Targin - Mundipharma

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16878-0907 Tar5-2.5mg BPZ AT 11.08.2009 14:37 Uhr Seite 1GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDERTargin ® 5 mg/2,5 mg RetardtablettenWirkstoffe: Oxycodonhydrochlorid/NaloxonhydrochloridLesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältigdurch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittelsbeginnen.• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchtenSie diese später nochmals lesen.• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich anIhren Arzt oder Apotheker.• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben.Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderenMenschen schaden, auch wenn diese die gleichenBeschwerden haben wie Sie.• Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblichbeeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken,die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegebensind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.Diese Packungsbeilage beinhaltet:1. Was ist Targin ® und wofür wird es angewendet?2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Targin ® beachten?3. Wie ist Targin ® einzunehmen?4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?5. Wie ist Targin ® aufzubewahren?6. Weitere Informationen1. Was ist Targin ® und wofür wird esangewendet?Targin ® Retardtabletten enthalten als Wirkstoffe Oxycodonhydrochloridund Naloxonhydrochlorid.Die schmerzstillende Wirkung von Targin ® Retardtablettenberuht auf dem Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid. Oxycodonhydrochloridist ein starkes Schmerzmittel aus derGruppe der Opioide.Der zweite Wirkstoff von Targin ® Retardtabletten, Naloxonhydrochlorid,wirkt einer Verstopfung entgegen. Darmfunktionsstörungenwie eine Verstopfung sind typischeBegleiterscheinungen einer Behandlung mit Opioid-Schmerzmitteln.Targin ® Retardtabletten wurden Ihnen zur Behandlung vonstarken Schmerzen, die nur mit opioidhaltigen Schmerzmittelnausreichend behandelt werden können, verschrieben.Naloxonhydrochlorid wirkt der Verstopfung entgegen.Targin ® Retardtabletten sind Retardtabletten, das heißt,dass die Wirkstoffe über einen längeren Zeitraum abgegebenwerden und 12 Stunden wirken.2. Was müssen Sie vor der Einnahme vonTargin ® beachten?Targin ® Retardtabletten dürfen NICHT eingenommenwerden,• wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen dieWirkstoffe Oxycodonhydrochlorid, Naloxonhydrochloridoder einen der sonstigen Bestandteile von Targin ®Retardtabletten sind,• wenn Ihre Atmung zu schwach ist, um Ihr Blut angemessenmit Sauerstoff anzureichern und das im Körper entstandeneKohlendioxid abzuatmen (Atemdepression),• wenn Sie an einer schweren langdauerndenLungenerkrankung leiden, die mit einer Verengung derAtemwege verbunden ist (chronisch-obstruktiveLungenerkrankung, auch COPD genannt),• wenn Sie an einem so genannten Cor pulmonale leiden.Dabei kommt es aufgrund einer Druckerhöhung in denBlutgefäßen der Lunge unter anderem zu einerVergrößerung der rechten Herzhälfte (zum Beispiel alsFolge der oben beschriebenen COPD),• wenn Sie an schwerem Bronchialasthma leiden,• bei einer nicht durch Opioide bedingten Darmlähmung(paralytischer Ileus),• bei mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung.Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Targin ®Retardtabletten ist erforderlich• bei älteren und geschwächten Patienten,• bei einer durch Opioide bedingten Darmlähmung (paralytischerIleus),• bei einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion,• bei einer leichten Beeinträchtigung der Leberfunktion,• bei einer schweren Beeinträchtigung der Lungenfunktion,• bei einem Myxödem (einer Erkrankung der Schilddrüse,bei der die Haut im Gesicht und an den Gliedmaßen teigiggeschwollen, kühl und trocken ist),• wenn Ihre Schilddrüse zu wenig Hormone bildet (Schilddrüsenunterfunktionoder Hypothyreose genannt),• wenn Ihre Nebennierenrinden zu wenig Hormone bilden(Nebennierenrindenunterfunktion oder AddisonscheKrankheit genannt),• bei psychischen Störungen, die mit einem (teilweisen)Realitätsverlust einhergehen (Psychosen) und durchAlkohol oder Vergiftungszustände mit anderen Substanzenbedingt sind (Intoxikationspsychosen),• bei Gallensteinleiden,• bei krankhaft vergrößerter Vorsteherdrüse (Prostatahypertrophie),• bei Alkoholabhängigkeit, Delirium tremens,• bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),• bei niedrigem Blutdruck (Hypotonie),• bei hohem Blutdruck (Hypertonie),• bei bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen,• bei Kopfverletzungen (wegen des Risikos einer Druckerhöhungim Gehirn),• bei Epilepsie oder Neigung zu Krampfanfällen,• bei Einnahme von Arzneimitteln gegen eine Depressionoder Parkinsonsche Krankheit aus der Gruppe der MAO-Hemmer. Zu den MAO-Hemmern zählen zum BeispielArzneimittel, die Tranylcypramin, Phenelzin, Isocarboxazid,Moclobemid und Linezolid enthalten.Sprechen Sie in diesen Fällen vor Beginn der Einnahmevon Targin ® Retardtabletten mit Ihrem Arzt.Bitte teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, wenn diese Angabenfrüher einmal auf Sie zutrafen. Informieren Sie Ihren Arztebenso, wenn die genannten Beschwerden während derAnwendung von Targin ® Retardtabletten auftreten.Die gefährlichste Folge einer Überdosierung von Opioidenist eine Atemdepression (langsame und schwacheAtmung). Diese kann auch dazu führen, dass derSauerstoffgehalt des Blutes sinkt. Dadurch könnte es zumBeispiel zu einer Ohnmacht kommen.Klinische Erfahrungen mit Targin ® Retardtabletten beiKrebspatienten mit Bauchfellmetastasen oder beginnendemDarmverschluss im fortgeschrittenen Stadium vonTumorerkrankungen des Verdauungsapparates oder desBeckens liegen nicht vor. Daher wird die Einnahme beidiesen Patienten nicht empfohlen.Wie verwenden Sie Targin ® Retardtabletten richtig?Wenn Sie nach Beginn der Behandlung schwerenDurchfall haben, kann dies auf die Wirkung von Naloxonzurückzuführen sein. Dies kann ein Zeichen derNormalisierung der Darmfunktion sein. Dieser Durchfallkann in den ersten 3 bis 5 Tagen der Behandlung auftreten.Falls der Durchfall danach nicht aufhört oder Ihnenbedenklich erscheint, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.Wenn Sie bisher hohe Dosen eines anderen Opioids angewendethaben, kann der Wechsel zu Targin ® Retardtablettenbei Ihnen anfangs zu Entzugsbeschwerden, wie zumBeispiel Unruhe, Schweißausbrüchen und Muskelschmerzenführen. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, daeine besondere Beobachtung durch Ihren Arzt notwendigsein kann.Falls Sie operiert werden müssen, teilen Sie bitte IhrenÄrzten mit, dass Sie Targin ® Retardtabletten einnehmen.Bei längerfristiger Einnahme von Targin ® Retardtablettenkann sich eine Gewöhnung (Toleranzentwicklung) entwickeln.Das bedeutet, dass mit der Zeit immer höhereDosen zur Schmerzkontrolle erforderlich werden können.Die längerfristige Einnahme von Targin ® Retardtablettenkann außerdem zu körperlicher Abhängigkeit führen. Beiplötzlicher Beendigung der Behandlung können Entzugsbeschwerdenwie Unruhe, Schweißausbrüche undMuskelschmerzen auftreten. Wenn Sie die Behandlungnicht mehr benötigen, sollte die Tagesdosis durch IhrenArzt allmählich reduziert werden.Der Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid für sich hat einMissbrauchspotential ähnlich wie alle anderen starkenOpioide (starke Schmerzmittel). Die Entwicklung einerpsychischen Abhängigkeit ist möglich. Bei bestehendemoder früherem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauchsollte die Einnahme oxycodonhaltiger Arzneimittelvermieden werden.Es kann vorkommen, dass Tablettenreste in Ihrem Stuhl zuerkennen sind. Dies ist kein Grund zur Besorgnis. DieWirkstoffe Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochloridwurden bereits zuvor in Magen und Darm aus denRetardtabletten freigesetzt und von Ihrem Körper aufgenommen.Welche Anwendungsfehler sollten Sie vermeiden?Um die langsame Freisetzung des Wirkstoffes Oxycodonhydrochloridaus den Retardtabletten nicht zu beeinträchtigen,müssen Sie die Retardtabletten im Ganzen schlucken.Sie dürfen die Retardtabletten nicht zerbrechen, zerkauenoder zerkleinern. Dies führt zu einer schnellerenFreisetzung des Wirkstoffes aus den Retardtabletten undAufnahme einer möglicherweise tödlichen Dosis vonOxycodonhydrochlorid (siehe unter „Wenn Sie eine größereMenge Targin ® Retardtabletten eingenommen haben,als Sie sollten“).Targin ® Retardtabletten sind zur Entzugsbehandlung nichtgeeignet.Vor jedem Missbrauch von Targin ® Retardtabletten, besonderswenn Sie drogenabhängig sind, wird gewarnt. WennSie von Substanzen wie Heroin, Morphin oder Methadonabhängig sind, sind bei Missbrauch von Targin ®Retardtabletten ernste Entzugsbeschwerden zu erwarten,da es Naloxon enthält. Bereits bestehende Entzugsbeschwerdenkönnen verstärkt werden.Sie dürfen Targin ® Retardtabletten niemals missbrauchen,indem Sie diese auflösen und injizieren (zum Beispiel inein Blutgefäß einspritzen). Die Retardtabletten enthaltenTalkum, das zu Gewebezerstörung (Nekrosen) und zuVeränderungen des Lungengewebes (Lungengranulomen)führen kann. Ein derartiger Missbrauch kann weitereschwerwiegende Folgen haben, die möglicherweise auchzum Tode führen können.Die Anwendung von Targin ® Retardtabletten kann beiDopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. DieAnwendung von Targin ® Retardtabletten als Dopingmittelkann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.Bei Einnahme von Targin ® Retardtabletten mit anderenArzneimittelnBitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sieandere Arzneimittel einnehmen/anwenden beziehungsweisevor kurzem eingenommen/angewendet haben, auchwenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittelhandelt.Das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sich, wenn SieTargin ® Retardtabletten gleichzeitig mit Alkohol oder mitArzneimitteln einnehmen, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen.In diesem Fall können sich die Nebenwirkungenvon Targin ® Retardtabletten verstärken, Sie könnenzum Beispiel müde/benommen werden und Ihr Atem kannnoch langsamer und schwächer (Atemdepression) werden.Beispiele für Arzneimittel, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen,sind• andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide),• Schlaf- und Beruhigungsmittel (Sedativa, Hypnotika),• Arzneimittel gegen Depressionen,• Arzneimittel gegen Allergien, Reisekrankheit oder Übelkeit(Antihistaminika oder Antiemetika),• andere auf das Nervensystem wirkende Arzneimittel(Phenothiazine, Neuroleptika).Wenn Sie Targin ® Retardtabletten gemeinsam mit Arzneimittelneinnehmen, die die Gerinnungsfähigkeit des Blutesherabsetzen (Cumarin-Derivate), kann die Blutgerinnungbeschleunigt oder verlangsamt werden.Es werden keine Wechselwirkungen zwischen Targin ®Retardtabletten und Paracetamol, Acetylsalicylsäure oderNaltrexon erwartet.Bei Einnahme von Targin ® Retardtabletten zusammenmit Nahrungsmitteln und GetränkenTargin ® Retardtabletten sollen nicht mit einem alkoholhaltigenGetränk eingenommen werden. Alkohol kann dasAuftreten schwerer Nebenwirkungen von Oxycodon wie zumBeispiel Schläfrigkeit und Benommenheit verstärken odereine Atemschwäche verschlechtern. Bei Patienten mit bestehendemoder zurückliegendem Alkohol-, Drogen- oderArzneimittelmissbrauch sollten oxycodonhydrochloridhaltigeArzneimittel nicht eingenommen werden.Schwangerschaft und StillzeitFragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allenArzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.SchwangerschaftDie Einnahme von Targin ® Retardtabletten während derSchwangerschaft sollte so weit wie möglich vermiedenwerden. Oxycodonhydrochlorid kann beim NeugeborenenEntzugsbeschwerden hervorrufen, wenn es in derSchwangerschaft längerfristig eingenommen wurde.Wenn Oxycodonhydrochlorid während der Geburt verabreichtwird, kann es beim Neugeborenen zu einer langsamenund schwachen Atmung (Atemdepression) kommen.StillzeitWährend einer Behandlung mit Targin ® Retardtablettensollte abgestillt werden. Oxycodon geht in die Muttermilchüber. Es ist nicht bekannt, ob Naloxon ebenfalls in dieMuttermilch übergeht. Es kann insbesondere nach wiederholterEinnahme von Targin ® Retardtabletten ein Risikofür das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden.Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von MaschinenAchtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeitund die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.!Targin ® Retardtabletten können Ihre Verkehrstüchtigkeitund Ihre Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.Dies ist insbesondere zu Beginn einer Behandlung,nach einer Dosiserhöhung oder Präparatewechsel zuerwarten. Diese unerwünschten Wirkungen können jedochverschwinden, wenn Sie längere Zeit dieselbe Dosis vonTargin ® Retardtabletten einnehmen.Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Fahrzeuge oderMaschinen bedienen dürfen.


16878-0907 Tar5-2.5mg BPZ AT 11.08.2009 14:37 Uhr Seite 2Wichtige Informationen über bestimmte sonstigeBestandteile von Targin ® RetardtablettenDieses Arzneimittel enthält Milchzucker (Lactose). Bittenehmen Sie Targin ® Retardtabletten erst nach Rücksprachemit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dassSie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.3. Wie ist Targin ® einzunehmen?Nehmen Sie Targin ® Retardtabletten immer genau nachAnweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arztoder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sichersind.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die üblicheDosis:ErwachseneDie Anfangsdosis beträgt im Allgemeinen 1 Targin ®10 mg/5 mg Retardtablette alle 12 Stunden.Ihr Arzt legt fest, wie viele Targin ® Retardtabletten Sie proTag einnehmen sollen. Er legt auch fest, wie Sie dieTagesdosis auf die morgendliche und abendlicheEinnahme aufteilen sollen. Außerdem wird er entscheiden,ob die Dosis im Laufe der Behandlung geändert werdenmuss. Dabei wird er die Dosis an die Stärke IhrerSchmerzen und an Ihr Ansprechen auf die Behandlunganpassen. Sie sollten grundsätzlich die niedrigste Dosiserhalten, die ausreichend ist, um Ihre Schmerzen zu lindern.Wenn Sie schon vorher mit Opioiden behandelt wurden,kann die Behandlung mit Targin ® Retardtablettenmöglicherweise mit einer höheren Dosis begonnen werden.Die tägliche Höchstdosis beträgt 80 mg Oxycodonhydrochloridund 40 mg Naloxonhydrochlorid. Sollten Sie einehöhere Dosis benötigen, kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlichOxycodonhydrochlorid ohne Naloxonhydrochlorid verschreiben.Eine Tagesdosis von 400 mg Oxycodonhydrochloridsoll jedoch nicht überschritten werden. Die günstigeWirkung von Naloxonhydrochlorid auf die Darmtätigkeitkann beeinträchtigt werden, wenn zusätzliches Oxycodonhydrochloridohne zusätzliche Gabe von Naloxonhydrochloridverabreicht wird.Wenn Sie von Targin ® Retardtabletten auf ein anderesstarkes Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide umgestelltwerden, ist mit einer Verschlechterung Ihrer Darmfunktionzu rechnen.Wenn es zwischen zwei Einnahmen von Targin ®Retardtabletten zu Schmerzen kommt, benötigen Siemöglicherweise ein schnell wirkendes Schmerzmittel.Targin ® Retardtabletten sind hierfür nicht geeignet. Bittesprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wennSie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Targin ®Retardtabletten zu stark oder zu schwach ist.Funktionsstörungen der Leber beziehungsweise derNierenBei Funktionsstörung Ihrer Nieren beziehungsweise beileichter Funktionsstörung Ihrer Leber wird Ihr Arzt Targin ®Retardtabletten mit besonderer Vorsicht verschreiben. Beimittelschwerer bis schwerer Funktionsstörung Ihrer Leberdürfen Targin ® Retardtabletten nicht angewendet werden(siehe Abschnitt 2 „Targin ® Retardtabletten dürfen NICHTeingenommen werden“ und „Besondere Vorsicht bei derEinnahme von Targin ® Retardtabletten ist erforderlich“).Kinder und Jugendliche unter 18 JahrenTargin ® Retardtabletten wurden noch nicht an Kindern undJugendlichen unter 18 Jahren untersucht, sodass dieUnbedenklichkeit und Wirksamkeit in diesem Alter nichterwiesen ist. Daher wird die Einnahme bei Kindern undJugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.Ältere PatientenBei älteren Patienten ohne Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungenmuss die Dosis in der Regel nichtangepasst werden.Art der AnwendungNehmen Sie Targin ® Retardtabletten unzerkaut mit ausreichendFlüssigkeit ( 1 / 2 Glas Wasser) ein. Sie können dieRetardtabletten zu den Mahlzeiten oder unabhängig vonden Mahlzeiten einnehmen. Nehmen Sie Targin ®Retardtabletten alle 12 Stunden nach einem festenZeitplan ein (zum Beispiel morgens um 8 Uhr, abends um20 Uhr). Sie dürfen die Retardtabletten nicht zerteilen, zerkauenoder zerstoßen.Dauer der AnwendungSie sollten Targin ® Retardtabletten nicht länger als notwendigeinnehmen. Wenn Sie eine Langzeitbehandlungmit Targin ® Retardtabletten erhalten, sollte Ihr Arzt regelmäßigüberprüfen, ob Sie Targin ® Retardtabletten nochbenötigen.Wenn Sie eine größere Menge von Targin ® Retardtabletteneingenommen haben, als Sie solltenWenn Sie mehr Targin ® Retardtabletten als verordnet eingenommenhaben, müssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.Mögliche Folgen einer Überdosierung sind:• Verengung der Pupillen• langsames, schwaches Atmen (Atemdepression)• Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit• verminderte Muskelspannung• Pulsverlangsamung• BlutdruckabfallIn schwereren Fällen können Bewusstlosigkeit (Koma),Wasseransammlungen in der Lunge und Kreislaufversagen- unter Umständen mit tödlichem Ausgang - auftreten.Begeben Sie sich nicht in Situationen, die erhöhteAufmerksamkeit erfordern, zum Beispiel Autofahren.Wenn Sie die Einnahme von Targin ® Retardtablettenvergessen haben,oder eine geringere Dosis als vorgesehen einnehmen,bleibt unter Umständen die schmerzstillende Wirkung aus.Sollten Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, gehenSie wie folgt vor:• Wenn die nächste übliche Einnahme in 8 Stunden odermehr erfolgen sollte: Nehmen Sie die vergesseneTargin ® Retardtablette sofort ein und nehmen Sie dieRetardtabletten in der Folge zu Ihren üblichen Zeiten ein.• Wenn die nächste übliche Einnahme in weniger als8 Stunden erfolgen sollte: Nehmen Sie die vergesseneTargin ® Retardtablette ein. Warten Sie dann bis zurnächsten Einnahme noch einmal 8 Stunden. VersuchenSie dann Ihren ursprünglichen Zeitplan (zum Beispielmorgens um 8 Uhr, abends um 20 Uhr) wieder zu erreichen.Nehmen Sie aber nicht häufiger als alle 8 Stundeneine Targin ® Retardtablette ein.Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie dievorherige Einnahme vergessen haben.Wenn Sie die Einnahme von Targin ® RetardtablettenabbrechenBeenden Sie die Behandlung mit Targin ® Retardtablettennicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.Wenn Sie die Behandlung nicht mehr benötigen, müssenSie die Tagesdosis nach Absprache mit Ihrem Arzt allmählichverringern. Auf diese Weise vermeiden SieEntzugsbeschwerden wie Unruhe, Schweißausbrüche undMuskelschmerzen.Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung desArzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?Wie alle Arzneimittel können Targin ® RetardtablettenNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftretenmüssen.Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgendeHäufigkeitsangaben zugrunde gelegt:Sehr häufig: betrifft mehr als 1 von 10 BehandeltenHäufig: betrifft 1 bis 10 von 100 BehandeltenGelegentlich: betrifft 1 bis 10 von 1 000 BehandeltenSelten: betrifft 1 bis 10 von 10 000 BehandeltenSehr selten: betrifft weniger als 1 von 10 000 BehandeltenNicht bekannt: Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbarenDaten nicht abschätzbarBedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf dieSie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffensind:Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten bedeutsamenNebenwirkungen betroffen sind, rufen Sie sofort dennächsten erreichbaren Arzt zu Hilfe.Eine langsame und schwache Atmung (Atemdepression)ist die bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierungund tritt am ehesten bei älteren odergeschwächten Patienten auf. Opioide können auch beidafür anfälligen Patienten einen starken Blutdruckabfallhervorrufen.Häufig:Unruhe, Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Mundtrockenheit,Verdauungsstörungen, Erbrechen, Übelkeit,Blähungen, Blutdruckabfall, Appetitabnahme bis zumAppetitverlust, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, Entzugssymptome,wie zum Beispiel Unruhe, Hitze- und Kältegefühl,Schüttelfrost, Schwächezustände, Erhöhung derLeberwerte, Juckreiz, Hautreaktionen/Hautausschlag,Schwitzen, SchwindelGelegentlich:Völlegefühl, Aufstoßen, Denkstörungen, Angst, Verwirrtheitszustände,Depressionen, Euphorie, Halluzinationen,Schlaflosigkeit, Nervosität, Benommenheit, schmerzhaftesEngegefühl im Brustkorb (Angina pectoris), insbesonderewenn Sie an Erkrankungen der Herzkranzgefäße leiden,Herzklopfen (Palpitationen), Gallenkolik, Brustkorbschmerz,Unwohlsein, Schmerzen, angeschwolleneHände, Knöchel oder Füße, Gewichtsverlust, Aufmerksamkeitsstörungen,Kribbeln in Händen oder Füßen,Sprechstörungen, (Muskel-) Zittern, Atemnot, laufendeNase, Husten, Erektionsstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen/allergischeReaktionen, Blutdruckanstieg,Verletzungen durch Unfälle, vermehrter Harndrang,Muskelkrämpfe, Muskelzucken, Muskelschmerzen,SehstörungenSelten:Krampfanfälle (insbesondere bei Personen mit Epilepsieoder Neigung zu Krampfanfällen), Schläfrigkeit bis hin zueinem getrübten Bewusstseinszustand (Sedierung),Ohnmacht, Albträume, Pulsbeschleunigung, Zahnveränderungen,Unfähigkeit Wasser zu lassen (Harnverhalten),Gähnen, GewichtszunahmeSehr selten:Abflachung und Verlangsamung der Atmung (Atemdepression)Für den Wirkstoff Oxycodonhydrochlorid, wenn nichtmit Naloxonhydrochlorid kombiniert, sind die folgendenabweichenden Nebenwirkungen bekannt:Oxycodon kann Atemprobleme (Atemdepression),Pupillenverengung, Krämpfe der Bronchialmuskeln undKrämpfe der glatten Muskulatur hervorrufen sowie denHustenreflex dämpfen.Häufig:Stimmungs- und Persönlichkeitsveränderungen (zumBeispiel Depressionen, euphorische Stimmung), verminderteAktivität, erhöhte Aktivität, Übererregbarkeit,Beeinträchtigungen beim Wasserlassen, SchluckaufGelegentlich:Konzentrationsstörungen, Migräne, Geschmacksstörungen,erhöhte Muskelspannung, unwillkürliche Muskelzuckungen,Taubheitsgefühl (Hypoästhesie), Koordinationsstörungen,Veränderungen der Stimme, Wassereinlagerungen(Ödeme), Hörstörungen, Mundgeschwüre,Entzündung der Mundschleimhaut, Wahrnehmungsstörungen(zum Beispiel Halluzinationen, Unwirklichkeitsgefühl),vermindertes sexuelles Verlangen, HautrötungSelten:Ausbleiben der Regelblutung, Verlust von Körperwasser(Dehydratation), Appetitsteigerung, trockene Haut, Herpes-Erkrankung (Herpes simplex), Schwarzfärbung des Stuhls(Teerstuhl), Zahnfleischbluten, Schluckbeschwerden,DurstSehr selten:Akute allergische Allgemeinreaktionen (anaphylaktischeReaktionen), Darmverschluss, juckender Ausschlag(Nesselsucht, Urtikaria)Nicht bekannt:Medikamentenabhängigkeit, Toleranzentwicklung (Gewöhnung)Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eineder aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigtoder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht indieser Gebrauchsinformation angegeben sind.5. Wie ist Targin ® aufzubewahren?Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.Bewahren Sie das Arzneimittel im Originalkarton auf, umden Inhalt vor Licht zu schützen.Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtelund der Blisterpackung nach „Verwendbar bis: …“ angegebenenVerfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatumbezieht sich auf den letzten Tag des Monats.Nicht über 25 °C lagern.Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfallentsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wiedas Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehrbenötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.6. Weitere InformationenWas Targin ® 5 mg/2,5 mg Retardtabletten enthaltenDie Wirkstoffe sind: Oxycodonhydrochlorid und Naloxonhydrochlorid1 Retardtablette enthält 5 mg Oxycodonhydrochlorid entsprechend4,5 mg Oxycodon, 2,73 mg Naloxonhydrochlorid-Dihydratentsprechend 2,5 mg Naloxonhydrochloridbeziehungsweise 2,25 mg Naloxon.Die sonstigen Bestandteile sind:Tablettenkern:Ethylcellulose, Stearylalkohol, Lactose-Monohydrat,Talkum, Magnesiumstearat, HydroxypropylcelluloseTablettenüberzug:Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol 3350,Talkum, Brillantblau FCF Aluminum Lack (E133)Wie Targin ® Retardtabletten aussehen und Inhalt derPackungTargin ® 5 mg/2,5 mg Retardtabletten sind blaue, längliche(oblonge) Tabletten mit einer Filmbeschichtung und derPrägung „OXN“ auf der einen und „5“ auf der anderenSeite.In jeder Packung sind 10 oder 30 Retardtabletten.Pharmazeutischer UnternehmerMundipharma Ges.m.b.H.,WienHerstellerMundipharma GmbH,Limburg/LahnDeutschlandZulassungsnummer1-28502Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten desEuropäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgendenBezeichnungen zugelassen:Belgien Targinact ®Dänemark Targin ®Deutschland Targin ®Finnland Targiniq ®Frankreich Targinact ®Irland Targin ®Island Targin ®Italien Targin ®Luxemburg Targinact ®Niederlande Targinact ®Norwegen Targiniq ®Österreich Targin ®Polen Targin ®Portugal Targin ®Rumänien Targin ®Schweden Targiniq ®Spanien Targin ®Tschechische Republik Targin ®Vereinigtes Königreich Targinact ®Zypern Targinact ®Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigtim April 2009.602-TG5,2,5-09/07-GI16878-0907/594x170mm/P 533/schwarz/AT

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