Schulzeitung MCG Juni 2007

ne.nw.schule.de

Schulzeitung MCG Juni 2007

T h e M a i m N o r d e n

n o v e m b e r ‘ 0 8

Das Magazin am MCG

Aktuelles vom

Marie-Curie-Gymnasium

vereinigt mit dem

Theodor-Schwann-Gymnasium

Schwerpunkt: Ausland

- Klassen- und Studienfahrten

- Auslandsaufenthalte

- Schulpartnerschaft BUHS in den USA

- Ergebnisse von Zentralabitur, Lernstandserhebung

und Abschlussprüfungen

- Schreib-Café, Big Band und Geschichtswettbewerb

Foto: Theater AG


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TheMa ‘08

Inhalt

Schulleiter 2

Neue Kollegen 3

Abschied Fr. Läufer 4

Das MCG in Zahlen 5

Umfrage zur Schulzeitung 6

Beratungslehrerin 6

„No blame Approach“ 6

SEIS-Evaluation 7

MCG Awards 8

Meldungen 8

Mitwirkungsgremien

Schulpflegschaft zur Mensa 9

SV – gemeinsam stark 10

SV-Aktion „Saubere Schule“ 10

Erprobungsstufe

Mentoren 11

Vorlesewettbewerb - Tipps 11

Kennenlernfahrt nach Ratingen 11

Ramandanessen 12

Mittelstufe

Zentrale Abschlussprüfungen 12

Halloween-Projekt der 7c 13

Lernstandserhebung 2008 13

Besuch der JUBS 14

Klassenfahrt nach Limburg 14

Klassenfahrt nach Canterbury 15

Eifel oder England? - Kommentar 15

Oberstufe

Abiturfeier 16

Naturwissenschaften als Erfolgsrezept? 16

Deutsche Schülerakademie 2008 17

Fachbereiche

Biologie – Wettbewerb „BioLogisch“ 17

Biologie – Tiga-Besuch in 5b 18

Chemie - LabLive-Schülerlabor 19

Chemie - Wettbewerbe 19

Geschichte – Nachruf W. Lorenz 20

Geschichte – Zeitzeugin im Lk 20

Geschichtswettbewerb in neuer Runde 20

Jugendakademie in Belgrad 21

Sportfest 21

Musik – Keyboards gesucht 22

Schwerpunkt - Ausland

Als Auslandslehrerin in Buenos Aires 22

Mit Handball nach Kanada 22

USA für ein halbes Jahr 24

Informationsabend Auslandsaufenthalt 24

Studienfahrt 13 - Bretagne 25

Studienfahrt 13 - Cornwall 26

Schulpartnerschaft BUHS - Presseecho 27

Facebook – Kontaktgruppe BUHS 28

Buckhannon – die Fakten 28

Interview mit J. Leideritz zur BUHS 29

Kultur

Chor - Neugründung 31

Treffen mit Autor W. Hohlbein 31

Fiona Sironic gewinnt Autorenpreis 31

Tanztheater „RespektTanz“ 33

Shakespeare-Aufführung 33

Premiere der Theater AG 34

Big Band bei Festival 35

Termine 35

Impressum 35

Arbeitsgemeinschaften 36

Schulleiter

Sehr geehrte Eltern,

liebe Schülerinnen und Schüler,

ein ausgesprochen erfolgreiches Schuljahr liegt hinter uns mit einem wirklichen

Spitzen-Abiturjahrgang (s. Bericht dazu), mit wiederum zahlreichen Erfolgen in

Wettbewerben und eindrucksvollen kulturellen Höhepunkten. Daneben gab es

auch einem Wechsel in der Schulleitung: Herr von Vultée wurde mit Beginn

dieses Schuljahres zunächst für ein halbes Jahr zum Dezernat 4Q

(Qualtitätsanalyse) bei der Bezirksregierung Düsseldorf abgeordnet- eine hohe

Auszeichnung für seine engagierte Arbeit hier am MCG. Alle Beteiligten gehen

davon aus, dass dieser Wechsel endgültig ist und warten darauf, dass die

Ausschreibung der Schulleiterstelle am MCG noch in diesem Schuljahr erfolgt.

Als stellvertretender Schulleiter nehme ich inzwischen alle Aufgaben wahr, um die

sich Herr von Vultée bisher gekümmert hat. Herr StD Conrads übernimmt

dankenswerterweise einen großen Teil meines alten Aufgabenbereichs bis zur

Wahl des Nachfolgers bzw. der Nachfolgerin.

Schulleitung und Lehrerkollegium sind entschlossen, in der Zeit der Vakanz die

Qualität und den hohen Standard der Schule zu erhalten und weiter auszubauen.

Dabei sind die deutlich überdurchschnittlichen Ergebnisse, die das MCG in den

zentralen Prüfungen (Lernstand 8, Zentrale Abschlussprüfung 10 und im Abitur)

im Landesvergleich erringen konnte, nach wie vor Ausweis qualitativ hochwertiger

Arbeit. Auch die ersten Ergebnisse der in diesem Schuljahr erstmalig

durchgeführten professionellen Selbstevaluation SEIS zeigen insgesamt eine

signifikant hohe Zustimmung und Akzeptanz der Arbeit der Schule und der

Schulleitung bei allen Befragten – Schülern und Eltern sowie im Kollegium. Im

Einzelnen werden diese Ergebnisse in der nächsten Zeit in den Gremien

analysiert und diskutiert, Ziele für das nächste Jahr müssen überdacht ggf. neu

justiert werden.

Programmatische Neuerungen, wie sie im letzten Schuljahr angedacht wurden –

ich nenne beispielhaft, das von Herrn von Vultée noch genannte Ziel der

Zertifizierung als Europaschule – werde ich in diesem Schuljahr nicht forcieren.

Das macht in einer Zeit des Übergangs wenig Sinn. Die Konsolidierung und

Weiterentwicklung der in den letzten Jahren eingeleiteten Konzepte und Ideen

sollte vorrangig sein, bis die Entscheidung für die Nachfolge in der Schulleitung

getroffen ist.

Zu diesen Themen gehören – um nur einige zu nennen - die Fortschreibung des

Schulprogramms (letzter Stand 2005), die Weiterentwicklung des Projekts

„Zusammen wachsen“, die Festlegung der neuen Stundentafel für das achtjährige

Gymnasium ebenso wie Realisierung der Mensa in der Annostraße zusammen

mit den zuständigen Neußer Stellen, aber auch die Entwicklung des Konzepts der

Übermittagsbetreuung. Beides – Mensa wie Übermittagsbetreuung – wäre zur

Zeit aber kaum realisierbar ohne die Bereitschaft vieler Eltern und Lehrerinnen

und Lehrern, dieses Projekt dann überzeugend und nachdrücklich umzusetzen,

auch wenn wir dies zunächst am Standort Annostraße tun müssen.

Der Elternschaft und dem Förderverein bin ich daher dankbar für die große

Solidarität und Unterstützung bei allen Aktivitäten, die dieses Jahr anstehen, denn

die Umsetzung dieser Projekte wird auch in diesem Jahr große Anstrengungen

von allen Beteiligten sowie die Bereitschaft zu Leistung und Kooperation

verlangen, die in den vergangenen Jahren in besonderer Weise zu einem

Markenzeichen des MCG geworden sind.

Von daher wünsche ich mir auch weiterhin die engagierte Unterstützung und

konstruktive Begleitung aller, die der Schule nahestehen.

Ihr

(StD H. Schüttler)


Neue Kollegen

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

mein Name ist Andreas Königs und ich unterrichte

seit diesem Schuljahr die Fächer Chemie und

Biologie am MCG. Geboren bin ich in Köln,

aufgewachsen und zur Schule gegangen in

Bedburg, wo ich auch heute noch wohne. 1998

machte ich am dortigen städtischen Silverberg-

Gymnasium das Abitur und studierte danach die

Fächer Chemie und Biologie auf Lehramt an der

Universität zu Köln. Nach einem Jahr

Forschungsarbeit im Bereich der Biotechnologie

legte ich 2005 die erste Staatsprüfung ab.

Nebenbei war ich noch einige Jahre in der

Jugendarbeit tätig, wobei ich besonders

Jugendfreizeiten organisiert und begleitet habe.

Von Februar 2006 bis Ende Januar 2008 dauerte

mein Referendariat am Cusanus-Gymnasium in

Erkelenz, an dem ich im November 2007 die

zweite Staatsprüfung absolvierte. Anschließend

unterrichtete ich noch bis zu den Sommerferien

als Lehrer dort.

Trotz der kurzen Zeit und der vielen (sehr vielen)

Namen, die es zu lernen galt bzw. immer noch gilt,

fühle ich mich bereits sehr wohl und habe mich gut

in der Schule eingelebt. Ich freue mich auf eine

interessante Zeit und eine gute Zusammenarbeit

mit den Schülerinnern und Schülern, den Kollegen

und Eltern am Marie-Curie-Gymnasium.

Neue Kollegen

Ihr Andreas Königs

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

seit den Sommerferien bin ich, Sarah Bürger, nun

am Marie-Curie-Gymnasium und unterrichte die

Fächer Musik und Deutsch. Als „Kölsches

Mädche“ bin ich meiner Heimatstadt bisher treu

geblieben: Ich habe an der Musikhochschule und

der Universität zu Köln studiert und mein

Referendariat an der Kaiserin-Augusta-Schule in

der Kölner Innenstadt gemacht.

Gerne musiziere ich mit anderen zusammen,

meine Instrumente sind dabei die Querflöte und

der Gesang. In meiner Freizeit singe ich im

„Vokalensemble Kölner Dom“, mit dem ich bisher

viele erlebnisreiche Konzerte und Reisen

unternommen habe. Mein Lieblingssport ist das

Schwimmen, ich wandere aber auch gern über Stock und Stein, vor allem in

Ländern wie Island und Chile. Außerdem gehe ich gern ins Kino und in die Oper,

probiere mit Freunden

Kochrezepte aus und lese

Detektivromane bei einer Tasse

ostfriesischem Tee.

Ich freue mich darauf, mit euch,

liebe Schülerinnen und Schüler,

die Begeisterung für Musik zu

teilen und Aspekte und

Sichtweisen von Musik zu

erarbeiten, die ihr bisher noch

nicht kanntet. So gehören für mich

die Wirkung von Film- und

Werbemusik genauso zum

Musikunterricht wie die

musikalische Auseinandersetzung

mit eurer Lieblingsmusik, die

Beschäftigung mit der Musik anderer Kulturen sowie das Entdecken von

klassischer und zeitgenössischer Musik unserer abendländischen Kultur.

Neue Kollegen

Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern,

mein Name ist Anne Hemmes

und ich bin seit Mitte August

Referendarin für die Fächer

Deutsch und Englisch am Marie-

Curie-Gymnasium.

Studiert habe ich in der ältesten

Stadt Deutschlands, in Trier, wo

ich auch aufgewachsen bin. Im

Rahmen meines Studiums hatte

ich außerdem die Möglichkeit,

ein Jahr an einer englischen

Universität zu studieren. Meine

Wahl fiel auf Colchester, eine

kleine Stadt östlich von London.

Das Auslandsjahr habe ich sehr

genossen und blicke auch jetzt

immer wieder mit Freude auf

diese Zeit zurück.

In meiner Freizeit lese ich gerne

und spiele Badminton.

Sarah Bürger

An der Schule bin ich sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Seiten

des Kollegiums herzlich empfangen worden, was mir den Start am Marie-Curie-

Gymnasium sehr leicht gemacht hat.

Ich freue mich auch die kommenden zwei Jahre, auf die Zusammenarbeit mit

Eltern, Schülern und Kollegen und vor allem natürlich auf das Unterrichten.

Neue Kollegen

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

Anne Hemmes

mein Name ist Eva Hagen und ich bin seit August mit den Fächern Kunst und

Französisch am MCG tätig. Gebürtig komme ich aus Lübeck, aber die letzten

zehn Jahre habe ich in Münster verbracht. Seit Februar lebe ich in Köln und freue

mich sehr, im Rheinland angekommen zu sein.

Durch die freundliche und offene Atmosphäre, die ich in den vergangenen

Wochen durch Schüler und Kollegen erfahren habe, wurde mir der Start am MCG

sehr leicht gemacht, so dass ich mich jetzt schon sehr wohl fühle. Ich freue mich

auf die kommenden Monate mit gemeinsamen Unterrichtsstunden und auf eine

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

gute Zusammenarbeit mit Schülern, Kollegen und

Eltern. Eva Hagen

Neue Sekretärin

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern !

Ich heiße Birgit Neudscher und möchte mich Euch

/ Ihnen vorstellen:

Seit meiner Kindheit wohne ich in Neuss. Ich habe

einen Sohn, 22 Jahre, und zwei Töchter im Alter

von 19 und 15 Jahren. Außerdem habe ich einen

Hund, mit dem ich gerne spazieren gehe. Weitere

Hobbys sind Schwimmen und Lesen.

Ich trete die Nachfolge von Frau Läufer an, die

sich in den Ruhestand verabschiedet hat. An

dieser Stelle möchte ich ihr für die freundliche und

umfangreiche Einarbeitung danken.

Ab dem 3. November werde ich hier am Marie-

Curie-Gymnasium im Sekretariat anzutreffen sein.

Zuvor arbeitete ich 4 ½ Jahre an der

Pestalozzischule in Grimlinghausen und freue

mich nun auf meine neue Aufgabe, die

Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern

sowie Eltern, Schülern und meiner Kollegin Frau

Fischer.

Birgit Neudscher

Personalia

AUF WIEDERSEHEN!

Nach elf Jahren Sekretariatsarbeit im Marie-Curie-Gymnasium heißt es nun:

„it`s time to say good bye …“, aber ich möchte lieber „Auf Wiedersehen“ sagen.

Für mich beginnt am 1. November 2008 die „Freizeit-Phase“ meiner Altersteilzeit

und darauf freue ich mich.

Bei vielen Kolleginnen und Kollegen, Eltern,

Schülerinnen und Schülern konnte ich mich

persönlich bedanken für die angenehme

Zusammenarbeit in den zurückliegenden

Jahren, die ich in sehr guter Erinnerung

behalten werde. Dazu zählt neben meiner

Tätigkeit für die Schulleitung, das Kollegium

und die Schüler natürlich auch die

Zusammenarbeit mit den Gremien –

Schulpflegschaft, Förderverein,

Schülervertretung sowie Carl-Steins-Stifung,

Studienseminar, Kooperationsschule,

Musikschule … (wen habe ich vergessen?).

Allen, mit denen ich nicht persönlich

gesprochen habe, sage ich auf diesem Wege

meinen herzlichen Dank.

Ich habe mich am MCG immer sehr wohl gefühlt und die Arbeit hat (fast) immer

auch viel Spaß gemacht – einschließlich zeitweisem Babysitting, Dogsitting und

zuletzt (beinahe) noch Fishsitting!

Ich werde die Schule sicher auch oft vermissen. Aber werde ich es auch

vermissen, schon früh morgens vor 8.00 Uhr ein halbes Dutzend Telefonate zu

führen, Informationen einzuholen und weiterzugeben, Faxe zu verteilen, aus den

E-Mails wichtige Unterlagen auszudrucken, zu kopieren und weiterzuleiten

(möglichst alles vor Unterrichtsbeginn), an Termine zu erinnern und Termine zu

machen und und und … und das alles GLEICHZEITIG?? Ich glaube, nicht!!

Ich werde mich gemütlich zurücklehnen und versuchen, von meiner Katze zu

lernen, was es heißt zu entspannen, zu träumen, keine Termine zu haben - und

dann das zu tun, wozu ich gerade Lust habe.

Ich habe gelesen: Die Langeweile ist eine Insel im reißenden Strom der Zeit. Ich

bin jetzt reif für die Insel!

Auf ein Wiedersehen freut sich

Ihre Barbara Läufer

_________________________________________________________________

Ende der „Läufer “-Ära!

Zum 01.11.2008 verlässt unsere Schulsekretärin,

Frau Barbara Läufer, nach elfjähriger Tätigkeit das MCG.

Frau Läufer kennen am MCG alle – die Schüler, die mit ihren Wünschen, Sorgen

und Beschwerden zu ihr kommen, die Eltern, für die sie in jeder schulischen

Angelegenheit die erste Anlaufstelle ist, die Lehrerinnen und Lehrer sowieso, ist

doch der Unterrichtsbetrieb ohne ein funktionierendes Schulsekretariat gar nicht

aufrecht zu erhalten!

Die Schulsekretärin ist nicht nur die Expertin, wenn es um die Zusammenarbeit

und das alltägliche Miteinander in der Schule geht, sondern sie beeinflusst durch

ihre Arbeit das Schulklima in erheblichem Maße.

Eine außerordentlich hohe Einsatzbereitschaft und Arbeitsleistung,

gewissenhafte Arbeitsausführung, Selbstständigkeit, Durchsetzungsvermögen,

hervorragende Belastbarkeit auch unter schwierigen Verhältnissen, Fähigkeit zu

Kooperation u. Koordination, dazu noch Gelassenheit und gleichbleibende

Freundlichkeit im Umgang mit oft gestressten Kollegen, häufig nachdrücklich

vorgetragenen Wünschen von Eltern, Scharen von Schülern, die das Sekretariat

aufsuchen, außerdem klingelt noch das Telefon bis zu 50 mal an einem einzigen

Schulvormittag. Zu alledem kommt dann täglich noch der Schulleiter zu „seiner“

Sekretärin mit dringend und am besten sofort zu erledigenden Sonderwünschen.

Das MCG hatte großes Glück mit seiner Sekretärin! Frau Läufer hat ihren

alltäglichen Marathon im Schulsekretariat mit Bravour bewältigt. Jeder an der


Schule weiß – auf sie ist Verlass, sie hat den

Laden im Griff – und nicht nur das: Sie hat mit

ihren Ideen Schule mit gestaltet!

Schaut man auf ihren beruflichen Werdegang, so

ahnt man, welche außerordentlichen Fähigkeiten

sie 1997 in unsere Schule mitbrachte und welch

einen Glücksfall ihre Einstellung für alle am MCG

mit ihr zusammenarbeitenden Menschen

darstellte:

●Von 1976 bis 1990 Sekretärin des

Vertriebsleiters bei Nixdorf in Neuss, später

Düsseldorf

●1990 bis 1995 Sekretärin der Geschäftsleitung,

Fa. Höhn-Kabel in Neuss

●1995 bis 1997 Sekretärin des

Landesgeschäftsführers des Internationalen

Bundes für Sozialarbeit in Düsseldorf

Dem MCG war es gelungen, eine Chefsekretärin

aus der freien Wirtschaft für die Schule zu

gewinnen. Moderne Bürokommunikation

beherrscht sie perfekt, selbständiges Arbeiten und

Kundenorientierung war sie gewohnt – allerdings

auch die Bezahlung in der freien Wirtschaft -

wussten Sie, dass die Stadt Neuss ihre

Schulsekretärinnen wie Schreibkräfte bezahlt?

Aber das ist noch lange nicht alles, was Frau

Läufer in die Schule einbrachte: Von ihrer früheren

Tätigkeit her liegt es ihr im Blut, ihr Arbeitsumfeld

auch ästhetisch zu gestalten, schließlich sollen die

„Kunden“ sich wohlfühlen und angesprochen

werden: So wurde das Schulsekretariat als der

„Kundenbereich“ der Schule neu eingerichtet und

mit Hilfe von Herrn Micha, den sie zu motivieren

wusste, zu einer „Kunstsammlung MCG

umgestaltet und erhielten Schreiben der Schule,

Zeugnisse, Ausstellungsflächen u. v. m. auf ihr

Drängen und mit ihrer Hilfe ein ansprechendes

Layout.

Besonders beeindruckend und beispielhaft auch

für viele Lehrerinnen und Lehrer ist ihre

Identifikation mit ihrer Schule. Kein Konzert,

Französischer Abend, keine Theaterveranstaltung

und kein Bigband-Event, kein Schulfest oder

Sommerfest der Lehrer, bei dem Frau Läufer nicht

anwesend war und sich zusammen mit der

Schulgemeinde über die Leistungen unserer

Schüler freute – häufig stand sie auch noch als

Fotografin zur Verfügung - , als fleißige

Zeitungsleserein sammelte sie Artikel, Berichte,

Interviews, Radiospots, Fernsehsendungen über

ihre Schule. In den Wochen vor unserem Tag der

offenen Tür legt sie Schulplakate und Flyer in der

Nordstadt aus, in allen Geschäften, die sie

regelmäßig besucht, und in ihrem kleinen Auto

klebt an der Scheibe ein Plakat vom MCG.

Dass es eine Rosensorte gibt, die den Namen der

Schule „Marie Curie“ trägt, hat Frau Läufer

herausgefunden. Ihr ist es dann auch gelungen,

diese Sorte über einem Hamburger Großhändler

zu beschaffen und die Tradition zu begründen,

dass unsere pensionierten Kollegen zum Abschied

auf dem Sommerfest einen Rosenstock „Marie-

Curie“ als Erinnerung an ihre Schule erhalten.

Liebe Frau Läufer,

jetzt selber nicht mehr am MCG tätig, kann ich Ihren Weggang mit einiger

Gelassenheit sehen – werden doch andere versuchen müssen, die große Lücke

zu schließen, die Sie in der Schule hinterlassen. Ich wurde elf Jahre als

Schulleiter verwöhnt durch meine perfekte Sekretärin, die für mich

Vertrauensperson und Gesprächspartnerin in vielen erfreulichen u. manchen

heiklen oder ärgerlichen schulischen Kontexten war und „Marathonläuferin“ im

oben beschriebenen Sinne. Unsere Zusammenarbeit und den Austausch

vermisse ich schon jetzt!

Sie haben künftig mehr Zeit für sich selbst, Ihren Mann und Ihre zahlreichen

Hobbys – Reisen, Fotografieren, Chormusik und natürlich das Laufen – nach

Paris-Versailles und Berlin wartet der nächste Halbmarathon schon auf sie. Ihr

Tatendrang ist bis heute ungebremst und so geht das Gerücht, dass Sie nun auf

der Suche nach einem sinnvollen und Sie erfüllenden Ehrenamt sind.

Für Ihre aktive Zukunft nach dem Arbeitsleben wünsche ich Ihnen Gesundheit

und Glück. Ich bin mir sicher, dass wir in Kontakt bleiben werden!

DANKE, Ihr A. von Vultée

Schule intern

Das MCG in Zahlen

Im aktuellen Schuljahr besuchen 894 Schülerinnen und Schüler das MCG. Das

sind wiederum 2% mehr als im Vorjahr. 645 gehören der Sekundarstufe I, 240 der

Oberstufe an. Da auch die neue Sexta vierzügig ist, umfassen alle

Jahrganggstufen mit Ausnahme der Stufe 9 jeweils vier Klassen.

Vor allem in der Stufe 11 sind sehr große Kurse auch Folge einer parallelen

Führung des 8- und des 9-jährigen Gymnasiums, was dazu führt, dass

beispielsweise in den Naturwissenschaften für den Übergangszeitraum von zwei

Jahren ebenso wie in den Diffenenzierungsbereichen mehr Lehrkräfte benötigt,

aber nicht durch das Land bereitsgestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler

der 8. und 9. Klassen besuchen bereits jahrgangssübergreifend die

Differenzierungskurse des Wahlpflichtbereiches II (Französisch, Mathe-Info,

Sozialwissenschaft oder Bio-Chemie). Die knapp 900 Schüler werden theoretisch

von insgesamt 54 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Herr von Vultée wird bis

zum kommenden Halbjahr jedoch noch mitgerechnet, da er offiziell nur als

abgeordnet gilt. Drei Kolleginnen befinden sich in Elternzeit und eine Kollegin ist

langfristig erkrankt. Zumindest für einige Ausfälle werden Finanzmittel für

Vertretungen bereitgestellt, durch die Unterricht gesichert wird. Zudem

unterrichten zzt. sieben Referendare am MCG, deren großes Engagement Ihre

Kinder in verschiedenen Lerngruppen kennenlernen werden.

Drei Neueinstellungen bereichern das Kollegium dauerhaft: Herr Königs mit den

Fächern Biologie und Chemie, Frau Hagen mit Französisch und Kunst sowie Frau

Bürger mit den Fächern Deutsch und Musik.

Insgesamt ist festzustellen, dass es immer schwieriger wird, qualifizierte,

kompetente und engagierte Kollegen für befristete Vertretungstätigkeiten zu

gewinnen, da der Arbeitsmarkt deutlich zu spüren gibt, wie wenig in den

vergangenen Jahren für die Ausbildung von neuen Lehrern unternommen wurde.

[Vor]

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

Intern

Umfrage zur Schulzeitung

TheMa bleibt wichtiges

Informationsmedium

Bisher haben wir noch nie die Reichweite und

Akzeptanz der Schulzeitung am MCG untersucht.

In Zeiten von Evaluation also ein längst

überfälliges Unterfangen, dessen Ergebnisse wir

mit größter Spannung erwartet haben.

Am ersten Elternabend dieses Jahres waren Sie

so freundlich, einige Fragen zu beantworten, die

zeigen, dass die Schulzeitung 90% aller

Elternhäuser mindestens einmal, zwei Drittel

sogar zweimal im Jahr erreicht. Dabei lesen 90%

derjenigen sogar mindestens die Hälfte der

Beiträge oder mehr. Dies zeigt, dass die

Schulzeitung für die Schulöffentlichkeit parallel zur

stets auf dem neuesten Stand gehaltenen

Schulhomepage ein weiteres, sehr wichtiges

Informationsmedium darstellt. Der gedruckten

Version wird dabei eindeutig der Vorzug gegeben.

Zu unserer persönlichen Überraschung wären

zwei Drittel der befragten Eltern nicht mit einer rein

digitalen Variante zum Download zufrieden, wie

sie seit Jahren auch parallel auf der Schulseite im

Internet zu finden ist.

Angesichts der zunehmend schwierigen

Finanzierungssituation hatten wir tatsächlich

erwogen, nur noch eine Download-Variante in pdf-

Format herauszugeben. Davon sind wir dank Ihres

Votums abgerückt. Nichts desto trotz bleibt die

Frage nach der Finanzierung. Nachdem unser

langjähriger Sponsor uns seit zwei Jahren leider

nicht mehr unterstützen kann und nun auch die

Vervielfältigungsstelle der Stadt Neuss, immerhin

Trägerin der Schule, ihre Dienste nicht mehr

unentgeltlich zur Verfügung stellt, sind wir überaus

glücklich, das offenbar wichtige Medium der

Schulzeitung dank der Kostenumlage, die die

Schulpflegschaft auf ihrer letzten Sitzung

beschlossen hat, weiter am Leben zu erhalten. –

Vielen Dank!

Der Betrag liegt mit 75 Cent genau in der Mitte

von 50 ct bzw. 1 €, dem Betrag, den 98% (!) der

Befragten zu zahlen bereit waren.

Selbstverständlich sind wir weiterhin auf der

Suche nach einem neuen Sponsor oder der

Möglichkeit eines kostengünstigen Drucks. Auch

die Aufnahme von Werbung wird seit Langem

diskutiert, wobei jedoch vor allem die

Konzentration auf einen Hauptwerbekunden nahe

liegt, um den Charakter der Schulzeitung nicht

gänzlich zu zerstören. Bitte unterstützen Sie uns

auf der Suche nach neuen Lösungen.

Mit der Technik des Digitaldrucks direkt aus einer

pdf-Datei werden wir die Qualität der Bilder

steigern, die erwartungsgemäß auf reges

Interesse stoßen.

Die Befragung hat auch inhaltlich Überraschungen

bereit gehalten. Ihre Aufmerksamkeit gilt offenbar

deutlich weniger Sport und Wettbewerben,

wenngleich gerade das MCG im letztgenannten

Bereich ganz beachtliche Erfolge zu verzeichnen

hat. Die Berichte von Auslandsaufenthalten, die seit Jahren einen festen

Bestandteil der Schulzeitung bildet, waren dafür deutlich attraktiver als zunächst

erwartet. Als Folge hiervon haben wir die Beiträge auch auf Lehrer ausgeweitet,

die Erfahrungen aus Auslandstätigkeiten besitzen. Der Blick über den Tellerrand

ist schließlich in alle Richtungen interressant. [Vor]

Intern

Beratung am MCG

Seit Mitte des letzten Schuljahres habe ich die Aufgabe der Beratungslehrerin am

MCG übernommen. Beratungstätigkeit in der Schule ist sehr vielfältig und wird

von jedem Kollegen unserer Schule täglich ausgeübt. Vor allem im Fachunterricht

werden Schülerinnen und Schüler über fachliche Stärken und Schwächen

informiert. Darüber hinaus beraten Klassenlehrer Schüler und Eltern in

verschiedensten Belangen im schulischen Zusammenhang, z.B. bei

Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und auch in erzieherischen Fragen.

Der Beratungslehrer soll diese Tätigkeit nicht

ersetzen, sondern ergänzen. Aus den

vielfältigen Aufgabenfeldern möchte ich

Schwerpunkte vor allem in den Bereichen

Intervention und Kooperation setzen.

Möglichkeiten der Intervention sehe ich dabei

vor allem in dem Angebot einer Einzelberatung

für Schülerinnen und Schüler, bei Konflikten und

Problemen im schulischen, aber auch im

persönlichen Zusammenhang. Seit Beginn des

Schuljahres biete ich jeden Dienstag in der 5.

Stunde eine Sprechstunde in Raum 25 an.

Damit auch die Schülerinnen und Schüler in der

Annostr. die Möglichkeit haben, mit mir in

Kontakt zu treten, gibt es seit kurzem neben der

Hausmeisterloge einen Briefkasten, über den

sie sich an mich oder auch an die Vertrauenslehrer der SV wenden können.

Neben der Einzelfallberatung kann Intervention auch im Zusammenhang einer

ganzen Klasse nötig sein. Dies ist z.B. bei Mobbingkonstellationen innerhalb einer

Gruppe von besonderer Bedeutung. In der Vergangenheit habe ich gemeinsam

mit Kollegen gute Erfahrungen mit dem Interventionsansatz „No blame approach“

gemacht, um die Situation für die Betroffenen schnell und zuverlässig zu

verbessern.

Bei jeglicher Beratung verstehe ich meine Aufgabe vor allem auch als Vermittlerin

zwischen unserer Schule und außerschulischen Angeboten. Um die Kooperation

mit externen Institutionen zu verstärken, habe ich im vergangenen Halbjahr

begonnen Beratungsangebote in Neuss zusammenzustellen und

kennenzulernen. Für Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern in besonderen

oder schwierigen Situationen (Lernstörungen, ADHS, Trauerbewältigung,

Missbrauch, Essstörungen…) kann ich die Herstellung von Kontakten zu externen

Beratern verschiedenster Einrichtungen anbieten. Dadurch soll gewährleistet

werden, dass sich die Situation für die Betroffenen möglichst schnell verbessert.

Ich möchte durch meine Arbeit dazu beitragen, dass sich alle Mitglieder unserer

Schulgemeinde am MCG aufgehoben und gut beraten fühlen!

Intern

„No blame“ am Schützenmontag

S. Gabriel

Während sich der größte Teil der Neusser Bevölkerung noch vom

Schützenumzug erholte und die Schüler einen unterrichtsfreien Tag genossen,

weihten die Referenten Heike Blum und Detlef Beck eine Gruppe von

Klassenlehren aller Jahrgangsstufen des MCG in das Prinzip des „No blame

Approach“ ein. Etlichen Eltern und Kollegen war dieser Ansatz bereits aus einem

Vortragsabend von Herrn Beck im Rahmen des Projekts „zusammen wachsen“

bekannt und auf großes Interesse gestoßen.

Der „No blame Approach“ dient der schnellen und wirksamen Intervention bei

Mobbing. Diese Problemstellung einer systematischen, durch eine Gruppe länger


fortgesetzten Bedrängung eines Mitschülers, aus

der er sich selbst nicht mehr befreien kann, bedarf

unbedingt des Eingriffs durch den Lehrer. Die

Schwierigkeit liegt meist jedoch bereits im

Erkennen der Zwangslage, denn auch scheinbare

Kleinigkeiten werden in der systematischen

Häufung zur erniedrigenden Belastung. So

sammelten die Kollegen zunächst

Mobbingsignale, um sich zu sensibilisieren. Dann

galt es, den Mechanismus des Mobbings zu

durchschauen, denn allzu leicht wird den Opfern

eine Mitschuld zugeschrieben und die Mitläufer

der Täter geraten aus dem Blickfeld.

Nach dem Erkennen und Erfassen der

Mobbingsituation wurden die Lehrer dann in der

konkreten Umsetzung geschult: erst die

theoretische Vermittlung, dann die Übung im

Rollenspiel.

Zunächst wird ein Gespräch mit dem Opfer

geführt, um den Kreis der Beteiligten zu ermitteln.

Dann setzt die Besonderheit des Ansatzes ein,

denn statt die Täter mit Vorwürfen zu

stigmatisieren und so vielleicht die

Bedrohungslage für das Opfer noch zu erhöhen,

wird eine Unterstützergruppe gebildet. Diese

Gruppe besteht aus sechs bis acht Teilnehmern,

von denen die Hälfte etwa den Kern der

eigentlichen Täter ausmacht. Gemeinsam

überlegen sie, auf welche Weise man das Opfer

wieder in die Klassengemeinschaft integrieren

kann, nachdem man dessen Leidensdruck und

damit den Handlungsbedarf erfasst hat. Indem der

Unterstützergruppe dann die Verantwortung für

die Umsetzung übergeben wird, ist ein

konstruktiver Ansatz geschaffen. Nach etwa ein

bis zwei Wochen trifft sich der Lehrer noch einmal

mit der Gruppe, um nach den Erfolgen zu fragen.

Besondere Anforderungen stellt die Methode an

das Gesprächsgeschick des Lehrers, der

einerseits eine Vertrauensbasis zum Opfer

aufbauen und hierfür auch in vielerlei Hinsicht

Verschwiegenheit garantieren muss, andererseits

die möglichen Ablenkungsversuche der Täter in

der Unterstützergruppe positiv umlenken muss.

Zuversicht und Mitgefühl sind wichtige Schlüssel in

der Umsetzung der Methode. Einer der größten

Vorteile liegt aber sicher mit darin, meist

ergebnislose Schuld- oder Ursachendiskussionen

zu vermeiden, sondern direkt die Zukunft in den

Blick zu nehmen – und um die geht es schließlich.

Sehr positiv gestimmt, jedoch mit der Skepsis, ob

sich tatsächlich alle Fälle so lösen lassen,

verließen nach acht Stunden die Lehrer diese

wichtige Fortbildung – alle in der Hoffnung, nie

einem Problemfall von Mobbing begegnen zu

müssen.

[Vor]

Intern

Evaluation am MCG: Geschichte und

Zukunft: das neue SEIS-Projekt

1. Wie kam es zu der Evaluation?

Schon seit langem hatte die Schule in ihren verschiedenen Gremien der Schüler,

Eltern und Lehrer beobachtet, dass besonders in den 7. und 8. Klassen die

Leistungen vieler Schüler absanken, dass Lernmotivation und Lernklima

nachließen und dass viele Sozialkompetenzen zu wünschen ließen. Die Schule

verstärkte daher ihre Bemühungen besonders in der Mittelstufe: Unter anderem

regten die Gremien eine Ursachenforschung an. Die Hypothese war, dass wir

diesen Trends entgegensteuern könnten, wenn wir erst wüssten, was denn in

diesen Klassen falsch liefe.

Unter der Leitung der Schule konstituierte sich vor vier Jahren eine

Arbeitsgruppe, die einen Fragebogen zum Lernklima, zunächst in den 7. Klassen,

entwerfen sollte. Das Neue an dieser Gruppe war, dass sie mit interessierten

Eltern, Schülern und Lehrern besetzt war. Die Lehrer gaben also nicht vor, was zu

tun ist, sondern die Schule stellte sich der Diskussion.

Die Ergebnisse aus der Umfrage mit diesem Fragebogen zeigten klar: Unter

anderem die sozialen und lernorientierten Kompetenzen der Schüler in ihrem

schulischen Umfeld sind verbesserungswürdig. In allen Gremien der Schule

haben wir diese Ergebnisse ja auch vorgestellt und diskutiert. Sie zeigten auch:

Wir haben Erfolg mit unseren Bemühungen! Die Zustimmung der Schüler zur

Schule ist stetig gestiegen. Das konnten wir im Vergleich der Werte über drei

Jahre feststellen.

Bleiben wir bei den Desideraten: Viele Lehrer bildeten sich daraufhin für ihre

Schüler fort: Sie lernten freiwillig an Wochenenden neben ihrem Unterricht mit

dem Programm „Lions Quest“ umgehen. Das Resultat kann sich sehen lassen:

Zur Stärkung des Sozialverhaltens hat die Schule unter anderem seit drei Jahren

das Programm „zusammen wachsen“ institutionalisiert.

2. Evaluation am MCG: Gelungener Übergang zur neuen Generation

Um auch Eltern und Lehrer in die Erhebung der Daten zum Lernklima

einzubinden, suchte die Schule seitdem unablässig nach (professionellen)

Instrumentarien zur Erhebung des Lernklimas. Wir sind jetzt fündig geworden.

Mit dem neuen Programm SEIS des Bertelsmann-Verlages (in Zusammenarbeit

mit dem MSW des Landes Nordrhein-Westfalen) war die Möglichkeit gegeben, in

genau dieser unserer Richtung weiterzuarbeiten.

3. Wie sieht das Verfahren der SEIS – Evaluation denn aus?

Und was geschieht mit den Ergebnissen?

Die Jahrgangsstufe 8 wurde zu Beginn des Schuljahres 2008/09 befragt, sowie

die Eltern dieser Schüler und die Lehrer. Die Eingabe erfolgte online – für die

Eltern im zeitlichen Kontext der Pflegschaftssitzungen. Die hohe Rücklaufquote

ermöglichte eine hohe statistische Signifikanz der Ergebnisse. Ich bedanke mich

bei allen Beteiligten für die Teilnahme an der Befragung, die das hohe

Engagement für unsere Schule widerspiegelt.

Die Auswertung erfolgte im Rechenzentrum des Bertelsmann-Verlages und kam

Ende Oktober 2008 datengestützt mit diversen Vergleichsparametern in Bezug

auf regionale und landesweite Komponenten an die Schule zurück. Wir erhielten

auch anonymisierte Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Schulen sowie den

Landesvergleich.

Diese Auswertung ging an die Schule, die die Ergebnisse zurzeit sichtet und

bewertet. Es ist die transparente und lückenlose Berichterstattung der SEIS-

Ergebnisse an die Eltern, Schüler und Lehrer in den Gremien vorgesehen.

In den nächsten Wochen werden daher alle am SEIS – Verfahren Beteiligten

genau informiert werden. Ich hoffe auf Hinweise und Vorschläge zur

Weiterentwicklung der Schule aus allen Gremien. Für die Lehrer heißt dies –

ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen – dass vermutlich besonders im Bereich

der internen Fortbildung und Aufklärung zu arbeiten sein wird. Die an der Schule

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Verantwortlichen, d.h. die Lehrer, vereinbaren

dann in der Diskussion mit den anderen

schulischen Gremien das inhaltliche und formale

Verfahren zur Weiterentwicklung der Schule.

Die Schule wird transparenter und öffnet sich. Das

ist ein wesentlicher Schritt in Richtung

„selbständige und eigenverantwortliche Schule“

und mit der Schulinspektion in der nächsten Zeit

ein wichtiger Baustein auf dem Weg in die Schule

der Zukunft.

Intern

MCG Awards

Auszeichnung besonderer Leistungen

[Hei]

Am 23. Juni, kurz vor den Sommerferien, wurden

auch am Ende des vergangenen Schuljahres

wieder besondere Schülerleistungen am MCG

ausgezeichnet. Die Kategorien der MCG Awards

bieten einen guten Überblick über die vielfältigen

Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler. Sie

sind Anlass zu berechtigtem Stolz.

Im Bereich der Mathematik wurden Jona Homann

(Mathematik-Olympiade), Kalle Goß, Timo

Bornfleth, Artur Gadow, Jan von Fragstein, Lucy

Dittrich sowie Lukas Henneke (alle Känguru-

Wettbewerb) ausgezeichnet.

Im Biologie-Wettbewerb „bio-logisch!“ wurden

Laura Asche, Marius Bornfleth, Lisa Dannenberg,

Nils Hildebrandt, Saskia Lau, Alexander Mikliss,

Alexander Stach, Lara Thöns, Meike Wanner

sowie Svenja Wanner geehrt.

Für ihren Erfolg im Vorlesewettbewerb erhielt

Saskia Lau eine Auszeichnung. Benedikt Galla

erhielt den Sprachpreis Latein.

In der Deutsch-Olympiade waren erfolgreich:

Christina Arabatzi, Tim Blume, Jennifer Panitz und

Nadja Roeder.

Für ihr Engagement wurden die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer folgender Projekte und

Einrichtungen im Bereich Sport ausgezeichnet:

- Tischtennismannschaft

- Fußballmannschaft

- Schachgruppe

Kultur:

- Shakespeare-Theatergruppe

- Tanztheater „Respekttanz“

Soziales Engagement: Mentoren

In der Schulzeitung wurde bereits ausführlich über

alle Erfolge berichtet, aber dennoch ist es wichtig,

solche Erfolge auch als Ansporn für alle anderen

Schülerinnen und Schüler auf einer gesonderten

Veranstaltung angemessen hervorzuheben.

Meldungen

Fotoaktion

Die Schulkonferenz hat einstimmig beschlossen, dass wieder eine Schülerfoto-

Aktion durchgeführt werden soll. Das bedeutet, dass ein noch näher zu

beauftragendes Unternehmen Bildaufnahmen aller Schülerinnen und Schüler

sowie der Klassen machen und diese zum Kauf anbieten wird. Niemand soll und

darf sich zu einer Abnahme der Bilder gezwungen fühlen. Eine Bedingung dieses

Beschlusses ist zudem, dass die Unterrichtszeit nicht durch Einsammeln von

Geldern verschwendet wird, sondern die finanzielle Abwicklung alleine durch das

Unternehmen erfolgt.

Kopfnoten

Die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen erhalten vom nächsten

Zeugnis an nur noch drei Kopfnoten für ihr Arbeits- und Sozialverhalten. Bei der

Bewertung des Arbeitsverhaltens bleiben die Kategorien „Leistungsbereitschaft“

und „Zuverlässigkeit/Sorgfalt“ bestehen; die bisherigen Bewertungskategorien

„Konfliktfähigkeit“, „Kooperationsfähigkeit“ und „Verantwortungsbereitschaft“

werden zu einer Kategorie „Sozialverhalten“ zusammengeführt. Die Note

„unbefriedigend“ ist auf dem Zeugnis zu begründen. Durch die Reduzierung

gewinne die Benotung an „Eindeutigkeit, Transparenz und Vergleichbarkeit“,

erklärte Schulministerin Barbara Sommer.

Die Initiative muss noch vom Landtag verabschiedet werden. Danach werden den

Lehrerinnen und Lehrern sicherlich so umgehend wie in der Vergangenheit

entsprechende Ausführungsbestimmungen an die Hand gegeben.

Schulpflichtüberwachung vor den Ferien

Zu verlockend ist die Möglichkeit, ein paar Hundert Euro durch die inoffizielle

Vorverlegung des Urlaubs zu sparen. Startet der Flieger gen Süden bereits vor

den Ferien, ist er meist erheblich billiger. Seit einigen Jahren drohen bei

vorgetäuschter Krankheit des Kindes hohe Geldstrafen, die den Buchungsrabatt

schnell zunichte machen.

Die Bezirksregierung hat nun angekündigt, die Überwachung weiter zu

verschärfen. In der Vergangenheit sind bereits Schüler auf ihrem Handy zur

Kontrolle angerufen worden, als im Hintergrund der letzte Flugaufruf zu hören

war, oder die Bundespolizei hat Familien mit schulpflichtigen Kindern bei der

Abfertigung aufgehalten und die Schule angerufen.

Mit plausibler (nicht-ökonomischer) Begründung kann natürlich nach wie vor mit

sechs Wochen Frist bei dem Schulleiter eine legale Beurlaubung beantragt

werden.

Amok-Alarm

In der Hoffnung, nie den Ernstfall zu erleben, ist auch am MCG ein Amok-Alarm-

Plan eingeführt worden. Durch die Lautsprecherdurchsage „Notfall! Barrikade!

Barrikade!“ sollen alle Klassen und Lehrer gewarnt werden, sich im Fall eines

Amoklaufes in den Klassen mit ihren Schülerinnen und Schülern hinter

verschlossenen Türen in kauernder Stellung in einem unerreichbaren Winkel zu

verbergen. Der Schlüssel soll von innen auf der Tür stecken bleiben und nur bei

Nennung eines den Lehrern bekannten geheimen Code-Wortes dürfen die Türen

geöffnet werden.

Verpflegungsautomaten in der

Annostraße

In Erwartung eines umfassenden Verpflegungsangebotes durch eine Cafeteria

hat der Hausmeister der Annostraße, Herr Kautz, zum neuen Schuljahr den

Betrieb seines Schulkiosks eingestellt. Die unerwartete Verzögerungen durch die

Beantragung der Landesmittel wird nun durch die Aufstellung von

Verpflegungsautomaten überbrückt. Hier können sich die Schüler eine kleine

Stärkung kaufen – die keinesfalls das traditionelle Butterbrot ersetzen soll.


Chor wieder neu belebt

Unsere neue Musiklehrerin, Frau Bürger, hat es

sich zum Ziel gesetzt, den Chor des MCG neu zu

beleben. Immer donnerstags in der 7. Stunde

versammelt sie in der Aula interessierte

Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 um sich,

um ein buntes Programm moderner Lieder

einzustudieren. Interessenten sind herzlich

willkommen!

Zentralabitur 2011

Nach nur zwei Jahren hat die Landesregierung

erneut die fachlichen Inhalte der einzelnen

Disziplinen für das Zentralabitur geändert. Dies

betrifft die Prüfungen im Jahr 2011, also die

Jahrgangsstufe 11 und Jüngere. Besonders

umfassend ist wiederum das Fach Deutsch

betroffen, in dem ein Großteil der Abiturlektüre

ausgetauscht wurde. Wolfs ungeliebte

„Kassandra“ wird durch Wolfgang Koeppen

„Tauben im Gras“ ersetzt. Während „Don Carlos“

und „Effi Briest“ bleiben, kommen Büchners

„Woyzeck“, Kleist, Fallada, Kästner, Keun, Fleißer

und Hofmannsthal hinzu.

Anti-Raucher-Kampagne

„Be smart – don’t start“

Auch in diesem Jahr nehmen wieder zahlreiche

Klassen an dem Präventiv-Wettbewerb „Be smart

– don’t start“ teil.

Unter http://www.ift-nord.de/ift/be/ lassen sich

jeweils die neuesten Wettbewerbsstände abrufen.

Zu gewinnen gibt es neben einer Klassenfahrt vor

allem: Gesundheit.

neues Programm für die DQ

In Anbetracht der neuen Richtlinien zur Sicherheit

im Unterricht hat das seit Jahren bewährte, doch

fachlich sehr anspruchsvolle sowie hinsichtlich von

Gefahrstoffen nicht unproblematische Programm

der Doppelqualifikation in Stufe 11 eine

Erneuerung erfahren. Ähnlich wie die

Einführungspraktika der Universitäten auch

orientieren sich die Experimente im chemischen

Praktikum nun stärker an den Reaktionsarten,

Erkundung von Stoffeigenschaften oder

labortechnischen Grundfertigkeiten.

Kernlehrpläne G8 endlich

in Naturwissenschaften

Nachdem die Klassen des verkürzten

Gymnasiums sich nun bereits in Klasse 8 befinden

und damit nur noch 1½ Jahre vor dem Eintritt in

die Oberstufe stehen, gibt es endlich Richtlinien

für die Fächer Biologie, Chemie und Physik, wie

wir diese Kinder bereits im vergangenen Jahr

hätten unterrichten sollen. Die Fachkonferenzen

waren dann eilig damit beschäftigt, innerhalb

weniger Wochen ihre Lehrpläne teils vollkommen

umzuwerfen und neue zu beschließen.

Unterricht an Heilig Abend

Die Landeselternschaft kritisiert, dass am 24. Dezember 2010 ein normaler

Schultag stattfinden soll. Während also bereits im trauten Familienkreis die

Kerzen am Baum entzündet werden, könnten einigen Oberstufenschüler nach

dem Willen der Landesregierung noch in der Sporthalle schwitzen oder im

Chemie-Labor Experimente durchführen.

Kleine Oberstufen-Reform

Nachdem die in der Öffentlichkeit eher unbeachtet gebliebenen Oberstufen-

Reformpläne recht unerwartet und unspektakulär in einigen Nebensätzen einer E-

Mail kurz vor den Sommerferien eher beiläufig zurückgenommen worden sind, um

eventuellen bundeseinheitlichen Reformen Platz zu schaffen, werden nun neue

Überlegungen bekannt, die Kurswahl zum Abiturjahrgang 2013 zu verändern –

also für die heutigen Stufen 9 und 8, da beide wegen der Umstellung von G9 auf

G8 zeitgleich ihre Abiturprüfungen ablegen werden.

Es ist nun geplant, dass sich aus den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch (bzw.

Frz./L) zwei statt nur eines obligatorisch unter den Prüfungsfächern befinden

muss. Die Vorabiturklausuren im zweiten Halbjahr der 13 werden nicht mehr der

Abiturprüfungsnote zugerechnet, sondern den Kursnotenpunkten.

Zwar fällt mit der zehnten Klasse auch die zentrale Abschlussprüfung weg, aber

statt dessen ist eine zentrale Klausur im ersten Jahr der Oberstufe vorgesehen,

um die Vergleichbarkeit herzustellen. Damit entfällt auch die „kleine

Fachhochschulreife“ am erfolgreichen Ende der Stufe 11. Es existiert dann nur

noch die normale Fachhochschulreife nach einem Jahr Qualifikationsphase.

Konsequenterweise werden die Schülerinnen und Schüler der heutigen Stufen 8

und 9 die gleichen zentral gestellten Abituraufgaben in ihren Prüfungen erhalten.

Elterninitiative im Förderkonzept

Die Umfrage auf den Klassenpflegschaftsabenden hat ein sehr unterschiedliches,

aber insgesamt doch ernüchterndes Echo ergeben. Von knapp 300 Befragten

haben gerade einmal 2 % ihre Bereitschaft erklärt, sich in Form einer Aufsicht,

einer Arbeitsgemeinschaft oder eines Konversationskurses für die Bildung ihrer

Kinder zu engagieren. In zwei Fällen wurden Kochkurse angeboten, die wir leider

zzt. mangels entsprechender Einrichtungen nicht umsetzen können. Eine

Homepage AG von Herrn Krieger aus der 8b findet statt und ein

Konversationskurs für Englisch ist in der Planung.

Schulpflegschaft

Liebe Eltern und liebe Schüler,

Kommt die Mensa? - Die Mensa kommt!

Die Stadt Neuss hatte vor über einem Jahr beschlossen, an allen fünf Neusser

Gymnasien Mensen zu bauen, damit die Schülerinnen und Schüler, die von der

verkürzten Schulzeit ( G8 ) betroffen sind und nachmittags Unterricht haben,

mittags eine warme Mahlzeit erhalten.

Wer organisiert unsere Mensa?

An unserer Schule hatten sich, unter der Leitung von Frau Werner, einige Eltern

gefunden, die Zeit und Lust haben, den zukünftigen Mensabetrieb zu gestalten.

Sie erhalten Unterstützung von der Lehrerschaft durch Frau Lensing und Herrn

Wiesensee. Es wird ein Mensaverein gegründet, der sich um Personal und

Catering kümmern wird.

Wo befindet sich die Mensa?

Die Räume 3 und 4 im Schulgebäude an der Annostrasse sollen zu einer

gemütlichen Mensa mit Küche und Vorbereitungsraum umgebaut werden. Es gibt

Platz für ca. 80 Schüler und Lehrer.

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Die Schülerinnen der 7. und 8. Klassen werden in

der Mittagspause von der Jostenallee zur

Annostrasse gehen.

Wann geht es los?

Eigentlich sollte die Mensa nach den Herbstferien

an den Start gehen, aber bedingt durch eine

kurzfristig eingeführte Landesförderung („Das

1000 Schulen-Programm“), bei der bestimmte

Antragsfristen eingehalten werden müssen, wird

unsere Mensa erst nach den Osterferien öffnen

können.

Und in der Zwischenzeit?

Die Elterngruppe wird ab dem 30.10. – immer

donnerstags - mit einem Brötchen- bzw. Baguette-

Angebot starten. Donnerstags ist der „Big-Band-

Tag“ an der Annostrasse, d.h. viele Schüler

bleiben über Mittag in der Schule.

Was können Sie tun?

Wir werden in Kürze eine Umfrage machen, um

herauszufinden, wie viele Kinder eine Verpflegung

brauchen. Bitte beteiligen Sie sich, damit wir ein

gutes Angebot machen können.

Außerdem suchen wir noch engagierte Mütter

oder Großmütter, die beim Vorbereiten und

Verkaufen der Brötchen – immer donnerstags –

mithelfen könnten. Bitte melden Sie sich bei Elena

Werner: 02131 / 54 02 69.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Schackow

(Schulpflegschaftsvorsitzende)

P.S. Wenn Sie sich für die Schulpolitik in NRW

bzgl. der Gymnasien interessieren. Die

Landeselternschaft der Gymnasien hat eine

informative website:

www.le-gymnasien-nrw.de

Schülervertretung

SV- Gemeinsam stark

In dieser Ausgabe der Schulzeitung darf ich mich

als neue Schülersprecherin des Marie-Curie-

Gymnasiums vorstellen. Mein Name ist Katharina

Schneider und ich besuche die 12.

Jahrgangsstufe.

Anders als vielleicht erwartet, konzentriert sich die

Arbeit der Schülervertretung nicht nur auf das Amt

des Schülersprechers. Ich darf in diesem

Schuljahr auf die tatkräftige Unterstützung eines

kleinen SV-Teams bauen, bestehend aus

engagierten Schülervertretern. Dieses Team

besteht aus Schülern der Klassen 10 bis 13. So

begleitet mich in meinem Amt als

Schülersprecherin u.a. eine erfahrene Helferin,

Gabi Kühl (13), die bereits im letzten Schuljahr das Amt der Schülersprecherin

bekleidete. Des Weiteren unterstützen mich Peter Wibbe (13), Silke Römer (12),

Jennifer Gehring (11), Daniel Cerkasin (11) und Simon Clemens (10). Neben dem

SV-Team darf ich auch die in der SV-Sitzung gewählten Vertrauenslehrer, Herr

Kahlki und Herr Wiesensee, vorstellen, die nicht nur bei der Umsetzung

verschiedener Aktionen helfen, sondern auch in Einzelgesprächen ein offenes

Ohr für die organisatorischen Probleme der Schülerschaft zeigen.

Gemeinsam werden wir im laufenden Schuljahr einige Aktionen in Angriff

nehmen. So planen wir zum Beispiel auch in diesem Jahr die Umsetzung der

Nikolaus- und Valentinstagsaktion, bei denen in der Schülerschaft Rosen bzw.

Nikoläuse und kleine, persönliche Nachrichten verschenkt werden. Diese

Aktionen fanden schon in vergangenen Jahr großen Anklang.

Zudem liegt seit geraumer Zeit auf Seiten der Schülerschaft der Wunsch vor, den

Oberstufenraum umzugestalten, der als Aufenthaltsraum für die Klassen 11 bis

13 während diverser Freistunden dient. Hier liegt eine sinnvolle Möglichkeit vor,

den Etat der Schülervertretung zu nutzen.

Ich freue mich also auf ein erfolgreiches Schuljahr und hoffe, auf viele kreative

Ideen und Impulse der Schülerschaft zu stoßen. Wir sind offen für innovative

Ideen, sodass man uns jeder Zeit ansprechen kann.

Schülervertretung

Katharina Schneider (Schülersprecherin, Stufe 12)

MCG: ein sauberer Platz zum Lernen

Die Schülervertretung des Marie-Curie-Gymnasiums plant auch im laufenden

Schuljahr, durch einen Wettbewerb die Schüler anzuspornen, aus ihrer Schule

einen persönlichen und sauberen Platz zum Lernen zu machen.

Schon im letzten Jahr feierte dieser Wettbewerb erfolgreich seine Premiere:

Die Klassen 7 bis 10 wurden dazu aufgerufen, über einen Zeitraum von mehreren

Wochen, ihre Klassenräume sauber und gepflegt zu halten, um somit eine

angenehme Atmosphäre zum Arbeiten und einladendes Bild nach außen zu

schaffen.

Dem Gewinner des Wettbewerbes gebührt ein zusätzlicher Wandertag im

laufenden Schuljahr. Im vergangenen Jahr war die heutige 9a erfolgreich.

Besonders beeindruckend war der Umstand, dass sich die Schüler auch am

Nachmittag getroffen haben, um ihren Klassenrum auf Vordermann zu bringen.

Die einzelnen Klassen überzeugten hier mit Kreativität und Engagement. Wände

wurden neu gestaltet und Fensterbänke mit Blumen versehen.

Die große Resonanz animierte nun die SV dazu, den Wettbewerb in einem neuen

Format weiterzuführen. Format und konkrete Umsetzung sind zurzeit noch in

Planung.

Wir freuen uns jedoch auch bei diesem Mal über Überraschungen seitens der

Schüler und hohen Einsatz.

Katharina Schneider (Schülersprecherin, Stufe 12)


Erprobungsstufe

Neue Mentoren im

Schuljahr 2008/09

Seit Beginn dieses Schuljahres haben 14

Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a-d das

verantwortungsvolle Mentorenamt übernommen:

Klasse 5a

Arabatzi, Christina (10a)

Dung Quan, Thi Thu (10a)

Lempke, Vanessa (10a)

Roeder, Nadja (10a)

Klasse 5b

Even, Rebecca (10a)

Hauser, Christian (10b)

Lohaus, Johannes (10b)

Vo Than, An (10a)

Klasse 5c

Demir, Dila (10b)

Gummersbach,Melina (10b)

Rohr, Lisa (10b)

Standau, Alina (10b)

Klasse 5d

Berdid, Khadija (10b)

Ersoy, Denise (10b)

Die Schülerinnen bemühen sich den Jungen und

Mädchen der neuen 5.Klassen den Übergang in

unsere Schule zu erleichtern. Dazu haben Sie sich

vorgenommen, Ansprechpartner für Fragen und

Probleme in ihrer Mentorenklasse zu sein. Durch

die Gestaltung gemeinsamer Nachmittage wollen

sie außerdem dazu beitragen, die neu

entstehende Klassengemeinschaft zu fördern.

Mittlerweile haben sich die Mentoren mit ihrer

neuen Aufgabe vertraut gemacht, sich bei ihren

Klassen vorgestellt und teilweise schon erste

Aktionen geplant. Außerdem werden sie ihre

Klassen beim Martinszug am 05.11.2008

begleiten.

Viel Erfolg und weiterhin gutes Gelingen. [Gab]

Erprobungstufe

Vorlesewettbewerb der 6

Zum 50. Mal findet in diesem Jahr der

bundesweite Vorlesewettbewerb aller sechsten

Klassen statt. Bis zum 15. Dezember werden auch

am MCG erst auf Klassenebene und dann

schulweit die besten Vorleser ermittelt.

Rufus Beck, der als Vorleser aller sieben Harry

Potter-Bände auf den Audio-Büchern den ohnehin

spannenden Werken noch mehr Leben verleiht,

kann sicher besser als viele andere wichtige Tipps

zum fesselnden Vorlesen geben:

„Bestimmte Tricks beim Vorlesen gibt es für mich eigentlich nicht. Ich glaube

nicht, dass man besser vorliest, wenn man alle paar Seiten einen Schluck

Wasser trinkt oder die Zunge in eine bestimmte Position dreht. Solche Regeln

sind Quatsch. Gutes Vorlesen ist Kopfarbeit. Am besten funktioniert es, wenn sich

der Vorleser dem Buch und den Charakteren öffnet. Man kann nicht distanziert

lesen. Wenn man als Vorleser überzeugen will, muss man sich auf die

Geschichte einlassen. Insofern hat gutes Vorlesen nur zum Teil mit Talent oder

einer guten Stimme zu tun. Das Wichtigste sind das Denken und die Fantasie.

Die Zuhörer merken, wenn man etwas unbedacht oder fantasielos vorliest. Dann

wird es langweilig. Gutes Vorlesen ist eben, wenn sich keiner langweilt.

Gegen die Aufregung beim Vorlesen habe ich ein einfaches Mittel. Ich teile den

Text, den ich vorlesen muss, gedanklich immer in kleine Portionen ein. Denn

wenn man einen langen Text vorzulesen hat, ist man ja meistens deshalb

aufgeregt, weil man so einen Berg vor sich sieht, den man bewältigen muss.

Dann wird man leicht nervös und kurzatmig. Deshalb ist es ganz wichtig, dass

man den Text in verschiedene Abschnitte unterteilt und sich beim Lesen Zeit

lässt.

Man liest etwas, macht gedanklich und beim Lesen eine Pause, wenn zum

Beispiel ein Punkt kommt oder ein Absatz zu Ende ist, und fängt danach in Ruhe

mit dem nächsten Abschnitt an. Denn als Vorleser muss ich dem Zuhörer ja auch

die Zeit lassen, das Gehörte zu verstehen. Die Pausen sind wie Trommelwirbel.

Die machen die Geschichte spannend. Und rhythmisch, wie Musik.

Wenn man sich mal verspricht, macht das auch nichts – um solche kleinen

Pannen kümmere ich mich gar nicht. Man darf sich als Vorleser nicht aus der

Ruhe bringen lassen. Wenn man sich von einem kleinen Patzer irritieren lässt,

wird man aufgeregt, verspricht sich womöglich wieder, wird noch aufgeregter –

das ist ein Teufelskreis. Dabei ist es überhaupt nicht schlimm, wenn man sich mal

verhaspelt. Man muss einfach nach vorne gucken, sich auf die nächsten Sätze

konzentrieren und in Ruhe weiter lesen. Dann fallen die meisten Versprecher den

Zuhörern auch kaum auf. Diese Vorleseregeln gelten für mich eigentlich immer –

egal, ob ich im Studio oder zu Hause im Kinderzimmer vorlese.“

(Rufus Beck)

Erprobungstufe

Unsere Klassenfahrt nach Ratingen

Am 15. September war es endlich soweit. Alle Kinder der Klassen 5a und 5b

trafen sich am Montagmorgen auf dem Lehrerparkplatz vor der großen Turnhalle.

Als die Busse endlich ankamen, verabschiedeten sich alle Kinder von ihren

Eltern. Das Gepäck wurde in Seitenfächer des Busses verstaut. Als alle Kinder im

Bus saßen, konnte es endlich los gehen. Die Fahrt dauerte ungefähr 45 Minuten.

Als wir ankamen, konnten wir erst mal die Landschaft erkunden oder Tischtennis

spielen. Nach einer guten halben Stunde wurden wir von Herrn Conrads gerufen,

um dann endlich unsere Zimmer zu sehen. Die Jugendherberge war von innen

genau so schön wie von außen. Wir gingen hoch in unsere Zimmer und viele

staunten nicht schlecht, denn wir hatten Türen zu den Nachbarzimmern. Wir

konnten uns also gegenseitig besuchen, ohne dass es bemerkt wurde. Danach

gingen wir in den Gemeinschaftsraum und dort erwartete uns schon das

Mittagsessen. Nun machten wir uns fertig, um an der Stadtrallye teilzunehmen.

Draußen trafen wir uns alle, damit wir losgehen konnten. Als wir in der Stadt

ankamen, teilten wir uns in Gruppen auf. Nach einer Stunde waren alle wieder am

Treffpunkt. Die Lehrer sammelten die Blätter mit den Antworten ein. Nun

kämpften wir uns zurück zur Jugendherberge, um dort zu Abend zu essen. Dann

hatten wir einen Spieleabend. Schließlich, als es schön dunkel war, machten wir

eine Nachtwanderung. Die war sehr spannend. Danach fielen wir in die Betten

und schliefen sofort ein. Das war ein schöner erster Tag!

Am nächsten Morgen wurden wir um sieben Uhr von Frau Vahedipour geweckt.

Dann gab es Frühstück. Es hat uns allen sehr gut geschmeckt. Danach sollten wir

uns Brote schmieren für eine sehr lange Wanderung zu einem Fußballfeld. Wir

wollten ein Fußballspiel gegen die 5a spielen. Leider stand auf einem Schild

geschrieben: „Das Betreten des Rasens ist verboten!“ Also konnten wir kein

Fußballspiel machen. Nun mussten wir den ganzen Weg wieder zurück laufen.

Als wir wieder zurück waren, wollten alle auf die Zimmer, um sich auszuruhen.

Nach kurzer Zeit fand aber vor der Jugendherberge das Fußballspiel doch noch

statt. Danach sagte Frau Vahedipour, dass wir im Wald verstecken spielen. Wir

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sollten uns mit Frau Vahedipour vor den Jungen

verstecken. Da die Jungen uns nicht gefunden

hatten, gingen wir wieder zurück. Als wir wieder

zusammen waren, hatten alle Zeit zum Spielen.

Ungefähr um 19 Uhr gab es Abendessen und

danach wurde eine Disco veranstaltet. Die ganze

Zeit über war es sehr schön! Dann fielen wir müde

in die Betten und schliefen ein.

Am dritten Tag nach dem Aufstehen beeilten wir

uns, um nach unten in den Gemeinschaftsraum

zum Frühstücken zu kommen. Nach dem

Frühstück gingen wir auf unsere Zimmer, um die

Koffer zu packen. Dann mussten wir unsere

Zimmer gut aufräumen. Wir trafen uns alle auf

dem Hof. Es blieb noch Zeit übrig zum Spielen.

Aber dann war es soweit! Der Bus kam, um uns

abzuholen. Wir packten unsere Koffer in den

unteren Kofferraum des Busses. Während der

Rückfahrt schliefen einige Kinder, aber die, die

wach waren, machten großen Krach. Als wir

ankamen, erwarteten uns die Eltern auf dem

Lehrerparkplatz an der Jostenallee. Wir begrüßten

sie und gingen traurig nach Hause, weil die

lustige, schöne Klassenfahrt schon zu Ende war.

Erprobungstufe

Lena, Noorlinah und Alexandra (5b)

Ramadanessen der 6c

ein gelungener Beitrag zur

Völkerverständigung

In der Klasse 6c gibt es neben den deutschen

Kindern eine Reihe von Schülerinnen und

Schülern mit Migrationshintergrund: ihre Eltern

kommen aus Polen, Serbien, Griechenland,

Portugal, Sri Lanka und der Türkei. Für diese

mehr oder weniger fremden Länder und die damit

verbundenen Kulturen ist im Schulalltag oft wenig

Platz. Das brachte die türkischen Eltern auf eine

Idee. In Zusammenhang mit dem Fastenmonat

Ramadan luden sie am 12. September alle Eltern

und Lehrer der Klasse zu einem Ramadanessen

ein.

„Wir möchten, dass Sie etwas von unserer Kultur

und Religion kennen und verstehen lernen. Es ist

uns eine Ehre, Sie einladen zu dürfen“,

begründete die Initiatorin Frau Kamir die

Entscheidung der türkischen Eltern. Mehr als 30

Personen folgten der netten Einladung, und

niemand hat es bereut.

Es wurde ein wunderbarer Abend. Der

Klassenraum der 6c wurde in einen festlich

geschmückten Speisesaal verwandelt. Pünktlich nach Sonnenuntergang sang

Herr Kamir ein muslimisches Gebet, danach begann – wie die Tradition es

vorsieht - mit einer Dattel das Fastenbrechen. Die türkischen Mütter, z.T.

unterstützt von Großmüttern und Töchtern, hatten ein großes, vielfältiges Buffet

gezaubert mit einer roten Linsensuppe, gefüllten Zucchinis und Paprika,

Fleischbällchen, gefüllten Weinblättern, verschiedenen Salaten,

selbstgebackenem Brot, tollen Nachspeisen u.v.m. Natürlich durfte auch Mante,

die traditionelle Fastenspeise, nicht fehlen. Neben dem Essen gab es auch viel

Zeit für interessante Gespräche und ein besseres Kennenlernen untereinander.

So kann man – verbunden mit einem großen Dank an die türkischen Eltern – von

einem sehr gelungenen Abend sprechen.

Mittelstufe

Zentrale Abschlussprüfungen 10

[Krä]

Die Ergebnisse der Zentralen Prüfungen in Klasse 10. Klasse (ZAP 10) für das

vergangene Schuljahr liegen jetzt vor. Ich versuche im folgenden Kommentar

darzustellen, wie sich die Ergebnisse unserer Schule im landesweiten Schnitt

widerspiegeln.

1.Im Fach Deutsch liegen die Ergebnisse der Schülerarbeiten im Schnitt leicht

über den landesdurchschnittlichen Ergebnissen: Die Abweichungen betragen

höchstens 4 Prozent. Die Noten und 1 und 2 sind überdurchschnittlich oft für

die Prüfungsergebnisse vergeben worden.

2.Im Fach Mathematik liegen die Ergebnisse unserer Schule unter dem

Landesdurchschnitt; im Notenbereich 1 und 2 landen lediglich 32 % unserer

Schüler – hingegen landesweit 54%. Dementsprechend sind die Ergebnisse im

Bereich 3 und 4 stärker: Wir fördern also erfolgreich mittlere

Begabungsschwerpunkte bei den Schülern.

3.In Englisch liegen die Ergebnisse der Prüfungsergebnisse an unserer Schule

weit über dem Landesdurchschnitt: In den Notenbereichen 1 und 2 ist das

Verhältnis 42% zu 33%.

Deutung:

In Englisch und Deutsch erzielen unsere 10. Klassen (leicht)

überdurchschnittliche Ergebnisse, in Mathematik eher verbesserungswürdige. Die

Fachkonferenzen sind aufgefordert diese Ergebnisse zu sichten, zu bewerten und

die weiteren Handlungsschritte zu beschließen.

[Hei]


Mittelstufe

Autumn Festivals and

Holidays in der 7c

Eigenartiges feiert man im englischsprachigen

Raum im Herbst. Guy-Fawkes-Day (GB),

Halloween (ursprünglich irisch) und Thanksgiving

(USA) erkundschaftete die Klasse 7c in Gruppen

in einem Unterrichtsprojekt. Texte und andere

Materialien mussten mit Leitfragen erschlossen

und informative Klassenposter erstellt werden.

Die alte Geschichte der Jack O’Lanterns wurde

nicht nur gelesen, sondern auch umgesetzt:

Dienstag nach dem Unterricht schnitzten viele

Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Fratzen-

Kürbisse im Amphitheater. Wie es in einem

Kürbis aussieht, fanden dabei einige auch höchst

eigenartig.

Diese beleuchteten Kürbisse bildeten dann den

passenden Tischschmuck am 31.10. zum

Halloween-Frühstück. Unter einem kunstvollen

Tafelbild voller blutender Buchstaben wurde ein

leckeres Buffet zusammengetragen.

Bei traditioneller englischer Musik gelang ein

stilvolles Breakfast – sehr zur Freude der 7c und

ihrer Klassenlehrerin Frau Gungler.

M. Homann (Klassenpflegschaftsvorsitzender 7c)

Mittelstufe

Ergebnisse der Lernstandserhebung 2008

Auch im vergangenen Schuljahr haben wieder alle 8. Klassen an der

Lernstandserhebung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch

teilgenommen. Dabei stand die Kompetenz „Schreiben“ in Deutsch und Englisch

im Vordergrund, in Mathematik die Kompetenz „Werkzeuge“.

Für die Jahrgangsstufe ergibt sich dabei insgesamt ein zufriedenstellendes Bild,

vor allem im Fach Englisch schnitten alle Klassen überdurchschnittlich gut ab:

Die Schülerleistungen wurden in Kompetenzniveaus 1-4 eingeteilt. Die Grafik

stellt den prozentualen Anteil der erreichten Kompetenzniveaus dar. Die nach

unten gerichteten Pfeile verdeutlichen, dass die Ergebnisse aller

Vergleichsgruppen schlechter waren als die unserer Jahrgangsstufe 8 – oder

anders ausgedrückt: unsere 8 war besser als die anderen. Auf der Grundlage des

Einzugsgebietes ist unsere Schule dem Standorttyp 1 zuzuordnen. Im Fach

Englisch sind die Ergebnisse aller Klassen aber auch signifikant besser, als das

durchschnittliche Ergebnis der Vergleichsgruppe des Standorttyps 2.

Im Fach Deutsch unterscheiden sich die durchschnittlichen Ergebnisse der

Vergleichsgruppen nicht signifikant von den Leistungen unserer Schüler, sowohl

für die Schulform insgesamt als auch für die Standorttypen 1 und 2. Ein etwas

differenzierterer Vergleich zeigt, dass das Kompetenzniveau 4 im Fach Deutsch

etwas seltener erreicht wird, als in den Vergleichsgruppen, dafür das

Kompetenzniveau 3 deutlich häufiger.

Auch in Mathematik sind die durchschnittlichen Ergebnisse der Jahrgangsstufe 8

am MCG besser als die aller Vergleichsgruppen. Dieses positive Gesamtergebnis

variiert für die einzelnen Klassen, jedoch wird in jeder mindestens ein den

Vergleichsgruppen entsprechendes Ergebnis erreicht.

[Gab]

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Mittelstufe

Besuch der JUBS

Vergewaltigung, Essstörungen, Mobbing,

Schwierigkeiten im Elternhaus sind nur einige der

Probleme, die den Schülerinnen und Schüler der

Klasse 7a bei Ihrem Besuch in der

Jugendberatungsstelle des Evangelischen

Kirchenkreises Gladbach-Neuss, kurz JUBS, in

der Drususallee 81 als Aufgabengebiet vorgestellt

wurden.

Im Anschluss an eine Literaturreihe im Fach

Deutsch zu verschiedenen Problemfeldern

Jugendlicher sollte mit diesem Besuch kurz vor

den Sommerferien eine Möglichkeit der Hilfe

aufgezeigt werden. Die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter empfingen die Klasse herzlich und

teilten sie gleich in eine Jungen- und eine

Mädchengruppe, denn erfahrungsgemäß sind die

Probleme der Geschlechter doch oft sehr

unterschiedlich. Frau Wietzker, die Leiterin der

Einrichtung, thematisierte neben der

Missbrauchsgefahr vor allem Essstörungen, die in

zunehmendem Maß bei scheinbar ganz

unauffälligen Schülerinnen auftreten. In einer sehr

angeregten Atmosphäre konnten die Schülerinnen

hier im persönlichen Kreis Fragen und

Erfahrungen loswerden, sie haben die Entwicklung

zu den „Mageridealen“ der Gegenwart kennen

gelernt und Ergebnisse ihrer Unterrichtsreihe

einbringen können.

Die Jungen wurden von dem Psychologen Herrn

Williams und dem Sozialarbeiter Herrn Thiemann

betreut. Nachdem sich das Gespräch unter

Männern zunächst noch etwas zögerlich

gestaltete, waren es dann aber vor allem die

typischen Rollenerwartungen an Jungen, die zu

einer regen Diskussion animierten. Dass die

Mitarbeiter der JUBS bei allen Problemen

Jugendlicher von 13-27 Jahren jederzeit zur Seite

stehen, wurde in den Gesprächen ebenso

deutlich, wie das Vertrauen, das die

Ratsuchenden durch die Schweigepflicht der

professionellen Helfer genießen können.

Für viele Jugendliche konnten an diesem Tag

Hemmschwellen abgebaut und sicherlich

Hilfsangebote im Notfall aufgezeigt werden, die sie

immer persönlich oder telefonisch unter (02131)

270 33 erreichen können.

Mittelstufe

Klassenfahrt nach Limburg

[Vor]

An einem Septembermontag nahmen wir, die

Klasse 8d, Platz im Reisebus, der uns nach

Limburg bringen sollte. Dort erwartete uns der

erste Schock: Nachdem das Mittagessen verspeist

und abgeräumt war, sollte es bis zum Abendessen

noch fünf Stunden dauern. Langeweile kam trotz

des Wartens nicht auf, da Frau Gabriel und Herr

Wiesensee eine Stadtrally für uns geplant hatten.

Nachdem wir durch die schönen, aber

verwinkelten Gassen Limburgs gehetzt worden

waren, ließ man uns noch etwas Zeit, um die Stadt zu besichtigen. In kleinen

Grüppchen machten wir uns auf zu Pizzerien, Eisdielen, Souvenirläden,

Pralinengeschäften und einem Gummibärchenladen. Auch zu bestaunen waren

die alten Fachwerkhäuser, über die wir später noch aufgeklärt werden sollten.

Um achtzehn Uhr gab es dann endlich das lang ersehnte Abendessen, das für

eine Jugendherberge außerordentlich gut schmeckte. Als es dann dämmerte,

brachen wir zu einer Nachtwanderung auf, von der wir aber bis zehn Uhr

zurückgekehrt sein mussten, um die Nachtruhe des Hauses nicht zu stören.

Am Dienstag erwartete uns die erste Kanutour, zu der wir mit der Bahn an eine

einige Kilometer entfernte Stelle der Lahn fuhren. Nach halbstündigem Im-Kreis-

Fahren durften wir endlich die erste Schleuse passieren, doch was uns danach

erwartete, war alles andere als leicht. Umso fröhlicher waren wir dann, als wir

einigermaßen pünktlich zum Abendessen die Jugendherberge erreichten - vor

allem die Besatzung des Viererkanus, die ins Wasser gefallen war. (Wer an der

Lahn einen Schuh findet, möge es uns bitte melden!)

Am Abend desselben Tages fand noch ein lustiger Rollentausch statt, bei dem

Jungen zu Mädchen wurden und Mädchen zu Jungen. Am folgenden Tag hatten

wir offiziell einen freien Tag. Inoffiziell jedoch hatten wir ein volles Programm.

Zuerst wurde das Chaosspiel gespielt, das seinem Namen alle Ehre machte!

Als dieses dann beendet war, kamen wir zur nächsten Aktivität. Eine

Stadtführung! Uns wurde die Geschichte der Stadt, der Fachwerkhäuser und

vieles mehr berichtet. Uns kam der Bericht interessant vor, aber wir hatten den

Einrduck, dass das nicht auf alle unsere Mitschüler zutraf. Zuletzt grillten wir am

Abend. Wir mussten einen Grillmaster aus unseren Reihen stellen, der uns dann,

gemeinsam mit Herrn Wiesensee, mit Fleisch und Würstchen versorgte. Mit

gefüllten Mägen legten wir uns nach dem gemeinsamen Lagerfeuer glücklich in

unser Bett, um noch die halbe Nacht aufzubleiben.

Am Donnerstag hieß es erneut Kanufahren. Diesmal hatten wir schon Erfahrung.

Darum kamen wir nach einer abermals anstrengenden, aber schönen Fahrt, mit

sämtlichen Schuhen zurück. Am Abend waren dann gemeinschaftliche Aktionen

angesagt. Wir spielten Menschenmemory, eine Abwandlung des beliebten

Denkerspiels. Nachdem dieses Spiel beendet wurde, wurden Zettel mit

verschiedenen Begriffen verteilt. Nach diesen sollten wir uns zusammenfinden

und eine Mülltüten-Modenschau vorbereiten. Über den Spaßfaktor dieser Aktivität

sind wir Autoren uns etwas uneins.

Nach der Mülltüten-Modenschau durften wir ausnahmsweise eine halbe Stunde

länger aufbleiben, da eine unserer Mitschülerinnen am nächsten Tag Geburtstag

hatte, wir aber nicht hinein feiern durften. Diese Zeit wurde für verschiedene

Zwecke genutzt.

Am nächsten Tag war Aufbruchstimmung. Schnell waren alle mit dem Packen

fertig. Wir sollten nach Hause fahren. Einige Schüler wollten noch sehr gerne

bleiben, andere wiederum freuten sich auf ihr eigenes Bett.

Als wir dann jedoch in die Nähe der Heimat kamen, überwog dann doch die

Freude. Diese hielt bis Sonntag, als uns einfiel, dass am Montag ja wieder Schule

war!

Fiona Sironic und Tobias Schegerer (Klasse 8d)


Mittelstufe

Canterbury

Von Montag, dem 8., bis Freitag, dem 12.

September, fuhren die Klassen 8a und 8b nach

Sturry, einem kleinen Vorort von Canterbury.

Wir fuhren Montag morgen mit einem Bus los und

kamen mittags in Calais, Frankreich, an. Dort

nahmen wir die Fähre über den Ärmelkanal nach

Dover. Danach fuhren wir ungefähr noch eine

Stunde nach Sturry, sodass wir gegen 18.30 Uhr

ankamen. Unsere Gastfamilien, die uns für diese

fünf Tage beherbergten, erwarteten uns schon

und empfingen uns herzlich. Die Anreise dauerte

einen ganzen Tag, aber wir hatten ja schließlich

noch ein spannendes Wochenprogramm vor uns.

Am nächsten Tag erkundeten wir Canterbury. Dort

genossen wir zunächst eine Führung durch die

mittelalterliche Stadt und die wunderschöne

Kathedrale. Wir besichtigten die Westgate Towers

und machten anschließend eine Stadtrallye.

Natürlich gaben uns die Lehrer auch viel Freizeit,

um die Stadt in kleineren Gruppen zu erkunden,

was viele zu Einkäufen inspirierte. Abends hat

eine kleine Gruppe noch den Gottesdienst in der

Kathedrale besucht.

Mittwochs fuhren wir nach Dover, um dort Dover

Castle und die berühmten „White Cliffs“ zu

besichtigen, die uns schon bei der Ankunft

begrüßt hatten. Außerdem machten wir einen

Abstecher in den typischen Badeort Hastings, wo

die meisten von uns zum ersten Mal Fish and

Chips probierten. Danach ging es in die

benachbarte Hastings Battle Abbey, wo sich 1077

das Schicksal Englands entschieden hatte.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir nach Sandwich,

wo wir selbständig die Stadt erkunden durften.

Dort gab es zum Beispiel eine wunderschöne

kleine Kirche. Danach ging es an einen schönen,

weißen Strand, an dem wir entspannten,

Muscheln sammelten, aßen und einfach Spaß

hatten. Das war für uns alle sicherlich ein

absolutes Highlight der Fahrt. Anschließend führte

unser Programm zuletzt nach Margate, einer

Touristenstadt. Jedoch gab es in dieser nicht viel

mehr zu sehen als Spielhallen und eine ziemlich

schmutzige Innenstadt, den Besuch diese Ortes

hätten wir uns durchaus sparen können, zumal es

nun zum ersten Mal auch zu regnen begonnen

hatte. Die Spielhallenbesitzer haben sich

allerdings über unseren Besuch gefreut, da die

restlich Bargeldbestände hier ihre letzte

Ruhestätte gefunden haben.

Am Donnerstagabend trafen wir uns alle noch einmal auf einem, mitten im Ort

gelegenen Spielplatz, wie auch an den Abenden davor, doch diesmal sollte es

das letzte Mal sein, denn am Freitag ging es wieder

nach Hause.

Aus meiner Sicht war es eine sehr amüsante und

natürlich auch lehrreiche Klassenfahrt. Wir

bekamen durch das Leben in Gastfamilien einen

Einblick in deren englischen Alltag. Die meisten von

uns hatten sehr viel Glück mit ihren Familien,

einige andere eher weniger. Natürlich sind wir

äußerst dankbar, dass sich überhaupt Familien

dazu bereit erklärt haben, uns aufzunehmen. Es

hat sich in jedem Punkt gelohnt, nach England zu

fahren, da wir unser über drei Jahre erlerntes

Englisch endlich einmal „richtig“ anwenden

konnten. Die langen Fahrten mit dem riesigen Reisebus und dem wenig

freundlichen Busfahrer waren bestimmt nichts Negatives, denn langweilig wurde

uns mit unseren Freunden um uns herum nie. Wie auch? Außerdem waren die

Fährüberfahrten eine gelungene Abwechslung auf der Reise. Abschließend lässt

sich sagen: Ich würde die Klassenfahrt in jedem Fall wieder so haben wollen.

Mittelstufe

Leonie Mevissen und Annika Baltes (8a)

Eifel oder England? – keine leichte Wahl

Mit eigenen Augen die im Englischbuch beschriebenen „White Cliffs of Dover“

sehen, die Kathedrale von Canterbury erkunden, in der J. K. Rowling die Vorlage

für den goldenen Schnatz fand, den historischen Boden der

Entscheidungsschlacht um England 1066 bei Hastings betreten oder „Fish and

Chips“ in einem typischen englischen Seebad genießen: scheinbar traumhafte

Perspektiven für eine Klassenfahrt der Mittelstufe.

Genau diese erfüllen sich in den letzten Jahren regelmäßig für die Schüler der

bilingualen Klassen, die südenglische Reiseziele ansteuern. Die Unterbringung in

- kommerziellen - Gastfamilien verspricht authentische Einblicke in die häusliche

Kultur der Briten inklusive mangelnder Privatsphäre papierdünner Wände und der

Gemütlichkeit von Elektro-Kamin-Imitationen. Nicht-bilinguale Klassen mögen sich

angesichts solcher Reize auf den ersten Blick zurückgesetzt fühlen – erobern sie

doch eher die Eifel, das Oberbergische oder den Mittelrhein.

Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Unerwähnt bleibt meist die lange An- und

Abreise nach England. Während die einen sich bereits in der ersten Seilschaft am

Berg, der Kletterwand oder einem Hochseilgarten gegenseitig sichern, sehnen die

Ersteren endlich die Ankunft einer 10-stündigen Busfahrt herbei. Kaum

angekommen wird die Gruppe der Englandfahrer auch schon wieder getrennt

ohne Möglichkeit einer gemeinsamen abendlichen Unternehmung, denn um

20.00 Uhr ist Zapfenstreich im Reich der Queen. In den Gastfamilien herrscht

Ruhe, während in der Eifel die Geduld der Begleiter in nächtlichen

Verfolgungsjagden erprobt wird. Meist bieten die Gruppenunterkünfte der

Jugendherbergen auch verschiedene Aktivitäten am Abend an: Grillen, Disco,

Nachtwanderungen o.Ä. Am Tag erweitern gruppendynamische

Herausforderungen nicht nur die persönliche Kreativität und den

Erfahrungshorizont, sie steigern durch die Überschreitung persönlicher Grenzen

auch das Selbstwertgefühl und festigen vor allem durch vertrauensbildende

Übungen den Zusammenhalt der Klasse. Nicht selten erkennen die

unterrichtenden Lehrer eine Klasse nach Rückkehr aus der grünen Hölle kaum

wieder: Die Stimmung ist rücksichtsvoller, der Umgang vertrauensvoll und

Hückeswagen erhält in den Erzählungen den Charakter eines

mittelamerikanischen Dschungelgebiets.

Die Entscheidung zwischen Eifel und England ist also keineswegs die Trennung

von peinlich und posh, sondern zwischen kulturellem bzw. gruppendynamischem

Gewinn. Als Klassenlehrer einer bilingualen Klasse war ich im Vorfeld gar nicht zu

jedem Zeitpunkt davon überzeugt, dass England das richtige Ziel sei. Als meine

Klasse eine kritische Phase innerer Spannungen durchlebte, hätte ich mir eine

erlebnispädagogische Fahrt in den Dschungel von Wipperfürth dringend

gewünscht. Überlegen Sie also genau, welches Ziel für Ihre Kinder sinnvoll ist!

[Vor]

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

Oberstufe

Abiturfeier 2008

Dicht saßen Eltern, Lehrer und Freunde in der

neuen Aula, deren verkleidete Fenster noch von

den andauernden Renovierungsarbeiten zeugten.

Zum erste Mal saß ein Großteil der Abiturienten

auf der Bühne, wodurch sie zurecht in den Fokus

dieser Abschlussfeier rückten.

Der Schulleiter, OStD Andreas von Vultée,

entschuldigte sich für die schleppende Abwicklung

der Baumaßnahmen und damit verbundene

Unannehmlichkeiten bei den Anwesenden, für

deren Verzögerung er unermüdlich bei dem

Schulträger ankämpfte.

Der diesjährige ist der 30. Abiturjahrgang und

zugleich derjenige mit einer der besten

Durchschnittsnoten, die trotz der schwierigen

Mathematikaufgabe deutlich über dem

Landesdurchschnitt liegt. Dabei haben sich

beispielsweise fast alle Teilnehmer des Mathe LK

in den Abschlussprüfungen verbessert.

62 von den 64 angetreten Prüflingen haben in

diesem Jahr das Abitur erfolgreich bestanden,

davon 20 mit einem Durchschnitt unter 2,0 -

zweimal sogar mit 1,0 : Darja Kremel u. Rajevann

Uthayakumar. Beide erhielten ein Buchpreis des

Fördervereins für diesen Erfolg. Darüber hinaus

wurden beide für ein Stipendium der

Studienstiftung des deutschen Volkes

vorgeschlagen. Darja erlangte sogar das beste

Abiturergebnis im Rhein-Kreis Neuss.

Der Jahrgang zeichnete sich vor allem durch

seinen Ehrgeiz bei Bundeswettbewerben aus. Ein

allgemeiner Trend spiegelte sich in diesem

Jahrgag wider: Die Mädchen schnitten im

Allgemeinen erfolgreicher ab als die Jungen.

OStR Reinhard Meissner als Vertreter der Lehrer

eröffnete seinen Beitrag musikalisch und verwies

auf die soziale Verantwortung der Abiturienten in

ihrem zukünftigen Leben, die sie mit ihrem

Bildungsabschluss und dem Aufbruch in die Welt

zugleich übernähmen.

Herr Jean Breuer griff als Elternvertreter einerseits

die Reformen der aktuellen Schulpolitik

andererseits die Herausforderungen der

Globalisierung als Anlass auf, die Bedeutung von

Bildung als Vorbereitung auf das Leben

hervorzuheben. Zugleich stellte er das besondere

Engagement der Eltern dieses Jahrgangs sowie

des Fördervereins heraus, deren Beiträge das

Schulleben bereicherten und viele Projekte der

jüngeren Vergangenheit mit betrieben. Er ließ es

sich auch nicht nehmen, Herrn von Vultée

ausdrücklich für sein außerordentliches

Engagement für die Schule zu danken, durch das

das MCG eine Spitzenposition in Neuss

einnehmen konnte.

Dieter Steins erinnerte an den Gründer der Carl-

Steins-Stiftung, sein Leben und Werk, das

schließlich in der Förderung begabter und

bedürftiger Schülerinnen und Schüler mündete.

Zzt. werden zehn ehemalige Abiturienten des

MCG mit monatlichen Zuwendungen unterstützt.

In diesem Jahr freute sich Marius Braun über die Plakette und ein monatliches

Stipendium von 300,- Euro.

Darja Kremel erhielt als beste Chemikerin einen Buchpreis vom Verband der

Chemischen Industrie Niederrhein ebenso wie den Theodor-Schwann-Preis für

die beste Naturwissenschaftlerin zusammen mit Tina Schulze. Als bester

Mathematiker wurde Rajevann Uthayakumar ausgezeichnet, ebenso wie er als

bester Physiker den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielt.

Sera Sarim und Alexandra Kleimann teilten sich als Punktgleiche den Preis der

Sparkasse Neuss für die beste Leistung in Sozialwissenschaft. Michelle-Marie

Breuer durfte sich schließlich über den Apollinaire Preis der Robert-Bosch-

Stiftung als beste Schülerin im Fach Französisch freuen.

Dr. Bernd Wibbe beglückwünschte die Abiturienten seitens des Fördervereins zu

diesem hervorragenden Abschluss. Die musikalische Untermalung des festlichen

Rahmens gestalteten die Abiturientin Norina Bitta auf der Querflöte und vor allem

Tobias Löffler am Flügel zusammen mit Johanna Goldkamp bzw. Anja Jablonka.

Oberstufe

Naturwissenschaft als Erfolgsrezept?

- Gauß gilt nicht mehr -

[Vor]

Zweifellos war der letzte Abiturjahrgang besonders leistungsstark. In seinem

Ergebnis zeichnet sich zugleich ein Trend ab, den viele Kollegen seit Jahren zu

beobachten glauben: Etliche leistungsstarke und motivierte Schüler grenzen sich

in der Statistik von einer breiten Masse durchschnittlicher oder eben

unterdurchschnittlicher Oberstufler ab. Eine so genannte Gaußsche

Normalverteilung mit einer statistisch wahrscheinlichen Häufung mittlerer

Ergebnisse ist dadurch nicht mehr gegeben.

Zumindest den Vorteil hat das Zentralabitur: Leistung wird vergleichbarer und

damit messbar. Und die Grafik ist imposant:

Die Durchschnittsnote aller Abiturienten am MCG liegt bei 2,5 und in den sehr

guten Abitur-Durchschnittsnoten übertrifft dieser Jahrgang die landesweite

Verteilung um das Doppelte bzw. Dreifache! Die besondere Leistung der

Naturwissenschaftler wird aber in den fachspezifischen Grafiken deutlich:

Die Hälfte des Chemie Leistungskurses hat eine 1 in der Abiturprüfung erreicht

und war damit dreimal besser als der Durchschnitt der Abiturienten in NRW.

[Vor]


Oberstufe

Deutsche

SchülerAkademie 2008

Papenburg. 93 Schüler und Schülerinnen aus

ganz Deutschland treffen aufeinander, um die

Freuden des gemeinsamen Lernens zu teilen. -

Klingt utopisch, wurde aber diesen Sommer durch

die Deutsche SchülerAkademie wieder einmal

Wirklichkeit. Im März bewarb ich mich für einen

Intensivkurs auf Universitätsniveau während der

Sommerferien zu einem Thema meiner Wahl,

zusammen mit tausenden anderen Bewerbern von

Schulen in Deutschland und Deutschen Schulen

im Ausland. Das Angebot an Kursen war immens

und weit gefächert - von Naturwissenschaften

über Politik und Wirtschaft bis zu künstlerischen

Themenbereichen war alles zu finden und für

jeden etwas Passendes dabei. Zwar bekam ich

nicht meine Erstwahl „Zur Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft Europas“ zugeteilt,

sondern eine meiner Alternativangaben

„Gatekeeper des Internets – Suchmaschinen:

Technische Revolution und medienpolitisches

Debakel“, aber dennoch war ich hochzufrieden

und äußerst gespannt.

Schon bei der Hinfahrt zum Veranstaltungsort

Papenburg stellte ich fest, dass die

SchülerAkadamie meine Erwartungen übertreffen

würde. Die selbst organisierte Gruppe (Zug-

Fahrgemeinschaft) fügte sich sofort nahtlos zu

einem dynamischen Team zusammen und,

obwohl wir uns alle gerade erst kennengelernt

hatten, wurde es nie still zwischen uns, da sich

jeder etwas zu erzählen hatte und auch

entsprechendes Interesse auf der Gegenseite

bekundet wurde. Dieser erste, überaus positive

Eindruck von der Akademie als Gemeinschaft,

blieb auch im Verlauf der nächsten zehn Tage

bestehen, die wir alle zusammen verbrachten. Es

war für viele ein völlig neues Erlebnis, auf

gleichermaßen interessierte wie talentierte Schüler

zu treffen, die genug Motivation dazu aufbrachten,

während der Sommerferien zu arbeiten und auf

besondere Art und Weise zu lernen. Denn allein

schon rein fachlich betrachtet bot die

Akademiearbeit ein Paradies für den weltoffenen,

wissbegierigen Menschen: Unsere Kurse wurden

von außerordentlich engagierten und fachlich

kompetenten Leitern gestaltet, deren Inhalt

speziell auf eine leistungsstarke Gruppe

abgestimmt und in täglich fünfstündiger intensiver

Zusammenarbeit erworben.

Die Arbeit in meinem Kurs fokussierte die ganzheitliche Betrachtung von

Suchmaschinen, sowohl im gesellschaftlichen als auch im technischen Kontext.

Wir Teilnehmer präsentierten uns gegenseitig in Form von Referaten, die wir im

Vorfeld der Akademie vorbereitet hatten, die grundlegenden Fragestellungen im

Themenfeld der Suchmaschinen. Was passiert, wenn eine Suchanfrage gestartet

wird? Wie werden die Suchergebnisse sortiert? Dazu gehörte auch die

Auseinandersetzung mit technischen Themen wie Webcrawlern, dem invertierten

Index, dem Standard Boolean Model, Java, Lucene und dem Vector Space Model

sowie der durch Google bekannt gewordenen Technik des „PageRank“. Zudem

wurden auch gesellschaftliche Fragestellungen vorgestellt und diskutiert: die

Geschichte der Suchmaschinen, der Unterschied zwischen „Alten“ und „Neuen“

Medienunternehmen, die Besonderheiten von Suchmaschinen in Bezug auf

Jugendschutz und globale Märkte sowie die Probleme von Suchmaschinen-

Benutzern im privaten Umfeld, aber auch im Kontext der journalistischen

Recherche. Im Anschluss an die Referate und Diskussionsrunden wurden die

erlernten technischen Strategien praktisch eingesetzt: Wir implementierten selbst

eine Suchmaschine, die in der Lage ist, Dokumente auf dem eigenen Computer

zu indizieren und durchsuchbar zu machen.

Auch zwischenmenschlich wurde der Drang nach Neuem und nach Erlebnissen

befriedigt. Denn neben den fünf Stunden Kursarbeit wurden natürlich auch die

übrigen neunzehn Stunden des Tages voll ausgenutzt. Sei es durch Gespräche

und neue Bekanntschaften oder durch die sogenannten KüAs (kursübergreifende

Aktivitäten), die von den Teilnehmern selbst organisiert wurden - ein

durchschnittlicher Akademieteilnehmer kam pro Nacht höchstens für fünf Stunden

zur Ruhe, und das auch nur, damit er den nächsten, ereignisreichen Tag

einigermaßen gut überstehen würde. Denn die KüAs gestalteten sich derart

vielfältig und umfangreich, dass es unmöglich war, alles zu erleben. Und so

musste schweren Herzens zwischen Tanzen, Chor, Orchester, Band, Spielen,

Jonglieren, Improvisationstheater, Volleyball, Joggen und noch vielen weiteren

Aktivitäten selektiert werden. Außerdem stand noch ein größerer Ausflug und je

nach Belieben auch Radtouren durch die beschauliche, schöne Kleinstadt zur

Auswahl.

Umso verständlicher ist somit die Reaktion der Teilnehmer, die sich mittlerweile

sehr ans Herz gewachsen waren, auf den viel zu frühen Abschied nach Ende der

Akademiezeit. Nicht selten unter Tränen wurden sich Wiedersehen versprochen,

letzte Fotos ausgetauscht, Adressen gesammelt und - wie konnte es anders sein

- die ersten Ideen für die kommenden Nachtreffen entwickelt. Dieses ließ auch

nur zwei Wochen auf sich warten, denn für alle Teilnehmer war der Gedanke an

die Rückkehr in das Alltagsleben ohne die neu geschlossenen Freundschaften

und Bekanntschaften mehr als traurig. Und auch wenn wir nun zurück in die

gewohnte Umgebung gefunden haben, wurden doch alle durch die gewonnenen

Eindrücke, das neue Wissen und vor allem die entstandenen Freundschaften

sehr stark geprägt.

Fachbereiche

Teresa Werner (Stufe 13)

Klasse 6c – erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb BioLogisch:

„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“

Kann man Äpfel mit Kartoffeln vergleichen? Unter welchen Bedingungen keimen

Apfelkerne? Wie genau ist eine Apfelblüte aufgebaut? Was steckt hinter dem

Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“?

Erneut forderte der Schülerwettbewerb „bio-logisch!“ im Frühsommer dieses

Jahres die Schülerinnen und Schüler des Landes heraus, sich mit kreativen

Aufgaben aus dem Bereich der Biologie auseinanderzusetzen. Und die

Schülerinnen und Schüler des Landes nahmen die Herausforderung an: über

5.120 Einsendungen aus ganz NRW, davon alleine knapp 3.250 aus den Klassen

5 bis 6, gingen bei der „bio-logisch!“ -Redaktion ein.

Dieses Mal drehte sich alles um den Apfel, der ja bekanntlich nicht weit vom

Stamm fällt.

Die ehemalige Klasse 5c - jetzige 6c - nahm unter der engagierten Regie der

Referendarin Fr. Kiraly und angeleitet durch ihren Ausbildungslehrer Hr. Röck

erfolgreich an diesem Landeswettbewerb teil.

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Einen Teil der Aufgaben wurden gemeinsam mit

der ganzen Klasse im regulären Biologieunterricht

erarbeitet – z.B. die Untersuchung der Apfelblüte,

das Legen eines Blütendiagramms oder die

Keimungsversuche mit Apfelkernen. Die Schüler

haben mit großem Interesse die Aufgaben

bearbeitet und einiges Wissenswertes rund um

den Apfel dazu gelernt.

Neben dem regulären Unterricht haben sich

interessierte Schüler zusätzlich nachmittags in der

Schule getroffen und sich weiter mit dem Apfel

beschäftigt, z.B. eigenständig in kleinen Gruppen

Experimente geplant, Besonderheiten der

Apfelfrucht herausgearbeitet und vieles mehr.

Einige Schüler haben außerdem zu Hause

Experimente durchgeführt und auch einiges an

ihrer Freizeit geopfert, um alle erforderlichen

Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten. So konnten

insgesamt 12 engagierte Schülerinnen und

Schüler ihre Ausarbeitungen einreichen.

Nach den Herbstferien war es dann endlich

soweit: Die Ergebnisse sowie die Urkunden

wurden vom Schulleiter, Herrn Schüttler, feierlich

überreicht. Neben den Glückwünschen und

Anerkennung für den tollen Erfolg, bekamen die 3

bestplatzierten Schülerinnen zusätzlich noch

Buch- und Sachpreise überreicht.

Zu den erfolgreichen Teilnehmer und

Teilnehmerinnen gehören:

Anna Zipse, Christian Dissen, Denise

Dankelmann, Hannah Krimmer, Inessa Averin,

Kristin Hemmerden, Lisa Foerster, Marcel Gayk,

Michelle Czekalla, Michelle Mondry, Ramona Heil,

Rumeysa Ercan

Fünf dieser Schüler gehören dabei zu den 25%

Besten ihres Alterjahrgangs und haben eine

Urkunde mit Platzierungsangabe erhalten. Zu

ihnen zählen

Michelle Czekalla

Anna Zipse

Lisa Foerster

Marcel Gayk

Denise Dankelmann

Michelle Czekalla erzielte dabei die erfolgreichste

Platzierung der Klasse und zählte sogar zu den

10% Besten ihres Altersjahrgangs.

Herzlichen Glückwunsch!

[Kir]

Erprobungsstufe

Achtung - Tiga auf Besuch bei der 5b!

Doch, ihr habt schon richtig gelesen, natürlich keine Tiger, sonder „Tiga“. Sie ist

nämlich ein Katze, kommt aus Polen und hat dort auch ihren Namen bekommen.

Tiga ist die Katze von Nicole Schulz, Schülerin in der 5b, und sie hat auch ihren

Vater dazu überredet, das Tier zu einer Biologie-Stunde mitzubringen. Als Herr

Schulz dann mit der Katze im Unterricht erschien, waren natürlich alle begeistert

und etwas aufgeregt - natürlich erst recht Tiga. Ganz vorsichtig hob Herr Schulz

das Kätzchen aus einer Transporttasche und es erkundete nach einer Weile

seine ungewohnte Umgebung und miaute dabei.

Tiga hat gleich die Herzen aller

Kinder gefunden, denn sie ist

eine sehr schöne Katze mit

einem weißem Fell an der

Unterseite und bräunlich

gefleckt an der Oberseite und

ihre Augen sind hellgrün mit

einer tief dunklen Pupille.

Nachdem wir das Tier ein

Weilchen beobachtet hatten,

durften wir Fragen stellen und

haben einiges Interessantes in Erfahrung bringen können. Nicole hat erzählt,

dass Tiga einen Kratzbaum hat, den sie aber nicht oft benutzt. Sie kratzt lieber an

nassen Jacken oder am Sofa, worüber die Besitzer natürlich nicht erfreut sind.

Tiga klettert auch gerne durchs offene Fenster auf das Dach. Sie trinkt meistens

Wasser und seltener Milch. Wenn Tiga Hunger hat, beißt sie manchmal leicht in

den Finger oder sie schmust um die Beine. Zur Ernährung bekommt sie gesundes

und spezielles Katzenfutter, aber sie nascht auch gerne, wenn man nicht

aufpasst. Wenn Tiga etwas in der Luft fliegen sieht, zum Beispiel eine Motte,

erwacht in ihr der Jagdinstinkt und sie versucht dann das Insekt zu erbeuten.

Dann muss man zerbrechliche Sachen schnell in Sicherheit bringen. Nicole hat

auch erzählt, dass Tiga, wie die meisten Katzen, nicht gern badet. Wenn Sie

müde ist, legt sie sich meist zum Schlafen seitlich neben die Bettkante.

Zum Schluss durften wir die Katze sogar

streicheln. Zunächst ließ sie sich das gerne

gefallen, aber nach einiger Zeit war ihr das

dann doch zu viel und sie versuchte zu

flüchten. Herr Schulz hatte danach einige

Mühen, Tiga zurück in die Transporttasche

zu befördern, was ihm nach einigem

Versuchen auch gelang. Zur

Verabschiedung bedankten wir uns beim

Herrchen und Tiga mit einem kräftigen

Applaus, denn es war für uns eine sehr

unterhaltsame und lehrreiche Biologie-Stunde. Da noch genügend Zeit blieb,

fassten wir unsere Eindrücke und die erhaltenen Informationen in einem kleinen

Bericht zusammen. Hoffentlich kommt bald wieder ein Tier zu Besuch in den

Unterricht.

Berit Kalus, Chantal Köster, Noorlinah Schankin, Nicole Schulz (Klasse 5b) / [Rö]


Chemie

Trockener Chemieunterricht?

– Nicht bei „LabLive“!

fünf Tage zu Gast in einem der

modernsten Chemieparks in Deutschland

Eine Woche bei Bayer-Dormagen im Chemie-

Ferienkurs bietet die einmalige Möglichkeit, auch

die „praktische“ Seite dieser Naturwissenschaft

kennenzulernen, mit den verschiedensten

Apparaturen zu arbeiten und nebenbei auch einen

Einblick in das Berufsleben zu erhalten.

Der Ferienkurs fand im Herbst 2008 im

Berufsbildungszentrum der Firma CURRENTA für

jeweils 15 Schülerinnen und Schüler aus dem

Rhein-Kreis Neuss statt. In der ersten

Ferienwoche hatten Schülerinnen und Schüler der

Stufen 7-8, in der zweiten Woche diejenigen der

Stufen 9 und 10 Gelegenheit, dieses Angebot der

neuen Begabungsförderungsinitiative des Rhein-

Kreises zu nutzen, für das sie von ihren

Chemielehrern ausgewählt worden waren. Fünf

ausgefüllte Tage lang experimentierten wir im

Labor und besichtigten das knapp 6 km² große

Gelände des ChemParks Dormagen.

Am ersten Tag machten wir nach einer kurzen

Einführung in die Sicherheitsvorkehrungen eine

Busrundfahrt um den gesamten Chemiepark,

sahen große Betriebe wie RWE oder Linde, das

moderne Forschungszentrum für Polyurethane,

sämtliche Verbrennungsanlagen, Klärwerke und

die Standorte für die Herstellung von

Pflanzenschutzmitteln, Polymeren, Kunststoffen,

Kautschuken, Isocyanaten sowie organischen

Zwischenprodukten.

Anschließend wurden uns sämtliche Berufe und

Ausbildungsmöglichkeiten bei der Firma

CURRENTA vorgestellt (z.B. Elektroniker,

Industriemechaniker, Anlagenmechaniker oder

Chemikant).

Gegen Mittag statteten wir der Kantine einen

kurzen Besuch ab, bis wir dann im Labor das

eigentliche Projekt in Angriff genommen haben. Zuvor bekamen wir aber noch die

Projektmappen mit Sicherheits- und Arbeitsanweisungen sowie Schutzkleidung

(Kittel, Schutzbrille, Handschuhe etc.). Um uns schnell an das neue Arbeitsklima

zu gewöhnen, bekamen wir tatkräftige Unterstützung von den Azubis, die beim

Gebrauch von Chemikalien, Laborgeräten und dem Aufbau von Apparaturen

schon wesentlich routinierter waren als wir Praktikanten.

Die richtige Mischung macht’s

Ziel des Praktikums sollte es sein, aus Rapsöl, Methanol und dem

entsprechenden Katalysator reinen Biodiesel herzustellen. Neben dem

praktischen Teil durfte die Theorie allerdings nicht fehlen. Um die Beobachtungen

bei den einzelnen Arbeitsschritten richtig zu deuten und die Reaktionen bzw.

chemischen Zusammenhänge zu verstehen, bekamen wir einen ersten Einblick in

die organische Chemie (Linolsäuren, CH-Verbindungen, ihre Strukturformeln

etc.).

Neben Theoriepauken mussten wir uns natürlich auch mit Apparaturaufbau, dem

Umgang mit Chemikalien und Arbeitsgeräten, aber auch mit ihrer späteren

Entsorgung und Reinigung vertraut machen: „Hygiene und Ordnung sind das

Grundprinzip bei der Arbeit im Labor!“

Nach Abschluss des eigentlichen Hauptprojekts, nämlich den Biodiesel

herzustellen, starteten wir noch eine zusätzliche Untersuchungsreihe: Es galt den

Zuckergehalt von Cola, Fanta und Sprite herauszufinden. Das Ergebnis fiel

überraschend, aber auch ernüchternd aus: satte 8 Zuckerstückchen in einem 0,2l

Glas Cola!

Insgesamt muss ich sagen, dass das Arbeitsklima mit den Azubis und

Praktikanten ganz angenehm war. Wir haben unendlich viel Spaß miteinander

gehabt, viele neue Freundschaften geschlossen und jeden Morgen die S-Bahn

unsicher gemacht.

Ich empfand dieses einwöchige Praktikum als große Chance, der Chemie näher

zu kommen, und würde mir wünschen, dass es mehr solcher Angebote gäbe.

Chemie

Chemie in Wettbewerben

Henriette Czinkota (10a)

„Mono-Poly?“ lautete in diesem Jahr das Thema des Wettbewerbs „Chemie

entdecken“. Bereits im zehnten Jahr findet dieser Experimental-Wettbewerb statt,

der sich zum Ziel gesetzt hat, mit einfachen häuslichen Experimenten einerseits

das Interesse an Chemie zu stärken, andererseits aber auch das

naturwissenschaftliche, logische Denken herauszufordern, indem die

Beobachtungen erklärt werden müssen. Diese Initiative des „Kölner Modells“, das

die lebensweltliche Ausrichtung des Chemieunterrichts propagiert, erfreut sich

wachsender Beliebtheit: Seit Beginn haben sich die Teilnehmerzahlen auf nun

fast 11.000 vervierfacht.

In diesem Jahr standen Kunststoffe im Mittelpunkt, die aus Haushaltschemikalien

selbst hergestellt werden konnten. Aspekte der biologischen Abbaubarkeit und

nachwachsender Rohstoffe akzentuierten zurecht den Gedanken der

Nachhaltigkeit in Zeiten von Treibhaus-Effekt und Ölpreis-Schock. Plötzlich wurde

zu Hause aus Zucker, Zitronensäure und Backpulver haltbarer Schaumstoff. Die

Schülerinnen und Schüler mussten je nach Altersstufe dann die unterschiedlichen

Experimente auswerten und in Mappen dokumentieren. Diese werden zzt.

bewertet und ab Mitte Januar ist mit den Ergebnissen zu rechnen. Dann wird

auch das neue Thema vorgestellt – sicher wieder mit spannenden Experimenten.

Übrigens: Die erfolgreiche Teilnahme kann auf dem Zeugnis bestätigt werden.

Weitere Chemie-Wettbewerbe findet man unter:

„Chemie entdecken“

einfache Experimente mit Haushaltschemikalien für Klassen 5-10

www.chemie-entdecken.schule.de

Junior Science Olympiade“

Allround-Naturwissenschaftswettbewerb für 13-15-Jährige, die in allen

Naturwissenschaften gute Kenntnisse besitzen

www.ijso-nrw.info

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

„Chemie-Olympiade“

sehr anspruchsvolle Theorie-Aufgaben für die

Oberstufe

www.icho.de

„Schüler experimentieren“ / „Jugend forscht“

der Klassiker unter den Wettbewerben für junge

Forscher und Tüftler, die eigenständige Projekte

entwickeln, getrennt nach verschiedenen

Naturwissenschaften

www.jugend-forscht.de

Geschichte

Wilhelmine Lorenz verstorben

[Vor]

Frau Wilhelmine Lorenz bereicherte als Zeitzeugin

den Geschichtsunterricht am MCG über viele

Jahre (berichtet wurde darüber in Ausgabe

12/2006). Geboren am 7. Oktober 1915 konnte sie

den Schülerinnen und Schülern

alltagsgeschichtliche Aspekte der Geschichte des

20. Jahrhunderts näher bringen, vor allem aus der

Zeit der Weimarer Republik, der NS-Zeit und der

Nachkriegszeit. Als politisch sehr interessierte und

informierte Zeitzeugin stellte sie dabei stets den

Zusammenhang zwischen alltagsgeschichtlicher

und politischer Dimension her. Mit viel Freude und

Engagement stellte sie sich bei jedem ihrer

Besuche den Fragen der Schülerinnen und

Schüler, bei denen sie einen tiefen Eindruck

hinterließ. Bemerkenswert war besonders der Mut,

den die Familie Lorenz in der NS-Zeit gezeigt hat,

als sie in Dinslaken im Rahmen eines lokalen

Netzwerks jüdischen Mitbürgern die Flucht aus

Deutschland ermöglichte.

Frau Lorenz, deren Enkel unsere Schule

besuchen, verfolgte immer sehr interessiert die

Geschicke des MCG und nahm am Schulleben

aktiv teil. Frau Wilhelmine Lorenz verstarb am

29.10.2008 im Alter von 93 Jahren. Wir haben mit

Frau Lorenz eine Zeitzeugin verloren, die uns auf

Grund ihrer Vita und Persönlichkeit sehr

beeindruckt hat.

Unsere herzliche Anteilnahme gilt ihrer Familie.

[Win]

Geschichte

Hundert Jahre Geschichte – ein

Zeitzeugenbericht

Hundertjährige besucht Geschichts-Lk

Ein besonderer Gast im Geschichtsleistungskurs der Stufe 13: Cäcilie Schneider,

Jahrgang 1908, besuchte unseren Kurs und gab uns so die Gelegenheit, von

geschichtlichen Ereignisse vom Ersten Weltkrieg bis hin zur Wiedervereinigung

aus erster Hand zu hören.

Die waschechte Düsseldorferin, die vor vier Jahren nach Neuss zog („damals war

Neuss für mich Ausland“) war ein junges Mädchen, als der Erste Weltkrieg

ausbrach und ein Schrecken auf den nächsten folgte. In dieser Zeit prägten sie

besonders die Entbehrungen und die Hungersnot sowie die bittere Kälte, vor der

man sich mangels Kohle nicht immer schützen konnte.

Während wir, die Schüler, zu Beginn eher zurückhaltend die Berichte anhörten,

entschieden sich mit der Zeit immer mehr Klassenkameraden dazu, Fragen zu

stellen: Wie viele Kinder haben Sie? Was hat man in Ihrer Umgebung von der

Judenverfolgung gewusst? Wie empfanden Sie den Ausbruch des Zweiten

Weltkrieges und die Herrschaft Hitlers?

So erhielten wir ganz persönliche Eindrücke dieser Zeit: vom Tag, als der

Kriegsausbruch im Radio gemeldet wurde, von der Ermordung eines

Kommunisten in der Öffentlichkeit sowie von der Verwüstung der Wohnung einer

jüdischen Familie in der Nachbarschaft, später gefolgt von deren Deportation.

Wir kannten diese Kapitel der deutschen Geschichte bisher fast ausschließlich

aus dem Unterricht und durch Sachbücher und Filme, sodass es ein

eindrucksvolles Erlebnis war, hundert Jahre deutsche Vergangenheit von

jemandem geschildert zu bekommen, der sie hautnah miterlebt hat. Dafür

bedanken wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Frau Schneider.

Wir sprechen sicher im Namen aller, wenn wir sagen, dass dieses Treffen uns viel

Freude bereitet hat und wir es als lebendige, informative und kurzweilige

Unterrichtsstunde noch lange in Erinnerung behalten werden.

Geschichtswettbewerb

Nicolas Bartels, Richard Fluck (Stufe 13)

Marie-Curie-Gymnasium beteiligt sich wieder am

Geschichtswettbewerb um den Preis des Bundespräsidenten!

Am 1.9.2008 startete der neue Geschichtswettbewerb um den Preis des

Bundespräsidenten mit dem Thema „Helden – verehrt-verkannt-vergessen“

Das Marie-Curie-Gymnasium beteiligt sich seit 2003 regelmäßig an diesem

Wettbewerb und ist mittlerweile bei diesem europäisch bedeutsamsten

Geschichtswettbewerb die erfolgreichste Schule des Rheinlandes! Von den bisher

acht eingereichten Arbeiten unserer Schülerinnen und Schüler wurden sieben

prämiert!

Über 20 Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 bis 13 – mehr können die beiden

Tutoren Herr Kahlki und Herr Schmitt nicht effektiv betreuen – haben folgende

Themenbereiche ausgesucht:


Die Neusser Kanalarbeiter – Helden des

Alltags (Tutor: M.Kahlki)

Die Augustinerinnen in Neuss Heldinnen für

die Vergessenen (Thema beinhaltet auch die

Geschichte des dortigen Hospizes, Tutor: M.Kahlki

und Referendarin)

Heldenverehrung in Neuss am Beispiel der

Straßennamen in Neuss-Reuschenberg

während der Weimarer Republik und Nazizeit

(Tutor: M.Schmitt)

Das Kriegerdenkmal auf dem Neusser

Zentralfriedhof. Eine Heldenverehrung? (Tutor:

M.Schmitt)

Karlchen – ein Antiheld? (Tutor: M.Schmitt)

Abschließend an herzliche Bitte: Alle Personen,

die uns bei unserer spannenden Arbeit helfen

können – sei es durch persönliche Erlebnisse oder

Erfahrungen, sei es durch Erinnerungsstücke –

mögen sich doch bitte bei den betreuenden

Lehrern melden (Michael.Kahlki@t-online.de) .

Abgabetermin für unsere Arbeiten ist der

28.02.2009.

Geschichtswettbewerb

Jugendakademie in Belgrad

[Kah]

MCG stellt einzigen deutschen Teilnehmer

Durch eine gute Platzierung bei dem

Geschichtswettbewerb um den Preis des

Bundespräsidenten 2007 wurde mir die

Möglichkeit geboten, mich bei der internationalen

Jugendakademien von EUSTORY zu bewerben. –

Und ich erhielt von der Körber-Stiftung in Hamburg

als einziger männlicher Teilnehmer aus

Deutschland eine Einladung nach Belgrad.

Da die Arbeitssprache Englisch war, wurden gute

Sprachkenntnisse vorausgesetzt, die ich dank des

bilingualen Unterrichtes an unserer Schule

erworben habe.

Unwissend, was mich erwartet, stieg ich also am

9. Oktober ins Flugzeug nach Belgrad und wusste

beispielsweise nicht, ob mein Schulenglisch für

den Alltag reichte, noch wusste ich, wie ich mit

den anderen Teilnehmern zurechtkommen würde.

Alle Ängste stellten sich aber schon nach kurzem

Aufenthalt als unbegründet heraus:

Ich konnte mich gut verständigen und habe trotz

Altersunterschied (ich war der jüngste Teilnehmer)

viele neue Freunde gefunden, sodass sich die

anstrengenden Arbeitsphasen, die sich über den

ganzen Tag zogen, in freundschaftlicher

Atmosphäre abspielten.

Die jahrhundertelang von Politik und Kultur

beeinflussten Balkanstaaten sind heute eine

Gegend des ständigen Wandels und bilden den

Treffpunkt von europäischer und orientalischer

Kultur.

Serbiens Hauptstadt Belgrad, welche ein

einzigartiges Mosaik von überlappenden

Religionen, Lebensstilen und Wesensarten bildet,

wurde viele Male zerstört und wieder aufgebaut,

trotzdem bleibt der serbische Lebensstil der Einwohner

erhalten.

Welches Bild haben wir von Belgrad und weicht dieses

von der Realität ab? Wie reagieren die Serben auf

diese Stereotypen und haben sie selbst uns gegenüber

Vorurteile?

Diesen Fragen bin ich mit 17 weiteren Schülern und

Studenten aus 13 europäischen Staaten zusammen mit

Experten aus Belgrad zu dem Thema „Öffnen der ‚Black

Box Balkan’ - Stereotypen und Vorurteile gegen und in

einer multikulturellen Region“ nachgegangen. Dazu

haben wir gemeinsam in Belgrad eine Woche lang die Musik, das tägliche Leben,

die Architektur, die Umwelt und die Sitten der Serben erkundet.

Wir hörten u. a. Vorlesungen von Professoren, unterhielten uns mit Biologen,

Historikern, sowie einheimischen Hochschülern, machten Exkursionen in die

vielfältigen Belgrader Stadtteile und in benachbarte Städte.

Wir wohnten eine Woche lang in einem Hausboot auf der Donau und hatten

zeitweise keinen Strom oder warmes Wasser. Man nahm es mit Humor; die

köstlichen Abendessen in ausgewählten Restaurants machten alles wett.

Nach einer Woche fiel der Abschied schwer und im Flugzeug konnte ich

feststellen, dass ich viele Erfahrungen gesammelt hatte und ich neben den neuen

Freunden das sonnige Wetter der Balkanstadt vermisste.

Sport

Sportfest am MCG

Carsten Bonk (Stufe 11)

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien zeigten sich die Schüler des

MCG mal wieder von ihrer sportlichen Seite. Beim Sportfest auf der Außenanlage

„Am Stadtwald“ und in den Turnhallen des Gymnasiums kam es zum

Kräftemessen der Schüler der einzelnen Jahrgangsstufen.

Neben den traditionellen Turnieren im

Fußball, Basketball und Volleyball standen

auch verschiedene Staffelläufe und

Ausdauerwettbewerbe auf dem Programm. Da war für jede Schülerin und jeden

Schüler etwas dabei. Bei allem Siegeswillen standen aber die Fairness und

Teamgeist im Mittelpunkt der Veranstaltung. Auch die Lehrer, die als

Wettkampfrichter das Sportfest leiteten, konnten am Ende ihre Sportlichkeit in

einem Fußballfreundschaftsspiel gegen die Oberstufenschüler unter Beweis

stellen. Insgesamt war das Sportfest eine tolle Sache und soll deshalb bald

wiederholt werden.

[Wie]

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

Musik

Keyboards zu gebrauchen!

Die Musikfachschaft freut sich über Spenden von

gebrauchten, spielfähigen Musikinstrumenten, v.a.

Keyboards, zum Einsatz im allgemeinen

Musikunterricht der Mittel- und Oberstufe!

Das Keyboard bietet sowohl im Klassenverband

als auch in der Gruppenarbeit die Möglichkeit,

möglichst viele Schüler, auch und gerade die

Kinder, die selbst kein Instrument spielen, zum

Musizieren mit einzubeziehen. Musiklehre kann

auf diese Weise praktisch umgesetzt werden, aber

auch kreative Gestaltungsaufgaben sind durch die

Sounds des Keyboards auch für Schüler ohne

Erfahrung umsetzbar. Dies wurde von einigen 10.

Klassen bereits mit viel Spaß und Erfolg

ausprobiert und soll in Zukunft fortgeführt werden!

Vielleicht hat jemand ein funktionstüchtiges, aber

nicht mehr benötigtes Instrument zu Hause, das er

der Schule zur Verfügung stellen möchte. Wenn

dem so ist, setzen Sie sich bitte mit Frau Bürger

über das Sekretariat oder per E-Mail

(buerger.sa@gmx.de) in Verbindung!

Im Voraus schon einmal vielen Dank!

Ausland

Als Auslandslehrerin in

Buenos Aires

[Bür]

„Toll! So etwas wollte ich auch schon immer mal

machen!“ – „Ach du meine Güte!“ – „Warum denn

gerade Argentinien? So weit weg??“ – „Lass dich

doch lieber erst mal verbeamten...“ So oder

ähnlich waren die Kommentare von vielen, als ich

beschloss, nach dem Referendariat an eine

deutsche Auslandsschule nach Buenos Aires zu

gehen.

Warum Argentinien? Das war eigentlich Zufall.

Nachdem ich vor und im Studium schon längere

Zeit in England verbracht hatte, war mir klar, dass

ich noch einmal „raus“ wollte, etwas anderes

sehen und erleben, eine andere Kultur näher

kennen lernen, eine Fremdsprache vertiefen,

meinen Horizont erweitern… Also bewarb ich mich

bei der Zentralstelle für Auslandsschulwesen,

wobei ich kein Land aussuchen, sondern nur zwei

Großräume der Welt ablehnen durfte. Zusätzlich

gab ich mein Interesse an einem

spanischsprachigen Land an, und kurz darauf

hatte ich das Angebot aus Buenos Aires im

Briefkasten.

Bereut habe ich meine Entscheidung

nie, im Gegenteil: Es hat mir so gut

gefallen in Argentinien, dass ich den 2-

Jahres-Vertrag noch um ein Jahr

verlängert habe. Argentinien ist ein

sehr, sehr interessantes Land mit tollen

Reisezielen, und natürlich bedeutet es

viel mehr als Tango, Maradona und

Rindfleisch. (Auf der negativen Seite

gehören leider auch Armut, Gewalt und

Korruption mit dazu, die man bei aller

Euphorie nicht vergessen darf.)

Was meinen Schulalltag anging, so

konnte ich in Buenos Aires viel Neues

kennen lernen, auch wenn die Goethe-

Schule ja keine typisch argentinische

Schule, sondern eine

„Begegnungsschule“ ist, an der sich

argentinische und deutsche Kultur, Schüler/innen und Lehrer/innen begegnen.

Das bedeutet z.B., dass der Unterricht und auch die allgemeine Kommunikation

mal auf Deutsch und mal auf Spanisch laufen und dass alle Ausschilderungen

zweisprachig sind. Ihre Schulzeit beenden die Schüler/innen mit dem

argentinischen Bachillerato sowie, wenn sie in der Oberstufe den

naturwissenschaftlichen Zweig gewählt haben, auch mit dem deutschen Abitur.

Deutliche Unterschiede fallen schon direkt am Beginn eines normalen Schultages

auf, denn dieser fängt in Argentinien mit dem Hissen der argentinischen Flagge

(sowie je nach Standort auch der Provinzfahne) und gleichzeitiger Einspielung der

Fahnenhymne an. Schnell gewöhnt hatte ich mich an den Anblick der

Schuluniformen und auch die Tatsache, dass sich das ganze Kollegium samt

Direktion sowie das reichliche weitere Personal (mehrere Gärtner, Fotocopistas,

Handwerker, die große Putzkolonne) an meiner Schule geduzt haben, war schnell

normal, vor allem weil das Du („vos“) in Buenos Aires sowieso so verbreitet ist,

dass man das Siezen fast verlernt. Anders als viele argentinische Kolleginnen

habe ich mich aber nicht auch noch von meinen Schüler/innen duzen und mit

Vornamen ansprechen lassen. (Eine Schülerin hat mich deshalb einmal gefragt,

ob mir mein Vorname denn nicht gefiele…)

Erschreckend war für mich die hohe Stundenzahl der Schülerschaft: Die älteren

Klassen hatten locker über 40 Stunden pro Woche, und, vor allem für deutsche

Oberstufenschüler eine Horrorvorstellung, Freistunden existierten nicht, alle

ausfallenden Stunden wurden vertreten, selbst in der 10. Stunde. Ungewöhnlich,

aber schnell sehr geschätzt hingegen waren die Ventilatoren in den

Klassenzimmern und die Klimaanlage in Lehrerzimmer sowie Verwaltungstrakt –

in Buenos Aires hat man nämlich einen richtig schönen, heißen Sommer, klagen

kann man höchstens über die hohe Luftfeuchtigkeit.

Insgesamt kann ich ein sehr positives Fazit meiner Zeit in Argentinien ziehen und

einen Auslandsaufenthalt jedem empfehlen! Neben unzähligen Eindrücken und

Erfahrungen bringt man aus der Distanz der Ferne auch einen neuen Blick auf die

Heimat mit und lernt ihre Vorteile besser schätzen – so freue ich mich z.B. jetzt

darauf, dass ich dieses Jahr meine Weihnachtseinkäufe nicht bei 40° im

Hochsommer tätigen muss …

Kanada

Mit Handball nach Kanada

[Tön]

Ich hatte mir schon immer gewünscht, in meiner Schulzeit einen Austausch in ein

englischsprachiges Land zu machen, besuchte die Infoveranstaltungen und

besorgte mir ausreichend Informationen über die Organisationen und deren Ziele.

Jedoch kam es wegen schulischen und privaten Zeitdrucks nie zu einer

Anmeldung, was ich sehr bedauerte. Inzwischen hatten sich bereits zwei meiner

Freundinnen beworben und erhielten Auskünfte über ihren Aufenthalt und ihre

Gastfamilien.

Ich fand mich mit den Neidgefühlen und dem Kompromiss ab, nach dem Abitur

ein Auslandsjahr einzulegen, und kümmerte mich um Schule und mein Hobby:

Handball.


Aber dann hieß es, dass wir gegen eine

kanadische Handballmannschaft aus Alberta

spielen und anschließend mit ihnen

gemeinschaftlich grillen würden.

Ich freute mich auf einen schönen Abend, bei dem

ich meine Englischkenntnisse auf die Probe stellen

und ein bisschen auffrischen konnte. Ich ahnte

nicht, dass dieser Besuch des Teams zu meinem

persönlichem Glück und einer außergewöhnlichen

Zeit führen würde.

Einige Tage darauf überschlugen sich die

Ereignisse dann förmlich. Wir bekamen einen

Anruf von unserem Jugendwart, ob wir nicht

Interesse an einer Austauschschülerin hätten,

denn eines der Mädels wolle gerne drei Monate in

Deutschland verbringen. Natürlich willigten meine

Familie und ich sofort ein, da damit die Möglichkeit

auch für mich gegeben war, drei Monate in

Kanada zu verbringen.

Am 21. September war es dann endlich soweit,

Allison, meine Austauschschülerin, traf ein und es

entwickelte sich eine außerordentliche

Freundschaft zwischen zwei „Schwestern“, die

unendlich viele Dinge zusammen erlebt hatten.

An ihrem Abreisetag, dem 21. Dezember, waren

wir beide unglaublich traurig, doch schon in zwei

Monaten würden wir uns wiedersehen, denn ich

würde nach Kanada reisen.

Was nun also bei meinen Freundinnen alles von

der Organisation geplant und organisiert worden

war, musste ich auf eigene Faust tun. Ich

beantragte einen Reisepass, eine eidesstattliche

Erlaubnis meiner Eltern und traf Absprachen mit

der Schule. Während dessen wurde in Kanada

eine Schule für mich gesucht und ich musste nur

noch den Flug buchen und bezahlen.

Am 7. Februar 2008 war es endlich soweit, mein

Abreisetag war gekommen. Ich war noch nie zuvor

geflogen und musste nun ganz allein in die

Maschine steigen und alles regeln.

Nach 10 Stunden Flugzeit hatte alles perfekt

geklappt: Ich durfte wohlbehalten Allison in die

Arme schließen und bei -24°C durch den tiefen

Schnee zum Auto stapfen.

In den nächsten Wochen warteten die tollsten Dinge und eine glückliche Zeit auf

mich, ich ging auf eine „Public High School“, die man sich im Grunde genau wie in

den amerikanischen Filmen vorzustellen hat. Klassenräume und Flure mit

zahlreichen Schließfächern, Cafeteria, Bibliothek, ein schuleigenes kleines

Fitnesscenter, zwei Sporthallen und eine riesige Außensportanlage.

Es gab auch wirklich Cliquen wie „Streber“ und „Sportler“, die Tische sahen

genauso aus, wie sie immer in den amerikanischen Filmen gezeigt werden, und

die Lehrer waren eher Freunde und interessierten sich dafür, wie das letzte Spiel

ausgegangen war, anstatt Unterricht zu machen. Die ganze Schulatmosphäre war

viel lockerer als in Deutschland und zu spät kommen sowie Schwänzen gehörten

zum Schulalltag. Als Bestrafung gab es einen Anruf zu Hause, der jedoch von

den meisten Schülern einfach abgefangen wurde, bevor er die Eltern erreichte,

oder einen Besuch beim Rektor.

Es gibt in Kanada andere Schulfächer als hier in Deutschland. Ich hatte z.B. die

Fächer Foods, d.h. Kochen, Drama, Psychologie, Mathe, Englisch und Sport.

Außerdem gab es aber auch Fächer wie Tanzen oder Mechanik.

In Kanada wird am meisten Wert auf Sport gelegt. Jede Schule hat

Schulmannschaften zu jeder Sportart, die saisonbedingt sind. Zu der Zeit meines

Besuchs waren Handball, Rugby und Fußball an der Reihe. Für jede Sportart gibt

es dann so genannte Tryouts, bei denen sich jeder bewerben kann, aber

letztendlich nur die Besten genommen werden. Ich habe mich natürlich beim

Handball beworben, wollte aber auch etwas Neues ausprobieren und ging zu den

Rugby Tryouts. Ich wurde für beide Mannschaften genommen.

Jeder Schultag bestand aus fünf Stunden a 69 Minuten mit jeweils 5-minütigen

Pausen, also von 8.30 Uhr bis 15.15 Uhr. Nach der 2. Stunde gab es eine 10minütige

Frühstückspause und nach der dritten eine Lunchpause über 45

Minuten, in der man entweder nach Hause fuhr oder sich in der Cafeteria etwas

zu essen kaufte. Da man in Kanada den Führerschein bereits mit 16 machen

kann, fuhren viele meiner Schulkameraden mittags nach Hause, einige blieben

aber auch in der Schule, da in der Lunchpause meistens irgendeine sportliche

Betätigung in der großen Turnhalle stattfand, so z.B. zwei Monate lang jeden Tag

ein Hockeyspiel zwischen kleinen Gruppen der Schule oder den Lehrern.

Für jeden Schulsport gab es am Ende die City Championships

(Stadtmeisterschaften) und die Provincals (Provinz-Meisterschaften). Wir

gewannen im Handball beides und in Rugby die city championships. Dafür bekam

man Medaillen und T-Shirts als Preise.

In der Schule hatte ich keinerlei Kontaktschwierigkeiten, da ich selbst sehr

extrovertiert bin, aber die Kanadier auch einfach ein sehr offenes Völkchen

darbieten. Jeder auf der Schule wusste außerdem: „Uh, da ist eine deutsche

Austauschschülerin, über die müssen wir alles erfahren!“ und so lernte ich fast

jeden Tag neue Leute kennen. Mir wurde der Einstieg aber auch sehr erleichtert,

dadurch dass fünf meiner kanadischen Mannschaftskameradinnen die gleiche

High School besuchten wie ich.

In Allisons Familie wurde ich herzlichst aufgenommen und fühlte mich direkt zu

Hause. Das Essen fiel jedoch anders als bei mir zu Hause aus: Meistens ernährte

ich mich von fast food, konnte dies aber zum Glück durch die viele sportliche

Betätigung ausgleichen.

Mein bei weitem größtes Erlebnis ereignete sich kurz vor meiner Rückreise. Die

Mannschaft, in der ich spielte, war so gut, dass sie zu den Nationals fahren sollte

- so etwas wie die deutsche Meisterschaft. Mein Trainer fragte mich, ob ich sie

dort nicht unterstützen wolle, er brauche mich und ich willigte natürlich ein. So

wurde mein Aufenthalt nach Zustimmung der Schule um drei Wochen verlängert

und ich durfte bei den kanadischen Nationals für Alberta spielen. Auch von dort

habe ich Medaillen mitgebracht und die tollsten Erfahrungen gesammelt. Ich

spielte sogar mit Jugendnationalspielerinnen in einer Mannschaft.

Alles in allem war dieser Austausch, das Beste, was mir hatte passieren können,

und ich war dankbar dafür, dass ich dieses Glück hatte. Ich habe Erfahrungen

gemacht, die ich für nichts in der Welt wieder eintauschen möchte, und habe

neue Freunde gewonnen. Außerdem habe ich eine „neue Schwester“, mit der ich

immer noch in Kontakt stehe und die mich sehr wahrscheinlich in den

Winterferien besuchen wird.

Es war eine tolle Zeit und Kanada hat mir einfach super, fast noch besser als

Deutschland gefallen und, da ich ein Mensch mit Fernweh bin, werde ich auf

jeden Fall noch einmal dorthin fliegen. Die Kultur und die Menschen in Kanada

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TheMa ‘08


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TheMa ‘08

sind einfach anders als die in Deutschland und ich

kann nur jedem empfehlen, dies kennenzulernen

und sich eine eigene Meinung vor Ort zu bilden.

Ich für meinen Teil bin beeindruckt, wie mich

dieser Aufenthalt in allem beeinflusst hat und wie

gerne ich in Kanada leben würde.

USA

Carina Schädlich (Stufe 12)

USA für ein halbes Jahr

Es ist schwer, ein solches Erlebnis

zusammenzufassen wie ein Auslandsjahr in der

Stufe 11. Es gäbe nicht nur so viele interessante

Erfahrungen zu schildern, sondern auch seine

vielfältigen Emotionen in Worte zu fassen, macht

es schwierig. Denn ich denke, es geht bei einem

Auslandsjahr genau darum, dies alles selbst zu

erleben.

Ich verbrachte mein High-School Halbjahr 2007/08

in Bellevue, Michigan, USA. Eine sehr kleine

Stadt, um nicht zu sagen: ein Dorf. Das heißt aber

nicht, dass es langweilig war, ganz im Gegenteil.

Aber am besten fang ich von vorne an. Einem

Punkt, an dem ich mich entschieden habe,

meinem Fernweh zu folgen und mich auf das

Abenteuer Amerika einzulassen, gab es eigentlich

nicht. Es war schon immer mein Wunsch gewesen

und ein Urlaub 2006 in den USA hat diesen nur

noch verstärkt.

Vor meinem Abflug war ich natürlich unglaublich

nervös, gespannt, traurig und aufgeregt zugleich.

Die Monate verstrichen und der Tag der Abreise

kam. Nach einem stundenlangen Flug und einer

viertägigen Städtereise meiner Organisation durch

New York und Washington kam ich endlich in

meinem Heimatort an.

Trotz meiner Vorfreude war meine erste Zeit

jedoch sehr enttäuschend. Ich hatte noch fünf

Wochen, bevor die Schule beginnen sollte, und

meine Gastfamilie unternahm nichts, um diese

Zeit interessant zu gestalten. Deswegen war mein

Heimweh anfangs sehr groß. Nach einigen Differenzen mit meiner Gastfamilie

entschied ich mich dann auch dazu, meine Gastfamilie zu wechseln. Zu dieser

Zeit hatte die High-School dann schon begonnen und es stellte sich nicht als

schwierig heraus, eine andere Gastfamilie zu finden.

Von dem Zeitpunkt an, als ich bei meiner neuen Gastfamilie einzog, begann für

mich eine fantastische Zeit! Ich hatte drei Gastgeschwister, davon eine genau in

meinem Alter. Wir verstanden uns super und haben fast alles miteinander

unternommen. In meiner Gastfamilie standen sich alle sehr nahe. Es wurde viel

mit der ganzen Familie unternommen und es gab auch viele Familienfeiern.

Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich als Teil dieser Familie und wir hatten

unglaublich viel Spaß miteinander. Ich gewöhnte mich dann auch ziemlich schnell

ein, hatte kaum noch Heimweh und dachte und träumte schon nach kurzer Zeit

auf Englisch.

Die High-School, die ich besuchte, war sehr klein, was ich aber eher als positiv

empfand, denn jeder kannte mich und nach einiger Zeit kannte ich auch jeden.

Freundschaften und Kontakte zu knüpfen, war auch eine Leichtigkeit. Schon am

ersten Schultag wollte sich jeder mit mir unterhalten. Alle waren sehr nett und

interessiert, denn bekanntlich wissen die Amerikaner nicht viel über andere

Länder. Auch im Unterricht kam ich ohne Schwierigkeiten mit. Sprachlich

verstand ich nahezu alles. Falls das einmal nicht der Fall war, stritten sich meine

Mitschüler, wer mir das Wort jetzt erklären durfte.

Nach meiner Erfahrung wird in High-Schools alles etwas lockerer gesehen,

deswegen freute ich mich auch fast an jedem Tag auf die Schule. Ich verbrachte

auch meine Freizeit dort. Unter anderem spielte ich Basketball. Sport wird in

Amerika großgeschrieben. Die Football-, Basketball- oder Volleyballspielen zu

besuchen, war ein Erlebnis – außerdem auch eine tolle Gelegenheit, Leute

kennenzulernen. Es gab immer schulische Veranstaltungen, zu denen man gehen

konnte, natürlich auch zu den aus dem Fernsehen bekannten Schul-Bällen.

So ging meine Zeit in Michigan leider schnell vorbei und ich ärgerte mich, dass

ich mich nicht entschieden hatte, 10 Monate zu bleiben. Mir fiel es unglaublich

schwer, mich zu verabschieden und wieder nach Hause zu fliegen.

Hätte ich die Möglichkeit, ich würde den Aufenthalt sofort wiederholen, denn die

Erfahrungen und Erinnerungen kann mir niemand mehr nehmen. Ich kann mit

Sicherheit sagen, dass dies die beste Zeit meines Lebens bisher war und dass

ich Menschen kennengelernt habe, welche nicht nur mein Leben verändert

haben, sondern auch Freunde fürs Leben sind!

Ausland

Rana Ersoy (Stufe 12)

Informationsabend Auslandsaufenthalt

Jedes Jahr nutzen viele unserer Schüler in der Jahrgangsstufe 11 die Möglichkeit,

im Ausland zur Schule zu gehen. Dabei sind trotz klarer Schwerpunkte im

anglophonen Sprachraum durchaus viele Schüler bereit, sich auch anderen

Ländern zu nähern und verbringen die Zeit im Ausland in Südamerika, in Afrika, in

Japan oder auch mal in Finnland oder Ungarn, damit es nicht zu einfach wird.

Deshalb fand am 24. September, wie schon in den letzten Jahren, wieder ein

Informationsabend zum Thema Auslandsaufenthalt in der Klassenstufe 11 unter

Leitung von Herrn Schüttler statt.

Herr Schüttler referierte vor Eltern und Schülern der 9. und 10. Klassen über

verschiedene Aspekte, u.a. Zeitpunkt, Wahl der Organisation und des Gastlands,

Beurlaubungsformalitäten. Auch wurde hervorgehoben dass, obwohl sich die

meisten Teilnehmer für die USA entscheiden, diese Wahl keineswegs zwingend

ist. Viele Schüler nutzen die Gelegenheit und gehen auch in völlig fremde Länder,

lernen andere Kontinente, deren Kultur und Sprache kennen. Die großen

Organisationen bieten auf diesem Sektor weltweite Möglichkeiten.

Wichtige Gesichtspunkte, die bei einer solchen Entscheidung und beim späteren

Aufenthalt für Schüler und Eltern zu berücksichtigen sind, wurden besprochen,

damit Enttäuschungen auf Grund falscher Erwartungen vermieden werden. Die

anwesenden Ex-Teilnehmer - u.a. Teresa Werner (Brasilien), Rana Ersoy (USA),

Laura Machau und Rebecka McKenzie (beide Südafrika) - berichteten über ihre

persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, gaben praktische Ratschläge weiter

und standen den Teilnehmern im Anschluss für weitere Fragen zur Verfügung.


Herr Schüttler erläuterte die Regelungen für das

Überspringen der Klasse 11 sowie für das

Nachholen des Lateinunterrichts in Klasse 12. Für

Schüler, die nicht den geforderten

Notendurchschnitt erreichen, bleibt nach wie vor

die Möglichkeit, den Aufenthalt im Ausland auf das

erste Halbjahr zu beschränken und dann im

zweiten Schulhalbjahr hier die

versetzungsrelevanten Leistungen nachzuweisen,

um kein Schuljahr zu verlieren. Auch die zur Zeit

ausgeschriebenen Austauschprogramme der

Bezirksregierung bieten eine preisattraktive

Alternative.

So oder so - von einem „verlorenen Jahr“ kann in

keinem Fall die Rede sein. Davon konnten die

ehemaligen Teilnehmer alle Anwesenden

überzeugen. Trotz häufiger aufgetretener

Schwierigkeiten würden sich alle wieder für eine

solche Erfahrung entscheiden, da der Gewinn an

persönlicher Erfahrung, Souveränität und

Weltläufigkeit, an persönlicher Reife, an

internationalen Kontakten und an Freunden, an

gewachsenem Verständnis und Toleranz für die

Belange anderer Länder und Kulturen

gelegentliche Schwierigkeiten und Nachteile mehr

als aufwiegt.

Studienfahrt

[Sht]

Bei den Haien übernachten

Studienfahrt in die Bretagne

Am Sonntagabend, pünktlich um 22.00 Uhr, geht

es mit dem Bus ab Richtung Bretagne in eine

sternenklare, kalte Nacht quer durch Belgien nach

Frankreich. Wir durchfahren – zumeist schlafend -

geschichtsträchtige Gegenden Nordfrankreichs

und erreichen mittags eine verschlafene, kleine

Stadt namens St. Lunaire, 15 km westlich von St.

Malo. Im Sommer brummt hier der Bär, jetzt aber,

nach der Sommersaison, hält sich kaum noch

jemand hier auf. Ruhige Straßen, gesäumt von

alten Prachthotels der Jahrhundertwende, zwei

große, menschenleere Sandstrände, dazwischen

Felsenküste – das ist für ein paar Tage unsere

„Heimat“. Wir kommen unter in einem kleinen,

beängstigend hellhörigen Hotel mit längst

verblichenem Glanz und dem gewissen Charme

des Verfalls. Glücklicherweise bleiben wir im

Wesentlichen unter uns, die anderen Gäste haben

wohl angesichts der deutschen Übermacht

rechtzeitig das Weite gesucht. Unser sehr netter

Hotelier, der uns mit reichlich Informationen und

Karten versorgt, schmeißt den Laden praktisch

ganz alleine, ist Portier, Kellner und Bürochef in

einer Person. Das Essen wird zubereitet von einer

meist im Verborgenen wirkenden weiblichen

Person mit etwas Haarausfall, was dem einen

oder anderen dann beim Abendessen auffällt.

Ansonsten ist das Diner aber akzeptabel. Es gibt

immer eine Suppe, ein Hauptgericht mit Fleisch,

Gemüse und Salat sowie einer Nachspeise, deren

Restbestände von Herrn Kamann, Herrn Meissner

und unserem immer gut gelaunten Busfahrer

Conny verputzt werden. Die getrennte

Unterbringung der Schüler in Männer- und

Frauenhaus stellt sich als kluger Schachzug heraus, der uns nächtliche

Störungen weitestgehend erspart. An dieser Stelle ein dickes Lob an die

Schülerinnen und Schüler, die sich während der gesamten Fahrt vorbildlich

verhalten haben. Abgerundet wurde das Tagesprogramm meist durch lauschige

Dämmer- und Abendstunden am Strand mit Käse, Brot und einigen Schlückchen

Rotwein bei angenehm milden Temperaturen.

An unserem Ankunftstag genießen wir die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses

Sommers, die ganz Mutigen testen auch die Wassertemperatur des Ärmelkanals.

Einige interessierte Schüler erkunden die Felsenküste und ihre tierischen

Bewohner. Die anderen informieren sich über die Einkaufsmöglichkeiten für die

notwendige Nahrungsergänzung der etwas einfach gestalteten Hotelküche, z.B.

Knabberzeugs und was Schüler dieses Alters sonst so brauchen, um sich

gemütlich einzurichten. In einer Creperie testen wir die typischen bretonischen

„Pfannkuchen“.

Am nächsten Tag besichtigen wir St. Malo, wo uns ein sympathischer deutscher

Auswanderer durch die Altstadt führt. Er schafft es, die SchülerInnen über zwei

Stunden mit spannenden Begebenheiten aus der Geschichte von St. Malo zu

fesseln. Nachmittags steht der Besuch des Aquariums von St. Malo auf dem

Programm. Unser Guide erklärt uns vor und hinter den Kulissen Spannendes

über Haltung und Lebensweise der gezeigten Meeresbewohner. Wir dürfen Haie

streicheln und Rochen hinter die Kiemen schauen. Gerne hätten wir in dem

Rundumaquarium, in dem man auch mal mitten unter Haien übernachten kann,

eine Nacht verbracht.

Am nächsten Tag besuchen wir als eines der Wahrzeichen der Bretagne den

berühmten Mont St. Michel, imposante Inselstadt mit der krönenden Kathedrale

mitten im Wattenmeer. Hélène, unsere charmante Führerin, die zwischendurch

auch mal ein paar französische Volkslieder im Bus anstimmt, bringt uns

fachkundig und auf sehr anschauliche Art dieses Weltkulturerbe nahe. Danach

geht’s nach Cancale zur Austernprobe am Hafen. Tapfer schlürfen auch die

Nicht-Gourmets unter uns die noch lebenden Tierchen aus der Schale. Dann

geht’s nach einem Zwischenstopp in einem bretonischen Cafe, wo wir einen „far

breton“ genießen, weiter zu einem der vielen bretonischen Kaps mit herrlichem

Blick auf die bretonische Felsenküste und jagenden Turmfalken.

Der fünfte Tag gilt einem Besuch der mittelalterlichen Stadt Dinan mit seinen

malerische Gassen, uralten, windschiefen Fachwerkhäusern und einem typisch

französischen Markt. Die meisten zog es dann doch an den Stadtrand zu einer

Zweigstelle eines global agierenden amerikanischen Imbisskonzerns. Weiter ging

die Fahrt an das Cap Fréhel, wo wir eine zweistündige Steilküstenwanderung

durch eine karge Heidelandschaft mit atemberaubenden Ausblicken auf die leider

nur im Frühjahr belebten Brutkolonien der Meeresvögel absolvierten. Nur weit

draußen konnten wir einige im Sturzflug nach Fischen tauchende Basstölpel mit

dem Fernglas beobachten.

Unser letzter Tag beginnt sehr früh: Als Belohnung für die sehr disziplinierten

SchülerInnen haben wir kurzfristig unser Programm geändert und machen auf der

Rückfahrt einen Abstecher nach Paris, ohne zu ahnen, dass neben uns zur

selben Zeit auch der Papst höchstpersönlich zu einem offiziellen Besuch in Paris

weilt. Wir durchqueren die Stadt bei glänzender Laune und schönstem Wetter,

nehmen neben dem Eiffelturm und den anderen zentralen Sehenswürdigkeiten

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mal eben den Papst mit (d.h. nur Herrn Kamann

und Herrn Meissner bekamen ihn zu sehen) und

beschließen den Abend am Montmartre. Nachts

geht es dann Richtung Neuss, wo wir mit

einstündiger Verspätung wegen einer Vollsperrung

auf der Autobahn bei Paris müde, aber voller

schöner Eindrücke eintreffen. Bilanz: Eine sehr

entspannte, abwechslungsreiche und schöne

Studienfahrt mit einer sehr netten Gruppe.

Studienfahrt

Cornwall 2008

„England is getting ready for us!“

[Mei]

Samstagabend, 20.50 Uhr, es geht los- die

aufregende und lange Studienfahrt der Stufe 13

nach Cornwall! Aber es dauerte auch nicht lange -

um genau zu sein: 13 Minuten - bis wir wieder

hielten. Jemand musste zur Toilette. Das fing ja

schon gut an.

Aber dann schafften wir es doch pünktlich zur

23Uhr-Fähre nach Calais. Zu unserem Glück

regnete und stürmte es. Da wurden wir doch glatt

alle gebeten, den Bus zu verlassen und durch die

„Border Control“ zu gehen. Natürlich sind wir alle

durchgekommen und freuten uns schon wieder

auf den warmen kuscheligen Bus.

Da dauerte es aber gar nicht lange, dass wir auf

die Fähre durften und den Bus verlassen mussten.

Die Fähre brach auf und der Kapitän gab die

Wetterbedingungen bekannt: starker Wind,

heftiger Regen und stürmischer Seegang.

Dabei dachte sich noch keiner etwas, aber dann

ging es auf das freie Meer hinaus. Den Ersten

wurde schnell schlecht und sie mussten raus an

die frische Luft: gefühlte 10m hohe Wellen. Jetzt

ging es vielen nicht mehr gut und das

Geradeauslaufen erwies sich als äußerst

schwierig. Die ca. 200m lange Fähre schaukelte

nur noch. Alle konnten sich die eine Stunde der

Überfahrt beherrschen, bis auf einen ...

Am frühen Nachmittag des nächsten Tages

kamen wir in der Jugendherberge YHA Penzance

an. Es gab sofort Diskussionen über die

Zimmeraufteilung, doch das beendete Herr

Pommerening sehr schnell: „Zuerst die Mädchen,

ihr habt zwei 10er Zimmer!“ Ja, die Aufteilung ging

schnell über die Bühne. „Dann die Jungs, ihr habt

zwei 8er Zimmer!“ Hurra- da fiel einem die

Auswahl auch nicht besonders schwer. Damit

konnten wir uns arrangieren. Doch dann wurde es

noch besser. Die Mädchen durften sich zwei

Duschen unter sich und den anderen englischen

Mädchen teilen. Die Jungs, die dann nur 15

waren, hatten drei Duschen. Dies alles hat mehr

oder weniger auch geklappt, sodass keiner sich

ungeduscht zu den anderen gesellen musste.

Unseren ersten sonnigen Tag oder auch nur

Nachmittag, verbrachten wir in Penzance; manche

in einem Pub und andere an der Promenade. Zum

Kinderabendbrot war dann wieder jeder zurück.

Wir bekamen am ersten Abend nur

Kindermahlzeiten, da der Reiseveranstalter uns

als unter 18-Jährige angemeldet hatte. Jeder hat immer etwas zu Essen

gefunden, was er auch mochte, auch wenn sich die englische Küche doch stark

von der deutschen unterscheidet.

Nach dem Abendessen blieben doch alle in der Jugendherberge, obwohl im Bus

schon fleißig diskutiert wurde, wo man den ersten Abend verbringen werde. Im

Vorgarten der Jugendherberge, bei einem leckeren Glas „Cornish- Beer“, erzählte

Herr Pommerening von seinen spannenden NATO- Erlebnissen.

Wir warteten schließlich auf die Ankunft Frau Winkelmanns, welche zuvor in

London war und mit dem Zug anreisen musste. Nach einem Begrüßungslied

gingen alle dann auch schon schlafen.

Am nächsten Tag bekamen wir eine Stadtführung durch Penzance und lernten

nun die kleine Stadt an einer schönen Meeresbucht des Atlantiks am Eingang des

Ärmelkanals besser kennen und durften auch die für die englische Verhältnisse

unerwartet günstigen Preise entdecken, die wir doch alle sehr genossen haben.

Am Nachmittag fuhren wir zum „St Micheal’s mount“, einem Berg, der gleichzeitig

eine Gezeiteninsel direkt an der Küste von Penzance ist. Das Anwesen der Insel

wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich heute in Privatbesitz, kann

aber bei Ebbe besichtigt werden. Wir warteten also auf die Ebbe, die sich Zeit ließ

und schließlich entschieden wir doch lieber mit kleinen Nussschalen hinüber zu

fahren.

Dann fing unser Sportprogramm an: Wir hatten 45 Minuten Zeit, um den Berg

hoch zu laufen und uns das Anwesen anzuschauen. Das haben dann auch die

Asthma- Erkrankten unter uns geschafft. Dann kam die nächste Überraschung:

Es fuhren keine Boote mehr zurück!

Herr Pommerening: „Alle die Schuhe aus und Hosen hochkrempeln. Dann laufen

wir jetzt den asphaltierten Weg durch das Wasser zurück.“ Schließlich war Ebbe.

Alle, bis auf Frau Winkelmann und Herr Dr. Vossen, folgten Herrn Pommerening,

aber mussten leider auch feststellen, wie kalt das Wasser doch war.

Am Abend war eine Pub- Tour angesagt. Im Grunde kein Problem, doch mit 36

Leuten in einen Pub zu passen - ein sehr schwieriges gleichzeitig jedoch

amüsantes Unterfangen.

Dienstag: Schon am frühen Morgen ging es los, eineinhalb Stunden Busfahrt bis

zum „Eden Project“, einer der bekanntesten botanischen Gärten. Hier durften wir

die bezahlte Führung leider nicht in Anspruch nehmen, sodass wir ein wenig

orientierungslos durch die beiden weltweit größten Gewächshäuser liefen, in

denen verschiedene Vegetationszonen simuliert werden, konnten aber im

Restaurant ein leckeres „Cornish Pastry“ genießen. Für die meisten wohl die

bessere Alternative.

Den Nachmittag verbrachten wir auf Lanhydrock, einem alten Herrenhaus aus

dem 16. Jahrhunert. Die meisten Teile des heutigen Gebäudes stammen jedoch

aus viktorianischer Zeit und man kann sich gut anschauen, wie die Leute damals

gelebt haben. Dort verliert man jegliches Zeitgefühl und fühlt sich in frühere

Jahrhunderte zurückversetzt. Hier übernahm immer einer aus aufgeteilten

Kleingruppen die Führung mit Hilfe eines sehr informativen Prospektes.

Am Abend gingen die Mädchen und ein paar Jungen mit unseren drei

Lehrer(inne)n Karaoke singen. Der Rest, erkrankte Mitschüler und böse Buben,

die Regeln gebrochen hatten, blieben in der Jugendherberge zurück. Es war ein

sehr amüsanter Abend, an dem sich auch einige als Gesangstalente

herausstellten. Herr Dr. Vossen traute sich als einziger der Lehrer zu singen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Sie für ihren unterhaltsamen Auftritt!


Mittwoch: nun war es soweit, wir durften das erste

Mal ausschlafen, aber bekamen dann auch kein

Frühstück. Naja, man kann ja nicht alles haben!

Am Vormittag machten wir eine Küstenwanderung

am „Land’s End“, einer Landzunge und dem

westlichsten Punkt Englands, in der Nähe von

Penzance gelegen. Auch wenn es sehr windig

war, hatten wir eine wirklich sehr schöne Aussicht.

Am Nachmittag fuhren wir dann nach St. Ives, der

Stadt, wo Rosamunde Pilcher geboren wurde.

Hier bekamen wir einen der schönsten Strände in

Cornwall zu sehen, den „Porthminster Beach“, der

schon mit Mittelmeerstränden zu vergleichen ist.

Alle Strände in St. Ives sind bereits mehrfach

ausgezeichnet worden aufgrund ihrer Lage, ihres

Blicks und ihres feinen weißen Sands. Hier hatten

wir mehrere Stunden Zeit zur Verfügung. Viele

haben diese Zeit am wunderschönen Strand

verbracht, wo es wahrscheinlich die besten

„Fish’n’Chips“ in Cornwall gibt.

Nach dem Abendessen machten sich einige mit

Herrn Pommerening und Herrn Dr. Vossen auf

den Weg ins „Minack Theatre“, um sich das Stück

„They came to a city“ anzusehen. Das Minack

Theatre ist ein einzigartiges Freilichttheater, was

in einen Felsabhang direkt an der See gebaut

worden ist. Leider fing es schon am Anfang an zu

regnen und, obwohl wir in unseren Mülltüten gut

verpackt waren, wurde es sehr ungemütlich. Da

dann jedoch auch noch der Wind stärker wurde,

konnte man auch nichts mehr verstehen, sodass

wir uns wieder auf den Weg zum Bus machten.

Das Theaterstück wurde am Ende sogar

abgebrochen, was eher selten passiert.

Als alle wieder zurück in der Jugendherberge

waren, fingen die Vorbereitungen für Nicolas

Geburtstagsüberraschung an, welche den Abend

schließlich rettete und das schlechte Wetter und

unsere trendige Mülltütenkollektion schnell wieder

vergessen ließ. Auf dem Zimmer der Mädchen

versammelten sich alle, es wurden Luftballons

aufgeblasen und der Kuchen mit kleinen Kerzen

verziert. Um Mitternacht wurde dann gesungen,

gratuliert und gefeiert.

An unserem letzten Tag in Cornwall fuhren wir

diesmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln

zusammen nach St. Ives, da für unseren

Busfahrer Uwe ein Ruhetag vorgesehen war. In

St. Ives verbrachten einige den Nachmittag,

andere fuhren zurück nach Penzance, um die

letzten „Pounds“ auszugeben.

Am letzten Abend wurde schnell gepackt, bevor

noch einmal alle zusammen feiern gehen konnten,

da es ja Freitagmorgen wieder frühzeitig auf den

Heimweg ging.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder

frühzeitig auf den Heimweg, wobei wir einen Halt

in der Universitätsstadt Bath machen wollten. Da

wir aber keinen Busparkplatz in der Stadt finden

konnten, fuhren wir weiter Richtung Dover. Dort

wollten wir frühzeitig ankommen, damit wir unsere

gebuchte Fähre trotz des Brandes im Eurotunnel

bekommen konnten. Leider wurden die

Buchungen aufgehoben, sodass jeder auf die

Fähren konnte und wir nun drei Stunden Wartezeit

hatten. Um 2 Uhr morgens durften wir auf die Fähre und hatten diesmal Glück,

denn die Überfahrt war sehr ruhig.

In Calais angekommen ging es nach dem Busfahrerwechsel mit einer

schlafenden Truppe von Schülern Richtung Heimat.

Am Samstagmorgen um 10.30 Uhr, nach guten 24 Stunden und mit zweieinhalb

Stunden Verspätung, kamen wir an der Schule an. Auch wenn unsere

Studienfahrt aufregend war, wir uns sehr gut verstanden haben und wir viel Spaß

hatten, waren wir sicherlich alle glücklich wieder in unseren Betten schlafen zu

können.

Hiermit möchten wir abschließend unseren tapferen Begleitern Frau Winkelmann,

Herrn Pommerening und Herrn Dr. Vossen im Namen aller für diese lustige

Studienfahrt danken.

Schulpartnerschaft BUHS

Jasmin Haase, Fatma Yasakci, Josefine Leideritz

Local teacher observes European

education systems

A unique partnership between Buckhannon-Upshur High School and the Marie

Curie Gymnasium (school) in Germany is creating new opportunities for both

teachers and students.

It started last school year when B-UHS English teacher Mike Sharpolisky was

selected as a Fulbright Scholar. In April, Christian Vorkauf, a teacher from Marie

Curie, visited Upshur County, and Sharpolisky visited Germany in June.

Sharpolisky was one of 20 American participants making the trip to Europe. The

travelers had a rocky start -thunderstorms - kept many of the teachers from

catching a flight and some were rerouted to other cities.

Once the weather cleared it was onward to Germany, where more challenges

awaited. "I don't speak German," Sharpolisky said. "In the train stations in

particular it was very difficult.' However, the teachers found German people to be

very friendly and helpful for navigating the transportation system. […]

Each day he went to school by a different mode of transportation -private car, tour

bus, subway and public bus. On one occasion he rode in a private car on the

Autobahn at more than 100 mph hour . "That was a very harrowing experience,"

he said. […]

Many German students spend 13 years in the public school system and are

separated into different tracts for vocational or college preparatory schools. Most

special education students attend aseparate school, while low achieving students

go to one school that does not continue through the 13th grade.

Learning a second and third language is required for students. "They are well

ahead of us in language," Sharpolisky said.

Sharpolisky traveled to Cologne and Neuss, where he was able to visit with

Vorkauf at his school, Marie Curie. The two have formed a partnership between

their schools. "I think we can both learn from our educational systems,"

Sharpolisky added.

Last year, Sharpolisky had initiated a pen pal program with students who were

interested. One of Sharpolisky's students, Hannah Talbott, met Josefine Leideritz

through the pen pal program and Leideritz was to arrive September 26 for a

three-week visit. Leideritz is coming over during her fall break and will only miss

one week of classes at Marie Curie. While in town, she will get to visit the high

school and West Virginia Wesleyan College. "We are the first school out of the

Fulbright group to bring a student to the United States and have a pen pal

program," Sharpolisky said. "W hat we're trying to impress to students is that

humanity is the same. We laugh and cry at the same things, we love our families.

We believe in God and religion - sometimes expressed in different ways."

“The Record Delta” Thursday, Oct 2nd, 2008 by Amanda Hayes

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Schulpartnerschaft BUHS

German student visits B-UHS

A student from the Marie Curie Gymnasium in

Germany has been visiting Upshur County for the

last three weeks.

Josefine Leideritz is headed back to her home

country this weekend wrapping up a trip that

included time spent at Buckhannon-Upshur High

School, West Virginia Wesleyan College and some

area highlights.

Leideritz was invited by Hannah Talbott's family

after the two became friends through an e-mail

pen pal exchange started between B- UHS

teacher Mike Sharpolisky's classes and Christian

Vorkauf's classes at Marie Curie.

Vorkauf visited Upshur County in April and

Sharpolisky traveled to Germany over the summer

as part of a Fulbright Scholar program.

"I had a little bit of luck," she said about getting

Talbott as a pen pal. "We became friends

immediately and here I am."

On her visit Leideritz visited Blackwater Falls and

Stonewall Jackson State Park, went shopping, and

was to take in the sights in Charleston before

flying back to Germany tomorrow.

"I love the nature in West Virginia," she said. "I

think it ' s so amazing. Being here in autumn and

the colors of the trees -it's amazing." Leideritz is in

her senior year, or the 13th grade, at Marie Curie.

She listed some of the similarities and differences

between her school and B-UHS.

The structure of the classes is one difference. In

Germany students stay in the classrooms and

teachers change rooms.

Her favourite subjects are English and history and

she said the lessons are not that different.

Leideritz began learning English in fifth grade but

she said that some students in Germany begin in

the second grade.

There are not computers, televisions and

projectors in every classroom in Germany. The

school has two computer labs that sit 30 students

each. Leideritz said she also noticed cameras at

B-UHS and said "Security is important here."

Another experience Leideritz had at B-UHS was

attending her first football game which she said

was a lot of fun.

College or university is less expensive in

Germany, 500 euros or about $ 750 per semester.

Leideritz will graduate in June and said she would

like to come back to visit America.

While here, Leidertiz said she learned a lot about

American culture and another similarity between

the two schools. "In Germany we eat a lot of Italian

food and have fast food so there was nothing

really different" she added.

“Record Delta”, 17. Oktober 2008

Schulpartnerschaft BUHS

Kontakt zu US-amerikanischen High School Schülern

Nach unserem ersten Kontakt zur Buckhannon Upshur High School (BUHS) in

West Virginia, USA, war zunächst ein Austausch von E-Mail-Adressen erfolgt, der

rein nach dem Zufallsprinzip Kontakt zwischen Schülern und Schülerinnen des

MCG und der BUHS herstellte. Dabei passte oftmals weder Alter noch Geschlecht

des E-Mail-Partners. Trotz der widrigen Umstände sind einige dauerhafte

Korrespondenzen entstanden bis hin zum Besuch von Josephine Leideritz im

Herbst diesen Jahres bei ihrem Pen Pal.

Genau diese glückliche Entwicklung hat uns auf die Idee gebracht, über den

freieren Austausch in sozialen Netzwerken eine erheblich bessere

Übereinstimmung zu erreichen, zumal sich im Grunde alle Schüler bereits in

solchen Netzwerken angemeldet haben – leider nur im falschen.

Während alle deutschen Schüler in „Schüler-VZ“ Hausaufgaben und

Vertraulichkeiten tauschen, tun dies amerikanische in „Facebook“. Was lag näher,

als eine Gruppe in Facebook zu eröffnen, um einen deutsch-amerikanischen

Treffpunkt einzurichten.

Nun existiert bei Facebook die Gruppe:

MCG Neuss / Buckhannon UHS - Exchange

Meldet euch an und trefft Schülerinnen und Schüler aus Buckhannon. Eröffnet

neue Untergruppen oder Diskussionsthemen. Entdeckt Gemeinsamkeiten und

Unterschiede.

Vielleicht gibt es dann weitere Erfolgsgeschichten wie die von Josefine oder sogar

mehr ...

Was ist Facebook?

[Vor]

Facebook (www.facebook.de) ist das US-amerikanische Original von Schüler-VZ

(www.schuelervz.net). Tatsächlich klagen zzt. die Erfinder von Facebook gegen

Schüler-VZ wegen Urheberrechtsverletzung, da Letztere nach Auffassung der

Kläger lediglich die Farbgebung ausgetauscht haben.

Weltweit waren im vergangenen Jahr angeblich über 50 Millionen Nutzer bei

Facebook registriert, womit sie den Anspruch auf die Stellung als größtes soziales

Netzwerk behaupten.

Schulpartnerschaft BUHS

Buckhannon – die Fakten

Buckhannon, 1816 gegründet, liegt ca. 2 Autostunden nördlich von Charleston,

der Hauptstadt West Virginias.

Es hat 5.725 Einwohner (2000), die sich auf einer Fläche von 6,4 km² verteilen

(893.5/km²).

(Hierzu im Vergleich die Zahlen zu Neuss: 151.449 Einwohner, die sich mit 1522

Einwohnern je km² über ein Gebiet der Größe von 99,48 km² verteilen).

Somit kann man Buckhannon getrost als typisch amerikanisches, ruhiges

Städtchen bezeichnen. Es gibt je eine Primary, Middle und High School sowie das

West Virginia Wesleyan College, welches sogar ziemlich berühmt ist. Die

Bevölkerung ist fast ausschließlich weiß und eher konservativ. Der ursprüngliche

Wirtschaftsschwerpunkt lag im Bergbau. Die Kriminalitätsrate liegt weit unterhalb

der Hälfte des amerikanischen Durchschnitts. Buckhannon ist also als wirklich

friedlich zu bezeichnen.

Buckhannon liegt in einer hügeligen Gegend am Fuße der Allegheny Mountains.

Im Sommer ist es dort sehr heiß und im Winter sehr kalt. Buckhannon hat eine

Hauptstraße mit einigen Geschäften, jedoch kein wirkliches Shopping-Paradies.

Etwas außerhalb der Stadt finden sich dann die großen Einkaufsläden (Walmart,


etc.) und Fast-Food-Ketten wieder, die von den

eher wenig kochbegeisterten Amerikanern häufig

aufgesucht werden.

Schon kurz hinter der Hauptstraße gibt es keine

Fußgängerwege mehr. Wer also etwas weiter

draußen wohnt, ist ohne Auto aufgeschmissen,

und auch das Fahrradfahren ist bei den engen

Straßen nicht zu empfehlen.

Um Buckhannon herum kann man die schönste

Natur West Virginias sehen und auch zu diversen

Naturparks ist es nicht weit. Besonders im Herbst

sind diese zu empfehlen, da die Bäume dann

wunderschön aussehen.

Schulpartnerschaft BUHS

Interview mit

Josefine Leideritz

Josefine ist für drei Wochen nach

Buckhannon, West Virginia, USA, zu Hannah

Talbott gereist, die sie über eine E-Mail-

Freundschaft kennengelernt hat. Josefine hat

dort die Buckhannon Upshur High School

(BUHS) besucht.

Sie sind ganz alleine mitten in das Herz

Amerikas gereist. Was waren Ihre ersten

Gefühle?

Da ich ein großer USA-Fan bin, war ich

hauptsächlich aufgeregt. Ich wollte schon in der

11. Klasse für ein Jahr eine amerikanische High

School besuchen. Doch das hatte nicht geklappt.

Umso glücklicher war ich jetzt, als ich erfahren

habe, dass ich nach West Virginia eingeladen

wurde.

Sorgen, ob ich mit meiner Gastfamilie klar komme

oder ich in der Schule nett aufgenommen werde,

hatte ich mir eigentlich auch nicht gemacht, da ich

einfach keine Zeit dazu hatte. Zwischen der

Einladung und dem Flug lagen gerade mal 2 ½

Monate.

Wie sieht der Alltag einer amerikanischen

Schülerin aus im Vergleich zu einer

deutschen?

Da eigentlich alle Schüler in Amerika mit dem Bus

oder Auto zur Schule kommen, muss man ein

wenig früher aufstehen, wenn man pünktlich um 8

Uhr in der Schule sein will. Denn gerade am

Morgen herrschte Stau auf der Straße zur Schule.

Alle Schüler haben jeden Tag den gleichen Stundenplan. Außerdem sind alle

Fächer einstündig. Ich habe leider auch bis zu meinem letzten Tag nicht

herausgefunden, wann welche Stunde endet, weil jede Stunde unterschiedlich

lang ist. Die sind aber durchschnittlich 40-55 Minuten lang.

Die Fächer sind ebenfalls anders. Die einzigen Pflichtbelegungen in jedem Jahr

sind Englisch und Mathe. Man muss z.B. auch nicht jedes Jahr eine

Naturwissenschaft haben.

Es gibt aber auch viele Fächer, die es bei uns nicht gibt, also z.B. Band, Theater,

Chor, Handwerken, Kochen, Preschool (da kümmern die Schüler sich um

Vorschulkinder, die ein paar Räume in der High School haben), etc.

Die Schule endet immer um 15.15 Uhr. Danach haben dann die Teams noch

Training. So trainiert z.B. das BUHS Volleyball Team jeden Tag zwei Stunden

lang von 16-18 Uhr. Wenn man also noch in einem Team ist, ist man unter

Umständen erst spät abends zu Hause und muss dann noch Hausaufgaben für

den nächsten Tag machen.

Da bleibt nicht so viel Zeit für Hobbys wie hier.

Zweifellos gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden

Schulformen - dem deutschen Gymnasium und der amerikanischen High

School.

An der amerikanischen High School werden, im Gegensatz zum deutschen

Gymnasium, alle Schüler unterrichtet, egal wie gut oder schlecht – vergleichbar

mit einer Gesamtschule. Abstufungen der Schulformen, wie z.B. zur Realschule,

gibt es nicht. Die Lehrer sind dort aber auch so engagiert, dass alle mitkommen.

Die amerikanische High School ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich mit

einem deutschen Gymnasium zu vergleichen, da auch der Abschluss nach der

12. Klasse eher dem (deutschen) Standard eines Realschulabschlusses

gleichkommet anstelle eines Abiturs.

Während am deutschen Gymnasium der Schwerpunkt auf das Wissen gelegt

wird, wird an der BUHS viel diskutiert. Man geht des Weiteren von „echten“

Situationen im Leben aus, um den Unterrichtsstoff nahe zu bringen. So wurde im

Matheunterricht nicht stur der Stoff aus dem Buch unterrichtet, sondern eher alles

auf praktische Erfahrungen der Schüler ausgerichtet. Man lerne für das Leben

und nicht für das Wissen an sich, wie mir immer wieder bestätigt wurde. Doch

diese Methode ist nicht die schlechteste, wie ich festgestellt habe.

Einige Probleme der Schüler unter sich sind mir aber auch aufgefallen. Da meine

Gastmutter Counselor (so eine Art Beratungslehrer und Psychologe in einem) an

der BUHS war, verbrachte ich einige Zeit in ihrem Büro, und da passierte es nicht

selten, dass weinende oder sich streitende Schüler hereinkamen, die ihre Hilfe

suchten.

Sogenannte „Fights“, also mehr oder weniger schlimme Auseinandersetzungen,

waren häufig an der Tagesordnung. Interessanterweise waren es meistens

Mädchen, die sich untereinander um einen Jungen prügelten, oder Paare, die

ihren Beziehungsstress öffentlich in der Cafeteria austrugen.

Doch nach einem Besuch bei einem der Counselor, wo sich jeder aussprechen

konnte, war das Problem meistens gelöst und die Schüler verließen lächelnd und

Arm in Arm das Büro.

Meine Gastmutter erklärte mir, dass diese Probleme auf die zunehmend

antiautoritäre Erziehung der amerikanischen Kinder zurückzuführen sei. Die

Kinder hätten nicht oder nur wenig gelernt, sich gegenseitig Respekt zu zeigen

und Rücksicht auf die anderen und deren Gefühle zu nehmen. Daraus würden

dann immer wieder Streitereien entstehen, die meistens sinnlos und durch ein

einfaches Gespräch zu lösen seien.

Ich persönlich habe nie solche Schlägereien gesehen, da diese meistens sofort

von Lehrern unterbrochen werden. Somit habe ich von diesen Problemen nur

erfahren, weil ich im Büro meiner Gastmutter saß.

Ein genereller Unterschied zwischen einer deutschen und amerikanischen Schule

ist wohl das enorme Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner. An der BUHS ist jeder

Flur videoüberwacht und es gibt mindestens einen Wachmann, der während der

Stunden auf den Fluren rumgeht und aufpasst, dass kein Fremder das

Schulgebäude betritt. Wollte man den Klassenraum während der Stunde

verlassen, brauchte man einen „Flurpass“, wo das Datum, die Zeit und der Grund

des Aufenthaltes auf dem Flur vom Lehrer festgehalten und unterschrieben wird.

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Hatte man keinen Pass und traf auf den

Wachmann, brachte der einen zurück zur Klasse

oder direkt zum Direktor. Damit will man

verhindern, dass es Anschläge auf die Schüler

gibt.

Das Beispiel zeigt auch, wie viele Service-

Angestellte es neben den Lehrern an der Schule

gab: Krankenschwester, Köche, eine Menge

Hausmeister, Wachleute, alleine drei

Sekretärinnen am Empfang, Bibliothekarinnen,

Laufbahnberater usw.

Was ist Ihrer Meinung nach der größte Fehler,

den ein deutscher Austauschschüler in den

USA begehen könnte?

Amerikaner sind Patrioten. Das sollte man

respektieren. Wenn also morgens „The Pledge“

gesprochen wird, einfach aufstehen und Respekt

zeigen.

Fragen zur eigenen Meinung, die die USA, deren

Politik oder Politiker betreffen, sollte man immer

diplomatisch beantworten und sich keineswegs

auf seine Meinung verstreifen. Am besten sollte

man seine eventuell kritische Meinung ganz für

sich behalten, wenn man nicht 100%ig sicher ist,

dass diese wirklich gefragt ist.

Gerade in der Schule sollte man nur Positives von

sich geben, wenn man nicht will, dass sich jemand

angegriffen fühlt. Generell sollte man warten, bis

man nach seiner Meinung gefragt wird und nicht

damit herausplatzen.

In meiner Gastfamilie konnte ich meine Meinung

eigentlich immer frei äußern und auch darüber

diskutieren, jedoch habe ich abgewartet, bis ich

ungefähr wusste, was meine Familie dachte.

Denn man sollte wirklich vermeiden, in einer

konservativen Familie progressive Themen

anzusprechen.

Ansonsten sollte man immer bereit sein, sich auf

andere Meinungen einzulassen und niemals so

respektlos sein und die Meinung des anderen als

falsch darstellen.

Des Weiteren sind in Amerika Dinge wie Alkohol und Rauchen verpönt. Man

sollte also nicht von irgendwelchen Partyerfahrungen oder von seinem letzen

Kater erzählen.

Auch Themen wie Religion, Sex oder Schwangerschaften bei Minderjährigen

sollte man nicht ansprechen, wenn man nicht völlig sicher ist, dass die

Gastfamilie offen ist, darüber zu sprechen. In die Schule gehören solche Themen

generell nicht.

Ich kann aus meinen Erfahrungen nur sagen, dass ich mit meiner Gastfamilie

über alles reden konnte, jedoch habe ich mich wirklich vorsichtig an solche

Themen herangetastet und immer erst gefragt, ob ich dazu etwas fragen darf.

Diese Frage wurde bei mir nie verneint und so konnte ich offen über solche

Themen sprechen. Dies würde ich aber in keinem Fall auf alle Menschen

übertragen.

Wenn man immer den gebührenden Respekt vor anderen Menschen, deren

Einstellungen und Sitten wahrt, sollte es eigentlich kein Problem sein, als

Austauschschüler so viel wie möglich aus seinem Aufenthalt zu lernen.

Beschreiben Sie die Menschen, denen Sie dort begegnet sind.

Die Menschen sind im Grunde wie die Menschen in Deutschland. Es gibt viele

verschiedene Typen, die sowohl hier als auch in den USA vertreten sind. Zu mir

waren jedenfalls alle immer sehr freundlich und höflich.

Die Lehrer, aber auch die Schüler waren sehr interessiert an Deutschland und

unserer Lebensweise. Mir wurden viele Fragen gestellt, die ich auch gerne

beantwortet habe. Generell waren alle sehr offen.

So war ich zum Beispiel auch in der Holocaust-Klasse, und obwohl ich anfangs

Angst hatte verurteilt zu werden oder mich rechtfertigen zu müssen, waren alle

sehr respektvoll. Die Schüler waren am Anfang zu schüchtern, um irgendetwas in

Verbindung mit dem Zweiten Weltkrieg zu fragen, deshalb habe ich das Thema

irgendwann angesprochen. Die Schüler waren dankbar und sehr interessiert an

einer deutschen Meinung zur Judenverfolgung.

In dieser Klasse habe ich vor allem gelernt, dass gegenseitiges Interesse die

Menschen sehr viel weiter bringt. Man zeigt, dass man keineswegs so ignorant

ist, wie der andere vorher dachte, und kann daraus sehr viele interessante Dinge

lernen.

Ich wurde nie verurteilt und musste mich auch nicht erklären. Vielmehr haben wir

alle zusammen überlegt, wie man verhindern kann, dass so etwas wie der

Holocaust noch mal passiert, und kamen zu dem Schluss, dass es möglich sein

sollte, friedlich miteinander zu leben, wenn alle Menschen ein wenig Verständnis

für einander aufbringen.

Was war das eindrucksvollste Erlebnis während Ihres dreiwöchigen

Aufenthalts?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, da für einen begeisterten Amerika-Fan

wie mich alles eindrucksvoll war.

Schon die alltäglichen Dinge, die so typisch amerikanisch waren, wie z.B. die

riesigen Autos, Kühlschränke, Häuser und Gärten haben mich beeindruckt. Die

High School, die Veranden vor den Häusern, die Highways und einfach die Natur,

wie sie in West Virginia noch so ursprünglich ist, haben mich begeistert. Die

meiste Zeit hat meine Gastfamilie mich ein wenig belächelt, weil ich an so vielen

alltäglichen Dingen meine Freude hatte.

Da ich sehr offen an die amerikanische Kultur herangegangen bin, kann ich mich

jetzt auch nicht wirklich an etwas Negatives erinnern.


Kultur

Chor

Herzliche Einladung zum

neuen Pop- und Gospelchor!

Vielleicht hast du es noch nicht gehört: Mit diesem

Schuljahr gibt es wieder einen Chor am MCG!

Seit den Herbstferien wird nun donnerstags von

13.30-14.15 Uhr (7.Stunde) in der Aula geprobt.

Auf dem Programm stehen aktuelle Chart-Hits

(„Dieser Weg“) und a-capella Barber Shop-Songs

(„Only you“), Musical-Highlights („Can you feel the

love tonight“) und Gospels („Clap your hands“),

aber auch unbekannte Lieder anderer Kulturen

(„Nignesi Ponono“) und Weihnachtssongs.

Wie du siehst, möchte ich ein möglichst buntes

Programm einstudieren, zu dem du gerne deine

Lieblingsnoten mitbringen kannst!

Offen ist der Chor für alle Schülerinnen und

Schüler ab der 7. Klasse. Ich freue mich auf viele

neue und alte Gesichter! Herzliche Einladung!!!

Schreib-Café

Ein Treffen mit

Wolfgang Hohlbein

[Bür]

20. Juni 2008, 13.30 Uhr. Die Presse ist

anwesend und wir stehen da und warten.

Wir, das ist das Schreibcafé, die Schreib-AG des

Marie-Curie-Gymnasiums, und der, auf den wir

warten, das ist Wolfgang Hohlbein, der mit seinen

etwa 30 Millionen verkauften Büchern zu den

erfolgreichsten Autoren Deutschlands zählt.

Als er dann kommt, werden erst einmal

Gruppenbilder von ihm und der AG gemacht, bis

wir dann wenig später ins Lernzentrum der Schule

gehen. Dort liest Wolfgang Hohlbein aus seinem

Roman „Dunkel“ vor, den auch die Mitglieder des

Schreibcafés in Vorbereitung auf das Treffen

gelesen haben.

Im Anschluss stellen wir ihm noch Fragen und

erhalten so einen Einblick in das Leben und die

Arbeitsweise eines Schriftstellers. Bei ihm fängt

das Schreiben einer Geschichte meist mit einer

einzigen, oftmals der Realität entnommenen

Szene an, aus der sich langsam ein Roman

entwickelt, dessen Ende auch der Autor erst beim

Schreiben der Schlussszene findet. So kann es

zwar schon passieren, dass das Buch etwas

dicker wird, als es anfangs geplant war. Doch

erstens plant Wolfgang Hohlbein auch die

Handlung seiner Bücher zunächst nicht so genau und zweitens sind dicke Bücher

bei Fantasy-Lesern glücklicherweise sehr beliebt.

Als dann auch die letzte Frage gestellt ist, übergibt Herr Schmitt, der Leiter des

Schreibcafés, Wolfgang Hohlbein eine Sammlung von Texten, die wir zu dem

besagten Roman „Dunkel“ geschrieben haben. Wolfgang Hohlbein freut sich sehr

und verspricht uns, einen Schreibworkshop mit ihm zu organisieren - ein tolles

Angebot!

So bringt am Ende jeder etwas Gutes mit nach Hause: er eine bunte Mischung

von Gedichten, variablen Enden und Kommentaren zu seinem Roman, wir eine

Menge weiterer Informationen über die Schriftstellerei.

Schreib-Café

Fiona Sironic (Klasse 8d)

Fiona Sironic gewinnt im Bundeswettbewerb

„Treffen junger Autoren“

Fiona Sironic aus der Klasse 8d hat einen

tollen Erfolg errungen. Ihre Kurzgeschichte

„Pralinen“ wurde für die Veröffentlichung in

einer Anthologie ausgewählt, verbunden

mit einem Bücherscheck über 50 Euro.

Fiona nahm am Bundeswettbewerb

„Treffen Junger Autoren“ teil, der im Auftrag

des Bundesministeriums für Bildung und

Forschung ausgeschrieben wurde.

Die Urkunde, unterschrieben von Dr.

Annette Schavan, Prof. Dr. Joachim

Sartorius und Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner,

konnte die stolze Gewinnerin im Oktober in

Empfang nehmen. Herzlichen Glückwunsch

zur erfolgreichen Veröffentlichung!

Fiona Sironic: Pralinen (2008)

Ja, das war mal wieder typisch ich! Konnte weder kochen noch backen, oder

etwas in der Art, nicht einmal eine gerade Linie bekam ich mit diesen

Zuckerschrifttuben ohne Schablone auf den Kuchen und trotzdem dachte ich mir:

Pralinen, das müsste hinzukriegen sein.

Natürlich dachte ich das nicht aus heiterem Himmel, der Ansporn zu dieser

Kühnheit, diesem Selbstvertrauen, dieser Arroganz jedem Konditor der Welt

gegenüber war ein Geburtstag gewesen, der meiner lieben Tante Agathe, und

sein ständiges, nahezu bedrohliches Näherrücken: Zwei Wochen zuvor machte

meine Mutter mich und meinen an Coolness erkrankten Bruder Bert darauf

aufmerksam, dass ein Geschenk zu besorgen sei. „Nächste Woche!“, erwiderte

ich, mit kühner Gelassenheit. Meine Mutter nickte, das an Zeit würde schließlich

reichen, um rasch zum Blumenladen an der Ecke oder einer ähnlichen Handlung

zu fahren und ein paar, mehr oder weniger hübsche Stängel, unter Umständen

mit Blüten an den oberen Enden versehen, für einen niedrigen Preis zu erwerben.

Ja, vielleicht hätte auch ich ein etwas respektvolleres Denken im Bezug auf den

Geburtstag meiner lieben Tante Agathe an den Tag legen sollen, aber die

meisten werden diese weise Erkenntnis schon gemacht haben: Hinterher ist man

immer schlauer!

Eine Woche vor Tante Agathes Geburtstag: Erneut machte mich meine Mutter auf

den bevorstehenden „großen Tag“ aufmerksam. Gelangweiltes Gähnen

meinerseits, „Was hast du gesagt?!“ Brüllen meines Bruders, der es sich fest in

den Kopf gesetzt hatte, wie „cool“ doch in der Jugend ruinierte Ohren sind und

dass sie mit Hilfe eines MP3-Players auf voller Lautstärke sicherlich schneller

eintreten würden. Im zweiten Punkt musste ich ihm recht geben, im ersten waren

wir uns leider immer noch nicht einig.

Drei Tage vor Tante Agathes Geburtstag: Lautes Dröhnen aus Berts Zimmer, er

hatte sich eine neue Anlage gekauft, 5.1 Boxensystem, das Beste vom Besten,

eben für jene, die ihr junges Leben einem solch wunderbaren Zweck gewidmet

hatten wie er, dem Ruin ihrer Ohren.

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„Hast du schon etwas für Tante Agathe, zum

Geburtstag?“, schrie meine Mutter gegen den

Bass der Anlage an. Shit! Das hatte ich glatt

vergessen, was ich nun wohl auch ihr eingestehen

musste. „Bastle ihr doch etwas“, schlug meine

Mutter vor, „oder mal ihr ein Bild.“

„Liebe Dante, is habe dir zu teinem kepurtstag ein

Bild demalt! Defällt es dir?“ So, oder schlimmer,

musste ich mit etwa 3 bis 5 geklungen haben, als

ich meiner Tante, wie auch allen anderen

Familienangehörigen ständig Bilder gemalt hatte,

egal ob Geburtstag, Grillfest oder zu viel

Langeweile im Kindergarten. Mit dreizehn aber

war ich aus dem Alter schon längst raus.

Verdammt.

Zwei Tage vor Tante Agathes Geburtstag: Ein

neuer Song aus dem Zimmer meines Bruders,

Bert drehte den Sound voll auf. Das würde mich

für gewöhnlich nicht unbedingt stören, aber unsere

Zimmer sind direkt nebeneinander und eine seiner

Boxen ist so gegen die Wand zwischen uns

gehängt, dass bei mir alles wackelt, sobald sie an

ist, also quasi den ganzen Tag. „Das muss“, hatte

er gesagt als ich ihn darauf ansprach, „fürn

Sound!“ Was er damit aber in Wirklichkeit

bezwecken will, ist, dass besagte Wand durch die

Schallwellen immer weiter in mein Zimmer

vorgedrückt wird, bis sie an der

gegenüberliegenden anliegt. Das passiert

natürlich nur langsam, es fällt kaum auf, aber in

einigen Monaten wird es so weit sein, denke ich.

Wieder einmal kam meine Mutter in mein Zimmer,

um mit mir den gleichen Dialog zu führen wie

gestern. Bloß ihr Gesicht wurde zunehmend

verzweifelter, als sie von meiner Abneigung,

gegenüber ihrer Bildidee und meiner Ratlosigkeit

erfuhr. Nach kurzem Grübeln hellte sich ihr

Gesicht jedoch auf. „Back Tante Agathe doch

was!“

Ja, dagegen war nichts einzuwenden. Gleich

Morgen wollte ich mich daran machen

Ein Tag vor Tante Agathes Geburtstag: Gemütlich

saß ich vorm Fernseher und sah mir irgendetwas

an. Worum es ging, wusste ich nicht genau,

anscheinend konnte man Berts Anlage noch lauter

stellen, und so war ich gezwungen gewesen, mir

Ohrstöpsel in die Ohren zu stecken. Anhand der

Gesichtsausdrücke versuchte ich nun zu

verstehen, worum es eigentlich ging, wer welche

Emotionen empfand. Es war Samstagabend, nach

neun. Meine Mutter steuerte in meine Richtung

und machte den Mund auf und zu. Das (im

Wohnzimmer nur sanfte) Ruckeln im Haus ließ

nach und Bert schlurfte ins Bad. Ich konnte also

die Gefahr eingehen, die Stöpsel meiner Mutter

zuliebe aus den Ohren zu nehmen. Das bereute

ich natürlich gleich wieder, denn sie stellte mir

eine Frage, die mich zunächst in einen tiefen

Schock versetzte: „Und, schon fertig gebacken?“

Von wegen gebacken, nicht einmal Zutaten

gekauft oder wenigstens aus dem Schrank geholt

hatte ich! Ich sprang auf, gerade so, als sei ein gar

widerliches Ungetüm in meinen Schoß

gesprungen. „Was ist denn los?“, fragte meine

Mutter verblüfft. Ich antwortete nicht, sondern eilte

in die Küche und überließ sie sich selbst. Backbuch her! Ich riss es aus dem

Regal, dass einige der nebenstehenden Bücher, wie zum Beispiel „Sushi für

Anfänger – Wie man rohen Fisch mit Seetang vereint“ oder „Mit Suppen durchs

Schaltjahr – 366 Rezepte von Frühlingssuppe bis Wintereintopf“ ohne

Vorwarnung mitgerissen wurden. Irgendwas Kleines musste es sein, was

trotzdem beeindruckte und für das wir noch die Zutaten hatten, da sah ich unter

wildem Durchblättern die Kapitelüberschrift: „Pralinen – klein und trotzdem

beeindruckend“. Das war doch genau das Richtige! Nur was für Pralinen sollten

das werden? Schokolade hatten wir keine mehr, die brauchte man für fast alles,

da stach mir schon wieder etwas ins Auge: „Petit Fours, Pralinen ohne

Schokolade.“ Bert kam gerade aus dem Bad und ich steckte mir wieder Stöpsel in

die Ohren und überflog die Zutatenliste: Puderzucker hatten wir noch; Wasser

hoffentlich auch; Rotebeetesaft, das könnte schwer werden ... Aber man

brauchte ihn um den Zuckerguss zu färben, da würde auch Lebensmittelfarbe

reichen. Konfitüre war dann wieder ein kleineres Problem, ein Glas

Erdbeermarmelade hatte ich noch heute Morgen angebrochen;

Marzipanrohmasse, auch nicht schwierig, irgendwo war sicher noch eine dieser

mit Schokolade überzogenen Würste zu finden, von denen es zu Weihnachten

immer überall wimmelte; diverse Zutaten um Biskuit zuzubereiten, na ja, diese

Löffelbiskuitkekse würden schon reichen; je eine halbe Mandel zum Verzieren der

fertigen Pralinen, aber wann hatten wir das letzte Mal Mandeln im Haus gehabt?

Zum Schützenfest wahrscheinlich, in gebrannter Version, die waren natürlich

längst weg, aber güldene Zuckerperlen hatten wir noch zum Verzieren. Das

würde eine lange Nacht werden… Zuerst sollte ein Biskuitboden gebacken

werden, einen Tag vor der eigentlichen Prozedur, doch dann durchfuhr mich ein

Schreck: Wir hatten keine Biskuitkekse mehr! Ich durchwühlte den Kühlschrank

nach etwas, das dem nahe kam, doch das einzige, was ich fand, waren diese

rechteckigen Waffeln, die es in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Nun gut, dann

strich ich eben die einseitig mit der „Erdbeermarmelade wie von Mutti“ ein.

Marzipan sollte ausgerollt werden, doch das war mir bei der Schokoladenmarzipanrolle,

die mir zur Verfügung stand und bei der ich zunächst die gesamte

Schokolade hätte entfernen müssen, eindeutig zu viel Arbeit, und so schnitt ich

sie einfach in grobe Scheiben, so lieblos, dass die Schokolade von selbst abfiel.

Die Waffeln schnitt ich in Stücke, auf die jeweils eine Marzipanscheibe passte, so

weit war ich also fertig. Jetzt ging es an den Zuckerguss!

Das mit dem Saft war ja klar gewesen, so was gab es in unserem Haushalt nicht,

aber leider hatten wir auch keine rote Lebensmittelfarbe und so musste ich mich

zwischen Niveadosenblau und Lindengrün entscheiden. Grün war zwar eindeutig

die natürlichere Farbe, aber was an diesem Zuckerzeug war schon natürlich? Ich

entschied mich also für blau. Als der Guss angerührt war, warf ich die „Pralinen“

der Reihe nach hinein, zog sie mit einer Gabel heraus und stellte sie dann zum

Trocknen auf ein Backblech. Ich wartete kurz, bis der Guss angetrocknet war, da

ich von Haus aus mit einer enormen Geduld versehen bin, waren das etwa fünf

Sekunden. Irgendwie blieben die Zuckerperlen dann auch nicht am Guss kleben,

jedenfalls nicht an dem auf den Pralinen. So kam es, dass letztendlich auf jeder

der zwölf Pralinen eine Perle aufsaß, an meinen Armen und Händen jedoch etwa

fünfzehn klebten. Ich ließ die Pralinen stehen und schlich hundemüde in mein

Zimmer, der nächste Tag würde es in sich haben.

Tante Agathes Geburtstag: Ich hatte Recht gehabt, der Tag hatte es in sich!

Tante Agathe hatte schon immer eine Vorliebe dafür, mit ihren Reden unendlich

wichtige Ereignisse aus ihren Geburtstagen zu machen, wie auch diesmal: Sie

stand vorne, erzählte wie gerührt sie über unser und aller anderen Kommen war

und nahm dann die Geschenke entgegen. Allerlei Zeug, was man eh nicht

braucht, wie zum Beispiel einen Apfelentkerner, der die Äpfel gleichzeitig achtelt,

oder einen Bananenwärmer, der verhindert, dass die Bananen zerquetscht

werden. Dann kam Bert an die Reihe und ab dem Moment ärgerte ich mich

schwarz: Er hatte sich den Blumenstrauß, den unsere Mutter für Tante Agathe

gekauft hatte, geschnappt und überreicht ihn feierlich. Agathe war zu Tränen

gerührt und wollte nun auch mein Geschenk annehmen. Zitternd kam ich nach

vorne. Heute Morgen noch hatte ich die Pralinen liebevoll, einzeln in eine Tüte

packen wollen, doch Bert hatte bloß „Mach ma hin, hab kein Bock zu warten“,

gerufen und ich hatte den Rest lieblos, wie ich auch alles andere an den Pralinen

hergestellt hatte, in die Tüte gekehrt, jetzt kam die Strafe für diese Untat. Bert

hatte im Auto wenigstens traurig, fast schuldbewusst dreingeblickt, vielleicht hatte

er die strafende Gewalt damit täuschen können, doch mich nicht: Ich wusste,

dass die einzige Schuld, die sein Gewissen bedrückte, das vorzeitige Dahingehen


seines MP3-Players war: Er hatte ihn direkt

zwischen zwei Boxen auf den Tisch gelegt, nun

war er dank der starken Vibration im Raum

heruntergefallen und zerbrochen, also der MP3-

Player, nicht Bert. Ich ging also mit zittrigen

Beinen auf diese provisorische Bühne zu, die

Tante Agathe immer aufbaut, und gab ihr die Tüte

in die ausgestreckte Hand. Als sie hineinsah,

lächelte sie unsicher. Vielleicht wusste sie nicht

genau, wofür sie sich gerührt bedanken sollte,

oder sie hatte es gar nicht vor und wollte mich so

schonend wie möglich darauf vorbereiten. Die

Menge – das heißt, die etwa zehn Gäste – sah

erwartungsvoll auf und Tante Agathe sah

erwartungsvoll zu mir. Vielleicht wollte sie einen

unauffälligen Hinweis auf den eigentlichen Sinn

des Geschenkes, dieser blauen Klumpen. Bert

zog mich auf die Bühne und sprang selbst mit

einem lauten „Rums“ hinunter. Ich formte das Wort

mit meinen Lippen, vielleicht gehörte Tante

Agathe ja zu diesem begnadeten Kreis der

Lippenleser. Gehörte sie nicht oder zumindest nur

ein bisschen. Ja, in etwa erkannte sie, was ich

meinte, und so erklärte sie mir nun mit

strahlendem Lächeln: „Dankeschön für dieses tolle

Bödefu, woher hast du das Rezept?“ Mit spitzen

Fingern zog sie einige meiner Pseudopralinen, die

inzwischen zu einem seltsam geformten Klumpen

zusammengewachsen waren, aus der Tüte. „Aus

dem Backbuch“, erwiderte ich lasch. Tante Agathe

stellte den Klumpen in eine Schüssel und fragte

mich, ob es für mich in Ordnung wäre, wenn sich

jeder etwas abriss. Ich nickte nur noch und erhielt

den Rest des Abends noch einige freundlich

gemeinte Komplimente und Fragen, wie zum

Beispiel „Das ist aber ein kreatives Rezept, dieses

Bödefu, vor allem ist es schön anzusehen!“ oder

„Woraus sind denn diese harten Stückchen?“

Danach hab ich mich nicht mehr getraut, dieses

Bödefu zu probieren. Ich denke für solche

Neuschöpfungen ist die Welt noch nicht bereit.

Tanztheater

RespektTanz

Mit einer gelungenen Inszenierung präsentierte

sich am Ende des vergangenen Schuljahres die

Gruppe von Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe

8, die ein Jahr lang an dem Projekt „RespektTanz“

von Firat Kilic teilgenommen hatte.

Eine sehr eindrucksvolle, in der Stille der Konzentration zudem sehr intensive

Abfolge von Szenen und Episoden schlug die Zuschauer in der Aula an der

Jostenallee in ihren Bann, um sich am Schluss in begeistertem Applaus

aufzulösen. Unterstützt wurde die atmosphärische Wirkung durch gekonnt

ausgesuchte, teils sehr aparte musikalische Untermalung.

Zum Thema „Respekt“ zeigte die collageartige Montage tänzerisch dargestellt

verschiene Aspekte des Umgangs miteinander – Begegnungen im Alltag,

Zusammenhalt, Konkurrenz, Gruppenkonflikte, Ausgrenzung – aber auch das

Aufeinanderzugehen und Sichzusammenfinden. Die Kombination

unterschiedlicher Tanzstile stellte den Zuschauern auch die Rituale von

Menschen aus anderen Kulturen vor und zeigte, wie entscheidend gegenseitiger

Respekt für ein friedliches Miteinander ist.

Gelöst und glücklich nahmen die Tänzerinnen den Beifall des Publikums

entgegen. Sie freuen sich schon auf das für das nächste Jahr geplante Projekt

von Herrn Kilic: ein Musical.

RespektTanz ist eines der über 50 von Stadt und Land geförderten Projekten, mit

denen künstlerische Aktivität und kulturelle Bildung an Schulen in Neuss gefördert

werden. Sie sind wichtig für die Entwicklung von jungen Menschen: für eine

differenzierte Wahrnehmung, Ausdrucksvermögen, die Ausbildung einer

ästhetischen Intelligenz und schließlich für die Gestaltung des Lebens insgesamt.

Besonders erfreulich: Da, wo die Landesmittel angesichts der massiven

Akzeptanz des Programms in Neuss nicht ausreichen, kümmert sich das

Kulturamt der Stadt Neuss um zusätzliche Mittel, zum Beispiel bei der

Jubiläumsstiftung der Stadtsparkasse.

Theater

Viel Applaus für Shakespeare

Langsam verstummt das Gemurmel im Publikum in der Aula, die Saallichter

gehen aus. Ein munterer Swingsong erklingt. Erwartungsvolle Blicke suchen die

dunkle Bühne ab. Die Spannung wächst und wird greifbar. Dann geht der Spot an

– und mit ihm beginnt eine von zwei Theater–Aufführungen der Shakespeare- AG

von Susanne Maninger-Weber.

Nach dem Erfolg des Theaterprojekts im letzten Jahr wurde dem Marie-Curie-

Gymnasium von der Stadt Neuss auch in diesem Jahr eine professionelle

Regisseurin und Schauspielerin für ein weiteres Theaterprojekt finanziert -

Susanne Maninger-Weber, die unter anderem auch schon Produktionen für das

Globe in Neuss produziert hat. Zusammen mit 14 Schülerinnen und Schülern der

Stufen 10 bis 13 inszenierte sie die eher unbekannte Komödie „Viel Lärm um

Nichts“ rund um Liebe und Intrigen von Altmeister William Shakespeare am 30.

Mai und 2. Juni dieses Jahres in der Aula des MCG.

Motiviert von Schauspiellust und mit einem großen Ziel vor Augen, der

Inszenierung eines anspruchsvollen Theaterstückes, haben wir getreu

Shakespeares Aussage „Erfahrung wird durch Fleiß und Müh’ erlangt“ viel Zeit

und Liebe in die Theaterarbeit investiert – auf die noch eher gemütlichen

Leseproben folgten etwa neun Monate lang jeden Donnerstag Proben mit

Körpereinsatz und, wie im Theater üblich, Anforderungen an Mut und

Überwindung. Ferner blieb es nicht nur bei den wöchentlichen Proben: Einige

Probenwochenenden und diverse Zusatzproben in den Ferien kamen dazu, um

die Aufführung für die Zuschauer zu einem interessanten und amüsanten Abend

zu machen. Dem Zeitdruck zum Trotz herrschten generell eine warme

Atmosphäre und lautes Lachen in den Proben - wir haben uns besser

kennengelernt und sind als Gruppe zusammengewachsen.

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Für eine spannende Vorstellung nahmen wir aber

eben auch etliche Gestaltungsfragen und darauf

folgende, wochenlange Suchen (und

Geldausgaben) für die perfekten Kostümen auf

uns. Besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit

benötigten die täglichen Generalproben in der

Woche der ersten Aufführung Ende Mai. Das wohl

größte Opfer brachten dort die männlichen

Schauspieler, die sich gleich allen anderen mit

zentimeterdickem Make-up erkenntlich für die

Bühne mit dem hell leuchtenden Bühnenlicht

machen mussten – und das für jede

Generalprobe.

Dann endlich begannen jeweils die zwei Stunden,

auf die wir alle lange und selbst auch

erwartungsvoll hingearbeitet haben, die zwei

Stunden, in denen wir das Ergebnis von neun

Monaten Arbeit und vor allem Spaß präsentieren

durften. Und es wurden jedes Mal Erfolge – für

uns und ebenfalls für die Zuschauer, was die zwei

Mal fast ausverkaufte Aula belegt. Wir haben viel

Lob und Anerkennung von unseren Freunden und

unseren Familien bekommen, sind wortreich

beglückwünscht worden und hatten jedes Mal eine

sehr freudige Feier im Anschluss an die

Vorführung. Das Gefühl, eine gelungene

Vorstellung abgegeben zu haben, die Möglichkeit,

unsere Arbeit präsentieren zu können und einen

Teil des Spaßes, den wir hatten, weiterzugeben,

hat uns alle sehr stolz gemacht – bis jetzt.

Das Theaterprojekt wird sich in nächster Zeit zwar

nicht mehr wiederholen, aber die schönen

Erinnerungen an unsere Theaterzeit mit „unserer

Susa“ in unserer Schule bleiben für uns bestehen.

Josefine Leideritz (Stufe 13)

Theater AG

Völlig überholte Zustände!

Lehrer Wampl ist am Ende. Er hat Angst. Seine Stellung ist ungesichert und seine

Schüler können nichts. Seine Tochter Nettchen hat ein Auge auf seinen ebenfalls

wirtschaftlich ungesicherten Gehilfen Franz geworfen. Überdies könnte die

Schule, wie man hört, ganz aufgehoben und mit der Stadtschule fusioniert

werden.

Alles hängt von Baron von Wolkenfeld ab, dem das Schloss gehört und damit

sozusagen auch die Schule. Seitdem jedoch dessen Frau gestorben ist, lässt er

in der Stadt die Puppen tanzen und hat zur Schulaufsicht gar keine Lust.

Stattdessen lässt er fremde Ratgeber walten.

Zum Beispiel Herrn von Wichtig. Der hat einen Rotzlöffel von Sohn, den

Stanislaus, auf Wampls Schule. Im Gespräch mit Wampl erwähnt von Wichtig

einen wichtigen Brief, den er dem Baron schicken will. Wampl vermutet in dem

Brief etwas Wichtiges und Positives für sich und lässt sich von von Wichtig eine

bevorzugte Behandlung für dessen Sohn Stanislaus abschwatzen. Was Wampl

nicht weiß: Von Wichtig hat geblufft; tatsächlich empfiehlt er dem Baron in dem

Brief, die Schule aufzuheben.

Lehrer Wampl (Sören Burdinski) ist am Ende.

Wünschen wir Wampl alles Gute. Er ist ein netter Kerl und kann schließlich nichts

dafür, dass er nicht heute Lehrer ist, wo alles viel, viel besser ist!

Antonia Betz, Timo Bornfleth, Sören Burdinski, Christoph Dymek, Kerstin Kaczor,

Anja Jablonka, Ksenia Leontieva, Jacob Nachtwey, Lisa Polke, Patrick Reinhardt,

Tobias Schegerer, Betül Tuna und Anna Yousefi spielen unter der Spielleitung

von Manfred Jablinski mit der musikalischen Unterstützung durch Peter Gross am

Freitag, 28.11.2008

und

Freitag, 05.12.2008,

jeweils um 20.00 Uhr

Die schlimmen Buben in der Schule

von Johann Nepomuk Nestroy

(Erstaufführung am 10. Dezember 1847)

Dauer der Aufführung ca. 1 ½ Stunde mit einer Pause

Die Theater-AG freut sich auf Ihren und Euern Besuch!

[Jab]


Big Band

MCG-Bands beim

Schülerbandfestival

Es war alles gleich und doch irgendwie anders.

Zum zweiten Mal hatte der Schützenverein Neuss-

Reuschenberg in Kooperation mit der Musikschule

Thiel zum Schülerbandfestival eingeladen. Das

Zelt, der Ton, das Licht, sogar die Mehrzahl der

Teilnehmer: wie gehabt! Von unserer Schule

dabei: die zweitälteste Bigband (Rehearsal

Band/Jazz rockt) und die ehemaligen „Outlawz“,

jetzt unter neuem Namen „The Ruction“. Gute

Stimmung schon um 12 Uhr unter den zahlreich

erschienenen Zuschauern, um 14 Uhr waren dann

alle Bands durch.

Überraschenderweise gab es aber keine

Preisverleihung. Man hatte in der Vorbesprechung

gesehen, dass die Bands doch zu unterschiedlich

in Bezug auf Alter, Können und Stil waren: von

den Siebtklässlern der Realschule Holzheim bis

hin zu unseren Oberstufenschülern! Aber es gab

ein herzliches Dankeschön und ein paar nette

Give-aways. Bei den Schülern, die zunächst

etwas enttäuscht waren, weil sie nicht gewinnen

konnten, und bei den Veranstaltern war die

Stimmung zum Schluss dennoch super, weil

deutlich geworden war, welch große Fortschritte

alle Beteiligten in einem Jahr gemacht hatten. Von

den „Vorgruppen“ der Realschule, der Rockband

der GS Erft mit professionellem Leadsänger über

die Eigenkompositionen von Carsten Bonk,

Jennifer Gehring und Daniel Süß bis hin zur

Bigband mit Gesang: Es gab eine interessante

stilistische Palette und es machte richtig Spaß

zuzuhören und zuzuschauen.

Im nächsten Jahr geht es in die dritte Runde, dann

gibt es wieder den Wettbewerb mit der Idee, dass

alle Bands eine eigene Version eines

vorgegebenen Songs im Pflichtprogramm haben

(müssen). Wir sind dabei! [Gro]

Impressum

Redaktion: OStR Vorkauf

Auflage: 1.200

Kontakt:

Tel.: 02131 / 29574 – 0

Fax: 02131 / 29574 – 44

StD Schüttler

mcg-neuss @ t-online.de

http:// www.mcg-neuss.de

Termine 2008/09

28.11. „Die schlimmen Buben in der Schule“, 20.00 Uhr, Aula

05.12. „Die schlimmen Buben in der Schule“, 20.00 Uhr, Aula

10.12. Mitgliederversammlung Förderverein, 19.30 Uhr

17.12. ökomen. Gottesdienst (Sek. I) , 8.00 Uhr, Christ-König

17.12. Weihnachtsfußballturnier

19.12. Zeugnisausgabe (nur Stufe 13)

19.12. Festakt 80-jähriges Jubiläum „Studienstiftung Carl Steins“

19.12. Ehemaligentreffen, 19.00 Uhr, Aula

22.12. - 06.01. Weihnachtsferien.

12. - 16.01. Wolfenbüttel-Seminar (Stufe 12)

12. - 23.01. Betriebspraktikum (Stufe 11)

12.01. Informationsabend für Grundschuleltern, 19.30 Uhr

19.01. Zeugniskonferenz (unterrichtsfrei)

23.01. Zeugnisausgabe (nach 3. Std. unterrichtsfrei)

26.01. Beginn 2. Schulhalbjahr

30.01. 2. Elternsprechtag, 15-20 Uhr

16.02. evtl. Klassenpflegschaftssitzung Kl. 7-12

18.02. Klassenpflegschaftssitzung Kl. 6

23. - 24.02. Rosenmontag u. Veilchendienstag unterrichtsfrei

25.02. ökomen. Gottesdienst (Sek. I) , 8.00 Uhr, Christ-König

02./ 03.03. evtl. 2. Fachkonferenzen

03. - 11.03. Lernstandserhebungen 8 (D, M, E)

18.03. Schulpflegschaftssitzung, 19.30 Uhr

25.03. Schulkonferenz, 19.30 Uhr

03.04. letzter Schultag der Stufe 13

06.04. - 18.04. Osterferien

20.04. - 08.05. Zentrale Abiturprüfungen

12. - 19.05. Abschlussprüfung 10 (ZAP 10) in D, E, M

19.05. mündl. Abiturprüfung (unterrichtsfrei)

22.05. unterrichtsfrei

02.06. Pfingstdienstag (unterrichtsfrei)

12.06. unterrichtsfrei

26.06. Gottesdienst u. Abiturfeier, 15.00 Uhr

01.07. Zeugnisausgabe (3. Std.)

02.07. - 14.08. Sommerferien

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