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Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

4 Planung und

4 Planung und Realisation 4.1 Zielvorgaben für den Architekten Das Haus Bünter sollte ein Haus mit ökologischer Ausstrahlung sowie von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Diesem Zweck sollte auch das Minergie-P ® - Label dienen. Der Bauherr Walter Bünter ist in vieler Weise ein ökologisches Vorbild für unsere Gesellschaft. Nebst der Energieeffizienz sind ihm auch Bauökologie und ein sparsamer Lebensstil wichtig. Diese Präambeln wurden den auch zu den primären Zielvorgaben an den Architekten, der als Generalplaner der eigentliche Ansprechpartner war. Der grosse Garten auf dem Grundstück wird schon seit vielen Jahren durch den Bauherrn bewirtschaftet. Mit diesen Erträgen ist Herr Bünter zu einem grossem Teil Selbstversorger. Diese Eigenschaft sollte auch das neue Heim aufweisen und der Garten musste erhalten bleiben. Auf Grund der Bauvorschriften konnte am alten Standort kein Ersatzbau errichtet werden. Bei einem vollständigen Abbruch hätten die gesetzlichen Grenzabstände eingehalten werden müssen. Dies hätte dazu geführt, dass das Gebäude den Garten wesentlich zerstört hätte. Somit war klar, dass man mit der alten Substanz und dem bestehenden Standort ein Optimum erreicht werden musste. 4.2 Zielvorgaben für den Energieplaner ��Erreichen des Minergie-P ® -Labels ��Optimierte passive und aktive Nutzung der Sonnenenergie ��Hochgedämmte Gebäudehülle, damit ein Heizsystem ohne technische Wärmeverteilung möglich wird. Für die Berechnung des passiven Energieeintrages wurde von den Architekten zu Handen des Energieplaners der schattenwirksame Horizont aufgenommen. Mit einem Winkelkompass wurden die jeweiligen Winkel gemessen und im Sonnenbahnen,- und Beschattungsdiagramm eingetragen. 4.3 Organisation des Planungsteams Das Architekturbüro Oikos & Partner GmbH verfolgt schon seit über zwanzig Jahren den Ansatz des «Nachhaltigen Bauens». Dies betrifft sowohl die Energieeffizienz als auch die Bauökologie. Insofern konnten diese zwei Aspekte durch die Architekten Jörg Watter und Peter Helfenberger kompetent abgedeckt werden. Trotzdem wurde für die Konzeptarbeit, sowie das Optimieren und Berechnen der Energieflüsse und die Minergie-Eingabe der erfahrene Solararchitekt Andrea Rüedi beigezogen. Für die Statik ist der ebenfalls mit Baubiologie erfahrene Bauingenieur Placido Pérez verantwortlich. Wesentlich zu bemerken ist der grosse Vorteil eines eingespielten Planerteams. Die ganzheitliche Betrachtung des «Systems Gebäude» wird so zu einer funktionierenden Gesamtlösung. Die Aspekte der passiven Sonnenergienutzung haben wesentlichen Einfluss auf die Architektur und die Haustechnik, im Speziellen der Deckung des Heizenergiebedarfs. Somit ist es vorteilhaft, dass Lösungen im Team und nicht separat erarbeitet werden. Zu diesem Zweck CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau 14/66

4 Planung und Realisation konsultieren die Architekten schon nach den ersten Planskizzen die jeweiligen Spezialisten. Gemäss Aussage der Architekten bewirkt diese Vorgehensweise eine längere Planungszeit als üblich. Dieser Mehraufwand wird aber durch einen reibungsloseren Bauablauf kompensiert. 4.4 Termine Die Termine konnten auf Grund der detaillierten Ausführungsplanung eingehalten werden. Dank der Vorfabrikation der Aussenwände ist die Bauzeit sehr kurz ausgefallen. Es resultierte eine gesamte Bauzeit von 6 1/2 Monaten. Diagramm 11: Bauprogramm gemäss Angaben Oikos & Partner GmbH Wie bereits erwähnt, mussten die Erdgeschosswände und die Bodenplatte ersetzt werden, obschon das Gebäude am Standort erhalten bleiben musste. Auf Grund dieser zwingenden Vorgaben musste ein durchdachtes Vorgehen umgesetzt werden, welches nachfolgend in den Phasen 1- 8 detailliert beschrieben ist. CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau 15/66

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