GESCHÄFTSBERICHT 2004 - hauptversammlung.at

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GESCHÄFTSBERICHT 2004


KENNZAHLEN BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

IFRS

BÖHLER-UDDEHOLM Konzern 2004 2003 2002 2001 2000 1999

Umsatz

Betriebserfolg vor

in m€ 1.934,0 1.499,8 1.441,2 1.509,4 1.482,7 1.296,5

Abschreibungen (EBITDA) in m€ 279,0 191,3 198,8 203,3 199,5 150,1

Betriebserfolg (EBIT)

Ergebnis der gewöhnlichen

in m€ 191,9 113,4 111,9 132,1 125,7 86,7

Geschäftstätigkeit (EGT) in m€ 161,5 91,8 82,1 106,9 101,3 63,0

Jahresüberschuss 1)

in m€ 110,1 57,5 51,8 71,2 70,0 42,5

Bilanzsumme in m€ 1.863,9 1.580,7 1.507,9 1.600,4 1.499,4 1.386,9

Eigenkapital 1)

in m€ 699,4 626,1 614,6 647,8 608,2 559,3

Investitionen in m€ 79,1 98,1 95,1 139,0 97,9 115,9

Cash-flow in m€ 202,4 151,4 140,2 133,6 138,2 112,3

Auftragseingang 2)

in m€ 1.665,5 1.066,8 924,6 1.008,6 1.079,0 875,5

MitarbeiterInnen 3) per 31.12. 11.800 10.053 9.296 9.298 9.071 9.092

davon außerhalb Österreichs 7.954 6.182 5.428 5.317 5.212 5.175

Return on Sales (ROS) 8,3 % 6,1% 5,7 % 7,1% 6,8 % 4,9 %

Return on Equity (ROE) 24,6 % 14,9 % 13,1% 17,2 % 17,6 % 11,8 %

Return on Capital Employed (ROCE) 10,2 % 6,0 % 6,3 % 7,8 % 8,2 % 6,1%

EBITDA-Marge 14,4 % 12,8 % 13,8 % 13,5 % 13,5 % 11,6 %

EBIT-Marge 9,9 % 7,6 % 7,8 % 8,8 % 8,5 % 6,7 %

Eigenkapitalquote 1)

37,5 % 39,6 % 40,8 % 40,5 % 40,6 % 40,3 %

59 % 60 % 55 % 56 % 44 % 52 %

Gearing 1)

1) Diese Position enthält gemäß IAS 1 Presentation of Financial Statements (revised 2003) nunmehr

auch Anteile konzernfremder Gesellschafter. Die Werte der vergangenen Geschäftsjahre wurden angepasst.

2) bei den Produktionsgesellschaften

3) ohne Lehrlinge

BÖRSETECHNISCHE KENNZAHLEN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Börsetechnische Kennzahlen 2004 2003 2002 2001 2000 1999

Höchstkurs in € 92,98 53,93 53,20 49,87 49,00 57,0

Tiefstkurs in € 54,69 43,70 42,52 34,13 33,57 36,8

Schlusskurs (Ultimo) in € 92,98 53,54 44,13 44,98 34,50 45,8

Marktkapitalisierung (Ultimo) in m€ 1.022,8 588,9 485,4 494,8 379,5 503,8

Gewinn pro Aktie in € 10,3 5,3 4,7 6,3 6,1 3,7

KGV (Ultimo) 8,9 10,6 9,4 7,1 5,7 12,4

Dividende pro Aktie in € 4,4 4)

2,5 2,3 2,7 2,5 2,0

Dividenden-Rendite 4,7 % 4,7 % 5,2 % 6,0 % 7,3 % 4,4 %

Ausschüttungsquote 41,8 % 46,9 % 47,8 % 42,6 % 41,0 % 53,8 %

Aktien in m Stk 11 11 11 11 11 11

davon Streubesitz 70,2 % 69,8 % 45,3 % 48,5 % 75,0 % 75,0 %

4) Vorschlag an die Hauptversammlung

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INHALT BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Unternehmensprofil im Überblick

Value Management

Historischer Rückblick

Organigramm

Böhler-Uddeholm Wertekatalog

Bericht des Aufsichtsrates

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Organe der Gesellschaft

LAGEBERICHT 2004

BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN

Wirtschaftliches Umfeld

Umsatz

Auftragseingang

Ergebnis

Vermögens- und Finanzlage

Investitionen, F&E

Risikomanagement

Geschäftsrisiken

Ausblick

Segmentberichte

Division High Performance Metals

Division Welding Consumables

Division Precision Strip

Division Special Forgings

Investor Relations

Kursentwicklung

Corporate Governance

Stock Option Plan

Personal

Forschung und Entwicklung

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

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JAHRESABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN NACH IFRS

Bilanz zum 31. Dezember

Gewinn- und Verlustrechnung

Entwicklung des Eigenkapitals und

der Anteile anderer Gesellschafter

Rückstellungsspiegel zum 31. Dezember

Kapitalflussrechnung

Anlagenspiegel zum 31. Dezember

Segmentberichterstattung

Anhang

Allgemeine Angaben

Konsolidierungsgrundsätze

Bilanzierungs- und

Bewertungsgrundsätze

Erläuterungen zur Bilanz und

zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Beteiligungsgesellschaften

zum 31. Dezember

Bericht des Abschlussprüfers

und Bestätigungsbericht

Kennzahlen Glossar

Impressum

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UNTERNEHMENSPROFIL IM ÜBERBLICK

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Weltweit führendes Edelstahl- und Werkstoff-Unternehmen;

fokussiert auf die vier Divisionen

High Performance Metals, Welding Consumables,

Precision Strip und Special Forgings.

Produktionsgesellschaften in Österreich,

Schweden, Brasilien, Deutschland, Belgien,

Italien, Türkei, USA und Mexiko sowie weltweit

Härtereibetriebe.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte

und Serviceleistungen in rund 100 Ländern auf

allen Kontinenten, davon ist der Konzern in knapp

50 Märkten mit eigenen Gesellschaften präsent.

Globaler Marktführer bei Werkzeugstahl

(Division High Performance Metals), Bimetallband,

Stanzmesserstahl, Rill- und Schneidlinien

(Division Precision Strip) sowie Turbinenschaufeln

für Gas- und Dampfturbinen (Division Special

Forgings); bei Schnellarbeitsstahl (Division High

Performance Metals) weltweit die Nummer zwei,

bei Schweißzusatzwerkstoffen (Division Welding

Consumables) weltweit die Nummer drei.

Rund 100.000 Kunden weltweit; die wichtigsten

Abnehmer sind: Automobil- und Automobilzulieferindustrie,

Werkzeug- und Werkzeugmaschinenhersteller,

Flugzeughersteller, Konsumgüter-

und Elektronikindustrie, Holz- und Sägeindustrie,

Textil- und Papierindustrie, Stahl- und

Apparatebau, Kraftwerks- und Anlagenbau.

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Hauptabsatzmärkte bilden Europa, Amerika und Asien,

wobei der Konzern als einer der wenigen europäischen Stahlerzeuger

schon seit 60 Jahren in praktisch allen asiatischen

Märkten präsent ist. Der größte Einzelmarkt für die Gruppe ist

Deutschland.

Umsatzstärkstes Produkt ist Werkzeugstahl (Division

High Performance Metals), wobei zwischen Kaltarbeits-, Warmarbeits-

und Kunststoffformenstahl unterschieden wird.

Klassischer Nischenanbieter: Der weltweite Verbrauch

von Werkzeugstahl entspricht etwa 0,1% des gesamten globalen

Stahlverbrauchs von rund einer Milliarde Tonnen pro Jahr.

Werkzeugstahl ist kein Massenprodukt; entscheidend

sind Qualitätsmerkmale wie hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit,

gute Zähigkeit, Maßhaltigkeit bei der Wärmebehandlung

sowie gute Bearbeitbarkeit und Polierbarkeit.

Wichtigster Geschäftstreiber bei Werkzeugstahl ist

der Modellwechsel (Auto, Elektronikgeräte, Haushaltsgüter etc.).

Für die Produktion neuer Modelle müssen neue Formen und

Werkzeuge gefertigt werden, für die wiederum Werkzeugstahl

benötigt wird.

Die BÖHLER-UDDEHOLM AG notiert seit 10. April 1995 an der

Wiener Börse im wichtigsten Handelssegment ATX.

Die BÖHLER-UDDEHOLM AG ist seit 25. November 2003 ein

vollprivatisiertes Unternehmen. Das Grundkapital befindet sich

zu 70,2 % im Streubesitz, 25,6 % werden von einer Gruppe privater

österreichischer Finanzinvestoren gehalten und 4,2 % des Grundkapitals

besitzt das Unternehmen selbst.


3 VALUE MANAGEMENT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Der BÖHLER-UDDEHOLM Konzern strebt

profitables Wachstum auf Basis einer gesunden

Finanzstruktur an, um damit eine kontinuierliche

Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen.

Diese Maxime steht im Mittelpunkt aller strategischen

Überlegungen und Entscheidungen, die für

die Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns

von Relevanz sind.

Das Management der BÖHLER-UDDEHOLM AG hat sich

daher insbesondere auf sieben Kenngrößen festgelegt,

die intern zur operativen Unternehmenssteuerung

herangezogen werden. Es sind dies

gleichzeitig auch Finanzkennzahlen, die international

von Analysten und Investoren häufig zur

Performance-Beurteilung von börsenotierten Industrieunternehmen

verwendet werden. Es handelt

sich dabei um die EBITDA-Marge, die EBIT-

Marge, die Eigenkapitalquote, die Dividenden-

Ausschüttungsquote, das Gearing (Verhältnis der

Nettokreditverschuldung zum Eigenkapital), das

Net Working Capital (in Prozent des Umsatzes)

und den Return on Capital Employed nach Steuern.

Obwohl BÖHLER-UDDEHOLM durch seine klare

Nischenpolitik innerhalb der Edelstahlindustrie

deutlich geringeren zyklischen Schwankungen

ausgesetzt ist als die „klassische“ Stahlindustrie,

sind einige der Zielgrößen in Bandbreiten angegeben,

um den konjunkturellen Einfluss während

eines Zyklus realistischer abbilden zu können. In

einem Spitzenjahr sollte der Wert am oberen

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Ende der Bandbreite erreicht werden und in einem wirtschaftlich

schwierigen Jahr der Wert am unteren Ende der Bandbreite nicht

unterschritten werden.

Diese Zielgrößen für den Konzern wurden vor zwei Jahren festgelegt

und werden seit damals nach jedem Quartalsabschluss

den tatsächlich erreichten Werten gegenübergestellt. Die BÖHLER-

UDDEHOLM AG veröffentlicht diese Gegenüberstellung auch regelmäßig

in ihren Kapitalmarktpräsentationen, um Aktionären,

Investoren und Analysten einen Einblick in die relevanten internen

Kennzahlen sowie deren Zielgröße samt Erreichungsgrad zu

ermöglichen.

Die folgende Tabelle zeigt in der linken Spalte die Zielgröße

(Bandbreite) und in der rechte Spalte jenen Wert, der zu Jahresende

2004 erreicht wurde.

Kenngrößen Ziel/Bandbreite 2004

EBITDA-Marge 12–15 % 14,4 %

EBIT-Marge 6–10 % 9,9 %

Eigenkapitalquote 40 % 37,5 %

Dividenden-Ausschüttungsquote 40–50 % 41,8 % 1)

Gearing ohne Akquisition

Gearing mit Akquisition

30–40 %

≤ 100 % } 59 %

Net Working Capital in % des Umsatzes 43 % 41,7 %

ROCE nach Steuern

1) vorbehaltlich dem Beschluss der Hauptversammlung

8% 10,2 %

Von den Zielwerten für den gesamten Konzern wurden auch entsprechende

Zielgrößen für die einzelnen Divisionen abgeleitet und

damit der Beitrag jeder Division zum Gesamtergebnis gemessen.


4 HISTORISCHER RÜCKBLICK

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

1991 Die österreichische Böhler Gruppe und

die schwedische Uddeholm Gruppe werden zum

BÖHLER-UDDEHOLM Konzern verschmolzen. Dadurch

entsteht der weltweit größte Werkzeugstahl-Hersteller

mit einem dichten, auf Edelstahl spezialisierten

Vertriebsnetz. Als Muttergesellschaft der

Gruppe wird am 10. Mai 1991 die BÖHLER-UDDEHOLM

AG in Österreich gegründet. Die Anfänge der Standorte

von Böhler und Uddeholm reichen in der Produktion

jedoch schon jeweils mehrere Jahrhunderte

zurück.

1992 – 1994 Als Resultat einer tief greifenden

Umstrukturierung erzielt die Gruppe im Geschäftsjahr

1994 den wirtschaftlichen Turnaround. Bis zu

diesem Zeitpunkt steht die BÖHLER-UDDEHOLM AG zu

100 % im Eigentum der Österreichischen Industrieholding

AG (ÖIAG) und somit im Eigentum der

Republik Österreich.

1995 Im April wird die BÖHLER-UDDEHOLM AG

im Zuge eines Initial Public Offerings (IPO) an der

Wiener Börse notiert. Die ÖIAG reduziert ihren

Anteil an der BÖHLER-UDDEHOLM AG auf 72,7 %, somit

gelangen 27,3 % des Grundkapitals in den Streubesitz

bei internationalen und österreichischen

Anlegern.

Wirtschaftlich gesehen zählt das Geschäftsjahr

1995 zu einem der erfolgreichsten. Der Konzern

erzielt sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis

markante Zuwächse.

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1996 Die ÖIAG zieht sich im Wege eines Secondary Public

Offerings (SPO) auf einen Minderheitsanteil von 25 % an der

BÖHLER-UDDEHOLM AG zurück, dadurch erhöht sich der Streubesitz

auf 75 %. BÖHLER-UDDEHOLM hat alle operativen Randbereiche abgegeben

und ist nun ausschließlich auf vier Kerngeschäftsbereiche

fokussiert: High Performance Metals, Precision Strip, Welding

Consumables und Special Forgings. Die Division Welding Consumables

wird in ein Joint Venture mit dem ThyssenKrupp Konzern

eingebracht; sowohl BÖHLER-UDDEHOLM als auch der Partner sind zu

jeweils 50 % beteiligt.

1997–1999 Nach der Phase der Konsolidierung verfolgt

BÖHLER-UDDEHOLM nun einen Wachstumspfad durch gezielte Akquisitionen

und Investitionen. So werden etwa der österreichische

Bandstahl-Hersteller Martin Miller und das Schnellarbeitsstahl-

Geschäft des US-amerikanischen Stahlkonzerns Allegheny

Teledyne übernommen. Darüber hinaus wird sowohl in Österreich

als auch in Schweden in mehrere Elektroschlacke-Umschmelzanlagen

investiert und eine neue Fabrik in Kapfenberg zur Fertigung

von pulvermetallurgisch hergestellten Stählen eröffnet. Es

ist dies die weltweit modernste Anlage ihrer Art.

2000 Die neue Vakuum-Erschmelzungsanlage am Standort

Kapfenberg geht in Betrieb. Auf Grund der Restrukturierung

in den vergangenen Jahren, der konsequenten Kostensenkungen

und Produktivitätssteigerungen sowie der Wachstumspolitik kann

BÖHLER-UDDEHOLM die weltweit gute Konjunkturlage nützen und

erreicht die bisher höchsten Werte in Umsatz und Ergebnis seit

Gründung des Konzerns.


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HISTORISCHER RÜCKBLICK

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

2001 Die globale Wirtschaftskonjunktur wird durch die Terroranschläge

vom 11. September in den USA und den darauf folgenden

Krieg in Afghanistan zusätzlich gedämpft. Trotzdem kann BÖHLER-

UDDEHOLM ein neuerliches Rekordjahr verzeichnen. Der Konzern verstärkt

sukzessive die Aktivitäten zur Vertiefung der Wertschöpfungskette

(Anarbeitung, Wärmebehandlung, Akquisition von lokalen Stahlhändlern).

Eine Gruppe österreichischer Privatinvestoren erwirbt

25,1% am Grundkapital der Gesellschaft und wird somit zum größten

Aktionär.

2002 Die Weltkonjunktur schwächt sich im Verlaufe des Jahres

deutlich ab. Der BÖHLER-UDDEHOLM Konzern verzeichnet dadurch einen

Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Dennoch wird das Vertriebsnetz

im asiatischen Raum durch Beteiligungen an Stahlhändlern

verstärkt, ein Joint Venture mit dem italienischen Schweißtechnikunternehmen

Fileur S.A. gegründet und ein 50 %-Anteil am dänischen

Spray-Forming-Spezialisten Dan Spray A/S erworben. Das

Unternehmen schließt sein Aktienrückkaufprogramm ab und erwirbt

504.900 Stück eigener Aktien; das entspricht 4,6 % des Grundkapitals.

2003 Im Frühjahr erwirbt BÖHLER-UDDEHOLM 50 % der Böhler

Thyssen Schweißtechnik GmbH vom ThyssenKrupp Konzern und besitzt

nun das Schweißtechnikunternehmen zu 100 %. Diese Akquisition

stärkt die Division Welding Consumables und verbessert den Umsatz

und die Profitabilität der gesamten BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe. Im

November veräußert die ÖIAG ihren 25 %-Anteil an der BÖHLER-UDDE-

HOLM AG im Wege eines Secondary Public Offering über die Börse.

Das Angebot von 2,750.000 Stück Aktien wird fast vierfach überzeichnet.

Ab 25. November ist BÖHLER-UDDEHOLM ein voll privatisiertes

Unternehmen. Im Dezember unterzeichnet BÖHLER-UDDEHOLM einen Vertrag

zur mehrheitlichen Übernahme der Villares Metals S.A. (Brasilien).

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2004 BÖHLER-UDDEHOLM verzeichnet das beste Jahr seit Gründung

des Konzerns; Umsatz und Ergebnis erreichen historische

Höchstwerte. Das Unternehmen nützt die gute Konjunktur in fast

allen Kernmärkten und profitiert zusätzlich von der im März abgeschlossenen

Akquisition von Villares Metals S.A. (Brasilien). Dieses

Edelstahlunternehmen ist Marktführer bei Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl

und Ventilstahl in Südamerika und bringt eine bedeutende

Stärkung der Division High Performance Metals. Darüber

hinaus werden die Vertriebsorganisation und die Härtereikapazitäten

des Konzerns vor allem in Asien und Osteuropa weiter ausgebaut.

Die BÖHLER-UDDEHOLM Aktie erreicht mit 92,98 € ein neues

All-Time-High.


High Performance

Metals

Welding

Consumables

Precision

Strip

Special

Forgings

ORGANIGRAMM BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

6 h

BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN

BÖHLER Edelstahl GmbH

UDDEHOLM Tooling AB

VILLARES Metals S.A.

BÖHLER Bleche GmbH

UDDEHOLM Machining AB

BÖHLER-YBBSTAL Profil GmbH

BÖHLER-UDDEHOLM Specialty Metals, Inc.

ASSAB Pacific Pte. Ltd.

BÖHLER-UDDEHOLM Deutschland GmbH

BÖHLER-UDDEHOLM Italia SpA

BÖHLER-UDDEHOLM North America

BÖHLER-UDDEHOLM (UK) Ltd.

BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S.

BÖHLER-UDDEHOLM Iberica S.A.

BÖHLER International GmbH

ESCHMANNSTAHL GmbH & Co KG

Weitere Gesellschaften

BÖHLER THYSSEN Schweißtechnik GmbH

BÖHLER THYSSEN Schweißtechnik Deutschland GmbH

BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH

UTP Schweißmaterial GmbH

FONTARGEN GmbH

SOUDOKAY S.A.

Weitere Gesellschaften

BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH & Co KG

BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip AB

BÖHLER-UDDEHOLM Strip Steel LLC

BÖHLER-YBBSTALWERKE GmbH

MARTIN MILLER GmbH

BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG


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BÖHLER-UDDEHOLM WERTEKATALOG

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

DIE GRUNDLAGE DES ERFOLGS.

BÖHLER-UDDEHOLM erachtet Profitabilität und

finanzielle Stabilität als notwendige Grundlage für

das Wachstum und die Weiterentwicklung des

Konzerns. Dies geschieht auf Basis einer nachhaltigen

Beziehung zu unseren Kunden.

WIR SIND QUALITÄTSFÜHRER.

Mit Werkstoffen, Produkten und Serviceleistungen

erfüllt BÖHLER-UDDEHOLM durch Antizipation

und Identifikation die Bedürfnisse der Kunden.

Voraussetzung dafür ist eine konsequente Qualitätsführerschaft,

die nicht nur präzise Kenntnisse

der Produktionsprozesse, sondern auch der Produkte

und deren Anwendung auf Basis modernster

Technologien erfordert. In diesem Sinne bedeutet

Qualitätsführerschaft konsequente Verbesserung

entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

DER KUNDE IM MITTELPUNKT.

Für BÖHLER-UDDEHOLM ist es vorrangiges

Ziel, aufbauend auf einer langfristigen Partnerschaft

und der permanenten Feststellung der

Bedürfnisse, seinen Kunden optimale Problemlösungen

zu bieten und damit eine Verbesserung

ihrer Wettbewerbsposition zu erreichen.

UNSERE MARKEN SIND UNSERE STÄRKE.

Der Erfolg von BÖHLER-UDDEHOLM basiert

auf starken, im Markt gut positionierten Marken,

die uns sowohl gegenüber unseren Kunden als

auch den eigenen MitarbeiterInnen identifizieren.

Dieses markenorientierte Denken ermöglicht, die

oft stark differenzierten Bedürfnisse unserer Kunden

optimal zu erfüllen.

WIR ÜBERNEHMEN VERANTWORTUNG.

BÖHLER-UDDEHOLM übernimmt Verantwortung

gegenüber den Kunden, MitarbeiterInnen, Lieferanten,

Aktionären und der Gesellschaft. Wir fördern

konsequent den Schutz der Umwelt sowie die

Steigerung der Lebensqualität unserer Beschäftigten.

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UNSERE REPUTATION IST UNS VERPFLICHTUNG.

Die hohe internationale Reputation von BÖHLER-UDDEHOLM

basiert auf der Professionalität aller Beschäftigten sowie auf der

Qualität der Produkte und Dienstleistungen. Wir geben uns mit

dem Erreichten erst zufrieden, wenn: � Alle Kunden weltweit die

beste Lösung für ihr Problem bekommen haben. � Alle potenziellen

Kunden weltweit ihre nächste Bestellung bei uns abgeben

werden. � Alle MitarbeiterInnen davon überzeugt sind, in der

besten aller möglichen Welten zu leben. � Alle Investoren sicher

sind, den höchst möglichen Ertrag auf ihr Kapital zu erhalten.

KEINE ZUKUNFT OHNE VERÄNDERUNG.

Veränderungen stellen für BÖHLER-UDDEHOLM eine positive

Herausforderung dar. Unser Verhalten und unsere Entscheidungen

basieren auf der Antizipation und Evaluierung künftiger Marktbedürfnisse

sowie auf den dem Wandel inhärenten Chancen und

Risiken.

WIR STEHEN ZU UNSEREM WORT.

Die internen Abläufe bei BÖHLER-UDDEHOLM basieren

auf folgenden Grundsätzen: � Wir fördern offene und kontroverse

Diskussionen auf und zwischen allen Entscheidungsebenen.

� Ist eine Entscheidung gefallen, erwarten wir von allen Betroffenen

konsequentes Handeln im Sinne dieser Entscheidung.

� Fehler betrachten wir als notwendigen Bestandteil des Fortschritts.

Wir tolerieren diese unter der Voraussetzung der offenen

Analyse und dem Aspekt der Lernfähigkeit.

EINHEIT IN VIELFALT.

BÖHLER-UDDEHOLM ist ein global operierender Konzern. Aus

diesem Grund ist gegenseitiger Respekt für die ethnischen und

sozialen Besonderheiten und Verhaltensweisen unserer Kunden

und MitarbeiterInnen essenziell für den Erfolg unserer Gruppe.

UNSERE MITARBEITER/INNEN SIND DER SCHLÜSSEL

ZU UNSEREM ERFOLG.

BÖHLER-UDDEHOLM ist ein sozialer Organismus.

� Wir betrachten unsere MitarbeiterInnen als zentralen Erfolgsfaktor.

� Wir fördern und sichern ihre Entwicklung. � Wir respektieren

die Individualität unserer Beschäftigten. � Wir verpflichten

uns, sie gerecht und ehrlich zu behandeln. � Erfolg wird nur

durch Teamarbeit erreicht. Unsere gemeinsamen Ziele stecken

die Grenzen der individuellen Entwicklung ab.


8 BERICHT DES AUFSICHTSRATES

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Das Geschäftsjahr 2004 war

bislang das erfolgreichste Jahr in der Geschichte

des BÖHLER-UDDEHOLM Konzerns. Das

Unternehmen ist am Weltmarkt gut positioniert

und konnte somit den Konjunkturaufschwung

im Berichtsjahr voll nützen. Insbesondere

die Akquisition von Villares Metals

S.A. in Brasilien war ein wichtiger strategischer

Meilenstein für den Wachstumskurs der

BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe. Diese Übernahme

hat die Position von BÖHLER-UDDEHOLM in einem

attraktiven Wachstumsmarkt verstärkt und die

Ertragskraft der Division High Performance

Metals deutlich erhöht.

Im Berichtsjahr hat BÖHLER-UDDEHOLM durch

neue Niederlassungen in Osteuropa und in

Asien das weltweite Vertriebsnetz ausgebaut

und die Kapazitäten für die Wärmebehandlung

weiter gesteigert. Alle diese Maßnahmen

und die für unsere Gruppe gute wirtschaftliche

Lage in wichtigen Absatzmärkten haben

dazu geführt, dass der Umsatz und das Ergebnis

gegenüber dem Vergleichsjahr signifikant

zugenommen haben. Der Aufsichtsrat

dankt den Belegschaftsvertretungen und den

MitarbeiterInnen von BÖHLER-UDDEHOLM für das

große Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Dieser Einsatz aller hat wesentlich

zu diesem Erfolg beigetragen.

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Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2004 die ihm nach Gesetz

und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen

wahrgenommen. Es besteht eine konstruktive Zusammenarbeit

innerhalb dieses Gremiums insbesondere auch zwischen Kapitalund

Belegschaftsvertretern. Der Aufsichtsrat der BÖHLER-UDDEHOLM AG

versteht sich als ein Organ, das die Unternehmensleitung nicht nur

kritisch überwacht, sondern in offener Diskussion auch unterstützt.

Das Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand gestaltete sich

in den Sitzungen äußerst harmonisch und kann als vorbildlich angesehen

werden.

Es ist hervorzuheben, dass alle Sitzungen des Aufsichtsrates ausreichend

Gelegenheit boten, sich mit den rechtzeitig versandten

Unterlagen eingehend zu befassen. Außerdem waren die Aufsichtsratsitzungen

von einer hohen Präsenzquote gekennzeichnet; die

diesbezügliche Regel 56 des Österreichischen Corporate Governance

Kodex wurde bei weitem erfüllt.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat laufend schriftlich und mündlich

über den Gang der Geschäfte und über die Lage der Gesellschaft

sowie der Konzernunternehmen berichtet und jederzeit Auskunft

gegeben. Es wurden in den Aufsichtsratsitzungen alle wesentlichen

Investitionsvorhaben des Konzerns, wie etwa eine neue Spindelpresse

am Standort Kapfenberg, eine neue Walzstraße am Standort

Munkfors, die Erweiterung des Vertriebsnetzes in China oder der

globale Ausbau der Härtereikapazitäten ausführlich diskutiert und

analysiert. Aufsichtsrat und Vorstand haben in den Sitzungen auch

intensiv die strategische Weiterentwicklung des Konzerns beraten.

Ein Schwerpunkt war dabei die Akquisition des lateinamerikanischen

Edelstahlunternehmens Villares Metals.


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BERICHT DES AUFSICHTSRATES

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Der Aufsichtsrat begrüßt überdies die verstärkten Maßnahmen des

Vorstandes im Hinblick auf das Risikomanagement vor allem in einer

Phase des geplanten Unternehmenswachstums. Im Berichtsjahr

wurde in der BÖHLER-UDDEHOLM AG eine eigene Position für diesen Aufgabenbereich

geschaffen und mit einer qualifizierten Mitarbeiterin

besetzt. Damit wird das Risikomanagement für den Konzern neu ausgerichtet

und seine Funktionsfähigkeit weiter erhöht.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratsitzungen haben im Geschäftsjahr

2004 auch drei Sitzungen des Präsidiums des Aufsichtsrates (das

gemäß dem Österreichischen Corporate Governance Kodex unter

anderem die Aufgaben eines Personalausschusses wahrnimmt) sowie

eine Sitzung des Bilanzausschusses stattgefunden. Der Bilanzausschuss

tagte am 15. März 2004 und widmete sich in dieser Sitzung

verstärkt dem Risikomanagement und den Ergebnissen der

internen Revision. Zur Behandlung des Jahres- und Konzernabschlusses

2003 hat der Bilanzausschuss den Wirtschaftsprüfer hinzugezogen.

Der Jahresabschluss samt Lagebericht der BÖHLER-UDDEHOLM AG und

der Konzernabschluss samt Lagebericht zum 31. Dezember 2004

gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) wurden

von dem nach § 270 HGB gewählten Abschlussprüfer, der KPMG

Alpen-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft,

Linz, geprüft.

Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und

der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und

die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat

nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zur Beanstan-

dung gegeben, daher hat der Abschlussprüfer den uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk erteilt. Der Lagebericht steht im

Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss.

Der Bilanzausschuss und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss

2004 gebilligt und erklären sich mit dem Lagebericht

einverstanden. Der Jahresabschluss 2004 ist damit gemäß

§ 125 Aktiengesetz festgestellt. Der Bilanzausschuss und der

Aufsichtsrat erklären sich mit dem Konzernabschluss sowie

dem Konzernlagebericht einverstanden.

Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag für die Gewinnverwendung

geprüft und gebilligt. Das Geschäftsjahr 2004 der BÖHLER-UDDE-

HOLM AG schloss mit einem Jahresüberschuss von 45,301.064,21 €.

Nach Rücklagenbewegung und dem Gewinnvortrag aus dem

Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn von 46,515.614,34 €, wovon

in der Hauptversammlung am 10. Mai 2005 eine Dividende von

4,40 € pro Aktie vorgeschlagen wird und der verbleibende Betrag

auf neue Rechnung vorzutragen ist.

Rudolf Streicher

Aufsichtsratsvorsitzender

h


10

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Vor vier Jahren haben wir uns auf

Basis des damaligen Umsatzes (1.509,4 m€)

das Ziel gesetzt, diesen bis zum Jahr 2006

um 30 bis 50 % zu steigern – ohne dabei die

hohe Profitabilität des Konzerns in Mitleidenschaft

zu ziehen. Das bedeutet, dass wir für

das Jahr 2006 einen Umsatz zwischen 1.900

und 2.300 m€ anstreben. Da dieses Ziel durch

organisches Wachstum alleine nicht erreicht

werden kann, haben wir in den vergangenen

beiden Geschäftsjahren die Schlagzahl bei

den Übernahmen erhöht. So wurde im Geschäftsjahr

2003 die Division Welding Consumables

und im Berichtsjahr die Division

High Performance Metals durch Akquisitionen

verstärkt. Mit diesen beiden Schritten sind wir

unserem Ziel ein gutes Stück näher gekommen.

Im abgelaufenen Jahr war unser Fokus besonders

auf die Integration der brasilianischen

Villares Metals S.A. in den BÖHLER-UDDEHOLM

Konzern gerichtet. Wir haben von Anfang an

darauf geachtet, dass dieser Prozess harmonisch,

aber doch zielstrebig und zügig abgewickelt

wird. Unmittelbar nach Abschluss der

Übernahmeverhandlungen haben wir deshalb

alle MitarbeiterInnen an beiden Standorten

in Brasilien über BÖHLER-UDDEHOLM und unsere

strategischen Überlegungen bei dieser Akquisition

informiert. Meine Kollegen und ich

waren in beiden Werken – sowohl in der Tagals

auch in der Nachtschicht – und wir konnten

in Gruppenpräsentationen und anschließenden

Diskussionen der gesamten Belegschaft

unsere Pläne darlegen.

Heute, ein Jahr später, kann man festhalten, dass die Integration

von Villares Metals erfolgreich abgelaufen und praktisch abgeschlossen

ist. Als Marktführer bei Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und

Ventilstahl in Lateinamerika ergänzt Villares Metals unsere Division

High Performance Metals ausgezeichnet. Derzeit erzielt das Unternehmen

etwa 60 % seines Umsatzes in Brasilien und rund 40 %

im Export (vorrangig in Argentinien, in Europa und in den USA).

Künftig wird Villares Metals auch die weltweite Vertriebsorganisation

unseres Konzerns nützen, um auf weiteren Märkten Tritt zu fassen.

Unsere brasilianische Tochtergesellschaft ist gut aufgestellt, zeichnet

sich durch eine hoch motivierte Belegschaft aus und verfügt

über ein durchschlagskräftiges Führungsteam. Das Unternehmen

hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass BÖHLER-UDDEHOLM

das Geschäftsjahr 2004 mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und

Ergebnis abschließen konnte.

Auch im kommenden Jahr werden wir uns weiter intensiv mit der

Evaluierung von potenziellen Akquisitionszielen befassen. Dabei

haben wir besonders drei Aspekte vor Augen: An erster Stelle steht

die Frage, ob das Geschäft zu unseren bestehenden Kernkompetenzen

passt. Wir haben nicht vor, in einen Bereich zu investieren, der

abseits unseres Kerngeschäftes liegt. Zweitens wollen wir sicher

gehen, dass genügend Managementkapazität vorhanden ist, um

ein Unternehmen in den Konzern zu integrieren und erfolgreich zu

führen. Drittens haben wir den Grundsatz, dass eine Akquisition

auch unter Berücksichtigung einer fiktiven Firmenwertabschreibung

sowie der Kaufpreisfinanzierung zumindest ab dem zweiten Jahr

einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis leisten muss. Alle

diese Punkte werden von uns sorgsam untersucht, bevor wir uns

eingehender mit einem Übernahmeziel befassen. Eine Akquisition

nur zum Zweck der Umsatzmaximierung kommt für uns nicht in

Frage. Wir wollen für den Konzern und für unsere Aktionäre nachhaltig

profitables Wachstum erreichen.

Claus J. Raidl

Vorstandsvorsitzender

h


Mag. Horst Königslehner

Jahrgang 1953

Verheiratet, ein Kind.

Seit 1995 Mitglied

des Vorstandes.

Zuständig für die Bereiche

Bilanzen, Controlling,

Treasury und EDV sowie für

die Division Precision Strip.

Dipl.-Ing. Heimo Stix

Jahrgang 1954

Verheiratet, zwei Kinder.

Seit 2001 Mitglied

des Vorstandes.

Zuständig für die Division

High Performance Metals.

Dipl.-Ing. Dr. Knut Consemüller

Jahrgang 1941

Verheiratet, zwei Kinder.

Seit 1991 Mitglied

des Vorstandes.

Zuständig für die Divisionen

Welding Consumables und

Special Forgings sowie

für den Bereich Forschung

und Entwicklung.

h

Dkfm. Dr. Claus J. Raidl

Jahrgang 1942

Verheiratet, drei Kinder.

Seit 1991 Vorsitzender

des Vorstandes.

Zuständig für die Bereiche

Strategie, Kommunikation,

Personal, Recht und

Beteiligungsverwaltung.


13 ORGANE DER GESELLSCHAFT

h

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

AUFSICHTSRAT

Hon.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Streicher

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ernst Hable

Stellvertretender Vorsitzender

des Aufsichtsrates

Geschäftsführer der Hanova

Industrieholding Gesellschaft m.b.H.

Prof. Dr. Peter Doralt

Universitätsprofessor

Wirtschaftsuniversität Wien

Dr. Rudolf Fries

ECKERT & FRIES Rechtsanwälte

Gesellschaft m.b.H.

Lars G. Josefsson

Vorsitzender des Vorstandes

der Vattenfall AB

Mag. Dr. Wilhelm Rasinger

Geschäftsführender Gesellschafter

der Inter-Management

Unternehmensberatung GmbH

Mag. Walter Scherb

Geschäftsführender Gesellschafter

der S. Spitz KG

Dkfm. Dr. Siegfried Sellitsch

Vorsitzender des Vorstandes der

Wiener Städtischen Wechselseitigen

Versicherungsanstalt Vermögensverwaltung

Johann Prettenhofer

Vorsitzender des EU-Betriebsrates

der BÖHLER-UDDEHOLM AG

Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates

der BÖHLER Edelstahl GmbH

Gotthard Klaus

Betriebsratsvorsitzender der

BÖHLER-UDDEHOLM AG

Helmut Meinl

Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates

der BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip

GmbH & Co KG

Peter Bacun (seit 1.1.2004)

Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates

der BÖHLER Edelstahl GmbH

VORSTAND

Dkfm. Dr. Claus J. Raidl

Vorsitzender des Vorstandes

Dipl.-Ing. Dr. Knut Consemüller

Mitglied des Vorstandes

Mag. Horst Königslehner

Mitglied des Vorstandes

Dipl.-Ing. Heimo Stix

Mitglied des Vorstandes


14

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD.

Mit einem Wachstum von rund 4 % erreichte

die Weltwirtschaft im Jahr 2004 ein

hohes Niveau. Vor allem die Märkte Asiens –

angeführt von China und Indien – zeigten sich

in guter Verfassung, wobei selbst die hohen

Rohstoffpreise den Konjunkturverlauf kaum

beeinträchtigten. Die Wirtschaft der gesamten

Region profitierte von der zunehmenden

Nachfrage aus China, das sich nicht nur zu

einem der weltweit größten Exporteure, sondern

auch zu einem der wichtigsten Importeure

entwickelt hat.

Nach ersten Schätzungen erreichte China im

Jahr 2004 ein reales Wirtschaftswachstum

von 9 %. Die außerordentlich starke wirtschaftliche

Dynamik hat in der gesamten Region

zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um

rund 7 % geführt.

Mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts

um etwa 4 % hat Japan die Wirtschaftskrise

der vergangenen Jahre nun offensichtlich

überwunden.

Auch in den USA hat sich die Konjunktur im

Berichtsjahr positiv entwickelt. Mit einem realen

Zuwachs von über 4 % hat die Wirtschaft

der Vereinigten Staaten wiederum zu den

Wachstumsraten der neunziger Jahre des vergangenen

Jahrhunderts zurückgefunden. Getrübt

werden die Aussichten durch das unverändert

hohe Leistungsbilanzdefizit, das

auch in Folge des bereits eingetretenen Wertverlusts

des US-Dollars noch keine Tendenz

zur Verringerung aufweist. Da gleichzeitig das

Budgetdefizit im Steigen ist, besteht wenig

Hoffnung auf eine baldige Kurskorrektur.

h

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

UMSATZENTWICKLUNG IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.297

2000 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.483

2001 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.509

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.441

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.500

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 1.934

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

BETRIEBSERFOLG VOR ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

150,1

2000 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

199,5

2001 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

203,3

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

198,8

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

191,3

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 279,0

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

In Europa wurde der Konjunkturaufschwung durch den harten Euro,

die hohen Rohstoffpreise und die ungenügende private Nachfrage

gebremst. In der Europäischen Union konnten im Berichtsjahr lediglich

die neu hinzugekommenen zentraleuropäischen Länder ansprechende

Wachstumsraten erreichen, in den Euro-Ländern blieb das

Wirtschaftswachstum jedoch unter 2 %.

Deutschland, dessen Wirtschaftsentwicklung in hohem Maße von

der Exportleistung abhängt, ist vom Höhenflug des Euro besonders

stark betroffen. Da auch vom privaten Konsum keine Impulse kamen,

wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt lediglich um 1,8 %. In naher

Zukunft ist keine wesentliche Verbesserung der außenwirtschaftlichen

Gegebenheiten zu erwarten und die gesetzten Reformmaßnahmen

im Inland werden erst mittelfristig positiv wirken, weshalb

die Experten in Deutschland auch für 2005 ein anhaltend niedriges

Wirtschaftswachstum voraussagen.

Die Voraussetzungen für eine etwas verhaltenere, aber weiterhin

positive Entwicklung der Weltwirtschaft bleiben auch nach dem

verheerenden Erdbeben im Indischen Ozean am Jahresende 2004


15

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

intakt. Die überhitzte Konjunktur in einigen asiatischen Ländern

sollte abkühlen; der Aufschwung in Europa verzögert sich weiter,

rezessive Entwicklungen sind jedoch nicht erkennbar.

UMSATZ.

Das Jahr 2004 war für BÖHLER-UDDEHOLM das bislang stärkste

Geschäftsjahr in der Konzerngeschichte. Die Konjunkturerholung

in fast allen wesentlichen Kernmärkten der Gruppe und die Akquisition

der Villares Metals S.A. in Brasilien waren die beiden wichtigsten

Faktoren für die gute Umsatz- und Ergebnisentwicklung in der

Berichtsperiode. Da die Übernahme von Villares Metals im März

2004 erfolgreich abgeschlossen wurde, konnten bereits drei Quartale

(April bis Dezember) dieser neuen Konzerngesellschaft in den

vorliegenden Zahlen für das Gesamtjahr berücksichtigt werden.

Der Umsatz stieg von 1.499,8 m€ im Geschäftsjahr 2003 um 29 %

auf 1.934,0 m€ im Geschäftsjahr 2004. Dies ist der höchste Umsatzwert,

den BÖHLER-UDDEHOLM seit Gründung des Konzerns erreichen

konnte. Aus der Akquisition der Villares Metals S.A. resultierte ein

Umsatzzuwachs von 186,2 m€ (für 3 Quartale). In den EU-Ländern

verbesserte sich der Umsatz von 889,0 m€ um 27 % auf 1.127,8 m€,

in Amerika von 222,8 m€ um 81% auf 402,9 m€ und in Asien von

200,8 m€ um 22 % auf 244,2 m€.

Eine regionale Aufschlüsselung des Umsatzes nach Prozentanteilen

ergibt folgendes Bild: Durch die Konjunkturerholung in einigen

Umsatzerlöse (in m€) 2004 2003 2002 2001 2000

High Performance

Metals

Welding

1.392,6 1.005,4 1.044,3 1.098,9 1.103,7

Consumables 1)

291,6 255,7 131,8 135,1 121,7

Precision Strip 163,6 158,5 164,6 171,4 170,9

Special Forgings

Sonstiges/

87,2 79,8 96,4 99,3 77,2

Konsolidierung 62,2 55,7 50,0 46,5 44,0

Gesamtumsatz 1.997,2 1.555,1 1.487,1 1.551,2 1.517,5

Innenumsatz 63,2 55,3 45,9 41,8 34,8

Außenumsatz 1.934,0 1.499,8 1.441,2 1.509,4 1.482,7

1) bis zum Geschäftsjahr 2002 nur 50 %-Anteil am Joint Venture

h

Märkten und durch die Osterweiterung der Europäischen Union

im Mai 2004 blieb der Umsatzanteil der EU-Länder nach 59 % in

2003 mit 58 % des Gesamtumsatzes in 2004 annähernd stabil. In

Amerika stieg der Anteil primär durch die Akquisition in Brasilien

von 15 % auf 21%. In Asien lag der Anteil am Gesamtumsatz bei

13 % (13 %), in den übrigen europäischen Ländern bei 4 % (8 %),

in Australien bei 3 % (3 %) und in Afrika bei 1% (2 %).

Die Aufgliederung des Konzernumsatzes nach Divisionen zeigt

folgende Veränderungen gegenüber dem Vergleichsjahr: Durch die

Akquisition von Villares Metals ist die Division High Performance

Metals weiter gewachsen und leistete mit 72,0 % (67,0 %) den größten

Beitrag zum Gesamtumsatz. Die Division Welding Consumables

trug 15,1% (17,1%) zum Gesamtumsatz bei und bleibt somit

der zweitgrößte Kerngeschäftsbereich im Konzern. Der Anteil der

Division Precision Strip lag bei 8,5 % (10,6 %) und jener der Division

Special Forgings bei 4,4 % (5,3 %).

AUFTRAGSEINGANG.

Der Auftragseingang bei den Produktionsgesellschaften

des Konzerns stieg von 1.066,8 m€ um 56 % auf 1.665,5 m€

im Geschäftsjahr 2004 und erreichte damit eine historische Rekordmarke.

Die gute Nachfrage resultierte vor allem aus einem

gestiegenen Bedarf an Edelstahl und Edelstahlprodukten in

Deutschland und Nordamerika, aber auch in den Wachstumsregionen

Südamerikas, Asiens und Osteuropas.

Hervorzuheben ist, dass die robuste Auftragslage während des

gesamten Jahresverlaufes anhielt und kontinuierlich an Dynamik

gewann. Dadurch war im Geschäftsjahr 2004 die bislang traditionelle

saisonale Abschwächung während der Sommermonate nicht

spürbar. Der kräftige Nachfrageschub im Berichtsjahr machte sich

in allen vier Divisionen des Konzerns bemerkbar, wenn auch in

der Division Precision Strip etwas verzögert erst in der zweiten

Hälfte des Geschäftsjahres. Durch die gestiegene Nachfrage

arbeiteten einige Produktionsgesellschaften des Konzerns an der

Kapazitätsgrenze. Der Auftragsstand bei den Produktionsgesellschaften

lag zum 31. Dezember 2004 bei 505,3 m€; dies ist ein

Zuwachs von 102 % gegenüber dem Wert von 249,8 m€ zum Bilanzstichtag

des Vergleichsjahres.


16

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

ERGEBNIS.

Die Ergebnisentwicklung war im

Berichtsjahr von mehreren Faktoren geprägt:

Einerseits hat die ungünstige Relation zwischen

dem Euro und dem US-Dollar sowie

Währungen, die eng an den US-Dollar gekoppelt

sind, das Ergebnis belastet. Andererseits

wirkte sich der deutliche Zuwachs im

Geschäftsvolumen auf die Ergebnisentwicklung

positiv aus. Zusätzlich wurden Preiserhöhungen

in allen wesentlichen Märkten und

Produktsegmenten durchgesetzt. Der markante

Anstieg der Rohstoffkosten (Schrott,

Legierungen) im Berichtsjahr musste an die

Kunden weitergegeben werden. Gleichzeitig

wurden im Konzern Kosten im Ausmaß von

23,0 m€ eingespart und die Produktivität

weiter erhöht.

Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte dadurch

191,9 m€ im Vergleich zu 113,4 m€ im Vorjahr,

dies entspricht einer signifikanten Erhöhung

um 69 %. Die EBIT-Marge konnte somit

von 7,6 % auf 9,9 % erheblich verbessert werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

(EGT) stieg im Geschäftsjahr 2004

auf 161,5 m€ und lag dadurch um 76 %

über dem Vergleichswert des Vorjahres von

91,8 m€. Diese erfreuliche Entwicklung wurde

zusätzlich durch eine weiter verbesserte

Finanzstruktur und durch ein niedriges Zinsniveau

unterstützt.

h

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

BETRIEBSERFOLG (EBIT) IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

86,7

2000 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

125,7

2001 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

132,1

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

111,9

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

113,4

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 191,9

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

EGT IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

63,0

2000 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

101,3

2001 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

106,9

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

82,1

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

91,8

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 161,5

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

Die Steuerquote für BÖHLER-UDDEHOLM reduzierte sich gegenüber dem

Vergleichsjahr von 37 % auf 32 %. Der Jahresüberschuss erhöhte

sich somit von 57,5 m€ auf 110,1 m€, daraus ergibt sich ein markanter

Zuwachs um 91%. Es sei hier angemerkt, dass gemäß der Rechnungslegungsvorschrift

IAS 1 – Presentation of Financial Statements

(revised 2003) der Jahresüberschuss nunmehr auch Anteile konzernfremder

Gesellschafter enthält. Die Vergleichszahl des Vorjahres

wurde entsprechend angepasst.

Somit erreichte der Gewinn pro Aktie (unverwässert) in der Berichtsperiode

10,3 € gegenüber 5,3 € im Vorjahr. Der Vorstand wird daher

in der Hauptversammlung am 10. Mai 2005 eine Erhöhung der

Dividende von 2,50 € pro Aktie um 76,0 % auf 4,40 € pro Aktie vorschlagen.

Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 41,8 % und

– gemessen am Kurs zum Ultimo 2004 – einer Dividenden-Rendite

von 4,7 %.


BÖHLER-UDDEHOLM

liefert an die

Flugzeugindustrie

nicht nur spezielle

Luftfahrtstähle,

sondern auch

Strukturteile und

Triebwerkscheiben

aus

Titanlegierungen

sowie

Nickel-Basis-

Legierungen.

h


19

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

SONST. UMLAUFVERMÖGEN 3,9 % 3,9 %

LIQUIDE MITTEL 4,9 %

3,1%

FORDERUNGEN 22,1%

21,6 %

VORRÄTE 35,0 %

ANLAGEVERMÖGEN 34,1%

2004 2003

BILANZSTRUKTUR

AKTIVA

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE.

Die Bilanzsumme stieg gegenüber

dem Vorjahr vor allem auf Grund der Akquisition

von Villares Metals S.A. um 18 % auf 1.863,9 m€.

Die Bilanzstruktur ist durch eine hohe Anlagenintensität

und langfristige Finanzverbindlichkeiten

geprägt. Das Anlagevermögen ist zu rund 109,9 %

(Vorjahr: 102,8 %) durch Eigenkapital finanziert.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital

ist gegenüber dem Vorjahr um 4,4 %-

Punkte gesunken, erhöhte sich jedoch real um

27,4 m€. Aus der Akquisition ergaben sich Zugänge

bei Sachanlagen und immateriellem Vermögen

von 45,9 m€. Für Ersatz-, Rationalisierungs-,

Erweiterungs- und Umweltschutzinvestitionen

wurden im Geschäftsjahr 2004 76,8 m€

aufgewendet. Die Investitionen in Sachanlagen

und immaterielles Vermögen unterschritten damit

die Abschreibungen um 10,3 m€ bzw. 13 %. Aus

der Fremdwährungsumrechnung ergab sich, vor

allem bei US-Dollar-Vermögen auf Grund der

schwachen US-Dollar-Notierung, insgesamt eine

Reduktion des Anlagevermögens um 1,5 m€.

Das Nettoumlaufvermögen, das sich aus Vorräten,

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und

sonstigen kurzfristigen Forderungen abzüglich

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,

erhaltenen Anzahlungen sowie sonstigen kurzfristigen

Verbindlichkeiten ergibt, erhöhte sich

gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres

um 108,0 m€ auf 807,2 m€ (Vorjahr: 699,2 m€),

wobei 45,8 m€ auf die Akquisition der Villares

Metals S.A. entfielen.

32,9 %

38,5 %

SONST. VERBINDLICHKEITEN 13,8 %

KREDITVERSCHULDUNG 27,8 %

RÜCKSTELLUNGEN 20,9 %

EIGENMITTEL 37,5 %

h

2004 2003

BILANZSTRUKTUR

PASSIVA

10,3 %

27,8 %

22,3 %

39,6 %

Die Vorräte sind in der Konzernbilanz mit 652,4 m€ (Vorjahr:

519,8 m€) ausgewiesen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist

mit 49,3 m€ auf die Akquisition von Villares Metals S.A. und

mit 83,3 m€ auf höhere Bestände sowie markant gestiegene

Rohstoff- (Schrott und Legierungen) und Energiekosten zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind akquisitionsbedingt

um 24,6 m€ angestiegen, 53,3 m€ sind auf die

hohen Umsätze am Jahresende sowie auf die durch die teilweise

Weitergabe der gestiegenen Rohstoffkosten an die Kunden bedingten

höheren Fakturenwerte zurückzuführen.

Die Liquidität bestehend aus Kassenbeständen und Bankguthaben

sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens erhöhte sich

um 40,9 m€ auf 90,5 m€ (Vorjahr: 49,6 m€).

Konzernbilanz

(Kurzfassung in m€)

2004 % 2003 %

Anlagevermögen 636,2 34,1 608,8 38,5

Vorräte

Forderungen und sonstige

652,4 35,0 519,8 32,9

Vermögensgegenstände 411,4 22,1 340,9 21,6

Liquide Mittel

Sonstiges Umlaufvermögen

90,5 4,9 49,6 3,1

und ARA 73,4 3,9 61,6 3,9

Bilanzsumme 1.863,9 100,0 1.580,7 100,0

Eigenmittel

(inklusive Fremdanteile) 699,4 37,5 626,1 39,6

Rückstellungen 388,9 20,9 352,4 22,3

Kreditverschuldung

Sonstige Verbindlichkeiten

518,0 27,8 439,5 27,8

und PRA 257,7 13,8 162,7 10,3

Bilanzsumme 1.863,9 100,0 1.580,7 100,0


20

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Von der aktiven latenten Steuerabgrenzung

von 60,2 m€ (Vorjahr: 51,6 m€) entfallen

36,4 m€ auf Unterschiede zwischen den Wertansätzen

in der Steuer- und IFRS-Bilanz und

23,8 m€ auf Konsolidierungsmaßnahmen.

Das Konzerneigenkapital inklusive Minderheitenanteil

erhöhte sich auf 699,4 m€ (Vorjahr:

626,1 m€). Der Erhöhung durch das Konzernergebnis

von 110,1 m€ stehen Dividendenzahlungen

von 26,4 m€, Umwidmungen

von eigenen Aktien in Höhe von 3,3 m€, Währungsumrechnungsdifferenzen

von 6,0 m€ sowie

sonstige neutrale Änderungen von 1,1 m€

gegenüber. Durch die akquisitionsbedingte

Erhöhung der Bilanzsumme ging die Eigenkapitalquote

von 39,6 % auf 37,5 % zurück.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 36,5 m€

auf 388,9 m€ und machten 20,9 % der Bilanzsumme

aus. Bereinigt um die Akquisition

von Villares Metals ergab sich eine Erhöhung

um 27,4 m€. Von den Rückstellungen entfallen

203,9 m€ auf Rückstellungen für Abfertigungen

und Pensionen. Neben der latenten

Steuerrückstellung von 49,7 m€ haben

22,9 m€ langfristigen Charakter.

Die Kreditverbindlichkeiten erhöhten sich um

17,9 % auf 518,0 m€. Von den Kreditverbindlichkeiten

haben 381,1 m€ oder 73,6 % (Vorjahr:

265,4 m€ oder 61%) langfristigen und

136,9 m€ oder 26,4 % (Vorjahr: 174,1 m€

oder 39 %) kurzfristigen Charakter. Durch

Umschichtung von Kurzfristfinanzierung wurde

der Anteil der Langfristfinanzierung um

h

12,6 %-Punkte erhöht und damit die Finanzstruktur maßgeblich verbessert.

Sowohl Investitionen, Akquisitionen und Dividendenzahlungen als

auch die Veränderung des Nettoumlaufvermögens haben die Nettokreditverschuldung

um 241,8 m€ erhöht, während der Cash-flow

aus dem Ergebnis diese um 202,4 m€ verringerte.

Das Gearing erreichte – trotz der Akquisition von Villares Metals –

59 % (Vorjahr: 61%) und lag damit signifikant unter dem für den

Konzern festgelegten Limit von 100 %.

Die Lieferverbindlichkeiten sind akquisitionsbedingt um 22,3 m€ auf

177,1 m€ angestiegen, 49,3 m€ sind auf die gestiegenen Einstandspreise

im Bereich der Vormaterialien sowie auf die Erhöhung des

Geschäftsvolumens zurückzuführen.

CASH-FLOW.

Die oben beschriebene Entwicklung der Vermögenslage

findet ihren Niederschlag in der Cash-flow Berechnung des Konzerns.

Zur Methodik ist festzuhalten, dass die Effekte aus Konsolidierungskreisveränderungen

als Nettogröße im Cash-flow aus der

Investitionstätigkeit ausgewiesen werden und somit aus der Entwicklung

der übrigen Einzelposten eliminiert wurden.

Nettokreditverschuldung (in m€) 2004 2003 Veränd.

Verzinsliche Verbindlichkeiten

mit einer RLZ > 1 Jahr

Verzinsliche Verbindlichkeiten

381,1 265,4 43,6 %

mit einer RLZ < 1 Jahr

Konzernfinanzierungs-

136,8 174,1 – 21,4 %

verbindlichkeiten 0,1 0,0 n.A.

Kreditverbindlichkeiten 518,0 439,5 17,9 %

Liquide Mittel 90,5 49,6 82,5 %

Konzernfinanzierungsforderungen 0,7 2,5 – 72,0 %

Nettokreditverschuldung 426,8 387,4 10,2 %


21

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Der Cash-flow aus dem Ergebnis in Höhe von 202,4 m€ (Vorjahr:

151,4 m€) zeigt ergebnisbedingt einen Anstieg von 33,7 %. Neben

dem Jahresüberschuss stellen die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen

(+ 2,5 %) – insbesondere Pensions- und Abfertigungsrückstellungen

– sowie der aktiven Steuerlatenzen (– 2,4 m€) maßgebliche

Einflussgrößen dar.

Die maßgeblichen Treiber in der Überleitung zum Cash-flow aus der

Betriebstätigkeit (149,5 m€; Vorjahr: 149,4 m€) stellen die oben beschriebenen

Komponenten des Nettoumlaufvermögens dar, wobei

insbesondere die Entwicklung der Vorräte (– 94,8 m€) sowie der

Kundenforderungen (– 58,4 m€) eine Belastung des Cash-flows darstellte.

Ein leicht gegenläufiger Effekt ergab sich aus dem Anstieg

der Lieferantenverbindlichkeiten (+ 47,2 m€).

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit (– 126,1 m€; Vorjahr:

– 106,7 m€) wird wesentlich von der Akquisition der Villares Metals

S.A. geprägt, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Nettomittelabfluss

von – 56,9 m€ führte. Die zweite wesentliche Bestimmungsgröße

in diesem Cash-flow-Segment stellen die Investitionen

des Konzerns in Sachanlagen (72,5 m€; Vorjahr: 78,0 m€) sowie

immaterielle Vermögensgegenstände (4,3 m€; Vorjahr: 24,0 m€)

dar. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ist die

deutliche Reduktion auf den Umstand zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr

2003 akquisitionsbedingte Firmenwerte (vor allem aus

dem Erwerb des 50 %-Anteils an der Böhler Thyssen Schweißtechnik-Gruppe)

in Höhe von 18,6 m€ enthalten waren, wohingegen aus

der Erstkonsolidierung der Villares Metals S.A. kein Goodwill entstand.

Im Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit (+ 18,3 m€; Vorjahr:

– 44,6 m€) zeigen sich zwei maßgebliche Faktoren. Zum einen ist

darin die Dividendenausschüttung der BÖHLER-UDDEHOLM AG für das

Geschäftsjahr 2003 in Höhe von 26,4 m€ enthalten, zum anderen

zeigt die Kreditverschuldung einen Anstieg von 39,4 m€, der im

Wesentlichen aus der Zuzählung der zweiten Tranche des von der

USD 30 %

AUD 3 %

SONSTIGE 11%

SEK 7 %

BRL 1%

EUR 48 %

KREDIT-

VERSCHULDUNG

NACH

WÄHRUNGEN

h

< 1 JAHR 26 %

1– 5 JAHRE 37 %

FRISTIGKEIT

DER FINANZ-

VERBINDLICH-

KEITEN

> 5 JAHRE 37 %

Europäischen Investitionsbank gewährten langfristigen Darlehens

sowie aus der Aufnahme eines – ebenfalls langfristigen – Investitionskredits

bei der Nordic Investment Bank resultiert. Beide

Transaktionen trugen zu einer weiteren Verbesserung der Fristigkeiten

in der Finanzierungsstruktur des Konzerns bei.

INVESTITIONEN, FORSCHUNG & ENTWICKLUNG.

Das Investitionsvolumen im BÖHLER-UDDEHOLM Konzern

erreichte im Berichtsjahr 79,1 m€ gegenüber 98,1 m€ im Vergleichsjahr.

Dabei wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

In der Division High Performance Metals konzentrierten sich die

Investitionen auf die Installierung neuer Wärmebehandlungsanlagen

in China, Indien, Argentinien, Ungarn sowie in der Türkei.

Weiters wurde das Vertriebsnetz in China von 10 auf 14 Standorte

ausgedehnt. Im Berichtsjahr wurde außerdem der Beschluss

gefasst, in eine weitere Elektro-Schlacke-Umschmelzanlage

am Standort Hagfors (Schweden) und in einen zusätzlichen

Vakuum-Lichtbogenofen am Standort Kapfenberg (Österreich)

zu investieren.

In der Division Welding Consumables fokussierten sich die Investitionen

am Standort Kapfenberg auf den Ausbau der Fertigungsanlage

für hochlegierte Fülldrähte, um damit die Kapazität zu

verdoppeln. Darüber hinaus wurde am Standort Hamm (Deutschland)

das Hochregallager modernisiert, um Logistik und Lagerhaltung

zu optimieren. Gleichzeitig wurde auch in eine neue Verpackungsstrecke

für die Schweißmaterialien investiert.

Die wichtigste Investition für die Division Precision Strip bildete

die Installierung einer 20-Rollen-Walzstraße zur Erzeugung von

sehr dünnen Spezialkaltbandstählen für Rasierklingen, Ventile

und Webeblätter. Diese Anlage in Munkfors (Schweden) wurde

planmäßig im Berichtsjahr in Betrieb genommen. Dadurch können

mehrere alte Anlagen ersetzt und die Rationalisierung am Standort

weiter forciert werden.


22

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Investitionen in der Division Special Forgings

konzentrierten sich auf Erneuerungsarbeiten

an der bestehenden Spindelpresse

am Standort Kapfenberg. Im Berichtsjahr wurde

aber auch der Beschluss zur Investition

in eine zweite, große Schmiedepresse gefasst.

Die neue Spindelpresse soll im Jahr 2007 in

Betrieb genommen werden, um das Produktionsvolumen

von Schmiedeteilen für die Flugzeugindustrie

deutlich zu erhöhen und die

Produktpalette wesentlich zu erweitern.

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung

in der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe lag im Berichtsjahr

bei 16,0 m€; das entspricht 0,8 %

des Gesamtumsatzes. Derzeit verfügen die

Gesellschaften des Konzerns über insgesamt

679 Patente und Patentanmeldungen. Das

entspricht fast einer Verdoppelung gegenüber

dem Status vor fünf Jahren. Einen

Schwerpunkt in der Forschungsarbeit bildete

die Entwicklung neuer Hochleistungsstähle.

Dabei ist es gelungen, gleich eine

Reihe neuer Produkte zur Marktreife zu bringen,

wie etwa den Kunststoffformenstahl

Stavax Supreme für die Plastikindustrie, den

verschleißfesten Stahl Weartec-SF für das

Kaltwalzen, den Schnellarbeitsstahl S290

MICROCLEAN für Zerspanungs-Werkzeuge

oder den Warmarbeitsstahl W360 für Umformwerkzeuge.

h

RISIKOMANAGEMENT.

BÖHLER-UDDEHOLM ist mit einer Anzahl von Risiken konfrontiert,

die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement

erforderlich machen. Nach Einschätzung des Vorstands der BÖHLER-

UDDEHOLM AG sind diese Risiken gut überschaubar und beherrschbar.

Die Bedeutung, die man dem Risikomanagement bei BÖHLER-

UDDEHOLM beimisst, wurde im Berichtsjahr durch die Bestellung

eines Konzern-Risikomanagers unterstrichen. Dabei ist das vorrangige

Ziel die Koordination der Umsetzung des Risikomanagements

in den einzelnen Gesellschaften des Konzerns.

Vom Konzern-Risikomanager werden die Berichte der Risikomanager

der einzelnen operativen Gesellschaften gesammelt und konsolidiert,

sodass auf Divisions- und Vorstandsebene ein klares Bild zur Einschätzung

der aktuellen Risikosituation gegeben ist. Die durchgängige

Abwicklung des gesamten Prozesses von der Risiko-/Chancenerfassung

und -evaluierung bis zur Festlegung adäquater Maßnahmen

und deren Einbindung in den Budgetprozess ist erstmals für

das Geschäftsjahr 2005 vorgesehen.

Das im Konzern implementierte Risikomanagement ist einerseits

auf jene Risiken fokussiert, die sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb

ergeben, andererseits werden risikobehaftete Einzeltransaktionen

einer gesonderten Prüfung unterzogen.

Die Fremdwährungsrisiken, die sich aus der weltweiten Ein- und

Verkaufstätigkeit ergeben, werden systematisch erfasst und unter

Einsatz geeigneter Sicherungsinstrumente eliminiert oder begrenzt.

Neben den Kursrisiken, die sich aus Forderungen und Verbindlichkeiten

im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen ergeben,

unterliegen auch Währungsrisiken bei anderen Bilanzpositionen

(wie etwa Fremdwährungskrediten) einer laufenden Kontrolle und

werden bei Bedarf abgesichert. In vergleichbarer Weise wird auch

bei Zinssatzänderungs- und Rohstoffpreisrisiken verfahren.


Rost-, hitze-

und

säurebeständige

Schweißzusätze

für höchste

Ansprüche

finden ihre

Anwendung

bei

Stahlkonstruktionen,

wie zum Beispiel

im

Brückenbau.

h


25 LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Maßnahmen, die nicht in den Rahmen der operativen

Tätigkeit fallen, die aber die weitere Entwicklung

der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe maßgeblich beeinflussen

können, werden einer gesonderten

Risikobetrachtung unterzogen. Zu solchen Transaktionen

zählen beispielsweise Akquisitionen und

größere Investitionen.

Von diesen finanziellen Risiken unterscheiden

sich die versicherbaren existenziellen Elementarund

Haftpflichtrisiken. Die Vermögenswerte der

einzelnen Unternehmen sind entweder lokal oder

im Rahmen einer Konzern-Polizze versichert.

Abgedeckt sind auch Schadensfälle, die in Folge

von Betriebsunterbrechungen nach Elementarschäden

auftreten können. Im Rahmen der Haftpflichtversicherung

sind neben der Unternehmenshaftpflicht

auch die Produkthaftpflicht sowie

Umweltrisiken versichert. Zusätzlich gibt es eine

konzernweite Transportversicherung.

Mittels Konzernrichtlinien wurden innerhalb der

BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe die Verantwortlichkeiten

für Maßnahmen zur Gefahrenprävention ebenso

wie der Abwicklungsverlauf bei Schadensfällen

festgelegt. In jedem Konzernunternehmen ist das

operative Management für die Durchführung des

lokalen Risikomanagements verantwortlich. Nach

Implementierung eines konzernweiten Risiko- und

Chancenmanagements, in das die bereits bestehenden

Risikomanagementsysteme einfließen,

wird die ganzheitliche Erfassung und Steuerung

der internen und externen konzernspezifischen

Risiken und Chancen möglich werden.

h

GESCHÄFTSRISIKEN.

Im Geschäftsjahr 2004 war BÖHLER-UDDEHOLM mit folgenden

Geschäftsrisiken konfrontiert:

AKQUISITIONEN.

BÖHLER-UDDEHOLM verfolgt eine Wachstumsstrategie und somit

sind auch künftig weitere Akquisitionen wahrscheinlich. Da

die Anzahl der potenziellen Übernahmeziele begrenzt ist, könnten

darunter auch Unternehmen sein, die wegen ihrer Größe oder ihrer

gegenwärtigen Struktur einen wesentlich höheren Integrationsaufwand

erfordern, als dies bei bisherigen Akquisitionen der Fall

war. Außerdem könnte sich im Falle einer Kreditfinanzierung das

Gearing der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe erheblich verschlechtern.

Auf Grund der Erfahrungen, die schon in der Vergangenheit mit

dem Erwerb und der Integration von Unternehmen gemacht

wurden, ist sich der Vorstand bewusst, dass der Erfolg von Akquisitionen

vom Einsatz ausreichender Managementkapazitäten

ebenso abhängt wie von der Verfügbarkeit der notwendigen finanziellen

Ressourcen. Nach Ansicht der Unternehmensführung sollte

die Nettokreditverschuldung jedoch auch bei Übernahmen nicht

den Betrag der Eigenmittel überschreiten (Gearing ≤ 100 %). Diese

Maßgabe wurde auch im Zusammenhang mit der erfolgreichen

Übernahme der Villares Metals S.A. in Brasilien eingehalten.

LÄNDERRISIKO BRASILIEN.

Mit der Akquisition der Villares Metals S.A. in Sumaré

(nahe Sao Paulo) ist das Investment des Konzerns in Brasilien

stark gestiegen. Ungeachtet der gegenwärtig positiven wirtschaftlichen

Situation muss angesichts der in der Vergangenheit aufgetretenen

wechselnden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen

in diesem Land auch künftig mit risikobehafteten

Entwicklungen gerechnet werden. Das Management ist sich bewusst,

dass ein erschwertes wirtschaftliches oder politisches

Umfeld die Ergebnisse dieser Gesellschaft spürbar beeinflussen

könnten. Um die Handlungsfähigkeit der Villares Metals S.A. auch

in Krisensituationen sicherzustellen, wird daher auf eine ausreichend

hohe Eigenkapitalausstattung dieser Gesellschaft geachtet.


26

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

WETTBEWERB.

Der Konzern steht in hartem Wettbewerb

mit Unternehmen, die zum Teil größer sind

und teilweise auch über größere finanzielle

Ressourcen als BÖHLER-UDDEHOLM verfügen.

Durch die stetige Verbesserung von Produkten,

Produktionsprozessen und Dienstleistungen

sowie durch die kontinuierliche Stärkung

des Vertriebsnetzes behauptet sich BÖHLER-

UDDEHOLM erfolgreich gegenüber den Mitbewerbern.

Der weltweite Vertrieb mit eigenen

Niederlassungen auf allen Kontinenten stellt

in diesem Zusammenhang einen wesentlichen

Wettbewerbsvorteil dar, dem nur wenige Konkurrenten

Gleichwertiges entgegenstellen

können.

SCHWACHE KONJUNKTUR IN DEUTSCHLAND UND

ANDEREN WESTEUROPÄISCHEN LÄNDERN.

Deutschland ist für BÖHLER-UDDEHOLM

der bedeutendste Absatzmarkt. Eine anhaltend

schwache Konjunktur in diesem Markt,

aber auch in anderen großen westeuropäischen

Märkten, kann auf längere Sicht die

Ertragschancen des Konzerns beeinträchtigen.

Allerdings geht das Management davon

aus, dass sich die Konzernunternehmen, so

wie in der Vergangenheit, auch in Zukunft erfolgreich

unter schwierigen Marktbedingungen

bewähren werden.

ZYKLISCHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

IN WICHTIGEN KUNDENSEGMENTEN.

BÖHLER-UDDEHOLM ist vorwiegend

in hochspezifischen Produktsegmenten der

Edelstahlbranche tätig und daher nicht im

gleichen Umfang wie andere Stahlerzeuger

zyklischen Absatz- und Preisentwicklungen

h

ausgesetzt. Dennoch wird ein beträchtlicher Teil des Umsatzes mit

Kunden erwirtschaftet, deren Geschäftsentwicklung selbst starken

konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist. Darunter fallen beispielsweise

die Automobilproduzenten, die Flugzeughersteller, die

Erzeuger von Konsumartikeln und der Anlagenbau für die Energieerzeugung.

Rückläufige Umsätze in diesen Abnehmerbranchen

können negative Auswirkungen auf die Absatzmöglichkeiten von

Produkten der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe haben.

ABHÄNGIGKEIT VON EINZELNEN KUNDEN.

Die Unternehmen der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe beliefern

mehr als 100.000 Kunden weltweit. Kein Abnehmer hat mehr als

zwei Prozent Anteil am Konzernumsatz. Der Ausfall eines einzelnen

Kunden beeinflusst daher die Umsatzentwicklung der gesamten

Unternehmensgruppe nicht wesentlich. Allerdings sind die Divisionen

Precision Strip und Special Forgings, die zusammen 12,9 % des

Konzernumsatzes generieren, mit einem Teil ihres Produktionsprogramms

auf einzelne Großkunden fokussiert. Da der Verlust

wichtiger Kunden die Umsatz- und Ergebnissituation dieser Divisionen

spürbar beeinträchtigen könnte, ist das Management besonders

bemüht, diese Kundenbeziehungen zu festigen und auch weiterhin

langfristig abzusichern.

FLUKTUATION VON ROHSTOFF- UND ENERGIEPREISEN.

Zur Erzeugung von Edelstählen wird neben Schrott eine

Reihe von Legierungsmetallen eingesetzt. Diese Rohstoffe unterliegen

starken Preisschwankungen. Im Berichtsjahr sind die Preise

für diese Materialien deutlich gestiegen, weitere Preissteigerungen

sind nicht auszuschließen. Vor allem in Europa können die Preisschwankungen

bei Legierungsmetallen teilweise über so genannte

„Legierungspreisanhänger“ an die Kunden weitergegeben werden.

Im Berichtsjahr konnte auch bei Kunden in den USA ein standardisierter

Legierungspreisanhänger erfolgreich eingeführt werden.

Der Preis für Nickel, der an der London Metals Exchange (LME) gehandelt

wird, ist bei BÖHLER-UDDEHOLM auch über Termin- und Optionsgeschäfte

gesichert. Dennoch können starke Preisausschläge bei

Legierungsmetallen Einfluss auf die Ergebnissituation der Unternehmensgruppe

haben.


27

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

UMSATZ

NACH

DIVISIONEN

WELDING

CONSUMABLES 15,1%

PRECISION STRIP 8,5 %

SPECIAL FORGINGS 4,4 %

HIGH PERFORMANCE METALS 72,0 %

EU 58 %

Generell beeinträchtigen die gegenwärtigen Preisentwicklungen bei

Energie und Rohstoffen die Ergebnissituation bei BÖHLER-UDDEHOLM,

weil diese Preiserhöhungen, bedingt durch den starken Wettbewerb,

nicht in vollem Umfang weitergegeben werden können.

Im Zuge der Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll

haben die österreichischen und schwedischen Regierungen dem

Konzern insgesamt rund 59.000 Tonnen CO2 Emissions-Zertifikate

pro Jahr zugeteilt. Damit hat BÖHLER-UDDEHOLM aus heutiger Sicht eine

gerade ausreichende Menge an Emissions-Zertifikaten zur Verfügung

und muss sich voraussichtlich nicht am Handel mit diesen Zertifikaten

beteiligen.

UMWELTRISIKEN.

Wie an allen Standorten von Stahlherstellern, die in der

Vergangenheit möglicherweise umweltrelevanten Einflüssen ausgesetzt

waren, gibt es auch bei BÖHLER-UDDEHOLM auf den Betriebsgeländen

in Kapfenberg (Österreich) und in Meerbusch (Deutschland)

Altlasten, die laufenden eigenen und behördlichen Beobachtungen

und Kontrollen unterliegen. Wie BÖHLER-UDDEHOLM von Umweltexperten

versichert wird, sind derzeit keine speziellen Maßnahmen bezüglich

kontaminierter Liegenschaften erforderlich. Dies kann allerdings

nicht generell für die Zukunft ausgeschlossen werden. Insbesondere

rechnet man bei BÖHLER-UDDEHOLM mit zusätzlichem Aufwand, wenn,

wie in Meerbusch geplant, bisher industriell genutztes Gelände

einer anderen Bestimmung zugeführt werden soll.

WECHSELKURSRISIKEN.

Die jährlichen Schwankungen der Wechselkurse können im

Rahmen des Fremdwährungsmanagements im Konzern gut abgefedert

werden. Die anhaltende Abwertung des US-Dollars, verbunden

mit dem Anstieg des Außenwertes des Euro, führt jedoch sukzessive

zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen

gegenüber Konkurrenten, die entweder in den USA oder in anderen

Ländern, deren Volkswirtschaften eng mit der US-Währung verbunden

sind, produzieren. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten,

UMSATZ

NACH

REGIONEN

AMERIKA 21%

ASIEN 13 %

ÜBRIGES EUROPA 4 %

AUSTRALIEN 3 %

AFRIKA 1%

h

AUTOMOBIL 32 %

KONSUMGÜTER 24%

SONSTIGE 5 %

PETROCHEMIE 5 %

UMSATZ

NACH

BRANCHEN

ELEKTRONIK 6%

FLUGZEUG 7 %

KRAFTWERKSBAU 10 %

MASCHINENBAU 11%

werden seitens des Managements routinemäßig Kurssicherungsinstrumente

eingesetzt. Da fast alle benötigten Legierungen jedoch

in US-Dollar abgerechnet werden, kann somit das US-Dollar-

Exposure zu einem erheblichen Teil reduziert werden. Finanzrisiken

werden im Konzernanhang auf Seite 82 im Detail behandelt.

AUSBLICK.

Das sehr gute Geschäftsjahr 2004 war geprägt von einem

insgesamt freundlichen Konjunkturklima, erfolgreichen Akquisitionsmaßnahmen,

einem sparsamen Vorgehen auf der Kostenseite

und der Möglichkeit, die Preiserhöhungen bei den Vormaterialien

überwiegend in den Markt weitergeben zu können. BÖHLER-UDDEHOLM

wird alles daran setzen, um diesen eingeschlagenen Kurs auch im

Geschäftsjahr 2005 fortzuführen.

Das Management geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2005

ein weiterhin positives Wirtschaftsumfeld für den BÖHLER-UDDEHOLM

Konzern zu erwarten ist. In Lateinamerika sollte der Konjunkturaufschwung

weiter an Dynamik gewinnen, in Nordamerika, Asien

und Europa ist von einer Konsolidierung auf ansprechendem

Niveau auszugehen. Auch wichtige Abnehmerbranchen, wie etwa

die Automobilindustrie, die Flugzeughersteller und die Energiewirtschaft

sollten eine zufrieden stellende Nachfrage für Edelstahl

und Edelstahlprodukte generieren.

Dieser insgesamt positiven Erwartungshaltung stehen allerdings

einige Risikofaktoren gegenüber, die vom Management sehr

genau beobachtet werden. Generell rechnet BÖHLER-UDDEHOLM mit

höheren Kosten in den Bereichen Personal, Energie und Transport.

Weiters ist davon auszugehen, dass sich auch die Kosten

für Legierungen und Schrott unverändert auf hohem Niveau

bewegen werden. Obwohl das Währungsrisiko beim US-Dollar

gegenüber dem Euro, der Schwedischen Krone und dem Brasilianischen

Real im Wesentlichen abgesichert ist, kann ein Anhalten

der derzeitigen Wechselkursrelationen den Geschäftsverlauf beeinträchtigen.


28

LAGEBERICHT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Um diese Nachteile auszugleichen und um

die Profitabilität der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe

nachhaltig abzusichern, werden im Geschäftsjahr

2005 folgende Maßnahmen gesetzt:

Forcierter Ausbau des Vertriebsnetzes

in Asien.

Kapazitätsausweitungen zur Erzeugung

hochqualitativer Spezialstähle durch Investitionen

in eine weitere Elektro-Schlacke-

Umschmelzanlage und einen zusätzlichen

Vakuum-Lichtbogenofen.

Verstärkter Fokus auf Serviceleistungen

wie etwa Wärmebehandlung vor allem in

den Wachstumsmärkten Südostasiens und

Osteuropas.

Strategische Investition in eine

zweite, große Schmiedepresse am Standort

Kapfenberg.

Standortkonzentration und Walzwerk-

Investition bei Villares Metals (Brasilien).

Permanente Maßnahmen zur Kostensenkung

in allen Divisionen.

Anpassung des Netto-Umlaufvermögens

(insbesondere bei den Vorräten) an veränderte

Marktgegebenheiten.

h

Dieses Maßnahmenbündel sollte in Verbindung mit einem günstigen

Konjunkturklima und einer soliden Nachfrage der wichtigen Abnehmerindustrien

zu einem Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis im

Geschäftsjahr 2005 führen. Eine gute Basis dafür bilden die hohen

Auftragseingänge und die Zunahme des Auftragsstands im BÖHLER-

UDDEHOLM Konzern am Jahresende 2004. Zusätzlich will das Unternehmen

auch durch weitere Akquisitionsmaßnahmen den profitablen

Wachstumskurs unterstützen.

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

ANZAHL DER BESCHÄFTIGTEN PER 31. DEZEMBER

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

9.092

2000 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

9.071

2001 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

9.298

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

9.296

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

10.053

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 11.800

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

WERTSCHÖPFUNG JE BESCHÄFTIGTEM IN K€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1999 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

81,5

2000 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

93,3

2001 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 92,9

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

90,2

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

89,4

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 94,7

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||


BÖHLER-UDDEHOLM

ist

weltweit

der größte

Produzent

von

Werkzeugstahl.

Die

bedeutendsten

Abnehmer von

Werkzeugstahl

sind die

Automobilzulieferindustrie

und die

Automobilhersteller.

h


31

DIVISION HIGH PERFORMANCE METALS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

UMSATZ IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.044,3

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.005,4

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 1.392,6

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

EBIT IN M€

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

75,4

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

77,4

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 154,1

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

MITARBEITER/INNEN

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

6.828

2003 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

6.908

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 8.692

||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

PRODUKTE, MÄRKTE UND KUNDEN.

Die Division High Performance Metals ist

mit einem Anteil von 72,0 % am Gesamtumsatz

der größte Kerngeschäftsbereich innerhalb des

BÖHLER-UDDEHOLM Konzerns. Die Edelstähle und

Speziallegierungen wie etwa Nickel-Basis-Werkstoffe

werden in sechs Gesellschaften produziert:

Böhler Edelstahl GmbH in Kapfenberg (Österreich),

Uddeholm Tooling AB in Hagfors (Schweden),

Villares Metals S.A. in Sumaré (Brasilien),

Böhler Bleche GmbH in Mürzzuschlag (Österreich),

Böhler Ybbstal Profil GmbH in Bruckbach (Österreich)

sowie Böhler-Uddeholm Specialty Metals,

Inc. in South Boston (USA). Darüber hinaus verfügt

die Division über Härtereikapazitäten in vielen

Ländern.

h

Der bedeutendste Bereich innerhalb dieser Division ist die Erzeugung

von Werkzeugstahl (Kalt- und Warmarbeitsstähle sowie

Kunststoffformenstähle), wobei die BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe wertmäßig

mit etwa 30 % Marktanteil der Weltmarktführer ist. Den

zweiten großen Bereich bildet Schnellarbeitsstahl, bei dem der

BÖHLER-UDDEHOLM Konzern mit rund 23 % Marktanteil weltweit die

Nummer-2-Position hält. Weitere wichtige Produkte dieser Division

sind Spezialstähle und Nickel-Basis-Legierungen sowie hochlegierte

Bleche, Drähte und Profile.

Die wichtigsten Abnehmer der Division High Performance Metals

sind in Europa, Amerika und Asien die Automobil- und Automobilzulieferindustrie,

die Werkzeug- und Werkzeugmaschinen-

Hersteller, die Energiewirtschaft, die Luft- und Raumfahrt, die

Konsumgüter- und Elektronikindustrie sowie die Medizintechnik.

Ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil für BÖHLER-UDDEHOLM ist das

konzerneigene, weltumspannende Vertriebsnetz. Nur dadurch ist

es möglich, schnell und flexibel auf die Kundenwünsche vor Ort

zu reagieren und den Abnehmern nicht nur Stahl und Werkstoffe,

sondern auch Serviceleistungen und technisches Know-how zur

Verfügung zu stellen.

AKQUISITION VON VILLARES METALS.

Im März 2004 finalisierte BÖHLER-UDDEHOLM die Übernahme

der brasilianischen Villares Metals S.A. von Aços Villares S.A.

Villares Metals ist in Südamerika Marktführer in den Segmenten

Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und Ventilstahl. Durch die

Übernahme verstärkte sich BÖHLER-UDDEHOLM in einem attraktiven

Wachstumsmarkt substanziell und kann die Aktivitäten in der Division

High Performance Metals optimal ergänzen. Die Integration

von Villares Metals verlief im Berichtsjahr zügig und problemlos.

DER GESCHÄFTSVERLAUF 2004.

Die Division verzeichnete im Geschäftsjahr 2004 eine

außergewöhnlich hohe Nachfrage aus den europäischen Märkten.

Etwas überraschend war dabei vor allem die starke Nachfrage aus

Deutschland. Gut entwickelten sich auch die asiatischen Märkte,


32

DIVISION HIGH PERFORMANCE METALS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

vor allem China, Japan, Malaysia und Thailand.

Nach mehreren Jahren der Stagnation

erholte sich im Berichtsjahr der Manufacturing

Sektor in den USA und in Südamerika

verstärkte sich der Bedarf an Edelstahl und

Edelstahlprodukten vorrangig in Brasilien sowie

in Argentinien. Auch die Märkte in Australien

und Südafrika zeigten eine etwas bessere

Tendenz als im Vergleichsjahr.

Analysiert man die wichtigsten Abnehmerbranchen

der Division, so ist festzustellen,

dass vor allem die Automobilindustrie eine

unverändert solide Nachfrage generiert und

etwa 41% des Divisionsumsatzes ausmacht.

Als wesentlicher Geschäftstreiber ist primär

die innovative Modellpolitik der europäischen

Autohersteller hervorzuheben. Die Konsumgüterindustrie

als zweitwichtigster Abnehmer

der Division profitierte von der gestiegenen

Nachfrage in Asien, Osteuropa und Südamerika.

Aber auch die Flugzeughersteller sowie

die Chemie- und Ölfeldindustrie hatten im

Berichtsjahr mehr Bedarf an speziellen Edelstählen.

Einen markanten Aufschwung verzeichnete

schließlich der Energiesektor durch

den zunehmenden Strom- und Nachrüstbedarf

in den Wachstumsmärkten.

h

In den einzelnen Produktsegmenten der Division war bei Werkzeugstahl

ein deutlicher Trend zu umgeschmolzenen Güten (Elektro-

Schlacke-Umschmelzung) erkennbar. Der Bedarf von Zerspanungswerkzeugen

für schwer bearbeitbares Material erhöhte den Absatz

von pulvermetallurgisch hergestellten Schnellarbeitsstählen. Bei

Spezialstählen und Nickel-Basis-Legierungen verlangte der Markt

in steigendem Maße vakuumerschmolzene und vakuumumgeschmolzene

Stahlqualitäten.

Insgesamt schloss die Division High Performance Metals auf Grund

der günstigen Konjunktur, der Akquisition von Villares Metals und

der Anstrengungen sowohl im Vertrieb als auch bei den Kosteneinsparungen

das Berichtsjahr mit Rekordwerten bei Umsatz, Ergebnis

und Auftragseingang ab.

DIE INVESTITIONEN.

Entscheidend für den Erfolg der Division ist der stetige

Ausbau von Zusatzleistungen für die Kunden wie etwa im Bereich

der Wärmebehandlung. Deshalb konzentrierten sich die Investitionen

auf die Installierung neuer Wärmebehandlungsanlagen in China,

Indien, Argentinien, Ungarn sowie in der Türkei. Einen weiteren

Schwerpunkt bildete der Ausbau des Vertriebsnetzes in China, das

im Berichtsjahr auf 14 Standorte ausgedehnt wurde. Viele dieser

Standorte verfügen nicht nur über ein Lager, sondern auch über

Einrichtungen zur Wärmebehandlung und zur Anarbeitung. Noch im

Geschäftsjahr 2004 wurde der Beschluss gefasst, in eine weitere

Elektro-Schlacke-Umschmelzanlage am Standort Hagfors und in

einen zusätzlichen Vakuum-Lichtbogenofen am Standort Kapfenberg

zu investieren. Damit reagiert das Management auf die wachsende

Nachfrage nach hochwertigen, umgeschmolzenen Stahlgüten.


33

DIVISION HIGH PERFORMANCE METALS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.

Die Forschungsarbeit konzentrierte sich im Berichtsjahr auf

die Entwicklung neuer Hochleistungsstähle. Dabei ist es gelungen,

gleich eine Reihe neuer Produkte zur Marktreife zu bringen, wie etwa

den Kunststoffformenstahl Stavax Supreme für die Plastikindustrie,

den verschleißfesten Stahl Weartec-SF für das Kaltwalzen, den

Schnellarbeitsstahl S290 MICROCLEAN für Zerspanungs-Werkzeuge

oder den Warmarbeitsstahl W360 für Umformwerkzeuge. Im Mittelpunkt

der Forschung standen aber auch Simulationsprojekte, die es

ermöglichen, das Eigenschaftsprofil neuer Stahlsorten bereits vor

der Pilotfertigung sehr genau einzuschätzen. Damit werden in der

Produktentwicklung Kosten gespart, bessere Ergebnisse erzielt und

schnellere Resultate erreicht.

Segment-Kennzahlen (in m€) 2004 2003 2002

Umsatzerlöse 1.392,6 1.005,4 1.044,3

davon Innenumsätze 11,5 13,5 17,5

Außenumsätze 1.381,1 991,9 1.026,8

Betriebserfolg (EBIT) 154,1 77,4 75,4

Operatives Vermögen 1.273,8 1.043,8 1.024,2

Operative Verbindlichkeiten 247,7 160,4 158,2

Investitionen 60,3 59,4 77,7

Abschreibungen

Sonstige unbare

59,6 54,8 62,4

Erträge/Aufwendungen – 3,3 5,4 1,1

MitarbeiterInnen 8.692 6.908 6.828

h


34

DIVISION WELDING CONSUMABLES

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

UMSATZ |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

131,8

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

255,7

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 291,6

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

EBIT IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

10,7

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

15,4

2004 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 20,9

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

MITARBEITER/INNEN

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

784

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.518

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.507

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

PRODUKTE, MÄRKTE UND KUNDEN.

Schweißen ist ein notwendiger Vorgang,

um Metalle miteinander zu verbinden. Es gibt

dazu kaum Alternativen im industriellen Einsatz,

insbesondere wenn hohe Anforderungen

an die Sicherheit gestellt werden (Kraftwerksbau,

Maschinenbau, Schiffsbau, Automobil).

Deshalb versteht sich die Division

Welding Consumables als Universalanbieter

von Schweißzusätzen wie umhüllte Elektroden,

Massiv- und Fülldrähte für die elektrische

Lichtbogenschweißung, Schweißstäbe

für die Autogenschweißung, Schweißzusätze

für das Reparaturschweißen und von Lötwerkstoffen.

h

Die Produkte der Welding Consumables Gruppe werden in Österreich,

Deutschland, Belgien, Italien, Türkei, Brasilien und Mexiko

erzeugt. Die Division verfügt zusätzlich über ein Netzwerk eigener

Vertriebsgesellschaften, die den Verkauf der Schweißzusatzwerkstoffe

weltweit abwickeln. Mit einem Anteil von 15,1% am Gesamtumsatz

ist Welding Consumables die zweitgrößte Division des

BÖHLER-UDDEHOLM Konzerns.

Etwa zwei Drittel des Divisionsumsatzes werden mit mittel- und

hochlegierten Schweißzusätzen erzielt. Die Gruppe ist insbesondere

bei rost-, säure- und hitzebeständigen Güten Marktführer

in mehreren westeuropäischen und südamerikanischen Märkten.

Die wichtigsten Einsatzgebiete für diese Produkte sind: Petrochemie,

Chemie, Kraftwerks- und Anlagenbau, Offshore (Erdöl-

und Erdgasförderung), Maschinenbau für die Zuckerverarbeitung,

Hersteller von Liquid Natural Gas (LNG) Tanks, Automobil- und

Schiffsbau, Pipelinebau, Lebensmittelindustrie sowie Stahl- und

Apparatebau.

DER GESCHÄFTSVERLAUF 2004.

Die Division verzeichnete im Geschäftsjahr 2004 einen

deutlichen Nachfrageschub in allen wesentlichen Märkten. Besonders

ausgeprägt war der Bedarf für Schweißmaterialien in Deutschland,

hier werden etwa 30 % des gesamten Divisionsumsatzes

erzielt, aber auch in Osteuropa, Brasilien, Südkorea und China.

Im Berichtsjahr verfügte die Division in China noch über keine

eigene Vertriebsgesellschaft. Es wurden jedoch bereits die Weichen

gestellt, um ab dem Jahr 2005 auch in diesem wichtigen Wachstumsmarkt

mit einer eigenen Vertriebsniederlassung präsent zu sein. In

den USA wurde der Geschäftsverlauf durch die ungünstige Euro/

US-Dollar-Relation etwas gebremst. Erfreuliche Zuwachsraten konnten

hingegen in den neuen EU-Beitrittsländern verbucht werden.

Eine Vielzahl von Abnehmerbranchen zeigte im Berichtsjahr eine

über den Erwartungen liegende Nachfrage. Besonders zu erwähnen

sind die Sektoren Kraftwerksbau, Petrochemie, Chemie, Offshore,

Stahlwerksbau sowie der Maschinenbau für die Zuckerindustrie.


In der Division

Welding Consumables

ist

BÖHLER-UDDEHOLM

insbesondere auf

mittel- und

hochlegierte

Schweißzusatzstoffe

spezialisiert,

die etwa

im

Schiffsbau

eingesetzt

werden.

h


37

DIVISION WELDING CONSUMABLES

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Vermehrte Nachfrage für Schweißwerkstoffe konnte auch bei der

Herstellung von Flüssiggastanks (LNG) generiert werden. Diese

Tanks werden zum Transport von Erdgas in flüssiger Form verwendet

und stellen hohe Ansprüche an die Qualität der Schweißzusätze.

Die Division fokussierte sich zusätzlich auf den Bereich Offshore,

weil davon auszugehen ist, dass durch die vermehrte Errichtung

von Bohrinseln hochqualitative Schweißelektroden zunehmend nachgefragt

werden.

Insgesamt wuchs die Division Welding Consumables bei Umsatz,

Ergebnis sowie Auftragseingang und verzeichnete somit das bislang

stärkste Geschäftsjahr. Über alle Produktsegmente hinweg konnten

Mengen- und Preissteigerungen erreicht und der Produktmix vor

allem im mittel- und hochlegierten Bereich verbessert werden. Auch

in der Profitabilität hat sich die Division gegenüber den vergangenen

Jahren signifikant verbessert.

DIE INVESTITIONEN.

Am Standort Kapfenberg (Österreich) konzentrierten sich

die Investitionen auf den Ausbau der Fertigungsanlage für hochlegierte

Fülldrähte, um damit die Kapazität zu verdoppeln. Diese

finden vor allem im Kraftwerksbau und in der Petrochemie Verwendung

und reduzieren für die Anwender die Dauer des Schweißvorgangs

erheblich. Schwerpunkt der Investitionen am Standort Hamm

(Deutschland) bildete die Modernisierung des Hochregallagers, um

Logistik und Lagerhaltung zu optimieren. Gleichzeitig wurde auch

in eine neue Verpackungsstrecke für die Schweißmaterialien investiert.

In den übrigen Gesellschaften der Division wurden hauptsächlich

Ersatzinvestitionen vorgenommen.

h

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.

Einen Fokus in der Forschungsarbeit der Division bildete

die Entwicklung hochlegierter Fülldrähte und Stabelektroden

(siehe dazu Seite 50). Aber auch unlegierte Fülldrähte wurden

neu in das Produktionsprogramm aufgenommen und bereits am

Markt präsentiert. Mit diesem Produkt wird vor allem dem wachsenden

Stellenwert des Pipelinebaus in China Rechnung getragen.

Weiters wurden die Forschungen bei speziellen Drahtelektroden

intensiviert, die beim Schweißen von Brennkammern in Müllverbrennungsanlagen

zum Einsatz kommen. Schließlich konzentrierten

sich die Forschungsaktivitäten auch auf hochfeste Werkstoffe,

die zum Schweißen im Automobilbau (Katalysator, tragende Bauteile)

sowie im Kranbau verwendet werden.

Segment-Kennzahlen (in m€) 2004 2003 2002

Umsatzerlöse 291,6 255,7 131,8

davon Innenumsätze 11,8 10,4 3,7

Außenumsätze 279,8 245,3 128,1

Betriebserfolg (EBIT) 20,9 15,4 10,7

Operatives Vermögen 187,3 187,6 91,4

Operative Verbindlichkeiten 44,1 32,6 16,1

Investitionen 5,6 23,6 4,1

Abschreibungen

Sonstige unbare

12,2 9,7 5,0

Erträge/Aufwendungen – 2,5 4,1 0,9

MitarbeiterInnen 1.507 1.518 784


38

DIVISION PRECISION STRIP

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

UMSATZ |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

164,6

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

158,5

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

163,6

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

EBIT IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

34,7

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

35,0

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

32,2

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

MITARBEITER/INNEN

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.038

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.038

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1.002

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

PRODUKTE, MÄRKTE UND KUNDEN.

Die Division Precision Strip

fertigt ihre hochspezialisierten Nischenprodukte

an drei Standorten: in Österreich bei

Böhler-Uddeholm Precision Strip GmbH &

Co KG und bei Martin Miller GmbH sowie bei

Böhler-Uddeholm Precision Strip AB in

Schweden. Das Produktionsprogramm umfasst

drei wesentliche Anwendungsbereiche:

Bandstähle zur Erzeugung von Sägen

zum Schneiden von Holz, Stein, Kunststoffen,

Metallen und Nahrungsmitteln;

h

Bandstähle (Stanzmesserstahl, Schneid- und Rilllinien)

zum Stanzen von Pappe, Papier, Kunststoff, Leder und Textilien;

Sehr dünne Spezialkaltbandstähle für Ventile, Rasierklingen,

Skalpelle, Nadeln, Webblätter, Abstreifklingen für Druckereibetriebe

und die Papiererzeugung;

BÖHLER-UDDEHOLM ist in den meisten dieser Segmente Weltmarktführer

oder größter Anbieter am jeweiligen Kontinent. Die wichtigsten

Exportmärkte für diese Nischenprodukte sind die EU-Länder (etwa

60 %), aber auch Amerika sowie die asiatische Region. In den

meisten Ländern werden die Kunden durch die konzerneigenen Vertriebsgesellschaften

versorgt. In vielen Märkten sind jedoch lokale

Handelspartner, die exklusiv die Bandprodukte vertreiben, der

optimale Absatzkanal. Die Stärke von BÖHLER-UDDEHOLM ist in jedem

Fall die individuelle Betreuung und Unterstützung der Abnehmer

vor Ort durch anwenderorientierte Beratung.

DER GESCHÄFTSVERLAUF 2004.

Zu Beginn des Berichtsjahres entwickelte sich das Geschäft

der Division eher verhalten und gewann erst in der zweiten Jahreshälfte

zunehmend an Dynamik. Gegen Jahresende verzeichnete die

Division aber wieder eine gute Nachfrage aus allen Kernmärkten

und in allen Produktsegmenten. Besonders erfreulich verlief das

Jahr im Bereich Sägebandstahl (Bauindustrie, Maschinenindustrie),

während das Segment Stanzmesserstahl (Leder- und Textilindustrie)

durch die Abwanderung vieler Endkunden in den asiatischen Raum

beeinträchtigt wurde.

Somit konnte die Division den Umsatz insgesamt auf dem Niveau

des Vorjahres halten, der Auftragseingang wurde gegenüber dem

Vergleichsjahr verbessert. Das Ergebnis der Division schwächte

sich gegenüber dem Vorjahr etwas ab. Vor allem die ungünstige

Währungsrelation zwischen dem Euro und dem US-Dollar belastete

das Ergebnis. Die Division wickelt etwa ein Drittel ihres Geschäfts

im US-Dollar-Raum sowie in Märkten, deren Währung eng an den


39

DIVISION PRECISION STRIP

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

US-Dollar gekoppelt ist, ab. Auch die Vormaterialkosten sind in der

Berichtsperiode signifikant gestiegen. Diese Preiserhöhungen mussten

an die Kunden – mit einiger Verzögerung – weitergegeben werden,

um die Ertragskraft der Division langfristig abzusichern.

Durch entsprechende Produktivitätssteigerungen und Rationalisierungen

im Produktionsablauf ist es der Division jedoch gelungen,

die Profitabilität auf hohem Niveau zu halten. Dadurch wurde auch

sichergestellt, dass die Unternehmen der Division verstärkt in Forschung

und Entwicklung investieren können, um die Qualitätsstandards

der Produkte im Sinne der Kunden weiter zu verbessern.

Anzumerken ist, dass die bislang als reine Vertriebsgesellschaft geführte

Niederlassung in Brunswick (Ohio, USA) im Berichtsjahr auch

für die Produktion von Rill- und Schneidlinien vorbereitet wurde. Ziel

dieser Maßnahme ist es, den US-Markt schneller und besser mit

diesen Produkten beliefern zu können.

DIE INVESTITIONEN.

Zur Erzeugung von sehr dünnen Spezialkaltbandstählen

wurde in eine 20-Rollen-Walzstraße sowie Glüh- und Härtereianlagen

investiert. Diese Anlagen am Standort Munkfors wurden

planmäßig im Berichtsjahr in Betrieb genommen, das Investitionsvolumen

belief sich auf rund 15 m€. Mit dieser neuen Linie können

mehrere alte Anlagen ersetzt und die Rationalisierung am Standort

weiter vorangetrieben werden. Die Produktion der ersten Bänder

(für Rasierklingen, Ventile, Webblätter etc.) verlief erfolgreich und wird

die Wettbewerbsfähigkeit der Division in diesem Segment nachhaltig

stärken.

An den beiden österreichischen Standorten wurde im Wesentlichen

in Rationalisierungen und Maschinen investiert. Dabei kam modernste

Elektronik für die Betriebssteuerung zum Einsatz, um die Qualitätskontrolle

zu optimieren. Den Unternehmen ist es dadurch gelungen,

die Anzahl der Kundenreklamationen praktisch auf Null zu

reduzieren.

h

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.

In den Segmenten Spezialkaltbandstahl (Webblätter,

Coater Blades) und Sägebandstahl (Holz, Stein, Metall) wurden

sämtliche neue Produktentwicklungen patentrechtlich abgesichert.

Generell zielt die Forschungsarbeit der Division primär

auf höheren Kundennutzen ab, wie etwa weniger Schneidabfall

in der Sägenproduktion oder höhere Standzeiten bei den Coater

Blades.

Schon vor zwei Jahren hat die Division einen speziellen Forschungspreis

dotiert, der alljährlich zur Ausschreibung gelangt.

Dadurch wird die Kooperation mit Universitäten forciert und

jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit zur Forschung in relevanten

Themenfeldern der Division gegeben. Zum Abschluss

sei hier noch angemerkt, dass einer der ersten Gewinner dieses

Preises heute die F&E-Abteilung am Standort Munkfors leitet.

Segment-Kennzahlen (in m€) 2004 2003 2002

Umsatzerlöse 163,6 158,5 164,6

davon Innenumsätze 0,0 0,0 0,0

Außenumsätze 163,6 158,5 164,6

Betriebserfolg (EBIT) 32,2 35,0 34,7

Operatives Vermögen 125,3 119,7 121,8

Operative Verbindlichkeiten 28,2 24,9 33,2

Investitionen 6,0 10,6 4,1

Abschreibungen

Sonstige unbare

6,8 7,2 9,5

Erträge/Aufwendungen 0,6 0,6 0,1

MitarbeiterInnen 1.002 1.038 1.038


40

DIVISION SPECIAL FORGINGS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

UMSATZ IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

96,4

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

79,8

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

87,2

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

EBIT IN M€

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| 10,5

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

1,7

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

3,8

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

MITARBEITER/INNEN

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

2002 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

390

2003 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

355

2004 |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

348

|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

PRODUKTE, MÄRKTE UND KUNDEN.

Die Produkte dieser Division werden

bei der Böhler Schmiedetechnik GmbH

& Co KG am Standort Kapfenberg erzeugt.

Als bedeutendster Markt ist der Flugzeugund

Triebwerksbau anzuführen, der mit einem

Anteil von rund 60 % zum Gesamtumsatz

der Division beiträgt. Den zweitgrößten Umsatzanteil

mit über 20 % bildet der Bereich

Dampf- und Gasturbinenbau, ein weiterer Absatzmarkt

liegt in ausgewählten Nischen des

Maschinen- und Anlagenbaus. Der Vertrieb

erfolgt weltweit, wobei etwas mehr als die

Hälfte des Divisionsumsatzes in Europa erzielt

wird, aber auch Nordamerika und Asien

zählen zu den wichtigen Absatzmärkten.

h

Die Kernaggregate in der Produktion sind die weltweit größte

Spindelpresse mit einer maximalen Presskraft von 31.500 Tonnen

mit vorgeschalteter Vorformstraße und Gesenkschmiedehämmer

mit 80 bis 350 Kilojoule Schlagenergie sowie mehrere Freiformhämmer.

Auf diesen Schmiedeanlagen werden die technologisch

anspruchsvollen Erzeugnisse in kleinen Seriengrößen und unter

Einhaltung eines umfangreichen Systems zur Qualitätssicherung –

wie etwa nach ISO 9001 und nach spezifischen Qualitätsanforderungen

der Kunden – gefertigt.

DER GESCHÄFTSVERLAUF 2004.

Nach dem sehr schwierigen Jahr 2003 konnte sich die

Division im Berichtsjahr wieder deutlich verbessern. Dafür war

primär die Konjunkturerholung in der Flugzeugindustrie verantwortlich.

Da die Hersteller von Flugzeugen im Geschäftsjahr 2005 ihre

Bauraten erhöhen werden, konnten bereits im Berichtsjahr positive

Auswirkungen auf das Geschäft der Division verzeichnet werden.

Auch bei den Spezialschmiedestücken, wie etwa den Schiffsdieselventilen,

war ein deutliches Anziehen der Nachfrage bemerkbar.

Lediglich der Absatz von Turbinenschaufeln blieb unter dem Niveau

des Vergleichsjahres. Insgesamt konnte die Division jedoch bei

Umsatz und Auftragseingang kräftig wachsen. Das Ergebnis zeigte

durch das höhere Geschäftsvolumen und durch zügig umgesetzte

Kostensparmaßnahmen eine signifikante Steigerung gegenüber

dem Vorjahr.

LUFTFAHRT.

Die größten Kunden der Division in diesem Segment

sind die Flugzeughersteller Boeing, Airbus (EADS), Bombardier,

Embraer und deren Komponentenzulieferer sowie die Triebwerkshersteller

General Electric, Volvo Aero, Snecma, MTU und Rolls-

Royce. Diese werden von BÖHLER-UDDEHOLM mit Strukturteilen und

Triebwerksscheiben aus Titanlegierungen, Nickel-Basis-Legierungen

und Luftfahrtstählen beliefert. So startete die Division im Berichtsjahr

etwa die Serienlieferung von 67 unterschiedlichen Schmiedeteilen

für den neuen Airbus A380. Weiters ist es im Zuge der

Konjunkturerholung gelungen, die Kundenbasis bei den Herstellern

von Flugzeugkomponenten insgesamt zu verbreitern. Dies

gilt insbesondere für das Segment der Triebwerksscheiben, das

im Geschäftsjahr 2004 substanzielle Wachstumsraten aufwies.


Die Division

Special Forgings

erzeugt

Spezialschmiedestücke

aus

hochlegierten

Stählen,

die

spezifische

Anforderungen

an die Sicherheit

erfüllen müssen,

wie etwa

im

Seilbahnbau.

h


43 h

DIVISION SPECIAL FORGINGS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

TURBINENBAU.

Die Hauptprodukte in diesem Segment sind präzisionsgeschmiedete

Turbinenschaufeln für Dampfturbinen und für stationäre

Gasturbinen. Die wichtigsten Kunden in diesem Bereich sind Siemens,

Alstom, General Electric, Toshiba und Ansaldo. Trotz einer leichten

Belebung dieses Marktes im zweiten Halbjahr 2004 blieb der Umsatz

in diesem Segment hinter dem Vorjahr zurück. Allerdings ist

anzumerken, dass die Nachfrage im Verlaufe des Berichtsjahres

deutlich gestiegen ist. Dies resultierte aus dem höheren Bedarf in

Märkten wie China und Osteuropa. Gerade diese Wachstumsregionen

verzeichneten einen enormen Energiebedarf und investieren

daher verstärkt in den Kraftwerks- und Turbinenbau.

SONSTIGE SPEZIALSCHMIEDESTÜCKE.

Die wichtigsten Produkte in diesem Segment sind

Schiffsdieselventile, Seilbahnklemmen und Schienenräder für Niederflurwagen.

Alle diese Segmente verzeichneten im Berichtsjahr

erfreuliche Zuwächse. Dies gilt besonders für Schiffsdieselventile,

weil hier die Division durch das erhöhte Transportaufkommen profitierte.

Der daraus resultierende Neubau von Frachtschiffen und

Öltankern belebte das Geschäft der Division in diesem Bereich.

DIE INVESTITIONEN.

Einen Schwerpunkt bildeten Erneuerungsarbeiten an

der bestehenden Spindelpresse am Standort Kapfenberg, die das

Schlüsselaggregat der Division ist. Im Berichtsjahr wurde aber auch

der Beschluss zur Investition in eine zweite, große Spindelpresse

gefasst. Das Investitionsvolumen wird rund 27 m€ betragen.

Die neue Spindelpresse soll im Jahr 2007 in Betrieb genommen

werden, um das Produktionsvolumen an Schmiedeteilen für die Flugzeugindustrie

deutlich zu steigern und die Produktpalette wesentlich

auszubauen. Weiters wurden im Geschäftsjahr 2004 die Aufwärm-

öfen modernisiert; durch eine Verbesserung der Temperaturgenauigkeit

kann die Qualität nochmals deutlich erhöht werden.

Schließlich wurde eine Reihe von Ersatzinvestitionen getätigt,

um die Produktionsabläufe zu optimieren.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.

Die Forschungsaktivitäten der Division konzentrierten

sich auf die Entwicklung von Mikrostrukturmodellen für Titan-

Legierungen. Diese sollen einen wesentlichen Fortschritt bei der

Auslegung von Schmiedeprozessen für Titanteile bringen und

eine nachhaltige Verbesserung der Produkteigenschaften gewährleisten.

Darüber hinaus wurden Prozessrouten für neue Stahl-

und Titan-Legierungen, die künftig verstärkt in der Luftfahrt eingesetzt

werden, entwickelt und in die Serienproduktion übergeleitet.

Weiters konnten mit Flugzeugherstellern gemeinsame

Forschungsprojekte gestartet werden, um den Einfluss des

Schmiedeprozesses auf die Lebensdauer einzelner Bauteile zu

verifizieren.

Segment-Kennzahlen (in m€) 2004 2003 2002

Umsatzerlöse 87,2 79,8 96,4

davon Innenumsätze 2,5 1,8 1,5

Außenumsätze 84,7 78,0 94,9

Betriebserfolg (EBIT) 3,8 1,7 10,5

Operatives Vermögen 78,9 79,0 99,0

Operative Verbindlichkeiten 13,1 9,1 10,4

Investitionen 3,1 2,5 5,0

Abschreibungen

Sonstige unbare

2,8 3,0 3,0

Erträge/Aufwendungen 0,3 – 0,1 0,3

MitarbeiterInnen 348 355 390


44

INVESTOR RELATIONS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

KURSENTWICKLUNG.

Die BÖHLER-UDDEHOLM AG wurde am

10. April 1995 an der Wiener Börse notiert und

ist seit damals im wichtigsten Handelssegment

des Kassamarktes – dem ATX Markt –

vertreten. Seit 1996 verfügt das Unternehmen

in den USA über ein Sponsored Level-1

ADR Programm. Seit 18. Oktober 2004 ist

neben dem bereits bestehenden Handel mit

Optionen nun auch der Handel mit Futures

auf BÖHLER-UDDEHOLM Aktien möglich. Mit diesem

Instrument erhöhen sich insbesondere

für institutionelle Investoren die Möglichkeiten

für eine Beteiligung an BÖHLER-UDDEHOLM.

Im Leitindex ATX (Austrian Traded Index) war

BÖHLER-UDDEHOLM zum Jahresende 2004 mit

2,5 % gewichtet. Die Aktie erzielte im Berichtsjahr

ein börsliches Handelsvolumen von

957,6 m€ und ein außerbörsliches Volumen

(OTC) von 512,1 m€. Das ergibt einen Gesamtumsatz

von 1.469,7 m€ und damit zählte

BÖHLER-UDDEHOLM wieder zu den zehn umsatzstärksten

Titeln an der Wiener Börse.

Der Kurs der Aktie lag zu Beginn des Berichtsjahres

bei 54,69 € und verbesserte sich im

Verlaufe der Berichtsperiode stetig. Dabei


90

80

70

60

50

40

30

KURSENTWICKLUNG RELATIV ZUM ATX (10. April 1995 – 31. Dezember 2004)

1.1.1996

– BÖHLER-UDDEHOLM AG – Austrian Traded Index (ATX), indiziert

h

wurde das bisherige All-Time-High aus dem Jahre 1997 von 76,60 €

(gemessen am Schlusskurs) deutlich übertroffen. Der Höchstkurs

wurde am 30. Dezember 2004, dem letzten Handelstag des Jahres,

mit 92,98 € erreicht. Dies entspricht einem Kursanstieg gegenüber

demselben Stichtag des Vorjahres (Kurs: 53,54 €) um 73,7 %. Der

ATX verbesserte sich im selben Zeitraum nur um 57,4 %; dennoch

konnte die Wiener Börse zum vierten Mal in Folge die Performance

der großen internationalen Börsen deutlich übertreffen. Die Marktkapitalisierung

der BÖHLER-UDDEHOLM AG erhöhte sich gegenüber dem

Vergleichsjahr von 588,9 m€ auf 1.022,8 m€ zum Ultimo 2004.

Diese deutliche Wertsteigerung im Berichtszeitraum kann auch

als Zustimmung des Anlegerpublikums zu dem eingeschlagenen

Wachstumskurs der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe interpretiert werden.

Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2004 neue Rekordmarken

bei Umsatz und Ergebnis erreicht und seine Profitabilität weiter

erhöht. BÖHLER-UDDEHOLM wurde auf den internationalen Absatzmärkten

gut positioniert, um vom Konjunkturaufschwung voll zu profitieren

und die Akquisition von Villares Metals S.A. in Brasilien hat

den Konzern substanziell gestärkt. Dies wurde vom Kapitalmarkt

auch mit einem Anstieg des Börsenkurses entsprechend honoriert.

Die Mehrzahl der Analysten hat daher die Aktien von BÖHLER-

UDDEHOLM mit einer Kaufempfehlung bewertet.

Die Nachfrage für One-on-One Meetings zwischen institutionellen

Anlegern und dem Unternehmensmanagement stieg im Berichtsjahr

spürbar an. Die Roadshows der BÖHLER-UDDEHOLM AG wurden daher

auf mehrere Finanzzentren ausgedehnt, wie etwa Frankfurt, Zürich,

1.1.1997 1.1.1998 1.1.1999 1.1.2000 1.1.2001 1.1.2002 1.1.2003 1.1.2004


45

INVESTOR RELATIONS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Genf, London, Edinburgh, Paris, New York, Boston, Fort Lauderdale

und Toronto. Für das Retail Publikum in Österreich präsentierte sich

das Unternehmen an einem neu gestalteten Stand auf der GEWINN-

Messe in Wien zwischen dem 21. und 23. Oktober 2004.

Durch die Vollprivatisierung der BÖHLER-UDDEHOLM AG im November

2003 erhöhte sich der Streubesitz, der zum Ultimo im Berichtsjahr

bei 70,2 % lag. Eine Gruppe von privaten, österreichischen Finanzinvestoren

(BU-Industrieholding GmbH) hielt unverändert 25,6 %

und bildet damit den größten Einzelaktionär der Gesellschaft. Aus

dem Aktienrückkauf für das Stock Option Programm verbleiben 4,2 %

des Grundkapitals bei der BÖHLER-UDDEHOLM AG.

CORPORATE GOVERNANCE.

Die BÖHLER-UDDEHOLM AG bekennt sich zum österreichischen

Corporate Governance Kodex und hat diesen im Geschäftsjahr 2004

beachtet. Die Abweichungen zum Kodex in den Punkten 38, 42, 43,

54 und 69 wurden auf der Website des Unternehmens unter der

Rubrik „Corporate Governance“ offen gelegt und begründet (Comply

or Explain). Hervorzuheben ist weiters, dass BÖHLER-UDDEHOLM auch

alle R-Regeln (Recommendation – Regel mit Empfehlungscharakter)

im Berichtsjahr eingehalten hat.

Beim österreichischen Börsepreis 2004 wurde BÖHLER-UDDEHOLM in

der Kategorie „Corporate Governance“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Somit fanden die Bemühungen des Unternehmens auf

diesem Gebiet auch eine entsprechende Wertschätzung beim Anlegerpublikum.

Als eines der ganz wenigen Unternehmen in Österreich hat sich

BÖHLER-UDDEHOLM (wie auch im Vorjahr) einer freiwilligen Evaluierung

über die Einhaltung der einzelnen Regelungen des Kodex durch

eine externe Institution unterzogen. Diese Evaluierung wurde durch

die KPMG Alpen-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft,

Linz, durchgeführt. Das Ergebnis wird auch

auf der Website der BÖHLER-UDDEHOLM AG veröffentlicht.

EIGENE ANTEILE 4,2 %

ÖSTERREICH 15 %

EIGENTÜMER-

STRUKTUR

USA 24 %

UK 7 %

DEUTSCHLAND 14 %

SCHWEIZ 3 %

FRANKREICH 5 %

ÜBRIGE 2,2 %

BU-INDUSTRIEHOLDING GMBH 25,6 %

Die BÖHLER-UDDEHOLM AG erklärt sich bereit, auch im Geschäftsjahr

2005 den österreichischen Kodex für Corporate Governance zu

beachten.

STOCK OPTION PLAN.

Auf Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung

vom 14. Mai 2001 hat das Unternehmen am 4. Oktober 2001 sein

Aktienrückkauf-Programm für den Stock Option Plan gemäß

§ 65 Abs. 1 Ziffer 4 Aktiengesetz gestartet. Der Aktienrückkauf

wurde am 24. Juli 2002 abgeschlossen. In diesem Zeitraum hat

das Unternehmen über die Börse zu einem durchschnittlichen

Kurswert von 46,89 € pro Aktie insgesamt 504.900 Stück eigene

Aktien erworben. Dies entsprach 4,6 % des Grundkapitals der

Gesellschaft.

Dieser Rückkauf eigener Aktien diente der Implementierung

eines Stock Option Plans für 58 Führungskräfte des Konzerns

(siehe auch Seite 69). Voraussetzung zur Teilnahme an diesem

Programm war ein Eigeninvestment aller Beteiligten. Die Vorstandsmitglieder

der BÖHLER-UDDEHOLM AG konnten bis zu 1.000

Stück BÖHLER-UDDEHOLM Aktien erwerben, alle übrigen Führungskräfte

bis zu 500 Stück Aktien. Pro Aktie des Eigeninvestments

werden den Begünstigten 20 Optionen gewährt. Jede Option

berechtigt zum Erwerb einer BÖHLER-UDDEHOLM Aktie. Der Ausübungspreis

pro Aktie entspricht dem durchschnittlichen Kurswert,

zu dem die Aktien während des Rückkaufprogramms

erworben wurden – also 46,89 €.

DETAILS ZUR AKTIE

h

ISIN Code: AT0000903851

Aktiengattung: Stammaktien lautend auf Inhaber

Grundkapital:

79,970.000 € zerteilt in 11,000.000 Stückaktien

Streubesitz: 70,2 %

Erstnotiz: 10. April 1995, Börse Wien

Börslicher Umsatz 2004: 957,6 m€

Börslicher Stückumsatz 2004: 13,823.678

Durchschnittlicher börslicher

Stückumsatz pro Tag: 55.295

ATX Gewichtung: 2,5 %


46

INVESTOR RELATIONS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Allerdings waren die Teilnehmer des Programms

nur unter der Voraussetzung, dass

die BÖHLER-UDDEHOLM Aktie über einen Zeitraum

von zwei Jahren (1. Januar 2002 bis

31. Dezember 2003) eine bessere Kursentwicklung

als andere Stahlunternehmen aufweist,

zur Ausübung der Optionen berechtigt.

Für den Performancevergleich wurde ein

„Korb“ von zehn Stahlunternehmen festgelegt,

dessen durchschnittliche Kursentwicklung

von der BÖHLER-UDDEHOLM Aktie übertroffen

werden musste. Folgende Stahlunternehmen

wurden für diesen Vergleich herangezogen:

Acerinox, Arcelor, Carpenter, Corus,

Ispat, Rautaruukki, Sandvik, SSAB, Thyssen

Krupp und voestalpine.

Die BÖHLER-UDDEHOLM Aktie konnte in der geforderten

Frist den Stahlkorb um knapp zehn

Prozentpunkte übertreffen. Die Outperformance

wurde von der KPMG Alpen-Treuhand

GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft,

Linz, überprüft und

bestätigt. Die Teilnehmer an diesem Stock

Kapitalmarktrelevante Informationen

erhalten Sie unter:

T (+43-1) 798 6901-707

F (+43-1) 798 6901-713

randolf.fochler@bohler-uddeholm.com

www.bohler-uddeholm.com

ADR Symbol: BDHHY

Bloomberg: BUD

Bridge: AT;BUD

Dow Jones: R.BUD

ÖTOB Symbol: BUD

Reuters: BHLR.VI

Option Programm sind per Aufsichtsratsbeschluss berechtigt, von

1. Januar 2004 bis spätestens 31. Dezember 2006 ihre Optionen

gemäß dem Plan auszuüben.

Im Berichtsjahr haben von insgesamt 58 Begünstigten bereits

53 Manager ihre Optionen ausgeübt. Die Ausübung erfolgte entweder

durch Kauf der Aktien (Share Settlement) oder durch Barausgleich

(Cash Settlement). Vier Begünstigte nützten die Möglichkeit

des Aktienkaufs, wodurch sich der Streubesitz gegenüber

dem Vorjahr von 69,8 auf 70,2 % erhöhte, während 49 Manager die

Option in Form des Barausgleichs ausübten.

Jene Aktien, die BÖHLER-UDDEHOLM für den Zweck des Stock Option

Plans gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 4 Aktiengesetz gehalten hat und

deren Zweck sich durch Optierung der Begünstigten für einen

Barausgleich erledigt hat, wurden mit Zustimmung des Aufsichtsrates

gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 umgewidmet und verblieben im

Besitz der BÖHLER-UDDEHOLM AG. Damit hat das Unternehmen eine

Veräußerung dieser Aktien und somit eine mögliche Beeinflussung

des Marktes vermieden und die Gleichbehandlung aller Aktionäre

sichergestellt. Auf der Website der BÖHLER-UDDEHOLM AG wurde unter

der Rubrik „Investor Relations“ im Menüpunkt „Aktienrückkauf

& Stock Option Plan“ monatlich die Anzahl der umgewidmeten

Aktien veröffentlicht.

Kapitalmarkt-Kalender 2005

h

1. April Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004

3. Mai Ergebnis für das erste Quartal 2005

10. Mai Hauptversammlung

13. Mai Dividenden-ex-Tag

20. Mai Dividendenzahltag

1. September Ergebnis für die ersten zwei Quartale 2005

8. November Ergebnis für die ersten drei Quartale 2005


Neben

zahlreichen

anderen

Produkten

fertigt

BÖHLER-UDDEHOLM

in seiner

Division

Precision Strip

auch

Bandstähle

zum

Stanzen

von

Kunststoff, Papier,

Pappe,

Leder und Textilien.

h


49

PERSONAL

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Im Geschäftsjahr 2004 erhöhte sich

die Anzahl der MitarbeiterInnen im BÖHLER-UDDE-

HOLM Konzern von 10.053 um 17,4 % auf 11.800 Beschäftigte

weltweit. Dieser Zuwachs resultierte

im Wesentlichen aus der Akquisition von Villares

Metals (1.518 MitarbeiterInnen) und aus der Verstärkung

der Vertriebsmannschaft in den asiatischen

Märkten mit dem Schwerpunkt China. Zusätzlich

waren im Geschäftsjahr 2004 insgesamt

317 Lehrlinge in Ausbildung im Vergleich zu 311

Lehrlingen im Geschäftsjahr 2003.

Die regionale Aufteilung der MitarbeiterInnen im

Konzern stellt sich wie folgt dar:

MitarbeiterInnen nach Regionen 2004 2003

Österreich 3.846 3.871

Deutschland 1.403 1.409

Schweden 1.403 1.387

Übriges Europa 1.293 1.260

Nordamerika 538 559

Brasilien 1.711 168

Übriges Südamerika 262 236

Asien, Australien, Afrika 1.344 1.163

Gesamt 11.800 10.053

Im Oktober 2004 wurde ein Konzerntag abgehalten,

bei dem sich 180 Führungskräfte der BÖHLER-

UDDEHOLM Gruppe aus zahlreichen Ländern in Wien

versammelten. Der Konzerntag stand ganz gezielt

unter dem Motto „The Art of Materializing Visions“.

Mit Hilfe von vier renommierten Künstlern aus den

Bereichen Malerei, Musik, Design und Performing

Art sollte einerseits ein kreativer und zugleich

neuer Zugang zum Thema Change Management

h

MITARBEITER/INNEN

NACH

DIVISIONEN

WELDING

CONSUMABLES 12,8 %

PRECISION STRIP 8,5 %

SPECIAL FORGINGS 2,9 %

SONSTIGE 2,1%

HIGH PERFORMANCE METALS 73,7 %

gefunden und andererseits auch das Zusammengehörigkeitsgefühl

im Konzern gestärkt werden. Dies insbesondere im Lichte des

Umstands, dass die BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe in den vergangenen

zwei Jahren durch Akquisitionen deutlich gewachsen und internationaler

und multikultureller als je zuvor ist. Für die Teilnehmer

des Konzerntags war dieser innovative Zugang ein zweifellos

inspirierendes Erlebnis und sollte den Teamgeist innerhalb der

Gruppe nachhaltig fördern.

Die im Geschäftsjahr 2003 gegründete BÖHLER-UDDEHOLM Management

Academy hatte im Berichtsjahr bereits 36 Absolventen.

Der Schwerpunkt der Ausbildung für Nachwuchs-Führungskräfte

konzentrierte sich auf die Themen Mitarbeiterführung, Strategie,

Finanzen und Projektmanagement. Die Programme der Management

Academy sind bereits für die nächsten sechs Jahre ausgebucht

und werden immer mehr zum Mittelpunkt der General

Management Ausbildung des Konzerns. Die hohe Akzeptanz des

Ausbildungsprogramms und der Erfolg dieser Institution soll auch

für zusätzliche Weiterbildungsangebote für Senior Executives

genützt werden.

Aber auch alle anderen MitarbeiterInnen können an Aus- und

Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen, die entweder intern oder

extern angeboten werden. In den meisten Fällen werden diese

Programme im Rahmen des so genannten Mitarbeitergespräches

individuell festgelegt.

Im Berichtsjahr wurde bei einigen Konzerngesellschaften die

Analysephase des Human Resources Benchmarking Projekts abgeschlossen.

Bei diesem werden wichtige Indikatoren wie Fluktuation,

Aus- und Weiterbildungsquote, Qualifizierung, Ausfallshäufigkeit

durch Krankenstand etc. ermittelt und mit anderen

Industrieunternehmen verglichen. Dieser Vergleich ergab wertvolle

Hinweise für die künftige Ausrichtung des Human Resources

Management im BÖHLER-UDDEHOLM Konzern. Es wird daher überlegt,

in den nächsten Jahren weitere Gesellschaften mit diesem

Instrumentarium zu analysieren.


50

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung

in der BÖHLER-UDDEHOLM Gruppe lag

im Berichtsjahr bei 16,0 m€. Derzeit verfügen

die Gesellschaften des Konzerns über insgesamt

679 Patente und Patentanmeldungen.

Knapp 150 MitarbeiterInnen in der BÖHLER-UDDE-

HOLM Gruppe sind mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben

befasst. Deren Tätigkeit

wird zusätzlich durch den Corporate Research

and Technology (CR&T) Board der BÖHLER-

UDDEHOLM AG unterstützt, dem führende Wissenschaftler

aus Österreich, Deutschland,

Schweden sowie aus der Schweiz und den

USA angehören.

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten in diesem

Bereich ist es, das Netzwerk für Forschung

und Entwicklung innerhalb des Konzerns

systematisch auszubauen, um Produkt- und

Prozessinnovationen schneller zur Marktreife

zu bringen. Die dezentral geführten Forschungseinheiten

erhalten ihre Impulse für

die zukünftige Ausrichtung ihrer Tätigkeit auf

Basis strategischer Projekte der BÖHLER-UDDE-

HOLM Gruppe. Das soll an dieser Stelle anhand

der Entwicklung von Nickel-Basis-Fülldrähten

in der Division Welding Consumables beispielhaft

illustriert werden.

Nickel-Basis-Fülldrähte werden zum Schweißen

von Metallkomponenten etwa im Anlagenbau

von Raffinerien eingesetzt. Sie bringen

im Vergleich zum herkömmlichen Schweißen

mit Stabelektroden deutliche Vorteile. Durch

den Einsatz von Fülldrähten anstelle von

Stabelektroden kann die Arbeitszeit zur Herstellung

der Schweißverbindung um bis zu

h

75 % reduziert werden. Da die Verwendung von Fülldrähten beim

Schweißen von Stahl signifikante Zeit- und Kosteneinsparungen für

den Anwender bringen, liegt der Schluss nahe, diese Vorteile auch

beim Schweißen von anderen Metallen – zum Beispiel Nickel-Basis-

Legierungen – zu erreichen.

Deshalb wurde im Rahmen eines Projektes mit externen Zentren

für Materialforschung sowie mit universitären Einrichtungen die

Herstellbarkeit von Nickel-Basis-Fülldrähten überprüft. Dabei wurde

eine ganze Reihe von fertigungstechnischen und schweißtechnischen

Problembereichen untersucht. Es zeigte sich, dass Nickel-

Basis-Fülldrähte in verschiedenen Abmessungen durchaus herstellbar

sind. Somit musste in einem weiteren Schritt geklärt werden,

ob auch die Serienherstellung auf bestehenden Produktionsanlagen

des Konzerns möglich ist.

Nach Adaptierungen und Zusatzinvestitionen konnten mit den vorhandenen

Fertigungseinrichtungen serielle Prototypen hergestellt

und getestet werden. In den Schweißversuchen fanden sich die

Forscher in ihrer Annahme bestätigt: Fülldrähte zeigen auch beim

Schweißen von Komponenten aus Nickel-Basis-Legierungen bessere

Resultate und verkürzen den Arbeitsaufwand drastisch. Gemeinsam

mit einem Kunden wurden schließlich Modifikationen an den

Schweißmaschinen vorgenommen, sodass der Anwender die neuen

Fülldrähte beim Schweißen von Nickel-Basis-Legierungen auch einsetzen

kann.

Dieses Beispiel verdeutlicht das Innovationsmanagement bei BÖHLER-

UDDEHOLM: Grundlagenforschung in Zusammenarbeit mit externen

Institutionen, Prozessentwicklung im eigenen Haus und Produktoptimierung

in Kooperation mit Schlüsselkunden. Die gleiche

Methodik, die hier anhand eines Beispiels aus der Division Welding

Consumables beschrieben wurde, wird grundsätzlich bei allen

großen Forschungsprojekten auch in den anderen Divisionen angewendet.

Diese Arbeitsteilung in der Forschung sichert BÖHLER-UDDE-

HOLM schnellere Ergebnisse bei der Produktentwicklung und damit

einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.


51

NACHHALTIGKEIT UND UMWELTSCHUTZ

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

In den vergangenen Jahren erlangten die

Aspekte Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine

stark zunehmende Bedeutung für Unternehmen.

Gerade beim Umgang mit den Ressourcen der

Natur wurde von den nationalen Regierungen

größeres Augenmerk auf allgemeine gesetzliche

Rahmenbedingungen, spezielle Maßnahmen zur

Reduktion von Treibhausgasen (geplanter Handel

mit Emissions-Zertifikaten) und moderne Technologien

bei Industrieanlagen gelegt.

Für die Produktion von Edelstahl und Werkstoffen

im BÖHLER-UDDEHOLM Konzern sind vor allem

fünf Bereiche für nachhaltigen Umweltschutz von

Relevanz. Diese sind: Luftreinhaltung, Gewässerschutz,

Abfallvermeidung, Energieeinsparung und

Lärmreduktion. In den vergangenen fünf Jahren

haben die Produktionsbetriebe der Gruppe Umweltschutzinvestitionen

in diesen Bereichen in

Höhe von rund 20 m€ getätigt.

Bei der Luftreinhaltung lag der Schwerpunkt auf

der Einhausung von Schmelzaggregaten, die den

Ausstoß von Staub sowohl in die Produktionshallen

als auch in die Umwelt nahezu vollständig

verhindern. Bei anderen Produktionsanlagen, wie

zum Beispiel in der Schweißdraht- und Schweißelektrodenfertigung

wurden Staubabsaugungen

installiert. Im Durchschnitt machen die Maßnahmen

zur Luftreinhaltung etwa 40 bis 50 % der gesamten

Umweltschutzinvestitionen in den Produktionsgesellschaften

des Konzerns aus.

Im Berichtsjahr mussten alle Mitgliedsstaaten die

Emissionshandels-Richtlinie der Europäischen

Union durch nationale Gesetze umsetzen. Davon

sind bei BÖHLER-UDDEHOLM die Schmelzanlagen an

den Standorten Kapfenberg (Österreich) und Hag-

h

fors (Schweden) betroffen. Die österreichische und die schwedische

Regierung haben dem Konzern insgesamt rund 59.000 Tonnen

CO2 Emissions-Zertifikate pro Jahr zugeteilt. Damit hat BÖHLER-

UDDEHOLM aus heutiger Sicht eine ausreichende Menge an Emissions-Zertifikaten

zur Verfügung und muss sich voraussichtlich

nicht am Handel mit diesen Zertifikaten beteiligen.

Um den Gewässerschutz noch stärker zu forcieren, wurden in den

vergangenen Jahren an mehreren Konzernstandorten (Hagfors,

Mürzzuschlag, Böhlerwerk) neue Abwasser-Aufbereitungsanlagen

installiert. Vor der Einleitung von Abwasser in das öffentliche

Kanalnetz oder vor der Rückführung in Flussläufe müssen Schadstoffe

entfernt und chemische Verunreinigungen neutralisiert

werden. Um den Wasserverbrauch generell zu minimieren, wurde

systematisch die Anzahl der Kühlanlagen mit geschlossenem

Wasserkreislauf erweitert. Diesen geschlossenen Kühlsystemen

braucht nur die durch Verdampfung verlorene Menge an Wasser

zugeführt werden. Das hat den Vorteil, dass die Abwassermenge

um etwa 80 % reduziert werden kann.

Den größten Anteil an Abfällen in den Stahlwerken haben Schlacken,

die auf unternehmenseigenen Deponien entsorgt werden.

BÖHLER-UDDEHOLM bemüht sich daher, durch Prozessoptimierungen

bei der Stahlerzeugung und Weiterverarbeitung das Abfallvolumen

zu reduzieren. So trägt etwa der Konverter im Stahlwerk Kapfenberg

wesentlich zur Verringerung der Schlackenmenge bei.

Da BÖHLER-UDDEHOLM mit Elektrolichtbogen-Öfen arbeitet und auch

in der Weiterverarbeitung (Umschmelzen, Walzen, Schmieden,

Wärmebehandlung) einen hohen Energiebedarf (Strom, Erdgas)

aufweist, ist der sparsame und effiziente Umgang mit diesen

Ressourcen auch aus ökonomischen Gründen sehr wichtig. So

wird beispielsweise an den Standorten Kapfenberg und Hagfors

die anfallende Abwärme in das Fernwärmenetz der Kommune eingespeist.

Zusätzlich ermöglicht die Installierung von Heizbrennern

auf dem neuesten Stand der Technik in den Produktionsbetrieben

von BÖHLER-UDDEHOLM eine Reduktion des Erdgasverbrauchs.


53 JAHRESABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM KONZERN NACH IFRS

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

h


Anhang-Nr.

54 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2004

(1)

(2)

(3)

(4)

(5)

(6)

(7)

(8)

(9)

(10)

(11)

(2)

(12)

(13)

(14)

(15)

(16)

(17)

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

A K T I V A 31.12. 2004 in k€ 31.12. 2003 in k€

A. Langfristiges Vermögen

I. Sachanlagen 562.831,6 529.399,9

II. Geschäfts- oder Firmenwerte 32.326,0 37.931,8

III. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 9.140,4 8.531,2

IV. Anteile an assoziierten Unternehmen 114,5 114,5

V. Übrige Finanzanlagen 31.750,6 32.870,0

VI. Aktive latente Steuerabgrenzung 60.247,1 45.897,3

696.410,2 654.744,7

B. Kurzfristiges Vermögen

I. Vorräte 652.410,8 519.819,1

II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 373.018,9 295.062,2

III. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.659,4 4.678,5

IV. Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 356,1 0,0

V. Sonstige Forderungen 35.389,7 41.174,7

VI. Wertpapiere des Umlaufvermögens 781,3 41,8

VII. Liquide Mittel 89.676,7 49.522,1

VIII. Aktive Rechnungsabgrenzung 13.196,9 15.658,3

1,167.489,8 925.956,7

Summe Aktiva 1,863.900,0 1,580.701,4

P A S S I V A 31.12. 2004 in k€ 31.12. 2003 in k€

A. Eigenkapital

I. Grundkapital 79.970,0 79.970,0

II. Kapitalrücklagen 264.596,6 264.596,6

III. Eigene Anteile – 27.023,2 – 23.677,2

IV. Andere freie Gewinnrücklagen 328.612,2 271.282,4

V. Anteile anderer Gesellschafter 6.717,5 6.387,7

VI. Bilanzgewinn 46.515,6 27.572,3

699.388,7 626.131,8

B. Langfristige Verbindlichkeiten

I. Verzinsliche Verbindlichkeiten 374.740,1 178.294,2

II. Latente Steuerrückstellung 49.743,4 45.226,4

III. Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 203.885,2 201.892,5

IV. Sonstige langfristige Rückstellungen 22.942,1 17.750,9

V. Übrige langfristige Verbindlichkeiten 6.371,9 2.099,7

657.682,7 445.263,7

C. Kurzfristige Verbindlichkeiten

I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 177.058,9 105.539,3

II. Erhaltene Anzahlungen 3.192,9 1.729,9

III. Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 107.379,7 134.863,5

IV. Kurzfristiger Teil der verzinslichen

langfristigen Verbindlichkeiten 28.803,6 124.204,5

V. Kurzfristige Rückstellungen 96.920,5 78.909,7

VI. Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und Ertrag 18.013,9 8.602,8

VII. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 70.475,3 50.752,9

VIII. Passive Rechnungsabgrenzung 4.983,8 4.703,3

506.828,6 509.305,9

Summe Passiva 1,863.900,0 1,580.701,4

h


Anhang-Nr.

55 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

(18)

(19)

(20)

(21)

(22)

(23)

(24)

(33)

(33)

(33)

(33)

2004 in k€ 2003 in k€

1. Umsatzerlöse 1,934.027,4 1,499.813,6

2. Herstellungskosten der zur Erzielung

der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen – 1,320.386,0 – 1,004.415,7

3. Bruttoergebnis vom Umsatz 613.641,4 495.397,9

4. Übrige sonstige betriebliche Erträge 55.615,5 58.525,8

5. Vertriebskosten – 306.692,9 – 288.185,9

6. Verwaltungskosten – 117.417,1 – 106.154,6

7. Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte – 5.672,7 – 4.666,4

8. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen – 47.572,7 – 41.474,9

9. Betriebserfolg (EBIT) 191.901,5 113.441,9

10. Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0,0 33,1

11. Wertpapiererträge/-aufwendungen 586,1 956,9

12. Zinserträge/-aufwendungen – 29.944,9 – 23.141,5

13. Übriges Finanzergebnis – 1.072,8 489,1

14. Finanzerfolg – 30.431,6 – 21.662,4

15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) 161.469,9 91.779,5

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 51.388,0 – 34.279,5

17. Jahresüberschuss 110.081,9 57.500,0

18. Auf konzernfremde Gesellschafter

entfallender Gewinn/Verlust – 1.434,2 – 1.508,3

19. Ergebnis nach Minderheiten 108.647,7 55.991,7

Gewinn pro Aktie – unverwässert (in €) 10,3 5,3

Gewinn pro Aktie – verwässert (in €) 9,9 5,1

Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien – unverwässert 10,531.766 10,495.100

Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien – verwässert 11,000.000 11,000.000

h


56 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

UND DER ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Ausgleichs- Anteile

posten anderer

Grund- Kapital- Eigene Gewinn- Währungs- Bilanz- Gesellkapital

rücklagen Anteile rücklagen umrechnung gewinn schafter Gesamt

in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€

Stand 1.1. 2003 79.970,0 264.596,6 – 23.677,2 285.503,7 – 23.596,5 26.177,8 5.664,0 614.638,4

Dividende 2002 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 – 24.138,7 – 399,0 – 24.537,7

Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 30.458,5 0,0 25.533,2 1.508,3 57.500,0

Aktienrückkauf 2003

Sonstige neutrale

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Veränderungen 0,0 0,0 0,0 – 69,7 – 21.013,6 0,0 – 385,6 – 21.468,9

Stand 31.12. 2003 79.970,0 264.596,6 – 23.677,2 315.892,5 – 44.610,1 27.572,3 6.387,7 626.131,8

Dividende 2003 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 – 26.357,8 – 900,3 – 27.258,1

Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 63.346,6 0,0 45.301,1 1.434,2 110.081,9

Aktienrückkauf 2004

Sonstige neutrale

0,0 0,0 – 3.346,0 0,0 0,0 0,0 0,0 – 3.346,0

Veränderungen 0,0 0,0 0,0 – 14,0 – 6.002,8 0,0 – 204,1 – 6.220,9

Stand 31.12. 2004 79.970,0 264.596,6 – 27.023,2 379.225,1 – 50.612,9 46.515,6 6.717,5 699.388,7

h


57 RÜCKSTELLUNGSSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Stand Währungs-

Konsolidierungskreis

Um- Stand

1.1. 2004 differenz Änderung Verbrauch Auflösung Zuführung buchungen 31.12. 2004

in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€

Latente

Steuerrückstellungen

Abfertigungs- und

45.226,4 – 234,9 644,8 659,6 5.372,1 11.215,8 – 1.077,0 49.743,4

Pensionsrückstellungen

Jubiläumsgeld-

201.892,5 – 12,6 150,0 8.018,6 4.435,1 14.855,7 – 546,7 203.885,2

rückstellungen

Sonstige langfristige

14.860,0 0,1 0,0 371,4 215,8 365,8 10,7 14.649,4

Rückstellungen

Sonstige kurzfristige

2.890,9 – 37,9 2.668,4 781,3 1.031,0 4.540,8 42,8 8.292,7

Rückstellungen 78.909,7 – 503,0 3.533,0 46.861,7 13.787,1 73.409,8 2.219,8 96.920,5

Gesamt 343.779,5 – 788,3 6.996,2 56.692,6 24.841,1 104.387,9 649,6 373.491,2

h


58 KAPITALFLUSSRECHNUNG 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

2004 in k€ 2003 in k€

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 161.469,9 91.779,5

– Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 51.388,0 – 34.279,5

+ Abschreibungen (– Zuschreibungen) auf das Anlagevermögen 88.884,6 78.192,4

– (+) Erhöhung (Senkung) von aktiven Steuerlatenzen – 2.387,3 8.708,4

+ (–) Erhöhung (Senkung) von langfristigen Rückstellungen 8.342,1 8.142,6

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Fremdwährungspositionen 215,3 – 444,9

– (+) Gewinne (Verluste) aus dem Abgang von Anlagevermögen – 2.710,3 – 655,8

= Cash-flow aus dem Ergebnis 202.426,3 151.442,7

– (+) Erhöhung (Senkung) von Vorräten,

geleisteten Anzahlungen, ARA – 94.812,5 – 19.475,6

+ (–) Erhöhung (Senkung) von erhaltenen Anzahlungen, PRA 1.265,7 – 902,8

– (+) Erhöhung (Senkung) von Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen – 58.442,5 19.035,5

– (+) Erhöhung (Senkung) von Konzernforderungen

(aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen)

und sonstigen Forderungen 6.917,1 – 7.032,3

+ (–) Erhöhung (Senkung) von Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen 47.165,2 – 2.601,3

+ (–) Erhöhung (Senkung) von Konzernverbindlichkeiten

(aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen)

und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 24.346,5 – 11.685,4

+ (–) Erhöhung (Senkung) von kurzfristigen Rückstellungen 15.225,9 2.340,4

– (+) Veränderung Ausgleichsposten aus der Schuldenkonsolidierung – 142,5 – 829,4

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Fremdwährungspositionen 5.489,5 19.110,1

= Cash-flow aus der Betriebstätigkeit 149.438,7 149.401,9

h


59 KAPITALFLUSSRECHNUNG 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

2004 in k€ 2003 in k€

– Investitionen in das Anlagevermögen – 79.215,3 – 84.095,3

+ (–) Gewinne (Verluste) aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.710,3 655,8

+ Buchwerte der Anlagenabgänge 7.351,7 8.862,8

+ (–) Veränderungen aus Umbuchungen – 557,6 – 52,2

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Fremdwährungspositionen 1.573,1 7.122,5

+ (–) Cash-flow aus der Akquisitionstätigkeit

abzüglich erworbener Barmittel – 56.922,7 – 39.200,6

= Cash-flow aus Investitionstätigkeit – 125.060,5 – 106.707,0

+ (–) Erhöhung (Senkung) von Anleihen, ERP-Krediten,

anderen langfristigen Verbindlichkeiten und Bankverbindlichkeiten 64.185,9 1.319,3

+ (–) Erhöhung (Senkung) von Wechselverbindlichkeiten 696,0 – 802,5

+ (–) Erhöhung (Senkung) von Konzernverbindlichkeiten

(aus Finanzierung und Clearing) und

sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten – 130,0 1.533,3

– (+) Erhöhung (Senkung) von Konzernforderungen

(aus Finanzierung und Clearing) 1.467,5 573,0

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Fremdkapital

in fremder Währung – 1.169,9 – 1.383,4

– Ausschüttungen, Anteilsverschiebungen etc. – 41.727,3 – 24.817,8

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Eigenmitteln

in fremder Währung – 6.000,1 – 21.013,6

= Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 17.322,1 – 44.591,7

+ (–) Cash-flow aus der Betriebstätigkeit 149.438,7 149.401,9

+ (–) Cash-flow aus Investitionstätigkeit – 125.060,5 – 106.707,0

= Free Cash-flow 24.378,2 42.694,9

+ (–) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 17.322,1 – 44.591,7

= Veränderung der liquiden Mittel 41.700,3 – 1.896,8

+ Anfangsbestand der liquiden Mittel 49.563,9 56.121,3

+ (–) Umrechnungsunterschiede aus Fremdwährungspositionen – 806,2 – 4.660,6

= Endbestand der liquiden Mittel 90.458,0 49.563,9

Zusammensetzung der liquiden Mittel

h

Kassabestand, Schecks, Guthaben bei Banken 89.676,7 49.522,1

Wertpapiere des Umlaufvermögens 781,3 41,8

90.458,0 49.563,9


I. Sachanlagen

60 ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Stand Währungs-

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Kons.Kreis Umbu- Stand

1.1. 2004 differenz Änderung Zugänge Abgänge chungen 31.12. 2004

in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremdem Grund

Grundwert 67.766,2 – 413,5 963,7 1.889,9 622,7 729,1 70.312,7

Gebäudewert 335.356,7 – 1.045,7 8.000,8 3.287,9 5.428,3 8.255,4 348.426,8

403.122,9 – 1.459,2 8.964,5 5.177,8 6.051,0 8.984,5 418.739,5

2. Technische Anlagen

und Maschinen 799.509,8 – 713,5 56.282,9 22.665,3 12.023,0 28.880,7 894.602,2

3. Andere Anlagen, Betriebsund

Geschäftsausstattung 186.237,6 – 462,4 4.674,6 12.527,1 6.801,9 4.233,0 200.408,0

4. Geleistete Anzahlungen

und Anlagen in Bau 25.410,2 – 158,1 19.607,3 32.152,8 1.049,2 – 43.564,6 32.398,4

1,414.280,5 – 2.793,2 89.529,3 72.523,0 25.925,1 – 1.466,4 1,546.148,1

II. Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Vorteile sowie

daraus abgeleitete Lizenzen 45.540,0 – 168,4 0,0 3.896,1 493,8 3.289,3 52.063,2

2. Entwicklungskosten 310,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 310,9

3. Firmenwert 89.818,8 – 72,6 7,1 54,0 0,0 0,0 89.807,3

4. Geleistete Anzahlungen 1.643,6 30,9 0,0 370,8 8,7 – 1.822,9 213,7

137.313,3 – 210,1 7,1 4.320,9 502,5 1.466,4 142.395,1

III. Anteile an

assoziierten Unternehmen 114,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 114,5

IV. Übrige Finanzanlagen

1. Anteile an

verbundenen Unternehmen 3.162,9 2,6 0,0 2.211,5 0,0 – 752,7 4.624,3

2. Beteiligungen 2.609,5 – 5,7 – 0,1 0,7 0,0 224,1 2.828,5

3. Wertpapiere (Wertrechte)

des Anlagevermögens 26.894,2 0,5 0,0 137,4 961,7 0,0 26.070,4

4. Sonstige Ausleihungen 5.985,7 – 42,2 0,0 21,6 393,6 5.571,5

38.652,3 – 44,8 – 0,1 2.371,2 1.355,3 – 528,6 39.094,7

h

1,590.360,6 – 3.048,1 89.536,3 79.215,1 27.782,9 – 528,6 1,727.752,4


61 ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Abschreibungen Nettowert

Stand Währungs- Kons.Kreis Impair- Umbu- Zuschrei- Stand Stand Stand

1.1. 2004 differenz Änderung Zugänge ments Abgänge chungen bungen 31.12. 2004 31.12. 2004 31.12. 2003

in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€ in k€

10.859,3 3,4 32,9 413,0 4.391,1 21,2 – 2,4 0,0 15.676,1 54.636,6 56.906,9

175.870,5 – 234,2 2.819,0 10.370,3 10,1 3.341,0 – 1,0 0,0 185.493,7 162.933,1 159.486,2

186.729,8 – 230,8 2.851,9 10.783,3 4.401,2 3.362,2 – 3,4 0,0 201.169,8 217.569,7 216.393,1

551.000,0 – 443,4 38.430,1 47.031,9 61,8 10.496,1 45,3 625.629,6 268.972,6 248.509,8

147.150,6 – 640,0 2.341,7 14.147,3 13,5 6.457,9 – 38,1 0,0 156.517,1 43.890,9 39.087,0

0,2 – 0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 32.398,4 25.410,0

884.880,6 – 1.314,4 43.623,7 71.962,5 4.476,5 20.316,2 3,8 0,0 983.316,5 562.831,6 529.399,9

38.662,1 – 53,1 0,0 4.920,8 0,5 476,5 – 3,8 0,0 43.050,0 9.013,2 6.877,9

144,6 0,0 0,0 57,0 0,0 0,0 0,0 0,0 201,6 109,3 166,3

51.887,0 – 81,2 2,8 0,0 5.672,7 0,0 0,0 0,0 57.481,3 32.326,0 37.931,8

156,6 1,5 0,0 37,7 0,0 0,0 0,0 0,0 195,8 17,9 1.487,0

90.850,3 – 132,8 2,8 5.015,5 5.673,2 476,5 – 3,8 0,0 100.928,7 41.466,4 46.463,0

0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 114,5 114,5

1.291,3 0,8 0,0 0,0 1.500,0 0,0 0,0 0,0 2.792,1 1.832,2 1.871,6

73,4 0,7 0,0 0,0 45,0 0,0 0,0 0,0 119,1 2.709,4 2.536,1

3.009,1 0,4 0,0 0,0 0,0 99,5 0,0 202,1 2.707,9 23.362,5 23.885,1

1.408,5 – 29,9 0,0 419,6 0,0 67,6 0,0 5,6 1.725,0 3.846,5 4.577,2

5.782,3 – 28,0 0,0 419,6 1.545,0 167,1 0,0 207,7 7.344,1 31.750,6 32.870,0

981.513,2 – 1.475,2 43.626,5 77.397,6 11.694,7 20.959,8 0,0 207,7 1,091.589,3 636.163,1 608.847,4

h


62 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH IFRS/PRIMÄRSEGMENT zum 31. Dezember 2004

Division High Performance Metals Welding Consumables Precision Strip

Werte in k€ 2003 2004 2003 2004 2003 2004

Umsatzerlöse 1,005.360,9 1,392.643,0 255.694,8 291.577,1 158.515,1 163.607,1

davon Innenumsätze 13.464,7 11.542,5 10.377,1 11.834,9 0,0 0,0

Außenumsätze 991.896,2 1,381.100,5 245.317,7 279.742,2 158.515,1 163.607,1

Betriebserfolg (EBIT) 77.408,0 154.128,9 15.443,6 20.925,5 35.009,8 32.200,9

Operatives Vermögen 1,043.836,5 1,273.817,7 187.555,7 187.303,2 119.748,8 125.334,7

Operative Verbindlichkeiten 160.448,3 247.662,1 32.585,5 44.124,0 24.868,0 28.163,2

Investitionen 59.422,9 60.282,7 23.637,1 5.638,0 10.590,8 6.000,5

Abschreibungen

Sonstige unbare

54.803,8 59.550,0 9.742,4 12.198,9 7.202,1 6.831,2

Aufwendungen/Erträge 5.390,4 – 3.321,5 4.135,5 – 2.511,4 601,8 596,4

Mitarbeiter 6.908 8.692 1.518 1.507 1.038 1.002

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH IFRS/SEKUNDÄRSEGMENT zum 31. Dezember 2004

Region Österreich Europäische Union Restliches Europa Nord-/Südamerika

Werte in k€ 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004

Außenumsätze 90.705,2 100.588,3 798.291,8 1,027.162,2 119.776,6 84.249,7 222.783,2 402.890,9

Operatives Vermögen

Operative

594.233,0 662.170,2 582.437,5 657.056,4 36.144,3 23.690,4 127.004,7 258.645,7

Verbindlichkeiten 108.957,6 133.468,3 121.716,1 196.504,5 11.619,3 6.450,1 35.786,0 76.138,1

Investitionen 42.639,7 29.149,0 40.498,0 28.881,2 1.509,6 470,4 3.812,8 8.516,4

h


63 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Special Forgings Sonstige/Konsolidierung Konzern

2003 2004 2003 2004 2003 2004

79.807,8 87.185,7 55.720,6 62.235,3 1,555.099,2 1,997.248,2

1.790,6 2.522,4 29.653,2 37.321,0 55.285,6 63.220,8

78.017,2 84.663,3 26.067,4 24.914,3 1,499.813,6 1,934.027,4

1.650,9 3.816,4 – 16.070,4 – 19.170,2 113.441,9 191.901,5

78.997,9 78.954,0 19.594,3 15.170,8 1,449.733,2 1,680.580,4

9.055,3 13.073,1 11.436,3 14.731,5 238.393,4 347.753,9

2.520,6 3.125,8 1.788,9 1.796,9 97.960,3 76.843,9

2.971,7 2.780,0 3.163,1 5.767,6 77.883,1 87.127,7

– 130,7 265,5 – 292,3 2.902,1 9.704,7 – 2.068,9

355 348 234 251 10.053 11.800

Asien Australien Afrika Konsolidierung Konzern

2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004

200.792,9 244.199,6 42.131,2 49.632,7 25.332,7 25.304,0 0,0 0,0 1,499.813,6 1,934.027,4

79.274,8 104.063,1 49.667,9 46.494,4 11.278,3 10.903,8 – 30.307,3 – 82.443,6 1,449.733,2 1,680.580,4

19.456,1 29.426,2 6.820,6 9.970,4 3.761,8 2.546,5 – 69.724,1 – 106.750,2 238.393,4 347.753,9

8.250,2 9.383,5 272,0 205,8 978,0 237,6 0,0 0,0 97.960,3 76.843,9

h


65

A.

ALLGEMEINE

ANGABEN

B.

KONSOLIDIERUNGS-

GRUNDSÄTZE

ANHANG –

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2004 der BÖHLER-UDDEHOLM AG wurde in Übereinstimmung mit den

Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wobei die Standards IAS 1 bis 40 –

sofern noch in Geltung – sowie IFRS 1, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 4 und IFRS 5 beachtet wurden. Die Regelungen

des „Improvement Project“ wurden im Geschäftsjahr 2004 vorzeitig angewendet.

Der Konzernabschluss ist in tausend Euro (k€) aufgestellt, die Angaben im Anhang erfolgen in Millionen

Euro (m€), sofern nicht anders angegeben.

1. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 (Consolidated and

Separate Financial Statements). Dementsprechend sind 15 inländische und 133 ausländische Tochterunternehmen

einbezogen, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der BÖHLER-UDDEHOLM AG stehen.

Die 20 nicht einbezogenen Gesellschaften sind auch in Summe unwesentlich. Ihr Anteil am addierten

Umsatz aller Konzerngesellschaften beträgt 0,3 %.

Mit Stichtag 18. März 2004 erwarb die BÖHLER-UDDEHOLM AG über ihre Tochtergesellschaft Bohler-Uddeholm

do Brasil S/A 99,98973 % an der Villares Metals S.A, Sumaré (BR) sowie deren europäische Vertriebsgesellschaften

Villares Metals International B.V., Dordrecht (NL) und Villares Metals Suomi Oy (SF). Der Kaufpreis

betrug 60,4 m€. Im Konzernabschluss 2004 sind die Umsätze und Ergebnisse dieser Gesellschaften mit

den Werten vom 1. April 2004 bis 31. Dezember 2004 enthalten.

Im Rahmen der anteilsmäßigen Konsolidierung wird nur noch das Gemeinschaftsunternehmen GBT Gedik

Böhler Thyssen Kaynak Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul, entsprechend IAS 31 (Interests in Joint

Ventures) in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Darüber hinaus wird eine inländische Gesellschaft „at equity“ in den Konzernabschluss einbezogen.

Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle

über das Vermögen und die Geschäfte dieser Gesellschaft tatsächlich an das jeweilige Mutterunternehmen

übertragen werden.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes zum

31. Dezember 2004 der BÖHLER-UDDEHOLM AG angeführt, die dem Anhang beigefügt ist.

Der Konsolidierungskreis (einschließlich der BÖHLER-UDDEHOLM AG) hat sich im Berichtsjahr wie folgt

entwickelt:

Vollkonsolidierung Quotenkonsolidierung Equitykonsolidierung

Stand 1.1. 2004 142 2 1

Erwerb 4 0 0

Gründung 2 0 0

Sonstige Zugänge 2 0 0

Veräußerung 0 0 0

Sonstige Abgänge 1 1 0

Stand 31.12. 2004 149 1 1

davon ausländische Unternehmen 133 1 0

h


66

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen unter Berücksichtigung der konsolidierungsrelevanten

Vorgänge stellen sich zum Saldo wie folgt dar:

in m€ 2004 2003

Langfristiges Vermögen 55,6 53,0

Kurzfristiges Vermögen 67,9 22,9

123,5 75,9

Eigenmittel 10,8 0,0

Anteile in Fremdbesitz 0,3 0,2

Rückstellungen 7,2 27,7

Verbindlichkeiten 105,2 48,0

123,5 75,9

Umsatz 189,6 91,4

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 47,9 5,3

Mitarbeiter 1.583 764

2. KONSOLIDERUNGSMETHODEN

Für den vorliegenden Konzernabschluss wurde IFRS 3 „Business Combinations“ und die Neufassungen

der Standards IAS 36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ vorzeitig mit 1. Januar 2004

vollständig gemäß IFRS 3.85 (limited retrospective application) angewendet. Die Kapitalkonsolidierung

erfolgt demnach auf Basis der Neubewertungsmethode. Dabei wird dem Beteiligungsbuchwert das anteilige,

neu bewertete Eigenkapital der Tochtergesellschaft gegenübergestellt (purchase accounting).

Verbleibt darüber hinaus ein Unterschiedsbetrag, wird er als Firmenwert aktiviert. Bis zum Ablauf des

Geschäftsjahres 2003 wurden diese Firmenwerte in der Regel über einen Zeitraum von fünf, höchstens

15 Jahren abgeschrieben. Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibungen hinausgehende wesentliche

Wertminderungen wurden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die wesentlichste Änderung in IFRS 3 betrifft die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten. Im Gegensatz

zu den Vorschriften in IAS 22 dürfen auf diese Vermögensgegenstände keine planmäßigen Abschreibungen

vorgenommen werden. Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, wurden mit ihrem

Buchwert zum 31. Dezember 2003 festgeschrieben und sind hinkünftig einem jährlichen Impairment Test

zu unterziehen, der den Buchwert zum Bewertungsstichtag dem „Recoverable Amount“ gegenüberstellt.

Dieser ermittelt sich aus dem höheren Wert aus Marktpreis und Gebrauchswert („Value in Use“). Im BÖHLER-

UDDEHOLM Konzern wird dieser „Value in Use“ auf Basis des Barwerts der diskontierten unversteuerten

Cash-flows aus der Betriebstätigkeit jener Cash-Generating Units ermittelt, auf welche der Firmenwert entfällt.

Auf Grund der im Geschäftsjahr 2004 durchgeführten Impairment Tests wurden außerplanmäßige

Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 5.672,2 k€ (Vorjahr: keine) vorgenommen.

Sind zum Erwerbszeitpunkt die anteiligen Eigenmittel des übernommenen Unternehmens höher als der

darauf entfallende Buchwert, so sind zuerst alle Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualverbindlichkeiten

nochmals auf ihren Wertansatz zu überprüfen. Verbleibt danach weiterhin ein Unterschiedsbetrag

(negativer Goodwill), so ist dieser sofort ergebniswirksam zu vereinnahmen. Im Geschäftsjahr 2004 wurden

negative Goodwills in Höhe von 11,3 m€ entsprechend behandelt.

Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Gesellschaften, die vom Mutterunternehmen

kontrolliert werden, sind im Konzernabschluss entsprechend den Bestimmungen des IAS 27 (Consolidated

and Separate Financial Statements) als Teil der Konzerneigenmittel ausgewiesen. In den Vorjahren wurden

diese Werte noch in einer eigenen Position zwischen Eigenkapital und Rückstellungen gezeigt. Die Vergleichswerte

aus Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Die Konsolidierungsgrundsätze für vollkonsolidierte Unternehmen gelten analog für anteilsmäßig einbezogene

Unternehmen.

h


67

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Equity-Bewertung erfolgt nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode. Ein aktivischer Unterschiedsbetrag

wird als Firmenwert erfasst und wurde bis einschließlich 2003 auf fünf Jahre abgeschrieben.

Ab dem 1. Januar 2004 stellt ein solcher Firmenwert einen Bestandteil der „Anteile an assoziierten Unternehmen“

dar und wird einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Derzeit sind im Konzernabschluss der

BÖHLER-UDDEHOLM AG keine Firmenwerte enthalten, die auf „at equity“ konsolidierte Unternehmen entfallen.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge aus der Verrechnung zwischen

Unternehmen des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen

Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung bilanzierenden

Unternehmen werden gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem

Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Gesellschaften

ist dies die jeweilige Landeswährung, da diese das primäre ökonomische Umfeld der Gesellschaften

bestimmt. Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden werden deshalb zum jeweiligen Devisenmittelkurs

am Bilanzstichtag bzw. die Aufwendungen und Erträge mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs

innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Eigenkapital verrechnet. Die aus der

Fortschreibung des Eigenkapitals entstehende Umrechnungsdifferenz im Vergleich zur Erstkonsolidierung

wird erfolgsneutral mit den Konzernrücklagen verrechnet. Die daraus resultierende erfolgsneutrale Eigenmittelminderung

im Berichtsjahr 2004 beträgt – 6,0 m€ (Vorjahr: – 21,0 m€).

Die Bewegungen im Anlagenspiegel werden zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der

Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Differenzen, die aus der Verwendung

von Durchschnittskursen für die Umrechnung der Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen,

werden im Konzernanlagenspiegel als „Währungsdifferenzen“ gesondert ausgewiesen.

Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von monetären Fremdwährungsposten im Einzelabschluss, die

durch Wechselkursschwankungen zwischen Einbuchung der Transaktion und Bilanzstichtag entstehen,

werden in der betreffenden Periode erfolgswirksam gebucht. Nichtmonetäre Posten, die zu Anschaffungsoder

Herstellungskosten bewertet werden, werden mit dem historischen Kurs umgerechnet. Währungsdifferenzen

bei monetären Posten, die wirtschaftlich zu einem Anteil an einem ausländischen Unternehmen

gehören, wie zum Beispiel langfristige Forderungen oder Ausleihungen, werden erfolgsneutral mit den

Eigenmitteln verrechnet.

Die für den Konzern wesentlichsten Fremdwährungen wurden mit nachstehenden Umrechnungskursen

in den Konzernabschluss übernommen:

Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs

31.12. 2004 31.12. 2003 2004 2003

Brasilianischer Real 3,620604 3,643900 3,628697 3,474813

Britisches Pfund 0,705100 0,704800 0,678207 0,691406

Schwedische Krone 9,020630 9,080000 9,124670 9,121405

Schweizer Franken 1,542900 1,557900 1,539722 1,519928

Singapur Dollar 2,226200 2,145000 2,101847 1,985745

US-Dollar 1,362101 1,263000 1,246894 1,129996

h


68

C.

BILANZIERUNGS-

UND BEWERTUNGS-

GRUNDSÄTZE

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Durch konzernweit geltende Richtlinien – welche im laufenden Geschäftsjahr an die im Zuge des „Improvement

Projects“ des IASB durchgeführten Änderungen in den IAS bzw. an die neu veröffentlichten IFRS angepasst

wurden – wird dem Grundsatz der einheitlichen Bilanzierung und Bewertung Rechnung getragen. Die

Einhaltung dieser Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wird von den Einzelabschlussprüfern geprüft

und bestätigt. Bei Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, erfolgt keine Anpassung

an die konzerneinheitlichen Richtlinien.

LANGFRISTIGES VERMÖGEN

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten,

vermindert um planmäßige Abschreibungen, oder dem niedrigeren erlösbaren Betrag. Die planmäßigen

Abschreibungen werden überwiegend nach der linearen Methode ermittelt.

Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze

zur Anwendung:

Wohngebäude 2,0 – 03,0

Geschäfts- und Fabriksgebäude und andere Baulichkeiten 2,0 – 20,0

Technische Anlagen und Maschinen 3,3 – 25,0

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,0 – 25,0

Geringwertige Vermögensgegenstände 100,0

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibungen hinausgehende wesentliche Wertminderungen werden

durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Basis der Bestimmungen des IAS 36 (Impairment of Assets)

berücksichtigt. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden entsprechende

Zuschreibungen vorgenommen.

Gemietete Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die sich aus dem Eigentum

an einem Vermögensgegenstand ergeben, übertragen wurden (Finanzierungsleasing), sind in Übereinstimmung

mit IAS 17 (Leases) mit ihrem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert aktiviert. Die Abschreibungen

erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages.

Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst passiviert.

Instandhaltungsaufwendungen werden im Geschäftsjahr der Entstehung als Aufwand behandelt.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagevermögen, dessen Herstellung bzw. Anschaffung einen längeren Zeitraum

umfasst, werden nicht aktiviert.

Liegenschaften, denen nach IAS 40 (Investment Property) der Charakter einer Finanzinvestition zukommt,

werden mit ihren Anschaffungskosten, im Falle von Gebäuden vermindert um planmäßige Abschreibungen,

bilanziert. Sofern sich der Fair Value dieser Vermögensgegenstände vom Buchwert unterscheidet, werden

die geschätzten Verkehrswerte im Anhang angegeben.

Zuwendungen der öffentlichen Hand (Investitionszuschüsse) werden als Passivposten erfasst und

nach Maßgabe der Nutzungsdauer des Anlagegutes aufgelöst.

Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach

der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungssätze liegen zwischen 6,67 % und 33,3 %.

Forschungsaufwendungen sind gemäß IAS 38 (Intangible Assets) nicht aktivierungsfähig und werden im

Jahr ihres Entstehens als Aufwand ausgewiesen. Entwicklungskosten stellen im Regelfall ebenfalls Periodenaufwand

dar. Sie sind nur dann zu aktivieren, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit

zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden

Entwicklungskosten abdecken. Darüber hinaus sind hinsichtlich der Entwicklungsprojekte verschiedene,

unter IAS 38.57 (Intangible Assets) angeführte, Kriterien kumulativ zu erfüllen.

h

in %


69

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Anteile an assoziierten Unternehmen, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden

im Konzernabschluss mit ihrem anteiligen Eigenkapital ausgewiesen. Basis hierfür sind die jeweils letzten

verfügbaren Jahresabschlüsse dieser Unternehmen.

Innerhalb der übrigen Finanzanlagen werden die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen,

soweit sie nicht voll, anteilsmäßig oder nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen

werden, mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen

zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Nennwert, unverzinsliche mit ihren Barwerten bilanziert.

Wertpapiere des Anlagevermögens zur Bedeckung von Personalrückstellungen werden grundsätzlich zu

Marktwerten bilanziert.

Latente Steuern werden insbesondere für zeitlich abweichende Wertansätze in der Handels- und

Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsvorgänge eingestellt. Ihre Ermittlung erfolgt

in Übereinstimmung mit IAS 12 (Income Taxes – revised 2000) nach der Balance-sheet-liability Methode.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden insoweit gebildet, als mit einem Verbrauch innerhalb

eines überschaubaren Zeitraums gerechnet werden kann. Der Berechnung der Steuerlatenz liegt der landesübliche

Ertragsteuersatz zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Wertdifferenz zu Grunde.

KURZFRISTIGES VERMÖGEN

Die Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren

Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt

für gleichartige Vermögensgegenstände nach dem gewogenen Durchschnittspreisverfahren bzw. nach ähnlichen

Verfahren. In die Herstellungskosten werden nur die direkt zurechenbaren Kosten und anteilige

Gemeinkosten einbezogen.

Die Aktivierung der Liefer- und sonstigen Forderungen erfolgt zu Anschaffungskosten. Erkennbaren

Risiken wird durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wesentliche unverzinsliche

bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst.

Die unter dem Posten Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel ausgewiesenen Wertpapiere des

Umlaufvermögens werden mit ihren Tageswerten (mark-to-market) angesetzt. Verfügungsbeschränkungen

über die in diesem Posten enthaltenen Beträge waren zum Bilanzstichtag keine vorhanden.

EIGENE ANTEILE/AKTIENOPTIONSPROGRAMM

Im Rahmen des in der 10. ordentlichen Hauptversammlung der BÖHLER-UDDEHOLM AG vom 14. Mai 2001 genehmigten

und am 14. November 2002 abgelaufenen Rückkaufprogramms waren zum Bilanzstichtag (analog

zum 31. Dezember 2003) 504.900 Stück Stückaktien (diese entsprechen 4,59 % bzw. 3,670.623,00 € des

Grundkapitals) vom Markt zurückgekauft.

Dieser Rückkauf eigener Aktien diente der Implementierung eines Stock Option Plans für 58 Führungskräfte

des Konzerns. Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Programm war ein Eigeninvestment aller Beteiligten.

Die Vorstandsmitglieder der BÖHLER-UDDEHOLM AG konnten bis zu 1.000 Stück BÖHLER-UDDEHOLM Aktien erwerben,

alle übrigen Führungskräfte bis zu 500 Stück Aktien. Pro Aktie des Eigeninvestments werden dem Begünstigten

20 Optionen gewährt. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer BÖHLER-UDDEHOLM Aktie. Das Ausmaß

der eingeräumten Aktienoptionen im Rahmen des Stock Option Plans an leitende Angestellte oder Vorstandsmitglieder

umfasste insgesamt 504.900 Bezugsrechte. Der Ausübungspreis pro Aktie entspricht dem

durchschnittlichen Kurswert, zu dem die Aktien während des Rückkaufprogramms erworben wurden – also

46,89 €.

h


70

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Allerdings waren die Teilnehmer des Programms nur unter der Voraussetzung, dass die BÖHLER-UDDEHOLM Aktie

über einen Zeitraum von zwei Jahren (1. Januar 2002 bis 31. Dezember 2003) eine bessere Kursentwicklung

als andere Stahlunternehmen aufweist, zur Ausübung der Option berechtigt. Für den Performancevergleich

wurde ein „Korb“ von zehn Stahlunternehmen festgelegt, dessen durchschnittliche Kursentwicklung von der

BÖHLER-UDDEHOLM Aktie übertroffen werden musste.

Die BÖHLER-UDDEHOLM Aktie konnte in der geforderten Frist den Stahlkorb um knapp 10 % übertreffen. Die

Outperformance wurde von der KPMG Alpen-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft,

Linz, überprüft und bestätigt. Die Teilnehmer an diesem Stock Option Programm sind daher

berechtigt, von 1. Januar 2004 bis spätestens 31. Dezember 2006 ihre Option gemäß dem Plan auszuüben.

Im Berichtsjahr haben von den insgesamt 58 Begünstigten bereits 53 Manager ihre Optionen ausgeübt. Die

Ausübung erfolgte entweder durch Kauf der Aktien (Share Settlement) oder durch Barausgleich (Cash

Settlement). Vier Begünstigte nützten die Möglichkeit des Aktienkaufs, wodurch sich der Streubesitz gegenüber

dem Vorjahr von 69,8 % auf 70,2 % erhöhte, während 49 Manager in Form des Barausgleichs ausübten.

Jene Aktien, die BÖHLER-UDDEHOLM für Zwecke des Stock Option Plans gemäß § 65 Abs. 1 Ziff. 4 Aktiengesetz

gehalten hat und deren Zweck sich durch Optierung der Begünstigten für einen Barausgleich erledigt hat,

wurden mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß § 65 Abs. 1 Ziff. 8 Aktiengesetz umgewidmet und verblieben

im Besitz der BÖHLER-UDDEHOLM AG. Bis zum 31. Dezember 2004 optierten Begünstigte mit 421.000

Stück Aktien für einen Barausgleich, wovon 411.000 Stück Aktien umgewidmet wurden.

Die gewährten, noch nicht ausgeübten Optionen umfassen zum Bilanzstichtag nur noch 45.900 Stück

Aktien. Auf eine Berechnung des Marktwertes der ausgegebenen Optionen nach dem Black-Scholes-Optionspreismodell

wurde daher im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Der im

Vorjahr ermittelte Marktwert aller zum 31. Dezember 2003 ausgegebenen Optionen bewegt sich – abhängig

vom Ausübungszeitpunkt der Bezugsrechte – in einer Bandbreite von 4.106,2 k€ bis 5.184,2 k€. Dieser

Marktwert wurde unter folgenden Prämissen ermittelt:

31.12. 2004

Risikofreier Anlagezinssatz 2,248 % – 3,042 %

Erwartete Volatilität 23,062 %

Erwartete Laufzeit 1 – 3 Jahre

Durchschnittlicher Marktwert je Bezugsrecht 8,1327 € – 10,2677 €

Das Black-Scholes-Optionspreismodell wurde zur Bestimmung des Marktwertes von Optionen entwickelt,

für die keine Ausübungsbeschränkungen gelten. Optionspreismodelle basieren auf stark subjektiven Annahmen.

Die Berechnungsmodelle liefern daher – nach Ansicht der Gesellschaft – nicht notwendigerweise

zuverlässige Werte.

LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

ABFERTIGUNGS- UND PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Auf Grund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften,

die vor dem 1. Januar 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt

eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und des im Abfertigungsfall

maßgeblichen Bezuges abhängig. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden zum Bilanzstichtag

einheitlich nach der „projected-unit-credit-Methode“ unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 5,9 %

p.a. (Vorjahr: 5,4 % p.a.) und unter Einbeziehung eines Dynamiksatzes für künftige Bezugserhöhungen von

2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) ermittelt. Das angenommene Pensionsantrittsalter beträgt bei Frauen 56 und

bei Männern 61 Jahre. Abfertigungsverpflichtungen ausländischer Gesellschaften wurden nach vergleichbaren

Methoden errechnet und rückgestellt.

h


71

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Für die Mitarbeiter des BÖHLER-UDDEHOLM Konzerns bestehen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und

steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung. Teilweise

sind Pensionsverpflichtungen über externe Fonds bzw. Rückdeckversicherungen finanziert. Ein wesentlicher

Teil der Verpflichtungen aus laufenden Pensionen sowie die Anwartschaften für künftig zu zahlende Pensionen

ist durch Rückstellungen gedeckt. Die Verpflichtungen unserer Gesellschaften werden unter Zugrundelegung

der „projected-unit-credit-Methode“ gemäß IAS 19 (Employee Benefits – revised 2000) ermittelt.

Unerwartete Vermögensgewinne oder -verluste externer Versorgungseinrichtungen (versicherungstechnische

Gewinne oder Verluste) werden im BÖHLER-UDDEHOLM Konzern einheitlich gemäß der „Korridor-Regelung“ nach

IAS 19.92 auf die durchschnittliche Restarbeitszeit verteilt.

Der Ermittlung der Pensionsverpflichtung werden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

Zinssatz Return on

Plan Assets

Bezugserhöhung Pensionserhöhung

in % 2004 2003 2004 2003 2004 2003 2004 2003

für Österreich 5,9 5,4 3,0 3,0 2,5 2,0 1,8 1,3

für Deutschland 5,9 5,4 3,0 4,5 2,5 2,0 1,8 1,3

für Schweden 5,5 5,2 n.A. n.A. 3,0 3,0 2,0 2,0

für USA 6,25 6,75 8,0 8,0 0,0 0,0 0,0 0,0

ÖSTERREICH

Bei der BÖHLER-UDDEHOLM AG und deren österreichischen Tochtergesellschaften besteht auf Grund von Betriebsvereinbarungen

die Verpflichtung, an Mitarbeiter ab dem Pensionseintritt einen Pensionszuschuss zu leisten.

Die Höhe dieser Pension ist bei leistungsorientierten Zusagen für leitende Angestellte abhängig von der

Dauer der Betriebszugehörigkeit bzw. dem Gehalt zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus gibt es

Pensionszusagen, die einen valorisierten Fixbetrag – abhängig von der Anzahl der Dienstjahre – als Pensionsleistung

vorsehen. Die Finanzierung der Leistungsverpflichtung erfolgt über eine rechtlich selbstständige

Pensionskasse, die APK-Pensionskasse AG, Wien (APK), auf die Pensionsrückstellungen übertragen werden,

soweit diese auf einem unverfallbaren Anspruch beruhen, bzw. durch Bildung von Rückstellungen.

Das beitragsorientierte Pensionsmodell, das seit 1. Januar 1998 auch für Neuzusagen an leitende Angestellte

gilt, sieht laufende Beitragsleistungen an die APK seitens der Unternehmen bis zu 10 % des Monatsbruttogehaltes

vor. Neben den Arbeitgeberbeiträgen sind die Arbeitnehmer berechtigt, eigene Beiträge zu leisten.

DEUTSCHLAND

Bei der überwiegenden Zahl der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen nach den

jeweils gültigen Ruhegeldordnungen, die im Rahmen von Betriebsvereinbarungen und einer Gesamtzusage

festgelegt wurden. Der Leistungsumfang richtet sich nach den anrechnungsfähigen Dienstjahren in Form

eines Fixbetrages pro Jahr. Dieser Fixbetrag wird bei einigen Gesellschaften auf Basis des rentenfähigen

Individualeinkommens bei Pensionseintritt modifiziert. Laufende Renten unterliegen nach den gesetzlichen

Bestimmungen zur Wertsicherung regelmäßigen Anpassungsprüfungen.

Von den Versorgungsleistungen nach den Ruhegeldordnungen ausgeschlossen sind in der Regel leitende

Angestellte, denen eine Zusage nach den Richtlinien des Essener Verbandes gewährt wurde. Dabei bestimmt

sich das Ruhegeld nach den in den Leistungsordnungen des Essener Verbandes festgelegten Gruppenbeträgen

und dem angemeldeten Eintrittsdatum, wobei eine von den Sozialversicherungsträgern gewährte

Altersrente teilweise in Anrechnung gebracht wird.

Den Leistungsverpflichtungen stehen entsprechende, nach versicherungsmathematischen Grundsätzen

ermittelte Rückstellungen gegenüber.

h


72

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

SCHWEDEN

ITP – Die Kollektivvertragliche Betriebspensionsversicherung

(Collectively Agreed Occupational Pension Insurance)

ITP bietet eine zusätzliche Pension für Angestellte der Privatindustrie. Es ist eine Betriebspensionsversicherung,

die auf kollektivvertraglichen Übereinkommen zwischen SAF und PTK beruht und Angestellte der

Privatwirtschaft absichert. Der Arbeitgeber führt diese Versicherung in Zusammenarbeit mit Alecta durch

und zahlt die Prämien. ITP ergänzt die gesetzliche Versicherung.

Die Versicherung beinhaltet eine Reihe von Begünstigungen, wobei die wichtigste davon die Altersvorsorge

ist, die aus zwei Komponenten besteht. Einer Basiskomponente und einer zusätzlichen Altersvorsorge –

ITPK. Über diese Altersvorsorge hinaus bietet die ITP-Versicherung eine Vorsorge für kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit

sowie eine Familienvorsorge.

Die Prämien für die Alters- und Familienvorsorge werden vom Arbeitgeber ab einem Alter des Arbeitnehmers

von 28 Jahren einbezahlt, während die Prämien für die kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit bereits ab einem Alter

von 18 Jahren einbezahlt werden. Die Kosten sind dabei individuell für jeden Arbeitnehmer verschieden

und werden unter anderem vom Gehalt des Arbeitnehmers, dessen Alter, Dienstzeit und Pensionsantrittsalter

bestimmt. Ebenso leistet der Arbeitgeber einen Beitrag zu einer kollektivvertraglich festgelegten Berufsgruppenlebensversicherung

– TGL –, die im Falle des Todes eines Versicherten vor dem 65. Lebensjahr eine

Einmalzahlung leistet.

Die Vorsorge für die ITP-Rentenverpflichtungen erfolgt durch Bildung von Rückstellungen. Die Ansprüche

sind bei der Försäkeringsbolaget Pensionsgaranti (FPG) gegen Insolvenz abzusichern.

Die SAF-LO Gruppenpension (SAF-LO Collective Pension)

Die SAF-LO Collective Pension sichert 1,4 Millionen Arbeiter in der Privatwirtschaft ab und ergänzt die gesetzliche

nationale Pension. Sie wurde von den zwei wesentlichen Organisationen des schwedischen Arbeitsmarktes

ausverhandelt – SAF (schwedische Arbeitgebervereinigung) und LO (schwedische Arbeitnehmervereinigung).

Das Prinzip des Lebenseinkommens (Life Income Principle)

Als Bemessungsgrundlage für die Pension wird das Gesamteinkommen herangezogen, das ein Arbeitnehmer

ab dem Alter von 21 Jahren durch Beschäftigung in kollektivvertraglich festgelegten Bereichen bezieht. Der

Arbeitgeber leistet eine Prämie von 3,5 % des Bruttolohnes des begünstigten Arbeitnehmers. Das Pensionsantrittsalter

ist grundsätzlich 65 Jahre, wobei es jedoch möglich ist, die Pension bereits früher oder aber

auch erst später anzutreten.

USA

Das Pensionssystem der Böhler-Uddeholm Corporation besteht aus leistungsorientierten Zusagen (defined

benefit plan) für alle nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer, sowie einem beitragsorientierten

Plan (defined contribution plan) für alle Mitarbeiter der Gesellschaft.

Leistungsorientierte Zusagen (Non-Union Employees’ Pension Plan)

Mit Stichtag zum 30. September 2002 wurden alle künftigen Leistungen aus dem Non-Union Employees’

Pension Plan eingefroren; künftige Einzahlungen unterbleiben. Zwar können die Begünstigten noch die Unverfallbarkeit

ihrer Ansprüche erwerben, die betragsmäßige Höhe derselben entspricht aber maximal dem

bis zum 30. September 2002 erdienten Betrag. Mitarbeiter, die nach dem 30. September 2002 eingetreten

sind, können an diesem Pensionsplan nicht mehr teilnehmen.

Der Anspruch auf Erhalt einer betrieblichen Pension beginnt nach einem halben Jahr Dienstzeit und einem

Mindestalter des Begünstigten von 20,5 Jahren, wobei dieser Anspruch nach fünf Dienstjahren als unverfallbar

(vested) gilt.

h


73

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Pensionshöhe ermittelt sich aus 0,625 % des Letztbezuges zuzüglich 0,625 % der Differenz aus Letztbezug

und der definierten Mindestpension, multipliziert mit den anrechenbaren Dienstjahren, maximal jedoch

mit 35 solcher Jahre als Obergrenze.

Das Pensionsantrittsalter wird mit 65 Jahren angenommen, wobei auch Frühpensionierungen ab 55 Jahren

unter reduzierten Bezügen möglich sind, so der Begünstigte mindestens 15 Dienstjahre im Unternehmen

tätig ist oder die Summe aus Dienstjahren und Lebensalter mindestens 80 beträgt.

Die Auszahlung erfolgt nach Wahl des Dienstnehmers über einen Zeitraum von zehn oder 15 Jahren. Ist der

Anspruch geringer als USD 3.500, ist eine einmalige Abschlagszahlung vorgesehen.

Im Todesfall besteht bei unverfallbaren Ansprüchen eine Fortzahlungsverpflichtung in Höhe von 75 % der

Pension an den hinterbliebenen Partner.

Im Falle von Invalidität gelten sofort 100 % der Ansprüche als unverfallbar. Im Übrigen gelten die Bestimmungen

für reguläre Pensionen.

Beitragsorientierte Zusagen (Böhler-Uddeholm Corporation Retirement and Savings Plan)

Der Anspruch, am Böhler-Uddeholm Corporation Retirement and Savings Plan teilzunehmen, beginnt nach

sechs Monaten Dienstzeit und einem Mindestalter des Begünstigten von 21 Jahren, wobei die Ansprüche

aus Arbeitnehmerbeiträgen sofort, jene aus Arbeitgeberbeiträgen nach fünf Jahren (20 % p.a.) als unverfallbar

gelten.

Die Arbeitnehmerbeiträge können zwischen 1% und 25 % der Bruttobemessungsgrundlage zuzüglich 1%

bis 10 % der Nettobemessungsgrundlage betragen. Die gesamten Beiträge dürfen das gesetzlich vorgeschriebene

Höchstmaß nicht übersteigen.

Die Arbeitgeberbeiträge entsprechen 100 % der ersten 3 % der Arbeitnehmerbeiträge zuzüglich 50 % der

zweiten 3 %. Verfallende Ansprüche aus Arbeitgeberbeiträgen werden auf die verbliebenen Begünstigten

unter Zugrundelegung ihres Anteils an den gesamten Pensionsansprüchen aufgeteilt. Weiters besteht für

das Unternehmen die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Teile des Jahresgewinns in den Pensionsfonds

einzuzahlen. Die Verteilung auf die Begünstigten erfolgt in gleicher Weise wie bei verfallenen Ansprüchen.

Die Begünstigten haben die Möglichkeit, ihr Portefeuille innerhalb des zur Deckung der Ansprüche vom

Aufsichtsgremium genehmigten Wertpapierfonds quartalsweise umzuschichten. Eine Übertragung von

Wertpapieren aus externen Fonds ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Das Pensionsantrittsalter wird mit 65 Jahren angenommen. Die Auszahlung der erdienten Ansprüche erfolgt

wahlweise als Renten- oder Einmalzahlung mit Erreichen des 65. Lebensjahres oder Invalidität an den

Begünstigten selbst, im Falle seines Ablebens an eine von ihm genannte Person.

Eine vorzeitige Entnahme der eingezahlten Arbeitnehmerbeiträge ist möglich, jedoch wird der Fonds für

weitere Einzahlungen des betroffenen Arbeitnehmers für sechs Monate gesperrt. Ab einem Lebensalter von

59,5 Jahren sind auch Entnahmen aus dem Wertpapierfonds möglich.

Jedem Teilnehmer am Fonds wird die Möglichkeit einer Darlehensaufnahme auf sein Fondsvermögen

gegeben, wobei der aufgenommene Betrag USD 50.000 nicht übersteigen darf. Der Zinssatz ist mit prime

rate +1% festgelegt, die Rückzahlung erfolgt in der Regel über höchstens fünf Jahre, bei Wohnbaudarlehen

ist eine Ausdehnung dieser Frist auf maximal zehn Jahre gestattet.

SONSTIGE LANGFRISTIGE/KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen langfristigen bzw. kurzfristigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung

erkennbaren Risken und ungewissen Verpflichtungen und werden mit jenem Betrag angesetzt, der sich bei

sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der wahrscheinlichste ergibt. Aufwandsrückstellungen werden

nicht passiviert.

h


74

D.

ERLÄUTERUNGEN

ZUR BILANZ UND

ZUR GEWINN-

UND VERLUST-

RECHNUNG

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

ÜBRIGE LANGFRISTIGE/KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die übrigen langfristigen bzw. kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten

aus Steuern und aus sozialer Sicherheit. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die im Konzern zum Einsatz gelangenden derivativen Finanzinstrumente (Details siehe Anhang-Nr. 27)

werden mit ihren Fair Values zum Bilanzstichtag angesetzt und entweder als Sonstige Forderung oder

Sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Die Veränderung dieser Fair Values gegenüber dem vorangegangenen

Abschlussstichtag wird zur Gänze ergebniswirksam berücksichtigt. Lediglich Bewertungsergebnisse

aus Absicherungen langfristiger konzerninterner Darlehen werden erfolgsneutral innerhalb der Eigenmittel

bilanziert.

ERTRAGSREALISIERUNG

Erlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren werden im Zeitpunkt des Übergangs der Risiken und

Chancen auf den Käufer realisiert.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Aktivums realisiert.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs ausgewiesen.

VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Marketing- und Vertriebsabteilung vor allem die

Kosten der Logistik einschließlich zugehöriger Verwaltungskosten. Im Wesentlichen umfasst dieser Posten

Aufwendungen für Beratungskosten, anteiligen Personalaufwand und Aufwendungen für fremde Dienstleistungen.

VERWALTUNGSKOSTEN

Hier werden die im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für die allgemeine Verwaltungstätigkeit,

soweit sie nicht den Herstellungskosten zugeordnet sind, ausgewiesen. Dieser Posten beinhaltet

im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, anteiligen Personalaufwand,

fremde Dienstleistungen, Aufwendungen für Veranstaltungen sowie Mieten und Pachten.

SCHÄTZUNGEN

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen

werden, die die bilanzierten Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen

am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode

beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen

abweichen.

1. SACHANLAGEVERMÖGEN

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenposten und ihre Entwicklung sind

im Anlagenspiegel (siehe Seite 60) dargestellt.

Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Anlagegüter in Höhe von insgesamt 9,7 m€ (Vorjahr:

13,2 m€), die wegen der Gestaltung der ihnen zu Grunde liegenden Leasingverträge („finance lease“) dem

Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Davon entfallen 0,8 m€ auf Grundstücke

(Vorjahr: 0,0 m€), 7,6 m€ auf Gebäude (Vorjahr: 8,1 m€) sowie 1,3 m€ auf Maschinen und maschinelle

Anlagen (Vorjahr: 5,1 m€).

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75

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die zukünftigen Aufwendungen aus finance-lease-Verträgen betragen zum 31. Dezember 2004 13,7 m€ und

sind wie folgt fällig:

in m€ 31. 12. 2004 31.12. 2003

im Folgejahr 1,2 n.A.

in den folgenden fünf Jahren 5,2 n.A.

nach den folgenden fünf Jahren 7,3 n.A.

Die zukünftigen Aufwendungen aus operating-lease-Verträgen betragen zum 31. Dezember 2004 22,1 m€

(Vorjahr: 28,1 m€) und sind wie folgt fällig:

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

im Folgejahr 5,5 6,9

in den folgenden fünf Jahren 16,6 21,2

nach den folgenden fünf Jahren 0,0 n.A.

Das Bestellobligo betrug zum 31. Dezember 2004 9,7 m€ (Vorjahr: 8,6 m€).

Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 3,0 m€ (Vorjahr: 3,0 m€).

Im Geschäftsjahr 2004 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,5 m€

(Vorjahr: 0,0 m€) vorgenommen. Zuschreibungen erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr (wie im Vorjahr)

keine.

2. LATENTE STEUERABGRENZUNG

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz resultieren aus folgenden

Unterschiedsbeträgen bzw. wirken sich mit folgender Steuerlatenz aus:

2004 2003

in m€ Aktiv Passiv Aktiv Passiv

Summenabschluss

Pensionsrückstellungen 4,4 0,0 5,0 0,0

Abfertigungsrückstellungen 3,2 0,0 4,7 0,0

Steuerliche Verlustvorträge 20,7 0,0 10,0 0,0

Unversteuerte Rücklagen 0,0 23,9 0,0 23,3

Sonstige 8,1 14,7 4,5 13,1

Zwischensumme 36,4 38,6 24,2 36,4

Konsolidierung

Zwischengewinneliminierung 10,9 – 0,9 9,3 – 1,3

Aufwertungen Anlagevermögen 0,0 7,9 0,0 9,5

Sonstige 12,9 4,1 12,4 0,6

Aktivierung/Rückstellung für latente Steuern 60,2 49,7 45,9 45,2

Für Unterschiedsbeträge, die aus Beteiligungen an Tochterunternehmen resultieren, wurden gemäß IAS 12.39

(Income Taxes – revised 2000) keine latenten Steuern in der Bilanz ausgewiesen.

Für Verlustvorträge in Höhe von 67,3 m€ (Vorjahr: 89,1 m€), mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren

Zeitraums nicht gerechnet werden kann, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

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76

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

3. VORRÄTE

Die Gliederung der Vorräte stellt sich wie folgt dar:

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 89,5 64,0

Unfertige Erzeugnisse 171,6 111,4

Fertige Erzeugnisse 277,0 237,5

Handelswaren 109,6 104,7

Noch nicht abrechenbare Leistungen 2,5 0,8

Geleistete Anzahlungen 2,2 1,4

Gesamt 652,4 519,8

Im Geschäftsjahr 2004 wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen im Ausmaß von 16,2 m€ vorgenommen.

4. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 373,0 295,1

davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr 0,8 0,8

davon wechselmäßig verbrieft 6,4 5,3

Auf Forderungen wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen in Höhe von 4,1 m€ (Vorjahr: 3,6 m€) gebildet.

5. FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2,7 4,7

davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr 0,0 0,0

davon aus Lieferungen und Leistungen 1,9 2,2

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen an nicht konsolidierte verbundene

Unternehmen.

6. SONSTIGE FORDERUNGEN

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Forderungen gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,5 0,6

davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr 0,0 0,0

davon aus Lieferungen und Leistungen 0,5 0,6

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 34,9 40,6

davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr 2,6 1,0

Gesamt 35,4 41,2

davon mit RLZ von mehr als 1 Jahr 2,6 1,0

davon aus Lieferungen und Leistungen 0,5 0,6

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77

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

7. G R U N D KAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag unverändert 79,970.000,00 € und ist in 11 Millionen

Stück Stückaktien zerlegt.

8. KAPITALRÜCKLAGEN

Die gebundene Kapitalrücklage (Agio) beträgt unverändert 105,4 m€, die nicht gebundene Kapitalrücklage

unverändert 159,2 m€.

9. EIGENE ANTEILE

Jene Aktien, die BÖHLER-UDDEHOLM für Zwecke des Stock Option Plans gemäß § 65 Abs. 1 Ziff. 4 Aktiengesetz

gehalten hat und deren Zweck sich durch Optierung der Begünstigten für einen Barausgleich erledigt hat,

wurden mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß § 65 Abs. 1 Ziff. 8 Aktiengesetz umgewidmet und verblieben

im Besitz der BÖHLER-UDDEHOLM AG. Bis zum 31. Dezember 2004 optierten Begünstigte mit 421.000

Stück Aktien für einen Barausgleich, wovon 411.000 Stück Aktien umgewidmet wurden. Die gewährten, noch

nicht ausgeübten Optionen umfassen zum Bilanzstichtag noch 45.900 Stück Aktien. Die insgesamt 456.900

eigenen Aktien stehen mit einem Anschaffungswert von 27.023,2 k€ zu Buche. Durch die Optierung von

Begünstigten für einen Kauf der Aktien sind 48.000 Stück Aktien abgegangen.

10. ANDERE FREIE GEWINNRÜCKLAGEN

Die Gewinnrücklagen werden in dem Ausmaß dotiert, welches notwendig ist, einen identen Ausweis des

Bilanzgewinnes im Konzernabschluss und im Jahresabschluss der BÖHLER-UDDEHOLM AG zu erreichen.

11. VERZINSLICHE VERBINDLICHKEITEN

Diese Position enthält alle verzinslichen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

und gliedert sich wie folgt:

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366,1 165,1

davon mit RLZ von mehr als 5 Jahren 186,1 102,8

davon dinglich besichert 4,8 6,2

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8,6 13,0

Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 0,0 0,2

Gesamt 374,7 178,3

12. ABFERTIGUNGS- UND PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

a) Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellungen weisen folgende Entwicklung auf:

in m€ 2004 2003

Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO)

= Abfertigungsrückstellungen 1.1. 67,8 62,5

Dienstzeitaufwand 2,5 1,9

Zinsenaufwand 3,6 3,9

Umgliederungen, Überrechnungen – 2,3 2,3

Versicherungstechnisches Ergebnis – 1,5 – 2,8

Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 31.12. 70,1 67,8

Unberücksichtigtes versicherungstechnisches Ergebnis – 4,6 – 3,1

Abfertigungsrückstellungen 31.12. 65,5 64,7

Korridor 7,0 6,8

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78

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

in m€ 2004 2003

Veränderung der Abfertigungsrückstellungen

Dienstzeitaufwand brutto 7,3 6,5

Abfertigungszahlungen – 4,8 – 4,6

Dienstzeitaufwand 2,5 1,9

Zinsenaufwand 3,6 3,9

Umgliederungen und Überrechnungen – 5,3 – 2,2

Nettoveränderung 0,8 3,6

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen weisen 2004 folgende Entwicklung auf:

in m€ 2004 2003

Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 1.1. 209,6 189,4

Währungsdifferenzen 0,1 – 2,6

Dienstzeitaufwand 3,6 5,1

Zinsenaufwand 11,1 11,7

Umgliederungen und Überrechnungen – 10,8 9,8

Versicherungstechnisches Ergebnis 2,0 – 3,8

Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. 215,6 209,6

Unberücksichtigtes versicherungstechnisches Ergebnis – 11,5 – 13,5

Wert des Fondsvermögens 65,7 58,9

Pensionsrückstellungen zum 31.12. 138,4 137,2

Korridor 21,6 21,0

Veränderung der Pensionsrückstellungen

Dienstzeitaufwand brutto 15,1 16,0

Pensionszahlungen – 11,5 – 10,9

Dienstzeitaufwand 3,6 5,1

Zinsenaufwand 11,1 11,7

Umgliederungen, Überrechnungen und Fondseinzahlungen – 10,6 6,1

Verzinsung des Fondsvermögens 2,9 2,6

Nettoveränderung 1,2 20,3

13. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 175,4 104,4

davon aus verbundenen Unternehmen 0,5 1,0

Wechselverbindlichkeiten 1,7 1,1

Gesamt 177,1 105,5

14. KURZFRISTIGE VERZINSLICHE VERBINDLICHKEITEN

Diese beinhalten die laufenden Kontokorrentüberziehungen, Exportförderungskredite und sonstige Betriebsmittelfinanzierungen

zum 31. Dezember des jeweiligen Bilanzstichtages.

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79

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

15. KURZFRISTIGER TEIL DER VERZINSLICHEN LANGFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN

Dieser Posten enthält alle verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger

als einem Jahr. Diese gliedern sich wie folgt:

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26,7 123,5

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,5 0,7

Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing 1,6 0,0

Gesamt 28,8 124,2

16. KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die kurzfristigen Rückstellungen enthalten Vorsorgen für Umstrukturierungsmaßnahmen, Vertragsrisiken,

Gewährleistungen und Risiken im Absatzbereich. Sie beinhalten auch Verpflichtungen aus dem Personalbereich,

insbesondere für nicht konsumierte Urlaube und laufende Sozialpläne.

17. ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003

Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 18,6 19,4

Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 9,3 7,9

Sonstige Verbindlichkeiten 42,6 32,1

Gesamt 70,5 59,4

18. UMSATZERLÖSE

Bezüglich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Segmentberichterstattung auf

den Seiten 62 und 63.

19. HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der erbrachten Leistungen. Neben den Personalkosten

in Höhe von 276,3 m€ (Vorjahr: 249,1 m€) und Abschreibungen auf Sachanlagen von 57,3 m€ (Vorjahr:

52,9 m€) werden unter diesem Posten im Wesentlichen nur solche bezogenen Leistungen ausgewiesen, die

in den Herstellungsaufwand eingehen, also dem Leistungsbereich zuordenbare Aufwendungen für Fremdleistungen

darstellen.

Der Materialaufwand innerhalb der Umsatzkosten des Geschäftsjahres 2004 gliedert sich wie folgt:

in m€ 2004 2003

Materialaufwand 810,4 522,8

Energie 65,7 55,7

Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen 79,2 67,1

Gesamt 955,3 645,6

Im Geschäftsjahr 2004 wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 16,0 m€ (Vorjahr:

15,2 m€) in den Aufwendungen erfasst.

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80

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

20. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

in m€ 2004 2003

Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung

zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 3,4 0,8

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3,0 10,3

Realisierte Kursgewinne 10,7 10,7

Unrealisierte Kursgewinne 5,9 8,6

Übrige Erträge 32,6 28,1

Gesamt 55,6 58,5

21. ÜBRIGE SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in m€ 2004 2003

Steuern, soweit sie nicht unter Steuern

vom Einkommen und Ertrag fallen 12,7 8,8

Realisierte Kursverluste 10,6 9,8

Unrealisierte Kursverluste 3,9 3,4

Übrige 20,4 19,5

Gesamt 47,6 41,5

22. ZINSENERTRÄGE/-AUFWENDUNGEN

in m€ 2004 2003

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,8 10,1

davon verbundene Unternehmen 0,4 0,6

Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 38,7 – 33,2

davon verbundene Unternehmen 0,0 0,0

davon Zinsen auf langfristige Personalrückstellungen – 11,2 – 12,0

Zinsenergebnis – 29,9 – 23,1

davon verbundene Unternehmen 0,4 0,6

23. ÜBRIGES FINANZERGEBNIS

in m€ 2004 2003

Erträge aus Beteiligungen 0,1 0,2

davon aus verbundenen Unternehmen 0,1 0,2

Aufwendungen aus Beteiligungen – 1,5 – 0,1

davon aus verbundenen Unternehmen – 1,5 – 0,1

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Buchgewinne aus dem Verkauf

0,0 – 0,7

von Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,3 1,1

Gesamt –1,1 0,5

davon verbundene Unternehmen –1,5 0,1

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81

E.

SONSTIGE

ANGABEN

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

24. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

in m€ 2004 2003

Aufwand für laufende Ertragsteuern 50,0 22,1

davon aperiodisch –1,7 1,3

Veränderung latenter Ertragsteuern 1,4 12,2

Gesamt 51,4 34,3

Der Ertragsteueraufwand des Jahres 2004 von 51,4 m€ (Vorjahr: 34,3 m€) ist um 3,5 m€ (Vorjahr: 3,1 m€)

niedriger (Vorjahr: höher) als der rechnerische Ertragsteueraufwand von 54,9 m€ (Vorjahr: 31,2 m€), der

sich unter Anwendung des Steuersatzes von 34 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern von 161,5 m€ (Vorjahr:

91,8 m€) ergeben würde.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im

Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

in m€ 2004 2003

Gewinn vor Ertragsteuern 161,5 91,8

davon 34 % = rechnerischer Ertragsteueraufwand 54,9 31,2

Auswirkungen ausländischer Steuersätze – 3,4 – 3,8

Sonstige Posten 1,6 5,6

Ertragsteueraufwand der Periode 53,1 33,0

Aperiodischer Ertragsteueraufwand – 1,7 1,3

Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 51,4 34,3

25. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelfonds umfasst

ausschließlich den Kassenbestand, die Bankguthaben sowie kurzfristig veräußerbare Wertpapiere des

Umlaufvermögens. Die Zinsenein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet,

der Nettoabfluss aus diesem Titel beläuft sich im Geschäftsjahr 2004 auf 18,2 m€ (Vorjahr: 10,1 m€). Die

zahlungsmittelwirksamen Steueraufwendungen in 2004 betrugen 37,9 m€ (Vorjahr: 19,1 m€). Die Dividendenzahlungen

werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

26. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der BÖHLER-UDDEHOLM Konzern ist in den Bereichen High Performance Metals, der im Wesentlichen Werkzeugstahl

und Schnellarbeitsstahl umfasst, Precision Strip, Welding Consumables und Special Forgings tätig.

Der Vertrieb erfolgt über ein konzerneigenes internationales Vertriebsnetz, das den einzelnen Divisionen

direkt zugeteilt wurde.

Diese divisionale Gliederung in High Performance Metals, Precision Strip, Welding Consumables und Special

Forgings entspricht auch der internen Berichterstattung und Verantwortlichkeit und bildet somit die Basis

für die primäre Segmentberichterstattung. Die sekundäre Berichterstattung erfolgt nach geografischen

Gesichtspunkten.

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren auf vergleichbaren marktüblichen Konditionen.

Die zahlenmäßige Darstellung der Segmente erfolgt auf den Seiten 62 und 63.

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82

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

27. FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel

beinhalten. Gemäß IAS 32 gehören hierzu einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits

zählen hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die ausschließlich als Sicherungsgeschäfte zur

Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden.

ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE

Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Bilanz.

Kreditrisiko

Dabei stellen bei den Aktiva sämtliche ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und

Ausfallrisiko dar, da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen

kann als gering eingeschätzt werden, da die Kundenstruktur (über 100.000 Kunden) eine starke Risikodiversifikation

ermöglicht. Die Divisionen Precision Strip und Special Forgings, die zusammen rund 13 %

des Konzernumsatzes generieren, sind allerdings mit einem Teil ihres Produktionsprogramms auf einzelne

Großkunden fokussiert.

Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite dargestellten originären sowie derivativen Finanzinstrumenten

ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Finanzinstitute bester

Bonität handelt.

Marktwerte

Folgende Methoden und Annahmen wurden zur Ermittlung der Marktwerte für die jeweiligen Finanzinstrumente

herangezogen:

Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und

Verbindlichkeiten entspricht auf Grund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem

Buchwert.

Rund 75 % der in den Wertpapieren des Anlagevermögens enthaltenen Wertpapiere sind in einem Fonds

zusammengefasst, der am Bilanzstichtag einen Börsewert von 663,31 € (Vorjahr: 647,92 €) je Anteil hatte.

Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem

Jahr vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich nicht von materieller Bedeutung, spielen

jedoch bei Finanzanlagen und Finanzschulden eine Rolle. 16,5 % (Vorjahr: 15,0 %) der Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten sind fix verzinst, der durchschnittliche Zinssatz beträgt 3,74 % (Vorjahr: 3,8 %).

Die verbleibenden 83,5 % (Vorjahr: 85,0 %) der Bankverbindlichkeiten sind mit einem Durchschnittszinssatz

von 3,0 % (Vorjahr: 3,1%) variabel verzinst. Wenn nicht, insbesondere auf Grund von günstigen Festzinskonditionen,

ganz auf eine Sicherung gegen das Zinsänderungsrisiko verzichtet wird, spielt hier besonders die

Absicherung über derivative Zinssicherungsinstrumente eine Rolle.

Aktivseitig besteht ein Zinsänderungsrisiko nur bei den in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapieren.

Da diese Wertpapiere überwiegend über Investmentfonds gehalten werden und jederzeit liquidierbar sind,

kann das Zinsänderungsrisiko als nicht wesentlich bezeichnet werden.

Währungsänderungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als

der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen.

Laut Konzernrichtlinie fakturieren die Produktionsgesellschaften in der Währung der Vertriebsgesellschaften

und die Vertriebsgesellschaften zum überwiegenden Teil in lokaler Währung. Eine Absicherung ergibt sich

zunächst auf Grund von natürlichen geschlossenen Positionen, bei denen z.B. einer Forderung aus Lieferungen

und Leistungen in einer bestimmten Fremdwährung eine oder mehrere zeitlich und betragsmäßig

äquivalente Verbindlichkeiten in derselben Währung gegenüberstehen. Eine weitere Sicherungsmöglichkeit

ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Bezüglich des operativen Geschäfts sichern

wir Währungsrisiken zumindest zu 50 % ab.

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83

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Währungsrisiken resultieren auf der Aktivseite bei Lieferungen und Leistungen vor allem aus dem USD mit

einem Anteil von 19,71% (18,45 %), dem GBP mit 6,71% (7,4 %) und der SEK mit 4,66 % (5,7 %). Bei den

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stammen 6,67 % (9,6 %) der Währungsrisiken wiederum

aus dem USD, rund 4,83 % (5,9 %) aus dem GBP und 16,32 % (10,8 %) aus der SEK.

Veranlagungen erfolgen nahezu ausschließlich im eigenen Währungsraum der anlegenden Konzerngesellschaft,

sodass kein Währungsrisiko besteht. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht

mit rund 0,9 % (Vorjahr: 1,2 %) ein nicht abgesichertes Risiko im USD.

Soweit innerkonzernale Ausleihungen einem Währungsrisiko unterliegen, ist dieses durch derivative

Finanzinstrumente voll abgedeckt.

Rohstoffpreisrisiken

Die Schwankungen der Rohstoffpreise können den Kunden teilweise durch Legierungszuschläge weitergegeben

werden. In den Fällen, wo dies nicht möglich ist, werden Absicherungen mit marktgängigen Instrumenten

abgeschlossen, wie sie an der London Metal Exchange (LME) gehandelt werden. Diese Absicherungen

dürfen eine Laufzeit von zwölf Monaten nicht übersteigen.

Im Jahr 2004 wurde erstmalig das Strompreisrisiko abgesichert. Hier gelangen Instrumente zum Einsatz,

welche auf die European Energy Exchange (EEX) referenzieren. Die Laufzeit dieser Absicherungen beträgt

24 Monate.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Zins-, Rohstoffpreis- und

Währungsrisiken aus zu Grunde liegenden Liefer- und Leistungsgeschäften und den damit verbundenen

Bilanzpositionen sowie der Absicherung budgetierter Umsätze oder anderer Cash-flows. Die derivativen

Finanzgeschäfte sind laufenden Risikokontrollen unterworfen und werden unter strikter Funktionstrennung

in Handel, Abwicklung, Dokumentation und Kontrolle durchgeführt.

Zu den eingesetzten Sicherungsgeschäften gehören insbesondere Devisentermin- und Optionsgeschäfte,

Zins-Swaps, Zins-Optionen sowie Termin- und Optionsgeschäfte im Rohstoffbereich.

Die Nominalwerte ergeben sich aus der – unsaldierten – Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge der derivativen

Finanzgeschäfte. Die Marktbewertung entspricht der Differenz zwischen Nominalwerten und Marktwerten,

welche sich aus den Beträgen ableiten, zu denen die betreffenden Finanzgeschäfte am Bilanzstichtag

gehandelt werden; die gegenläufige Wertentwicklung aus den Grundgeschäften findet hier keine Berücksichtigung.

Schwebende Termingeschäfte werden mit den fristenkonformen Terminkursen, Optionen mit den

parameteridenten, am Optionsmarkt gehandelten, Prämien bewertet. Zum Bilanzstichtag entfallen auf:

Unsaldierte Werte Nominalwert Marktbewertung

in m€ 31.12. 2004 31.12. 2003 31.12. 2004 31.12. 2003

Währungsinstrumente

Devisentermingeschäfte 99,0 179,3 0,8 1,5

Cross Currency Swaps 154,8 94,2 – 19,8 – 10,6

Devisenoptionen 50,4 93,5 4,0 2,8

Rohstoffabsicherungen

304,2 367,0 – 15,0 – 6,3

Nickel 5,3 6,0 1,8 5,1

Kupfer 0,4 0,0 0,1 0,0

Strom 1,1 0,0 – 0,1 0,0

6,8 6,0 1,7 5,1

Zinsoptionen 606,6 515,4 – 0,9 – 1,1

Gesamt 917,6 888,4 – 14,2 – 2,3

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84

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Laufzeiten der Währungsinstrumente liegen regelmäßig im unterjährigen Bereich. Alle zum 31. Dezember

2004 ausgewiesenen Devisenoptionen weisen eine Restlaufzeit unter einem Jahr auf. Alle Rohstoffsicherungen

– mit Ausnahme von Strom – weisen ebenfalls eine Restlaufzeit unter einem Jahr auf.

Auf eine Restlaufzeit der Zinsderivate bis zu einem Jahr entfallen Nominale 204,5 m€ (Vorjahr: 82,6 m€),

137,5 m€ (Vorjahr: 291,3 m€) haben eine Restlaufzeit größer ein Jahr und kleiner fünf Jahre. 264,6 m€ (Vorjahr:

235,7 m€) haben eine Restlaufzeit, die größer fünf Jahre ist.

Die Kontrahentenstruktur für die derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

Banken mit Moody’s Rating Nominalwert Nominalwert

in m€ 31.12. 2004 in % 31.12. 2003 in %

Aaa 261,7 28,5 124,6 14,0

Aa 348,0 37,9 605,0 68,1

A 307,9 33,6 132,2 14,9

Baa 0,0 0,0 0,0 0,0

ohne Rating 0,0 0,0 26,6 3,0

Gesamt 917,6 100,0 888,4 100,0

28. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von Bedeutung sind, wie

offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die

gemäß IAS 10 (Events after the Balance Sheet Date) gebucht oder offen gelegt werden müssten, sind im

vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

29. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN

Von der Eckert & Fries Rechtsanwälte Gesellschaft m.b.H., Baden, werden zu marktüblichen Bedingungen

Beratungsleistungen in Anspruch genommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von

100 k€ im Zusammenhang mit der rechtlichen Betreuung der Akquisition Villares Metals S.A. sowie laufenden

Akquisitionsprojekten angefallen.

30. SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN UND RISIKEN

Sonstige Verpflichtungen und Risiken, die im vorliegenden Konzernabschluss nicht entsprechend gewürdigt

oder in den Erläuterungen angeführt wurden, liegen nicht vor.

31. BEFREIUNGSWIRKUNG

Der vorliegende Konzernabschluss gilt neben anderen Gesellschaften im Sinne des § 264 b dHGB für die

EschmannStahl GmbH & Co. KG, Gummersbach, als befreiend.

32. ANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER

Der Gesamtpersonalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in m€ 2004 2003

Löhne 175,9 162,1

Gehälter 196,2 182,3

Aufwendungen für Abfertigungen 3,8 3,5

Aufwendungen für Altersversorgung

Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben

13,2 10,7

sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 96,6 89,0

Sonstige Sozialaufwendungen 8,7 6,1

Gesamt 494,4 453,7

h


85

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Brutto-Barbezüge der Mitglieder des Vorstandes der BÖHLER-UDDEHOLM AG betrugen 2.265,0 k€ (Vorjahr:

2.186,1 k€). Die fixen und erfolgsabhängigen Bestandteile der Vergütungen stellen sich für die einzelnen

Vorstandsmitglieder wie folgt dar:

Vergütung fix erfolgsabhängig Gesamt

in k€ 2004 2003 2004 2003 2004 2003

Claus J. Raidl 335,8 335,8 328,7 330,5 664,5 666,3

Knut Consemüller 269,6 269,6 263,9 265,3 533,5 534,9

Horst Königslehner 269,6 269,6 263,9 265,3 533,5 534,9

Heimo Stix 269,6 269,6 263,9 180,4 533,5 450,0

Gesamt 1.144,6 1.144,6 1.120,4 1.041,5 2.265,0 2.186,1

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen gliedern sich 2004 wie folgt:

Abfertigungen Pensionen

in m€ 2004 2003 2004 2003

Mitglieder der Vorstände, Geschäftsführungen

und leitende Angestellte 0,6 0,2 2,4 2,9

Andere Arbeitnehmer 3,2 3,3 10,8 7,8

Gesamt 3,8 3,5 13,2 10,7

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:

2004 2003

Arbeiter 6.617 5.519

Angestellte 4.802 4.350

Lehrlinge 292 287

Gesamt 11.711 10.156

33. GEWINN JE AKTIE

Der Gewinn je Aktie wird gemäß IAS 33 (Earnings per Share) ermittelt, indem der Jahresüberschuss nach

Minderheiten durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen bzw. mit Zustimmung des Aufsichtsrates gemäß

§ 65 Abs. 1 Ziff. 8 Aktiengesetz umgewidmeten eigenen Anteile belaufen sich auf 456.900 (Vorjahr: 504.900)

Stück Stückaktien (diese entsprechen 4,15 % bzw. 3.321,7 k€ (Vorjahr: 4,59 % bzw. 3.670,6 k€) des Grundkapitals)

mit einem Anschaffungswert von 27.023,2 k€. Die Anzahl der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich

in Umlauf befindlichen Aktien beträgt 10,531.766 (Vorjahr: 10,495.100) Stück Stückaktien, die für

die Ermittlung der „Basic Earnings per Share“ herangezogen wird.

h


86

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Die Ermittlung der durchschnittlichen in Umlauf befindlichen Aktien wird nachstehend beschrieben:

Rückgekauftes In Umlauf Gewichteter

Monat Volumen befindliche Aktien Durchschnitt

Bis Dezember 2003 504.900 10,495.100

Jänner 2004 0,0 10,495.100 1,749.183

Februar 2004 – 28.000 10,523.100

März 2004 0,0 10,523.100 1,753.850

April 2004 – 20.000 10,543.100

Mai 2004 0,0 10,543.100

Juni 2004 0,0 10,543.100

Juli 2004 0,0 10,543.100

August 2004 0,0 10,543.100

September 2004 0,0 10,543.100

Oktober 2004 0,0 10,543.100

November 2004 0,0 10,543.100

Dezember 2004 0,0 10,543.100 7,028.733

Gesamt 456.900

Durchschnitt 2004 10,531.766

Die Berechnung der Earnings per Share stellt sich wie folgt dar:

2004 2003

Jahresüberschuss nach Minderheiten

Durchschnittliche Zahl

m€ 108,6 56,0

ausgegebener Aktien Stück 10,531.766 10,495.100

Basic Earnings per Share

Durchschnittlich in Umlauf

€/Stück 10,32 5,33

befindliche Aktien Stück 11,000.000 11,000.000

Dilutive Earnings per Share €/Stück 9,87 5,09

34. VORSCHLAG FÜR DIE GEWINNVERWENDUNG

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften

aufgestellte Einzelabschluss der BÖHLER-UDDEHOLM AG zum 31. Dezember 2004 die Grundlage für

die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 46,515.614,34 € aus.

Demnach wird der Vorstand beantragen, 4,40 € je Aktie auszuschütten.

Wien, am 18. Februar 2005

Der Vorstand

Claus J. Raidl e.h. Knut Consemüller e.h.

Horst Königslehner e.h. Heimo Stix e.h.

h


87

ANHANG – ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2004

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

WESENTLICHE UNTERSCHIEDE ZWISCHEN DEN ÖSTERREICHISCHEN

UND DEN IFRS RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Firmenwerte: Das HGB sieht für die Behandlung von Firmenwerten mehrere Wahlrechte vor. Diese

können direkt mit Rücklagen verrechnet werden oder aktiviert und über fünf Jahre bzw. – bei erworbenen

Firmenwerten – über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Gemäß IFRS 3 werden

Firmenwerte aktiviert und nur im Falle einer Wertminderung (Impairment) abgeschrieben.

Latente Steuern: Nach HGB sind latente Steuern für passive zeitliche Differenzen zu bilden, wenn

bei deren Auflösung ein Steueraufwand zu erwarten ist, während für aktive latente Steuern ein Aktivierungswahlrecht

besteht. Gemäß IFRS sind für alle zeitlichen Differenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz

unter Verwendung des gegenwärtig gültigen Steuersatzes latente Steuern anzusetzen. Dies gilt auch für

steuerliche Verlustvorträge, soweit diese Verlustvorträge durch zukünftige steuerliche Gewinne voraussichtlich

verbraucht werden können.

Abfertigungsrückstellungen: Gemäß HGB sind Abfertigungsrückstellungen nach versicherungs- bzw.

finanzmathematischen Grundsätzen zu berechnen. Vereinzelt kann vereinfachend auch ein bestimmter

Prozentsatz der fiktiven Ansprüche zum jeweiligen Bilanzstichtag angesetzt werden. Nach IFRS basiert die

Berechnung der Verpflichtung auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected-unit-credit-Methode) mit

einem aktuellen Kapitalmarktzins und der Berücksichtigung von Gehaltstrends. Eine erfolgswirksame Erfassung

der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste hat entsprechend der Korridormethode nur

dann zu erfolgen, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne

und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode 10 % des Barwerts der Verpflichtung zu diesem

Zeitpunkt übersteigt. Der außerhalb des Korridors liegende Betrag ist über die durchschnittliche Restdienstzeit

der Berechtigten abzuschreiben.

Pensionsrückstellungen: Nach HGB sind Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften

mit dem sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergebenden Betrag (Teilwertverfahren)

anzusetzen. Nach IFRS erfolgt die Ermittlung der Vorsorge analog der Abfertigungsrückstellung, wobei die

Korridorbetrachtung darüber hinaus auch auf die Überschreitung von 10 % des beizulegenden Zeitwertes

eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt abstellt und der jeweils höhere Betrag als Korridor

herangezogen wird.

Sonstige Rückstellungen: Anders als im HGB stellt IFRS stärker auf das Risiko der tatsächlichen

Inanspruchnahme und auf die Bestimmbarkeit des rückstellungsfähigen Betrages ab.

Fremdwährungsbewertung: Zwischen beiden Rechnungslegungssystemen bestehen Unterschiede

bei der Erfassung unrealisierter Gewinne aus der Stichtagsbewertung von Fremdwährungsbeträgen. Nach

HGB sind dem Imparitätsprinzip zufolge nur unrealisierte Verluste zu bilanzieren, während nach IFRS auch

unrealisierte Gewinne berücksichtigt werden müssen. Nicht realisierte Kursgewinne oder -verluste aus

konzerninternen Darlehen werden gemäß IFRS erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Außerordentliches Ergebnis: Im Gegensatz zum HGB dürfen im IFRS-Abschluss grundsätzlich keine

außerordentlichen Posten enthalten sein.

h


88 BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

ZUM 31. DEZEMBER 2004, BÖHLER-UDDEHOLM AG

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Abkürzung Gesellschaft, Standort Gesamt mittelbar über Konsoliin

% in % dierung 1)

BBG BÖHLER Bleche GmbH, Mürzzuschlag 100,000 KVI

BEG BÖHLER Edelstahl GmbH, Kapfenberg 100,000 KVI

BIG BÖHLER INTERNATIONAL GmbH, Wien 100,000 KVI

BSTGK BÖHLER Schmiedetechnik GmbH, Kapfenberg 100,000 KVI

BSTG BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG, Kapfenberg 100,000 0,001 BSTGK KVI

BSGA BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH, Kapfenberg 100,000 100,000 BTSD KVI

BWBG BÖHLER Wärmebehandlung GmbH, Wien 51,000 KVI

BYG BÖHLER YBBSTALWERKE GmbH, Böhlerwerk 100,000 51,000 KVI

BVG BÖHLERSTAHL Vertriebsges.m.b.H., Wien 100,000 KVI

BYBG BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH, Wien 100,000 KVI

BYB BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH & Co KG, 100,000 KVI

Böhlerwerk

BYP BÖHLER-YBBSTAL Profil GmbH, Bruckbach 100,000 KVI

HIH Handelsgesellschaft f. Industrie- u. Hüttenprodukte mbH, Wien 100,000 BEG KVI

ISGA Intesy Business & IT Solutions GmbH, Wien 100,000 KVI

MM Martin Miller GmbH, Wien 100,000 100,000 BYB KVI

ABK Aceros Boehler de Colombia S.A., Bogota 100,000 9,232 BYG KVA

0,189 BEG

0,189 BBG

AECU ACEROS BOEHLER DEL ECUADOR S.A. – BOEHLER, Quito 100,000 KVA

ABP ACEROS BOEHLER DEL PERU S.A., Lima 100,000 2,500 BEG KVA

2,500 HIH

ABA ACEROS BOEHLER S.A., Buenos Aires 100,000 4,500 HIH KVA

APB ACOS BOHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA., 100,000 0,00003 GBW KVA

Sao Bernardo do Campo

U-FINAN Aktiebolaget Finansa 2) , 80 Stockholm kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

U-AGENT Aktiebolaget Uddeholmsagenturen, 80 Göteborg kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

ASS.HT.S ASSAB Heat Treatment Services Pte. Ltd., Singapur 85,500 85,500 ASG KVA

ASINT ASSAB International Aktiebolag, Stockholm 100,000 100,000 UAB KVA

AML ASSAB MING LEE STEELS (GUANGZHOU) INDUSTRY CO., LTD., 100,000 100,000 AHK KVA

Guangzhou

ASPAC ASSAB Pacific Pte. Ltd., Singapur 100,000 100,000 UAB KVA

ASSRI ASSAB SRIPAD Steels Private Ltd., Madras 70,000 70,000 ASINT KVA

ASG ASSAB Steels Singapore (Pte.) Ltd., Singapur 90,000 90,000 ASPAC KVA

ACH ASSAB Steels (China) Ltd., Hongkong 100,000 100,000 AHK KVA

AHK ASSAB Steels (HK) Ltd., Hongkong 100,000 100,000 ASPAC KVA

AKR ASSAB Steels (Korea) Co. Ltd., Seoul 85,000 85,000 ASPAC KVA

AMY ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd, Batu Caves 95,000 95,000 ASPAC KVA

ATW ASSAB Steels (Taiwan) Ltd., Taipei 82,500 82,500 ASPAC KVA

ATH ASSAB Steels (Thailand) Ltd., Samutprakarn 95,000 69,000 ASPAC KVA

26,000 SCAN

ATM ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd, Batu Caves Selangor 95,000 95,000 AMY KVA

ANB ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd, Ningbo 100,000 100,000 ASPAC KVA

ASH ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Limited, Shanghai 100,000 100,000 ASPAC KVA

ABJ ASSAB Tooling (Bejing) Co., Ltd., Bejing 100,000 100,000 ASPAC KVA

ADG Assab Tooling (Dongguan) Co Ltd, Changan 100,000 100,000 ASPAC KVA

AXM ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Limited, Xiamen 100,000 100,000 ASPAC KVA

ASSTUR ASSAB-KORKMAZ CELIK TICARET VE SANAYI ANONIM SIRKETI, 70,000 69,891 ASINT KVA

Istanbul 0,036 BIM

0,036 BGKG

0,036 HIH

U-FOCUS Associated Swedish Steels Aktiebolag 2) , 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

APH Associated Swedish Steels Phils., Inc., Pasing City 84,967 84,967 ASPAC KVA

BAG Böhler AG, Meerbusch 100,000 KVA

BBMG BÖHLER BLECHE MULTILAYER GmbH, Remscheid 100,000 100,000 BBG KVA

BBV BÖHLER B.V., Amsterdam 100,000 KVA

h


89

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Abkürzung Gesellschaft, Standort Gesamt mittelbar über Konsoliin

% in % dierung 1)

BZ Böhler Grundstücks Beteiligungs GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BAG KVA

BGKG Böhler Grundstücks GmbH + Co KG, Meerbusch 100,000 100,000 BZ KVA

BOK Böhler Kereskedelmi KFT., Dunaharaszti 100,000 KVA

BSG Böhler Schweißtechnik GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BAG KVA

BSB BÖHLER S.A.-N.V., Lokeren 100,000 KVA

BTSI Böhler Thyssen Saldatura S.p.A., Mailand 100,000 100,000 BTSD KVA

BTSCH Böhler Thyssen Schweißtechnik AG, Wallisellen 100,000 100,000 BTSD KVA

TSGD Böhler Thyssen Schweißtechnik Deutschland GmbH, Düsseldorf 100,000 100,000 BTSD KVA

BTSD Böhler Thyssen Schweißtechnik GmbH, Düsseldorf 100,000 50,000 BUHT KVA

BTSMX Böhler Thyssen Soldaduras, S.A. de C.V., Tlalnepantla 100,000 100,000 BTSD KVA

BTSF Böhler Thyssen Soudage S.A., Maurepas 100,000 100,000 BSGA KVA

BTSN Böhler Thyssen Sveiseteknikk A.S., Oslo 100,000 100,000 BTSD KVA

BTSBR Boehler Thyssen Técnica de Soldagem Ltda., Sao Paulo 100,000 100,000 BTSD KVA

BTWGR Böhler Thyssen Welding S.A., Athen 100,000 100,000 BTSD KVA

BOP Böhler Uddeholm CZ s.r.o., Prag 100,000 KVA

BVW Böhler Verwaltungs GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BAG KVA

BUB Böhler-Uddeholm Bearbeitungs GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BUD KVA

BUAM Böhler-Uddeholm Corporation, Rolling Meadows 100,000 100,000 UAB KVA

BED Böhler-Uddeholm Deutschland GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BUD KVA

BUF BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S., Mitry Mory 100,000 KVA

BUHT BÖHLER-UDDEHOLM HÄRTEREITECHNIK GMBH, Meerbusch 100,000 KVA

BUD Böhler-Uddeholm Holding GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BAG KVA

BUE Böhler-Uddeholm Iberica S.A., Barcelona 100,000 KVA

BUI Böhler-Uddeholm Italia SpA, Mailand 100,000 0,750 HIH KVA

BUCA Böhler-Uddeholm Ltd., Mississauga 100,000 100,000 UAB KVA

USSAB BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip Aktiebolag, 100,000 100,000 UAB KVA

62 Munkfors kommun

BSLK Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o., Martin 100,000 KVA

BUSMI Böhler-Uddeholm Specialty Metals, Inc., Rolling Meadows 100,000 100,000 BUAM KVA

BUSNA Böhler-Uddeholm Strip Steel, LLC, Brunswick 100,000 100,000 BUAM KVA

BUNL Bohler Thyssen Lastechniek B.V., Veenendaal 100,000 100,000 BTHNL KVA

BTWCA Bohler Thyssen Welding Canada Ltd., Toronto 100,000 100,000 BTSD KVA

BTWUS Bohler Thyssen Welding USA Inc., New York 100,000 100,000 BTSD KVA

BUUKW Bohler Thyssen Welding (UK) Limited, Oldbury 100,000 100,000 BTSD KVA

BUSA BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD, Sandown 100,000 KVA

BSS Bohler Uddeholm (Australia) Pty. Ltd., Sydney 100,000 KVA

BUBRA Bohler-Uddeholm do Brasil S.A., Sao Paulo 100,000 KVA

BUUK BOHLER-UDDEHOLM HOLDINGS (UK) LIMITED, Oldbury 100,000 KVA

BUSERV Bohler-Uddeholm Services, LLC, Rolling Meadows 100,000 100,000 BUAM KVA

BUUKB BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED, Oldbury 100,000 100,000 BUUK KVA

BTFI BTF S.p.A., Mailand 51,000 51,000 BTSD KVA

BUME BUMX DE MEXICO, S.A. de C.V., Estado de Mexico 100,000 99,99997 UAB KVA

0,00003 U-FINAN

DEN Densam Industrial Co Ltd., Taipei 91,425 51,000 ASPAC KVA

40,425 ATW

DIN DIN ACCIAI S.p.A., Senago 100,000 99,957 BUI KVA

ENPAR ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH, Gummersbach 80,000 80,000 BAG KVA

EMTEX Eschmann Textura Internacional LDA, Pataias 100,000 99,000 EMAETZ KVA

1,00 ESCH

EMAETZ Eschmann Textures International GmbH, Gummersbach 100,000 100,000 ESCH KVA

EVV Eschmann Vermögensverwaltungs GmbH, Gummersbach 100,000 KVA

ESCH EschmannStahl GmbH & Co. KG, Gummersbach 100,000 51,000 BUD KVA

49,000 EVV

EMSP Eschmann-Stahl Portugal Lda., Martinganca-Gare 90,000 74,000 EMAETZ KVA

16,000 ESCH

FLOTEK Flotek International Ltd., Glossop 52,010 52,010 ESCH KVA

h


90

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Abkürzung Gesellschaft, Standort Gesamt mittelbar über Konsoliin

% in % dierung 1)

FEGD Fontargen GmbH, Eisenberg 100,000 100,000 BTSD KVA

U-PROTEC Gastberget Aktiebolaget 2) , 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

GBW Gebrüder Böhler & Co. AG, Wallisellen 99,833 KVA

GMV GMV Eschmann International SAS, Viry 100,000 100,000 ESCH KVA

GREM Grabados Eschmann International S.L., Hospitalet DE LLob., 100,000 100,000 ESCH KVA

Barcelona

GRAV Gravutex Eschmann Intern. Ltd., Glossop 75,500 75,500 ESCH KVA

U.HAG.TC Hagfors Tooling Center Aktiebolag 2) , 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

HHBB Hilarius Haarlem Holland Beheer BV, Haarlem 100,000 100,000 BTHNL KVA

HHBV Hilarius Haarlem Holland BV, Haarlem 100,000 100,000 HHBB KVA

BTHNL Hilarius Holding B.V., Haarlem 100,000 100,000 BTSD KVA

IS4N Integrated Systems 4 e-Business AB, Hagfors 100,000 100,000 ISGA KVA

IS4D Integrated Systems 4 e-Business GmbH (D), Meerbusch 100,000 100,000 ISGA KVA

ISGNA Integrated Systems 4 e-Business, Inc., Rolling Meadows 100,000 100,000 BUAM KVA

BPOL Inter Stal Centrum Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia, 100,000 KVA

Warschau

ISGD IS Intersteel Stahlhandel GmbH, Meerbusch 100,000 100,000 BAG KVA

JING Jing Ying Industrial Co. Ltd., Taiwan 91,425 91,425 DEN KVA

KSGD Kestra Schweißtechnik GmbH, Neuss 100,000 100,000 BTSD KVA

LINE Linertech Engineering Ltd., Rotherham 100,000 100,000 BUUKB KVA

U-Mould. Mouldmec Aktiebolag 2) , 80 Malmö kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

UNORDM Nordmark-Klarälvens Järnvägsaktiebolag, 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

UBFI Oy Uddeholm Ab, Helsinki 100,000 100,000 UTOOL KVA

AID PT. Assab Steels Indonesia, Jakarta 100,000 100,000 ASPAC KVA

SACMA Sacma Acciai Speciali S.p.A., Turin 100,000 99,960 BUI KVA

SAND SANDA Tooling Ltd. 2) , Hongkong 100,000 100,000 AHK KVA

SCAN Scansteel Ltd., Samutprakarn 100,000 100,000 ASPAC KVA

BUUKS Schoeller-Bleckmann (UK) Ltd, Oldbury 100,000 100,000 BUUKB KVA

SBTE Soldadura Böhler Thyssen Espana S.A., Rubl Barcelona 100,000 100,000 BTSD KVA

SKAYB Soudokay S.A., Seneffe 100,000 100,000 BTSD KVA

SMB Soudometal S.A., Seneffe 100,000 100,000 BTSD KVA

TMST TOOL AND MOULD STEEL IRELAND LIMITED, Ennis 100,000 100,000 ESCH KVA

UBDK Uddeholm A/S, Kolding 100,000 100,000 UTOOL KVA

UBNO Uddeholm A/S, Oslo 100,000 100,000 UTOOL KVA

UBNL Uddeholm B.V., Amsterdam 100,000 100,000 UTOOL KVA

TTM-SC Uddeholm International Aktiebolag 2) , 85 Säffle kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

AJP Uddeholm K.K., Tokio 100,000 100,000 ASPAC KVA

BUUKU Uddeholm Ltd., Oldbury 100,000 100,000 BUUKB KVA

UFM Uddeholm Machining Aktiebolag, 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

UBBE UDDEHOLM N.V., Lokeren 100,000 100,000 UTOOL KVA

ASARG UDDEHOLM S.A., Buenos Aires 100,000 0,002 HIH KVA

UTECH Uddeholm Technology Aktiebolag, 83 Hagfors kommun 90,033 90,033 UTOOL KVA

UTOOL Uddeholm Tooling Aktiebolag, Hagfors 100,000 100,000 UAB KVA

UBSE Uddeholm Tooling Svenska Aktiebolag, 81 Mölndal kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

U-Tr.AB Uddeholm Trading Aktiebolag, 80 Stockholm kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

UAB Uddeholms Aktiebolag, 83 Hagfors kommun 100,000 KVA

U-FORSKN Uddeholms Forsknings Aktiebolag 2) , 83 Hagfors kommun 100,000 100,000 UTOOL KVA

UTPD UTP Schweißmaterial GmbH, Bad Krozingen 100,000 100,000 BTSD KVA

VIK Viking Tools (M) Sdn Bhd 2) , Batu Caves 95,000 95,000 AMY KVA

VH Villares Holdings N.V., Curacao 100,000 100,000 VM KVA

VM Villares Metals S.A., Sumaré 99,98973 99,98973 BUBRA KVA

VMNL Villares Metals International B.V., Dordrecht 99,98973 99,98973 VM KVA

VMSF Villares Metals Suomi Oy, Helsinki 99,98973 99,98973 VMNL KVA

BUUKH WARLEY DEBT COLLECTION AGENCY LIMITED, Oldbury 100,000 100,000 BUUK KVA

GBTTR GBT GEDIK BÖHLER THYSSEN KAYNAK SANAYI 50,000 50,000 BTSD KQA

VE TICARET ANONIM SIRKETI, Istanbul

h


91

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Abkürzung Gesellschaft, Standort Gesamt mittelbar über Konsoliin

% in % dierung 1)

BIM BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH, Wien 100,000 KEV

ABB ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A., Santa Cruz de la Sierra 100,000 98,000 ABP K0V

1,000 HIH

BRO BÖHLER ROMANIA S.R.L., Bukarest 100,000 99,000 BIG K0V

1,000 HIH

BUWB BÖHLER-UDDEHOLM WÄRMEBEHANDLUNG GMBH, Meerbusch 100,000 100,000 BED K0V

BUCRO BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o., Zagreb 85,036 85,036 BIG K0V

BASIA Bohlasia Steels Sdn. Bhd., Selangor 53,300 53,300 BIG K0V

UD-PENS BOHLER-UDDEHOLM (UK) Pens. Trust. Ltd., Oldbury 100,000 100,000 BUUK K0V

DEGE DEGECANDOR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.

Immobilien-Vermietungs KG, Eschborn

95,000 95,000 BAG K0V

ESCH-Bet Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH, Gummersbach 100,000 51,000 BUD K0V

49,000 EVV

EMPOL Eschmann Stal Sp. z o.o., Lomianki 100,000 100,000 ESCH K0V

SEND Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft 62,916 58,124 BAG K0V

Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG, Grünwald 4,792 BSG

HOTELBOE HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H., Kapfenberg 100,000 99,000 BEG K0V

1,000 BSTG

IS4AUS Integrated Systems 4 e-Business Australia Pty. Ltd., Guildford 100,000 100,000 ISGA K0V

IS4SING Integrated Systems 4 e-Business Pte. Ltd., Singapur 100,000 100,000 ISGA K0V

ISTPH Inter Stal Centrum Property Holding Sp. z o.o., Lomianki 100,000 100,000 BPOL K0V

ISTP Inter Stal Centrum Property Sp. z o.o., Warschau 100,000 100,000 ISTPH K0V

MMB Martin Miller Blansko Spol. s.r.o. (IN LIQUIDATION), Blansko 100,000 100,000 MM K0V

MMUS Martin Miller North America Inc. 2) , Smyrna 100,000 100,000 MM K0V

UEST Osaühing Uddeholm Tooling Eesti, Tallinn 100,000 100,000 UTOOL K0V

U-RUS Uddeholm Tooling C.I.S., St. Petersburg 70,000 70,000 UTOOL K0V

ULAT Uddeholm Tooling Latvia, Riga 100,000 100,000 UTOOL K0V

APK APK-Pensionskasse AG, Wien 5,860 1,730 BEG K0S

0,264 BYB

0,016 BSTG

0,257 BYG

0,125 BYP

0,481 BBG

0,086 BSGA

0,073 BVG

0,016 BIG

ÖFZS Austrian Research Centers GmbH – ARC, Wien 0,926 K0S

KSGP Bohler Thyssen Welding Pte. Ltd., Singapur 50,000 50,000 BTSD K0S

DAN Dan Spray A/S, Taastrup 50,000 50,000 UTOOL K0S

DOGA DOGA S.A., Maurepas 4,425 4,425 UTPD K0S

GAZ GAZ Gesellschaft für Akkreditierung und Zertifizierung mbH,

Düsseldorf

3,333 K0S

IMPORTK Importkohle GmbH, Wien 1,000 1,000 BEG K0S

BIRGI Industriegleiskonsortium Birgi, Wallisellen 24,958 24,958 GBW K0S

IVM IVM Industrieversicherungsmakler GmbH, Linz 33,333 K0S

MMPL Martin Miller Polska, Lodz 35,000 35,000 MM K0S

U-MUNK.V Munkfors Värmeverk Aktiebolag, Munkfors 40,000 40,000 USSAB K0S

MMEU SA Euracier, Saint Brice Sous Foret 20,000 20,000 MM K0S

UTPCH UTP-Schweißmaterial AG 2) , Basel 100,000 100,000 BTSD K0S

VARH Voest-Alpine Rohstoffhandel Gesellschaft mbH, Wien 9,280 9,280 BEG K0S

WIBAG Wiener Börse AG, Wien 2,914 K0S

1) KVI, KVA Vollkonsolidierung In- und Ausland 2) still gelegt

KEIV, KEAV Equity-Konsolidierung In- und Ausland, verbundenes Unternehmen

KEIS, KEAS Equity-Konsolidierung In- und Ausland, sonstige Beteiligung

K0V keine Konsolidierung, verbundenes Unternehmen

K0S keine Konsolidierung, sonstige Beteiligung

KQA, KQI Quotenkonsolidierung In- und Ausland

h


92 BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGS-

BERICHT AN DEN VORSTAND UND DEN AUFSICHTSRAT

DER BÖHLER-UDDEHOLM AKTIENGESELLSCHAFT

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Wir haben den von der BÖHLER-UDDEHOLM AG zum 31. Dezember 2004 nach den Vorschriften der International

Financial Reporting Standards (IFRS), übernommen von International Accounting Standards Board (IASB),

aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2004 sowie der

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Eigenkapitals

einschließlich der Anteile anderer Gesellschafter für das Geschäftsjahr 2004 sowie dem Anhang,

geprüft. Aufstellung und Inhalt dieses Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstands der

Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss

auf der Grundlage unserer Abschlussprüfung. Die Prüfung der im Konzernabschluss berücksichtigten

Jahresabschlüsse einzelner Tochtergesellschaften wurde zum Teil von anderen Abschlussprüfern durchgeführt.

Unser Prüfungsurteil beruht – soweit es diese Tochtergesellschaften betrifft – ausschließlich auf deren

Bestätigungen.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer

Durchführung von Abschlussprüfungen und unter der Beachtung der International Standards on Auditing

der International Federation of Accountants (IFAC) vorgenommen. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung

des Konzernabschlusses so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber

abgegeben werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Die Abschlussprüfung

schließt eine stichprobengestützte Prüfung der Nachweise für die Beträge und für die Angaben im

Konzernabschluss ein. Sie umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des

Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage

für unser Prüfungsurteil bildet.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein getreues

Bild der Vermögens- und Finanzlage der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2004 sowie

der Ertragslage und der Zahlungsströme der Geschäftsjahre 2004 in Übereinstimmung mit den International

Financial Reporting Standards (IFRS).

Nach österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften sind der Konzernlagebericht und das Vorliegen der

gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem

Recht zu prüfen. Wir bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss im

Einklang steht und dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung

eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.

Linz, am 18. Februar 2005

KPMG Alpen-Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Stephan Beurle

Mag. Gabriele Lehner

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Bei Veröffentlichung (mit Ausnahme der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichung) oder Weitergabe

des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (z.B. Verkürzung oder

Übersetzung in andere Sprachen) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert

noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

h


Die Division

High Performance

Metals

produziert

Ventilstähle

für hochbeanspruchte

Motoren,

die etwa

in der

Landwirtschaft

Verwendung

finden.

h


Return on Sales

(ROS)

Return on Equity

(ROE)

Return on Capital

Employed (ROCE)

Capital Employed

EBITDA-Marge

EBIT-Marge

Eigenkapitalquote

Gearing

Nettokreditverschuldung

95 KENNZAHLEN GLOSSAR

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)

Umsatz

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)

(Eigenmittel lfd. Jahr + Eigenmittel Vorjahr) x 0,5

Betriebserfolg (EBIT) x (1 – Konzernsteuersatz)

(Capital Employed lfd. Jahr + Capital Employed Vorjahr) x 0,5

= Eigenmittel

+ Fremdanteile

+ Langfristige Rückstellungen

– Aktive Steuerlatenzen

+ Nettokreditverschuldung

(Betriebserfolg + Abschreibungen)

Umsatz

Betriebserfolg (EBIT)

Umsatz

Eigenmittel

Bilanzsumme

Nettokreditverschuldung

Eigenmittel

= Verzinsliche Verbindlichkeiten

– Liquide Mittel

h


96 IMPRESSUM

BÖHLER-UDDEHOLM Geschäftsbericht 2004

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER

BÖHLER-UDDEHOLM AG

Modecenterstraße 14/A/3

A 1030 Wien

INFORMATIONEN

BÖHLER-UDDEHOLM AG

Investor Relations & Corporate Communications

Dr. Randolf Fochler

Sabrina Kaiser

T (+43-1) 798 6901-707

F (+43-1) 798 6901-713

randolf.fochler@bohler-uddeholm.com

sabrina.kaiser@bohler-uddeholm.com

www.bohler-uddeholm.com

KONZEPTION, PRODUKTION

SCHOLDAN & COMP. Aktiengesellschaft

Seilergasse 16

A 1015 Wien

GESTALTUNG

Cordula Alessandri

FOTO

Gregor Ecker

SATZ UND REINZEICHNUNG

Kreativstudio Marchesani

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten enthalten.

Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie „schätzen“, „erwarten“,

„planen“, „rechnen“, „Ziel“ etc. umschrieben. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch wesentlich

von den angenommenen zukunftsbezogenen Aussagen auf Grund verschiedenster Faktoren abweichen.

Zukunftsbezogene Aussagen sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. BÖHLER-UDDEHOLM

weist daher ausdrücklich darauf hin, dass eine Fülle von wichtigen Faktoren die tatsächlichen Ergebnisse

oder Ereignisse so beeinflussen kann, dass diese wesentlich von den Annahmen in zukunftsbezogenen

Aussagen abweichen.

© BÖHLER-UDDEHOLM AG

h


www.bohler-uddeholm.com

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