Untersuchung der Prävalenz und der klinischen Bedeutung von ...

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Untersuchung der Prävalenz und der klinischen Bedeutung von ...

Maculae staticae (Macula sacculi und Macula utriculi) und auf den Cristae ampullares. Die

Sinneszellen der Maculae staticae sind eingebettet in eine gallertartige Otolithenmembran, auf

deren Oberfläche sich kleine Kalziumkarbonatkristalle befinden (Otolithen). Die Macula

utriculi steht waagerecht und die Macula sacculi senkrecht. Beide reagieren auf lineare

Beschleunigung, indem die Sinneszellen der Maculae durch Verlagerung der Otolithen

abgelenkt werden und damit ihren spezifischen Reiz erfahren.

1.2.1 Bogengangsapparat

Die häutigen Bogengänge sind unter Einbeziehung des Utriculus als ein kreisförmiges

Gebilde anzusehen. In den Ampullae der Bogengänge befindet sich die Crista ampullaris –

das eigentliche Sinnesorgan. Ihr sitzt die gallertartige Cupula auf, welche die Bogengänge

endolymphdicht verschließt. Sie reagiert auf Bewegungen der Endolymphe, die sich in

diesem ringförmigen System befindet. Die Trägheitsströmung der Endolymphe führt zu einer

Verschiebung der Cupula. Die dadurch erfolgende tangentiale Ablenkung der Sinneshaare

stellt den adäquaten Reiz für die Sinneszellen dar. Diese Reaktion wird durch

Drehbeschleunigungen des Kopfes, aber auch durch thermische und mechanische Reize

ausgelöst.

1.3 Bildgebung des Innenohrs

Methodische und technische Entwicklungen in der Computertomographie (CT) und

Magnetresonanztomographie (MRT) des Felsenbeins und Hirnstamms haben in den letzten

Jahren zu neuen diagnostischen Möglichkeiten geführt (Casselmann JW et al., 1993; Jäger LJ

et al., 1994; Branstetter BF 4th et al., 2006). Die Anwendung von schnellen und

hochauflösenden Sequenzen in der MRT ermöglicht die zunehmend differenzierte

Beurteilung dieser Region. Die MRT - Darstellung des Os temporale in der klinischen

Diagnostik umfasst die peri- und endolymphhaltigen Räume des Labyrinths und die nervalen

Strukturen des VII. und VIII. Hirnnerven im Felsenbein.

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