Immobilien - Panorama

panorama.magazin.ch
  • Keine Tags gefunden...

Immobilien - Panorama

PanoramaSpezialWohneigentum: die grossen Fragen2/2013Mobil bleiben beimImmobilienkauf:So gehen Sie richtigvor. Seite 8121 Ich setze mich aufs Dachund gucke in die Ferne.In meinem Haus bin ichKapitän.2 Klein, aber unser. Wirschlagen die Türe zu,die Welt bleibt draussen.Kuscheln, Schatz?3 Wenn die Luft raus ist,fahren mein Hausund ich ins Eigenheimund ruhen aus.3


editorialInhaltDie eigenen vier WändeEs hat was Romantisches: «Hier istalles meins. In diesen Mauernund auf diesem Grundstück bin ichKönigin oder König.» Doch der Immobilienkaufwill bestens überlegtund in Ruhe vorbereitet sein. Denn eslauern Investitionsfallen, Zeitfresser,ärgerliche Erfahrungen beim Bauenoder schlicht die ernüchternde Erkenntnis,die falsche Lage gewählt zuhaben.Ihnen wird das nicht passieren.Denn erstens lesen Sie in diesem Momentdas «Panorama Spezial» zumImmobilienkauf, und zweitens wissenSie, welche Bank Ihnen die passendenTipps gibt, um alles richtig zumachen. In diesem Sinn wünschenwir von Raiffeisen Ihnen, dass IhrImmobilientraum in Erfüllung geht.Titelbild:Wohnwagen als «Hotelzimmer» imHüttenpalast Berlin.Fotograf: Jan BrockhausImpressumHerausgeberin: Raiffeisen SchweizGenossenschaftGesamtleitung, Konzeption: Nikodemus Herger,Leiter Themenmanagement, RaiffeisenOnline-Umsetzung: Nadine Stutz,Social Media Managerin, RaiffeisenProjektmanagement: Anina Torrado Lara,Themenverantwortliche, RaiffeisenMitarbeit: Kurt Frehner, Leiter Basis- undBilanzprodukte, Raiffeisen; Alexander Ocker,Leiter Aktivprodukte, RaiffeisenRedaktion Texte: Dave Hertig(Promoganda GmbH: Leitung, Konzeption),Iris Kuhn-Spogat, Anina Torrado LaraFotografie: Willy Spiller, Jan BrockhausIllustration: Jasmin ViertlInfografik: Daniel KarrerDesignkonzept, Layout und Produktion:Brandl & Schärer AG, Röbi Brandl(Projektleitung, Creative Director),Erik Vogelsang (Bildbearbeitung)Online-Magazin, Weblayout: Agentur coUNDco:Tobias Stahel (Projektleitung), Florian Wieser(Strategie), Marie Sophie Pascher (Gestaltung),Pascal Howald (Web Development), Luca Zurfluh(Video-Produktion)Übersetzungen: 24translateDruck: Vogt-Schild Druck AG4Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff spricht von«sportlichen Preisen» bei Wohnimmobilien, gibt Tippsfür Kaufinteressenten und mahnt zur Disziplin bei tiefenHypothekarzinsen.18 Antworten: Mobilbleiben trotz Immobilien?Lohnt sich derImmobilienkauf?Haus oder Wohnung?Moderner Neubauoder verwunschenerAltbau? Antworten aufwichtige Fragen.Die Beiträge online lesenund empfehlenrblog.ch/panorama8Wohnträume: Raiffeisenbankensind Finanzierungsspezialisten,und manchmalver mitteln sie selbst Immobilien.Entdecken Sie vierWohnliegenschaften, die jetztKäufer suchen.142 PanoramaSpezial 2/2013


Vom Kuhstall zur WellnessoaseText: Dave HertigFoto: Willy SpillerMargrit und Thomas Rüesch haben ihren Traumverwirklicht. 2006 kauften sie bei Mettmenstetteneinen verlotterten Bauernhof und verliehen ihmneuen Glanz. Das ist einfacher gesagt als getan. Dennerstens steht das 1815 erbaute Bauernhaus unterSchutz, was entsprechende Auflagen mit sich bringt,und zweitens übernahm das Ehepaar einen grossenTeil der Arbeiten selbst. Rüeschs wurden zu Bodenlegern,Schreinern, Architekten, Bauleitern und manchemmehr. Im ehemaligen Stall gibt es nun eine Wellnessoase,die vermietet wird. Und die beiden Töchterleben mit ihren Liebsten in neu entstandenen Wohnungen.Manchmal schauen sich Margrit und ThomasRüesch voller Stolz an. «Wow, wir haben etwas Gutesgeschaffen.» Im Bild: Links die Hausherrin mit einemTeil der Familie – ihr Mann weilte im Ausland.rblog.ch/bauernhausPanoramaSpezial 2/20133


Martin Neff:«Steigende Zinsen tunbei korrekter Kalkulationnichts zur Sache.»rblog.ch/martin-neffWas, wenn während des Wartens die Zinsensteigen?Das tut nichts zur Sache, wenn Siemit dem historischen Mittel von5 Prozent statt mit den aktuell vieltieferen Hypothekarzinsen kalkulieren.Es stört mich übrigens, dass Inflationund steigende Zinsen immerals Schreckgespenst dargestellt werden.Inflation bedeutet ja in der Regelgleichzeitig Nachfrageüberhangund steigende Einkommen. Auf gutDeutsch: Inflation muss kein Dramasein.Fassen wir zusammen: Wer bei realistischerKalkulation eine 5-Zimmer-Wohnung inNeuenburg oder Uster für 1,5 MillionenFranken zu finanzieren imstande ist, sollauch im aktuellen Marktumfeld kaufen?So ist es, aber lassen Sie eine Schätzungmachen – oder besser zwei. Undstellen Sie auch ein paar Vergleichezwischen Regionen an.PHerr Neff, wie wohnen Sie?Wir erwarben 1996 nahe der Grenzezum Aargau eine Wohnung imZürcher Unterland. In der StadtZürich mieten wir zudem einekleine Zuflucht. Die nutze ich,wenn es bei der Arbeit spät wird.Wo liegt Ihre Wunschimmobilie?Wir sind eine Familie und wohnendeshalb auf dem Land. In Bezugauf das Leben nach den Kindernzieht es mich und meine Frau indie Stadt, wo die Wege kurz sind.Was brauchen Sie, um ein Heimatgefühlzu empfinden?Ich bin am Bodensee aufgewachsenund finde in der Region umZürich alles, was ich brauche:einen See respektive Wasser in derNähe, und ich möchte einen Bergsehen – am Liebsten einen mitSchnee drauf.Zur PersonMartin Neff ist seit Anfang 2013Chefökonom von RaiffeisenSchweiz. Zuvor hatte er dieseFunktion bei Credit Suisse (CS)inne. Neff studierte Volkswirtschaftan der Universität Konstanz.Von 1988 bis 1992 arbeiteteer beim Schweizerischen Baumeisterverband(SBV) in Zürich,bevor er ins Economic Researchder CS eintrat und dort das«Schweiz Research» aufbaute.Sind Möbel wichtig für Sie?Ihre Ästhetik weniger als ihrNutzwert. In unserer Wohnungfinden Sie Möbel von Ikea bis deSede.Bevorzugen Sie eine vollverglasteWohnung oder eine Trutzburg, in derman die Welt ausschliessen kann?Weder noch. Mir liegt an derBalance zwischen Intimsphäreund Offenheit.PanoramaSpezial 2/20135


Der Schweizer Immobilienmarkt:Fakten und ZahlenInfografik: Daniel Karrer; Text: Anina Torrado LaraIn der Schweiz wird weiter gebautJährlich neu erstellte Wohneinheiten50 000WohneinheitenTotal neu erstellte Wohneinheiten47 174Nachhaltiger Wertvon WohneigentumDer Kauf eines Eigenheims ist auchein strategischer Entscheid: Wird mein Hausdurch die attraktive Lage tendenziellan Wert gewinnen oder muss ich meineWohnung in 20 Jahren unter Wert verkaufen?Der Miet- oder Kaufpreis einer Immobiliewird stark durch Faktoren wie Lage,Erreichbarkeit oder Aussicht bestimmt.40 00030 00020 00010 00002006 2007 2008 2009 2010 2011 2012Quelle: Bundesamt für Statistik, 2013In den Ballungsräumen wächst die SchweizerBevölkerung besonders starkBevölkerungswachstum 2006–2011Total neu erstellte Gebäude mit Wohneinheitendavon Einfamilienhäuser14 9939338BevölkerungsabnahmeWert vermehren:+ Seesicht, Bergsicht+ Seenähe+ Erreichbarkeit von Läden+ Kurze Distanz zu Verwaltungseinrichtungenwie Polizei, Schulen etc.+ Anbindung an öffentlichen Verkehr+ Kurze Distanz zu Naherholungsgebieten+ Kulturelle Einrichtungen+ Nähe zu Arbeitsplätzen+ Tiefes Steuerniveau+ Ausrichtung des Balkons, der Terrasseoder des Gartens+ Hanglage+ 0–3%+ 6–9%+ 9% und mehr + 3–6%Wert mindern:– Luft- und Lärmimmissionen– Hohe Wohnungsdichte– Hochspannungsleitungen– Drohende Naturgefahren wie Lawinen,Überschwemmungen etc.Quelle: Bundesamt für Statistik Angelehnt an: Wüest und Partner, 20136 PanoramaSpezial 2/2013


Raiffeisen ist die bevorzugte Partnerin beim Kauf von WohneigentumMarktanteil von Raiffeisen am Hypothekarvolumender Schweiz, in Prozent100%JU 35BS 40%GE 7VD 11VS 32FR 26NE 12BE 12OW 18SO 31 BL 12AG 20LU 19ZG 21NW 28ZH 5SZ 13TG 30SH 6SG 36AI 27UR 28GL 10Wenn es um den Kauf eines Hausesoder einer Wohnung geht, vertrauenSchweizerinnen und SchweizerRaiffeisen: In ländlichen Regionenwerden besonders viele Hypothekarkreditedurch eine Raiffeisenbankfinanziert.TI 24GR 15AR 18Quelle: Bundesamt für Statistik und Raiffeisen, 2012Ein Volk von MieternAnteil der Mieter- und Eigentümerwohnungen in der Schweiz56,9%Mieter oderUntermieter25,9%Hauseigentümer10,9%Stockwerk-/Wohnungseigentümer2,9%Genossenschafter3,4%AndereSituation** Dienstwohnung, Abwartswohnung, Wohnung von Verwandten oder vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt. Quelle: Bundesamt für Statistik, 2010PanoramaSpezial 2/20137


Fragen und AntwortenMit Immobilien mobilWer in Bewegung sein will,lässt sich vom Begriff Immobilie leicht erschrecken.Mobil bleiben ist dann gefragt – sowohl mental als auch finanziell.Lesen Sie die Antworten auf Ihre wichtigsten Fragenzum Immobilienkauf.Text:Iris Kuhn-Spogat, Mitarbeit: Kurt FrehnerIllustrationen:Jasmin Viertl8 PanoramaSpezial 2/2013


Immobilien machen immobil?Aber ich möchte unbedingt eineLiegenschaft kaufen!Wenn Sie von einem eigenen Hausoder einer Eigentumswohnung träumenund den Traum finanzierenkönnen, dann verwirklichen Sie ihn.Geld, das Sie in Ihre Immobilie investieren,ist in der Regel gut angelegtund weitere Investitionen zahlensich aus – etwa in Form von WertsteigerungenIhrer Liegenschaft. Nebenfinanziellen gibt es eine Vielzahl weitererreizvoller Gründe, in ein Eigenheimzu investieren, zum Beispieldas Lebensgefühl: In den eigenenvier Wänden wohnen Sie anders alsin einem gemieteten Zuhause. DenkenSie nur an die Freiheit, alles sogestalten zu können, wie Sie möchten.Oder an die Sicherheit: Sie sindunkündbar.Kann ich Immobilien haben undtrotzdem mobil bleiben?Aber sicher, eigene vier Wände bedeutenFreiheit, nicht Gefängnis!Das Argument, dass der Kauf einerImmobilie gleichbedeutend ist mit«Nie-mehr-von-da-wegkommen», istvon vorvorgestern. Ein Eigenheimist kein Grund zum Bleiben, falls Sielieber weiterziehen möchten. DerMarkt ist sehr dynamisch geworden,das Verhältnis zu Wohneigentumverändert sich. Es wird entspannterund lockerer. Falls Sie befürchten,mit dem Kauf einer Immobilie immobilzu werden, können wir nur sagen:Die Realität – ausgedrückt inZahlen und Fakten über den Immobilienmarkt– nährt diese Befürchtungnicht.Eine Immobilie kaufen, aber fürden Arbeitsmarkt mobil bleiben:Wie schaffe ich den Spagat?Achten Sie erstens auf die Lage, zweitensebenfalls auf die Lage und drittensauf die Ausstattung. Die Lageentscheidet über den Arbeitsweg undwer zentral wohnt, erreicht von zuhauseaus entsprechend mehr Orteinnert vertretbarer Reisezeit. Siemacht zudem den Unterschied inBezug auf die Marktfähigkeit: Jebegehrter die Lage ist, desto schnellerund zu interessanteren Preisenkönnen Sie verkaufen – desto mo -biler bleiben Sie. Die begehrtestenSchweizer Wohnlagen sind derGrossraum Zürich, die Zentren derZentralschweiz, die Genferseeregionsowie das Tessin. Bei der Ausstattunggilt diese Regel: Je weniger Extravaganzen,desto einfacher findet IhrEigenheim neue Besitzer.Kann ich mein Vorsorgekapitalmobilisieren, um Immobilien zukaufen?Sie können Ihre Guthaben der zweitenSäule (Pensionskasse) wie auchder dritten Säule für den Immobilienkaufanzapfen, falls Sie die Immobilieselbst bewohnen werden.Kapital aus der dritten Säule lässtsich unbeschränkt für selbstbewohntesWohneigentum verwenden.Beim Pensionskassenkapital beachtenSie, dass ab Alter 50 nur noch dieHälfte des gesamten Vorsorgevermögensrespektive die Hälfte der imAlter 50 ausgewiesenen Freizügigkeitsleistungbezogen werden kann.Weitere einschränkende Bestimmungenerläutern wir Ihnen gerneim Beratungsgespräch. Wichtig: DasVorsorgekapital ist grundsätzlich fürden Lebensabend gedacht. BehaltenSie das bei Ihren Überlegungen imAuge.Ich möchte in Immobilien investieren.Wie kann ich mein Kapital mobilhalten und liquid bleiben?Investieren Sie nicht in ein Eigenheim,sondern in Wertpapiere vonUnternehmen, die Immobilien besitzenund bewirtschaften. In derSchweiz existieren rund 30 Immobilienfondsund diverse börsengehandelteImmobiliengesellschaften, andenen Sie sich beteiligen können. Dergrosse Vorteil hinsichtlich Ihres Bedürfnisses,liquide zu bleiben: Wertschriftenkönnen Sie jederzeit undrasch verkaufen – bei einem Hausoder bei einer Wohnung hingegennimmt dieser Prozess in der RegelZeit in Anspruch. Ein weiterer Vorteil:Sie haben mit der aufwändigenImmobilienverwaltung nichts zuschaffen. Nachteil: Die Kursentwicklungeines Wertpapiers kann von dereigentlichen Wertentwicklung derImmobilien abweichen.Mobil oder immobil? Welches sinddie wichtigsten Gründe dafür, keineImmobilie zu kaufen?Klar, von einer Mietwohnung ausist es einfacher, weiterzuziehen, alswenn Sie zuerst ein Eigenheim verkaufenmüssen. Auch abgesehen voneinem möglichen Umzug an einenanderen Ort gibt es gute Gründe, keineImmobilie zu kaufen. Das fängtbeim fabelhaften Mietwohnungsangebotin der Schweiz an. Zudem gibtein Eigenheim mehr Arbeit. Es willunterhalten, gehegt und gepflegtwerden. Und wenn Sie alle, aber auchwirklich alle Kosten berücksichtigenund noch die Arbeit für den Unterhaltdazu nehmen, rinnt der finanzielleVorteil in Ihrer Kalkulationdahin wie Schnee in der Frühlingssonne.Kaufen sollten deshalb vorallem Menschen, denen das Gefühlwichtig ist, in den eigenen vier Wändenzu wohnen.PanoramaSpezial 2/20139


Fragen und AntwortenWann macht es Sinn, in dieEnergieeffizienz meiner Immobiliezu investieren?Es macht Sinn, wenn Sie wollen, dassIhre Immobilie den Wert behält.Energieeffizienz wird bei der Immobilienbewertungimmer wichtiger,eine Investition zur Verbesserungdes Energiehaushalts ist ganz klareine Investition in die Zukunft. Richtigisoliert sowie optimal belüftetund geheizt kann selbst ein altesHaus in ein Energiesparhaus verwandeltwerden. Mit Investitionen indie Energieeffizienz lassen sich derEnergieverbrauch und die daraus resultierendenKosten massgeblich reduzieren.Eine solche Sanierung ist allerdingsein technisch und oft auch finanziellaufwändiges Vorhaben. Siewird deshalb sinnvollerweise miteinem bereits anstehenden Umbauoder Erneuerungsbau kombiniert.Die gängige Reihenfolge einer Sanierung:• Fassaden- und Fenster-Erneuerung• Dach- und Kellersanierung• HaustechnikIn unserem kostenlosen Online-Werkzeug eVALO tragen Sie virtuelldie gewünschten Sanierungsmassnahmenein. Sie erfahren umgehend,was diese energetisch bewirken undwas sie kosten würden. Zudemerhalten Sie einen Überblick überbehördliche Fördergeldquellen.www.raiffeisen.ch/evaloWas kostet ein Hauskaufoder Hausverkauf?Kosten beim Kauf• Kaufpreis• Handänderungssteuer(0 bis 3 Prozent, je nach Kanton)• Gebühren Notar• Inserate• Vermittlergebühren• Umzug• Renovationsarbeiten(bei älteren Bauten)• Neue EinrichtungLaufende Kosten• Hypothekarzins• Verbrauchskosten (Wasser, Strom,Kehricht, Abwasser etc.)• Nebenkosten (z. B. für die Heizung)• Unterhaltskosten (Gartenpflege,Ersatz von Fenstern etc.)• Opportunitätskosten: Die Rendite,die Ihr Eigenkapital zum Beispieldank Geldanlagen erzielen könnte.• Amortisation: Rückzahlung IhrerHypothek (dafür geringere Schulden)• Eigenmietwert: Dieser ist als Einkommenzu versteuern. Hier werdenEinnahmen wie im Fall einerVermietung angenommen.Kosten beim Verkauf• Grundstückgewinnsteuer• Gegebenenfalls einen Teil derHandänderungssteuern und-gebühren• Allfällige Inseratekosten sowieMakler- und VermittlerhonorareSoll ich Stockwerkeigentum oder einEinfamilienhaus kaufen?Vorteile Stockwerkeigentum• In der Regel günstiger. Stockwerkeigentumbenötigt weniger Landpro Nutzfläche. Zudem werden Investitionenwie Heizung oder Autogaragevon mehreren Parteien bezahlt.• Einfacher zu vermietenNachteile Stockwerkeigentum• Sie leben mit anderen Parteienunter einem Dach, Ihrem Individualismussind Grenzen gesetzt.• Die Verwaltung des gemeinsamenEigentums birgt grosses Konfliktpotenzial.Es besteht Einigungszwangbei Fragen der Kostenverteilungund beim Äufnen desErneuerungsfonds.Vorteile Einfamilienhaus• Maximale Freiheit: Sie allein bestimmenStandort, Architektur,Innenausbau und Gartengestaltung– selbstverständlich innerhalbder gesetzlichen Schrankenund von Ihren finanziellen Möglichkeiten.• Alleiniges Nutzungsrecht und maximalePrivatsphäre.Nachteile Einfamilienhaus• Ein Haus mit Umschwung zu besitzen,bedeutet eine Menge Arbeit.• Die Kosten sind in der Regel höherals beim Stockwerkeigentum, dennSie müssen nicht nur Gebäude undGrundstück alleine finanzieren,sondern auch die laufenden Kostenzahlen.10 PanoramaSpezial 2/2013


Ich habe das Wunschobjektfür den Immobilienkauf gefunden.Kann ich es finanzieren?Von der Antwort sind Sie nur ein paarKlicks entfernt: Kalkulieren Sie mitunserem Tragbarkeitsrechner, derIhnen online zur Verfügung steht, obSie sich Ihr Wunschobjekt leistenkönnen: rblog.ch/tragbarkeitDie Kalkulation basiert auf Ihremjährlichen Bruttoeinkommen undgeht nicht vom aktuell sehr tiefenHypothekarzinssatz aus, sondernvon einem langjährigen Mittelwert.So ist sichergestellt, dass Sie IhrEigenheim auch auf lange Fristhalten können. Ebenfalls berücksichtigtwerden die Unterhalts- undNebenkosten sowie die jährlichfälligen Amortisationszahlungen.Gemäss Faustregel dürfen die laufendenKosten (inklusive alle Nebeneffekte)fürs Wohnen einen DrittelIhres regelmässigen Einkommensnicht überschreiten.Beim Einfamilienhausbestimmen Sie alleinStandort, Architektur,Innenausbau undGartengestaltung.Ist meine Immobilienbewertungexakt?Schön wärs! Eine Immobilienbewertungist solange eine Schätzung, bisdas Objekt den Besitzer wechselt,wodurch ein tatsächlich bezahlterWert definiert wird. Folgende Bewertungsansätzesind gebräuchlich:• Substanzwert: Baukosten für einvergleichbares Haus an vergleichbarerLage.• Ertragswert: Schätzung, welcheRendite mit einer Vermietung erzieltwerden könnte.• Verkehrswert: Eine rechnerischeKombination von Substanz- undErtragswert. Es resultiert der Preis,zu dem ein in Lage, Grösse und Beschaffenheitvergleichbares Hausverkauft werden könnte.• Marktwert: Beim WiederverkaufIhrer Immobilie letztlich die einzige«Wahrheit». Er richtet sich alleinnach Angebot und Nachfrage.• Hedonischer Schätzwert: Eine statistischeVergleichswertmethode,die auf effektiven Handänderungspreisenvon Objekten mit vergleichbarenEigenschaften (Lage,Alter, Renovationsbedarf etc.) beruht.P. S.: Zur Erhebung der Steuern führtdas Steueramt eine eigene amtlicheSchätzung durch.Steuern sparen dank einem Immobilienkauf.Haben Sie Tipps für mich?Um Steuern zu sparen, kauft mankein Haus. Wenn Sie eine Liegenschaftbesitzen und bewohnen, müssenSie den Eigenmietwert als Einkommenversteuern – also jenenBetrag, der im Fall einer Vermietungeingenommen werden könnte. DasEigenheim wird als Vermögen besteuert.Von den Steuern abziehenkönnen Sie einzig die Hypothekarzinsensowie Ihre Aufwendungen fürdie Instandhaltung und Instandsetzungder Liegenschaft, sofern diesedem Werterhalt und nicht der Wertvermehrungdienen.Einen gewissen steuerlichen Vorteilkönnen Sie wenigstens herausholen,wenn Sie die jährlich fälligeAmortisationstranche nicht direktan die Bank überweisen, sondern aufein Konto der dritten Säule, wo Sparbeträgebis zu einer gewissen Höhesteuerbefreit sind. Weitere Steuern,die Sie beachten sollten: Beim Kaufwird einmalig die Handänderungssteuererhoben, die in der Regel vomKäufer bezahlt wird. Bei einem Verkaufmit Gewinn fällt die Grundstückgewinnsteueran.PanoramaSpezial 2/201311


Fragen und AntwortenWas muss ich im Alter in Bezugauf die Immobiliennachfolgebeachten?Möchten Sie im Alter in Ihrem Eigenheimwohnen bleiben? Wenn ja, sindbauliche Vorkehrungen nötig? Wennnein, was soll mit Ihrer Immobiliegeschehen und wohin ziehen Sie um?Falls Ihr Nachwuchs die Immobilieübernehmen soll, unterbreiten Siedieses Angebot besser frühzeitig.Denn wenn Ihre Kinder selbst einHaus oder eine Wohnung gekauft haben,ist es zu spät für Ihre Wunschlösung.Die Optionen• Verkaufen: Sie dürfen die ImmobilieIhrem Nachwuchs günstigübergeben, mit einem maximalenRabatt von 25 Prozent des Verkehrswertes.Für Sie als Verkäuferfällt allenfalls die Grundstückgewinnsteueran.• Vererben: Reichen Sie Ihre Liegenschaftnoch zu Lebzeiten weiter,spricht man von Erbvorbezug. DirekteNachkommen sind heute vonder Erbschaftssteuer befreit. Aberderen Steuerrechnung wird sichaufgrund des Eigenmietwerts sowiewegen der Liegenschaft, dieVermögensbestandteil wird, verändern.• Verschenken: Verschenken Sie IhrHaus zu Lebzeiten an den Nachwuchsund bleiben dort als Mieterwohnen, können Sie sich finanziellentlasten, denn mit dem Haus «verschenken»Sie auch die Hypothek.• Verschenken mit Nutzniessung: Dasbedeutet, Sie bleiben im Haus wohnenoder vermieten es. Das entlastetIhren Nachwuchs während derNutzniessungsphase finanziell: Sieals Nutzniesser sind dann zwarnicht mehr Eigentümer, aber denHypothekarzins wie auch die Vermögenssteuerder LiegenschaftImmobilienblase? SteigendeHypothekarzinsen? Was mussich bedenken, wenn ich jetzt eineImmobilie kaufe?Lesen Sie das Gespräch mit demRaiffeisen-Chefökonomen MartinNeff auf den Seiten 4 und 5. Ausführlichäussert er sich zu dieser Frage,die genau genommen aus zwei Fragenbesteht. Erstens: Gibt es im Bereichdes Wohneigentums eine Immobilienblase,die zu platzen droht?Martin Neff spricht von teilweisesportlichen Preisen, einen Crash hälter jedoch für ausgeschlossen. Erempfiehlt Ihnen, für Ihr Wunschobjektzwei unabhängige Schätzungeneinzuholen. Zweitens: Was tun, wenndie Hypothekarzinsen eines Tageswieder steigen? Das ist laut demChefökonom überhaupt kein Problemfür Personen, die bei ihrerfinanziellen Kalkulation mit einemHypothekarzins von rund 5 Prozentrechnen. Das entspricht dem historischenMittelwert. In spottbilligenZeiten wie heute legen smarte Wohneigentümerden eingesparten Zinsauf die Seite. Sollte der Satz eines Tagesdie 5-Prozent-Marke übersteigen,finanzieren sie den Mehraufwandaus der Reserve.zahlen weiterhin Sie. Dafür erhaltenSie die Erträge aus der Liegenschaft.Als neuer Eigentümer mussder Nachwuchs einzig für grössereReparaturen aufkommen.Beantworten Sie die Frage nach derImmobiliennachfolge frühzeitig, damitSie nicht eines Tages umständehalberzu einer Lösung gezwungenwerden. Diese besteht meist darin,die Immobilie zu verkaufen und inein Altersheim umzuziehen, wohindann – Ironie des Schicksals – auchdas ganze Geld aus dem Verkauffliesst.Wir besitzen eine Immobilie. Waswürde im Fall einer Scheidung damitpassieren?Die Antwort auf diese Frage hängtvon Ihrem Güterstand ab. Falls Siekeine andere Vereinbarung getroffenhaben, gilt die Errungenschaftsbeteiligung:Haben Sie die Immobiliewährend Ihrer Ehe gekauft, gehörtbeiden Partnern je die Hälfte. Anders,wenn Sie die Liegenschaft mitin die Ehe eingebracht oder währendder Ehe geerbt haben. Dann ist siesogenanntes Eigengut und gehört Ihnenallein.Falls Sie im Konkubinat leben, habenSie beim Kauf Ihres Eigenheimsdie Besitzverhältnisse im Grundbucheingetragen. Gibt es keineweiteren klaren schriftlichen Regelungen,sind Streitigkeiten im Trennungsfallprogrammiert. Wer übernimmtdie Immobilie? Wenn beidewollen, kann das Los entscheidenoder ein internes Bietverfahren stattfinden.Falls niemand die Immobiliebehalten will, wird sie verkauft. DerErlös aus dem Verkauf (nach Abzugder Hypothek) wird entsprechenddem einst eingebrachten Kapitalunter den Partnern aufgeteilt.Bei Arbeitslosigkeit könnte ichmir den Hypothekarzins meinerImmobilie nicht mehr leisten.Wie sichere ich mich ab?Für dieses Risiko können Sie beimRaiffeisen-Partner Helvetia eine Hypotheken-Versicherung abschliessen.Falls Sie Ihren Job verlieren,übernimmt die Versicherung die Bezahlungdes Hypothekarzinses undzwar bis maximal 2500 Franken imMonat und während maximal 12 Monaten.12 PanoramaSpezial 2/2013


Soll ich einen Neubau oder einenAltbau kaufen?Vorteile Altbau• Ein bestehendes Haus zu kaufen istder schnellste Weg zum Eigenheim.• Altbauten sind – von sehr begehrtenLagen abgesehen – im Vergleichzu Neubauten günstiger.• Ein Altbau ist oftmals die einzigeMöglichkeit, an zentraler LageWohneigentum zu kaufen.• Alte Häuser haben Geschichte. Dasschafft Atmosphäre.Nachteile Altbau• Alte Häuser an Premiumlage sindgefragt und nicht selten vollkommenüberteuert.• Ein altes Haus müssen Sie renovieren,sanieren, auf Vordermannbringen. Das bedeutet Investitionenzu tätigen.• Die Unterhaltskosten in einem altenHaus sind in der Regel höher alsin einem neuen.• Alt bleibt alt! Es lauert die Gefahr,dass Sie aus dem Investieren nichtmehr herauskommen.Vorteile Neubau• Innerhalb der gesetzlichen Grenzenkönnen Sie alle Ihre individuellenWohnwünsche von Grund aufverwirklichen.• In Ihrem neu gebauten Haus istalles noch unbenutzt und sauber.Sie erleben einen Neuanfang.Nachteile Neubau• Selber bauen kann sehr aufreibendsein: Verzögerungen, Kostenüberschreitungenund Konflikte sindmöglich und müssen ausgestandenwerden.• Sie dürfen alles bestimmen, müssenaber auch. Es gibt unzähligeEntscheide zu fällen.Alte Häuser an Premiumlagesind gefragt und nicht seltenvollkommen überteuert.Ich könnte weiterhin zur Mietewohnen, aber dafür ein Ferienhauskaufen. Ist das eine gute Idee?Es gibt einen Ort, an dem Sie IhreFerien am allerliebsten verbringen?In den Schweizer Bergen oder amLago Maggiore? Sie träumen voneiner kleinen, modernen Zweitwohnung?Oder von einem baufälligenBauernhaus, das Sie nach Ihren Vorstellungenumgestalten möchten?Dann ist der Kauf einer solchenImmobilie eine sehr gute Idee. EinFerienhaus oder eine Ferienwohnungist insgesamt oft günstiger alseine Wohnsitzimmobilie – allenfallsauch, weil Sie vielleicht auf den dortgewohnten Standard verzichten. Zudemkönnen Sie Ihre Dépendancejederzeit weitervermieten und so Erträgegenerieren, wenn Sie selbst sienicht nutzen. Ferienimmobilien werdenallerdings weniger hoch belehnt.Sie brauchen für den Kauf einenhöheren Eigenkapitalanteil als diesonst üblichen 20 Prozent.rblog.ch/immobilien-fragenPanoramaSpezial 2/201313


ImmobilienBestens beratenzum TraumhausSie wissen bereits, dassRaiff eisenbanken erste Anlaufstellefür Finanzierungsfragensind. Doch wussten Sie auch,dass Ihre Beraterin oder Ihr BeraterSie oft auf Traumhäuser,Topwohnungen oder schlichtgenau das für Sie Passendehinweisen kann?Vier Beispiele.Einfamilienhaus mit Seesicht in Brunnen (SZ)Text: Anina Torrado LaraHanglage am Vierwaldstättersee,unverbaubare See- und Bergsichtund dazu Umschwung und einegrosse Terrasse: Dieses 6½-Zimmer-Einfamilienhaus ist ein echterWohntraum. Ruhe und Erholungmitten im Grünen inbegriffen.Baujahr: 2004Grundstücksfläche: 879 m 2Wohnfläche: 166 m 2Kaufpreis: CHF 1 950 000Kontakt: rmathis@immofield.chEigentumswohnung mit Wärmepumpe in Kappel (SO)Mitten im Dorfzentrum von Kappelfügt sich die Überbauung auf demehemaligen Sägereiareal harmonischins Dorfbild ein. Die 5½-Zimmer-Wohnungüberzeugt auchdurch die nachhaltige Bautechnikmit einer Grundwasser-Wärmepumpeund einer wärmegedämmtenGebäudehülle.Bezug: 2014Wohnfläche: 162 m 2Kaufpreis: CHF 695 000Kontakt: www.sagi-kappel.chuntergaeu@raiffeisen.ch14 PanoramaSpezial 2/2013


Luxuriöses Wohnen am Zugersee (ZG)In der luxuriösen ÜberbauungChämberg stehen die letztenAttikawohnungen zum Verkauf.Direkt an die Landwirtschaftszoneangrenzend findet man anerhöhter Lage über dem ZugerseeRuhe und Privatsphäre.Bezug: 2014Wohnfläche: 188 bis 442 m 2Kaufpreis: auf AnfrageKontakt: www.chaemberg.chursula.burkhalter@raiffeisen.chFerienwohnung in Savognin (GR)In Savognin, auf 1207 Meternüber Meer, stehen diese 2½- bis4½-Zimmer-Ferienwohnungen zumVerkauf. Fensterfronten mit Panoramablickauf die Bergwelt undWandverkleidungen aus Natursteinund Altholz bringen Alpen-Chicins traute Heim.Bezug: 2013Wohnfläche: 62 bis 130 m 2Kaufpreis: ab CHF 333 000Kontakt: marc.janett@raiffeisen.chAUF DEM MARKTIhr Raiffeisen-Kundenberaterweist Sie gerne auf die bestenaktuellen Angebote hin.PanoramaSpezial 2/201315

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine