SChWERPUNKT - Midrange Magazin

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122010IT-Konzepte und Wissen für POWER-Systeme im Unternehmensnetzwerk305819I98E · ISSN 0946-2880 · B 30465 · Ausgabe 238 · € 13,– · CHF 25,–Von der AS/400 zu Power SystemsWie die Weltsmarter wirdRechtliche ArchivierungspflichtenKlar geregeltDisaster Recovery aus der CloudIT-NotfallpläneModernisierte WWS-SystemeAlles im BlickGrößenbeschränkungenDomino-DatenbankenSQL-AbfragenIndex AccessOnlyWolfgang M. Roser, Inhaber WMR Software-Support GmbH,im Interview auf Seite 14


Dezember 2010TECHNIK & INTEGRATIONGrößenbeschränkungen 44Domino-DatenbankenIndex Access Only und Multi Key Row Positioning 46WWS- und PPS-LösungenLückenlose Dokumentation 48Mehr Sicherheit und Effizienz im LebensmittelvertriebAnbieterübersicht 49Mehr Möglichkeiten 50Der Boss kommt jetzt noch schnellerAlles im Blick 52Eschenbach modernisiert WWS-SystemEdle Tropfen auf Lager 55top Logistik setzt auf E+P-Lagerführungssystem LFSBedarfsermittlung bewirkt bestandsreduzierung 56SERVICEWWS- und PPS-LösungenIm Lebensmittelgewerbe haben die Faktoren Qualitätund Sicherheit oberste Priorität. Der Gesetzgeber unterstrichdie Bedeutung dieses Umstands und erließ erweitertegesetzliche Anforderungen an die Dokumentationspflichtender Unternehmen und an die Nachweis führung.Doch wie gelingt es betroffenen Unternehmen, die hohenStandards einzuhalten? Û Seite 48MIDRANGE ONLINEAutoren, Inserenten und Firmen dieser Ausgabe 57Glosse, Vorschau, Impressum 58Midrange JobbörseMidrangeEventFrage des MonatsÛ www.midrange-jobs.deÛ www.midrange-event.deÛ www.midrange.deWissen frei Haus alle zwei Wochen neue,technisch tiefgehende Beiträgeerweitern die Wissensdatenbank von Praktikern für Praktiker im Internet und immer verfügbarJetzt bestellen: 6 Ausgaben Schnupper-Abo für 9,90 €www.techknowletter.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZINITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering ı Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 ı www.midrange.de ı service@midrange.de5


MIDRANGE AKTUELLTICKERBayer MaterialScience nutzt IBM Social SoftwareÛ Bayer MaterialScience (BMS) hat sichfür Social Software von IBM entschieden.Mit Lotus Connections ermöglichtdas Unternehmenseinen Mitarbeitern,noch besser zusammenzuarbeitenundInformationen miteinanderzu teilen.Die Entscheidung fürLotus Connectionserfolgte im Rahmeneiner Initiative zur Modernisierung derbestehenden Arbeits- und Collaboration-Umgebunginnerhalb des Konzerns.Mit Connections können die Mitarbeitervon Bayer MaterialScience zum Beispielschneller die Fachexperten finden, dieRed Hat Enterprise Linux 6 verfügbarÛ Das neue Release Red Hat EnterpriseLinux 6 definiert neue Standards fürkommerzielle Open-Source-Umgebungen.Durch eine flexible Unterstützungunterschiedlichster IT-Architekturenstellt Red Hat Enterprise Linux 6 eineumfassende Grundlage für den Einsatzin physischen, virtualisierten und Cloud-Umgebungen bereit. „Red Hat und IBMkooperieren seit mehr als einem Jahrzehnt,um Red Hat Enterprise Linux undIBM-Plattformen so eng wie möglich aufeinanderabzustimmen, immer ausgerichtetan den Bedürfnissen der gemein-NTT Europe erweitert Cloud Computing-AngebotÛ NTT Europe erweitert das Angebotum den Service „Compute Cloud“, derunter dem BizCITY Konzept bereitgestelltwird. Mit dieser Lösung könnenUnternehmen jederzeit und von jedemOrt der Welt sicher auf ihre Anwendungenzugreifen. Mit dem Start von Comsiebenötigen, und besser gemeinsammit Kollegen an Projekten zusammenarbeiten,die praktisch am anderen Endeder Welt sitzen. LotusConnections bündeltzahlreiche kollaborativeWerkzeuge wieBlogs, Wikis, Profiles,Bookmarks, Communities,Foren, DokumentenaustauschundActivities. Hierdurchkönnen Geschäftsnutzer ein Netzwerkmit Kollegen aufbauen, nutzen und pflegenund z. B. Diskussionen in sicherenvirtuellen Räumen führen.www.ibm.desamen Kunden“, berichtet Jean StatenHealy, Director Worldwide Cross-BrandLinux Strategy bei IBM. „Die Kombinationaus Red Hat Enterprise Linux 6 undIBM-Technologien bietet Unternehmennochmals deutliche Verbesserungenfür mission-critical, virtualisierte undCloud-Umgebungen, speziell, wenn siedie neuesten IBM-Hardwarefunktionennutzen. Red Hat Enterprise Linux 6 isteine bedeutende neue Plattform für dieBranche.“www.redhat.depute Cloud verfolgt NTT Com das Ziel,seine Produktpalette global auf einemKundenportal mit nur einem Vertrag undeinem Service-Level-Agreement (SLA)bereitzustellen.www.eu.ntt.comÛ Mozy startet in Deutschland:Mozy, die Online-Backup-Lösung ausder EMC Corporation, ist ab November2010 erstmals als deutschsprachigerDienst verfügbar. Das gleichnamigeUnternehmen bietet zweiverschiedene Services an: Mit Mozy-Pro legen Firmen Backups sensiblerUnternehmensdaten auf sicherenSpeicherplätzen von Mozy in Europaan. www.mozy.de Û PSI erhältGroßauftrag von der SchweizerischenPost: Das PSI-TochterunternehmenPSI Logistics GmbH wurdevon der Schweizerischen Post mitder Lieferung eines integriertenTransportmanagementsystems fürden Konzernbereich PostLogisticsbeauftragt. Basis der Realisierungsind die Standardprodukte PSItmsfür das Transportmanagement undPSIglobal zur Planung logistischerNetzwerke. Das an PSI vergebeneProjektvolumen bewegt sich im mittlereneinstelligen Millionenbereich.www.psi.de Û Neues MicroStrategyRelease: Ab sofort ist das Release3 der MicroStrategy Plattform 9 erhältlich.MicroStrategy bietet damiteine deutlich schnellere Bereitstellungvon BI-Daten und höhere Benutzerfreundlichkeit.Zudem kommenfür den Anwender neue Funktionenhinzu, wie beispielsweise erweiterteMöglichkeiten der kartenbasiertenAnalyse oder die Unterstützungvon Informationen aus webbasiertenQuellen. www.microstrategy.deÛ GFT wächst: Die GFT TechnologiesAG knüpft an die positive Geschäftsentwicklungder ersten Jahreshälftean und schließt das dritteQuartal mit einer deutlichen UmsatzundErgebnissteigerung ab. Der Vorstandrechnet mit einem Gesamtumsatzin Höhe von 245 Millionen Euround einem Ergebnis vor Steuern zwischenelf und zwölf Millionen Euro.www.gft.comwww.midrange.de6MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Neues Detecon-Opinion-Paper zu Skills der MitarbeiterStrategischer ErfolgsfaktorWenn Unternehmen in wissens- und innovationsgetriebenen Branchen wissenmöchten, welche Fähigkeiten ihre Mitarbeiter derzeit haben und künftig benötigen,ist ein Skill-Management erforderlich.ModerneSkill-Management-Konzepteunterstützen dabei nichtnur die klassische Personalarbeit, sondernauch Wertschöpfung und strategischeEntscheidungsfindung im Unternehmen.Dies erläutert ein neuesOpinion Paper („Architektur für ein zukunftsorientiertesSkill-Management“)der ICT-Managementberatung Detecon.Die von Detecon vorgeschlageneSkill-Management-Architektur bestehtaus den fünf Bausteinen Führungssystem,Lebenszyklus, Integration, Stan-dards und Strategie. Aus dem Konzeptleiteten sich unter anderem die Anforderungenab, die der Katalog der bestehendenFähigkeiten (Skill-Katalog)erfüllen muss. Er beinhaltet eine systematischeSammlung aller für dasUnternehmen relevanten Kenntnisseund Fähigkeiten sowie eine Systematikzu deren Bewertung. Das Opinion Paperempfiehlt, nur strategisch wichtigeMitarbeiterfertigkeiten in den Skill-Katalogaufzunehmen. Zudem muss dasSkill-Management durch ein effizientesIT-System unterstützt werden, mit demder Skill-Katalog im Rahmen der definiertenProzesse und Verantwortlichkeitenaktualisiert und systematischgepflegt werden kann.Das Opinion Paper „Architektur fürein zukunftsorientiertes Skill-Management“steht unter Û www.detecon.com/skillmanagement zum Download zurVerfügung.óDetecon International GmbH, Bonnwww.detecon.comLeontura, iStockphoto.comTech ForumDesktop-Virtualisierung /Thin ClientsMünchen, 25. Januar 2011Düsseldorf, 14. April 2011Desktops zentral und effi zientbereitstellenAlle Informationen und Anmeldung:www.lanline-events.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZINIhre Ansprechpartnerin: Kati Landauer, Telefon: +49 89 4520572-11, E-Mail: kati.landauer@lanline.de7


SAP AKTUELLBeginnend mit dieser Ausgabe werden wir künftig an dieser Stelle im MIDRANGE MAGAZINausführlicher über den SAP-Markt berichten. Freuen Sie sich auf Buchvorstellungen,aktuelle Meldungen und berichte aus dem Markt sowie Interviews mit und Portraits vonden Persönlichkeiten und Firmen, die den Markt repräsentieren.All for One:Große Schrittein Sachen SAPBusinessByDesignNur wenige Tage nach Abschluss einesentsprechenden Solution Reseller-Vertragsmit SAP Deutschland hatAll for One mit der Bochumer Globologbereits den vierten Kunden fürdie neue On-Demand-Software gewonnen.Der Filderstädter SAP-Komplettdienstleisterwird auch die Einführung der Lösung übernehmen.Globolog ist auf Softwarelösungen für revisionssicheresE‐Mail- und Dokumentenmanagement spezialisiert,beschäftigt 15 Mitarbeiter und strebt mit SAP Business ByDesignvor allem „integrierte Geschäftsabläufe mit einer hohenProzesssicherheit“ an, wie Rainer Stecken, Globolog GeschäftsführerTechnologie, versichert. „Der On-Demand-Betriebder Unternehmenssoftwarelösung ermöglicht zudem eineschnelle und ressourcenschonende Implementierung. DieNutzung des Internets für B2B-Transaktionen deckt sich zudemgenau mit unseren eigenen Vorstellungen von modernenund zukunftssicheren Softwarearchitekturen, wie sie auch beiunseren eigenen Softwareanwendungen zum Tragen kommen“,so Stecken weiter.www.all-for-one.comStas Control:Planung aufBasis SAPBusiness-ObjectsIm Frühjahr war der Startschuss fürdie Zusammenarbeit zwischen SAPund STAS gefallen, im Juli stand dieBI-Lösung zur Verfügung. Jetzt wurdeauch die Planungskomponente vonStas Control termingerecht fertig gestellt.Damit kann die schlüsselfertigeSoftware zur Planung, Analyse und Steuerung mittelständischerUnternehmen auch komplett auf der Plattform SAP-BusinessObjectsgenutzt werden. „SAP BusinessObjects Planningand Consolidation ist aufgrund der hervorragenden Office-Integrationsehr einfach erlern- und handhabbar. Die integrierteWorkflow-Steuerung macht das Produkt zu einem äußerst effizientenund mächtigen Planungswerkzeug. Doch der hoheFunktionsumfang hat seinen Preis: Kunden müssen bei derEinführung einen recht hohen Aufwand allein für die Definitionder Planungslogik einkalkulieren“, so der STAS Services- undEntwicklungsleiter Andreas Klostermann. Ganz anders sei dasmit Stas Control: Statt einer „nackten“ Oberfläche erhieltenzukünftige Anwender bereits eine umfassende Lösung, die inwenigen Tagen produktiv genutzt werden könne.www.stas.deProduktivität, Rating, Lieferantenmanagement:Entscheider bei mittel-Das neueBranchenportalvon benötigen Informationen zu den TheständischenAutomobilzulieferernSAP und IBM men, die sie Tag für Tag beschäftigen.Auf einem neuen Branchenportalbündeln SAP und IBM dieses Material.„Wie wirtschaftlich arbeitet mein Unternehmen?“ Oder:„Wie gut ist meine Finanzorganisation?“ Speziell mittelständischeAutomobilzulieferer können sich diese Fragen hier in einemSchnell-Check selbst beantworten. Auf der Website www.automotive-zulieferer.de finden sie zahlreiche Informationen,wie beispielsweise einen Podcast zum Thema „Rating-Agenturen“oder die CEO-Studie „Unternehmensführung in einer komplexenWelt“. Monatlich wird das Portal um ein weiteres Businessthemaergänzt – angefangen bei der Produktivität überdas Management von Lieferanten und somit der systematischenRisikokalkulation bis hin zur Entwicklung.www.automotive-zulieferer.deAnsmann AGmacht SAP-Daten mobilAssamstadt, Nürnberg und Tochterfirmenin Hong Kong, England, China,USA, Italien, Frankreich, Schwedenund im Baltikum – die globale Ansiedlungder Ansmann-Standorte machtedie effiziente Verteilung von Informationenin der Vergangenheit oftschwer. Vor allem der Zugriff auf die SAP-Daten des Unternehmensgestaltete sich problematisch, da viele Mitarbeiter zwarvon Zeit zu Zeit auf bestimmte SAP-Daten zugreifen müssen,aber nicht jeder Mitarbeiter über einen eigenen Zugang verfügt.Binnen weniger Wochen wurde nun ein Portal auf Basisder Portalsoftware Intrexx erstellt, das den Mitarbeitern viaBlackberry auch mobil zur Verfügung steht. Hiervon profitierenvor allem die Außendienst- und Vertriebsmitarbeiter: Sie greifendirekt beim Kunden via Portal auf die aktuellen Lagerbeständezu. Jeder Standort verfügt nun über den gleichen Informations-und Datenbestand.www.unitedplanet.com8 MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Steria MummertstartetAusbildungsoffensivezumSAP-BeraterDas Management- und IT-Beratungsunternehmenbietet 2011 zusätzlich75 Hochschulabsolventen und YoungProfessionals ein strukturiertes Ausbildungsprogrammzum SAP-Berateran. In dem dreimonatigen Lehrgangsollen die Teilnehmer, unter anderemauch von SAP Education im Rahmen der SAP Consultant Academy,auf ihre zukünftigen Aufgaben als SAP-Consultant vorbereitetwerden. Das Programm richtet sich vorrangig an Wirtschaftswissenschaftler,Wirtschaftsinformatiker und Informatikermit ersten Vorkenntnissen, bietet aber auch NaturwissenschaftlernChancen. Die angehenden SAP-Berater lernen dieklassischen SAP-Module mit ihren Komponenten kennen unddurchlaufen eine Vertiefungsausbildung, die auf den späterenEinsatzbereich ausgerichtet ist. Die Ausbildungen starten jeweilsApril, Juni und Oktober 2011.www.steria-mummert.deMobil, offlinefähigundmiddlewarefrei:Lösungenfür SAP ERPEine strategische Partnerschaft undCo-Innovation zwischen coresystemsund proaxia eröffnet SAP ERP-Kundendie Welt der mobilen Möglichkeiten:Die coresuite Produktpalette ist nundurch den von proaxia entwickeltenConnector auch mit SAP ECC verbunden;damit sind Cloud-basierte Architektur und die vorgefertigtenStandard-Apps für alle SAP ERP-Installationen nutzbar.Diese Architektur ohne Middleware erfordere nur eine geringeInvestition und sei einfach integrierbar, erklärt Dr. Peter Lindtner,CEO der proaxia consulting group ag.www.coresystems.chWaremaGruppe:SAP löstInfor abwww.proaxia-consulting.comDer Spezialist für Sonnenschutzsystemehat All for One mit der gruppenweitenEinführung einer SAP-Anwendungslandschafteinschließlich Systemintegrationbeauftragt. Das Investitionsvolumenbeträgt rund 2,4 MillionenEuro, 600 SAP User sollen profitieren.Im Mittelpunkt steht die optimale Integration der Warema-Eigenentwicklungfür das gesamte Kundenauftragsmanagementmit der neuen SAP-Landschaft. Die zentralen Herausforderungenliegen in einem unternehmensweit durchgängigenWertefluss und der Abbildung der vielfältigen Prozesse– neben der Variantenfertigung im Sonnenschutzgeschäft giltes, die Einzelfertigungsabläufe im Maschinen- und Anlagenbausowie die Serienfertigung der Kunststoffteile und Steuerungssystemezu unterstützen. „SAP-seitig kommen daher Voreinstellungenzum Tragen, die einerseits unser SAP Business Allin-OneBranchenlösung All for Machine, andererseits All forAutomotive entnommen werden. Zudem werden insgesamtzwölf unserer Zusatzlösungen bei Warema eingeführt, darunterauch All for EDI für Protokolle wie VDA, EDIFACT oder XML zurdirekten Kommunikation mit ausgewählten Kunden und Lieferanten“,so All for One-Projektleiter Michael Berner.www.all-for-one.com2011:Der Markt fürSAP-Serviceswächst um7,7 ProzentDer deutsche Markt für SAP-Serviceszeigt in diesem Jahr wieder ein Wachstumvon 4,4 Prozent gegenüber 2009– so lautet das Ergebnis einer Studievon Pierre Audoin Consultants (PAC)im Rahmen des SAP Services ResearchProgram. Für 2011 erwarteman in Deutschland einen deutlichen Anstieg um 7,7 Prozent.Weltweit zeichne sich 2010 im SAP-Services-Markt ein Wachstumum 3,7 Prozent ab. 2011 würden SAP-Services weltweitum 7,2 Prozent zulegen. Als wesentliche Motivation für die vermehrteInvestition vieler Firmen in SAP-Services sieht PAC dasThema „Standardisierung“. Eine höhere Investitionsbereitschaftmache sich insbesondere im Bereich Outsourcing bemerkbar.Während bisher vorwiegend Themen wie SAP-Hostingan externe Dienstleister übergeben wurden, sehe man nunauch viele Projekte im Bereich des Application Managements.Julia Reichhart, Director SAP Services Markets bei PAC: „Obsich SAPs Mid-Market-Strategie mit Business ByDesign auszahlt,muss die SAP allerdings erst noch beweisen.“www.pac-online.deAtos OriginerweitertSAP-PortfolioIm Rahmen eines OEM-Vertrages mitder SAP AG integriert der IT-Dienstleistersein Adaptive Workplace-Angebotmit SAP BusinessObjects BIOnDemand. Die Lösung wird aufSaaS-Basis bereitgestellt. Pay-per-Use Angebote treffen nach Ansichtvon Atos Origin die aktuellen Bedürfnisse der Kunden und würdendemnach den IT-Markt nachhaltig beeinflussen. „Wir sindder der erste europäische SAP-Partner, der seinen Kunden einemit SAP BusinessObjects BI OnDemand integrierte Lösunganbietet“, sagt Frenk Verburgt, globaler SAP Direktor bei AtosOrigin. „Eingebunden in die neue SAP-Lösung bieten unsereLeistungen den Kunden einen RoI von weniger als 90 Tagen.“Kunden können das Angebot auf Basis zweier Preismodelle beziehen– entweder pro Nutzer oder zum Fixpreis.www.atosorigin.com12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN9


MIDRANGE AKTUELLKöpfeDie Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hat eine Studie mit dem Titel„Technologie, Talente und Toleranz – Wie zukunftsfähig ist Deutschland?“ erstellt unddazu Manager von 1200 forschungs- und entwicklungsintensiven Unternehmen aus allerWelt befragt. Die Studie steht zum Download unter bit.ly/98BbmL bereit.www.ey.comChristophMüller‐DottGeschäftsführerOrange BusinessServicesGermany GmbHCharlesArizmendiChief OperationsOfficerBitDefenderSunil SuryaEuropa-ChefNIIT TechnologiesChristoph Müller-Dott (45) verantwortetseit 1. Oktober als neuer Geschäftsführerder Orange Business Services GermanyGmbH die Geschäftstätigkeit in Deutschland.Der Diplom-Ingenieur und Masterof Science für Elektrotechnik/Nachrichtentechnikverfügt über langjährige Erfahrungim Telekommunikationsumfeldaus verschiedenen Führungspositionen:Zuvor war er bei Verizon Business, beider MCI WorldCom Deutschland GmbHund bei der WorldCom TelecommunicationServices Deutschland.www.orange-business.comBitDefender hat Charles Arizmendi zumneuen COO berufen. Zukünftig wirder die globale Strategie und weltweiteExpansion des Unternehmens weitervorantreiben. Außerdem leitet er dieglobalen Sales‐, Marketing- und CustomerCare-Teams. Arizmendi verfügtüber mehr als 20 Jahre Erfahrung in denBereichen Sales, Marketing und Operations.Vorher war er bei Microsoft alsLeiter der Channel Sales‐, MarketingundProgramm-Teams für Zentral- undOsteuropa verantwortlich.www.bitdefender.deSunil Surya zeichnet bei NIIT ab sofortals neuer Europa-Chef verantwortlich.Zielsetzung des Managers mit langjährigerErfahrung in leitenden Funktionenist der Ausbau der Marktposition desUnternehmens in UK, DACH, Beneluxund Spanien. Sunil Surya verfügt überdreißig Jahre Erfahrung in APAC und denUSA. In den vergangenen zwölf Jahrenverantwortete er das Europa-Geschäftdes Unter nehmens Hexaware in UK,DACH, Frank reich, Benelux und Skandinavien.www.niit-tech.deManfred EierleArea VicePresident,Country ManagerDeutschland undSchweizCA TechnologiesTobias WagnerFinanzchef,IT-LeiterTDS AGWolfgang MayGeschäftsführerentrada KommunikationsGmbHCA Technologies hat Manfred Eierle zumArea Vice President und Country Managerfür Deutschland und die Schweiz ernannt.Manfred Eierle war im Januar 2010als Country Manager für die Schweiz zuCA Technologies gestoßen und hatte diedortige Mannschaft neu strukturiert undergänzt. Mit sofortiger Wirkung leitet erzusätzlich die deutsche Organisation.Manfred Eierle hat 15 Jahre Erfahrung imSales Management. Bevor er zu CA kam,hatte er eine internationale Position imSolution Sales Management inne.www.ca.comDie TDS AG hat einen neuen Finanzchefund IT-Leiter: Tobias Wagner (38) ist mitsofortiger Wirkung neuer CFO und CIOsowie Mitglied des Managementteams.Er ist bereits seit 1. Oktober 2007 alsLeiter des Controllings bei der TDS. Zuvorhatte er rund 10 Jahre verschiedeneführende Positionen im Controlling beiCSC inne. In seiner neuen Position stehter neben dem Finanzbereich und der ITauch den Zentralbereichen Einkauf, Qualitätsmanagement,Facility Managementsowie Investor Relations vor.www.tds.fujitsu.comDie entrada Kommunikations GmbH istauch in der Schweiz präsent. Mit derTochtergesellschaft in Zürich machtder Paderborner IT-Security-Distributoreinen weiteren Schritt in Richtung Qualitätsführungim deutschsprachigenRaum. Wolfgang May (46) ist eingetragenerGeschäftsführer und für das operativeGeschäft verantwortlich. May istfür den Auf- und Ausbau des SchweizerGeschäftes verantwortlich. Bei EMC warer zuletzt als Distribution Manager EMEANorth tätig.www.entrada.de10MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


MIDRANGE AKTUELLFRAGE DES MONATSMobile Scanner-Lösungensorgen für mehr Prozesssicherheitin der Logistik.?DIE fragePlanen Sie in den nächstenzwölf Monaten eine dahingehendeModernisierungIhrer WWS-Anwendung?DAS ergebnis44 % nein1.075 Teilnehmerhaben abgestimmt56 % jaFehlerquellen reduzieren,Zeit und Ressourcen einsparenMehr als die Hälfte der Befragtenplant eine Modernisierung ihrerWWS-Anwendung. Generell lässt sichsagen, dass sich positive Effekte durchden Einsatz einer mobilenScanner-Lösungüberall dort einstellen,wo sich aus einem ortsungebundenenZugriffauf eine Backend-Anwendungwie das ERP-System die stärkstenVorteile realisieren lassen.Eine webbasierteeBusiness-Lösung fürPDA-Geräte vereinfacht die Logistik-Prozesskette im Wareneingang, indemim Lager bei der Ein- und Umlagerungüber Barcode-Scanner beispielsweise„ Eine webbasierteeBusiness-Lösungfür PDA-Gerätevereinfacht dieLogistik-Prozessketteim Wareneingang.“Laufwege optimiert werden können. Dadie komplette Businesslogik bei dieserLösung im ERP-System hinterlegt ist,werden Daten auch nur noch einmalerfasst und müssennicht mehrfach gepflegtwerden. Dadurchwerden Fehlerquellenreduziert, Zeit und Ressourceneingespart unddie Prozesseffizienz gesteigert.Auch ist einerneutes Anmelden beiChristoph Harzereinem Verbindungsabbruchnicht erforderlich.Wird eine automatische Plausibilitätsprüfungder Daten mit in die mobileLösung eingebaut, erhöht sich dadurchauch noch die Prozesssicherheit. Einweiterer positiver Effekt ist die stetsaktuelle Datenbasis im ERP-System, daLagerbewegungen sofort in allen Unternehmensbereichensichtbar werden.Die ABAS Software AG bietet mit derwebbasierten eBusiness-Lösung abaseBeine Standardanwendung für PDA-Geräte mit integriertem Barcodescannerund Webbrowser an. Die Prozesssicherheitwird garantiert, da die Businesslogikim ERP-System hinterlegt ist.Mit abas-ERP und abas-eB steht demAnwender somit ein voll integriertesSystem zur Verfügung. Durch die hoheFlexibilität können die Anwendungeneinfach und schnell an die unternehmensspezifischenProzesse angepasstwerden, ohne dabei die Upgradefähigkeitzu verlieren.ó12MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


kommentarkommentator zum unternehmen ihre meinung, bitte!Emrah Turudu, iStockphoto.comChristoph HarzerMarketing ManagerABAS Software AGchristoph.harzer@abas.deABAS Software AGDie Kernkompetenz der ABAS Software AG ist die Entwicklungflexibler ERP- und eBusiness-Software für mittelständischeUnternehmen mit 10 bis über 1.000 Mitarbeitern.Mehr als 2.300 Kunden entschieden sich fürABAS als IT-Spezialist und für die integrierte abas-Business-Software.Aus dem 1980 gegründeten, studentischgeprägten Unternehmen ABAS ist eine Unternehmensgruppegeworden. Bei der ABAS Software AG inKarlsruhe sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, im Verbundder rund 50 abas-Partner weltweit sind ca. 600 Mitarbeitertätig. Die abas-Software-Partner betreuen dieKunden vor Ort und bieten Service von der Implementierungüber die Hardware- und Netzwerkbetreuung bishin zu Customizing und Hotline und sorgen für kurzeReaktionszeiten und hohe Servicequalität. ABAS ist internationaldurch Partner in Deutschland, Österreich,der Schweiz, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, derTschechischen Republik, Slowakische Republik, Polen,Ukraine, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Spanien,Iran, Indonesien, Indien, Sri Lanka, Malaysia, Singapur,Vietnam, Thailand, China, Hongkong, Australien,Mexiko, Chile, Kanada und in den USA vertreten.www.abas.deUnsere aktuelle Frage des Monats:Die Virtualisierung von Server- und Speichersystemenermöglicht eine bessere Auslastung derIT-Infrastruktur und spart Administrations- undEnergiekosten.Beschäftigen Sie sich aktuell mit Virtualisierungsprojekten?In der jeweiligen Frage des Monats erfassen wiraktuelle Trends und Strömungen des IT-Marktesund fragen zum einen die Leser des +++ MondayMorning Tickers +++ und zum anderen aufunserer Homepage nach Ihrer Meinung:Û www.midrange.deBeteiligen Sie sich und stimmen Sie ab. DieAbstimmung geschieht anonym und ohne jedeweitere Befragung o. ä. Wir freuen uns ebenfallsüber Kommentare zur aktuellen Frage desMonats, die Sie direkt nach Ihrem Voting eingebenkönnen. Für Ideen für kommende Fragenkontaktieren Sie uns einfach per E-Mail:Û redaktion@midrange.dewww.midrange.deLeontura, iStockphoto.comTech ForumVerkabelung/NetzwerkundRZ-InfrastrukturMünchen, 8./9. Februar 2011Effi zienter und kostenoptimierterEinsatz moderner NetztechnikWeitere Veranstaltungen dieser Reihe:24./25. 5. 2011, Köln16. 6. 2011, Zürich30. 8. 2011, Hannover20./21. 9. 2011, Leipzig12. 10. 2011, WienAlle Informationen und Anmeldung:www.lanline-events.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZINIhre Ansprechpartnerin: Kati Landauer, Telefon: +49 89 4520572-11, E-Mail: kati.landauer@lanline.de13


MIDRANGE AKTUELLVon der AS/400 über iSeries und System i zu Power SystemsWie die Welt smarter wirdIBM i ist eine integrierte Betriebsumgebung, die seit 20 Jahren für herausragendeSicherheit und Hochverfügbarkeit steht und sich dennoch stetig weiterentwickelt.Ebenso schon 25 Jahre im Geschäft und vom deutschsprachigen System-i-Markt nichtmehr wegzudenken, ist die WMR Software-Support GmbH mit ihrem InhaberWolfgang M. Roser, den wir um seine Sicht der AS/400-Dinge gebeten haben.Redaktion: Herr Roser, nicht seltenwird das bewährte AS/400 System als„überholt“ bezeichnet. Wie sehen Siedie zukünftige Entwicklung am Power-Systems-Markt?Wolfgang M. Roser: Dass die AS/400als „überholt“ gilt, höre ich nun schonseit zehn Jahren. Dennoch verlassen sichkleine genauso wie große Unternehmennach wie vor auf bewährte Lösungen.Gerade in Zeiten, wo bei der Einführungneuer Software jeder grundsätzlich aufden Release des ersten Service Packswartet, wissen die Menschen zuverlässigeSysteme um so mehr zu schätzen.Und mit „zuverlässig“ meine ich keineswegs„alt“, wenn man bedenkt, dassIBM gerade wieder neue High End- undLow End-Lösungen einführt und sich dieAS/400 immer wieder neu oder einfachweiter erfindet.„ Unternehmer müssen sichbeim Einsatz geschäftskritischerAnwendungen aufeine effiziente IT-Infrastrukturverlassen können.“Wolfgang M. RoserRedaktion: Sie sprechen vom neuenIBM i 7.1?Wolfgang M. Roser: Ja. Manche mögenvielleicht behaupten, dass die Mühlenbei der Weiterentwicklung des System iWolfgang M.RoserInhaberWMR Software-Support GmbHoffice@wmr.atlangsamer mahlen als bei anderen Systemen– dennoch tun sie es stetig, wieIBM i 7.1 wieder beweist. Unternehmermüssen sich beim Einsatz geschäftskritischerAnwendungen auf eine effizienteIT-Infrastruktur verlassen können. Undnatürlich ebenso auf Software, die esversteht, diese intelligent zu nutzen. Mitdem System i 7.1 bietet IBM eine hochskalierbare und virusresistente Architekturmit einer außergewöhnlichen Verfügbarkeit.Redaktion: Es lohnt sich also Ihrer Meinungnach, nicht vom Zug abzuspringenund heute noch in die Weiterentwicklungoder Aktualisierungbestehender RPG-Programmezu investieren?Wolfgang M. Roser: Unbedingt.Von einem fahrendenZug abzuspringen ist oft keinegute Idee, glaubt man der Maxime„never change a running system“. WennUnternehmen beim Neuprogrammierenbewährter Software das Radneu erfinden wollen, überse-14MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


hen sie in der euphorischen Erwartungoft die Risiken, die bei jeder Einführungoder Veränderung geschäftskritischerAnwendungen bestehen. Zum Beispielwird häufig über den Kopf der eigentlichenBenutzer hinweg entschieden – umnur einen Punkt anzuführen. Und welcheErfolgschancen hat schon eine neueSoftware, die von den eigenen Mitarbeiternnur widerwillig eingesetztwird – wenn überhaupt.Redaktion: Also plädieren Sie dafür,bestehende AS/400 Programmeweiterzuentwickeln?Wolfgang M. Roser: Genau. Istdoch die einzige Konstante dieVeränderung. Warum also nicht bewährteSysteme und Programme ausbauenund weiterentwickeln? Viele Unternehmenfürchten sich oft vor Eingriffen inihre so genannten „Herzstücke“ undbauen so unnötige, behelfsmäßige Lösungendrum herum, statt die Aufgabegleich an der Wurzel zu packen. Undbei ehrlicher Betrachtung kommt einesinnvolle Weiterentwicklung immer nochwesentlich günstiger als eine kompletteNeuprogrammierung.Redaktion: Verstehen Sie das auch unterIhrem Firmenmotto: „Die Welt wirdsmarter – und wir mit ihr“?Wolfgang M. Roser: Ja, mit WMR Software-Supportbieten wir seit 20 Jahrengenau das an. Erprobte Business-Lösungenfür die verschiedensten Geschäftsbereicheebenso wie individuelle Software-(Weiter-) Entwicklungfür System i. IBM bietet„Power für Ihr Business“und wir haben uns zurAufgabe gemacht, smarteLösungen dazu bereitzustellen.Redaktion: Abgesehenvon individueller Programmierung,welcheProdukte bietet die WMRSoftware-Support an?Wolfgang M. Roser: Wirbieten eine Vielzahl verschiedensterLösungen,„ IBM bietet ‚Power für Ihr Business‘und wir haben uns zur Aufgabe gemacht,smarte Lösungen dazu bereitzustellen.“zum unternehmenIn a Nutshell – WMR im ÜberblickWolfgang M. Roser gründet das Unternehmen1986 und spezialisiert sich auf dieEntwicklung und Programmierung von kaufmännischenGeschäftsanwendungen für IBMSystem i.Die Gesamtheit ist mehr als die Summeihrer Einzelteile. Gleich ob es um Standardlösungen,um maßgeschneiderte Software-Entwicklung oder um die Wartung geht – dieQualität steht bei der WMR Software-SupportGmbH unbestritten im Mittelpunkt. WMR bietetDienstleistung für IBM System i, bei derdie vielfältigen Aspekte nicht nur erkannt,sondern auch intelligent zusammengeführtwerden. Denn die Gesamtheit einer Systemi-Landschaft,mit Soft- und Hardware undnicht zuletzt ihren Benutzern, ist stets mehrals die Summe ihrer Einzelteile.www.wmr.atWolfgang M. Roserdarunter die FBS/400 Finanzbuchhaltungfür IBM System i – eine solide undumfangreiche Lösung zur Verbuchungsämtlicher Geschäftsfälle.NAB/400 Native Application Builderdagegen ist ein Entwicklungswerkzeugzum Erstellen oder Weiterentwickelnbestehender Software. Damit lässt sichbeispielsweise eine einfache Stammdatenverwaltungin nur 15 Minuten aufKnopfdruck erstellen. Software, die mitNAB/400 erzeugt wird, zeichnet sichbesonders durch hohe Flexibilität undUnabhängigkeit aus. Ergänzungen undÄnderungen an Programmen können mitminimalem Zeitaufwand – und dadurchkostenfreundlich – umgesetzt werden.Unsere neue XLS/400 Excel Ausgabebringt iSeries-Daten in das MicrosoftExcel Format, das sich zum Beispiel zurAnalyse oder zur Weiterverarbeitungmit einer Business Intelligence Softwareà la QlickView eignet. Nicht seltenschaffen wir auch Weboberflächen zur„gemeinsamen“ Verwaltung und Verarbeitungvon System-i-Daten – Stichwort:Collaboration. Auch die Datenaufbereitungfür mobile Endgeräte in Form vonApplications oder als mobile Webanwendungenist längst keine Seltenheitmehr.Als besonderen Service seheich unseren Hochverfügbarkeitsdienstfür IBM System i. Damitbieten wir ein Maß an Sicherheit,das in der Welt der Power Systemskeineswegs selbstverständlich ist.Diese Leistung wird stets exaktauf die individuellen Kundenbedürfnissezugeschnitten und bietet Schutz vorAusfällen jeglicher Art. Im Fall der Fälleliefern wir sogar eine Back-up-Maschine,wenn der Kunde nicht ohnehin überStandleitung an ein redundantes Systemin unserem Rechenzentrum angebundenist. Dieser Service geht sogar so weit,dass wir unseren Kunden im Extremfallbis zu 24 Arbeitsplätze in unseren Räumlichkeitenzur Verfügung stellen.Sozusagen ein ganzheitliches Konzeptund eine smarte Lösung. óProdukte von WMR:ó FBS/400 Finanzbuchhaltungó NAB/400 Native Application Builderó XLS/400 Excel Ausgabeó BAB/400 Betriebsabrechnungó FEB/400 Electronic Bankingó FIS/400 Finanzinformationssystemó ARS/400 Anlagenbuchhaltungó DTB/400 Datenträgerbereitstellungó AZE/400 Arbeitszeiterfassungó DWS/400 Datawarehousesystemó PPS/400 Plakatplanungssystemó PWS/400 PlakatwerbesystemóABS/400 AuftragsbearbeitungóGEO/400 KoordinatensystemóGHA/400 GroßhandelsabwicklungóPartnersoftware wie F95 Fracht undDUV/400 Dublettenvermeidung12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN15


MIDRANGE AKTUELLKrisenmanagement: „Stell Dir vor, es brennt und keiner löscht!“Mitarbeiterbindung in der KriseStellen Sie sich vor, ein Haus brennt. Die Flammen schlagen aus den Fenstern,die Feuerwehr ist angerückt. Der Einsatzleiter ruft verzweifelt: „Ihr müsst löschen!“,aber seine Männer weigern sich, sie stehen herum, diskutieren, argumentieren –denn sie sehen den Brand nicht.Dieses Szenario verdeutlich einKernproblem von Krisenmanagement:Mitarbeiter haben häufig ein Verhältniszur Krise ihres Unternehmenswie die Feuerwehrleute in unseremBeispiel, die zwar ihren Einsatzleitererleben, aber kein Feuer sehen.Führungskräfte verfügen hierarchiebedingtüber wesentlich andereInformationen als ihre Mitarbeiter:Sie haben Zugang zu anderen Quellen,reden mit anderen Leuten, erleben andereDinge. Je weiter oben in der Hierarchie,desto wichtiger wird ein weiterBlick nach vorne. Krisenhafte Ereignissewerden also von (guten) Managernfrüher gesehen, Lösungen werden erarbeitetund in die Mannschaft getragen.Den Mitarbeitern diese Lösung zu „verkaufen“ist dabei aber erst der zweiteSchritt – zunächst müssen sie für dasProblem sensibilisiert werden.Handlungsalternativenfür die MitarbeitereinbindungIn meiner Managerzeit hatte ich dieVerantwortung für die Auslandswerkeunserer Gruppe. Eines dieser Produktionswerkegeriet in eine Krise, dieder Geschäftsführer vor Ort zu spät erkannte.Für fünf Monate führte ich dieFirma selber mit dem Ziel: „Nur rausaus der Krise!“.Um es vorwegzunehmen – es gelang.Am Anfang dieses „Feuerwehreinsatzes“standen drei kurzfristig anberaumteVersammlungen der Produktionsmitarbeitervor Ort, ca. 100 Perso-nen pro Schicht. In jeder dieser dreiSchichten stellte ich mich vor die Leute,erklärte, warum ich hier sei und sprachdann den Satz: „Und ab jetzt sind wir inder Krise!“ Nie werde ich die Gesichterder Mitarbeiter vergessen, die in derersten Reihe standen, mit ihren Köpfennickten, so als wollten sie sagen: „Gottsei Dank, jetzt ist es raus, endlich sagt’smal einer!“. Das Verkünden der Krisemobilisierte die Kräfte, die nötig waren,um sie zu meistern. Mike Walsh, von1991 bis 1994 CEO von Tenneco, fasstediese Erkenntnis so zusammen:„Der größte Feind des Fortschrittsist Schönfärberei („happy talk“). Dumusst den Leuten sagen, dass wir vomMarkt verschwinden, wenn wir unsnicht ändern. Und das wird Unsicherheitauslösen. Der Trick ist, diese Unsicherheitin konstruktive Spannung zuverwandeln. Meine Erfahrung ist, dassLeute mit Wirklichkeit und Fakten vielbesser umgehen können, als das Managementihnen zutraut. Wenn du klarmit ihnen redest und deutlich sagst,was gefordert ist, setzt du enorme Energiefrei, die weit über dem liegt, waswir gemeinhin für möglich halten.“Die Kunst der krisengerechtenFührungUm dieses Energiepotenzial nutzen zukönnen, ist es zunächst wichtig, zu wissen,welche Reaktionen eine Krise inden Mitarbeitern auslösen kann. Menschenreagieren hier im Allgemeinenmit drei typischen, aufeinanderfolgendenReaktionsmustern¹: 1. Leugnen derSituation, 2. Zorn und Wut, 3. Frustrationund Resignation. Das Tempo, in demdieser Prozess abläuft, unterscheidetsich dabei individuell – eine schnelleAbfolge der drei Phasen ist ebensomöglich wie ein „Steckenbleiben“ ineiner der drei Phasen. Am Ende desProzesses steht dann die Akzeptanz derRealität. Mitarbeiter, die sich bereitshier befinden, sind, um im Bild zu bleiben,zum Löschen des Brandes leichtzu motivieren – alle anderen müssenvom Management durch den Prozessbegleitet werden.Befinden sich Mitarbeiter in derPhase der Leugnung, gilt es, nichts zubeschönigen und die Beteiligten mitder Dramatik der Situation zu konfrontieren.Wenn nötig muss die „Krise“offiziell eingeläutet werden. GemeinsameGesprächsrunden und Infoveranstaltungen,bei denen über die Hintergründeund das Zustandekommen derSituation aufgeklärt wird, können helfen,„Flurpost“ und „Gerüchteküche“in ihren lähmenden Aspekten klein zuhalten. Klaus-Peter Esser óCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.ChangePartner AG, Hamburgwww.change-partner.de¹ Dudley Lynch; Paul Kordis: DelphinStrategien: ManagementStrategien in chaotischen Systemen. 5. Auflage, Gilching 199816MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Compliance-Software schützt vor drakonischen StrafenHandel mit TerrorverdächtigenHandel mit Terrorverdächtigen, sei er gewollt oder ungewollt, kann Unternehmen teuerzu stehen kommen. In Deutschland liegt die maximale Strafandrohung bei Zuwiderhandlungbei 15 Jahren Gefängnis und bis zu 500.000 Euro Geldstrafe. Schon der Versandeines Angebotes kann strafbar sein. Haftbar ist die Geschäftsführung persönlich.Im Zuge der Terrorismus-Bekämpfunghat die Europäische Union mit zweiVerordnungen eine Resolution desUN-Sicherheitsrates umgesetzt. Dieseverbieten jegliche Geschäfte mit terroristischenOrganisationen und Einzelpersonenim In- und Ausland. Betroffensind alle am Wirtschaftsleben beteiligtenPersonen, ex- und importorientierteUnternehmen sowie Banken und Versicherungen.Die EU führt offizielle Sanktionslistender Personen und Unternehmen,mit denen jeglicher Handel strikt untersagtist. Darüber hinaus führen dieUSA, das Vereinigte Königreich sowiedie Weltbank entsprechende Daten.Unternehmen sind zum Abgleich ihrerAdressen mit diesen Dateien verpflichtet.Die Kontrollen müssen nachweisbardauerhaft eingerichtet sein. Da dieSanktionslisten häufig aktualisiert werden,ist eine permanente Überprüfungder Daten erforderlich. Die Thematikbetrifft im Übrigen nicht nur die Exportwirtschaft:Terrorverdächtige agierenauch im Inland. Die aktuelle Zahlder Ermittlungsverfahren des BKA liegtangabegemäß über 200.Wie können sich Unternehmenwirksam schützen? Ein manueller Abgleichgegen mehr als 5.000 – teilweisearabische oder asiatische – Namen imempfohlenen Rhythmus von 14 Tagenist offensichtlich ungeeignet. Die professionelleLösung heißt Compliance-Software. Spezialisten für das Adressmanagementbieten Softwarelösungenan, deren Einsatz die Anwender effektivvor Strafe schützt. Die Tatsache,dass die Entwicklung solcher Lösungenim Rahmen des Zentralen InvestitionsprogrammsMittelstand (ZIM) durchdie Bundesregierung gefördert wird,zeigt den Stellenwert der Thematik.Nico_blue, iStockphoto.comDie SPH AG beispielsweise entwickeltdie Lösung SPH-Anti-Terror Check.Derzeit läuft die Beta-Test-Phase. DieSoftware gleicht in einem technologischaufwändigen aber dennoch schnellenund sicheren Verfahren Adressdatengegen die jeweils aktuellen offiziellenSanktionslisten ab und liefert zuverlässige,gewichtete und in individuell einstellbareKlassen zusammengefassteGesamtergebnisse. Adressdaten, die sooder ähnlich in den Sanktionslisten geführtsind, werden erkannt und mit derentsprechenden Gewichtung angezeigt.Diese Lösung wird Unternehmen als integralerBestandteil der SPH-Versandhandelssoftwareoder als Webservice-Lösung zur Verfügung gestellt.Das System verfügt über funktionaleSchwerpunkte, die bei der Auswahleiner Compliance-Software grundsätzlichbeachtet werden sollten:ó Permanenz: Ständiger Abgleich allerAdressen eines Unternehmens mitden Sanktionslistenó Sensibilität: Interpretation unter-schiedlichster Formate von SanktionslisteóPrüfpflicht: Automatische Überprü-fung jeder Adresse, zum Beispiel einesneuen Kundenó Vielfältigkeit: Nutzung internationalverfügbarer Sanktionslistenó Transparenz: Dokumentation sämtli-cher Prüflisten – Revisionssicherheitó Glaubwürdigkeit: AusschließlicherEinsatz offizieller Sanktionslistenó Aktualität: Verwendung der jeweilsaktuellsten SanktionslistenUnternehmen, die diese Kriterienbei der Auswahl ihrer Compliance-Software beachten und die gewählteLösung pflichtgemäß einsetzen, erfüllendie rechtlichen Anforderungen undkönnen ihrem Handel mit ruhigem Gewissennachgehen.óSPH AG, Stuttgartwww.sph-ag.comJürgen PiramGeschäftsbereichsleiterAdressmanagement,SPH AG12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN17


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowBcracker, iStockphoto.comSUMMARYWichtige Daten und Informationen erreichenein Unternehmen heutzutage auf den unterschiedlichstenWegen. Die Analyse und Auswertungsollte nach Möglichkeit jedoch ineiner Anwendung erfolgen.Leitlinien zur Realisierung von ECM-ProjektenOptimierung der PerspektivenNach einer Erhebung der d.velop AG gehört das Dokumenten- bzw. Enterprise ContentManagement heute für zwei Drittel der deutschen Unternehmen zu den fünf wichtigstenIT-Themen. Entsprechend dynamisch verhalten sich die Firmen aktuell bei ihrenInvestitionen in erstmalige oder neue DMS/ECM-Lösungen.Abgeleitet aus Praxiserfahrungenin der Beratung hat d.velop Leitlinienerarbeitet, anhand derer typischeFehler im Planungsprozess vermiedenwerden können.Klare Ziele setzenKein ECM-Projekt sollte ohne klaresstrategisches Ziel angegangen werden:Es bedarf einer klaren und pragmatischangelegten Nutzenanalyse, die konkreteMehrwerte für das Unternehmendefiniert. Auch mögliche Risiken undGestaltungshürden sind dabei objektivzu berücksichtigen. Zudem bedarfes für die strategische Zielprojektioneiner präzisen Gesamtkostenberechnungunter Einbezug der gesamtenProjektierungs‐, Produkt- und Schulungskostensowie der anschließen-den Aufwendungen für den Betrieb derECM-Lösung.Projekte nicht einzwängenProjekte nicht in minimalistische Fachkonzeptezwängen: Wer zu Beginn dietatsächlichen fachlichen Anforderungennicht ausreichend differenziert beschreibtund dabei insbesondere auchdie Anwender mit ihren spezifischen18MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Anforderungen vernachlässigt, begibtsich bei dem ECM-Vorhaben in einenunklaren Realisierungsprozess. Dennje allgemeiner und unpräziser die Absichten,desto schwerer wird es, dasZiel punktgenau zu erreichen. Dementsprechendmuss man bei der Fachkonzeptiongroße Sorgfalt walten lassen.Denn die Fachkonzeption beschreibtauch den Rahmen für die Aufwands- sowieRessourcenplanung.Auf durchgängigeEinfachheit achtenEin Augenmerk auf den Aspekt durchgängigerEinfachheit als übergeordneteLösungsidee: Eine zu große Komplexitäteines technischen Konzepts und derentsprechenden Lösung geht im Regelfallzu Lasten der Produktivität und Akzeptanzder Benutzer.Außerdem entsteht dabei oft einvermeidbarer Overhead in der Projektrealisierung.Demzufolge solltendie konzeptionellen Planungen undAuswahlprozesse vom Gedanken derdurchgängigen Einfachheit geleitetwerden, ohne dass dies jedoch zu funktionalenoder sonstigen Einschränkungenführt. Im Gegenteil, der Lösungsansatzsollte darin bestehen, ohneLeistungskompromisse eine deutlicheNutzenoptimierung durch Einfachheitin der Implementierung, Bedienung,Betrieb und Pflege der ECM-Lösung zuerreichen.AnforderungsbasierteMarktevaluierungAuch bei der Auswahl der ECM-Lösunghat das Fachkonzept eine eminente Bedeutung,weil sich daraus das Funktionsprofilund weitere Lösungsaspektewie etwa die Einfachheit der Lösungin ihrer Benutzung und Projektierungableiten lassen. Fehlt es hier an der nötigenGenauigkeit, lassen sich Produktebzw. Anbieter nur schwer vergleichen.Allerdings kommt es nicht nur auf dieSoftware selbst an. Mitunter kann essogar wichtiger sein, den Hersteller inseiner Innovationsfähigkeit, Flexibilitätund partnerschaftlichen Kultur stärkerzu gewichten.Intelligentes ProjektmanagementIntelligentes Projektmanagement sicherstellen:ECM-Vorhaben sind ohneeine methodisch intelligente Projektorganisationnicht oder nur mit hohemErfolgsrisiko zu bewältigen. Dazugehört insbesondere, dass genaueVorgaben definiert und konsequenteControlling-Prozesse implementiertwerden. Ebenso müssen die erforderlichenMitarbeiter mit entsprechendenFähigkeiten bereitgestellt werden, ggf.sind erforderliche Schulungen zu planenund durchzuführen.Die Benutzer einbeziehenDurch ein Projektmarketing die Benutzermitnehmen: Die Einführung von Lösungenzur Digitalisierung der Unternehmensinformationenhat unmittelbareKonsequenzen für die Mitarbeiter imUnternehmen. Den Benutzern die neueTechnologie transparent zu machenund sie dafür zu gewinnen, ist Aufgabedes Projektmarketings, weil sonst Akzeptanzproblememit vielfältigen negativenEffekten entstehen können.zum unternehmenZeit für das Testing einplanenZeit und Ressourcen für das Testingeinplanen: Nur unter möglichst realenNutzungsverhältnissen lässt sichermitteln, in welcher Weise die fachlichenAnforderungen auch tatsächlichpräzise umgesetzt wurden und ob dasSystem von den Benutzern beherrschtwerden kann. Deshalb bedarf es einessauberen Testkonzepts und einerbedarfsgerechten Testkoordination.Ebenso muss ausreichend Zeit für diePrüfverfahren unter Praxisbedingungenzur Verfügung stehen, damit nichtnur technisch sondern auch prozessualgetestet werden kann.Optimierung nach dem RolloutDie Zeit nach dem Projekt vordenken:Mit dem Rollout ist ein ECM-Vorhabenlängst nicht abgeschlossen, vielmehrbeginnt dann eine Phase für Optimierungsprozesseunter realen Praxisbedingungen.Ebenso sind Auswertungenzur Ermittlung unternehmensindividuellerBest Practice für spätere Optimierungs-und Erweiterungsprojekte erforderlich.Hierfür müssen allerdings vonvornherein sowohl Ressourcen als auchBudgets eingeplant werden.óDie 1992 gegründete d.velop AG mit Sitz imnordrhein-westfälischen Gescher entwickeltund vermarktet Software, die dokumentenbasierteGeschäfts- und Entscheidungsprozessein Unternehmen/Organisationen optimiert.Neben der strategischen Plattform d.3 – einermodularen Enterprise Content Management(ECM) Lösung – entwickelt die d.velop AG mitder Produktlinie ECSpand Services und Lösungenfür Microsoft SharePoint, die dort die FunktionsbereicheECM und DMS vervollständigen.Kernfunktionen beinhalten eine automatisiertePosteingangsbearbeitung mit selbstlernenderDokumentenklassifizierung, eine effiziente Dokumentenverwaltungund -archivierung sowiedie komplette Ablaufsteuerung der Prozesse.So beschleunigen die Lösungen der d.velopAbläufe, vereinfachen Entscheidungen und verbessernnachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit.Die hohe Qualität der Projekte resultiert ausder Kompetenz der mehr als 300 Mitarbeiterder d.velop Gruppe (d.velop AG und d.velopcompetence center) sowie der weltweit rund150 Partnerunternehmen im d.velop competencenetwork. Das überzeugte bisher über680.000 Anwender bei mehr als 2.300 Kundenwie ESPRIT, Werder Bremen, TupperwareDeutschland, EMSA, HRS Hotel ReservationService, die Stadt München, die Deutsche BKK,die Basler Versicherung, die Universal-Investment-Gesellschaftoder das UniversitätsklinikumTübingen.Vorstand der d.velop AG ist Christoph Pliete.www.d-velop.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN19


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowPeter Fink GmbH optimiert Arbeitsabläufe mit DocuWareIntelligente EntsorgungDer Dachauer Entsorgungsdienstleister spart durch den DocuWare-Einsatz Zeit und Geldund erleichtert seinen Mitarbeitern die Arbeit. Beispielsweise reduziert ein abteilungsübergreifenderDokumenten-Workflow zur Rechnungsprüfung die Durchlaufzeiten derBelege um die Hälfte der Zeit.Fachbetriebe der Entsorgungsbrancheunterliegen in Deutschlandstrengen gesetzlichen Vorschriften undmüssen jede Dienstleistung genau undrevisionssicher dokumentieren. Beitäglich bis zu 100 Abfall-Anlieferungenfallen bei der Peter Fink GmbH jährlichrund 70.000 Belege an. Für jede LKW-Ladung müssen Liefer- undWiegescheine archiviert werden,dazu kommen monatlichrund 1000 Eingangs- sowie2000 Ausgangsrechnungenhinzu.Früher waren die Arbeitsabläufesehr papierlastig geregelt,mit vielen Durchschlägen undKopien und somit redundantenAblagen in den Abteilungen.Aus Platzmangel mussten dieBelege nach maximal sechsMonaten aus den Büros in gesonderteArchivräume ausgelagert werden. DieSuche nach Unterlagen war deshalbumständlich und zeitaufwändig. Umdie Papierarchive und Mehrfachablagenabzubauen, entschied sich derDachauer Entsorgungsdienstleister in2007 für den Einsatz eines Dokumentenmanagement-Systems.Bei der DMS-Auswahl spielten die positiven Erfahrungenim Unternehmensverbund einewichtige Rolle, betont Andreas Seider,Projektleiter bei der Peter Fink GmbH:„Entscheidende Kriterien für DocuWarewaren auch die problemlose Integrationin das WarenwirtschaftssystemCANDIS.OT sowie die Fachkompetenzdes autorisierten DocuWare-Partners.“Bei den zahlreichen Abfallanlieferungenunterschiedlichster Stoffebringt vor allem die elektronischeArchivierung der Lieferscheine einegroße Arbeitserleichterung. Bei jedemAuftrag erzeugt das Warenwirtschaftssystemeinen Lieferschein. Dieser wirdbeim Ausdruck automatisch verschlagwortetund im zentralen Dokumenten-Pool abgelegt. Der LKW-Fahrer erhältden Lieferschein und holt beim Kundendas Material. Bei der Anlieferung wirdder mit dem Abfall beladene Lastwagenauf einer Waage gewogen. Dort wirdim Warenwirtschaftssystem ein Wiegescheinerzeugt, der künftig nicht mehrausgedruckt wird, sondern auf einemePad zur Unterschrift für Fahrer undWieger bereitsteht. Nach der Signaturwird die Unterschrift mit dem zugehörigenBeleg digital verschmolzen undarchiviert. Fremdbelege, etwa Wiegescheinevon Endverwertern, werdenmit Barcode ausgezeichnet, gescanntund mit Suchbegriffen versehen elektronischarchiviert. Wird nun von derAuftragsabwicklung die Rechnung miteiner bestimmten Auftragsnummer gedruckt,kann automatisch der zugehörigeLiefer- und Wiegeschein angeheftetwerden. „Das umständliche und zeitaufwendigeSortieren und Zuordnen derBelege hat sich damit erübrigt“, betontAndreas Seider. Zudem haben sich mitder Umstellung auf Laserdruckerdie Papierkostenerheblich reduziert, teuresDurchschlagpapier ist nichtmehr nötig.Zur Rechnungsprüfungwurde ein abteilungsübergreifenderdigitaler Dokumenten-Workflowrealisiert,der die Durchlaufzeiten dertäglich rund 50 Belege vondrei bis vier auf nur nochein bis zwei Tage reduziert.Durch schnellere Durchlauf- und kürzereRecherchezeiten bei Nachfragen hatsich jedoch nicht nur der Service deutlichverbessert; gleichzeitig lassen sichSkonti besser nutzen.Das Resümee des Projektleiters istdurchweg positiv: „Im Nachhinein hatsich gezeigt, dass wir damit auch alteZöpfe abschneiden konnten.“ Außerdemhat der einfache Zugriff auf dieArchive die Kommunikation im Unternehmeninsgesamt verbessert, betontAndreas Seider.Birgit Schuckmann óDocuWare AG, Germeringwww.docuware.de20MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


PROMOTIONMit neuem Workflow-Toolund iPhone AppsEinfach, schnell und elegant lassen sich mit dem neuenWorkflow-Modul von InfoStore ECM Prozesse gestaltenund steuern. Die neuen iPhone Apps bieten mobilen Zugriffauf Dokumente und ermöglichen so eine unverzüglicheund flexible Informationsbeschaffung.Mit dem neuen InfoStore ECM Workflow-Modulwird ein Universalwerkzeug zur Umsetzung vonadministrativen Geschäftsprozessen in realeWeb-Anwendungen bereitgestellt. Es bieteteine vollständig Browser-basierte Bedienungaller Funktionen, beginnend mit dem Designund der Integration der Geschäftsprozesseüber Simulation, Test und Dokumentation derWorkflow-Anwendungen bis hin zur Administrationund laufenden Nutzung durch die Anwender.„Workflow muss Spaß machen“„Entscheidende Faktoren für den Erfolg vonWorkflow-Projekten sind die Einfachheit derLösung und die Schnelligkeit ihrer Umsetzung“,sagt Siegmar Deuring, Geschäftsführer der ComarchSwiss AG, des Herstellers von InfoStoreECM. „Workflow muss Spaß machen, indem erProzesse vereinfacht und automatisiert. Wirbieten unseren Kunden ein Tool, mit dem siezahlreiche Prozesse auf elegante Art gestaltenund steuern können.“ Typische Prozesse, diesich mit dem neuen InfoStore Workflow-Modulumsetzen lassen, sind z. B. Rechnungsprüfung,Vertragsverwaltung, Beschaffungs-, UrlaubsundDienstreiseanträge, Reklamationsbearbeitung,Stammdatenpflege und Projektsteuerung.Zahlreiche mittelständische und großeUnternehmen setzen die Workflow-Lösung bereitserfolgreich ein. Die Erfahrung zeigt: DieseAnwendung macht Lust auf mehr Workflow.Schnell und kostengünstigInfoStore ECM Workflow bietetmit dem Workflow-Designer einegrafische Oberfläche zur Darstellungund Entwicklung von Prozessen.Im Designer können dieeinzelnen Arbeitsschritte sowiedie Geschäftsregeln von jedemProzessverantwortlichen leichtdefiniert werden. Für jeden Arbeitsschrittkann ein eigenerDialog zur Anzeige und zum Editierender Vorgangsdaten erstelltwerden. Dafür stellt die Workflow-Lösungsehr leistungsfähigeFunktionen zur Verfügung. Diese ermöglicheneine rasche Umsetzung auch komplexer Prozessebei deutlich niedrigeren Kosten, als siesonst bei Workflow-Projekten üblich sind. Dasneue InfoStore ECM Workflow-Modul ist zumVertrieb freigegeben und befindet sich bereitsbei einigen Kunden im produktiven Einsatz.Stets Zugriff auf GeschäftsinformationenMit den neuen Clients für Apple iPhone ermöglichtInfoStore ECM den Zugriff auf allearchivierten Dokumente. Die Dokumente mitden dazugehörigen Indexdaten können sowohlüber eine Volltextsuche als auch über die Navigationin den InfoStore-Dokumentenordnernund -Registerstrukturen gesucht und angezeigtwerden. Damit ist es möglich, von überallkomfortabel und ohne Zeitverlust Dokumentezu bearbeiten und alle wichtigen Geschäftsinformationenstets parat zu haben. „Durch dieunverzügliche und flexible Informationsbeschaffungprofitieren InfoStore-Anwender undbeschleunigen ihre Reaktionszeiten und Prozesse“,erklärt Siegmar Deuring.Die Anwendung ist in Kürze im App Store erhältlich.Die Unterstützung weiterer mobilerBetriebsysteme wie Android, Symbian und MSWindows Phone 7 ist geplant.InfoStore ECM ist eine Lösung für Dokumentenmanagementund EnterpriseContent Management, die auf Basis modernsterTechnologie und Ergonomieumfassende Funktionalität für mittelständischeUnternehmen bietet. Die Frontend-Applikationensind unter neuestenSoftware-ergonomischen Gesichtspunktenentwickelt worden. Das Design orientiertsich an den aktuellsten Styleguides,welche den Anwender von oftmals überfrachtetenMenüleisten seiner Abwendungenentlasten. Durch die Möglichkeit derbenutzer- und rollenbasierenden Konfigurationstellt das System genau die Funktionenbereit, die jeweils benötigt werden.Auf diese Weise können Anwender nocheffizienter arbeiten und das volle Potentialder Software nutzen – beim Archivierenund Scannen, beim Viewing und Retrievalebenso wie beim Web-Zugriff.


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowSteuerrechtliche Archivierungspflichten in der PraxisKlar geregeltSeit 2002 müssen Unternehmen bestimmte steuerlich relevante Daten für die Betriebsprüfungder Finanzämter in digitaler und strukturierter Form vorhalten. Diese Aufgabe übernimmtmeist eine Archivierungssoftware. Was muss diese in rechtlicher Hinsicht leisten?Viele Unternehmen kommen ihrerPflicht, steuerlich relevante Datenin digitaler und dabei strukturierterForm vorzuhalten, entweder gar nichtoder nur unzureichend nach. Dies kannsehr unangenehme Folgen haben: Stelltein Betriebsprüfer fest, dass die gesetzlichenAnforderungen nicht erfülltsind, kann er Zwangsgelder bis zu EUR25.000 androhen. Seit 2009 könnendie Finanzämter neben Zwangsgeldernauch sog. „Verzögerungsgelder“ von biszu EUR 250.000 verhängen, wenn einUnternehmen nicht die gesetzlich vorgeschriebenenZugriffsmöglichkeitenfür den Fiskus auf die Archivierungssystemeschafft. Oft viel gravierenderals die Festsetzung solcher Gelder istjedoch, dass der Betriebsprüfer beimangelndem Zugriff auf die relevantenUnterlagen die Besteuerungsgrundlagenschätzen darf, was in aller Regel zueiner deutlich ungünstigeren Besteuerungführt als bei einer Steuerfestsetzungauf der Basis der tatsächlichenBuchführung.Was muss elektronischarchiviert werden?Nach dem Gesetz müssen solche Unterlagenelektronisch aufbewahrt werden,die zum einen „steuerlich relevant“sind (dazu gleich noch ausführlicher)und zum anderen bereits originär digitalerzeugt wurden. Dies bedeutet,dass alles, was in Papierform erstelltworden ist oder in Ihr Unternehmen gelangt,nach dem Gesetz eigentlich nichtelektronisch aufbewahrt werden muss.Werden diese Unterlagen jedoch nachträglichdigitalisiert (was die Steuergerichtederzeit in Bildformaten akzeptieren,z. B. als nicht per OCR-Softwarebearbeitete pdf- oder tif- Datei), müssendie digitalisierten Unterlagen ebenfallselektronisch archiviert werden.Was ist „steuerlich relevant“?Nur „steuerlich relevante“ Daten undUnterlagen müssen archiviert werden.Allerdings geben weder das Gesetznoch die vielzitierten „Grundsätze zumDatenzugriff und zur Prüfbarkeit digitalerUnterlagen“ (GDPdU) der Finanzbehördenhierzu eine klare Erklärung.Bzgl. der Ertragssteuern (Einkommenssteuer,Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer)ist zumindest jeder solcheVorgang steuerlich relevant, derim Rahmen der ordnungsgemäßenBuchführung zu einer Änderung desGewinns/Verlustes führen kann. Fürdie Umsatzsteuer kann neben Verträgenund Rechnungen auch begleitendeKorrespondenz entscheidend sein, z. B.um den Inhalt einer Lieferung oderLeistung zu beurteilen. Daneben sindberufs- und branchenspezifische Besonderheitenzu beachten.Das heißt: Jedes Unternehmen mussbei der Einführung einer Archivierungssoftwaremit seinen steuerlichenBeratern klären, welche Unterlagenund Daten jeweils konkret steuerlichrelevant sein können. Denn die Archivierungssoftwaremuss gewährleisten,dass alle für das Unternehmen steuerlichrelevanten Daten von den sonstigenDaten getrennt aufbewahrt werden.Ferner muss die Archivierungssoftwareermöglichen, diese Trennlinie nachträglichbei Bedarf zu ändern.Wie lange muss die Softwarearchivieren?Bereits bei der Anschaffung von Archivierungssoftwaremuss bedacht werden,dass diese die steuerlich aufzubewahrendenUnterlagen für lange Zeitvorhalten muss. Die Archivierungssoftwareselbst, aber vor allem auch ihr Anbietermuss also extrem zukunftssichersein, damit die Software während dergesamten Dauer der Aufbewahrungspflichtenvon Fehlern befreit und anneue Gegebenheiten angepasst werdenkann (z. B. im Rahmen von Softwarepflegeverträgen):Für sehr vielesteuerlich aufzubewahrende Unterlagen(z. B. Bücher, Inventare, Jahresabschlüsse,Lageberichte, die Eröffnungsbilanzund Buchungsbelege) beträgtdie gesetzliche Aufbewahrungsfrist 10Jahre. Für empfangene und versandteHandels- und Geschäftsbriefe sowie fürsonstige steuerlich relevante Unterlagengilt eine 6-jährige Aufbewahrungsfrist.óCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.Kanzlei Dr. Erben, Heidelbergwww.kanzlei-dr-erben.de22MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Wolf-Firmengruppe vertraut auf Know-how der Imixs GmbHMehr QualitätAls heimatverbundenes Traditionsunternehmen stellt die Wolf-Firmengruppe seit jeherbesonders hohe Ansprüche an die Qualität seiner Produkte. Dabei spielt handwerklichesKönnen eine genauso wichtige Rolle wie der Einsatz modernster Technik.Um das Qualitätsmanagement imUnternehmen zu verbessern,beauftragte „Wolf – echt gute Wurst“(die Wolf-Firmengruppe) Imixs mit derEntwicklung eines Reklamationsprozesses,welcher die Anforderungen andas hauseigene Qualitätsmanagementsowie eine transparente, lückenloseDokumentation der Kundenanfragensicher stellen sollte.In der Vergangenheit wurden Anfragenmeist zunächst per E‐Mail imUnternehmen verteilt. Dabei konntenAnfragen nicht immer in ausreichenderQualität oder mit einer kurzen Reaktionszeitbeantwortet werden. Die Gründehierfür lagen auf der Hand: EineE‐Mail landet nicht immer im richtigenPostfach, wenn der Verteiler nicht eindeutigist. Es kann zu Verzögerungen inder Beantwortung kommen, wenn dieE‐Mail zu spät wahrgenommen wird –zum Beispiel wenn die betreffende Personnicht im Hause ist. Wird die E‐Mailhingegen mehrfach versendet, kommtes schnell zu einer Doppelbearbeitung.Dies alles kostet Geld und Zeit.Die Imixs GmbH ist auf die Entwicklungvon Workflow Management Systemenspezialisiert. Diese Systeme bildenArbeitsabläufe im Unternehmen ab undunterstützen die Mitarbeiter durch eingezieltes Informations-Management.Mit Hilfe der Open Source WorkflowTechnologie Imixs Workflow konnte soein System entwickelt werden, welchesdie Anforderungen an einen reibungslosenReklamationsprozess im Unternehmenabdeckt.Da der Erfolg der Einführung einersolchen Software stark von der Akzeptanzder Anwender abhängt, ist es wichtig,dass sich das neue Softwaresysteman den Unternehmensprozess anpasstund nicht umgekehrt.Alle Kundenanfragen oder Reklamationenkönnen nun von jedem Mitarbeiterüber eine Web 2.0-Anwendungschnell und einheitlich erfasst werden.Das Workflow System übernimmt daraufhindie Weiterleitung der Anfragenan die entsprechenden Mitarbeiter. Zeitspielt dabei eine wichtige Rolle. Ziel wares, eine Anfrage innerhalb von 48 Stundenkompetent und umfassend zu beantworten.Das Workflow ManagementSystem übernimmt hier die automatischeWeiterleitung und prüft auch, objeder Vorgang in der vorgegebenen Zeitbearbeitet wird. Kommt es zu einer Verzögerung,wird automatisch eine Eskalationgestartet und weitere Mitarbeiterwerden über den Vorgang informiert.Nach jedem Bearbeitungsschritt wirddie Anfrage automatisch an den jeweilsnächsten Bearbeiter weitergeleitet. Einlückenloser Reklamationsprozess istdamit garantiert.Ein weiterer Vorteil dieser Softwarelösungist die konsequente Ausrichtungauf Open Source. Nicht nurdas Workflow-System ist frei von jährlichenLizenz- oder Updatekosten, auchbei der verwendeten Infrastruktur wurdenweitgehend Open Source-Komponentenverwendet. Damit konnten zumeinen Lizenzkosten vermieden werden,zum anderen ist die Lösung plattformunabhängig.Martin Dallmeier, Geschäftsführerder Wolf-Firmengruppe: „Als Spezialistfür Wurstwaren und regionaler MarktundMarkenführer bildet unser unternehmenseigenesausgefeiltes Qualitätsmanagementdie Grundlage fürausgezeichnete Produktqualität undumfassenden Verbraucherservice. Wirarbeiten stetig an Verbesserungen imtäglichen Arbeitsablauf, um unserenhohen Ansprüchen gerecht zu werden.Die Imixs GmbH hat uns durch ihrelangjährige Kompetenz und die Erfolgeim Bereich der Workflow Technologieals IT-Partner überzeugt, der uns beider Optimierung unseres Reklamationsprozessesbegleitet.“óImixs Software Solutions GmbH, Münchenwww.imixs.com12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN23


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowAuswahl für dasDokumenten-ManagementDokumenten-Management-Systeme verringern Suchzeiten, helfen aufwändige Bearbeitungsprozessezu automatisieren, sorgen für höhere Datenkonsistenz und senken die Kosten.Die Vorteile sind offensichtlich. Es ist nur nicht so einfach, das richtige System zu finden.Nach der BARC-Studie „ECM Survey“haben 61 % der Unternehmennoch kein DMS- bzw. ECM-Systemeingeführt, aber 48 % aller befragtenUnternehmen befinden sich derzeitim Auswahlprozess. Unternehmen mitECM-Erfahrungen sehen demnach inverbesserten Suchmöglichkeiten, geringerenSuchzeiten und damit einhergehenderhöherer Informationsqualitätdie wichtigsten Vorteile. Angesichtsder Angebotsvielfalt sind Unternehmenmit der Auswahl eines geeignetenSystems allerdings oft überfordert. Sowurden viele ECM-Systeme überstürztangeschafft, die Einführung schlechtgeplant und kostete viel Geld. Zwei vonfünf Firmen planen, ihre vor Jahreneingeführten Systeme in den kommendenzwei Jahren auszutauschen oder zuüberarbeiten (Studie „Document andDer Bebauungsplan gibt einen guten Überblick über die vonden Unternehmensbereichen gewünschten Lösungen.Records Management“, Butler Group).Da das Know-how für die Beurteilungund sachgerechte Auswahl eines ECM-Systems in den Unternehmen oft nichtvorhanden ist, hat die fme AG ein alternativesAuswahlverfahren für ECM entwickelt:Eine Strategie zur ECM-Einführungmit einem „ECM-Bebauungsplan“.Je nach Auslöser des Vorhabens werdendabei spezifische Vorgehensmodelle genutzt,z. B. für Compliance-Sicherung,E‐Mail-Management oder für die Archivierungim SAP-Umfeld.Was bei der ECM-Auswahl zu beachten istECM betrifft das ganze Unternehmen.Eingehende und ausgehende Dokumente,Faxe und E‐Mails sind zu archivieren,Dokumente sind in Prozessenzu verarbeiten oder sie sind Auslöservon Prozessen. Vorteile einesECM-Systems sind nebenkürzeren Suchzeitendie höhere Datenkonsistenz,die Möglichkeit der Versionierungund die Erfüllunggesetzlicher Dokumentationspflichten.Dadurchkönnen die Kosten gesenktund die Qualität verbessertwerden.Für Unternehmen, diebisher noch keine ECM-Lösungenim Einsatz haben,sind zunächst die wichtigstenAnforderungen zu ermitteln:ó welche Prozesse unterstützt werdensollen,ó welche Ergebnisse erreicht werdensollen,ó die Auswirkungen von ECM aufandere Unternehmensbereiche,ó die Integration in das IT-Portfolio,ó die Reihenfolge, in der ECM-Lösungen erstellt und eingeführtwerden sollen.Nach den Erfahrungen von fme istes besonders wichtig, die einzelnenFachbereiche frühzeitig anzusprechen.Sie bringen den Lösungsbedarf für ganzkonkrete Probleme ein, wie automatisierteEingangsrechnungsverarbeitung,Vertragsmanagement, Verwaltung vonStücklisten, Zeichnungsverwaltungoder elektronische Personalakten.An dieser Stelle ist es die Aufgabeder IT, bei der Vielfalt der fachlichenAnforderungen auf standardisierte,wiederverwendbare, zuverlässige undleicht wartbare Anwendungen zu achten.Dazu gehört die Definition wiederverwendbarerServices (z. B. Archivierung,Aktenverwaltung, Freigabenmit Vier-Augen-Prinzip, usw.). Diesevereinfachen die IT-Landschaft und reduzierendie Erstellungs- und Betriebskosten.Systematische EinführungEine Vorstudie klärt in einer erstenPhase (Analyse) die IST-Situation unddas Anforderungsspektrum. Die zweitePhase (Empfehlung) zeigt Lösungenauf, beinhaltet eine Umsetzungspla-24MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowIm Rahmen einer Vorstudie können Fachbereiche frühzeitig den Lösungsbedarffür ganz konkrete Probleme einbringen, wie automatisierte Eingangsrechnungsverarbeitung,Vertragsmanagement, Verwaltung von Versuchsberichten,Zeichnungsverwaltung oder elektronische Personalakten.nung und macht Aussagen zur Wirtschaftlichkeit.„Viele Projekte scheitern, weil dieErwartungen zu unterschiedlich unddie Projektziele nicht eindeutig definiertsind. Deshalb legen wir großenWert darauf, bei allen Beteiligten gleichzu Beginn ein einheitliches Projektverständnisherzustellen“, berichtet Dr.Ulrich Wiesner, Vorstand bei der fmeAG. Dazu sind nachvollziehbare fachliche,organisatorische und technischeZiele zu definieren mit messbaren bzw.nachvollziehbaren Kriterien. Damitwird der Erfolg des Vorhabens transparentund man erhält einen Maßstab fürevtl. notwendige Entscheidungen bzw.Korrekturen im Projektverlauf.Der Weg zum Lösungs szenarioDie Bestandsaufnahme beschreibt allerelevanten Aspekte der Ausgangssituation.Sie wird mit Hilfe von standardisiertenChecklisten vorbereitet und aufdie konkrete Situation zugeschnitten.Ziel ist es dabei, möglichst auf vorhandeneInformationen zurückzugreifen,um den Aufwand für den Auftraggebergering zu halten. Dies wird durch Nutzungvorhandener Referenzmodelle/Analogien erreicht, anhand derer derErhebungsumfang an Informationenreduziert werden kann. Ausgewertetwerden vorhandene Unterlagen, Erhebungendes Unternehmens und Erhebungenvon fme.Der nächste Schritt ist die Erstellungdes Lastenhefts. Die Basis dafürist die Erhebungder Anforderungenin den Fachbereichen.DiesesLastenheft ist Voraussetzungfürdie Erstellung einesECM-Bebauungsplans,dientals Prüfmittel füreine spätere erfolgreicheUmsetzungund kannauch für eine nachfolgende Ausschreibungder Implementierungsleistungengenutzt werden.Die bis dahin erarbeiteten Ergebnissewerden in einer Zwischenpräsentationvorgestellt und vom Auftraggeberabgenommen, um die Korrektheit derAnalyseergebnisse zu bestätigen. Diespätere Empfehlung für ein ECM-Systembasiert auf diesen Ergebnissen. Siesind gleichzeitig der Maßstab, um dieVerbesserungen messen zu können.Inselanzeigen MidrangeMagazin 10-2010 05.11.10 08:17ANZEIGEWir machenmehr…Nachfolgend werden ein oder mehrereLösungsszenarien aufgezeigt, mitdenen die ermittelten Anforderungenfachlich, technisch und organisatorischumgesetzt werden können. Einbezogenwerden „Best Practices“ aus vergleichbarenProjekten. „Entscheidend ist, wieplausibel die Lösungsansätze gegenüberder beschriebenen Ausgangssituationund den abgenommenen Anforde-rungen sind. Aus dem Lösungsszenariowird auch der ECM-Bebauungsplan erstellt.Je umfassender und konkreter derBebauungsplan ist, desto präziser kanneine ECM-Roadmap geplant werden.Der ECM-Bebauungsplangibt einen ÜberblickDer Bebauungsplan benennt im Ergebnisden Bedarf jedes Unternehmensbereichesan seinen spezifischen ECM-Applikationen.Der Vertrieb braucht z. B. eineKundenakte, die auch von der Vertragsabteilungund dem Kundenservice genutztwird; die F&E benötigt ein Projektportal,das auch vom Qualitätsmanagement undpartiell von externen Kooperationspartnerngenutzt werden kann; der Einkaufbraucht ein Lieferantenportal, über daser Einkaufsprozesse schnell und kostensparendabwickeln kann.Auch für die technische Sicht ist derBebauungsplan wichtig. Häufig werdenvon den Fachbereichen Anforderungenan ein „Portal“ oder eine elektronische„Akte“ gestellt. Daraus wird ersichtlich:Wir benötigen eine Portaltechnologieund Lösungen für unterschiedliche Ausprägungenvon Aktenverwaltungen.Der Bebauungsplan gibt somit einenguten Überblick über die von denUnternehmensbereichen gewünschtenLösungen. Daraus lassen sich dann diebereichsübergreifenden Anforderungenan die ECM-Plattform ableiten. Für dieseAnforderungen können dann geeignetewiederverwendbare ECM-Servicesdefiniert und implementiert werden.Diese Services werden dann für jedenanfordernden Bereich zu den passendenLösungen zusammengesetzt.Auf der anderen Seite dient der Bebauungsplandazu, für eine ECM-Strategiedie wesentlichen Anforderungenfür die Produktauswahl zu definierenund darauf aufbauend Ausschreibungsunterlagenzu erstellen.Martin Ortgies ófme AG, Braunschweigwww.fme.de26MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Kanzlei Dr. Erben schafft sich mit DMS-System FreiräumeMehr Zeit für die MandantenDurch eine schnellere und effizientere Verwaltung Mandate zügiger bearbeiten, mehr Raumfür die inhaltliche Arbeit und die Wirtschaftlichkeit deutlich steigern – all dies hat die KanzleiDr. Erben durch die Einführung einer IT-Lösung für das Dokumentenmanagement realisiert.Der globale Markt verlangt nachRechtsberatung mit internationalerDimension. Seit Jahren begleitet dieKanzlei Dr. Erben ihre Mandanten erfolgreichbei nationalen und internationalenRechtsfragen, so auch bei grenzüberschreitendenVertragsabschlüssenoder gerichtlichen Auseinandersetzungenim Ausland.Die Aufgabengebiete, die sich ausdiesem Tätigkeitsfeld ergeben, sindkomplex. Damit erfordert das Anlegeneiner manuellen Ablage und die Recherchedarin viel Zeit – Zeit, die inRechtskonforme Archivierung zunehmendim Fokus der UnternehmenInsbesondere aus seiner steuerrechtlichen Beratungspraxisweiß Tobias Sedlmeier zu berichten,dass noch zu viele Unternehmen zu wenig auf dierechtskonforme Verwaltung und Archivierung ihrerDokumente achten. Ein Versäumnis, das bei einerBetriebsprüfung zu fatalen Folgen führen kann (vgl.GDPdU und weitere branchenspezifische Rechtsvorschriften).„In wenigen Jahren werden sich dieFinanzämter voll auf elektronische Betriebsprüfungenumgestellt haben. Alle Geschäftsprozesse, dieelektronisch ablaufen, werden dann genau betrachtet.Das beinhaltet insb. die gesamte Buchhaltunginklusive Rechnungen, Mahnungen, aber auch andereKorrespondenz, die sich auf Vertragsabschlüssemit Kunden und Lieferanten bezieht“, berichtetTobias Sedlmeier. Wer nicht die für das Finanzamtrelevanten Daten gesondert liefern kann, muss damitrechnen, dass die Behörde direkt auf sämtlicheUnternehmensdaten zugreifen will.Fazit: Die Aufbewahrungsfristen betragen mindestensfünf Jahre, in der Praxis sind es sogar meist zwischenzehn und 14 Jahren. Daher brauchen Unternehmeneine GoBS- und GDPdU-konforme Lösungund damit eine zentrale Software, mit der man dasFinanzamt aus einem System bedienen kann unddie einen direkten Zugriff allein auf die relevantenDaten ermöglicht.die Beratung der Mandanten investiertwerden sollte. So dachten jedenfalls dieAnwälte der Kanzlei und entschlossensich zur Einführung einer IT-basiertenLösung. Eine Anwaltssoftware kam allerdingsfür die Kanzlei nicht in Frage,da sie sich in den Kanzleibildern dergängigen Standardprodukte nicht wiederfand. Die nun gewählte Softwaredagegen entsprach genau ihren Vorstellungen.Soweit erforderlich, wurde dieLösung den speziellen Bedürfnissenund Anforderungen des Anwendersganz einfach angepasst.Zeit sparen –WirtschaftlichkeitsteigernBis dahin wurdenalle Dokumente inPapierform in klassischenAkten verwaltet.Hinzu kamen dieelektronischen Dokumente,wie interneund externe E‐Mailssamt Anhängen, aberauch Zwischenversionenvon Schriftsätzenund Vertragsentwürfen.Das führte dazu,dass ein Dokumenthäufig drei bis vierMal abgespeichertwurde. Werden dagegenheute z. B. Informationenzu einemKaufvertrag benötigt,lassen sich die gewünschtenInhalte mit Stichworten imVolltext schnell und einfach in allen archiviertenDokumenten recherchieren.Sämtliche Informationen stehen denMitarbeitern jederzeit in einer zentralenDatenbank zur Verfügung. Frühermussten bestimmte Aktenschränke abgesperrtwerden, heute regelt die Software,wer welche Dokumente sehendarf. Zudem unterstützt die LösungRoutineprozesse, wie das Erstellen vonSerienbriefen, Umsatzübersichten undRechnungen.„Unser Ziel, auf Dokumente in derlaufenden Beratung auch über Jahrehinweg ad hoc zugreifen zu können,wird mit der neuen Lösung erreicht.Schon jetzt erledigen wir auch administrativeAufgaben schneller und effizienter.Das Resultat: Unsere Wirtschaftlichkeitsteigt und wir können uns mitdeutlich mehr Zeit auf die eigentlichenInhalte unserer Arbeit fokussieren“, berichtetTobias Sedlmeier, Gesellschafterund Rechtsanwalt. „Filero hat uns überzeugt.Es ist webbasiert und intuitivzu bedienen. Wenn ich auf die Datenbankzugreife, sehe ich den Inhalt desMandatsordners mit allen Dokumentenim Browser. Das ist viel einfacher, alssich durch Berge von Papier zu wühlen.Die Lösung ermöglicht uns zudemeine standortunabhängige Mandatsführung“,so der Anwalt.Annette Schmidt óLIB-IT DMS GmbH, Pleidelsheimwww.lib-it.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN27


SCHWERPUNKTDMS und ECM, WorkflowDurchgestartet: Der neue BEB-InternetauftrittVollgas mit neuer PlattformEine zeitgemäße Unternehmens-Homepage muss heute mehr bieten, als ein virtuellerKlon der Imagebroschüre zu sein. Für ein modernes Unternehmen ist es unerlässlich,die vielfältigen Möglichkeiten einer Webpräsenz zur aktiven Kundenkommunikationund Kundenbindung zu nutzen.Moderne CMS-Systeme helfen denMitarbeitern dabei, Hemmschwellenund Hindernisse wie fehlende HT-ML-Kenntnisse zu umgehen und sichdem Kunden tagesaktuell präsentierenzu können. Der neue Internetauftrittdes Erdgasspeicherdienstleisters BEBveranschaulicht den Nutzen und dievielfältigen Einsatzmöglichkeiten einesWeb-Content-Management-Systems.Für BEB hat die Info AG zusammenmit der Monday Consulting GmbH ihreStandardlösung auf Basis des Content-Management-Systems von CoreMediaimplementiert. Die Online-Plattform derBEB informiert tagesaktuell über freieSpeicherkapazitäten. Ein Preisrechnerhilft Kunden bei der Kalkulation.Web Content Managementstatt HTMLMit zunehmendem Wettbewerb im dereguliertenGasmarkt wuchs auch dieBedeutung des Internets als Mediumfür Marketingkommunikation und Vertrieb.Immer weniger konnte die bisherigeBEB-Internet-Plattform die steigendenAnforderungen erfüllen. DasAltsystem war bereits einige Jahre imEinsatz und die Wartung drohte auszulaufen.Zudem hatte sich die alte Plattformim laufenden Betrieb als instabilund wenig leistungsfähig erwiesen. Alsbesonders störend wurde die umständlicheBedienung empfunden, für dieumfangreiche HTML-Kenntnisse beimEinstellen von Inhalten vorausgesetztwurden, über die nur sehr wenige Mitarbeiterverfügten.Mit dem Web Content ManagementCoreMedia CMS bot sich der BEB eineattraktive Alternative. Es überzeugtenicht nur durch die nachgewiesene Performanzund Skalierbarkeit, sonderninsbesondere auch durch die einfacheBedienung, die schnelle und unkomplizierteBearbeitung von Inhalten ganzohne HTML-Kenntnisse ermöglicht.Offene Schnittstellen versprachenüberdies eine einfache Anbindung vonDrittsystemen, denn die Website solltezu einer zentralen Marketing- und Vertriebsdrehscheibeausgebaut werden,die Informationen aus externen Datenquellenintegriert.Die langjährige Produkterfahrungder beiden Partner Info AG und MondayConsulting ließ ein professionellesund pünktliches Implementierungsprojekterwarten und es zeigte sich, dassdiese Erwartungen bei der Umsetzungvoll und ganz erfüllt werden konnten.Alles online einsehbarHeute können Gashändler über den Online-Service„Speicherbeschäftigung“die verfügbaren Speicherkapazitätender BEB Gasspeicher in Dötlingen, Uelsenund Harsefeld einsehen. Täglichwerden die Daten aus einem externenSystem abgerufen und automatischauf der Website veröffentlicht. Überden Speicherpreisrechner können dieKunden außerdem die voraussichtlichenKosten für die Nutzung der Gasspeicherermitteln. Und wer per E‐Mailinformiert werden möchte, kann per„Double-opt-in“ den Newsletter anfordern.„Der Umbruch im Gasmarkt wirduns auch über die nächsten Jahre weiterin Bewegung halten. Mit der neuenLösung haben wir eine leistungsfähigeund einfach bedienbare Plattform gefunden,die die gestiegenen Ansprüchean unsere Online-Kommunikationsouverän bewältigt − und mit der InfoAG einen kompetenten Partner für dieImplementierung und Weiterentwicklungdes Systems.“ Dr. Matthias Schorr,Unternehmenskommunikation BEBErdgas und Erdöl GmbH.Volle Unterstützung desBEB‐Teams bei den ParalympicsIm März 2010 fanden in Vancouver dieParalympics statt. Zwei BEB-Sportler absolviertendie Wettkämpfe. Beide Athletenwerden vom Team BEB unterstützt.Während des gesamten Wettkampfesberichtete die BEB in Form einer News-Seite von den Spielen. Die Website paralympics.beb.dewurde ebenfalls aufBasis der CMS-Lösung realisiert. „Dankdes engagierten Einsatzes unserer Partnerhaben wir mit unserer Paralympics-Newsseite zeitnah und ausführlich über‚unsere‘ Behindertensportler vom TeamBEB aus Vancouver berichten können.Die Seiten kamen sehr gut an und habenunser Engagement beim TeamBEB noch unterstrichen.“ Dr. MatthiasSchorr, UnternehmenskommunikationBEB Erdgas und Erdöl GmbH.Steffi Knobbe óInfo AG, Hamburgwww.info-ag.de28MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


PDM-System unterstützt Eprok beim DatenabgleichEine gelungene KonstruktionVorbei sind die Zeiten als Konstrukteure noch 2D-Konstruktionszeichnungen auf demReißbrett erstellten und mit papierbasierten Systemen verwalteten. Längst hat dieCAD-Automatisierung Einzug gehalten und zu einer erhöhten Produktivität, schnellerenMarktreife, kürzeren Konstruktionszyklen und geringeren Entwicklungskosten beigetragen.Das Ergebnis: Ingenieure und technischeZeichner generieren eineenorme Vielfalt an Konstruktionsdatenund -zeichnungen. Damit bringt dieCAD-Automatisierung neue Herausforderungenim Hinblick auf die Verwaltung,Steuerung und Freigabe deranfallenden Daten mit sich. Es gilt, dieErstellung und Kontrolle immer größererund vielfältigerer Mengen an 3D-Konstruktionsdaten zu unterstützenund die Zusammenarbeit von Konstruktionsteamsund externen Partnernzu fördern. Deshalb sind Produktdatenmanagementsysteme(PDM) nicht mehrwegzudenken.Spezifikationen und Entwurfsskizzen,3D-CAD-Modelle, Konstruktionszeichnungenund Stücklisten sowie Office-Dokumentejederzeit und an jedemOrt verfügbar zu machen und möglichstkurze Such- und Zugriffszeiten auf Unterlagenzu realisieren, darauf ist auchdas Konstruktionsbüro Eprok angewiesen.Es analysiert Prozessdaten, erstelltKonzepte und Lösungen für den weiterenAutomatisierungsprozess und betreutProjekte bis zur Serienreife. Fürden reibungslosen Ablauf benötigt dasKonstruktionsbüro eine PDM-Lösungzur standortübergreifenden Datenverwaltungmit der Möglichkeit, systemfremdeDaten über geeignete Schnittstelleneinzulesen und zu bearbeiten.Reibungslose Anbindungan PPS-System realisiertIm Jahr 2003 verursachte die Umstellungder Konstruktion von Mechani-cal Desktop auf Inventor erheblicheSchwierigkeiten beim Datenabgleichzwischen dem Eprok-Standort und demStandort des Hauptkunden. So wurdegemeinsam mit dem Auftraggebernach einer Lösung gesucht. Begleitetwurde das Auswahlverfahren von derHellmig EDV GmbH, die die gesamteHard- und Software für Eprok liefert.Im Verfahren und der anschließendenTestphase setzte sich schließlich dieGain Software GmbH mit ihrer LösungGain Professional durch. Neben der Per-Inselanzeigen MidrangeMagazin 10-2010 05.11.10 08:17ANZEIGE…ausSAP ® -Lösungen!formance war auch die regionale Näheausschlaggebend und der Wunsch, einendeutschsprachigen Lieferanten zuhaben, der kundenspezifische Anforderungenaufnimmt und berücksichtigt.An diesem Punkt scheiterten viele deranderen Anbieter, da sie die Hauptanforderung– die Verknüpfung mit demPPS-System des Hauptkunden – nichtumsetzen konnten.Im Zuge der Anbindung an das PPS-System mussten anspruchsvolle Anpassungendurchgeführt werden. So ermöglichtdas PDM-System heute, Informationenaus Stücklisten abzugleichenund auf Stammdatensätze zuzugreifen,die im PPS hinterlegt sind. Daten fürdie Kunden können reibungslos bereitgestelltwerden. Auch die Oberflächenwurden komplett an die Anforderungendes Konstruktionsbüros angepasst, sodass die Konstrukteure und technischenZeichner sich schnell in die Bedienungder neuen Lösung einfinden konnten.Gleiches gilt für die Einarbeitung derfreiberuflichen Mitarbeiter, eine Unterweisungvon einer Stunde genügt.Zudem wurden verschiedene Routinenintegriert, um das Projektverwaltungssystemnoch effizienter zu gestalten. Sokann die Dokumentation von einem gesamtenProjekt durch einen einfachenAufruf komplett ausgedruckt werden.Fazit„Wir sind sehr zufrieden mit der Funktionalitätund Stabilität der Lösung.Gain Professional hebt sich durch Reaktions-und Anpassungsfähigkeit deutlichvon Lösungen anderer Anbieter ab.Auch die Performanz hat sich im Laufeder Jahre enorm gesteigert und wurdeso zum herausragenden Merkmal.“,so Dietmar Hahn, Geschäftsführerund Inhaber des KonstruktionsbürosEprok.óGain Software GmbH, Bielefeldwww.gain.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN29


SCHWERPUNKTHochverfügbarkeit und SecuritySpiffyj, iStockphoto.comSUMMARYSystemausfälle können unterschiedlicheUrsachen haben. Umso mehrAugenmerk sollte man auf das ThemaHA und Security legen.IT-Sicherheit für moderne, offene UnternehmensstrukturenHybride Sicherheit bietet mehrVielreisende und mobile Mitarbeiter, zahlreiche Außenbüros, Firmenzusammenschlüsse und-übernahmen sowie Outsourcing lassen herkömmliche Sicherheitslösungen an ihre Grenzenstoßen. Hybride Sicherheitskonzepte bestehen auch in solchen dynamischen Szenarien.Die bislang geläufigen Perimeter derUnternehmens-IT und traditionelleSicherheitsinfrastrukturen lösen sichauf. Das macht es Organisationen zusehendsschwerer, IT-Sicherheitsmaßnamenrasch, lückenlos und kosteneffizientumzusetzen und zu verwalten.Auch der Kampf gegen die modernenWeb-Bedrohungen wird dadurch erheblicherschwert.Beispielsweise haben die zunehmendeMobilität von Mitarbeitern, dieBeliebtheit von Tele-Arbeitsplätzen unddie explosionsartige Verbreitung vonWeb-Anwendungen und Online-Zusammenarbeitherkömmliche Sicherheitsvorrichtungenspürbar entmachtet. DasWeb ist zugleich dominierendes Werkzeugzum Abwickeln von Geschäftenund vorherrschendes Bedrohungspotential– die Quelle von Malware, vonDatenverlusten und fortschrittlichen,anhaltenden Attacken. Erschwerendkommt hinzu, dass mit dem Mangel anSchutz ein Mix aus Sicherheitsoptioneneinhergeht, dem es an Integration, Flexibilitätund Reichweite fehlt. Das lässtfür Unternehmen die Kosten ansteigen,die sie zum Bereitstellen, Verwaltenund Absichern aufwenden müssen.Im Kampf gegen diese Bedrohungenentscheiden sich manche Unternehmenentweder für ein Security-as-a-Service-Angebot oder für eine lokal betriebeneSchutzvariante. In Einzelfällen findensich auch – manchmal unkoordinierte– Mischungen der beiden Varianten.Diese Ansätze bringen typischerweisedie gleichen Hemmnisse mit sich und30MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


führen zu erheblichen Redundanzenim Aufbau des Regelwerks, dem Reporting,dem Management und bei denKosten. Viele Unternehmen fragen sichnun, wie sie Flexibilität und Reichweiteerzielen, ohne dabei Nachteile bei Sicherheitund Kosten zu erleiden.SaaS-Anbieter argumentieren,dass alle Sicherheitsfunktionen durchCloud-Dienste erledigt werden sollten.Viele Organisationen sind aber nochlängst nicht bereit, sich voll und ganzdarauf einzulassen. Die Hersteller lokalbetriebener Sicherheitsproduktehingegen führen ausnahmslos ins Feld,dass ihre Appliances größtmöglicheSicherheit bieten und bestens zu verwaltensind. Unglücklicherweise zeigtdie Wirklichkeit hier einmal mehr ihreunschöne Seite und demonstriert, dasssolche Lösungen – insbesondere beiverteilt arbeitenden Unternehmen undmobilen Anwendern – oft zu Lasten vonumfassendem, weit reichendem Schutzgehen.Die Lösung des Dilemmas? Unternehmensollten auf keine der beidenParteien hören und sich nicht der vonHerstellern getriebenen Einschränkungunterwerfen, sich zwischen SaaSund In-House betriebenen Lösungenentscheiden zu müssen. Stattdessensollte die Wahl auf eine wahrhaft hybrideLösung fallen, die das Beste ausbeiden Welten in sich vereint.Bedrohungen wie vor Datenabflussaus dem internen Netzwerk herausschützen. Gleichzeitig müssen sie dasBereitstellen, das Verwalten der Regelnund die Anwenderpflege vereinfachen.Darüber hinaus muss eine SaaS-Lösungden gleichen Schutz bieten wie ein lokalinstalliertes Produkt und Teil sein einereinheitlichen Regel‐, Verwaltungs- undReporting-Architektur. Organisationensollten bei SaaS-Angeboten keinesfallsein niedrigeres Schutzniveau akzeptierenmüssen. Ebenso wenig darf dieSicherheit eines Unternehmens leiden,wenn das Budget nicht in jeder Zweigstelledie Installation einer lokalen Sicherheitslösungerlaubt.Viele Anbieter von Sicherheitsproduktenhaben SaaS-Technik eingekauft.Diese Unternehmen bieten ihren Kundenjetzt eine weitere Wahlmöglichkeit.Aber es wurde schnell klar, dass SaaSEndgerät zur Analyse in die Cloud geschicktwerden. Von dort kommt dasErgebnis dann zurück zum Client. DiesesKonzept bringt einige Nachteile mitsich, darunter die Unfähigkeit, dynamischenContent in Web-2.0-Angebotenzu analysieren oder hinter passwortgeschütztenSeiten verborgene beziehungsweiseper SSL verschlüsselte Inhaltezu untersuchen.Mit echter Hybrid-Funktionalitätkönnen Unternehmen in verschiedenenTeilen der Organisation sowohl lokaleals auch Cloud-Installationen einsetzen,gleichzeitig aber Sicherheit, Reportingund Regelwerk zentral verwalten.Das bedeutet das unternehmensweiteDurchsetzen einer einzigen Regel überverschiedene Punkte hinweg und nureinen Satz an Reports. So lassen sichZeit, Komplexität und Gemeinkostensenken, die durch das AdministrierenZweiwege-Schutz: Das hybride Sicherheitsmodell von Websense verhindert sowohl Attackenaus dem Web als auch das unerwünschte Abfließen von vertraulichen Daten aus dem Unternehmensnetzwerk.Quelle: WebsenseNeue Gefahren erfordernneue SicherheitsmaßnahmenBedrohungen verschmelzen und ein signifikanterTeil der Datenverluste gehtauf Web-Datenverkehr zurück. Datenaus den Websense Security Labs belegen,dass inzwischen 57 Prozent allerDatendiebstähle aus dem Web herausinitiiert werden: Kriminelle locken ihreOpfer per E‐Mail auf bösartige Webseitenund sie nutzen die Dynamik vonWeb 2.0, um ständig neue und immerperfidere Angriffe umzusetzen.Wirksame Sicherheitslösungenmüssen gleichermaßen vor externennicht für jeden Kunden passend ist.Manchmal ist SaaS die bessere Wahl,manchmal ist es eine Vor-Ort-Installation.De facto gibt es in vielen IT-Umgebungenschlagende Argumente fürSaaS und lokale Lösungen – jedoch inKombination und nicht als mehrstufigesKonzept.Wie sieht eine wirklich hybrideLösung aus?Was von vielen Sicherheitsanbieternals „hybrid“ bezeichnet wird, ist faktischnur ein Prüfen durch die Cloud.Das heißt, dass die Daten vom lokalenvoneinander losgelöster Systeme andernfallsverursacht würden. Gleichzeitigbietet das einheitliche RegelwerkSchutz vor den modernsten mehrstufigenAttacken. Außerdem ist das Hybrid-Modellflexibel genug, um sich ohnegroße Investitionen oder tiefgreifendeÄnderungen am Sicherheitskonzeptan geschäftliche oder infrastrukturelleVeränderungen anzupassen.Michael Scheffler óWebsense Deutschland GmbH, Hamburgwww.websense.com12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN31


SCHWERPUNKTHochverfügbarkeit und SecurityWie Phönix aus der Asche: Disaster Recovery aus der CloudMangelnde IT-Notfallplänegefährden viele KMUsEs ist im wahrsten Sinn ein Spiel mit dem Feuer: Obwohl heute fast jedes Unternehmen amseidenen Faden der IT hängt, werden Notfall-Pläne oft nur stiefmütterlich behandelt. Zu großist der Aufwand, zu teuer die Vorsorge. Dabei reichen ein Kabelbrand und die nachfolgendenhundert Liter Löschwasser aus, um die Datenspeicher zu zerstören und einen Produktionsausfallhervorzurufen, der im schlimmsten Fall das Ende der ganzen Firma bedeuten kann.Audits und Qualitätskontrollen bemängelnimmer häufiger die fehlendeAbsicherung der Betriebskontinuität.Inzwischen liefert die IT selbsteine einfache Disaster-Recovery-Möglichkeitmittels Virtualisierung undCloud Storage: Daten, Programme undKonfigurationen werden auf gemietetemSpeicher in externen Rechenzentrengesichert.Kosten der Down-TimesWie hoch die Kosten der System-Down-Times sein können, zeigte 2010 eineStudie des amerikanischen MarktforschungsunternehmensAberdeenResearch: Der durchschnittliche Industriebetrieblag dabei mit rund 14Ausfallstunden bei einem jährlichenSchaden von 1,22 Millionen Euro. Dieam besten abgesicherten Firmen verzeichnetendagegen nur 1,2 StundenStillstand und einen Verlust von etwa57.000 Euro. Dennoch wiegen sich vieleGeschäftsführer vor allem kleiner undmittelständischer Betriebe mit der Feststellung„Uns kann nichts passieren,wir haben Backup-Bänder“ in Sicherheit– bis es um die Aufbewahrung derBackups geht. Denn die meist üblicheLagerung neben dem Server oder imBüro der Sekretärin verspricht wenigSchutz bei einem Brand oder einer anderenKatastrophe.Virtuelles System-Abbildüberbrückt AusfälleWirtschaftsprüfer weisen immer häufigerauf den fehlenden Disaster-Recovery-Planhin, Audits und Ratingsachten zunehmend auf Maßnahmenzur Betriebskontinuität. „Dabei geht esaber nicht allein um die Daten. Die Katastrophezerstört in der Regel auch dieWas sich das Feuer nicht holt, zerstört das Wasser:Viele Katastrophen beschädigen nicht nur Daten,sondern auch Hardware. Ohne ausreichende Absicherungkann sich die Ausfallzeit deshalb hinziehen.Quelle: Paul-Georg Meister, pixelio.deHardware, so dass selbst mit Backupalle Räder stillstehen bis Ersatzgerätebeschafft sind“, erklärt Axel Dunkel,Geschäftsführer des gleichnamigen ITService Providers. Einzige Absicherungdagegen wäre ein zweiter Serverkomplexals Ersatz für den Ernstfall. „DieseRedundanz können sich aber Kleinbetriebeund Mittelständler nicht leisten.“Der Computerexperte, der sich bereitsseit 1984 mit IT-Sicherheit undhochverfügbaren Systemen beschäftigt,geht daher einen anderenWeg und bietet seit Kurzemeine Cloud-Lösung an.Kernkomponente dabei sindso genannte Virtuelle Maschinen(VM), digitale Abbilder vonSystemen mitsamt allen Datenund Konfigurationen. Diesewerden in der Cloud, einemflexibel skalierbaren Speicherplatzin einem externen Rechenzentrum,abgelegt und könnenim Notfall als Ersatz für ihrerealen Vorbilder herangezogenwerden. „Wie schnell das geht,hängt von der gewünschten Artder Speicherung ab“, so Dunkel.Im einfachsten Fall können dieVMs innerhalb von Minutenhochgefahren werden und sindsofort einsatzbereit, um die Geschäfteweiterzuführen.32MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Hochverfügbare Datenim RechenzentrumSicherheit ist ein entscheidender Aspektder Cloud-Disaster-Recovery: Die beidenRechenzentren der Dunkel GmbHliegen in Frankfurt am Main, also aufdeutschem Rechtsgebiet. Unsicherheitenbezüglich des Datenschutzes, wiesie bei ausländischen Cloud-Anbieternentstehen können, wird dadurch vorgebeugt.Zutritt zu den Zentren hat nurautorisiertes Personal nach einer Pass-Kontrolle. Auch steht den Nutzern dieMöglichkeit offen, den Zugang zu ihrenDaten zusätzlich zu schützen, indem siedie Informationen entweder bereits imeigenen System verschlüsseln und soins Rechenzentrum speichern oder siewährend der Übertragung chiffrieren.Verfügbarkeit der VMsAxel Dunkel,Gründer undGeschäftsführerder SystemberatungAxel DunkelGmbH, befasstsich schon seit1984 mit derEntwicklung vonKommunikationsdienstenundsicheren Lösungenfür den Datenaustausch.Um die Verfügbarkeit der VMs zu jedemZeitpunkt sicherzustellen, können sieim Wartungs- oder Störungsfall einfachauf einen anderen Server verschobenwerden. Bei einem kompletten Serverausfallgewährleistet ein Storage-Area-Network, das zusätzlich noch gespiegelt– also in Echtzeit dupliziert – wird,dass das gesicherte System problemlosund mit allen Daten auf einem anderenServer neu gestartet werden kann. Damitübersteigen die Vorkehrungen gegenunbefugten Zugriff wie auch gegenAusfälle der virtuellen Infrastrukturdeutlich die internen Datenschutz- undSicherungsmaßnahmen vieler Firmen.Wie oft die Daten und Konfigurationenaus dem Unternehmen in die Cloudübertragen werden sollen, kann derNutzer selbst entscheiden. Das Bundesamtfür Sicherheit in der Informationstechnik(BSI) erklärt dazuin seinem Maßnahmenkatalogzur Notfallvorsorge: „Je kürzerder zeitliche Abstand der Datensicherungist, umso geringerist im Allgemeinen auchder für eine Restaurierung undNacherfassung erforderlicheZeitaufwand.“ Der Idealfall isteine Speicherung fast in Echtzeit,so dass die VM bis aufwenige Minuten dem aktuellenStand entspricht. Der zeitlicheVerzug wird dabei nur von derBandbreite der Datenleitungbestimmt. „Auf die interne Systemleistunghat diese Art derSpiegelung keinen Einfluss, die Performanceim laufenden Betrieb bleibtgleich“, so IT-Spezialist Dunkel.Wechsel zwischen virtuellem undrealem System kaum merklichDer umgekehrte Weg wird genutzt,wenn durch die Katastrophe auch dieServer selbst zerstört wurden und neueHardware mit Daten befüllt werden soll:Während des Ausfalls im Unternehmenwerden die virtuellen Anlagen zum primärenSystem und tragen alle Prozessedes Tagesgeschäfts. Sobald die Ersatz-IT steht, werden die VMs wie bei derSicherung auf die Unternehmensservergespiegelt. Ist das System vollständigübertragen, lässt sich der Ablauf wiederzur herkömmlichen Beziehungumdrehen. „Je nach Datenmenge undSicherungsart merkt der Nutzer kaum,auf welcher Plattform er sich gerade bewegt“,erklärt der Entwickler. „Was dieOriginal-Server leisteten, bietet auchdie VM.“ Selbst komplexe Spezifikati-onen des ursprünglichen Systems, wieetwa Verbindungen zu Home-Office-Arbeitsplätzen, bilden die virtuellenServer ab. Wie interessant die Möglichkeitender Cloud-Idee für die Notfallvorsorgesind, zeigt eine 2009 vom IT-SicherheitsdienstleisterSymantec angestoßeneUmfrage zur Disaster Recoveryunter 1.650 Firmen weltweit: Aufgrundder zunehmenden Verbreitung von Virtualisierungwurde bereits in 64 Prozentder befragten Unternehmen übereine Neubewertung ihrer SicherungsundWiederherstellungspläne nachgedacht.Christine Gassel óANZEIGEzum unternehmenDie Dunkel GmbH wurde 1993 als Dienstleisterfür Internetsicherheit und Hosting Servicesins Leben gerufen. Das Unternehmenvertritt ein Konzept von Flexibilität verbundenmit Hochverfügbarkeit. Für geschäftskritischeAnwendungen wurden besonders sichereEnterprise-Cloud-Lösungen entwickelt. Zuden Kunden des Dienstleisters zählen unteranderem die Deutsche Bahn System GmbH,der Hessische Rundfunk, die TupperwareDeutschland GmbH und der VerkehrsverbundRhein-Neckar. Seit 1999 realisiert die DunkelGmbH für Bundes- und Landtags‐, Kommunal-und Europawahlen das Hosting und dieAuslieferung der Wahlergebnisse im Auftragdes Hessischen Statistischen Landesamtesund des Hessischen Rundfunks.www.dunkel.deWilsch hostet Ihre AS/400Umgebung – und mehrWilsch Power HostingProduktion, Backup, ArchivWir haben die Maßlösung für Sie!Wollen Sie mehr erfahren?Ulrich Wilsch GmbH & Co. KGKarl-Valentin-Straße 17D-82031 GrünwaldTel.: +49-89-64169-0Fax: +49-89-64169-25E-Mail: info@wilsch.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN33


PROMOTIONIT-Tipps mit EspritEin Reiseführer bringt Licht in den Angebotsdschungel beim SAP-OutsourcingEin unterhaltsames, sympathisches Buch über dasOutsourcing von SAP-Lösungen für Einsteiger und Experten?Ja, das gibt es tatsächlich. Den Autoren von itelligence istes gelungen, das vermeintlich sperrige Thema charmantund griffig aufzubereiten – in einem locker aufgemachtenReiseführer.Das Büchlein unter dem Titel „TraumzielSAP-Outsourcing“ trifft den Zeitgeist:Der Informationsbedarf ist hoch. Immermehr Unternehmen denken darübernach, den Betrieb ihrer Soft- und Hardwarean externe Dienstleister auszulagern.„Konzentration auf die Kernkompetenzen“lautet dabei das Motto. DieZiele: Kosten reduzieren und Freiräumegewinnen. Soweit, so gut. Doch wer nachersten Überlegungen den Schritt zumOutsourcing wagen will, findet sich plötzlichin einem Angebotsdschungel wieder.Welcher Anbieter passt zu uns? Kommtnur eine selektive oder gleich eine vollständigeAuslagerung in Frage? Undkann man externen Dienstleistern seinesensiblen Daten überhaupt anvertrauen?Beim Outsourcing liegen die Daten inhochverfügbaren Rechenzentren mithöchsten Sicherheits- und Servicestandards.Aber worauf sollten Unternehmenbei der Wahl ihres Outsourcing-Partners besonders achten? Aus Sichtder Autoren zeichnet sich der idealeDienstleister vor allem durch „Zuverlässigkeit,Flexibilität und Agilität“ aus.Dazu zählt, dass Unternehmen ihreServiceverträge jederzeit der aktuellenGeschäftssituation anpassen können.Kompakte Checklisten komprimierendie wichtigsten Kriterien für Dienstleistungsverträgeund die Anbieterauswahlauf einer Seite – das ist Nutzwert purund eine gute Entscheidungshilfe fürden Leser.aus unterschiedlichen Branchen ihreErfahrungen mit dem Outsourcing vonSAP-Software.„Traumziel SAP-Outsourcing“ ist eineempfehlenswerte Lektüre für all jene,die darüber nachdenken, wie sie denBetrieb ihrer SAP-Lösung vereinfachenkönnen. Auch für erfahrene IT-Expertenhält das Buch noch die eine oder andereneue Information bereit.Weiterer Pluspunkt: Der Reiseführermit Schmunzel-Garantie ist kostenlosund direkt beim Herausgeber zubestellen.Auf 92 Seiten vermittelt das Buch aktuellesGrundwissen, räumt mit Vorurteilenauf und schildert aus der Sicht von mehrals 20 Jahren Erfahrung, wie Unternehmendurch eine Auslagerung mehr ausihren SAP-Lösungen herausholen. Wasnach einem IT-Thema der drögestenSorte klingt, kommt auf Anhieb äußerstunterhaltsam daher. Stimmungsvolle Bilder,knackige Kapitelüberschriften, vieleInfokästen. Stets allgemeinverständlichformuliert, führt das Buch den Leserin alle wichtigen Aspekte des Outsourcingsein. Dank des kompakten Formatsist der Reiseführer zudem schnell in derJackentasche verstaut – und so auch inkniffligen „Reisemomenten“ als Ratgeberimmer griffbereit.Herzstück des Büchleins sind allerdingsdie Tourenvorschläge, die fürjeden Outsourcing-Typ eine individuelleStreckenplanung vorsehen. Auch hiersorgt die farbige Sprache wieder fürjede Menge Lesefreude: So beschreibtdas Kapitel „Komfort-Tour mit Rundum-Service“das Application Hosting.SAP-Lösungen werden hierbei an einenDienstleister ausgelagert und einfachübers Netz genutzt. In den Rechenzentrenstellen Hochleistungsbatterienbei einem Stromausfall eine unterbrechungsfreieEnergieversorgung sicher,noch bevor die eigentlichen Notstromaggregateangelaufen sind. Ebenso aufschlussreichsind die „Reiseberichte ausder Praxis“: Hier schildern UnternehmenTraumziel SAP-Outsourcing92 Seiten in DeutschKostenlos erhältlich über:www.itelligence.de/traumziele


SCHWERPUNKTHochverfügbarkeit und SecurityPlattformübergreifende Hochverfügbarkeit bei der Bucher AGPerformant und stabilSeit 90 Jahren erforscht, entwickelt und produziert Bucher AG Langenthal, ein großesFrischöl-Veredelungsunternehmen der Schweiz, innovative Schmierstoffe und chemischtechnischeProdukte, die sich auf dem Weltmarkt etabliert haben. Die kompletteMotorex-Produktpalette umfasst gegenwärtig weit mehr als 2.000 Produkte.Mit dem Wechsel des ERP-Programmshin zu SAP entschiedsich Bucher, die bisher eingesetzteHochverfügbarkeitslösung DataMirror(heute iCluster) auf IBM Power Systemi zu ersetzen. Um sich allerdingsbestmöglich gegen IT-Ausfälle abzusichern,sollten auch andere Systeme derFirma hochverfügbar gemachtwerden, wie etwa die virtualisierteWindows-Umgebung.Gerade der Exchange-Serverhat sich zunehmend zu einemunternehmenskritischen Systementwickelt, da er maßgeblichfür die Kommunikationmit Kunden, Partnern undLieferanten verantwortlich ist.Die IT-Abteilung umfasst zweiMitarbeiter, gerade aus diesemGrund sollten beide Lösungenweitestgehend automatisch undohne umfassenden Administrationsaufwandfunktionieren.Ein Partner, zwei LösungenAufgrund der exzellenten Zusammenarbeitin der Vergangenheitverließ man sich auch bei diesem Projektganz auf den Infrastrukturexpertenaus Kirchberg, die Wagner AG. Fürdie Gewährleistung der permanentenVerfügbarkeit der virtuellen Windows-Umgebung hätte man das bereits eingesetzteVMware erweitern können, wasallerdings ein gespiegeltes SAN vorausgesetzthätte und somit sehr kostenaufwendiggewesen wäre. Außerdemist eine solche Lösung technisch sehrkomplex, da Drittsoftware eingesetztwerden müsste, um die Konsistenz derDaten zu gewährleisten.Aus diesem Grund entschied sichBucher für Double-Take, das jetzt denMicrosoft Exchange 2007- und den File-Server in ein anderes Gebäude repliziert.Dafür installiert die Replikations-Software Treiber, die Schreibvorgängedes Betriebssystems abfangen undfiltern, bevor diese an die Hardwareweitergereicht werden. Auf diese Weisekönnen Transaktionen transparent anden Zielserver übertragen werden, aufdem für eine Failover-Lösung natürlichdie gleichen Anwendungen laufen müssen.Die generische und asynchroneReplikation von Double-Take ist nichtnur applikationsunabhängig, sondernermöglicht auch die nachträgliche Implementierungder Replikation auf vorhandenenServern.Transparentes VerfahrenDa lediglich Schreibvorgänge auf Byte-Ebene repliziert werden, ist das Verfahrenfür die Applikation völligtransparent – sie muss wederneu installiert noch modifiziertwerden. Zudem sinken die Anforderungenan die Bandbreitesehr deutlich, da eine Änderungweniger Bytes auf demQuellserver lediglich die Übertragungeben dieser wenigenBytes an das Zielsystem zurFolge hat und nicht die gesamteDatei übertragen werden muss.Das führt dazu, dass auch langsameWAN-Verbindungen fürdie Replikation genutzt werdenkönnen. In einer solchen Anordnungmit räumlich getrenntenQuell- und Zielservern istdann auch die schnelle Wiederaufnahmedes Betriebes nach einerlokalen Katastrophe möglich.Auch die Anforderungen an dieHochverfügbarkeitslösung für die Systemi-Umgebung sind hoch: Die Featuresder Lösung sollen optimal mitSAP zusammenspielen und die Systemressourcender Produktivmaschine sowenig wie möglich belasten. Aufgrunddieser Prämissen fiel die Entscheidungfür Mimix, da diese softwarebasierte36MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


IT as a ServiceHochverfügbarkeit – Virtualisierung – KonsolidierungLösung von Vision Solutions die SAP-Architektur optimal unterstützt.Installation ingetrennten GebäudenUm auch lokale Katastrophen wie etwaFeuer oder Blitz abzufangen, wurdenProduktions- und Backup-Maschinenin unterschiedlichen Gebäuden aufdem gleichen Gelände in Langenthalinstalliert. SAP läuft auf dem ProduktivsystemIBM Power System i 550 undwird auf das Backupsystem IBM PowerSystem i 525 repliziert. Dabei machteBucher sich einen der wesentlichenVorteile beider Lösungen zunutze:Quell- und Zielsysteme müssen andersals bei vielen Cluster-Lösungen nichtidentisch sein.Geschätzt wurde besonders, dasswährend der gesamten Installationdurch die zertifizierten Systems Engineersder Wagner AG das System aktivbetrieben werden konnte.Hochverfügbarkeit für alleAnwendungen„Vergleicht man Mimix mit der vorhereingesetzten HA-Lösung, werden dieVorteile vor allem bei unserem Rollentausch-Testsichtbar: Das Umswitchenist deutlich einfacher, da wenigerArbeitsschritte durchgeführt werdenmüssen“, so Erich Neukomm, IT-Leiterder Bucher Gruppe. „Mit Double-Takehaben wir den Sicherheitslevel unsererSAP-Installation zudem jetzt auch imBereich der File Services und bei Exchange,was aufgrund der zunehmendenWichtigkeit dieser Anwendungenfür uns unumgänglich war.“Zudem profitiert die Firma heutevon einer deutlich höheren Performanceund Stabilität der HA-Lösungen.So nehmen beide bei einer Replikationsunterbrechung− etwa durch einenStromausfall − eine Resynchronisierungdeutlich schneller vor als dasfrüher beim alten ERP-System der Fallwar.Die neue Software hilft zudem auchdabei, die Verteilung der Rechenleistungzu optimieren: Die Backup-Systemekönnen während des Normalbetriebsaktiv genutzt werden, statt nurauf Standby zu stehen. So betreibt dieIT-Abteilung auf einem der Zielsystemeeine SAP-Testapplikation und führtdort auch die täglichen Datensicherungendurch.Aber auch der gewünschte geringeAdministrationsaufwand ist eingetreten:Dank umfangreicher Audit-Funktionenbeschränkt sich der täglicheAufwand für die Verwaltung beiderHochverfügbarkeitslösungen auf lediglich15 Minuten. Da Vision Solutionsals Hersteller von Mimix mittlerweiledas Unternehmen Double-Take Softwareübernommen hat und die WagnerAG ohnehin umfassende Erfahrung mitbeiden Produkten hat, kann Bucher sichzudem auf einen kompetenten Supportaus einer Hand verlassen.Die Wagner AG ist langjährigerPartner des in Deutschland und in derSchweiz ansässigen Distributors vonVision Solutions, der pheron technologiesgroup GmbH. Gemeinsam hat mandas Projekt von der Planungsphase bishin zur finalen Installation und darüberhinaus begleitet.óVision Solutions Inc., Irvine (USA)www.visionsolutions.comJETZT NCTEINSCHALTEN3 Unternehmen für eine Lösung – Ihre.Denn wir kennen Ihre Anforderungen undhaben auch für Ihr IT-Umfeld die passendeAntwort.Ob bei Ihnen im Haus als On-Site-Solution,in unserem Rechenzentrum als Out-Site-Solution oder als Service-Solution:Sprechen Sie mit uns.NCT GmbHOn-Site-Solutions – Konsolidierung, Virtualisierung,Hochverfügbarkeit, MiddlewarelösungenNCT Availability Services GmbHOut-Site-Solutions – IT as a Service, Cloud-Computing,Housing, Hosting, RZ-Leistungen, SaaS forISV`s als zertifizierter IBM Hosting-PartnerNCT Systemintegration GmbHService-Solutions – Power i Dienstleistungen undplattformunabhängige Services37NCT GmbH • Hans-Böckler-Str. 21 • 65468 Trebur/GermanyTelefon: +49 (0)6147 913-0 • Fax: +49 (0)6147 913-200info@nctgmbh.de • www.nctgmbh.de


SCHWERPUNKTHochverfügbarkeit und SecurityHochverfügbare Server-Lösungen für die ProduktionssteuerungDas MES als FlaschenhalsManufacturing Execution Systeme (MES) sind heute unerlässlich, weil sie eine konsistenteSteuerung und Nachverfolgung des gesamten Produktionsprozesses ermöglichen.Dieser steht und fällt mit der Verfügbarkeit der dafür eingesetzten IT-Systeme. Die meistenLösungen entsprechen jedoch nicht den hohen Anforderungen, die MES stellen.MES-Systeme haben sich in denletzten Jahren zum Rückgratder industriellen Produktionssystemeentwickelt. Sie steuern den Gesamtprozessder Produktion über die einzelnenProduktionskomponenten und den Materialfluss,so dass auch Qualitäts- oderZeitprobleme rechtzeitig erkannt werdenkönnen. Durch den Einsatz einesMES lassen sich Abweichungen vonSoll-Werten, die während der Produktionauftreten, direkt aus einem zentralenMonitoring lokalisieren. So werdennicht nur unmittelbar Fehlerzeitenverkürzt, auf dieser Grundlage werdenauch Ursachen der Fehler systematischanalysiert und dokumentiert, so dassdie langwierige und teure Fehlersuchenach der Produktion überflüssig wird.Problem: die zentrale StellungAllerdings hat die Sache einen Haken:In dieser zentralen Stellung bilden MES-Systeme zugleich einen Flaschenhals –der gesamte Produktionsbetrieb ist nunvon der Verfügbarkeit der MES-SchichtSteuerungselemente der Produktionssteuerung im ISA95-Modellabhängig. Treten hier Ausfälle auf, sotreffen sie nicht nur einzelne Produktionsschritte,die sich notfalls ad hocüberbrücken ließen, sondern den Gesamtprozess.Fast noch unangenehmerist es, wenn die Produktion zwar weiterläuft,aber wegen einer MES-Störungkeine Traceability mehr gegeben ist.Bauteile werden dann womöglich ohneFehl und Tadel produziert, müssen abermangels Dokumentation entsorgt werden.Unternehmen, die sich auf eineMES verlassen, können damit zwar dieProduktivität ihres Produktionsprozessesdeutlich steigern, sie handeln sichaber damit einen gefährlichen „SinglePoint of Failure“ ein.Verfügbarkeit für MESErstaunlicherweise haben viele Unternehmenhinsichtlich der Folgen solcherStörungen keine genauen Vorstellungen.Viele wähnen sich auf der sicherenSeite, wenn ihnen IT-Experten fürdie MES-Systeme eine mittlere Verfügbarkeitvon 99,5 oder 99,9 Prozent zusichern.Das klingt nachmehr als es ist, denn im7 × 24-Stunden-Dauerbetriebentsprechen 99,5Prozent Verfügbarkeiteinem System-Stillstandvon 43,8 Stunden proJahr; das reicht aus, umeinen Mittelständler,der Just-in-Time liefernmuss, zu ruinieren. Sogar99,9 Prozent bedeutenimmer noch, dassdie Anlagen ungeplant für 8,8 Stundenstehen.Ausfallzeiten lassen sich schnell inEuro umrechnen: So schätzte der BostonerMarktforscher Standish Group dieKosten eines IT-Ausfalls in der Produktionauf 5.000 bis 10.000 Dollar – proMinute. Bei einem Verfügbarkeitsniveauvon 99,95 Prozent riskiert ein Unternehmenalso rein statistisch im Jahrschon mal rund 2,6 Millionen Dollarund selbst bei 99,99 Prozent schlagenin dieser Modellrechnung die Kostennoch mit einer viertel bis halben MillionDollar zu Buche.Die meisten Unternehmen habenfür die Verfügbarkeit durchaus Vorkehrungengetroffen. Die dafür verwendetenTechnologien entsprechen jedochhäufig nicht den hohen Anforderungen,die sie selbst an ihre MES-Systeme stellen.Stand-By-Systeme: In der einfachstenLösung werden zwei oder mehrereRechner vorgehalten, die bei Ausfällenwechselseitig die laufenden Prozesseübernehmen. Umschalten und Übergabeder Prozesse müssen jedoch initiiertwerden, was einige Zeit erfordert. LaufendeTransaktionen werden unterbrochenund müssen neu gestartet werden,wobei die Konsistenz der Daten undTransaktionen separat gesichert werdenmuss. Daher muss beispielsweisedie Traceability im Produktionsprozessnach einer Störung erst wieder hergestelltwerden.Mit dieser Technik ist eine Verfügbarkeitvon etwa 99,5 Prozent erreich-38MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


ar. Für kritische Prozesse im MES-Umfeld wird diese Lösung in der Regelalso nicht ausreichend sein.Cluster-Systeme: Am häufigstenwerden in der Industrie für die Sicherstellungeiner hohen Verfügbarkeitmittlerweile Server-Cluster verwendet.Dabei arbeiten mehrere redundanteServer permanent im Hintergrund, imStörfall wird automatisch auf den Reserve-Serverumgeschaltet. Das Verlagerndes Workload innerhalb des Clustersim Störungsfall benötigt jedoch Zeit –je nach Anwendung bis zu einer halbenStunde, so dass ein wirklich kontinuierlicherBetrieb auf diese Weise nichtmöglich ist. Zwar kann ein Cluster nachdem Störfall die unterbrochenen Prozessewieder aufnehmen, die Daten imArbeitsspeicher sind jedoch verloren.Ein Cluster kann also auch keine volleDatenintegrität gewährleisten. Fürden Einsatz in einem hoch-kritischenProduktionsumfeld bedeutet dies, dassauch Cluster ein nicht unerheblichesRestrisiko beinhalten.Cluster erreichen eine Verfügbarkeitvon 99,9 bis 99,95 Prozent, waseiner durchschnittlichen ungeplantenDowntime von bis zu vier Stunden proJahr entspricht. Allerdings erfordernCluster einen hohen Aufwand bei derImplementierung und im Betrieb. Außerdemmüssen Applikationen für denEinsatz im Cluster angepasst sein – esbringt nichts, eine herkömmliche Applikationeinfach unverändert in einemCluster laufen zu lassen.Fehlertolerante Server: Im Unterschiedzu Clustern werden hier nichtseparate redundante Server zusammengeschaltet,sondern – eine Ebenetiefer – in einem Server redundanteHardware-Komponenten verwendet, sodass dieser für Anwender und Anwendungssoftwareimmer wie ein einzigesSystem erscheint. Bei fehlertolerantenServern sind alle betriebswichtigenKomponenten, also insbesondere Prozessoren,Speicher-Chips und I/O-Einheiten, doppelt vorhanden. AlleProzesse des Servers werden ständigsimultan ausgeführt. Sollte eine Komponenteausfallen, führt die jeweiligePartner-Komponente automatisch undvom Benutzer unbemerkt den Betriebweiter. Die Anwendung kann somit beijedweder Störung ohne RAM-Verlust,ohne Datenverlust oder Verlust des Statuskontinuierlich weitergeführt werden.Timo Brüggemann óCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.Stratus Technologies GmbH, Eschbornwww.de.stratus.comStrategischeSicherheit aufObjektebene.Die Datensicherheit von Unternehmen wird immer häufiger von innen bedroht.Und auch die Bedrohungen von außen werden immer raffinierter. Wie schönwäre es, wenn es eine Möglichkeit gäbe, sich gegen beides zu schützen…Es gibt diese Möglichkeit. StandGuard ist eine Sicherheitslösung für dieiSeries in Echtzeit. Sie ermöglicht Ihnen, schnell und einfach eine fein skalierteSicherheitspolitik in einem Netzwerk multipler Systeme einzurichten.• Schützt intern und extern• Dienste sicherstellen• Störungsfreier Übergang• Sicherheit über allesTesten Sie StandGuard Network Security 30 Tage kostenlos.Unverbindlicher Download unter www.bytware.com/sg-mmKontakt: Bytware EuropeTelefon +1–775–851–2900 • E-Mail info@bytware.com • www.bytware.com© 2010 Bytware. All Rights Reserved.SGNS Hand Midrange Magazin Half German.indd 19/10/10 11:15:22 PM12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN39


teme Restriktionen bei der maximalzu übertragenden Datenmenge sowiePerformance- und Sicherheitsproblemeaufweisen. Im Hinblick auf einen ganzheitlichen,integrierten Lösungsansatzfür die Datenübertragung sollte nebeneinem MFT- auch immer ein SFT-Systemimplementiert werden. Gartner weistin seinem letzten „Magic Quadrant forManaged File Transfer“ im Jahr 2009darauf hin, dass sich viele Anbieterentweder auf traditionelle File-basierte„System to System“-Lösungen fokussierenoder auf File-basierte „Peopleto People“-Integrationen. Die Marktforscherempfehlen, dass Unternehmen,die MFT-Technologien einführen wollen,einen Anbieter wählen sollten,der mit seiner Lösung beide Bereicheabdeckt.Mit einer Managed-File-Transfer-Lösung können die angeführten FTP‐,SFTP- oder FTPS-Varianten mühelosersetzt werden. Sie ermöglicht es Unternehmen,Files sicher mit Niederlassungen,externen Partnern oderKunden auszutauschen – und das übereine einzige, vollständig integrierteInfrastruktur-Lösung. Das bedeutet, esmüssen nicht mehr zahlreiche einzelneNetzwerkverbindungen verwaltetwerden. Bei der Auswahl einer geeignetenLösung sollte auf Kompatibilitätmit unterschiedlichen Protokollen geachtetwerden, damit die bereits implementiertenSysteme und Lösungen aufSender- und Empfängerseite ohne jedeÄnderung angebunden werden können.Bei der MFT-Lösung von Cyber-Arkerfolgt der Datenaustausch zwischenden verschiedenen Plattformen undAnwendungen zum einen über einenKonnektor, der FTP, SFTP und FTPS unterstützt.Über diesen Konnektor könnendie Kommunikationspartner einenDaten-Upload oder -Download vornehmen.Zum anderen bietet die Lösungdie Möglichkeit, dass der Datentransferaktiv von einer Rules Engine angestoßenwird, das heißt regelbasiert undprozessorientiert.ANZEIGEplexe File-Transfer-Prozesse abgebildetwerden können – bis hin zu sogenanntenUser Exits, die eine unmittelbareund applikationsabhängige Weiterverarbeitungder erhaltenen Daten ermöglichen.Abgesehen vom automatisiertenAustausch von Informationen sollte eineMFT-Lösung zudem auch die Möglichkeitfür Ad-hoc-Transfers bieten.Denn es ist durchaus erforderlich, dassein File auch einmal manuell übertragenwerden muss – zum Beispielein Dump-File, mit dessen Größe einE‐Mail-System überfordert wäre. Nichtzuletzt muss eine Managed-File-Transfer-Lösungneben der Kommunikationvon „System to System“ auch eine Kom-In technischer Hinsicht sollte dieMFT-Lösung über APIs verfügen, überdie sie flexibel in vorhandene Infrastruktur-und Anwendungslandschaftenoder Workflows integriert werdenkann: zum Beispiel auch im Hinblickauf implementierte File-Server-Strukturen,FTP-Lösungen, die weiterhin eingesetztwerden, oder SAP-Applikationen.Durch eine offene Architektur unddie Unterstützung unterschiedlichsterPlattformen kann sie nahtlos in allevorhandenen Business-Applikationenintegriert werden und so die Automatisierungvon Geschäftsprozessen erleichtern.Zusätzlich sollten über eineRules Engine bereits vorhandene, kommunikation„System to People“ ermöglichen.Ein Anwendungsfall hierfür wäreim Finanzdienstleistungsbereich dieBenachrichtigung und Information vonKunden per E‐Mail mit angehängtenFiles direkt aus dem Kernbankensystemheraus.Die Vorteile einer Managed-File-Transfer-Lösung sind weitreichend. Siekann in der Regel schnell und einfachin Betrieb genommen werden und istsofort nutzbar; die Wartezeit auf einenFTP-Account entfällt damit. Eine solchezentrale Datendrehscheibe vereinfachtdie Administration erheblich und ermöglichtzu jeder Zeit einen vollständigenÜberblick über die für den Datenaustauschgenutzten Kanäle. Darüberhinaus ist erstmalig auch eine Nachvollziehbarkeitaller Datenbewegungen gegeben.Der Datenaustausch kann – unabhängigvon der Datenmenge – sicherund vorschriftenkonform erfolgen. Undnicht zuletzt bietet eine MFT-Lösung imVergleich zu den angeführten FTP-Variantensignifikante Kostenvorteile, dasich die Anfangsinvestitionen durch diedauerhafte Senkung der Betriebskostensehr schnell amortisieren.FazitZusammengefasst: Eine MFT-Lösungermöglicht einen sicheren Datenaustauschohne Volumenbeschränkung.Damit können FTP- und einfache File-Transfer-Lösungen schnell und kostengünstigersetzt werden – verbundenmit einer Beseitigung der mit solchenLösungen verbundenen Schwachstellenwie aufwändige manuelle Tätigkeitenoder unsichere Übertragungswege.Der sichere und strukturierte Datenaustauschauf Basis einer modernenMFT-Lösung sollte deshalb bei jederProzessoptimierung im IT-Bereich aufUnternehmensseite mit an obersterStelle stehen. Jochen Koehler óCyber-Ark Software Ltd., Heilbronnwww.cyber-ark.com12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN41


Workshops & WebtrainingsRational Open Access:RPG EditionErleben Sie, wie Sie diese neue IBMSchnittstelle für grafische Clients einsetzenSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• grafische Oberflächen für Ihre bewährtenAnwendungen brauchen• die neue IBM Schnittstelle nutzen möchten• dem Internet alsClassroom aufgeschlossen sindWebDayAus dem Inhalt:Was ist Open Access für RPG?– Erläuterung der technologischen Basis– Funktion des OA-Handlers– Übersicht von Handler Anbietern– Vorstellung einiger Entwicklungsumgebungen(Profound Logic, Look, PKS)Termin: 20. Januar 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5951199Preise WebDays:• pro Teilnehmer: 398,– €• zwei Teilnehmer: je 378,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 358,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 30,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen sind ausführliche Unterlagenenthalten.Technische Voraussetzungen:Die Schulung findet interaktiv statt. Deshalbsollten Sie, neben einem DSL-Internet-PC,über ein handelsübliches Headset verfügen.Die Logindaten erhalten Sie nach IhrerAnmeldung rechtzeitig vor dem Event.Neu: WebDays Interaktives Web-Seminar 1 Tag 2 × 2 StundenRPG und grafischeOberflächenWie Sie für Ihre RPG-Programme grafischeOberflächen erstellenAus dem Inhalt:Mit RPG Backend-Programme realisieren– Datenzugriffsprogramme erstellen– Geschäftslogik-Funktionen entwickeln– Sitzungssteuerungslogiken entwickelnWeb-Services erstellen– Den IBM i Integrated Web Service Server(IWS) in Betrieb nehmen– SOAP-Services erstellen– PHP als Service-Server verwenden– HTTP-Services mit PHP erstellenRIA-Clients mit Adobe Flex erstellen– Rich-Internet-Application- (RIA-) Clients –eine Einführung– Open Source: Das Adobe Flex SoftwareDevelopment Kit (SDK)– Flashplayer und Air als Laufzeitumgebungen– RIA-Clients mit dem Abobe Flashbuilder 4erstellenGrafische Clients mit RPG OA erstellen– Die Leistung von Rational Open Access:RPG Edition– Was ist ein Handler?– Softwareanbieter: Handler und Entwicklungsumgebungen– RPG-OA-Clients entwickelnIn dieser Intensiv-Schulung wird gemeinsameine Anwendung entwickelt, die die Möglichkeitenvon RPG, Web-Services und grafischenClients aufzeigt. Für jeden Teilnehmer steht einArbeitsplatz mit einer kompletten Entwicklungsumgebungzur Verfügung.Termin: 15./16. Februar 2011Ort: KölnWS-Nr: 5421105Preise Workshops:• pro Teilnehmer: 898,– €• zwei Teilnehmer: je 848,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 798,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 50,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen ist die Übernachtung/Frühstückim Tagungshotel, ausführliche Unterlagen sowiedie Verpflegung tagsüber enthalten.What’s hot in IBM i V7R1Erfahren Sie, was wirklich wichtig istSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• die wirklichen Highlights kennenlernenmöchten• aufgrund unabhängiger Praxiserfahrungenwissen möchten, was nutzt• dem Internet alsClassroom aufgeschlossen sindWebDayAus dem Inhalt:Upgrade auf V6R1/V7R1– Vorbereitung des Alt-Systems– Installation von V7R1Neue Möglichkeiten der Systemadministration– Änderungen am System i Navigator– Der IBM Systems Director Navigator für i– Native PDF-GenerierungDB2 UDB für System i und SQL– Veränderungen und Verbesserungen an SQLObjekten– Neue SQL-Syntaxen– SQL User Defined Functions (UDFs), Fieldfunctions,Stored Procedures mit RPG– u. v. m.Programmierung– Neuerungen im ILE Programmmodell– Neue und geänderte RPG-Syntaxen– Neue Werkzeuge für die Programmentwicklung,RDP, RDA RPG OA etc.Termin: 22. März 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5341199Preise WebDays:• pro Teilnehmer: 398,– €• zwei Teilnehmer: je 378,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 358,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 30,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen sind ausführliche Unterlagenenthalten.Technische Voraussetzungen:Die Schulung findet interaktiv statt. Deshalbsollten Sie, neben einem DSL-Internet-PC,über ein handelsübliches Headset verfügen.Die Logindaten erhalten Sie nach IhrerAnmeldung rechtzeitig vor dem Event.Jetzt anmelden!www.


2011Modernes Programmierenmit RPG IVLernen Sie mit RPG die heutigen Standardsbei der SoftwareentwicklungAus dem Inhalt:Einführung: Grundsätze moderner Softwareentwicklung– Objekt-orientiert vs. Objekt-basiert– Model-View-Controller- (MVC-) Architekturen– ILE-Objekte in der SoftwareentwicklungDie Problematik der Schnittstellen– Konstruktion von Parameter Interfaces– Datenstrukturen und Arrays– Ableitungen und abstrakte Datentypen( Templates)– Includes sinnvoll einsetzenModerne Kontrollstrukturen– Die verschiedenen Schleifenkonstruktedes RPG IV– Einfache und mehrfache Bedingungsabfragen– Anweisungsmonitoring und FehlerhandlingDatenzugriffe– Native IO vs. SQL-basierte IO– Merkmale der SQL-IO– Merkmale der nativen IO– Erstellung von DatenzugriffsmodulenIn dieser Intensiv-Schulung wird gemeinsameine RPG Anwendung entwickelt, die denTeilnehmer in die Grundsätze moderner Softwareentwicklungeinführt, die Vorteile einerstandardisierten Softwareentwicklung aufzeigtund die Möglichkeiten aktueller RPG Syntaxendarstellt. Für jeden Teilnehmer steht einArbeitsplatz mit einer kompletten Entwicklungsumgebungzur Verfügung.Termin: 5./6. April 2011Ort: StuttgartWS-Nr: 5431103Preise Workshops:• pro Teilnehmer: 898,– €• zwei Teilnehmer: je 848,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 798,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 50,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen ist die Übernachtung/Frühstückim Tagungshotel, ausführliche Unterlagen sowiedie Verpflegung tagsüber enthalten.Neue Syntaxen undEntwicklungen inSQL V6R1 und V7R1Damit Sie die neuen Möglichkeiten von SQLauch wirklich anwendenSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• mehr Performance brauchen• lieber Funktionen nutzen, als selberzu programmieren• dem Internet alsClassroom aufgeschlossen sindWebDayAus dem Inhalt:Mit SQL-Scripten arbeiten– SQL Scripte für Datenexporte generieren– CL-Befehle aus SQL-Scripten herausausführen– SQL-Scripte ausführenSQL in der Programmierung– Stored Procedures aus RPG aufrufen– Dynamische Resultsets in RPG verarbeiten– Schlüssel generieren und verarbeiten– Hidden TimestampsSQL Gruppierungsfunktionen– Rollups– Cubes– Grouping Sets– OLAP-FunktionenXML Verarbeitung in SQL– XML-Dokumente erzeugen– XML-Daten einlesen– Funktionen und Stored ProceduresTermin: 18. Mai 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5971199Preise WebDays:• pro Teilnehmer: 398,– €• zwei Teilnehmer: je 378,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 358,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 30,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen sind ausführliche Unterlagenenthalten.Technische Voraussetzungen:Die Schulung findet interaktiv statt. Deshalbsollten Sie, neben einem DSL-Internet-PC,über ein handelsübliches Headset verfügen.Die Logindaten erhalten Sie nach IhrerAnmeldung rechtzeitig vor dem Event.FortgeschritteneSQL-TechnikenWie Sie die Fähigkeiten von DB2 undSQL für mehr Performance nutzenAus dem Inhalt:Gruppierungstechniken in DB2 V6R1 und V7R1– Summenbildung und andere Datenaggregate– Rollups, Cubes– Grouping SetsSQL Common Table Expressions (CTE)– Temporäre Sichten– Kapselung von Abfragelogiken durch CTEs– Datenaufbereitung durch CTEsRekursive SQL Abfragen– UNIONs und andere vertikale Joins– Abfrage hierarchischer DatenDie Anwendung von Materialized QueryTables (MQTs)– Aufbau eines Datenrepositories mit MQTs– Abfrage von MQTs– Datenaktualisierungen in MQTsDie Anwendung von SQL Stored Procedures– Stored Procedures als Alternative zu CTEs– Programmierte Zugriffslogiken in SQL– Nutzung von SPs in DatenauswertungstoolsEinsatz von User Defined Functions– Scalare Functions: Feldaufbereitungen undDatenmanipulationen– Table Functions: tabellarische Daten zurVerfügung stellenDie Magie der SQL Built-In Functions– Konvertierungsfunktionen– Datumsfunktionen– Numerische Funktionen– OLAP-Funktionen u. v. m.Im Vordergrund dieses Seminars stehen Abfragetechnikenund Prozesse, die beim Aufbau undder Auswertungs von Unternehmensdaten zumEinsatz kommen könne. Für jeden Teilnehmersteht ein Arbeitsplatz mit Abfragetools(MS Access, MS Excel, IBM Web Query) zurVerfügung, um die besprochenen Abfragetechnikentesten zu können.Termin: 7./8. Juni 2011Ort: MünchenWS-Nr: 5951104Preise Workshops:• pro Teilnehmer: 898,– €• zwei Teilnehmer: je 848,– €• drei und mehr Teilnehmer: je 798,– €Frühbucherrabatt bei Anmeldung bis zu vierWochen vor der Veranstaltung: 50,– €Abonnentenrabatt (MIDRANGE MAGAZINoder TechKnowLetter): 5 %In den Preisen ist die Übernachtung/Frühstückim Tagungshotel, ausführliche Unterlagen sowiedie Verpflegung tagsüber enthalten.midrange-academy.comITP VERLAG GmbH ı Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering ı Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661ı www.midrange.de ı service@midrange.de


TECHNIK & INTEGRATIONDomino-DatenbankenGrößenbeschränkungenDie Flut der Informationen wächst stetig. Haben Sie einmal geprüft, wie viele E‐MailsSie wöchentlich bekommen und abarbeiten müssen? Die Zahl ist wahrscheinlichauch bei Ihnen enorm.Es sind nicht nur die unerwünschtenE‐Mails, die meist mit entsprechendenEinstellungen gar nicht erst in diePostfächer der Anwender gelangen. DieMenge der wichtigen Informationen,die mittlerweile als E‐Mail versendetund gespeichert werden, hat sich inden letzten fünf Jahren verzehnfacht.E‐Mail-Systeme wie Notes und Dominosind damit auch in Bezug auf dieAuslastung stärker gefordert. Je mehrE‐Mails in einer Datenbank enthaltensind, desto stärker wirkt sich dies aufdas Laufzeitverhalten von Notes undauch Domino aus. Das Anwachsen derDatenbankgrößen bedeutet nicht nurfür den einzelnen Anwender längereWartezeiten, weil zum Beispiel der Aufbauvon Ansichten mehr Zeit benötigt,sondern auch administrative Tätigkeiten– hier sei als Beispiel die täglicheDatensicherung genannt – sind von demMehr an Daten betroffen. Plattenplatzmuss erweitert, Datensicherungsverfahrenmüssen angepasst und sonstigeLeistungsbereiche optimiert werden.Domino und auch Notes bietenverschiedene Möglichkeiten, um dasGrößenwachstum der Datenbanken ingewissen Grenzen zu halten. Mit derFestlegung von Maximalwerten fürNotes-Datenbanken können Benutzergezwungen werden, selbst für das Bereinigender Inhalte der Postfächer verantwortlichzu sein. Größenbeschränkungensind dabei natürlich nicht nurauf E‐Mail-Datenbanken beschränkt,sondern lassen sich auf alle möglichenDomino/Notes-Datenbanken anwenden.Größenbeschränkungen können fürE‐Mail-Datenbanken zum Beispiel übereinen Grenzwert festgelegt werden.Schwellenwerte können dazu genutztwerden, dem Benutzer eine Warnmeldungzukommen zu lassen, wenn dieGröße der Datenbank eine definierteSchwelle erreicht und weisen damit aufein potentielles Größenproblem hin.Größenwirksam zeigen sich aucheinige Änderungen in Notes. Seit derVersion 7 ist per Standard der so genannteSoft-Delete in jedem Notes Clientaktiviert. Mit dieser Einstellungwird die Größe der E‐Mail-Datenbanknicht direkt reduziert, sobald ein Dokument(E‐Mail) gelöscht wird. Die aufdiese Weise gelöschten E‐Mails bleibenfür eine bestimmte Zeit (Standardeinstellungist 48 Stunden) in der Datenbankenthalten, bis sie dann schließlichaus dieser entfernt werden.Damit solche Dokumente auch wirklichaus dem System entfernt werden,müssen diese im Papierkorb markiertund von dort entfernt werden.Kommen wir aber noch einmalzurück zu den eigentlichen Größenbeschränkungen.Maximalwerte in MBoder GB können pro Datenbank defi-1 244MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


3NOTES.INI-ParameterCheck_Quota_On_Mail_Create=1$Reactivate_Mail_Quota=1Delegated_Mail_FileXCheckQuotaWhenLessThan80=number of minutesCheckQuotaWhenLessThan90=number of minutesCheckQuotaWhenLessThan100=number of minutesniert werden. Wird eine solche Größeerreicht, dann ist die Datenbank damitquasi voll und nicht mehr in der Lage,neuen Inhalt (z. B. neue E‐Mails) aufzunehmen.Die Prüfung, ob der Schwellenwertoder die maximale Datenbankgröße erreichtwurden, wird während des Speichervorgangeseines Dokuments in derDomino-Datenbank durchgeführt. Damitwird verhindert, dass unnötige Prüfungendas System belasten.Während einige Einstellungen inBezug auf die Größenlimitierung direktam Client vorgenommen werden können,bietet der Domino-Administratorverschiedene Optionen, mit denen manglobal die Einstellungen für Datenbankendefinieren kann.Größenbeschränkungen finden wirneben dem Domino-Administrator auchauf dem Notes Client. Beim Verlagernder Größenprüfung auf den Client kannBeschreibungMit diesem Parameter wird die Größenprüfungaktiviert. Damit wird bei Erreichender maximalen Größe bzw. des Schwellenwerteseine Warnung ausgegeben, sobaldein Dokument gespeichert wird.Kann zum Aktualisieren bestehender Größenangabengenutzt werden.Delegiert E‐Mails.Definiert die Häufigkeit der Prüfungen inbestimmten Abhängigkeiten.die Serverlast verringert werden. Mittelsauf dem Client gespeicherter Größenangabenwird beispielsweise beimErstellen einer neuen E‐Mail oder einesKalendereintrags geprüft, ob die maximaleGröße erreicht wird.1. Wählen Sie im Notes Client denBereich File p Preferences p User Preferencesp Mail (im Notes 8 Client unterFile p Preferences p Mail p Sendingand Receiving).2. Wählen Sie Check for New Mailevery X minutes (Bild 1).3. Öffnen Sie die notes.ini-Datei desNotes Clients. Dazu verwenden wir denTexteditor.4. Geben Sie die erforderlichen Parameterwie folgt an:Check_Quota_On_Mail_Create=1 and$Reactivate_Mail_Quota=1Die Tabelle oben zeigt die notes.ini-Parameter, die einen Einfluss auf dieGrößenbeschränkung und das Verhaltenhaben.Neben den Angaben auf dem Clientkann der Domino-Administratorzentral die Größenvorgaben für die Datenbankenin der Domino-Umgebungdefinieren. Das Definieren einer solchenBeschränkung kann im Domino-Administrator wie folgt durchgeführtwerden:1. Erweitern Sie im Domino-Administratorden Bereich Files und suchenSie Ihr E‐Mail-Verzeichnis.2. Wählen Sie die betreffendeE‐Mail-Datenbank (zeitgleich könnenbei Bedarf auch mehrere Datenbankenzur Verarbeitung ausgewählt werden).3. Klicken Sie in dem Bereich Toolsauf den Eintrag Database.4. Selektieren Sie hier den EintragQuotas.5. Geben Sie in dem Feld Set DatabaseQuota einen gewünschten Wert an(Bild 2).6. Wiederholen Sie die Eingabein dem Feld Quotas warning threshold(Bild 3).Wird die maximale Größe erreicht,dann können in die E‐Mail-Datenbankkeine neuen Inhalte eingestellt werden.Damit werden beispielsweise auchkeine neuen E‐Mails in die Datenbankgestellt. Mit Erreichen des Schwellenwerteserhalten der Benutzer und derAdministrator eine Hinweismeldung,dass die Kapazität der Datenbank balderschöpft ist und man eingreifen sollte.Ein solches Eingreifen kann dann beispielsweiseim Löschen von nicht mehrbenötigten Einträgen, dem Komprimierendes Inhaltes oder dem Archivierenbestehen.Hier ein Beispiel für eine Hinweismeldung,dass der Schwellenwert erreichtwurde:„Your mail file has exceeded thewarning size threshold of 51200 Kb. Youshould delete messages, empty the trashand compact your mail file or contactyour Administrator for help.“Mit dem Erreichen der Maximalgrößeeiner Datenbank ist diese für dasSpeichern neuer Dokumente gesperrt.Außerdem wird in einem solchen Falleine E‐Mail vom System erstellt und indie „volle“ Datenbank gespeichert, dieden Benutzer über das Erreichen desMaximalwertes informiert.Diese Benachrichtigung informiertden Benutzer nicht nur, sondern bietetauch erste Hilfestellungen, wie das Problembehoben werden kann.Jörg Zeig óCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN45


TECHNIK & INTEGRATIONIndex Access Only (IAO) undMulti Key Row PositioningMit den SQL-Abfragen ist es manchmal wie verhext – mal sind sie trotz großer Komplexitätschnell, dann wieder erstaunlich langsam. Manch einer ist sogar bereit, nach derartigenErfahrungen auf SQL zu verzichten. Häufig ist das stark variierende Laufzeitverhalten abernicht von SQL verursacht – Schuld sind fehlende Indizes oder die verwendete SQL-Syntax.Hinzu kommt, dass IBM mit jedemRelease neue Features und Zugriffsmethodenfür den SQL-Optimizerimplementiert, die Ihnen natürlichneue Möglichkeiten eröffnen. In diesemArtikel möchte ich nur zwei dervielen Schlagworte erläutern, die vielleichthelfen können, die LaufzeitenIhrer komplexen SQL-Abfragen zu verbessern.Wenn Sie in einem HLL-Programmeinen Satz lesen, müssen stets alleSpalten des Satzes in den Hauptspeicherübertragen werden. Hat eine Tabelleviele Spalten, Sie benötigen abernur die Informationen weniger Spalten,werden viele unnütze Informationenübertragen. Mit einer SQL-Anweisungübertragen Sie aber nicht einzelne, sondernviele Sätze in den Hauptspeicher.Ein Faktor für die Performance einesSQL-Statements ist daher die Liste derselektierten Felder. Stellen Sie sich vor,ich benötige die heutigen Kundenkontakteper E‐Mail. Auf dem Bildschirmwill ich die Kundennummer anzeigen.Die Abfrage ist schnell geschrieben.SELECT *FROM Hist00WHERE Himed = 'E‐Mail'AND HIDATE = Current_date;Das Problem dieser Abfrage könnteaber in der Struktur der Tabelleliegen. Die Tabellenzeile verfügt vielleichtüber mehr als 100 Spalten. JederDatensatz beansprucht mehr als 1 KBSpeicherplatz. Bei 15.000 Datensätzenist das eine Menge von 15Mb Daten, diein den Arbeitsspeicher und später zumClient übertragen werden. Je kleinerdie Liste der selektierten Spalten ist,desto kleiner ist die zu verarbeitendeDatenmenge im Hauptspeicher unddesto schneller ist die Ausführung derSQL-Abfrage. Deshalb sollten Sie derVersuchung widerstehen, das Asterisk-Zeichen zu verwenden, um alle Spalteneiner Tabelle zu selektieren. Manchmalmuss man sich halt auch die Frage stellen:„Wer soll optimiert werden?“ – derAnwender, der möglichst schnell einStatement kodiert oder die SQL-Engine,die die Daten bereitstellt? Besser Siekonkretisieren, welche Spalten benötigtwerden:SELECT HIKDNRFROM Hist00WHERE Himed = 'E‐Mail'AND HIDATE = Current_date;1AbfrageschemaDer optimale Index ist für dieseAbfrage auch schnell gefunden. Es empfiehltsich eine Kombination der Spalten„HIMED“ und „HIDATE“. Schautman sich den Ausführungsplan an(Bild 1), scheint alles perfekt zu sein.Aber es gibt einen weiteren Aspekt,den Sie berücksichtigen sollten: SpezifizierenSie die Spaltenliste, ist der Optimizervielleicht in der Lage, nur mitHilfe eines Index die Abfrage auszuführen.Voraussetzung für die Methode„Index Access Only“ (IAO) ist jedoch,dass der Index alle notwendigen Spaltenfür das Result Set enthält. Bezogenauf dieses Beispiel kann es somit sinnvollsein, den Index nicht auf die Spalten„HIMED“ und „HIDATE“ zu begrenzen,sondern auch die Spalte „HIKDNR“im Index zu führen (Bild 2). Der Zugriffauf den Index ist jetzt ausreichend fürdie Realisierung der SQL-Abfrage. EinZugriff auf die Tabelle „HIST00“ entfällt.Selbst in meiner komfortablenTestumgebung reduziert sich die Ausführungszeitum fast 50 Prozent.46MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Sie haben Recht, wenn Sie jetzt denken,dass derartig einfache SQL-Abfragenselten Probleme bereiten.Mehr Aufmerksamkeit benötigenkomplexe „Join“-Abfragen. Hier müssenSie Ihre Indizes und die Abfragenmöglichst geschickt aufbauen und nichtselten kann man so die Laufzeiten vonmehreren Minuten auf wenige Sekundenreduzieren.Schauen wir uns auch hier ein Beispielan, um zu verstehen, was gemeintist: In einer weiteren Abfrage selektiereich alle Kundennamen und deren Ansprechpartner,die heute eine E‐Mailerhalten haben:SELECT KDNAM1, ANNnAMFROM KDST00, HIST00, ANST00WHERE KDKDNR = HIKDNRAND HIANNR = ANanNRAND ANDATBis IS NULLAND HIMED = 'E‐Mail'AND HIDAtE = current_date ;Die Abfrage wird nur relativ langsamausgeführt. Schauen wir unsden Ausführungsplan in Bild 3 an. Erzeigt den Grund für die schleppendeVerarbeitung: Der Optimizer nutzt dieMethode „Table Scan“ für die Verarbeitung,da im Moment in meiner Testumgebungnicht einmal die Minimalanforderungenfür „JOIN“-Abfragen erfülltsind. Sie benötigen mindestens für alle„JOIN“-Spalten Binärindizes, wie es inBild 4 gezeigt wird.Am besten realisieren Sie diese Anforderungenallerdings, indem Sie mitreferentiellen Datenbankbedingungenarbeiten. Mit einem Vorurteil könnenwir an dieser Stelle auch sofort aufräumen.Falls Sie glauben, dass es keineUnterschiede im Laufzeitverhaltenzwischen einfachen Binärindizes undDatenbankbedingungen gibt, irren Siesich … Carmen Rasche ó234Die Methode „Index Access Only“ (IAO)„Join“-Abfrage mit „Where“-BedingungAbfrage mit BinärindizesCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN47


marktübersichtWWS- und PPS-LösungenFoto: Gut von Holstein GmbHSUMMARYIn unserer Marktübersicht stellen wirAnbieter von Lösungen für die Warenwirtschaftund Produktionsplanung vor.Außerdem veröffentlichen wir aktuelleAnwenderberichte und Fachbeiträge.Lebensmittelvertrieb erreicht mehr Sicherheit und EffizienzLückenlose DokumentationIm Lebensmittelgewerbe haben die Faktoren Qualität und Sicherheit oberste Priorität. DerGesetzgeber unterstrich die Bedeutung dieses Umstands und erließ erweiterte gesetzlicheAnforderungen an die Dokumentationspflichten der Unternehmen und an die Nachweisführung.Doch wie gelingt es betroffenen Unternehmen, die hohen Standards einzuhalten?Die stringente Kennzeichnung vonChargen ist hier ein wesentlicherFaktor. Eine Chargenrückverfolgunglässt sich durch Aufbringen intelligenterBarcodes erreichen. Sollte etwa eineRückrufaktion notwendig sein, kanndadurch rasch geklärt werden, aus welchemBetrieb und in welcher Menge bestimmteProdukte wohin geliefert wurden.Dies senkt die Reaktionszeit imMängelfall und erhöht die Sicherheitder Verbraucher. Voraussetzung für eineffizientes Dokumentationsverfahrenist ein leistungs- und anpassungsfähigesWWS-System zur Steuerung internerUnternehmensprozesse.Die Gut von Holstein GmbH aus BadBramstedt ist ein Zusammenschlussvon unabhängigen Meiereien und Käsereien.Acht Einzelunternehmen habensich zu einer Marketing- und Vertriebsgesellschaftzusammengeschlossen,die einheitliche Produkt- und Qualitätsstandardsdefiniert und garantiert.Jeder der selbständig geführten Betriebeist auf einen speziellen ButteroderKäsebereich spezialisiert. Unterder gemeinsamen Dachmarke Gut vonHolstein werden verschiedene Spezialitätenins gesamte Bundesgebiet undins benachbarte europäische Auslandgeliefert.Spezielle BedürfnisseViele Unternehmen starten mit einerBusinesssoftware von der Stange, um48MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


Anbieterübersichtmöglichst rasch den Geschäftsbetriebaufnehmen zu können. Mit dem Wachstumdes Unternehmens werden jedochauch die Anforderungen an das eingesetzteSystem größer und differenzierter:Bei der Auswahl einer zeitgemäßenkaufmännischen IT-Lösung war es denVerantwortlichen bei Gut von Holsteindaher besonders wichtig, ein möglichstflexibles System zu erwerben.Die integrierte LösungDie Software sollte sich den speziellenBedürfnissen des Unternehmensanpassen und nicht etwa umgekehrtdas Unternehmen an eine starre IT-Infrastruktur. Man suchte nach einemintegrierten WWS-System mit Finanzbuchhaltungund Waagenanbindung,dessen Module im Nachhinein leichtan brachenspezifische Bedürfnisse anpassbarund erweiterbar sein sollten.Kunden‐, Stamm‐, Produkt- und Auftragsdatensollten auf unkomplizierteund übersichtliche Weise erfasst undzentral verwaltet werden.Wichtig war es den Verantwortlichenferner, mit einem Partner ausdem Mittelstand zu arbeiten, der dieBedürfnisse eines Unternehmens mittlererGröße genau kennt. Nach einemumfassenden Vergleichsverfahren, indem vier Softwarelösungen verglichenwurden, entschied sich der Lebensmittelvertriebfür A.eins von Amic.Mit Verabschiedung der Lebensmittelbasisverordnung,die eine ständigeRückverfolgbarkeit vorschreibt, zeigtesich einmal mehr die Flexibilität des modularaufgebauten Systems. „Das ModulRückverfolgung wurde vor fünf Jahreneingeführt, um den gesetzlichen Anforderungenvollständig und rechtzeitiggerecht zu werden. Per Strichcode undFunkscanner werden alle vorgangsrelevantenDaten erfasst und gespeichert.Wir können nun an jedem Punkt derProduktions- und Vertriebskette exaktdas „woher“ und „wohin“ bestimmen“,resümiert Andreas Kowski, EDV-Leiterbei Gut von Holstein.Eine besondere Herausforderungmusste die Software meistern: Käse giltals lebendes Produkt, dessen Gewichtvariiert. Üblicherweise wird pro LaibKäse zunächst ein Mittelwert angenommen.Diese Schätzung ist jedoch nichtgenau. Das exakte Gewicht – welchesletztlich den Preis bestimmt – lässtsich zum Zeitpunkt der Bestellungnoch nicht bestimmen. Der Schätzwertmuss daher im Rückgriff durch das exakteGewicht ersetzt werden. An dieseBesonderheit musste A.eins explizitangepasst werden. Nun wird für dieAbrechung zunächst der genaue Kilogramm-Wertermittelt. Die Warenkontenwerden im Anschluss automatischkorrigiert und die Werte stehen für denFakturierungsvorgang bereit.FazitInsgesamt konnte die Effizienz durchdie Umstellung deutlich gesteigert werden.Der umfassende Einsatz von Scannertechnikmit mobilen Geräten machteine handschriftliche Kennzeichnungvon Waren und anschließende manuelleDatenübertragung unnötig. Das Fehlerpotenzialkonnte durch die Automatisierungdeutlich gesenkt werden. DieAnwender sind laut EDV-Leiter Kowskirundum zufrieden: „Durch die Schulungwaren die Mitarbeiter gut auf denEchtbetrieb vorbereitet. Die Optik istklar aufgebaut, die grafische Benutzeroberflächeermöglicht eine gute Übersichtlichkeit.Alle relevanten Prozessewerden abgebildet. Hinzu kommt dieintuitive Bedienbarkeit des Systems.“Bei Gut von Holstein vertraut manauch in Zukunft auf A.eins. In Kürzewird das System um eine E‐Mail-Archivierungerweitert. Außerdem wird einModul zum elektronischen Datenaustausch(EDI) implementiert, wodurchder Informationsaustausch zwischenVertrieb und Erzeugerbetrieben erleichtertwird.óSoftwareCompany AMIC GmbH, Kielwww.amic.deBranchware & Partner GmbHTelefon +49 911 27069-0CompetenceWareIT Service GmbH & Co. KGTel. +49 2261 4056-30F+G Informations- undKommuni kationssysteme GmbHTelefon +49 2353 9180-0Pohl Softwear GmbHTelefon +49 931 35525-0ABAS Software AGTel. +49 721 96723-0AJE Consulting GmbH & Co. KGTel. +49 2672 9364-0ams.Solution AGTel. +49 2131 40669-0AS/point GmbHTel. +49 2451 4900-0asb Pfister & Weishaupt GmbHTel. +49 7551 94950-0Berghof Systeme e.K.Tel. +49 36738 450-0Bison Schweiz AG EnterpriseTel. +41 41 9260-260Case SoftwareTel. +49 5228 1455Cogito Retail GmbH & Co. KGTel. +49 201 3102-0Comarch Software und Beratung AGTel. +49 89 14329-0cormeta agTel. +49 7243 60591-0Dakoda Software GmbHTel. +49 5251 18087-0CLICK toÜber unsere Online-Datenbankwww.midrange-solution-finder.definden Sie alle Kontaktdaten zu den Unternehmen.Die Produktübersicht enthältumfassende Details zu den Lösungen.12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN49


marktübersichtWWS- und PPS-LösungenAnbieterübersichte.bootis agTel. +49 201 8596-0EDS Itellium GmbHTel. +49 201 8709-1000Emsenhuber InformatikTel. +43 2782 82443-0Freudenberg IT KGTel. +49 6201 80-8000GFOS mbHTel. +49 201 61300-0godesys AGTel. +49 6131 95977-0GUS Deutschland GmbHTel. +49 221 37659-0IGS SystemmanagementGmbH & Co. KGTel. +43 7228 6451-0Imixs Software Solutions GmbHTel. +49 89 452136-0INEL-DATA AG Informatik BeratungTel. +41 71 96930-30Infor Global Solutions Deutschland AGTel. +49 711 38961-0Jeeves Deutschland GmbHTel. +49 9223 9459018Lawson Software Deutschland GmbHTel. +49 2103 8906-0maxess systemhaus gmbhTel. +49 631 414641-0Meinikat Informationssysteme GmbHTel. +49 5037 3000127MESONIC Software GmbHTel. +49 4263 9390-0Microsoft GmbHTel. +49 89 3176-0Möhlmann Software-EngineeringTel. +49 2182 841770MOTIONDATA Software GmbHTel. +43 316 255599-0MSI ConsultTel. +49 5121 6960372Noichl IT-ManagementTel. +49 2403 96197-40O + W EDV-Beratung Heinz WiesenTel. +49 2166 58913OGS GmbHTel. +49 261 91595-0orgaplus Software GmbHTel. +49 7131 3883-0oxaion agTel. +49 7243 590-6777PIT Informationssysteme AGTel. +41 56 46087-87Proratio Systeme und Beratung GmbHTel. +49 6131 95800-0PSI AGTel. +41 44 83257-00Der Boss kommt jetzt noch schnellerMehr MöglichkeitenMit einer Pick-by-Light Kommissionierlösung von KBS hatder Schreibgeräte-Hersteller Schwan-Stabilo sein automatisiertesKleinteilelager (AKL) ergänzt. Weniger Automatisierungführte dabei zu mehr Produktivität, kürzeren Lieferzeitensowie geringeren Personal- und Energiekosten.Für die rund 50.000 Lagerbehälterim Distributions-Center der StabiloInternational GmbH in Weißenburgist es deutlich ruhiger geworden. Früherlegten die Kunststoff-Kästen aufden Förderbändern des Schreibgeräte-Herstellers pro Jahr im Schnitt etwa40.000 Kilometer zurück. Jede Entnahme– egal mit welcher Stückzahl – wurdedamals durch die vollautomatischeLösung des ursprünglich mit vier Gassenausgestatteten AKLausgeführt. Beim KommissionierenmusstenDer neugeschaffeneKommissionierbereichverfügt übervier so genannteBahnhöfe.die Mitarbeiter nur aufdie nächsten Behälterwarten, die ihnen viaFördertechnik herangefahrenwurde.Als die Lösung imJahr 1997 mit 30.000Stellplätzen installiertwurde, war sie fürSchwan-Stabilo erste Wahl. Die vier Regalbediengerätewaren dem jährlichenAufkommen von 300.000 bis 400.000Picks gut gewachsen. Die Anzahl derAuftragspositionen stieg in den Folgejahrenjedoch schnell an. „2006 gab eseinen regelrechten Sprung“, erinnertsich Andreas Kerl, der in Weißenburgdie Distribution verantwortet. Damalskletterte das Volumen auf 700.000Picks und im AKL wurde seitdem indrei statt zwei Schichten gearbeitet.„Danach hatten wir in der vorhandenenAnlage praktisch keine weiterenWachstumsmöglichkeiten mehr“, erklärtAndreas Kerl.Zu wenig SpielraumFür ihn und seine Kollegen war deshalbschon im Jahr 2008 klar, dass Schwan-Stabilo das Kommissionierkonzept verändernmusste. Hinzu kam, dass dieNachfrage auch in den Folgejahren immerweiter wuchs – mit einem überproportionalenAnstieg der Auftragspositionen.„Wir hatten erkannt, dass uns dieAutomatiklösung zu wenig Spielraumfür manuelle Eingriffe bei Auftragsspitzenließ“, bekennt der Distributionsmanager.Zudem habe das bisherige AKLinnerhalb der gesamten 3.000 Artikelnicht ausreichend zwischen SchnellundLangsamdrehern unterscheidenkönnen.Der Gedanke lag nahe, die 340Schnelldreher nicht nur im AKL, sondernzusätzlich auch in einem gesondertenKommissionierbereich zu lagern.„Bestseller wie der Textmarker50MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


vom Typ Boss sind zum Beispiel in denmeisten Bestellungen dabei, aber nichtimmer in großen Mengen“, erklärt AndreasKerl.Große Stückzahlen sollten weiterhinnach dem Prinzip „Ware zumMann“ bereit gestellt werden. Für kleineAuftragsmengen beziehungsweise-positionen wollte Kerl das „Mann zurWare“-Prinzip einführen und suchtehier zunächst das geeignete Kommissionierverfahren.Nach einem ausführlichenVergleich mit den Methoden Pickby Paper und Pick by Voice entschiedsich der Logistikexperte für Pick byLight – kurz PbL. „Die Einfachheit derBedienung und die damit verbundenehohe Sicherheit haben uns überzeugt“,sagt der Distributionsmanager.Quadratisch, praktisch, gutKerl sah sich die PbL-Lösungen vonmehreren Anbietern an, wobei er vor allemdie Funktionalität der eigentlichenBediener-Panels und Lichtanzeigen betrachtete.„Die Lösung von KBS hat unsam besten gefallen – quadratisch, praktisch,gut“, beschreibt Kerl und ergänzt:„Die Anzeigen sind sehr sachlich undhaben keinen Schnickschnack, den wirnicht brauchen.“Nach einer Investition von insgesamtvier Millionen Euro – von denennur ein Bruchteil auf die eigentlicheKommissionierlösung entfiel – gingdas neue Konzept an den Start. Der neugeschaffene Kommissionierbereich verfügtüber vier so genannte Bahnhöfe,die auf zwei Etagen neben der ebenfallsneu errichteten fünften und sechstenRegalzeile des AKL angeordnet sindund von dort bestückt werden. Fürweiteres Wachstum kann die Zahl derBahnhöfe auf zwei weiteren möglichenEtagen des Lagers auf acht verdoppeltwerden. Durch die Erweiterung desAKL auf nunmehr sechs Gassen stiegdie Zahl der Lagerplätze auf 45.000und die Fläche des Versandzentrumsdehnte sich auf insgesamt 5.000 Quadratmeteraus.Seit der Erweiterung werden zweiDrittel aller Auftragspositionen manuellper PbL bearbeitet, was währendder produktiven Zeit zunächst mehrMitarbeiter erfordert. „Trotzdem sinddie Personalkosten insgesamt deutlichgesunken“, betont Andreas Kerl. Dennaufgrund der nun wesentlich höherenProduktivität wird im Distributions-Center Weißenburg nun nur noch ineiner statt in drei Schichten kommissioniert.Zuschläge für Nacht- und Spätschichtenwerden somit eingespart.1,1 Millionen PicksAn der Größe der Stammbelegschafthat sich durch das neue System nichtsgeändert. Gearbeitet wird in der Regelzwischen 6.00 und 17.00 Uhr in einergroßen Schicht, in der manche Kollegenfrüher und andere später anfangen.Während der Hochsaison zwischen Maiund Juli wird das Team personell verstärkt.Pro Jahr schafft die Mannschaftin Weißenburg damit 1,1 MillionenPicks. „Wenn es eng wird, kann ich jetztauch mal zwei Mitarbeiter pro Bahnhofeinsetzen und damit das Tempo erhöhen“,erklärt Andreas Kerl. Diese Möglichkeitdes manuellen Eingriffs habeer vorher nicht gehabt. „Wir waren indie Automatisierung eingezwängt undhaben uns mit PbL ein gutes Stück davonbefreit.“Von den insgesamt 45 Mitarbeiternder Stammbelegschaft arbeiten immerrund 20 bis 25 gleichzeitig in der Anlage.Viele der Arbeiter können sowohlim AKL, als auch im PbL-Bereich eingesetztwerden. Große Flachbildschirmeinformieren die Kommissionierer überdie bisher geleistete und die noch anstehendeArbeit. Die übersichtlichenBalkendiagramme werden direkt vomLVS-System angesteuert und ständigaktualisiert.Schnelle und grüne LogistikJeder Auftrag, der bis 12.00 Uhr hereinkommt,wird noch am selben Tagversandfertig gemacht. „Das wäre früherundenkbar gewesen“, sagt Kerl. Vorder Systemumstellung sei die äußersteFrist für die Overnight-Belieferung um10 Uhr morgens verstrichen. Im Schnitthabe man die Lieferzeit dank PbL umein bis zwei Tage verkürzen können –in Zeiten der Internetbestellungen undzahlreicher 24-Stunden-Lieferungenein wichtiges Argument für die zunehmendverwöhnten Kunden.Und die Fahrstrecke der Behälter?„Obwohl unser AKL um zwei Gassen erweitertwurde, ist die Fahrstrecke vonfrüher 40.000 um 75 Prozent auf 10.000Kilometer zurückgegangen – mit dendamit verbundenen Energieeinsparungen“,hat Kerl ausgerechnet. Somit istdie Logistik von Schwan-Stabilo durchdie neue Pick by Light-Lösung nichtnur schneller, sondern auch noch einbisschen „grüner“ geworden.Stéphanie Pigot ózum unternehmen1981 als Ingenieurbüro für Industrieautomatisierungund Elektronikentwicklunggegründet, ist KBS heute Spezialist für dieEntwicklung, Herstellung und Installation vonkundenspezifischen Systemen zur beleglosenKommissionierung. In enger Zusammenarbeitmit den Kunden entwickelt das Unternehmenmit Sitz in Freiburg praxisorientierteLösungen, die deren Wettbewerbspositionentscheidend stärken. Neben der Hardware(Lagerfachanzeigen, Steuerungsrechner,PickCart und Pick-by-Voice) bietet KBS kompletteSoftwarelösungen (Materialflussrechner,SAP-Anbindung etc.) an. Zusätzlich zuden vorhandenen Standardbaugruppen sindkundenspezifische Varianten auch schon beikleinen Stückzahlen möglich. KBS realisiertsowohl kleine Systeme mit wenigen Lagerfachanzeigenals auch große Projekte mitmehreren Zehntausend Lagerfachanzeigen.Auf der Referenzliste von KBS finden sichnamhafte Kunden aus allen Branchen undjeglicher Unternehmensgröße. ErfolgreicheProjekte wurden unter anderem für BMW,Daimler, DHL, Fielmann, Kärcher, Mexx, Pelikan,Pfizer, Roche, Swarovski, Tesa, Tesco,Verlagsgruppe Weltbild, Volkswagen undWoolworth realisiert.www.kbs-gmbh.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN51


marktübersichtAnbieterübersichtPSIPENTA Software Systems GmbHTel. +49 30 2801-2130R. S. Consulting & Software GmbHTel. +49 911 935245-0r.z.w. cimdata AGTel. +49 3643 8640-0r.z.w. Infoniqa GmbHTel. +49 271 35950-0S&P Computersysteme GmbHTel. +49 711 72641-0S. M. Hartmann GmbHTel. +49 89 45216500S+S Software Partner GmbHTel. +49 5474 936-0Sage Software GmbHTel. +49 69 50007-6006SBS Software GmbHTel. +49 7252 919-0SCM Solutions GmbHTel. +49 231 97043-00Soft-Consult Häge GmbHTel. +49 7345 9611-0SOU Systemhaus GmbH & Co. KGTel. +49 6202 2784-0SPH AG E‐Commerce SystemhausTel. +49 711 8905-300Steeb GmbHTel. +49 7062 673-0trendEVM GmbHTel. +49 7062 9192-0Unidienst GmbHTel. +49 8654 4608-0Unirez GmbHTel. +49 5231 9669-0update texware GmbHTel. +49 9221 895-0VLEXsolutions AGTel. +49 9221 89511-00W+P Solutions GmbH & Co. KGTel. +49 711 770558-0Wallak Informatics GmbHTel. +43 512 33553-0Wassermann AGTel. +49 89 578399-0Wilken GmbHTel. +49 731 9650-0Alle aktuellen Software-, Hardware- undDienstleistungsangebote finden Sie in unsererOnline-Datenbank. Wir haben für Siemehr als 4.600 Produkte von über 1.200Anbietern zusammengestellt, die von denAnbietern ständig aktuell gehalten werden.www.midrange-solution-finder.deWWS- und PPS-LösungenEschenbach modernisiert WWS-SystemAlles im BlickDas Unternehmen Eschenbach Optik GmbH zählt zu denbedeutendsten Anbietern im augen optischen Fachhandel.Für die globale Präsenz hat Eschenbach in den letztenJahren sein weltweites Vertriebsnetz mit Niederlassungenund Generalvertretungen weiter ausgebaut.Aufgrund dieser auf Wachstumausgelegten Firmenpolitik wurdezunächst das bestehende standortübergreifendeWWS-System durch dieStandardsoftware PROFID/2 abgelöst.Da der Außendienst bis zu diesem Zeitpunktgrößtenteils über manuelle Aufzeichnungen,Listen und Telefonate abgewickeltwurde, bestand hier ein großerNachholbedarf, bestehende Abläufeneu zu bewerten und durch geeigneteSoftware zu unterstützen.AusgangssituationAuftragsblöcke wurden dreimaljährlich in verschiedenen Sprachenerstellt und an alle Vertreter versendet.Auf den Auftragsblöckennotierten alle 120 VertriebsmitarbeiterKundenaufträge vor Ort. Diemanuell erfassten Aufträge wurdentäglich (wenn möglich) ans Back Officegefaxt und dort ins ERP-Systemeingegeben. Nachfragen mussten vomBack Office telefonisch mit dem Vertretergeklärt werden. Dadurch wurden ca.vier Mitarbeiter mit der Nacherfassungbeschäftigt. Die Vertreter erhielten wöchentlichund monatlich diverse Listenmit Kennzahlen.ProjektvorgehensweiseDie Projektgruppe für die Realisierungsetzte sich aus Projektmanagement,Projektleitung, ständigem Projektteam,Pilotgruppe und beratenden Projektmitgliedernzusammen. Als ersteswurden innerhalb der Projektgruppedie einzelnen Projektphasen mit denParametern Termine, Ressourcen sowieErgebnisse festgelegt. Für jede Projektphasewurden die einzelnen Ergebnissevorgegeben, die aus nachfolgendemAnforderungskatalog mit Mengengerüstabgeleitet wurden.ó Vertriebsmitarbeiter sollen Ihre Auf-träge (auch) offline vor Ort erfassenóóÜbertragung der erfassten Daten proBesuch via UMTS auf den HostIntegration auftragsrelevanter Datenin das bestehende ERP-System PRO-FID/2aktuellste Verfügbarkeit der Kenn-zahlen Umsatz, Ranking, offene Posten,Auftragsstatus, verfügbarer LagerbestandAuftragsbestätigungen müssen (auch)vor Ort gefaxt oder als E‐Mail versendetwerdenDatenvolumen: ca. 15.000 Kunden-stammsätze, ca. 10.000 Artikelstamm-óóó© ESCHENBACH OPTIK GmbH52MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


óóóóóóóóóóóóóósätze mit Bilddaten und Umsätze derletzten 5 Jahre für Warengruppen,Warenbereiche und Warenarten, Rankingder letzten 2 – 3 Jahre auf Artikelebeneautomatisierter BesuchsberichtOberfläche und Tabellen in verschie-denen Sprachenzentrale Definition der Kollektionenmit täglicher AktualisierungBereitstellung von Office-Anwendun-genBereitstellung unterschiedlicher Da-ten für die Sichten: Vertreter, Vertriebsleiter,Exportmitarbeiter, Niederlassungenund MesseMöglichkeiten für individuelle Erwei-terungenmobile Einwahl in das Intranetmobile Nutzung von Lotus Notes undZugriff auf andere Systeme wie MISoder ERPInternetzugangNutzung als Homeofficekeine Abhängigkeit von Hardware-Herstellerneinfache Bedienung ohne großenSchulungsaufwandFernwartung und leichte Handhabungvon ServicefällenDatensicherheit/WiederherstellungAuswahlprozess und EntscheidungDie bestehenden Plattformen (IBMSystem i und Windows) und Softwareunterschiedlicher Hersteller wurdenhinsichtlich der neuen Anforderungen(offene Schnittstellen, einfacher Datenaustauschüber normierte Formate) validiert.Da es sich bei den Systemen umStandardsoftware/Hardware handelte,kam es hier zu keiner bösen Überraschungim weiteren Projektverlauf.Danach folgte die Analyse der amMarkt angebotenen Softwarelösungenfür den Außendienst. Die Erkenntnisdaraus war, dass Anwendersoftware fürdiesen Bereich oft branchenspezifischauszuwählen ist. Im Vorfeld wurdendaher die wichtigsten Anforderungenan die Software und die zu unterstützendenGeschäftsprozesse untersuchtund dokumentiert.Nach einer Vorauswahl möglicherSoftwarelösungen und Anbieter wurdederen Abdeckungspotential mit demerstellten Anforderungskatalog verglichen.Aufgrund dieser Analyse erhieltletztendlich das Systemhaus AlbiSoftden Zuschlag.RealisierungANZEIGEERP & eBusiness30 JAHREInternationaleBusiness-Softwarefür den Mittelstand• Zukunfts- und investitionssicher• Flexibel, upgradefähig, evolutionär• Für viele Branchen: Fertigung,Handel, Dienstleistungwww.abas.deRZ_MidrangeMag_4c_neutral.indd 111.03.2010 10:03:05 UhrIm Kick-Off-Meeting wurden die notwendigenKomponenten (Hardware,Schnittstellen, Anpassungen und Erweiterungender Software) für das Projektermittelt und der Projektumfang(welche Länder mit wie vielen Systemen)nochmals aktualisiert.Als Hardware-Plattform für denVertreter kamen Tablett Notebooks mitintegrierter UMTS-Karte zum Einsatz.Nach dem Customizing aller Softwarekomponentenim Hinblick auf denAnforderungskatalog erfolgte der ausgiebigeTest vor der ersten Auslieferungan die Pilotgruppe des Außendienstes.Für die Integration in das bestehendeERP-System konnten die vorhandenenSchnittstellen genutzt werden. Dieersten Vertreter in Deutschland wurdenmit dem System ausgerüstet. Die darausresultierenden Erfahrungen wurden inProjektbesprechungen analysiert undführten teils zu einer weiteren Optimierungder Anwendung.Roll Out des SystemsNach der Beendigung des Feldtests erhieltjeder Vertreter in Deutschland dasSystem und wurde geschult. Danachwurde damit begonnen, die deutschsprachigenNiederlassungen in derSchweiz und in Österreich damit auszurüsten.Die Version mit englischerOberfläche ging zunächst an die Exportmitarbeiter,danach folgten die Niederlassungenin USA und Japan (ebenfallsin englisch). Zu guter Letzt kamennoch die verbliebenen Niederlassungenmit ihrer jeweiligen Landessprache(Frankreich, Holland, Dänemark, Spanien,Tschechien, Polen, Italien) in denGenuss des neuen Systems.FazitDas System von AlbiSoft bot Eschenbachdie nötige Flexibilität einer einfachenIndividualisierung und Erweiterungauf firmenspezifische Belange.Das Know-how von AlbiSoft undEschenbach ließen das System zu einerleicht bedienbaren und stabilen Lösungreifen, welches heute weltweiten Einsatzfindet. Die Integration in das ERP-System wurde durch die R.S. Consulting& Software GmbH realisiert. Auch hierkonnte die Aufgabenstellung durch dasKnow-how und die Standardschnittstellenkurzfristig und problemlos gelöstwerden.„Wieder haben wir es gemeinsammit unseren Systemlieferanten geschafft,die Synergie zu finden, um unsereProzesse so durchgängig zu optimieren,dass an allen Stellen im Unternehmendie wirklich wichtigen Informationenzum richtigen Zeitpunkt zurVerfügung stehen. Den ROI hatten wirbereits im ersten Jahr der Einführung“,resümiert Herr Dieter Arneth, LeitungIT/Organisation Fa. Eschenbach OptikGmbH.óAlbiSoft GmbH, Nürnbergwww.albisoft-online.de12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN53


WebDaysRational Open Access:RPG EditionErleben Sie, wie Sie diese neue IBMSchnittstelle für grafische Clients einsetzenSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• grafische Oberflächen für Ihre bewährtenAnwendungen brauchen• die neue IBM Schnittstelle nutzenmöchten• dem Internet als Classroomaufgeschlossen sindAus dem Inhalt:Was ist Open Access für RPG?– Erläuterung der technologischen Basis– Funktion des OA-Handlers– Übersicht von Handler Anbietern– Vorstellung einiger Entwicklungsumgebungen(Profound Logic, Look, PKS)Termin: 20. Januar 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5951199Neu: WebDays Interaktives Web-Seminar 1 Tag 2 × 2 StundenTechnische Voraussetzungen:Die Schulung findet interaktiv statt.Deshalb sollten Sie, neben einemDSL-Internet-PC, über ein handelsüblichesHeadset verfügen. Die Logindatenerhalten Sie nach Ihrer Anmeldungrechtzeitig vor dem Event.What’s hot in IBM i V7R1Erfahren Sie, was wirklichwichtig istSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• die wirklichen Highlights kennenlernenmöchten• aufgrund unabhängiger Praxiserfahrungenwissen möchten, was nutzt• dem Internet als Classroomaufgeschlossen sindAus dem Inhalt:Upgrade auf V6R1/V7R1– Vorbereitung des Alt-Systems– Installation von V7R1Neue Möglichkeiten der Systemadministration– Änderungen am System i Navigator– Der IBM Systems Director Navigator für i– Native PDF-GenerierungDB2 UDB für System i und SQL– Veränderungen und Verbesserungenan SQL Objekten– Neue SQL-Syntaxen– SQL User Defined Functions (UDFs),Fieldfunctions, Stored Proceduresmit RPG– u. v. m.Programmierung– Neuerungen im ILE Programmmodell– Neue und geänderte RPG-Syntaxen– Neue Werkzeuge für die Programmentwicklung,RDP, RDA RPG OA etc.Termin: 22. März 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5341199Neue Syntaxen undEntwicklungen inSQL V6R1 und V7R1Damit Sie die neuen Möglichkeiten vonSQL auch wirklich anwendenSie sollten diesen Workshop besuchen,falls Sie …• mehr Performance brauchen• lieber Funktionen nutzen, als selberzu programmieren• dem Internet als Classroomaufgeschlossen sindAus dem Inhalt:Mit SQL-Scripten arbeiten– SQL Scripte für Datenexporte generieren– CL-Befehle aus SQL-Scripten herausausführen– SQL-Scripte ausführenSQL in der Programmierung– Stored Procedures aus RPG aufrufen– Dynamische Resultsets in RPGverarbeiten– Schlüssel generieren und verarbeiten– Hidden TimestampsSQL Gruppierungsfunktionen– Rollups– Cubes– Grouping Sets– OLAP-FunktionenXML Verarbeitung in SQL– XML-Dokumente erzeugen– XML-Daten einlesen– Funktionen und Stored ProceduresTermin: 18. Mai 2011Ort: Internet, jeweils 2 Stundenam Vor- und NachmittagWS-Nr: 5971199Anmeldung per Fax +49 8191 70661im Web: www.midrange-academy.comFirmaNameStraßePLZ, OrtTelefonE-Mail-AdresseFax1. Teilnehmer Name Workshop-NummerE-Mail-Adresse2. Teilnehmer Name Workshop-NummerE-Mail-Adresse3. Teilnehmer Name Workshop-NummerTeilnahmegebühr pro Person / WorkshopPersonen bzw. Grundpreis Frühbucher + AbonnentWorkshops(1 Monat vorher)1 398,— € 368,— € 349,60 €2 378,— € 348,— € 330,60 €3 358,— € 328,— € 311,60 €In den Preisen sind ausführliche Unterlagen enthalten. TechnischeVoraussetzungen: Die Schulung findet interaktiv statt. Deshalbsollten Sie, neben einem DSL-Internet-PC, über ein handelsüblichesHeadset verfügen. Die Logindaten erhalten Sie nach IhrerAnmeldung rechtzeitig vor dem Event.Datum1. UnterschriftE-Mail-AdresseITP VERLAG GmbH | Kolpingstraße 26 ı 86916 Kaufering | Tel. +49 8191 9649-0 ı Fax +49 8191 70661 | www.midrange.de ı service@midrange.de


Der Logistikdienstleister hat sich aufdie Weinlagerung sowie -auslieferungspezialisiert und ist Bindegliedzwischen Winzer und Endverbraucher.So hochwertig und verschieden wie dieWeine sind auch die Lager- und Auslieferanforderungender Winzer undWeinhandelsgesellschaften anden Weinlogistiker. Um den individuellenAnsprüchen gerecht zuwerden und künftig noch flexiblerauf veränderte Kundenwünscheeinzugehen, hat sich top Logistikfür eine Restrukturierungder logistischen Prozesse imZentrallager in Langenlonsheimentschieden. Unterstützung holtesich der Weinlogistiker dafürbeim LagerführungsexpertenEhrhardt + Partner (E+P).Mehr als 200 Fahrzeuge sind täglichfür top Logistik in ganz Deutschlandunterwegs und liefern Weine anPrivatkunden, die Gastronomie undden Fachhandel. Jährlich stellt derWein spezialist so etwa 35 MillionenFlaschen zu. Neben rund 2.000 verschiedenenArtikeln an Flaschenwaremit einem Lagerbestand von durchschnittlich10 Millionen Flaschen Wein,Sekt sowie Spirituosen gehören auch700 Geschenk- und Werbeartikel sowieVerpackungsmaterialien zur verwaltetenLagerware. Entsprechend denindividuellen Kundenvorgaben werdendie Weine in Kisten, Kartons oder anderenVerpackungsmitteln mit oder ohneZugabeartikel zusammengestellt undausgeliefert. top Logistik gehört zurWIV Wein International AG. Der MuttopLogistik setzt auf E+P-Lagerführungssystem LFSEdle Tropfen auf LagerOb rot, rosé oder weiß – Weine werden zunehmend direkt beim Winzer bestellt.Doch wie kommen die wertvollen Getränke zum Kunden? Zum Beispiel mit derTransport-Organisations-Partner GmbH (top Logistik).terkonzern betreibt am Standort Langenlonsheimeine eigene Weinkellerei.Direkt nach der Abfüllung werden dieProdukte von top Logistik übernommenund bis zur Auslieferung gelagert. Darüberhinaus verwaltet der Weinlogistikerfür WIV ein Zoll- und Steuerlagerfür die unversteuerte und unverzollteZwischenlagerung von Artikeln. Der Logistikdienstleisterbietet eine Vielzahlvon Value Added Services – verschiedenekundenspezifische Dienstleistungen,die immer höhere Anforderungenan die vorhandene IT-Struktur stellen.Eine effektive prozessoptimierte Abwicklungsowie Transparenz über dieProzesse konnte mit der bestehendenSoftwarelösung nicht mehr marktgerechtgewährleistet werden.ProjektumsetzungMit der Implementierung von LFS imZentrallager in Langenlonsheim richteteE+P die direkte Anbindung an Kontraktspeditionenund Lieferanten ein.Dabei berücksichtigt das System dieverschiedenen Lagerorte wie beispielsweisedas Block‐, Drive-in‐, Regal- undSchmalganglager sowie die unterschiedlichenLagerarten wie das Kühl‐, ZollundVorratslager. Zusätzlich werdenüber das integrierte Transportleitsystemdie Fahrwege der Stapler im Lagerautomatisch optimiert. LFS ermöglichtbei top Logistik die Gesamtverwaltungvon etwa 15.000 Artikelnmit einem vollständig gepflegtenlogistischen Artikelstamm. E+Plieferte zusätzlich ein Komplettpaketfür die beleglose Kommissionierung,das 15 Talkman vonVocollect beinhaltete. Die Mitarbeitervon top Logistik werdenheute über Headsets wegeoptimiertzu den relevanten Lagerplätzengeführt. Da jeder einzelnePick-Vorgang in Echtzeit geprüftwird, verringert sich die Fehlerquotebei der Kommissionierung erheblich.Pro Tag werden in Langenlonsheim 500Vollpaletten eingelagert sowie 200 Vollpalettenund 300 Mischpaletten ausgelagert.Etwa 3.000 Kommissionierpickstätigen die Lagermitarbeiter täglich. Inder Spitzenzeit im November steigendiese Werte um etwa 100 Prozent imVergleich zum Jahresdurchschnitt. „Beisolch starken saisonalen Schwankungenist top Logistik auf flexible Prozesseund ein extrem leistungsfähiges Lagerführungssystemangewiesen“, so MarcoEhrhardt, geschäftsführender Gesellschaftervon Ehrhardt + Partner. óEhrhardt + Partner GmbH & Co. KG,Boppard-Buchholzwww.ehrhardt-partner.com12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN55


marktübersichtWWS- und PPS-LösungenBedarfsermittlung bewirktBestandsreduzierungWenn es schwierig wird, Auftragsstrukturen zu realisieren und wenn Lagerbestände Höhenerreichen, die in keinem Verhältnis zum Umsatz stehen und die Liquidität belasten, dannwird es Zeit, adäquate Maßnahmen zu ergreifen. Die Höfler Maschinenbau GmbH zeigt, wieman mit der richtigen Software und kompetenten Beratung der Probleme Herr wird.Die 1959 in Ettlingen gegründeteHöfler Maschinenbau GmbH hatsich seither zum globalen Anbieterhochpräzise arbeitender Zahnrad-Schleifmaschinen entwickelt. 80 Prozentder Produktion gehen in denExport. Mit über 300 Mitarbeiternerreichte das Unternehmen trotz desweltweiten Krisenjahrs 2009 einenUmsatz von 100 Mio. Euro. Die Kunden,namhafte Getriebehersteller und derenZulieferer, produzieren Zahnräder fürWindkraftanlagen, Marine, Stahlindustrie,Bergbau, Schienenfahrzeuge sowieLuft- und Agrartechnik. Insgesamt lieferteHöfler bis heute über 1.600 Maschinenaus.Neue Flexibilität gefordertDa der Maschinenbauer immer flexiblerauf die globalen Märkte reagierenmusste, entwickelte er in den letztenJahren ein Baukastensystem, das zumersten Mal eine umfangreiche Kombi-nation der Maschinenbausteine zwischenden unterschiedlichen Serientypenermöglichte. Martin Koch, LeiterArbeitsvorbereitung, erläutert: „Zwarmüssen wir unsere Maschinen strengkundenspezifisch generieren, wir könnenuns jetzt aber bei vielem aus einemBaukasten bedienen, wodurch die Variantenhäufigkeitdeutlich gestiegen ist.“Bauteile aus Großmaschinen lassensich in die Konstruktionkleinerer Maschinen einbeziehenund umgekehrt. DasTeilespektrum lässt sichfast beliebig erweitern. DiesesSystem erfordert aberauch eine erheblich größereFlexibilität in der Logistik,in Planung und Beschaffung.Noch kurzfristigerumzuplanen und spezifischerauf Kundenwünscheeinzugehen, war eine weitereForderung, denn: „Wir verkaufenjetzt Maschinen, die so gar nicht in derPlanung waren und die wir nun ausden Baugruppen unseres Baukastenszusammensetzen können“, so Koch.Analyse der BeständeFrüher hatte man sich eine gewisse Flexibilitätdurch immer höhere Lagerbeständeerkauft, verbunden mit der dadurchentstehenden eingeschränktenLiquidität. Die Bestände stiegen jedochin Dimensionen, die nicht mehr zumUmsatz passten. Neben einer neuen,optimierten Logistik musste man alsoauch die Bestände wieder in den Griffbekommen. Eine sorgfältige Analyse ergab,dass man sich das Leben teilweiseselbst schwermachte, indem man etwaversuchte, den Produktionsplan so weitwie möglich mit fixen Bestellungen imERP-System abzubilden. So entstandder größte Aufwand gleich zu Beginnund gegebenenfalls musste später miterheblichem Aufwand umgeplant undumgearbeitet werden.Ein Ziel bestand nun darin, diesenhohen Aufwand zu reduzieren, etwadadurch, dass man Bestellungen nurinnerhalb eines gewissen Bestellhorizontsanlegte und nicht beliebig weitvoraus. Frank Bissinger, Leiter derHöfler-Informationssysteme, suchtedaher das Gespräch mit dem ERP-Software-PartnerPsipenta. Seit 1989 nutzteman das ERP-System der Berliner, diedamit seit über 20 Jahren die EttlingerMaschinenbauer mit ihrer Softwareerfolgreich unterstützen. Gemeinsammit dem Psipenta-Systempartner Berghofsuchte man nach Lösungen, für diesich schließlich die wichtigsten Ansatzpunktein der Disposition, der Auftragsplanungund dem Einkauf fanden.So wurde das Projekt Penta-PLuSins Leben gerufen. Das PLuS steht fürProzessgeschwindigkeit, Liquiditätund Stabilität und bezeichnet Projektetappen,die sich verschiedener PSIpentaadaptive-Module bedienen undtief in den ERP-Standard integriert56MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


diese Ziele sichern. Zwei Meilensteinedefinierte man zunächst für den Verlauf:1. Das Erreichen einer optimalenautomatischen Disposition und 2. dieRückstandsauflösung. Das erforderteals ersten Schritt eine automatische Bedarfsermittlung,einschließlich der Verhinderungvon Bestellungen in Einkaufund Disposition.Nicht nur ein Stück SoftwareWill man Bestellungen grundsätzlichnur innerhalb eines definierten Bestellhorizontsanlegen, bildet die Basis eineautomatische Bedarfsermittlung, diedie Bedarfe im System unter Berücksichtigungder Wiederbeschaffungszeitenüberprüft und dann in vertretbarenLosgrößen Bestellungen generiert.„Dafür haben wir nicht nur ein StückSoftware installiert, sondern in vielenkleinen Schritten die Prozesse, die daranhängen, und die Daten, die für dieSteuerung des Systems verantwortlichsind, mit vielen kleinen Funktionenund Programmen ergänzt, um wirklichalles zu automatisieren“, erklärt Bissinger.Solch ein Zusatzprogramm ist dieABC-Klassifizierung. Hier werden alleTeile in A‐, B- oder C-Teile sortiertund noch einmal in x‐, y- oder z-Teileunterklassifiziert. Daraus ergeben sichbestimmte grundsätzliche Dispositionsvorgabenim System. So muss etwaein Aggregat, das 10.000,-- Euro kostet,maschinenspezifisch disponiert werden.Kleinteile, die in verschiedenenMaschinentypen vorkommen, lassensich dagegen in größeren Losgrößenohne Maschinenbezug bestellen. Ändertsich ein Preis, rutscht der Artikelin eine andere Klasse und wird andersdisponiert. Kommt ein Artikel, der bishernur vereinzelt oder in Kleinserieneingesetzt wurde, plötzlich in die Serienproduktion,steigt der Bedarf sprunghaftan. Das System erkennt das undreagiert entsprechend.Den Ausblick über voraussichtlicheJahresbedarfe des Einkaufs ersetzt jetztein Forecasting. Ein EK-Planer ermöglichtes dem Einkauf, Bedarfsabschätzungenweit vor dem Bestellhorizontzu treffen. Hier sind nicht nur die absolutenZahlen, sondern auch die Verteilungder Bedarfe – basierend auf denderzeitigen Planungsvorgaben der Baugruppen– ein wichtiger Bestandteil fürden Einkauf. Volker Vorburg óCLICK towww.midrange.deDen vollständigen Artikel finden Sie inunserer aktuellen Online-Ausgabe.Psipenta Software Systems GmbH, Berlinwww.psipenta.deService 12/2010inserentenabas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53www.abas.deBranchware . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49www.branchware.deBytware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39wwwbytware.comComarch Swiss . . . . . . . . . . . . . . . . 21www.comarch-swiss.chCompetence Ware . . . . . . . . . . . . . 49www.competenceware.deEPOS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11www.eposgmbh.comF+G . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49www.fug-software.deHelp/Systems . . . . . . . . . . . . . . . . 60www.helpsystemsintl.comHIT Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41www.hitsw.deitelligence . . . . . . . . . . . . . . 26, 29, 35www.itelligence.deITP VERLAG . . . . . . . . . . . . . 13, 42, 54www.midrange.deNCT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37www.nctgmbh.deoxaion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3www.oxaion.dePohl Softwear . . . . . . . . . . . . . . . . . 49www.pohl-softwear.comToolmaker . . . . . . . . 59, Gesamtbeilagewww.toolmaker.deUnited Planet . . . . . . . . . Gesamtbeilagewww.unitedplanet.comWilsch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33www.wilsch.deWMR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25www.wmr.atautorenTimo Brüggemann . . . . . . . . . . . . . 38timo.brueggemann@stratus.comKlaus-Peter Esser . . . . . . . . . . . . . . . 16kontakt@change-partner.comChristine Gassel . . . . . . . . . . . . . . . . 32info@gebhardt-seele.deChristoph Harzer . . . . . . . . . . . . . . 12christoph.harzer@abas.deSteffi Knobbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28steffi.knobbe@info-ag.deJochen Koehler . . . . . . . . . . . . . . . . . 40jochen.koehler@cyber-ark.comMartin Ortgies . . . . . . . . . . . . . . . . 25info@ortgies.comStéphanie Pigot . . . . . . . . . . . . . . . 50s.pigot@kbs-gmbh.deJürgen Piram . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17j.piram@sph-ag.comCarmen Rasche . . . . . . . . . . . . . . . . 46carmen.rasche@eposgmbh.comMichael Scheffler . . . . . . . . . . . . . . . 30michael.scheffler@websense.comAnnette Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . 27as@wordfinderpr.comBirgit Schuckmann . . . . . . . . . . . . . 20birgit.schuckmann@docuware.comVolker Vorburg . . . . . . . . . . . . . . . . . 56v.vorburg@gmx.deThomas Wirth . . . . . . . . . . . . . . . . . 34thomas.wirth@blancco.comgenannte firmenAbas Software AG . . . . . . . . . . . . . . 12www.abas.deAlbiSoft GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 52www.albisoft-online.deBlancco Central Europe GmbH . . . . 34www.blancco.comChangePartner AG . . . . . . . . . . . . . 16www.change-partner.deCoreMedia AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 28www.coremedia.comCyber-Ark Software Ltd. . . . . . . . . . 40www.cyber-ark.comd.velop AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18www.d-velop.deDocuWare AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20www.docuware.deDunkel GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32www.dunkel.deEhrhardt + Partner GmbH & Co. KG 55www.ehrhardt-partner.comfme AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24www.fme.deGain Software GmbH . . . . . . . . . . . 29www.gain.deImixs Software Solutions GmbH . . 23www.imixs.comKanzlei Dr. Erben . . . . . . . . . . . . . . 22www.kanzlei-dr-erben.deKBS Industrieelektronik GmbH . . . 50www.kbs-gmbh.deLIB-IT DMS GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 27www.lib-it.dePsipenta Software Systems GmbH 56www.psipenta.deSoftwareCompany AMIC GmbH . . . . 48www.amic.deSPH AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17www.sph-ag.comStratus Technologies GmbH . . . . . . 38www.de.stratus.comVision Solutions Inc. . . . . . . . . . . . . 36www.visionsolutions.comWebsense Deutschland GmbH . . . . 30www.websense.comWMR Software-Support GmbH . . . . 14www.wmr.at12/2010 · MIDRANGE MAGAZIN57


SERVICEGLOSSEVORSCHAUBack to the RootsAls die EDV das Laufen lernte, gab es zentrale Rechner, mitdenen dumme Terminals verbunden waren, die – im Falleder AS/400 – ihre Weisheit meist Grün auf Schwarz präsentierten.Diese Zentralisierung von Intelligenz hatte seine unbestrittenenVorteile: Ruhe! Dem Wunsch nach grafischen Oberflächenbegegnete man Mitte der Neunziger Jahre dann großflächig mitintelligenten Windows-PCsals Frontend und Ethernetals Verbindungsmedium.Und aus war’s mit der Ruhe.Neue Berufsbilder musstenher, für die Netzwerkadministrationund fürs Helpdesk.Und weil man die Intelligenzder neuen Clients nutzenwollte, ist vielerorts der zentraleServer zum reinen Datenhaltungsknechtverkommen.Die Anwendungen liefendraußen. Es war die Zeitdes Client-Server-Computing und der hektischen Betriebsamkeitin den IT-Abteilungen. In heutigen modernen IT-Infrastrukturenwird das Rad seit einiger Zeit wieder zurückgedreht. Programmeund Prozesse werden wieder zentral gesteuert – entweder imUnternehmensserver oder aus der Cloud heraus. Arbeitsplätzewerden zunehmend mit Thin Clients virtualisiert und es kehrtwieder Ruhe ein. Die IT bewegt sich back to the roots. kdj óIMPRESSUMKertlis, iStockphoto.comMIDRANGE MAGAZIN 1/2011erscheint am 21. 12. 2010SCHWERPUNKTIT-Infrastruktur: Clientkonzepte,Virtualisierung, Green ITDas Rezept für eine moderne und zukunftssichereIT-Infrastruktur beinhalteteine hohe Auslastung durch Virtualisierung,energieeffiziente Systeme sowiesichere Clientzugriffe auch von außerhalb.Kaufmännische Lösungen fürden Auslandseinsatz, UnicodeInternationalität ist auch für den Mittelstandkein Fremdwort mehr. Umso wichtigersind Lösungen, die länderübergreifendzum Einsatz kommen können.MARKTÜBERSICHTUnified Messaging:CTI, Fax, E‐Mail, VoIPDie Marktübersicht stellt Lösungen fürUnified Messaging im praktischen Einsatzvor. Neben Anwenderberichten undFachartikeln veröffentlichen wir zudemeine aktuelle Anbieterübersicht.MIDRANGE MAGAZINISSN 0946-2880Herausgeber: Klaus-Dieter JägleREDAKTIONTelefon +49 8191 9649-26E-Mail redaktion@midrange.deThomas Seibold (TS) (V.i.S.d.P.),Martina Weber (MW), Irina Hesselink (IH),Klaus-Peter Luttkus (KPL), Klaus-DieterJägle (kdj), Robert Engel (RE), Jörg Zeig (JZ)ANZEIGENVERWALTUNG/MEDIABERATUNGBrigitte Wildmann, Telefon +49 8191 9649-24E-Mail brigitte.wildmann@midrange.deANZEIGEN/MEDIABERATUNGMichaela Koller, Telefon +49 8191 9649-34E-Mail michaela.koller@midrange.deBezugspreis (Jahresabo):Inland € 149,– inkl. MwSt., Ausland € 169,–Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro JahrGültige Anzeigenpreisliste: Nr. 20/2010Urheberrecht: Alle im MIDRANGE MAGAZINerschienenen Beiträge sind urheberrechtlichgeschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen,vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcherArt, ob Fotokopie, Mikrofilm oder Erfassungin Datenverarbeitungsanlagen, nur mit schriftlicherGenehmigung des Verlages. Hiervonausgeschlossen sind abgedruckte Programme,die dem Leser zum ausschließlich eigenen Gebrauchzur Verfügung stehen. Aus der Veröffentlichungkann nicht geschlossen werden, dass diebeschriebene Lösung oder verwendete Bezeichnungfrei von gewerblichen Schutzrechten ist.Haftung: Für den Fall, dass im MIDRANGEMAGAZIN unzutreffende Informationen oder inveröffentlichten Programmen oder SchaltungenFehler enthalten sein sollten, kommt eine Haftungnur bei grober Fahrlässigkeit des Verlagesoder seiner Mitarbeiter in Betracht.Namentlich gezeichnete Beiträge geben nichtunbedingt die Meinung der Redaktion wieder.Für unaufgeforderte Einsendungen aller Artübernimmt der Verlag keine Haftung. Bei Nichtbelieferungim Fall höherer Gewalt, bei Störungdes Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,Aussperrung) bestehen keine Ansprüche gegenden Verlag.VERLAGITP VERLAG GmbHKolpingstraße 26, D-86916 KauferingTelefon +49 8191 9649-0Fax +49 8191 70661E-Mail service@midrange.deInternet www.midrange.deGesellschafter: U. E. JäkelGeschäftsführer: Klaus-Dieter JägleMarketing: Klaus-Dieter JägleAbonnentenservice: Telefon +49 8191 9649-25Bankverbindungen Deutschland:Landsberg-Ammersee Bank eGKonto-Nr. 5137 500, BLZ 700 916 00Bankhaus Reuschel & Co.Konto-Nr. 1163 103, BLZ 700 303 00PRODUKTIONSatz und Druckvorstufe: Michael Schnürer,Popp Media Service, AugsburgDruck: Joh. Walch GmbH, AugsburgCartoon: Baaske Cartoons, MüllheimMitglied der Informationsgemeinschaftzur Feststellungder Verbreitungvon Werbeträgern e.V.58MIDRANGE MAGAZIN · 12/2010


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