie die Regierung mit den uigurischen Christenumgeht, zeigt folgendes Beispiel: Ein Mannkam zu Glauben, nachdem er ein Traktat undanschliessend die Bibel gelesen hatte. Er versuchte,andere Uiguren mit dem Evangeliumzu erreichen und legte christliches Material anöffentlichen Orten auf. Die Polizei fand dies herausund verhaftete ihn. Glücklicherweise hatteer seinen Ausweis nicht dabei. Während mehrerenTagen weigerte er sich, der Polizei Auskunftzu geben, und nach einer Weile wurde er freigelassen.Der Mann sucht immer noch Anschlussan eine Gruppe Christen. Auch Christen kommennicht mit Menschen anderer Clans zusammen,denn sie vertrauen ihnen nicht.6


7TibetDen rund 1000 tibetischen Christen geht esähnlich. Auch sie riskieren, von ihren Familienvertrieben oder geschlagen und von den Behördenverhaftet zu werden. Wie die Uigurenmüssen auch sie im Versteckten zusammenkommen. Sie sind stark von Han-Christen abhängig,die ihnen sagen, wie man zum Glaubenkommt und als Christ lebt sollen und auch wieeine Gemeinde funktioniert.Es gibt jedoch auch grundlegende Unterschiede:die tibetische Kultur ist tief verwurzelt im Buddhismusund im Bön, dem vorbuddhistischenVolksglauben Tibets. Die Tibeter beten vieleGötter und Dämonen an. Bao Yu: «Manchmalwird Jesus einfach der Palette Götter, die mananbetet, zugefügt.»Da Wie*, ein Han-Chinese, der unter den Christenin den Minderheitengebieten arbeitet, bestätigtdies: «Wir brauchen mehr Gebet undmehr Zeltmacher, die den Tibetern das Evangeliumerklären können. Tibetanische Gläubigehaben viele falsche Vorstellungen. Sie glauben,ausländische Christen sollten ihnen Geld geben,weil die Missionare dies so getan haben. Sieglauben auch, dass Gott einfach alles für sie arrangierenwird. Christliche Leiter erwarten mehrLohn, denn die Lama’s, die buddhistischenGeistlichen, haben ein komfortables Leben. Eintiefgreifendes Problem ist der Hass gegen dieEindringlinge, die Han-Chinesen.»Genau darum sollen die Chinesen die tibetanischeUntergrundgemeinde unterstützen, meintDa Wie. «Nur die Han selber können die Meinungder Tibeter ändern, indem sie ihnen zeigen, dasssie auch lieben können. Manchmal müssen wirauch um Vergebung bitten.»Suchen und DienenDie christliche Gemeinde in den Minderheitengebietenin West-China ist sehr schwach und aufUnterstützung von aussen angewiesen. OpenDoors sucht nach Wegen, um diesen Christen zuhelfen. Es fehlen Bibeln, christliches Material undSchulungsmöglichkeiten. Open Doors organisiertGebetsreisen in diese Regionen. Um Gebetbittet auch Bao Yu: «Wir brauchen Gottes Führungauf unserer Suche und beim Unterstützender am stärksten verfolgten Christen Chinas.»* Namen geändert


COOK & PRAYCHINESISCHES ABENDESSENWichtig: Essstäben und chinesischen Tee nicht vergessen! In der chinesischen Kultur haben Lebensmittel eine Bedeutung. Hier sind einige Beispiele:Schwein = Reichtum, Ente = Freude, Fisch = eine lange Lebensdauer, Gebratener Reis = eine gute Zeit zusammen.Easy-Peasy: Egg Flower SoupZutaten für 4 Personen- 4 Tassen Hühnerbrühe- 2 Tassen Baby-Blattspinat (optional)- 1/2 TL Sesamöl- 1/2 TL Salz- 2 gut geschlagene Eiern- 3 Esslöffel Frühlingszwiebeln / Lauch in dünneScheiben geschnitten- Optional: Gekochter ReisDie Hühnerbrühe in einer mittelgrossen Pfannebei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. DenBlattspinat beigeben sowie Sesamöl und Salz,dazu umrühren.Das Ganze im Kreis umrühren und vorsichtig diegeschlagenen Eier auf die Oberfläche beigeben.Frühlingszwiebeln auf die Suppe streuenund heiss servieren.Die Suppe kann auf Wunsch ebenfalls auf einePortion Reis gegossen werden.Everyday-Enjoyment: Sweet & Sour Chicken8Zutaten für 4 Personen- 4 Poulet-Brüstchen in Würfelgeschnitten- 1 kleine rote Paprikaschote, entkerntund in Stücke geschnitten- 1 kleine grüne Paprikaschote,entkernt und in Stücke geschnitten- 1 daumengrosses Stück frischerIngwer, geschält und fein gehackt- 6 gehackte Knoblauchzehen- 3 Karotten, in Scheiben geschnitten- 1 Bund Frühlingszwiebeln in Stückegeschnitten- 1 kleine Dose Ananas, ohneFruchtwasser,in Stücke geschnitten- Gemahlener weisser PfefferFür die Sauce:- 1 EL Zucker- 2 EL Essig- 2 EL Sojasauce- 175 ml Hühnerbouillon- 2 EL Tomatenmark- 2 EL Speisestärke mit 2 EsslöffelnWasser vermischenÖl in einem Wok oder einer grossenBratpfanne erhitzen. Huhn, Paprika,Karotten, Ingwer und Knoblauchbeigeben und alles während 2 bis 3Minuten braten. Dann Frühlings-zwiebelnund Ananas beigeben, rund 30Sekunden weiter braten.Die Zutaten für die Sauce beigebenund zum Kochen bringen. Danachdie Hitze reduzieren und weitere 6Minuten köcheln lassen. Mit dem weissenPfeffer abschmecken.Mit gekochtem Parfümreis servieren.


Adventurous & Audacious: das echte FonduechinoiseWerft jede Vorstellung über geniessbare und ungeniessbare Lebensmittelüber Bord. Geht zum Metzger und fragt ihn nach dem Fleisch, das niemandkaufen will. Hühnerfüsse, Schweinehirn, Kutteln oder Schafsbockhoden…Versteht ihr, was wir meinen? Die Chinesen sind überzeugt, dass wir aus demWesten an den wahren Delikatessen vorbeigehen.Zu Hause kommt das Fleisch auf Holzspiesse. In einem elektrischen Fondue-Set Bouillon zum Köcheln bringen. Die Fleischspiesse hineingeben und denBouillon weiter köcheln lassen. Das Ganze mit verschiedenen Saucen (Senf,Sweet Chili etc.) sowie Gemüse, Reis oder Nudeln servieren.Sweet-Treat: Mango puddingWas gibts zum Dessert? Normalerweise werden in ChinaFrüchte serviert. Falls Ihr trotzdem etwas anderes möchtet,probiert dieses populäre Mango Pudding.Zutaten für 8 Personen- 2 reife Mangos- 400 ml Kokosmilch- 100 gr Zucker- 2 EL Limetten- oder Zitronensaft- 2 Stängel Minze (zum Dekorieren)Die Mangos schälen und Kern wegschneiden. Zucker,Kokosmilch und Limetten/Zitronensaft dazugeben.Das Ganze mixen. Danach in Schüsseln geben und 2 Stundenin den Kühlschrank stellen.Vor dem Servieren mit Minze dekorieren.9


ZUM NACHDENKENPAULUS UND DIE CHINESISCHEN CHRISTENKaum jemand hat über dieJahrhunderte die Gemeinde sogeprägt wie er: der ApostelPaulus.Jahrelang hat er in unermüdlicher Liebekompromisslos das Evangelium verkündet,Gemeinden ermutigt, Christen in ihremGlaubensleben begleitet und ermahnt.Weder Gefängnis, Auspeitschung, Verfolgung,Schiffbruch noch andere Strapazen vermochtenden Apostel aufzuhalten. Dies bis zu seinemvermutlichen Märtyrertod durch Nero in den60er Jahren des ersten Jahrhunderts. Wie Paulusmussten auch die chinesischen Christen jahrzehntelangleiden.Die Geschichte der Gemeinde in ChinaJahrzehntelang war die Gemeinde in Chinaschlimmsten Verfolgungen ausgesetzt. Die Kommunistenim Land, und allen voran Mao Zedong,versuchten mit grösster Verbissenheit, die Christenzu kontrollieren oder auszulöschen. So warenGemeindeleiter wie Samuel Lamb, Allen Yuanund viele weitere über 20 Jahre ihres Lebensim Gefängnis. Dort waren sie Misshandlungen,Folter oder Verhören ausgesetzt. Ihre Familienmussten derweil unter schwierigen Umständen,ohne Ehemann oder Familienvater, überleben.Nebst den Gemeindeleitern befanden sich vieleweitere Christen im Gefängnis. Gleichzeitigwurden unzählige Gläubige umgebracht. Trotzallem hielten die Christen in China währendden mehr als fünfzig Jahren heftigster Verfolgungan den Versprechen der Bibel fest. Dieshat dem Land einen reichen Segen gebracht.So gab es 1949 bei der Machtübernahme derKommunisten schätzungsweise 800'000 evangelischeChristen, heute besteht die GemeindeChinas aus rund 80 Millionen Christen, und jedeWoche kommen neue Gläubige dazu.Die Kirche Chinas heuteLetztes Jahr besuchtenJugendmitarbeitervon Open Doors jungeChristen in China. Nachihrer Rückkehr aus demReich der Mitte berichtetensie von erstaunlichenBegegnungen.Was sie dort antrafen,waren junge und dynamischeChristen mit einem brennenden Herzenfür ihr Land. Sie teilen ihren Glauben, wo siekönnen und sind sehr kreativ im Evangelisieren.Gemeinsam mit den älteren Generationenwollen sie China für Christus gewinnen.Das Land ist völlig im Umbruch: der Kommunismusist mehr und mehr daran, liberalisiertzu werden. Christen werden heute inChina vorwiegend noch in ethnischen Minderheitenverfolgt. Die Mehrzahl der Christenkann ihren Glauben unter Restriktionen,jedoch ohne grosse Verfolgung, ausleben.Die jungen Christen sind heute anderen Herausforderungenausgesetzt: Materialismusund Wohlstand bedrohen ihren Glauben.Viele der jungen Christen sind sich der Vergangenheitder chinesischen Kirche bewusst underinnern sich daran, wie ihre Eltern verfolgt wurden.Sie verstehen, dass dieKirche heute nicht dort wäre,wenn ihre Eltern nicht bereitgewesen wären, für ihrenGlauben zu leiden.10


Die jungen Christen sind heuteanderen Herausforderungenausgesetzt: Materialismus undWohlstand bedrohen ihrenGlauben.


INTERAKTIVESBIBELSTUDIUM12StandhaftigkeitStandhaftigkeit ist eine der Eigenschaftender chinesischen Christen. Paulus ist für sieein leuchtendes Beispiel, indem er von sichselber bezeugt:«Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles,was ich sein sollte, aber ich setze meine ganzeKraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheitvergesse und auf das schaue,was vor mir liegt, versuche ich, das Rennenbis zum Ende durchzuhalten und den Preiszu gewinnen, für den Gott uns durch ChristusJesus bestimmt hat.»Philipper 3:13+14Interaktiv:Wie gehen wir mit den Versen aus dem Philipperbriefum? Oder gehen sie nur die verfolgtenChristen etwas an?MaterialismusVielen Menschen in China geht es heutewirtschaftlich besser als vor einigen Jahren,und das ist gut so. Wirtschaftlicher Fortschrittbringt Reichtum und Materialismus. Dieskann eine Gefahr sein für die Christen, denndie Werte, wofür diese neuen Götter in Chinastehen, sind ein krasser Gegensatz zu denWerten Jesu. Es ist wichtig, dass die Christendie richtigen Werte im Auge behalten!Interaktiv:Materialismus ist die grösste Bedrohung fürdie Christen in China. Ist der Materialismusauch bei uns eine Bedrohung? Gibt es nochandere Bedrohungen?Sieg in ChristusDer Apostel hat den Philipperbrief während seiner Gefängniszeitabgefasst, was seinem Zeugnis noch zusätzlichGewicht verleiht. Aber bereits bei seiner ersten Ankunft inPhilippi wurde Paulus in der Stadt ins Gefängnis gesteckt,nachdem er den Wahrsagegeist einer Sklavin vertriebenhatte (Apg 16). Auf wundersame Weise - durch ein Erdbeben- wurden Paulus und Silas dort aus dem Gefängnisbefreit.Die Philipper haben so bereits von Anfang an erlebt, dassChristsein einen Preis haben kann. Sie haben aber aucherleben dürfen, wie Gott sich zu den Seinen bekennt undihnen den Sieg gibt.Genau wie Paulus waren die chinesischen Gemeindeleiterüberzeugt, dass es einen Sieg im Leiden gibt. Diese Überzeugungist ein wichtiger Punkt. Der Schlüssel zu diesemSieg ist der Glaube.Petrus riet jenen, die leiden: «Wenn ihr also leidet, weil Gottes so will, dann hört nicht auf, Gutes zu tun, und vertrauteuch Gott an, der euch geschaffen hat. Er wird treu zueuch stehen!»Wir vertrauen nicht einem Gott, der sinnlos oder nachirgendwelchen Launen seine Macht ausübt. Wir vertraueneinem liebevollen Gott, der uns verspricht, dass uns alleszum Besten dient (Römer 8:28). Gott hat einen Plan undeinen Zweck für unser Leben: er wirkt in und durch uns.Glauben wir dies, werden wir den Sieg sehen.Interaktiv:Liest sich die Bibel in China anders als bei uns?


Leiden und VerfolgungLeiden kann, muss aber nicht unbedingt Verfolgungbedeuten. Bei uns in der freien Welt bedeutet Leidenvorwiegend Krankheit, Burn-out oder auch Verlustvon Angehörigen. In den Ländern mit Verfolgung bedeutetLeiden Diskriminierung, Gefängnis, Folter oderauch Krankheit und Verlust von Angehörigen.Bedeutet dies, dass Leiden in den Ländern mit Verfolgunggrösser ist als in der freien Welt? Nein.Unser Charakter und unsere Einstellung zum Leidensind ausschlaggebend dafür, wie stark wir Leidenempfinden.Unser Charakter ist nicht statisch. Er entwickelt sich imVerlauf unseres Lebens weiter und kann somit auchbesser auf Leiden eingehen. Was unsere Einstellungzum Leiden betrifft, so basiert sie für uns Christenvorwiegend auf unserer Bibelkenntnis. Je besser wirdie Bibel kennen, desto besser können wir mit Leidenumgehen.Die Aussagen der Bibel über das Leiden bringen zweiwichtige Punkte hervor:1. Leiden gehört zum Leben eines Christen. DieseTatsache zu akzeptieren bedeutet, annehmen zukönnen, was auf uns zukommt (Röm 8,12-25).2. Wir können in diesen Umständen siegreich sein,obwohl wir schwache Geschöpfe sind (2. Korinther4,7-11)Interaktiv:1. Erklärt mit EUREN WORTEN den Unterschied zwischenLeiden und Verfolgung.2. Die jahrzehntelange Verfolgung in China brachtedem Land Erweckung. Ist Verfolgung der einzigeGrund für Erweckung? Welche anderen Gründe gibtes sonst?Open Doors in ChinaOpen Doors ist in China seit Jahrzenten tätig undhat während den Jahren der Verfolgung Millionenvon Bibeln ins Land geschmuggelt. Höhepunktwar Operation Perle (dies ist der Link zum Buchder Operation): in einer Nacht wurden eine MillionBibeln hereingeschmuggelt. Auch heute noch istOpen Doors im Land tätig und versucht, die Gemeindeauf die neuen Herausforderungen vorzubereiten.Dieser Einsatz ist nur durch die Unterstützung vonChristen überall auf der Welt möglich, durch ihreGebete, Spenden und Besuche vor Ort. Seid auchIhr bereit, verfolgte Christen zu unterstützen und siezu ermutigen?13


VIDEOPRAY FOR CHINAMike über die Erweckungin China14


kreative gebets-ideenGebet kann aufverschiedene Weisengestaltet werden. Hiersind Gebetsanliegenund einige Vorschläge,mit denen ihr sogardie Nacht durchbetenkönnt!gebetsanliegen:Für die Christen der Minderheiten, die immer noch verfolgt werdenDamit die Christen im ganzen Land ohne Restriktionen zusammenkommenkönnenFür mehr ausgebildete Gemeindeleiter, um die wachsende Kirche zubetreuenDamit die neue Generation dem Materialismus standhalten kannDamit die lokalen Gemeinden auch im wirtschaftlichen Boom dienenkönnenDamit die grösseren Gemeinden in den Städten den kleineren und ärmerenGemeinden auf dem Land helfenFür Weisheit für die Gemeindeleiter, von denen manche mit der Regierungin Kontakt stehenFür die jungen Christen, damit sie ihren Glauben auf vielfältige Weiseweitergeben können


Chop stick prayer (Stäbchen-Gebet)Schreibt die Anliegen auf Zettel und bildet darauskleine Kügelchen, die ihr in Schalen legt.Die Schalen werden im Raum verteilt. Geht voneiner Schale zur anderen und nehmt mit denStäbchen jeweils ein Anliegen, für das ihr betet!EinzelhaftAuch heute noch sitzen in China Christen wegenihrem Glauben im Gefängnis. Uns für einenMoment in ihre Situation versetzen und versuchen,wie sie zu fühlen, kann uns beim Betenfür all diese Gefangenen inspirieren. Reservierteuch in eurer Gemeinde wenn möglich einenRaum. Lasst jeweils nur eine Person hineingehen.Denkt dabei an die Christen, die von ihren Familien,von ihren Freunden, und manchmal totalvon der Aussenwelt getrennt sein müssen.Kreis-GebetDie Gruppe ist im Kreis und hält sich die Hände.Jede(r) betet wie er/sie will, laut oder leise, danachwird die Hand des Nachbarn gedrücktund diese(r) betet. Dies geht so weiter, bis allegebetet haben.GebetswandBildet eine Wand aus Papier, auf der alle frei etwasgestalten können: Gebete, Lieder, Gedichte,Verse, Zeichnungen, Gefühle … Lasst euerHerz sprechen!Gebet mit MusikSpielt Lobpreismusik abund lasst die Teilnehmerruhig sitzen und zuhören.Lasst euch von den Textenzum Gebet inspirieren.Dazu könnt ihr einePowerPoint-Präsentationmit schönen Bildernund Bibelversen vorbereiten.Die Kerze im DunkelnSchreibt Gebetsanliegen auf und legt Kerzenbereit. Die Zettel werden im Raum verteilt. Jedernimmt eine Kerze undgeht im Dunkeln von einemAnliegen zum anderenund betet. ZumSchluss legt ihr die Anliegenan einen Ort, womehrere Kerzen leuchten.FacebookGeht auf die Facebook-Seite von Open DoorsYouth (Schweiz) und schreibt eure Gebete darauf!16


zeugnisdankbrief eineschinesischen pastors«Ich danke Gott für seinen Schutz während der vielen Jahrenmeines Dienstes und im Gefängnis. Und ich bin dankbarfür die vielen Brüder und Schwestern in China und der ganzenWelt, die nicht aufgehört haben , für mich zu beten .In einem Brief richtet sich der chinesische Kirchenleiter Zhang Rongliangan all jene, die während seiner Gefangenschaft vom Dezember2004 bis im August 2011 für ihn und seine Familie gebetet undihm geschrieben haben.Mein spezieller Dank gilt all jenen , die mir Karten undBriefe aus allen Weltteilen geschickt haben , um mir Mut zumachen . Obwohl ich nicht alles verstand, was Sie auf Englischgeschrieben haben , spürte ich Ihre Unterstützung unddas gab mir Kraft. Der Dienst, den ich durch die Gnade Gottesim Gefängnis tun konnte, war auch eine Frucht Ihrer Gebete.Bitte beten Sie weiterhin für mich und meine Familie. Ichbin 60 und habe gesundheitliche Schwierigkeiten . Insgesamtwar ich fast 17 Jahre meines Lebens im Gefängnis. Das bedeuteteviel Leid auch für meine Frau.Ich danke Ihnen für die geistlichen Bücher, mit denen OpenDoors unsere Kirche über die Jahre hinweg versorgt hat. Siehaben uns geholfen , in der Stärke, im Glauben und in derLiebe Gottes zu wachsen . Bitte beten Sie, dass ich Ihm nochbesser dienen kann .»Während der Zeit im Gefängnis benutzte Pastor Zhang jede Möglichkeit, um den Mitgefangenenvon Jesus zu erzählen. Er sagte uns: «Es gab zahlreiche ehemalige hohe Offiziere um mich herum.Nie hätte ich gedacht, dass ich sie eines Tages mit dem Evangelium erreichen könnte. Ich konntestundenlang, ja sogar tagelang mit ihnen reden! Zu Beginn waren ihre Herzen verschlossen, dochallmählich öffneten sie sich, um schliesslich Jesus als ihren Retter zu erkennen. Das war einer derGründe, warum ich im Gefängnis war…»17


GEBETSANLIEGENCHRISTLICHE GLAUBENSGEFANGENE IN CHINAObwohl die Verfolgung an vielen Orten abgenommen hat, bleiben in China viele Christen im Gefängnis. Sie brauchen unsere Gebete!Diese Liste von christlichen Gefangenen in China erhebt nicht Anspruch auf Vollständigkeit. Einige sind unter Hausarrest oder wurden vorkurzer Zeit freigelassen. Denkt an diese Gefangenen, wenn ihr für China betet.ALIMJAN YIMITWurde am 12. Jan. 2008 verhaftet. Am 6. Aug. 2009 wurdeer zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er «Staatsgeheimnissean ausländische Organisationen weitergegeben»haben soll. Er hatte ausländischen MedienInterviews gewährt. Alimjan wurde vor über 10 JahrenChrist und war Leiter in der wachsenden uigurischen Kirche.CUI JAXINGGemeindeleiter, angeklagt, «Nutzland illegal zu belagern». Er wollte dagegenprotestieren, dass die Militärpolizei und Zivilpersonen das Kirchgebäudein Linfen, Provinz Shanxi, und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten. Am 25. November 2009 wurde er verhaftet undzu 4 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt.DONG DAOLAILeiter der südchinesischen Hauskirchenbewegung. Im Oktober 2002 wurdeer verhaftet und zu 10 Jahren Haft verurteilt.GAO YUETANG (1962)Wurde im Oktober 1997 verhaftet und wegen «Störung der öffentlichenSicherheit» zu15 Jahren Gefängnis verurteilt.Seit dem 20. April 2010 ist er wieder in einem unbekannten Ort in Haft. Diestaatliche Nachrichtenagentur Xinhua hat im Dezember 2011 berichtet,Gao Zhisheng müsse eine weitere 3-jährige Gefängnisstrafe verbüssen.GONG BANGKUNDer Hauskirchenleiter der südchinesischen Hauskirchenbewegung wurdeim Dezember 2001 verhaftet und zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurdein 15 Jahre Haft umgewandelt.HU YINGKirchenleiter aus Südchina, wurde im Jahr 2000 zu lebenslänglicher Haftverurteilt.HU YONGDer Leiter der südchinesischen Hauskirchenbewegung wurde im Dezember2002 angeklagt, zu einer «Sekte» zu gehören, und zu lebenslänglicherHaft verurteilt.HUO JUNLONG Paul (1963)Priester der katholischen Untergrundkirche und Administrator der DiözeseBaoding, wurde am 6. August 2004 in der Provinz Hebei verhaftet. Er istimmer noch im Gefängnis.(Info Januar 2011)18GAO ZHISHENGAnwalt für Menschenrechte in Beijing, stand seit November2007 unter Hausarrest, wurde im Januar 2009 inhaftiertund am 6. April 2010 kurz freigelassen. Im März 2009 warenseine Frau und ihre zwei Kinder in die USA geflüchtet.JIANG YANLIKatholischer Priester aus Qing Yuan, Provinz Hebei. Er ist immer noch imGefängnis. (Info Januar 2011)


LI DE JosephKatholischer Priester, wurde am 31. Mai 2010 zusammen mit Wang Jianchenin der Nähe von Beijing verhaftet. Er war 2009 als Priester der Untergrundkircheordiniert worden.LI SHUJUNJunger Priester der kath. Untergrundkirche der Diözese Baoding, wurdeam 27.Dezember 2006 in der Provinz Hebei verhaftet.LIU BANGCHENG (1952)Wurde am 28. April 2001 verhaftet und für angeblichen Betrug zu 15 JahrenGefängnis verurteilt.LIU HONGGENGKatholischer Priester aus Baoding, Provinz Hebei. Er wurde 2003 verhaftetund ist weiterhin im Gefängnis. (Info Januar 2011)LIU SHUNTING (1974)Er wurde im Oktober 1998 verhaftet und als «politischer Krimineller» zu 18Jahren Gefängnis verurteilt.LIU WEI (1961)Wurde im Juni 1998 verhaftet und als «Konter-Revolutionär» zu 15 JahrenGefängnis verurteilt.LU GENJUN (1962)Priester der kath. Untergrundkirche in der Baoding Diözese (Provinz Hebei).Am 13. April 2001 zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er wurde imFrühjahr 2004 freigelassen und am 17. Februar 2006 erneut festgenommen.Er ist weiterhin im Gefängnis. (Info Januar2011)MA WUYONG (1974)Priester der kath. Untergrundkirche der Diözese Baoding in der Provinz Hebei,wurde am 6. August 2004 verhaftet. Er ist immer noch im Gefängnis.(Info Januar 2011)PANG GUANGZHAOPriester der kath. Untergrundkirche der Diözese Baoding in der Provinz Hebei,wurde am 1. Juli 2003 verhaftet. Er ist weiterhin im Gefängnis.19(Info Januar 2011)PAUL MAPriester, im März 2009 verhaftet.SHI ENXIANG Cosmas (1921)Bischof der Diözese Yixian der katholischen Untergrundkirche in der ProvinzHebei. Er wurde im April 2001 verhaftet. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.(Info Juli 2010)SU ZHEMIN Jakob (1932)Bischof der kath. Untergrundkirche in Baoding in der Provinz Hebei. SeitOktober 1997 inhaftiert. Ende 2003 konnte er kurz mit einigen Familienangehörigenim Spital sprechen, aber seither ist sein Aufenthaltsort unbekannt.(Info Juli 2010)SUN MINGHUA (1965)Mitglied der Südchinesischen Kirche. Sie wurde im Oktober2002 verhaftet und zu 12 Jahren Haft verurteilt.WANG JIANCHEN Joseph (1972)Katholischer Priester, wurde im Mai 2010 in der Nähe von Beijing verhaftet.Er war seit10 Jahren in der Untergrundkirche in der Provinz Hebei tätig.WANG QIANJINKatholischer Priester in der Diözese Baoding, Provinz Hebei. Er wurde in2005 erneut verhaftet und befindet sich immer noch im Gefängnis. (InfoJanuar 2011)WANG XIAO GUANGGemeindeleiter, angeklagt, «Nutzland illegal zu belagern».Er wollte dagegen protestieren, dass die Militärpolizeiund Zivilpersonen das Kirchgebäude in Linfen,Provinz Shanxi, und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten. Wurde am 25. November 2009zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist mit Yang Rongli verheiratet.


20WANG XIONGWEIKatholischer Priester aus Qing Yuan, Provinz Hebei. Er befindet sich immernoch im Gefängnis. (Info Januar 2011)XU JINSHUI (1936)Dieser Christ wurde im April 1999 verhaftet und wegen «Beteiligung an einerkonterrevolutionären Organisation» zu lebenslänglicher Haft verurteilt.YANG RONGLIGemeindeleiterin, angeklagt, «Nutzland illegal zu belagern».Sie wollte dagegen protestieren, dass die Militärpolizeiund Zivilpersonen das Kirchgebäude in Linfen,Provinz Shanxi, und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten. Wurde am 25. November 2009verhaftet und zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie ist mit Pastor Wang Xiaoguangverheiratet.YANG XUANGemeindeleiter, angeklagt, «Nutzland illegal zu belagern».Er wollte dagegen protestieren, dass die Militärpolizeiund Zivilpersonen das Kirchgebäude in Linfen,Provinz Shanxi, und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten. Wurde am 25. November 2009verhaftet und zu 3 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist mit Yang Caizhenverheiratet.YI CHUANFU (1955)Pastor, wurde im Oktober 2002 verhaftet und zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt.ZANG HUAMEIGemeindeleiter, angeklagt, «Leute zu versammeln, um die öffentlicheRuhe zu stören». Er organisierte mit vier anderen Gemeindeleitern eineGebetsversammlung mit 1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizeiund andere Leute das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30. November2009 wurde er zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt.ZHAO FALIANG (1959)Er wurde im Oktober 1998 verhaftet und als «politischer Krimineller» zu 17Jahren Gefängnis verurteilt.ZHOU BENYOU (1967)Er wurde im Oktober 1994 verhaftet und zu lebenslänglicher Haft verurteilt.ZHU AIQING (1962)Sie wurde am 9. Juni 1998 verhaftet und wegen «illegaler evangelistischerAktivitäten» zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde später auf17 Jahre reduziert.Unter HausarrestLIN XIANGAO (Pastor Samuel LAMB, 1924)Einer der bekanntesten Hausgemeindeleiter im SüdenChinas. Steht unter strikter polizeilicher Überwachung.WU QINJING Joseph (1969)Bischof, seit November 2007 unter Hausarrest.Während den letzten Monaten freigelassenGAO QINGemeindeleiterin, angeklagt, «Leute zu versammeln, um die öffentlicheRuhe zu stören». Sie organisierte mit vier anderen Gemeindeleitern eineGebetsversammlung mit 1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizeiund andere Leute das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30. November2009 wurde sie zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Im August 2011 wurdesie aus dem Gefängnis entlassen.LI SHUANGPINGGemeindeleiter, angeklagt, «Leute zu versammeln, um die öffentlicheRuhe zu stören». Er organisierte mit vier anderen Gemeindeleitern eineGebetsversammlung mit 1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizei


und andere Leute das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30. November2009 wurde er zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde im August 2011freigelassen.SHI ENHAOStellvertretender Leiter der Hauskirchenvereinigung (CHCA) wurde am31. Mai 2011 in Suqian City, in der Provinz Jiangsu verhaftet. Im Juli 2011wurde er zu 2 Jahren Umerziehung im Arbeitslager verurteilt. Er ist mit ZhuGuangyun verheiratet und sie haben 4 erwachsene Kinder. Am 19. Januar2012 wurde er freigelassen.YANG CAIZHENGemeindeleiterin, angeklagt, «Leute zu versammeln, umdie öffentliche Ruhe zu stören». Sie organisierte mit vieranderen Gemeindeleitern eine Gebetsversammlung mit1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizei und andereLeute das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am13. September 2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30.November 2009 wurde sie zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie ist mit PastorYang Xuan verheiratet. Im August 2011 wurde sie freigelassen.mussten. Zhang wurde am 29. August 2011 nach 5 Jahren Haft freigelassen.ZHAO GUOAIGemeindeleiterin, angeklagt, «Leute zu versammeln, um die öffentlicheRuhe zu stören». Sie organisierte mit vier anderen Gemeindeleitern eineGebetsversammlung mit 1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizeiund andere Leute das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30. November2009 wurde sie zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Im August 2011 wurdesie frei gelassen.Mit unklarem StatusHUA HUIQIAm 17. Sept. 2009 wurde dieser bekannte Hausgemeindeleitervon der Sicherheitspolizei im Distrikt Fengtai inBeijing verhaftet. Sein Aufenthaltsort ist unbekannt.21YANG HONGZHENGemeindeleiterin, angeklagt, «Leute zu versammeln, um die öffentlicheRuhe zu stören». Sie organisierte mit vier anderen Gemeindeleitern eineGebetsversammlung mit 1000 Teilnehmern, nachdem die Militärpolizeiund andere das Kirchgebäude und dessen Mitglieder am 13. September2009 angegriffen hatten (Linfen, Provinz Shanxi). Am 30. November 2009wurde sie zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Im August 2011 wurde sie freigelassen.ZHANG RONGLIANGEiner der bekanntesten und meist respektierten HausgemeindeleiterChinas. Zhang ist Leiter der Hausgemeindenbewegung«Fengcheng» und wurde am 1. Dez. 2004in der Provinz Henan grundlos festgenommen. Am 29.Juni 2006 wurde er zu 7 1/2 Jahren Haft verurteilt. Er ist mitChen Hongxian verheiratet und hat zwei Söhne, die beide untertauchen


PROJEKTBIBLISCHE SCHULUNG IN CHINAEs ist wichtig, die chinesischen Gemeinden in allen Bereichen zu unterstützen. Es braucht auchmehr Leiter und diese müssen geschult werden, um die wachsenden Gemeinden zu begleiten.Das ist einfach in Europa, wo es zahlreiche Schulen, Institute und Fakultäten gibt. Aber wie ist es ineinem Land, wo Kirchen illegal sind?Wie und wo sich weiterbilden? Von wem? Könnte ich im Gefängnis landen (wohl wissend, dass esillegal ist)? Solche Fragen stellt sich ein Christ, der pastorale Verantwortung trägt.hilf mit, die Kirche in China zu stärkenBeteilige dich an den Projekten von OpenDoors, um die Kirche in China zu unterstützen!Zusammen können wir die Antwort auf die Gebetevon vielen chinesischen Gemeindeleiternsein!In vielen Teilen Chinas sind verschiedene Ausbildungsangebotevorgesehen. In Kleingruppenwerden sich Pastoren und Gemeindehelferunter anderem mit folgenden Themen auseinandersetzen:Bibelstudium und TheologieSeelsorge und Begleitung von GläubigenDas Christentum in die chinesische GesellschafttragenDie Bedürfnisse der Christen in den ethnischenMinderheiten entdeckenKeine Spende ist zu klein,um diese Kirche zuunterstützen!online spendenspenden mit dem vermerk«shockwave 2013»kannst du auch auf das postkonto34-4791-0Überweisen.vielen dank für die unterstützung!22


afterShockShockwave ist nicht nur ein Wochenende, es ist eine Bewegung. Jeden Tag erleben Tausende von Christen Verfolgung und Ungerechtigkeit, weil siesich entschieden haben, Jesus nachzufolgen.Du hast an einem Shockwave Meeting teilgenommen. Du hast dich mit der verfolgten Kirche vertraut gemacht und wurdest von der Kraft des HeiligenGeistes zum Gebet gedrängt, um die Welt zu verändern. Du hast deine Gemeinde, deine Familie, deine Jugendgruppe und deine Schule einbezogen.Und jetzt, wo du endlich Zeit hast, dich hinzusetzen und nachzudenken, fragst du dich: was kommt als Nächstes? Die gute Nachricht ist, dasses hier nicht aufhört! Du hast die Möglichkeit, mit der verfolgten Kirche in Kontakt zu bleiben und weiterhin für sie zu beten.Beten schreiben reisenBete weiterBleibe durch das Monatsheft von Open Doors,das wöchentliche Gebetsmail oder Informationenauf der Internet- oder Facebookseite vonOpen Doors auf dem Laufenden und bete weiter.Eine Gebetsgruppe organisierenEine Gebetsgruppe kann überall zusammenkommen. Triff dich mit deinen Freunden undbete mit ihnen.SchreibaktionIst es dir schon mal passiert, dass du einenschlechten Tag hattest und du von jemandemeinen Brief erhalten hast? Das macht wiederMut. Schreibe und ermutige verfolgte Christen!Halte dich mit der Internetseite von Open Doorsauf dem Laufenden.Dort findest du auch ihre Adressen.ReisenBist du über 18 Jahre alt und fühlst du dich bereit,verfolgte Christen kennenzulernen? Meldedich bei uns und verlange Reiseinformationenfür 2013.mehr Über reisenich möchte mich informieren und regelmässig für die verfolgten christen beten23

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