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Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

3 Das Gebäude vor der

3 Das Gebäude vor der Sanierung Boden Obergeschoss, Dachgeschoss Die Tragkonstruktion der Geschossdecken waren mit stabförmigen Balkenlagen und Unterzügen ausgeführt, die als Gehbelag mit Bodenriemen belegt waren. Die Decken der verschiedenen Räume waren als Sichtkonstruktionen ausgeführt, wobei der obere Bodenbelag gleichzeitig die Deckenverkleidung war. Zum Teil waren in den Räumen Gipslattendecken anzutreffen. Bild 10 Aussenwand und Balkenlage von innen Dachkonstruktion Die Dachkonstruktion besteht aus einem 2-fach liegenden Stuhl mit Kniewänden. Speziell an dieser Konstruktion ist, dass alle Vertikallasten des Daches auf die Aussenwände abgeleitet werden, sodass keine Lasten auf Zwischenwände im Innern des Gebäudes anfallen. Das verschafft der Grundrissgestaltung einige Vorteile. Die Dachkonstruktion war mit Falzziegeln eingedeckt. 3.8 Behaglichkeit Fall Winter Die opaken Teile der Gebäudehülle sowie die Fenster und Türen im bestehenden Gebäude sind weder wärmegedämmt noch luftdicht. Entsprechend beherrschen in den Wintermonaten relativ frostige Temperaturen das Innenklima. Es muss mit den alten Einzelöfen relativ viel Wärme erzeugt werden, um das Gebäude oder besser gesagt die einzelnen Räume warm zu halten. Wird die Wärmequelle abgestellt fällt die Temperatur durch die Luftundichtheit, vor allem der Fenster und De- CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau 12/66

3 Das Gebäude vor der Sanierung cken, und der schlechten Wärmedämmwerte sehr schnell zusammen. Der enorm grosse Luftwechsel führt die Luftfeuchtigkeit relativ schnell ab, sodass trotz kalten Oberflächentemperaturen wenig Kondensat und Schimmel entsteht. Die kalten Oberflächentemperaturen und die Luftundichtheit führen auch zu Luftströmungen und Wärmestrahlung, die unbehagliche klimatische Verhältnisse hervorrufen und so ein in unserem Sinne behagliches Wohnklima verunmöglichen. Fall Sommer In der warmen Jahreszeit hat die Luftundichtheit zu einer relativ guten natürlichen Nachtabkühlung geführt und die mit Tonziegeln ausgemauerten Aussenwände sowie die Kalkputzoberflächen haben als Massenspeicher für ein kühles Inneres während der heissen Tageszeit gesorgt. Da der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wurde, entstand ein Wärmepuffer, der die Zimmer im Obergeschoss nicht sofort überhitzen liess. 3.9 Nutzerverhalten Das Nutzerverhalten der Menschen, die damals das Gebäude bewohnten, leitet sich aus den aufgezählten Faktoren der Behaglichkeit im Kapitel 3.8 ab. In der kalten Jahreszeit musste mit viel Energie und Arbeit dafür gesorgt werden, dass die Einzelöfen das Haus warm halten konnten. Am Morgen, nachdem über Nacht niemand nachgeheizt hatte, waren die Temperaturen im Gebäude sehr tief und luden nicht zum Aufstehen ein. Dem stellte man sich entgegen, dass man sich der Jahreszeit entsprechend am Tag sowie in der Nacht richtig kleidete. 3.10 Was wurde als gut beurteilt Die vorhandene Tragstruktur des Gebäudes wurde nach statischen Gesichtspunkten untersucht. Die Fachwerkkonstruktion der Aussenwände und die Auflagersituation der Balkenlagen in den Aussenwänden sowie die Dachkonstruktionen wurden sondiert. So hat sich ergeben, dass die Tragstruktur der Aussenwände ab Decke EG, die Geschossdecken und die Dachkonstruktion in einem gesunden Zustand sind und so auch erhalten werden können. 3.11 Was wurde als schlecht beurteilt Der Zustand der Aussenwände im Erdgeschoss liess ein Erhalten der alten Substanzen nicht zu. Diese Aussenwände mussten durch neue ersetzt werden. Die Fundamentationen und der Boden Erdgeschoss (nicht unterkellert) waren in einem schlechten Zustand und mussten ausgebrochen, sowie neu erstellt werden. Alle Zwischenwände mussten zugunsten einer neuen Raumeinteilung abgebrochen werden. CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau 13/66

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