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Juli 2008

Tribute MADRUGADA

„Madrugada“

(Rough Trade)

Jazzkantine „Hell’s

kitchen“ (Sashimi)

Die Jazzkantine ist immer für Überraschungen

gut. Nach der erfolgreichen Fusion von

Jazz und HipHop, deutschsprachiger Soulmusik

und etlichen Theatermusiken spielt die Jazzkantine

nun (ihre) Versionen großer Hardrock-Klassiker.

Das reicht von „Highway to hell“ von AC/DC

über „Jump“ von Van Halen bis zu „Paranoid“ von

Black Sabbath. Präsentiert werden diese Klassiker

mal als Funk-Jazz, mal als Jazzballade, Bigband

Swing oder HipHop, dazu kommen als Gäste

noch Sänger wie Xavier Naidoo oder Max Mutzke.

Hauptsache mit viel Groove, da brodelt und rockt

es förmlich unter dem Kantinendach – dieser Tribute

kann sich hören lassen. Live gibt’s diese Songs

garantiert auch beim Konzert beim Sarchinger

Open Air diesen Monat. (no.men) �����

Nils Lofgren „The

Loner – Nils sings Neil“

(Hypertension)

Inzwischen ist er festes Mitglied der E-Street Band

und tourt zusammen mit dem Boss seit Jahren um

die Welt. Seine Karriere startete er aber bei Neil

Young. Das Piano auf „After The Goldrush“ spielte

damals der 17-jährige Lofgren. Am Ende der Sessions

bekam er die Martin D-18 geschenkt, die auf

dem Innersleeve dieses Albums zu sehen ist. Auf

dieser Gitarre und am Piano interpretierte Nils nun

15 Neil-Songs in intimen Versionen. Dass sie eigen

klingen, dafür sorgt schon Nils’ Stimme. Fazit: eine

gelungene akustische Verbeugung vor der Rock-

Ikone und dem ehemaligen Weggefährten. (P.Ro)

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Auf ihrem neuen Album

serviert die Band

neun starke Titel, mit

Konturen, die dunkler und schärfer

sind als die des Vorgängers. „Madrugada“

wurde einer sehr durchdachten

Überarbeitung, nach dem plötzlichen

Tod des Bandmitglieds Robert Bura

während der Aufnahmen, unterzogen

und das Ergebnis ist ein Werk, das keinen

überflüssigen Ton enthält. Das Material

auf der neuen Platte wurde von

den Bandmitgliedern in den mehr als

drei Jahren weiterentwickelt, zusammen

mit Musikerkollegen der Band.

Damit festigen sie ihre Stellung als stärkste

Rockband Norwegens. (P.Ro)

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KING’S X

„XV” (InsideOut)

King´s X gehören zu

den außergewöhnlichen

Bands der

Rockgeschichte. Das

handwerkliche Können

der drei Bandmitglieder Ty Tabor

(Gitarre, Gesang), Doug Pinnick (Bass,

Gesang) und Jerry Gaskill (Schlagzeug,

Gesang) ist über jeden Zweifel erhaben,

ihre kreativen Fähigkeiten begeistern

Fans wie Medien gleichermaßen. Mit

verblüffender Eleganz schaffen es die

Texaner immer wieder, ihren kraftvollen

und dynamischen Kompositionen eine

spürbare Leichtigkeit zu verpassen. Wie

schon die 14 Alben zuvor erweist sich

auch ihr neuestes Opus „XV“ als Paradebeispiel

für tolle Sounds, bei denen

Melodien, treibende Rhythmen und

harte Gitarren eine homogene Liaison

eingehen. King’s X sind und bleiben die

Großmeister des Groove-Rock! (P.Ro)

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FLOGGING MOLLY

„Float” (Cargo)

Flogging Molly wurde

1997 im Pub „Molly

Malone's“ in Los

Angeles gegründet,

soundmäßig sind ihre Wurzeln aber eindeutig

auf der grünen Insel im Atlantik

zu finden, in Irland. Hört man diese

Band, glaubt man die legitimen Nachfolger

der Pogues zu hören. Wo die Pogues

eher noch traditonell und brav waren

geht es bei Flogging Molly richtig heftig

zur Sache, was auch die elf neuen Songs

dokumentieren. Die Musiker vermischen

traditionelle irische Einflüsse, schwermütige

Songs und Punk zu einem einzigartigem

Sound der, mangels “Schublade”

mit so witzigen Musikbezeichungen wie

'Celti-Core', 'Jig-Punk' oder 'Agro-Celt'

bezeichnet wird. Wie das „live“ kingt,

davon kann man sich am 1.7. im Nürnberger

„Hirsch“ überzeugen. (no.men)

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Musik CD-Kritiken

by nomen

ASIA

„Phoenix”

(Frontier)

25 Jahre ist es her,

dass Asia mit „Heat

of The Moment“ einen

Alltime-Klassiker schufen, den

sie nie mehr toppen konnten. Aller

Umbesetzungen zum Trotz, haben

sie in all der Zeit nie ein richtig

schlechtes Album gemacht, auch

wenn die Luft irgendwie raus war.

Nun ist die Originalbesetzung zurück:

Geoff Downes, Steve Howe,

Carl Palmer und John Wetton geben

noch mal Gas. Der Opener ist bewusst

am Riff von „Heat...“ angelegt

und zeigt, dass Asia nach wie

vor zeitlosen Melodicrock machen,

der immer wieder für die Hitparaden

gut ist. Aber auch im Artrock

ist das Quartett zuhause und gibt

zwei Titeln des Albums sogar jeweils

mehr als acht Minuten Zeit sich zu

entwickeln! Kein Jahrhundertalbum,

aber gekonnte Rockmusik, die viele

aktuelle Produktionen um Lichtjahre

überstrahlt. (acb) �����

Die Regensburger Stadtzeitung 57

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