Es muss nicht immer eine Pneumatische sein

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Es muss nicht immer eine Pneumatische sein

TECHNIK

dlz-Dauertest

Im direkten Vergleich mit einer

herkömmlichen Schleppscharmaschine

konnten wir um vier bis sieben Prozent

bessere Feldaufgänge bei Weizen

und Gerste ermitteln.

Auch die mögliche Fahrgeschwindigkeit

ist hoch. Durch die satte Tiefenführung

sind bis zu 12 km/h kein Problem,

wenn das Saatbett einigermaßen

feinkrümelig ist.

Auf manchen Teilstücken hätten wir

mit mehr Schardruck sogar noch

schneller arbeiten können.

... aber mit Einsatzgrenzen

Bis in den Oktober hinein sind wir mit

der Saphir auf den unterschiedlichsten

Lagen und Böden gut zurecht gekommen.

Im feuchten Spätherbst sind die Schare

aber auf bindigen Böden an ihre

Grenzen gelangt. Nachdem außen an

Mit dem gut zugänglichen Hebel an

der linken Maschinenseite lassen sich

die Bodenklappen in sechs Stufen auf

Raps, Getreide, etc. vorwählen.

Einfache Lösung, aber leider sehr

schwergängig: Zum Abdrehen werden

die auf der Welle sitzenden Entleerklappen

über zwei kurze Hebel umgelegt.

Technische Daten

Abmessungen/Gewichte

Arbeitsbreite 3,00 m

Anzahl Reihen 24 St.

Reihenabstand 12,5 cm

Saattank-Inhalt 800 l

Befüllhöhe – Unterkante 155 cm

Leergewicht m. Zubehör 970 kg

Gewicht Kreiselegge Zirkon 9 1470 kg

Preis der Testmaschine 1)

Saphir 7/300 mit Rollschare (24 St.) 24 580 DM

Spuranreißer 2 700 DM

hydr. Hublift 1 760 DM

Überladesteg 150 DM

Gesamtpreis 1) 28 190 DM

Sonderausstattung

Kreiselegge Zirkon 9 (mit Walze) 17 800 DM

1) Listenpreis zzgl. Mehrwertsteuer

Über das stufenlose Dosierradgetriebe

ist die Aussaatmenge problemlos einzustellen.

Wer sorgfältig abdreht, erreicht

eine gute Ausbringgenauigkeit.

Hier ist Geduld und Fingerspitzengefühl

angebracht: über die roten Schiebestifte

werden die dreiteiligen Dosierräder

auf Raps, Getreide, etc. umgestellt.

den Scheiben Abstreifer fehlen, kann

sich feuchter, loser Boden mit hochziehen.

Und da der Scharschritt von vorderer

zu hinterer Säreihe eben sehr

kurz ist, fällt das Erdmaterial der hinteren

Scheiben auf die vorderen.

In kürzester Zeit baut sich das Ganze

so zu, dass man absteigen und ausputzen

muss. Wenn diese feuchten Passagen

keine Einzelfälle auf dem Schlag

sind, ist störungsfreies Arbeiten nicht

möglich.

Das Problem wurde an unserer Maschine

sicherlich auch durch den engen

Scharabstand von 12,5 cm verstärkt.

Daher unser Rat für problematische

Standorte: weniger Schare montieren,

um den Reihenabstand zu vergrößern.

Echten Striegel gibt es nicht

Bislang verzichtet Lemken auf einen

echten Saatstriegel. Das ist bedauerlich.

Denn gerade auf den schwereren

Lagen können nachlaufende Zinken

das Verschlämmen der rückverfestigten

Saatfurche verhindern.

Und bei der ganz flachen Saat zu Roggen

oder Triticale hilft der Striegel, das

Saatgut nur leicht zu bedecken.

Die bislang lieferbaren Striegelelemente

werden einzeln hinter jede

zweite Laufrolle per Klemmhalterung

fixiert. Das erschwert das schnelle

und flexible Einstellen auf die momentanen

Verhältnisse. Außerdem

sollte man die simple L-Form der Zinken

noch verbessern.

Genaue Dosierung

Das Einstellen der Aussaatmenge haben

die Techniker komfortabel gelöst. Die

beiden Stellhebel für die Bodenklappen

und das stufenlose Getriebe sind seitlich

gut erreichbar montiert.

Zum Abdrehen müssen dann nur die

Abdrehklappen über zwei kurze Hebel

umgelegt werden. Die beiden geteilten

Auffangrinnen lassen sich

komfortabel seitlich einschieben und

zum Entleeren herausziehen. Das

Ganze geht ohne Verrenkungen – so

muss es sein.

Sowohl im Feld als auch auf dem Prüfstand

hat die Saphir mit guter Ausbringgenauigkeit

gefallen. So konnten

wir bei Weizen und Gerste maximal

zwei Prozent (zwischen zwei und vier

kg/ha bei 130 bis 200 kg/ha Aussaatmenge)

Abweichung zwischen Sollund

tatsächlich ausgebrachter Menge

feststellen.

Auch bei der Querverteilung schneidet

die Saphir gut ab. Mit akurat justierten

Bodenklappen konnten wir folgende

Werte ermitteln:

66 dlz 9/2001

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