Semiramis 19.pdf

kmoffice.de

Semiramis 19.pdf

Foto: Konrad Müller

In dieser Ausgabe lesen Sie

Aus dem Vereinsleben:

Jahresprogramm S. 2 - 5

Veranstaltungen S. 6 - 9

Steckbrief S. 8

Öffentliche regionale Gärten:

Botanischer Garten Erlangen S. 10 - 12

Pflanzenschutz S. 13 - 15

Gartengestaltung: Sitzplätze

im Garten S. 16 - 19

Anlage von Blühflächen S. 20 - 21

Tipps und Kurioses S. 22 - 23

Fremde Länder, fremde Gärten S. 24 - 27

Randnotizen, In eigener Sache S. 28 - 31

Vorteile einer OGV-Mitgliedschaft

Impressum S. 32


Aus dem Vereinsleben ...

Seite

Veranstaltung

Veranstaltungskalender 2010 OGV Cad

Datum

Uhrzeit

Tag der offenen Gärtnerei Sa./So.

1./2. Mai

Blumenschmuckpreisverleihung

Garten-Kunst-Genuss:

Gartenmarkt in der

Gärtnerei Enßner

Tagesausflug Bad

Windsheim, Ipsheim

Tag der offenen Gartentür

Kirchweih Hiltmannsdorf

Sommerfest in der

Baumschule Oppel

Radtour durch den

Landkreis Fürth

Führung durch die

Baumschule Oppel

Anzeige-Semiramis.qxd 16.02.2007 9:48 Uhr Seite 1

Fotografie aus Leidenschaft

Hochzeit

Portrait

Akt & Dessous

Babybauch I Kinder

Bewerbung I Business

Festlichkeit

w w w . d i e f o t o g r a f i n - o n l i n e . d e

Margit Hofmann

Fotografenmeisterin

Marktplatz 5

90556 Cadolzburg

Fon: 09103 8234

Tag der offenen Tür

im Kreislehrgarten

Siegelsdorf

Pilzwanderung über

den Dillenberg

Pflanzentauschbörse

Vortrag Pflanzenschutz II

Fr., 7. Mai

19.30 Uhr

So., 16. Mai

10.00 bis

18.00 Uhr

Veranstaltungsort, Adress

Gärtnerei Eder, Gonnersdorfer

Str. 14 in Cadolzburg

Gasthof Schinkenwirt, Alte

Dorfstraße in Seukendorf

Staudengärtnerei Enßner,

Farrnbachstr. 15 in Keidenzell

Sa., 12. Juni Treffpunkt siehe Seite 4

So., 27. Juni

10.00 bis

17.00 Uhr

4. Juli

13.30 bis

16.00 Uhr

So., 25. Juli

ab 11.00 Uhr

So., 29. Aug.

13.00 Uhr

Sa., 4. Sept.

15.00 Uhr

So., 26.

Sept. 10.00

bis 17.00 Uhr

Sa., 9. Okt.

9.00 Uhr

So., 16. Okt.

14.00 bis

17.00 Uhr

21. Okt.

19.00 Uhr

Veranstaltungsorte

entnehmen Sie der lokalen

Presse

Alte Dorfstraße in Seukendorf

Baumschule Oppel,

Dillenbergstr. 13, Stinzendorf

Treffpunkt wird noch

bekannt gegeben

Baumschule Oppel,

Dillenbergstr. 13, Stinzendorf

Kreislehrgarten Siegelsdorf

Treffpunkt: Parkplatz an der

Waldsportanlage in Cadolzburg

Sporsthalle SV Seukendorf

Gasthof Schinkenwirt


olzburg • OGV Seukendorf/Hiltmannsdorf

e Ergänzende Bemerkungen

An beiden Tagen besteht die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen einer Gärtnerei zu

werfen und sich über Neuheiten von Pflanzen zu informieren.

Preisverleihung für den Blumenschmuckwettbewerb - die jährliche Prämierung der schönsten

Gärten unserer Gemeinde.

Der OGV Cadolzburg ist mit einem Informationsstand beim Gartenmarkt vertreten. Neben

Informationsmaterial rund um den Garten gibt es auch eine Auswahl an interessanten

Gartenbüchern zu kaufen. Weitere Einzelheiten unter www.staudengaertnerei-enssner.de

Siehe Seite 4

Welche Gartenbesitzer aus dem Landkreis Fürth sich daran beteiligen, stand bis

Redaktionsschluss noch nicht fest. Daher bitte auf weitere Informationen in der Lokalpresse

bzw. in den Aushängekästen des OGV Cadaolzburg achten.

Kuchenverkauf - während der Hiltmannsdorfer Kirchweih (vom 02.07. bis 05.07.2010) verkauft

der OGV am Kirchweihsonntag zugunsten der Dorfverschönerung leckere selbst gemachte

Kuchen.

Sommerfest für „Groß und Klein“: Baumschulführung, Kräuterspezialitäten, Bodenproben,

Holzdrechsler, Kunstgewerbe, Regionale Erzeugnisse, Gartenkunst, Honig, uvm.

Kinderprogramm, Streichelzoo, Trampolin, Tipizelt... Kulinarische Genüsse für alle.

Folgende Route ist geplant: Von Egersdorf in Richtung Kläranlage Cadolzburg, weiter Richtung

Nürnberger Straße, dann westwärts auf landw. Straßen Richtung Gonnersdorf, Stinzendorf,

Klaushof. Von dort durch den Wald und über die Brücke über die B 8 Richtung Eisdiele in

Langenzenn. Dort Rast. Weiter in Richtung Retzelfembach, vorbei an der Kirche in Veitsbronn

nach Kreppendorf und Bernbach. Hier biegen wir ab in Richtung Seukendorf, Hiltmannsdorf,

Egersdorf. Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr. Bei Regen fällt die Radtour aus.

Führung durch die Baumschule Oppel mit Apfelverkostung und Minzen schnuppern. Ferner

steht Werner Oppel für alle Fragen rund um Obstbäume, Sträucher usw. zur Verfügung. Zum

Abschluss gibt es noch eine Tomatenverkostung.

An diesem Tag dreht sich alles um den Garten. Neben den Gartenbauvereinen des Landkreises

bieten auch viele andere Vereine Informationen an und stehen für Fragen zur Verfügung.

Der OGV Cadolzburg wird voraussichtlich mit einer Pflanzentauschbörse vertreten sein.

Ort: Kreislehrgarten in Siegelsdorf (neben der Kompostieranlage).

Nachdem im vergangenen Jahr diese Veranstaltung aufgrund des Witterungsverlaufs

ausfallen musste, hoffen wir diese Jahr auf passendes Wetter, damit uns Rudolf Rossmeissl

von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg, die Vielfalt der heimischen Speisepilze

zeigen und Tipps für deren Zubereitung geben kann.

Auch dieses Jahr führen wir wieder unsere erfolgreiche Pflanzentauschbörse gemeinsam

mit der Tanzabteilung des SV Seukendorf durch. Hier können Sie schöne, robuste Pflanzen

tauschen bzw. gegen eine kleine Spende erwerben und den Tänzern bei Kaffee und

Kuchen zusehen. Selbstverständlich können Sie auch selbst das Tanzbein schwingen.

Kreisfachberater Lars Frenzke wird seinen im letzten Jahr begonnenen

Vortrag über Pflanzenschutz fortführen. Wir hoffen auf zahlreiche Gäste.

Ansprech-

partner

OGV Cadolzburg

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Cadolzburg

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Cadolzburg

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Cadolzburg

OGV Cadolzburg

OGV Cadolzburg

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Cadolzburg

OGV Cadolzburg

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

OGV Seukendorf/

Hiltmannsdorf

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Aus dem Vereinsleben ...

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Veranstaltung

Adventsbasteln für

die ganze Familie

Adventsausstellung

Gartlerstammtisch

Cadolzburg

Veranstaltungskalender 2010 OGV Cadolzburg •

Datum

Uhrzeit

Mi., 17. Nov.

ab 10.00

Uhr

So., 21. Nov.

10.00 bis

16.00 Uhr

Do., 25.

Nov. 19.00

Uhr

Allgemeine

Veranstaltungshinweise:

Weitere Einzelheiten zu den Veranstaltungen können Sie

den Aushängekästen des OGV Cadolzburg entnehmen.

Diese befinden sich in Cadolzburg:

• Hindenburgstraße, vor dem Anwesen Nr. 6

• Haffnersgartenstraße, vor dem Anwesen Nr. 24

• Markgraf-Alexander-Straße, vor dem Anwesen Nr. 32

in Wachendorf:

• Bahnhofstraße, vor dem Anwesen Nr. 41

Ferner werden die Veranstaltungen, sowie kurzfristige

Änderungen, in der Lokalpresse („Markt Cadolzburg info“)

und auf der Homepage des OGV Cadolzburg unter www.

ogv-cadolzburg.de veröffentlicht.

Veranstaltungen der Bayerischen Landesanstalt für

Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim:

Freitag, 11. Juni: „7. Bayerisches Symposium für den Freizeitgartenbau:

Wohnen und leben im Garten“.

Seukendorf/

Hiltmannsdorf

Ausflug Bad Windsheim und Ipsheim

Liebe Gartenfreunde,

wie in unserem Veranstaltungskalender 2010 bereits

angekündigt, bieten wir am Samstag den 12.06.2010

einen Ausflug an.

Abfahrt: 12:25 Uhr Alte Dorfstraße (Gasthof

Schinkenwirt) Hiltmannsdorf; 12:30 Uhr Feuerwehrhaus

Seukendorf

Als erstes erhalten wir eine fachkundige Führung durch

das fränkische Freilandmuseum. Dauer ca. 1 ½ Stunden.

Für „Fuß-Schwache“ ist eine kleinere Tour mit Pausen

vorgesehen.

Veranstaltungsort, Adresse Ergän

Gärtnerei Eder, Gonnersdorfer

Str. 14 in Cadolzburg

Ort: Blumenhaus Haas,

Steinbacher Str. 18 in Cadolzburg

Gaststätte „Zum Dorfbrunnen“, Alte

Fürther Str. 21 in Wachendorf

Unter fachkundiger Anleitung der Fa

Das notwendige Material kann mitg

Adventsausstellung im Blumenhaus

weihnachtliche Arrangements aus e

In geselliger Runde wollen wir das G

Gemeinschaftsveranstaltung der Forschungsanstalt für

Gartenbau Weihenstephan und der Bayerischen Gartenakademie.

Einladung an alle Gartenfreunde. Kosten: 20,-

€. Teilnahme nur nach Anmeldung möglich!

Weitere Einzelheiten und Anmeldung direkt bei der Bayerischen

Landesanstalt unter 09 31/98 01 – 158 oder

unter www.lwg-bayern.de

23. April bis 3. Oktober: Landesgartenschau in Rosenheim.

04. Juli: Tag der offenen Tür der Bayerischen Landesanstalt

in Veitshöchheim, An der Steige 15, von 09.00 bis

16.00 Uhr.

18. Juli: Tag der offenen Tür im Gemüseversuchsbetrieb

Bamberg, Galgenfuhr 21, von 10.00 bis 16.00 Uhr.

20. Juli: „20 Jahre Sommerfest in der Baumschule Oppel“

mit großem Festprogramm.

Beginn: 11.00 Uhr, Dillenbergstr. 13 in Stinzendorf.

Weitere Gartenveranstaltungen im Jahr 2009 finden Sie

unter: www.gartenlinksammlung.de

Im Anschluss fahren wir weiter nach Ipsheim. Hier

werden wir vom Winzermeister erwartet. Hier erfahren

wir Interessantes über die Winzerarbeit und über die

fränkischen Weine.

Bei einer fränkischen Brotzeit, werden verschiedene

Weine ausgeschenkt.

Kosten: € 20,00 pro Erwachsene, € 10,00 Kinder von 6-

12 Jahren; Kinder unter 6 Jahren sind frei.

Im Preis enthalten: Bustransfer/Führung und Eintritt

fränkisches Museum/Weinprobe mit Brotzeitteller

Gegen 18.30 Uhr kommen wir wieder zurück.

Anmeldung bis 25.05.2010 bei Heike Pöllmann 0911/

9757078


OGV Seukendorf/Hiltmannsdorf

zende Bemerkungen

milie Eder basteln wir Gestecke für die Adventszeit.

ebracht oder vor Ort erworben werden.

Haas. Gezeigt werden Gestecke, Kränze und

igener Herstellung.

Ansprech-

partner

OGV Cadolzburg

OGV Cadolzburg

artenjahr ausklingen lassen. OGV Cadolzburg

Gartenversnstaltungen 2010

- eine Auswahl aus dem Internet -

16.04. - 18.04. Bamberger Gartenmesse „Blüte & Ambiente“ auf der

Böhmerwiese

17.04. - 18.04. Frühjahrslust Wolfgangshof, Zirndorf-Anwanden

23.04. - 03.10. Landesgartenschau Rosenheim Reiseservice Erhardt

fährt am 24.07.10 (Tagesfahrt)

23.04. - 24.04. Blumenzwiebelkorso Keukenhof, Lisse/Niederlande

24.04. - 25.04. Nürnberger Gartenmarkt in Großgründlach

24.04. 10.00 - 14.00 Uhr Frühlingspflanzenbörse im

Botanischen Garten Erlangen

29.04. - 02.05. Barocke Gartentage (Mediterranes Flair) im

„Blühenden Barock“, 71640 Ludwigsburg (Sendung

„Grünzeug“ im SWR)

30.04. - 02.05. Akzente Unterschwaningen

30.04. - 02.05. Gartentage auf dem ehemaligen Landesgartenschau-

gelände in Neumarkt/Opf

30.04. - 02.05. Schlossparkträume Fürstliches Brauhaus Schloss Ellingen

01.05. - 03.05. Garten & Natur Schloss 93336 Hexenagger

07.05. - 09.05. DIGa Die Gartenmesse im Schlosspark Weikersheim

13.05. - 16.05. Dennenloher Gartentage, Schloss

14.05. - 16.05. Faszination Garten Schloss Weißenstein Pommers-

felden

15.05. - 16.05. Straubinger Gartenträume auf dem ehemaligen

Landesgartenschaugelände

22.05. - 24.05. Gartenfest Schloss Eyrichshof, 96106 Ebern

22.05. - 24.05. Kunst und Garten Burggelände Pappenheim

28.05. - 30.05. Garten & Natur Residenzgarten Eichstätt

12.06. - 13.06. Rosenmesse Landesgartenschaugelände

Marktredwitz

19.06. - 20.06. Rosen & Gartenmesse, 97486 Königsberg

19.06. - 20.06. Steinfuther Rosentage, 61231 Bad Nauheim/

Steinfurth

19.06. 18.00 - 22.00 Uhr Rosenabend im Botanischen

Garten Erlangen

25.06. - 28.06. Haus und Garten, Marloffstein/Atzelsberg

03.07. - 04.07. Rosenschau Kloster , 89440 Unterliezheim

03.07. 10.30 - 17.00 Uhr Tag des Botanischen Gartens

Erlangen

25.09. - 26.09. Faszination Garten im Schloss Weingartsgreuth,

96193 Wachenroth

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Aus dem Vereinsleben ...

Seite

Liebe Mitglieder und Gartenfreunde,

am 31.12.2009 verstarb unser Ehrenvorsitzender Hermann Friedrichs nach langer schwerer Krankheit.

Unser Hermann war 28 Jahre Mitglied im Obst- und Gartenbauverein, davon mehr als 12 Jahre aktiv.

Angefangen 1992 als 2. Vorsitzender und ab 1993 übernahm er die Führung unseres Vereins bis zum Jahr 2004.

Durch sein Wirken und Tun, haben eine Vielzahl von Pflanzen, Sträuchern und Bäume ein neues Zuhause in

unserer Gemeinde gefunden. Der Spielplatz in Hiltmannsdorf, die Gestaltung des Kreisels mit den Stelen,

die aktive Förderung des Projektes „Dorfverschönerung“ sind nur einige Projekte die wir ihm zu verdanken

haben.

Unvergessen bleiben sein Humor und seine Großzügigkeit, aber auch seine Ecken und Kanten.

Wir werden ihn als unermüdlichen Vereinsvorsitzenden in Erinnerung behalten und sein Engagement wird

noch lange fortwirken.

Lieber Hermann wir danken Dir für Alles.

Verein für Obst-, Gartenbau und Landschaftspflege Seukendorf/Hiltmannsdorf

(Vorstand im Namen aller Mitglieder)

Am 12.03.2010 fand im Gasthof Schinkenwirt

die ordentliche Mitgliederversammlung statt.

Der Einladung waren 34 Mitglieder und 10 Gäste

gefolgt. Nach dem Jahresrückblick und der

Vorschau auf 2010 durch die 1. Vorsitzende

wurde der Kassenbericht durch Ursula Höfner verlesen.

Die Kassenprüfer, Peter Kraus und Werner Keller haben

eine tadellose Kassenführung vorgefunden und somit

konnte die Vorstandschaft entlastet werden.

Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Erhöhung

des Mitgliedsbeitrages ab 2011. Nach kurzer Diskussion

wurde mit 33 Ja Stimmen und 1 Enthaltung beschlossen,

dass ab dem 01.01.2011 der Jahresbeitrag €

15,00 beträgt.

Es war der Vorstandschaft eine große Freude und Ehre,

langjährige Mitglieder auszuzeichnen. Folgende Ehrungen

wurden vorgenommen: es wurden Robert End, Gerhard

Kittler und Günther Mazet - mit der Ehrennadel in

Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft und Willi Bauer, Alfred

Boguth und Georg Wedel (leider nicht anwesend, vertreten

von seiner Gattin) - mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Hermann Lenz wurde für über 30 Jahre aktive

Mitgliedschaft geehrt und ihm wurde ein Zinnteller überreicht.

Zu den Nadeln gab es noch einen Bocksbeutel und

einen Verzehrgutschein. Die Auszeichnungen und Urkunden

wurden von unserem 1. Bürgermeister Martin Zogel

und dem 2. Bürgermeister Peter Kostrewa überreicht.

Als letzten Punkt hat die 1. Vorsitzende um mehr aktive

Hilfe bei den Pflanz- und Pflegemaßnahmen gebeten. In

den letzten 2 - 3 Jahren fühlte sich die Vorsitzende sehr

„allein“ gelassen mit der Arbeit. Es wurde ein „Pflegeteam“

gegründet. Es soll dadurch gewährleistet werden,

dass künftig Beete und Bäume regelmäßig gepflegt werden.

Heike Pöllmann, 1. Vorsitzende

(v. li. nach re.) Willi Bauer, Alfred Boguth, Gerhard Kittler,

Fr. End, 2. Bgm. Peter Kostrewa, 1. Bgm. Martin Zogel,

Hermann Lenz, Günther Mazet


Am Samstag, dem 27.02., fand unser jährlicher Baumschnittkurs

unter Leitung von Kreisfachberater Lars Frenzke im

Obstgarten der alten Villa, am Verkehrskreisel Seukendorf,

statt. Neben den Grundlagen des Obstbaumschnitts wurde

die Sanierung vergreister Apfel- und Birnbäume gezeigt.

Nachdem an einem der Bäume die Vorgehensweise erklärt

wurde, bildeten die Teilnehmer drei Gruppen. Die Baumwarte

Norbert Noll und Bernd Franke unterstützten tatkräftig

und leiteten jeweils eine der Baumschneidegruppen. Familie

Schuster, die Besitzer des Gartens, luden schließlich alle Teilnehmer

und Helfer zu einem kleinen Imbiss ein.

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Aus dem Vereinsleben ...

Steckbrief - Ute Elflein

Geboren 1942 in Leipzig. Aufgewachsen

in Uelzen( Niedersachsen).

Nach dem Abitur begann ich in

Nürnberg an der Pädagogischen

Hochschule das Studium „Lehramt

an Volksschulen“, wie es damals

hieß. 1968 „verschlug“ es mich nach

Cadolzburg an die Grundschule, wo

ich bis zum Jahre 2007 vorwiegend

in den 1. und 2. Jahrgängen unterrichtete

und versuchte, die Grundla-

gen des Lesens, Schreibens und

Rechnens zu vermitteln und all das,

was noch dazu gehört. Seit 1972

verheiratet, keine Kinder. Mitglied im

Heimatverein und in der Tanzgruppe,

wo wir im Laufe der Jahre oft in der

fränkischen Tracht aufgetreten sind.

Unsere „Cadolzburger Hausmusik“

ist meist zur Weihnachtszeit zu hören.

Ja, und sonst? Nordic Walking,

ein bisschen malen, lesen und neue

Reiseziele ansteuern, das macht mir

Freude. Besonders gern helfe ich

guten Freunden bei ihrer umfangreichen

Gartenarbeit und hoffe, dass

es damit bald wieder los geht!

Ute Elflein

Seite

Der Lenz

Es kommt der Lenz

Es kommt der Lenz mit

dem Hochzeitgeschenk,

Mit Jubel und Musizieren,

Das Bräutchen und

der Bräutigam

Kommt er zu gratulieren.

Er bringt Jasmin und Röselein,

Und Veilchen und

duftige Kräutchen,

Und Sellerie für den

Bräutigam,

Und Spargel für das

Bräutchen.

Heinrich Heine

Kartoffelseminar -

Kartoffeln, die keiner kennt...

Dass die Farben in dem

Gedicht von Matthias

Claudius nur bedingt

stimmen, zeigte Werner

Oppel von der Baumschule

in Stinzendorf

bei einer Kartoffelverkostung,

die im Steinbacher

Gasthaus „Zum

Wiesental“ stattfand.

Richtige Raritäten wurden

da vorgestellt, die

bestimmt den we-

„Schön rötlich die Kartoffeln sind

und weiß wie Alabaster.

Sie däun sich lieblich und geschwind

und sind für Mann und Frau und Kind

ein rechtes Magenpflaster.“

nigsten Besuchern bekannt waren.

Den Anfang machte eine Kartoffel

aus Peru mit dem schönen

Namen “Cusoi“. Sie hatte eine rote

Schale, gelbes Fleisch, einen

intensiven Geschmack und war

festkochend. Abstammung unbekannt.

Als nächste folgte die “Ungarische

Schwarze“. Herkunft und

Abstammung unbekannt, Schale

schwarz, mittelgroß,nierenförmig,

flache Augen,

weißes

Fleisch und sie

schmeckte mehlig

und recht trocken.

Dann wurde die

„Mehlige Mühlviertler“

serviert,

die aus Österreich

stammt. Ihre

Merkmale: Mehlig

kochend, Schale und Fleisch gelb,

runde Knolle, kräftiger, cremiger

Geschmack, Reife mittelspät. Sie

eignet sich gut als Salz-, Püree-

oder Backkartoffel. Eine Überraschung

war der „Blaue Schwede“,

auch „Blue Congo“ genannt. Sie

blüht blau, hat eine blaue Schale

und ebenso farbiges Fleisch. Die

rund-ovalen Knollen sind festko-


chend und weisen einen kräftigen,

etwas süßlichen Geschmack auf.

Bekannter als die anderen Sorten

war das „Bamberger Hörnchen“,

nicht zu verwechseln mit dem Gebäck

gleichen Namens. Auf jeden

Fall stammt diese Kartoffel aus der

Bamberger Gegend, wo sie seit

1870 angebaut wird. Die hörnchenförmige

Knolle hat eine gelb-

rosa Schale, gelbes Fleisch, ist

festkochend und ihr sehr guter

würziger Geschmack fand große

Zustimmung bei allen „Verkostern“.

Diese Sorte blüht weiß und

reift spät. Sehr gut geeignet für

Kartoffelsalat. Aus England kommt

die „ Highland Burgundy Red“, die

ihrem Namen alle Ehre macht. Unter

der roten Schale kam ebenso

rotes Fleisch zum Vorschein, das

kräftig schmeckte und an „Rote

Bete“ erinnerte. Die Knollen haben

eine runde oder ovale Form, sind

mehligkochend und mittelspätreifend.

Sie blüht weiß. Als letzte

Kartoffel in der Vorstellungsrunde

gab es die „Sieglinde“ zu probieren.

Seit 1935 ist sie in Deutschland

heimisch und noch im Handel

erhältlich. Ihre Kennzeichen sind

langovale Knollen, Schale und

Fleisch gelb, festkochend und

frühreifend. Sie hat wenig weiße

Blüte und einen angenehm kräftigen

Geschmack. Eine Sorte, die

allen Gästen hervorragend schmeckte.

Neben der Verkostung hatte

Werner Oppel noch viele interessante

Erklärungen und Berichte

parat. Augenblicklich gibt es 135

verschiedene Kartoffelsorten und

nur solche, die beim Bundessortenamt

registriert sind, dürfen angepflanzt

werden, was natürlich

nicht für Privatgärtner gilt. Weiter

ging es um die Lagerung bei 2 bis

3 Grad oder um Mittel zur Vernichtung

der Kartoffelkäferlarven. Es

war rundum eine gelungene Veranstaltung.

Abwechslungsreich

durch das Probieren der vielen

fremden Sorten und nicht zuletzt

durch die lockere, humorvolle Art,

mit der Werner Oppel durch den

Abend führte.

Ute Elflein

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 9


Gastbeitrag ...

Der Botanische Garten

der Universität Erlangen-Nürnberg

oder mit dem Tropenhaus durch

die Klimazonen unserer Welt.

Schon in frühester Kindheit

war ich als Erlanger Stadtpflanze

gerne Gast im Botanischen

Garten. Der Weg zum

Kindergarten, der in der Wasserturmstrasse

lag, führte am

eisernen Haupttor des Gartens

vorbei. Später, als wir Kinder

der Erlanger Neustadt in die

Loschgeschule gingen, durchquerten

wir jeden Tag den hinteren

Teil des Gartens. Dass

der Garten bereits seit 1824

existierte und eine Größe von

fast 2 Hektar hatte, interessierte

uns wenig. Für uns waren

vor allem die großen Wasserbecken

vor dem Tropenhaus,

in denen Seerosen und Lotusblumen

wuchsen, von Interesse.

Dazwischen tummelte sich

eine muntere Schar von Goldfischen

in verschiedensten

Größen, die unseren Fangversuchen

meist entkamen.

Wenn man den Botanischen

Garten durch das Haupttor an

der Wasserturmstrasse betritt,

fällt der Blick gleich auf das

Alpinum. Auf saurem Boden

wachsen Lärchen, Latschen,

Alpenrosen und Preiselbeeren.

Daneben findet man noch

Streifenfarne, Grasnelken und

verschiedene Hauswurzarten.

Im Winter sieht man leider von

Seite 10

der Anlage, die liebevoll mit

Steinen, Wurzeln und Baumstümpfen

bestückt ist, nicht

sehr viel. Am Alpinum vorbei

erreicht man das Tropenhaus.

Gerade das Tropenhaus hatte

es mir als Kind und später

dann als Student besonders

angetan, da man hier in Ruhe

durch den Tiefland- und Bergregenwald

spazieren kann.

Der tropische Tieflandregenwald

existiert im Amazonasgebiet,

in weiten Teilen Zentralamerikas,

im Kongobecken,

im tropischen Westafrika

sowie in Südwestindien und

in Indonesien. Während des

Sparziergangs durch das Gewächshaus

kann man gut

ermessen, welche Strapazen

ein Alexander von Humboldt

erleiden musste als er die

Regenwälder Südamerikas

durchquerte. Die Hylaea, das

heißt, der Regenwald, wie ihn

Humboldt bezeichnete, ist

im Tropenhaus nach Kontinenten

eingeteilt. Man beginnt

mit dem Kontinent Afrika,

wo man die Stammform der

Kulturbanane, die Musa x paradisiaca

betrachten kann.

Folgt man dem Weg rechterhand,

kommt man in den asiatischen

und amerikanischen

Teil des Tropenhauses. Das

große Beet in der Mitte des

Tropenhauses ist den Regenwäldern

Südamerikas

gewidmet. Die Bestände der

Tropenpflanzen sind hier undurchdringlicher

und die Aufsitzerpflanzen

(Epiphyten) noch

zahlreicher. Die Biologen haben

hier den Regenwald nach

einer Rodung nachgeahmt.

Damit die Pflanzen wachsen

und gedeihen können, hat

man ein Regenwaldklima geschaffen.

Der Temperaturunterschied

fällt einem besonders

im Winter auf. Man hat

plötzlich einen Unterschied

von fast 30 Grad. Hier herrscht

ein Klima wie am Äquator und

zwischen den beiden Wendekreisen

(23,26 Grad nördlich

bzw. südlich). In diesen Breiten

regnet es täglich. So beträgt

zum Beispiel in Manaus, einer

Stadt im Amazonasgebiet, der

Niederschlag pro Jahr 1997

mm. Rechnet man das um,

so fallen pro Jahr 1997 Liter

Regenwasser auf einen Quadratmeter.

Eine recht feuchte

und dampfige Angelegenheit.

Biegt man vom Rundweg

nach rechts ab, kommt man

zum Mangrovenbecken. Bei


den Mangrovengehölzen handelt

es sich um Pflanzen, die

in den Gezeitenzonen der

tropischen Küsten wachsen.

Oberhalb des Mangrovenbeckens

finden wir in Körben die

Kannensträucher (Nepenthes),

die sich auf den Fang von Insekten

spezialisiert haben. Mit

ihrer roten oder grünen Farbgebung

und dem nektarartigen

Saft locken sie Insekten

an (s. Abb.). Befindet sich ein

Insekt im Inneren dieser Pflanze,

so ist ein Entkommen aus

dieser Gleitfalle nicht mehr

möglich. Eiweißspaltende Enzyme

und Säuren, die bereits

von der Pflanze im Voraus

produziert wurden, lösen das

Insekt auf. Das Hauptverbreitungsgebiet

dieser Gattung

ist das tropische Asien mit

Schwerpunkt Borneo. Darüber

hinaus findet man sie in Indonesien

und Nord-Australien.

Verlässt man die Mangrovengehölze

rechterhand, so erreicht

man den Bereich der

tropischen Nutzpflanzen. Hier

kann man verschiedene Kautschuk-

und Teepflanzen betrachten.

Besonders gut haben

mir die Kaffee- und Baumwollpflanzen

(s. Abb.) gefallen.

Neben Arzneipflanzen findet

man auch Gewürzpflanzen,

wie zum Beispiel den Ceylonzimtbaum

und die Pfefferpflanze,

die wie Efeu an

den Bäumen emporklettert.

Wir verlassen jetzt den Tropenbereich

in Richtung Eingangshalle.

Direkt gegenüber

betreten wir ein Gewächshaus,

dessen lichte und

lufttrockene Atmosphäre uns

überrascht. Wir sind im Reich

der Xerophyten angekommen,

das heißt es handelt

sich hier um Pflanzen, die in

extremen Trockengebieten

leben. Der Organismus dieser

Kakteen ist so ausgelegt,

dass sie das Wasser für sehr

lange Zeit speichern können

und somit lange Dürreperioden

überstehen. Mancher

Kaktus wird einem bekannt

vorkommen. Nur bei der Größe

gerät man ins Staunen.

Jetzt geht es wieder in

den Außenbereich Richtung

Canarenhaus, das im

Jahre 1978 eröffnet wurde

und die vielfältige Pflanzenwelt

der Canarischen

Inseln umfasst (s. Abb.).

Wer noch mehr Zeit im Außenbereich

verbringen will,

kann im Sommer Sumpfpflanzen

und Arzneipflanzen

bestaunen. Auch die heimische

Flora ist im Nadelwaldbereich

vertreten. Wer

mehr über den Botanischen

Garten in Erlangen wissen

möchte, sollte sich den Führer

durch die Gewächshäuser

besorgen. Und wer sich

gerne über die botanischen

Gärten in Deutschland informieren

möchte, der kann

dies mit Hilfe des Buches

von Loki Schmidt „DIE BO-

TANISCHEN GÄRTEN IN

DEUTSCHLAND“ tun.

Mein Fazit: Ein Besuch im

Botanischen Garten in Erlangen

lohnt sich auf jedem

Fall. Warum in die Tropen

fahren, wenn wir sie

vor der Haustüre haben?

Günter Renner

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 11


Kaffeestrauch Drachenbaum

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... Im Kakteenhaus

... Im Canarenhaus


Pflanzenschutz

Monilia-Triebsterben/Spitzendürre

In der vorletzten Ausgabe der Semiramis wurde die Monilia-Fruchtfäule

(Monilia fructigena) vorgestellt. Das Monilia-

Triebsterben (Monilia laxa) ist - wie der Name schon verrät

- eng mit dieser Fäule verwandt. Beide machen auch oft

„gemeinsame Sache“ und treten zusammen auf. Die verursachten

Schadbilder dagegen schauen erst einmal völlig

unterschiedlich aus. Dies liegt vor allem an den infizierten

Pflanzenteilen. Während sich die Monilia-Fruchtfäule über

die Früchte von Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge und einigen

anderen Haus- und Wildobstarten hermacht, dringt die

Spitzendürre in die jungen Triebe ein und befällt auf diesem

Wege das Holz.

Wirtspflanzen

Betroffen sind klassischerweise die Sauerkirschen,

die altbekannte Sorte „Schattenmorelle“ ist aufgrund

ihrer Anfälligkeit bei uns mittlerweile kaum

noch anbauwürdig. Aber auch Süßkirschen und

Aprikosen werden befallen, außerdem Ziergehölze,

die zur Gattung der Kirschgewächse gehören, wie

z. B. das Mandelbäumchen (Prunus triloba).

In den letzten Jahren war festzustellen, dass der

Befall des Kernobstes, insbesondere des Apfels,

durch die Spitzendürre zugenommen hat, vor allem

in Jahren mit für die Infektion günstigen Witterungsbedingungen.

Der Schaderreger und seine Entwicklung

Die Pilzsporen der Spitzendürre überwintern auf

den befallenen, abgestorbenen Triebspitzen und

den daran verbliebenen, verdorrten Blütenbüscheln.

Hauptinfektionszeit ist wie bei den meisten Pilzkrankheiten

das Frühjahr, der Infektionsdruck hängt

damit auch wiederum sehr stark von der Witterung

ab. Kühl-feuchtes Wetter im April bietet den Sporen

optimale Wachstumsverhältnisse. Durch Wind und

Wasser werden sie auf den Pflanzen verteilt und beginnen

dort zu keimen. Schäden anrichten können

jedoch nur diejenigen, die sich auf einer Blüte entwickeln.

Um in die Triebe und damit an das Pflanzengewebe

zu gelangen, nutzen die Pilzsporen

nämlich eine Schwachstelle, die für die Pflanzen unvermeidbar

ist: Die Blüte. Während sich die Pflanze

ansonsten durch verstärkte Zellschichten vor solchen

Angriffen von außen zu schützen sucht, muss

die Blüte als „Geheimgang“ für die Befruchtung offen

bleiben. Durch die Blüte und den Blütenstiel

wächst das Pilzgeflecht in das Innere der Pflanze

und breitet sich in den Trieben aus.

Wichtig zu wissen ist also, dass die Infektion durch

das Monilia-Triebsterben nahezu ausschließlich über

die Blüte erfolgt und damit auch nur während der

kurzen Blütezeit möglich ist. Ein wesentlicher Unterschied

zur Frucht-Monilia, die während der gesamten

Fruchtentwicklung auf eine Infektionsmöglichkeit

durch Verletzung o. ä. lauert.

Schadbild

Ist der Pilz erst einmal in den jungen Trieben angekommen,

beginnt er massiv zu wuchern und zerstört

dabei sämtliche Leitungsbahnen, also das

pflanzeninterne Transportsystem für Wasser und

Nährstoffe. Die noch nicht vollends entwickelten

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 1


Pflanzenschutz ...

Blüten- und Blattbüschel trocknen als erstes bald

nach der Blüte komplett ein. Die jungen Triebe selbst

sterben ebenfalls ab und sind daher nicht mehr in

der Lage, die trockenen Blütenbüschel abzustoßen.

Typisches Krankheitsbild bei der Kirsche sind deshalb

die dürren Triebspitzen mit den lange anhaftenden

ebenfalls dürren Büscheln.

Auch das Holz

trocknet ein, die

dürren Blüten

und Blättern

bleiben haften

Seite 1

Die Leitungsbahnen

sind zerstört, Blätter

und Blüten trocknen ein

Wird dem Pilz kein Einhalt durch Entfernen des infizierten

Triebes geboten, wächst er immer tiefer in die

Pflanze hinein. Oft reagieren die Bäume mit starken

Nottrieben aus den Hauptästen, die Gehölze werden

aber im Verlauf der Jahre immer schwächer und

können letztendlich vollständig eintrocknen. Gleichzeitig

werden immer mehr neue Sporen nach außen

abgegeben. Aus diesem Grund tragen ungepflegte

Obstbestände erheblich zur Ausbreitung auch dieser

Pilzkrankheit bei.

Tief bis ins mehrjährige Holz

fortgeschrittener Befall

Diese Schattenmorelle

ist fast

gänzlich zerstört

Krankheitsbild

der Trieb-Monilia

an Apfel

Beim Apfel läuft die Infektion nach demselben Prinzip

ab. Da die Blüten jedoch in der Regel an mehrjährigen

Kurztrieben zu finden sind, sieht das Krankheitsbild

etwas anders aus: Hier sind es nicht die

langen einjährigen dürren Ruten wie bei der Kirsche,

sondern die über die Krone verteilten abgestorbenen

Kurztriebe.

Abgestorbener

Blütentrieb des

Apfels

Schadensbedeutung

Im Vergleich zur Frucht-Monilia besitzt die Trieb-Monilia

sicherlich das größere Schadenspotential: Der

angerichtete Schaden kann größeres Ausmaß erreichen

und sich vor allem über die Jahre steigern. Die

Fruchtmonilia dagegen fängt sozusagen jedes Jahr

neu an. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Schäden

durch die Trieb-Monilia auch zwangsläufig jedes

Jahr größer sein müssen. Sie ist in ihrer Entwicklung

bedeutend witterungsabhängiger als die Frucht-Monilia.

Ist die Witterung zur Blütezeit trocken, kann eine

Neuinfektion nahezu ausbleiben.

Nur in ungepflegten Obstbaumbeständen kann die

Krankheit im Laufe der Jahre zu starker Schwächung

und Baumausfällen führen. Bei konsequenter Vorbeugung

und Bekämpfung sowie geeigneter Sorten-


Während des

Abblühens

sind Kontrollen

besonders wichtig

wahl bei Neupflanzungen, ist die Krankheit jedoch

gut beherrschbar.

Möglichkeiten zur Vorbeugung und Bekämpfung

Zur Minimierung des Infektionsrisikos trägt die regelmäßige

Kronenpflege (Schnitt) bei, die das Abtrocknen

der Triebe und Blüten nach Niederschlägen beschleunigt.

Ist dennoch eine Infektion eingetreten, gilt

es schnell zu handeln und die befallenen Triebe sofort

bis tief ins gesunde Holz zu entfernen. Ist dies

versäumt worden, sollten spätestens beim Winterschnitt

die Triebe ausgeschnitten werden. Eine regelmäßige

Kontrolle vor der Blüte (auf eventuell noch

vorhandene Infektionsquellen) und in der Zeit nach

der Blüte (auf mögliche Neuinfektionen) ist hierzu unerlässlich.

Das Ausschneiden ist dann besonders

wirkungsvoll, wenn es konsequent „garten-grenzübergreifend“

in nachbarschaftlichen Gemeinschaftsaktionen

durchgeführt wird.

Zur chemischen Bekämpfung ist eine zwei- bis dreimalige

Spritzung in die Blüte mit einem dafür zugelassenen

Pflanzenschutzmittel möglich. Derzeit

(Stand Februar 2010 – unbedingt aktuellen Zulassungsstand

beachten!) sind im Haus- und Kleingarten

eine Reihe von Mitteln mit den Wirkstoffen Fenhexamid,

Myclobutanil oder Difenoconazol zugelassen.

Es sollte jedoch immer abgewogen werden,

ob die Bekämpfung wirklich erforderlich ist (z. B.

durch feuchte Witterung, empfindliche Sorte, starken

Infektionsdruck von außen). Bei Spritzung von Pflanzenschutzmitteln

in die Blüte ist außerdem die Anwendung

abends nach Ende des täglichen Bienenfluges

generell dringend zu empfehlen, auch bei Mitteln,

die als nicht bienengefährlich eingestuft sind.

Für Neupflanzungen stehen eine Reihe widerstandsfähiger

und geschmacklich überzeugender Sorten

zur Wahl, so die Sauerkirschen Morina, Karneol,

Gastbeitrag ...

Koröser Weichsel, Safir oder Achat. Eine völlige Resistenz

gibt es jedoch auch hier nicht. Zur Pflanzung

nicht mehr zu empfehlen sind neben der Schattenmorelle

auch Morellenfeuer und Heimanns Rubin, bei

der Sorte Gerema wurde mittlerweile auch ein zunehmender

Befall festgestellt.

Fruchtmonilia an Haselnüssen.

Zum Abschluss des Monilia-Themas noch eine kleine

Ergänzung zu der Monilia-Fruchtfäule: Sie kann

auch an den von uns geschätzten Haselnüssen auftreten!

Dies ist jedoch zum Glück recht selten der

Fall (und wenn, wird es meist nicht als Moniliabefall

erkannt). Als erstes treten braune Flecken auf der

Schale und den Hüllblättern unreifer Früchte auf, die

dann später schwarz werden. Als Folge können ganze

Fruchtstände abgestoßen werden. Oder aber die

Früchte werden innerlich von einer weichlichen braunen

Fäule zerstört.

Fruchtmonilia an Haselnüssen

Der Artikel gehört zu unserer Serie „PFLANZENSCHUTZ“. Den Inhalt (Text und Bilder)

verdanken wir Herrn Lars Frenzke, Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege,

Landratsamt Fürth

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 1


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Einer der wichtigsten Aspekte für die meisten

Gartenbesitzer ist ein gemütlicher Sitzplatz im

eigenen Garten. Am liebsten ist es den meisten

Gärtnern, wenn die Terrasse befestigt und

direkt am Haus ist. Hier kann man gemütlich

sitzen und hat alles, was man z. B. für eine

Mahlzeit braucht, schnell zur Hand. Besonders

angenehm ist es, wenn der Freisitz zumindest

teilweise überdacht ist, dann kann man sogar

bei Regen noch im Freien sitzen. Und so hat

es sich bei uns in Deutschland ergeben, dass

in den meisten Gärten eine Terrasse mit dem

Sitzplatz direkt am Haus zu finden ist.

Aber warum ist das so? Es gibt doch selbst

in kleinen Gärten verschiedene schöne

Plätzchen, die eine ausgiebige

Betrachtung lohnen. Oder wir suchen

ein bisschen Ruhe im Garten, weg

vom Trubel des Hauses mit seinen

Bewohnern, dem Telefon oder

sonstigen Stressauslösern. Dann

ist doch eine Bank oder ein

Liegestuhl abseits des Hauses

ein Segen. Vielleicht liegt dieses

Eckchen sogar ein bisschen

versteckt in einem „geheimen

Garten“.

SITZPLÄTZE


Gartengestaltung ...

IM GARTEN

Was für ein wunderbarer Gedanke. Dazu noch

eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wein und dem

absoluten Gartenglück steht nichts mehr im

Weg.

Diese Gedanken veranlassten mich, in meinem

eigenen Garten mehrere Sitzplätze einzurichten.

Neben unserer Südwestterrasse, auf der sich der

Hauptsitzplatz befindet, haben wir noch weitere

vier im Garten verteilt. Wenn ich allerdings der

Meinung bin, dass ein bestimmter Teil des Gartens

besonders einladend ist, stell ich einfach dort

eine Liege oder einen Stuhl auf.

Bei der Gestaltung unserer

Freisitze war mir in erster Linie

wichtig, dass die Möbel nicht

nur bequem, sondern auch

wetterfest sind, da wir die

meisten Möbel im Winter

nicht einräumen. Ich finde

völlig leere Terrassen im

Winter sehr ungemütlich.

Außerdem möchte ich

nicht in der prallen Sonne

sitzen, deshalb haben wir

auf beiden Terrassen

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 1


Seite 1

(wir haben noch

eine Südostterrasse)

Markisen anbringen

lassen. Da im

Hochsommer das Klima

unter den Markisen aber

meist unangenehm heiß ist,

bauten wir vor einigen Jahren

noch eine kleine Gartenlaube

unter einer Blutpflaume. Hier sitzt es

sich bei 30 o im Schatten besonders schön.

Einige unserer Sitzplätze werden eher selten

benutzt. Sie sind hauptsächlich dekorativ und

geben dem Garten ein gemütliches Flair. Aber

auch hier sitze ich manchmal.

Im Lauf der letzten Jahre habe ich mir beim

„Tag der offenen Gartentür“ und auch auf

einigen Gartenreisen viele verschiedene

Sitzplätze angesehen.

Einige waren schlicht, andere

originell, einige auch sehr

nobel. Alle hatten aber eine

Gemeinsamkeit. Dauerhaft

eingerichtete Sitzplätze sind so

angelegt, dass das natürliche

Schutzbedürfnis berücksichtigt

wird. Wir Menschen sitzen nun

mal gerne „mit dem Rücken zur

Wand“. Ein Freisitz z. B. vor einer

Hecke oder Mauer ist für uns viel

einladender, da wir uns hier einfach

Staudengärtnerei

Fritz Enßner

Farrnbachstraße 15

90579 Langenzenn-Keidenzell

Mittwoch bis Freitag 8.30-19.00

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Gartengestaltung ...

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sicherer fühlen. Wir

kommen uns nicht

so beobachtet und

ausgeliefert vor wie auf

einem Präsentierteller.

Selbst wenn wir nur

einen Stuhl irgendwo im

Garten platzieren, stellen

wir ihn instinktiv so auf, dass

wir uns z. B. von einem Baum oder

Strauch „beschützt“ fühlen.

Das ist meiner Meinung nach auch

der wichtigste Aspekt bei der Anlage

eines Sitzplatzes. Mal abgesehen

von der Möglichkeit, den Platz zu

beschatten. Auch eine befestige Fläche

ist nicht notwendig. „Teatime“ auf dem

Rasen unter einem Apfelbaum ist sehr

idyllisch. Man kann der eigenen Vorliebe

und Phantasie freien Lauf lassen. Welche

Form und Farbe die Möbel haben, bleibt ganz

dem eigenen Geschmack (und Geldbeutel)

überlassen.

Die folgenden Beispiele stammen aus meinem

Garten, aus Gärten unserer Region und aus

englischen Gärten, die ich mal besucht habe.

Vielleicht ist ja eine Anregung für Sie dabei.

Lydia Roth-Münderlein

Garten- und Landschaftsbau

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„Wir schaffen Idylle“

Bergstraße 12 - 90556 Wachendorf - Tel. 09103-2244 - Fax 797220

www.gartenservice-reisch.de

Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren treuen Inserenten und

weisen alle Leser darauf hin, dass diese Zeitschrift auf ehrenamtlicher

Basis erstellt wird. Da die Finanzierung des Druckes und der

Verteilung nicht von den Vereinen getragen werden kann, sind wir

auf die Inserate angewiesen. Wir bitten Sie, geehrte Leser, bei Ihren

Einkäufen unsere Inserenten zu berücksichtigen.

Vielen Dank • Die Redaktion

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 19


„Wenn die Biene stirbt, ist unsere Welt nicht mehr existenzfähig.“

Was ist zu tun?

Um dieses Thema ging es bei den Referaten am 9.Februar 2010 im

Gasthaus Zur Friedenseiche, Cadolzburg, die kompetent und interessant

von Gerhard Müller-Engler, Staatlicher Fachberater für Bienenzucht,

und Maria Stichlmair, Agrarökologin beim Amt für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten gehalten wurden. Zu dieser Veranstaltung

hatte unser oberster Bienenfachmann, Konrad Müller

aus Steinbach, neben den Imkern auch Landwirte, Jäger, Landschaftspfleger,

Gärtner, interessierte Politiker und alle Bürger geladen.

Der Erhalt unserer Kulturlandschaft ist schließlich eine Gemeinschaftsaufgabe

und eine Umwelt zu schaffen, in der die lebenswichtigen

Bienen existieren können, muss ein Anliegen von

uns allen sein.

Wir haben uns daher vorgenommen, diesen Bericht zu verfassen

und vor allem Hinweise und Anregungen für uns Gärtner auszuarbeiten.

Es gibt kaum einen Bereich, in dem Bienen, ihre Arbeit und die

Produkte daraus nicht eine große Rolle spielen, sei es in der Medizin,

bei unserer Ernährung, in der Ökologie und der Ökonomie –

die Bedeutung für die Wirtschaft ist enorm. Nur ein Beispiel: Der

Ertrag an Äpfeln ist bei Bestäubung durch Bienen mehrfach höher

als bei Wind- und anderer Bestäubung. Selbst die Qualität der

Früchte ist besser. Wir Gärtner mit Blumen auf kleinen und großen

Flächen, auf Balkonen und sonstigen Bepflanzungen, sind wichtige

und dafür gelobte Helfer für Imker und somit die gesamte Ökologie.

Wir haben in Semiramis immer wieder über Imker, Bienen und

ihre Bedeutung sowie entsprechende Wild- und Gartenblumen berichtet

(z.B. Grundschule Egersdorf ) und werden dies auch weiterhin

tun.

Ein Forschungsvorhaben der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau

und Gartenbau in Veitshöchheim läuft seit vielen Jahren unter

dem Motto „Mit Biotopverbund in die Kulturlandschaft des neuen

Jahrtausends - Lebensraumgestaltung mit Pflanzen aus definierter

regionaler Herkunft“.

Dies betrifft die Biotopvernetzung und neue Strukturen in der

Agrarlandschaft und im öffentlichen Bereich, insbesondere die Begrünung

von Brach- und Stilllegungsflächen durch artenreiche Ansaaten.

Es sollen blühende Landschaften und damit vielfältige Lebensräume

für die heimische Flora und Fauna geschaffen werden

mit einem umfassenden Nahrungsangebot für viele heimische

Tiere, besonders für Vögel und Insekten. Wertvolle Brut- und Deckungshabitate

für Wildtiere zu erhalten, ist ein weiteres Ziel.

Für die Bevölkerung bedeutet dies ein buntes Landschaftsbild und

somit schönere Lebensräume, die die Verbindung zwischen landwirtschaftlich

genutzten und naturnahen Flächen herstellen.

Praktische Anwendung für Anpflanzungen im privaten und öffentlichen

Bereich:

Die Landesanstalt Veitshöchheim hat einige Ansaatmischungen

entwickelt, die seit 2002 auf landwirtschaftlichen Flächen getestet

werden. Es gibt z. B. eine hochwüchsige, bienenfreundliche Allround-Mischung,

eine Blumenpflückmischung „Sommerzauber“

zur Nutzung für die Bevölkerung, zwei Waldrandmischungen, eine

Mischung für Streuobstwiesen sowie eine Wildgemüsemischung.

Die Blumen der außerdem angebotenen niedrigwüchsigen „Veitshöchheimer

Bienenweide“ gefallen uns besonders, sodass wir die

Beschreibung des Prospektes wiedergeben.

Seite 0

Bayerisches Kulturlan

Anlage von

Lebensräume


dschaftsprogramm

Blühflächen

für Bienen

Die ökologischen und optischen Vorteile haben wir schon beschrieben.

Vielleicht kennen Sie, liebe Leser, vom letzten Jahr blühende

Wiesen z. B. in Steinbach, dann sind Sie optimal informiert.

Aber: Ohne Fleiß kein Preis. Die Auswahl der Flächen und vor allem

die Bodenvorbereitung sind entscheidend für den Erfolg. In der

Landwirtschaft soll der Boden durch mehrmaliges Grubbern unkrautarm

vorbereitet werden. Flächen im öffentlichen Bereich und

in Gärten usw. sollten unbedingt abgemagert werden durch Aufbringen

von Split, Sand, evtl. sogar Entfernen des Mutterbodens.

Bei Ansaat in Gefäßen sollte das Substrat einfach durch Zumischen

von Sand usw. abgemagert werden.

Die Veitshöchheimer Fachleute gehen von einer Standzeit von ca.

5 Jahren aus, wobei normal wenig Pflege anfallen würde. Ein teilweiser

oder kompletter Mulchschnitt – d. h. das Schnittgut bleibt

liegen – nach Ende der Vegetationszeit würde die 1- und 2-jährigen

Blumensorten fördern, es würde nicht soviel Schnittgut anfallen,

und das Erscheinungsbild wäre relativ ordentlich.

Wir hoffen, dass unser Bericht von dieser nach unserer Meinung

wichtigen Veranstaltung Ihr Interesse findet und zum Weiterdenken

anregt. Das wünschen wir uns.

Ute Elflein, Johanna Lippke

Veitshöchheimer Bienenweide

Unsere LWG-Spezialmischung für Bienen

Einjährige Arten *

Klatschmohn (Papaver rhoeas, 5-7); Koriander (Coriandrum sativum, 6-7);

Schwarzkümmel (Nigella sativa, 6-7); Boretsch (Borago officinalis, 6-8); Mariendistel

(Silybum marianum, 7-8); Ackervergissmeinnicht (Myosotis arvensis, 4-9); Dill

(Anethum graveolens, 7-9); Ringelblume (Calendula officinalis, 6-10); Kornblume

(Centaurea cyonus, 6-10); Futtermalve (Malva sylvestris ssp. mauretania, 6-10);

Buchweizen (Fagopyrum esculentum, 7-10); Sonnenblumen (Helianthus annuus,

8-10)

Zweijährige Arten *

Natternkopf (Echium vulgäre, 5-7); Gelbe Resede (Reseda lutea, 6-8); Nachtkerze

(Oenothera biennis, 6-8); Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis, 6-8);

Färberresede (Reseda luteola, 6-9); Wilde Möhre (Daueus carota, 7-9); Nickende

Distel (Carduus nutans*, 7-9); Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum,

7-9); Wilde Malve (Malva sylvestris, 6-10)

Mehrjährige Arten *

Österreichischer Lein (Linum austriacum, 5-7); Esparsette (Onobrychis viciifolia,

5-7); Bergklee (Trifolium montan um, 5-7); Sandesparsette (Onobrychis arenaria,

6-7); Purpurklee (Trifolium rubens, 6-7); Wundklee (Anthyllis vulneraria, 5-8); Wiesensalbei

(Salvia pratensis, 5-8); Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor, 5-8);

Hornklee (Lotus corniculatus, 6-8); Straußblütige Margerite (Tanacetum corymbosum,

6-8); Skabiosenflockenblume (Centaurea scabiosa, 7-8); Johanniskraut

(Hypericumi perforatum, 7-8); Echter Alant (Inula helenium, 7-8); Aufgeblasenes

Leimkraut (Silene vulgaris, 5-9); Weißklee (Trifolium repens, 5-9); Färberkamille

(Anthemis tinetoria, 6-9); Echter Löwenschwanz (Leonurus cardiaca, 6-9); Luzerne

(Medicago sativa, 6-9); Rotklee (Trifolium pratens, 6-9); Schwarze Königskerze

(Verbascum nigrum, 6-9); Fenchel (Foeniculum vulgäre, 7-9); Gewöhnlicher

Dost (Origanum vulgäre, 7-9); Hopfenklee (Medicago lupulina, 5-10); Schafgarbe

(Achillea millefolium, 6-10); Wiesenmargerite (Leucanthemum ircutianum, 6-10);

Moschusmalve (Malva moschata, 6-10); Gemeiner Thymian (Thymus pulegioides,

6-10); Echte Goldrute (Solidago virgaurea, 7-10); Wiesenflockenblume (Centaurea

jacea, 6-11)

* In Klammern stehen der botanische Name und die Blütezeit

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 1


Tipps und Kurioses ...

… einige Obst- und Gemüsesorten

(z. B. Äpfel, Bananen, bunter

Paprika und Tomaten) das farblose

Gas Ethylen abgeben, das

den Reifeprozess beschleunigt?

Die meisten Obst- und Gemüsesorten

verderben unter dessen

Einfluss schneller. So wird z. B.

Kohl schnell gelb und Gurken

matschig, wenn sie zusammen

mit Äpfeln aufbewahrt werden.

Deshalb sollte solches Obst und

Gemüse generell nicht neben

empfindlichen Sorten gelagert

werden. Übrigens welken auch

Blumen schneller, wenn sie mit

Seite

Äpfeln gemeinsam in einem

Raum aufbewahrt werden.

Diese Eigenschaft kann allerdings

auch positiv genutzt werden.

Geben Sie einen reifen Apfel

mit noch nicht ausgereiften

Tomaten, Nektarinen oder harten

Kiwis in einen Plastikbeutel.

Durch die Ethylenabgabe des

Apfels reifen diese wesentlich

schneller nach.

… manche Obst- und Gemüsesorten

im Kühlschrank oder Keller/Vorratsraum,

andere besser

bei Zimmertemperatur gelagert

werden sollten?

In den Kühlschrank gehören:

Obst: Aprikosen, Beerenobst,

Feigen, Kirschen, Nektarinen,

Pflaumen. Pfirsiche, Rhabarber

Gemüse: Artischocken, Blattsalat,

Chicorée, Erbsen, Feldsalat,

Karotten, Kohl, Kohlrabi, Rucola,

Spargel, Zuckermais

Kräuter: eingeschlagen in ein

feuchtes Tuch.

Im Kühlschrank gelagertes Obst

sollte 1-2 Stunden vor dem Verzehr

herausgenommen werden,

damit es sein volles Aroma entfalten

kann.

Im Keller oder Vorratsraum (8-16

°C) lagert am besten:

Obst: Äpfel (aber getrennt von

anderen Sorten), Birnen, Kiwi,

Trauben

Gemüse: Auberginen, Bohnen

grün, Brokkoli, Kartoffeln, Pilze,

Radieschen, Rosenkohl, Sellerie,

Spinat, Zwiebeln.

Haben Sie keinen Keller oder

Vorratsraum zur Verfügung, lagern

Sie ihr Obst und Gemüse

lieber bei Zimmertemperatur als

im Kühlschrank. Besser zu warm

als zu kalt!

Bei Zimmertemperatur werden

aufbewahrt:

Obst: Ananas, Bananen, Granatäpfel,

Mangos, Melonen, Papayas,

Zitrusfrüchte, Zwetschgen

Gemüse: Avocados, Aubergi

nen, Gurken, Grüne Bohnen,

Kartoffeln, Kürbis, Oliven, Paprika,

Tomaten, Zucchini


Allgemein gilt: Obst und Gemüse

sollte so kurz wie möglich lagern,

da trotz optimaler Bedingungen

Nährstoffe verloren gehen. Verwenden

Sie überwiegend

frisches Obst und Gemüse!

... verblühte Hippeastrum oder

Ritterstern (allgemein als „Amaryllis“

im Handel) gleich nach

dem Verblühen bis Juni/Juli gut

versorgt und ernährt werden

sollten, damit sie kräftige Blätter

entwickeln? Diese können dann

in der Ruhephase bis Oktober/November

abgeschnitten

werden. Anschließend wird zur

neuen Blüte wieder angetrieben.

... es sich durchaus lohnen kann,

einen schönen Weihnachtsstern

weiter zu kultivieren? Er kann stark

zurück geschnitten und nicht zu

früh - Ende Mai - mit Topf in den

Garten gepflanzt werden.

... es sehr leicht ist, aus biegsamen

Weidenzweigen Kränze

zu schlingen, die zusammen mit

Bambusstäben als hübsche und

mitwachsende Staudenhalter

verwendet werden können?

Natürlich kann man auch alle geeigneten

Zweige z. B. von rotem

oder gelbem Hartriegel, Korkenzieherhasel

oder –weide und

anderes nehmen, die einfach um

die Stauden gesteckt werden.

... die Bayernkiwi „Weiki“ ein

ausgezeichnetes Naschobst ist?

Die glattschaligen Früchte, etwas

größer als Stachelbeeren, können

vom Strauch gegessen werden

sobald sie im Oktober weich

sind und schmecken wesentlich

besser als gekaufte Kiwi. Die

Pflanze ist ein starkwüchsiger

Kletterer und fruchtet erst nach

3 - 4 Jahren. Im Garten kann die

Weiki in einen alten Zwetschgenbaum

wachsen und beansprucht

nahezu keine Pflege. In der

Erntezeit werden zum Formieren

ganze Zweige zusammen mit

den Früchten abgeschnitten.

Kaufen sollten Sie die kleine Kiwi

beim Fachmann, da männliche

und weibliche Pflanzen zuverlässig

zusammen kultiviert werden

müssen.

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Fremde Länder, fremde Gärten ...

Unsere Reise nach Kappadokien begann am Flughafen

Antalya. Nach dem Transfer zum Hotel erwartete

uns unser Reiseleiter bereits, der uns über den weiteren

Reiseverlauf informierte. Den Rest des Tages

genossen wir das wunderbar warme Wetter am Pool

und die Annehmlichkeiten des Hotels.

Den nächsten Vormittag verbrachten wir mit der Besichtigung

der antiken Stadt Perge. Die größten römischenThermen

Kleinasiens,

die Agora und

das antike Stadion

sind noch

recht gut erhalten

und versetzten

uns, mit

ein bisschen

Phantasie, in

uralte Zeiten.

Am Nachmittag

besuchten wir die

beeindruckend

schönen Wasserfälle

von Kursunlu.

Sie befinden sich

in einem großen

Park am Rand

von Antalya und

sind ein beliebtes

Ausflugsziel bei

Einheimischen

und Touristen.

Am nächsten Morgen ging es dann mit einem Reisebus

durch das Taurusgebirge nach Konya, der ehemaligen

Hauptstadt des Seldschukenreiches. Das

Wahrzeichen der Stadt ist das Mausoleum des Mevlana

Dschalal ad-Din Rumi (geb. 1207), heute ein Museum

und Wallfahrtsort frommer Muslime und Anhänger

des Sufismus.

Mevlana

Dschalal ad-Din

Rumi ist der bedeutendste

und

bekannteste islamischeMystiker

und Begründer

des Mevlevi

Sufi Ordens.

Als Mevlevi (drehendeDerwische)bezeichnen

sich jene, die dem mystischen Weg Mevlanas folgen.

1925 wurde der Sufiorden durch Kemal Atatürk

verboten. Seit 1954 darf der Sema (Mevlevi-Tanz) anlässlich

des Jahrestages von Dschalal ad-Din Rumis

Tod am 17. Dezember wieder vollzogen werden. Die

heute noch in mehreren Gruppen organisierten tanzenden

Derwische der Mevlevis sind zu einer touristischen

Attraktion geworden.

Seite

Am späten Nachmittag fuhren wir durch die endlos

scheinende Ebene Zentralanatoliens bis zu unserem

Ziel. Kappadokien liegt im Dreieck zwischen den Orten

Kayseri, Nevsehir und Nigde. Es ist eine der ungewöhnlichsten

Landschaften dieser Erde und absolut

atemberaubend. Von den Kanten des Hochplateaus

fließen blendend weiße, rehbraune, beige, bisweilen

rosafarbene aus Tuff erodierte Felsen dicht gedrängt

in tiefe Schluchten und Täler. Gesteinsformationen die

an geschlagene Sahne oder Zuckerguss erinnern. Mal

sind die Gesteinsformationen sanft fließend und dann

wieder erscheinen sie spitz und schroff.

Die Erosion hat Gebilde geschaffen,

die wie Pyramiden,

Bischofsmützen, Haifischzähne,Schlumpfhäuser,

Pilze, Fabeltiere, Riesenphalli

usw. aussehen.

Manche von diesen Kegeln

balancieren Felsplatten

aus härterem Gestein

auf ihrer Spitze die Hüten

gleichen. Diese unwirkliche

Landschaft ist das Ergebnis

von Naturgewalten, die sich

hier seit 65 Millionen Jahren

austoben. Vulkanausbrü-

Kappadokien - Lan


d der Feenkamine

che bedeckten das Land immer wieder mit Lava- und

Ascheablagerungen die schließlich mehrere hundert

Meter dick wurden.

Von der heißen Vergangenheit künden noch heute Vulkane

wie der Hasan Dagı und der Erciyas Dagi, dessen

schneebedeckter Gipfel mit 3916 Metern das zentralanatolische

Hochland überragt. Die vulkanischen

Tätigkeiten dauerten bis in geschichtliche Zeit an und

bis in das vorletzte Jahrhundert hinein wurde aus der

Region des Erciyas Dagı bei Kayseri von aktiven Fumarolen

und Rauchsäulen berichtet, die allerdings gegenwärtig

zum Stillstand gekommen sind.

Im Laufe der Jahrtausende

erodierte das Gestein und

Regen und Flüsse wuschen

Felsnadeln aus dem porösen

Tuffstein heraus. Nach jedem

starken Regen sehen

die Felsen wieder anders

aus, da das weiche Tuffgestein

regelrecht schmilzt. Sobald

die „Hüte“ aus härterem

Gestein verschwunden sind,

zerfallen die höheren Nadeln.

„Peri Bacalar“ nennen die

Türken sie, „Feenkamine“.

In manchen Tälern drängen sich die „Feenkamine“

wie auf einem Nadelkissen, aber es gibt auch grüne

Täler voller Büsche und Bäume sowie tief eingeschnittene,

kühle Canyons. Die in alle Richtungen ausufernde

Mondlandschaft ist dünn besiedelt. Abseits

der Touristenrouten kann

man stundenlang einsam

durch Täler wandern.

Gelegentlich trifft man

auf einheimische Bauern,

denn auf geeigneten

Flächen, selbst wenn sie

noch so klein sind, werden

z. B. Weintrauben

und Kürbisse angebaut.

Am ersten Morgen unseres

Aufenthaltes in diesem

unglaublichen Land

unternahmen wir eine

kleine Wanderung durch

das Rosental.

Unser Reiseleiter

zeigte uns

die Eingänge zu

früheren Höhlenwohnungen

und

-Taubenschlägen,

die sich

oben nahe der

Spitze der Felsnadeln

befinden.

Offenbar wurde

die Taubenzucht

hier sehr intensiv

betrieben, denn es gibt viele solcher Taubenschläge.

Manchmal sind die Eingänge mit roten Ornamenten

bemalt. Die Eingänge der weit oben liegenden Wohnungen

und Taubenschläge wurden über Holzleitern

erreicht und boten große Sicherheit vor Angreifern.

Da das Land an der berühmten Seidenstraße lag,

wurden die Menschen häufig von unterschiedlichen

Aggressoren bedroht. Das weiche Tuffgestein konnte

leicht ausgehöhlt werden, selbst mit dem Fingernagel

kann man

den Tuff abschaben,

deshalb

legten sie ihre

Wohnungen in

den Felsen an.

Hier konnten sie

sich gut verstecken.

Es entstanden

ganze unterirdische

Städte,

die heute noch

zu sehen sind.

Viele dieser Höhlenanlagen waren untereinander verbunden,

so dass Eindringlinge keine Chance hatten,

die Bewohner zu überwältigen. Abgesehen von der

Schutzfunktion dieser Höhlenwohnungen, ist das Kli-

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Fremde Länder, fremde Gärten ...

ma darin auch noch angenehm. In den heißen Anatolischen

Sommern bleibt es in den Höhlen angenehm

kühl und in den eisigen Wintern kühlen sie nicht zu

stark aus.

Nach einem typischen türkischen Mittagessen besichtigten

wir am Nachmittag den Wallfahrtsort Göreme.

Die Höhlenklöster und -Kirchen aus dem 11.

Jahrhundert sind heute ein Freilichtmuseum.

Kappadokien war eines der wichtigsten

frühchristlichen Zentren. Ab

dem ersten nachchristlichen Jahrhundert

setzte eine intensivere Besiedlung

der Region ein. Christliche

Eremiten aus dem von Apostel Paulus

christianisierten Caesarea zogen

in die unzugänglichen Täler von Göreme,

um dort ein gottgefälliges

Leben zu führen.

In den folgendenJahrhundertenkamen

dann immer

mehr

christliche

Glaubensbrüder

aus den

umliegenden

Regionen. Es

begann die Zeit

der Klostergemeinschaften.

Schon gegen Ende des vierten nachchristlichen Jahrhunderts

entstanden die ersten Höhlenkirchen.

Seit 574 n. Chr. fielen verstärkt persische, später auch

arabische Gruppen in das Gebiet ein. Die Höhlenklöster

wurden nun unter verteidigungsstrategischen

Gesichtspunkten ausgebaut, verschließbare Tunnel

und Fluchtschächte wurden angelegt. Wahrscheinlich

stammt auch ein Großteil der unterirdischen Stadtanlagen

andernorts aus dieser Zeit

Die Höhlenkirchenarchitektur gehört zu den bekanntesten

und am besten erforschten kulturellen

Zeugnissen von Göreme.

Diese byzantinisch-christliche

Höhlenkultur ist in ihrer

Art einmalig. Seit dem

achten Jahrhundert wurden

viele dieser Kirchen

mit einfachen geometrischen

Mustern, später

dann mit wunderschönen

Freskenmalereien ausgeschmückt.

Die Malereien

sind bis heute erstaunlich

gut erhalten, sofern

sie nicht mutwillig zerstört

wurden.

Seite

Mehr als 3000 Kirchen

zeugen von

der christlichen Vergangenheit,

die bis

in die Anfänge des

20. Jahrhunderts

reichte.

Wegen dieser regen Kulturgeschichte

und den atemberaubendenLandschaftsformationen

wurde die Region 1985

von der UNESCO als Weltkulturerbe

und Weltnaturerbe unter

Schutz gestellt.

Anschließend hatten wir die

Gelegenheit eine noch bewohnte Höhlenwohnung zu

besuchen. Wir wurden von der einheimischen Familie

mit Tee bewirtet und durften uns nach belieben umsehen.

In so einer Höhlenwohnung hat man überhaupt

nicht das Gefühl in einer Höhle zu sein. Die Räume

sind hell, angenehm temperiert und gemütlich. Viele

Wohnungen verfügen über einen in den Stein gehauenen

Balkon mit toller Aussicht.

Unser Reiseleiter erzählte uns bei dieser Gelegenheit,

dass die meisten Höhlen nicht mehr bewohnt sind.

Die Höhlenarchitektur ist ja, wie bereits erwähnt, ein

UNESCO Kulturerbe und deshalb unter Schutz gestellt

worden. Die ehemaligen Bewohner leben heute

in ganz normalen Häusern. Einige haben sich aber das


Recht erstritten, in ihren Höhlenwohnungen

zu bleiben.

Nach dem Abendessen erlebten wir

Kappadokien bei Nacht. Wir besichtigten

eine alte Karawanserei und fuhren

zu den Sehenswürdigkeiten, die nachts beleuchtet

sind und dann noch geheimnisvoller aussehen. An

einem schönen Lagerfeuer mit Wein und Raki bewunderten

wir die weißen Felsen im Mondenlicht und ließen

diesen schönen Abend ausklingen.

Der nächste Morgen wurde für mich zum absoluten

Höhepunkt dieser Reise. Um 5 Uhr morgens fuhren

wir zu einem Sammelplatz in eines der Täler. Hier

wurden wir mit heißen Tee und Keksen bewirtet und

konnten zusehen, wie ca. 10 Heißluftballons angeblasen

wurden.

Noch vor Sonnenaufgang standen die Ballons bereit

und wir konnten einsteigen und abheben. In jedem

Ballon fuhren ca. 30-40 Personen mit. Ein- und Ausstieg

in solch einen Passagierkorb ist übrigens gar

nicht so einfach. Trotz der Enge waren alle sehr ge-

Himmel. Es war

ein wirklich unbeschreiblicher

Anblick und ein

Erlebnis, dass

ich nie vergessen

werde.

spannt und gut gelaunt. Langsam

stieg unser Ballon auf und wir konnten

den Sonnenaufgang bereits hoch

in der Luft erleben. Einer der Vulkane,

die für diese grandiose Landschaft

verantwortlich sind, lag direkt

im Blickfeld.

Nun hatten wir den absoluten Überblick

über diese bizarre Landschaft.

Je höher wir stiegen, desto besser

konnten wir die Schluchten und Täler

überblicken. Gleichzeitig bemerkten

wir, dass nicht nur unsere 10 Ballons

aufgestiegen waren, sondern

auch welche aus benachbarten Tälern.

Insgesamt waren 45 Ballons am

Leider mussten

wir nach knapp

zwei Stunden

wieder zurück

auf die Erde. Ich wäre gerne noch länger in der Luft

geblieben. Die Landung war sehr sanft und der anschließend

servierte Sekt schmeckte uns vorzüglich.

Danach ging es zum Frühstück ins Hotel und anschließend

fuhren wir mit dem Bus ins Tal der Kamele

zu einem weiteren Spaziergang.

Den Nachmittag verbrachten wir in einem anderen

Tal, dessen Namen ich leider vergessen habe. Überall

kann man Andenken, Süßigkeiten, Nüsse, manchmal

Obst und immer frisch gepresste Säfte, besonders

Granatapfel mit Orangensaft kann ich empfehlen,

kaufen. Die Einheimischen, die mir begegneten, waren

alle freundlich und aufgeschlossen.

Unsere Rückreise nach Antalya durch das Taurusgebirge

zeigte uns eine völlig andere Landschaft. Auch

dieses Gebirge ist auf seine Weise wunderbar. Nach

zwei weiteren angenehmen Tagen in Antalya, mit einer

Stadtrundfahrt, Schifffahrt im alten Hafenbecken

und Einkaufsmöglichkeiten

kehrten

wir schließlich

wieder nach

Deutschland

zurück.

Lydia Roth-Münderlein

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite


Randnotizen ...

So lautet die Siebenschläferregel. Zuerst zum Namensgeber

dieser Regel. Der Siebenschläfer ist ein

etwa hamstergroßes, graues und possierliches Nagetier,

das ei-

nen sehr langenWinterschlaf

hält. Bereits

sein Name

sagt, dass er

sieben Monate

im Jahr schläft

und Ende Juni

sein Winterquartierverlässt.

Was besagt nun diese Regel?

Wir sollen am . Juni das Wetter

beobachten, und so wie es

an diesem Tag ist, bleibt es die

nächsten sieben Wochen.

Ist da etwas Wahres dran?

Zunächst müssen wir unsere

Regel etwas kritisch

überdenken. Die Regel gilt

nicht für einen Tag, sondern

für einen Zeitraum, der vom

0. Juni bis zum . Juli andauert.

Entsprechend der modernen

Meteorologie wissen wir,

dass in dieser Zeit die Atmosphäre

von Frühling auf Sommer umschaltet.

Meteorologisch spielt sich dies so ab:

Über dem asiatischen

Festland bildet sich

eine recht verlässliche

Hochdruckzone

aus, die von Russland

bis nach Osteuropa

reicht. Sodann

haben wir noch im Atlantik

das Azorenhoch,

das uns der Golfstrom

beschert. Kalte Luft

sinkt bei den Azoren ab und wird dort aufgewärmt. In

Verbindung mit dem Islandtief wandert diese Luftmasse

im Uhrzeigersinn nach Osten.

Seite

Das verflixte Sommerwetter

oder wie halten wir es mit

der Siebenschläferregel?

“Wie Sonne und Regen am Siebenschläfertag

Der Himmel für sieben Wochen weiter so mag”

Nun hängt alles davon ab, ob sich diese beiden Hochdruckgebiete

mit Hilfe einer Hochdruckbrücke vom

mittleren Atlantik quer durch Europa hinweg mit

Russland verbin-

den. Die Entscheidung,

ob diese

Brücke hält, fällt

etwa um den .

Juni. Die Hochdruckgebietemüssen

wir uns etwa

wie langgestrecktes

Gebirge in

der Luft vorstellen.

Die Tiefdruckgebiete, die von

Island und Schottland Richtung

Europa strömen, können wir

uns wie Kugeln vorstellen,

die einen Berg hinaufrollen.

In guten Sommern ist der

Wall des Hochdruckrückens

zwischen Azoren und

Westrussland so stark und

verlässlich, dass wir im Juli

und August eine täglich

strahlende Sonne haben.

Wir sprechen hier von den

berühmten „Hundstagen“, die

nur durch örtliche Gewitter unterbrochen

werden.

Bildet sich die oben erwähnte Hochdruckbrücke

nur zögerlich, können die Tiefdruckgebiete

dagegen anrennen und sie ständig

durchbrechen. Dann fegen die Tiefdruckausläufer in

schneller Folge über Europa hinweg. Kalte Luft wird

von der nördlichen Nordsee nach Europa gepumpt

und wir haben einen kühlen, regenreichen und sonnenarmen

Sommer.

Viel Spaß und Freude bei der Überprüfung der Siebenschläferregel

wünscht

Günter Renner


#

Gartensendungen im Fernsehen

„Heim und Garten“ - unregelmäßig an Sonntagen, 16.30

– ARD 1. Programm

„Querbeet durchs Gartenjahr“ - jeden 2. Montag, 19.00

Uhr – Bayern 3, im Turnus mit „Unkraut“

„MDR-Garten“ - jeden Dienstag, 15.30 Uhr – MDR

Wiederholung am Sonntag, 8.30 Uhr

„Grünzeug“ - jeden Dienstag, 18.15 Uhr – SWR

Wenn Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sind, bitte

Beitrittserklärung ausfüllen, ausschneiden und zusenden.

AUFNAHMEANTRAG

Ich erkläre hiermit meinen Beitritt zum Verein für Obst-,

Gartenbau und Landespflege Seukendorf/Hiltmannsdorf.

Ich bin mit dem Jahresbeitrag in Höhe von € 10,- einverstanden.

Vor- und Zuname ........................................................... Geburtsdatum.............................

Anschrift....................................................................................................................................

Datum ....................... Unterschrift........................................................................................

VEREIN FÜR OBST-, GARTENBAU

UND LANDESPFLEGE SEUKENDORF/ HILTMANNSDORF

Frau Heike Pöllmann

Pfalzwiesenweg 11a

90556 Hiltmannsdorf

ALEA IACTA EST

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diana.hautsch@kmoffice.de

. Jahrgang, Ausgabe 1

10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 9

Gemälde: Evi Bitterer


In eigener Sache ...

Seite 0

Gemälde: Evi Bitterer

Nachruf

Unser lieber Hermann ist verstorben.

Nach einem erfüllten Leben hat ein schweres

Leiden Hermann Friedrichs am 31.12.2009

von uns genommen. Hermann Friedrichs hat

als langjähriger Vorsitzender des Obst- und

Gartenbauvereins Seukendorf/Hiltmannsdorf

nicht nur für den Verein, sondern für die

gesamte Gemeinde verantwortungsvoll und

vorbildlich Verbesserungen allerorts bewirkt.

Er war eines der Gründungsmitglieder dieser

Zeitschrift und hat sie mit konstruktiver Kritik

mitgestaltet. Mit ihm ist uns ein väterlicher

Freund verloren gegangen. Wir vermissen ihn

sehr. Für uns bleibt er der immer froh gelaunte,

sich in Gesellschaft wohl fühlende, Hermann.

#

Wenn Sie an einer Mitgliedschaft interessiert sind, bitte

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BEITRITTSERKLÄRUNG

Der Gartenbauverein übt eine Tätigkeit aus, die, wie ich mich überzeugt

habe, allen Gartenbesitzern und Naturfreunden wesentliche Vorteile

bringt. Ich bin bereit, diese Bestrebungen auch unmittelbar zu unterstützen

und erkläre hiermit meinen Beitritt zu diesem Ortsverein. Ich bin mit dem

Jahresbeitrag in Höhe von € 8,- einverstanden.

Vor- und Zuname ............................................................................ Geburtsdatum................

Anschrift.....................................................................................................................

Datum ....................................................Unterschrift..................................................

OBST- UND GARTENBAUVEREIN

CADOLZBURG

Herrn Wilhelm Witzovsky

Postfach 43

90553 Cadolzburg

Das Redaktionsteam


Garten

So,

16. Mai

2010

Kunst

Genuss

10-18°°

Markt-Tag

Feinheiten

in der

Staudengärtnerei

Fritz Enßner

Farrnbachstraße 15

90579 Langenzenn-Keidenzell

Telefon 09101 5728 ● www.Staudengaertnerei-Enssner.de

In eigener Sache...

Wir begrüßen in unserem

Redaktionsteam zwei neue Mitglieder:

Ute Elflein und Günter Renner

(von links vorne im Uhrzeigersinn) Günter Renner,

Ute Elflein, Diana Hautsch, Lydia

Roth-Münderlein, Evi Bitterer,

Norbert Noll, Wilhelm Witzovsky,

Johanna Lippke

„Komm´ wir

gehen stiften!“

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Stiftergemeinschaft der

Sparkasse Fürth.

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10. Jahrgang, Ausgabe 19 Seite 1


CADOLZBURG

KONTAKT:

Wilhelm Witzovsky

Postfach 43

90553 Cadolzburg

E-mail: info@ogv-cadolzburg.de

www.ogv-cadolzburg.de

1. Vorsitzender:

Wilhelm Witzovsky;

2. Vorsitzender:

Dr. Falk Schönfeld;

Schriftführerin: Brunhilde Ruppin;

Kassierer: Theodor Birnmeyer;

Beisitzer: Brigitte Erhardt,

Cora Gebhart, Johanna Lippke,

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SEUKENDORF/

HILTMANNSDORF

KONTAKT:

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Pfalzwiesenweg 11a

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Tel.: 0911 9757078

1. Vorsitzende: Heike Pöllmann;

2. Vorsitzende: Lydia Roth-Münderlein;

Schriftführerin: Bärbel Schwab;

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Beisitzer: Evi Bitterer, Karin Müller,

Wolfgang Boer, Bernd Franke,

Franz Simm

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an Fortbildungsveranstaltungen

| Preisnachlässe für Mitglieder, gegen Vorlage

des Mitgliedsausweises, sind z. B. bei folgenden

Firmen möglich: Michael Popp Baumschulen,

Rosenkulturen (Puschendorf), Gärtnerei

Diezemann (Fürth-Burgfarrnbach), Baumschule

Oppel (Stinzendorf), Pflanzen Hofmann

(Langensendelbach), Staudengärtnerei Enßner

(Langenzenn/Keidenzell), Staudengärtnerei

Goldmann (Fürth-Braunsbach), Gartenwelt Dauchenbeck

(Atzenhof), Gärtnerei Eder (Cadolzburg)

(NÄHERES ERFAHREN SIE BEI DER

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M i t g l i d s c h a f t s v o r t e i l e

Herausgeber:

Obst- und Gartenbauvereine

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Hiltmannsdorf e. V.

Redaktion und Anzeigen:

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Diana Hautsch

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Lydia Roth-Münderlein

Norbert Noll

Günter Renner

Wilhelm Witzovsky

Buchhaltung: Evi Bitterer

Erscheinung:

2x jährlich:

Frühjahr und Herbst

Druck:

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Auflage:

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Konzeption und Gestaltung:

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