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Mit leichtem Gepäck reisen – Psalm 23 Teil 1 - FEG Visp

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<strong>Mit</strong> <strong>leichtem</strong> Gepäck <strong>reisen</strong> – <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> <strong>Teil</strong> 1GliederungI. Über die Kunst, mit <strong>leichtem</strong> Gepäck zu <strong>reisen</strong>…II. Über die Lasten, die wir mitunter mit uns herumschleppen…III. Über das Versprechen von Ps <strong>23</strong>…EinleitungHerzlich willkommen zum heutigen Gottesdienst, dem ersten Gottesdienst inunserer Gottesdienstserie über "<strong>Psalm</strong> <strong>23</strong>", dem wahrscheinlichberühmtesten <strong>Psalm</strong> in der Bibel. Fast jeder kennt diesen <strong>Psalm</strong>. Das Bild,das David in diesem <strong>Psalm</strong> zeichnet von Gott als dem, der um uns kümmertwie ein Hirte um seine Schafe, ist mehr als legendär.Ich weiss nicht, was für einen Bezug Ihr habt zu diesem <strong>Psalm</strong>. <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong>war der einzige biblische Text, den wir während unseres Konfirmations-Unterrichtes angeschaut haben. Es war zudem der einzige Text, den wirauswendig lernen mussten. Damals habe ich überhaupt nicht verstanden,wozu das gut sein soll. Später dann während des Theologie-Studiumsmussten wir viele verschieden Passagen der Bibel auswendig lernen: Dasganze 1. Kapitel der Offenbarung. Den ganzen <strong>Psalm</strong> 139. Das erste Kapiteldes Hebräer-Briefes und des 1. Johannesbriefes. Den ganzen Jakobusbrief(freiwillig ☺) und viele einzelne Verse anderer biblischer Texte. Und ich weissnoch, wie ich im Studium dachte: "DAS sind die Texte der Bibel, die manauswendig kennen muss. Texte, in denen es um "Hardcore-Theologie" geht.DAMIT hätten wir uns im Konf.-Unterricht auseinandersetzen sollen. Was istschon Ps <strong>23</strong> dagegen…!"Aber je älter ich werde, desto mehr hat gerade dieser <strong>Psalm</strong> von David fürmich an Bedeutung gewonnen. Nicht nur als Pastor im Dienst, sondern auchfür mich ganz persönlich. Und ich freue mich ganz fest darauf, mit Euch dienächste Zeit in diesem <strong>Psalm</strong> verbringen zu können.Für diejenigen von Euch, die sich während der nächsten Wochen gernevertieft mit <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> auseinandersetzen wollen, empfehle ich Euch das Buch"Leichter durchs Leben" des amerikanischen Schriftstellers Max Lucado. Ichselber habe das Buch mit enorm viel Gewinn gelesen und einen ganz neuenZugang zu diesem <strong>Psalm</strong> bekommen. Und wenn Max Lucado diesePredigtreihe mitbekommen würde, so würde er sicher bei manchem denken:"Das habe ich schon mal irgendwo gehört…" ☺.© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-1-


Ihr wart ja alle in den Ferien, und Ferien sind etwas tolles, aber was wenigertoll ist, das ist das Packen vor den Ferien. Ihr kennt das: Was nehme ich mit,was lasse ich zu Hause? Niemand schleppt sich gerne mit viel Gepäck ab,aber zu wenig dabei zu haben, ist ja auch nicht das Optimale. Und letztlich ist<strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> (Titelfolie) eine Anleitung, wie wir als Menschen mit "<strong>leichtem</strong>Gepäck" unterwegs sein können.I. Über die Kunst, mit <strong>leichtem</strong> Gepäck zu <strong>reisen</strong>…Ich muss ehrlich zugeben: Ich bin jemand, der sich schwer tut damit, mit<strong>leichtem</strong> Gepäck unterwegs zu sein. Ich gehöre eher zur Kategorie "Jägerund Sammler". Meine Frau ist da anders: Alle paar Monate wird rigoros allesdurchgemistet, und was im letzten Jahr nicht verwendet wurde, das kommtauf den Müll, in's Brockenhaus oder wird sonst irgendwie weitergegeben. Ichhabe schon viel dazugelernt (wenn man seine Frau im Rücken hat und beijedem Ding, das man in die Hand nimmt, Rechenschaft ablegen muss überSinn und Nutzen, dann lernt man zwangsläufig, Dinge loszulassen…), aberich merke, dass ich immer noch tendenziell dazu neige, Dinge eher zubehalten als wegzuwerfen.Beim Packen für den Urlaub geht es mir oft ähnlich. Als ehemaligerJungschar-Leiter habe ich gelernt, dass es etwas vom Wichtigsten ist, aufalle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Und der Wohnwagen bietet ja jedeMenge Möglichkeiten dazu. Die Fahrräder mussten unbedingt mit – das warklar. Gummistiefel für die Kinder ebenfalls – man weiss nie, wie das Wetterwird. Apropos Wetter: Natürlich gehört eine Regenjacke mit in's Gepäck. Undeine warme Jacke, denn man weiss nie, ob es kalt werden könnte. Und eineJacke für Wetter, das weder warm noch kalt ist. <strong>Mit</strong> den Hosen ist esgenauso. Unterwäsche nehme ich tendenziell sowieso immer zu viel mit –am Ende der Ferien landet ein grossteil davon unbenutzt wieder in derSchublade.Anfangs haben wir unsere Rollschuhe ebenfall eingepackt. Es könnte ja sein,dass wir mal Rollschuhlaufen gehen. Genauso eine Ersatz-Gasflasche, dennwenn das Gas ausgeht, ist das ziemlich blöd. Das Schweizer-Sackmessergehört ebenfalls in's Gepäck. Und dann natürlich Bücher – am Liebsten einganzer Stapel. Ich verreise eigentlich nie in die Ferien ohne nicht mindestenseinen ganzen Rucksack voll mit guten Krimis. Und dann das Handy, dasLadegerät, anständige Kopfhörer zum Musik-Hören, mein Notebook mit allemdrum und dran plus die externe Festplatte mit mindestens 65GB Film-Material – das sind rund 16 Filme. Denn man weiss nie, ob es schlechtWetter ist und man einen Film schauen will. Und wenn, dann will man ja eineentsprechende Auswahl haben.© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-2-


Auch Gummi-Boot-mässig sind wir im Wohnwagen super-gut ausgerüstet.Jedes Kind hat mindestens -2- verschiedene aufblasbare Gummi-<strong>Teil</strong>e fürin's Wasser. Dazu kommt noch das grosse Gummiboot mit den beidenPaddeln + das Extra-Paddel, falls eines der anderen kaputt geht. Und waswir nicht mitnehmen, aber sicher nicht schlecht wäre, wäre noch ein PaarSchneeschuhe, denn man weiss nie, wenn einem der Dalai-Lama begegnetund einem einlädt zu einem Besuch in Tibet ☺.Ihr merkt schon: Ich bin keiner, der gut mit <strong>leichtem</strong> Gepäck reist. Und wennes dann bergauf geht, macht sich das schnell einmal bemerkbar. Ich war echtfroh, dass wir dieses Jahr am Lötschberg nicht anhalten und danachanfahren mussten… Ich reise einfach nicht gerne mit <strong>leichtem</strong> Gepäck. Aberich merke, dass ich es lernen muss.Vielleicht denkt Ihr auch: "Dany, lass los. Du kannst eine Reise doch garnicht geniessen mit so viel Zeug. Warum lässt Du all das Gepäck nichteinfach los?" – Nun: Es ist lustig, dass Ihr das fragt. Denn die gleiche Fragemöchte ich eigentlich auch Euch stellen. Seid Ihr nicht auch dafür bekannt,einiges an Gepäck mit Euch herumzuschleppen?II.Über die Lasten, die wir mitunter mit uns herumschleppen…Denn genau das habt Ihr heute Morgen getan. Irgendwo zwischen demAufstehen und dem Schritt über die Schwelle raus aus der Wohnung habt IhrEuch einiges an Gepäck aufgeladen. Ihr seid rüber gegangen zurGepäckaufbewahrung und habt Euch einiges an Gepäck geschnappt.Vielleicht erinnert Ihr Euch nicht mehr daran, das getan zu haben. Der Grunddafür ist der, dass Ihr das gemacht habt, ohne darüber nachzudenken. Denndie Gepäckaufbewahrung, von der ich spreche, befindet sich nicht amFlughafen, sondern in unserem Kopf und unserem Herzen. Und bei denKoffer, die wir uns geschnappt haben, geht es nicht um Gepäckstücke ausLeder oder Kunststoff, sondern um Gepäckstücke aus "inneren Lasten".Der Koffer der eigenen Schuld. Ein Plastik-Sack voll mit Unzufriedenheit. Vonder einen Schulter hängt eine Tasche gefüllt mit Müdigkeit, und von deranderen eine mit Kummer. Dazu kommt ein kleiner Rucksack mit Zweifeln.Eine Handtasche mit Einsamkeit und ein grosser Rollkoffer mit Angst. Undziemlich schnell, ohne es zu merken, tragen wir mehr Gepäck mit uns herumals ein Gepäckträger. Kein Wunder, dass wir am Ende des Tages derartmüde sind. Immer so viel Gepäck mit sich herumzuschleppen macht auf dieDauer müde.© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-3-


Das gleiche, was Ihr mir sagt, sagt Gott auch zu Euch. "Leg das ganzeGepäck weg. Du trägst Dinge mit Dir herum, die Du nicht herumzutragenbräuchtest." Gott lädt uns ein und sagt: "Komm zu mir, alle, die Ihrschwere und ermüdende Lasten tragt, ich will Euch Ruhe geben" (Mt11.28).Das ist ein wunderbares Angebot von Gott. Jesus verspricht denen, dieschwere und ermüdende Lasten tragen, Ruhe zu geben. Ruhe für das Herz.Ruhe für die Seele. Wenn wir es zulassen, dann wird Jesus unsere Lastenerleichtern. Aber das hat mit Vertrauen zu tun. <strong>Mit</strong> Vertrauen, dass Gott unsgut führt und uns nicht im Stich lässt.Wer mit viel Gepäck unterwegs ist, der tut das, weil er die Verantwortung fürsein Leben vollumfänglich selber tragen will. "Vorbereitet sein" lautet dieDevise. Und aus lauter Vorsicht schleppen wir Dinge mit uns herum, dieeigentlich viel zu schwer für uns sind. Wir sind so beladen mit Sorgen, dasswir gar nicht mehr in der Lage sind, für uns zu sorgen.Gott verspricht, Lasten, die für uns zu schwer sind, für uns tragen. Aber dieFrage ist: Wie können wir Gott diese Lasten übergeben? – Lasst mich Eucheinen alten Freund vorstellen, der uns genau das lehrt: <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong>…III. Über das Versprechen von Ps <strong>23</strong>…1Ein <strong>Psalm</strong>. Von David. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichtsmangeln.2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillenWassern.3 Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfaden derGerechtigkeit um seines Namens willen. 4 Auch wenn ich wandere imTal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir;dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich.5 Du bereitest vor mireinen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Ölgesalbt, mein Becher fließt über.6 Nur Güte und Gnade werden mirfolgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus desHERRN. Für immer! (Ps <strong>23</strong>)Diese Worte von David, so alt sie auch sind, haben doch immer noch eineimmense Kraft. Sie hängen gerahmt in Krankenhäusern an der Wand, sindeingeritzt in Gefängnismauern, werden von jungen Menschen zitiert und vonSterbenden geflüstert. In diesen Zeilen haben Reisende einen sicherenHafen gefunden, Verängstigte einen Vater und Kämpfer einen Freund. Undweil dieser Text so geliebt wird, deshalb ist er auch so weit herum bekannt.Ps <strong>23</strong> wurde vertont in 100 Liedern, übersetzt in 1000 Sprachen und hat einZuhause gefunden in Millionen von Herzen.© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-4-


Eines dieser Herzen könnte Dein Herz sein. Was geht in Dir vor, wenn DUdiese Worte hörst? Welche inneren Bilder siehst Du vor Deinem geistigenAuge? Wohin führen DICH diese Verse von David? In ein Zuhause? An einKrankenbett? Oder vielleicht an ein Grab?Für den Pfarrer sind diese Verse, was der Schraubenzieher für einenAutomechaniker ist. Max Lucado schreibt, wie er <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> einem seinerFreunde vorgelesen hat, der im Sterben lag. Die Ärzte gaben ihm nur nochwenige Tage. Und als Lucado ihn besuchte, verstand er auch warum. SeinFreund Bill lag im Bett, das Gesicht aschfahl, abgemagert bis auf dieKnochen. Krebs hatte ihm alles genommen: Seinen Appetit, seine Kraft,seine Lebenszeit. Aber nicht seinen Glauben.Max Lucado schnappte sich einen Stuhl und setzte sich an das Bett desSterbenden und fing an, <strong>Psalm</strong> <strong>23</strong> vorzulesen. "Bill: 1 ...Der HERR ist meinHirte, mir wird nichts mangeln. – Bill drehte seinen Kopf, um die Wortebesser hören zu können. 2 Er lagert mich auf grünen Auen, er führt michzu stillen Wassern. 3 Er erquickt meine Seele. Er leitet mich in Pfadender Gerechtigkeit um seines Namens willen!"Als er zum vierten Vers kam, neigte Lucado seinen Mund ganz nahe an dasOhr seines Freundes Bill heran, damit er es wirklich gut verstehen konnte: 4Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich keinUnheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie tröstenmich.Und Lucado schreibt: "Er öffnete seine Augen nicht, aber er hob seineAugenbrauen. Er sprach nicht, aber seine Finger schlossen sich fest ummeine, und ich fragte mich, ob Gott ihm vielleicht gerade half, einiges anGepäck abzulegen: Die Last der Angst vor dem Sterben!" 1Darf ich Dich fragen: Trägst Du selber einiges an Gepäck mit Dir herum?Glaubst Du, dass Gott vielleicht gerade Ps <strong>23</strong> dazu verwenden könnte, umDich von dieser Last zu erleichtern? – Seht ihr: <strong>Mit</strong> leichten Gepäck zu<strong>reisen</strong> bedeutet, Gott die Lasten anzuvertrauen, für die wir nie gedachtwaren, dass wir sie tragen sollten.Warum versuchen wir nicht, mit <strong>leichtem</strong> Gepäck unterwegs zu sein? Umderer willen, die wir lieben. Wer ständig beladen und voller Gepäck durchsLeben rennt, hat keine Kraft mehr für andere. Wie soll man andere umarmen,wenn man selber die Arme voll hat? Wie soll man anderen helfen, die Lasten1 Max Lucado, "Travelling Light", p. 7.© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-5-


zu tragen, wenn man selber belastet ist? – Lern es, mit <strong>leichtem</strong> Gepäck zu<strong>reisen</strong> – um derer willen, die Du liebst.Wir sollen lernen, mit <strong>leichtem</strong> Gepäck zu <strong>reisen</strong>, um des Gottes willen, demwir dienen. Als Christ ist Dir klar, dass Gott uns gebrauchen möchte. Aberwie soll Jesus das tun, wenn wir ständig erschöpft sind? In den Ferien ist mirdas bewusst geworden, als meine Frau und ich uns bereit gemacht haben,um Joggen zu gehen. Und ich konnte mich nicht entscheiden, was ichanziehen sollte. Die Sonne schien zwar, aber bis eben gerade hatte es nochgeregnet. Es windete leicht. Soll ich ein T-Shirt mit oder ohne Ärmelnanziehen?– Der Jungschar-Leiter in mir gewann: Ich habe beides angezogen. Einärmelloses T-Shirt unten drunter, und eine normales oben drüber. Kurz,nachdem wir aus dem Camping-Platz raus waren und am Bodensee-Uferentlang liefen, kam die Sonne. Nach der Hälfte der Strecke war ich völligerschöpft, hatte viel zu heiss und konnte einfach nicht mehr. Während ichschwerfällig wie ein altersschwacher Elefant einen Fuss vor den anderensetzte, trabte meine Frau leichtfüssig wie eine Gazelle neben mir her. Wer zuviel dabei hat, wird langsam.Das gleiche, was für's Joggen gilt, gilt auch für den Glauben. Gott hat eingrosses Rennen vorbereitet, das Du laufen sollst. Unter seiner Leitungkommst Du an Orte, an denen Du noch nie gewesen bist und dienst IHM aufeine Art und Weise, wie Du es Dir vielleicht nie erträumt hättest. Aber damitdas möglich wird, müssen wir lernen, einiges an Gepäck abzulegen. Wie sollman anderen von Gnade erzählen, wenn man selber voller Schuld ist? Wiesoll man andere trösten, wenn man selber entmutigt ist? Wie kann manjemandem helfen, seine Last zu tragen, wenn man die Arme voll hat mit dereigenen?Um derer willen, die Dich lieben – reise mit <strong>leichtem</strong> Gepäck. Um des GottesWillen, der Dich gebrauchen will – reise mit <strong>leichtem</strong> Gepäck. Und um Deinereigenen Freude willen – reise mit <strong>leichtem</strong> Gepäck.Es gibt einige Lasten in unserem Leben, die wir schlichtweg nicht tragenkönnen. Und Gott bittet uns, diese Lasten abzulegen und stattdessen IHM zuvertrauen. Er ist wie der Vater an der Gepäckaufbewahrung. Wenn ein Vatersieht, wie sein 5-jähriger Sohn versucht, den Familienkoffer vomGepäckband herunterzunehmen, was wird er wohl zu seinem Sohn sagen? –Er wird das sagen, was Gott genauso auch zu Dir und mir sagt: "Lass es gutsein, mein Kind. Den nehme ich!"© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-6-


Wenn wir Gott ernst nehmen mit diesem Angebot, werden wir ein ganzesStück "leichter" durchs Leben gehen. Als ich meine eigenen Schwierigkeitenmit dem Packen für die Ferien beschrieben habe, habe ich natürlich etwasübertrieben. Die Sache mit den Schneeschuhen zB. hat mich noch niewirklich beschäftigt. Aber Gottes Angebot kann man gar nicht genug betonen:"All Eure Lasten werft auf IHN – denn ER sorgt für Euch!" (1Petr 5.7)Ich hoffe, diese Reise durch Ps <strong>23</strong>, die wir in den nächsten Wochengemeinsam machen, ist Euch eine Hilfe dafür, dieses Angebot zu entdeckenund auch in Anspruch zu nehmen. Warum setzt Du Dich nicht diese Wochemal eine halbe Stunde hin und betest darum, dass Gott Dir zeigt, welches dieLasten sind, die Du trägst. <strong>Mit</strong> einem Stift und einem Blatt Papier. Und dannschreibst Du auf, was Gott Dir zeigt. Vielleicht ist es dran, mit einem gutenFreund über diese Liste zu sprechen, damit ihr dann gemeinsam dafür betenkönnt, dass Gott Euch zeigt, WIE Ihr diese Lasten loslassen könnt.-Amen-© Diese Predigt ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ausserhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes istohne Zustimmung des Copyright-Inhabers unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung und die Einspeicherung undVerarbeitung in elektronischen Systemen. © Copyright 2009 by Daniel Rohner, <strong>FEG</strong> <strong>Visp</strong>-7-

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