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GdP aktiv Ausgabe 2008-12-05 - GdP Mannheim

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<strong>Ausgabe</strong><br />

<strong>05</strong>.<strong>12</strong>.<strong>2008</strong><br />

Unsere<br />

Themen:<br />

Ehrung<br />

Walter Bauer<br />

für 60-jährige<br />

Mitgliedschaft<br />

geehrt<br />

( Seite 1 )<br />

Ansichtssache<br />

Keine<br />

Mehrarbeit<br />

bei der<br />

Polizei?!<br />

Mannhei<br />

( Seite 2 )<br />

m.<br />

Kooperation<br />

Gewerkschaftsgespräch<br />

mit<br />

Ulrich Sckerl,<br />

MdL<br />

( Seite 3 )<br />

<strong>GdP</strong> Freizeit<br />

Test:<br />

Need for<br />

Speed<br />

Undercover<br />

(Seite 4)<br />

<strong>GdP</strong> Freizeit<br />

Kurztests<br />

von:<br />

Wintersports<br />

2009<br />

*<br />

Grant Theft<br />

Auto IV<br />

( Seite 5 )<br />

Heilfürsorge:<br />

Auch<br />

Polizisten<br />

sollen zahlen<br />

( Seite 6 )<br />

Freute sich über den Besuch und das Geschenk: POR Klaus Pietsch erhielt eine kleine Erinnerung an<br />

seine Dienstzeit in <strong>Mannheim</strong>.<br />

Besuch beim ehemaligen Leiter des PR MA-Neckarstadt<br />

POR Klaus Pietsch fühlt sich<br />

bei der Bepo sehr wohl!<br />

Vor einigen Tagen besuchte der <strong>Mannheim</strong>er <strong>GdP</strong> Vorsitzende Thomas<br />

Mohr den ehemaligen Revierführer des Polizeireviers <strong>Mannheim</strong>-<br />

Neckarstadt, Polizeioberrat Klaus Pietsch, bei seiner neuen Dienststelle.<br />

Seit dem Frühjahr ist POR Klaus Pietsch der Leiter der Einsatzabteilung<br />

der Bepo in Bruchsal und er fühlt sich sehr wohl, verrät er. Den<br />

Kurzbesuch nutzte der <strong>GdP</strong> Vorsitzende und überreichte POR Klaus<br />

Pietsch den „<strong>GdP</strong> Stern in Gold“ für die Treue in einer demokratischen<br />

Gewerkschaft. Seit über 25 Jahren ist Klaus Pietsch Mitglied in der <strong>GdP</strong>.<br />

Eine Erinnerung an <strong>Mannheim</strong> wurde ihm auch noch überreicht. Damit<br />

möchte die <strong>GdP</strong> <strong>Mannheim</strong> POR Klaus Pietsch für die gute und<br />

vertrauensvolle Zusammenarbeit danken und überreichte ihm einen<br />

Zinnteller mit Motiven der Regierungsbezirke des Landes Baden-<br />

Württemberg. Auch das <strong>Mannheim</strong>er Wahrzeichen, der Wasserturm, ist<br />

auf dem Teller, über den sich POR Klaus Pietsch sehr gefreut hat. Die<br />

<strong>GdP</strong> <strong>Mannheim</strong> wünscht POR Klaus Pietsch, für seine neue Aufgabe, alles<br />

Gute und eine „Glückliche Hand“ für seine künftige Tätigkeit.<br />

Impressum:<br />

Herausgeber: Gewerkschaft der Polizei <strong>Mannheim</strong>, Vorstand, B 6, 4-5 / 68159 <strong>Mannheim</strong>, Telefon 0621/174-4226 Fax: -3999<br />

eMail: <strong>GdP</strong>-MA@online.de * Internet: www.gdpmannheim.de Verantwortliches Vorstandsmitglied: Thomas Mohr, Vorsitzender


Vor 24 Jahren die letzte Uniform zur Seite gelegt<br />

Die Uniform trägt er seit 1984 nicht mehr, denn da ging<br />

Walter Bauer, Polizeihauptmeister a.D. in den<br />

Ruhestand. Er war 30 Jahre im Schichtdienst und davon<br />

20 Jahre auf der Rheinau tätig. Bei seiner Pensionierung<br />

hatte er fast 39 Dienstjahre. Nun lebt er zusammen mit<br />

seiner Frau in Seckenheim und widmet teilweise seine<br />

Zeit vor allem dem Garten und dem<br />

Männergesangsverein.<br />

Wenn Walter Bauer heute mit 84 Jahren zurückblickt<br />

und Bilanz zieht, so war der Größte Teil seines Lebens<br />

für ihn der Einsatz „an der Front“. Mit 18 Jahren zog er<br />

die erste Uniform an und 1984 die letzte Uniform aus.<br />

Dazwischen lag der Krieg.<br />

Geboren wurde er am <strong>05</strong>. Oktober 1924 in <strong>Mannheim</strong>.<br />

In seiner Heimatstadt absolvierte er auch die Lehre als<br />

Betriebselektriker und wurde 1942 zur Wehrmacht<br />

eingezogen. Eine schwere Verwundung auf dem Rücken,<br />

die er an der Ostfront erlitt, erinnert ihn bis an sein<br />

Lebensende an die Kriegstage und zahlreiche<br />

Lazarettaufenthalte. Von der Kriegsverletzung erholte er<br />

sich gut, denn die Amerikaner in Österreich entließen ihn<br />

aus einer kurzen Gefangenschaft und ließen ihn an der<br />

Grenze zu Deutschland frei. Walter Bauer marschierte<br />

dann von der Grenze in das zerbombte <strong>Mannheim</strong>, das<br />

er schließlich nach vier Wochen erreichte.<br />

Bereits 1946 trat er der<br />

Schutzpolizei bei und machte<br />

seinen ersten Dienst bis<br />

1954 in MA-Friedrichsfeld.<br />

Ausgebildet wurde er in der<br />

Polizeischule <strong>Mannheim</strong>-<br />

Heidelberg in der<br />

Hochuferstraße (heute<br />

KWG). Auch den<br />

Polizeiführerschein hat er<br />

dort gemacht. Lachend<br />

erzählt er, wie er beim<br />

Fahrlehrer Albertini eine<br />

Fahrstunde nie vergisst.<br />

Walter Bauer 1954<br />

„Wir fuhren mit dem<br />

Peterwagen im Bereich<br />

des <strong>Mannheim</strong>er Hauptbahnhofs, als mein<br />

Fahrlehrer zu mir sagte: Fahr doch! Du hast<br />

Vorfahrt! Und schon hat’s gekracht und wir fuhren<br />

mit dem Peterwagen in eine Straßenbahn“. Gott sei<br />

Dank entstand nur Blechschaden. Walter Bauer denkt<br />

heute noch an die vielen Menschen, die das Spektakel<br />

„Peterwagen trifft Straßenbahn“ sehr interessiert<br />

beobachteten. Heute kann er darüber lachen. Damals<br />

(1946), von der amerikanischen Militärbesatzung in den<br />

Polizeidienst eingestellt, fuhren wir zusammen mit der<br />

amerikanischen MP Streife. Überwiegen liefen wir aber<br />

Fußstreife und waren viel mit dem Fahrrad unterwegs.<br />

Von 1954 bis 1964 war er beim 1. Revier, der<br />

Marktplatzwache (heute Dienststelle des KOD) und von<br />

1974 bis 1984 im Bezirksdienst des Polizeireviers<br />

<strong>Mannheim</strong>-Rheinau.<br />

Noch heute erinnert sich Walter Bauer an die Zeiten,<br />

als die Polizei noch kaum Einsatzfahrzeuge hatten und<br />

Betrunkene zum Beispiel von der Kurpfalzbrücke bis zum<br />

Revier auf den Markt schleppen musste. Wie oft sei er<br />

völlig durchgeschwitzt nach hause gekommen.<br />

PHM a.D. Walter Bauer von der <strong>GdP</strong> geehrt<br />

Gerne erinnert er sich an den Kollegen Adolf<br />

Brandenburger. Der <strong>Mannheim</strong>er Polizeimeister im<br />

Boxen war nicht nur intern sondern auch bei den „bösen<br />

Buben“ bekannt. „Mit dem Adel lief ich auf der<br />

Rheinau Fußstreife und ich hab mich da immer<br />

sehr sicher gefühlt. Wenn der Adel dabei war<br />

musste man keine Angst haben, erzählt er.<br />

Der leider viel zu früh verstorbene Polizeisportboxer<br />

Adolf Brandenburger war bekannt für seine<br />

„schlagkräftigen“ Argumente, die so manchen<br />

„Widerständler“ in Sekunden schnell und wirkungsvoll<br />

ins Land der Träume beförderte.<br />

Der heute 84-jährige Walter Bauer Foto: <strong>GdP</strong><br />

Damals bei seiner Verabschiedung bezeichnet der<br />

damalige Polizeidirektor Rudolf Grentrup die Tätigkeit<br />

des Bezirksdienste, wo Walter Bauer 10 Jahre unter dem<br />

Revierführer Winfried Scherer Dienst machte wie folgt:<br />

„Der Bezirksdienst ist ein schwieriger Dienst, nicht<br />

zu vergleichen mit dem Ermittler von damals. Der<br />

BD Beamte ist der Kriminalist in Uniform, daher<br />

auch die besondere Bewertung dieser Stelle!“, so<br />

der damalige Leiter der Schutzpolizei.<br />

Walter Bauer war von 1954 bis 1964 zusammen mit<br />

Fritz Nemitz und PHM a.D. Hermann Übelhör im<br />

Personalrat und <strong>GdP</strong> Vertrauensmann. Nun wurde er<br />

vom <strong>GdP</strong> Vorsitzenden Thomas Mohr zu Hause besucht<br />

und für 60-jährige Mitgliedschaft in einer<br />

demokratischen Gewerkschaft geehrt. Walter Bauer und<br />

seine Frau Irmgart, mit der er über 60 Jahre verheiratet<br />

ist, freuten sich über den Besuch der <strong>GdP</strong>.


Keine Mehrarbeit bei der Polizei?!<br />

Weniger Beamte auf den Schichten und im BD. Hohe Belastung durch neue Aufgaben,<br />

Schichtunterstützung und Sondereinsätze.<br />

Trotzdem kein Nachweis über Mehrarbeit... wie ist das möglich?<br />

Sicher haben sich einige mit<br />

diesem Thema noch nicht<br />

beschäftigt und werden sich<br />

fragen:<br />

„Warum ist es überhaupt wichtig<br />

ob ein Dienst als Mehrarbeit oder<br />

als WSED geschrieben wird?<br />

Geleistet wird er sowieso und am<br />

Ende des Monats habe ich doch<br />

die gleiche Stundenzahl<br />

gearbeitet. Ist doch also egal.“<br />

Auf dem ersten Blick mag das ja<br />

auch zutreffen, aber es gibt doch<br />

gravierende Unterschiede, die in der jetzigen Situation von<br />

Personalknappheit und immer mehr werdenden neuen<br />

Aufträgen von großer Bedeutung sind:<br />

Mehrarbeit muss im Gegensatz zum WSED angeordnet<br />

werden und ist statistisch zu melden.<br />

Statistische Mehrarbeitszahlen sind sowohl für den Laien<br />

als auch für den Fachmann deutliches Indiz für zu viel Arbeit<br />

bei zu wenig Personal. Sind die Zahlen hoch, so ist dies ein<br />

deutliches Warnsignal und ruft in der Regel einen Aufschrei in<br />

der Bevölkerung und in der Presse hervor. Sind die Zahlen<br />

hingegen niedrig, so bedeutet dies für die Verantwortlichen:<br />

„Gut gemacht! Weiter So!“<br />

Werden geleistete Stunden also nicht als Mehrarbeit,<br />

sondern überwiegend als WSED geschrieben, so ergeben sich<br />

in der Statistik lediglich geringe Zahlen für Mehrarbeit. Das<br />

heißt, die Verantwortlichen der Politik können statistisch<br />

nachweisen, dass trotz weniger Personal und zusätzlichen<br />

neuen Aufgaben die Beamten weniger belastet werden.<br />

Belegt wird diese Aussage dadurch, dass im Vergleich zu den<br />

Vorjahren statistisch betrachtet weniger Mehrarbeit<br />

angeordnet werden musste. Die Beamten haben in der<br />

Theorie folglich mehr Freizeit. Im schlimmsten Fall hieße das,<br />

dass die Schmerzgrenze noch lange nicht erreicht ist! Es<br />

könnten also noch mehr Stellen abgebaut werden und die<br />

Beamte könnten noch mehr Aufgaben bewältigen. Also geht<br />

doch! Welch ein Hohn für die, die diese Arbeit leisten<br />

müssen!<br />

Wenn nun, statistisch gesehen, die Arbeit mit weniger<br />

Personal auch ohne Mehrarbeit zu bewältigen ist, dann gibt<br />

es auch kein Argument für die Gewerkschaften oder die<br />

Opposition die Personalpolitik der Regierung zu kritisieren.<br />

Denn scheinbar belegen die Zahlen, dass man vor dem<br />

Personalabbau offensichtlich zu viel Personal hatte.<br />

Werden Arbeitsstunden nicht als Mehrarbeit geschrieben,<br />

so hat der Personalrat zudem keine Überprüfungsmöglichkeit<br />

mehr und kann auch nicht mehr zum Schutz des<br />

Kollegen intervenieren.<br />

Es ist unbestritten, dass aufgrund des Stellenabbaus die<br />

ganze Arbeit, egal ob es sich dabei um Sondereinsätze,<br />

Schichtunterstützung oder neue Überwachungsaktionen<br />

handelt, auf immer weniger Schultern abgeladen wird. Das<br />

heißt, dass sowohl der Streifendienst als auch die Bezirks-<br />

und Postendienste immer öfter zu sozial unverträglichen<br />

Zeiten arbeiten müssen. Die Folgen sind für alle gleich: das<br />

Familienleben, der Freundeskreis und das Privat- und<br />

Vereinsleben leidet!<br />

Die reale (nicht die statistisch erfasste!) Mehrarbeit muss<br />

also auf ein Minimum reduziert werden. Das bedeutet<br />

beispielsweise für Einsatzleiter sich ernsthaft zu überlegen,<br />

ob und in welchem Umfang ein Einsatz tatsächlich<br />

erforderlich ist. Dies dient aus Sicht der Gewerkschaften dem<br />

Schutz der Beamten vor einer Überbelastung durch sozial<br />

unverträgliche Arbeitszeiten und insbesondere dem Schutz<br />

ihrer Gesundheit. Wird der Einsatz jedoch einfach im Rahmen<br />

eines WSED geleistet, so könnte, ohne konkrete Vorwürfe zu<br />

unterstellen, diese Überlegung entfallen, frei nach dem Motto<br />

„die Beamte sind ja 'eh do'!“. Welchen direkten Vorteil haben<br />

wir als Beamte von Mehrarbeit? Mehrarbeitsstunden verfallen<br />

nicht und können im Vergleich zu den WSED- Stunden<br />

beliebig hoch in den Folgemonat übertragen werden.<br />

Das „WSED- Prüfen“ und die damit einhergehende<br />

Verpflichtung, frei machen zu müssen, entfällt an dieser<br />

Stelle. Mehrarbeit kann ausbezahlt werden. Zur Aufbesserung<br />

unseres Gehaltes brauchen wir nicht mehr nach einem<br />

Nebenjob zu suchen, sondern tun das, was wir am besten<br />

können: Polizeiarbeit! Wir haben zudem die Hoffnung, dass<br />

die Mehrbelastung auffällt und wir dadurch mehr Kollegen<br />

erhalten. Eigentlich sollte dies auch im Interesse der Führung<br />

sein. Denn auch sie würde zweifelsohne von mehr Personal<br />

profitieren. Stattdessen soll anfallende Mehrarbeit als WSED<br />

verbucht werden. Warum auch immer! Wer profitiert denn<br />

davon? Außer unseren Politikern, die diese Personalmisere<br />

herbeigeführt haben?<br />

Ich appelliere daher an alle Führungskräfte, angefangen<br />

von den DgF über die Revierführer bis hin zur Leitung des PP<br />

<strong>Mannheim</strong>, die Mehrbelastung durch sozial unverträgliche<br />

Arbeitszeiten anzuerkennen und diese auch als „Mehr- Arbeit“<br />

zu dokumentieren! Diese Anerkennung wird wesentlich mehr<br />

zur Zufriedenheit der Beamten und deren<br />

Gerechtigkeitsempfinden beitragen, als bloße<br />

Lippenbekenntnisse folgender Art: „Es werden harte Zeiten<br />

auf uns zukommen. Ihr müsst da durch und wir sorgen dafür,<br />

dass es statistisch keiner mitbekommt.“<br />

Wir sind uns alle einig: die Arbeit, die anfällt, muss<br />

gemacht werden und wird auch ohne zu murren geleistet.<br />

Aber wir sollten alle offen und ehrlich damit umgehen und<br />

eine „Mehr- Belastung“ auch als solche wahrnehmen und<br />

dokumentieren. Denn auch wenn am Ende des Jahres fast<br />

alle ihr Stundensoll mehr oder weniger erbracht haben, es ist<br />

ein Unterschied, ob diese Dienste sozial verträglich zu den<br />

dienst-üblichen Zeiten oder an Wochenenden bzw. in der<br />

Nacht erbracht werden mussten!<br />

Wir von der <strong>GdP</strong> werden diesbezüglich auf PP Herrn Klotter<br />

zukommen und dieses Thema ausführlich diskutieren. Das<br />

Ergebnis wird in einer der nächsten <strong>Ausgabe</strong>n veröffentlicht<br />

werden.<br />

Ich rufe alle Kollegen auf, eure diesbezüglichen<br />

Erfahrungen und Probleme an uns zu schreiben, damit wir ein<br />

breiteres Feld als Diskussionsgrundlage erhalten. Diese Mails<br />

werden selbstverständlich anonym behandelt und sollen<br />

lediglich ein Gesamtbild vervollständigen.<br />

Peter Schorpp,<br />

stv. KG-Vorsitzender<br />

Email an:<br />

Peter.Schorpp@gdpmannheim.de


Kooperation <strong>Mannheim</strong>er Polizeigewerkschaften<br />

Gewerkschaftsgespräch mit Ulrich Sckerl, MdL<br />

Trafen sich zum Gespräch: v.l. Thomas Krohne (BDK), Egon Manz (DPolG), MdL Hans Ulrich Sckerl und Thomas Mohr (<strong>GdP</strong>)<br />

Foto: Diemer<br />

Am 5.<strong>12</strong>.2009 führten die Vorsitzenden der Kooperation<br />

<strong>Mannheim</strong>er Polizeigewerkschaften in <strong>Mannheim</strong> ein<br />

Gespräch mit dem sicherheitspolitischen Sprecher der<br />

Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Hans Ulrich<br />

Sckerl. Anfangs nahm auch der Fraktionsvorsitzende der<br />

<strong>Mannheim</strong>er Stadtratsfraktion der Grünen, Wolfgang<br />

Raufelder, an dem Gespräch teil.<br />

Vorrangiges Thema war dabei der bevorstehende Nato-<br />

Gipfel am 3. und 4. April 2009 in Straßburg / Baden-Baden<br />

und die zu erwartenden Demonstrationen mehrerer<br />

Gruppierungen von Nato-Gegnern. Hierbei wurde seitens<br />

der Kooperation die Sorge über zu erwartende gewalttätige<br />

Aktionen geäußert, die erfahrungsgemäß zu einer enormen<br />

Gefährdung der eingesetzten Polizeibeamten führen.<br />

Uli Sckerl sicherte zu, dass Bündnis 90 / Die Grünen<br />

mäßigend auf die Demonstranten einwirken wollten. Hierzu<br />

will auch er sich persönlich gemeinsam mit weiteren<br />

Mandatsträgern in die Camps begeben. Er sei auch bereit,<br />

sich mit den Vertretern der Polizeigewerkschaften vor Ort<br />

zu treffen. Er sei sich darüber im Klaren, dass man im<br />

Bemühen um einen friedlichen Protest durchaus zwischen<br />

die Fronten geraten könne.<br />

Im Januar wollen sich die Grünen deshalb mit der<br />

Gesamtproblematik des Nato-Gipfels und des Protests<br />

eingehend befassen. Sckerl appellierte auch an die<br />

Besonnenheit der Polizei beim Einschreiten, um<br />

Solidarisierungen zwischen friedlichen und gewaltbereiten<br />

Demonstranten zu vermeiden. Ein weiteres Thema war der<br />

„Wildwuchs“ im Lande im Entstehen und in der<br />

Weiterentwicklung von Gemeindevollzugsdiensten bei den<br />

großen Kommunen. Am Beispiel des KOD der Stadt<br />

<strong>Mannheim</strong> werde deutlich, dass die zunehmende<br />

Verlagerung von ordnungspolizeilichen Kompetenzen und<br />

den damit verbundenen Rückzug der Polizei erfordere eine<br />

spezifische landesgesetzliche Grundlage. Diese müsse<br />

neben polizeirechtlichen Kompetenzen auch eine<br />

landeseinheitliche Ausbildung, Uniformierung und eine klare<br />

Zuständigkeitsabgrenzung bzw. Festlegung der<br />

gemeinsamen Zuständigkeitsschnittmenge beinhalten.<br />

Es wurde seitens der Kooperation kritisiert, dass sich das<br />

Land zunehmend aus seiner Verantwortung stehle, um am<br />

Ende Personal und Kosten sparen zu können. Die<br />

Kommunen haben dabei das Nachsehen. Kritisiert wurde<br />

auch die Bestellung von privaten Sicherheitsunternehmen<br />

durch Gemeinden, die sich keinen Gemeindevollzugsdienst<br />

leisten könnten. Dies wurde auch als beweis dafür gesehen,<br />

dass das Personalnetz der Polizei insbesondere auch im<br />

ländlichen Raum zu dünn ist.<br />

In Bezug auf die Schwierigkeiten zur Auffüllung der<br />

Einstellungskontingente machte Sckerl deutlich, dass man<br />

den Polizeiberuf attr<strong>aktiv</strong>er gestalten müsse, um mit den<br />

Firmen bei der Nachwuchsgewinnung konkurrieren zu<br />

können. Die fortgesetzte Haushaltskonsolidierung auf<br />

Kosten des öffentlichen Dienstes sei der falsche Weg.<br />

Am Ende des Gesprächs sprach sich der als profunder<br />

Kenner der Polizei bekannte Sprecher der Grünen-Fraktion<br />

für ein Zurückführen des Beamtentums auf seine<br />

Kernbereiche aus, insbesondere auf den Bereich der<br />

inneren Sicherheit.<br />

Thomas Mohr, Egon Manz Thomas Krohne<br />

(<strong>GdP</strong>) (DPolG) (BDK)


Andreas Ott<br />

Stv. KG-Vorsitzender<br />

Herzlich willkommen in unserer neuen <strong>GdP</strong> <strong>aktiv</strong> Rubrik „Freizeit“!<br />

Wie bereits letzte Woche angekündigt, wollen wir euch in diesem Bereich Interessantes<br />

und Wissenswertes rund um das Thema Freizeit vorstellen. Hierbei möchten wir ein<br />

möglichst breites Spektrum abdecken, schließlich soll für jeden etwas dabei sein. Den<br />

Anfang machen drei aktuelle Spiele für PC, XBOX 360, PS 2/3 bzw. Wii, welche auf<br />

ihren Spielwert und ihre Geschenktauglichkeit für das Weihnachtsfest getestet wurden.<br />

Für die nächste <strong>Ausgabe</strong> wollen wir euch die Kinocharts sowie einen Beitrag aus der<br />

Musikwelt präsentieren. Über Rückmeldungen eurerseits in Form von<br />

Verbesserungsvorschlägen, Anregungen oder Themenvorschlägen würden wir uns sehr<br />

freuen. Schreibt uns unter der E-Mail info@gdpmannheim.de.<br />

Bei „Need for Speed Undercover“ handelt es sich um ein von<br />

vielen Spielern langerwartetes und bereits im Vorfeld der<br />

Veröffentlichung stark beworbenes Rennspiel von Electronis<br />

Arts für alle Besitzer eines PC, einer XBOX 360, PS 2 oder 3<br />

und Nintendo Wii. Neben der Rennspielserie „Test Drive“<br />

von Accolade dürfte „Need for Speed“ einer der<br />

bekanntesten Arcade-Racer für Konsolen und PC sein.<br />

Das erste „Need for Speed“ erschien bereits 1995 für PC<br />

und PSOne. Der eindeutige Höhepunkt der Serie war vor<br />

drei Jahren mit „Need for Speed Most Wanted“ erreicht. Das<br />

Spiel bot für damalige Verhältnisse eine phänomenale<br />

Grafik, verbunden mit rasanter Action inklusive wilder<br />

Verfolgungsjagden mit der Polizei. Seitdem geht es mit der<br />

Serie leider bergab. Weder der Nachfolger von „Most<br />

Wanted“, „Need for Speed Carbon“, noch der letztes Jahr<br />

erschienene Titel „Need for Speed Pro Street“, beide ohne<br />

Polizei, konnten wirklich überzeugen. Aber mit „Need for<br />

Speed Undercover“ will Electronic Arts zu alten Wurzeln<br />

zurückkehren und alles wieder gut, Pardon, besser machen.<br />

Zu Beginn wird der Spieler, für Polizisten nicht unbekannt,<br />

in die Rolle eines Verdeckten Ermittler versetzt, um die<br />

Machenschaften einer Autoschieberbande aufzudecken. Die<br />

Hintergrundgeschichte wird mit gedrehten Filmschnipseln<br />

erzählt, welche auch als Übergang zu den einzelnen<br />

Missionen dienen.<br />

Im eigentlichen Spiel liegt die Aufgabe des Spielers darin,<br />

verschiedene Rennen zu absolvieren, um Punkte zu<br />

gewinnen und in der Rennfahrerhierarchie aufzusteigen. Die<br />

Autorennen sind sehr abwechslungsreich gestaltet und<br />

reichen von normalen Rennen, über „Randaliermissionen“<br />

(es muss ein möglichst hoher Sachschaden verursacht bzw.<br />

bestimmte Gegner gerammt werden), bis zu Duellen auf<br />

dem Highway. Mit den gewonnen Punkten kann der eigene<br />

Wagen getunt bzw. ein schnelleres Modell erworben werden.<br />

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen bzw. Daddeln!<br />

Test: Need for Speed Undercover<br />

Straßensperre der Polizei<br />

Quelle: http://undercover.needforspeed.com<br />

Soviel zur Handlung von „Undercover“. Die Grafik des<br />

Spieles, wichtiges Element eines Rennspieles, präsentiert<br />

sich leider durchwachsen. Während die Fahrzeuge sehr<br />

detailliert sind und mit netten Reflektionen glänzen, ist die<br />

Umgebungsgrafik auf dem Niveau des drei Jahre alten<br />

Vorbilds „Most Wanted“.<br />

Mit starken Überstrahleffekten, die gleißendes Sonnenlicht<br />

simulieren und Unschärfeeffekte, welche das<br />

Geschwindigkeitsgefühl verstärken sollen, versuchten die<br />

Programmierer die Schwächen ihrer alten Grafikengine zu<br />

überdecken. Das bunte Treiben auf dem Bildschirm ist aber<br />

manchmal zuviel des Guten und stört den Spielfluss.<br />

Dennoch macht es Spaß mit einem der 54<br />

Originalfahrzeugen, welche vom Nissan 240 SX, über Audi<br />

RS4 bis zum Lamborghini Murcielago reichen über die<br />

vielbefahrenen Straßen zu Rasen, ohne sich um die StVO<br />

oder andere Verkehrsteilnehmer kümmern zu müssen.<br />

Die Autos lassen sich dabei mit hohem Tempo um Kurven<br />

lenken und verhalten sich auch sonst wenig<br />

wirklichkeitsgetreu. Aber das ist bei einem Arcade-Racer ja<br />

auch so gewollt. Kommt es zu einem der unvermeidlichen<br />

Unfälle, dann werden die Wagen in ihre Bestandteile zerlegt<br />

und Fahrzeugteile säumen die Straße. Im Gegensatz zum<br />

richtigen Leben kann der Spieler nach einem schweren<br />

Unfall mit einem neuen Fahrzeug die Mission erneut spielen.<br />

Dabei gestalten sich viele<br />

Aufgaben, insbesondere<br />

am Anfang, sehr einfach,<br />

während andere im<br />

weiteren Spielverlauf<br />

wiederum viel Geduld und<br />

Übung vom Spieler<br />

fordern.<br />

Audi RS4<br />

Quelle: http://undercover.needforspeed.com<br />

F a z i t :<br />

Fans der Serie können für ca. 45 Euro<br />

trotz der genannten Kritikpunkte noch<br />

zuschlagen (bei PC-Spielern einen<br />

Doppelprozessor ab Athlon 64 X2 bzw.<br />

Intel Core 2 Duo und eine moderne<br />

Grafikkarte der Geforce 8, 9 oder GTX 200er Serie / ATI<br />

Radeon X1000 oder HD vorausgesetzt), alle anderen<br />

holen sich, falls noch nicht geschehen, dass bereits ab<br />

10 Euro erhältliche „Need for Speed Most Wanted“ und<br />

genießen gleichfalls den Perspektivenwechsel bei<br />

Verfolgungsfahrten! (AO)<br />

Internetseite des Publishers:<br />

http://www.needforspeed.com/?region=DE&lang=de


„Alle Jahre wieder“ gilt nicht<br />

nur für Weihnachten, sondern<br />

kann problemlos auf RTL<br />

Winter Sports für PC, XBOX<br />

360, PS 2 oder 3 und Wii<br />

übertragen werden. Neben<br />

der gewohnten Präsentation<br />

bietet die diesjährige Auflage<br />

16 (laut Verpackung sollten<br />

es 18 sein) Wintersportdisziplinen<br />

aus 10 Sportarten<br />

(Alpin Ski, Skispringen,<br />

Biathlon, Snowboard, Eisschnelllauf, Bob, Rodeln,<br />

Skeleton, Eiskunstlauf und Curling). Die Steuerung<br />

der Sportler ist sehr einfach gehalten. So reicht es<br />

meist aus die Richtungs- sowie höchstens zwei<br />

weitere Tasten zum richtigen Zeitpunkt zu drücken,<br />

um jede Sportart zu beherrschen. Auch der<br />

Schwierigkeitsgrad ist moderat und erlaubt einen<br />

schnellen Einstieg. Solo-Spieler können mittels<br />

Schnelleinstieg einzelne Disziplinen spielen, eine<br />

Karriere starten oder in der Kampagne neue<br />

Strecken freispielen.<br />

Bei letzterem zählt nicht nur die reine sportliche<br />

Leistung, sondern es müssen zudem kurze<br />

Aufgaben, wie z.B. ein perfekter Start oder ein<br />

spektakulärer Sturz erfüllt werden. Originell, aber<br />

dennoch kurzatmig, zumal Winter Sports keine<br />

Simulation, sondern ein actionbetontes Sportspiel<br />

sein will.<br />

Richtig Laune kommt daher erst auf, wenn man<br />

mit Freunden im Hot-Seat-Modus (bis zu 4 Spieler<br />

hintereinander) oder Splitscreen-Modus (zwei<br />

Spieler am geteilten Bildschirm gleichzeitig,<br />

abhängig von der Disziplin) spielt. In der<br />

Gemeinschaft entfaltet das Spiel sein ganzes<br />

Potential und die Leistungen der Freunde stacheln<br />

zusätzlich an. Grafik und Sound sind gut, lediglich<br />

der sich wiederholende (aber z.T. witzige)<br />

Kommentator nervt auf Dauer.<br />

Durch die Unterstützung der Wii spezifischen<br />

Eingabegeräte macht das Spiel auf dieser Konsole<br />

noch mal eine Ecke mehr Spaß. Mit dem ersten<br />

echten Schnee wird Winter Sports zwar trotzdem<br />

langweilig, aber bis dahin wurde für die 30 Euro<br />

auch schon einiges an Unterhaltung geboten.<br />

Fazit: Im Multiplayer ein<br />

gelungener Winterspaß für die ganze<br />

Familie!<br />

Internetseite des Publisher:<br />

http://www.rtl-games.de/game.php?xml=/xml/907.php<br />

K U R Z T E S T S :<br />

Für die XBOX 360 und PS 3<br />

bereits seit Ende April<br />

erhältlich, gibt es GTA 4 seit 3.<br />

Dezember endlich für den PC<br />

zu kaufen. Der Spieler schlüpft<br />

in die Rolle des Nico Bellic, der<br />

sich in der Unterwelt von<br />

Liberty City (virtuelles New<br />

York) nach oben arbeitet.<br />

Dabei hat der Spieler eine<br />

offene Welt vor sich und kann<br />

frei entscheiden, welche<br />

Aufgabe er als nächstes angeht. Um die Missionen zu<br />

erfüllen (etwas von A nach B bringen, einen bösen<br />

Buben ausschalten, ein bestimmtes Fahrzeug stehlen<br />

usw.) kann sich der Spieler verschiedener Vehikel, wie<br />

Sportwagen, Lkw, Hubschrauber und Boote bedienen.<br />

Die Spielwelt wird dabei aus der Perspektive einer<br />

dritten Person dargestellt und ist nicht nur riesig,<br />

sondern äußerst realistisch gestaltet. So rollen<br />

überfahrene Fußgänger über das Autodach und landen<br />

hart auf dem Asphalt oder getroffene Gegner brechen<br />

zusammen und bluten stark.<br />

Die Polizei schaut dem Treiben nicht tatenlos zu und<br />

verfolgt den Spieler bei Straftaten. Gerade aufgrund<br />

der offen gezeigten Gewalt ist das Spiel nicht für<br />

Kinder oder Jugendliche geeignet und darf nur an<br />

volljährige Personen verkauft werden. Wer allerdings<br />

nur die Gewalt in GTA 4 sieht tut dem Spiel unrecht.<br />

Vielmehr handelt es sich um eine<br />

Gesellschaftssatire, die sich selbst nicht zu ernst<br />

nimmt, was an der Reklame, dem eigenen, über zwei<br />

Stunden langen Fernseh- und Radioprogramm im<br />

Spiel, den gezeigten Klischees sowie zahlreichen<br />

anderen Gags und Anspielungen während des<br />

Spielverlaufs deutlich wird.<br />

Unterstützt wird das Spielgefühl von der<br />

hervorragenden Grafik und Soundkulisse sowie der<br />

durchdachten Hintergrundstory, die den Spieler bis<br />

zum Finale an den Monitor fesselt. Wo Licht, da auch<br />

Schatten: Als Negativpunkt ist bei der PC-Version die<br />

Zwangs<strong>aktiv</strong>ierung über das Internet bzw. die<br />

Anmeldung beim Rockstar Social Club sowie bei<br />

Windows Live zu nennen.<br />

Fazit: Absolute Kaufempfehlung<br />

für alle Freunde des guten<br />

Actionspiels!<br />

Internetseite des Publishers:<br />

http://www.rockstargames.de/IV/


LZBW seit Wochen nicht erreichbar<br />

Aufgrund zahlreicher Nachfragen und Reklamationen will ich heute kurz über das Ärgernis: Erreichbarkeit bzw.<br />

Nichterreichbarkeit unseres Logistikzentrums berichten. Im Rahmen einer Sitzung des Projektes „Blaue Uniform“ beim<br />

Logistikzentrum in Ditzingen habe ich sowohl offiziell als auch inoffiziell (in persönlichen Gesprächen erfahren), dass das LZ<br />

die größten Probleme mit „ihrer“ EDV-Umstellung haben. Sie zeigten sich sichtlich verärgert und versicherten glaubhaft, dass<br />

das neue SAP Programm einfach nicht fehlerfrei laufe. Bestände werden nicht oder falsch erfasst, dasselbe gelte für Preise<br />

und Lieferungen, etc. Sie seien mit dem alten Programm, welches übrigens in mehreren Bundesländern immer noch<br />

erfolgreich angewandt wird, durchaus zufrieden gewesen, aber man wolle nun einen durchgehenden "workfloor?" also eine<br />

Kette bzw. Arbeitsebene. Auch die Dienststellen seien unzufrieden bzw. verärgert. Zum Teil haben sie Ware erhalten aber<br />

bisher keine Rechnungen, die sie aber für den HH-Abschluss dringend benötigen. Dies, also Rechnungsschreiben, würden<br />

nach dem "Crash" die ersten Tätigkeiten sein - erst dann könne man den Shop wieder öffnen. Versichert wurde mir, dass<br />

kein Guthaben verfalle und dass die Bekleidungskonten mit Stand 19.09. "eingefroren“ und 1:1 übernommen werden!!!<br />

Auch sei keine Zuführung zur weiteren Finanzierung geplant. Diese Aussage wurde allerdings aus Kreisen IM bzw. LPP bisher<br />

noch nicht bestätigt. Ich hoffe, dass wir über die „HPR-Schiene“ verbindlich informiert werden. Die Leitung der (Teil-<br />

)Projektgruppe wurde aufgefordert beim LPP entsprechend vorstellig zu werden. Also – nach bisheriger Information ist das<br />

Ganze zwar mehr als ärgerlich aber tatsächlich auf technische Probleme zurück zu führen. Zudem wurde mir versichert, dass<br />

"Notfälle" telefonisch bzw. schriftlich erledigt werden konnten. Ach ja. Erste Ergebnisse aus dem Trageversuch waren so<br />

eigentlich auch abzusehen. Grundsätzlich gibt es eine hohe Akzeptanz der neuen Uniformteile, insbesondere der Jacken aber<br />

auch Kritik an der Schmutzempfindlichkeit (das ist bei der Farbe blau jetzt aber auch nichts wirklich Neues), wobei ich<br />

befürchte, dass diese Kritik in der „Schmuddelwetterperiode“ noch zunehmen wird.<br />

Freie Heilfürsorge<br />

Änderungen stehen derzeit nicht an:<br />

Nachdem die vom Landesrechnungshof in<br />

seiner letzten Denkschrift entfachte<br />

„Neiddiskussion“ um die Freie Heilfürsorge<br />

für die Beamtinnen und Beamten des<br />

Polizeivollzugsdienstes in der letzten<br />

Woche von den „Stuttgarter Nachrichten“<br />

thematisiert wurde (siehe oben), möchten<br />

wir unter Hinweis auf <strong>GdP</strong>-<strong>aktiv</strong> und eine<br />

Presseerklärung des <strong>GdP</strong>-Landesbezirks<br />

(beide Dokumente vom 10.07.<strong>2008</strong> sind<br />

auf der Homepage des <strong>GdP</strong>-Landesbezirks<br />

eingestellt) noch einmal klarstellen, dass<br />

nach unserer Ansicht bis zum Ende der 14.<br />

Legislaturperiode des baden-württembergischen<br />

Landtags die zwischen dem<br />

DGB-Bezirk Baden-Württemberg und der<br />

Landesregierung am 03.11.2006 getroffene<br />

Vereinbarung gilt, dass keine<br />

Einschränkungen bei der Beihilfe stattfinden<br />

werden.<br />

Wir haben keinen Zweifel daran, dass<br />

sich unsere Landesregierung daran halten<br />

wird, was sie mit uns vereinbart hat. Im<br />

Übrigen gehen wir auch davon aus, dass<br />

die Abgeordneten des Landtags die<br />

genannte Vereinbarung kennen, wenn sie<br />

in den nächsten Tagen im Landtag über<br />

den Prüfbericht des Landesrechnungshofs<br />

debattieren werden. Sollte die<br />

Landesregierung in ihren Überlegungen<br />

zur Dienstrechtsreform, Verschlechterungen<br />

bei der Freien Heil-fürsorge – z.<br />

B. durch eine Kosten-beteiligung - ins<br />

Kalkül ziehen, dann wird die <strong>GdP</strong> diesem<br />

Vorhaben energisch widersprechen.<br />

Es ist schon eigenartig, wenn der<br />

Landesrechnungshof für die Freie Heilfürsorge<br />

Verschlechterungen für die<br />

Betroffenen fordert, obwohl die<br />

durchschnittlichen <strong>Ausgabe</strong>n pro Kopf im<br />

Jahr mit 1.533 € deutlich geringer sind, als<br />

die 1.923 €, die das Land im Durchschnitt<br />

für die beihilfeberechtigten Beamtinnen<br />

und Beamten ausgeben muss. Bereits<br />

dadurch ist nachgewiesen, dass die Freie<br />

Heilfürsorge kein Privileg für die Polizei ist,<br />

sonder eher eine Sparkasse für die<br />

Landesregierung.<br />

Dass die <strong>Ausgabe</strong>n für die Freie<br />

Heilfürsorge ständig steigen ist nicht<br />

verwunderlich, weil ja die gesamten<br />

Kosten für die Gesundheitsvorsorge<br />

ständig steigen. Berücksichtigt man die<br />

Altersstruktur der Polizei des Landes,<br />

dann ist der Anstieg in den letzten Jahren<br />

durchaus moderat.<br />

Es gibt genügend Gründe für den Erhalt<br />

der Freien Heilfürsorge. Die sind bekannt<br />

und müssen hier nicht wiederholt werden.<br />

Eines steht jedoch fest.<br />

Sollte die Landesregierung in der<br />

nächsten Legislaturperiode eine wie auch<br />

immer geartete Kostenbeteiligung der<br />

Polizeibeamtinnen und –beamten<br />

einführen wollen, dann wird die <strong>GdP</strong> das<br />

vom BVerwG in seiner Entscheidung vom<br />

27.11.2003 (BVerwG 2 C 37.02) definierte<br />

Wahlrecht zwischen Freier Heilfürsorge<br />

und Beihilfeberechtigung – notfalls auch<br />

über die Verwaltungsgerichte - einfordern.<br />

Josef Schneider, Landesvorsitzender

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