Senioren-Info 2'12 - Stadt Wolfratshausen

wolfratshausen.de

Senioren-Info 2'12 - Stadt Wolfratshausen

Veranstaltungen Informationen

SeniorenInfo

Mitteilungen des Seniorenbeirates im

Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen

Juli-September 2012 - Nr.3

Ihr Exemplar kostenlos

zum Mitnehmen


Zentrumsnah im Grünen umsorgt...

Zentrumsnah und eingebettet in ein großzügiges Waldgrundstück bietet das

Caritas-Seniorenheim St. Hedwig über 100 rüstigen und hilfebedürftigen

älteren Menschen ein neues Zuhause.

Allen Bewohnern stehen schöne helle Einzelzimmer zur Verfügung.

Zu unseren Mitarbeitern gehört seit vielen Jahren die Ordensgemeinschaft

der „Dienerinnen vom Kinde Jesu“ Kroatien.

Kommen Sie uns doch mal besuchen und überzeugen Sie sich selbst.

Caritas Seniorenheim St. Hedwig

Geretsried

Adalbert-Stifter-Straße 56, 82538 Geretsried

Telefon 08171/386 18-0 oder 386 18-12

Fax 08171/386 18-27, E-Mail: st-hedwig@caritasmuenchen.de


Inhaltsverzeichnis

Wichtige Telefon-Nummern 2

Vorwort 3

Seniorenbeirat aktuell 4

Wissenswertes zum Thema Pflege “3. Pflege-Qualitätsbericht der Kassen” 6

Die Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes 10

Beschäftigung osteuropäischer Haushaltshilfen 13

Vorsorge durch Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung 15

Zuzahlungen im Gesundheitsbereich “Wie viel wofür?” 16

2. Seniorenmesse in Wolfratshausen “Das Leben leben”

Aus sozialen Organisationen...

20

o Caritas: Die Kontaktstelle”Alt und Selbstständig” 22

o Malteser: Finanzielle Unterstützung für alte Menschen... 23

o Die Senioren-Sicherheitsberater 25

o VdK: “Wer nichts für andere tut...” 26

Termine 27

Wandervorschlag: Jochberg 28

Buchvorstellung: Altern wie ein Gentleman 30

Impressum 32

� mitten im Grünen gelegen

��geräumige Einzel- und Doppelzimmer

� eigene moderne Pflegeabteilung

� umfangreiches Betreuungsangebot

durch unser eigenes Ergotherapieteam

Senioren- und Pflegeheim Gut Schwaigwall . Schwaigwall 1 . 82538 Geretsried

Telefon 08171/ 176 10 . info@schwaigwall.de . www.schwaigwall.de

1

Ihr familiäres Zuhause

im Herzen des Voralpenlandes...

� viele Gemeinschaftseinrichtungen

��schöne Gartenanlage mit Gebirgsblick

� abwechslungsreicher Menueplan

aus unserer hauseigenen Küche

(... offen für Sonderwünsche)


Wichtige Telefon-Nummern

Polizei 110 Rettungsdienst/Notarzt 112

Feuerwehr 112 Krankenbeförderung 1 92 22

Bayr. Rotes Kreuz 08041-76550 Bad Tölz, Schützenstraße 7

Caritas - Bad Tölz 08041-79316100 Bad Tölz, Klosterweg 2

- Geretsried 08171-98300 Geretsried, Graslitzer Straße 13

Malteser Hilfsdienst 08171-43630 Wolfratshausen, Hans-Urmiller-Ring 24

VdK 08041-761253 Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen-

Miesbach: Bad Tölz, Karwendelstraße 5

Seniorenbeirat des Landkreises Frau Bäumler 08041-505 280

Senioren-Info-Telefon Frau Bäumler 08041-505 280

Seniorenberatung des Landkreises

Mobile Seniorenhilfe Frau Frick 08041-505 366

Frau Müller-Jansse 08041-505 236

Selbsthilfe-Kontaktstelle Frau Erlacher 08041-505 121

Engagementförderung Frau Weiß 08041-505 307

Betreuungsstelle Frau Schuth 08041-505 405

Essen auf Rädern (Warm- und Tiefkühlkost)

Bayerisches Rotes Kreuz 08171-934525

Malteser Hilfsdienst 08171-43630

Hausnotruf Bayerisches Rotes Kreuz 08041-76550

Malteser Hilfsdienst 08171-43630

Mobile Soziale Dienste – Einkaufshilfen, Haushaltshilfen

Arbeiterwohlfahrt 08041-8456

Bayerisches Rotes Kreuz 08171-43060

Caritas Kontaktstelle „Alt und Selbständig“ 08041-79316101

Malteser-Hilfsdienst 08171-43630

Palliativpflege, ambulant

Christophorus Hospizverein 08171-999155

Pflege, ambulant

Bayerisches Rotes Kreuz 08171-93450

Ambulanter Dienst Isarwinkel 0800-12 70 270

Ambulanter Pflegedienst Grötsch & Kollmeier 08041-8084838

Caritas-Sozialstation Bad Tölz 08041-793 16 110

Wohnraumberatung

Frau Bäumler, LRA Seniorenberatung 08041-505 280

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie auch im Seniorenkompass,

kostenlos erhältlich bei jeder Stadt- und Gemeindeverwaltung des Landkreises

2


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

die Ergebnisse des kürzlich in Berlin vorgelegten 3. Pflegequalitätsberichtes,

das Ende April in den Bundestag eingebrachte

Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) und die nun

in Kraft getretenen Ausführungsbestimmungen zum

„Bayerisches Pflege- und Wohnqualitätsgesetz“ sind Anlass

für einige Autorenbeiträge in dieser Ausgabe.

Sie werden von Absichten, echten Verbesserungen, guten Pflegenoten unserer Heime, aber

auch von Defiziten z.B. bei der Betreuung Pflegebedürftiger und der Ausstattung in stationären

Einrichtungen lesen. Wir werden für sie den Kostenwirrwarr bei den Zuzahlungen

verständlich ordnen und berichten, wie man legal eine Haushaltshilfe auch für Betreuung

und leichte pflegerische Tätigkeiten zu Hause beschäftigen kann. Dass nicht alle Mitmenschen

im Alter finanziell ausreichend abgesichert sind beweist die Notwendigkeit

der Sozialpatenschaft des Malteser Hilfsdienstes.

Freuen sie sich auf die Lektüre dieser Ausgabe, finden sie darin wichtige Antworten zur

möglichen Betreuung und Pflege. Orientieren Sie sich an den aufgezeigten Fortschritten,

Verbesserungen und den vielfältigen offenen, ambulanten und stationären Hilfsangeboten.

Erfreulich viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie professionelle Fachkräfte

in allen Kommunen, Organisationen, Nachbarschaftshilfen oder örtlichen Initiativen werden

zusammen mit Ihren Angehörigen Ihnen gerne beistehen. Die „Caritas Kontaktstelle

Alt und Selbständig“ die Sicherheitsberater und Ehrenamtliche des VdK werden hierzu

stellvertretend vorgestellt.

Eine gute Möglichkeit,s um noch lange fit zu bleiben, ist Bewegung im Alter. Ich empfehle

deshalb unsere regelmäßigen Wandervorschläge und die Teilnahme am Seniorensport.

Sven Kuntze, ehemaliger ARD-Moderator und Auslandskorrespondent will „Altern wie ein

Gentleman“ - näheres finden Sie dazu in der Buchbesprechung von Apotheker Dieter Höflich.

Gleichzeitig wünsche ich Ihnen im Sinne von Pater Anselm Grün, in guter Weise älter

zu werden - und getreu dem Motto der 2. Seniorenmesse Wolfratshausen – Ihr Leben zu

leben.

Ihr Gerd Huber, Seniorenbeirat

Hier könnte Ihre Werbung stehen! Für nur 89,- 3

zzgl. MwSt. Mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren

erreichen Sie mit Ihrer Anzeige genau Ihre

Zielgruppe. Rufen Sie doch mal an...

3

FREESE

WERBEAGENTUR

Telefon 08176-998558

info@freese-werbung.de


Seniorenbeirat Aktuell

In diesem Jahr tagte der dreizehn Personen

umfassende Seniorenbeirat des

Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen im

Januar und März im Landratsamt und zuletzt

am 24. April im Rathaus Icking. Zu

vier Themen, die eingehend behandelt

wurden, möchte ich hier berichten:

Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

des Landkreises,

• Generationen übergreifender Dialog,

• Situation von Senioren mit Migration

hintergrund,

• Satzungsergänzung für verbesserte

Information und Mitwirkung

des Seniorenbeirates.

1. Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

des Landkreises:

In mehreren Sitzungen berieten die Beiräte

die einzelnen Handlungsfelder und

machten über die Vertreter des Seniorenbeirates

in der Expertenkommission konkrete

Vorschläge für die Ausgestaltung

und Umsetzung. Landrat Josef Niedermeier

betont in seinem Vorwort „ Es ist

neben der Politik auf Landes- und Bundesebene

Aufgabe des Landkreises und der

Kommunen, die Lebensbedingungen und

Lebensräume so zu gestalten, dass sie den

Bedürfnissen der immer älter werdenden

Seniorinnen und Senioren entsprechen

und somit zu einem möglichst langen Verbleib

in der gewohnten Umgebung verhelfen

sollen.“

Im März 2012 ist die 216 Seiten und 11

Handlungsfelder umfassende Endversion

vom Kreistag ohne Beschluss zur Kenntnis

genommen worden. Über die Internet-

Homepage des Landratsamtes Bad Tölz

und den Link „Senioren“ ist das öffentlich

zugängliche Konzept für jeden Mitbürger

einseh- und herunterladbar.

2. Generationen übergreifender Dialog:

Ein nachdenklicher Seniorenbeirat (Autor)

sah durch Veröffentlichungen, beispiel-

4

von Seniorenbeirat Gerd Huber

weise des Buches „Methusalem Komplott“

von FAZ-Mitherausgeber Frank Schirmacher

oder die Äußerungen von Jungpolitikern

unter anderem des Bundestagsabgeordneten

Philipp Missfelder, der eine

Begrenzung medizinischer Leistungen für

ältere Senioren forderte, zwar noch keinen

Krieg der Generationen heraufziehen,

aber Handlungsbedarf für einen Dialog

mit der jüngeren Generation. Die Mehrheit

des Gremiums sah dies anders, war

sich jedoch einig, dass man nicht nur mit

der jungen, sondern mit allen Generationen

im freundschaftlichen Dialog und solidarischen

Miteinander sein sollte, um

dadurch einen „win&win“ Effekt bzw.

Nutzen für die gesamte Gesellschaft zu

haben. Der Generationenvertrag ist nach

Auffassung des Seniorenbeirates nicht gefährdet!

Meinung des Gremiums: die

große Mehrheit der Jugend ist charakterlich

gefestigt und in Familie, Schule, Vereinen

oder sozialen Netzwerken beheimatet

und engagiert. Hierbei findet auch der

notwendige Dialog Jugendlicher mit Erwachsenen

oder älteren Mitbürgern statt.

Die Geschäftsführerin des Kreisjugendringes,

Barbara Oberhofer, hält nichts von

Diskussionsforen oder Generationen übergreifenden

Arbeitskreisen, weil dies die

jungen Menschen langweilt. Für gesellschaftliche

Themen sei die Jugend nur

über neue Medien und Konzepte erreichbar.

Deshalb werden sich Senioren als Interview-Partner

für Jugendliche anlässlich

der diesjährigen Handyclips-Aktion für 12

bis 27-jährige „Ein- und Mitwirken“ zur

Verfügung stellen.

3. Situation von Senioren mit Migration-

hintergrund:

Vom Vorsitzenden Rupert Englbrecht angeregt

und bereits in der Delegiertenversammlung

2011 angekündigt, befasste sich

der Seniorenbeirat in zwei Sitzungen mit

diesem Thema. In der Beratung wurde

schnell festgestellt, dass zuerst Licht in die


Seniorenbeirat Aktuell

komplizierte Vielfalt der nationalen Herkunftsländer

und hiesigen Lebensstrukturen

gebracht und die Anzahl der älteren

Migranten im Landkreis erst festgestellt

werden muss. Deshalb haben im Auftrag

des Seniorenbeirates der stellvertretende

Vorsitzende August Möller und die Leiterin

des Fachbereiches Senioren im Landratsamt,

Frau Christiane Bäumler, einen

Befragungsbogen für die örtlichen Seniorenbeauftragten

kreiert, um mit deren

Hilfe und den örtlichen Meldeämtern notwendige

Daten und Fakten für die dann

letztlich zu treffende Entscheidung zu

sammeln: „Besteht überhaupt ein Handlungsbedarf

für den Seniorenbeirat?“

Auch in der Delegiertenversammlung der

Landkreisseniorenvertretung am 15. Juni

2012 im Landratsamt steht dieses Thema

auf der Tagesordnung. (Diese Versammlung

findet jedoch nach Redaktionsschluss

statt, wir berichten deshalb in der SeniorenInfo

Nr. 4-2012)

4. Satzungsergänzung:

Seit Juli 1998 regelt die Aufgaben und die

Zusammensetzung des Landkreisseniorenbeirates

eine vom Kreistag auf der Grundlage

von Artikel 14a und 17 der

Landkreisordnung des Freistaates Bayern

beschlossene Satzung. Um die Effizienz

des Informationsflusses zu verbessern,

wurde am 17.01.2012 ein Satzungsergänzungsantrag

zu den beiden folgenden

Punkten an Landrat Josef Niedermeier mit

der Bitte um Beschlussfassung im Kreistag

gestellt.

1. (§ 9.6) Der/die Vorsitzende des Seniorenbeirates

erhält die Tagesordnung aller

Kreisausschüsse und des Kreistages, um

rechtzeitige Stellungnahmen des Seniorenbeirates

zu seniorenrelevanten Angelegenheiten

zu ermöglichen. Über ein

Vortragsrecht der/des Vorsitzenden in den

vorgenannten Gremien entscheiden diese

im Einzelfall.

5

2. (§ 8.1) Der Seniorenbeirat besteht aus

dem Vorstand, 10 Beisitzer/innen, der/dem

Landkreis-Behindertenbeauftragten oder

einer von ihm benannten Vertreter/in

sowie einer Vertreter/in des Landratsamtes,

beide ohne Stimmrecht.

Damit kann der Seniorenbeirat sich noch

besser für die älteren Mitbürgerinnen und

Mitbürger und in enger Zusammenarbeit

mit dem Behindertenbeauftragten und

dem Arbeitskreis für „Menschen mit Behinderungen“

koordiniert einsetzen.

�����������������������

Josefistift

...im Heim Daheim!

����������������������������������������

����������������������

����������������������������������

�����������������������������

��������������������������������������

���������������������������

�������������������������������

�������������������������������������

�����������������������������������

����������������

��������������

������������������


Wissenswertes zum Thema Pflege

Dritter Pflege-Qualitätsbericht

der Krankenkassen

Fortschritte JA – aber weiterhin Defizite

in der stationären und ambulanten

Pflege

Am 24. April 2012 haben in Berlin der

Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen

und der Medizinische Dienst

Bund gemeinsam diesen Bericht veröffentlicht.

Er sieht gegenüber 2007 nun

Fortschritte vor bei der Ernährung und

Flüssigkeitszufuhr sowie im Umgang mit

Menschen mit Demenz. Dem Bericht zufolge

hat sich die Qualität der Pflege in

Teilbereichen positiv weiterentwickelt.

Aber das heißt nicht, dass es überall gut

ist, so Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-

Spitzenverbandes.

Für Bundesgesundheitsminister Daniel

Bahr (FDP) ist alarmierend, dass in

Deutschland rund 140.000 Menschen fixiert

werden, aber bei jedem Zehnten

die erforderliche richterliche Genehmigung

fehlt. Eine große Herausforderung

für ihn ist der Umgang mit Demenz,

denn 61 % der Pflegebedürftigen leiden

an dieser Krankheit. Demenzkranke und

deren Angehörige sollen deshalb nach

dem Willen des Bundesgesundheitsministers

ab 2013 bessere Leistungen erhalten.

Dass auch in Bayerischen Pflegeheimen

Fixierungen ohne richterliche Genehmigung,

mangelnde Hilfe und wenig Zuwendung

vorkommen, ist das Ergebnis

einer Studie des Medizinischen Dienstes

der Krankenkassen (MDK). Er wertete

im Zeitraum 2009-2010 die Daten von

972 Heimen mit knapp 11.000 Bewohnern

und von 1175 ambulanten Pflegediensten

mit knapp 7000 Patienten aus.

Laut Winfried Fischer vom MDK-Bayern

gibt es Nachhohlbedarf in wesentlichen

Kompetenzbereichen der Pflege. Zum

Beispiel: SCHMERZEN: Nur bei jedem

6

von Seniorenbeirat Gerd Huber

zweiten Pflegebedürftigen mit chronischen

Schmerzen werden die Beschwerden

systematisch abgefragt und

entsprechend reagiert. WUNDLIEGEN:

Rund 5,4 % der Heimbewohner und 4,3

% der ambulant betreuten Patienten

weisen einen Dekubitus auf. Erfasst wird

nicht, wo dieser entstanden und wer

dafür verantwortlich ist. Hier wurden im

Vergleich zum 2. Pflegebericht 2007 leider

keine Fortschritte erreicht. FIXIE-

RUNG: Leider sind Fixierungen nicht

vermeidbar, aber nur bei 87% lag die

hierzu notwendige richterliche Genehmigung

vor.

Anmerkung des Autor: In den Heimen

des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

und Garmisch-Partenkirchen wird durch

die Umsetzung des „Werdenfelser Weg“

versucht, Fixierungen auf ein Mindestmaß

zu reduzieren.

(siehe Ruth Pirschel, Kreispflegeheim

Lenggries in SeniorenInfo Nr.02-2012, S.10)

UMGANG MIT DEMENZ: Fast jeder dritte

Demenzkranke in Bayern erhält kein geeignetes

psychosoziales Angebot, Pflegekräfte

achten nicht ausreichend auf

dessen Wohlbefinden. Gerade für die

Bewohner oder Patienten wäre Zuwendung

und Rücksicht auf Vorlieben und

Gewohnheiten besonders wichtig, um

den Verlauf der Krankheit nicht zu beschleunigen.

ERNÄHRUNG UND TRIN-

KEN: Laut MDK-Bayern ergab sich hier

zwar eine „deutliche Verbesserung“, jedoch

bei einem Viertel der Gepflegten

werden nicht die erforderlichen Maßnahmen

zur Ernährung und Flüssigkeitsversorgung

erbracht. Im Klartext heißt

das, dass Menschen mit Schluckbeschwerden

keine geeignete Kost bekamen,

individuelle Speisevorlieben keine

Berücksichtigung fanden oder nicht darauf

geachtet wurde, dass der Pflegebe


Wissenswertes zum Thema Pflege

dürftige ausreichend Flüssigkeit zu sich

nimmt oder bekommt.

Caritas und Innere Mission kritisieren die

negative Darstellung der in Heimen geleisteten

Arbeit und fordern „Mehr

Wertschätzung für Altenpflege“ sowie

eine Verbesserung der Rahmenbedingungen

durch die Politik. Die Innere

Mission übt daher auch scharfe Kritik an

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.

Seine „Pflegereform“ ist für Vorstand

Günther Bauer das Papier nicht wert,

auf dem sie gedruckt ist. Seit Einführung

der Pflegeversicherung im Jahre 1995

hätten die Leistungen durch Inflation

um 25% an Wert verloren, einen Ausgleich

habe es nie gegeben. Dass sich

trotz dieser widrigen Bedingungen die

Qualität der Pflege in Heimen und ambulanten

Pflegediensten verbessert

habe, aber in der öffentlichen Berichterstattung

zum Qualitätsbericht unerwähnt

blieb, sei ein „Schlag ins Gesicht

der Pflegekräfte, die gute Arbeit leisten.“

Wenn unter diesen unzureichenden

Bedingungen bei gleich bleibendem

Pflegeschlüssel die Qualität der

Pflege in Teilbereichen verbessert

wurde, müsse dies auch als positive Leistung

gesehen und anerkannt werden.

Pflegekritiker Claus Fussek sieht sich jedoch

durch den dritten Qualitätsbericht

in seinen Aussagen und Forderungen

bestätigt. In wesentlichen Kernbereichen

der Pflege habe es zu früher keine

Verbesserungen gegeben. Es werden

immer noch zu viele Menschen fixiert,

zwangsernährt oder durch Psychopharmaka

ruhig gestellt. Das MDK-Benotungssystem

ist für ihn absurd und

gehöre in die Mülltonne, weil alles nur

auf eine gute Dokumentation ausgerichtet

ist. Die Kunden/Patientenbefragungen

sind der reinste Zynismus, weil

sich die befragten Bewohner in einem

7

massiven Abhängigkeitsverhältnis befinden.

Wenn nur das dokumentiert wird,

was auch mit dem vorhandenen Pflegepersonal

geleistet werden kann, dann

würde für die Pflegekassen sehr rasch

und glaubhaft deutlich, dass nur mit zusätzlichen,

motivierten Pflegekräften

die geforderte gute Pflege möglich ist.

Nur mit mehr Ehrlichkeit und Zivilcourage

der Pflegekräfte und einer Allianz

der gemeinsamen Verantwortung mit

transparenter Diskussion der Schwachstellen,

sind laut Fussek Verbesserungen

der Rahmenbedingungen durch die Politik

möglich. Deutschland braucht einen

„Rettungsschirm PFLEGE“. (Siehe auch

Interview mit Claus Fussek in der Senioren-Info

Nr. 2-2012, Seiten 4-9)

Übrigens, eine von mir gegenwärtig ehrenamtlich

begleitete, sehr pflegebedürftige

84-jährige Dame wird in einem

südlichen Pflegeheim vorbildlich gepflegt,

betreut und deren Verfügungen

in der Patientenverfügung vom Hausarzt

und Pflegepersonal beachtet. Bei

meinen Besuchen in mehreren Pflegeheimen

sehe ich das stete Bemühen des

Pflegepersonals, aber auch die zeitliche

Begrenztheit, sich mehr und individuell

um die anvertrauten Menschen zu kümmern.

Hier sind auch der Angehörige,

die Verwandten, Nachbarn oder Mitbürger,

also die Gesellschaft vor Ort gefordert,

den pflegebedürftigen Mitmenschen

die gebotene Aufmerksamkeit

und erhoffte Zuwendung durch Besuche

und entlastende Hilfen angedeihen zu

lassen.

Nachstehend veröffentlichen wir für unsere

Leser, trotz häufiger Kritik am

MDK-Bewertungssystem, die Pflegenoten

und Tageskosten, ohne Investitionskostenpauschale

(Pflegestufe 1) aller

stationären Pflegeeinrichtungen im

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.


Wissenswertes zum Thema Pflege

Benotungen aller stationären Pflegeeinrichtungen

im Landkreis auf einen Blick. (Stichtag 01.03.2012)

AOK - Pflegenavigator Tagessatz ohne Investitionskostenpauschale

Nr. Standort Name des Heimes

8

MDK-

Note

Gesamt

Prüfung Note Tagessatz

Pflegestufe I

01 Bad Heilbrunn Pflegezentrum Alpenhof 3,2 1,7 68,40 €

02 Bad Tölz Haus am Park Pflegestation 1,1 1,0 72,84 €

03 Bad Tölz Pater-Rupert-Mayer Heim 1,1 1,0 75,90 €

04 Bad Tölz Pflegezentrum Isarwinkel 1,4 1,3 73,12 €

05 Bad Tölz Städt. Pflegeheim Josefistift 1,6 1,0 77,88 €

06 Benediktbeuern AWO-Pflegeheim 1,8 1,2 77,04 €

07 Egling Pflegeheim Riedhof 1,6 1,0 73,45 €

08 Geretsried Caritas-Heim St.Hedwig 1,0 1,1 78,99 €

09 Geretsried Domizil Haus Elisabeth 1,2 1,3 69,37 €

10 Geretsried St. Ursula Pflegeheim GmbH 1,2 1,2 73,50€

11 Geretsried Haus Gartenberg *) 1,3 1,2 78,88 €

12 Geretsried Pflegeheim Schwaigwall 1,5 1,0 72,39 €

13 Kochel am See Seehof, Seniorenwohnheim 1,1 1,0 73,61 €

14 Lenggries Kreispflegeheim 1,3 1,0 75,29 €

15 Lenggries Fachklinik-Pflegezentrum 2,2 1,1 71,57 €

16 Schlehdorf Wohn- und Pflegeheim 2,1 1,1 64,34 €

17 Wolfratshausen AWO-Zentrum *) 1,1 1,0 85,15 €

18 Wolfratshausen Seniorenwohnpark Isar-Loisach 1,4 1,0 70,90 €

*) Schwerpunkteinrichtung für die Pflege Demenzerkrankter

Beachtenswert ist, dass zwölf von achtzehn

Pflegeheimen im Landkreis = 67 %

durch den Medizinischen Dienst der

Krankenkassen (MDK) besser bewertet

wurden als die mit 1,5 schon sehr gute

Landesdurchschnitt-Gesamtnote.

Das gegenwärtige Benotungssystem

wird aber nicht nur bei Heimträgern, Experten,

Sozialpolitikern und dem MDK

selbst kritisch gesehen, weil einer optimalen

Dokumentation und anderen Kriterien

mehr Gewicht als pflegerelevanten

Prozessen beigemessen wird. Leider

scheiterten die bisherigen Bemühungen

auf Bundesebene, ein besseres

und verständlicheres Prüfverfahren auf

den Weg zu bringen, am Veto eines kleinen

Interessenverbandes privater


Wissenswertes zum Thema Pflege

Pflegeanbieter (5%). Die Politik ist nun

gefordert, Voraussetzungen zu schaffen,

die Mehrheitsbeschlüsse in den zuständigen

Gremien zuzulassen. Dies ist im Interesse

der Kunden und Anbieter

dringend indiziert.

Ich rate aber den Angehörigen oder künftigen

Kunden, sich nicht nur an diesem

Den Pflegekräften, Pflegedienst- und Heimleitungen, aber besonders auch ehrenamtlich

engagierten Personen vor Ort, die in die Heime gehen und im Sinne von

mehr Menschlichkeit und Zuwendung für ihre Angehörigen und andere Bewohner

der stationären Einrichtungen die professionellen Kräfte entlasten, gebührt

Anerkennung und Dank für meist vorbildliches und aufopferungsvolles Handeln.!

Fair.

Menschlich.

Nah.

9

Notenspiegel zu orientieren, sondern sich

selbst in den wohnortnahen Einrichtungen

umzusehen. Sich ein Bild von der Ausstattung,

den Angeboten, der Sauberkeit und

besonders dem menschlichen Klima in den

jeweiligen Einrichtungen zu machen, ist

eine gute Möglichkeit und Lösung bei der

Auswahl einer Pflegeeinrichtung.

� Sparkasse

Bad Tölz-Wolfratshausen

Ihre Bank vor Ort - seit über 150 Jahren


Wissenswertes zum Thema Pflege

Die Verordnung zur Ausführung des Pflege- und

Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) gültig seit 01.09.2011

Bauliche Mindestanforderungen

Mindestens 14 qm für ein Einzelzimmer

im Pflegeheim schreibt die neue Verordnung

vor!

Mit Inkrafttreten der Föderalismusreform

2006 wurde die Gesetzgebungszuständigkeit

des Bundes im Heimrecht,

trotz heftiger Proteste von vielen Fachstellen,

auf die Bundesländer übertragen.

Solange noch kein neues

Länder-Heimrecht verabschiedet wurde,

gilt weiterhin das Bundes-Heimrecht.

Am 1. Oktober 2009 hat bundesweit das

Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz

(BGBl. 2009 I S. 2319) die §§ 5-9 HeimG

abgelöst. So wurde für den Freistaat

Bayern mit Wirkung ab 1.8.2008 ein

neues Heimgesetz mit dem etwas sperrigen

Namen: Pflege-Wohnqualitätsgesetz

(PfleWoqG) beschlossen.

Die bundesweit geltenden Regelungen:

Heimmitwirkungsverordnung, Heimpersonalverordnung,Heimmindestbauverordnung

und Heimsicherungsverordnung

wurden mit Wirkung ab 01.09.2011

durch die umfangreichen Ausführungsbestimmungen

zum Pflege-Wohnqualitätsgesetz

ersetzt, wobei die neuen

Ausführungsbestimmungen zusätzlich

Kriterien zur Qualitätsprüfung enthalten

z. B. bauliche und personelle Mindestanforderungen,

Mitwirkung und

Teilhabe sowie Prüfungsvorschriften.

Die Heimmindestbauverordnung vom

27.01.1978 schrieb in § 19 als Mindestgröße

für Wohnschlafräume 12 qm für

Einzelzimmer und 18 qm für Doppelzimmer

vor.

In der neuen Verordnung zur Ausfüh-

10

kommentiert von August Möller

Seniorenbeirat und stellv. Vorsitzender

rung des Pflege-Wohnqualitätsgesetzes

für Bayern vom 27. Juli 2011 ist zu lesen:

§ 4 Wohnplätze

(1) Wohnplätze dienen sowohl dem

dauerhaften Wohnen der Bewohnerinnen

und Bewohner als auch ihrer Betreuung

und Versorgung.

(2) Der Wohnplatz für eine Person muss

mindestens einen Wohn-Schlaf-Raum

mit einer Wohnfläche von 14 qm, der

Wohnplatz für zwei Personen mindestens

einen Wohn-Schlaf-Raum mit einer

Wohnfläche von 20 qm umfassen. Hierbei

nicht enthalten sind ein zugehöriger

Sanitärraum sowie ein etwaiger Vorraum,

auch wenn er nicht baulich abgetrennt

ist.

3) In den stationären Einrichtungen

muss ein angemessener Anteil der

Wohnplätze als Einzelwohnplätze ausgestaltet

sein. Wohnplätze für mehr als

zwei Personen sind unzulässig.

(4) In einer stationären Einrichtung, die

Wohnplätze für zwei Personen vorhält,

muss mindestens ein zusätzlicher Wohn-

Schlaf-Raum für eine Person zur vorübergehenden

Nutzung vorhanden sein.

(5) Die Wohnplätze müssen unmittelbar

von einem Flur oder einem gruppenbezogenen

Gemeinschaftsraum erreichbar

sein, der den Bewohnerinnen und Bewohnern,

dem Personal und den Besuchern

allgemein zugänglich ist.

(6) Die Türen zu den Wohnplätzen müssen

abschließbar und im Notfall von

außen zu entriegeln sein.

Im Vergleich dazu ist aus der Verordnung

des Sozialministeriums zur bauli


Wissenswertes zum Thema Pflege

chen Gestaltung von Heimen und zur

Verbesserung der Wohnqualität in den

Heimen Baden-Württembergs vom 18.

April 2011 zu entnehmen:

§ 2 Standort und Einrichtungsgröße

(1) Die Weiterentwicklung der stationären

Infrastruktur soll grundsätzlich durch

wohnortnahe, gemeinde- und stadtteil

bezogene Angebote mit überschaubaren

Einrichtungsgrößen erfolgen.

(2) Die Einrichtungsgrößen sollen sich

an dem in Absatz 1 formulierten Grundsatz

orientieren und an einem Standort

100 Heimplätze nicht überschreiten.

(3) Die Standorte stationärer Einrichtungen

sollen möglichst zentral in der Gemeinde

oder im Stadtteil liegen, sicher

und barrierefrei erreichbar und gut an

den öffentlichen Nahverkehr angebunden

sein.

§ 3 Individuelle Wohnbereiche

(1) Soweit Heime keine Wohnungen zur

individuellen Nutzung bereitstellen,

muss für alle Bewohnerinnen und Bewohner

ein Einzelzimmer zur Verfügung

stehen. Um Wünschen nach

räumlicher Nähe im Individualbereich

entsprechen zu können, soll ein möglichst

hoher Anteil der Einzelzimmer so

gestaltet werden, dass jeweils zwei nebeneinander

liegende Zimmer zu einer

Nutzungseinheit zusammen geschlossen

und von zwei Personen gemeinsam genutzt

werden können.

(2) Bei den Bewohnerzimmern in Wohngruppen

muss die Zimmerfläche ohne

Vorraum mindestens 14qm oder einschließlich

Vorraum mindestens 16qm

sowie die lichte Raumbreite mindestens

3,2 m betragen. Vorflure und Sanitärbereiche

zählen nicht zur notwendigen

Zimmerfläche im Sinne von Satz 1.

(3) Vorflure umfassen abgegrenzte Flächen

zwischen den Gemeinschafts- und

Individualbereichen und dienen in der

Regel der Erschließung von zwei Zim-

11

mern und eines gemeinsamen Sanitärbereiches.

Vorräume umfassen die

Durchgangsfläche zwischen Zimmerzugang

und Hauptwohnfläche der Zimmer

und bilden in der Regel gleichzeitig

auch die notwendige Bewegungsfläche

vor den von den Zimmern direkt zugänglichen

Sanitärräumen.

(4) In Wohngruppen in bestehenden

Heimen muss jeweils bis zu zwei Bewohnerzimmern

und in neu errichteten Heimen

jedem Bewohnerzimmer direkt ein

Sanitärbereich mit Waschtisch, Dusche

und WC zugeordnet sein, sofern nicht

zwei Zimmer zu einer Einheit im Sinne

des Absatz 1 durch einen Vorflur miteinander

verbunden sind. Bei Heimen, die

in Wohnungen untergliedert sind, müssen

in den Wohnungen für jeweils bis zu

4 Personen ein Waschtisch, eine Dusche

und ein WC verfügbar sein.

(5) Bei der Gestaltung der Individualbereiche

soll den Wünschen und Bedürfnissen

der Bewohnerinnen und

Bewohner soweit wie möglich entsprochen

werden. Dies gilt auch für die Verwendung

eigener Möbel und sonstiger

persönlicher Ausstattungsgegenstände.

§ 8 der neuen Verordnung zur Ausführung

des Pflege-Wohnqualitätsgesetzes

für Bayern bringt wesentliche Verbesserungen!!!:

Sanitäre Anlagen

(1) Jeder Wohn-Schlaf-Raum muss einen

direkten Zugang oder einen Zugang

über einen Vorraum zu einem Sanitärraum

haben.

(2) Bei Badewannen-, Dusch- und

Waschtischarmaturen ist ein Verbrühungsschutz

erforderlich. Alle sanitären

Anlagen müssen über geeignete Haltegriffe

verfügen.

3) In stationären Einrichtungen der

Pflege muss für jeweils bis zu 40 Bewohnerinnen

und Bewohner mindestens ein

Pflegebad zur Verfügung stehen.


Wissenswertes zum Thema Pflege

In der Seniorenbeiratsitzung vom

30.11.2009 wurde das vorliegende Eckpunktepapier

für die Endwicklung einer

Verordnung zur Ausführung des Pflegeund

Wohnqualitätsgesetzes diskutiert.

Darin war eine Mindestgröße der Einzelzimmer

von 14 qm vorgesehen mit

einem Zuschlag für Rollstuhlfahrer von

2 qm. Es wurde vorgeschlagen die Mindestgröße

gleich auf 16 qm anzuheben,

da viele ältere Menschen ohne Gehbehinderung

ins Heim kommen und erst

nach einer Zeit einen Rollator oder Rollstuhl

benötigten; das Zimmer könne

dann nicht um 2 qm vergrößert werden.

Für ein Doppelzimmer wurden entsprechend

22 qm empfohlen.

Dem Vorschlag von Seniorenbeirat Möller,

entsprechend der Regelung von

Baden-Württemberg, generell nur Einzelzimmer

zu verlangen, konnte das

Gremium sich nicht anschließen und

meinte mehrheitlich, 85% Einzelzimmer

seien bedarfsorientiert.

Die nun vorliegende Fassung der Verordnung

legt die Mindestgröße des Einzelzimmers

auf 14 qm fest. Von einem

Zuschlag für Rollstuhlfahrer ist nicht

mehr die Rede. Lediglich wird festgelegt,

dass Vorflure und Sanitärbereiche

nicht zur erforderlichen Zimmergröße

gehören.

Zum Anteil der Einzelzimmer in einem

Pflegeheim bleibt nur noch die wachsweiche

Bestimmung:

§ 4 In den stationären Einrichtungen

muss ein angemessener Anteil der

Wohnplätze als Einzelwohnplätze ausgestaltet

sein. 2 Wohnplätze für mehr

als zwei Personen sind unzulässig.

Der Seniorenbeirat schrieb am 12.12.2009

an die Landtagsabgeordneten Martin

Bachhuber und Florian Streibl mit der

Bitte, die Position des Seniorenbeirates

12

des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

zu vertreten.

In einem Artikel der SZ vertrat Herr Martin

Bachhuber ausdrücklich die Position

des Seniorenbeirates. In der vorliegenden

Verordnung ist nichts davon geblieben.

Offensichtlich haben sich in Bayern die

Heimträger und deren Interessenvertreter

durchgesetzt: Es kann alles beim

Alten bleiben: größere Neu- und Umbauten

sind nicht zu befürchten.

Auch vergleichbare Vorschriften zu

Baden-Württemberg fehlen in der Bayerischen

Verordnung.

Die in §10 festgelegten Fristen für Angleichungen

sind mit 5 Jahren zwar relativ

kurz, können auf Antrag aber bis

zu 25 Jahre(!) hinaus geschoben werden.

Dabei wurde die Chance vertan, die

Wohnsituation pflegebedürftiger Senioren

im Heim langfristig wesentlich zu

verbessern.

Es ist heute, wo wir alle in größeren

Räumen leben, kaum vorstellbar als

Pflegefall im hohen Alter in einem solch

kleinen Raum leben zu müssen. Noch

weniger vorstellbar: ich müsste dann

noch mit einer fremden Person in einem

Raum von 20 qm Tag und Nacht leben.

Da ist die Äußerung einer 90jährigen

Frau nur zu verständlich, die gegenüber

der Reporterin sagte, das größte Geschenk

zu ihrem Geburtstag sei, dass sie

jetzt nach drei Jahren im Heim endlich

ein Einzelzimmer bekommen hätte. Die

Frau hatte vor ihrem Unfall in einem eigenen

Haus gelebt.

Gott sei Dank, haben viele Heimträger

auch bisher schon größere Einzelzimmer

und Doppelzimmer gebaut und wissen

es zu schätzen, wenn die Bewohner in

ihrer letzten Wohnung sich wohl fühlen

können.


Wissenswertes zum Thema Pflege

Das übrige muss der Markt regeln. Viele

Pflegeheime sind auch jetzt schon nur

zu 90% ausgelastet. Im vergangenen

Jahr mussten in der Bundesrepublik 16

Pflegeheime Konkurs anmelden, eins

auch in Bayern. Da wird für die Wahl des

Pflegeheimes die individuelle Wohnsituation

sicher eine Rolle spielen.

Sicherheit rund um die Uhr

Der Malteser Hausnotruf –

schnelle Hilfe mit K(n)öpfchen.

13

Den Kommentar zu Teil 3 der Verordnung

zur Ausführung des Pflege- und

Wohnqualitätsgesetzes vom 27.07.11,

Mitwirkung und Teilhabe, werden wir

in der Ausgabe 04-12 der Senioren-

Info veröffentlichen.

Beschäftigung osteuropäischer Haushaltshilfen

Sei Mai 2011 dürfen osteuropäische

Haushaltshilfen in Haushalten von Pflegebedürftigen

hauswirtschaftliche Tätigkeiten

und pflegerische Alltagshilfen

übernehmen. Dazu gehören z. B. die Unterstützung

bei der Körperpflege oder

Ernährung; ausgeschlossen sind Maßnahmen

der Behandlungspflege wie z.

B. Wunden versorgen. Es ist daher ratsam,

zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst

einzubeziehen, der mit

fachlicher Unterstützung die Qualität in

der häuslichen Betreuung sichert.

Voraussetzungen:

Der oder die Pflegebedürftige als Auf-

traggeber bezahlt der Haushaltshilfe

ein dem ortsüblichen Tarifvertrag entsprechendes

Gehalt und sorgt außerdem

für eine angemessene Unterkunft

und geregelte Arbeitszeit. Außerdem

besteht Versicherungspflicht in der

Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und

Arbeitslosenversicherung.

Vermittlung:

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

(ZAV), Haushaltshilfenvermittlung,

Villemombler M Straße 76,

53123 Bonn,

Telefon 0228 / 713-1414, www.zav.de

Mahlzeitendienst

n genießen ohne zu kochen

Hausnotrufdienst

n Sicherheit rund um die Uhr

Fahrdienste

n unabhängig und mobil sein

mobile soziale Dienste

n sicher und zuverlässig betreut

Besuchs- und Betreuungsdienst

n Malteser Ehrenamt

Ausbildung

n kompetent in die Zukunft

Noch Fragen? Rufen Sie uns an:

Malteser Wolfratshausen

08171/43 63 0

Wir freuen uns

wenn DU kommst!!

Hans-Urmiller-Ring 24

82515 Wolfratshausen


������������������������

������������������������

Wir, das Soziale Netzwerk, kämpfen für Sie bei allen zuständigen Behörden,

Institutionen, Ärzten, Pflegekassen etc., denn unser Motto ist

„ambulant vor stationär“. Suchen Sie Hilfe in der Rundum-Organisation

Ihrer häuslichen Pflege? Der Mensch soll selber die Entscheidung

treffen können, wie und wo er sein Leben verbringen möchte.

Brauchen Sie Unterstützung bei:

� Verbesserung der häuslichen Pflegesituation

� Pflegeeinstufungen (MDK)

� Gesprächen mit Ärzten oder mit Kranken-

und Pflegekassen

� Anträge bei Kranken- und Pflegekassen

(z.B. Verhinderungspflege)

� Anträge beim Versorgungsamt, Rententrägern,

Sozialhilfe, Bezirk Oberbayern etc.

� Organisation von Hausnotruf, Essen auf Rä-

dern, Pflegemitteln, Inkontinenzartikeln,

Haushaltshilfen und Pflegediensten etc.

� Behinderten- oder pflegegerechte Umgestaltung

der Wohnräume und Beantragung

der erforderlichen Zuschüsse

� Verbesserung der Lebensqualität bei Pflege,

sozialer und psychologischer Probleme,

Analyse der Familien- bzw. Pflegesituation

Sprechstunden: nach telefonischer Vereinbarung

Sie erreichen uns tagsüber im Büro von 8.00 - 17.00 Uhr

Elfi Blank-Böckl . Kapellenweg 22 . 82544 Egling-Neufahrn

Telefon 08171/99 89 475 . Fax 08171/99 89 476

eMail: soziales_netzwerk@web.de

14

Sind Sie behindert oder fühlen Sie sich

benachteiligt? Wir...

� stellen Anträge für betreutes Einzelwohnen

oder das Budget beim Bezirk Oberbayern

� helfen Ihnen bei der Pflegeeinstufung

� organisieren und überwachen Haushaltshilfen

im Rahmen eines niederschwelligen

Angebotes

� organisieren und koordinieren verordnete

Therapien im und außer Haus von Ärzten,

Therapeuten und anderen Fachkräften

Dies organisieren und überwachen wir

im Sozialen Netzwerk.

Wir helfen Ihnen und freuen uns

auf Ihren Anruf!


Notizen

Veranstaltungen zum Thema

„Vorsorge durch Vollmacht, Betreuungsverfügung und

Patientenverfügung“

Die Betreuungsstelle beim Landratsamt Bad Tölz – Wolfratshausen bietet ehrenamtlichen,

rechtlichen Betreuern, Bevollmächtigten und an dieser Tätigkeit interessierten

Bürgern eine Veranstaltungsreihe:

19.07.2012 Wohn-, Betreuungs- und Freizeitangebote

für Menschen mit Behinderungen

26.09.2012 Rechtliche Betreuung als Ehrenamt

25.10.2012 Demenz – Krankheitsbilder – Behandlungsmöglichkeiten

> Nähere Informationen finden Sie im „Terminkalender“.

��������������������������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������������������������

15


Zuzahlungen im Gesundheitsbereich

Wie viel wofür?

Als Bayerns Seehofer noch Bundesgesundheitsminister

war stellte er fest,

dass höchstens drei Personen im ganzen

Land unser Gesundheitssystem verstünden,

er gehöre nicht dazu. - All die schönen,

ernsten Worte einschlägiger

Politiker, komplizierte Konzepte und

reichliches Fachchinesisch können nicht

verdecken, dass es hier um einen riesigen,

lukrativen 300 Milliarden Wirtschaftszweig

geht, wovon ein großer

Teil staatlich kontrolliert wird. Das

weckt Begehrlichkeiten. Die Gesundheitsindustrie

stellt die meisten Lobbyisten

in Berlin. Wir selbst geben dafür im

Schnitt über 3000 Euro jährlich aus.

Ständig ändert sich was, das ganze System

schaut verwirrend wie ein riesiger

Fleckerlteppich aus. Ein Gefühl der ungerechten

Verteilung entsteht, wenn

man von massiven Überschüssen der

Krankenkassen hört, die Praxisgebühr

nicht gestrichen wird und zur gleichen

Zeit die Kliniken 350 Mio Euro Extrazahlung

erhalten, wohl um die Kosten der

jüngsten Tarifabschlüsse auszugleichen.

Und doch: Unser modernes Gesundheitssystem

zielt darauf ab, Gesundheit

zu erhalten. Vergessen wir nie: Es liegt

an uns, wie wir mit unserem wertvollsten

Gut, der Gesundheit, umgehen. So,

wie wir es als selbstverständlich akzeptieren,

dass ein PKW nach 100.000 km

Schwächen zeigt, die dicker ausfallen,

wenn wir rücksichtslos und ohne Service

herumräubern, so erstaunter sind wir

über unsere körperliche Verfassung, die

bei Raubbau frühzeitig Mängel aufweist.

Schnell sind wir bei der Hand mit

allerlei Erklärungen, die gerne eigene

Versäumnisse ausklammern. Klar ist,

dass unsere Marktwirtschaft mit all den

täglichen Verführungen eine vernünftige

Lebensführung erschwert.

16

von Apotheker D. Höflich, Seniorenbeirat

Auf der anderen Seite schaffen kostspielige,

manchmal unverständlich überteuerte

Produkte, die mit aller Macht

verkauft sein wollen, eine ständige finanzielle

Belastung des Systems. Hier

setzen gesetzliche Zuzahlungen und

Leistungskürzungen ein, die immer vielfältiger

werden.

Wie soll da der Normalbürger den

Durchblick haben?

Wo kann man Hilfe bekommen?

Die Krankenkassen haben recht gut verständliches

Info-Material und helfen im

persönlichen Gespräch. Auch Arzt und

Apotheker kennen sich aus. Wer kann,

informiert sich im Internet. Doch es wird

schnell verwirrend, gar unmöglich, eine

umfassende Übersicht zu bekommen.

Hier einige wesentliche Punkte:

Arztbesuch

Versicherte zahlen 10 Euro Praxisgebühr

je Quartal für jede erste Inanspruchnahme

eines Arztes, Zahnarztes oder

Psychotherapeuten. Alle weiteren Behandlungen

beim selben Arzt sind im

gleichen Quartal zuzahlungsfrei. Wer zu

einem anderen Arzt geht, muss aber in

dessen Praxis wieder 10 Euro für die Behandlung

zahlen, sofern diese nicht auf

Überweisung aus demselben Quartal erfolgt.

Die Praxisgebühr ist übrigens bei

Untersuchungen zur Früherkennung

von Krankheiten, bei zahnärztlichen

Vorsorgeuntersuchungen, bei der

Durchführung von Schutzimpfungen

oder bei der Vorsorge für schwangere

Frauen nicht zu leisten.

Medikamente

Für verschreibungspflichtige Medikamente

zahlen Sie 10 Prozent des Preises

hinzu, mindestens 5 und höchstens 10

Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen

Kosten des Mittels. Durch das Arzneimittelspargesetz

sind manche be


Zuzahlungen im Gesundheitsbereich

sonders preisgünstigen Arzneimittel von

der Zuzahlung befreit. Die kann man im

Internet einsehen.

Rezeptfreie Medikamente müssen

grundsätzlich selbst bezahlt werden. Zur

Behandlung schwerwiegender Erkrankungen

kann der Arzt bestimmte rezeptfreie

Arzneimittel verordnen, die

dann die Kasse übernimmt. Dann gelten

dieselben Zuzahlungen wie bei verschreibungspflichtigen

Medikamenten.

Hilfsmittel

10% der Kosten müssen selbst bezahlt

werden, mindestens € 5, max. € 10 pro

Mittel. Ohne Altersbegrenzung werden

Sehhilfen (einschl. Kontaktlinsen, Leselupen,

Fernrohrbrillen usw.) bezahlt,

wenn schwere Sehbeeinträchtigungen,

Augenverletzungen oder Augenerkrankungen

vorliegen. Zusatzleistungen

(z. B. Entspiegelung, Brillengestell) trägt

der Versicherte selbst.

Maßgebend für die Kostenübernahme

sind Festbeträge bzw. Vertragspreis.

Krankenhausbehandlung

Für jeden Tag im Krankenhaus zahlen

Sie 10 Euro zu. Das gilt aber höchstens

für 28 Tage im Kalenderjahr.

Reha-Maßnahmen und stationäre

Vorsorgeuntersuchungen

€ 10 pro Kalendertag werden hier fällig.

Heilmittel / Häusliche Krankenpflege

Für Leistungen wie Krankengymnastik,

Massagen oder häusliche Krankenpflege

ist eine Zuzahlung von 10 Prozent zu

entrichten. Außerdem fällt in diesem

Bereich eine Zuzahlung von 10 Euro je

Verordnung an. Die prozentuale Zuzahlung

für die häusliche Krankenpflege ist

auf die ersten 28 Tage der Inanspruchnahme

je Kalenderjahr begrenzt.

Fahrkosten

Fahrtkosten zu einer ambulanten Behandlung

können nur noch in besonde-

17

ren Ausnahmefällen, bei zwingender

medizinischer Notwendigkeit und nach

vorheriger Genehmigung von den Krankenkassen

übernommen werden.

Derartige Ausnahmeregelungen gelten

für Dialysepatienten und Fahrten zur

onkologischen Strahlen- oder Chemotherapie,

ebenso für Schwerbehinderte

mit den Merkzeichen „aG“,„Bl“ oder

„H“ im Schwerbehindertenausweis und

Pflegebedürftige, die in Pflegestufe 2

oder 3 eingestuft wurden. Darüber hinaus

ist eine Verordnung bei vergleichbaren

Erkrankungen bzw. Mobilitätseinschränkungen

mit lang andauerndem

Behandlungsbedarf möglich.

In all diesen Fällen ist, wie z. B. auch bei

Fahrten zur stationären Behandlung,

eine Zuzahlung von 10 Prozent, mindestens

5 Euro jedoch nicht mehr als 10

Euro je einfache Fahrt zu bezahlen. Kinder

und Jugendliche bis zum vollendeten

18. Lebensjahr sind generell von der

Zuzahlung befreit.

Zahnersatzkosten

werden zu 50% einer Regelversorgung

übernommen. Je nach Vorsorgeverhalten

(Bonusregelung) verringert sich die

Zuzahlung auf 40% bzw. 35%.

Belastungsgrenze

Um eine finanzielle Überforderung zu

vermeiden, sind Zuzahlungen nicht unbegrenzt

zu leisten. Bei der Berechnung

des Eigenanteils helfen die Krankenkassen.

Egal ob Medikamente, Arztbesuch

oder Krankenhausbehandlung: Für fast

alle Leistungen müssen, so will es der

Gesetzgeber, Zuzahlungen geleistet

werden. Damit dadurch niemand übermäßig

belastet wird, sind diese Zuzahlungen

aber begrenzt. Pro Jahr muss

niemand mehr als zwei Prozent seiner

jährlichen Bruttoeinnahmen zuzahlen.

Für chronisch Kranke, die wegen derselben

schwerwiegenden Krankheit in


Zuzahlungen im Gesundheitsbereich

Dauerbehandlung sind, ist die Belastungsgrenze

niedriger angesetzt: auf

ein Prozent. Diesen Anspruch haben ab

2008 allerdings nur noch chronisch

Kranke, die sich, so steht es im Gesetz,

„therapiegerecht“ verhalten. Als therapiegerechtes

Verhalten gilt beispielsweise,

wenn chronisch Kranke den

Empfehlungen ihres Arztes folgen oder

an einem Behandlungsprogramm teilnehmen.

Dazu gehören auch die Krankheits-Management-Programme

(DMP).

Jährliche Bruttoeinnahmen entscheiden

Zu den Bruttoeinnahmen zählen sämtliche

Einnahmen der Familie, mit denen

Sie Ihren Lebensunterhalt finanzieren,

zum Beispiel Arbeitseinkommen, Renten,

Versorgungsbezüge, Zinsen aus Kapitalvermögen

oder Mieteinnahmen.

Befreiung im laufenden Jahr

Wer seine Belastungsgrenze von zwei

beziehungsweise einem Prozent erreicht

hat, kann bei seiner Krankenkasse

einen Antrag auf Befreiung von Zuzahlungen

stellen. Diese Befreiung gilt

dann für den Rest des Kalenderjahres.

Auch der Befreiungsausweis, den Sie anschließend

bekommen, gilt immer nur

für das laufende Kalenderjahr. Die Belastungsgrenze

wird jedes Jahr neu ermittelt.

Nicht alles wird angerechnet

Wer seine Belastungsgrenze erreicht,

kann einen Antrag auf Befreiung stellen.

Doch nicht alles, was man selbst bezahlen

oder zuzahlen muss, kann bei

der Belastungsgrenze berücksichtigt

werden. Nicht angerechnet werden

z.B.: Aufwendungen für Mittel, die

komplett selbst bezahlt werden müssen,

weil die Krankenkasse die Kosten nicht

übernehmen darf, zum Beispiel die

meisten nicht verschreibungspflichtigen

Medikamente, Eigenanteile, die beim

Zahnersatz zu zahlen sind, Eigenanteile

18

für Hilfsmittel, die gleichzeitig Gebrauchsgegenstände

des täglichen Lebens

sind, wie orthopädische Schuhe,

Kosten für Leistungen, die ohne ärztliche

Verordnung in Anspruch genommen

wurden, Abschläge, etwa für

Verwaltungskosten, die Versicherte zahlen

müssen, die das Prinzip der Kostenerstattung

gewählt haben.

Steuererleichterung

Kosten, die durch Krankheit oder Behinderung

entstehen und nicht erstattet

werden, können als „Außergewöhnliche

Belastungen“ in der Steuererklärung

geltend gemacht werden. Es

werden jedoch „zumutbare Belastungen“

abgezogen, z.B. bei Alleinstehenden

bis zu € 15.340 Gesamteinkommen

5%. Das bedeutet Belege sammeln,

denn das Finanzamt braucht Nachweise.

Ohne Fachberatung geht es wohl nicht.

Mitarbeiter der Finanzämter dürfen

zwar nicht im Einzelfall beraten, geben

aber allgemeine und gut verständliche

Erklärungen.

Wie auch sonst in unserer hoch industrialisierten,

nicht immer leicht durchschaubaren

Welt sind wir als aktive,

autonome Bürger gefordert, Manager

unserer eigenen Gesundheit zu sein. Wir

werden durch vielfältige Programme

der Krankenkassen unterstützt, z.B. für

chronisch Kranke, zum Abnehmen, zur

Raucherentwöhnung, zur besseren

Stressbewältigung, um nur einige zu

nennen. Vielfältige Vorsorgeuntersuchungen

helfen in der Frühphase verschiedener

schwerwiegender Erkrankungen.

Und doch scheinen die ständigen Kostensteigerungen,

Kürzungen und die

Verständlichkeit dafür weder beherrschbar

noch immer verständlich.

Quelle: AOK Bayern, Steuertipps für Senioren

des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen


Notizen

„Das Leben leben“

2. Seniorenmesse

am 21. September 2012, 11 – 19 Uhr und

22. September 2012, 10 – 19 Uhr

in der Loisachhalle Wolfratshausen.

Nach dem großen Erfolg der ersten

Messe heißen wir Sie am 21. und

22.09.2012 wieder herzlich willkommen

zur zweiten Seniorenmesse „Das Leben

leben“ in Wolfratshausen.

Bei freiem Eintritt bieten über 40 Aussteller

eine geballte Ladung an Informationen

und Angeboten für ein gesundes

und aktives Älterwerden. Aber auch Hilfen

bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit

werden umfassend präsentiert. Ein

interessantes Vortragsprogramm zu verschiedenen

Themen wird die Ausstellung

an beiden Messetagen abrunden.

Gut versorgt und betreut

in den eigenen Wänden

“Wir bleiben so lange

wie möglich aktiv und

selbstständig. Die

attraktiven Angebote

vom Roten Kreuz

machen es möglich!

Dort sind wir rundum

bestens versorgt.”

� ���������������

� Hausnotruf

� Fahrdienst

� Essen auf Rädern

� Betreutes Wohnen zuhause

Bayerisches Rotes Kreuz

Kreisverband Bad Tölz - Wolfratshausen

08041-7655-0 oder 08171-4306-0

20

Die Messe „Das Leben leben“ soll insbesondere

die Möglichkeit bieten, ohne

Zeitdruck und Termine viele Informationen

an einem Platz zu finden und sich

von kompetenten Gesprächspartnerinnen

und Gesprächspartnern vor Ort beraten

zu lassen.

Ganz gleich, ob Sie sich zur Gruppe der

Senioren zählen, ob Sie ältere oder pflegebedürftige

Angehörige haben oder

selbst gut vorbereitet und informiert

älter werden möchten...

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Wohnen im Herzen von Geretsried

Das Seniorendomizil Haus Elisabeth

liegt im Herzen von Geretsried, einer jungen

Stadt in einer der schönsten Regionen Bayerns.

Das neu gebaute Haus umgibt eine

weitläufige Grünanlage mit alten Bäumen,

Spazierwegen und Bänken zum Verweilen.

Die zentrale Lage bietet seinen Bewohnern

Abwechslung und eine hohe Lebensqualität.

Ein begrünter Innenhof und Terrassen verleihen

dem Ende 2009 eröffneten Haus eine

ruhige und erholsame Atmosphäre. Zimmer

mit Ausblick zum begrünten Innenhof bieten

Rückzugsmöglichkeit und ein Ort zum Verweilen.

135 Bewohner finden im Seniorendomizil

Haus Elisabeth Platz, überwiegend Einzelzimmer

mit Dusche und WC. Das Haus bietet

Dauerpflege und Kurzzeitpflege an. Maßstab

der pflegerischen Arbeit sind hier die individuellen

Bedürfnisse jedes Hausgastes.

Dabei werden Eigenständigkeit und Selbstbestimmung

gefördert, Hilfe und Unterstützung

überall dort gewährt, wo sie

notwendig ist. Durch regelmäßige Prüfung

aller Dienstleistungen und kontinuierliche

Verbesserung wird das Haus Elisabeth höchsten

Qualitätsansprüchen gerecht. Die hohe

Motivation aller Mitarbeiter sorgt für ein angenehmes

Betriebsklima.

Ehrenamtliche Helfer bereichern das Angebot

mit Vorlesen, Spaziergängen und anderen

Diensten. Dem Seniorendomizil Haus

Elisabeth ist die Teilhabe seiner Bewohner

am öffentlichen Leben ein wichtiges Anliegen.

Daher steht es allen Interessierten offen

und pflegt gute, intensive Kontakte zu Einrichtungen

des Gemeinwesens: Religiösen

Glaubensgemeinschaften, Kindergärten und

Schulen, Gruppen, Vereinen und Verbänden.

Für ein lebendiges Miteinander sorgt auch

das abwechslungsreiche kulturelle Veranstaltungsprogramm.

21

Zum Wohlbefinden trägt die angenehme Architektur

des Domizils bei. Die Zimmer sind

hell, großzügig und lichtdurchflutet, eigene

Möbel und Erinnerungsstücke vermitteln Geborgenheit.

Auf Wunsch können Haustiere

mitgebracht werden; beliebt bei allen ist der

Hasen-Streichelzoo. Menschen mit demenzieller

Erkrankung bietet das Haus Elisabeth

einen beschützenden Bereich mit Wohnküche

sowie eine abwechslungsreiche, natürliche

Erlebniswelt im eigenen Garten.

Die hauseigene Küche und das Cafè-Restaurant

verwöhnen die Gäste mit täglich zwei

wechselnden Drei-Gänge-Mittagsmenüs.

Zwischenmahlzeiten, Nachmittagskaffee und

Sonderverpflegung nach dem individuellen

Bedarf runden das Angebot ab. Kulinarische

Themenwochen kommen auch beim offenen

Mittagstisch sehr gut an.

Seniorendomizil Haus Elisabeth

Johann-Sebastian-Bach Straße 16

Telefon 08171/9081-0

haus-elisabeth@compassio.de

www.compassio.de

Anzeige


Aus sozialen Organisation, Vereinen, Arbeitskreisen

und Gruppen

Caritas-Zentrum Bad Tölz – Wolfratshausen

Franziskuszentrum

83646 Bad Tölz, Klosterweg 2,

Tel: 08041/79316100

Die Kontaktstelle

Alt und Selbständig –

Beratungsangebote

Die Kontaktstelle “Alt und Selbständig”

als Fachstelle für pflegende Angehörige

und Seniorenberatungsstelle unterstützt

sowohl ältere Menschen in allen

Fragen des Lebens als auch pflegende

Angehörige, die Hilfe und Entlastung

suchen.

Ziel ist es, die Situation ältere Menschen

zu verbessern, Selbständigkeit und Integration

in Familie und Gemeinde zu fördern

und so lange wie möglich zu

erhalten.

Dabei wird die individuelle Situation des

Einzelnen in den Blick genommen und

mit den betroffenen Personen zusammen

nach Lösungsmöglichkeiten gesucht

und praktische Hilfe angeboten.

Die Kontaktaufnahme kann telefonisch

oder zu den Öffnungszeiten persönlich

erfolgen. Ebenso werden gerne, wenn

gewünscht, Hausbesuche durchgeführt.

Ursula Stiegler, Caritas Ellen Wagner, Caritas

22

Die Beratung ist kostenlos.

Die Kontaktstelle Alt und Selbständig

gehört zur Caritas und befindet sich im

Franziskuszentrum, Klosterweg 2 in Bad

Tölz. Sie ist für alle Nationalitäten und

Konfessionen offen.

Ursula Stiegler 08041/79316 101

Ellen Wagner 08041/79316 103

Öffnungszeiten: Mo – Do: 09.00-12.00

Di: 13.00-16.00


Aus sozialen Organisation, Vereinen, Arbeitskreisen

und Gruppen

Malteser Hilfsdienst gem. GmbH

Hans-Urmiller-Ring 24,

82515 Wolfratshausen

Telefon 08171-43630

Leitung: Tim Kaufmann

Immer mehr alte Menschen

brauchen finanzielle

Unterstützung

Malteser suchen dringend Spender

für Sozialpatenschaft

Wenn die 83-jährige Maria H. Hunger

hat, weiß sie heute, dass jeden Tag ein

warmes Essen auf dem Tisch steht. Das

war nicht immer so. Es gab Tage, da

hatte die gelernte Verkäuferin fast nichts

zu essen, nur Brot und mal ein Stück

Obst. Seit einem Unfall ist die alte Dame

auf zwei Krücken angewiesen. Den Weg

zur Tafel, bei der kostenlos Lebensmittel

für Bedürftige ausgegeben werden,

konnte sie nur an guten Tagen gehen.

Doch die guten Tage sind in den letzten

Jahren immer rarer geworden. „Alt werden

ist nicht schön“, sagt Maria H., „auch

wenn das immer wieder gesagt wird.“

Seit über zwei Jahren bekommt die allein

stehende Dame jetzt jeden Tag Besuch

von einem Mitarbeiter des Malteser

Hilfsdienstes, der ihr ein Mittagsmenü in

den dritten Stock ihrer Altbauwohnung

bringt. Die Wohnung hat keinen Lift und

im Treppenhaus ist sie schon einmal gestürzt.

Damit Frau H. im Notfall auch

Hilfe rufen kann, hat ihr der Malteser

Hilfsdienst erst vor kurzem ein kostenloses

Hausnotrufgerät installiert. Dass sich

in ihrem Leben so viel zum Guten verändert

hat, verdankt Maria H. vielen Menschen,

die für das Malteser Projekt

„Sozialpatenschaft“ Geld spenden.

23

Der Fall von Maria H. ist kein Einzelfall.

Auch Gabriele F. ist seit einer schweren

Kopferkrankung erwerbsunfähig und

bezieht Grundsicherung. Heute ist das

buchstäblich zum Leben zu wenig und

zum Sterben zu viel. Oder Franz E. (62).

Vor 17 Jahren setzte ein Schlaganfall seinem

bis dahin gewohnten Leben ein

jähes Ende. Seitdem ist der ehemals

selbstständige Maurer auf staatliche Unterstützung

angewiesen. „Die Liste ließe

sich endlos fortsetzen“, sagt Tim Kaufmann,

Dienststellenleiter der Malteser in

Wolfratshausen. „Arm zu sein bedeutet

für viele sozial Bedürftige leider auch

oft ausgeschlossen zu sein vom gesellschaftlichen

Leben“, weiß Kaufmann.

„Wer für eine Sozialpatenschaft spendet,

gibt bedürftigen Bürgern ein Stück

ihrer Würde zurück.“

Immer mehr Menschen - wie Maria H. –

werden in Zukunft auf staatliche Unterstützung

angewiesen sein. Auch bei den

Maltesern treffen täglich Anträge auf

eine Sozialpatenschaft ein. „Wir müssen

heute etwas tun, um für morgen Vorsorge

zu treffen!“, mahnt der Dienststellenleiter.

„Wir Malteser helfen getreu

unserem Leitsatz seit jeher den Bedürftigen

und ich wende mich jetzt mit

einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit:

Der Spendentopf für die Sozialpatenschaft

ist fast leer. Wir brauchen

ganz dringend neue Spendengelder -

sonst wird es bei vielen alten Menschen

wieder nur Brot und Suppe geben“, prophezeit

Kaufmann.


Aus sozialen Organisation, Vereinen, Arbeitskreisen

und Gruppen

Helfen ist ganz einfach:

Wer eine Sozialpatenschaft übernehmen

möchte, kann einen beliebigen Betrag

unter dem Stichwort „Sozialpatenschaft,

Liefergebiet „gewünschter Ort“

spenden (Malteser Hilfsdienst e.V., Kontonummer:

120 120 120, BLZ 700 205 00,

Bank für Sozialwirtschaft München). Die

Spenden werden für Bedürftige im gleichen

Landkreis verwendet. Nach einer

strengen Prüfung der Voraussetzungen

gewähren die Verantwortlichen der

Malteser die Hilfe jeweils für ein Jahr.

Weitere Informationen für Spender

oder für Interessenten, die eine Sozialpatenschaft

beantragen möchten, gibt

es bei der Dienststelle in Wolfratshausen

unter der Tel. 08171-4363-0 oder der Bezirksgeschäftsstelle

des Malteser Hilfsdienstes,

Telefon 089 / 85 80 80-0 und unter

www.sozialpatenschaften.de.

Seniorenzentrum

Wolfratshausen

Kompetenz-Zentrum Demenz

Wir betreuen, fördern und pflegen

demenziell erkrankte Menschen

Paradiesweg 18

82515 Wolfratshausen

Tel. 08171/4325-0

Fax 08171/4325-11

e-mail: info@sz-wor.awo-obb.de

24

Mehr über die Malteser Sozialpatenschaft

Viele bedürftige Senioren leben heute

alleine und können sich nicht auf die

Hilfe und Unterstützung von Familienangehörigen

oder Nachbarn verlassen.

Zur prekären finanziellen Lage vieler

alter Menschen kommen oft körperliche

Gebrechen und Krankheiten hinzu. Der

tägliche Einkauf und das tägliche Kochen

gestalten sich zunehmend mühsamer.

Gerade dieser Personenkreis ist auf

die Dienste von Hilfsorganisationen angewiesen.

Doch für viele ist das nicht bezahlbar.

Bedürftigkeit oder Altersarmut

kann sich aufgrund einer Krankheit oder

Behinderung über Jahre hinweg entwickeln

oder aber unverschuldet und ganz

plötzlich wie aus heiterem Himmel über

die Betroffenen hereinbrechen. Mit

einer Malteser Sozialpatenschaft helfen

die Malteser bedürftigen Senioren in

persönlicher und finanzieller Not und

geben ihnen die Möglichkeit, täglich ein

warmes und gesundes Mittagsmenü zu

beziehen und in Notsituationen mit dem

Malteser Hausnotruf schnell und verlässlich

Hilfe zu rufen. Die Patenschaften

wird über Spenden finanziert, greift

aber auch auf lokale Zuschüsse und

eventuelle Eigenbeiträge zurück.

Übrigens: Die Malteser heben die Einkommensgrenzen

für die Bewilligung

einer Sozialpatenschaft jetzt um 50 Euro

an und machen damit einem größeren

Personenkreis ihre spendenfinanzierten

sozialen Leistungen zugänglich. Ab sofort

können bedürftige Bürger, die nach

Abzug der Miete über ein persönliches

Einkommen von maximal 450 Euro im

Monat verfügen, bei den Maltesern eine

Sozialpatenschaft beantragen.


Sicherheit für Senioren

Die Senioren-

Sicherheitsberater

Um was geht’s?

Nahezu jeder Erwachsene ist schon mal

mit zweifelhaften Geschäftemachern in

Berührung gekommen. Sei es am Telefon,

an der Haustüre oder im Internet.

Trickdiebe suchen sich als Opfer gezielt

ältere oder vermeintlich schwächere

Menschen aus, um deren Hilfsbereitschaft,

Gutmütigkeit und Einsamkeit

auszunutzen. Die Maschen der Trickdiebe

sind variantenreich, ähneln sich jedoch

stark. Sie verschaffen sich unter

einem Vorwand Zutritt zur Wohnung

und lenken dann das Opfer geschickt

ab, damit sie selbst oder ihre Komplizen

Geld und Wertsachen aus der Wohnung

stehlen können. Daneben bietet die

hoch entwickelte Computer- und Elektrotechnik

Gaunern und Betrügern unglaubliche

Möglichkeiten. Gerade ältere

Menschen durchschauen entsprechende

Aktionen häufig schwer.

Wer sind wir?

Um Betrügereien in unserem Raum

etwas Einhalt zu gebieten, wurden auf

Initiative von Landratsamt, Polizei und

Weissem Ring die Senioren-Sicherheitsberater

in’s Leben gerufen. Diese wur-

G e p f l e g t W o h n e n i m A l t e r !

Seniorenwohnen � Pflegeplätze � Tagesbetreuung

Moosbauerweg 7a � 08171 - 348860

82515 Wolfratshausen www.swp-isar-loisach.de

25

von Christoph Fuchs

Senioren-Sicherheitsberater

den von Polizeibeamten geschult mit

dem Auftrag, ihr erworbenes Wissen

einem möglichst großen Kreis der Landkreisbevölkerung

weiterzugeben. Denn

je mehr man über die angewandten

Tricks weiß, desto weniger läuft man

Gefahr, selbst Opfer zu werden.

Was machen wir?

Die ehrenamtlich tätigen Berater informieren

– nicht nur ältere – Mitbürger in

lockerer Atmosphäre über gängige Vorgehensweisen

von Trickbetrügern. Auf

Wunsch werden anhand verschiedener

Kurzfilme die beliebtesten Tricks realitätsnah

aufgezeigt. Filmbeiträge stehen

u. a. zu folgenden Themen zur Verfügung:

Zetteltrick, Handwerkertrick, Bankentrick,

Teppichtrick, Enkeltrick,

Taschendiebe, Kreditkartendiebe, Gewonnen

- Betrogen, Falsche Amtspersonen,

Gewaltverbrechen

Zweck des Ganzen

Sinn der Vortragsreihe ist, die Bevölkerung

vorsichtiger und sensibler zu machen

sowie Opfern zweckmäßige

Gegenmaßnahmen aufzuzeigen. Haben

Sie Interesse an einem Vortrag, so wenden

Sie sich bitte an Frau Karin Weiss,

Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen

Telefon 08041/505-307


Aus sozialen Organisation, Vereinen, Arbeitskreisen

und Gruppen

OV-GERETSRIED

Anlässlich der Dankeschön-Veranstaltung

am 29.04.2012 wurde die Bedeutung

des Ehrenamtes im Sozialverband

VdK besonders unterstrichen. Mehr als

210 Mitglieder im Kreisverband Miesbach

/ Bad Tölz sind unentgeltlich und

ehrenamtlich tätig. Ihnen galt der Dank

der Kreisvorsitzenden Christl Denk und

der Kreisgeschäftsführerin Anita Reindl-

Prochnau.

Ehrenamtliche des VdK-Ortsverein Geretsried

kümmern sich um die sozialen

Belange der Mitglieder. Sie machen beispielsweise

Krankenbesuche, organisieren

gesellige Stammtische, stützen und

begleiten pflegende Angehörige, richten

Ausflüge und Besichtigungsfahrten

aus, gestalten ein Mitteilungsblatt und

verteilen es bei den Mitgliedern. Sie

gehen einmal im Jahr von Haus zu Haus

“Wer nichts für andere tut,

tut nichts für sich.” Johann Wolfgang von Goethe

26

und sammeln für bedürftige Familien

und Senioren. Sie sind einfach da, wenn

man sie braucht.

Der Ortsvorstand will

das Ehrenamt stärken

und auch in Zukunft

Menschen gewinnen,

die sich in die große

Gemeinschaft helfend

einbringen.

Wer sich für andere engagiert,

gewinnt auch

etwas für sich!

Ihre Gisela Lucht

Vorsitzende des VdK-Ortsverein Geretsried


Termine:

07.07.2012, 14.30 Uhr Monatstreffen der Ortsgruppe des Bayer. Blindenund

Sehbehindertenbundes

im Posthotel Kolberbräu, Magdalenenstüberl,

Marktstraße 29, Bad Tölz, Cäcilie Orterer, Telefon 08041/505-287

18.07.2012, 14.00 Uhr Sommerfest im Garten des Franziskuszentrums

Treffpunkt Senioren Pfarrei “Maria Himmelfahrt” Bad Tölz

zusammen mit der Caritas Kontaktstelle “Alt und Selbstständig”

und der kath. Kirchengemeinde “Heilige Familie”

19.07.2012, 18.30 Uhr Wohn-, Betreuungs- und Freizeitangebote

für Menschen mit Behinderungen

Informationsveranstaltung der Betreuungsstelle

des Landratsamtes. Referentin: Frau Schulz,

Lebenshilfe Bad Tölz-Wolfratshausen

Sitzungssaal im Landratsamt, Bad Tölz

26.07.2011, 15.00 Uhr Almtreff - Sommerfest

Pfarrsaal der kath. Kirchengemeinde „Heilige Familie“

Christel Kien, Tel. 08041-5217

04.08.2012, 14.30 Uhr Monatstreffen der Ortsgruppe des Bayer. Blinden- und

Sehbehindertenbundes

im Posthotel Kolberbräu, Magdalenenstüberl,

Marktstraße 29, Bad Tölz, Cäcilie Orterer, Telefon 08041/505-287

01.09.2012, 14.30 Uhr Monatstreffen der Ortsgruppe des Bayer. Blinden- und

Sehbehindertenbundes

im Posthotel Kolberbräu, Magdalenenstüberl,

Marktstraße 29, Bad Tölz, Cäcilie Orterer, Telefon 08041/505-287

18.09.2012, 18.00 Uhr Demenzielle Erkrankung aus hausärztlicher Sicht

Dr. Christine Gess, Ärztin für Allgemeinmedizin

Dr. Ludwig Gess, Facharzt für Innere Mediziin und Psychotherapie,

Wolfratshausen

AWO Seniorenzentrum Wolfratshausen, Paradiesweg 18

Dieter Käufer, Tel. 08171-4320, Eintritt frei

26.09.2012, 18.30 Uhr Rechtliche Betreuung als Ehrenamt vor allem für neu bestellte

Betreuer/innen und Interessierte an diesem Ehrenamt

Referent: Herr Schöttl, Betreuungsstelle LRA Bad Tölz-

Wolfratshausen Geretsried, Karl-Lederer-Platz 1,

Rathaus, Sitzungssaal

25.10.2012, 18.30 Uhr Demenz – Krankheitsbilder und Behandlungsmöglichkeiten

Informationsveranstaltung der Betreuungsstelle

des Landratsamtes.

Referentin: Frau Dr. Singer, kbo Lech-Mangfall-Klinik Agatharied

Landratsamt, Sitzungssaal, Prof.-Max-Lange-Platz 1, Bad Tölz

27


Wandervorschlag

Jochberg, 1565 m

Ein richtiger “Renner”

Kesselberg – Jochberg

Talort: Kochel am See (605 m), beliebter

Ferienort am Ostufer des gleichnamigen

Sees. Bahnverbindung mit München;

Buslinien nach Bad Tölz, Wolfratshausen.

Ausgangspunkt: Passhöhe am Kesselberg

(850 m); Bushaltestelle. Parkmöglichkeit

unmittelbar südlich der

Scheitelhöhe in den Kehren der Kesselberg-Straße.

Gehzeiten: Kesselberg – Jochberg 2

Std., Abstieg auf dem gleichen Weg 1¼

Std.; insgesamt 3¼ Std. – Abstieg vom

Jochberg über die Kotalm nach Kochel

2½ Std.

Anforderungen: Leichte Gipfelwanderung.

Höhenunterschied: 720 m.

Einkehrmöglichkeit: Jocher Alm (1381

m), im Sommer einfach bewirtschaftet.

Dass der Jochberg zu den beliebtesten

Gipfelzielen des Isarwinkels gehört,

zeigt sich besonders deutlich jeweils an

Schönwetter-Wochenenden: Parknot

am Kesselberg! Da ist dann gut beraten,

wer ab Kochel den Linienbus nimmt; so

kann man alternativ auch über die Kotalm

(1133 m) zum Kochelsee absteigen.

Doch erst einmal geht’s gipfelwärts, und

dazu reiht man sich halt ein in den

»Wander-Tatzelwurm«, der sich über die

Westflanke in die Höhe windet, dann

dem Grat entlangläuft und sich schließlich

am steinigen Südhang unter dem

Gipfelkreuz verteilt.

Zu sehen gibt es zunächst nicht viel,

außer Bäume, die den Blick in die Ferne,

auch hinab zum Walchensee, verstellen.

Etwa auf der Höhe des Desselkopfs

zweigt rechts der direkte Zugang zur Jocher

Alm ab; der Gipfelweg nähert sich

nun dem Westgrat des Jochberges. Un-

aus dem Rother-Wanderführer

„Isarwinkel“ von Eugen E. Hüsler

erschienen im Bergverlag Rother

München, Preis 11,90 3

28

vermittelt tritt man aus dem Wald, wird

der Blick nach Süden, auf die Karwendelketten,

frei. Zur Linken bricht der

Grat steil, felsig (und brüchig) ab. Tief

unten windet sich die Kesselbergstraße

wie eine graue Riesenschlange durch’s

Grün, hinab zur weiten Wasserfläche

des Kochelsees. Natürlich gehört auch

der Walchensee ins farbenfrohe Bild,

und am südlichen Horizont spannt sich

ein weites Alpenpanorama, vom Wendelstein

im Osten bis zur Zugspitze.

Am Fuß der Gipfelschräge liegt die Jocher

Alm (1381 m), beliebte Anlaufstelle

für Jochberg-Besteiger. Vom Westgrat

verläuft ein markierter Weg schräg hinunter

zur Almwirtschaft; bitte nicht direkt

über die stark erosionsgefährdeten

Hänge absteigen (Hinweis am Gipfel).

Im Rücken des Desselkopfs kann man

dann wieder in den Anstiegsweg einfädeln;

wer weiter Richtung Kochel will,

folgt dem Wegweiser Kotalm.


Betreuung mit Herz –

im Herzen von Bad Tölz

29

Wohnen & Pflege

im Alter

Wohnen und Pflege in modernisierten Appartments.

geprüft

Schöne Garten- und Parkanlage.

Pater-Rupert-Mayer-Heim

Königsdorfer Str. 69, 83646 Bad Tölz

Telefon 08041/7659-0, www.marienstift-toelz.de�MDK

1,1

�����������������

������������������������������������������������������

Selbständigkeit – soweit möglich –erhalten und fördern, den

Menschen als Ganzes wahrnehmen, ihn in seiner Einzigartigkeit

achten, seine Angehörigen/ Bezugspersonen mit einbeziehen,

auch mal Zeit haben zum Zuhören, Aufklären und Beraten,

was versprochen wird auch halten, auch am Lebensende nicht

alleine lassen, mit Fachkräften arbeiten.

� aktivierende Alten- und Krankenpflege durch Fachkräfte

� Betreuung bei demenziellen Fähigkeitsstörungen nach §45*

� kompetente Beratung und Hauskrankenpflegekurs

� Pflegekontrollbesuche nach §37* *(Pflegeversicherungsgesetz)

� hauswirtschaftliche Hilfen und vieles mehr...

Caritas Sozialstation Pflegefachstelle Bad Tölz-Wolfratshausen-Geretsried

Graslitzer Straße 13, 82538 Geretsried, Telefon 08171/98 30 10

eMail: cs-geretsried@caritasmuenchen.de

Sprechzeiten: Montag - Donnerstag von 8 - 16 Uhr

Klosterweg 2/EG li., 83646 Bad Tölz, Telefon 08041/793 16 110

Sprechzeiten: Dienstag/Freitag von 8 - 13 Uhr und nach Vereinbarung


Buchvorstellung

von Seniorenbeirat Dieter Höflich, Apotheker

Altern wie ein Gentleman

von Sven Kuntze

Verlag C. Bertelsmann

ISBN: 978-3-570-10091-2

Preis 19,99 €

Es ist wohl die Regel: Altern findet zwar

statt, das Thema und die ganze Problematik

hält man sich aber besser vom Leib. So

ist es auch dem Autor, einem bekannten

Fernsehjournalisten, gegangen, doch mit

seiner ersten Rentenzahlung wurde ihm

klar, wie sehr er vom Arbeitsleben beeinflusst

war, wie stark dieses jetzt noch sein

tägliches Bewusstsein prägte. Aber nun

gehörte er als Angehöriger der 68er Generation

plötzlich zum großen, grauen Heer

der Alten. Die 68er beschreibt er als eine

ich-bezogene, selbstsüchtige Spezies, die

der Nachwelt vor allem zwei Dinge hinterlässt:

viel zu hohe Schulden und deutlich

zu wenig Kinder.

Wie fühlt man sich in der neuen Liga als

jemand, der sich für die heutigen sozialen

Schwierigkeiten auch ein bisschen verantwortlich

fühlt? Seine Meinung: das Versagen

in jungen und mittleren Jahren sollen

diese Ichlinge im Alter halbwegs wieder

gutmachen und sich gegenseitig helfen.

Als Senioren-Zivis könnten sie die weniger

Rüstigen umsorgen, sie pflegen, in den

Tod begleiten, um so die finanziellen Lasten,

die sie den nachwachsenden Generationen

durch ihren Egoismus aufgehalst

haben, zumindest indirekt zurückzuerstatten.

Das ist angesichts der Überforderung der

Sozialsysteme zwar sehr im Geiste der ehrenamtlichen,

zusammenführenden Tätigkeit,

wird aber angesichts des tief

verwurzelten Anspruchsdenkens wohl

eher ein frommer Wunsch bleiben.

Er scheut sich nicht, weitere originelle

Gedanken zu formulieren: Weg mit den

Alters-Wohngemeinschaften a la Scherf,

weg mit den Mehrgenerationenhäusern,

die er als Nötigung sieht, die Tomate auf

30

der Dachterrasse ist ihm

wichtiger als die alle

Aufmerksamkeit verschlingende

Tagespolitik.

Reflektiert wird über Themen,

die ihm jetzt bedeutsam sind: die

Suche nach Weisheit, Gelassenheit,

Freundschaft, Einsamkeit, Sexualität, das

Verhältnis zu Jüngeren und deren geänderte

Wahrnehmung seiner Person,

seine Erlebnisse als Leihopa, die Entdeckung

des Müßigganges, die neue Lust

an der Natur und seinen Balkonpflanzen,

der Umgang mit Genuss und Genussmittel,

die Bedeutung von Sport und Bewegung

und schließlich die Umstände, unter

denen er sein Leben beschließen möchte.

Die vorläufige Bilanz seines neuen Lebens

(ab S. 245) ist vielleicht der beste Teil des

255seitigen Buches. Er hat es mit einem

Rilke Zitat überschrieben: Wer spricht von

Siegen? Übersteh’n ist alles. Das Zurücklassen

ist das bestimmende Thema geworden.

Man möchte ein anderes Zitat

anfügen, das mir dieser Tage ins Auge fiel:

Die Einsamkeit ist die einzige Gefängniszelle,

die nur von innen zu öffnen ist. Er

weiß jetzt um die vielfältigen Formen des

Verfalls und die damit verbundenen Leiden.

Das war der Preis seiner Überlegungen

und Nachforschungen. Wäre er nicht

besser mit einem Bruchteil der wenig erfreulichen

Erkenntnisse gefahren, derweil

seine Alterskollegen vorläufig damit beschäftigt

sind nicht alt zu sein?

Sollte man also nicht zu tief in die Altersprobleme

eindringen? Das mag jeder für

sich beantworten, jedenfalls ist uns die

Gabe der Verdrängung, des Vergessens

und der Hoffnung gegeben.

Fazit: der professionelle Journalist hat

einen unterhaltenden, kurzweiligen Stil,

nie wird einem langweilig, die Aussagen

sind frisch und flott geschrieben. Ich habe

mich nie gelangweilt.

Empfehlenswert!



������������������������������������



�����������������������������

�������������������������

������������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������

������������������������������������������������������������


������������������������������������������������������


∗ ����������������������������∗���������������������

�������������������∗�������������∗��������������������

∗�������������������������������∗ ��������������������

∗ �����������������������������


∗ �����������������������������������������������������������

����������������������������������������

�����������������������


����������������������������������������������������������

���������������������������


���������������������������������������������������������

���������������������������������������������������������������

�������������������������������������


31


Impressum

Herausgeber: Seniorenbeirat des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen

Redaktion: Münchner Straße 23, 83623 Dietramszell

Telefon 08027-7741, e-mail: waltraud.bauhof@t-online.de

Anzeigen/ Werbeagentur Freese

Gestaltung: Eglinger Strasse 18b, 82544 Egling/Moosham

Telefon 08176-99 85 58, Fax 08176-99 89 303

e-mail: info@freese-werbung.de www.freese-werbung.de

Auflage: 5.000 Exemplare, Erscheinungsweise vierteljährlich

Sie erhalten die Senioren-Info kostenlos bei allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen

des Landkreises sowie bei Apotheken, Ärzten und Banken.

Titelbild: Aquarell von Hedi Freese, Künstlerin – gibt auch Malkurse

Redaktionsschluss für die Ausgabe 4-2012, Oktober-Dezember 01. Sept. 2012

������ ������� �������

����������������������������������������������

Wir, die Alzheimer Gesellschaft Bad Tölz-Wolfratshausen e.V., stehen Ihnen als Ansprechpartner

zur Verfügung und informieren pflegende Angehörige und an Demenz erkrankte Menschen, Interessierte

sowie Fachpersonal zu allen Fragen um die zahlreichen Formen von Demenzerkrankungen.

Vom Ehrenamt geprägt verbindet uns Erfahrungswissen und Fachkompetenz der verschiedenen

Berufsgruppen. Dieses Miteinander garantiert, dass wir so „sehr nah am Betroffenen“ sind.

Wir finanzieren uns eigenständig als gemeinnützige Organisation aus Mitgliedsbeiträgen,

Spenden, Geldern der öffentlichen Hand und zweckgebundenen Fördermitteln.

� Hilfe zur Erhaltung der selbständigen Wohn- und Lebensgestaltung

� Häusliche Pflege ermöglichen und erleichtern

� Überforderung der Leistungskraft der Pflegenden verhindern

� Wiederherstellen einer möglichst selbständigen Lebensführung des Pflegebedürftigen

� Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen

� Begleitung bei Pflegeeinstufungen

� Beratung von Angehörigen und Pflegekräften

Alzheimer Gesellschaft Bad Tölz-Wolfratshausen e.V.

– Selbsthilfe Demenz –

Kapellenweg 22, 82544 Egling-Neufahrn

Telefon (mobil) 0152-259 555 90

eMail: alzheimer-wor-toel@web.de

Rufen Sie uns doch mal an...

32


Pflege ist Dienst von

Menschen für Menschen

In unserem Kompetenz-Zentrum erhalten wir die

Selbständigkeit und körperlichen Kräfte unserer

Senioren so lange wie möglich.

Fester Bestandteil ist die Einbindung der Angehörigen

mit intensiver Beratung.

Alle Angebote berücksichtigen auch die individuellen

Bedürfnisse von Demenzkranken

im offenen und beschützten Bereich.

Wir bieten aus einer Hand:

l Vollstationäre Pflege

l Kurzzeitpflege

l Tages- Nachtpflege

l Ambulanter Dienst

l Pflege-Info-Kiosk

Nutzen Sie für den Ambulanten Dienst

(Tel. 0800 1 270 270) und den Pflege-Info-Kiosk

(Tel. 0800 3 22 55 33) die kostenlose Service-Nr.

Kompetenz-Zentrum für Pflege

Isarwinkel Bad Tölz

Kompetenz-Zentrum für Pflege

Alpenhof Bad Heilbrunn

Krankenhausstrasse 37, 83646 Bad Tölz

Tel. 08041/766 1426

www. rehazentrum-isarwinkel.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine