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Gesund mit

Dr. med. Günter

Gerhardt


Impressum

© 2004 Dr. Gerhardt Media GmbH,

Isaac-Fulda-Allee 16, 55124 Mainz

Autor: San.-Rat Dr. med. Günter Gerhardt

Herausgeber: Dr. Gerhardt Media GmbH, Mainz

Gestaltung, Satz und Umsetzung:

DM|DE DATA MODA digital engineering GmbH, Frankfurt am Main

Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, Übersetzung, Entnahme von Abbildungen,

Wiedergabe auf fotomechanischem oder ähnlichem Wege, Speicherung

in DV-Systemen oder auf elektronischen Datenträgern sowie die Bereitstellung der Inhalte

im Internet oder anderen Kommunikationsdiensten ist ohne vorherige schriftliche

Genehmigung der Dr. Gerhardt Media GmbH auch bei nur auszugsweiser Verwertung

strafbar.

Die Ratschläge und Empfehlungen dieser Broschüre wurden von Autor und Herausgeber

nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet und sorgfältig geprüft. Dennoch

kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors, des Herausgebers

oder seiner Beauftragten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ist

ausgeschlossen.


Liebe Leserin, lieber Leser,

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles

nichts“; ein Ausspruch von Arthur Schopenhauer.

Immer öfter wird der Wunsch nach einer allgemein gültigen

Formel für Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter an

mich herangetragen. Dieser Wunsch hat mich auf eine Idee

gebracht: Statt einer Autogrammkarte überreiche ich Ihnen eine kleine Auswahl

meines persönlichen Gesundheits- und Lebensratgebers. Natürlich kann der Alterungsprozess

nicht angehalten werden, der „Jungbrunnen“ ist bis heute ein Traum

geblieben. Es ist aber möglich, einerseits die gesunden und beschwerdefreien Jahre

zu verlängern und andererseits Beschwerden und Krankheit mit sinnvollen Behandlungsmethoden

zu ergänzen, z. B. auch aus dem Bereich der Naturheilverfahren.

Aus meiner ärztlichen Tätigkeit heraus bin ich auf ganz außergewöhnliche Blutuntersuchungsmethoden

gestoßen, um „Schwachstellen“ aufzuzeigen. Eine solche

„Schwachstelle“ kann auch eine Nahrungsunverträglichkeit sein. Ist diese erst einmal

festgestellt, wirkt eine Ernährungsumstellung wahre Wunder. Auch Vitamine,

Mineralstoffe und Spurenelemente spielen hier eine wichtige Rolle. Viele Menschen

leiden immer noch unter Vitaminmangel, und wenn zur notwendigen Nahrungsergänzung

gegriffen wird, dann wird alles auf einmal geschluckt, obwohl man

heute weiß, dass sich bestimmte Vitamine mit bestimmten Mineralstoffen nicht

vertragen.

Seit vielen Jahren bin ich ein großer Verehrer der berühmten Ärztin und Altersforscherin

Professor Dr. Dr. Ana Aslan. In den sechziger und siebziger Jahren des

letzten Jahrhunderts gelang es ihr in Rumänien, den Nutzen gezielt eingesetzter

Therapien, Substanzen und Wirkstoffe zur Prävention und Gesunderhaltung der

Menschen darzustellen. Auch heute noch werden die bahnbrechenden Entdeckungen

von Frau Professor Aslan in dem nach ihr benannten ganzheitsmedizinischen

und im Laufe der Zeit kontinuierlich weiter entwickelten Aslan-Konzept umgesetzt.

Ergänzt habe ich dieses Konzept mit Erkenntnissen und Erfahrungen, die ich in der

eigenen Praxis am Patienten aber auch durch meine Medientätigkeit gesammelt

habe. Ich nenne es das Revitalisierungskonzept, was nichts anderes bedeutet

als „zurück ins Leben!“.

Wenn Sie nach dem Lesen dieser kleinen Broschüre Lust auf mehr Informationen

bekommen haben oder Sie ein Thema besonders interessiert, empfehle ich Ihnen

meine Bücher zu lesen oder meine Homepage http://www.doktor-gerhardt.de zu

besuchen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und bitte … bleiben Sie mir gesund!

Ihr Dr. med. Günter Gerhardt

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Labordiagnostik richtig auswählen

Mit Technik und System den Ursachen auf der Spur

Es kommt immer wieder vor, dass herkömmliche Blutuntersuchungen nicht ausreichen,

um die Beschwerden eines Patienten ausreichend aufdecken zu können.

Außerdem ist es heute wichtig, auch durch eine Untersuchung des Blutes vorbeugend

Krankheiten aufzuzeigen noch bevor sie richtig entstanden sind bzw. Beschwerden

machen. Keine Frage, alle prophylaktischen Maßnahmen können nicht

zu Lasten der Solidargemeinschaft, sprich gesetzlichen Krankenversicherung,

gehen. Falls Sie sich aber für zusätzliche, durchaus sinnvolle, Früherkennungsmaßnahmen

oder Behandlungen interessieren, sprechen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt

auf „Individuelle Gesundheitsleistungen“ (IGeL) an. Dahinter verbergen sich aber

nicht nur Blutuntersuchungen, sondern auch Leistungen wie z. B. Ultraschall,

Lungenfunktion und auch Spezialbehandlungen. Dieser „IGel“ macht vor allem

deshalb Sinn, weil die weit verbreiteten Zivilisationskrankheiten sich schleichend

und nahezu unbemerkt dem zukünftigen Patienten nähern. Diabetes, Bluthochdruck,

Arteriosklerose oder Herzinfarkt: preis-„werte“ Labordiagnostik setzt

Warnzeichen und hilft, rechtzeitig zu korrigieren – bevor es zu spät ist.

Auch der übermäßige Gebrauch von Genussmitteln und die Konsequenzen

für Leber und andere Organe lassen sich im Frühstadium angemessen überprüfen.

Gleichermaßen gilt dies für die Krebsvorsorge. Ob Darm-, Prostata- oder


Gebärmutterhals-Krebs, diese wie manch andere Tumore lassen sich mit labordiagnostischen

Verfahren oft rechtzeitig erkennen.

Dabei ist es wichtig, angemessene und nicht überzogene Labordiagnostik einzusetzen.

So kostet heute ein moderner, hochpräziser Labortest auf verborgenes Blut im

Stuhl oder ein Basisprofil zur Überprüfung des Fettstoffwechsels ca. 10 EUR. Die

Diagnostik der grundsätzlichen Leberfunktion

oder ein umfassender Zuckertest inkl.

dem Langzeitmarker HbA1c liegen bei ca.

20 EUR. Ebenfalls zwischen 20 und 30 EUR

kosten Suchverfahren für Nahrungsmittelunverträglichkeiten,

Untersuchungen zu

Reizdarm bzw. entzündlichen Darmerkrankungen

oder Screens für die Prüfung von

Herz und Kreislauf.

Geschickt ausgewählte Labordiagnostik

nähert sich in Stufen dem Problem. Voran

gehen preiswerte Suchteste. In den weiteren

Stufen wird nur dem nachgegangen,

was tatsächlich auch im Suchtest auffällig

war. Verglichen mit umfangreichen Schrot- Lassen Sie Ihr Blut untersuchen: Auskunft gibt Ihr Arzt

schussverfahren spart man damit Geld und

Zeit. Solche Stufendiagnostik gibt es für

nahezu jede diagnostische Fragestellung, etwa zum Themenkomplex „rheumatischer

Formenkreis/Autoimmunität“, zu Stress, Erschöpfung und chronischer

Müdigkeit, Osteoporose u. v. a. mehr.

Selbstverständlich ist ein herausgearbeitetes Gesundheitsproblem allein mit

seiner Feststellung noch nicht gelöst. Wichtig sind Empfehlungen, was sich für

den Patienten ändern muss, damit die Vorbeugung tatsächlich auch effektiv ist.

Genau so wichtig ist auch die Umsetzung durch die Betroffenen. Spezialisierte

Labore helfen Arzt und Patient durch mitgelieferte Therapieempfehlungen,

wobei schulmedizinische, naturheilkundliche, orthomolekulare und phytotherapeutische

Ansätze gewählt werden können.

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Nahrungsmittelimmunprofil

Schluss mit chronischen Beschwerden – Gesund

durch neues, individuelles Ernährungskonzept

Neuen Erkenntnissen der Wissenschaft zufolge, können so unterschiedlich erscheinende

chronische Erkrankungen wie Magen-Darm-Erkrankungen, Hauterkrankungen,

Migräne, Fibromyalgie, Gelenkbeschwerden etc. durch eine gemeinsame

Ursache ausgelöst werden: durch Nahrungsmittel.

Denn: Nahrungsmittel können im Körper Entzündungen auslösen.

Wenn eine solche Fehlinformation des Immunsystems vorliegt, werden nicht nur

Viren und Bakterien als potentielle Bedrohung für den Körper angesehen und

unschädlich gemacht, sondern irrtümlicherweise auch Nahrungsmittel. Es werden

Antikörper gegen unterschiedliche Nahrungsmittel gebildet. Fortan werden

diese Nahrungsmittel als körperfremd erkannt und damit Immunreaktionen,

also Entzündungsprozesse, ausgelöst. Nahrungsmittel und Antikörper verbinden

sich zu Immunkomplexen, die sich in verschiedenen Geweben, Organen und Gefäßsystemen

ablagern. Entzündungen sind die Folge. Die meisten chronischen

Beschwerden werden durch solche Entzündungsreaktionen verursacht.


Genau dieser Erkenntnis liegt ein neues Diagnose- und Behandlungskonzept

zur Therapie chronischer Erkrankungen und Übergewicht zugrunde, das auf

Basis langjähriger Erfahrungen von Ärzten und Wissenschaftlern in Deutschland

entwickelt wurde. Mit dieser Methode

(Immunprofil zu mehr als 300 Lebensmitteln)

werden die entzündungsauslösenden

Nahrungsmittel identifiziert. Der erste Teil

des Konzeptes beinhaltet den Nachweis der

nahrungsmittelspezifischen IgG-Anti-körper

im Blutserum mit Hilfe eines speziellen

Testverfahrens. Durch eine nun mögliche

gezielte Ernährungsumstellung (Teil zwei

des Konzeptes) wird das Entzündungsgeschehen

gestoppt, so dass chronische Beschwerden

sich bessern oder sogar vollständig

verschwinden. Bei übergewichtigen

Patienten werden hierdurch Stoffwechselblockaden

abgebaut, so dass eine Gewichtsreduktion

ermöglicht wird.

Erklärung zur Abbildung:

Auch Getränke werden nicht immer vertragen

Das Neue am Konzept (Immunprofil zu

mehr als 300 Lebensmitteln) ist die Möglichkeit

der ganz persönlich abgestimmten

Ernährungsumstellung, die sich aus dem

Befund ergibt. Es stellt die These nach

allgemein gültigen Formeln für gesunde

Ernährung in Frage. Der immunologische

Aspekt bei der Ernährung, der z.B. bei der

Gluten-Unverträglichkeit Zöliakie schon

lange bekannt ist, wird bisher eindeutig

zu wenig berücksichtigt. Denn - gesunde

Ernährung ist viel individueller als bisher

angenommen wurde, dies bestätigen ausführliche

Studien.

Immunreaktion auf ein Nahrungsmittel-Antigen mit Gewebsschädigung als Folge:

Eine Immunreaktion wird ausgelöst durch die Bindung zwischen dem Immunglobulin (Antikörper) und

dem Eindringling (Nahrungsmittel, Bakterien, Viren usw). Ein Komplex aus Antigen und Antikörper

bildet sich. Dieser lagert sich im Körper an Gewebe an.

Aggressive Enzyme, Radikale und Giftstoffe werden von Immunzellen freigegeben (hier als grüne Kugeln,

gelbe Würfel, violette Pyramiden), die die Eindringlinge unschädlich machen und auflösen. Dadurch

wird das umliegende Gewebe geschädigt, das ebenfalls den aggressiven Stoffen ausgesetzt ist.

Ohne Änderung der Ernährung ist eine chronische Entzündung die Folge.

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Gesund abnehmen

Viele Krankheiten werden durch Übergewicht ausgelöst oder zumindest unterstützt

wie z. B. der hohe Blutdruck, der dann wieder eine Menge zusätzlicher

Krankheiten mit verursacht. Nicht umsonst steht deshalb am Anfang vieler Therapiepläne

der Begriff ABNEHMEN. In der Praxis höre ich dann oft den Satz „Wenn

Sie wüssten, was ich so pro Tag esse …!“ oder „Was ich schon alles probiert

habe!“ Um mal ganz ehrlich zu sein, ich würde wirklich gerne bei dem einen oder

anderen mal „Mäuslein“ spielen, um mit zu bekommen, was so alles pro Tag gegessen

wird. Und bei den Abnehmmethoden wird meistens der Fehler gemacht,

dass so genannte Crashdiäten ausgewählt werden, die letztendlich – und das

weiß man heute – nur in den allerseltensten Fällen einen Langzeiterfolg bringen.

Warum? Um es mal einfach auszudrücken, der Körper bekommt während einer

solchen Crashdiät gemeldet „Es ist Notzeit, es muss gespart werden!“. Wenn es

dann anschließend wieder etwas gibt, wird das Hamsterprogramm eingeschaltet,

d. h. es werden Depots angelegt, weil ja wieder so eine „Hungersnot“ kommen

könnte: Das Ganze nennt man Jo-Jo-Effekt, d. h. nach jeder Crashdiät mit anschließendem

Normalprogramm steigt das Gewicht, und es steigt, und es steigt …

Zunächst einmal geht es darum, wieder mehr auf den Körper und seine Signale zu

achten, das Hunger-Sättigungs-Empfinden wieder neu zu entdecken. In diesem

Zusammenhang ist es wichtig, dass Sie sich über Ihr Essverhalten bewusst werden

und erkennen, welcher Ess-Typ Sie sind. Das Essverhalten erkennen Sie am besten


zusammen mit Ihrem Arzt beim Studium

Ihres persönlichen ehrlichen Esstagebuchs.

Darin müssen aber nicht nur die Mahlzeiten,

Zwischenmahlzeiten und die Schokoriegel,

Gummibärchen und sonstigen Leckereien

stehen, sondern es müssen auch die Fragen

beantwortet werden:

• Wie esse ich (z. B. im Stehen)?

• Wo esse ich?

• Was esse ich?

• Warum esse ich?

• Wie fühle ich mich nach der

Nahrungsaufnahme?

Die Genussesserin

Es gibt vier Esstypen, in einem Menschen können sich aber auch Kombinationen

verbergen:

1. Der Impulsesser

Er isst mehr „nebenbei, in Eile, aus der Hand, im Stehen, im Auto, vor

dem Fernsehapparat … Es werden Speisen bevorzugt, die schnell zu organisieren

sind, meist leider „fast food“.

Mein Tipp: Wenn essen, dann nur mit voller Konzentration!

2. Der Genussesser

Es wird sehr auf Qualität geachtet, auf das Aussehen, den Geruch und vor

allem auf den Geschmack. Häufige Geschmacksträger sind leider Butter,

Sahne und süße Desserts.

Mein Tipp: Entspannung mit Sport oder Yoga und dann erst essen.

3. Der Stressesser

Je mehr Stress, desto mehr Futter! Kauen beruhigt!? Es wird auch wahllos

gegessen, dem Stressesser fällt überhaupt nicht auf, was er alles isst.

Mein Tipp: Für Stresssituationen gewappnet sein mit der richtigen

Zwischenmahlzeit, bestehend aus z. B. einem Stück Obst, einem Käsebrot

und einem Getränk ohne Zucker.

4. Der Stimmungsesser

Bei diesen Menschen ist der Erfolgsdruck so hoch, dass Fehlschläge vorprogrammiert

sind. In der Folge wird Befriedigung nur noch im Essen

gefunden.

Mein Tipp: Iss was, aber das Richtige!

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Wenn Sie jetzt einige Wochen Ihr Tagebuch geführt haben und genau analysieren

können, wo Sie Fehler machen, geht es an die Umstellung der Ernährung. Keine

Angst, ich will Ihnen jetzt keine Diät empfehlen, die langweilig ist und nach nichts

schmeckt, sondern es geht um eine wirkliche Umstellung der Ernährung, die vielleicht

sogar besser schmeckt und auch geeignet ist für die ganze Familie.

Jahrelang wurde ja einfach pauschal behauptet „Fett macht fett!“ und „Kohlenhydrate

über alles, sie machen nicht dick!“ Beide Aussagen sind richtig und

falsch, sie wollen aber auf die „Gesund-Gewinner-Straße“, d. h. Sie wollen sowohl

Fett als auch Kohlenhydrate genießen und dabei noch abnehmen.

Fangen wir mal mit den Kohlenhydraten an: Bestimmte machen dick, andere

dürfen fast unbegrenzt gegessen werden. Entscheidend ist der so genannte

glykämische Index. Dieser ist ein Maß dafür, wie schnell der Blutzuckerspiegel

ansteigt nach dem Essen im Vergleich zu Glucose (Glucose = 100). Lebensmittel

mit hohem glykämischem Index, wie z. B. Weißmehlprodukte, Süßigkeiten,

Süßgetränke lassen den Blutzucker schnell und stark ansteigen. Darauf muss die

Bauchspeicheldrüse reagieren, sie schüttet das Hormon Insulin aus, mit dessen


Hilfe der Zucker in die Körperzellen eingeschleust werden kann, in der Folge sinkt

der Blutzuckerspiegel. Durch eine schnelle und plötzlich notwendige Insulinausschüttung

aber sinkt der Blutzucker dann auch sehr schnell und auch sehr stark,

so dass wir einen unsäglichen Appetit, sprich Heißhunger entwickeln. So ganz

nebenbei wird durch die Insulinausschüttung auch noch die Fettverbrennung gebremst.

Die Devise für die Zukunft muss also lauten: Lebensmittel mit niedrigem

glykämischem Index aussuchen (erkundigen Sie sich nach entsprechenden Tabellen

oder Ernährungskonzepten bei Ihrem Arzt oder Apotheker). Wenn Sie aber

nach dem glykämischen Index essen, dann nehmen Sie nicht nur ab, sondern

Sie regulieren Ihren Blutzuckerspiegel, damit verringert sich das Risiko, an der

Blutzuckerkrankheit (Diabetes) zu erkranken. Unter einer solchen Ernährung sinkt

auch der Cholesterinspiegel im Blut und damit das Risiko, an Blutgefäßverkalkung

(Arteriosklerose) zu erkranken.

Fleisch (enthält Cholesterin, deshalb am besten mager und Fett nach Möglichkeit

nach dem Zubereiten abschneiden) hat keinen glykämischen Index, weil es

keine Kohlenhydrate enthält, wohl aber Eiweiß, und darauf dürfen wir bei einer

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kalorienreduzierten Kost nicht verzichten. Bei einer Reduktionskost wird immer

wieder der Fehler gemacht, das Eiweiß einzuschränken bzw. wegzulassen. Unser

Körper aber braucht Energie, die holt er sich zunächst aus dem Abbau von

Muskulatur und erst viel später bei der Fettverbrennung. Wenn aber die Muskelmasse

schwindet, können in der Folge auch weniger Kalorien verbrannt werden

(je mehr Muskelmasse desto mehr Fettverbrennung!), der Überschuss wird als

Fettpolster gespeichert. So ist es zu erklären, dass durch eine eiweißarme Reduktionskost

immer mehr Muskulatur abgebaut wird und dadurch immer weniger

Kalorien verbrannt werden können. Wenn jetzt jemand weiterhin abnehmen will,

muss er mit jedem verlorenen Pfund noch weniger Kalorien zu sich nehmen, damit

er weiterhin an Gewicht verliert. Wird dann irgendwann wieder auf „normale“

Ernährung umgestellt, kommt es zu dem schon erwähnten Jo-Jo-Effekt: Nach

einer erfolgreichen Gewichtsreduktion, bedingt vor allem auch durch Muskelverlust,

können weniger Muskeln auch nur weniger Kalorien verbrennen. Das kann

so weit gehen, dass das Gewicht nicht mehr gehalten werden kann, sondern

sogar wieder steigt und steigt und steigt. Deshalb ist es wichtig gerade dann,

wenn man abnehmen will, mehr Eiweiß zu sich zu nehmen, damit Muskelmasse

aufgebaut und erhalten wird. Hier spielt aber auch das körperliche Training eine

ganz wichtige Rolle, aber nicht nur wie

immer gepredigt das Ausdauertraining,

sondern auch das Krafttraining. Bei diesem

wird nämlich der Organismus gezwungen,

Muskelmasse nicht nur zu erhalten,

sondern auch aufzubauen und greift dazu

in der Regeneration stärker auf die Fettreserven

als Energiequelle zurück.

Dieses Krafttraining kann und muss

übrigens in jedem Alter durchgeführt werden.

Dazu genügt es beispielsweise gerade

beim Einstieg in das Krafttraining beim

strammen Spazierengehen leichte Hanteln

in der Hand zu tragen und vielleicht auch

noch leichte Gewichte um die Fesseln ge-

Wichtig sind Kraft- und Ausdauertraining

wickelt. Übrigens tritt in der Ruhephase

nach dem Krafttraining auch noch ein

Nachbrenneffekt ein, da mehr Muskeln

bereits in Ruhe schon mehr Kalorien benötigen und auch verbrennen. Für das intensive

Krafttraining muss der Muskulatur schnell Energie zugeführt werden. Unterbleibt

dies, könnte diese Energie verrückterweise durch die Verbrennung von

Muskelmasse gewonnen werden und erst viel später durch die Fettverbrennung.

Schnelle Energielieferanten sind Kohlenhydrate, dadurch aber steigt – wie schon

beschrieben – der Insulinspiegel an, und die Fettverbrennung wird wieder eingeschränkt.

Für die optimale Energiebereitstellung hat sich in der Praxis ein Produkt

aus der Apotheke bewährt. Ich erwähne es deshalb, weil es wissenschaftlich sehr


gut untersucht ist. Dieses Wellness-Produkt wird durch ein besonderes biotechnologisches

Verfahren aus einer speziellen Soja-Qualität, Milch (probiotischer

Joghurt) und Honig hergestellt.

Durch diese wertvollen Vitalstoffe wird Fett

ab- und werden Muskeln aufgebaut. Man

fühlt sich leistungsstark und der gefürchtete

Jo-Jo-Effekt – Hauptfeind jeder Diät – tritt

nicht ein. Weil der Grundumsatz durch die

Vitalkost gleich bleibt, schaltet der Körper

nicht auf Notzeiten um und gewöhnt sich

nicht an das Wenig-Essen. Besonders beeindruckend:

Der glykämische Index dieses

Lebensmittels beträgt nur 27 (unter 50 ist

gut, 27 ist Spitze). Auch die glykämische Ladung,

ein Maß dafür, wie stark der Körper

durch eine Mahlzeit durch Kohlenhydrate

belastet wird, beträgt für 50 g nur 4,1. Das

ist extrem wenig – und die beste Voraussetzung,

das Wohlfühl-Gewicht zu erreichen

und dauerhaft zu halten.

Mageres Fleisch gehört mit seinem hohen Eiweißanteil

auch auf den Speiseplan bei einer Diät

Fazit: Durch die Vitalkost aus der Apotheke läuft die Fettverbrennung auf Hochtouren.

Man nimmt schnell, leicht und vor allem dauerhaft ab. Und fühlt sich fit

und Leistungsstark.

So viel zum Thema eiweißreiche Kost, Krafttraining und Ausdauertraining.

Abschließend noch eine Behauptung, die auch durch dauerndes Wiederholen

nicht wahrer wird, nämlich „Fett macht fett!". Das kann so nicht stehen bleiben,

kommt es doch einfach auf die Qualität der Fette an: Einerseits gibt es die gesättigten

Fette und die einfach bzw. mehrfach ungesättigten Fette. Vor allem die

gesättigten Fette speichert der Körper in Form von Fettdepots, und hier finden wir

sie, die Fettpolster mit ihren überflüssigen Kilos.

Gesättigte Fette kommen vor in sichtbar fettem Fleisch, Käse, Sahne, Wurst und

Butter, aber auch in Chips, Pommes, Schokoriegeln, in fast-food und in Keksen,

Kuchen und Torten. Einfach und mehrfach ungesättigte Fette finden sich in Nüssen,

hochwertigen Pflanzenölen und Seefisch: Das sind die „guten“ Fette. In

vernünftigem Maß genossen machen sie nicht dick.

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Wer mehr über diese Ernährungsumstellung wissen möchte, dem empfehle ich

folgende Bücher:

1. Die Hector Diät, Dr. med. Robert Hector, Moewig-Verlag, ISBN: 3-8118-2929-7

(sehr gutes Programm und lustig durch die Cartoons von Marunde)

2. Fit, gesund und schlank mit dem Glyx, Prof. Michael Hamm, Droemer-Knaur-

Verlag, ISBN: 3-4266-6942-0

(sehr gute farbige Lebensmitteltabellen, die den glykämischen Index von

vielen Lebensmitteln zeigen)

3. Glücklich und schlank. LOGI Methode. Mit viel Eiweiß und dem richtigen

Fett. Die LOGI-Methode in Theorie und Küche, Nicolai Worm, systemed

Verlag, Lünen, ISBN: 3-927372-26-9

L-Carnitin zur Steigerung der

Fettverbrennung

L-Carnitin ist eine von Natur aus in unserem

Körper vorkommende Substanz, die für die

Energieproduktion und den Fettstoffwechsel

unentbehrlich ist.

Sie transportiert Fettsäuren innerhalb der

Zelle an den Ort, wo sie verbrannt, d.h. in

Energie umgewandelt werden. Ohne L-Carnitin

könnte der Körper kein Fett verbrennen,

da diese „Kraftwerke der Zelle“ (Mitochondrien)

von einer Membran umgeben

sind, die die Fettsäuren alleine nicht passieren

könnten. Wissenschaftliche Studien

Wer denkt hier schon an Fettverbrennung?

konnten zeigen, dass die Gabe von L-Carnitin

die Fettverbrennung bei Erwachsenen

signifikant steigern kann. Weitere Stoffe, die an der Fettverbrennung beteiligt

sind, sind Coenzym Q10, Magnesium, Vitamin C und die B-Vitamine. L-Carnitin

hat weiterhin einen positiven Einfluss auf die Blutfette.

Unser Körper kann kleine Mengen an L-Carnitin selber herstellen - allerdings liegt

diese Biosyntheseleistung im Bereich von ca. 10 % des täglichen Bedarfs. Der

Rest muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Größere Mengen an L-Carnitin

finden sich in Fleisch und Milchprodukten, während Obst und Gemüse nur

Spuren dieser Substanz enthalten. Bei einer fleischreduzierten oder vegetarischen

Kost sollte man L-Carnitin supplementieren. So kann L-Carnitin auch im Rahmen

eines Gewichtsreduktionsprogrammes unterstützend wirken, angewendet in

Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät und Bewegung.


Die Übersäuerung in unserem Körper

Auslöser und Unterhalter vieler Krankheiten

• Kennen Sie das?

Sie leiden unter Müdigkeit, Kreislaufproblemen, Schlafstörungen, Unwohlsein,

Kopfschmerzen, Hautproblemen, Gelenk- und Gliederschmerzen, Gereiztheit,

schlechten Zähnen, Konzentrationsschwäche, Magenbeschwerden und Abgeschlagenheit,

und das ohne wirklich erkennbaren Grund. Das heißt Ihr Körper

droht zu übersäuern, und damit werden auch viele schon bestehende chronische

Erkrankungen wie z. B. Rheuma, Diabetes oder Osteoporose unterhalten, d. h.

verschlechtert.

• Wie kommt es zu einer Übersäuerung?

Die Ursachen für eine Übersäuerung können recht unterschiedlich sein. Bei den

meisten Menschen liegt jedoch eine unausgewogene Ernährung und ein stressgeplagter

Alltag zugrunde. Lebensmittel mit basisch wirksamen Vitalstoffen, z. B.

Obst und Gemüse, kommen in unserer täglichen Ernährung meist zu kurz. Fett-

und zuckerhaltige Nahrungsmittel überwiegen auf unserem Speiseplan. Alkohol,

Zigaretten und Kaffee gehören ebenfalls zu den klassischen „Säureproduzenten“,

durch zusätzlichen Stress oder Hektik kann unser Säure-Basen-Haushalt ganz

schnell aus dem Gleichgewicht geraten.

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Und viel zu oft fehlt den meisten die Zeit für einen sportlichen Ausgleich oder

einfach nur den täglichen Spaziergang. Folge: Die überschüssigen Säuren können

nicht mehr in ausreichendem Umfang ausgeschieden werden und lagern sich im

Bindegewebe ab. Wir fühlen uns schlapp, müde und unausgeglichen. Langfristig

werden dadurch auch die Nieren belastet und die Knochen werden porös.

• Säureausgleich – auf die richtige Galenik kommt es an!

Unser Körper braucht ein ausgewogenes Verhältnis von Säuren und Basen, um

sich wohl zu fühlen. Um einen reibungslosen Ablauf der Stoffwechselvorgänge

zu gewährleisten, muss sichergestellt sein, dass der pH-Wert des Blutes sowie des

Milieus innerhalb und außerhalb der Zellen aufrechterhalten wird.

Nicht immer lässt sich unser Säure-Basen-Haushalt allein durch gesunde Ernährung

oder mehr Bewegung wieder ins Gleichgewicht bringen. Und oft fehlt

für einen gesunden Lebenswandel ganz einfach die Zeit. Außerdem lässt mit zunehmendem

Alter die Funktion der Nieren nach und die Säuren werden dann

schlechter über den Urin ausgeschieden.

Prinzipiell spricht nichts gegen die Einnahme von Basen in Form von Pulver oder

Tabletten. Nur sollten vor allem Magenempfindliche unbedingt darauf achten,

ein Präparat zu verwenden, das sich erst im Dünndarm öffnet. Man nennt solche

Präparate auch magensaftresistent, weil sie den Magen unbeschadet passieren.

Bei Anwendung von solchen magensaft-resistenten

Tabletten wird der Magen geschont, weil

der Wirkstoff nicht mit der Magensäure reagieren

kann. Dadurch bleibt auch die natürliche

Schutzfunktion gegen Bakterien erhalten. Das ist

ein wichtiger Aspekt, der bei Präparaten ohne

Magensaftresistenz nicht gewährleistet ist.

Auch die für die Verdauung wichtigen Enzyme

der Bauchspeicheldrüse werden mit magensaftresistentem

Bicarbonat besser aktiviert und

Verdauungsbeschwerden gehen deutlich zurück;

ein zusätzlicher positiver Effekt, der sich nur mit

magensaftresistenter Form erreichen lässt.

Erklärung zur Abbildung:

a) magensaftresistent

b) dünndarmlöslich

c) Im Dünndarm kann der gesamte Wirkstoff vom

Blutkreislauf aufgenommen werden, wo er nun seine Säurepuffernde

Wirkung entfaltet


Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

(Vitalstoffe)

Auch das folgende Kapitel hat etwas mit Ernährung zu tun bzw. mit der Frage

„Welche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden neben den täglichen

Mahlzeiten wirklich zusätzlich gebraucht?“ Patienten in der Praxis fragen

mich immer wieder, worauf sie achten sollen beim Kauf von Vitaminen, Mineralstoffen

und Spurenelementen.

Die ersten Hinweise auf einen Mangel kann man selbst ganz gut feststellen, wenn

man nämlich bemerkt, dass man oft sehr müde und abgeschlagen ist. Eine schlechte

Konzentration und Appetitlosigkeit können ebenfalls auf eine Mangelerscheinung

hinsichtlich Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen hinweisen.

Auch trockene Haut sowie Haarveränderungen können erste Warnzeichen sein.

Mein persönlicher Rat zur Vorbeugung lautet ganz klar: Speicher mit Vitaminen,

Mineralstoffen und Spurenelementen auffüllen.

Welche zusätzlichen Vitalstoffe notwendig sind, ist individuell ganz unterschiedlich.

Eine entsprechende Nahrungsergänzung kann dann wichtig werden, wenn es

darum geht, den Allgemeinzustand zu verbessern. Entscheidend bei der Auswahl

eines entsprechenden Vitalstoffpräparates ist aber, dass darin alle wichtigen Vita-

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mine, Mineralstoffe und Spurenelemente in ausreichender Menge enthalten sind.

Auch muss bei der Herstellung darauf geachtet werden, dass diese Vitalstoffe

aufeinander abgestimmt sind, sie miteinander wirken und so verarbeitet sind,

dass sie vom Körper aufgenommen werden können. Die Kombination dieser

Vitalstoffe entscheidet über die Wirkung. Leider gibt es immer noch Mangelerscheinungen.

Das liegt zum einen daran, dass zu wenig von diesen Vitalstoffen

zugeführt werden und zum anderen bei der Herstellung Fehler gemacht werden,

so dass keine Aufnahme durch den Körper erfolgt.

Es ist übrigens auch unsinnig, Vitamine,

Mineralien und Spurenelemente einfach in

einem Präparat wahllos zu mischen, vor

allem dann, wenn diese Vitalstoffe in ausreichender

Dosierung als Nahrungsergänzung

auf nüchternen Magen eingenommen

werden! So weiß man zum Beispiel, dass

der Stoff Selen nicht zusammen mit dem

Vitamin C in einem Präparat sein sollte,

weil so das Selen gänzlich zerstört werden

kann und das Vitamin C in seiner Wirkung

abgeschwächt wird. Auch können bestimmte

Mineralien und Spurenelemente

nur dann ins Blut aufgenommen werden,

wenn sie nicht zusammen mit Eisen eingenommen

werden, dieses verträgt sich näm-

Vitaminmangel kommt häufiger vor als man denkt

lich nicht mit Kupfer, Calcium, Magnesium

und Zink. Zink wiederum sollte nicht mit

dem wichtigen Vitamin Folsäure kombiniert werden, da sonst dessen Aufnahme

verhindert wird. Beim für unsere Knochen wichtigen Vitamin D ist zu beachten,

dass es einmal das Vitamin D2 gibt, welches aber nur bei Einwirkung von Sonnenlicht

vom Organismus verwertet wird, daneben gibt es das vom Sonnenlicht

unabhängige Vitamin D3. Und dieses wirkt nur bei gleichzeitiger Verwendung

von Vitamin K. Dieses Vitamin K wiederum gehört zusammen mit den Vitaminen

A, D und E zu den so genannten fettlöslichen Vitaminen, das heißt, sie benötigen

für die Aufnahme in den Körper Fette. Das muss aber kein Schweinebraten sein,

sondern zum Beispiel Olivenöl oder Rapsöl in Salat oder pur reichen schon.

Natürlich ist es so, dass mit der ganz natürlichen Nahrung z.B. Vitamin C und Selen

gemeinsam aufgenommen werden. Dabei handelt es sich aber um eine sehr

niedrige Dosierung was noch durch die Verdünnung mit der Nahrung verstärkt

wird.


Gesund älter werden im Sinne von

Frau Professor Dr. Dr. Ana Aslan

Frau Professor Dr. Dr. Ana Aslan war eine rumänische Ärztin, die sich schon sehr

früh mit dem Alterungsprozess beschäftigt hat und darüber auch in Deutschland

publiziert und referiert hat, vor allem in den fünfziger und sechziger Jahren.

Das im Sinne von Prof. Dr. Dr. Ana Aslan fortgeschriebene Aslan-Therapie-Konzept

bedeutet für uns und unser Gesundheitssystem Gegenwart und Zukunft gleichermaßen.

Eine deutliche demographische Veränderung steht Deutschland unausweichlich

bevor. Tatsache ist: Es wird mehr ältere und weniger junge Menschen

geben: Eine von den Kranken- und Rentenkassen empfundene Bedrohung. Jeder

meint zu wissen, dass Menschen mit fortschreitendem Alter höhere Gesundheitsausgaben

verursachen als jüngere. Folglich besteht die Gefahr, dass unser

„Krankheitssystem“ in Kürze kollabiert. Ein Aufschrei nach frühzeitiger Prävention

und Selbstverantwortung im Sinne eines gesunden Lebens ist zu hören.

Wir wissen heute, dass nicht das steigende Lebensalter der Deutschen, sondern

viele vermeidbare Volkskrankheiten und ihre Folgeschäden Schuld an der Kostenexplosion

im Gesundheitswesen sind. Diese kennen wir: Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und Krebserkrankungen.

20 % der Versicherten verursachen dabei circa 80 % der Kosten.

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Keine Frage, ein Universalrezept, diese Volkskrankheiten zu vermeiden, gibt es

nicht, aber jeder Einzelne von uns kann sich ein eigenes Gesundheitskonto anlegen,

um verstärkt im Sinne der Gesunderhaltung zu leben und zu investieren. In

diesem Sinne hat auch schon sehr früh Frau Professor Aslan gedacht. Sie war in

der glücklichen Situation, dass sie mit staatlicher Unterstützung forschen konnte.

Zu dieser Forschung gehörte auch die Substanz Procain. Die flächendeckenden

Studienreihen und –ergebnisse riefen schon vor vielen Jahren ungläubiges Erstaunen

hervor. Noch heute wird im Rahmen der Aslantherapien dieses „königliche

Medikament“, wie es von Insidern liebevoll genannt wird, auf vielfältige

Weise eingesetzt.

Frau Professor Aslan setzte das Procain zusätzlich zu den Mineralstoffen Selen

und Zink und auch zu den Vitaminen A, C und E ein, und zwar individuell auf den

jeweiligen Patienten abgestimmt. Sie hat damit vorzeitige Alterungs- und Verschleißerscheinungen

behandelt. Schon 1956 präsentierte Frau Professor Aslan

ihre Beobachtungen auf dem Karlsruher Therapiekongress.

Noch heute sind die genauen Wirkmechanismen

von Procain nicht exakt geklärt.

Wissenschaftlich bewiesen ist seine örtlich

betäubende und schmerzlindernde

Wirkung. Auch unser vegetatives Nervensystem

ist ebenfalls mit Procain zu beeinflussen:

Die Wirkung des Sympathikus (Antreiber)

wird abgeschwächt, die Wirkung

des Parasympathikus (Dämpfer) gefördert.

Bis vor einigen Jahren wurde Procain eingesetzt

als Akutmedikament bei den gefährlichen

Herzrhythmusstörungen, Kammerflattern

und Kammerflimmern. Es kann

nämlich die Herzschlagfrequenz reduzie-

Professor Dr. Dr. Ana Aslan (1897-1988)

ren, damit die Herztätigkeit stabilisieren,

wodurch dann auch der Blutdruck gesenkt

wird. Die Durchblutung wird gebessert

durch Weitstellung der Kapillaren (dünnste Blutgefäße), dadurch wird schlecht

durchblutetes Gewebe besser durchblutet. Verbessert wird auch der Lymphabfluss.

Von besserer Durchblutung profitieren vor allem auch Entzündungsherde

und Tumore. Zusätzlich hemmt das Procain Entzündungsvorgänge, stabilisiert

Grenzflächen (Membrane) im Gewebe und übt einen Anlockeffekt (Chemotaxis)

auf Abwehrzellen aus. Besonders wichtig ist ein antioxidativer Effekt (Freie Sauerstoffradikale

werden angegriffen und entfernt), wodurch die Zellalterung

verzögert wird, was auch in der Transplantationsmedizin genutzt wird, wo Spenderorgane

mittels Procainlösung (Eppendorf-Lösung) „konserviert” werden.


Außerdem gibt es, belegt durch wissenschaftliche Studien, Hinweise darauf, dass

Procain wegen seiner zellschützenden Wirkung bei einer Krebstherapie adjuvant

(zusätzlich unterstützend) zum Schutz der gesunden Zellen eingesetzt werden

kann. Auch gibt es Untersuchungsergebnisse, die belegen, dass Procain bei

isolierten menschlichen Brustkrebszellen

das Wachstum dieser Zellen hemmt. Die

Chancen stehen also gut, Procain in absehbarer

Zeit möglicherweise gezielt als Krebstherapeutikum

einsetzen zu können.

Es gibt durchaus auch Hinweise darauf,

dass Procain vorbeugend gegen Herzinfarkt

und Schlaganfall eingesetzt werden kann.

So hat eine Forschergruppe erst kürzlich

zwei weitere entzündungshemmende Wirkungen

von Procain festgestellt.

Mit den Aslantherapien werden zwei unterschiedliche

Zielgruppen angesprochen:

Diejenigen, die bereits erkrankt sind, wie

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts“,

frei nach Arthur Schopenhauer.

z. B. an einer Herzkreislauf-Erkrankung, Rheuma (Arthritis, Arthrose), Diabetes,

chronischen Schmerzen, Erschöpfungszuständen, Konzentrations- und Gedächtnisschwächen.

Dann die andere Gruppe, die (fast) noch gesund ist und diesen

Zustand möglichst lange konservieren möchte. Beide Zielgruppen werden ganzheitlich

behandelt. Der Mensch, seine persönliche Lebensgeschichte, sein Gesundheitszustand

stehen dabei im Mittelpunkt. Auch regelmäßige Bewegung

(therapeutisch begleitete Bewegungs- und Entspannungsprogramme) oder

Sport sowie eine gesunde Ernährung sind wichtige Elemente. Um eine sinnvolle,

langfristige und auch erfolgreiche Umstellung der Ernährung zu ermöglichen,

startet zum Beispiel die Aslan-Ernährungstherapie mit einer außergewöhnlichen

und bisher einzigartigen Blutanalyse. Diese ermöglicht frühzeitig zu erkennen,

wo Nahrungsunverträglichkeiten liegen und mit einer therapeutisch begleiteten

Ernährungsumstellung gezielt darauf zu reagieren. In Abhängigkeit von der

persönlichen Zielsetzung und Notwendigkeit würde ich eine ein- bis dreiwöchige

Aslan-Therapie empfehlen, erfreulicherweise werden die Behandlungen täglich,

auch an Samstagen und Sonntagen durchgeführt.

Das Netzwerk der Aslan-Gesundheitszentren ermöglicht einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch

mit deutschen und international tätigen Ärzten, Therapeuten

und Wissenschaftlern. So werden Modeerscheinungen, die es auch in der Medizin

gibt, geprüft und Ergebnisse neuer wissenschaftlicher Studien hinsichtlich dem

möglichen Nutzen, der Nebenwirkungen und Risiken vorab untersucht. Schulmedizin

und Alternativmedizin ergänzen sich im Sinne einer Ganzheitsmedizin.

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Wechseljahre ohne Hormonpillen

- die Natur macht es möglich -

Wechseljahresbeschwerden: Wenn der Körper nach Hilfe ruft!

Welche Frau in der Lebensmitte kennt sie nicht, leider bleiben nur wenige

davon verschont. In der westlichen Welt sind drei von vier Frauen von Wechseljahresbeschwerden

betroffen. Am heftigsten beeinträchtigen unvorhersagbare

Hitzewallungen, Herzklopfen und Schlafstörungen die Übergangsphase in die

unfruchtbare Zeit der Frau. Auslöser ist die abnehmende Hormonproduktion,

durch welche die Natur den weiblichen Organismus vor den Strapazen einer

Schwangerschaft im Alter schützen will. Diese Umstellungsphase erfordert eine

optimale Kooperation der Fortpflanzungsorgane mit der zentralen Steuerung im

Gehirn, die, aus verschiedenen Gründen, in dieser Situation nicht mehr durchgängig

funktioniert. So kommt es dann zu körperlichen Symptomen, mit denen unser

Organismus signalisiert, dass etwas nicht mehr in Ordnung ist. Wer seinen Körper

durch Stress, schlechte Ernährung und vielleicht auch durch Rauchen und Alkohol

bereits über viele Jahre strapaziert hat, dem fehlen jetzt die entsprechenden Reserven,

um mit den umfangreichen Umstellungsreaktionen ohne Probleme fertig

zu werden. Vielfach übersehen wird auch die enorme Strapaze, die seelischer

Stress für unseren Körper bedeuten kann. Dem sind Frauen gerade in dieser Lebensphase,

anders als die Männer, vermehrt ausgesetzt.


Asiatinnen haben selten Hitzewallungen

Seit Jahrtausenden sind für Millionen von Asiatinnen Sojaprodukte ein wichtiger

Bestandteil ihrer Ernährung, die sie regelmäßig täglich verzehren. Sie ersetzen den

Fleischverzehr dort, wo mangels ausreichender Viehzucht auf diese kostengünstige

Eiweißquelle zurückgegriffen werden muss. Von Kindheit an mit Sojaspeisen

aufgewachsen, tun Asiaten dadurch ihrer Gesundheit viel Gutes. Japanerinnen

erreichen ein Durchschnittsalter von 88 Jahren, das zehn Jahre über dem der

deutschen Frau liegt, haben weltweit die niedrigste Erkrankungsrate an Brust- und

Gebärmutterkrebs und fühlen sich selbst in

den Wechseljahren wohl. Nur wenige klagen

über die typischen Beschwerden.

Wenn ein Rückgang der Hormonbildung

sowie unregelmäßige Hormonspiegel die

Ursache dieser Beschwerden sind, dann

müssen Asiatinnen Stoffe in ihrer Ernährung

haben, die diese Schwankungen

ausgleichen können. Wissenschaftler bestätigten

dies, in dem sie das Risiko für

Brustkrebs von Japanerinnen in Japan mit

denen, die in Amerika leben, verglichen.

Sprechen Japanerinnen in den USA mehr

der lokalen Küche zu, dann unterliegen

sie dem gleich hohen Brustkrebsrisiko wie

Amerikanerinnen. Als davor schützendes

Lebensmittel wurde Soja gefunden, das

pflanzliche Hormone mit besonderen Eigenschaften enthält.

Asiatische Küche: lecker und gesund

Phytoöstrogene: Mit der Sanftheit der Natur arbeiten

Anders als Hormone, die als Medikamente eingenommen werden, haben pflanzliche

Stoffe, die auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden, diesen gegenüber eine

deutlich abgeschwächte Wirkung. Die pflanzliche hormonelle Stärke beträgt nur

ein Tausendstel bis ein Zehntausendstel derjenigen des menschlichen Hormons.

Und genau hierin liegt das Geheimnis, warum Phytoöstrogene eine ausgleichende

Wirkung auf den Hormonhaushalt haben können. Vor den Wechseljahren können

sie eine überschüssige Hormonproduktion in ihrer Wirkung an den Zellen

abblocken, und während sowie nach den Wechseljahren eine Unterproduktion

durch sanfte Stimulation ausgleichen. Diese Wirkung haben nur pflanzliche Stoffe,

die Isoflavone.

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Auch hier gilt: Auf die Menge kommt es an

Wer nicht täglich beispielsweise 200 Gramm Tofu, einen Sojabohneneintopf oder

einen halben Liter Sojamilch trinken will, weil er den Geschmack dieser Lebensmittel

nicht gewohnt ist, kann auf Sojaextrakte in Kapseln zurückgreifen. Diese

werden durch einfaches Herauswaschen des Eiweißanteils aus der Sojabohne

gewonnen. Die Frage nach der Menge, die den Nutzen für unsere Gesundheit

bringt, lässt sich mit dem Durchschnittsverzehr der Asiatin beantworten. Diese

nimmt täglich ca. 50 Milligramm Phytoöstrogene mit der Nahrung auf. Mit dieser

Menge sind die gesundheitlichen Wirkungen bei bester Verträglichkeit belegt. Es

liegt deshalb nahe, sich bei der Einnahme von Soja-Extrakten an diese Mengen

anzulehnen, da sie seit Jahrtausenden an Millionen Menschen erprobt sind.

Starke Knochen in den Wechseljahren: Auch auf die Elastizität achten!

Der natürliche Abbau der Knochen schreitet ab den Wechseljahren besonders

schnell voran und führt somit zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche. Auch

davor sind die Asiatinnen besser geschützt

als Frauen in den westlichen Ländern. Da

Asiatinnen mehr Sonne haben, produziert

ihr Körper auch mehr Vitamin D, was

wiederum dafür sorgt, dass das Calcium

aus der Nahrung besser resorbiert und in

die Knochen eingelagert wird. Ein weiterer

Faktor, der Asiatinnen für Knochenbrüche

resistent macht, ist der hohe Gemüseanteil

in der Ernährung. Dort finden wir vor allem

die Folsäure, die im Verbund mit den

Vitaminen B 6 und B 12 dafür sorgt, dass

die Homocystein-Spiegel im Blut niedrig

bleiben. Diese giftige Aminosäure stört

die Bildung der „cross-links“, das sind

Frühlindsrollen mit Gemüse: ein Bestandteil der asiatischen

Küche

Quervernetzungen zwischen der weichen,

kollagenen Knochenmatrix, die den Knochen

ihre Elastizität geben. Für den Kno-

chen kommt es also nicht allein darauf an, dass er genug Calcium bekommt, das

macht ihn nur hart. Er muss auch elastisch bleiben, damit er unter Belastung nicht

bricht. Neueste Untersuchungen belegen, dass ein zu hoher Homocysteinspiegel

die Bruchhäufigkeit steigert, unabhängig davon, wie viel Calcium eingelagert ist.

Achten Sie deshalb besonders in den Wechseljahren darauf, sich mit soja- und

folsäurereichem Gemüse zu ernähren, wie z.B. Rote Bete oder ein speziell darauf

abgestimmtes Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, das neben Phytoöstrogenen,

Calcium und Vitamin D auch die Vitamine B 6 , B 12 und Folsäure enthält.

Bei Folsäure sollten es 450 Mikrogramm sein, damit die Knochen nicht nur hart,

sondern auch elastisch bleiben.


Wohnen im Alter, auch ein Stück

Lebensqualität bis ins hohe Alter

Was ist damit gemeint, wenn wir heute über die „ältere Generation“ sprechen?

Eine allgemeingültige Antwort scheint es nicht mehr zu geben. Denn nicht die

Lebensjahre bestimmen das Erscheinungsbild eines Menschen, sondern seine

Ansichten, sein Aussehen und sein körperliches Wohlbefinden. So unterschiedlich

diese sind, so heterogen ist auch die so genannte „ältere Generation“. Und

genauso unterschiedlich sind die Ansprüche älterer Menschen.

Eine wichtige Entscheidung im Leben älterer Menschen ist die Wahl einer geeigneten

Wohnung: Wo und wie kann ich auch im Alter ein selbstständiges und

selbst bestimmtes Leben führen? Auch auf diese Frage scheint es keine allgemeingültige

Antwort zu geben. Es gilt jedoch bei dieser Entscheidung nicht nur

das Leben in gesunden und aktiven Zeiten zu berücksichtigen, sondern auch eine

mögliche Krankheit, Behinderung oder Hilfsbedürftigkeit in Betracht zu ziehen. Es

können Zeiten kommen, in denen der tägliche Weg zum Kaufmann kein leichter

Spaziergang mehr ist. Doch wer möchte dann auf seine erreichte Lebensqualität

verzichten? Wer möchte dann allein in seiner Wohnung sitzen und auf das „Essen

auf Rädern“ warten müssen? Was passiert, wenn z. B. durch einen Sturz oder

aufgrund einer plötzlichen Erkrankung Hilfe oder Pflege notwendig werden?

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24

Natürlich gibt es ambulante Dienste und „Essen auf Rädern“, die ein- bis zweimal

am Tag kommen und die allernötigsten Dinge erledigen. Diese sind oftmals sogar

die einzigen Besuche im Leben eines älteren Menschen. Dennoch ist es schwierig

persönlichen Kontakt bzw. ein persönliches Verhältnis aufzubauen, da die Mitarbeiter

solcher Dienste häufig wechseln

und fast immer unter Zeitdruck stehen.

Gerade im Alter ist es jedoch wichtig, eine

Gemeinschaft zu finden, in der man sich

wohl fühlt. Denn der Kreis der Freunde und

Nachbarn ist vielfach kleiner geworden –

ein Teil ist weggezogen oder bereits verstorben.

Trotzdem möchte man seinen Lebensabend

sinnvoll gestalten. Man möchte

Menschen finden, mit denen man reden

kann, gemeinsam eine schöne Silvesterfeier

erlebt, Konzerte besucht oder Literatur genießt.

Alle diese Wünsche und Aktivitäten

müssen allerdings organisiert werden und

ohne Schwierigkeiten erreichbar sein. Das

ist für einen älteren Menschen, der allein

in seiner Wohnung lebt, häufig so gut wie

unmöglich.

Konzert in der Bibliothek

Eine Lösung für die Probleme älterer Menschen

bietet die Wohnform einer Seniorenwohnanlage.

Sie bietet ein Maximum an

Eigenständigkeit und gleichzeitig Sicherheit

bei einer möglichen Pflegebedürftigkeit.

Hier kann das Appartement mit den

eigenen Möbeln genauso gemütlich eingerichtet

werden wie die bisherige Wohnung.

Hier wird das täglich frisch zubereitete

Mittagessen in netter Gesellschaft

eingenommen. Hier garantieren ein umfangreiches

kulturelles Angebot und vielfältige

Freizeitaktivitäten einen erfüllten

Lebensabend. Zusätzlich erleichtern Holund

Bringdienste sowie ein umfangreiches

Familien - Kaffee im Appartement

Serviceangebot den Tagesablauf. Ein Friseur

und ein Kosmetik- und Fußpflegesalon

sowie eine Massage- und eine Arztpraxis befinden sich fast immer im Haus und

sind auf diese Weise problemlos zu erreichen. Gesellschaftsräume wie z.B. Bib-


liothek sowie Schwimmbad bieten u.a. die

Vorzüge eines hochklassigen Hauses mit

Hotelcharakter.

Im Bedarfsfall stehen qualifizierte Pflegekräfte

zur Verfügung. Diese können bei vorübergehender

Erkrankung ambulant im Appartement

oder längerfristig im stationären

Pflegewohnbereich in Anspruch genommen

werden.

Mit diesem vielfältigen und umfangreichen

Angebot kann eine Seniorenwohnanlage

Pflegerische Beratung im Appartement

den unterschiedlichen Wünschen der „älteren

Generation“ von heute entsprechen.

Und auch für zukünftige Seniorengenerationen wird bewusst gewählte Lebensqualität,

die sowohl Eigenständigkeit als auch Sicherheit bei Pflegebedürftigkeit

garantiert, von entscheidender Bedeutung sein. In Deutschland gibt es mehrere

Anbieter von Seniorenwohnanlagen.

Als beispielhaft sind die Rosenhof Seniorenwohnanlagen mit ihren bundesweit

10 Häusern zu nennen

Wellness im Schwimmbad

Wer sich also für diese Art des Wohnens

interessiert, sollte die in Frage kommenden

Seniorenwohnanlagen besichtigen und sich

ausführlich beraten lassen und eventuell

einfach mal Probewohnen. Nur die selbst

erlebten Eindrücke überzeugen und erleichtern

die Entscheidung.

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Ernährung im Alter

Im Alter ändert sich Einiges, so auch die Essgewohnheiten, die ganz maßgeblich

beeinflusst werden durch einen vermeintlich nachlassenden Appetit, der aber

letztlich nur eine Begleiterscheinung ist des nachlassenden Geschmacksempfindens.

Übrigens bevorzugen gerade Hochbetagte Süßspeisen, weil die Geschmacksempfindung

„süß“ am längsten erhalten bleibt. Die Appetitlosigkeit

hängt aber auch mit den vielen Medikamenten zusammen, die gerade im Alter

eingenommen werden müssen und auch zum Beispiel mit Kau- und Schluckstörungen.

Hier ist oft der Einsatz eines Logopäden gefragt, der mit den Patienten

das Kauen und Schlucken trainieren kann. Oft ist auch der Besuch beim Zahnarzt

notwendig, da sich hinter einem mangelnden Appetit auch Druckstellen im Kiefer

verbergen können, oder dass einfach mit den Zähnen etwas nicht stimmt.

Die Chance, dass ältere Menschen mangel- oder gar unterernährt sind, ist sehr

groß. Wir wissen heute, dass 60 % der Alterspatienten, die ins Krankenhaus

eingewiesen werden, unterernährt sind, entsprechend länger gestaltet sich der

Krankenhausaufenthalt. Die Unterernährung fällt einerseits den Angehörigen

und andererseits dem Hausarzt schnell ins Auge. Bei der Mangelernährung sieht

man oft nur die Konsequenzen, die mit diesem Zustand einher gehen: Allgemeine

Schwäche, die Muskelkraft lässt nach, die Sturzanfälligkeit erhöht sich und die

Infektionsanfälligkeit nimmt zu. Das Immunsystem ist geschwächt: schlechte

Wundheilung, erhöhtes Risiko von Druckgeschwüren (Dekubitus), verlangsamte


Genesung, höhere Komplikationsrate bei allen Krankheiten und natürlich höhere

Behandlungskosten sind die Folgen.

Eine Mangelernährung führt zu einer dreifachen

erheblichen Belastung:

• Sie vermindert erheblich die Lebensqualität

des Patienten.

• Sie fordert einen erhöhten Einsatz des

Pflegepersonals.

• Sie stellt einen hohen finanziellen

Mehraufwand für die Kostenträger dar.

Wird die Mangelernährung behandelt, so

hat der Patient nicht nur plötzlich wieder

eine bessere Lebensqualität mit der Fähigkeit

seinen Alltag zu bewältigen, sondern

Krankheiten können auch besser behandelt Trinknahrung bei Mangelernährung

werden, das Immun- (Abwehr-) System wird

gestärkt, die körperliche und geistige Verfassung

verbessert sich, dadurch natürlich auch das Denkvermögen und zu guter

letzt – und das kann gar nicht oft genug wiederholt werden – kommt es zu einer

Kostenersparnis auf Seiten der Krankenkassen und der Pflegeversicherung.

Liegt eine Mangel- oder Unterernährung vor, so ist es für den betroffenen Patienten

bzw. deren Angehörige oder die pflegenden Personen oft sehr schwer bis

gar unmöglich, die Nahrungsaufnahme so zu gestalten, dass Mangel- bzw. Unterernährung

schnell behoben wird. Hier hat sich die Trinknahrung besonders bewährt,

die den großen Vorteil bietet, in einem kleinen Volumen sehr viel Energie

und Nährstoffe zu enthalten. Diese Trinknahrung muss dann über einen längeren

Zeitraum gegeben werden, damit sich ein Erfolg einstellen kann. In der Regel sollten

es schon 12 Wochen sein, um eine Normalisierung des Ernährungszustandes

sowie die Rückkehr der Lebens- und Geisteskraft zu gewährleisten. Hinzu kommt,

dass die Energie- und Nährstoffspeicher von Senioren erst nach einer langfristigen

und anhaltenden Zufuhr wieder aufgefüllt werden können, bedingt durch

einen veränderten Stoffwechsel im Alter.

Ein Nebeneffekt der Mangelernährung ist auch der, dass bestimmte Stoffe, die

unser Körper braucht, nicht mehr ausreichend zugeführt werden. Dazu gehört

auch das schon im Kapitel „Gesund abnehmen“ erwähnte L-Carnitin. Nicht nur

bei Mangel- oder Unterernährung, sondern allgemein bei Senioren ab einem

bestimmten Alter kann man einen verringerten Fleischkonsum beobachten. Dieser

ist auch verantwortlich für eine verminderte Aufnahme von hochwertigen

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Aminosäuren und L-Carnitin. Dazu kommt,

dass die körpereigene Biosynthese von

L-Carnitin bei älteren Menschen ebenfalls

reduziert ist. Dadurch ergibt sich ein Abfall

des L-Carnitinspiegels im Gewebe. Wie Studien

gezeigt haben, konnte die Gabe von

1,5g L-Carnitin über einen Zeitraum von 2

Monaten bei Senioren die altersbedingten

Veränderungen im Energiestoffwechsel

teilweise wieder rückgängig machen. Andere

Studien konnten positive Effekte von

L-Carnitin auf verschiedene Gehirnfunktionen

beobachten. Zum Beispiel kann

Gesund und Fit bis ins hohe Alter

L-Carnitin die Alterung von Gehirnzellen

verlangsamen, was viele Studien an Alzheimer-

und Demenzpatienten zeigen konnten. Die Gedächtnisleistung und die

Aufmerksamkeit verbesserten sich unter der Gabe von L-Carnitin. Die Tatsache,

dass das Herz etwa 70 % seiner Energie aus der Fettverbrennung erthält, macht

L-Carnitin auch zu einem wichtigen Energielieferanten für das Herz. L-Carnitin

kann die Stresstoleranz des Herzens verbessern, indem es die Verfügbarkeit der

Substrate erhöht, die für die Energieproduktion verantwortlich sind. Durch eine

Nahrungsergänzung mit L-Carnitin wird zusätzlich Fett abgebaut und Muskeln

aufgebaut. Dadurch verändert sich das Verhältnis von Muskelmasse zu Fettmasse.

Man kann dieses Verhältnis auch als „Altersquotient” bezeichnen, da sich mit

fortschreitendem Alter Muskelmasse in Fettmasse umwandelt und sich dadurch

nicht nur das Verhältnis der beiden verschlechtert, sondern damit auch der gesamte

Stoffwechsel.

Fazit: Nimmt man regelmäßig zu seiner täglichen Nahrung 2-3g L-Carnitin wird

man biologisch gesehen jünger!

Zu guter Letzt: Da die Immunzellen ebenfalls ihren hohen Energiebedarf aus der

Verbrennung von Fettsäuren decken, ist es nicht verwunderlich, dass L-Carnitin im

Immunsystem eine wichtige Rolle spielt - gerade im Alter, wenn die Immunfunktion

abnimmt. Forschungsergebnisse zeigen, dass L-Carnitin über verschiedene

Mechanismen an Reaktionen des Immunsystems beteiligt ist.

Ein weiterer Stoff, der die Immunfunktion im Alter unterstützen kann, ist Zink.

Studien belegen, dass gerade ältere Menschen und Personen in Altersheimen eine

schlechte Zinkversorgung aufweisen. Es kommt zwar in Lebensmitteln zum Teil in

recht hohen Gehalten vor, aber diese Lebensmittel sind meist für die Praxis relativ

unbedeutend, wie z. B. Austern, Getreidekeime, Kalbsleber oder Nüsse. Relativ

gute Zinkquellen sind Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Milch, Ei und Käse.

Auch Zinktabletten können unter Umständen angebracht sein, das Immunsystem

der Senioren zu unterstützen. Neuerdings wird dem Zink auch eine antioxidative

Funktion (eine chemische Reaktion in unserem Körper, die Verhindert werden

muss, da sie an der Entstehung von Alterungsprozessen und Krankheiten


eteiligt ist) zugeschrieben. Generell ist eine gute Versorgung mit Antioxidantien

ebenfalls sehr wichtig - schon von klein auf, aber im Alter muss man noch

mehr darauf achten als in jungen Jahren. Da bei Senioren der Nährstoffbedarf

mehr oder weniger konstant bleibt, wenn nicht sogar steigt, die Energieaufnahme

wegen sinkendem Grundumsatz und zunehmender Immobilität meist

aber abnimmt, werden häufig Defizite an verschiedenen Vitaminen und Antioxidantien

entdeckt. Empfehlenswert sind hier einerseits Vitamintabletten (zum Teil

gibt es sie in Kombination mit Zink), andererseits aber auch angereicherte Multivitaminsäfte,

die ja erwiesenermaßen zu einer Verbesserung der Immunfunktion

führen (siehe auch Kapitel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente). Das

Trinken solcher Säfte schlägt dann auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe:

ein weiteres häufiges Problem im Alter ist die verminderte Flüssigkeitsaufnahme.

Senioren haben durch Reduktion der Anzahl funktionierender Neurone

ein vermindertes Durstempfinden und trocknen im wahrsten Sinne des Wortes

mit der Zeit aus. Daher müssen sie mehr noch als Jüngere auf ausreichendes

Trinken achten. Besonders empfehlenswert sind hier Mineralwässer, Früchte- und

Kräutertees sowie Säfte und Saftschorlen.

Auch ein Gläschen in Ehren ist erlaubt

An dieser Stelle muss auch betont werden, dass jeder Erwachsene, egal in

welchem Alter, ein Glas Wein oder Bier am Tag trinken darf. Natürlich gibt es Menschen,

die keinen Alkohol trinken dürfen wie z. B. bei Vorliegen einer Sucht bzw.

Abhängigkeitsproblematik oder bei bestimmten Leberschäden. Hierüber sollte

aber im Einzelfall mit dem Arzt gesprochen werden.

Weintrinker sind selten „Querulanten“

Sowohl Wein- als auch Biertrinker sind in

der Regel Menschen, die es schaffen in geselliger

Runde im Freundeskreis abzuschalten

und auszuspannen. Die Lebensweise

solcher Menschen ist in der Regel gesünder

als die derjenigen Menschen, die überall in

jeder Situation „das Haar in der Suppe" finden.

Letzteres bedeutet Stress, und Stress

macht bekanntlich krank. Der moderate Genuss

von Wein oder Bier hat noch weitere

gesunde Auswirkungen auf unseren Körper

wie z. B. Stärkung von Herz und Kreislauf,

milde Anregung der Verdauung und positive

Auswirkungen auf das Hormon-, Abwehr-

und Nervensystem. Moderater Alkoholgenuss

bedeutet übrigens 1⁄4 Liter Wein (egal

ob rot oder weiß) oder 1⁄2 Liter Bier pro Tag.

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Arthrose, eine Volkskrankheit

Unter Arthrose versteht man die übermäßige Abnutzung eines oder mehrerer Gelenke.

Für die Betroffenen hat dies schwerwiegende Folgen: Die Reizung der empfindlichen

Gelenkinnenhaut durch abgeschliffene Knorpelteile kann schmerzhaft

sein und zu Entzündungen führen. Die Zahl der Arthrosepatienten wird immer

größer, einmal durch die steigende Lebenserwartung und zum anderen auch

durch eine steigende Zahl von übergewichtigen Patienten.

Arthrose kann noch nicht geheilt werden, aber es gibt neben den reinen schulmedizinischen

Behandlungsmöglichkeiten, wie z. B. dem Gelenkersatz, heute

viel versprechende alternative Behandlungsansätze, die das Leiden der Arthrosepatienten

wesentlich verringern. So ist z. B. seit langer Zeit die Gelatine als Aufbaunahrung

für die Gelenke im Gespräch. Seit den siebziger Jahren erforschen

Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen verstärkt den Stoffwechsel

des Knorpels und die Wirkung von Kollagen-Hydrolysat, einer für die Behandlung

der Arthrose besonders geeigneten Gelatine. Praktische Erfahrungen und

biochemische Erkenntnisse belegen, dass Kollagen-Hydrolysat (Gelatine) den

Stoffwechsel der Zellen, die für die Knorpelbildung verantwortlich sind (Chondrozytenstoffwechsel),

verbessert und damit den Knorpelaufbau in den Gelenken

unterstützt.


Ein weiteres natürliches Heilmittel gegen Arthrose kommt aus dem Meer: Der

Extrakt der neuseeländischen grünlippigen Muschel. Der Extrakt wurde erstmals

Anfang der siebziger Jahre von Arthrose-/Arthritispatienten in Neuseeland angewendet.

Damals stieß diese Behandlung bei den Medizinern auf große Skepsis

und Widerstand, doch heute wird das Produkt aufgrund seines Erfolgs weltweit

angewendet. Die grünlippige Muschel wirkt entzündungshemmend und schützt

den Magen. Beide Eigenschaften sind bei der Behandlung von Arthrose und

Arthritis vorteilhaft. Die magenschonenden Eigenschaften vor allem auch deshalb,

weil viele medikamentöse Therapien zur Behandlung von Arthrose und

Arthritis die Magenschleimhaut schädigen können. Der Muschelextrakt wird

regelmäßig jeden Tag in Tabletten- oder Kapselform

eingenommen: pro Tag ca. 1000 mg

Muschelextrakt auf mehrere Portionen verteilt.

Auch ein Alternativverfahren zur Behandlung

der Arthrose ist die Therapie mit

elektromagnetischen Feldern. Das in dem entsprechenden

Kapitel beschriebene kranke

Gewebe ist hier der Knorpel. Mit der Nachahmung

des körpereigenen Signals ist

nicht nur eine Schmerzlinderung möglich,

sondern auch Knorpelneubildung. Außerdem

wird durch die elektromagnetischen

Felder auch die Durchblutung gebessert,

was der Gelenkschmiere zugute kommt, es Hyaluron-Spritzen bei Arthrose

können Wirkstoffe dorthin besser transportiert

werden wie z. B. die Gelatine und auch der Grünlippmuschelextrakt. Ist

Gelenkflüssigkeit zu ersetzen kann dies mit Hyaluronsäure-Spritzen-Kuren erreicht

werden. Diese gehören übrigens auch zum Konzept der Aslan-Therapie.

Gerade bei der Arthrose ist es besonders wichtig, den Patienten frühzeitig mit

schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten zu versorgen.

Aus dem Bereich der Naturheilverfahren haben sich die Weidenrinde, die Teufelskralle

und auch die örtliche Anwendung von Cayennepfeffer in Salbenform bewährt.

Oft reichen diese Maßnahmen zur Schmerzbekämpfung und Entzündungshemmung

nicht aus, so dass die so genannten nicht steroidalen Antirheumatika

(NSAR) eingenommen werden müssen. Wegen der teilweise doch erheblichen

Nebenwirkungen im Bereich von Magen und Darm scheuen sich viele betroffene

Patienten diese Medikamente einzunehmen. Neuere NSAR haben diese Nebenwirkungen

nicht, das sind die so genannten „COX-2-Hemmer“.

Ein weiterer Behandlungsansatz greift in einen körpereigenen Mechanismus

ein, der zum Beispiel bei Gelenkerkrankungen in Gang kommt. Da wird nämlich

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ein bestimmter Botenstoff des Immunsystems (Interleukin-1) verstärkt gebildet.

Leider ist dieses dann vermehrt vorkommende Interleukin-1 sowohl für den

Knorpelabbau als auch für die Entzündungen mit verantwortlich. Normalerweise

reagiert unser Körper selbst mit einem natürlichen Gegenspieler (z.B. Anti-Interleukin-1).

Liegt jedoch eine Störung des normalen Bewegungsablaufs vor, wie

dies zum Beispiel bei einer Fehlbelastung oder Fehlstellung vorkommt, entsteht

Interleukin-1 schneller als der Körper darauf reagieren kann. Das Gleichgewicht

zwischen Interleukin-1 und seinen Gegenspielern

ist dann also nachhaltig gestört.

Mit einem speziellen Verfahren ist es heute

nun möglich, den Körper dazu anzuregen,

selbst diese genannten Gegenspieler (z.B.

Anti-Interleukin-1) zu produzieren. Am

Ende des Prozesses steht eine Spritze, mit

der dem Patienten eine größere Menge an

Anti-Interleukin-1 gespritzt wird und zwar

direkt an den Krankheitsherd. Dadurch

kommt es sozusagen „vor Ort“ zu einer

Therapie, die Entzündung wird gehemmt,

Knorpelzerstörung gestoppt und noch vorhandener

Knorpel geschützt.

Der Ersatz eines Gelenkes gehört heute zu den

Routineoperationen

Zu den klassischen schulmedizinischen Behandlungsverfahren

gehört auch die operative

Knorpelglättung im Rahmen einer

Gelenkspiegelung, dann die sich noch in den Anfängen befindende Ersatzknorpelimplantation,

die Gelenkversteifung und das künstliche Gelenk.


Der Natur abgeschaut: Die Behandlung mit

elektromagnetischen Feldern

Wenn man sich mit Leben, Gesundheit, Krankheit und Älterwerden beschäftigt,

dann kommt man automatisch zu physikalischen und chemischen Prozessen, auch

Regulationsmechanismen genannt, die permanent in unserem Körper ablaufen. Zum

Glück wissen wir heute sehr viel über das Funktionieren dieser Mechanismen, die

in letzter Konsequenz dafür verantwortlich sind, ob wir nun gesund oder krank

sind. Entscheidend sind die Wechselwirkungen (Interaktionen) zwischen Atomen,

Ionen und Molekülen. Sie stellen die in lebenden (organischen) Stoffen ruhende

Energie nach den von der Natur vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten zur Verfügung

und regeln auf diese Weise Gesundheit, Vitalität und Lebensenergie. Wir kennen

also die Mechanismen dieser Prozesse der Natur: Im Wesentlichen werden sie

bestimmt dadurch, dass Moleküle in einer gewissen Dichte von zugehörigen Elektronen

umkreist werden. Das nennt man Elektronenkonfiguration. Und genau

hier kann man im Falle einer Störung eingreifen mit elektromagnetischen Feldern.

Damit will man eine eventuell gestörte Energiesituation bedingt durch eine

bestimmte Elektronenkonfiguration beeinflussen. Geeignete elektromagnetische

Einwirkungen können dann so über ganz normale naturgegebene Mechanismen

regulierend in unseren Organismus eingreifen und sogar auf Arzneimittelgabe

bzw. Arzneimitteldosierungen Einfluss nehmen.

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Therapie mit pulsierenden Signalen

Einzug gehalten in die Medizin zur Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten

hat die Elektromagnetfeldtherapie auf jeden Fall in dem Moment, wo es

gelungen ist, die Magnetfeldstimulation auf die natürliche Schwingung

menschlicher Zellen und Organe abzustimmen. Wichtig ist hier zu wissen, dass

sich Zellen im menschlichen Körper kontinuierlich

verbrauchen und sich deshalb

ständig erneuern müssen. Im Knochen,

sowie überall im Körper, durch die so genannten

Stammzellen (Grundzellen) und

entsprechend dem Körperbedarf werden

neue Zellen gebildet, z. B. als Knochen oder

auch als Knorpel. Durch ein stimulierendes

Signal werden die Stammzellen angeregt,

ihre aufbauende Tätigkeit aufzunehmen.

Eines von diesen alltäglichen Stimulationssignalen

ist z. B. einfaches Laufen und

körperliche Bewegung. Die Wissenschaft

spricht hier von Ionenverschiebung. Im gesunden

Gewebe läuft die Zellerneuerung

Die betroffenen Gelenke werden in Spulen gelegt wie hier

das Handgelenk ...

oder der Typ von Zellen nicht im Rahmen

einer Reparaturmaßnahme produziert wird.

Pulsierende elektromagnetische Felder ersetzen

das fehlerhafte Signal mit einem

nachgeahmten körpereigenen Signal, welches

die gleichen Eigenschaften hat wie

das körpereigene biologische Signal. Dabei

wird das Magnetfeld lediglich als Träger

genutzt, um diese speziellen Signale in die

Gelenke hinein zu transportieren. Nun hat

aber jedes Unwohlsein, jede Beschwerde

und jede Krankheit ihren Ursprung in kranken

Zellen. Der Stoffwechsel ist gestört,

das Immunsystem geschwächt. Die Therapie

mit pulsierenden elektromagnetischen

Feldern sorgt dafür, dass die Zellen im

menschlichen Körper mit Nährstoffen und

Energie versorgt werden, um sie stark und

und Reparatur auf dieser einfachen Basis

ab. Im kranken Gewebe ist ein Fehlsignal

vorhanden, so dass die benötigte Anzahl

... oder hier das Kniegelenk


gesund zu halten bzw. zu machen. Es geht dabei aber nicht um die Bekämpfung

der Symptome, sondern darum, die Krankheit und Beschwerden an der Wurzel

zu packen. Mit der Elektromagnetfeldtherapie werden körpereigene, schwach

gewordene Felder verstärkt, z. B. zur Festigung und Stabilisierung der Knochen.

Da nun mit elektromagnetischen Feldern jede einzelne menschliche Zelle erreicht

werden kann, ist es nur allzu verständlich, dass die Elektromagnetfeldtherapie

praktisch bei allen Krankheiten eine wichtige Rolle spielt, egal ob bei Arthrose

(siehe eigenes Kapitel), Wirbelsäulenbeschwerden, Kiefergelenkfehlfunktionen,

Tinnitus, Erkrankungen oder Verletzungen des Weichteilgewebes, Asthma, Diabetes,

Wundheilung und auch bei der Arteriosklerose. Neuerdings wurden auch

gute Erfahrungen gemacht bei Fibromyalgie- und Osteoporose-Patienten. Vor allem

dann, wenn es gelingt, die Durchblutung auch in den kleinsten Gefäßen zu

verbessern, können wieder alle Zellen des menschlichen Körpers mit Sauerstoff

und Nährstoffen versorgt werden. Spätestens hier schließt sich dann der Kreis

wieder, und es wird verständlich, warum diese Elektromagnetfeldtherapie einen

so wichtigen Platz einnimmt im Bereich von Vorbeugung, Genesung und ganz

allgemein dem Alterungsprozess.

Quantentherapie

Auch mit der Quantentherapie wird ein pulsierendes Magnetfeld körpereigener

Frequenzmuster erzeugt, was im Körper eine Resonanz bewirkt, wodurch die

natürlichen biomagnetischen Verhältnisse

des menschlichen Organismus verstärkt werden.

Der gesamte Stoffwechsel wird aktiviert,

die Immunabwehr stabilisiert und die

Zellregeneration verbessert. Das Magnetfeld

durchdringt den Körper vollständig

und stärkt schwach gewordene Funktionskreise

auf natürliche Weise. Schädliche

Nebenwirkungen wurden auch im Rahmen

internationaler Recherchen bis heute nicht

festgestellt. Die Weltgesundheitsorganisation

WHO lässt in ihren Vorschriften Magnetfelder

Feldstärken bis 100 Mikrotesla

zu, ohne schädliche Nebenwirkungen. Die

Quantentherapie arbeitet mit Feldstärken,

die weit unterhalb der WHO-Grenze liegen, Quanten-Therapie

nämlich bei maximal 30 Mikrotesla.

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Pulsierende Magnetfelder werden heute bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt:

1. Störung des Herz-Kreislauf-Systems

2. Störung im Bereich der Atmung

3. Skelettkrankheiten

4. Störungen des Stoffwechsels und im Hormonsystem

5. Störungen im Bereich des Nervensystems

Nach der Behandlung mit pulsierenden Magnetfeldern soll

und kann sich regelmäßig bewegt werden

Ganz allgemein verbessert sich die Erholung,

die Regenerationsfähigkeit des Menschen,

die Abwehr wird gestärkt, die Wundheilung

verbessert, und es werden Schmerzen

mit ganz unterschiedlichen Ursachen

gelindert. Die positiven Effekte der Quantentherapie

sind von Mensch zu Mensch

unterschiedlich und unterliegen gewissen

Reaktionsschwankungen, die ihre Ursache

in einer bei jedem Menschen schwankenden

Elektrosensibilität, in Abhängigkeit

vom Säuregrad des Blutes, haben. Da

diese sanfte Behandlung ihre Wirkung

über die Verbesserung des Stoffwechsels

und die allgemeine Regeneration der Zellen

erreicht, ist eine Anwendung, je nach

Verfassung eines Menschen, von wenigen

Tagen bis zu mehreren Wochen notwendig, um einen positiven Effekt zu spüren.

Im Interesse einer ganzheitlichen Gesunderhaltung des Organismus empfiehlt

sich eine Dauerbehandlung. Gewöhnungseffekte oder Abhängigkeit sind nicht

bekannt.

Es handelt sich insgesamt um ein sanftes Verfahren zur Stimulierung der Körperfunktionen.

Auch wenn schädliche Nebenwirkungen bisher nicht auftraten und

aufgrund der verwendeten geringen Feldstärken im Prinzip auch nicht möglich

sind, sollte jeder, der sich damit behandeln möchte, vorher mit einem fachkundigen

Arzt sprechen.

Unter dem Oberbegriff „Magnetfeldtherapie“ verbergen sich derzeit weit

über 100 Elektro-Magnetfeld-Systeme. Wer sich für ein solches System interessiert

und dafür Geld ausgeben möchte, sollte auf jeden Fall darauf achten, ob

entsprechende Qualitäts- und Wirksamkeitsprüfungen stattgefunden haben und

sich entsprechende Informationen vorlegen lassen.


Heilerde - Altbewährtes neu entdecken

Zu allen Zeiten waren die Menschen bestrebt, Beschwerden zu lindern und Krankheiten

zu heilen. Ein seit Jahrtausenden hierfür eingesetztes Mittel aus der Natur

sind „heilende Erden“.

Naturheilkundige und berühmte Ärzte (Hippokrates, Plinius, Galenus, Hildegard

von Bingen u. a.) empfahlen Heilerden zur Entgiftung des Körpers, bei Verdauungsstörungen

und anderen Magen-Darm-Beschwerden. Bis in die Neuzeit hat

sich die Einnahme von Erde bei den Naturvölkern erhalten. In unserem Kulturkreis

haben Sebastian Kneipp, der wegen seiner Heilerfolge mit Erde bekannt

gewordene „Lehmpastor“ Emanuel Felke und insbesondere Adolf Just dazu

beigetragen, das alte Wissen der Menschen über die Heilkraft der Erde neu zu

entdecken.

Heilerde wird heute in der naturnahen und sanften Behandlung von Alltagsleiden

eingesetzt und sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Die in Deutschland hergestellte

Heilerde ist naturreiner Löß. Im Herstellungsprozess wird dieses von Natur

aus feine Pulver nochmals nach Trocknung hochfein gemahlen und gesiebt. Bei

diesem Vorgang wird die Oberfläche, bezogen auf die Masse, immer größer. Dies

ist ausschlaggebend für die therapeutische Wirkung der Heilerde: Je feiner die

Partikel, d. h. je größer die Oberfläche, desto ausgeprägter ist die Fähigkeit der

Heilerde, Stoffe zu binden.

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Innere Anwendung.

Bei leichten Beschwerden im Magen-Darm-

Bereich wie z. B. Sodbrennen oder Durchfall

wird durch die Einnahme von Heilerde eine

Linderung der Beschwerden bewirkt, ohne

dass dabei Nebenwirkungen zu erwarten

sind. Heilerde kann Magensäure und eine

Vielzahl anderer Stoffe (u. a. Stoffwechselprodukte

von Darmbakterien) binden, so

dass sie vom Körper ausgeschieden werden

können. Hierdurch wird sie auch zu einer

wertvollen Ergänzung beim Heilfasten,

zumal sie auch mineralisierend ist. Durch

den allgemein positiven Einfluss auf den

Verdauungsapparat wird das generelle

Wohlbefinden des Patienten gefördert.

Äußerlich angewendet wird Heilerde zur Linderung von Beschwerden der Muskeln

und Gelenke, bei Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen und zur

unterstützenden Behandlung von Hautirritationen (Ausschlägen, Entzündungen)

eingesetzt. Auch akute Gelenkentzündungen oder oberflächliche Venenentzündungen

lassen sich ergänzend mit Heilerde-Packungen behandeln. Die Wirkung

entfaltet sich im Wesentlichen während

des Trockenvorgangs: Der Heilerdebrei

trocknet von außen nach innen ab. Dabei

entwickelt sich eine erhebliche Saugwirkung.

Es entsteht ein von innen nach außen

gerichteter Flüssigkeitsstrom.

Wundsekrete, Stoffwechselprodukte, Zellpartikel,

Bakteriengifte können von der

Wunde oder dem Geschwür weggeführt

(„ausgeleitet“) und an die Heilerde gebunden

werden. Auch wasserunlösliche Stoffe

wie Talg aus den Poren können entfernt

werden, was bei Pickeln und Mitessern (z. B.

bei Akne) vorteilhaft ist. Außerdem wird

die Durchblutung der Haut gefördert und

Äußerliche Anwendung.

damit die Versorgung mit Sauerstoff und

Nährstoffen verbessert. Heilerde wirkt auf

schmerzende und entzündete Körperbereiche durchblutungsfördernd, krampflösend

und schmerzlindernd

Heilerde stellt somit eine natürliche Alternative zu vielen anderen Heilmitteln

dar.


Medizinische Schnelltests zur Prävention und

Früherkennung von Krankheiten

Es ist wichtiger denn je, dass Sie sich, liebe Leserin, lieber Leser, aktiv um Ihre

Gesundheitsvorsorge kümmern und auch um die Prävention von Krankheiten.

Jeder Einzelne ist für die Erhaltung seiner Gesundheit verantwortlich. Hier sind

die Wahrnehmung von Beschwerden, das „Vorsortieren“ und eventuell richtige

„Einordnen“ und natürlich auch der rechtzeitige Entschluss, zum Arzt zu gehen

wichtig. Gerade beim Vorsortieren und Einordnen spielen heute eine zunehmend

wichtigere Rolle medizinische Schnelltests zur Eigenanwendung. Sie sind ein

zuverlässiges Instrument, die Verantwortung für die Gesundheit auch wirklich

wahrzunehmen. Sie als Anwender erhalten einen frühzeitigen Hinweis auf eine

mögliche Erkrankung und können bei einem positiven Testergebnis sofort Ihre

Ärztin/Ihren Arzt zur genauen Abklärung konsultieren.

Mit den Schnelltests, die bislang erhältlich sind, können Sie Nierenschäden frühzeitig

erkennen, wie sie z. B. durch erhöhte Blutzuckerwerte und ständigen Bluthochdruck

entstehen. Wird ein Nierenschaden rechtzeitig entdeckt, kann durch

eine gezielte Therapie die Dialyse oder Nierentransplantation verhindert werden.

Auch die Darmkrebsfrüherkennung ist heute wichtiger denn je, ist doch Darmkrebs

die zweithäufigste Krebserkrankung überhaupt. Sie entwickelt sich meist

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schmerzfrei unbemerkt. Wird ein Darmkrebs im Frühstadium erkannt, liegen die

Heilungschancen bei bis zu 90 %. Wichtig für die Früherkennung sind regelmäßige

Stuhltests, bei denen der Stuhl auf okkultes (nicht sichtbares) Blut untersucht

wird. Personen ab 45 Jahren und Personen mit erblicher Vorbelastung sollten 1 x

jährlich einen solchen Stuhltest anwenden.

Weiterhin wichtig ist die Erkennung eines heimtückischen Bakteriums mit Namen

helicobacter pylori, welches bereits 40 % der Bevölkerung befallen hat, sich im

Darm ansiedelt und für bis zu 95 % aller Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

verantwortlich ist. Leider ist dieses Bakterium auch bei der Entstehung von

Magenkrebs beteiligt. Wer häufig unter Beschwerden wie Sodbrennen, saurem

Aufstoßen, Magenschmerzen, Völlegefühl und Unwohlsein leidet, sollte also zumindest

nicht dauerhaft diese Beschwerden selbst behandeln, sondern nach der

Ursache suchen. Mit einem positiven Testergebnis und weiteren Untersuchungen

kann die Ärztin/der Arzt dann die Ursache der Beschwerden gezielt und erfolgreich

behandeln.

Gibt es Risiken die ich nicht kenne?

Wer kennt nicht die Angst vor einem Herzinfarkt?

Bei entsprechenden Beschwerden

wie z. B. stechender Schmerz in der linken

Brust mit Ausstrahlung in den linken Arm,

einem starken Angstgefühl und Schweißausbruch

ist die Diagnose fast schon eindeutig,

und es muss dringend ärztliche

Hilfe in Anspruch genommen werden. Für

rund ein Drittel aller Herzinfarktpatienten

ist ein Herzinfarktschnelltest geeignet, weil

diese Patienten in der Regel sehr zögerlich

reagieren und ärztliche Hilfe erst Stunden

bis Tage nach dem Ereignis in Anspruch

nehmen. Oft ist es dann schon zu spät!

Der Herzinfarkt-Schnelltest weist drei verschiedene

Herzmuskelproteine nach, die

nach einem Herzinfarkt im Blut auftreten.

Die medizinischen Schnelltests können Sie in der Apotheke kaufen, sie sind einfach

und sicher in der Anwendung, daneben erfolgt eine begleitende Beratung

bei der Abgabe der Tests durch das Apothekenteam.

Neben diesen medizinischen Schnelltests gibt es aber auch Selbstmessgeräte – vergleichbar

dem Blutdruckselbstmessgerät – die zum Einsatz kommen bei schon

bestehenden Krankheiten. Mehr dazu im nächsten Kapitel.


Eigenverantwortung ernst nehmen mit Diabetes-

und Blutgerinnungsselbstmanagement

Gesund sein, gesund bleiben und gesund werden besteht nicht alleine daraus zur

Ärztin/zum Arzt zu gehen, sich Tabletten aufschreiben zu lassen und diese dann

auch zu schlucken. Diese Information ist sicherlich allgemein bekannt, trotzdem

muss immer mal wieder daran erinnert werden. Wir haben es heute zunehmend

mit Krankheiten zu tun, die durch eigenes – ich nenne es mal – Fehlverhalten unterstützt

und auch ausgelöst werden. Das ist nicht nur die chronische Bronchitis

im Zusammenhang mit dem Rauchen, sondern auch die Blutzuckerkrankheit, der

Diabetes Typ II. Bei dieser Form des Diabetes kommt es zu einem schleichenden

Verlust der Insulinwirkung, den der Körper durch Insulinmehrproduktion nicht

mehr ausgleichen kann. Der Blutzucker steigt an und bleibt chronisch erhöht

(wenn er nicht behandelt wird). Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass

eine Kombination von Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht der

Hauptauslöser des Diabetes Typ II ist. Er ist also – im Gegensatz zum Typ I, bei

dem die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des

Blutzuckers in die Zellen notwendig ist, nicht mehr produzieren kann – meist die

Folge eines langjährigen ungesunden Ernährungs- und Bewegungsverhaltens.

Doch daran, liebe Leserin, lieber Leser, kann man etwas ändern: Zahlreiche Tipps

können Sie aus dieser Broschüre entnehmen. Eins muss man nämlich zu der

Krankheit Diabetes noch wissen: Chronisch erhöhte Zuckerwerte im Blut können

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zu schweren Folgekomplikationen wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Mit kleinen Veränderungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten ist auch mit

Diabetes ein gesundes Leben voller Genuss möglich und damit auch das, was ich

in meinem Vorwort als Revitalisierung bzw. „zurück ins Leben“ genannt habe.

Wer sein Leben mit Diabetes aber ganz bewusst in die eigenen Hände nehmen

will, für den kann die regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle ein wichtiges Instrument

sein. Denn erhöhte Blutzuckerwerte sind körperlich nicht spürbar. Wer sie

„sichtbar“ machen möchte, dem helfen kleine und leicht zu bedienende Blutzuckerselbstmessgeräte.

Die erhobenen Werte haben zwei Vorteile: Sie zeigen an,

ob der Blutzuckerspiegel im normnahen Bereich liegt, und es kann nachverfolgt

werden, ob ein verändertes Bewegungs- und Ernährungsverhalten auch tatsächlich

zu besseren Blutzuckerwerten und damit auch zum erwünschten (notwendigen)

Erfolg geführt haben. Insofern lässt sich gerade am Beispiel Diabetes Typ II

sehr gut auch Ihre Rolle als aufgeklärter und mündiger Patient erklären: Bei

der Ärztin/beim Arzt wurde die Blutzuckerkrankheit festgestellt, und es wurden

Ihnen Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Sie sind jetzt aber keinesfalls anschließend

in Selbstresignation verfallen, sondern haben den Begriff Eigenverantwortung

wirklich ernst genommen. Dazu gehören die schon genannte Verhaltensänderung,

die Blutzuckerselbstmessung, die eventuell notwendige Einnahme von

Tabletten bzw. das Spritzen von Insulin und das regelmäßige Gespräch und die

Untersuchung durch Ihre Ärztin/Ihren Arzt. Diese Arztbesuche sind dann aber für

Sie und Ihre Ärztin/Ihren Arzt wesentlich erfreulicher und effektiver, da sich zwei

„Experten“ gegenüber sitzen, die nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen

müssen mit dem erhobenen Zeigefinger,

sondern gemeinsam überlegen, was man

durch welche Maßnahmen da und dort

noch verbessern kann.

Eine weitere Möglichkeit der Selbstmessung,

die in Deutschland zunehmend an

Bedeutung gewinnt, ist die Bestimung der

Blutgerinnungszeit (Thromboplastinzeit).

Sie ist geeignet für Menschen, die über

längere Zeit, eventuell sogar lebenslang

bestimmte gerinnungshemmende Medikamente

einnehmen müssen. Diese Medikamente

sind z. B. erforderlich nach

einem Herzklappenersatz durch künstliche

Herzklappen, bei chronischem (Herz-) Vor-

Blutzuckerselbstkontrolle: Mit modernen Systemen

denkbar sicher und einfach

hofflimmern, bei schweren Herzrhythmusstörungen,

bei der Thrombophilie (Thromboseneigung)

sowie bei immer wieder-

kehrenden Bein- oder Beckenvenenthrombosen, Lungenembolien und weiteren

Erkrankungen.


Die Einnahme dieser Gerinnungshemmer (man nennt es auch orale Antikoagulation)

muss regelmäßig und möglichst engmaschig durch die Bestimmung

der schon genannten Thromboplastinzeit

(INR-/Quickwert) überwacht und angepasst

werden, da bei einer Überdosierung

die Gefahr lebensbedrohlicher Blutungskomplikationen

– beispielsweise im Gehirn

– besteht. Bei einer Unterdosierung können

thromboembolische Komplikationen (= Blutgerinnsel,

Thrombosen) bis hin zu den gefürchteten

Lungenembolien auftreten. Seh-,

Sprach- und Gefühlsstörungen sowie die

Schwächung und Lähmung der Gliedmaßen

können Warnzeichen für beide Dosierungsfehler

sein. Die Kontrolle der optimalen

Einstellung erfolgt nach wie vor durch die

Ärztin/den Arzt mittels Blutentnahme aus

der Vene mit anschließender Ermittlung

der Werte im Labor. Wenn nun aber auch

hier der Patient ein Stück Eigenverantwor-

In nur einer Minute zeigt das Gerinnungsmessgerät das

Testergebnis.”

tung übernimmt durch eine noch engmaschigere Überwachung der Behandlung

mit diesen Gerinnungshemmern, so ermöglicht das zeitnahe Erkennen von

Schwankungen des Blutgerinnungswertes natürlich eine unmittelbare Anpassung

der Dosierung des Medikaments. Für die Patienten bedeutet dies, dass das Risiko

für eine Blutung bzw. Gerinnselbildung deutlich geringer wird.

Vor dem Selbstmessen steht allerdings eine Schulung. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung

für das Gerinnungsselbstmanagement. Sie befähigt den Patienten, die Ermittlung

des Ausgangswertes und die Ableitung der erforderlichen Therapieentscheidung

selbst vorzunehmen.

Die Therapieverantwortung beim Gerinnungsselbstmanagement verbleibt jedoch

beim Arzt. Er entscheidet, welcher Patient für das Gerinnungsselbstmanagement

geeignet ist und verordnet Messgerät und die dazu gehörigen Streifen. Auch

ist Bestandteil des therapeutischen Bündnisses zwischen Patient und Arzt eine

Vereinbarung des behandelnden Arztes mit dem Patienten über das Führen

eines Patiententagebuches mit Messwertprotokoll und über regelmäßige Kontrolluntersuchungen.

Ebenso verpflichtet sich der Patient beim Auftreten von

wesentlichen Veränderungen sofort Kontakt mit seiner Ärztin/seinem Arzt oder

einem Bereitschaftsdienst aufzunehmen. Grundsätzlich eignen sich alle Patienten

zum Gerinnungsselbstmanagement, die voraussichtlich lebenslang gerinnungshemmende

Medikamente (dazu gehört übrigens nicht die Acetylsalicylsäure,

abgekürzt ASS) nehmen müssen.

Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zu diesen Patienten gehören, dann würde ich

Ihnen vorschlagen, Kontakt aufzunehmen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, um dort

das weitere Vorgehen zu besprechen.

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Erschöpfung im Alter

… muss nicht sein, oft braucht die Schilddrüse Unterstützung

Gerade viele ältere Leute fühlen sich oft niedergeschlagen, erschöpft, träge,

de und unkonzentriert und werden dann von anderen oft abgespeist mit der

Erklärung „Das ist halt so im Alter!“

Nehmen die Beschwerden zu, werden verschiedene Ärzte konsultiert und es wird

untersucht in Richtung Eisenmangel, Depression und burn-out. Die in dieser

Broschüre beschriebenen Themen wie Mangelernährung oder Unterversorgung

mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen können sich natürlich auch

hinter den Beschwerden verbergen, genauso wie übrigens auch die Ernährung

im Alter ganz allgemein. An ein Krankheitsbild wird allerdings in der Regel nicht

gedacht, nämlich eine latente (noch schlummernde) Unterfunktion der Schilddrüse,

die noch nicht auffällt durch krankhafte Schilddrüsenwerte im Blut. Das

liegt daran, dass die Normalbereiche der Schilddrüsenfunktionswerte relativ weit

und mit größter Wahrscheinlichkeit individuell unterschiedlich sind. So können

Werte, die im absoluten Normalbereich liegen, für den individuellen Patienten bereits

erniedrigt sein und schließlich Veränderungen an Organen bewirken. Auch

belegen die Daten aktueller Studien ein deutlich höheres Risiko für den Übergang

einer so genannten subklinischen (gerade noch normale Werte) in eine manifeste

Hypothyreose (= Unterfunktion der Schilddrüse). Wenn also die eingangs erwähn-


ten Beschwerden zusammen mit den Schilddrüsenwerten auftreten, so handelt

es sich sehr wahrscheinlich um eine „milde Unterfunktion der Schilddrüse“ (subklinische

oder latente Hypothyreose). Dabei ist der TSH-Wert (sagt etwas aus

darüber, inwieweit die Hirnanhangdrüse Hypophyse die Schilddrüse stimulieren

will, mehr zu arbeiten) erhöht, liegt aber gerade noch oder gerade nicht mehr im

Normbereich, die übrigen Schilddrüsenfunktionswerte sind aber normal.

Liegt also wirklich eine solche Konstellation,

d. h. Beschwerden und Laborbefunde,

vor, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt sehr genau

abwägen, ob Ihnen die Gabe eines Schilddrüsenhormons

in niedriger Dosierung zugute

kommt. Dadurch kann auch verhindert

werden, dass die milde Unterfunktion der

Schilddrüse in eine manifeste Hypothyreose

übergeht.

In klinischen Studien wurde auch nachgewiesen,

dass unter Behandlung der milden

Schilddrüsenunterfunktion es zu einer Antriebssteigerung

kommt, die depressiven

Symptome verschwinden und die Blutfette

(u.a. Cholesterin) gesenkt werden, was sich

wiederum günstig auswirkt auf Herz und

de, matt, erschöpft? Manchmal liegt es auch an der

Schilddrüse

Kreislauf (das Risiko, an einer Blutgefäßverkalkung = Arteriosklerose zu erkranken,

wird verringert).

Wenn Ihnen beim Lesen dieser Zeilen Einiges „bekannt“ vorkommt, dann würde

ich Ihnen empfehlen, Ihre Ärztin/Ihren Arzt aufzusuchen und mit ihr/mit ihm zu

sprechen über diese beschriebene milde Unterfunktion der Schilddrüse.

So, damit sind Sie am Ende der Broschüre angelangt. Ich hoffe, das Lesen der Broschüre

hat Ihnen einerseits Spaß gemacht und andererseits aber auch Erkenntnisse

vermittelt darüber, wo in Zukunft doch vielleicht die eine oder andere Veränderung

in Ihrem Leben vorgenommen oder geplant werden sollte, damit Sie

gesund bleiben, gesund werden und vielleicht sogar „zurück ins Leben“ finden. Ich

vermute mal, dass aus einer ursprünglich geplanten kleinen Broschüre irgendwann

ein entsprechendes Buch wird; davon werden Sie dann rechtzeitig erfahren.

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Weitere Informationen erhalten Sie unter:

BUCHSERIE:

GESUND MIT DR. GERHRADT

Internationale Gesellschaft für

Prävention Lebensstil e. V.

Weimarer Straße 10

36039 Fulda

Deutschland

Tel.: 0661 - 90220-11

Fax: 0661 - 90220-14

sekretariat@vima.de

www.lebensstil-ev.de

Prof. Dr. med. Albert Augustin /

Peter Erik Felzer

Rund ums Auge: Frühwarnzeichen

erkennen

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3210-0

Prof. Dr. med. Hans-Joachim Trappe

Herzkrank: Herzrhythmusstörungen,

Herz-klappenfehler und

Transplantationen

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3208-9

Prof. Dr. med. Hans-Joachim Trappe

Herzkrank: Koronare Herzkrankheit,

Herzinfarkt und Herzschwäche

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3107-4


Dr. med. Wolfgang Bolten /

Dr. med. Gabriele von der Weiden

Rheuma: Schmerzen lindern -

Beweglichkeit steigern

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3106-6

Dr. med. Astrid Eikermann / Julia Pross

Migräne: Mehr als nur Kopfschmerz

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3153-8

Dr. med. Günter Gerhardt / Julia Pross

Schmerzen: Nicht unterdrücken,

sondern behandeln

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3108-2

Dr. med. Gabriele von der Weiden

Schilddrüse: Das unterschätzte Organ

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3143-0

Dr. med. Günter Gerhardt / Svenja Niescken

Depression: Mehr als nur ein

Stimmungstief

TRIAS Verlag

ISBN 3-8304-3109-0

Dr. med. Günter Gerhardt / Bettina Wenzel

Brottrunk: Sauer und Gesund

Haug Verlag

ISBN 3-8304-2095-1

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www.doktor-gerhardt.de


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Spannende Informationen

Neues und Bekanntes aus der Gesundheitswelt.

Krankheiten von A bis Z.

Umfassende und aktuelle Informationen zu einzelnen

Gesundheitsthemen.

Therapiemöglichkeiten von der Schulmedizin bis zu

komplementären Heilverfahren.

Individueller Gesundheitsmanager

Kompetente Hilfe

Einfacher Erfahrungsaustausch zwischen allen

Benutzern und unserer Medizinredaktion.

Thematisch spezialisierte Foren

„Fragen Sie Dr. Günter Gerhardt!“ Sie bekommen

Tipps zu Ihren Gesundheitsproblemen*.

*kostenpflichtig

Aller über Dr. Günter Gerhardt

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Der Gesundheitsmanager besteht aus verschiedenen

„Gesundheitstagebüchern“, die der

Patient selbst auswählt und anlegt.

Bis jetzt ist vorhanden je ein Tagebuch zu

Diabetes, Kinderkopfschmerzen, Schlafstörungen

und Schmerzen (Abb.).

Die Daten können grafisch ausgedruckt oder

direkt vom Arzt abgerufen werden.

Ihr Vorteil: Lernen Sie Ihren Körper kennen und

lernen Sie, mit Veränderungen umzugehen.

Vorteile für Ihren behandelnden Arzt: Er hat

Zugriff auf Ihre Daten und kann die dadurch

gewonnene Zeit für das persönliche Gespräch

nutzen.

Seine Arbeit, seine Sendungen,

seine Veröffentlichungen und

seine Vorträge.

Weitere Informationen unter info@drgerhardt.de


Dr. Günter Gerhardt oder kurz der „Doc”, wie er hinter den

Kulissen salopp genannt wird, ist seit nunmehr 15 Jahren

in den Medien (ZDF, 3sat, SWR4, zahlreiche Zeitschriften)

tätig neben seiner Tätigkeit in der Gemeinschaftspraxis.

Die Patienten dieser Landarztpraxis in Wendelsheim/Rheinhessen

schätzen den Allgemeinarzt und Psychotherapeuten

auch deshalb, weil er die Probleme auf den Punkt bringt.

Die Medienarbeit zwingt ihn, medizinisch immer auf dem

neuesten Stand zu sein, was nicht nur seinen Lesern, Hörern

und Zuschauern zugute kommt, sondern auch seinen Patienten.

Dabei lernt er diagnostische und therapeutische

Verfahren zu einem Zeitpunkt kennen, wo sie noch keinen

Einzug in die Praxis gehalten haben. Seine Weiterbildung hat Dr. Gerhardt

absolviert in den Fächern „Innere Medizin”, „Chirurgie”, „Gynäkologie” und

„Kinderheilkunde”. Berufsbegleitend lief über mehrere Jahre die Weiterbildung

„Psychotherapie”. Seine Vorliebe, medizinisches Wissen an die Frau/an

den Mann zu bringen, zeigt sich auch in seiner Tätigkeit als Vorsitzender der

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz und in seiner

Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität

in Mainz. Seine beiden Söhne, Sebastian (24), und Simon

(21), sind auf dem besten Wege, in dem einen oder anderen Bereich in die

Fußstapfen des Vaters zu treten.

Herr Dr. Günter Gerhardt ist Pfälzer, geboren in Neustadt an der Weinstraße,

und damit ist ihm nicht nur die Geselligkeit, sondern auch der Humor in die

Wiege gelegt worden. Wenn sich dann noch Charme hinzugesellt, kann

eigentlich nichts mehr schief gehen. Sein Alltag ist geprägt von drei Lebens-

bzw. Berufseinstellungen:

1. Wer heilt hat Recht!

2. Leben und Leben lassen!

3. Nimm die Menschen so wie sie sind, es gibt keine anderen!

Seine zahlreichen Gesundheitstipps befolgt er weitgehend sogar selbst: Täglich

eine halbe Stunde Fitnesstraining, leichte „mediterrane Kost“ und abends ein

Glas Bier oder einen trockenen Riesling aus der Pfalz oder Rheinhessen.