KH AKTUELL - Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West

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KH AKTUELL - Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West

KH

AKTUELL

Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe West

Nr. 101//1/2009///K 2990

Powerfrauen im Handwerk

halten den Laden in Schwung//S. 14

Gesunde Schule: Viel Lob für die Berufsschule der Zukunft//Seite 8

Konjunkturprogramm: Viele Chancen lassen Handwerker profitieren//Seite 11


Nur nicht bange

machen lassen!

Editorial

Inhalt

Wenn auch die Wirtschaft

lahmt: Beihilfen und Bürgschaften,

Staatsprämien

und Sonderprogramme haben

zurzeit Hochkonjunktur. Ob in

Deutschland, Europa oder den USA:

Man hat den Eindruck, dass jeden

Tag ein neuer Sack Steuergelder abgeworfen

wird, damit der Ballon

Wirtschaft wieder steigt.

Stefan Prott // Chefredakteur

Mit solcher „Staatsknete“ tut sich

das Handwerk seit jeher schwer: Unternehmer

im Handwerk vertrauen in allererster Linie sich selbst, ihrer

Flexibilität, Innovationsfreude und der Schaffenskraft gut qualifizierter

Mitarbeiter. Trotzdem: Ohne danach gerufen zu haben, profitiert das

Handwerk kräftig vom Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Das gilt vor allem für das gebeutelte Kfz-Gewerbe, dem die „Abwrackprämie“

eine kleine Sonderkonjunktur beschert. Die Kfz-Händler

haben in den vergangenen Jahren sehr unter dem rigiden Kurs ihrer

Hersteller gelitten. Jetzt geraten immer mehr Hersteller unter Druck –

und drohen dabei, den mittelständischen Kfz-Handel mitzureißen. Das

ist ärgerlich, weil die Händler praktisch keinen Einfluss auf die Modellpolitik

besitzen, aber tagtäglich mit Kunden zu tun haben, die sich

preiswertere, umweltfreundlichere Fahrzeuge wünschen. Deshalb ist

es gut, dass die Bundesregierung so beherzt gehandelt hat. Abwrackprämie,

das mag schäbig klingen – aber es hat wieder Bewegung in

den deutschen Automobilmarkt gebracht.

Auch die Infrastrukturprogramme für die Kommunen werden in

sehr kurzer Zeit für volle Auftragsbücher bei Malern und Lackierern,

Elektrikern, Heizungsbauern, Dachdeckern und anderen in den Bauund

Ausbaugewerken sorgen. Dafür schafft das novellierte Vergaberecht

günstige Bedingungen. Dazu tragen ganz erheblich das novellierte

Vergaberecht und die Kommunen bei, die sich eine schnelle Vergabe

an regionale Betriebe und Arbeitsgemeinschaften zum Ziel gesetzt haben.

Dass dafür in den Rathäusern Überstunden geleistet und konstruktive

Gespräche mit dem Handwerk geführt werden, macht Mut.

Überhaupt: Wer Handwerker in diesen Tagen fragt, wie sie ihre

Zukunftsperspektiven sehen, mag von der Zuversicht überrascht sein.

Der ZDH hat bereits angekündigt, dass der Wirtschaftszweig insgesamt

seinen Beschäftigungsstand im Jahr 2009 zu halten versucht. In den

Konjunkturumfragen der Kammern geben sich die befragten Unternehmer

selbstbewusster als zu mancher Zeit vor dem Abschwung.

Vielen, die das Zupacken gewöhnt sind, geht das permanente Gejammer

über die „Krise“ ohnehin auf die Nerven. Wer weiß schon, wie das

turbulente Wirtschaftsjahr 2009 verlaufen wird? Statt also allzuviel

Zeit mit Krisenszenarien zu verschwenden, die sich schnell als Kaffeesatzleserei

herausstellen könnten, lohnt es, sich auf eigene Stärken zu

besinnen. Also: Nicht bange machen lassen, zupacken, aufpassen und

Chancen nutzen – das ist doch ein schönes Motto für unsichere Zeiten!

Stefan Prott

3

Inhalt

04 //Splitter

04 Konjunkturelle Abkühlung//

Arena als Tagungsort//

Qualitätsstandard für

Ausbilder

05 Prämie für Existenzgründer//

Sparkasse weitet

Kreditgeschäft aus

06 Suche nach Auszubildenden

07 Starterpaket für

Jungunternehmer//

Innungen für gesunde Schule

O8 //Aktuell

08 Erwin Semelka –

Gesunde Berufsschule

09 Gesunde Berufsschule 2

10 Abwrackprämie

belebt das Geschäft

11 Handwerk profitiert

vom Konjunkturpaket

12 //Neue Märkte

12 Ständiges Krisengerede

verunsichert Kunden

13 Insolvenzen kaum verändert//

Notruf Elektro und SHK

14 //Schwerpunkt

Powerfrauen im Handwerk

18 //Innungen

18 Karosserie- und

Fahrzeugbau-Innung

19 Elektro-Innung

20 //Marktplatz

20 JobPerspektive//

IT-Sprechstunde

21 LUEG-Center erhalten//

Friseur- und Kosmetikverband

22 Agentur für Arbeit:

Kurzarbeit nutzen

23 //Service

23 Rechts-Tipps

24 //Unter uns

24 Mike Sternkopf bestätigt//

Neue Innungsmitglieder

25 Malzers Backstube

unterstützt Realschüler

26 //Zuletzt

23 Fragen an Martina Nählen //

Impressum


Die Obermeister der Dachdecker (v.l.): Heiner Grumpe (GE), Hans Joachim Drath

(HER), Stefan Eickhoff (BO) und Manfred Struwe (Landesinnungsmeister).

Splitter

Erste konjunkturelle Abkühlungstendenzen

Das aktuell erschieneneKonjunkturbarometer

sieht

im Handwerk

erste Anzeichen

für das Übergreifen

der

Finanzkrise auf

die Realwirtschaft.

Die Herbstumfrage des

WHKT bei rund 20.000 nordrheinwestfälischenHandwerksunterneh-

men lässt daher erste konjunkturelle

Abkühlungstendenzen erkennen. Der

Geschäftsklimaindex ist im Jahresvergleich

um vier Punkte gefallen.

Dennoch zeigt die Umfrage, dass die Abkühlung

weniger auf die aktuelle Geschäftsentwicklung

zurückzuführen

ist. Hier signalisieren die Betriebe

noch überwiegend Stabilität: Immerhin

26 % der Befragten geben die

Konjunkturnote gut. Die zukünftige

Geschäftsentwicklung ingegen schät-

zen die Betriebe angesichts der weltweiten

Krise weniger optimistisch ein.

Gut ein Drittel der Befragten befürchten

Umsatzrückgänge in der Zukunft.

i Info

Die aktuelle Ausgabe des WHKT-Konjunkturbarometers

kann kostenlos beim WHKT

angefordert oder im Internet aber als PDF-Datei

heruntergeladen werden:

www.handwerk-nrw.de/aktuelles/

konjunkturbarometer.html

Handwerker schätzen die

Veltins Arena als Tagungsort

Die imposante Veltins-Arena ist ein Besucher-Magnet

– auch wenn der FC Schalke 04 gar nicht spielt.

So trafen sich im Januar die Obermeister des Innungsverbandes

des Dachdeckerhandwerks Westfalen im „Glückauf

Club Flöz Ernst“ zu ihrer Tagung, die traditionell ohne

Tagesordnung abgehalten wird. Fast 40 Obermeister folgten

der Einladung und nahmen an einer Führung durch

das Stadion teil, das längst auch als Tagungsort, Konzertarena

und Messeplatz etc. geschätzt wird. Am 7. Oktober

wird die Veltins-Arena erneut Schauplatz von Handwerkern

sein: Der Fachverband des Elektrohandwerks von Nordrhein-Westfalen

hält seine Innungsversammlung ab.

Hans-Jürgen Muß, Obermeister der Elektroinnung

Gelsenkirchen, erwartet dazu ca. 140 Delegierte.

Qualitätsstandard für Ausbilder

Zum August 2009 wird die Ausbildereignungsprüfung nach

knapp sechsjähriger Aussetzung wieder eingeführt. Das

Handwerk begrüßt diese Entscheidung der Bundesregierung.

„Zu Beginn des nächsten Ausbildungsjahres haben wir endlich

wieder einen verlässlichen Qualitätsstandard für alle Ausbilder

in der Wirtschaft“, so Handwerkspräsident Otto Kentzler.

Berufs- und arbeitspädagogisches Know-how werden im

Handwerk bereits in der Meisterprüfung verlangt.

„Die Qualität, die in der Ausbildung im Handwerk seit jeher

Standard ist, wird nun auch für die übrige Wirtschaft wieder

Pflicht“, unterstreicht Kentzler. Das stärkt das Vertrauen in die

duale Ausbildung und setzt in Europa ein Signal für den hohen

Anspruch des deutschen Berufsbildungssystems. Die Wiedereinsetzung

der Ausbildereignungsprüfung ist Teil des Novellierungsprozesses

der Ausbildereignungsverordnung (AEVO).

4 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Conny Fischer, Sparkasse GE, Fotolia


Splitter

Prämie für 232 Existenzgründer Dieser Ausgabe liegt eine Beilage für die

232 Existenzgründer im Handwerk

haben sich in den Jahren

2007 und 2008 im Münsterland

und in der Emscher-Lippe-

Region mit Hilfe der Meistergründungsprämieselbstständig

gemacht, darunter

49 Frauen.

Von diesen Jungunternehmern

schuf bislang jeder durchschnittlich

4,4 Arbeitsplätze.

Das Land NRW gewährt Handwerksmeistern

beim Schritt in

die berufliche Selbstständigkeit

Sparkasse GE weitet

Kreditgeschäft aus

einen Zuschuss in Höhe von

7.500 Euro. Gefördert werden

Betriebsneugründungen,

Übernahmen und Beteiligungen

in Nordrhein-Westfalen,

bei denen mindestens ein

sozialversicherungspflichtiger

Arbeitsplatz geschaffen wird.

Eine Umfrage unter 171 geförderten

Existenzgründern im

Kammerbezirk zeigt, dass eigenes

Fachwissen und Erfahrungen

die stärkste Motivation

für die Selbstständigkeit sind.

Legten einen positiven Jahresabschluss vor (v.l.): Bernhard Lukas,

Eberhard Breßlein, Stephanie Olbering-Weihs und Michael Klotz.

Von der häufig beschworenen „Kreditklemme“ könne keine

Rede sein, sagte Eberhard Breßlein, Direktor der Sparkasse

Gelsenkirchen, bei der Erläuterung der vorläufigen Zahlen des

Geschäftsjahres 2008.

Denn ein Plus von ca. 31 % (plus 31 Mio. Euro) bei Ausleihungen

an Unternehmen spiegelt deren positive Investitionsneigung

und die „Kreditvergabebereitschaft“ der Sparkasse. Mit einer

Durchschnittsbilanzsumme von 3,44 Mrd. Euro (plus 0,3 %

gegenüber 2007) untermauerte die Sparkasse die Position

als größtes Kreditinstitut Gelsenkirchens. Die Darlehnszusagen

wurden 2008 um 24,5 % ausgeweitet.

„Im Einlagengeschäft haben wir uns am Markt behauptet,

obwohl der Wettbewerb extrem ist“, berichtete Eberhard

Breßlein. Den Zuwachs im Einlagengeschäft (plus 1,6 % auf

2,4 Mrd. Euro) sieht Breßlein auch als Vertrauensbeweis für

die Solidität der Sparkasse Gelsenkirchen.

5

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Für Handwerksbetriebe wird es immer schwieriger, geeignete

Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Nicht nur die

Bewerberzahlen gehen in den nächsten Jahren deutlich zurück,

auch die mangelnde Bildungsqualität macht vielen Handwerksbetrieben

schon heute zu schaffen.

Das zeigen aktuelle Untersuchungen des Instituts Arbeit und

Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen. „Die

Nachwuchsprobleme nehmen zu, vor allem dann, wenn es

nicht gelingt, Schulversagen deutlich zu reduzieren und die

Bildungsqualität ebenso deutlich zu steigern”, so die IAT-

Wissenschaftler Professor Dr. Franz Lehner und Katharina

Rolff.

In einer Befragung, die vom Lehrstuhl für angewandte Sozialforschung

der Ruhr-Universität Bochum und dem IAT in

Kooperation mit den Handwerkskammern Münster, Düsseldorf

und Dortmund unter 1.163 Handwerksbetrieben im

nördlichen Ruhrgebiet durchgeführt wurde, meldeten rund

35 Prozent aller Betriebe, dass sie Schwierigkeiten haben,

geeignete Bewerber mit Hauptschulabschluss zu finden.

Bei Bewerbern mit Realschulabschluss oder Abitur wird

es sogar für 52 Prozent der Betriebe problematisch. Selbst

jene Handwerksbereiche, die als besonders attraktiv gelten,

insbesondere das Elektro- und Metallgewerbe, haben

Splitter

Die Suche nach geeigneten Auszubildenden wird schwieriger

Schwierigkeiten bei der

Rekrutierung.

Besondere Probleme auf der

fachlichen Ebene bereiten

Mathematik und Deutsch.

Computerkenntnisse werden

kaum als Problem benannt.

Bemängelt werden

insbesondere fehlende

Selbstständigkeit, Einsatzbereitschaft

und Kommunikationsfähigkeit,

während

Pünktlichkeit eher selten

ein Problem ist. „Hier zei-

Prof. Dr. Franz Lehner

gen sich generelle Probleme

des deutschen Schulsystems,

seine überkommenen Bildungsstrukturen und

Methoden: Veraltete Unterrichtsformen, überladene Curricula

und starke Selektivität sind wenig geeignet, Selbstständigkeit,

Einsatzbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit zu fördern”,

resümiert Lehner. Obwohl es sich hier in erster Linie

um bildungspolitische Probleme handelt, kann das Handwerk

auch eigene Initiativen entwickeln, um seine Nachwuchslage

zu verbessern, schlagen die Wissenschaftler vor.

6 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Conny Fischer, IAT, Fotolis


Mit verschiedenen Förderprogrammen

rund um

das Thema Energie

engagiert sich die

Emscher Lippe Energie

GmbH (ELE) auch

in diesem Jahr

weiter für Umwelt

und Klimaschutz.Insgesamtstehen

für Investitionen

in Klimaschutz

und

Splitter

ELE-Starterpaket für Jungunternehmer

Innungen stimmen

für gesunde Schule

Sie wird die Berufsschule der Zukunft:

die „Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule (GigS)“.

moderne Technik im Laufe des

Jahres 2009 über 200.000 Euro

zur Verfügung.

Noch ist GigS ein Modellprojekt, doch die Wünsche des Handwerks

werden dafür sorgen, dass eine kontinuierliche Ausweitung

erfolgt. Einige Innungen aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe West haben bereits entsprechende

Beschlüsse zum künftigen Berufsschulunterricht ihrer Auszubildenden

gefasst, weitere Innungen werden folgen. Bei der zügigen

Umsetzung will die Bezirksregierung Münster helfen, wie ihr

Experte Erwin Semelka bei einer Informationsveranstaltung in

den Räumen der KH versicherte. Berichte über die „Gesunde

Schule“ auf den Seiten 8 und 9.

Wegen des langen Berufsschultags erhalten die Auszubildenden ein Mittagessen.

Im Berufskolleg Königstraße kochen Schüler für die Bäckerlehrlinge.

Ein Schwerpunkt ist die Förderung der

Umstellung auf umweltfreundliche

Erdgasheizungen. Hier stehen insgesamt

75.000 Euro für interessierte

Haushalts- und Gewerbekunden zur

Verfügung. Der Förderantrag muss

bis zum 30. Juni 2009 vorliegen.

Weiterhin hoch im Kurs bei den Kunden

ist die Förderung bei der Anschaffung

von Erdgasfahrzeugen: Privatkunden

der ELE erhalten bei Anschaffung

7

eines erdgasbetrieben Fahrzeugs

500 Euro, Gewerbe- und Geschäftskunden

1.000 Euro Zuschuss. Das

Programm Wärmepumpen ist mit

50.000 Euro ausgestattet.

Außerdem fördert ELE Unternehmer,

die sich selbstständig machen

wollen. Das Starterpaket enthält

einen günstigen Stromtarif ohne

Fixkosten, ein attraktives Telekommunikationsangebot

mit 50

Euro Startguthaben und eine umfassende

kompetente Beratung,

die exakt auf die Bedürfnisse des

jungen Betriebes zugeschnitten ist.


Helmut Binder, Obermeister der

Tischlerinnung Bottrop/Gladbeck/

Gelsenkirchen, möchte möglichst

schnell die Auszubildenden in der

gesunden Berufsschule unterrichten

lassen. Erwin Semelka, in der

Bezirksregierung Münster zuständig

für den Modellversuch, zückt

den Terminkalender.

In den Räumen der Kreishandwerkerschaft

in Gelsenkirchen hatte

Semelka zuvor interessierten Handwerksmeistern

den Modellversuch

Ganztagsberufsschule in der gesunden

Schule NRW (GigS) erläutert.

Die Tischler-Auszubildenden in

Bocholt waren 2006 sozusagen die

„Versuchskaninchen“; seit dem Beginn

des Schuljahres 2008/2009 werden

am Berufskolleg Königstraße in

Gelsenkirchen Bäcker, Fleischer und

Systemgastronomen unterrichtet.

Der Konditornachwuchs besucht

ein Berufskolleg in Recklinghausen.

Was ist der Vorteil? „Durch das Modellprojekt

werden Ausbildungshemmnisse

abgebaut, die Auszubildenden

sind statt zwei nur noch einen Tag in

der Woche in der Berufsschule“, erläutert

Erwin Semelka. Das bedeutet:

Die Auszubildenden sind (rein rechnerisch)

pro Jahr zehn Tage länger im

Betrieb, was vom Handwerk begrüßt

Aktuell

„Wann kann ich einen Termin haben?“

wird. „Das ist die Berufsschule der

Zukunft“, sagt KH-Geschäftsführer

Egbert Streich.

Die vorgeschriebenen 480 Unterrichtsstunden

pro Jahr werden dadurch erreicht,

dass die Auszubildenden zehn

Stunden Unterricht pro Tag haben

und zusätzlich zwei Projektwochen

mit je 40 Stunden Unterricht pro

Berufsschuljahr.

Wieso gesunde Schule? Das Konzept

sieht Sport, Bewegung und eine gesunde

Mittagsmahlzeit vor. „Es hat sich

herausgestellt, dass die Aufmerksamkeit

der Schüler nach neun Stunden

Unterricht ohne Pause rapide nachlässt“,

erläutert Semelka, „deshalb findet

der Unterricht zwischen 7 und

16.30 Uhr statt mit einer Mittagspause,

in der alle Schüler gemeinsam essen.“

Das Echo ist

durchweg positiv

Die gemeinsame Mittagsmahlzeit habe

auch einen sozialen und erzieherischen

Effekt. Leibesübungen in der

Klasse, auf dem Stuhl stehend Vorlesen

– nur zwei Beispiele für Bewegung

im Unterricht. „Das entspannt,

aktiviert die Schüler, hat sich als nützlich

herausgestellt“, weiß Semelka.

Helmut Binder,

Obermeister der

Tischlerinnung und

Erwin Semelka (l.)

im Gespräch

Wie geht es weiter? Obwohl der Modellversuch

bis zum 31. Juli 2009 befristet

ist, werden die beteiligten Berufsschulen

weitermachen. Auch neue Klassen

können eingerichtet werden. Geplant

ist zudem eine gesetzliche Verankerung

der neuen Unterrichtsform,

die sich bewährt hat. „Das Echo ist

durchweg positiv“, sagt Semelka,

„Ganztagsunterricht ist eine gute

Lösung.“

Er bot den interessierten Handwerksmeistern

an, sie bei der Realisierung

weiterer Klassen in der gesunden

Schule zu unterstützen. Einige Innungen

in der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe

West haben bereits entsprechende

Beschlüsse gefasst; weitere

werden folgen. Allerdings gibt es

bei der Umsetzung ein Problem:

Die Berufsschulen müssen über die

Möglichkeit verfügen, den gesunden

Mittagstisch anzubieten. Infrage käme

das Berufskolleg in Gladbeck, das laut

Erwin Semelka sehr interessiert ist

und eine Kantine hat.

Ein weiteres Problem: Wer bezahlt das

Essen? Für Semelka ist das freilich

kein Problem: „Die Auszubildenden

können es sich leisten, das selbst zu

bezahlen.“ In Gelsenkirchen bezahlen

sie zwei Euro selbst, 1,50 Euro geben

die Betriebe dazu.

8 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Augustin, Conny Fischer


Norbert Klose

Hannelore Pohl

Aktuell

Putenschnitzel macht fit

für langen Unterricht

Es riecht appetitanregend aus der Küche des Berufskollegs

an der Königstraße in Gelsenkirchen. Es gibt Putenschnitzel,

griechischen Salat und zum Nachtisch eine Quarkspeise.

Das warme Mittagessen ist gut,“ lobt Kevin Dickes (17), der im

ersten Lehrjahr bei der Firma Gatenbröcker den Beruf des

Bäckers erlernt. Der Jugendliche nimmt zusammen mit den

übrigen Bäckerauszubildenden seit Beginn des Schuljahres 2008/

2009 am Modellversuch „Gesunde Schule” teil. Der überwiegende

Teil der Jugendlichen beurteilt den Modellversuch positiv, wie eine

kleine Umfrage während des Mittagessens ergab.

Nur einen Tag in der Woche in der Berufsschule – das findet Kevin Dickes

sehr gut: „Da ist alles an einem Tag weg.“ Das sieht Enrico Janke (23),

der bei der Bäckerei Zipper in GE-Erle in die Lehre geht, genauso,

zumal er lieber im Betrieb ist als in der Berufsschule. Nach einigen

Wochen Unterricht ist es freilich noch zu früh für eine Bewertung

des Modellversuchs, doch Schulleiterin Hannelore Pohl und Bildungsgangleiter

Norbert Klose stehen der Einrichtung durchaus positiv

gegenüber. Noch stehen die Projektwochen aus, danach „können wir

mit den Betrieben eine Auswertung vornehmen“, so Hannelore Pohl.

„Wir verstehen uns als Dienstleister“, sagt Norbert Klose. Das heißt:

Man kommt den Wünschen der Betriebe entgegen.

9


Während die übrigen Handwerker noch nicht so recht

wissen, was ihnen das Konjunkturpaket II an neuen

Aufträgen bringt, reiben sich die Autohändler die

Hände über das verspätete Weihnachtsgeschenk,

das ihnen die so genannte Abwrackprämie beschert.

Die Nachfrage hat deutlich zugenommen“, freut sich

Wilhelm Wagner, stellvertretender Obermeister der

Kfz-Innung Bottrop/Gladbeck, der eine Ford-Niederlassung

betreibt. Weitaus mehr Kunden als sonst haben das

Autohaus aufgesucht und nicht nur geguckt.

Aktuell

Abwrackprämie belebt das Geschäft

„Es wurden zahlreiche Kaufverträge abgeschlossen.“ Und

das nicht nur bei ihm, sondern auch bei den übrigen

Innungsmitgliedern, wobei insbesondere Kleinwagen

gefragt waren.

Die 2500 Euro, die die Regierung zahlt, wenn ein mindestens

neun Jahre altes Fahrzeug verschrottet und gleichzeitig ein

schadstoffarmer Neuwagen (auch Jahres- und Leasingwagen

sind möglich) gekauft wird, sind ein großer Kaufanreiz.

Vor allem für diejenigen Kunden, die sich in absehbarer

Zeit sowieso einen neuen Wagen zulegen wollen.

„Die Abwrackprämie ist ja noch nicht alles“, erläutert Wilhelm

Wagner, „denn wer jetzt kauft, kann noch von zusätzlichen

Rabatten profitieren.“ Der eine Hersteller wirbt mit zusätzlichen

Ausstattungspaketen, die ohne Aufpreis zu erhalten

sind, der andere lockt mit niedrigen bis gar keinen Zinsen.

Und „Vater Staat“ erlässt je nach Modell bis zu 24 Monate

die Kfz-Steuer. Da wandert so mancher Wagen in die

Schrottpresse, der sonst noch für einige Jahre und einige

tausend Kilome-

Wer jetzt kauft, kann

noch von zusätzlichen

Rabatten profitieren

ter gut gewesen

wäre. So trennte

sich auch bei

Wagner ein Kunde

von einem

Ford Mondeo,

der ohne die Abwrackprämie sicher noch nicht die letzte

Fahrt angetreten hätte. 1,5 Milliarden hat die Bundesregierung

für die Umweltprämie zur Ver-

fügung gestellt. Wieviele Anträge

noch gestellt werden können, ist

allerdings nicht abschätzbar.

Wilhelm Wagner:

Die Umweltprämie hat

für deutlich größere

Nachfrage gesorgt

i Info

www.bafa.de

10 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto:Ulla Emig, Stadt Gelsenkirchen


Handwerk profitiert vom Konjunkturpaket

Von den Millionen aus dem Konjunkturpaket II

soll und wird das örtliche Handwerk profitieren.

Bevor in Berlin die endgültigen Beschlüsse über

as Zukunftsinvestitionsgesetz fielen, hatte Gelsenkirchens

Oberbürgermeister Frank Baranowski

bereits die Vertreter des Handwerks ins Rathaus

eingeladen, um mit ihnen über das weitere Vorgehen

zu diskutieren.

Denn es könnte im ungünstigsten Fall für beide Seiten

das Problem auftreten, dass die Millionen gar nicht

zeitgerecht ausgegeben werden können, weil den

Firmen die Kapazitäten fehlen.

Schließlich geht es um: 32,75 Millionen Euro für Gelsenkirchen

(21 Mio. Euro für Bildung, 11,75 für Infrastruktur); 13,4 Millionen

Euro für Bottrop (7,65 Mio Euro für Bildung, 5,76 Mio

Euro für Infrastruktur); 8,34 Millionen Euro für Gladbeck (5,15

Mio. Euro für Bildung, 3,19 Mio. Euro für Infrastruktur).

Egbert Streich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft,

und die eingeladenen Obermeister der Innungen trugen

Oberbürgermeister Baranowski den Wunsch vor, die Maßnahmen

möglichst kleinteilig zu vergeben, damit viele

Handwerksunternehmen zum Zuge kommen. Erhalten sollen

die Aufträge tariftreue Unternehmen in Gelsenkirchen

und in der Region. Generalunternehmer sollten nicht bevorzugt

werden.

Baranowski sagte in dem „konstruktiven Gespräch“ dem Handwerk

zu, dass er – sobald das Geld fließt und das Procedere

feststeht – zu regelmäßigen Kontaktgesprächen einladen

wird. Da bei Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket bis zu

100 000 Euro auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet

wird und die Vergabe „freihändig“ erfolgt, wird die Umsetzung

relativ zügig erfolgen. Die Gelsenkirchener Stadtverwaltung

wird infrage kommende Betriebe ansprechen

und Angebote einholen. Um eine reibungslose Umsetzung

zu erreichen, sollten Handwerksbetriebe Arbeitsgemeinschaften

bilden, damit ihre Einsätze auf den Baustellen

koordiniert und möglichst effizient abgewickelt werden

können.

Die Räte in Gelsenkirchen und Gladbeck haben bereits erste

Beschlüsse über die Vergabe der Gelder aus dem Konjunkturpaket

gefasst. Es geht in erster Linie um Ausbau-, Sanierungs-

und Modernisierungsmaßnahmen in Schulen, also

Arbeit für die Gewerke Sanitär und Heizung, Maler und

Lackierer, Elektro, Dachdecker, Bau.

In Gelsenkirchen steht zudem die Umrüstung der Straßenbeleuchtung

auf der Wunschliste, wobei dabei das örtliche

Elektrohandwerk beim Austausch zum Zuge käme. 13.000

Quecksilberhochdrucklampen müssen bis 2015 ersetzt

werden, weil sie nicht mehr den EU-Normen entsprechen.

Positiver Nebeneffekt: Einsparung von Kohlendioxid und

erheblichen Stromkosten.

Profile

OB Frank Baranowski geht davon aus, dass nach Ostern die

ersten Vergaben für das 19 Maßnahmen umfassende erste

Paket erfolgen können. In einem „zweiten Aufschlag“ hat

die Verwaltungsspitze ein weiteres, umfassenderes Maßnahmenpaket

eingebracht, das mehr als 60 Einzelprojekte

enthält. Diese Maßnahmen sollen im März vom Rat verabschiedet

werden. Es wird also in den nächsten Monaten

für die Handwerksbetriebe viel zu tun geben. Die Maßnahmen

sollen, so der OB, mit einer „möglichst hohen

örtlichen Beschäftigungswirkung umgesetzt werden“.

11

Oberbürgermeister Frank Baranowski

Um eine reibungslose

Umsetzung zu erreichen,

sollten Handwerksbetriebe

Arbeitsgemeinschaften bilden


Alle reden von der Krise - bis sie endlich da ist. Nicht

nur Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer

Münster, warnt vor Pessimismus und unnötigem

Krisengerede, auch örtlichen Handwerkern geht

es gehörig gegen den Strich.

Durch dieses Krisengerede ist jeder verunsichert.

Die Kunden trauen sich nicht, etwas zu kaufen“,

sagt Tischlermeister Hans-Georg Kouker aus Gelsenkirchen-Horst.

„Jeder redet negativ“, pflichtet ihm Frank

Sienert, Obermeister der Maler- und Lackiererinnung

Gladbeck, bei, „das stört mich ganz gewaltig.“ Und Hans-

Jürgen Muß, Obermeister der Elektroinnung Gelsenkirchen,

ist ebenfalls dagegen, alles schlecht zu reden. Im Gegenteil:

Neue märkte

Ständiges Krisengerede verunsichert Kunden

Er rät dazu, jetzt zu investieren. „Wenn man das nötige Geld

hat“, fügt er hinzu. Jetzt habe man weitaus eher die Chance,

aus der derzeitigen Lage etwas Gutes zu machen. Und das

Konjunkturprogramm werde dem Handwerk zusätzliche

Aufträge bescheren, z. B. seiner Branche durch die Verbesserung

der Beleuchtung in Schulen.

„Ich merke gar nicht so viel von einer Krise“, sagt Frank Sienert,

der sich auf hochwertigen Vollwärmeschutz (Fassadendämmung

etc.) spezialisiert hat. Die klassischen Malerarbeiten

Meine

Auftragslage

ist gut

Frank Sienert

seien dagegen rückläufig. Frank Sienert blickt auch deshalb

optimistisch in die Zukunft, weil nach seiner Überzeugung

die Energiepreise wieder steigen werden, und optimale

Wärmedämmung auch künftig gefragt sein wird.

„Uns geht’s verdammt nicht

schlecht“, hält Hans-Georg

Kouker dem allgemeinen Gejammer

entgegen. Es müsse

nicht immer Wachstum geben,

er sei mit seiner derzeitigen

Auftragslage zufrieden.

„Ich kann mich zurzeit nicht

beklagen“, sagt auch Friedrich

Gatenbröcker, stellvertretender

Obermeister der Bäckerinnung

Gelsenkirchen, der

ein eher optimistischer

Mensch ist, allerdings könne

er auch nicht in eine Kristallkugel

blicken und wisse

Friedrich Gatenbröcker

daher nicht, wie es morgen

aussehe. „Der Verbraucher

hält uns die Treue“, sagt Friedrich Gatenbröcker, „und wir gehen

unseren eingeschlagenen Weg weiter.” Er blickt freilich

mit Sorgenfalten zur Nachbarstadt Bochum. Eine Schließung

des Opelwerks hätte erhebliche negative Auswirkungen.

„Dort arbeiten auch zahlreiche Kunden von mir.“

12 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Fotos: Conny Fischer, Ulla Emig


Elektro- und

SHK-Notruf

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Notrufnummern schnell professionelle

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Kontakt

SHK-Handwerk und

Elektro-Handwerk

Fon: 01805-171817

www.kh-emscher-lippe.de/shk

Insolvenzen

kaum verändert

Im vergangenen Jahr ist die Zahl

der Insolvenzen im Handwerk des

Kammerbezirks Münster gegenüber

dem Jahr 2007 von 184 auf

196 gestiegen. Der Anteil zahlungsunfähiger

Handwerksbetriebe an

der Gesamtzahl der Betriebe ist

mit 0,75 Prozent aber fast unverändert

geblieben (2007: 0,72 Prozent).

Nach Angaben der Handwerkskammer

Münster gab es im

Münsterland 126 Insolvenzen (14

mehr als im Jahr 2007). In der Emscher-Lippe-Region

mussten 70

Handwerksbetriebe Zahlungsunfähigkeit

anmelden (zwei weniger

als im Jahr davor). Am stärksten

betroffen war das Bau- und Ausbaugewerbe

mit 82 Insolvenzen,

gefolgt vom Metall- und Elektrogewerbe

mit 54 Insolvenzen.

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Powerfrauen managen das

Powerfrauen sind immer da, wenn’s brennt: Petra Böhlke (l.) ist mitarbeitende Ehefrau im Friseurhandwerk in Bochum und Herne, und Ulrike Fiebig, Geschäftsführerin im

elterlichen Autohaus in Gladbeck. Ulrike Fiebig ist auch Mitglied um UFH-Arbeitskreis Bottrop-Gladbeck.

14 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Objektivpress


Handwerk

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Sekretärin, Empfangsdame,

die gute Seele des Unternehmens und

– ganz nebenbei – Ehefrau, Hausfrau

und meistens auch noch Mutter. Doch

bewusst haben sich die wenigsten Unternehmerfrauen

diesen Fulltimejob

ausgesucht. Sie sind durch die Ehe mit

einem selbstständigen Unternehmer

dort hineingerutscht.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Familienbetriebe,

in denen die Ehefrauen

mitarbeiten, laufen besser. „Wir setzen

uns intensiver für unseren Betrieb

ein, als es ein Angestellter tun könnte.

Eigentlich rund um die Uhr“, bekräftigt

Monika Grawe (58) aus Bochum. Als

ihr Mann sich vor 33 Jahren selbstständig

machte, war klar, dass sie als gelernte

Kauffrau in dem neuen Elektrobetrieb

als volle Kraft mitarbeitet: „Wir

konnten uns anfangs eine Bürokraft

gar nicht leisten“.

Sprung ins kalte Wasser

Der Mann kümmert sich ums Handwerk,

die Frau „managt“ den kaufmännischen

Teil – das ist in 50 Prozent der

Betriebe so. Doch das ist umso schwieriger,

wenn die Ehefrau nicht aus der

Branche kommt. Doris Mühlhoff ist

Schwerpunkt

Multitalente treten zunehmend

aus dem Schatten ihrer Männer

gelernte Erzieherin, als ihr Mann 1997

den Malerbetrieb Friedrich-Wilhelm

Haasen in Bochum übernimmt. „Das

war ein Sprung ins kalte Wasser“, erinnert

sich die 49-Jährige.

Nach nur einem Monat Einarbeit war

sie auf sich selbst gestellt. Von da ab

eignete sie sich alles selbst an, was sie

für die kaufmännische Führung eines

Handwerksbetriebs mit heute 18 Mitarbeitern

brauchte. Im Internet, bei den

Kammern und Unternehmerverbänden

Den mitarbeitenden

Frauen und den

selbstständigen Frauen

im Handwerk zu mehr

Anerkennung verhelfen

Karin Peters, Vorsitzende des NRW-Landesverbandes

der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH)

wurde sie fündig. Belegte Seminare

und ist heute topfit in allen kaufmännischen

Belangen. Doch einen anerkannten

Abschluss hat sie nicht.

„Wenn eine Ehe scheitert oder der Firma

die Insolvenz droht, haben Unter-

15

Powerfrauen im Bochumer Handwerk: Doris Mühlhoff, Claudia Kaltwasser

und Monika Grawe (v.l.).

nehmerfrauen ohne Nachweise auf

dem Arbeitsmarkt wenig Chancen“,

weiß Karin Peters, Vorsitzende des

NRW-Landesverbandes der Unternehmerfrauen

im Handwerk (UFH). 1990

hatte sie den Verband mitgegründet,

der bundesweit im letzten Jahr sein

20-jähriges Bestehen feierte. „Den mitarbeitenden

Frauen und den selbstständigen

Frauen im Handwerk zu mehr

Anerkennung zu verhelfen“, beschreibt

Peters die Zielsetzung bei der Gründung.

80 Prozent davon wurden erreicht: „Ha-

ben früher Ehefrauen ohne Arbeitsvertrag

und soziale Absicherung mitgearbeitet,

so ist das heute die Ausnahme.“

Dennoch: Ebenso wie „Hausfrau“ kein

anerkannter Beruf ist, ist auch „Unternehmerfrau“

kein Berufsbild. Diese


Lücke schließen seit einiger Zeit spezielle

Ausbildungsberufe für Unternehmerfrauen:

„Fachkauffrau Handwerkswirtschaft“,

„Bürokauffrau im Handwerk“

sowie die „Geprüfte Fachwirtin

für kaufmännische Betriebsführung

im Handwerk“. „Darauf sind wir stolz“,

lobt Karin Peters die praxisnahen Angebote,

die auch die Handschrift ihres

Verbandes tragen. 1200 Unternehmerfrauen

sind in NRW in dem Verband

organisiert, der die Interessen seiner

Mitglieder in Deutschland und auch

europaweit vertritt.

Bettina Kusenberg

Von der Meisterfrau

zur Managerin

Bettina Kusenberg aus Bottrop ist „Geprüfte

Fachwirtin für kaufmännische

Betriebsführung im Handwerk“.

14 Monate ließ sich die Ehefrau eines

selbstständigen Elektromeisters jeden

Montag in dem Seminar der HWK

Münster „Von der Meisterfrau zur

Managerin“ weiterbilden. „So bin ich

abgesichert und auf dem neuesten

Stand“, ist die 42-Jährige zufrieden.

Schwerpunkt

Gertrudis Keldenich,

UFH-Arbeitskreis Bottrop-Gladbeck

Sie ist Mitglied im UFH-Arbeitskreis

Bottrop-Gladbeck. Vor 13 Jahren hatte

der damalige Geschäftsführer der KH

Bottrop die Anregung der Handwerkskammer

aufgegriffen und mit seiner

Mitarbeiterin Gertrudis Keldenich in

Bottrop-Gladbeck den Arbeitskreis gegründet.

Die Vorsitzende in Bottrop-

Gladbeck, Brigitte Schneider, ist von

Anfang an dabei. „Gegenseitig stärken

und aktuelle Infos bekommen“, nennt

die 65-jährige Unternehmerfrau die

Hauptaufgaben.

Anregungen aus UFH-Arbeitskreis

Steigende Bürokratiebelastung

„Man muss alles wissen“, bestätigt

Maria Steinbock, mitarbeitende Ehefrau

in einem SHK-Betrieb in Gladbeck.

Aus Vorträgen, die Gertrudis

Keldenich auf Wunsch und in Abstimmung

einmal im Monat organisiert,

nehmen die etwa 30 Frauen im Arbeitskreis

viele Anregungen mit, die

sie in ihrem Betrieb umsetzen. Doch

die Unternehmerfrauen treffen sich

nicht nur wegen harter Fakten. „Auch

um sich regelmäßig mit anderen

Laut einer Umfrage des Landesverbands der Unternehmerfrauen im Handwerk

Niedersachsen unter seinen Mitgliedern sind Unternehmerfrauen am häufigsten

als mitarbeitende Ehefrauen oder Angestellte im Betrieb ihres Mannes tätig.

92 Prozent der befragten Frauen haben Kinder. Über die Hälfte der Mütter hat zwei

Kinder, über ein Fünftel der Mütter hat drei oder mehr Kinder.

Rund 30 Prozent der Befragten haben Kinder unter 13 Jahre, die Hälfte hat die Erziehungszeit

schon hinter sich. Mehr als die Hälfte der Befragten widmet ihrer Aufgabe im

Betrieb des Mannes täglich zwischen vier und acht Stunden, jede Fünfte arbeitet Vollzeit.

Der größte Teil der Unternehmerfrauen, die über ihre Arbeitskreise im Landesverband

organisiert sind, sind zwischen 47 und 56 Jahre alt. In dieser Altersklasse fallen fast

40 Prozent aller Unternehmerfrauen. Über 56 Jahre alt ist jede vierte Unternehmerfrau.

Zur Altersklasse von 37 bis 46 gehören mit 26,7 Prozent ähnlich viele Frauen.

Unternehmerfrauen auszutauschen“,

betont Brigitte Smit, seit 40 Jahren mitarbeitende

Ehefrau im SHK-Betrieb in

Bottrop. Freunden aus anderen Berufen

fehle oft das Verständnis für die

Sorgen und Nöte der mitarbeitenden

Ehefrauen im Handwerk.

Mädchen für alles

„Ihr seid doch selbstständig, euch geht’s

doch super“, bekommt auch Claudia

Kaltwasser häufig zu hören. In der

Tischlerei ihres Mannes in Bochum ist

die gelernte Versicherungskauffrau

„Mädchen für alles, außer für Buch

haltung“. Da es in Bochum und Herne

keine Arbeitskreise der Unternehmerfrauen

im Handwerk gibt, profitiert

die 40-Jährige von den aktuellen

Informationen und Referaten in der

„Tischler-Meisterfrauen-Runde“.

Martina Nählen, gründete den

UFH-Arbeitskreis Gelsenkirchen

Beide Unternehmerfrauen-Organisationen

haben eins gemeinsam: sie

überaltern. Ein Grund für die Nachwuchssorgen:

Zunehmend bleiben

Ehefrauen von selbstständigen Handwerkern

in ihrem gelernten Beruf.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen

Zeiten sind Ehepaare froh, wenn nicht

beide abhängig sind vom Handwerk.

Vielseitige Aufgaben

Trotz des wirtschaftlichen Risikos

sehen die Unternehmerfrauen viele

Vorteile in der Selbstständigkeit: Sie

schätzen die Flexibilität und die Vielseitigkeit

der Aufgaben. Damit werben

die UFH-Vertreterinnen auf Innungsversammlungen.

Dort gewinnen sie

immer häufiger Frauen für ihren Verband,

die das erkannt haben. Die nicht

neben ihrem Mann wirken, sondern

16 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Conny fischer


i

Kontakt

Sich gegenseitig

stärken und aktuelle

Infos bekommen

Der UFH-Arbeitskreis Bottrop-Gladbeck

organisiert den NRW-Landesverbandstag am

20. und 21. März 2009. „Tradition und Innovation

im Handwerk" ist der Titel der Veranstaltung im

Wasserschloss Wittringen in Gladbeck, bei dem

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben die

Festrede hält. V.l.: Bettina Kusenberg, Brigitte

Smit, Maria Steinbock, Gertrudis Keldenich,

Marion Hennecke und Astrid Gaebel.

selbst „der Chef“ sind. Wie Ulrike

Fiebig, die das elterliche Skoda-Autohaus

in Gladbeck übernahm. „Ich bin

dort mit auf- und hineingewachsen.

Ich wollte das, was meine Eltern aufgebaut

haben, erhalten“, sagt die 38-jährige

Kfz-Betriebswirtin, die seit 15 Jahren

im Unternehmen ist.

„Chefin” als Traumjob

Auch Martina Engberding hat als

selbstständige Handwerkerin ihren

„Traumjob“ gefunden: Als klar war,

dass ihr Bruder Bäcker wird, stieg sie

in die elterliche Metzgerei in Gladbeck

ein, die sie inzwischen führt. Ihre Eltern

sind auch noch im Familienbetrieb

und halten der Powerfrau „dem

Rücken“ frei. Denn so ganz nebenbei

ist die 32-Jährige auch noch Hausfrau,

Mutter und als Obermeisterin der Fleischer-Innung

Bottrop-Gladbeck, zu

der zwölf Betriebe gehören – die einzige

weibliche Fleischer-OM in NRW.

Gertrudis Keldenich

Arbeitskreis UFH Bottrop-Gladbeck

KH Emscher-Lippe-West

Fon: 02041-1879-13

E-Mail: keldenich@kh-emscher-lippe.de

Martina Nählen

Arbeitskreis UFH Gelsenkirchen

KH Emscher-Lippe-West

Emscherstr. 44

45891 Gelsenkirchen

Fon: 0209-97081-28

E-Mail: naehlen@kh-emscher-lippe.de

Schwerpunkt

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Diskussion über mögliche Fusionen

sind unter den Mitgliedern

der Innung für Karosserie- und

Fahrzeugbau kein Thema.

„Wir gehören seit Urzeiten zusammen“,

sagt Obermeister

Johannes Lampferhoff.

Schon lange vor dem Zusammenschluss

der Kreishandwerkerschaften

war die Innung für die

Städte Gelsenkirchen, Gladbeck und

Bottrop zuständig und wurde von

Bottrop aus betreut. „Daran hat sich

bis heute nichts geändert“, sagt der

Obermeister. Angesichts der geringen

Zahl der Mitgliedsbetriebe – derzeit

16 – würden eigene Innungen in den

drei Städten auch wenig Sinn machen.

Der harte Kern der aktiven Mitglieder besteht

aus sechs bis sieben Leuten, die

sich, so Lampferhoff schmunzelnd,

bei Bedarf auf Zuruf treffen. Eine

reguläre Innungsversammlung findet

meist gegen Ende des Jahres statt.

Ein wichtiges Thema der letzten Ver-

Innungen

Der harte Kern trifft sich bei Bedarf auf Zuruf

sammlung war der Berufsschulunterricht

für die Auszubildenden. Die

Mitglieder sprachen sich dafür aus,

am Modellversuch „Gesunde Schule“

(siehe Berichte auf den Seiten 8 – 9)

teilzunehmen. Infrage für den Ganztagsunterricht

käme das Berufskolleg

in Gladbeck.

Wir gehörenseit

Urzeiten zusammen

Ausbildung und Auszubildende – das ist

auch ein ständig wiederkehrendes

Thema bei den Treffen der Innungsmitglieder.

Denn es werde immer

schwieriger, geeignete junge Leute

für den Beruf des Karosserie- und

Fahrzeugbauers zu finden, weiß

Obermeister Johannes Lampferhoff,

der nach schlechten Erfahrungen

eigentlich gar nicht mehr ausbilden

wollte, aber schließlich doch noch

einen geeigneten jungen Mann für

seinen Betrieb gefunden hat.

Natürlich ist auch die wirtschaftliche Lage

ein Dauerthema. Besonders schwer

hätten es die Mitglieder, deren täglich

Brot die Reparatur von verunfallten

Pkw ist. Sie müssten auf die Bedingungen

der Versicherungen eingehen, wodurch

die Erlöse weiter schrumpften.

Besser stünden die Firmen da, die sich

auf Sonderanfertigungen spezialisiert

hätten und auf spezielle Kundenwünsche

eingehen könnten. So wie Johannes

Lampferhoff selbst, der in seinem

Betrieb in Gelsenkirchen-Horst neben

Instandsetzungsarbeiten Aufbauten

fertigt, die zum Teil für den Getränkehandel

selbst entwickelt und patentiert

wurden. Auch Aufbauten mit

Sondermaßen werden nach Kundenwunsch

angefertigt.

i

FAKTEN

Johannes Lampferhoff

in seinem Betrieb.

Innung für Karosserie- und Fahrzeugbau

Obermeister: Johannes Lampferhoff

Stellvertreter: Martin Grabosch

Lehrlingswart: Andreas Pophin

18 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Conny Fischer


Ehrenamtliches Engagement – das

ist für Hans-Jürgen Muß, Obermeister

der Elektroinnung Gelsenkirchen,

selbstverständlich. Nach der

Meisterprüfung wurde er in den

Innungsvorstand gewählt, 30 Jahre

war er Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Bei der nächsten Wahl

wird er nicht mehr kandidieren,

denn er weiß das Feld gut bestellt.

In Christian Gerhardt hat er einen engagierten

Stellvertreter. Muß hat die

jüngeren Innungsmitglieder früh in

den Vorstand eingebunden. Was nicht

immer leicht ist, denn junge Betriebsinhaber

seien stark gefordert, wüssten

nicht, ob es ihnen der Betrieb erlaubt,

viel Zeit für das Ehrenamt zu opfern.

„Alle Vorstandsmitglieder leisten aktive

Arbeit“, zollt Muß seinem Team

großes Lob.

Demzufolge zählt die ca. 55 Mitglieder

umfassende Innung zu den aktiven, organisiert

Informationsverstaltungen

und Schulungsmaßnahmen, an denen

auch die Mitglieder der Elektroinnung

Bottrop und Gladbeck teilnehmen, mit

denen man seit vielen Jahren gut

zusammen arbeitet. Auch in der 1995

gegründeten Elektrogemeinschaft

Emscher-Lippe sitzen die Mitglieder

beider Innungen mit dem örtlichen

Energieversorgungsunternehmen

ELE Emscher Lippe Energie GmbH

an einem Tisch.

Ein wichtiges Anliegen der Innung ist der

Ausbau des Elektronotdienstes, aber

auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder.

„Der Installation von Wärmepumpen

und Photovoltaikanlagen

kommt eine immer größere Bedeutung

zu“, sagt Obermeister Hans-Jürgen

Muß, dessen Mitarbeitern schon

zahlreiche Anlagen gebaut haben.

Innungen

Infos, Schulungen und danach ’ne Currywurst

i FAKTEN

Elektro-Innung Gelsenkirchen

Obermeister: Hans-Jürgen Muß

Stellvertreter: Christian Gerhardt

Lehrlingswart: Wolfgang Klein

Beisitzer: Eckhard Benthin, Uwe Klaile,

Gerd Sperling, Udo Tschierske

Ein wichtiges Aufgabengebiet ist der

„E-Check“. „Wir überprüfen, ob in

Gebäuden die Elektroinstallationen

sicher und auf dem neuesten Stand

sind“, erläutert Muß. Ist alles in Ordnung,

profitiert der Immobilienbesitzer

von einer günstigeren Versicherungseinstufung.

Auch das Marketing

zur Gewinnung neuer Kunden werde

immer wichtiger.

Den Innungsmitgliedern rät Muß, sich

die Zeit zu nehmen, die Veranstaltungen

zu besuchen. Sie dienen nicht nur

dem Informationsaustausch, sondern

auch dem gegenseitigen Kennenlernen

bei Bier und Currywurst. Obermeister Hans-Jürgen Muß

19


Marktplatz

Aktive Unterstützung

der „JobPerspektive“

Die Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen unterstützen

aktiv das Bundesprogramm „Beschäftigungszuschuss Job-

Perspektive“.

Zwischen dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in

Nordrhein-Westfalen, dem Westdeutschen Handwerkskammertag

und den Handwerkskammern wurde das Verfahren durch eine

Änderung in den Nebenbestimmungen zu dem Erfolgsprogramm

„Jugend in Arbeit plus“ abgestimmt und ermöglicht.

Um das Arbeitsplatzpotential im gewerblichen Bereich erschließen

zu können, bieten die Fachkräfte der Handwerkskammern

die Akquisition dieser Arbeitsplätze im Handwerk an,

begleiten gleichzeitig den Matching-Prozess und stehen während

der Beschäftigung als Ansprechpartner für die Betriebe zur

Verfügung. Zugrunde liegt insoweit die gleiche Philosophie wie

bei der Initiative „Jugend in Arbeit plus“ und es werden seitens

der Handwerkskammern auch dieselben erfahrenen Personen

wie bei „Jugend in Arbeit plus“ seit Oktober 2008 mit diesen

Aufgaben betraut.

i

Infos

Westdeutscher Handwerkskammertag

Sternwartstraße 27–29, 40223 Düsseldorf

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Harald Bex

Fon: 0211-3007-765, Fax: 0211-3007-900

E-Mail: harald.bex@handwerk-nrw.de.

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Infos

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20 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Fotolia.de, LUEG AG/Bergmann


Marktplatz

LUEG Center in Gelsenkirchen

und Marl bleiben erhalten

Die Mercedes-Benz Center von LUEG in Gelsenkirchen und Marl

bleiben samt der über 40 Arbeitsplätze erhalten. Das Unternehmen

wollte ursprünglich beide Standorte aufgeben.

Jürgen Tauscher,

Vorstandsvorsitzender der LUEG AG.

Jetzt ist die Schließung vom

Tisch: „Wir haben mit den

Betriebsräten konstruktive Gespräche

geführt und sind dabei

zu einem Ergebnis gekommen,

das für unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sowie für das

ganze Unternehmen Erfolg versprechend

ist. Deshalb haben

wir die Chancen für die kommenden

zwei Jahre positiv be-

wertet und beschlossen, an den Centern Marl und Gelsenkirchen

festzuhalten“, erläuterte Jürgen Tauscher, Vorstandsvorsitzender

der Fahrzeug-Werke LUEG AG.

Die Fahrzeug-Werke LUEG AG, der größte Mercedes-Benz

Händler Deutschlands, unterhält im Ruhrgebiet ein dichtes Netz

mit 13 Mercedes-Benz Centern für den Vertrieb und Service von

Pkw und Nutzfahrzeugen mit Stern. Im Rahmen des neuen Unternehmenskonzeptes

wird diese Struktur unter Berücksichtigung

der drastisch verschlechterten Marktsituation im Kfz-Gewerbe

neu ausgerichtet und durch erhebliche Investitionen modernisiert.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen bis zum Jahr 2011 in die Top Ten

der besten Mercedes-Benz Händler Deutschlands und so langfristig

den Erfolg und die Arbeitsplätze bei LUEG sichern“, so Vorstand

Jürgen Tauscher. Nach Aufgabe des alten Standortes Gladbeck ist

ein Neubau geplant: LUEG wird in den kommenden zwei Jahren in

ein neues Center im Raum Gelsenkirchen/Gladbeck investieren,

für das zurzeit mehrere Optionen geprüft werden. „Durch diese

Investitionen werden wir unsere Dienstleistungen weiter verbessern“,

so Jürgen Tauscher.

Friseure gehören jetzt

zu den „Großen Drei“

Der Innungsverband des Friseurhandwerks Westfalen-Lippe und

der Innungsverband Friseur und Kosmetik Nordrhein haben sich

zum 1. Januar 2009 zusammengeschlossen.

21

Der neue Friseur- und Kosmetikverband NRW

hat seinen Sitz in Dortmund.

Bereits seit einige Jahren waren die Gemeinsamkeiten der beiden

Teillandesverbände sehr intensiv. Der Beschluss zur Fusion erfolgte

in den Mitgliederversammlungen der Friseurverbände Westfalen-

Lippe und Nordrhein jeweils einstimmig. Damit ist mit ca. 6.000

Mitgliedsbetrieben, organisiert in zurzeit etwa 50 Innungen, der

mit Abstand mitgliederstärkste Landesverband im Zentralverband

des Deutschen Friseurhandwerks entstanden, der bundesweit ca.

28 Prozent der organisierten Betriebe stellt. Er hat seinen Sitz in

Dortmund. Gemeinsam mit den Innungen, die auf örtlicher Ebene

agieren und dort überwiegend von den Kreishandwerkerschaften

betreut werden, findet sich das Friseurhandwerk auch im Konzert

der übrigen Fachverbände mit den Gewerken Kfz und Sanitär-

Heizung-Klima, unter den „Großen Drei“ der fachlichen Arbeitgeberorganisationen

in Nordrhein-Westfalen wieder.


Marktplatz

Mit Kurzarbeit die

Arbeitsplätze erhalten

„Zu wenig Arbeit für zu viele Menschen – das ist eine Situation,

der sich viele unserer Betriebe zurzeit stellen müssen. Ich bin

daher froh, wenn Betriebe jetzt mit Kurzarbeit anstelle von Entlassungen

reagieren und hoffe, dass aufgrund der geplanten

Änderungen durch das Konjunkturpaket II noch viele Arbeitsplätze

in der Region Emscher-Lippe erhalten werden können“,

so Beate Kostka, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur

für Arbeit Gelsenkirchen.

„Kurzarbeit kann Betriebe jeder Branche und jeder Größe helfen.

Es ist ein wirksames Instrument, um die Krise zu meistern, und

die Arbeitgeber werden von meinen Mitarbeiter/innen über die

Neuerungen informiert“, ergänzt Kostka. Das Kurzarbeitsgeld

hilft, die Lohnkosten schnell zu senken. Die Beschäftigten erhalten

60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns als Kurzarbeitergeld

oder 67 Prozent, wenn ein Kind in ihrem Haushalt lebt.

Die Voraussetzungen und das Verfahren für den Bezug von Kurzarbeitergeld

wurden erleichtert: Bis 2010 werden bei Kurzarbeit

die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber zur Hälfte, bei

der Kombination mit Qualifizierung sogar voll übernommen. Die

bisherige Regelung, wonach mindestens ein Drittel der Beschäftigten

betroffen sein müssen, wird für zwei Jahre ausgesetzt.

Ausreichend ist ein Entgeltausfall von 10 Prozent je Mitarbeiter/in.

Die Antragstellung und das Verfahren werden vereinfacht.

Die Zeit der Kurzarbeit kann zur Qualifizierung genutzt werden.

„Die neuen Fördermöglichkeiten sichern die Wettbewerbsfähigkeit

der Arbeitgeber und –nehmer. Sie sind somit ein wichtiger Beitrag

zur Sicherung des Fachkräftebedarfs“, sagt Agenturleiterin Beate

Kostka. Denn erfahrungsgemäß können gute Fachkräfte bei wieder

ansteigender Auftragslage nicht ohne weiteres neu rekrutiert

werden. Für gering qualifizierte Arbeitnehmer werden die anfallenden

Weiterbildungskosten voll übernommen, für Fachkräfte erfolgt

eine anteilige Erstattung der Weiterbildungskosten.

Bereits vor dem Beschluss über das Konjunkturpaket II hatte die

Agentur für Arbeit einen erhöhten Beratungsbedarf bei den Firmen

festgestellt. Sie bietet deshalb den Unternehmen Informationsveranstaltungen

an. In den nächsten Wochen wird der Arbeitgeberservice

gezielt Arbeitgeber anschreiben und präventiv über

die Möglichkeiten informieren, um Entlassungen vorzubeugen“, so

Beate Kostka.

Und Deine Welt

hat wieder ein Gesicht.

i

Die Agentur für Arbeit berät darüber, welche Möglichkeiten Kurzarbeit

den Betrieben bietet.

Das weit verbreitete Bild, Kurzarbeit werde nur von größeren Unternehmen

genutzt, widerspreche der Realität: Der typische kurzarbeitende

Betrieb ist ein Kleinbetrieb und findet sich nicht nur im

verarbeitenden Gewerbe, sondern auch im Dienstleistungssektor.

Kurzarbeit sei nichts schlimmes, so die Agentur, sie könne im

Moment jeden treffen.

Infos

Agentur für Arbeit, Auskünfte zumThema Kurzarbeit erhalten Arbeitgeber

unter Fon 0209–164 565 (Frau Rinaldi) oder im Internet unter

www.arbeitsagentur.de (Unternehmen> finanzielle Hilfen > Kurzarbeitergeld).

Auskünfte erteilt auch der Arbeitgeberservice, Fon: 01801-664466

(3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz).

„Wer kann denn schon von sich behaupten,

ein ganzes Sortiment an nachwachsenden

Rohstoffen zu verkaufen?“

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22 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Agentur für Arbeit, TK


Sonderzahlungen mit Vorbehalt

Viele Unternehmer gewähren ihren Arbeitnehmern neben dem

normalen Lohn einmalige Zahlungen in Form von Gratifikationen,

Jahresabschlussvergütungen, Jahresleistungsprämien,

Sondervergütungen, 13. Monatseinkommen sowie Weihnachtsgeldern.

Liegt eine Zahlungsverpflichtung des Arbeitgebers aufgrund

eines Tarifvertrages vor, so richten sich die Zahlungsmodalitäten

nach diesem jeweiligen Tarifvertrag.

Will der Arbeitgeber die Zahlungen in der Zukunft absenken

oder sogar ganz einstellen, muss er sich zuvor bei Sonderzahlungen

die Freiwilligkeit der Zahlungen durch einen

entsprechenden Hinweis im Arbeitsvertrag vorbehalten.

Ein solcher Hinweis muss nach der Rechtssprechung des

BAG (10 AZR 606/07) klar und verständlich sein und darf

nicht im Widerspruch zu anderen Vertragsklauseln stehen.

Für die Wirksamkeit kommt es auf den mit der Sonderzahlung

verfolgten Zweck nicht an. Der Arbeitgeber muss

auch nicht jede Sonderzahlung mit einem Freiwilligkeitsvorbehalt

verbinden. Ein klarer und unmissverständlicher

Hinweis im Arbeitsvertrag genügt. Die Sonderzahlung

darf in dem Arbeitsvertrag nicht derart verbindlich zugesagt

sein, dass der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch

darauf hat.

Ein Freiwilligkeitsvorbehalt ist nur bei Sonderzahlungen,

nicht aber bei laufendem Arbeitsentgelt möglich. Zahlt

der Arbeitgeber beispielsweise neben der Lohnzahlung

monatlich eine Leistungszulage in gleichbleibender Höhe,

so handelt es sich bei der Zulage um laufendes Arbeitsentgelt.

Ein Freiwilligkeitsvorbehalt wäre unwirksam, denn

der Arbeitnehmer kann nach der Auffassung des BAG auf

die Beständigkeit der monatlich zugesagten Zahlung vertrauen.

Die Möglichkeit für den Arbeitgeber, die zugesagte

Zahlung grundlos und ohne jede Erklärung einzustellen,

beeinträchtige die Interessen des Arbeitnehmers grundliegend.

Dennoch kann der Arbeitgeber auch bei laufendem Arbeitsentgelt

ein Interesse daran haben, bestimmte Zusatzleistungen

flexibel auszugestalten. Dies ist bei laufendem

Arbeitsentgelt aber nur durch Vereinbarung eines Widerrufvorbehaltes

möglich. Dieser muss folgenden Voraussetzungen

genügen: Dem Arbeitnehmer muss nach dem

Wider- ruf mindestens die tarifliche oder übliche Vergütung

verbleiben; der Widerruf darf höchstens 25 Prozent

der Gesamtvergütung umfassen.

Der Widerruf darf nicht ohne Grund erfolgen. Die vertragliche

Klausel muss die Art der Widerrufsbegründung benennen,

denn es ist für den Arbeitnehmer von Bedeutung,

die Gründe zu kennen, aus denen eine zusätzliche Leistung

widerrufen werden kann. Nur dann kann der Arbeitnehmer

erkennen, was „auf ihn zukommt“. Der Grund

des Widerrufs ist bei der Erklärung auch ausdrücklich

zu benennen.

Recht

EU: Der Urlaubsanspruch

verfällt bei Krankheit nicht

Der Europäische Gerichtshof hat in seinem Urteil vom 20. Januar

2009 entschieden, dass der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers,

der seinen Urlaub bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses

krankheitsbedingt nicht nehmen kann, nicht erlischt,

sondern vom Arbeitgeber abzugelten ist.

Damit werden die Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes

in Frage gestellt, wonach der Urlaubsanspruch bis zum Ende

eines Kalenderjahres, spätestens aber am 31. März des

Folgejahres, erlischt. Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers

bleibt nach dieser Rechtsansicht auch im Krankheitsfall

bis auf weiteres bestehen. Welche Auswirkungen diese

Rechtspraxis auf die Fälle der Urlaubsansprüche aus der

Elternzeit o.ä. hat, bleibt abzuwarten (EuGH AZ C-350/06

und C-520/06).

23

Wer krank wird, dessen Urlaub verfällt nicht. Sagt der Europäische Gerichtshof.

Stress mit dem Bauherren…

… besonders dann, wenn

* Mängel behauptet werden,

* Absprachen unklar sind,

* die Rechnung nicht nachvollziehbar ist.

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Der Arbeitskreis Junger Handwerksunternehmer

bei der Handwerkskammer

Münster hat sich in

„Junioren des Handwerks Kammerbezirk

Münster“ umbenannt.

Mit dem neuen Namen wollen

die ca. 100 Mitglieder deutlich

machen, dass der Arbeitskreis

bei der Kammer und daneben verstärkt

auch bei den Kreishandwerkerschaften

des Münsterlandes und der

Emscher-Lippe-Region präsent sein

möchte. Dachdeckermeister Mike Sternkopf

(Gelsenkirchen) wurde wieder

zum Vorsitzenden und Diplom-Inge-

Unser Vergleichsrechner hilft Ihnen sparen.

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Telefon: (02 09) 78 75 97

Telefax: (02 09) 9 77 39 49

Unter uns

Mike Sternkopf an der Spitze bestätigt

nieur Jan Kramer (Senden) zum stellvertretenden

Vorsitzenden gewählt.

Zum Vorstand der Junioren des Handwerks

gehören weiterhin Gürtlermeister

Xaver Böcker (Drensteinfurt),

Maurermeister Marcus Greive (Sendenhorst)

sowie die neu gewählten

Mitglieder Augenoptikermeister Uwe

Prüsse (Münster), Druckermeister

Sven Vadder (Nottuln) und Kraftfahrzeugmechanikermeister

Stephan

Kober (Senden).

Der Nachwuchs-Verband vertritt innerhalb

der Handwerksorganisation die

Interessen der Jungunternehmer und

Führungskräfte, bietet Weiterbildungen

an und bereitet Juniorunternehmer auf

die Übernahme ehrenamtlicher Aufgaben

vor. Die Altersgrenze liegt bei

40 Jahren. Im Veranstaltungskalender

stehen u.a. ein Umweltforum, Betriebsbesuche

und das „Werkstattgespräch“

mit Politikern.

Unterstützt werden die Handwerksjunioren

von einem Freundeskreis ehemaliger

Mitglieder, die die Altersgrenze

überschritten haben. Geschäftsführer

ist Servaas van der Avoort (Abteilungsleiter

bei der Handwerkskammer in

Münster).

Neue Innungsmitglieder

Friseur-Innung

Britta Franke

Fürstinnenstraße 40,

45883 Gelsenkirchen

Dachdecker-Innung

Fehr Meisterdach GmbH

Industriestraße 40 B,

46240 Bottrop

Innung für Karosserieund

Fahrzeugtechnik

Waldemar Strugar

Hiberniastr. 13 b, 46240 Bottrop

Mike Sternkopf (2.v.r.), Thomas Franz (r.)

und Servaas van der Avoort (l.) hatten

Wolf-Michael Catenhusen (2.v.l.) zu

Gast.

Der stellvertretende Vorsitzende des

nationalen Normenkontrollrates

berichtete den Jungunternehmern

über die Aktivitäten dieses Gremiums,

das die Bundesregierung beim Bürokratieabbau

unterstützt.

Gebäudereiniger-Innung

OPN Objektu.Personalservice

Martin Neroski

Auf dem Hochstück 7,

45701 Herten

Cornel Klaßen

Herkules Gebäudereinigung

Münsterstraße 111,

48155 Münster

24 KH AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: HWK Münster, privat


Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Mulvany

Realschule und Malzer’s Backstube ist unter

Dach und Fach. Ab sofort wird der Bäckereibetrieb

die Realschule im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck

vor allem im Bereich der Berufswahlvorbereitung unterstützen.

Yvonne Abrahams, Berufswahlkoordinatorin der Mulvany

Realschule, erhielt Ausbildungsangebote des

Unternehmens Malzer’s Backstube für den Sommer

2009 zugeschickt. In einem Begleitschreiben stellte der

Bäckereibetrieb eine Zusammenarbeit mit Schulen in

Aussicht und eine Kooperation auf dem Gebiet der

Berufswahlvorbereitung.

Die Mulvany Realschule sucht bereits seit längerem nach einem

größeren Kooperationsbetrieb in Gelsenkirchen. Andrea

van Dillen, die Ausbildungsbeauftragte bei Malzer’s Backstube,

Yvonne Abrahams und Schulleiter Hans-Jürgen

Smula wurden sich schnell einig. Die Kooperation sieht

folgendermaßen aus: In einer jährlichen Informationsveranstaltung

wird sich Malzer’s Backstube in der Schule vorstellen

und Schüler/innen der Abschlussklassen über die

in im Betrieb angebotenen Ausbildungsberufe (Bäcker/in,

Unter uns

Malzer’s Backstube unterstützt Realschüler

SIGGI, die innovative fondsgebundene Rentenversicherung

der SIGNAL IDUNA, macht das Leben leichter.

Denn SIGGI steht für Sicherheit, Rendite und Flexibilität in

einem. Ein Vorsorgekonzept, das Ihnen alle Sorgen

abnimmt – zumindest die großen Sorgen rund um

Ihre Zukunft.

Generalagenturen

Dirk Zagorski & Jörg Kaisers

Gladbecker Str. 24

(Haus des Handwerks)

Tel. (02041) 3754905

Fax (0 20 41) 3 75 49 07

Gut zu wissen, dass es SIGNAL IDUNA gibt.

Hauptagenturen

Marcus Fischer & Markus Lasch

Emscher Str. 44 (KH)

45891 Gelsenkirchen

Tel. (02 09) 9 38 59 20

Fax (02 09) 9 38 59 60

Fachverkäufer/in im Nahrungsmittelhandel, Industriekaufmann

/frau, Fachkraft für Systemgastronomie) informieren.

Anschließend lädt Andrea van Dillen die Schüler zu einer

Betriebsbesichtigung ein; sie können ein freiwilliges Praktikum

bei Malzer’s Backstube in den Ferien absolvieren.

25

Andrea van Dillen, Schulleiter Hans-Jürgen Smula und Yvonne Abrahams

unterzeichnen den Kooperationsvertrag.


23 Fragen an Martina Nählen

Stellv. Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

Am Handwerk schätze ich…

die Vielfalt.

Meinen Beruf liebe ich, weil…

er sehr abwechslungsreich ist und ständig

neue Anforderungen an mich stellt

Mein Traumberuf als Kind war…

Kindergärtnerin oder Lehrerin

Verwaltungsfachwirtin sollte man werden,

weil…

mit der Ausbildung viele Tätigkeitfelder

offen stehen

Meine Mitarbeiter/innen schätzen an mir...

Diese Frage sollte man meinen

Mitarbeiter/innen stellen

Ich schätze an meinen Mitarbeitern/innen…

das Engagement und den fairen

Umgang miteinander

Ich gerate in Rage, wenn…

jemand eine Idee von vornherein

ablehnt

Ich tanke auf, wenn ich…

in meinem Garten bin

In meiner Freizeit…

steht die Familie an erster Stelle

Zuletzt

Martina Nählen

Alter: 44

Beruf: Verwaltungsfachwirtin

Schulabschluss: Fachabitur

Familienstand: verheiratet, 1 Sohn

Sternzeichen: Waage

Hobbys: Lesen, mein Garten und Handarbeiten

Ich lebe gerne im Ruhrgebiet weil…

die Menschen in dieser Region

etwas ganz Besonderes sind

Wenn nicht hier, würde ich am

liebsten leben…

in den Niederlanden

Urlaub mache ich am liebsten in/auf…

den Niederlanden, auf der

Halbinsel „Walcheren“

Auf eine einsame Insel muss mit…

ein Handy, damit mich jemand

schnell wieder abholt

Mein größtes Laster ist…

meine Ungeduld

Drei Dinge, dich ich am meisten

hasse, sind…

Ungerechtigkeit, Intoleranz

und Rassismus

Drei Wünsche, die mir die Fee erfüllen

soll, sind…

Gesundheit, Frieden und ein

Quäntchen Glück

Meine Lieblingsbücher sind…

Krimis

Dessauerstr. 62 · Gelsenkirchen · Tel. 02 09/9 23 50 91 · Fax 02 09/9 23 50 96

Im Theater/Kino/TV sehe ich

mir am liebsten an …

Vorführungen oder Filme an,

die mich zum Lachen bringen

Für einen Tag möchte ich in die Haut…

von Frau Schavan schlüpfen und

mehr Mittel für die Bildung unserer

Kinder einsetzen

Mein Vorbild ist…

mein Vater

Mein Lebensmotto ist...

Es gibt kein Problem, das nicht

gelöst werden kann

Als Henkersmahlzeit lasse ich

mir auftischen …

eine Currywurst (das esse ich sonst nie,

weil ich Lebensmittel-Allergikerin bin)

Impressum

KH Aktuell – Offizielles Magazin

der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West

Herausgeber:

Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West

Emscherstr. 44 · 45891 Gelsenkirchen

Tel: 0209-970810

Gladbecker Str. 24 · 46236 Bottrop

Tel: 02041-18790

Verlag:

RDN Verlags GmbH & Co. KG

Fachverlag für Wirtschaftspublizistik

45657 Recklinghausen

Telefon 02361-490491-10

Telefax 02361-490491-29

www.rdn-online.de

E-Mail: redaktion@rdn-online.de

Chefredaktion:

Stefan Prott

Redaktion:

Egbert Streich (verantw. für den Inhalt)

Karl F. Augustin, Sabine Strohmann

Anzeigen:

Bernd Stegemann

Telefon 02361-9061145

Telefax 02361-5824190

E-Mail: b.stegemann@rdn-online.de

Titelbild:

Frank Dieper

Gestaltungskonzept und Layout:

Dirk Pleyer, Lars Morawe

Satz und Lithografie:

Typoliner Media

Druck und Vertrieb:

Silber Druck, Niestetal

Bezugsbedingungen:

Für die Innungsmitglieder ist der

Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Einzelbezug über die

Kreishandwerkerschaft ELW zum

Preis von 2,– Euro.

Erscheinungstermin:

Vierteljährlich – März, Juni, September,

Dezember

Anzeigenschluss:

Jeweils am 15. des Vormonats. Es gilt

die Anzeigenpreisliste Nr. 13.

Nachdruck – auch auszugsweise –

nur unter Quellenangabe und mit

Belegexemplar an den Verlag.

26 KH

AKTUELL // Nr. 101 // 1/2009

Foto: Conny Fischer

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