visàvis Economy, Beilage der WirtschaftsWoche, Prof. Dr. Stefan ...

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TitelthemaNachhaltigkeitGastbeitragDr. Cornel WisskirchenMitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland und des Management Commitee Deutschland, Deutsche Bank AG.Erfolgsmodell FamilienunternehmenKAPITAL Auch in bewegten Zeiten haben sich Familienbetriebe als Stütze der deutschen Wirtschaft bewährt.Um künftiges Wachstum zu sichern, sollten Unternehmen ihre Finanzierungsbasis verbreitern.Das klassische Unternehmertum prägtdie deutsche Wirt schaft. 95 Prozent allerBetriebe werden von Familien kontrol liertoder geführt. In der Krise haben sich Familienbe triebe als Stütze für den Arbeitsmarktbewährt. Laut aktuellem Mittel standspaneldes Bundesverbands der DeutschenIndustrie (BDI) haben zwei Drittel der befragtenUnternehmen trotz der schwie rigen wirtschaftlichen Lage keine Stellen abgebaut.Beispielhaft ist die Stellung der Unterneh men mit einem Umsatz von über 50Millionen Euro. Sie schaffen überproportionalviele Arbeitsplätze und investierenvergleichsweise stark in die Forschung undEntwicklung. Auch bei der Ren ta bilität desGesamtkapitals haben sie die Nase vorn. Zudiesem Ergebnis kommt die jüngst veröffentlichteStudie „Die größten Familien unterneh men in Deutsch land“ von BDI und Deutscher Bank.Voraussetzung für eine hohe Robustheit gegenüber Kon junkturschwankungenist die ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital.Viele Unternehmen hatten in Zeiten des Auf schwungs vorgesorgtund waren damit für die aktuelle Krise besser gerüstet.Im beginnenden Aufschwung sichert eine angemessene Eigenkapitalquote jetzt den Zugang zu Krediten, um künftiges Wachstumzu finanzieren. Das ist wichtig, denn Aufträge ver ursachenzunächst Finanzierungsbedarf. Trotz der in der Breite unbestreitbarenFort schritte besteht bei einer erheblichen Zahl vonUn ter neh men Handlungsbedarf – immer noch oder wieder(durch krisenbedingte Rück schläge). Für den gehobenen Mit telstandsind hierbei der Kapitalmarkt oder Private-Equi ty-In vestoreneine Option. Viele Unter neh men scheuen jedoch unverändertdiesen Weg, weil sie sich den Investoren stärker öffnenmüss ten.Eine Alternative bieten zwar grundsätzlich öffentliche Förderprogramme mit Eigenkapitalcharakter. Da diese aber in meistnur kleineren Losgrößen bereitgestellt werden, sind sie für denbreiten Mittelstand vielfach nicht ausreichend. In der Ver gangenheitstellten Programm-Mezzanine-An ge bote eine weitereOp tion im mittleren Losgrößenbereich dar. Nachdem dieseAngebote durch den Zusammenbruch des Verbriefungsmarktesjedoch zum Erliegen gekommen sind, bestand hier bis vor kurzemeine Lücke. Hier setzt der neue „Mittelstandsfonds fürDeutsch land“ an, den die Deutsche Bank als Ankerinvestor mitM Cap initiiert hat. Zielgruppe sind Un ternehmenmit einem Umsatz bis zu 100 MillionenEuro. Der Fonds bietet ihnen zu attraktivenKonditionen Ge nussrechtskapitalzwischen zwei und zehn Millionen Euro an.Auf der Fremdkapitalseite ist der Bankkreditunverändert von zentraler Bedeutung.Wichtig für die Kreditnehmer ist ein verlässlicherPartner, der ausreichend Liquidität bereitstellt.Der deutsche Mittelstand ist da beiim Vorteil. Als stabilisierender Faktor erweistsich das hierzulande typische Hausbankensystem, urteilt die Stiftung Fa mi lienunternehmen.Eine Bank, die das Ma nagementeines Unternehmens einschätzen unddas Geschäftsmodell gut nachvollziehenkann, ist auch in schwierigen Zeiten eherbereit, das Risiko einer Kreditvergabe einzugehen.Die Deut sche Bank hat zuletzt dasVolumen ihrer Unter nehmenskredite und die Zahl ihrer Kun denge gen den Trend gesteigert.Wird ein Emissionsvolumen von mindestens 75 bis 100 MillionenEuro erreicht, sollten der Anleihemarkt oder Pri vat plat zierungenals Alternative geprüft werden. Denn Banken unterliegenbei der Ver gabe vielen Auflagen und Restriktionen. Andere Geldgebersind etwa in der Lage, bestimmte Risi ken günstiger zu bewerten.Kapitalmarkt-Finan zie rungen können Laufzeiten von 15Jahren erreichen – beim Kredit ist das nicht möglich. Deut lichesWachs tum gab es im Mittelstand zuletzt bei Un ter neh mens anleihen.Wer ein transparentes Zahlenwerk, eine bekannte Marke,gute Bo nität, ein gutes Rating und ein überzeugendes Ma nagementvorweisen kann, sollte den Einstieg ernsthaft prüfen.Angesichts der wachsenden Zahl von Finanzierungs möglichkeiteninklusive der öffentlichen Förderprogramme brauchenMittelständler kompetente Partner, die bei der Auswahl undUmsetzung des passenden In struments unterstützen. Die Hausbankübernimmt hier eine zentrale Rolle: Haben doch Un ternehmenohne eine solche vertrauensvolle Verbindung mituntergar Probleme, an öffentliche Kreditmittel zu kommen. Schließlichbraucht es eine Bank, die die Gelder beantragt und das Risikomitträgt.Ziel aller Beteiligten muss es sein, eine gesunde Finan zierungsstruktur für die Zukunft zu realisieren, die deutlich brei teraufgestellt ist als vielfach heute gegeben. Weitere Informationenim Internet unter: www.firmenkunden.db.com10visAvis economy 03/10


TitelthemaNachhaltigkeitNur was nachwächst, hat ZukunftVERANTWORTUNG Nicht nur bei den Rohstoffen, sondern auch bei der Herstellung vonVerpackungslösungen sollten Hersteller auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen setzen.© iStockphotoWas vor rund 60 Jahren mit der Entwicklungeiner tetraederförmigen Sahneverpackungbegann, ist heute fester Bestandteildes täglichen Konsums: Tetra Pakhat mit seinen Kartonlösungen den Marktfür Lebensmittelverpackungen nachhaltigverändert. Auch beim Thema KlimaundRessourcenschutz sieht sich das Unternehmenin der Pflicht. Der weltweit führendeAnbieter von Verarbeitungs- undVer packungslösungen für Lebensmittelhat sich bereits früh der Bewahrung einerintakten Umwelt verschrieben und diesesAnliegen in seinem Leitsatz „Schützt, wasgut ist“ fest verankert.In der Praxis bedeu tet dies, dass anjeder Stelle der Produktionskette so ressourcenschonendwie möglich vorgegangenwerden muss. Die Strategie wird bereitsbei der Rohstoffgewinnung deutlich:Das Material für Kar tonver packungenbesteht überwiegend aus dem nachwachsendenRohstoff Holz aus verantwortungsvollbewirtschafteten Wäldern.Dies ist wichtig. Denn nur wenn die Wälderkonsequent und regelmäßig wiederaufgeforstet werden, können sie ihre Aufgabeals natürliche CO 2 -Speicher erfüllenund einen wertvollen Beitrag zum Klimaausgleichund zur Verminderung des Treibhauseffektsleisten.Nicht nur bei den Rohstoffen, sondernauch bei der Herstellung seiner Verpackungslösungenmacht sich Tetra Pakfür die Umwelt stark. Die Anlieferung desRohkartons zu den beiden deutschen Produktionswerkenerfolgt mit den umweltfreundlichenTransportmitteln Schiff oderBahn. In seinen beiden Produktionswerkenin Limburg und Berlin sowie in der HochheimerZentrale bezieht das UnternehmenStrom aus Wasserkraft. Insgesamt verringerteTetra Pak seinen jährlichen CO 2 -Aus stoß damit um rund 30.000 Tonnen.Weitere Investitionen fließen darüber hinausin energieeffiziente Verpackungs- undAbfüllmaschinen sowie in eine moderneInfrastruktur. Ein Beispiel: Die neue Hallenbeleuchtungund -belüftung am ProduktionsstandortBerlin spart dank modernerTechnik pro Jahr etwa vier MillionenKilowattstunden Strom.Schon im Jahr 2005 hatte sich TetraPak vorgenommen, die Kohlendio xide missionenbis 2010 weltweit um insgesamtzehn Prozent zu senken. Dies entsprichtei ner Reduktion von 140.000 TonnenTreib hausgasen pro Jahr. Das Unter nehmenkonnte das Vorhaben ver wirklichen– und setzt sich neue Ziele. Bis 2011 willman in Kooperation mit dem World WideFund For Nature (WWF) ein „Low Carbon“-Businessmodellentwickeln und soneue Impulse für eine klimafreundlichereIndustrie geben. Mit der Umwelt schutzorganisationarbeitet Tetra Pak seit 2006zusammen. Als weltweit elf tes Unter nehmenwurde der Verpack ungs spezialist damalsvom WWF in das ambitionierte Programm„Climate Savers“ auf genommen.Wichtige Ziele der Ko ope ration sind derErhalt wertvoller Wald ressourcen, dieverstärkte Nutzung er neu erbarer Energienund die Senkung der CO 2 -Ausstöße.„Die Zusammenarbeit ist Be leg und Bekenntnisdafür, dass wir es mit dem Klima-und Ressourcenschutz ernst meinen“,so Dr. Heike Schiffler, Direktorin Um weltund Kommunikation der deutsch-schweizerischenTetra-Pak-Gruppe. „Wir sinddavon überzeugt, dass die Redu zie rungvon Emissionen nicht nur der Um weltnützt, sondern auch wirtschaftlich sinnvollist. Denn langfris tig wer den nur dieUnternehmen Erfolg haben, die Öko nomieund Ökologie sinnvoll miteinander inEinklang bringen kön nen.“ Wei tere Informationenfinden Sie im Internet unter:www.tetrapak.de12visAvis economy 03/10


TitelthemaNachhaltigkeitSustainability Congress 2010Ende April traf sich die Finanz- und Ver si cherungsbranchewieder zur Diskussion desThe mas „Nachhaltigkeit“. Fazit der Ver an stalter:Die Branche hat Chancen auf einen Aufschwung– wenn es ihr gelingt, das Vertrauender Verbraucher zurückzugewinnen.VISAVIS.TV – „Nachhaltigkeit“Vom 26.04.2010 bis 02.05.2010 strahltVISAVIS.TV seinen aktuellen Themenfilm aufHandelsblatt.com aus. Teilnehmer sind dieBayernLB (Thema Erneuerbare Energien) unddie Genesis Invest AG (Thema NachhaltigeInvestments). www.visavis.de/tvProjektfinanzierung | Schubkraft für erneuerbare EnergienMit Rückenwind auf WachstumskursKOMPETENZ Die HypoVereinsbank/UniCreditfinanziert Projekte, die auf ErneuerbareEnergien setzen. „Wind und Solar spielen diegrößte Rolle“, betont Tim P. Jungblut.Deutschland gehört zu den wichtigstenMärkten für die Produktion von Energie auserneuerbaren Quellen. Die Windenergiespielt dabei aktuell mit einer installiertenLeistung von rund 26 Gigawatt (GW) diegrößte Rolle. Für die Zukunft wird von Expertenfür die Windenergie allein inDeutschland ein stabiler Zuwachs vondurchschnittlich zwei GW pro Jahr erwartet.Die HypoVereinsbank/UniCredit zählt hierzulandezu den führenden Banken im Hinblickauf die Finanzierung von Projekten imBereich der Erneuerbaren Energien. Sie hatdie ersten Windenergieanlagen (WEA) bereitsEnde der 80er Jahre finanziert. „Aktuellhaben wir ein Portfolio mit einem Finanzierungsvolumenin Höhe eines mittleren einstelligenEuro-Milliardenbetrages im Bestand“,erläutert Tim P. Jungblut, bei der HypoVereinsbank/UniCreditverantwortlich fürStrategie und Business Development imSektor Erneuerbare Energien. „Windenergiehat daran den größten Anteil, aber auch diePhotovoltaik spielt für uns eine zentrale Rolle.“Vor allem in diesem Bereich will das Unternehmenkünftig wachsen.Jungblut weiter: „Darüber hinaus finanzierenwir Projekte in den Bereichen Biogasund -masse. Hierbei ist uns unter anderemein nachhaltiges Wärmekonzept wichtig.Geothermie-Vorhaben schauen wir uns nacherfolgreicher Bohrung an, wenn Gewissheitüber eine ausreichende Wassertemperaturund Schüttung besteht.“Stabile Cashflows über lange Finanzierungszeiträumesind für Banken bei Projektfinanzierungenbesonders wichtig. Davon hängtdie Fähigkeit des Projektes ab, den notwendigenKapitaldienst (also Zins und Tilgung)zu erwirtschaften. Bei der HypoVereinsbank/UniCreditstehen den Kunden versierteSpezialisten in regionalen Kompetenzzentrenfür Erneuerbare Energien zur Verfügung.Bereits ab einem einstelligen Millionenbetragwerden individuell strukturierteProjektfinanzierungen ohne weiteren Rückgriffauf die Investoren („non-recourse“)durchgeführt. Weitere Informationen im Internetunter: www.hvb.de/erneuerbare-energien sowietim.jungblut@unicreditgroup.dekeits management in seinem Anspruch deutlichüber die Unternehmensgrenzen hi naus.So kann die nachhaltige Gestaltung von Lieferketten hohe Wertschöpfungs- und Kos ­ten senkungspotenziale ent falten, be deu tendeEin kaufsrisiken senken und Anlass fürInnovationen sein. Nicht nur eine nachhaltigeEntwicklung der Organisation stehthierbei im Fokus.Entscheidend ist, innovative nachhaltigeWertangebote zu schaf fen, die durch ihreÜberzeugungskraft im Markt, bei der Politikund in der Gesellschaft existierendenicht nachhaltige Produkte, Dienstleistungenund Unternehmen ver drängen. So hatNachhaltigkeit wie kaum ein anderes Themadie Kraft, Märkte und Marktrahmenbedingungenfundamental zu verändern. DiesesPotenzial zu identifizieren und die entsprechendenProzesse zu managen, wirdzunehmend wettbewerbsrelevant. Bei derUm setzung des Nachhaltigkeitsmanagementsfehlt oft das notwendige Know-how,den „Business Case for Sustainability“ griffigzu formulieren und umzusetzen. DieKom plexität der Nach hal tig keitsthematikstellt neue Herausforderungen. Wer „businessas usual“ betreibt und lediglich unkoordiniertmal hier, mal dort eine UmweltoderSozialmaßnahme ins Tätigkeitsspektrumeinstreut, handelt weder zeitgemäßnoch wirtschaftlich effizient. Ein zukunftsweisendesWirt schaften bedeutet, unternehmerischeVerantwortung ins Kern geschäfteinzubinden. Hierzu ist eine Professionalisierungdes Nach haltigkeitsmanagementserforderlich. Nur wenn Nachhaltigkeitkonsequent in der Geschäftsidee, derUnter neh mens phi lo sophie und in allenGeschäftsbereichen umgesetzt wird, kanndas Nachhaltigkeitsmanagement auch seineökonomische Wirkung voll ent falten. Professor Stefan Schaltegger14visAvis economy 03/10

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