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Sanierung Wohnhaus in Horgen Solarpreis 2009, Minergie-P

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5 Das Gebäude heute

5 Das Gebäude heute Aussenwände Dachgeschoss Im Dachgeschoss konnten die alten Riegelbaukonstruktionen erhalten bleiben. Da jedoch das Dachgeschoss seit jeher nur als Estrich genutzt wurde, waren die Riegelwandkonstruktionen natürlich nicht ausgemauert. Also war auch kein bestehender Massenspeicher vorhanden. Im Wandaufbau der Giebelwände mit den grossen Fensterpartien wird dieser Umstand des fehlenden Speichers durch eine Vormauerung mit Lehmsteinen ergänzt. (Mehr dazu im Kapitel M5.5 Materialisierung Innenausbau) Der Wandaufbau der Kniewand ist gleich wie im Erdgeschoss konstruiert. Die Luftdichtigkeit wird ebenfalls durch die Wandbeplankung Pavaplan 3F, die luftdicht verklebt wurde, sichergestellt. Bild 33: Detailschnitt Dach / Geschossdecke Dachkonstruktion Die alte Dachkonstruktion konnte ebenfalls erhalten bleiben und gibt heute dem grossen Dachraum seinen Charakter. Die Dachvorsprünge der Sparrenlagen wurden zu Gunsten einer durchlaufenden, lückenlosen Luftdichtigkeitsschicht zurückgeschnitten. Die neu 240 mm hohe Sparrenlage, die auf 120 mm starke Querrosthölzer montiert ist, bildet im neuen Dach das Sekundärtragwerk. Die alten Sparren wären für die neuen Lasten und Anforderungen an die Durchbiegung zu schwach dimensioniert gewesen. Das Primärtragwerk bildet nach wie vor das alte, liegende Bindersystem mit den Bundstreben und Mittelpfetten. Die Dämmstärke des gesamten Dachaufbaus beträgt 395 mm. CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau Wandaufbau Dachgeschoss von i nach a : - Fermacell 15 mm - Ständer 120 mm gefüllt mit Zellulosedämmung Isofloc - Pavaplan 3F 8 mm, statisch verklammert luftdicht verklebt - Holzrahmenkonstruktion 240 mm gefüllt mit Zellulosedämmung Isofloc - Isoroof-Natur Keilnut 35 mm - Vertikalrost 20 mm - Horizontalrost 30 mm - Fassadenschalung Lärche N+K Breitfalz 22 mm Dachaufbau von oben nach unten: - Ziegel oder Fotovoltaik-Paneels - Ziegellatten 30 mm - Konterlatten 60 mm - Unterdach Pavatex Abdeckbahn verklebt - Isoroof-Natur Keilnut 35 mm - Sparrenlage neu 240 mm ausgedämmt mit Zellulose Isofloc - Tragrost 120 mm ausgedämmt mit Zellulose Isofloc - Luftdichtigkeitsschicht Ampack DB2 - Dachschalung 24 mm gehobelt N+K - Sparrenlage bestehend, gebürstet, Vordach zurückgeschnitten 28/66

5 Das Gebäude heute 5.6 Materialisierung Innenausbau Die Innengestaltung des gesamten Ausbaus ist von Naturprodukten und unbehandelten Oberflächen geprägt. Die Deckenverkleidungen in allen Geschossen bestehen aus Fichtenschalungen Nut und Kamm, die gehobelt wurden und deren Oberflächen unbehandelt bleiben. Die vom alten Gebäude erhaltenen Tragwerkskonstruktionen, wurden gebürstet und blieben ebenfalls unbehandelt. Die Bodenbeläge, ausgeführt mit Fichten-Bodenriemen in den Obergeschossen, Buchen-Massivparkett im Wohnraum und Treppentritten in Buchenholz, sind um einer schnellen Verschmutzung vorzubeugen, mit einem Naturwachs oder Öl behandelt. Wandverkleidungen sind in den Zimmern zum Teil mit unbehandeltem Fichtentäfer verkleidet. Die alten ausgemauerten Aussenwandriegel und zum Teil neue Zwischenwände sind verputzt und weiss behandelt. Nach der Massen-Speicherberechnung von Andrea Rüedi fehlten dem Gebäude ca. 7 m 2 Lehmschichten. Diese Speichermasse wurde in Form von Lehmsteinen, 110 mm stark, in den Giebelwänden im Dachgeschoss vorgemauert und zusätzlich mit Lehm verputzt. Die Küche wurde aus Massivholz Birke, unbehandelt produziert und mit einem einheimischen Sandstein als Küchenabdeckung belegt. Die Nasszellen wurden mit einfachen keramischen Platten gefliest. Bild 34 Deckenverkleidungen DG Bild 36 Deckenverkleidungen OG CAS MINERGIE ® 2009/Zürich, Institut Energie am Bau Bild 35 Lehmmauerwerk DG Bild 37 Küche OG 29/66

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