Spaß mit Zucker - Berliner Sparkasse

berliner.sparkasse.de

Spaß mit Zucker - Berliner Sparkasse

P ROFITS B E R L I N

M

Í ZUCKER.KOMMUNIKATION

Spaß mit Zucker

Matthias Bonjer und

Oliver Kottwitz überraschen

Konsumenten

illionen Fernsehzuschauern und

rund 60.000 Fans im Stadion

stockte der Atem: Mitten in der zweiten

Halbzeit eines deutschlandweit übertragenen

Fußballspiels landete ein

Fallschirmspringer mit Produktwerbung

an seinem Fallschirm auf dem

Rasen. Die Firma, für die der Springer

warb, freute sich. Der Deutsche Fußballbund

ärgerte sich über die unangekündigte

Unterbrechung des Spiels.

Initiiert wurde diese „Guerilla“-Marketing-Maßnahme

von dem Berliner

PR-Unternehmen „Zucker.Kommunikation“.

„Der Fallschirmsprung war ein großer

Erfolg und sollte zur Imageverbesserung

unseres Kunden beitragen. Uns

war klar, dass wir die Zuschauer emotionalisieren

und begeistern mussten.

Die Aktion wurde viel stärker wahrge-

nommen als die Bandenwerbung, die

ohnehin kaum Beachtung findet“,

sagt Zucker-Geschäftsführer Matthias

Bonjer.

Der Kommunikationswissenschaftler

hat vor zehn Jahren zusammen mit

dem Diplom-Kaufmann Oliver Kottwitz

das PR-Unternehmen gegründet. Zucker

hat sich einer besonders kreativen PR

verschrieben.

DIE ÖFFENTLICHKEIT GEWINNEN

„PR ist eine Disziplin, die hervorragend

geeignet ist, strategisch zu führen, den

Kommunikationsmix eines Kunden zu

ordnen und auch zusammen zu halten“,

sagt Bonjer. Denn die PR verliere

bei aller Vielfalt der möglichen Maßnahmen

ein Kernziel nie aus den Augen:

nämlich die Medienöffentlichkeit

zu überzeugen und als Multiplikator zu

gewinnnen.

Richtig sei für Matthias Bonjer und seinen

Kollegen Oliver Kottwitz also, „was

in diesem Sinne zielführend ist und die

Botschaft unseres Kunden verstärkt“ –

so wie beim unangekündigten Fallschirmsprung

vor laufenden TV-Kameras:

Zucker nutzt also einen riesigen

„Spielplatz“ und kommuniziert gleichermaßen

durch Inhalt und Unterhaltung,

um Aufmerksamkeit für ihre

Kunden zu erhalten.

„Die PR-Arbeit hat sich in den vergangenen

Jahren durch die unbegrenzten

Möglichkeiten des Web 2.0 und anderer

digitaler Kommunikationsmittel weiterentwickelt“,

so Matthias Bonjer. Eine

Pressemitteilung zu schreiben und mit

einem befreundeten Journalisten ein

PROFITS BERLIN Mai 2008 I


s

PROFITS BERLIN

b

b

Oliver Kottwitz

39 Jahre alt, Diplom-Kaufmann, ledig

Managing Partner

Zucker.Kommunikation GmbH

gegründet: 1998

Mitarbeiter: 20

Leistung: Beratung / Kreation

(z.B. Krisen-PR und Themen- und

Aktionskreation),

Öffentlichkeitsarbeit, Marketing,

Events / Promotion (z.B. „Guerilla“-

Aktionen),

Dokumentation / Evaluation

Bier trinken zu gehen, „funktioniere

heutzutage nicht mehr“, ist der 40-jährige

Unternehmer überzeugt. Der Trend

heiße „Branded Entertainment“ – die

Verschmelzung von Marke und Unterhaltung.

Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt beispielsweise

die Nominierung von Zucker

für den „PR-Report-Award“. Die

Jury hat die Agentur aus Mitte für ihre

„innovatve PR-Strategie“ nominiert,

die Zucker für die Rettungsorganisation

Johanniter entwickelt hat. Sie hat

einen Werbefi lm über ein neues Erste-

Hilfe-Schulungskonzept gedreht, der

vor allem jüngere Fahrschüler anspre-

II PROFITS BERLIN Mai 2008

chen soll. Diesen Clip konnten die Führerscheinaspiranten

z.B. in einer handytauglichen

Version beim Klingetonanbieter

„Jamba“ herunterladen.

L A NDTAG EINGEK REIST

Auch wenn sich Zucker.Kommunikation

in seiner PR-Arbeit auf Lifestyle-

Produkte und -Dienstleistungen spezialisiert

hat, ist sich das Unternehmen

auch der sozialen Bedeutung seiner Arbeit

bewusst. So half Zucker vor einigen

Jahren der evangelischen Kirche und

ihren Diakonien, die Öffentlichkeit für

den drohenden Pflegenotstand in

Deutschland zu sensibilisieren: Mehr

als 2000 pfl egebedürftige Menschen

sowie Pfl eger kreisten den niedersächsischen

Landtag in Hannover ein und

erhielten so eine große Medienaufmerksamkeit.

Dafür wurde Zucker mit

dem „Politikaward 2004“ ausgezeichnet.

Ihrer sozialen Verpfl ichtung sind sich

Matthias Bonjer und Oliver Kottwitz

auch bei der Führung ihres Unternehmens

bewusst. Anders als in der Werbebranche

seit Jahren üblich, sind bei

Zucker nur sehr wenige Praktikanten

beschäftigt. „Sie werden bei uns ordentlich

bezahlt und arbeiten hier nur

wenige Monate, um sich berufl ich zu

orientieren“, sagt Bonjer.

E I G EN E AU SB I L D U N G

Zucker ist in den vergangenen Jahren

stark gewachsen. Inzwischen sind dort

rund 20 Mitarbeiter fest angestellt. „Wir

bauen unseren Nachwuchs über ein

eigenes Volontariatsprogramm und

anschließende Assistenzen auf“, so der

Geschäftsführer. Die Fluktuation ist –

ebenfalls unüblich in der Werbebranche

– niedrig. „Durchschnittlich bleiben

unsere Mitarbeiter drei bis fünf

Jahre bei uns. Einige sind, nachdem sie

in anderen Unternehmen neue Erfahrungen

gesammelt hatten, auch wieder

zu uns zurückgekehrt“, berichtet

Matthias Bonjer.

Auf die LBB/Berliner Sparkasse setzt

Zucker seit rund vier Jahren. „Wir haben

uns nach einem Bankenscreening

ganz bewusst für die Landesbank Berlin

entschieden, da wir uns von unserem

Kundenbetreuer verstanden

und uns in der Struktur der LBB gut

aufgehoben fühlen“, betont Bonjer.

Das alles hätten er und sein Geschäftspartner

bei ihrer vorherigen Bank vermisst.

Zucker.Kommunikation GmbH

Torstraße 107

10119 Berlin-Mitte

Tel: 030 – 2475870

go@zucker-kommunikation.de

www.zucker-kommunikation.de

b

Matthias Bonjer

40 Jahre alt, Kommunikationswissenschaftler

M.A., verheiratet, ein Kind.

Managing Partner, Lehrbeauftragter an

verschiedenen Hochschulen


Í INTERVIEW

Motivieren, um zu verändern

Wie Führungskräfte ihren Mitarbeitern erfolgreich Feedback geben können

Führungskräfte, die mit ihren Mitarbeitern

Feedback-Gespräche führen,

sollen Ich-Botschaften verwenden,

darauf achten, dass sich Lob

und Kritik die Waage halten und ihren

Gesprächspartnern Verhaltensalternativen

aufzeigen. Über eine

effektive Feedback-Kultur in Unternehmen

sprach Profi ts Berlin mit

dem Psychologen und Coach Karsten

Ritschl.

Welche Ziele kann ein Feedback haben?

Ziele könnten eine bessere Arbeitsatmosphäre,

zufriedene Kunden oder

eine höhere Leistung sein. Mit einem

Feedback erfährt der andere zunächst

mal, wie ein bestimmtes Verhalten auf

den Feedback-Geber gewirkt hat. Es eröffnet

ihm damit eine andere Sichtweise

einer gemeinsam erlebten Situation.

Im besten Fall inspiriert und motiviert

es den Feedbacknehmer, sein Verhalten

zu überprüfen und zu ändern.

Wie kann ein Feedback-Geber die Chance

erhöhen, dass sein Feedback auf offene

Ohren trifft?

Wichtig ist, dass der andere Bereitschaft

signalisiert, jetzt und hier ein

Feedback zu hören. Dabei liegt es auch

in der Verantwortung der Führungskraft,

eine Atmosphäre zu schaffen, in

der der andere zumindest bereit ist

zuzuhören. Sollte das nicht gegeben

sein, muss ein anderer Termin verabredet

werden.

Welche Regeln gilt es bei den Formulierungen

zu beachten?

Ein Feedback-Geber sollte grundsätzlich

zwischen seiner Wahrnehmung

und der Wirkung, die das Verhalten

des Mitarbeiters auf ihn hatte, unterscheiden.

Dabei sollte er Ich-Botschaf-

ten benutzen und nicht von „wir“ oder

„man“ sprechen und schnell auf den

Punkt kommen. Eine Kernaussage

kommt beim anderen besser an als

zehn halbherzig hervorgebrachte

Punkte. Außerdem halte ich es für

wichtig, sich auf die Sprache des

Gegenübers einzustellen.

Was halten Sie von der sogenannten

„Sandwich-Methode“, bei der zuerst

etwas Positives, dann die Kritik und zum

Schluss wieder Positives gesagt wird?

Es ist richtig, dass sich Lob und konstruktive

Hinweise in Feedbacks die

Waage halten sollten. Allerdings warne

ich davor, die Regeln zu methodisch

anzuwenden. Ohne Anteilnahme und

Interesse für das Gegenüber verkommen

sie leicht zu Floskeln. Da viele

Mitarbeiter die Regeln auch kennen,

erwarten sie schon nach dem Positiven

die Kritik und überhören dabei

die Anerkennung.

Wie können Vorgesetzte verhindern,

dass Mitarbeiter sich nach einem konstruktiven

Feedback gekränkt zurückziehen?

In so einem Fall ist es hilfreich, während

des Gesprächs daran zu erinnern,

dass es nicht um objektive

Wahrheiten geht, sondern um unterschiedliche

Wahrnehmungen, die

beide ihre Berechtigung haben. Um

in diesen Dialog zu kommen, sollte

der Vorgesetzte den Mitarbeiter auch

nach seiner Sichtweise fragen und

sich ein Feedback über sein Feedback

geben lassen.

Was hat der Vorgesetzte davon?

Zum einen zeigt er damit Interesse für

die Sichtweise des Mitarbeiters. Diese

Botschaft kann die Grundlage einer

weiteren vertrauensvollen Zusam-

b

Karsten Ritschl

Der Psychologe Karsten Ritschl leitet

zusammen mit der Soziologin Evelyne

Maaß seit 1991 das Institut „Spectrum

Kommunikationstraining“ in Berlin-

Friedenau. Die beiden Kommunikationsexperten

arbeiten als Trainer, Coach und

Berater für Unternehmen und soziale

Einrichtungen. Außerdem sind sie

Autoren zahlreicher Bücher.

menarbeit sein. Zum anderen erhält er

wichtige Hinweise über die Wirkung

seines Führungsverhaltens.

Kann ein Feedback auch Anregungen

oder Tipps beinhalten?

Entgegen vieler Lehrmeinungen fi nde

ich schon, dass es sinnvoll sein kann,

andere Verhaltensoptionen aufzuzeigen.

Dabei sollte deutlich werden,

welche Vorteile ein anderes Verhalten

für den Feedback-Nehmer hätte bzw.

welche Nachteile dadurch vermieden

werden könnten. Und grundsätzlich

gilt: Je stärker der Nutzen für denjenigen,

der das Feedback hört, desto

größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass

er davon etwas umsetzt.

PROFITS BERLIN Mai 2008 III


s

PROFITS BERLIN

Í WISSENSCHAFT UND WIRTSCHAFT

Erst Student, dann Unternehmer

Die LBB/Berliner Sparkasse kooperiert mit der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

Die Landesbank Berlin (LBB)/Berliner

Sparkasse hat ihr Engagement für den

Mittelstand auf den wissenschaftlichen

Bereich ausgeweitet. Sie unterstützt

den berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang

„Unternehmensgründung

und Unternehmensnachfolge“ an der

Fachhochschule für Wirtschaft Berlin

(FHW). Dazu haben LBB-Vorstandsmitglied

Hans Jürgen Kulartz und Professor

Dr. Franz Herbert Rieger für die FHW

im Rahmen einer Feierstunde einen

Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Die Zusammenarbeit zwischen der

Hochschule und uns ist Ausdruck der

zunehmenden Verknüpfung von Wissenschaft

und Wirtschaft. Durch diese

Kooperation lernen Studierende das

Berufsleben schon während ihrer theoretischen

Ausbildung kennen. Davon

profi tieren sowohl die Hochschüler als

auch wir“, sagte Hans Jürgen Kulartz.

Schließlich begleite die LBB/Berliner

Sparkasse als Partner des Mittelstan-

Í FINANZIERUNG

Mit Leasing können Unternehmer die

Ausstattung ihres Betriebes immer auf

dem neuesten Stand halten. Nach dem

Motto „pay as you earn“ verdient der

Unternehmer durch den Einsatz des

Leasingobjekts die monatlichen Leasingraten.

Und da er kein Eigenkapital

einsetzen muss, schränkt der Unternehmer

auch seinen finanziellen

Spielraum nicht ein.

Die LBB/Berliner Sparkasse bietet Leasingvarianten

für alle Wirtschaftsbe-

des Unternehmen von der Gründung

bis zur Suche nach einem geeigneten

Nachfolger. In ihrem darauf spezialisierten

KompetenzCenter hat sie innerhalb

von acht Jahren mehr als 1.000

Unternehmer in die berufl iche Selbstständigkeit

begleitet.

Die LBB/Berliner Sparkasse wird nun

gemeinsam mit der FHW Veranstaltungen

für Existenzgründer und Unternehmer,

die einen Nachfolger suchen,

organisieren. Außerdem vermitteln

Praktiker der LBB/Berliner Sparkasse

den derzeit rund 80 Studenten des

Fachbereiches praktisches Wissen in

Gastvorträgen. Die LBB beteiligt sich

auch als Mitglied im Studiengangsrat.

Mit dem berufsbegleitenden Studium

„Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge“

haben junge Berufstätige

mit (Fach-)Abitur die Chance,

sich Wissen für die Leitung eines Unternehmens

anzueignen. „Bei der großen

Leasing schont die Liquidität

reiche an. Sie berät und betreut Unternehmen

mit einem eigenen KompetenzCenter

Leasing und Factoring.

Auch wenn die meisten Leasingverträge

für mobile Investitionsgüter wie beispielsweise

Fahrzeuge abgeschlossen

werden, bietet die LBB/Berliner Sparkasse

auch für größere Projekte Verträge

an. Unternehmen können aber auch

so alltägliche Dinge wie Büro- und Ladeneinrichtungen

oder Restaurantausstattungen

leasen.

LBB-Vorstandsmitglied Hans Jürgen Kulartz (l.) und

Prof. Dr. Birgit Felden während der Feierstunde.

Zahl mittelständischer Unternehmen,

die vor einem Generationswechsel tehen,

sollte die beste Qualifi zierung der

potenziellen Nachfolger deshalb einen

hohen Stellenwert haben“, sagt die Leiterin

des Studienganges, Prof. Dr. Birgit

Felden. Das alte Modell des „learning by

doing“ habe ausgedient.

www.berliner-sparkasse.de/existenz

www.fhw-berlin.de

„Unser Angebot ist herstellerunabhängig“,

betont die Leiterin des KompetenzCenters

Leasing und Factoring der

LBB/Berliner Sparkasse, Heike Engelmann.

Damit haben Unternehmer freie

Hand bei der Wahl der geeigneten Investitionsobjekte.

Sie verhandeln mit

ihren Lieferanten, als wäre es ein Bargeschäft

und können somit Barzahlungsrabatte

nutzen.

Infos im Internet unter

www.berliner-sparkasse.de/leasing

IV PROFITS BERLIN Mai 2008 Impressum I Berliner Sparkasse, Redaktion Profi ts Berlin, Badensche Str. 23, 10715 Berlin, Tel. (0 30) 869 833 28,

Ralf Heinze (V . i . S . d . P .), Christian Kersten, Anja Köhler, Susanne Kolbow, Martin Pretzlaw, Andreas Riedel

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine