FREUDE SCHENKEN…. - Osteuropamission Schweiz

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FREUDE SCHENKEN…. - Osteuropamission Schweiz

FREUDE SCHENKEN….

IN DIESER AUSGABE:

UKRAINE: BESUCHE BEI BEHINDERTEN

WAISEN IN DEN TRANSKARPATEN

WEIHNACHTSAKTION: KAJüTENBETTEN

Weihnachten steht vor der Türe, das Fest der Freude, der Lieder und Geschenke. Doch zurzeit haben viele

Menschen in Osteuropas andere Sorgen. Sie müssen ums tägliche Überleben kämpfen, was im Winter besonders

hart ist. Mit unserer Lebensmittel- und Brennholzaktion können wir das Los so mancher Familien erträglicher

machen und mit der Weihnachtspaketaktion Klein und Gross Freude bereiten. Unsere Mitarbeiter in Osteuropa

werden auch wieder Weihnachts-veranstaltungen mit Päckliverteilung organisieren, die nicht nur Kinderherzen

höher schlagen lassen, sondern auch bei Erwachsenen grossen Anklang finden. Viel Freude machten den

Leprakranken in der Ukraine die selbstgestrickten Decken einer Frauengruppe aus Volketswil (s. Foto oben). Lesen

Sie dazu den Bericht auf Seite 3-5. Wärmstens empfehlen möchten wir Ihnen unsere diesjährige „Weihnachts-/

Bettenaktion“ auf Seite 6. Machen Sie mit?

ZEITSCHRIFT DER STIFTUNG OSTEUROPAmISSION NR.12, DEZEmBER 2012, 43. JAHRGANG


HILFE FüR BEHINDERTE, KRANKE UND BENACHTEILIGTE IN

DEN TRANSKARPATEN, EIN REPORT AUS DER UKRAINE

Leonard Hanykovics, evangelischer Pfarrer in der Ukraine und

Mitarbeiter der OEM CH berichtet:

„Dank der Hilfe und Unterstützung der OEM Schweiz durfte

ich während der letzten Monate auf diversen Einsätzen

und Reisen Menschen in besonders schweren Lebens -

umständen Hilfe bringen und sie mit der Botschaft des

Evangeliums ermutigen. Sie waren sehr dankbar dafür.

Tibor Szilvai wohnt in Polena. Seit einem Autounfall vor 8

Jahren ist er bettlägerig und gelähmt. Ich brachte ihm ein

Lebensmittelpaket und den Geldbetrag für die benötigten

Medikamente. Er ist körperlich sehr schwach, im Geist

jedoch umso stärker. Ich habe mit ihm gesungen und gebetet,

was ihn sehr gefreut hat. Er ist sehr dankbar für die

Unterstützung aus der Schweiz, lässt das Missions -

leiterehepaar de Boer herzlich grüssen und bittet um Gottes

Segen für das Missionswerk.

Familie Cihanen bedankte sich sehr für die Lebensmittel.

Sie erhielten 2 Pakete, da sie zurzeit grosse Not leiden. Der

Vater muss erneut ins Krankenhaus wegen eines

Herzleidens. Sie haben 6 Kinder und das jüngste ist in seiner

Entwicklung zurückgeblieben. Es ist 4 Jahren alt und

kann nicht sprechen. Die Familie war sehr froh über den

Besuch und die Hilfe.

Sergej Paljuk ist 25 Jahre alt. Vor 7 Jahren erlitt er in

Mukatwchewo einen Unfall, als er beim Tauchen im Fluss

Latorca auf einen Stein prallte. Er wurde schwer verletzt aus

dem Wasser gezogen, der 6. Rückenwirbel war gebrochen.

Seither ist Sergej von der Hüfte abwärts gelähmt und kann

auch seine Finger nicht bewegen. Er hat offene Wunden am

Rücken, die manchmal bluten. Leider unternehmen die

Ärzte fast nichts ohne Schmiergeld. Bis heute gibt es kein

vollständiges Röntgenbild von Sergejs Rücken. Die Mutter

war sehr froh über unseren Besuch und dass es Menschen

gibt, die selbstlos helfen. Sergej erhielt von uns sanitäre

Hilfsmittel für die Pflege. Wir beteten für ihn und seine

Familie.

Gena Plutinskij und seine Frau Ibi waren dankbar für das

Lebensmittelpaket, für den ermutigenden Zuspruch und

unser Gebet. Gena muss weiterhin zur Chemotherapie. Er

wurde vor 2 Wochen in Debrecen (Ungarn) wegen eines

Tumors am Kopf operiert. Alle Patienten, welche dieselbe

OP hatten und die er persönlich gekannt hat, sind inzwischen

verstorben. Gena ist Gott für jeden Tag dankbar, den

er noch mit seiner Frau verbringen darf.

Familie Feninec war sehr dankbar für die Lebens -

mittelspende. Antonius ist mittlerweile 18 Jahre alt und

schwer behindert. Sein Körper weist mehrere Defor -

mierungen auf, die Ärzte sind ratlos. Die Lehrerin, die ihn

früher besucht und mit ihm gelernt hat, ist heute gelähmt


und kann ihren Beruf nicht mehr ausüben. Auch die

Masseure des Reha- Zentrums kommen nicht mehr, weil

die Behandlung nur bis zum 18. Lebensjahr durchgeführt

wird. Wir werden die Familie weiterhin besuchen und sie

mit dem Evangelium ermutigen. Die Mutter ist sehr dankbar

für die Unterstützung aus der Schweiz und bittet Gott,

dieses Werk zu segnen.

Familie Bezek war sehr froh für die Hygiene- und

Pflegeartikel, sie sind eine grosse Hilfe für sie. Die Tochter

Valentina kann schon etwas besser laufen. Ihre Schwester

Maria kann die Hände bereits benutzen, um etwas zu halten.

Sie ist jedoch weiterhin blind und stumm und kann

nicht laufen.

Beim letzten Besuch hatte ich der Familie eine Spende der

OEM CH für die Reha übergeben, die sie im April auf der

Insel Krim für die Therapie gut gebrauchen konnten. Die

Familie ist sehr dankbar für alle Hilfe. Um Geld für die

Augenoperation von Maria zusammenzubringen, sind der

Vater und der Grossvater vorübergehend nach Moskau

gezogen, wo sie leichter Arbeit finden und diese dort auch

besser bezahlt wird. In den Trans- Karpaten reicht der Lohn

nur knapp zum Überleben.

DAS UNGEWISSE SCHICKSAL DER

WAISEN IN DEN TRANSKARPATEN

n der Bibel hebt Jesus die Waisen und den Dienst an ihnen

besonders hervor. Gott sagt, dass er ihr Beschützer ist. In

der Bibel steht auch, dass der wahre Gottesdienst darin

besteht, Witwen und Waisen zu besuchen. Als meine Frau

und ich vor 9 Jahren zum ersten Mal mit Waisen und

behinderten Kindern in Kontakt kamen, erfuhren wir, dass

es in den Transkarpaten mehr als 5000 von ihnen gab, die

in staatlichen Waisenhäusern unter schrecklichen,

unmenschlichen Bedingungen lebten. Damals hätte sich

niemand die Mühe genommen, sich mit den Kindern zu

beschäftigen und ihnen auch etwas beizubringen. Als

Christen aus dem Ausland begannen, diese Heime regelmässig

zu besuchen und die Kinder mit neuen Kleidern,

Schuhen, Spielsachen etc. auszustatten, nahmen ihnen die

staatlichen Betreuer später wieder alles weg mit der

Begründung, dass sie darauf aufpassen würden. Natürlich

sahen die Kinder diese Sachen nie wieder und mussten sich

mit ihren alten Kleidern, kaputten Schuhen und staatlichen

Schuluniformen begnügen.

Vor einigen Wochen traf ich in Svaljava die Zwillinge

Jimmy und Bobi Lukacs, die wir im Sommerlager in

Debrecen (Ungarn) kennengelernt hatten. Sie hatten ihre

ganze Kindheit in staatlichen Waisenhäusern verbracht, wo

sie oft Hunger leiden und unter schlimmsten Bedingungen

leben mussten. Mit 18 Jahren wurden sie ohne

Personalausweis und ohne Geld auf die Strasse gesetzt, um

nun als „Erwachsene“ ihr Leben selber zu meistern. Sie

schliefen auf der Strasse und in den Feldern. Oft wurden sie

geschlagen, auch von der Polizei. Nach einem Jahr als

Obdachlose half ihnen ein Bekannter, eine Hand -

werksschule in Svaljava zu besuchen, wo sie das

Maurerhandwerk erlernten. Sie konnten dort übergangsweise

wohnen und erhielten ein kleines Stipendium. Als ich

sie antraf, waren sie unterwegs nach Mukatschewo, wo sie

Arbeit erhalten sollten. Unser Lebensmittelpaket kam gerade

zur rechten Zeit, da sie jetzt für sich selber sorgen mussten.

Ob sie dort wirklich Arbeit und Obdach erhalten, ist

jedoch ungewiss und dann stellt sich auch die Frage, wie sie

bis zum ersten Lohn durch kommen sollen. Ich habe sie

ermutigt, Jesus ganz zu vertrauen und sie Gottes Schutz

anbefohlen. Viele Waisen in den Trans- Karpaten haben ein

ähnliches Los wie Jimmy und Bobi oder noch schlimmer.

Von den Kindern, die wir vor 9 Jahren angetroffen hatten,

sind einige im Winter erfroren, eines wurde im Alter von

11 Jahren durch einen Stromschlag getötet, andere kamen

ins Gefängnis. Lasst uns für die jungen Waisen beten. Wir

tun, was wir können, um Menschen in Not zu helfen und

ihnen das Evangelium weiterzugeben, damit sie Hoffnung

schöpfen und eine neue Lebensperspektive erhalten.


Ende September schrieb uns Leonard:

„Im Namen der Lepramission möchte ich der OEM Schweiz

und insbesondere Euch, lieber Eelco und liebe Elsbeth

danken, dass Ihr unsere Missionsreise im August zur

Leprakolonie in Kutschurgan (Nähe Odessa) finanziert habt.

Dank Gottes Bewahrung gab es auf der langen Reise keine

Probleme. Unsere Gruppe bestand aus 4 Männern, darunter

die Missionsmitarbeiter Josi Danko und Gabor Tot aus

der Region Beregowo, die ebenfalls von der OEM Schweiz

unterstützt werden. In den Lepra- Kolonien wurden wir mit

grosser Freude empfangen. Wir übergaben allen Familien

ein Lebensmittelpaket und ermutigten die Kranken. In der

Kolonie hielten wir auch einen Gottesdienst. Auch ausserhalb

der Kolonien haben wir viele Witwen besucht, ihnen

Lebensmittelpakete überreicht und sie mit dem Evangelium

ermutigt. Diese Witwen sind sehr einsam, einige mussten

BEI DEN LEPRAKRANKEN -

GESTRICKTE DECKEN AUS DER SCHWEIZ

schon einen oder zwei Söhne zu Grabe tragen, die an

Unfällen, schweren Krankheiten oder an Alkoholsucht

gestorben sind. Für uns war es eine besondere Freude, dass

Menschen im Alter von 80 Jahren das Evangelium angenommen

haben und jetzt unsere Glaubensgeschwister sind!

Die Kranken freuten sich besonders über die schönen

Decken, die Schweizer Frauen mit viel Liebe für sie gestrickt

haben. Sie fanden es besonders nett, dass an allen Decken

kleiner Grusszettel befestigt waren, worauf die Namen der

Personen zu lesen waren, welche die Decken gestrickt

haben. Während unserer Reise dienten wir auch in zwei

christlichen Gemeinden in der Region, wo wir sehr herzlich

empfangen wurden. Die Missionsreise dauerte 10 Tage und

die zurückgelegte Strecke betrug 3000km. Alle unsere

Brüder und Schwestern, die Leprakranken und die Witwen,

grüssen Euch ganz herzlich.“

(Ein ausführlicher Bericht erfolgt später, die Red.)


WEIHNACHTSAKTIONEN

KAJÜTENBETT- AKTION

Viele arme Familien in der Voivodina

schlafen nur auf Matratzen auf dem Fussboden. Betten sind für

sie ein Luxus, den sie sich aus Geld- und oft Platzmangel nicht

leisten können. Mit unserer Weihnachtsaktion, neuen

Kajütenbetten (Hochbetten) wie abgebildet, möchten wir armen

Familien, die im Rahmen unserer Hilfsprogramme betreut werden,

zu einer besseren Lebensqualität verhelfen. Damit ist nicht

nur den bedürftigen Familien geholfen, sondern auch einheimischen

Handwerkern wie dem gelernten Schreiner Laci Hegedus,

ein junger Familienvater und Christ in der Voivodina, der

dadurch wieder genug Arbeit in seiner Werkstatt erhält. Bis jetzt

sind es 18 Familien, welche die Betten benötigen. Diese werden

aus solidem Holz in der Grösse für Erwachsene und Kinder hergestellt.

Dazu werden auch die Matratzen geliefert. Kostenpunkt

pro Hochbett (2) inkl. Matratzen: CHF 200.-/Euro 170.-

Wenn Sie unsere Weihnachtsaktion unterstützen möchten,

vermerken Sie „Bettenprojekt“, vielen Dank.

SUPPENKÜCHENPROJEKT

In der Voivodina, der ärmsten Region Serbiens, wo hauptsächlich

ethnische Minderheiten leben, betreibt die Osteuropa

Mission 3 Suppenküchen für arme Familien und alleinstehende

Bedürftige. Bei Familie Santa in Becej sind es hauptsächlich

Schulkinder aus armen Familien, die davon profitieren können.

Im Winter sind die Bedürftigen besonders auf unsere

Suppenküchen angewiesen, wo sie eine warme Mahlzeit pro Tag

erhalten.

Wenn Sie das Projekt mit einem finanziellen Beitrag unterstützen

möchten, vermerken Sie „Suppenküchenprojekt“, vielen Dank.

Suppenküche in Becej

O STEN A KTUELL

AKTION BRENNHOLZ

Eine Fuhre kostet CHF 100.- / EUR 75.und

reicht für ca. 1-2 Monate.

Dringend nötig für den Winter!

• Wärmstens empfohlen •

PATENSCHAFTS-

COUPON

Ich bitte um Information über:

❏ Kinderpatenschaft

❏ Seniorenpatenschaft

S

S

❏ Mitarbeiterpatenschaft

M

❏ M

Name:______________________

Strasse:______________________

Plz:_________________________

Ort:_________________________

Bitte zusenden an:

Stiftung Osteuropamission,

Postfach 43, 8624 Grüt

WEIHNACHTS-PAKETAKTION

LEBENSMITTEL-/GESCHENKPAKETE

FÜR BEDÜRFTIGE ERWACHSENE /KINDER IN OSTEUROPA

Pro Paket

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•lokal zusammengestellt

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