11Ausgabe - LIV Baden- Württemberg

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11Ausgabe - LIV Baden- Württemberg

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des Schornsteinfegerhandwerks

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Aus dem Inhalt

48. LIV-Tag in Bad Boll 3

Wir danken unseren Ausstellern 10

Im Blickpunkt 12

Der LIV informiert 14

Technische Informationen 16

Aktuelles aus den Innungen 18

Presseinformationen 21

Die aktuelle Seite 23


11/2010 48. Landesinnungsverbandstag in Bad Boll

Gemeinsames Handeln

im Mittelpunkt

Auszüge aus der Rede des Präsidenten des Landesinnungsverbandes Baden-

Württemberg Franz Klumpp zur öffentlichen Veranstaltung des LIV-Tages

Meine sehr verehrten

Damen und Herren,

verehrte Gäste,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit eröffne ich die öffentliche Veranstaltung

im Rahmen des 48. Landesinnungsverbandstages

des SchornsteinfegerhandwerksBaden-Württemberg

und heiße Sie alle im Namen des

Vorstandes des Landesinnungsverbandes

recht herzlich willkommen.

Da eine große Anzahl von Ehrengästen

und prominenten Persönlichkeiten

unserer Einladung gefolgt sind, hoffe

ich, dass Sie dafür Verständnis haben,

dass ich, bis auf wenige Ausnahmen,

auf eine namentliche Begrüßung verzichte.

In der ausliegenden Gästeliste sind alle

Ehrengäste aufgeführt, die unserer

Einladung gefolgt sind. Sie sind uns

heute alle herzlich willkommen.

Als Vertreter der Gemeinde Bad Boll

begrüße ich sehr herzlich den Bürgermeister

Hans-Rudi Bührle in unserer

Mitte.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister wir

durften Sie am vergangenen Dienstagabend

besuchen und möchten Ihnen

noch einmal in Namen aller Teilnehmer

recht herzlich für den sympathischen

und offenen Empfang danken.

Wir hoffen, dass Sie sich im Kreise der

Schornsteinfeger wohl gefühlt haben

und auch heute wohlfühlen. Herzlich

willkommen in unserer Mitte.

Sehr herzlich begrüße ich den ersten

Landesbeamten des Landratsamts

Göppingen, Herrn Ulrich Majocco,

hier in unserer Mitte. Sie vertreten eine

sehr schöne Region und wir haben

uns hier in den letzten Tagen sehr

wohl gefühlt. Danke dass Sie bei uns

sind.

Leider können wir heute keinen politischen

Vertreter begrüßen. In dieser

Woche ist in Stuttgart im Landtag Sitzungswoche

und heute findet eine Plenarsitzung

stattfindet.

Aus diesem Grunde haben sich sowohl

der Staatssekretär und Mitglied

des Landtags Dr. Dietrich Birk und

das Mitglied des Landtags Wolfgang

Stehmer entschuldigt. Beide haben

mich gebeten freundlichste Grüße an

die Anwesenden zu übermitteln und

wünschen der Veranstaltung einen guten

Verlauf.

Vom Wirtschaftsministerium Baden-

Württemberg begrüße ich Herrn Galuska.

Es freut mich sehr, Sie, Herr Galuska,

bei uns begrüßen zu dürfen.

Ganz besonders freue ich mich die

Teilnehmer an der anschließend stattfindenden

Podiumsdiskussion mit der

Moderatorin Frau Tanja Fies begrüßen

zu dürfen. Die Zusammensetzung der

Runde verspricht einen regen Meinungsaustausch.

Herzlichen Dank

schon im Voraus an alle Teilnehmer

für die Bereitschaft sich an der Diskussion

zu beteiligen.

Weiter heiße ich die Vertreter der Behörden,

der Verbände und Partnerverbände,

unsere Marktpartner, sowie

die Vertreter der Schulen, in unserer

Mitte herzlich willkommen.

Ich begrüße die Berufsvertreter aus

der Schweiz, dem Elsass und aus Österreich.

Besonders freut es mich den Ehrenbundesinnungsmeister

und Ehrenlandesinnungsmeister

sowie Träger der

„Goldenen Ehrennadel“ des LIV, Herrn

Eugen Steichele, und den Ehrenlandesinnungsmeister

sowie Träger der goldenen

Ehrennadel des LIV, Hans-Ulrich

Gula, in unserer Mitte begrüßen

zu dürfen.

Ich darf die Kollegen des Vorstandes

des Bundesverbandes bzw. Mitglieder

des Vorstandsrates, an der Spitze den

stellvertretenden Präsidenten und Landesinnungsmeister

von Bayern, Klaus

Dank, den LIM aus Sachsen, Hartmut

Kettner, und den LIM aus Niedersach-

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Bad Boll

05. bis 07. Oktober 2010


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4 48. Landesinnungsverbandstag in Bad Boll 11/2010

Bad Boll

05. bis 07. Oktober 2010

sen, Wolfgang Vogel, herzlich begrüßen.

Den Präsidenten der Europäischen

Schornsteinfegermeisterföderation

und unseren Präsidenten des Bundesverbandes

Hans-Günther Beyerstedt

muss ich leider entschuldigen. Sein

momentaner gesundheitlicher Zustand

erlaubt es ihm nicht, anwesend

zu sein.

Das erweiterte Grußwort des Bundesverbandes

wird aus diesem Grund,

entgegen dem Ausdruck im Programm,

der stellvertretende Präsident

des Bundesverbandes Klaus Dank

übernehmen.

Weiterhin möchte ich die Ehrenmitglieder

des LIV und Träger der goldenen

Ehrennadel Peter Fellmeth, Rainer

Moser und Wolfgang Stoll, die Herren

Obermeister der Schornsteinfeger-Innungen,

ehemalige Vorstandsmitglieder,

Ehrenobermeister, Vertreter der

Firmen, der Presse, die Delegierten

und alle anwesenden Kolleginnen und

Kollegen und natürlich ganz besonders

herzlich, Sie meine sehr verehrten

Damen, die dieser Veranstaltung

eine besondere Note geben, sehr

herzlich begrüßen.

Mein herzlicher Dank gilt der Blaskapelle

der Schornsteinfeger-Innung Freiburg,

die uns musikalisch begrüßt hat

und im weiteren Verlauf der Veranstaltung

uns noch weiter unterhalten

wird.

Das Schornsteinfegerhandwerk steckt

nun schon seit Jahren in einem strukturellen

Veränderungsprozess. Ein Prozess,

wie es unser Handwerk bis heute

noch nicht erlebt hat.

Das seit dem 01. Januar 1970 gültige

Schornsteinfegergesetz hatte

zuverlässige und effektive Strukturen.

Durch die gebildeten Kehrbezirke wurde

ein flächendeckendes und kostengünstiges

Verfahren angewandt, das

volkswirtschaftlich seinen Sinn hatte.

Durch die neutrale Überprüfung, die

durchzuführenden Überwachungstätigkeiten

und die fachkompetente Beratung

der Grundstückseigentümer

wurde die Sicherheit für den Betrieb

von Feuerungsanlagen gewährleistet

und ein großer Beitrag zum Umwelt-

und Klimaschutz und der Energieeinsparung

geleistet. Das alles zu moderaten,

vertretbaren und nachvollziehbaren

Preisen.

Der Bezirksschornsteinfegermeister,

als beliehener Unternehmer, nimmt

für den Staat öffentliche Aufgaben

war. Er wird im Bereich der Betriebs-

und Brandsicherheit, des Umwelt- und

Gesundheitsschutzes sowie der Energieeinsparung

und des Klimaschutzes

tätig.

Er überprüft beim Kunden, ob die Feuerungsanlage

betriebs- und brandsicher

ist.

Um zusammenzustellen mit welcher

Qualität Feuerungsanlagen betrieben

werden und wo deren Schwachstellen

liegen, wurden von den 923 Bezirksschornsteinfegermeistern

in Baden-

Württemberg im Jahr 2009 rund

21 Mio. Daten erfasst und von der

Technischen Abteilung des Landesinnungsverbands

zusammengestellt und

analysiert.

Die Analyse bezieht sich auf

• Mängel an Feuerungsanlagen,

• Mängel an Lüftungsanlagen,

• CO-Messung an Gasfeuerstätten,

• Messung nach der 1. BImSchV an

Öl-, Gas- und Feststofffeuerungsanlagen.

Hierzu einige Zahlen:

Im Jahr 2009 wurden bei Arbeiten

durch das Schornsteinfegerhandwerk

in Baden-Württemberg

• an bestehenden Feuerungsanlagen

150.000 Mängel festgestellt.

• An neu errichteten Feuerungsanlagen

wurden bei der Überprüfung

und Begutachtung nach unserem

geltenden Baurecht knapp

28.000 Mängel

und

• an wesentlich geänderten Feuerungsanlagen

etwas mehr als

28.000 Mängel

festgestellt.

Diese Schwachstellen an den Feuerungsanlagen

wurden aber nicht nur

festgestellt sondern auf Grund unserer

Tätigkeit behoben.

Durch diese von uns erfassten Daten

werden unabhängige und fachgemäße

Informationen den Landes- und

Bundesbehörden, den Fachfirmen und

den Fachverbänden zur Verfügung gestellt.

Im letzten Jahr registrierten wir

bei 31.900 Gasfeuerstätten eine

gefährliche Kohlenmonoxidkonzentration.

Auch hier wurde eine Wartung erforderlich

und durch die entsprechenden

Fachunternehmer auch durchgeführt.

Insgesamt betreut das Schornsteinfegerhandwerk

in Baden-Württemberg

2,17 Mio. Gebäude und trägt mit seinen

durchzuführenden Tätigkeiten wesentlich

zum Erhalt des Volksvermögens

bei.

Unser Handwerk ist mit dem Vollzug

der 1. BImSchV und der Überwachung

der Abgasverluste beauftragt

worden.

Ziel ist es durch die flächendeckende

Überprüfung der Schornsteinfeger

den Schadstoffausstoß und insbesondere

die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Gehen wir davon aus, dass die im

Jahr 2009 in Baden-Württemberg bemängelten

Anlagen durch eine entsprechende

Nachjustierung nur Zweiprozentpunkte-

unter den festgestellten

Abgasverlustwerten eingestellt

wurden, ergibt sich daraus nicht nur

eine Energieeinsparung von 27 Mio.

Liter Heizöl und 22,5 Mio. Kubikmeter

Erdgas sondern zusätzlich ein verminderter

CO2-Ausstoß von 112.000 Tonnen.

Anhand der Ausführungen lässt sich

unschwer erkennen, welchen wesentlichen

Beitrag zur Betriebs- und Brandsicherheit

und zum Klimaschutz unser

Handwerk leistet.

Bei Gesprächen mit Behörden und Institutionen

wird immer wieder erklärt,

dass die einzige Verordnung, deren

Vollzug funktioniert, die Erste Verordnung

zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes

ist. Dies

ist mit der Verdienst unseres Handwerks.

Für das Schornsteinfegerhandwerk

hat seit dem Dezember 2008 eine


11/2010 48. Landesinnungsverbandstag in Bad Boll

neue Zeitrechnung begonnen. Am

27. Juni 2008 hat der Bundestag in

der 2. und 3. Lesung das neue Schornsteinfegerhandwerkergesetzverabschiedet.

Der Bundesrat hat bei der Sitzung am

19. September 2008 diesem Gesetz

zugestimmt. Die Änderungen traten

zum 28. November 2008 in Kraft und

gelten in der vorliegenden Form bis

zum 31. Dezember 2012.

Offen ist aber immer noch die Frage

der Altersversorgung in unserem

Handwerk.

Da auch hier die bisherigen gesetzlichen

Regelungen zum 31. Dezember

2012 außer Kraft gesetzt werden, ist

hierzu eine Neuregelung unbedingt

erforderlich.

Mittlerweile haben wir schon einige

Erfahrungen unter diesen geänderten

Randbedingungen sammeln

können.

Nachdem bis Ende vergangenen Jahres

nur unselbständige Bewerber, sogenannte

B-Bewerber, bestellt wurden,

werden seit dem 01. Januar 2010 alle

zu besetzenden Kehrbezirke entsprechend

den gesetzlichen Vorgaben ausgeschrieben.

Bewerben kann sich jeder,

der die handwerksrechtlichen Voraussetzungen

erfüllt.

Als Grundlage für die Bewerbung

dient das vom Wirtschaftsministerium

Baden-Württemberg erarbeitete Ausschreibungsverfahren.

Die Auswertung der einzelnen Bewerbungen

erfolgt beim Regierungspräsidium

Stuttgart und die Bestellung erfolgt

auf 7 Jahre durch die untere Verwaltungsbehörde.

Für alle schon bestellten Kehrbezirksinhaber,

welche sich bis zum 31. Dezember

2014 nicht versetzen lassen,

läuft die Bestellung zu diesem Termin

aus.

Jeder bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger,

so die ab dem 01. Januar

2013 geänderte Bezeichnung für einen

bisherigen Bezirksschornsteinfegermeister,

kann sich dann um seinen

oder einen anderen Kehrbezirk bewerben.

Bei einem entsprechenden Erfolg

erfolgt die Bestellung dann auch für

7 Jahre.

Das Nebenerwerbsverbot ist mit

Inkrafttreten des neuen Gesetzes

entfallen.

Das bedeutet, dass der Bezirksschornsteinfegermeister

auch Tätigkeiten außerhalb

seines Handwerks ausführen

darf, wenn die entsprechende Qualifikation

vorhanden ist. Wir erklären

hier ausdrücklich, dass der überwiegende

Teil unserer Kollegen keine

Wartung und Installation von Feuerungsanlagen

ausführen will.

Zwischen dem Bundesverband des

Schornsteinfegerhandwerks und dem

Fachverband Sanitär Heizung Klima

wurde zur Regelung der Eintragung

nach § 7a der Handwerksordnung eine

Verbändevereinbarung getroffen.

Darin sind die Rahmenbedingungen

festgeschrieben, unter denen die beiden

Verbände die Qualifikation ihrer

Mitglieder mit der Tätigkeit der Gegenseite

sieht.

Es ist erklärtes Ziel beider baden-württembergischen

Verbände die Umsetzung

gemeinsam und einheitlich zu

vollziehen. Es ist uns schon klar, dass

die Handwerkskammern bei der Eintragung

in die Handwerksrolle an solche

Vereinbarungen nicht gebunden

sind. Wir hoffen hier aber, trotz des

unbefriedigenden Starts, auf das Verständnis

der Kammern.

Bedingt durch die Änderungen der

Gesetze muss jedem Eigentümer, der

eine nach der Kehr- und Überprüfungsordnung

zu überwachende Feuerungsanlage

besitzt, im Zuge der Feuerstättenschau

ein Feuerstättenbescheid

ausgestellt werden. Darin vermerkt

sind nicht nur die kehr- und

überprüfungspflichtigen Anlagen oder

Anlagenteile sondern auch die Anzahl

der vorgeschriebenen Begehungen

und die einzuhaltenden Termine. Der

Feuerstättenbescheid ist demnach

sinngemäß das Leistungsverzeichnis

der vorgeschriebenen Tätigkeiten an

den Anlagen im Gebäude.

Auf Grund der Änderungen hat der Eigentümer

einer kehr-, überprüfungsoder

messpflichtigen Anlage bis zum

31. Dezember 2012 alle Tätigkeiten

vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister

ausführen zu lassen.

Diese Ausführungsverpflichtung besteht

nur dort nicht, wo der Eigentümer

sich eines qualifizierten Betriebs

bedient, der die §§ 7 bis 9 der EU/

EWR-Handwerks-Verordnung erfüllt.

Seit unserem Verbandstag im Oktober

2009 in Offenburg gab es einige wesentliche

Veränderungen in weiteren

Rahmenbedingungen, auf die sich unser

Handwerk einstellen und deren

Umsetzung gewährleisten musste.

Die Verwaltungsvorschrift für die Ausschreibung

der Kehrbezirke, eine bundesweit

gültige Kehr- und Überprüfungsordnung,

eine Ergänzungs-Kehr-

und Überprüfungsordnung nur für Baden-Württemberg,

eine neue Landesbauordnung,

das Erneuerbare-Wärme-

Gesetz, die novellierte 1. BImSchV, eineVerwaltungsvorschrift-Schornsteinfeger

sind nur einige der Neuerungen

welche unsere Tätigkeiten zusammen

mit den Änderungen im Schornsteinfegergesetz

und dem Schornsteinfeger-

Handwerksgesetz wesentlich beeinflussen

und verändern.

Werden in diese Betrachtung noch die

Veränderungen, welche zum 01. Januar

2013 in Kraft treten, in die Betrachtung

noch mit einbezogen, dann haben

wir ein komplett verändertes

Handwerk.

Tätigkeiten, die dem Schornsteinfegerhandwerk

vorbehalten waren, sind ab

dem 01. Januar 2013 im freien Wettbewerb

zu erbringen.

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Bad Boll

05. bis 07. Oktober 2010


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05. bis 07. Oktober 2010

Nur ein begrenzter Anteil verbleibt im

hoheitlichen Bereich und dürfen nur

durch einen auf einen Kehrbezirk bestellten

bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger

ausgeführt werden.

Eine spannende Frage wird sein, wie

unser Handwerk den Spagat zwischen

Wettbewerb und hoheitlichen Aufgaben

meistert. Diese Frage können wir

erst in einigen Jahren beantworten.

Wichtig wird zur Beantwortung der

Frage auch sein wie wir unsere bisherige

Unabhängigkeit und Neutralität

bewahren können.

Gewiss, Neutralität ist nicht alles,

aber ohne Neutralität sind wir

nichts.

Unbestritten ist, dass hoheitliche Aufgaben

zur Erfüllung und Durchsetzung

geltenden Rechts von Personen

durchgeführt werden sollten, die von

ihrer beruflichen Existenz in jeder Hinsicht

wirtschaftlich unabhängig sind,

damit keine Interessenkollisionen entstehen

können.

Der hohe Sicherheitsstandard beim

Brand- und Umweltschutz sowie bei

der Energieeinsparung kann in Zukunft

nicht mehr so effektiv und kostengünstig

gewährleistet werden, als

wie bisher durch das Schornsteinfegerhandwerk.

Mit der Wahrnehmung hoheitlicher

Tätigkeiten stellte unser Handwerk ein

Musterbeispiel für Endbürokratisierung

dar. Das neue System wird sowohl

für den Bürger als auch für das

Schornsteinfegerhandwerk selbst große

Veränderungen mit sich bringen.

Die Freiheiten der gesetzlichen Rahmenbedingungen

bringen für die betroffenen

Bürger eben nicht nur Freiheiten

sondern auch einige bisher ungewohnte

Verpflichtungen und eine

andere Kostensituation.

Mittlerweile glaubt niemand mehr,

dass die neuen gesetzlichen Regelungen

zu geringerem finanziellen Aufwand

für den Bürger führen werden.

Ich bin mir sicher, dass der allgemeine

Grundsatz: Wettbewerb macht alles

billiger, hier nicht greifen wird.

Das neue Gesetz wird unserem Handwerk

aber auch Chancen bieten. Die

Neuausrichtung wird mit neuen Betä-

tigungsfeldern einhergehen. Das Berufsbild

des Schornsteinfegers wird

sich verändern. Es wird sich nach den

neuen Maßstäben ausrichten müssen.

Neben Gebäudeenergieberatern des

Handwerks und Brandschutztechnikern

werden auch wesentliche Elemente

unternehmerischen Handelns als

neue Herausforderung auf uns zukommen.

Dies ist, um nur einige wenige

Herausforderungen zu nennen, Kundenwerbung,

Preiskalkulation, Aufbau

neuer Geschäftsfelder.

Das Interesse für ein gemeinsames

Handeln muss auch weiterhin

im Mittelpunkt unseres Handwerks

stehen.

Die Verbandsstrukturen dürfen nicht

zerbrechen. Dabei wird in erster Linie

ausschlaggebend sein, ob wir in der

Lage sind, sie auch unter anderen Gegebenheiten

zu bewahren. Was uns

aber im Besonderen auszeichnet, ist

das Zusammengehörigkeitsgefühl in

unserem Handwerk. Dieses darf nicht

verspielt werden. Es ist neben der

Kundenzufriedenheit unsere stärkste

Lobby.

Auch wenn wir für den Bereich des

Wettbewerbs noch nicht den gemeinsamen

Nenner für die richtige Aufstellung

gefunden haben, so bin ich jedoch

fest davon überzeugt: Wir sind

auf dem richtigen Kurs.

Der Schornsteinfeger muss auch weiterhin

eine wesentliche, ja eine Schlüs-

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selrolle, bei den Themen Sicherheit,

Umwelt und Klimaschutz sowie der

Energieeinsparung einnehmen.

Unsere Tätigkeit kann auch in Zukunft

flächendeckend, systematisch und

qualifiziert durchgeführt werden. Wir

werden auf all diesen Gebieten weitere

Fertigkeiten erlernen und ein besonderes

Augenmerk auf die Qualität

richten.

Mit dem Motto unseres Verbandstages

„Fit für die Zukunft“ sehen Sie,

dass wir mit Optimismus in die Zukunft

gehen.

Als Berufsorganisation werden wir für

den Fortbestand unserer Betriebe

kämpfen.

Es ist die Aufgabe des Schornsteinfegerhandwerks,

sich am Markt zu positionieren,

das Dienstleistungsangebot

unserer Betriebe fort zu entwickeln

und dabei die wirtschaftlichen Interessen

nicht aus den Augen zu verlieren.

Tüchtige, zielstrebige und gut ausgebildete

Schornsteinfeger, die sich als

moderner Dienstleister verstehen, mit

fachlicher Kompetenz und handwerklichem

Können, die flexibel reagieren

und die Fähigkeit haben, den Bürgern

ihre Leistung zu verkaufen, werden die

Herausforderungen der Zukunft annehmen

und dazu beitragen, dass es

auch weiterhin heißen wird:-

„Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger“.


11/2010 48. Landesinnungsverbandstag in Bad Boll

Fit für die Zukunft

Auszüge aus der Podiumsdiskussion

Anlässlich des 48. Landesinnungsverbandstags

in Bad Boll fand im Rahmen

der öffentlichen Veranstaltung eine

Podiumsdiskussion statt.

Als Teilnehmer des öffentlichen Gespräches

wurden eingeladen:

• Dietmar Zahn (Fachverband Sanitär

Heizung Klima)

• Wolfgang Friedrich (Fachverband

Sanitär Heizung Klima)

• Günter Fischer (Kutzner & Weber

GmbH)

• Karlheinz Frisch (Bezirksschornsteinfegermeister)

• Bernd Klotter (GBG Wohnungsbaugesellschaft

mbH)

• Franz Klumpp (Präsident des LIV

des Schornsteinfegerhandwerks

BW)

Charmant moderiert wurde die Begegnung

durch die freie Journalistin

und PR-Referentin Frau Tanja Fies. Die

Moderatorin leitete nach der Vorstellung

der Gesprächspartner wie folgt

ein:

[. . .] Als ich mich dann ins Thema eingearbeitet

habe, habe ich sehr schnell

den Eindruck gewonnen, dass das

Schornsteinfeger-Handwerk selbst ge-

rade nicht unbedingt vom Glück verfolgt

wird. Grund dafür sind die Reformen,

die das Handwerk mit seiner so

langen Tradition in eine Situation des

Wandels, ja vielleicht sogar in eine

Phase des Umbruchs gebracht haben.

Laut dem neuen Schornsteinfeger-

Handwerksgesetz wird ab 2013 der

überwiegende Teil der Tätigkeiten im

Wettbewerb stehen. Eine große Herausforderung

steht bevor, die den Betrieben

viel abverlangen wird. Hinzu

kommen die am 01. Januar 2010 in

Kraft getretene Bundes-Kehr- und

Überprüfungsordnung und die neue

Verordnung über kleinere und mittlere

Feuerungsanlagen seit März 2010.

Mit der heutigen Podiumsdiskussion

soll das Thema Zukunft intensiv angegangen

werden. Die Diskussionsteilnehmer

werden sich zur Verbändevereinbarung

und zu den Chancen für

das Handwerk nach der Gesetzesänderung

äußern. Sie werden ihre Sicht

zur Reform darlegen und deren Stärken

und Schwächen analysieren und

aufzeigen. [. . .]

Nachfolgend sollen einige Aussagen

der Gesprächsrunde wiedergegeben

werden.

Tanja Fies:

Meine Herren, wie sind die Haltungen

der Verbände und der Mitgliedsbetriebe

zur Schornsteinfegerreform?

Franz Klumpp:

Wir wissen nicht, wohin uns die Zukunft

führen wird. Wir wissen aber,

dass wir hier nicht bleiben werden

und können. Ich sehe die Zukunft für

den Verband und meinen Betrieb positiv.

Der 1:1-Betrieb (1 Unternehmer

und 1 Mitarbeiter) wird aber wohl auf

Dauer nicht gesichert sein.

Karlheinz Frisch:

Ich denke über die Entwicklung meines

Betriebes recht positiv. Ich denke

sogar über eine Betriebsvergrößerung

in meinen Kernaufgaben nach. Hierzu

würde ich 1–2 weitere Mitarbeiter einstellen.

Mit der Installation von Feuerstätten

möchte ich mich nicht aktiv

befassen. Hierbei würde ich meine mir

wichtige Neutralität gefährdet sehen.

Bernd Klotter:

Ich fordere das Schornsteinfegerhandwerk

auf, die neuen Möglichkeiten zu

nutzen und z. B. Kleinreparaturen im

Zuge der Abgaswegüberprüfung anzu-

Von links nach rechts: Karlheinz Frisch, Bernd Klotter, Franz Klumpp, Dietmar Zahn, Günter Fischer, Wolfgang Friedrich und Moderatorin Tanja Fies.

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Bad Boll

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bieten. Das Faustpfand des großen

Vertrauens der Bevölkerung gegenüber

dem Schornsteinfeger muss genutzt

werden.

Dietmar Zahn:

Für Tätigkeiten außerhalb des Berufsbildes

des Schornsteinfegers – z. B. im

SHK-Gewerk – sind Teileinträge in die

Handwerksrolle erforderlich. Die Innungen

der Schornsteinfeger müssen

dies unmissverständlich ihren Mitgliedsbetrieben

mitteilen. Einer Kooperation

mit dem Schornsteinfegerhandwerk

stehe ich aufgeschlossen gegenüber.

Es gilt aber generell zu beachten,

dass der Markt nur einmal zu vergeben

ist.

Günter Fischer:

Es gibt hierzu klare Statements des

BDH und des HDI: Das Schornsteinfegerhandwerk

muss weiterhin neutral

bleiben!

Wolfgang Friedrich:

Vor zwei Jahren gab es große Irritationen

zwischen den Berufsverbänden.

Die Schornsteinfeger befürchteten,

dass sie überfahren werden würden

von den SHK-Betrieben, die nun

Schornsteinfegerarbeiten ausführen

wollen. Dies ist ausgeblieben. Nun

weiß jeder Betrieb, dass, wer in seinem

Gewerk gut sein will, er nicht beide

Bereiche bedienen kann. Es ist

doch nur ein Knabbern am Kuchen!

Tanja Fies:

Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen

FSHK und LIV bzw. ZVSHK

und ZIV?

Franz Klumpp:

Es gibt nichts, was man verbessern

könnte. Das schlechte Verhältnis basiert

auf Unsicherheit. Die Zusammenarbeit

an der Basis hat stets funktioniert.

Wir sind auf dem richtigen Weg

mit der Umsetzung der Verbändevereinbarung

unter Einbeziehung der

Handwerkskammern.

Karlheinz Frisch:

Ich bestätige die Einschätzung von

Herrn Klumpp. Mit den SHK-Betrieben

gab es nie nennenswerte Probleme.

Sollte es zu fachlichen Differenzen

kommen, so werden diese im Sinne

und zur Zufriedenheit der gemeinsamen

Kunden ausgeräumt.

Dietmar Zahn:

Die Verbände sind nicht abgehoben

von den Voten der Mitglieder. Gegen

die Konkurrenz sei nichts einzuwenden,

es müssen aber Themen wie

Wettbewerbsvorteile und faire Werbung

angesprochen werden.

Günter Fischer:

Es sollte nicht aus dem Auge verloren

werden, dass auch eine Marktsättigung

zu erkennen ist. Weniger als die

Hälfte der vorhandenen Betriebe

könnten den gesamten Markt bedienen.

Wer wartet denn hier am Markt

auf tausende Schornsteinfeger?

Tanja Fies:

Werden ab 2013 von SHK-Betrieben

Schornsteinfeger eingestellt?

Dietmar Zahn:

Es gibt rund 8.000 Betriebe im Ofen-

und Lüftungsbau. Die Masse der Betriebe

möchte eine Kooperation mit

Schornsteinfegerbetrieben. Es wäre

denkbar, dass nur ganz große Heizungsbetriebe

alles aus einer Hand

anbieten wollen.

Karlheinz Frisch:

Ich möchte keinen Installateur einstellen.

Ich werde Marktanalyse betreiben

und danach mein Kerngeschäft ausweiten,

Beratungen und Kleinreparaturen

anbieten.

Tanja Fies:

Sollte der Wettbewerb zwischen

Installationsunternehmen und

den Schornsteinfegern forciert

werden?

Bernd Klotter:

Der Zugang zu den Wohnungen der

Mieter wird zunehmend schwieriger.

Ich denke 50% der Abgaswegemängel

könnten vom Schornsteinfeger sofort

erledigt werden. Wir beschäftigen einen

Mitarbeiter für rund 50.000 Euro

nur für die Verwaltung der Mängel im

Zuge der Abgaswegeüberprüfung.

Franz Klumpp:

Diese sofort ausführbaren Kleinreparaturen

betreffen nur einen Teil der

BSM. Was in städtisch geprägten

Kehrbezirken möglich ist, muss nicht

auch in dem ländlichen Kehrbezirk

funktionieren und anders herum.


11/2010 48. Landesinnungsverbandstag in Bad Boll

Wolfgang Friedrich:

Ich sehe einen großen Vorteil und eine

Chance für alle Beteiligten an der

Ausführung dieser Kleinreparaturen.

Günter Fischer:

Nicht zu vernachlässigen ist aber der

hohe Qualitätsanspruch, der an den

Schornsteinfeger gestellt wird. Nun

muss sich der Schornsteinfeger auch

auf diesem Gebiet beweisen.

Dietmar Zahn:

Die Gashausschau stellt zum Beispiel

ein Problem dar. Die Ausführung

durch den Schornsteinfeger ist grundsätzlich

in Ordnung, aber jeder muss

auch mit den Konsequenzen umgehen

können.

Tanja Fies:

Haben SHK-Betriebe bisher von

den Arbeiten bzw. den Mängelberichten

der Schornsteinfeger profitiert?

Wolfgang Friedrich:

Auf jeden Fall. Nahezu jeder Mängelbericht

bedeutete einen Auftrag für

den SHK-Betrieb.

Bernd Klotter:

Bisher durften die Schornsteinfeger

vieles nicht. Das ist nun anders. Das

ist eine der Verbesserungen durch das

Schornsteinfeger-Handwerksgesetz.

Kostengünstig und CO2-neutral Heizen mit Holz und -Pellets.

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Tanja Fies:

Welche „Kleinreparaturen“ sollten

die Schornsteinfeger zukünftig zusätzlich

ausführen dürfen?

Karlheinz Frisch:

Ich bin der Ansicht, dass man nun

erst einmal aufhören sollte zu regulieren.

Lassen wir alles mal laufen und

regulieren dann die Extreme.

Franz Klumpp:

Regulieren werden dies künftig die

großen Hausverwaltungen und die

Wohnungsgenossenschaften. Dies

wird über den Preis und das Volumen

geschehen. Diese Tätigkeiten sind

handwerks- und haftungsrechtlich abgesichert.

Der Umgang mit dem Wettbewerb

will aber gelernt sein. In der

Ausführung von den viel besprochenen

Kleinreparaturen sehe ich allerdings

auch keine Möglichkeit, reich zu

werden!

Dietmar Zahn:

Regelungen könnten in den Berufsbildern

getroffen werden. Eine Vermischung

der Gewerke ist nicht gewünscht.

Tanja Fies:

Herr Klumpp, wie wollen Sie als

Präsident die Schornsteinfeger in

Baden-Württemberg „Fit für die

Zukunft“ machen?

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Bedarf muss entsprochen werden.

Die Moderatorin schloss die Diskussion

mit dem Fazit:

[. . .] Ich denke, wir haben eine sehr offene

Diskussion erlebt, die zwar einerseits

Risiken aufgezeigt hat, aber viel

wichtiger noch, viele Chancen und

Stärken aufgezeigt hat, wie es das

Handwerk schaffen kann, ein wenig

aus seinem fest abgegrenzten Raum

herauszukommen. Ich denke, die

Übergangsphase bietet großes Potenzial

sich neu zu positionieren, sich zu

qualifizieren und zu kooperieren, ohne

dabei zu vergessen, dass es wichtig

ist, sich auf seine Kernkompetenzen

zu besinnen.

Ich hoffe, dass jeder Einzelne sich Anregungen,

Ideen oder auch Warnungen

mit nach Hause nehmen wird und

auch in Zukunft ein reger Austausch

unter Kollegen und artverwandten Gewerben

an der Tagesordnung sein

wird. [. . .]

Der Experte

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Weitere Aussteller finden Sie in der Dezember-Ausgabe.


12 Im Blickpunkt 11/2010

Bundestarifvertrag

abgeschlossen

Nach intensiven Verhandlungen konnte Anfang Oktober

2010 ein neuer Bundestarifvertrag (BTV) abgeschlossen

werden. Damit endete eine tariflose Zeit von rund 10 Monaten.

Das zu verhandelnde Paket bestand in diesem Jahr aber

nicht nur aus dem BTV und den Anhängen 1 und 2 (Stundenlohnhöhe)

sondern zusätzlich noch aus

• dem Tarifvertrag über einen Mindestlohn im Schornsteinfegerhandwerk,

• eine Satzung über die Lohnkostenausgleichskasse,

• Zusatztarifvertrag über die Lohnkostenausgleichskasse.

Die wesentlichen Inhalte des Bundestarifvertrages sind:

• unbegrenzte Laufzeit des BTV mit einer erstmaligen

Kündigungsmöglichkeit zum 31. Dezember 2013,

• eine flexiblere Handhabung des Stundenkontos,

• redaktionelle Veränderungen zur Klarstellung einzelner

strittiger Passagen,

• Einführung einer Lohngruppe 0,

• neuer § 14 als Hinweis auf die Lohnkostenausgleichskasse.

Veränderungen nur für Baden-Württemberg

ab dem 01. Januar 2011

• Lohnerhöhung in der Lohngruppe 2 um 1%,

• Lohnerhöhung in den Lohnstufen 3 bis 5 um 2%,

• Reduzierung der bezahlten Schulungstage auf 2 Tage

pro Jahr.

Durch die Änderung des Bundestarifvertrags im § 1 – Geltungsbereich

– wurden Betriebe erfasst, wie wir sie in Zu-

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kunft erwarten müssen. Betriebe, welche mit wesentlichen

Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks in die Handwerksrolle

eingetragen werden, fallen ebenso in den Geltungsbereich

wie die Bezirksinhaber.

Mit der Flexibilität im Arbeitszeitkonto und dem Ausgleich

der darin angesammelten Stunden wurde auch im § 2 –

Regelmäßige Arbeitszeit – ein Schritt in die richtige Richtung

getan. Es ist zu erwarten, dass das regelmäßige Arbeiten

auch in unserem Handwerk in Zukunft anders zu sehen

ist als bisher. Dies erfordert auch eine flexiblere Handhabung

bei den Arbeitsstunden. Im beiderseitigen Einvernehmen

kann die Wochenarbeitszeit um 6 Stunden auf maximal

20 Stunden pro Monat erhöht werden. Wichtig wird

dabei allerdings sein, dass diese Stunden in Zukunft auch

dokumentiert werden. Bei einem Rechtsstreit wird eine solche

Aufzeichnung wichtig werden.

Eine nochmalige Klarstellung ergibt die Festschreibung der

Art wie der Monatslohn berechnet wird.

Die Formel (Stundenlohn x 38,5 Stunden pro Woche:

7 Wochentage x Jahrestage: 12 Monate = Monatslohn) hat

sich nicht verändert.

Klargestellt wurde auch, dass der Überstundenzuschlag

nach § 4 nur für die Stunden anfällt, welche über die

20 Stunden pro Monat hinaus gehen.

Die Tarifkommission einigte sich auch auf einen Zusatztarifvertrag

für den Mindestlohn.

Es soll versucht werden, diese Regelung, welche der Lohngruppe

0 entspricht, allgemeinverbindlich erklären zu lassen.

Damit wäre diese Mindestlohnhöhe für alle verbindlich,

unabhängig davon, ob der BTV zum Tragen kommt

oder nicht.

Ein auf beiden Seiten unumstrittenes Thema war das der

Lehrlingskostenausgleichskasse.

Diese bis zum 31. Dezember 2012 im Schornsteinfegergesetz

verankerte Kasse unterstützt durch finanziellen Ausgleich

die Ausbildungsbetriebe.

Von Seiten der beiden Tarifparteien wurde eine Satzung

zum Lohnkostenausgleich und ein dazu gehörender Zusatztarifvertrag

erarbeitet und verabschiedet.

Wenn es uns zusammen mit den politischen Vertretern gelingt

diese Ausarbeitungen allgemeinverbindlich erklären

zu lassen, wird daraus nahtlos eine weiterführende Unterstützung

für die Ausbildungsbetriebe über den 01. Januar

2013 hinaus gewährleistet.

Mit den im Herbst 2010 getroffenen Vereinbarungen wurden

zukunftsweisende Wege beschritten, deren Wert man

sicherlich erst in einiger Zeit erkennen wird.

Sobald die gedruckte Version des BTV vorliegt, wird diese

über die Innungen an die Mitgliedsbetriebe verteilt.


11/2010 Im Blickpunkt

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14 Der LIV informiert 11/2010

Anmeldung

Erneut bewährter

landesweiter Eignungstest

in Ulm

Nachdem für den Ausbildungsstart

2010 63 junge Schulabgänger für die

Ausbildung zum Schornsteinfeger gewonnen

werden konnten, darf nun

auch für das Jahr 2011 nicht in der

Nachwuchswerbung nachgelassen

werden!

Wir werden in naher Zukunft viele junge

Mitarbeiter zur Erfüllung unserer

Berufsaufgaben benötigen, da sich im

Zuge der Reformen im Handwerk viele

Arbeitnehmer in die Selbständigkeit

begeben und ältere Bezirksschornsteinfegermeister

sich zur Ruhe setzen.

An dieser Stelle ein großes Lob seitens

des Berufsverbandes an die Ausbilder

der jungen Menschen.

Hiermit melde/n ich/wir mich/uns verbindlich zu folgenden

Veranstaltungen am Samstag, den 11. Dezember 2010 um 9.30 Uhr

in der Königstraße 94, 89077 Ulm an (bitte ankreuzen):

� Eignungstest

Herr/Frau

� Ausbilder-/Lehrmeisterseminar

Innung:

� Freiburg

� Karlsruhe

� Stuttgart

� Tübingen

Herr/Frau

� Mittagessen � Frühstück

Ort, Datum

Personen Personen

Der Eignungstest für die Bewerber

aus allen vier Innungsbereichen findet

am Samstag, den 11. Dezember

2010 in den Räumen des Landesinnungsverbandes

des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg statt.

Beginn: 9.30 Uhr

Ende: ca. 13.30 Uhr

Zeitgleich wird ein Lehrmeisterseminar

durchgeführt. Dies bietet den Ausbildern

Gelegenheit sich umfassend

über alle wichtigen organisatorischen

und inhaltlichen Belange der Berufsausbildung

ihres zukünftigen Auszubildenden

zu informieren

Die zentrale Durchführung des Eignungstests

hat sich bewährt und ist

auch eine Maßnahme zur Kostensen-

Anmeldung bitte bis 28. November 2010 an:

Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks

Baden-Württemberg • Königstraße 94 • 89077 Ulm

Fax: 0731/9368820 • E-Mail: info@livulm.de

Anschrift:

Vorname, Name

Straße/Hausnummer

PLZ/Ort

Telefon, Fax

E-Mail-Adresse

Unterschrift

kung; die einzelnen Innungen werden

dadurch entlastet.

Es soll aber auch die Möglichkeit für

Auszubildende, deren Eltern und Lehrmeister

sein, die Schule und die Versuchsräume

kennen zu lernen.

Ebenso kann das Internat besichtigt

werden und in der Kantine gibt es das

Angebot, ein Frühstück und ein Mittagessen

einzunehmen. Somit erhalten

alle auch Eindrücke zur Unterkunft

und Verpflegung für die zukünftigen

Auszubildenden.

Als Rüstzeug für die Ablegung des

Eignungstests sollte der Bewerber

Bleistift, Radiergummi und einen

nicht programmierbaren Taschenrechner

mitbringen.


11/2010 Der LIV informiert

Zeitplan

für Zwischenprüfungen

2010/2011

Zwischen-

prüfung

1. und 2. Klasse

Zwischen-

prüfung

3. Klasse

Prüfungszeitraum

14. bis

22. Dezember

2010

27. Januar bis

04. Februar

2011

Abgabe-

termin Berichtshefte

14. Dezember

2010

27. Januar

2011

Prüfungskommission 1: Rudi Fischer und Patrick Ramisch

Prüfungskommission 2: Bernd Müller und Andreas Hurst

Theoretische

Prüfung

14. Dezember

2010

27. Januar

2011

Praktische

Prüfung

15. bis

21. Dezember

2010

31. Januar bis

04. Februar

2011

Teilnehmer

Prüfungs-

abnahme

ca. 44 Kommission

1 und 2

5 praktische

Prüfungstage

ca. 22 Kommission 1

5 praktische

Prüfungstage

15


16 Technische Informationen 11/2010

Tätigkeiten

nach der 1. BImSchV

Einzelraumfeuerungsanlagen Betreiber-

wechsel

Art der Tätigkeit

(Kreuz auf Bescheinigung)

Beratung hinsichtlich sachgerechter Bedienung

der Feuerstätte. (§ 4 Abs. 8)

Beratung hinsichtlich der ordnungsgemäßen

Lagerung des Brennstoffes.

(§ 4 Abs. 8)

Beratung hinsichtlich der Besonderheiten

beim Umgang mit festen Brennstoffen.

(§ 4 Abs. 8)

Prüfung der Ableitbedingungen.

(§ 14 Abs. 1 in Verbindung mit

§ 19 Abs. 1 und 2)

Feststellung des ordnungsgemäßen

technischen Zustands der Feuerstätte.

(§ 4 Abs. 1)

Feststellung der Brennstoffeignung.

(§ 4 Abs. 1)

Feststellung des Feuchtegehaltes bei

Scheitholz. (§ 3 Abs. 3)

Feststellung, ob unter Prüfbedingungen

die Anforderungen an die Emissionsgrenzwerte

und den Mindestwirkungsgrad

eingehalten werden.

(§ 4 Abs. 4)

Feststellung, ob offene Kamine

ordnungsgemäß betrieben werden.

(§ 4 Abs. 4)

Feststellung, ob nach dem 31. Dezember

2014 errichtete und betriebene

Grundöfen mit nachgeschalteten Einrichtungen

zur Staubminderung nach

dem Stand der Technik ausgestattet

sind. (§ 4 Abs. 5)

Feststellung der Eignung nachgeschalteter

Einrichtungen zur Staubminderung.

(§ 4 Abs. 6)

Feststellung des Datums auf dem

Typenschild durch BSM bis 2012/

Einstufung. (§ 26 Abs. 5)

Beratung nach

§ 4 Abs. 8

Neu errichtet

oder

wesentliche

Änderung

Überprüfung

nach

§ 14 Abs. 1

und Abs. 2

Beratung nach

§ 4 Abs. 8

WiederkehrendeÜberprüfung

bei

der Feuerstättenschau

Überprüfung

nach

§ 15 Abs. 2

Einmalige

Tätigkeit bis

31. Dezember

2012

Feststellung

nach

§ 26 Abs. 5

Einmalige

Tätigkeit bis

31. Dezember

2014

Beratung nach

§ 26 Abs. 7

X X X

X X X

X X X

X

X X

X X

X X

X

X

X

X

X


11/2010 Technische Informationen

Bekanntlich wurden dem Bezirksschornsteinfegermeister/Schornsteinfeger durch die novellierte 1. BImSchV im Festbrennstoffbereich

umfangreiche neue Aufgaben übertragen. Für die Gebührenermittlung wurde zwischenzeitlich eine

ergänzende Zeiterfassung durch den TÜV durchgeführt und die ausgewerteten Daten liegen vor. Die ermittelten

Zeiten sollen, bei der anstehenden Änderung der Verordnung über die Kehrung und Überprüfung von Anlagen (Kehrund

Überprüfungsordnung – KÜO), als Gebühren festgeschrieben werden. Bis zum Inkrafttreten der geänderten

KÜO kann eine Gebührenberechnung entsprechend dem Zeitaufwand nach der Nr. 6.2 erfolgen. Die notwendigen

Formulare sind in der Vorversion zum ZIV-Arbeitsblatt Nr. 601 enthalten und wurden den Softwarehäusern übermittelt.

Der ZIV/LIV hat weitere Schulungsunterlagen entwickelt und die Innungen können ergänzende Schulungen zu

dieser umfangreichen Thematik anbieten. Unten stehend finden Sie zwei Tabellen für die neuen Aufgaben.

Nicht-Einzelraumfeuerungsanlage

Art der Tätigkeit

(Kreuz auf Bescheinigung)

Beratung hinsichtlich sachgerechter Bedienung

der Feuerstätte. (§ 4 Abs. 8)

Beratung hinsichtlich der ordnungsgemäßen

Lagerung des Brennstoffes.

(§ 4 Abs. 8)

Beratung hinsichtlich der Besonderheiten

beim Umgang mit festen Brennstoffen.

(§ 4 Abs. 8)

Prüfung der Ableitbedingungen.

(§ 14 Abs. 1 in Verbindung mit

§ 19 Abs. 1 und 2)

Feststellung des ordnungsgemäßen

technischen Zustands der Feuerstätte.

(§ 4 Abs. 1)

Feststellung der Eignung nachgeschalteter

Einrichtungen zur Staubminderung.

(§ 4 Abs. 6)

Bei Brennstoffen Nr. 6 + 7:

Überprüfung der Eignung der Feuerungsanlage

(§ 5 Abs. 2)

Bei Brennstoffen Nr. 8 + 13:

Überprüfung der Eignung der Feuerungsanlage

(§ 5 Abs. 3)

Bei Feuerungsanlagen mit flüssigem

Wärmeträgermedium für den Einsatz

der Brennstoffe 4–8 + 13: Überprüfung,

ob ein ausreichend bemessener Wärmespeicher

vorhanden ist. (§ 4 Abs. 14)

Feststellung der Brennstoffeignung

(§ 4 Abs. 1)

Feststellung des Feuchtegehaltes bei

Scheitholz (§ 3 Abs. 3)

Feststellung des Zeitpunktes, ab wann

die Anlage die Grenzwerte der Stufe 1

einhalten muss

Betreiber-

wechsel

Beratung nach

§ 25 Abs. 5

Neu errichtet

oder

wesentliche

Änderung

Überprüfung

nach

§ 14 Abs. 1

und Abs. 2

Beratung nach

§ 25 Abs. 5

Einmalige

Tätigkeiten

bis 2012

Messung und

Überprüfung

nach

§ 15 Abs. 1

Einmalige

Tätigkeiten

bis 2014

Beratung nach

§ 25 Abs. 5

X X X

X X X

X X X

X

X

X

Wiederkehrende

Tätigkeiten

bei der Abgasmessung

Messung

und Überprüfung

nach

§ 15 Abs. 1

X X

X X

X

X X

X X

X

17


18 Aktuelles aus den Innungen 11/2010

Innung

Freiburg

Rudi Fischer und

Reinhold Schmidt am

Infostand.

Freiburger Schornsteinfeger

bei der Baden Messe 2010

Kollege Michael Meyering mit einem Fachbesucher.

Neue Messetage mit über 76.000 Besuchern

Die Aussteller zeigten sich zum Großteil mit dem Messeverlauf

zufrieden. „Wir blicken auf eine gute, sehr lebendige

Messe zurück“, bilanzierte FWTM-Geschäftsführer Klaus

W. Seilnacht. „Die Handwerks- und Gewerbeausstellung

HAGEA konnte mit ihrem aktuellen Schwerpunkt ,Wohnen

ohne Grenzen‘ die Leistungsfähigkeit des regionalen Handwerks

dokumentieren und die Interessen der Menschen ansprechen“.

Besonders gut angenommen wurde dabei auch der Messestand

des Schornsteinfegerhandwerks. Kollegen der Landkreise

Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Freiburg

stellten das Standpersonal. Vom 10. bis 18. September

vertraten sie gerne unser Handwerk und informierten

die Besucher bei zahlreichen Gesprächen über die Leistungsfähigkeit

unserer Branche.

Vielen Dank an alle Kollegen für den gezeigten Einsatz und

besonders an den Kollegen Kreis-Obmann Michael Meyering

für das Organisieren der Aktion.

Schornsteinfeger-Innung Freiburg


11/2010 Aktuelles aus den Innungen

Nachruf

Am 24. Oktober verstarb BSM i. R. Horst Zimmermann und wurde

am 29. Oktober beigesetzt. Die Schornsteinfeger-Innung Stuttgart trauert

um unseren Kollegen Horst Zimmermann.

Am 30. April 1940 begann Horst Zimmermann seine Lehre zum Schornsteinfeger

beim Ausbildungsbetrieb Gustav Martin in Eppingen. In den

Kriegswirren legte Kollege Horst Zimmermann die Gesellenprüfung am

20. August 1942 ab. Nach bestandener Gesellenprüfung arbeitete

Horst Zimmermann im Betrieb Franz Herrmann in Karlsruhe Südweststadt.

Am 14. Oktober 1950 legte BSM Zimmermann die Meisterprüfung

im Schornsteinfegerhandwerk vor der Handwerkskammer Karlsruhe

ab.

Am 01. April 1960 wurde Kollege Zimmermann zum Bezirksschornsteinfegermeister

auf den Kehrbezirk Sinsheim Nr. 3 bestellt. Durch die

Kreisreform wurde sein Kehrbezirk auf Heilbronn Land Nr. 12 umbenannt.

Über 30 Jahre übernahm Horst Zimmermann die Verantwortung

über die Sicherheit und den vorbeugenden Brandschutz in seinen

Kehrbezirk. In der Innung Nordbaden und im Vorstand der Schornsteinfeger-Innung

Stuttgart vertrat er seine Kollegen von 1963 bis 1978.

Ebenfalls war Kollege Zimmermann ehrenamtlich als Schöffe am Landgericht

Heilbronn bestellt. Nach über 50 Berufsjahren wurde unser Kollege

Horst Zimmermann am 30. September 1990 in dem wohlverdienten

Ruhestand versetzt.

Neben seinem beruflichen Engagement engagierte sich Horst Zimmermann

bei der Freiwilligen Feuerwehr Eppingen. Er begleitete lange Jahre

das Amt des Schriftführers und des stellvertretenden Kommandanten.

Für seine besonderen Verdienste im vorbeugenden Brandschutz

und 40-jähriger Zugehörigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Eppingen

wurde ihm das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold verliehen.

Neben dem Engagement in der Feuerwehr führte er lange Jahre den

Vorsitz des Odenwaldklubs Eppingen.

Der Familie Zimmermann gilt unsere herzliche Anteilnahme. Es ist uns

eine Verpflichtung, Horst Zimmermann in guter Erinnerung zu behalten

und ihm ein ehrendes Andenken zu bewahren.

Schornsteinfeger-Innung Stuttgart

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Innung

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20 Aktuelles aus den Innungen 11/2010

Innung

Tübingen

Heizanlagen für

Stückholz

Hackschnitzel,

Späne

Pellets

Nachruf

Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Tübingen trauern um Bezirksschornsteinfegermeister i. R.

Hans Bretz.

Hans hatte seinen Beruf geliebt und hat ihn mit viel Freude ausgeübt. Er war mit Leib und Seele Schornsteinfeger

und hatte sich in der Bevölkerung und im Kreise seiner Kollegen eine hohe Achtung und Wertschätzung erworben.

Hans Bretz wurde am 28. Oktober 1938 in Owingen-Teck geboren. Er begann am 11. August 1952 mit noch

nicht einmal 14 Jahren die dreijährige Lehre bei seinem Lehrmeister Wilhelm Seidel in Kirchheim-Teck. Nach der

Lehrzeit folgten fünf Gesellenjahre bis zu seiner nächsten beruflichen Herausforderung, der Meisterprüfung. Am

06. Oktober 1960 konnte er diese dann bei der Handwerkskammer Ulm mit guten Leistungen erfolgreich ablegen.

Nach dieser Prüfung war er fast 10 Jahre als Meistergeselle tätig, ehr er dann zum 01. Juni 1970 – für ihn wohl

völlig unerwartet – durch das damalige Landratsamt Wangen/Allgäu zum Bezirksschornsteinfegermeister auf

Probe bestellt wurde. Somit hatte er sein ersehntes Berufsziel, selbständig einen eigenen Handwerksbetrieb zu

führen, erreicht. Nach dem Probejahr erfolgte die endgültige Bestellung auf den Kehrbezirk Wangen Nr. 4, der

später dann nach der Verwaltungsreform in den Kehrbezirk Ravensburg Nr. 11 umbenannt wurde. Diesen verwaltete

er bis zu seinem Ruhestand. Mit viel Freude am Beruf und unter Wertschätzung der Bevölkerung kam

Hans seinen vielfältigen Aufgaben nach.

In den Gebieten des vorbeugenden Brandschutzes, der rationellen Energieverwendung und bei den Aufgaben

rund um den Umweltschutz konnte er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Seinen Kollegen war er stets sehr

verbunden.

Er war auch viele Jahre Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Wurzach.

Mit Ablauf des 30. Juni 1998 wurde Hans Bretz dann auf Grund eines Schlaganfalls nach 28 Jahren, in denen er

als Bezirksschornsteinfegermeister wirkte, in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Gesundheitlich schwer angeschlagen in der letzten Zeit, war er dann wohl nicht mehr stark genug eine schwere

Infektion zu bekämpfen. So verstarb unser Kollege Hans Bretz am 25. September 2010 mit nicht einmal 72 Jahren.

Wir danken Hans Bretz an dieser Stelle nochmals für seine vorbildliche Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit

und zum Wohle der Bevölkerung. Seiner Familie gilt unsere herzliche Anteilnahme. Als äußeres Zeichen des Dankes

haben wir an seiner letzten Ruhestätte eine Schale niedergelegt.

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11/2010 Presseinformationen 21

Weltweit erstes

Abgasanalysemessgerät

mit ECO-Sensor

Als weltweit erster Hersteller setzt AFRISO bleifreie O2-Sensoren

(ECO-Sensoren) in dem neuen Abgasanalysemessgerät

EUROLYZER STe ein. Das Gerät verfügt durch die neue

Sensortechnologie über die derzeit höchste Stufe an Abgasmesstechnologie,

denn die ECO-Sensoren zeichnen sich

nicht nur durch eine extrem schnelle Kalibrier- und Reaktionszeit

aus, sondern vor allem durch ein hohe Lebensdauer

(Anti-Aging-Kompensation). In dem neuen Messgerät ist

die QA-Mittelwertmessung gemäß der Novellierung der

1. BlmSchV, die zur besseren Beurteilung von Feuerstätten

bei stark schwankenden Abgasverlustwerten dient, bereits

integriert. Das Gerät ist für Messungen an Öl-, Gas- und

Pelletsfeuerungen sowie an BHKW-Heizungsanlagen und

zur Überprüfung von Heizungsanlagen auf CO-Leckagen

geeignet. Das ergonomisch geformte Messgerät wird von

einer robusten Schutzhülle mit integrierten Haftmagneten

umgeben und ist aufgrund seines großen hellen Farbdisplays,

das den Messbetrieb bei Bedarf in zwei aktiven Darstellungsebenen

zeigt, stets gut ablesbar. Die Bedienung,

die sich dank farbunterstützter Menügestaltung und farblich

veränderter Messwertdarstellungen (Grün/Abgas,

Blau/Temperatur, Gelb/Druck) spielerisch einfach gestaltet,

erfolgt über ein Touchpad. Das Gerät kann je nach optionaler

Ausstattung und Konfiguration einen Heizungs-Check

Gasanalyse (O2, CO, CO2, NO, NOx), Druck- und Temperaturmessung,

Heizungs-Check und 4-Pa-Test: Das Abgasanalysemessgerät

EUROLYZER STe von AFRISO ist nach Bedarf konfigurierbar.

und 4-Pa-Test durchführen bzw. folgende Parameter berechnen

und anzeigen: Gasanalyse (O2, CO, CO2, NO, NOx),

Temperatur-/Druckmessung, Differenzdruck, Zug, Effizienz,

überschüssige Luft und automatischen Druckabfall. Die

Datenübermittlung erfolgt per Bluetooth- und USB-Schnittstelle,

wobei Bluetooth auch bei der Kommunikation mit

Druck- und Temperatursonden zum Einsatz kommt. Als

system unabhängiges Speichermedium kann auf eine handelsübliche

Micro-SD-Karte zugegriffen werden. Zur Protokollierung

der Messergebnisse beim Kunden vor Ort steht

eine Infrarotschnittstelle für den Drucker EuroPrinter zur

Verfügung. Ein leistungsstarker NiMH-Akku sorgt im Eco-

Modus für eine Betriebszeit von bis zu 10 Stunden. Mit

dem neuen EUROLYZER STe, der bereits die Zulassung

nach BImSchV und KÜO (TÜV By RgG 190) sowie nach

DIN EN 50379-2 besitzt, setzt AFRISO auf dem Gebiet der

tragbaren Abgasanalysegeräte wiederholt neue Maßstäbe.

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22

Presseinformationen 11/2010

Neuer

RESS-Multifunktions-Trolley

Der neue Multifunktions-Trolley der Firma Ress ist eine

neue universelle Transporttasche für den Schornsteinfeger.

Die neue Tasche bietet eine optimale Lösung zum sicheren

Transport von sowohl Kehrgeräten wie auch Messgeräten.

Das Werkzeug ist leicht und sicher verpackt. Diese spezielle

Werkzeugtasche bietet genügend Platz um alles in nur

noch einer Tasche sicher zu transportieren.

Der ausziehbare Teleskopgriff und zwei kugelgelagerte Rollen

an der Unterseite vom Trolley ermöglichen einfaches

ziehen der Tasche. Alternativ kann die Tasche auch mit

dem gepolsterten Umhängegurt über der Schulter oder in

der Hand mit dem Griff getragen werden.

Der neue Trolley bietet noch mehr Platz und Stauraum als

seine Vorgänger bei einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Es können Messgeräte, Haspeln und Werkzeug

problemlos transportiert werden. Die Maße betragen ca.

62 x 46 x 30 cm (H xBxT). Die Inneneinteilung ist variabel

durch Klettverschlüsse veränderbar. So können viele Dinge

einfach verstaut werden, wie z. B. ein Rauchgasanalyse-

Messgerät und eine Inspektionskamera. Außerdem ist noch

Platz für Werkzeug, wie z. B. Minihaspel, Handhaspel,

Schweizer Eisen, Handfeger, Schöpfkelle, Rußsack und Arbeitsmappe.

Der Multifunktions-Trolley ist aus strapazierfähigem Cordura-Gewebe

hergestellt. Die Unterseite und der Innenraum

sind mit LKW-Plane ausgekleidet. Klettverschlüsse sind

zum schnellen Verschließen der Tasche angebracht.

Dieses neue Transportmittel für Messtechnik und Kehrwerkzeug

schafft perfekte Ordnung und ermöglicht einen

sehr professionellen Auftritt beim Kunden. Wesentlich ist

der Punkt, dass mit dem Trolley unnötiges schweres Tragen

nicht mehr notwendig ist.

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Nähere Informationen:

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Telefon: 05208/91270 • Fax: 05208/8030

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11/2010 Die aktuelle Seite 23

Geburtstage

Wir g r a t u l i e r e n r e c h t her zlich

u n d W ü n s c h e n alles gu t e:

Zu m 89. Gebur tstaG

go t t h i l f Berckhemer, Ba l i n g e n 25. 12.

Zu m 84. Gebur tstaG

ma n f r e d fi n k , Weilheim/t. 02. 12.

Zu m 83. Gebur tstaG

Pa u l sc h m i d , remseck 23. 12.

Zu m 81. Gebur tstaG

he i n z ei c h e l e, heidelBerg 05. 12.

ge o r g st r u l i k , ra s t a t t 06. 12.

Wa l t e r si g l e ,

We i n s t a d t -gu n d e l s B a c h 06. 12.

he i n z ma u r e r, WaiBlingen 11. 12.

Zu m 78. Gebur tstaG

ha r a l d sc h ä B e r l e, esslingen 06. 12.

he i n z hir th, is n y (im allgäu) 17. 12.

Zu m 75. Gebur tstaG

ma x th u m m , Weil d e r st a d t 15. 12.

Zu m 74. Gebur tstaG

ho r s t ma y e r, fr e i B u r g 12. 12.

lu d W i g ru h,

Ba d Peter s tal-gr i e s B a c h 17. 12.

Pa u l hä c ke, ho r B -is e n B u r g 31. 12.

Zu m 72. Gebur tstaG

fr iedr ic h Bo g n e r, eB e r s B a c h-Weiler 17. 12.

Peter nef f, Weilheim 28. 12.

Zu m 71. Gebur tstaG

Wo l f g a n g fleig,

mar xzell-schielBerg 01. 12.

ha n s sc h W a r z , gä r t r i n g e n 15. 12.

Zu m 70. Gebur tstaG

dieter kiedaisch, crailsheim 17. 12.

Winfried ec k , ne u h a u s e n 31. 12.

Zu m 69. Gebur tstaG

ed g a r Jo o s , Bötzingen 07. 12.

ed g a r li P h a r d t,

lö f f i n g e n -göschWeiler 17. 12.

Zu m 68. Gebur tstaG

hi l m a r gö c k l e r,

ne c ka r B i s c h o f s h e i m 05. 12.

Zu m 67. Gebur tstaG

Peter fellmeth,

ro t t e n B u r g -ergenzingen 05. 12.

Jo h a n n Vo i t l , ka n d e r n 21. 12.

Zu m 65. Gebur tstaG

re i n h a r d rü f f e r, st. mä r g e n 08. 12.

Zu m 60. Gebur tstaG

ma n f r e d konieczny, Bo x B e r g 01. 12.

ge r h a r d te l s c h o W, kuPf er zell 11. 12.

Zu m 50. Gebur tstaG

Peter sc h W a r z ,

neuens tein-ki r c h e n s a l l 03. 12.

ka r s t e n Pa t z i g, ma g s t a d t 15. 12.

Willi ro h d e , Ba d e n-Ba d e n 29. 12.

kl a u s Bä h r, ne c ka r g e r a c h 30. 12.

Wann? Was? Wo?

November 2010

27. und 28. November 2010:

Energiespartage Ehingen

Dezember 2010

02. Dezember 2010:

Innungsversammlung Stuttgart

03. Dezember 2010:

Innungsversammlung Tübingen

07. Dezember 2010:

Innungsversammlung Karlsruhe

Impressum

Herausgeber/Verlag

Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg

(jur. Person des priv. Rechts)

Gesamtherstellung

Druck+Verlag Ernst Vögel GmbH

Kalvarienbergstraße 22 � 93491 Stamsried

Telefon: 09466/9400-0 � Telefax: 09466/1276

E-Mail: voegel@voegel.com

Designkonzept: Bernd Lehne, www.lehnedesign.de

Redaktion

Volker Jobst (Redakteur)

Franz Klumpp (stellv. Redakteur, Berufspolitik)

Anschrift

Redaktion Schornsteinfeger-Zeitung Baden-Württemberg

Königstraße 94 � 89077 Ulm

Telefon: 0731/936880 � Telefax: 0731/9368820

E-Mail: info@livulm.de � Internet: www.schornsteinfeger-liv-baden-wuerttemberg.de

Redaktionsschluss

jeweils am 15. des Vormonats

Unverlangt eingesandte Manuskripte verbleiben der Redaktion.

Gezeichnete Artikel geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder.

Nachdruck

nur mit Genehmigung des Herausgebers.

Erscheint

Jeden Monat

Zeitschrift für die Mitglieder des Landesinnungsverbandes Baden-Württemberg.

Im Mitglieds beitrag sind die Druck- und Versandkosten der Zeitschrift enthalten.

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