Ritterschlag für Deutschlands beste Maschinenbau ... - Produktion.de

produktion.de

Ritterschlag für Deutschlands beste Maschinenbau ... - Produktion.de

27. März 2008

Nummer 13

3

WIRTSCHAFT

Stahl: Todestoß für

Standort Deutschland

Potenzial der Faser

Das Schneiden ist ein wichtiges

Einsatzgebiet des Lasers. Der

Faserlaser besitzt elektrischoptische

Wirkungsgrade bis

über 20 %, eine exquisite

Strahlqualität, ist kompakt, robust

und bereitet keine Justage-Probleme.

Durch Kopplung

von Einzelfaser-Lasern mit verbesserter

Kühlung erreicht man

für die Materialbearbeitung geeignete

Leistungen. Seite 13

Logistik-Lösung

Die Dematic hat den Innovationspreis

der Initiative Mittelstand

erhalten. In der Kategorie

‚Logistik‘ wurde das

Unternehmen ausgezeichnet.

Seite 13

Internet unzureichend

Eine Untersuchung des VDMA-

Verlags zeigt: Internetportale

im Maschinen- und Anlagenbau

bieten nicht die gewünschte

Unterstützung bei der Suche

nach Fachinformationen.

Seite 14

Operational Excellence

Die Leitsystemgeneration Centum

VP der Yokogawa Electric

Corporation als integriertes

Prozess- und Produktionsleitsystem

unterstützt die umfassende

Kontrolle von Produktionsparametern.

Seite 17

METAV

TECHNIK IM FOKUS

Die diesjährige Messe dürfte

von der glänzenden Branchenkonjunktur

profitieren. Seite S1

METAV-Symposium

EVENT

DÜSSELDORF. Die Debatte um

Klima- und Umweltschutz hat

die Industrie erreicht: Enorm

gestiegene Energiepreise

fordern von der

verarbeitenden Industrie

neue Wege.

Deshalb veranstalten

Produktion und

VDW am 1. April auf

der METAV das 1. Internationale

Symposium ‚Energie-Effizienz

in der Produktion‘ mit

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und Unternehmen.

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Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie

6 WIRTSCHAFT

13 TECHNIK

S1

Energieeffizienz: BMW schafft

26 Prozent Energieeinsparung

Lasertechnik: Faserlaser

für die Materialverarbeitung

‚Strategiepreis Maschinenbau‘: Oliver Wyman und Produktion

Ritterschlag für Deutschlands

beste Maschinenbau-Strategen

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN/LANDSBERG. Die

Sieger des zweiten ‚Strategiepreis

Maschinenbauder Unternehmensberatung

Oliver Wyman

und der Produktion stehen

fest. Die Landsberger Rational

AG, die Krones AG und die

Schenck Process GmbH zeigen,

zu welchen Erfolgen ein Top-

Strategieprozess führt.

Beispiel „Gesamtsieger“ Rational,

Hersteller professioneller

Garsysteme: Die Jury überzeugte

ein stark kundenzentriertes

Geschäftsmodell mit

ausschließlicher Fokussierung

auf die Zunft der Profi-Köche.

Rational-Vorstand Dr. Günter

Blaschke gegenüber Produktion:

„Diese strategische Unternehmensausrichtung

war, ist

und bleibt unser wichtigster Erfolgsfaktor“

Thomas Kautzsch,

Partner bei Oliver Wyman und

Elemente erfolgreicher Strategien

2005 2006

Klares Leitbild

Berücksichtigung der

Unternehmensumwelt

Reviews & Kontrollen der Strategie

Entbindung verschiedener Ebenen

im Unternehmen

Systematische Kommunikation

der Stragie

Quantifizierung von

Strategiealternativen

Berücksichtigung mehrerer

Strategiealternativen

0 1 2 3 4 5 6

Trifft nicht zu Trifft voll

und ganz zu

Quelle: Oliver Wyman © Produktion

Die Bedeutung eines klaren Leitbildes hat die Branche erkannt. Allerdings

werden selten mehrere Strategiealternativen berücksichtigt.

Mehr Respekt

wäre guter Anfang

Erinnern Sie sich noch, als hiesige Haus-Banken

plötzlich kein Geld mehr für ihre treuesten

Kunden - mittelständische Industrie-

Unternehmen - übrig hatten, weil sie alles in

dolllarglitzernde US-Immobilienkredite stekken

mussten? Begleitet vom festen Glauben,

Sie zeigen der Branche,

wo es nach oben geht: (v.L.n.R.)

Dr. Günter Blaschke, Rational AG,

Hans-Jürgen Thaus, Krones AG,

und Norbert Geilen,

Schenck Process GmbH.

weltweit verantwortlich für

den Maschinenbau, ergänzt:

„Rational zählt hinsichtlich der

Kundenzufriedenheit zu den

besten 10 % aller Industrieunternehmen.

Zudem hat sich

EDITORIAL

Eduard Altmann

Chefredakteur

dass Leute, die auf dem Umweg über die Produktion von Gütern

mit Hilfe von Maschinen ihren Lebensunterhalt verdienen wollen,

statt gleich Geld mit Hilfe von Geld zu produzieren, einer aussterbenden

Minderheit angehörten. Als Folge davon gingen diese armen

Menschen dazu über, ihre Millionen-Investitionen über Leasing

statt über Kredite zu finanzieren oder bezahlten sie gleich –

wie früher – aus der eigenen Tasche. Jetzt, wo die Old Economy

wieder einmal ihre nachhaltige Stärke zeigt, wird es nicht leicht

für die Banker, das verlorene Vertrauen dieser Unternehmen zurückzugewinnen.

Aber mehr Respekt wäre sicher ein guter Anfang.

www.produktion.de

das Unternehmen zur klaren

Nummer 1 bei der Markenbekanntheit

entwickelt.“ Nicht

nur das EBIT und Ergebnis haben

sich in den letzten Jahren

verdreifacht, auch der Aktienkurs

verfünffachte sich in fünf

Jahren.

„Erfolg ist gestaltbar“, ist das

Credo von Hans-Jürgen Thaus,

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Krones AG, dem

weltweit führenden Hersteller

von Getränkeabfüllanlagen

und -lösungen. Das Unternehmen

errang den Sieg in der Kategorie

‚Bester Strategieprozess‘.

Besonders ausgeprägt

sind bei Krones die Marktanalyse

sowie die Umsetzungskompetenz.

Kautzsch: „Was

heraus sticht sind die intensive

Diskussion strategischer Alter-

@

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

TECHNIK

nativen sowie die enge Verknüpfung

der Strategie mit der

finanzwirtschaftlichen Planung.“

Auch die direkte Verknüpfung

der Strategie mit der

operativen Planung und den

Zielen der Mitarbeiter ist vorbildlich

gelöst. Laut Hans-Jürgen

Thaus ist der Standort

Deutschland die Basis für die

erfolgreiche Krones-Strategie.

7 900 der 9 800 Mitarbeiter

weltweit arbeiten hier. „Es

macht für uns keinen Sinn, an

einem Billig-standort zu produzieren.

Die Kultur, die wir hier

leben, könnten wir nicht ohne

weiteres im Ausland realisieren.“

Das Beispiel der Schenck

Process GmbH, dem Sieger der

Sparte ‚Beste Wachstumsstrategie‘,

zeigt, dass Unternehmen

in Private Equity-Besitz nicht

METAV: Rückenwind für

Werkzeugmaschinen

weiter auf Seite 2

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG

PVST 5339 Entgelt bezahlt

Finalisten-Wahl

Hermes-Award: Und der Gewinner ist...

von Eduard Altmann

Produktion Nr. 13, 2008

HANNOVER. Es kann nur einen

geben, der am 20. April auf der

Eröffnungsveranstaltung der

Hannover Messe den mit

100 000 Euro dotieren Technologiepreis

„Hermes Award“ erhält.

Diese Wahl wird einen der

Finalisten treffen, die eine Experten-Jury

jetzt aus der Vorauswahl

Top 20 kürte. Hier die

Finalisten in alphabetischer

Reihenfolge:

Herrenknecht AG, Schwanau

mit Direct Pipe, einem effektiven

Verfahren zur unterirdischen

Pipelineverlegung

METAV-Special:

S1-S12

Bild: Produktion

Hydac Electronic

GmbH, Saarbrücken

mit HYDACLab, einem

kompakten Multisensor

zur Zustandsüberwachung

von Hydraulik-

und Schmierölen,

der gleichzeitig Viskosität,Dielektrizitätszahl,

Wassergehalt

und Temperatur kontrolliert

Pepperl + Fuchs GmbH,

Mannheim mit DART (Dynamic

Arc Recognition and Termination),

einem Explosionsschutz,

der in explosionsgefährdeten

industriellen Bereichen die Eigensicherheit

erweitert

Thritor GmbH und Bültmann

WIRTSCHAFTS-TICKER

1,60

1,55

1,50

1,45

1,40

25.02. 03.03. 10.03. 14.03. 20.03.




€ 1,55 $

€ 154,95 Yen

€ 10,97 Yuan

€ 0,78 £

Euro in Dollar


€ 62,95 Rupie

€ 36,79Rubel

€ 3,55Zloty

€ 257,37 Forint

Gemeinsame Zulieferer

MÜNCHEN (DJ). Die BMW AG

will beim Einkauf von Zulieferteilen

in den USA auch mit dem

Stuttgarter Konkurrenten Daimler

zusammenarbeiten. Um

sich besser gegen einen weiteren

Verfall des US-Dollar abzusichern,

plant der Münchener

Automobilhersteller, seine Kapazitäten

und sein Einkaufsvolumen

in den USA auszuweiten.

Die jährliche Produktionskapazität

im Werk in Spartanburg im

US-Bundesstaat South Carolina

soll bis 2012 auf rund

240 000 Fahrzeuge von derzeit

rund 160 000 aufgestockt werden.

Auto/Defence bleiben

DÜSSELDORF (DJ). Die Rheinmetall

AG will auch künftig an

den beiden Unternehmensbereichen

Automotive und Defence

festhalten. „Wir werden beide

Bereiche weiterentwickeln,“

bekräftigte Vorstandsvorsitzender

Klaus Eberhardt. Im Automotive-Bereich

seien sogar Akquisitionen

denkbar, sagte er.

Für die Defence-Sparte kündigte

der Manager an, „sich bietende

Chancen für wertsteigernde

Akquisitionen weiter zu

nutzen“.

ZAHL DER WOCHE

45 Mrd...

...Euro Umsatz erzielte

die Stahlindustrie

im letzten Jahr. Mit 48,6 Mio

Tonnen produziertem Stahl wurde

eine neue Rekordmarke erreicht.

GmbH, Reinbach mit einem

Induktionsheizer,

der die Erwärmung eines

Werkstücks durch dessen

Rotation im magnetischen

Gleichfeld eines

Hochtemperatur-Supraleiters

besonders energie-effizient

realisiert

Sensitec GmbH, Lanau

mit einem Sensor, der einen

magnetischen Effekt (Giant

Magneto Resistance/GMR) ausnutzt

und die GRM-Technologie

damit erstmals für präzise und

zugleich robuste Messaufgaben

in industriellen und medizintechnischen

Anwendungen verfügbar

macht.

➔ ➔



2 Produktion Wirtschaftsfakten

27. März 2008 • Nr. 13

Die richtige Strategie...

Fortsetzung von Seite 1

zwangsläufig an ‚Heuschrecken-Befall‘

leiden. Schenck fertigt Lösungen

der Mess- und Verfahrenstechnik für

diverse Branchen und legte seit 2004

eine Umsatzverdoppelung hin. In Sachen

Strategie hat es das Unternehmen

geschafft, sich vom Komponentenhersteller

zum Lösungsanbieter zu

wandeln. „Der Fokus liegt auf der

Herstellung von Schlüsselkomponenten

und auf Lösungen mit klarer Differenzierung

und nachweisbarem

Kundennutzen“, erläutert Thomas

Kautzsch. Auch gezielte Akquisitionen

(Stock und Pfister Waagen) sowie

ein vorbildliches Wachstum im Service

überzeugten die Jury.

Mergers and Acquisitions werden

eher opportunistisch gelöst

Resümee des Wettbewerbs, an dem

sich in der ersten Wettbewerbsrunde

über 100 Unternehmen beteiligten:

„Insgesamt hat der Maschinenbau

hinzu gelernt, doch klaffen in Sachen

Strategieentwicklung noch einige

Lücken“, so Thomas Kautzsch. So tappen

noch viele im Dunkeln, wenn es

um die zielgerichtete Beobachtung

des Marktes, respektive um die eigene

Positionierung geht. „Der Optionenraum

für die erfolgreiche Weiterentwicklung

ist in aller Regel nicht

weit genug gesteckt“, so Kautzsch.

Beispielsweise beobachteten viele nur

den High-End-Markt um sie herum,

würden aber aufstrebende Wettbewerber

aus dem asiatischen Raum

wenig Beachtung schenken. Auch das

Thema Mergers & Acquisitions sei oftmals

„eher opportunistisch“ gelöst;

genauso die Bereinigung der Produktpalette

um Kostentreiber mit geringer

Renditeaussicht. „Mitunter

fehlt die Fokussierung“, sagt

Kautzsch. Eine fehlende Verknüpfung

der Strategie mit der operativen Planung

sowie die mangelnde Verknüpfung

der Strategie mit den Zielvereinbarungen

der Führungskräfte hätten

zusätzlich Fehlinvestitionen zur Folge.

Kautzsch: „Fehlgeleitete Ressourcenallokationen

führen dazu, dass

zwar in Neuprodukte investiert wird,

aber beispielsweise eines der eigentlichen

Ziele – mehr Wachstum über

den Service – nicht erreicht wird.“

KONJUNKTUR & MÄRKTE

ENERGIE & ROHSTOFFE FINANZEN & STEUERN

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

115

110

105

100

95

90

25.02. 03.03. 10.03.

14.03. 20.03.

RAG reduziert Bergbau

SAARBRÜCKEN (AP). Als Konsequenz

aus dem schweren Grubenbeben vor

drei Wochen will die RAG den Kohleabbau

im Saarland noch einige Jahre

auf niedrigem Niveau weiterführen

und 2012 voraussichtlich ganz einstellen.

Damit könnten zwei Drittel

der 4 700 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz

behalten, sagte Vorstandschef

Bernd Tönjes in Saarbrücken. Für die

anderen rund 1 600 Mitarbeiter würden

sozialverträgliche Lösungen erarbeitet.

Die Förderung solle von rund

4 auf 1 bis 1,5 Mio Tonnen pro Jahr zurückgehen.

Wie Tönjes nach einer Belegschaftsversammlung

berichtete,

sieht die vom Aufsichtsrat am Vorabend

einstimmig beschlossene Empfehlung

vor, den Abbau in der Primsmulde

endgültig aufzugeben. Dort

war es am 23. Februar zu dem schweren

Beben gekommen, dass zu beträchtlichen

Schäden über Tage und

zum vorläufigen Stillstand der Kohleförderung

an der Saar führte. Mit der

nun gefundenen Lösung wolle die

RAG „Gefahr für Leib und Leben der

Bevölkerung ausschließen, einen

Großteil der Arbeitsplätze im Bergbau

und den Zuliefererbetrieben erhalten“,

so Tonjes. Die neue Planung

wird die Grundversorgung der saarländischen

Kraftwerke sicherstellen

können.

ROHSTOFFPREISE

Aluminium je Tonne: 2920,00$

Kupfer je Tonne: 8103,00$

Gold je Feinunze: 937,50$

Silber je Feinunze: 17,73$

Nickel je Tonne: 18640,08€

Zinn je Tonne: 13119,69€

Automotive

„CFK reif für die Großserie“

von Christian Klein

Produktion Nr. 13, 2008

WIESBADEN. Die SGL Group und die

Benteler Automobiltechnik, Paderborn,

haben ein 50:50–Joint Venture

zur Entwicklung, serienreifen Herstellung

und Vermarktung von Komponenten

auf Basis carbonfaserverstärkter

Verbundwerkstoffe (CFK) für die

Automobilindustrie gegründet.

„Die Automobilindustrie zeigt ein

steigendes Interesse am verstärkten

Einsatz von CFK-Werkstoffen, um

steigenden Betriebskosten mit Gewichtseinsparungen

zu begegnen“,

erklärt Dr. Jan Verdenhalven, Chairman

Carbon Fibers & Composites

(CFC) der SGL Group, die Ausgangslage

für die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens

Benteler SGL

GmbH & Co. KG mit Sitz in Paderborn.

Bislang wurden CFK-Komponenten

primär im Hochleistungsmotorsport

und im Luxussegment eingesetzt.

Der Durchbruch in der Serienfertigung

stehe und falle jedoch mit

dem Automatisierungsgrad. Verdenhalven:

„Und genau hier setzt unser

Joint-Venture an. Wir verbinden unser

Material-Know-how mit der Erfahrung

von Benteler, um neue Perspektiven

in der automobilen Massenfertigung

von CFK-Bauteilen zu

Bild: SGL Group

➔ ➔➔➔➔


Dr. Jan Verdenhalven, Chairman Carbon

Fibers & Composites (CFC) der SGL

Group: Marschrichtung Massenfertigung

eröffnen.“ CFK sei als innovativer

Werkstoff durch seine hohe mechanische

Festigkeit bei gleichzeitig geringem

Gewicht geradezu prädestiniert

für den Einsatz im PKW-Segement.

Als Vorreiter gilt die Luftfahrtindustrie,

die sukzessive wie beim Airbus

A-380 den Anteil carbonfaserbasierter

Bauteile in den Konstruktionen erhöht

hat. Die SGL Group will im Verbund

mit Benteler nun auch die Möglichkeit

nutzen, CFK-Bauteile mit

Stahl zu so genannten Hybridteilen

zu kombinieren. Erste Entwicklungsprojekte

seien bereits angelaufen.

BDI warnt vor starkem Euro

BERLIN (DJ). Die Rekordjagd des Euro

im Zuge der Finanzmarktkrise bedroht

nach Ansicht des Bundesverbandes

der Deutschen Industrie (BDI)

zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit

der Unternehmen und die Konjunktur

in Deutschland. „Die neuen Rekordstände

beim Euro entwickeln sich zu

einer Belastung für die deutsche

Konjunktur“, sagte BDI-Präsident

Jürgen Thumann. Noch seien die Auftragsbücher

jedoch gut gefüllt, die

Produktion sei auch für die nächsten

Monate gesichert. Allerdings werde

sich die Exportdynamik in diesem

Jahr abschwächen, prophezeite Thumann.

Schweizer Produktion steigt

NEUCHATEL (DJ). Die schweizerische

Industrieproduktion ist zum Jahresende

2007 stärker gewachsen als erwartet.

Die Produktion (ohne Baugewerbe)

stieg im vierten Quartal auf

Jahressicht um 9,1 %, wie das

Bundesamt für Statistik (BfS) am

Dienstag berichtet. Volkswirte hatten

einen Zuwachs zwischen 5,9% und

8,5 % erwartet. Am stärksten war der

Zuwachs der Statistikbehörde zufolge

bei Gebrauchs- und Verbrauchsgütern.

Im Fahrzeugbau ging die Erzeugung

dagegen auf Jahressicht zurück.

Im dritten Quartal war die Produktion

im Jahresvergleich um 10,7 % gestiegen.

Die Umsätze verbesserten sich

im Berichtsquartal um 8 %. Die Auftragseingänge

der Industrie legten im

vierten Quartal um 9,3 % zu. Die Auftragsbestände

lagen zum Quartalsende

um 16,2 % höher als vor Jahresfrist.

RWI hält an Erwartungen fest

BERLIN (DJ). Das Rheinisch-Westfälische

Institut für Wirtschaftsforschung

(RWI) bleibt für das Jahr 2008 bei seiner

Prognose eines Wachstums des

realen Bruttoinlandsprodukts (BIP)

von 1,7 %. Damit bestätigte das Institut

seine Einschätzung vom Dezember.

Für das kommende Jahr 2009

rechnet das RWI mit einem Anstieg

des deutschen BIP von 1,8 %. Die

deutsche Konjunktur befinde sich

derzeit im Zwischentief“. Die kräftige

Aufwertung des Euro, steigende

Rohstoffpreise und ungünstigere Finanzierungsbedingungen

für Unternehmen

dürften laut RWI dafür sorgen,

dass das Tempo der Expansion

nachlässt. Besonders die Ausfuhren

und die Investitionen dürften deshalb

schwächer zunehmen. Jedoch scheine

die deutsche Wirtschaft mit mehr

Schwung ins neue Jahr gestartet zu

sein als bisher angenommen.

Quelle: Statistisches Bundesamt / Globus © Produktion

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN. Nach mehr als einem Jahr

Standortsuche hat sich HAWE-Hydraulik

entschieden, ein neues Werk

im bayrischen Kaufbeuren zu errichten.

400 neue Arbeitsplätze entstehen.

Mit fünf Werken in Bayern und der

Fertigung seiner hochqualitativen Hydraulikprodukte

ausschlieslich in

Deutschland bezog HAWE Hydraulik

bereits in der Vergangenheit eine eindeutige

Position zum Produktionsstandort

Deutschland. Für ein weiteres

Werk fiel jetzt die Wahl auf Kaufbeuren

im Allgäu. Hier werden ab

dem Frühjahr 2009 40 000 qm überbaute

Produktionsfläche und 400 Arbeitsplatze

entstehen. Das ist fast drei

mal so viel wie beim bisher größten

Werk in Freising, das gerade von

9 000 auf 13 000 qm erweitert wird.

Was wird in Kaufbeuren gebaut?

Ein modernes und hoch automatisiertes

Werk für die Fertigung und Montage

hochpräziser proportionaler Hydrauliksteuerungen.

Diese finden

zum Beispiel in vielen Kranarmen

oder Betonpumpen als feinfühlige

Steuerung der Bewegungen ihre Anwendung.

Auch beim Tunnelvortrieb

am Gotthard in der Schweiz oder bei

HAWE-Chef Karl Haeusgen investiert in

den Standort Deutschland. Von weltweit

1800 Mitarbeitern arbeiten nur 400 im

Ausland.

Erdbohrungen on- und offshore verteilen

sie zuverlässig und auch unter

rauen Bedingungen die notwendige

Kraft mit hoher Genauigkeit.

Eine wichtige Basis fur die Bewältigung

des weltweit stark wachsenden

Absatzes der Produkte sind laut HA-

WE gut ausgebildete und hoch motivierte

Mitarbeiter. Hier konnte Kaufbeuren

mit seinen vielfaltigen Bil-

Entwicklung Deutscher

Aktienindex DAX

7600

7400

7200

7000

6800

6600

6400

6200

6000

25.02. 03.03. 10.03.

14.03. 20.03.

Bund scheffelt weiter Steuern

BERLIN (DJ). Die Steuereinnahmen

von Bund und Ländern haben sich im

Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat

um 3,8% auf 39,387 Mrd Euro

erhöht. Im Berichtsmonat erhöhten

sich die Steuereinnahmen des Bundes

um 11,8% binnen Jahresfrist auf

17,178 Mrd Euro, die Steuern für die

Länder legten um 5,4% auf 16,479

Mrd Euro zu. In den ersten zwei Monaten

des laufenden Jahres wirke unter

anderem noch die Umsatzsteuererhöhung

aus dem vergangenen

Jahr in einer verzögerten Kassenwirkung.

Die Unternehmensteuerreform

schlage sich noch nicht in den Ergebnissen

der Körperschaftsteuer nieder.

Deutschlands wichtigste Handelspartner

Frankreich, die USA und Großbritannien

waren im Jahr 2007 die Top 3 -

Exportzielländer der deutschen Wirtschaft.

Für diese trüben sich die Exportaussichten

für 2008 allerdings durch den

hohen Ölpreis, die schwache US-

Konjunktur sowie den gestiegenen

Eurokurs mitterweile ein. Zusätzlich

schlägt die Finanzkrise in den USA

auf die Stimmung in der Wirtschaft.

Das bleibt nicht ohne Konsequenzen:

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut

(HWWI) beispielsweise wird

seine Konjunkturprognose für 2008

stark nach unten korrigieren.

HWWI-Konjunkturchef Michael Bräuninger

sagte: "Wir werden die

Wachstumsprognose auf unter 1,5%

reduzieren, unsere ursprüngliche

Annahme von 1,7% Plus ist nicht

mehr zu halten."

Standort Deutschland

HAWE Hydraulik baut in Kaufbeuren

Bild: HAWE Hydraulik

dungseinrichtungen punkten. Aber

auch die gute Verkehrsanbindung

und die produktive Zusammenarbeit

mit den politischen und behördlichen

Entscheidungsträgern sprachen für

den Standort. Dass dann noch in unmittelbarer

Nachbarschaft Geothermiebohrungen

durchgeführt werden,

entspreche sehr gut der Unternehmensphilosophie,

heißt es.

Im Jahr 2009 strebt HAWE Hydraulik

die Zertifizierung

nach der internationalen

Umweltmanagement

Norm ISO 14001 an. Da

passe es gut, wenn der

neue Standort aus erneuerbaren

Energiequellen

Strom und Wärme erhält.

Anfang 2010 wird dann der

neue Standort bezogen. Er wird auch

einen eigenen Ausbildungsbereich

mit bis zu 25 Auszubildenden pro

Lehrjahr für die Berufe Industrieoder

Zerspanungsmechaniker erhalten.

HAWE Hydraulik, ein Familienunternehmen

mit fast 60 Jahren Tradition

und Kunden weltweit, erreichte

2007 einen Jahresumsatz von 241

Mio Euro. Das entsprach einem Plus

von 28 % gegenüber dem Vorjahr.

Von 1 800 Mitarbeitern weltweit sind

1 400 in Deutschland beschäftigt. Der

direkte Exportanteil liegt bei 60 %.

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Standort Deutschland


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Entscheider lesen Produktion

von Hans G. Diederichs

Produktion Nr. 13, 2008

Produktion

Wirtschaft

Nummer 13 Nachrichten aus der Industrie

3. April 2008

5

Unternehmen und Märkte

Elektronische Bauelemente:

Halbleiter erholen sich 2008

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Magersucht? Dieser Frage geht der

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DÜSSELDORF (ba). Die Stahlindustrie

in Deutschland meldet erneut ein Rekordjahr

und blickt auch weiterhin zuversichtlich

in die Zukunft. Nach wie

vor wird ihr Erfolg jedoch bedroht:

Nicht nur die Rohstoffpreise und eine

abschwächende Wirtschaft, auch die

vorgesehene Versteigerung der CO2-

Zertifikate könnten das Wachstum der

Branche unsanft bremsen.

Das Jahr 2007 war erneut ein Rekordjahr

für die Stahlindustrie in Deutschland:

Beim Umsatz wurde zum ersten

Mal die Schallgrenze von 45 Mrd

Euro durchbrochen, bei der Rohstahlproduktion

mit 48,6 Mio t ein neuer

gesamtdeutscher Rekord erzielt. Die

Produktionskapazitäten der Branche

waren nahezu voll ausgelastet. Vor allem

die stahlverarbeitende Industrie

zeigte mit einem Plus von 5,6 % die

stärksten Zuwächse seit der Wiedervereinigung.

Sie bildeten damit eine

solide Basis für die Stahlnachfrage.

Zum ersten Mal überhaupt nahm die

Produktion der Stahlverarbeiter zwei

Jahre in Folge um über 5 % zu.

Bei nahezu allen Stahlverarbeitern

habe sich zuletzt eine hohe Steigerung

der Neuaufträge gezeigt, führte

Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling, der Präsident

der Wirtschaftsvereinigung

Stahl, auf einer Tagung in Düsseldorf

aus, nachdem er die Zahlen für 2007

präsentiert hatte. Für das laufende

Jahr zeigte er sich daher ebenfalls positiv.

Jedoch sei zu bedenken, so Ameling,

dass die Risiken durch eine drohende

Rezession in den USA, die hohen

Rohstoff- und Energiepreise und

den Höhenflug des Euro nicht außer

Acht gelassen werden dürften. Auch

deuteten einige wichtige Frühindikatoren

bereits auf eine Verlangsamung

des Wirtschaftswachstums

hin. So hätten die chinesischen Stahlhersteller

den Ausbau ihrer Rohstahl-

10 Produktivität und IT

12

www.kometgroup.com

HALLE 3 · STAND C9

Stahl

„Todesstoß für Standort Deutschland“

Chinas Stahlexporte in die EU

erreichen ein neues Niveau

Sparen: Die Wertschöpfung

tritt in den Vordergrund

kapazität massiv fortgesetzt. Die Folgen

davon seien zunehmend am

wachsenden Außenhandel Chinas zu

spüren. Die Stahlexporte vom Reich

der Mitte in die EU hätten 2007 ein

bisher nicht gekanntes Niveau erreicht.

Hätten die Lieferungen an

Walzstahlfertigerzeugnissen in 2003

noch bei 408 000 Tonnen gelegen, so

sei der EU-Stahlmarkt 2007 mit rund

10 Mio t überschwemmt worden.

Zwar seien die Importe Chinas bei

einigen Stahlprodukten in den letzten

Monaten wieder zurückgegangen,

was nicht zuletzt auf die Maßnahmen

der chinesischen Regierung zur Eindämmung

der Exporte zurückzuführen

sei. Dennoch sähe die deutsche

Stahlindustrie sich zunehmend einem

Verdrängungswettbewerb mit gedumpten

beziehungsweise subventionierten

Produkten ausgesetzt. Aber

da alle Bemühungen der EU um eine

politische Lösung mit China gescheitert

seien, habe die Stahlindustrie

Antidumping-Verfahren gegen unfaire

Stahllieferungen aus China angestrengt.

Diese Verfahren zielten nicht

auf eine Abschottung des EU-Marktes

ab, so Ameling, sondern stellten le-

Monatliche Rohstahlerzeugung Deuschland

© Produktion Quelle: Stahl-Zentrum

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2008 haben die Stahlunternehmen in

Deutschland 7,89 Mio t Rohstahl produziert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum

ist die Produktion um 3,1% zurückgegangen.

Bild: Fotolia

diglich ein Instrument zur Wiederherstellung

fairer Handelspraktiken dar.

Nicht ohne Sorgen betrachtete der

Präsident der Wirtschaftsvereinigung

Stahl die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten

und die hohen Kostensteigerungen.

Die Preise für Feinerz

seien um 66 % gestiegen, und die

mögliche Übernahme von Rio Tinto

durch BHP Billiton werde den Preiskampf

um Erz noch verschärfen.

Auch die Kokskohle werde wegen der

Kostenpflichtige Zuteilung der

CO2-Zertifikate kostet den Markt

Naturkatastrophen in China und Australien

sowie des Zusammenbruchs

der Energieversorgung in Südafrika

in Zukunft teurer. Nicht anders sehe

es bei den Legierungsmetallen und

beim Stahlschrott aus. „Rohstoffe

bleiben knapp und teuer“, stellte

Ameling lakonisch fest.

Die Energiepolitik aus Brüssel kommentierte

Ameling ebenfalls: „Für

den Industriestandort Europa sind

die Vorschläge eine große Belastung,

für die energieintensive Industrie in

Deutschland sind sie existenzbedro-

hend“, sagte er. Die vorgesehene Versteigerung

der CO2-Zertifikate, die

bisher kostenlos zugeteilt wurden,

stellt aus seiner Sicht ein besonderes

Risiko dar. Er ging sogar noch weiter

und sagte, die ab 2012 kostenpflichtige

Zuteilung werdeden Todesstoß

für den Industriestandort Deutschland

und Europa“ darstellen. Denn

auf die deutschen Hüttenwerke kämen

allein schon zusätzliche Kosten

in Höhe von 2,3 Mrd Euro zu, ohne

die durch den Emissionshandel zu erwartenden

Strompreiserhöhungen.

Dann sei eine Abwanderung der

Grundstoff-Industrie in Deutschland

und Europa unvermeidlich, konstatierte

Ameling.

In Brüssel hat man das Problem erkannt,

jedoch will man eine definitive

Entscheidung erst 2010 treffen, um

diese dann alle drei Jahre wieder zu

überprüfen. Diese Vorgehensweise

der EU nehme der Stahlindustrie

sämtliche Investitionssicherheiten, so

Ameling, und führe geradewegs in

die Wettbewerbsunfähigkeit.

SKF

Vartanian leitet Service-Division

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

SCHWEINFURT. Vartan Vartanian

wurde zum neuen President der SKF

Service Division ernannt und wechselt

damit ins Führungsgremium. Er

wird Nachfolger von Phil Knights, der

eine neue Herausforderung als Senior

Vice President, Global Relations,

übernimmt. Der Wechsel erfolgt zum

2. April 2008.

Vartanian ist derzeit Director der

Service Division Europe. Er ist seit

1990 bei SKF und begleitete Führungspositionen

in Polen, der Tschechischen

Republik und Schweden.

Nachrichten

Aerospace: D-Zulieferer

erobern das All

Bild: SKF

@

Noch freut sich die Stahlindustrie

in Deutschland über Rekordumsätze.

Doch die Energierichtlinien

der EU werfen in der Branche

Sorgen um ihre Existenz auf.

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Mail an: redaktion@produktion.de

Vartan Vartanian

verantwortet ab

April rund 33%

des Gesamtumsatzes

der

SKF-Gruppe.

Die Service Division ist für den Verkauf

an den Ersatzteilmarkt verantwortlich,

hauptsächlich über ein

Netzwerk von Vertragshändler. Der

Umsatz der Division beträgt ca. 33 %

des Gesamtumsatzes der SKF.


Übernahme

Kontron kauft weltweit ein

Produktion Nr. 13, 2008

ECHING (sp). Nachdem Kontron erst

im Februar eine Transaktion in Frankreich

abschließen konnte, steht nun

ein weiteres Geschäft in Taiwan auf

der Tagesordnung des Echinger Herstellers

von Embedded Computer-Systemen:

Kontron verkauft Anteile an

die Quanta Computer. Der weltweit

größte Notebook-Hersteller aus Taipeh

beteiligt sich zu 21 % an der Kontron

Asia – Produktionsorganisation

der Kontron Gruppe inklusive Fabrik

in Penang, Malaysia. Ein entsprechender

Kaufvertrag wurde von beiden

Parteien unterzeichnet. Die Aktien

werden börsenkursnah verkauft.

Quanta produziert mit weltweit

über 40 000 Mitarbeitern jährlich ca.

30 % der weltweiten Notebooks und

erwirtschaftete einen Gesamtumsatz

von mehr als 16 Mrd Euro in 2007.

Ziel der Transaktion ist, Produktion

nach Asien auszulagern. Bis 2010 sollen

etwa 75 % aller Embedded Computer

in dem Joint Venture produziert

werden.

Bei der im Februar abgeschlossenen

Transaktion handelte es sich um

die Übernahme der französischen

Thales Computers. Die spezielle Stärke

des Unternehmens liegt im Bereich

High-End-Anwendungen, insbesondere

für Regierungen sowie die Sektoren

Luftfahrt und Transportation.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die

PowerPC-Technologie, die Thales besonders

fein abgestuft und mit entsprechendem

Betriebssystemsupport

anbietet. Konzentrierte sich Kontron

in der Vergangenheit bei Echtzeitbetriebssystemen

im Wesentlichen auf

Linux und VxWorks, erweitert sich

der Support mit der Thales Computers

Akquisition zusätzlich auf z.B. Integrity,

LynxOS, RedHat Enterprise,

ElinOS oder QNX Neutrino.

Wirtschaft: Markt und Meinung

4 Produktion 27. März 2008 • Nr. 13

Ende des Booms in Sicht

Der deutsche Maschinenbau steht glänzend da: Wachstumsbranche, Exportweltmeister,

Unternehmensgewinne und Arbeitsplatzaufbau wie

seit Jahrzehnten nicht mehr. Gegenüber Japan und den USA konnten deutlich

Marktanteile gewonnen werden. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt -

oft bis weit in das Jahr 2009 hinein.

Bei genauerem Hinsehen ergeben sich jedoch drei Erkenntnisse:

1. Der Erfolg ist nicht gleich verteilt: In jedem Branchensegment liegen zwischen

den erfolgreichen Unternehmen und den weniger erfolgreichen 10 bis

20 Prozentpunkte Ergebnis. Mehr als ein Drittel aller Unternehmen verdienen

auch in der Hochkonjunktur viel zu wenig

Geld. Sie haben in der Konsequenz oft

auch eine unzureichende Finanzbasis und

sind bei einem Abschwung stark gefährdet.

Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

2. Im aktuellen Boom haben viele Unternehmen

notwendige strukturelle Veränderungen

zur Kostenreduzierung zurückgestellt.

Das Abarbeiten der Aufträge und expansive

Maßnahmen standen im Vordergrund. Die

Kunst wird sein, das Wachstum weiter voranzutreiben,

gleichzeitig aber Maßnahmen

zur Kostensenkung rechtzeitig zu planen, so

Thomas Kautzsch,

dass sie strategisch angegangen und ad-hoc

Partner bei Oliver Wyman Maßnahmen vermieden werden können.

3. Viele Marktführer haben keine Antwort

auf die Frage, woher zukünftig ihr Umsatz- und Ergebniswachstum kommen

wird. Diese Unternehmen sind bereits global präsent, die M&A-Möglichkeiten

sind begrenzt, das langfristige Marktwachstum ist gering. Laterale

Diversifizierung hat sich in der Vergangenheit nicht bewährt. Wie

kann so ein Wachstum gelingen?

Der Markt liegt im Moment ca. 15 Prozent über dem langfristigen Trend.

Ein Ende des Investitionsbooms wird jedoch kommen. Aus meiner Sicht

wird das konsequente Handeln in diesen drei Bereichen darüber entscheiden,

wie es weitergeht – ob der Erfolg von Dauer ist oder ob die Ergebnisse

im nächsten Abschwung wieder in gewohnter Weise zurückgehen.

Erfolgreiche Ingenieure wissen, worauf es ankommt. Weltweit.

Gastkommentar

„Wir

setzen

auf

System.“

Mit dezentralen Antriebssystemen

von SEW-EURODRIVE.

Driving the World

Kuka AG

Keine Angst vor Dollar-Krise

von Lisa Zeidler

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN. Die Kuka AG kann zufrieden

auf das Jahr 2007 zurückblicken.

Auftragseingänge und Umsatzerlöse

lagen jeweils deutlich über dem Vorjahr.

Die positive Entwicklung wurde

von den beiden Geschäftsbereichen

Robotics und Systems getragen.

„Die Restrukturierung und Fokussierung

der Kuka hat gegriffen“, sagte

Gerhard Wiedemann, Vorstandsvorsitzender

der Kuka AG auf der Bilanzpressekonferenz

des Konzerns in

München. „Mit einer Eigenkapitalquote

von 26 % hat Kuka eine solide

Finanz- und Bilanzstruktur und verfügt

über beste Voraussetzungen zur

weiteren nachhaltigen Steigerung des

Unternehmenswertes in den kommenden

Jahren. Die Auftragseingänge

des Konzerns übertrafen 2007 mit

mehr als 1,3 Mrd Euro das Vorjahr

um 13,3 %.

Sowohl Robotics als auch Systems

steigerten 2007 ihre Auftragseingänge

zweistellig. Kuka Robotics konnte

seine Marktposition bei den großen

Automobilherstellern Europas nochmals

deutlich ausbauen. Der Auftragseinganger-

reichte mit 434,9

Mio Euro ein Plus

von 13,8 % gegenüber

dem Vorjahreswert

von 382,3

Mio Euro.

Der Bereich

Automotive hat

um rund 21 % im

Vergleich zum Vorjahr

zugelegt. Aufträge speziell aus

Asien haben dabei zu einer Verbreiterung

der Kundenbasis beigetragen.

Der Auftragseingang aus dem Kundensegment

General Industry stieg

um 10 % auf 156,2 Mio Euro an.

Automotive und General Industry

machen – nach bereinigtem Service –

jeweils 50 % des Umsatzes aus. „In

Logistik

Kontraktlogistik verleiht Flügel

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 13, 2008

DÜSSELDORF. Die deutsche Transport-

und Logistikbranche wird nach

einem Branchenbericht der IKB Deutsche

Industriebank 2008 ein Umsatzvolumen

von rund 89,3 Mrd Euro erreichen,

5% mehr als im Vorjahr. Wachstumstreiber

ist die Kontraktlogistik.

„Die globale wirtschaftliche Entwicklung

liefert weiterhin ein nachhaltiges

Wachtumspotenzial für die weltweiten

Transport- und Logistikmärkte“,

heißt es in dem Branchenbericht.

Hervorzuheben seien die Kontraktlogistik

mit jährlichen Wachtumsraten

von 8 bis 10 %, der Luftfrachtmarkt

mit 5 bis 6 % und die Containerschiffahrt

mit jährlichen Zuwachsraten

von 7 bis 9 %.

„Die Kontraktlogistik bleibt weiterhin

der Wachstumstreiber für die Logistikbranche“,

so die IKB. Die Internationalisierung

der Wirtschaft und

ihrer Produktionsabläufe erhöhe die

Komplexität der Geschäftsprozesse

und erfordere von vielen Unternehmen

aus Industrie und Handel die

Rückbesinnung auf ihre Kernkompetenzen.

Hier liege die Chance für Logistikunternehmen,

Leistungen zu übernehmen

und die eigene Wertschöpfungstiefe

durch das Angebot von

Mehrwertdiensten zu erhöhen. „Ne-

Bild: Kuka AG

„Die Luftfahrt- und

Solarindustrie werden

für Kuka wichtiger“

Gerhard Wiedemann,

Vorstandsvorsitzender Kuka AG

Bild: Hellmann

den kommenden Jahren wird es eine

größere Ausrichtung auf die General

Industry geben“, erklärte Bernd Liepert,

Mitglied des Vorstands, Geschäftsbereich

Robotics. „Nicht, weil

der Bereich Automotive rückläufig ist,

sondern weil das Potenzial bei General

Industry wesentlich höher ist.“

Die Automobilindustrie bleibt für

Kuka eine bedeutende Kundengruppe.

„Automation

made by Kuka ist

aber zunehmend

auch ein Thema in

Zukunftsbranchen

wie der Luftfahrt-

und der Solarindustrie“,sagte

Wiedemann.

Zudem wachse

die Bedeutung

der Medizintechnik für die Geschäftstätigkeit.

Die Nutzung von Robotern im diagnostischen

und operativen Bereich

sowie eine steigende Nachfrage nach

Servicerobotern, die Patienten und

hilfsbedürftige Menschen unterstützen

und innerhalb der medizinischen

Versorgung hilfreich sind, bieten

ben Effizienzsteigerungen sind durch

das Outsourcing auch Kostenvorteile

für die jeweiligen Auftraggeber zu erzielen,

da die Tarifverträge im Logistikgewerbe

oft niedrige Stundenlöhne

vorsehen“, so der Bericht.

Die Logistikwirtschaft ist in Europa

mit einem aktuellen Umsatz von 836

Mrd Euro nach der Bauwirtschaft

(891 Mrd Euro) und der Ernährungswirtschaft

(852 Mrd Euro) die drittgrößte

Wirtschaftsbranche. Deutschland

weist mit rund 89 Mrd Euro für

die Logistik die höchsten Umsätze in

Europa aus, gefolgt von Großbritannien

mit über 70 Mrd Euro und

Frankreich mit rund 68 Mrd Euro.

Steigende Transportkosten werden

laut IKB den Konzentrationsprozess

Gerhard Wiedemann, Vorstandsvorsitzender

Kuka AG:

„Wir haben die besten Voraussetzungen

zur weiteren

nachhaltigen Steigerung des

Unternehmenswertes in den

kommenden Jahren.“

nachhaltiges Wachstumspotenzial.

Infolge der florierenden Nachfrage

nach Automationslösungen erhöhte

der Konzern die Zahl der Mitarbeiter

um 152 auf 5 732 Personen.

Betrachtet man die Umsatzerlöse

nach Regionen, generiert Deutschland

mit 36 % weiterhin einen bedeutenden

Anteil. 20 % kamen 2007 aus

den übrigen Ländern Europas, 12 %

maßgeblich aus Asien und Südamerika.

Nordamerika verzeichnete mit

32 % einen steigenden Anteil der

Konzern-Umsatzerlöse. Angst, dass

sich die US-Finanzkrise und der

schwache Dollarkurs negativ auf die

Geschäftszahlen auswirken könnte,

hat Wiedemann nicht: „Ich sehe die

Zahlen nicht gefährdet.“

Auch Dr. Jürgen Koch, Mitglied des

Vorstands, Ressort Finanzen und

Controlling, ist zuversichtlich. „Wir

exportieren nicht, sondern produzieren

in den USA.“

Der Gesamtausblick in die Zukunft

ist ebenfalls positiv. Kuka Robotics

plant mittelfristig für 2009 und 2010

– getragen durch die guten Perspektiven

in der General Industry – ein

Wachstum von jährlich 10 %.

Nachhaltigen Schub verleiht die globale

wirtschaftliche Entwicklung der

deutschen Transportlogistik.

der Branche forcieren. Trotzdem

bleibt sie mittelständisch geprägt.

Neue Trends, ein verändertes Konsumverhalten

sowie die steigenden

Transportkosten erfordern von Industrie

und Handel eine Neugestaltung

der Logistikkonzepte. Hierbei steht

nach Einschätzung der IKB die Prozessoptimierung

der gesamten Supply

Chain im Mittelpunkt, die nur

durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit

von Produzenten, Dienstleistern

und Handel gewährleistet werden

kann. „Im Supply-Chain-Management

liegt gerade für Logistikdienstleister

noch großes Wachstumspotenzial,

da diese häufig transparente und

standardisierte Prozesse anbieten

können,“ so der Bericht.


27. März 2008 • Nr. 13 Wirtschaft: Unternehmen und Märkte

Elektronische Bauelemente

Halbleiter erholen sich 2008

von Sabine Spinnarke

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT AM MAIN. Für das laufende

Jahr prognostiziert der Fachverband

ZVEI vier Prozent Umsatzwachstum

für den Halbleitermarkt. Trotz

starker Schwankungen in manchen

Produktsegmenten ist eine deutliche

Verbesserung gegenüber dem Vorjahr

spürbar.

„Im Jahr 2008 wird der deutsche

Halbleitermarkt voraussichtlich um

vier Prozent auf knapp über elf Milliarden

Euro Umsatz wachsen“, berichtet

Dr. Ulrich Schaefer, Vorsitzender

der Fachgruppe ‚Halbleiter-Bauelemente‘

im ZVEI-Fachverband Electronic

Components and Systems. Das

Wachstum werde gestützt durch einen

Umsatzanstieg von 4 % in dem

Bereich Diskrete Bauelemente, Opto-

Halbleiter und Sensoren/Aktoren sowie

bei den ICs. Der Umsatzrückgang

des deutschen Halbleitermarktes von

4,1 % (auf Euro-Basis) im Jahr 2007

ist zum Großteil auf die Währungskursveränderungen

zwischen dem

sehr schwachen Dollar und dem starken

Euro zurückzuführen. Im vergangenen

Jahr ist der Umsatz bei den

Produktsegmenten Diskrete Bauelemente,

Opto-Halbleiter und Sensoren/Aktuatoren

um 14 % eingebrochen.

Auch dies ist zum Großteil

wechselkursbedingt. 2008 wird hingegen

unter Annahme eines festen

Wechselkurses ein Wachstum von

vier Prozent erwartet.

Die Automobilbranche hat sich im

Jahr 2007 gut entwickelt. Die Ursache

hierfür sieht der Verband unter

anderem im gewachsenen Bedarf der

Chipkartenbranche. „Da das Chipkartengeschäft

jedoch sehr volatil ist,

wird dieser Zuwachs starken Schwankungen

unterworfen sein“, schränkt

Schaefer ein. Der Automotive-Marktanteil

beträgt in Deutschland nunmehr

35 %. Zusammen mit Japan dominiert

Deutschland die Weltproduktion

des Automotive-Segments. Bei

Betrachtung der Umsatzentwicklung

Elektronische Bauelemente in Deutschland 2006 – 2008

Quelle: ZVEI © Produktion

Die Grafik visualisiert das Wachstum der Produktsegmente in Mrd Euro.

Typisch sind die jährlichen Schwankungen innerhalb einzelner Produktsegmente.

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

DÜSSELDORF. Derzeit zeigen sowohl

an den Terminmärkten als auch nach

den Erhebungen des Verbands der Industriellen

Energie- und Kraftwirtschaft

die Strombezugskosten nach

oben. Innerhalb eines

Sechsjahreszeitraums haben sich die

deutschen Strompreise zudem praktisch

verdoppelt.

Bei einer detaillierten Betrachtung

der Terminnotierung für Großabnahmemengen

zeigt sich, dass im Jahre

2002 die Terminkontrakte für eine

Frühjahrsbelieferung an der Strombörse

noch bei durchschnittlich

23,75 Euro je MWh lagen, im Jahr

2007 waren es schon 55,83 Euro. Im

Januar dieses Jahres wurden sogar

Preisnotierungen von über 60 Euro je

MWh registriert.

Das Kostenniveau ist in Deutschland

besonders hoch, wie ein Vergleich

innerhalb der EU-25 zu Tage

bringt. In den großen Industrienationen

lagen zum Beispiel im Jahre 2006

die durchschnittlichen Strombezugskosten

nur in Italien noch wesentlich

über denen in Deutschland. Dies stellt

einen erheblichen Standortnachteil

für Deutschland dar. Aktuell lassen

die Rahmenbedingungen eher ein

nochmaliges Anziehen der Preise erwarten,

zumal in den letzten Wochen

die Rohölpreise neue Höchststände

erreicht haben.

Aufgrund der Ölpreisbindung verteuern

sich entsprechend auch die Bezugskosten

für Gas, das in Deutschland

einen der wichtigsten Primärenergieträger

für die Stromerzeugung

darstellt.

Problematisch im internationalen

Vergleich ist der in Deutschland im-

Bild: ZVEI

Schaefer: „Erstmals in der Geschichte der

Mikroelektronik findet ein stetiges

Wachstum über mehr als 6 Jahre statt“

in den letzten zehn Jahren zeigt die

Datentechnik sowie die Industrieelektronik

eine Konstanz bei ca. 32 %

bzw. 15 % Marktanteil, wohingegen

die Kommunikation 14 % und die

Konsumelektronik drei Prozent

Marktanteil verloren haben. „Die Entwicklung

der Regionalmärkte ist sehr

unterschiedlich“, so Schaefer. Europa

und Amerika zeigten im Jahr 2007

nahezu den gleichen Elektronikbedarf.

Da sich in Europa nach einem

Rückgang im Jahr 2006 die Elektronikindustrie

2007 stabilisiert hat,

liegt dies im Wesentlichen an einem

Umsatzverlust in Amerika aufgrund

von Fertigungsverlagerungen nach

Asien. Asien/Pazifik hingegen scheint

sich zu stabilisieren, da das regionale

Wachstum nur noch sehr gering über

den weltweiten Wachstumsraten

liegt. Japan hingegen verzeichnet seit

2004 einen leichten Rückgang und

zeigt in den letzten zehn Jahren einen

weitgehend konstanten Markt, der

wesentlich durch die Highend-Konsumelektronik

getrieben ist. Der europäische

Markt ist im Jahr 2007 mit

2,7 % fast so stark wie der Welthalbleitermarkt

gewachsen. Für 2008 erwartet

der ZVEI für Europa ein solides

Wachstum von 5 %.

Energie

Industriestrompreise steigen weiter

Strompreisentwicklung Mittelspannung

Quelle: IKB © Produktion

Deutschlands Strompreise haben sich innerhalb der letzten sechs Jahre verdoppelt.

Die Strommarktliberalisierung zeigt bislang nur bescheidene Erfolge.

mer noch relativ bescheidene Erfolg

der Strommarktliberalisierung. Zwar

hat in den letzten neun Monaten die

Bundesnetzagentur eine ganze Reihe

von Durchleitungsentgelten und

Netznutzungsgebühren gekürzt bzw.

Preisanhebungen nicht genehmigt,

bemängelt wird jedoch immer noch

ein durchgreifender Wettbewerb. Inwieweit

die Trennung der Stromnetze

von der Stromerzeugung hier Erfolg

zeigen würde, bleibt abzuwarten.

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT (ki). Strom ist teuer und

nach heutigen Schätzungen werden

sich die Kosten bis 2010 verdoppeln.

Grund genug, Energiefresser in der

Produktion unter die Lupe zu nehmen.

„Hauptstromfresser sind die Elektromotoren“,

stellt der Verband der

Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik

(VDE) in einer Studie

fest. Die meiste Energie lasse sich bei

Antrieben zwischen 1,1 und 37 kW

sparen. Deren Herstellkosten steigen

je Wirkungsgradklasse jedoch zwischen

10 und 20 %. Werkzeugmaschinen

als Herzstück jeder Fertigung

sind unmittelbar betroffen. Deren

Energiekosten machen heute schon

21 % der Jahresbetriebskosten der

Produktion 5

Kostensenkung

Energiefresser in der Produktion

Bild: Fotolia Energie-Effizienz

INITIATIVE

von Claus Wattendrup

Produktion Nr. 13, 2008

LANDSBERG (gk). Für kleinere Pumpenanbieter

wird es schwierig, sich

auf dem wachsenden Pumpenmarkt

zu behaupten. Große Unternehmen

besetzen mit ihrem breiten Produktportfolio

den Markt.

Die Pumpenbranche ist in den vergangenen

Jahren von vielen Akquisitionen

und Übernahmen geprägt

worden. Und dieser Trend setzt sich

weiter fort: Vor wenigen Wochen hat

die Grundfos-Gruppe Peerless Pumps

übernommen. Andere große Hersteller

wie Sulzer oder WILO stehen dem

nicht nach. Eine von der Munich Strategy

Group durchgeführte Untersuchung

bei den führenden 30 deutschen

und europäischen Pumpenherstellern

ergab, dass die Umsätze in

den vergangenen Jahren außergewöhnlich

stark gewachsen sind:

Wachstumsraten von 8,4 % (2005)

und 7,5 % (2006) übertreffen das

Wachstum der deutschen Wirtschaft

bei weitem und liegen auch über der

Umsatzentwicklung der Pumpensparte

der vergangenen Jahre. Dabei ha-

Maschinen aus. Über zehn Jahre Nutzungszeit

hinweg geht für elektrische

Energie ein Fünftel aller Lebenszykluskosten

drauf.

Als weitere Stromschlucker hat

Egon Müller, Professor für Fabrikplanung

und -betrieb an der TU Chemnitz,

die Standby-Schaltungen ausgemacht.

Bis zu 30 % des Gesamtstromverbrauchs

einer Werkzeugmaschine

kostet die gängige Praxis, rechnergestützte

Steuerungen bei organisatorischem

Stillstand nicht abzuschalten:

„Lieber eine Abstufung der installierten

Leistung für jede einzelne Maschine

vornehmen, statt immer auf maximal

mögliche Leistungsaufnahme zu

setzen“, mahnt Müller an. Damit

könnten auch die thermische Stabilität

und die Bearbeitungsgenauigkeit

besser sichergestellt werden.

Energieeffizienz in der

Fertigung wird immer

mehr zum Wettbewerbsfaktor.

Pumpenbranche

Riesen bestimmen den Markt

ben die großen Unternehmen zumeist

auch das höchste Umsatzwachstum.

Das Wachstum findet derzeit vor allem

in Asien statt, wo Wasseraufbereitung

und Energieerzeugung die

drängendsten Themen sind. Große

Firmen mit einem möglichst breiten

Produktportfolio zeichnen sich als

Geschäftsmodelle für die Zukunft ab.

Die Zusammenlegung von Grundfos,

Alldos und Hilge und die damit verbundene

Erweiterung der Produktpalette

veranschaulicht diese Tendenz.

Kunden verlangen zunehmend nach

Anbietern, die „alles aus einer Hand“

liefern können. Für kleinere Firmen

wird es schwierig, aus eigener Kraft

zufrieden stellende Marktanteile in

Asien zu gewinnen. Große Hersteller

haben im globalen Wettbewerb gleich

zwei Vorteile. Über einen starken

weltweiten Vertrieb können sie auch

im Ausland überdurchschnittlich

wachsen, und sie können kleinere

Wettbewerber übernehmen. Dadurch

wachsen sie sowohl organisch als

auch über Akquisitionen wesentlich

schneller als der Branchendurchschnitt.

Darüber hinaus kann das Produktportfolio

durch Übernahmen oft

sinnvoll erweitert werden.

Das Umsatzwachstum bei Pumpenherstellern

Bei den Pumpenherstellern,

die den höchsten

Umsatz

verzeichnen,

werden derzeit

auch die größtenWachstumsratenfestgestellt.Analysiert

hat den

Markt die Munich

Strategy

Group.

Quelle: Munich Strategy Group © Produktion


6 Produktion Wirtschaft: Unternehmen und Märkte

27. März 2008 • Nr. 13

Produktion Nr. 13, 2008

PRODUKTION-INTERVIEW

LANDSBERG (ki). Nachhaltiges Wirtschaften

nimmt in vielen Unternehmen

an Bedeutung zu. Produktion

Redakteurin Kathrin Irmer sprach mit

Herbert Höltschl, Konzernbeauftragter

der BMW Group für Nachhaltigkeit und

Umweltschutz, wie die BMW Group

diesen Anspruch umsetzt.

Herr Höltschl, welche Bedeutung

hat die effiziente Nutzung von

Ressourcen und Energie in der

BMW Group?

Bei der BMW Group sind Umweltschutz,

der schonende Einsatz von

Ressourcen und damit auch die effiziente

Nutzung von Energie in der

Produktionsstrategie fest verankert.

Ökologisches Verantwortungsbewusstsein

kennzeichnet

nicht nur unsere Produk-

te, sondern auch die

Strukturen und Prozesse,

in denen sie entste-

hen. Der komplette Lebenszyklus

unseres

Produkts - von der Idee

am Reißbrett bis hin zur

Entsorgung - steht bei uns

permanent auf dem Nachhaltigkeits-Prüfstand.

Unser Anspruch

ist es, an allen Stellschrauben unserer

Wertschöpfung zu drehen, um so das

maximal Mögliche in puncto Ressourcenschonung

und Umweltschutz herauszuholen.

Wie wird dieser Anspruch in Ihrem

Unternehmen umgesetzt?

Nachhaltig zu wirtschaften ist fester

Bestandteil unseres unternehmerischen

Selbstverständnisses. Dieses

Prinzip wird von allen Mitarbeitern

gelebt - und das nicht erst seit der

Diskussion über den Klimawandel.

Als weltweit erster Automobilhersteller

hat unser Unternehmen 1973 die

Konzernfunktion Umweltschutz geschaffen.

Bereits seit 1996 werden

Umweltschutz und damit auch Ressourcenverbrauch

bei der BMW

Group mit Hilfe zertifizierter Umwelt-

mit Herbert Höltschl, Konzernbeauftragter der BMW Group für Nachhaltigkeit und Umweltschutz

„Energieeinsparungen von 26 % sind geschafft“

INITIATIVE

Energie-Effizienz

managementsysteme koordiniert und

geprüft.

Sie haben den Umweltstandard

"Clean Production" geschaffen. Was

umfasst dieser?

Der Umweltstandard umfasst das

Prinzip des vorsorgenden Umweltschutzes

im weltweiten Produktionsnetzwerk:

Reduzierung von Wasserund

Energieverbrauch, Senken des

Abfallaufkommens und vermindern

von CO2- und Lösungsmittelemissionen.

Welche Ergebnisse können Sie da

vorweisen?

In den letzten zehn Jahren hat die

BMW Group ihren Energieverbrauch

je produziertes Fahrzeug um 26 Prozent

und die bei der Fertigung entstehenden

Emissionen von CO2 um

28 Prozent pro Fahrzeug reduziert.

Erreicht haben

wir das zum einen durch

Energieeffizienzsteigerungen

aber auch durch

innovative Projekte wie

in unserem Werk in

Spartanburg (USA). Das

Werk bezieht rund 63

Prozent seiner Energie aus

Methangas von einer nahe gelegenen

Abfalldeponie und verringert

damit CO2-Emissionen um etwa

59 000 Tonnen pro Jahr. Damit erschließen

wir eine ungenutzte Energiequelle

und entlasten gleichzeitig

die Umwelt. Zudem erzeugen wir an

verschiedenen Standorten Strom und

Wärme über Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen

- mit dem Vorteil, dass

diese einen erheblich höheren Wirkungsgrad

als die konventionelle

Energieerzeugung aufweisen.

Wie sieht es mit der Reduzierung

der verwendeten Lösungsmittel

aus?

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat

die BMW Group die Menge der im

Unternehmen verwendeten Lösungsmittel

um fast die Hälfte reduziert -

dank dem Einsatz von Wasserbasislacken

an allen Standorten und der

Bild: BMW

Herbert Höltschl,

Konzernbeauftragter

Umweltschutz der BMW

Group: „Wir setzen Maßstäbe

für nach-haltiges

Energiemanagement.“

emissionsfreien Pulverklarlacktechnologie.

Diese Technologie benutzt

unser Unternehmen als einziger

Automobilhersteller.

Was waren umwelttechnische Highlights

in den letzten zwei Jahren ?

Die Abwasserfreie Fabrik. Das BMW

Motorenwerk in Steyr hat in puncto

effizienter Abwasseraufbereitung und

Kreislaufführung mit Köpfchen einen

großen Meilenstein erreicht. Mit einer

neuenartigen Kombination von

verschiedenen Membrantechnologien

werden sämtliche Fertigungsabwässer

des Werks aufbereitet und zurück

in die Produktion gespeist. Der Kanalanschluss

für die betrieblichen Abwässer

des Produktionsbereichs

konnte damit stillgelegt werden. Seit

2007 werden dadurch etwa 30 Mio

Liter Wasser im Jahr eingespart - das

entspricht dem jährlichen Verbrauch

von 750 Europäern.

Diese Beispiele aus der Produktion

zeigen ein engagiertes Umgehen

mit Einsparpotenzialen bei der BMW

Group?

Aber CO2 und Strom sparen wir nicht

nur in der Produktion sondern auch

in unserem Münchner Forschungsund

Innovationszentrum mit seinen

rund 8 000 Mitarbeitern. Teile des sogenannten

FIZ werden durch oberflächennahes

Grundwasser aus U-Bahn-

Dükern gekühlt. Das sind unterirdisch

angelegte Rohrsysteme, die den Wasserfluss

quer zur U-Bahn-Trasse sicherstellen.

Mit dieser ‚Fernkälte‘

können konventionelle Kühlmaschinen

ersetzt, bis zu 5 000 Tonnen CO2

pro Jahr vermieden sowie acht Mio

Kilowattstunden Strom eingespart

werden. Das entspricht dem durchschnittlichen

Jahresverbrauch von

über 3 000 Haushalten. Diese Art von

‚Kälteeinsatz‘ für Gebäude ist in Form

und Umfang einzigartig.

Sie setzen also nicht nur bei der

Produktion auf effizienten Einsatz

von Ressourcen. Welche Ansätze

gibt es auch bei Ihren Produkten,

das ökologische Verantwortungsbewusstsein

umzusetzen?

Auch unsere Produkte stehen unserem

Gedankenansatz der ganzheit-

www.technikundeinkauf.de

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lichen Nachhaltigkeit in nichts nach:

Mit unserem Maßnahmenpaket EfficientDynamics

waren bereits im letzten

Jahr 450 000 Fahrzeuge der Marken

BMW und Mini auf europäischen

Straßen unterwegs. Damit ist die

BMW Group der erste Automobilhersteller,

der bereits heute und in dieser

Breite solch umfassende CO2-Maßnahmen

in Serie und auf der Straße

hat. Dafür haben wir im letzten Jahr

beispielsweise auch das ‚Grüne Lenkrad‘

erhalten. Gegenüber dem Jahr

2006 spart EfficientDynamics 150

Mio Liter Kraftstoff ein. Würde man

den von uns eingesparten Kraftstoff

in Strom umwandeln, könnte man

damit 780 000 Menschen ein Jahr

lang versorgen.

Sie versuchen also die gesamten

Prozesse in puncto Ressourcenschonung

zu optimieren. Sehen Sie

sich auf diesem Gebiet in einer Vorreiterrolle

in Deutschland?

Ja. Das wird uns auch immer wieder

von externer Seite bestätigt: So hat

das Berliner Instituts für Zukunftsstudien

und Technologiebewertung

(IZT) herausgefunden, dass die BMW

Group verglichen mit der deutschen

Volkswirtschaft - Grundlage der Studie

waren 28 Konzerne - ihre finanziellen,

ökologischen und sozialen

Ressourcen fünf Mal besser einsetzt.

Intelligenter und verantwortungsvoller

Umgang mit Ressourcen und mit

Energie erstreckt sich bei uns über

Entwicklung, Produkt und Produktion

sowie in alle anderen unserem

Kerngeschäft vor- und nachgelagerten

Prozesse. Durch antizipiertes Denken

und frühzeitiges Integrieren des Umweltschutzes

in alle Unternehmensprozesse

erzielen wir den beabsichtigten

Mehrwert, in ökologischer wie

in ökonomischer Hinsicht. Wir als

BMW Group möchten kontinuierlich

mehr leisten und dabei stetig weniger

Ressourcen und Material verbrauchen

gemäß unserem Motto bei unseren

Produkten: Mehr Leistung bei weniger

Verbrauch oder in unseren Worten

gesagt: EfficientDynamics.

Nordex stärkt Spitze

für Expansion

Produktion Nr. 13, 2008

HAMBURG (ki). Der Windkraftanlagenhersteller

Nordex schafft ein neues

Vorstandsressort für den Bereich

Technologie. Damit forciert er seinen

Wachstumskurs in Fernost und Übersee

und bündelt das operative Geschäft

in drei Regionalgesellschaften.

Der Nordex Aufsichtsrat hat den bisherigen

Geschäftsführer und Bereichsleiter

Engineering, Dr. Eberhard

Voss (51), zum Vorstand Technologie

bestellt. Der seit über 20 Jahren in

der Entwicklung von Windturbinen

tätige promovierte Ingenieur zählt zu

den erfahrendsten der Branche und

ist bereits seit 2003 bei Nordex an

Bord. Gleichzeitig setzt der Aufsichtsrat

auf Kontinuität bei allen zur Verlängerung

anstehenden Vorstandsverträgen.

Der Vorstandsvorsitzende

Thomas Richterich und der Finanzvorstand

Bernard Schäferbarthold,

sowie Vertriebsvorstand Carsten Pedersen

wurden erneut in das Führungsgremium

bestellt. „Damit binden

wir das Management für den

Zeitraum des aktuellen Geschäftsplans

an die Gesellschaft. Das ist ein

unerlässlicher Schritt, um das profitable

Wachstum mittelfristig fortzusetzen“,

erläutert Yves Schmitt, Vorsitzender

des Nordex Aufsichtsrats. Seit

2004 stieg der Umsatz von Nordex

pro Jahr um durchschnittlich 50 %.


Bild: Fotolia

27. März 2008 • Nr. 13 Wirtschaft: Unternehmen und Märkte

Thyssen Krupp

IdeenPark kommt nach Stuttgart

von Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 13, 2008

STUTTGART. Höhepunkt der Initiative

‚Zukunft Technik entdecken‘ von Thyssen

Krupp ist der IdeenPark, der dieses

Jahr in Stuttgart stattfindet. Junge

Besucher sollen dort an technische

Berufe herangeführt werden.

Mit einem so genannten IdeenPark

will Thyssen Krupp Kinder und junge

Erwachsene für Technik begeistern.

Die Veranstaltung, die vom 17. bis

zum 25. Mai auf der Messe Stuttgart

Lackindustrie mit

glänzendem Umsatz

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT AM MAIN (ba). Nach

einer Prognose des Verbandes der

deutschen Lackindustrie (VdL) könnten

die Umsätze aus der Produktion

von Lacken und Farben gegenüber

2007 um 3,5 % auf 5,38 Mrd Euro

steigen. Die produzierten Mengen

werden allerdings nur noch um etwa

Autoserienlacke bilden mit 5,7% Anteil an

der Gesamtproduktion ein wichtiges Segment

der Lackindustrie.

ein Prozent auf 2,31 Mio t (2007: 2,9

Mio t) zunehmen. Die steigenden

Umsätze werden vom Verband mit

anhaltenden Kostensteigerungen begründet.

Vor allem die Rohstoffe

seien unverändert teuer, auch Energie

werde nicht günstiger.

Der Lack- und Farbenverbrauch betrug

laut Verband im vergangenen

Jahr in Deutschland 1 580 000 t. Als

wesentliche Wachstumsträger benennen

die Experten den Maschinenbau

und die Elektro- und Metallindustrie,

die beide einen hohen Bedarf an Speziallacken

haben. Das Umsatzwachstum

wird hier für 2008 auf 4 – 4,7 %

geschätzt. Die Lackmengen werden

um ca. 2,5 % wachsen. Steigende

Umsätze (über 7 %) werden auch

für Korrosionsschutz-Beschichtungen

vorhergesagt.

Nach wie vor ist die deutsche Lackindustrie

mittelständisch geprägt.

Insgesamt gibt es 230 Lackfabriken

mit insgesamt 20 000 Beschäftigten in

Deutschland. Jede Firma beschäftigt

im Durchschnitt 50 – 100 Mitarbeiter

und macht 20 Mio Umsatz jährlich.

Die Kostenstruktur der Lackhersteller

wird von den Materialkosten (52 %)

dominiert. Es folgen mit 24 % die Personalkosten,

nur 1 % nehmen bisher

die Energiekosten ein. Lacke und Farben

sind in den vergangenen Jahren

immer umweltfreundlicher geworden,

meldet der Verband: Durch die

Verwendung umweltverträglicher

Lacke konnten in den vergangenen 20

Jahren insgesamt 2,6 Mio t Lösemittel

eingespart werden.

stattfindet, soll einen intensiven Dialog

mit Menschen initiieren, die Technik

schaffen.

In Stuttgart werden rund 500 Ingenieure,

Forscher, Tüftler und Studenten

den Besuchern Rede und Antwort

stehen. Sie erklären ihre Ideen und

zeigen aus erster Hand, wie Innovationen

entstehen. Gemeinsam mit

rund 120 Partnern aus Wissenschaft,

Gesellschaft, Wirtschaft und Medien

will Thyssen Krupp zeigen, dass Bildung

und Technik Spaß machen können.

Vor dem Hintergrund des Nachwuchsmangels

in den technischen Be-

rufen hatte Thyssen Krupp im Jahr

2004 die Initiative ‚Zukunft Technik

entdecken‘ ins Leben gerufen, die mit

vielfältigen Projekten versucht, junge

Menschen für Technik zu begeistern

und sie zu einem ingenieurwissenschaftlichen

Studium oder einer technischen

Berufsausbildung zu motivieren.

Der alle zwei Jahre stattfindende

IdeenPark bildet dabei den Höhepunkt

der Initiative. Tägliche Technik-Shows

mit Thomas Gottschalk

bieten Infotainment. Der Eintritt ist

für alle Besucher kostenfrei.

Prozesssicherung in

der Kunststofffertigung

Mit drehzahlgeregelten Pumpen von KSB gelingt die perfekte

Anpassung des Förderstroms an den jeweiligen Bedarf. Pumpe und

Drehzahlregelung PumpDrive bilden eine Prozesseinheit mit großer

Verantwortung: die langfristige Prozess- und Qualitätssicherung.

Pumpe + PumpDrive

im Einsatz: Schematische

Darstellung Kühlung

Kunststoff-Spritzgussautomaten

1-3

Bei der Herstellung von voluminösen

Formteilen aus Thermoplasten

kommt unter anderem

der Abkühlung des Werkzeugs

eine große Bedeutung zu. Nach

der Injektion der Schmelze in

die Kavität wird durch ein möglichst

gleichmäßiges Abkühlen

Produktion 7

Kinder sind grundsätzlich neugierig. Das will der IdeenPark 2008 nutzen, um sie für

Technik zu begeistern.

des Thermoplasts sichergestellt,

dass die Formteile verzugs- und

spannungsfrei sind.

Das Problem: Verformungen

im Kühlvorgang

Für eine gleichbleibende Qualität

der Formteile muss sich bei

Entleerung

Anzeige

der Serienfertigung deshalb die

Temperatur des Werkzeugs ständig

exakt wiederholen.

Drehzahlgeregelte Kreiselpumpen

versorgen die Gusswerkzeuge

jederzeit mit der richtigen

Kühlleistung. Auch bei der zentralen

Versorgung mehrerer

Spritzgussautomaten mit unterschiedlichemKühlleistungsbedarf

und asynchronen Fertigungsabläufen

wird mithilfe

einer übergeordneten Differenzdruckregelung

den werkzeugnahen

Temperaturreglern Kühlflüssigkeit

mit gleichbleibendem

Druckunterschied bereitgestellt.

Die Lösung: PumpDrive

regelt Temperatur

Folglich können durch eine prozessbedingt

gleichbleibend hohe

Qualität der Formteile Kosten

für die Endprüfung eingespart

werden.

Zu den weiteren Vorteilen der

Komplettlösung Pumpe und

PumpDrive gehören beispielsweise

geringere Energiekosten.

Mehr Informationen finden Sie

auf unserer Internetseite und in

unserer Broschüre „Pumpe +

PumpDrive – die ideale Kombination“.

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Bild: IdeenPark


8 Produktion Wirtschaft: Unternehmen und Märkte

27. März 2008 • Nr. 13

Würth Solar

Solarmodule für Peking

Produktion Nr. 13, 2008

SCHWÄBISCH-HALL (mg). In Peking

entsteht derzeit ein neues Highlight

gebäudeintegrierter Solartechnologie.

Im Neubau des Südbahnhofs werden

ab August 2008 Solarmodule von

Würth Solar Strom aus Sonnenlicht

erzeugen.

Die netzgekoppelte Anlage besteht

aus 5 200 CIS-Photovoltaikmodulen

(Dünnschichttechnologie) von Würth

Solar mit einer Gesamt-Nennleistung

von rund 390 Kilowattpeak. Damit ist

sie die weltweit größte Gebäudeintegration

von Solarmodulen in CIS-

Technologie. „Dieses Projekt ist ein

Vorzeigeobjekt und beispielgebend

für die Gebäudeintegration von

Solarmodulen. Es stellt eine gelungene

Verbindung zwischen Architektur

und Solartechnologie dar, da die

Module nicht nur aus ökologischen,

sondern auch aus ästhetischen

Gesichtspunkten eine Bereicherung

des Gebäudes sind“, erläutert Timo

Bauer, Produktmanager bei Würth

Solar.

Die Module sind im Schachbrettmuster

abwechselnd mit Klarglasfeldern

angeordnet und ziehen sich wie

ein Band durch das frei über die Aufenthaltshalle

gespannte Dach des

Bahnhofsgebäudes. Die einzelnen

Photovoltaik-Felder bestehen aus 9

bis 18 CIS-Modulen mit einer Modulleistung

von je 75 Watt. Neben der

von Christian Klein

Produktion Nr. 13, 2008

SULZFELD. Der Küchentechnikspezialist

Blanco hat in seinem Werk Sulzfeld

eine neue Montageanlage für Edelstahlspülen

in Betrieb genommen. Die

Produktionslinie erforderte ein Investitionsvolumen

von rund 4 Mio Euro.

Mit dieser weiteren Investition im

Werk Sulzfeld stärkt das Unternehmen

erklärtermaßen die Effizienz seiner

weltweit einzigen Produktion für

Edelstahlspülen. Und: Die vollautomatische

Montageanlage, die etwa

1 000 Edelstahlspülen pro Schicht

weiterverarbeitet, spiegele die ausgewiesene

Technologiekompetenz des

Unternehmens wieder. „Wir müssen

technologisch an der Spitze sein. Nur

mit Automatisierung und höchster

Produktivität sind wir in der Lage,

langfristig international wettbewerbsfähig

zu bleiben“, betont Wolfgang

Schneider, Blanco-Geschäftsführer

Technik. Und er bekräftigt: „Der

Standort Deutschland ist hierfür besonders

geeignet – als Wirtschafts-

Bild: Ruihua Construction Corporation

Computermodell der Aufenthaltshalle des Südbahnhofs Peking. Die Fertigstellung ist

auf den 4. August 2008 terminiert.

Stromerzeugung erfüllen die CIS-Module

in der Decke eine weitere Funktion:

Sie beschatten den Innenraum

und tragen damit zur Reduzierung

der Klimatisierungskosten bei. „Das

Projekt bestätigt die Vorteile der CIS-

Technologie, die flexible Einsatzmöglichkeiten

und hohe Energieerträge

vereint“, so Bauer.

Würth Solar ist bei diesem Projekt

Partner des chinesischen Bauunternehmens

Ruihua Construction Corporation

(RHC), das für die Planung zuständig

ist. Dessen Tochterunternehmen

Resun Solar montiert Powereinheiten

aus CIS-Modulen von Würth

Solar und führt das Projekt vor Ort

standort wie auch als Hightech-Fertigungsort

von Qualitätsprodukten.

Und er steht für eine hohe Qualifikation

der Arbeitskräfte.“

Das Bekenntnis zur Produktion made

in Germany ging mit einer Rationalisierung

diverser Arbeitsabläufe

und einer weiteren Erhöhung der Fertigungsqualität

einher. Vor allem zeit-

aus. Ruihua Construction mit Sitz in

Shenzen/Südchina ist eines der führenden

Fassadenbauunternehmen

des Landes mit namhaften Referenzprojekten

weltweit.

„CIS-Module sind dank ihrer vielfältigen

Vorteile, vor allem hinsichtlich

Energieertrag und Ästhetik, bei

Architekten sehr beliebt“, so der Projektverantwortliche

Landrew Zhou

von Ruiha Construction. Würth

Solar sei weltweit der größte und

erfahrenste Hersteller von CIS-Modulen.

„Deshalb fiel unsere Wahl auf

dieses Unternehmen als Lieferanten

für das Photovoltaik-Projekt im Pekinger

Südbahnhof“, so Zhou.

Standort Deutschland

4 Mio Euro für neue Spülenproduktion

Gutekunst + Co. Federnfabriken · Carl-Zeiss-Straße 15 · D-72555 Metzingen

Bild: Blanco

Die Startfreigabe für die neue Spülenproduktion von Blanco gaben

u.a. Frank Straub (Geschäftsführender Gesellschafter, 2. v. l.)

und Achim Schreiber (Geschäftsführer, Bildmitte).

und kostenaufwändige Prozesse werden

nun mit präziser Robotertechnik

gesteuert. Für das Team in der Spülenmontage

gestaltet sich die Arbeit

jetzt deutlich ergonomischer. Die

Mitarbeiter wurden in mehreren

Weiterbildungsphasen für die Bedienung,

Wartung und Programmierung

der Anlage qualifiziert.

Standort Deutschland

INITIATIVE

+++ Bosch: Die Bosch-Gruppe übernimmt

die Accu Industries Inc.

in Ashland, Virginia, USA, im

Rahmen eines Asset Deals.

Accu Industries beschäftigt 45

Mitarbeiter und hat im Jahr

2007 einen Umsatz von rund

16 Mio US-Dollar erzielt. Das

Unternehmen vertreibt Reifenmontiergeräte,Radwuchtmaschinen,

Geräte zur Achsvermessung

und Maschinen zur

Aufbereitung von Bremsscheiben.

Mit dem Erwerb stärkt

Bosch den Geschäftsbereich

Automotive Aftermarket und

baut den Produktbereich Diagnostics

im Werkstattausrüstungsgeschäft

weiter aus.

+++ B & R Industrie-Elektronik: Zur

weiteren Expansion am chinesischen

Markt hat B&R in Shenyang

ein neues Büro eröffnet.

Nach Shanghai, Xi’an, Jinan,

Guangzhou, Beijing und Chengdu

ist Shenyang das siebte B&R

Büro in China und stellt somit

einen wichtigen Schritt in der

Marktentwicklungs-Strategie

von B&R China dar. Geleitet wird

das Büro von Ning Tao, der über

15 Jahre Erfahrung im Bereich

Automatisierungstechnologie

und -vertrieb verfügt.

+++ Fanuc Robotics Deutschland:

Olaf Kramm ist der neue Vertriebsleiter

von Fanuc Robotics

Deutschland. Der 38-jährige

übernahm die Verantwortung

für den Vertrieb ‚Base Business‘

am 1. März. Olaf Kramm wird

die bereits begonnene Neuorganisation

des Vertriebs fortsetzen

und vorantreiben: „Wir

Umweltbewusstes Management

von Lisa Zeidler

Produktion Nr. 13, 2008

LANDSBERG. Die Nissan-Fabrikanlage

in Barcelona hat die CO2-Emissionen

seit 2005 um 9 400 Tonnen bzw.

um 12% reduziert. Damit wird das Ziel

des Unternehmens übertroffen, bis

2010 in allen Fertigungsstätten die

Emissionen um 7 % im Vergleich zum

Stand von 2005 zu senken.

„Unser Plan ist es, dass unsere Fertigungsanlagen

zum Maßstab für umweltbewusstes

Managament in weltweit

allen Nissan-Anlagen werden“,

sagt José Vicente de los Mozos, Vice

President der Nissan Spanish Industrial

Operations.

Bis 2010 erwartet Nissan nun, dass

die spanischen Fabrikanlagen ihre

Emissionen insgesamt um 16 000

Tonnen oder verglichen mit dem Level

von 2005 um 13 % reduzieren.

Dafür wurde das Green Program 2010

eingeführt: Einige Maßnahmen sollen

dabei helfen, diese Ziele zu erreichen.

Im vergangenen Jahr zum Beispiel

wurden insgesamt 1 228 Photovoltaik-

und thermale Solarpaneele in-

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Bild: Nissan

Aus den Unternehmen

setzen in allen Vertriebsbereichen

auf persönliche Kontakte.“

Die bewährte grundsätzliche

Ausrichtung, den Systemhäusern

Partner und nicht

Wettbewerber

im Systemgeschäft

zu

sein, wird beibehalten.

Kramm

war zuvor bei Fanuc

Robotics

Deutschland als

Key Account Manager

für das

Tier 1-Geschäft

tätig.

+++ Mascot: Der Hersteller von Arbeitskleidung

hat eine neue Fabrik

in Vietnam eröffnet. Die

15 000 m 2 große Fertigung befindet

sich 50 km von Ha Noi

entfernt und wird 650 Mitarbeiter

beschäftigen. Laut dem

Unternehmen sollen mit der

neuen Fabrik die Produktentwicklung

und die Wachstumsrate

von 20 % bewahrt werden.

+++ Mitsubishi Electric: Mitsubishi

Electric wächst weltweit.

Wesentlich dazu beigetragen

hat im Jahr 2007 der Bereich

Factory Automation, der seine

Umsätze um 10 % auf 5,6 Mrd

Euro steigern konnte und damit

rund ein Viertel des Konzernumsatzes

von 25,42 Mrd Euro

für sich verbuchte. Parallel dazu

sind die Umsätze dieser

Sparte auch in Europa zweistellig

gewachsen. Sie betrugen 235

Mio Euro und lagen damit um

11,9 % höher als im vergangenen

Geschäftsjahr.

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INITIATIVE

Energie-Effizienz

Mit insgesamt 1228 Solarpaneelen möchte

Nissan die Emissionen um 377 Tonnen

im Jahr senken.

stalliert. Mit diesen können die Emissionen

nach Angaben des Unternehmens

um 377 Tonnen im Jahr gesenkt

werden.

Außerdem hat das Werk in Barcelona

seit kurzem die im Werk eingesetzten

Fahrzeuge zu 10 % mit Biodiesel-

Motoren ausgestattet. Das bedeutet

laut Nissan eine Emissions-Senkung

von jährlich 177 Tonnen.

Auch eine verbesserte Abfallentsorgung

sowie Maßnahmen in der Wasserrückgewinnung

zählen zum Green

Program 2010.


Bild: Messe AG

27. März 2008 • Nr. 13 Wirtschaft: Cebit Nachlese

CeBIT 2008

Ohne Halle 1 und einen Tag

kürzer: CeBIT im Plus

von Tino Böhler

Produktion Nr. 13, 2008

HANNOVER (ilk). Das neue Konzept

der CeBIT ist aufgegangen: „Anzahl

und Qualität der Geschäftskontakte lagen

deutlich höher als in den Vorjahren,

die Auftragsbücher sind voll - und

das alles bei gesunkenen Messekosten“,

fasst BITKOM-Präsident Prof.

Dr. August-Wilhelm Scheer den Messeverlauf

der weltweit größten und um

einen Tag verkürzten IT-Show zusammen.

Ernst Raue, Vorstandsmitglied der

Deutschen Messe AG, ergänzt: „Die

sechs CeBIT-Tage haben in der globalen

ITK-Wirtschaft neuen Optimismus

und eine neue Aufbruchstimmung geweckt.“

Mit dem Thema „Green IT“

gab es in Hannover zudem erstmals

eine internationale Plattform für Anbieter

und Anwender: Die zentralen

Aspekte wie schadstoffarme Produkte

und Produktionsprozesse, die Reduzierung

des Stromverbrauchs während

des Betriebs und im Stand-by sowie

der Einsatz von IT zum Energiesparen

in unterschiedlichen Branchen

standen im Mittelpunkt des regen Besucherinteresses.

In Summe strömten

Die Top-Einkäufer von

Großkunden und

Mittelstand gaben sich

die Klinke in die Hand.

während der sechs Messetage

495 000 Besucher (2007: 480 000) in

die Hallen mit insgesamt 5 845 Aussteller

(2007: 6 153) aus 77 Ländern.

Hochzufrieden äußerten sich beispielsweise

auch die Deutsche Notes

User Group (DNUG) und ihre Standpartner.

Sowohl quantitativ als auch

qualitativ war der Besucherzuspruch

im Sinne der Aussteller. Als Kritikpunkt

nennt die DNUG jedoch die

Messeorganisation: Der Verband

sieht die CeBIT vor allem als reine

B2B-Messe und kritisiert daher die

Verweilpflicht der Hersteller über das

Wochenende. Zumindest der Sonntag

sollte nicht länger eine Pflichtveranstaltung

sein, so der Tenor der DNUG.

Mit dieser Meinung dürfte die DNUG

bestimmt nicht alleine da stehen.

Doch für Unternehmenskunden

und professionelle Anwender war die

CeBIT auch dieses Jahr wieder eine

sehr gute und interessante Informationsplattform,

wie auch Hans-Heinrich

Schmidt, Direktor Messen und

Events IBM Deutschland, findet: „Die

CeBIT ist mit fast 80 Prozent Fachbesuchern

der größte IT-Treffpunkt im

B2B-Bereich. Damit ist die Messe aus

unserer Sicht die ideale Plattform,

neue Kontakte zu knüpfen und unse-

ren Kunden den Innovationsgedanken

zu vermitteln.“

Hoch im Kurs stand das Thema Enterprise

2.0: Interaktive und kollaborative

Elemente wie Communities,

Wikis, Blogs oder Social Bookmarking-Dienste

ergänzen Unternehmenssoftware

und machen Unternehmen

wirtschaftlicher, dazu Ilja Hauß,

Geschäftsführer Communardo Software

GmbH und Consultant für die

Optimierung von Kommunikationsprozessen:

„Enterprise 2.0, d.h. der

produktive Einsatz von Web 2.0-Technologien

und Social Software im

Unternehmen war der klare Schwerpunkt

unserer Fachbesucher. Ob

Mittelstand oder Großunternehmen,

die neue Generation Intranet 2.0

steht heute ganz oben auf der Agenda

der Entscheidungsträger, und die

wirtschaftlichen Vorteile barriereund

redaktionsfreier Kommunikationsprozesse

werden sich dank der

drastisch gesunken Technologiekosten

durchsetzen.“

Angesagt in Hannover waren natürlich

auch die Top-Themen ERP, Open

Source, Serviceorientierte Architekturen

(SOA) und RFID. Im ‚Auto

ID/RFID-Solutions Park‘ und ‚Trekcking

& Tracing Theatre‘ wurden beispielsweise

Anwendungen aus der

Fertigungslogistik und zur elektronischen

Zugangskontrolle anhand konkreter

Beispielanwendungen präsentiert,

wobei hier praxisgerechte Lösungen

für den Mittelstand besonders

gefragt waren. Dazu kamen ‚Software

as a Service‘ (SaaS), ein Geschäftsmodell,

bei dem Software als Dienstleistung

internetbasiert bereitgestellt

wird, sowie Mobil Computing: Immer

mehr Anwendungen aus den Bereichen

Business Intelligence (BI) und

Customer Relationship Management

(CRM) sind mobil über Smartphones

nutzbar.

CeBIT 2008

ERP: Der harte Kampf um die Kunden

von Tino Böhler

Produktion Nr. 13, 2008

HANNOVER (ilk). Sie waren alle da,

von ABAS über IDS Scheer bis hin zu

Steeb. Ist doch die Optimierung und

das große Potenzial der Fertigungsund

der kompletten Geschäftsprozesse

durch den Einsatz dieser Unternehmenslösungen

nicht mehr wegzudenken.

Der Fight um die Kunden ist im ERP-

Bereich noch nicht zu Ende. Die Ce-

BIT ist dabei ein wichtiger Schauplatz

im harten Kampf um diese kostbare

Klientel. Neben den komplexen, stark

integrierten und für viele Branchen

anpassbaren, universellen ERP-Systemen

wie SAP, wurden in Hannover

aber auch eine Viel-zahl spezieller

Branchen- sowie Out-of-the-Box-Lösungen

für kleine und mittelständische

Unternehmen vorgestellt.

Bei den Branchenlösungen stach

besonders die Automotive-Applikation

StS.supply von SteinhilberSchwehr

hervor. StS.supply ist ein Javabasiertes

ERPII-Paket, welches speziell

für die Zulieferindustrie entwickelt

wurde. Um vor allem die zunehmenden

Anforderungen im kollaborativen

Bereich, also in der engen und

immer stärker verzahnten Verknüp-

Bild: Messe AG

fung aller logistischen Prozesse mit

Kunden und Lieferanten, optimal lösen

zu können, wurde als Basis für

das Branchenpaket Semiramis ausgewählt.

Ebenfalls branchenorientiert zeigte

sich IDS Scheer mit dem Komplettpaket

ARIS SmartPath, das unter anderem

die metallverarbeitende Industrie

und die Transport & Logistik-

Branche auf der CeBIT adressierte.

Die Lösung ist aufgrund umfangreicher

industriespezifischer Voreinstellungen

schnell zu konfigurieren und

einzuführen, was sich direkt in niedrigeren

Kosten niederschlägt. Steeb Anwendungssysteme

präsentierte unter

dem Motto „Fix IT! - Passgenaue SAP-

Lösungen zu fixen Preisen“ sieben

Viele ‚Profi-Themen‘ mit

eigenen Themenparks

Die Branche für

Unternehmens-

Software ist nach

wie vor ein Haifischbecken.

vorkonfigurierte

Branchenpakete

für MaschinenundAnlagenbauer,

die Konsumgüterbranche,Automobilzulieferer,

Komponentenfertiger,

Kleinserienfertiger sowie Metall- und

Kunststoffverarbeiter. Sehr interessant

– gerade für mittelständische

Unternehmen – dürfte auch das von

SoftM mit Semiramis Express Package

vorgestellte Einstiegspaket sein,

das für bis zu 35 User ausgelegt ist.

r.z.w. cimdata war erstmals gemeinsam

mit r.z.w. Infoniqa, IBeeS und

weiteren Unternehmen der Infoniqa-

Gruppe und ihrer ERP-Lösung XDPPS

für die mittelständische Fertigungsindustrie

auf der CeBIT vertreten.

XDPPS ist die Weiterentwicklung der

geschäftsprozessorientierten, skalierbaren

Business-Lösung cd2000 der

r.z.w. cimdata für Serien- und Variantenfertiger.

CeBIT 2008

Die IT wird grüner

von Tino Böhler

Produktion Nr. 13, 2008

HANNOVER (ilk). Ökologie und Ökonomie

waren auf der CeBIT 2008 erstmals

vereint. ‚Green IT‘ so das Zauberwort,

ist überhaupt zu einem der heißesten

Themen der IT-Branche geworden.

Auf der CeBIT 2008 zeigten Unternehmen,

wie sie sich mit ihren Öko-

Produkten für die Umwelt engagieren

und dabei Kosten sparen. Effizientere

Hardware, intelligentere

Software, recyclebare Produkte, auf

den Punkt gebracht, ist all das Green

IT, die ökologische Informationstechnologie.

In vielen Unternehmen ist

dieser Gedanke heute schon umgesetzt,

Ergebnisse davon waren auf

der CeBIT zu bestaunen. Bei Intel beeindruckte

etwa ein neuer leistungsfähiger

Prozessor mit niedrigerem

Energieverbrauch. Asus präsentierte

Subnotebooks mit geringerer Wärmeentwicklung.

Und Rittal baute

schließlich ein komplettes ‚grünes'

Rechenzentrum auf. Darüber hinaus

versammelte das ‚Green IT Village‘

als Gemeinschaftsaktion spannende

Lösungen auch kleinerer Unternehmen,

wie beispielsweise die auf EDV-

Klimatisierung mit freier Kühlung

spezialisierte Brach + Moll Kälte-und

Klimatechnik GmbH, sowie von Universitäten,

Forschungs- und staatlichen

Einrichtungen.

Welche ökologische Dimension das

Thema Green IT besitzt, verdeutlichte

u.a. die deutsche DISC GmbH mit

Professional Green Archiving, einer

Produktion 9

Die IT-Industrie wird sich ihrer

ökologischen Verantwortung

bewusst – das zeigte die CeBIT.

besonders emissionsarmen Technik

zur Datensicherung. Die Erzeugung

der Energie, die benötigt wird, ein

Terabyte Daten ein Jahr lang zu sichern,

setzt unter Einsatz von Professional

Green Archiving weniger als

100 kg CO2 frei. Dagegen kommt kein

Autofahrer an, denn ein normales

Auto mit Benzinmotor hat diese Menge

bereits nach knapp 500 Kilometern

Fahrt produziert. DISC kombiniert bei

den Systemen ‚Sycamore‘ und ‚Sequoia‘

eine sogenannte optische

DISC-Library, die auf der aktuellen

Blu-ray-Technologie basiert, mit einem

extrem zuverlässigen RAID-5-

Festplattensystem. Doch auch bei der

Natürlicher Werkstoff wächst bei

Asus vor dem Werkstor: Bambus

Materialverwendung wird der grünen

Idee Rechnung getragen werden: So

greift der taiwanesische Notebookhersteller

Asus beispielsweise auf einen

natürlichen Rohstoff zurück, der

direkt vor den Werktoren beständig

nachwächst: Bambus. Beim EcoBook

bestehen Displayhalterung, Deckel

und Tastatureinfassung aus dem recyclebaren

Material. Oder etwa schadstoffarme

Toner für Farblaserdrucker

von TBS-Printware, ökologische Routenführungen

durch die neuesten Navis

von Blaupunkt und USVs von Cyber

Power Systems, die mit Green-Power-Technologie

einen unterbrechungsfreien

und dennoch sparsamen

Stromverbrauch garantieren,

waren weitere interessante Beispiele

in Hannover wie eine Green IT heute

schon aussehen kann.

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Bild: Messe AG


Bild: Imago

10 Produktion 27. März 2008 • Wirtschaft: Produktivität und IT

Nr. 13

Studie

Sparen: Die Wertschöpfung

tritt in den Vordergrund

von Michael Gestmann

Produktion Nr. 13, 2008

KÖLN (ilk). Wie und in welchen Funktionsbereichen

lassen sich in mittelständischen

Betrieben Kosten sparen

und die innerbetriebliche Effizienz

steigern? Welche Verfahren wurden in

den letzten drei Jahren verwendet und

welche sind für nächsten fünf Jahre

geplant? Antworten auf diese Fragen

gibt eine aktuelle branchenübergreifende

Studie von Prof. Dr. Matthias

Schmieder (FH Köln), der Effizienz-

Agentur NRW und der Six Sigma

Deutschland GmbH.

Eine wesentliche Erkenntnis der Studie

ist, dass sich die Stoßrichtung der

Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

geändert hat. „Während in den letzten

drei Jahren eher die Support-

Funktionen das Ziel von Kosteneinsparungen

waren, rücken zukünftig

die originären Elemente der Wertschöpfung

in den Vordergrund“, berichtet

Professor Matthias Schmieder.

Die eigenen Kernkompetenzen, etwa

die Forschung & Entwicklung (F&E)

und die Produktion, werden wieder

an Bedeutung gewinnen.

Im Einkauf liegt der Gewinn.

Das für Endprodukte benötigte

Material macht teils 48 bis 62

Prozent der Gesamtkosten aus.

In der Produktion sei es das Ziel,

durch effiziente Prozesse und Investition

in neue Technologien einen

nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu

erlangen. Und in der F&E gilt es laut

Schmieder, die Durchlaufzeit für die

Entwicklung neuer Produkte

zu verkürzen und

verstärkt auf Baukastensysteme,Standardisierung

und damit Reduzierung

von Komplexität

zu setzen.

„Auf Basis ausgereifter

Entwicklungen ist es

eher möglich, in kurzer

Zeit unterschiedliche

Endprodukte zu entwickeln

und zu fertigen“,

erklärt der Dozent

Bild: Uni Köln

am Institut für Produktion

der FH Köln. Damit

würde auch dem Trend

zu immer kürzer werdendenProduktlebenszyklen

Rechnung getragen.

Die Studie konnte auch die alte

BWL-These, dass der Gewinn im Einkauf

liegt, bestätigen. „Je nach Branche

machen die Materialkosten zwi-

Prof. Schmieders Studie zeigt,

dass die Produktion die Wettbewerbsfähigkeit

sichern soll.

schen 48 und 62 Prozent der Gesamtkosten

aus und liegen somit oftmals

noch weit über den Personalkosten“,

erklärt Professor Schmieder. Materialkosten

zu senken, was durchaus

auch kurzfristig möglich sei, würde

sich daher unmittelbar auf den Gewinn

auswirken.

Dessen sind sich auch die Befragten

bewusst. Sie betrachten daher die

nicht zuletzt mit der Globalisierung

und dem Internet einhergehenden

Möglichkeiten, sich auf internationalen

Beschaffungsmärkten einzudecken,

als wesentlichen Hebel, um den

Materialkostenblock zu reduzieren.

Aber auch Maßnahmen, wie z.B. das

Outsourcing von Einkaufsleistungen,

das Target Costing oder die Wertanalyse

im Einkauf werden von den

Unternehmen künftig als wesentliche

Effizienzpotenziale betrachtet.

Im Vertrieb wird es laut Professor

Schmieder darauf ankommen, sich

stärker als bisher auf Key Accounts zu

fokussieren. „Dies sollte dann mit

dem Ziel erfolgen, potenzialträchtigeKunden

über ein differenziertesBetreuungskonzept

stärker an das eigene

Unternehmen zu

binden“, erklärt der

Leiter der Studie. Damit

sollte seines Erachtens

auch der Aufbau

eines bedürfnisorientiertenServiceportfolios

einhergehen, das

die Gesamtleistung des

Unternehmens über

das eigentliche Produktangebot

hinaus abrundet.

Im Vertrieb stehen

folglich nicht weitereKosteneinsparungen,

sondern vielmehr eine konsequente

Kundenorientierung im

Vordergrund. Interessierte Leser können

die Studie im Internet abrufen

unter:www.six-sigma-deutschland.de

Informationstechnik

Green IT: Hype ohne echte Inhalte?

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN. Nicht erst seit der CeBIT

2008 ist das Hype-Thema Green IT auf

dem besten Weg, von platten Marketingaussagen

überlagert zu werden.

Für Anwender bedeutet das, dass sie

noch mehr als bisher auf messbare

Aussagen bestehen müssen, bevor Investitionen

getätigt werden.

Präzision ist für

Lindenmaier

Leidenschaft.

wer noch aus eben diesem Grunde

auf das richtige Equipment setzt,

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Entsprechend hoch waren die Erwartungen

auf der CeBIT, Produkte vorgestellt

zu bekommen, die den Green-

IT-Bemühungen der Anwender entgegen

kommen. Leider wurde diese Erwartung

jäh enttäuscht. „Zwar war

Green IT eines der Top-Themen der

CeBIT 2008, jedoch waren die Inhalte

eher dünn gesät. Die absolute Mehrzahl

der Aussteller hatten zwar Green

IT auf ihren Fahnen stehen, jedoch

zeigten die wenigsten tatsächlich

Neues zum Thema“, resümiert Wolfgang

Schwab, Senior Advisor bei der

Experton Group.

„Anbieter, die in den vergangenen

Monaten überhaupt nichts Neues

zum Thema entwickelt haben, erklären

heute, dass sie seit 30 Jahren

ständig ihre Produkte im Hinblick auf

Green IT optimieren“, ergänzt

Schwab mit einem kritischen Blick.

+++ Sun Microsystems stellt seine

neue Sun Role Manager Software

vor, früher bekannt als Vaau

RBACx. Die Lösung ermöglicht

die professionelle Automatisierung

von Zutrittskontrollen

zu Firmennetzen und deren

Überwachung in punkto Rechtskonformität

(„Compliance“).

Das Produktportfolio von Sun

wird laut einer Ankündigung dabei

alle Bereiche des Identity

Managements umfassen. Dazu

gehören die Zugangskontrolle,

Federation (verteiltes Single-

Sign-on) sowie auch das Thema

Sicherheit von Web Services und

Auditing.

IT-Dienstleistung

Industrie hält sich beim

Outsourcing zurück

Das Outsourcinggeschäft

ist in Europa laut dem

Sourcing Monitor von

Active Sourcing zurück

gegangen.

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT. Das Geschäft mit IT-Outsourcing

zeigte sich in den letzten drei

Monaten des vergangenen Jahres

sehr durchwachsen. Zwar stieg das

Volumen der Auslagerungsverträge

laut „Sourcing Monitor“ des Beratungshauses

Active Sourcing AG

gegenüber dem dritten Quartal von 105

auf 556 Mio Euro. Angesichts der

2,8 Mrd Euro im zweiten Quartal wurde

jedoch ein enttäuschendes Ergebnis

erzielt.

2007 wurden insgesamt 26 IT-Outsourcing-Deals

mit einem Gesamtvolumen

von 4,3 Mrd Euro abgeschlossen.

Gegenüber dem vorausgegangenen

Jahr entspricht dies einem Rückgang

um satte 70 %. „Dieser Umstand

ist vor allem darauf zurückzuführen,

dass der mehrere Milliarden schwere

Herkules-Deal der Deutschen

Bundeswehr aus der Jahresbetrachtung

entfällt“, erläutert Active Sourcing-Geschäftsführer

Stefan Regniet.

Die aktuelle rollende Jahresbetrachtung

ergibt einen durchschnittlichen

TCV (Total Contract Value)

von 24,2 Mio Euro. Er ist um 35 %

geringer als ein Jahr zuvor. Die

Karriere

Umzug für viele kein Problem

von Claus Wilk

Produktion Nr. 13, 2008

ESCHBORN. Nur wer bereit ist, sich

für einen Arbeitsplatz auch in anderen

Städten und Regionen zu bewerben,

kann seine beruflichen Chancen

nutzen. Laut einer Umfrage des

Online-Karriereportals Monster würden

43 % der Befragten für eine attraktivere

Stelle bereitwillig umziehen,

weitere 23 % würden diesen

+++ Ab sofort bietet SysKon Systemlösungen

mit ihrer Lösung TippyTerm

ein zentrales Terminologiemanagement

an. Damit

können Fachbegriffe ganz einfach

recherchiert und in nahezu

jede Art von Text übernommen

werden – gleich, ob technische

Dokumentationen, Stücklisten,

Zeichnungen, Präsentationen,

E-Mails oder Webseiten. Als erstes

System arbeitet TippyTerm

mit allen textorientierten Windows-Applikationenzusammen,

d. h. hier können gültige

Benennungen direkt an der

Cursorposition auf Knopfdruck

eingefügt werden.

durchschnittliche Vertragsdauer liegt

aktuell bei 5,4 Jahren.

Desktop- beziehungsweise LAN-

Services dominierten 2007 den deutschen

Outsourcing-Markt anteilsmäßig

(54 %) stärker als je zuvor. Diese

Service-Sparte verzeichnete ein Volumen

von 2,3 Mrd Euro. Es folgen Application

Management (600 Mio Euro),

Mainframe (600 Mio Euro) und

Midrange (457 Mio Euro). In der

Branchenbetrachtung erreichte die

Telekommunikationsbranche 2007

Telekommunikations-Branche

ist beim Outsourcing ganz vorne

mit 1,3 Mrd das größte Gesamtvolumen,

dicht gefolgt von den Banken.

Auf dem dritten Platz befindet sich

der Handel mit rund einer Milliarde

TCV. Versicherungen hingegen erreichten

ein Vertragsvolumen von

400 Mio Euro.

Das lässt den Schluss zu, dass sich

speziell die Industrie in Sachen Outsourcing

relativ stark zurückhält. Bekannt

ist aber, dass der Erdöl- und

Erdgasproduzent Wintershall sämtliche

SAP-Systeme, die Lotus-Notes-

Mailsysteme sowie die Intranet-Plattform

an BASF IT Services ausgelagert

hat.

Schritt für ihren absoluten Traumjob

in Betracht ziehen. Doch nicht immer

kann man solch große Entscheidungen

alleine treffen: So gaben ebenfalls

23 % der Umfrageteilnehmer an,

dass sie ihr jetziges Umfeld aufgrund

familiärer Bindungen nicht verlassen

können. Interessant ist dabei, dass

mit 11 % nur ein sehr kleiner Anteil

der Umfrageteilnehmer einen Umzug

aus beruflichen Gründen von vornherein

ausschließt.

IT-TELEGRAMM

+++ Fujitsu Siemens

macht sein

Server Management

fit für das

zentrale

Managementvirtualisierter

Server und

I/O Ressourcen. Die neu strukturierte

und funktional erweiterte

PRIMERGY ServerView

Suite vereinfacht den Betrieb

von Servern und Speichersystemen

und wird ab April 2008

verfügbar sein.

Bild: Imago


Bild: MEV

23. März 2008 • Nr. 13 Wirtschaft: Geld und Recht

Gewerbesteuer

Mit Vertragsanpassung Steuern sparen

von Bernhard Köstler

Produktion Nr. 13, 2008

LANDSBERG (gk). Die Unternehmenssteuerreform

führt dazu, dass auch

Mieten, Pachten und Leasingraten für

bewegliche Anlagegegenstände wie

Maschinen oder Fahrzeuge neuerdings

die Gewerbesteuer erhöhen.

Deshalb sollte geschaut werden, ob in

diesen Verträgen noch andere Leistungen

stecken.

Im Unternehmenssteuerreformgesetz

2008 hat der Gesetzgeber bei der Ge-

Familienfirmen

sehen IFRS kritisch

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN (gk). Deutsche Familienunternehmen

haben wenig Interesse,

die International Financial Reporting

Standards (IFRS) im eigenen Rechnungswesen

anzuwenden. Daran hat

auch die leicht vereinfachte Version

der IFRS für kleine und mittlere

Unternehmen wenig geändert, die

das Londoner International Accounting

Standards Board (IASB) jüngst

vorgelegt hat. Fünf von sechs Familienunternehmen

bilanzieren nach

wie vor ausschließlich nach den Vorschriften

des deutschen Handelsgesetzbuchs

(HGB) und nur in jedem

sechsten sind Gesellschafter mit der

internationalen Rechnungslegungsnorm

im Detail vertraut. Das sind Er-

Auch bei Gesellschaftern von großen Familienunternehmen

hält sich die Bereitschaft,

auf IFRS umzustellen, in Grenzen.

gebnisse einer Untersuchung, die die

Stiftung Familienunternehmen gemeinsam

mit der Vereinigung zur

Mitwirkung an der Entwicklung des

Bilanzrechts für Familienunternehmen

(VMEBF) durchgeführt hat. Befragt

wurden 350 Gesellschafter von

Familienunternehmen mit einem

Rücklauf von rund 25 %.

Dabei handelt es sich mehrheitlich

um Gesellschafter großer Familienunternehmen

mit mehr als 100 Mio

Euro Umsatz. Obwohl die IFRS für

Familienunternehmen dieser Größenordnung

grundsätzlich relevant sind,

hält sich in dem Kreis die Bereitschaft,

das eigene Rechnungswesen

auf IFRS umzustellen, in engen Grenzen.

Gut 53 % der Unternehmen, die

noch nach HGB bilanzieren, lehnen

die Umstellung rundweg ab, knapp

41 % sind „unsicher“. Und nur 6 % der

Befragten planen konkret, in Zukunft

nach IFRS zu bilanzieren. Diese Zahl

korreliert eng mit den gut 7 % der Gesellschafter,

die die Entwicklung der

IFRS als „positiv“ einschätzen. 78,3 %

sehen diese Entwicklung eher „kritisch“,

für 14,5 % ist das Thema

schlichtweg „unwichtig“. „Die Skepsis

überwiegt – rund 93 % der Familienunternehmen

haben mit den IFRS

wenig im Sinn“, fasst Frank Reuther,

Vorsitzender der VMEBF, die Ergebnisse

zusammen.

werbesteuer völlig neue Spielregeln

verabschiedet. Dem gewerbesteuerpflichtigen

Gewinn 2008 werden nun

sämtliche Zinsen - egal ob für langoder

kurzfristige Kredite - zu 25 Prozent

hinzugerechnet.

Auch Mieten, Pachten und Leasingraten

für bewegliche Anlagegegenstände

wie Maschinen oder Fahrzeuge

erhöhen neuerdings die Gewerbesteuer.

Das Finanzamt unterstellt in

diesen Zahlungen einen 20%-igen

Zinsanteil und schlägt davon dem Gewinn

aus Gewerbebetrieb 25 % auf.

Belaufen sich die Miet-, Pacht- und

Leasingausgaben eines Produktionsbetriebs

auf 3 Mio Euro im Jahr, erhöht

das den gewerbsteuerpflichtigen

Gewinn um 150.000 Euro (20 % von

3 Mio. Euro = 600.000 Euro, davon

25 %).

Die Hinzurechnung der Zinsanteile

erfolgt jedoch nur, wenn die Zinsanteile

über 100.000 Euro liegen. Um

nicht mit voller Härte getroffen zu

werden, sollten die Miet-, Pacht- und

Leasing-Verträge besonders kritisch

unter die Lupe genommen werden.

Denn häufig stecken in den vereinbarten

Miet-, Pacht- und Leasingraten

Die Gewerbesteuer

könnte für viele Unternehmen

steigen, wenn sie

nicht entgegensteuern.

auch andere Leistungen wie Servicezahlungen

oder Umlagen. Da diese

nicht dem Gewerbeertrag hinzuzurechnen

sind, sollten die Abrechnun-

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Produktion 11

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12 Produktion Nachrichten

27. März 2008 • Nr. 13

Diesel-Zulassung für USA

STUTTGART (DJ). Die Daimler AG

hat für ihre Diesel-Automobile die Zulassung

für alle 50 US-Bundesstaaten

erhalten. Das Stuttgarter Unternehmen

kann nun als erster Automobilhersteller

Diesel-Geländewagen in

der ganzen USA zulassen. Daimler

vermarktet die saubere Dieseltechnologie

unter der Marke Bluetec. In den

USA will das Unternehmen zunächst

Fahrzeuge der M-, R- und GL-Klasse

verkaufen, die mit der Bluetec-Dieseltechnologie

ausgerüstet sind. Die

Bluetec-Technik verbindet die Dieseltechnologie

mit Speicherkatalysatoren

und Harnstoffeinspritzung. Dadurch

werden die Abgase des Dieselmotors

verringert.

Phönix Solar baut in Spanien

SULZEMOOS (DJ). Die Phoenix Solar

AG, Sulzemoos, baut im Auftrag eines

US-Investors zwei Solarkraftwerke in

Spanien. Die Freiflächen-Photovoltaikanlagen

haben zusammen eine

Nennleistung von rund 4,7 Megawatt,

was einem Umsatzvolumen von

rund 21 Mio Euro entspricht. Mit dem

Bau soll in Kürze begonnen werden,

die Fertigstellung sei für Juli geplant.

Siemens erhält Großauftrag

MÜNCHEN (DJ). Die Siemens VAI

Metals Technologies hat von der Steel

Authority of India einen Auftrag im

dreistelligen Mio-Euro-Bereich erhalten.

Das Unternehmen werde das

neue Kaltwalzwerk der Bokaro Steel

Plant im indischen Bundesstaat

Jharkhand mit schlüsselfertiger Prozesstechnologie

ausrüsten. Das Kaltwalzwerk

wird über eine Kapazität

von rund 1,3 Mio Jahrestonnen verfügen

und soll 2010 die Produktion aufnehmen.

Boeing kämpft um Auftrag

WASHINGTON (Dow Jones/AP). Der

US-Flugzeugbauer Boeing ist zuversichtlich,

den an seinen europäischen

Wettbewerber EADS verlorenen Auf-

Stahlschrott-Branche Aerospace

Weitere Verteuerung in Sicht

von Kathrin Irmer

Produktion Nr. 13, 2008

DÜSSELDORF. Die deutsche Stahlschrott-Branche

geht davon aus, dass

die Schrottpreise in den kommenden

Monaten weiter ansteigen werden.

79 % der Unternehmen rechnen mit

einem Preisanstieg in den nächsten

sechs Monaten, wie die Bundesvereinigung

Deutscher Stahlrecycling und

Entsorgungsunternehmen (BDSV)

mitteilte. Mit einem weiteren Preisanstieg

würden sich auch die Kosten für

die deutschen Stahlproduzenten wie

ThyssenKrupp oder Salzgitter erhöhen.

Im vergangenen Jahr wurden in

der deutschen Stahlindustrie 21,7

Mio Tonnen Schrott als Rohstoff eingesetzt.

Das waren nicht nur 2,6 %

mehr als noch 2006, sondern auch

rund 45 % der gesamten deutschen

Rohstahlproduktion. Sowohl die Lieferungen

an die Stahlwerke als auch

an die Gießereien erreichten 2007

neue Höchststände. Auch die Exporte

erreichten mit einem Plus von 8,8 %

auf 8,3 Mio t einen neuen Spitzenwert.

Die Mitgliedsunternehmen

(BDSV) beurteilen die aktuelle Lage

überwiegend als unverändert.

Wir sind ein international tätiger Hersteller von Präzisionsdreh maschinen und beliefern seit

70 Jahren unsere Kunden mit innovativen und qualitativ hochwertigen konventionellen, zyklengesteuerten

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KURZNACHRICHTEN

trag der Air Force zurückzugewinnen.

Boeing-Manager Mark McGraw sagte

am Dienstag, es dürfte allerdings ein

„harter Kampf“ werden.Die US-Luftwaffe

hatte im Februar überraschend

dem Luft- und Rüstungsunternehmen

EADS und Northrop Grumman den

Zuschlag für den Bau von 179 Tankflugzeugen

erteilt. Der Auftrag hat

ein Volumen von 35 Mrd USD. Die

Entscheidung hatte in den USA zum

Teil für heftige Kritik gesorgt.

Rheinmetall kauft Storck PWV

DÜSSELDORF (DJ). Die Rheinmetall

AG erwirbt vom niederlänischen

Mischkonzern Stork NV den Panzerhersteller

Stork PWV. Der Düsseldorfer

Konzern übernimmt auf diese

Weise den niederländischen Anteil

am Boxer-Programm. Dabei handelt

es sich um einen Panzer, der für die

Bundeswehr und das niederländische

Heer entwickelt wird. Stork PWV verantwortet

die Fertigung von 200 Panzern

dieses Typs mit einem Auftragsvolumen

von 500 Einheiten.

von Janette Junghanns

und Christian Klein

Produktion Nr. 13, 2008

LANDSBERG. Deutsche Raumfahrtzulieferer

sind derzeit gut im Geschäft:

EADS Astrium wird die Merkur-Sonde

BepiColombo bauen. Dieser Industrieauftrag

beläuft sich auf rund 330 Mio

Euro. Noch etwas höher liegt das Volumen

für die am europäischen Raumtransporter

ATV unter Federführung

von EADS Astrium Space Transportation

Bremen beteiligten Unternehmen

Wenn im Jahr 2013 die Sonde Bepi-

Colombo (benannt nach dem italienischen

Mathematiker und Ingenieur

Guiseppe `Bepi´ Colombo) auf ihre

Reise zur Erkundung des sonnennächsten

Planeten startet, ist deutsche

Technik maßgeblich mit dabei.

Die Sonde besteht aus je einem europäischen

und japanischen Orbiter sowie

einem Antriebsmodul, das die

beiden Sonden zum Merkur transportiert.

Die gesamte Einheit wird etwa

fünf Meter hoch sein und rund drei

Tonnen wiegen. Rund die Hälfte davon

ist Treibstoff. EADS Astrium in

Deutschland führt das industrielle

Team an. Zum Kernteam gehören

noch Astrium (UK) und Alcatel Alenia

Space (Italien). Der Astrium-Standort

Friedrichshafen ist für das komplette

‚dreiteilige' Raumfahrzeug verantwortlich.

Außerdem steht die Entwicklung

der Lage- und Bahnregelung

unter deutscher Verantwortung.

In Friedrichshafen findet auch die In-

Wacker Chemie

Kerngeschäft wächst

MÜNCHEN (DJ). Die Wacker Chemie

AG rechnet im laufenden Geschäftsjahr

mit weiterem Wachstum bei Umsatz

und Ertrag. Insgesamt sieht der

Chemiekonzern und Zulieferer für die

Halbleiterindustrie gute Chancen,

2008 den Umsatz um deutlich mehr

als 10 % zu steigern. Die Investitionen

im laufenden Geschäftsjahr sind mit

rund 1 Mrd Euro geplant. Das höchste

konzerninterne Wachstum erwartet

der Konzern 2008 im Geschäftsbereich

Wacker Polysilicon. Auch der

vollständige Erwerb der Anteile an

den beiden Gemeinschaftsunternehmen

mit Air Products soll zum Umsatzwachstum

beitragen.

BMW

Anstieg der Effizienz

MÜNCHEN (DJ). Die BMW AG, München,

will ihre durchschnittliche Produktivität

in den Jahren bis 2012 um

tegration des Ingenieurmodells

von BepiColombo

statt. In Großbritannien

wird Astrium das elektrische und chemische

Antriebssystem sowie die gesamte

Struktur der MPO-Sonde bauen.

Astrium in Frankreich wird die

On-board-Software auf der Basis der

schon im Weltall fliegenden Sonden

Rosetta, Mars Express und Venus Express

entwickeln. Alcatel Alenia Space

wird die Systeme für Elektronik,

Thermalkontrolle und Kommunikation

des MPO entwickeln und für die

Integrations- und Testarbeiten verantwortlich

sein.

Ausgerüstet ist die Sonde mit elf Instrumenten

auf dem Satelliten der

ESA und fünf Instrumenten auf dem

Magnetosphären-Satelliten der japanischen

Raumfahrt-Agentur JAXA.

Darunter befinden sich Kamerasysteme,

mehrere Spektrometer für verschiedene

Energiebereiche und Wellenlängen,Sonnenwindteilchen-Sensoren

und Magnetometer.

Aus Deutschland fliegen drei

Haupt-Instrumente auf dem ESA-Satelliten

zum Merkur: Das Institut für

Planetologie der Universität Münster

und das DLR-Institut für Planetenforschung

entwickeln in der DLR-Einrichtung

für Optische Informationssysteme

in Berlin-Adlershof das thermische

Infrarot-Spektrometer MERTIS

(Mercury Radiometer and Thermal

Infrared Spectrometer). Es ermöglicht

die mineralogische Kartierung

und Temperaturbestimmung der

Merkur-Oberfläche. MERTIS soll einen

einmaligen Einblick in den inneren

Aufbau, die Mineralogie der

Oberfläche und die geologische Entwicklung

des gesamten Planeten lie-

jeweils 7 % bis 8 % erhöhen. Sein

Unternehmen könne das jährliche Absatzziel

von 1,8 Mio Fahrzeugen bis

2012 mit den bestehenden Produktionskapazitäten

und den erwarteten

Effizienzsteigerungen erzielen, sagte

Frank-Peter Arndt, Vorstandsmitglied

der BMW AG. Was nach dem Erreichen

des Absatzziels komme, müsse

abgewartet werden, sagte er.

Linde Group

Engineering bleibt

MÜNCHEN (DJ). Der Technolgiekonzern

Linde Group will in der Sparte

Engineering die Marge auf ihrem Niveau

halten. „Unsere Planungsgrundlage

sieht vor, dass wir die Marge von

über 8 % in der Sparte fortsetzen“,

sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang

Reitzle. In den kommenden Jahren

soll der Umsatz um 8 % bis 10 %

pro Jahr zulegen. Die Engineering-

Sparte sei Kerngeschäft für die Münchener

Linde AG, bekräftigte Reitzle.

„Wir werden das Engineering-Geschäft

nie verkaufen“, fügte er hinzu.

D-Zulieferer erobern das All

Nicht nur der `Griff nach

dem Planeten Merkur´ mit

der Erkundungs-Sonde BepiColombo

füllt deutschen

Zulieferern die Auftragsbücher.

fern. Die Fertigung

für den Laser-Höhenmesser

BELA (BepiColombo

Laser Altimeter)

zur topographischen

Kartierung des Merkurs

wird gemeinsam

vom DLR-Institut für

Planetenforschung in

Berlin und Wissenschaftlern

der Universität

Bern geleitet. „Mit

BELA werden wir die Topographie

des Planeten

genau vermessen können“,

erklärt der Leiter des DLR-

Instituts für Planetenforschung,

Prof. Dr. Tilman

Spohn. An der TU Braunschweig

wird das Magnetometer

zur Bestimmung

des Merkur-Magnetfeldes

und seiner Wechselwirkung

mit dem Sonnenwind entwickelt.

Daraus erhoffen sich die Wissenschaftler

Rückschlüsse auf die Quelle

des Feldes im Planeten und seine innere

Struktur mit einem verhältnismäßig

großen metallischen Kern.

Bild: DLR

Deutsche Unternehmen liefern

Euro-Raumtransporterbau zu

Auch an Entwicklung und Bau des

ersten autonomen europäischen

Raumtransporters ATV-1 (‚Jules Verne‘)

– ein 1 Mrd Euro-Projekt – sind

deutsche Unternehmen mit dabei. Ihr

Auftragsvolumen liegt bei ca. 24 %.

Bei der Produktion der vier weiteren

ATV-Raumtransporter, die bis in das

Jahr 2013 wesentlich zur Versorgung

der ISS beitragen werden, liegt der

Anteil deutscher Unternehmen bei

rund 46 %, dies sind 400 Mio Euro.

EADS Astrium Space Transportation

in Bremen ist Hauptauftragnehmer.

Darüber hinaus beteiligen sich

mehrere deutsche Firmen an der Herstellung:

Azur Space Solar Power

GmbH (Solarzellen), SAFT Batterien

GmbH/FRIWO GmbH (nicht-aufladbare

Batterien), Jena Optronik (Teile

der optischen Sensoren), OHB/MT-

Aerospace (Verkabelung, Tanks, Entwicklung

des Meteoritenschutzschildes)

und TESAT Spacecom GmbH &

Co KG (Einkaufsmanagement für alle

elektronischen Bauteile). Das in der

Nacht zum 9. März gestartete ATV

(Automated Transfer Vehicle) soll am

3. April 08 automatisch am russischen

ISS-Modul Swesda andocken.


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im Internet.

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Es gibt viel zu entdecken!

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Nummer 13 Lösungen für die Produktion

27.März 2008

Umform-Neuheiten bei Rath

NEWS

KREUZTAL-KREDENBACH (hi). 15

Aussteller präsentieren am 23. und

24. April auf der Umform 2008 bei

der Firma Werkzeugbau Rath Informationen

und Neuheiten zu allen

Themen der Umformtechnologie, von

der Entwicklung zum fertigen Bauteil.

Fachleute stehen den Besuchern

persönlich als Ansprechpartner zur

Verfügung.

Kongress für Automotive-Software

STUTTGART (sp). Der neue Messekongress

driveIT dient der Automobilbranche

– Software und Elektronik

– als Entwicklungs-, Kommunikations-

und Beschaffungsplattform.

Unterstützt wird die internationale

Veranstaltung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen

Leohold, Leiter der Konzernforschung

von Volkswagen und Dr.-Ing.

Rainer Kallenbach, Executive Vice

President Automotive Electronics, Robert

Bosch. Die internationale Kongressmesse

für Automotive Software

und Electronics findet erstmals vom

4. bis 6. November 2008 in der Messe

Stuttgart statt.

Stabwechsel bei Vanderlande

MÖNCHENGLADBACH (hi). Nach

mehr als 40 Berufsjahren übergibt

Karl-Heinz Dullinger die Geschäftsführung

von Vanderlande Industries

an Matthias Kramm. Dipl.-Ing.

Kramm war bislang Direktor und Mitgesellschafter

in der Unternehmensberatung

Miebach Consulting

Deutschland mit Sitz in Frankfurt.

Fachmesse hybridica

MÜNCHEN (sp). Komponenten aus

Metall- und Kunststoffverbindungen

werden zunehmend in der industriellen

Fertigung eingesetzt. Vom 11. bis

14. November 2008 findet daher erstmals

die internationale Fachmesse für

hybride Bauteile – hybridica – in

München statt. Zielbranchen sind die

Automobilindustrie, Elektronik und

Elektrotechnik. Parallel bietet die

Fachmesse electronica ein Forum zur

Präsentation und Information über

Produktionsverfahren und Komponenten

dieser Technologie.

Bild: FBH/schurian.com

14 Trends und Reports

16 Praxis

17

Maschinenbau: Mit vielen

Internet-Angeboten unzufrieden

TECHNIK-BILD DER WOCHE

Kaum größer als ein Sandkorn und dabei leistungsstark und zuverlässig sind Laser aus

dem Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik. Das Diodenlasersystem für

FreshScan auf der Abbildung ist dank Mikrosystemtechnik nur 2 x 1 Zentimeter klein

und zeichnet sich durch seine extreme Einfarbigkeit aus.

Opel Eisenach: Mehrfachschrauber

verkürzt Taktzeit in der Montage

Logistik

Dematic für schnelle Logistik-Lösung geehrt

Produktion Nr. 13, 2008

OFFENBACH (hi). Die Dematic hat

den Innovationspreis der Initiative

Mittelstand erhalten. In der Kategorie

‚Logistik‘ wurde das Unternehmen für

das Konzept ‚Logistics by Voice‘ ausgezeichnet.

Es integriert Pick by Voice

mit einem fahrerlosen Transportsystem.

Pano Papamanoglou, Leiter

Logistik IT bei der Dematic, nahm die

Ehrung bei der Preisverleihung auf

der CeBIT 2008 in Hannover stellvertretend

für das ganze Unternehmen

entgegen.

Mit der Dematic-Lösung einer Integration

von Pick by Voice und auto-

matisierten Sammelfahrzeugen (FTS)

erreicht ein Picker etwa die doppelte

Kommissionierleistung. Die sonst üblichen

Listen und manuellen Kommissionierfahrzeuge

sind Vergangenheit.

Zugleich reduziert sich die Fehlerquote

spürbar. Zu den weiteren Vorteilen

zählen die ergonomische Handhabung

und ein automatisierter Weitertransport

der kommissionierten Paletten

zum Warenausgang. All das

trägt zu einem zügigen Return of Investment

bei.

Das System eignet sich für alle

Zweige der produzierenden und

weiterverarbeitenden Industrie, in

denen nach der Kommissionierung

Produkte

Produktionsleitsystem: Operational

Excellence sicher im Blick

Lasertechnik

Wachsendes Potenzial in der Faser

von Dr. Barbara Stumpp

Produktion Nr. 13, 2008

LANDSBERG (hi). Das Schneiden ist

eines der wichtigsten Einsatzgebiete

des Lasers. Der Faserlaser mit seiner

exzellenten Strahlqualität macht besonders

bei Feinblechen Boden gut.

Der Faserlaser besitzt elektrisch-optische

Wirkungsgrade bis über 20 %, eine

exquisite Strahlqualität, ist kompakt,

robust und bereitet keine Justage-Probleme.

Durch Kopplung von

Einzelfaser-Lasern mit verbesserter

Kühlung erreicht man nun Leistungen,

wie sie die Materialbearbeitung

verlangt. IPG Photonics bietet mittlerweile

einen Faserlaser mit 50 kW

Leistung an.

Die hohe Strahlqualität erlaubt es

mit einem großen Arbeitsabstand von

etwa einem Meter zu schweißen. Bedingt

durch Einsatz von in die Faser

eingeschriebenen Bragg-Gittern vermeidet

man Kopplungsverluste. Dieser

Aufbau garantiert eine effiziente

Konversion bis zu 85 % und über die

große Faseroberfläche kann effektiv

gekühlt werden.

Erhaltung der hohen

Strahlqualität bereitet Probleme

Aber die Erhaltung der hohen

Strahlqualität bereitet Probleme. Ein

Team des Fraunhofer-IWS Dresden

und der Maschinenfabrik Arnold haben

bei gängigen Linsensystemen

herausgefunden, dass diese unabhängig

vom Hersteller die Strahlqualität

massiv beeinflussen. Der Hauptgrund:

Die Strahlung wechselwirkt

mit dem optischen Material und sorgt

so für Verluste. „Nimmt man Spiegel,

dann reduziert sich die Zone der

Wechselwirkung auf eine sehr dünne

Schicht der Spiegeloberfläche, minimiert

so den Verlust und bringt bessere

Abbildungsgüte im Leistungsbereich

der Laser von mehreren kW“,

führt Annett Klotzbach vom Fraunhofer-IWS

aus. „Der Verlust beim Einsatz

von Quarzspiegeln liegt unter

0,1 %, bei Spiegeln aus beschichtetem

Bild: Uni Darmstadt

Metall unter 1 %.“ „Mit einer verbesserten

Version der Spiegeloptik erfolgen

im Januar weitere Messungen“,

berichtet Rüdiger Gnann von der Maschinenfabrik

Arnold. „Wenn diese

Messungen unsere Werte bestätigen,

sind wir sehr nahe an einer Industrielösung

für alle Faserlaser, weil sich

Spiegel besser kühlen lassen als Linsen

und die Abbildung kein Coma erzeugt.“

Einer der wichtigen industriellen

Einsätze für Laser ist das Schneiden.

„Mit einem 4-kW-Faserlaser kann

man schnell und flexibel Edelstahl bis

20 Millimeter Dicke schneiden“, erläutert

Dr. Thomas Himmer vom

Fraunhofer-IWS. „Allerdings ist hier

die Qualität noch nicht so gut wie bei

CO2-Lasern.“ Bei Feinblechen von 50

bis 200 µm allerdings ist der Faserlaser

bezüglich seiner Trenngeschwindigkeit

nicht zu schlagen. Mit nur einem

Kilowatt Laserleistung schafft er

bereits jetzt Konturgeschwindigkeiten

von über 100 m/min. Diese Blechdicken

sind der klassische Stanzbereich

und bei einem Wechsel des jeweiligen

Stanzteils müsste dann nicht

das Werkzeug gewechselt werden,

sondern nur die Programmierung.

Bedingt durch die hohe Leistungsdichte

im Fokus braucht der Faserlaser

beim Schneiden keine Gasdüse

mehr, weil das Material verdampft.

Der mögliche große Arbeitsabstand

reduziert die nötigen Scannbewegun-

Sehr gute Schneidergebnisse

erzielt

der Faserlaser mit

hoher Schnittgeschwindigkeit

bei

Feinblechen (links).

Hohe Leistungen

werden durch

Kopplung von Einzelfaser-Lasern

mit

verbesserter Kühlung

erzielt.

gen stark, und so schafften es die Forscher,

bis zu 5 100 Löcher pro Minute

in Feinblech zu schneiden. Jetzt geht

es in den Bereich 0,5 bis 0,7 mm. Das

ist der Bereich von Blechen für die

Automobilindustrie. Aber auch mit

Standardschneidköpfen ist der Faserlaser

bis 3 mm Blechdicke etwa doppelt

so schnell wie ein CO2-Laser.

Auch beim Schweißen setzen

Faserlaser neue Maßstäbe

Dass man bei Faserlasern auch andere

Wege gehen kann, zeigt Trumpf.

In seinem TruFiber-Konzept trennt es

die Versorgung des Lasergerätes vom

eigentlichen Faserresonator. So können

mehrere Arbeitsplätze im Grundmode-Laserlicht

bedient werden.

„Das System leistet momentan 300

Watt und sollte auf 500 Watt steigerbar

sein“, so Alexander Hangst von

Trumpf Laser.

Auch beim Schweißen setzen Faserlaser

neue Maßstäbe. Multimode-Faserlaser

mit Leistungen von 20 kW

können Bleche bis ca. fünf Zentimeter

Dicke mühelos schweißen. Und der

Einsatz solcher Dicken ist im Schiffsbau

üblich.

Und einen weiteren Trend ermöglicht

der Faserlaser: mobile Systeme.

Das Unternehmen Vietz Pipeline

Equipment setzt auf ein System, das

auf ein Fahrzeug montiert ist. Der Laserkopf

sitzt an einem Arbeitsarm

und arbeitet vor Ort. Anforderungen

an das System: Schocks und sich ändernde

klimatische Bedingungen dürfen

nicht stören, zwischen Resonator

und Laserkopf liegen etwa 30 Meter

und der Energiebedarf darf 160 kVA

nicht übersteigen. „Unser System

schafft bei einer Blechdicke von 16

Millimetern und einem Röhrendurchmesser

von über einem Meter etwa

fünf Kilometer am Tag“, fasst Andreas

Lenz von Vietz Pipeline Equipment

zusammen. Der Laserkopf wird dabei

automatisch über die Naht geführt.

Ergebnis für Vietz: 90 % weniger Personal

schafft fehlerfrei eine extrem

hohe Produktionsrate ohne Schweißdefekte.

Da nur eine Maschine nötig

ist, reduzieren sich Investitionen und

Logistikkosten auf ein Minimum.

Auch beim Schiffsbau ist der Faserlaser

ein Thema. Seit 2007 arbeitet

auf der Fincantieri Shipyard in Monfalcone,

Italien, ein 10-kW-Faserlaser,

installiert in einer Portalschweißanlage.

Erste mobile Anlagen mit einem

10-kW-Faserlaser arbeiten auf der

Neptunwerft in Rostock und der Meyerwerft

in Papenburg. Und seit 2006

läuft das europäische Verbundforschungsprojekt

DOCK LASER, bei

dem es um den Einsatz mobiler Lasersysteme

im Schiffsbau und bei der Reparatur

von Schiffen geht.

@

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Mail an: redaktion@produktion.de

mittels Pick by Voice innerbetriebliche

Transportwege zurückgelegt werden

müssen. Dazu zählen die Metallindustrie,

Automotive- und Assembly

Systems, die kunststoffverarbeitende

Industrie, die Chemie- und Pharmaindustrie,

die Fertigung und Kommissionierung

von Freizeitkleidung, aber

auch die Nahrungs- und Genussmittelproduktion.

Darüber hinaus kann

es auch im Groß- und Versandhandel

zum Einsatz kommen.

Manuell gesteuerte Sammelfahrten

wirken sich über lange Wege bis zum

Warenausgang als großer Nachteil

aus: Die Kommissionierer verrichten

zeitraubende Nebentätigkeiten.


14 Produktion Technik: Trends und Reports

27. März 2008 • Nr. 13

Maschinen- und Anlagenbauer

Mit vielen Internetangeboten unzufrieden

von Jörn Lehmann

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT A.M. (pd). Eine Untersuchung

des VDMA-Verlags zeigt: Internetportale

im Maschinen- und Anlagenbau

bieten nicht die gewünschte

Unterstützung bei der Suche nach

Fachinformationen. Anbieter von Informationen

treffen mit ihren Websites

offensichtlich nicht die Bedürfnisse der

Beschäftigten in der Branche.

Von Oktober bis Dezember 2007 befragte

ein Team um Professor Reichwald

(TU München, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre)

im Auftrag

des VDMA-Verlags 370 Personen.

Untersucht wurden zwei Gruppen:

■ Einerseits Anbieter – Personen, vorrangig

aus der Geschäftsführung,

dem Vertrieb, dem Marketing und der

IT, die für die Bereitstellung von Informationen

auf den Websites ihrer

Unternehmen verantwortlich sind.

■ Andererseits Nachfrager – Konstrukteure,

Entwickler, technische Einkäufer,

die im Internet auf der Suche

nach Fachinformationen sind.

Abgefragt wurde neben der Einstellung

zu existierenden Angeboten im

Internet auch die Anforderung an ein

fiktives Maschinenbau-Portal ‚plattform

2010‘. Die Stichprobe liefert, angefangen

bei der Unternehmensgröße

über die Teilbranchen bis hin zum

Leistungs- und Produktangebot der

befragten Unternehmen, ein repräsentatives

Bild des deutschen Maschinen-

und Anlagenbaus.

„Eine Hauptursache für die Unzufriedenheit

mit existierenden Lösungen

dürfte der Studie zufolge darin

liegen, dass die Techniker die gewünschten

Informationen schlicht

und ergreifend nicht finden“, erklärt

Stefan Prasse, Geschäftsführer der

VDMA Verlag GmbH. Webdesigner

können fürs Erste aufatmen, denn es

ist kein Problem der mangelhaften

Bedienbarkeit der Websites. Die

Unternehmen stellen die wichtigsten

Informationen für diese Zielgruppe

einfach nicht bereit. Datenblätter,

Prinzipskizzen, Berechnungs- und

Auslegehilfen – das sind, nach der

Verlinkung zu Anbieter-Websites, die

wichtigsten Wunschfunktionen auf

Nachfragerseite. Die Studie zeigt weiter,

dass Anbieter von Informationen

gerne E-Mail-Newsletter verwenden –

53 % wünschen sich diese Funktionalität.

Aber dieser Wunsch stößt bei

den Nachfragern auf wenig Gegenliebe:

Lediglich 32 % haben Interesse

daran, mit Informationen per E-Mail-

Newsletter versorgt zu werden.

Die Zahl der gewünschten Dienste

auf einem Portal für den Maschinenund

Anlagenbau wird sowohl auf Anbieter-

als auch auf Nachfragerseite

mit durchschnittlich sechs angegeben.

Prasse dazu: „Diese relativ niedrige

Zahl sollte all den Betreibern, die

ihrer Website neben einer Firmendatenbank

mit diversen Suchfunktionen

noch ein WIKI, einen Newsletter, ein

E-Learning-Center, eine Jobbörse,

Diskussionsforen, Blogs usw. hinzufügen

wollen, zu denken geben.“

Einig sind sich Anbieter und Nachfrager

bei den zentralen Anforderungen

an die ‚plattform 2010‘: Beide

wünschen sich als Erstes einfache Bedienbarkeit.

Gleich danach kommt

bei den Nachfragern der Wunsch

Neuheiten einfach aufzufinden. Auch

bei den Anbietern rangiert dieser

Punkt weit oben: sich als Problemlöser

zu zeigen und Neuheiten zu präsentieren.

Es gibt viele Wege, aber

nur einer führt ans Ziel!

Ihre Anzeige wirkt nur in den Titeln, die von Ihrer Zielgruppe gelesen werden.

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und schreibt so konsequent für Konstrukteure und Entwickler im Maschinenbau.

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Die Zufriedenheit mit Internetportalen

im Maschinen- und Anlagenbau

wird sowohl bei Anbietern als auch

bei Nachfragern maßgeblich von der

Größe der Marktabdeckung des Portals

geprägt. Danach unterscheiden

sich die Faktoren für die Zufriedenheit.

Während für Anbieter ein niedriger

bzw. angemessener Preis- und

Pflegaufwand wichtig sind, legen

Nachfrager großen Wert auf die Neu-

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Die Untersuchung

zeichnet in Teilbereichen

ein differenziertes

Bild im Maschinenund

Anlagenbau: Anbieter

von Online-Plattformen

wünschen sich

niedrige Kosten für Bereitstellung

und Pflege,

Nachfrager schätzen

dagegen Objektivität

und Neutralität sehr

stark.

tralität bzw. Objektivität

des Betreibers

der Plattform.

Eine überraschende

Erkenntnis zeigte

sich beim Interview

mit Nachfragern und Anbietern. Während

sich die Anbieter als relativ homogene

Gruppe erwiesen (85 % kamen

aus den Funktionen Geschäftsführung,

Marketing, Vertrieb, IT), erwiesen

sich die Nachfrager als wesentlich

heterogener. Nur 60 % kamen

aus den Funktionen Konstruktion,

Entwicklung, technischer Einkauf.

Die übrigen 40 % waren eindeutig

den Funktionen der Anbieter-

Gruppe zuzuordnen. Eine naheliegende

Interpretation ist, dass diese

Gruppe als Nachfrager ‚getarnt‘ die

Websites vorrangig zur Markt- und

Konkurrenzbeobachtung nutzt.

Studien zur Nutzung des Internets

im B2B-Bereich gibt es viele, aber

nicht zum Thema Maschinen- und

Anlagenbau. Prasse ergänzt: „Die

Untersuchung des VDMA-Verlags bietet

neben einer Einschätzung zu

Internetportalen im Allgemeinen

möglicherweise auch interessante Erkenntnisse

zur Gestaltung des eigenen

Firmen-Internetauftritts.“ Denn

was für die Gestaltung und Nutzung

eines allgemeinen Portals im Maschinen-

und Anlagenbau gilt, wird sich

vielfach auch in den Anforderungen

an die Betreiber von Firmen-Websites

wiederfinden.

Die Studie liefert auch Informationen

darüber, wie viel Zeit Nutzer von

Interaktionsplattformen bereit sind,

in die Pflege ihrer Daten zu investieren,

wie sie einer Registrierungspflicht

gegenüberstehen, welche demografischen

Merkmale die Teilnehmer

besitzen und welche Internetplattformen

sie zurzeit nutzen.

Online-Plattformen: Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage

Produktion Nr. 13, 2008

STUTTGART (lz) In der Automobilindustrie

sind numerische Simulationsmethoden

zur Produktentwicklung

und Optimierung unverzichtbar. Für

die dafür notwendige Forschung und

den Einsatz solcher Simulationen bietet

die Universität Stuttgart mit ihren

Forschungszentren und dem Höchstleistungsrechenzentrum

(HLRS) beste

Voraussetzungen.

Am 7. März 2008 wurde nun das

Automotive Simulation Center Stuttgart

gegründet. Mit der Bündelung

der Kompetenzen aus Ingenieurwissenschaften,

Mathematik und Infor-

Die Untersuchung des

VDMA-Verlags ‚plattform

2010‘ zeigt, wo bei Online-

Plattformen der Schuh

drückt. Dabei zeigen sich

gewisse Unterschiede in

den Wünschen von Anbietern

und Nachfragern.

Quelle: VDMA

Universität Stuttgart

Simulationen für die Industrie

Mit dem digitalen Prototypen begann

die aerodynamische Optimierung

der Karosserie sehr früh.

matik will man auf dem Gebiet der

angewandten numerischen Simulation

in der Automobilindustrie die

Spitzenposition stärken und ausbauen.

Vor allem im vorwettbewerblichen

Bereich werden Automobilindustrie,

Zulieferer, Softwarehersteller

und Wissenschaft eng zusammenarbeiten,

um den Weg vom Entwurf

zum Produkt zu verkürzen. Insbesondere

auf dem Gebiet der CO2-Reduktion

werden durch diese Zusammenarbeit

wichtige Fortschritte für die gesamte

Industrie erwartet. Simulation

könne bei der Optimierung des Energiemanagements

des Gesamtfahrzeugs

oder der Gewichtsreduktion

entscheidende Beiträge liefern.

Bild: Daimler AG


27. März 2008 • Nr. 13 Technik: F&E

Werkstoffe

Heiß und sauber:

Brennstoffzelle von Thyssen

Produktion Nr. 13, 2008

JÜLICH (sp). ThyssenKrupp VDM und

das Forschungszentrum Jülich experimentieren

mit Nickellegierungen für

zukunftsträchtige Brennstoffzellen-

Technologie.

Die Brennstoffzelle liefert saubere

Energie in Form von Wärme und

Strom bei hohen Wirkungsgraden.

Die bekannteste Form ist die Polymer-

Brennstoffzelle, die mit reinem Wasserstoff

und Luftsauerstoff betrieben

wird. Dass es noch anders geht, zeigen

die Entwicklungen des Forschungszentrums

Jülich, die mit der

Festoxid- oder Hochtemperatur-

Brennstoffzelle auf dem Weg sind,

Treibstoffe wie Diesel, Benzin oder

Methanol mit geringem Arbeitsaufwand

einzusetzen. Der Vorteil dieser

Technologie ist die bereits vorhandene

flächendeckende Infrastruktur für

die Kraftstoffe. Entscheidende Werkstoffe

für die Fertigung dieser Brennstoffzellen-Technologie

stellt die

ThyssenKrupp VDM her.

SOFC-Brennstoffzelle hält

dank Chromstahl bis zu 900° aus

Ein grundlegender Unterschied der

beiden Typen, der Wasserstoff-Brennstoffzelle

und der Festoxid-Brennstoffzelle,

liegt in der Betriebstemperatur:

Während die Polymer-Brennstoffzelle

Temperaturen von 80 bis

100 Grad Celsius erreicht, klettern die

Temperaturen in der so genannten

SOFC-Brennstoffzelle auf bis zu 900

Grad. Hier wird das benötigte wasserstoffreiche

Gas zuvor bei hoher Temperatur

aus dem Kraftstoff gewonnen.

Die Bedingungen, die in der Brennstoffzelle

herrschen, erfordern besondere

Werkstoffe: Für den Betrieb der

Zelle liefert ThyssenKrupp VDM den

ferritischen Chromstahl Crofer 22

APU (Auxiliary Power Unit).

In der Brennstoffzelle wird das Ma-

Bild: ThyssenKrupp VDM

Temperaturbeständige Werkstoffe

für die Fertigung der FestoxidoderHochtemperatur-Brennstoffzelle

liefert ThyssenKrupp.

terial in den so genannten Interkonnektoren

verwendet. Diese Stahl-

Zwischenplatten verbinden die einzelnen

Zellen zu einem leistungsfähigen

Brennstoffzellen-‚Stapel‘. Die Liste

der Anforderungen an den Werkstoff

für dieses Bauteil ist lang: Er

muss innerhalb der Brennstoffzelle

elektrisch leitend, korrosionsfest, mechanisch

stabil und belastbar sein,

leicht zu verarbeiten und keine negativen

Auswirkungen auf die Zelle haben.

Crofer 22 APU ist an diese Anforderungen

angepasst. Wichtig für den

breiten Einsatz in Brennstoffzellen ist

zudem der Preis des Materials. „Wir

müssen die Beschaffung des Materials

und damit die Fertigung der Brennstoffzelle

günstig gestalten. Es geht

nicht zuletzt um die Reduktion der

Systemkosten“, erläutert Dr. Robert

Steinberger-Wilckens vom Forschungszentrum

Jülich. „Crofer 22

APU lässt sich leicht verarbeiten und

besitzt hohe Leitfähigkeit sowie Korrosionsfestigkeit.“

Ein weiterer Vorteil

sind die Ausdehnungswerte unter

Einfluss von Wärme, die denen der

Keramik entsprechen, die für die Zellen

verwendet wird. So kommt es

zwischen beiden Materialien nicht zu

mechanischen Spannungen, die die

Keramik beschädigen könnten.

Die aktuellen Entwicklungen lassen

die Nachfrage nach geeigneten Werkstoffen

für Interkonnektorplatten

wachsen. „Vom 100-Kilogrammbereich

sind wir mittlerweile schon in

den Tonnenbereich gelangt – die

Nachfrage hat sich innerhalb der letzten

zwei Jahre vervielfacht“, so Scheide.

Auch Hochtemperatur-Nickellegierungen

spielen in anderen Baugruppen

der SOFC-Zelle wie Wärmetauscher,

Reformer und Bipolarplatten

eine Rolle.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

wie Gebäude, Auto oder Schiff

Die Brennstoffzelle als ‚Auxiliary

Power Unit‘, also als Hilfs-Stromversorgungsaggregat,

soll vielfältig Verwendung

finden, vom stationären

Einsatz in Gebäuden, Klein- und

Blockheizkraftwerken bis zum mobilen

Einsatz im Auto, Schiff und U-

Boot. Zu Demonstrationszwecken arbeitet

diese Art der Brennstoffzelle

bereits in Bereich der Hausenergie

und mobil als Bordstromversorgung.

Die kleinen dezentralen Kraftwerke

sind auf dem Vormarsch: Sie sind

enorm energieeffizient, liefern Wärme

und elektrische Energie bei unschädlichen

Emissionen – alles Eigenschaften

einer erfolgreichen Zukunftstechnologie.

Emissionshandel

Umwandlung des Klimakillers CO2

Produktion Nr. 13, 2008

DUISBURG-ESSEN (sp). Der Klimawandel

gilt als eines der größten Probleme

des 21. Jahrhunderts. Hauptverantwortlich

ist der hohe CO2-Ausstoß.

Wissenschaftler stellen nun den

‚Algenreaktor‘ vor, er wandelt Industrieemissionen

zu Biomasse.

Um den Treibhauseffekt aufzuhalten,

versuchen sich Wissenschaftler an

unterschiedlichen technischen Entwicklungen.

Eine Lösung macht die

Natur vor: Grünpflanzen filtern durch

Photosynthese das Treibhausgas aus

der Luft. Ähnliches passiert in Bioreaktoren,

wo Grünalgen zugeführtes

CO2 zu Biomasse umwandeln. Diesen

Prozess wollen Physiker der Uni Duisburg-Essen

(UDE) industriell nutzen.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Hilmar

Franke hat einen faseroptischen

Photo-Bioreaktor entwickelt. Das bislang

einzigartige System filtert Kohlendioxid

aus dem Abgas fossiler

Energieerzeugung: CO2-Emissionen

aus Heizungsanlagen werden zu Biomasse,

sprich Sauerstoff und Algen.

Der CO2-Vernichter transportiert Tageslicht

mit Hilfe von Lichtleitfasern

vom Gebäudedach über einen Lichtsammler

in den Bioreaktor. Hier wird

die Algensuppe mit den Emissionen

Bild: Universität Duisburg-Essen

einer Industrieanlage begast. Die Algen

verwerten dank des Lichts das

CO2 und vermehren sich.

Aus den zwei Effekten – Vernichtung

von Treibhausgas und Entstehung

von Biomasse – lässt sich Kapital

schlagen, erklärt Prof. Franke:

„Stichwort Emissionshandel: Wer

Kohlendioxid einspart, kann überschüssige

Verschmutzungs-Zertifikate

verkaufen. Stichwort Biomasse: Algen

lassen sich als Biotreibstoff oder

für Baustoffe vermarkten.“

Die technische Entwicklung des Algenreaktors

ist abgeschlossen. Was

den UDE-Forschern noch fehlt, sind

Investoren. „Wir denken da an die

Biogastechnologie oder an Betreiber

von Klär- oder Heizanlagen“, so Franke

und rechnet vor: „Ein 50 m 2 großes

Dach würde ausreichen, eine Tonne

Algenreaktor mit Lichtleiter. Durch die Fasern des Lichtleiters

kann man Licht auch in große Tiefen transportieren

und so das Volumen effizient ausnutzen.

CO2-Emissionen im Jahr umzusetzen.

Ein Hallendach von einem Hektar

könnte in Deutschland rund 200 Tonnen

Treibhausgas vernichten.“

Und auch das spricht aus Sicht des

Physikers für das System made in

Duisburg-Essen: „Ein Algenreaktor

mit einem Hektar Lichtsammelfläche

kann mehr als 200-mal mehr CO2

umsetzen als ein Buchen- oder Eichenwald

gleicher Fläche. Auch die

Ausbeute gegenüber einem Hektar

Mais ist bis zu 20-mal höher.“

Für Privathaushalte allerdings ist

der Bioreaktor noch nicht geeignet.

Ein CO2-Filter für kleine Objekte stelle

ganz andere Anforderungen an die

Technik, sagt Franke. „Die Idee, dass

der Schornsteinfeger nicht den Ruß,

sondern Algenpulver aus dem Kamin

kehrt, ist allerdings sehr reizvoll.“

Clean Energy Power

Fördergelder für

Bioenergie-Projekte

Produktion Nr. 13, 2008

STUTTGART (sp). Im Rahmen der

Fachmesse ‚Clean Energy Power‘, die

in Stuttgart stattfand, präsentierten

und diskutierten Experten aktuelle

Zahlen und Informationen zum Thema

Bioenergie.

Mit der Veranstaltungsreihe ‚Brüssel

Background‘ informiert das Brüsseler

Europabüro der Region Stuttgart

über neue Entwicklungen zum Thema

Bioenergie in der EU. Rund 60

Wissenschaftler, Unternehmer und

Politiker nutzten in der Stuttgart

Lounge auf der Neuen

Messe Stuttgart die Gelegenheit,

sich über

den Forschungsstand

und die Fördermöglichkeiten

zu informieren.

Prof. Dr. Frithjof

Staiß, geschäftsführender

Vorstand des Zentrums

für Sonnenenergie

und Wasserstoff-

Forschung, ZSW, beschrieb

die dramatischen

Folgen des Klimawandels

und die positiven

Effekte der erneuerbaren

Energien

auf die wirtschaftliche

Entwicklung.

Im Vergleich zum

Jahr 2004 habe sich der

Gesamtumsatz der Branche in

Deutschland bis zum Jahr 2006 verdoppelt.

Sein Vortrag machte deutlich,

dass aus ehemals stark geförderten

forschungsnahen Wirtschaftszweigen

exportstarke Branchen wurden.

Aus der Sicht des Praktikers sprach

Dr. Andreas Lemmer, Mitarbeiter der

Universität Hohenheim, Landesanstalt

für Landwirtschaftliches Maschinen-

und Bauwesen, über die Vorteile

von Biogas. Am Beispiel der Biogas-

Forschungsanlage ‚Unterer Lindenhof‘

erklärte er, wie durch die Zusammenarbeit

von Verfahrenstechno-

Produktion 15

logie und Mikrobiologie das ‚Multitalent

Biogas‘ hergestellt wird. Um Forschungsergebnisse

zeitnah in Produkte

umsetzen zu können, bedarf es der

Kooperation von Maschinen- und Anlagenbauern,

Agrartechnikern sowie

Spezialisten aus Biotechnologie und

Energiewirtschaft. Gastgeber und

BioRegio-Stern-Geschäftsführer Dr.

Klaus Eichenberg betonte daher die

Interdisziplinarität des Themas. Dr.

Eichenberg ist davon überzeugt, dass

es noch großer gemeinsamer Anstrengungen

bedarf, bis die gestekkten

Ziele – aus den bestehenden

Ressourcen genügend Nahrung und

Geschäftsführer der BioRegio Stern, Dr. Klaus Eichenberg,

fördert im öffentlichen Auftrag die Biotechnologie.

Energie für alle Menschen zu gewinnen

– erreicht werden können.

Dr. Hans-Jörg Lutzeyer von der Europäischen

Kommission, der vom

Brüsseler Europabüro der WRS eingeladen

worden war, und Dr. Renata

Ch. Feldmann vom Projektträger Jülich

stellten die Eckdaten europäischer

Forschungsförderung vor, während

Dr. Feldmann das mit 50 Millionen

Euro ausgestattete Forschungsförderungsprogramm

‚BioEnergie

2021‘ zum Thema Energiepflanzen

und Bioraffinerie-Konzepte des

Bundesministeriums für Bildung und

Forschung präsentierte.

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16 Produktion Technik: Praxis

27. März 2008 • Nr. 13

Montagetechnik

Mehrfachschrauber verkürzt Taktzeiten

von Reinhold Mannel

Produktion Nr. 13, 2008

ESSEN. Ein Vierfachschrauber der Atlas

Copco Tools Central Europe GmbH

verkürzt die Taktzeiten und steigert die

Verschraubungsqualität bei der Montage

der Schaltung des Opel Corsa.

Das System besteht aus vier Winkelschraubern,

die zweistufig synchron

anziehen. Um die Handhabung zu erleichtern,

ist der Vierfachschrauber

an einem Gewichtsausgleicher aufgehängt.

Ab zwei Schraubpunkten bringen

Mehrfachschrauber kürzere Taktzeiten

und mehr Verschraubungsqualität.

Solch ein Schraubfall ist beispielsweise

die Montage der Schaltung

mit vier Schraubpunkten. Dafür

ist an der Corsa-Linie in Eisenach ein

Vierfachschrauber aus dem Express-

Baukastensystem von Atlas Copco

Tools im Einsatz.

Er besteht aus vier Winkelschraubern

der Tensor-ST-Bauart, die zweistufig

synchron Drehmomente von 22

Nm anziehen. Die Drehmomentgenauigkeit

der Werkzeuge liegt bei

±5 % über 6 Sigma.

Winkelschrauber werden deshalb

verwendet, weil der Mittenabstand

der vier Schrauben nur 43,2 mm beträgt

und das Montagesystem mit entsprechend

engen Spindelabständen

zu realisieren ist. Mit den Stabschraubern,

die alle nebeneinander in der

Verlängerung der Schraubenachsen

hätten liegen müssen, wäre das nicht

möglich gewesen.

Um das Handling zu erleichtern, ist

der Vierfachschrauber an einem Gewichtsausgleicher

(Balancer) aufge-

Zur Montage der Schaltung

mit vier Schraubpunkten

setzt Opel auf einen Express-Vierfachschrauber

von Atlas Copco Tools. Damit

werden alle Schrauben

auf einmal und im Endanzug

synchron montiert.

BluhmWeberGruppe

Das Angebot reicht von Etikettenproduktion

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über Systeme von

RFID-vorbereiteten Etikettendrucker

und -spender für jede Etikettenapplikation,

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Im Bereich der Codierung

zählen Inkjet-Codierer, modernste

Laser-Codierer sowie wirtschaftliche

Thermo-Transfer-Direktdrucker zum

umfangreichen Produktspektrum.

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Schnellwechselsystem mit

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Zentrierzapfen.

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Express-Montage

Darum setzt Opel Eisenach für die

Corsa-Schaltungsmontage einen

Mehrfachschrauber von Atlas Copco

Tools ein:

■ Deutlich verkürzte Taktzeiten

■ Individuelle Schrauber entstehen

aus Baukastenteilen

■ Anbindung an QS- und Leitsysteme

möglich

■ Der Winkelschrauber eignet sich

für den Mittenabstand von nur

43,2 mm der vier anzuziehenden

Schrauben

■ Durch die Aufhängung an einem

Gewichtsausgleicher ergonomische

Handhabung

■ Digitale Schrauberdaten ließen

sich in das 3D-Planungsprogramm

von Opel einbinden

hängt. Zwei seiner vier Winkelschrauber

stammen aus einem Zweifachschrauber,

der zuvor für den gleichen

Zweck eingesetzt worden war. Den

musste der Werker früher für denselben

Montagevorgang jedoch zweimal

ansetzen und zwischendurch auch

noch diagonal drehen, was neben

längeren Taktzeiten auch ergonomische

Nachteile mit sich brachte.

Mit dem Expresssystem von Atlas

Copco aus lagermäßig geführten

Komponenten lassen sich ohne großen

Projektierungs- und Engineering-

Kennziffer 104

coupon

aufwand individuelle Mehrfachschrauber

mit serienmäßig bis zu

sechs elektronisch gesteuerten Spindeln

aufbauen. Wegen des Baukastensystems

kostet ein derartiger

Mehrfachschrauber nur rund halb so

viel wie früher eine vergleichbare

Maßanfertigung.

Das maximal mögliche Drehmoment

pro Spindel kann bis zu 950 Nm

betragen. Der Schrauber ist vertikal

oder horizontal einsetzbar und kann

auch horizontal drehbar sein. Zudem

lassen sich Express-Mehrfachschrauber

vernetzen und an Qualitätssicherungs-

und Produktionsleitsysteme

anbinden. Das war für das Opel-Werk

in Eisenach, wo man ein durchgängiges

Poka-Yoke-Konzept zur Qualitätsüberwachung

der höchsten Prozesssi-

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103

104

cherheitsstufe 5 verfolgt, ein wichtiges

Argument.

Die Planungen für den Vierfachschrauber

haben von Atlas Copco bereit

gestellte DMU-Daten (Digital

Mockup) erleichtert. Denn damit

konnte der Express-Schrauber millimetergenau

in das bei Opel verwendete

3D-Planungsprogramm eingebunden

werden. Virtuell konnten im

dreidimensionalen Raum Verschraubungen

simuliert und dabei vorab auf

eventuelle Störkonturen geprüft werden.

Der Umbau vom Zwei- zum Vierfachschrauber

und dessen Einbindung

erfolgten während der laufenden

Produktion und dauerten inklusive

Inbetriebnahme lediglich zwei Tage.

Dabei kamen den Atlas-Copco-Ex-

Sichern Sie sich Ihren Wissensvorsprung – fordern Sie Infos an!

Wenn Sie als Inserent Ihren Katalog auch zum Abruf bereitstellen wollen, rufen

Sie einfach Herrn Michael Petry an unter 08191/125-366 oder schicken Sie eine

formlose E-Mail an michael.petry@produktion.de

MIP-PRO 080313

Absender (bitte vollständig ausfüllen)

Name, Vorname. Titel

Betriebliche Funktion

Firma/Institution

Abteilung

Branche Betriebsgröße (Mitarbeiter)

Postfach/Straße

PLZ, Ort

Bild: Atlas Copco Tools

Telefon eMail

perten bei der Anbindung an das

Opel-werkseigene Poka-Yoke-System

die Erfahrungen zugute, die sie vorher

bei der Installation von zwei Dreifachschraubern

mit Spindeln der

ETX-Bauart gemacht hatten.

Damit werden an der Corsa-Linie

die Motorlager montiert, wobei Drehmomente

bis zu 150 Nm vorkommen.

Weil sich bei diesen Dreifachschraubern

‚das Moment zwischen den Spindeln

fängt‘, brauchten keine zusätzlichen

Vorkehrungen wie etwa Reaktionsarme

vorgesehen werden, um

die hohen Drehmomente abzufangen.

Alle Schrauben werden mit exakt

gleichem Drehmoment montiert

Das ist umso wichtiger, da die Motoren

an diesen Montageplätzen nur

von ihrem Gewicht auf den Paletten

gehalten werden und nicht eingespannt

sind. Wenn die hohen Drehmomente

da nicht kontrolliert abgefangen

werden, könnte es sein, dass

man einen Motor aushebt und er von

der Palette rutscht.

Diese Gefahr ist dank der Express-

Schrauber gebannt. Die Mehrfachschrauber

sparen Montagezeit und

das synchrone Anziehen mehrerer

Schrauben hat beim Setzverhalten

Vorteile gegenüber dem Einzelanzug.

Denn es gibt keine Verspannungen,

und alle Schrauben werden mit exakt

demselben Drehmoment montiert.

Darum sind im Opel-Schwesterwerk

im spanischen Zaragoza, wo die

fünftürigen Corsa-Modelle gefertigt

werden, an den entsprechenden Arbeitsplätzen

ebenfalls nahezu identische

Mehrfachschrauber im Einsatz.

www.atlascopco.com


27. März 2008 • Nr. 13 Technik: Neue Produkte

Prozess- und Produktionsleitsystem Centum VP

Umfassende Plattform

für Operational Excellence

Produktion Nr. 13, 2008

RATINGEN (rm). Die Leitsystemgeneration

Centum VP der Yokogawa Electric

Corporation als integriertes Prozess-

und Produktionsleitsystem

unterstützt die umfassende Kontrolle

von Produktionsparametern.

Es dient als Informationsplattform im

Rahmen des VigilantPlant-Konzepts

(VP) zur praxisnahen Realisierung

von Operational Excellence.

Das umfassende VP-Automatisierungskonzept

ist auf den sicheren, zuverlässigen

und wirtschaftlichen Betrieb

prozesstechnischer Anlagen zugeschnitten.

Es zielt darauf ab, einen

Zustand der Operational Excellence

zu erreichen, in dem das Betriebspersonal

wachsam, umsichtig und wohl

informiert agieren kann.

So können die Mitarbeiter jederzeit

im Betriebsalltag Maßnahmen treffen,

die zu einer günstigen Betriebssituation

beitragen. Das Konzept verhindert

ungeplante Stillstände, verbessert

die Anlagenausnutzung und

erlaubt eine rasche und effiziente Anpassung

der Produktion an veränderte

Bedingungen.

Dazu werden vorhandene Lösungen

für Safety Excellence, Asset Ex-

Produktion Nr. 13, 2008

KOBLENZ (rm). Wenn Schwingungen

zu begrenzen sowie Stöße und Schläge

zu dämpfen sind, werden ölhydraulische

Dämpfer der Serie Stab-O-Shoc

der Stabilus GmbH eingesetzt.

Im Rahmen der Baureihe stehen viele

verschiedene Lösungen bereit, die

sich je nach Ausführung zur kontrollierten

Schwingungs- und Bewegungsdämpfung

oder zur Anschlagdämpfung

verwenden lassen.

Konstruktiv betrachtet handelt es

sich bei den Dämpfern um kompakte,

einbaufertige Einrohrsysteme. Sie bestehen

aus einer Kolbenstange und einem

Dämpferkolben als Träger der

Dämpfventile, die sich in einem Druckrohr

befinden. Das Druckrohr ist mit

einem Dämpferöl gefüllt, und schließt

unten mit einem Bodenteil und oben

mit Dichtung und Führung der Kolbenstange

ab. Das Verdrängungsvolumen

der Kolbenstange und das Ölausdehnungsvolumen

werden durch den

vorhandenen Luftraum, der als Ausgleichszone

wirkt, aufgenommen.

Bild: Yokogawa Deutschland GmbH

Das Leitsystem Centum VP nutzt die Pair & Spare-Technik des Herstellers, die Fehlerquellen

ausschließt und eine Systemverfügbarkeit von 99,99999% zulassen soll.

cellence und Production Excellence in

eine einzige Operational-Excellence-

Plattform integriert. Beim Leitsystem

ist volle Abwärtskompatibilität und

Konsistenz zu Vorgängersystemen gegeben.

Es überschreitet die Grenzen

eines traditionellen DCS (Distributed

Control System) für Prozessführung

und -überwachung.

Denn VP schafft darüber hinaus

den integrierten Zugriff auf Funktionen

des Betriebsinformationsmanagements,

des Asset Management

und auf unterstützende Funktionen.

Dabei entsteht für die Betriebsmannschaft

eine einheitliche, homogene

Arbeitsumgebung. Das System stellt

Ölhydraulik-Dämpfer Stab-O-Shoc

Gegen Schwingungen und Stöße

Über die gemäß der Einbausituation

ausgewählten Anschlusselemente werden

Schwingungen, Stöße oder Schläge

in den Dämpfer eingeleitet, wobei es

dazu Informationen im Zusammenhang

zur Verfügung und erlaubt den

rollenbasierten Zugriff auf alle

Schlüsselinformationen.

Entscheidern auf allen Ebenen der

Prozess- und Betriebsführung steht

damit ein mächtiges Echtzeit-Werkzeug

offen. Sie erhalten deutlich bessere,

effizientere Informationen für

mehr Anlagensicherheit und betriebliche

Flexibilität. Das Leitsystem setzt

auf nur einer Betriebsdatenbank auf.

Yokogawa Deutschland GmbH

Broichhofstraße 7-11

40880 Ratingen

Fax: 02102/4983-22

www.yokogawa.com/centumvp

Druckluftmotoren Basic Line

Wartungsaufwand deutlich verringert

Produktion Nr. 13, 2008

AMBERG (rm). Das Wechseln der Lamellen

bei den Druckluftmotoren der

Serie Basic Line der Deprag Schulz

GmbH ist nun ohne

Demontage des

Motors möglich.

Bild: Deprag Schulz GmbH u. Co.

Er verbleibt im Einbauzustand, so

dass wertvolle Fertigungszeit gewonnen

wird. Mit einem Schraubendreher

und einer Pinzette können die

Lamellen von ungeschultem Fachpersonal

in kurzer Zeit gewechselt

werden.

Die Druckluftmotoren liegen mit

den drei Leistungen 200 W, 400 W

und 600 W vor. Für jede Leistungsstufe

gibt es acht Planetengetriebe. Alle

Bei diesen Druckluftmotoren muss

zum Lamellenwechsel der Motor

nicht mehr demontiert werden.

Bild: Stabilus GmbH

Getriebestufen haben wälzgelagerte

Planetenräder und erreichen auch bei

hohen Beanspruchungen eine lange

Lebensdauer.

Zu den wesentlichen Merkmalen

der kompakten Druckluftmotoren

zählen eine hohe Leistungsdichte, geringer

Platzbedarf, Robustheit, einfache

Regelbarkeit und Belastbarkeit

bis zum Stillstand.

Deprag Schulz GmbH u. Co.

Kurfürstenring 12-18

92224 Amberg

Fax: 09621/371-199

www.deprag.de

Bei den Dämpfern Stab-O-Shoc entsteht

die Dämpfkraft durch den Strömungswiderstand

des Hydrauliköls an den

Kolben-Drosselstellen. Sie ist abhängig

von der Kolbengeschwindigkeit.

zu einer Relativaktion zwischen Kolbensystem

und Druckrohr kommt. Die

nötige Dämpfkraft entsteht durch den

Strömungswiderstand des Dämpfmediums

an den Drosselstellen des Kolbens.

Da die Dämpfkräfte von der Kolbengeschwindigkeit

abhängen, lassen sich

Zug- und Druckkraft über das Kolbensystem

einstellen. Wird ein Dämpfer in

Einschubrichtung belastet, entsteht eine

Kraft in Druckrichtung; beim Auseinanderziehen

überträgt er hingegen

Zugkräfte. Dabei zeigt der Schwingungsdämpfer

oft eine symmetrische

Kraftverteilung in Zug- und Druckrichtung,

während Dämpfer für Klappenanwendungen

in nur eine Richtung wirken.

Stabilus GmbH

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KW 10/2008


Bild: Mäder

Bild: GE Fanuc

27. März 2008 • Nr. 13 Blechbearbeitung/Umformtechnik

Der Zukauf des Geschäftsbereichs Pressen

der Jossi AG ergänzt das Produktspektrum

von Mäder.

Pressen

Mit Jossi-Zukauf Angebotspalette erweitert

Produktion Nr. 13, 2008

NEUHAUSEN OB ECK (hi). Mäder Pressen

hat seine Angebotspalette durch Zukauf

von Produkten für die Blechbearbeitung

erweitert. Von der Schweizer

Jossi AG haben die Süddeutschen zum

1. Januar 2008 den Geschäftsbereich

Pressen erworben, der bei Jossi nicht

mehr zur Kernkompetenz gehört.

Die Produkte der Schweizer ergänzen

das Sortiment ideal. Künftig gibt es unter

dem Namen Mäder auch Pressen bis

100 kN, die ihren Schwerpunkt in der

Blechbearbeitung haben und dementsprechend

stabil ausgelegt sind. Dabei

stammt die Technologie dafür schon

seit Jahren aus Neuhausen.

„Wo Jossi draufsteht, steckte bei den

Standardpressen schon immer Mäder

drin“, erklärt Niels Piper, Geschäftsführer

von Mäder Pressen. „Insofern ist der

Kauf des Jossi-Geschäftsbereichs Pressen

durch uns ein logischer Schritt. Damit

erweitern wir unser Sortiment um

Produkte, die vor allem für die Blechbearbeitung

eingesetzt werden“, ergänzt

Prokurist Michael Jakobi. Weil der Geschäftsbereich

Press & Tools nicht mehr

Schweißen

Schnelles Laserschweißen

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 13, 2008

HAMBURG. Rofin-Sinar entwickelte mit

dem RWSflex ein nach eigenen Angaben

hochdynamisches Lasersystem für

mehr Flexibilität in der Produktion. Mit

einer neuen Roboter-Steuerung aus

dem Hause ABB und einer flexibleren

Programmierung eröffnet das Highspeed-Schweißsystem

neue Möglichkeiten

bei der Erzeugung von Lasersteppnähten.

Beim Remote-Schweißen wird mittels

eines in zwei Achsen drehbaren Spiegels

eine Positionierung des Laserstrahlfokus

in der Ebene generiert.

Bedingt durch die große Brennweite

der Fokussieroptik von bis zu 2 m

überbrücken kleine Winkelauslenkungen

des Spiegels große Distanzen

in Millisekunden und ermöglichen so

extrem schnelle Positionierungen des

Fokus an verschiedene Schweißpositionen.

Auf diese Weise können mit

dem Remote Welding System (RWS)

innerhalb kürzester Zeit Vielpunktschweißungen

mit beliebiger Geometrie

in einem sehr großen Arbeitsraum

erzeugt werden.

Aufgrund des erweiterten Arbeitsabstandes

bietet das RWSflex einen

vergrößerten Arbeitsbereich, der bei

einer Brennweite von 1,6 m Abmessungen

von 1 450 mm x 3 200 mm x

700 mm erreicht. Auch die Systemdy-

Bild: Rofin-Sinar

namik wurde optimiert, wodurch unproduktive

Schweißnebenzeiten noch

weiter verkürzt werden können.

Weitere Highlights des RWSflex

sind die Möglichkeit der Offline-Programmierung,

die für eine flexiblere

Arbeitsvorbereitung sorgt, sowie die

frei programmierbare Position des

Strahlaustrittsfensters. Die laserstrahlfeste

Abdeckung sorgt zudem

für maximale Arbeitssicherheit.

Betrieben wird das RWSflex mit

Laser verfügen über

Strahlqualität von K = 0,9

den CO2-Slab-Lasern aus ROFINs patentierter

DC-Serie. Diese Laser machen

mit ihrer exzellenten Strahlqualität

von K = 0,9 den wirtschaftlich

sinnvollen Einsatz erst möglich. Alle

Laser der DC-Produktfamilie verfügen

über eine perfekte Grundmodestruktur

für das Highspeed-Schweißen

mit großen Fokussierbrennwei-

ten und sind damit das ideale Werkzeug

für diese Anwendung. Optional

können auch Festkörperlaser hoher

Strahlqualität eingesetzt werden.

„Wir freuen uns, mit dem RWSflex

einen neuen Meilenstein in der Remote-Technologie

setzen zu können.

Das System ist eine konsequente

Weiterentwicklung unserer am Markt

äußerst erfolgreichen RWS-Technologie

und eröffnet uns weitere Anwendungsbereiche.

Mit der neuen Steuerung

und der flexibleren Programmierung

lässt sich dieses System optimal

an die Anforderungen unserer Kunden

anpassen“, so Thorsten Frauenpreiß,

Geschäftsführer der Rofin-Sinar Laser

GmbH. „Aber nicht nur das Remote-

Schweißen, sondern auch die robotergestütze

Scannertechnologie bietet

neue Möglichkeiten in den unterschiedlichsten

Anwendungsfeldern.“

In Kombination mit einem hochdynamischen

Scannerkopf präsentierte

Rofin auf der LASYS den DQ x80 S aus

Pressen

Gegen Spannungseinbruch bei Servomotoren

Produktion Nr. 13, 2008

L-ECHTERNACH (hi). Um Problemen

bei der Stromversorgung von Servomotoren

für Pressen entgegenzuwirken,

hat GE Fanuc so genannte Energy-Charge-Module

entwickelt, die

Energie puffern können und für

gleichmäßigeren Verbrauch aus dem

Stromnetz sorgen.

Energy-Charge-Module können Energie puffern und für gleichmäßigeren

Verbrauch aus dem Stromnetz sorgen.

Pressenhersteller nutzen mittlerweile

als Stößelantrieb auch leistungsstarke

Servomotoren. Da diese für das gezielte

Beschleunigen kurzfristig hohen Energiebedarf

haben, kann es zu Spannungseinbrüchen

in der Stromversorgung

kommen. Um diesen entgegenzuwirken,

hat Fanuc GE so genannte

Energy-Charge-Module entwickelt, die

Energie puffern können und für gleichmäßigerenVerbrauch

aus dem

Stromnetz sorgen.

Fanuc GE hat

große Servomotoren

im Programm,

die mit

Spitzenleistungen

von bis zu

530 kW und einem

maximalen

Drehmoment

von 5 500 Nm

aufwarten. Für

noch höhere

Kräfte können

zwei oder vier

Motoren im Tan-

dem- oder Synchronmodus eingesetzt

werden. Sie eignen sich unter anderem

zum Einsatz in Pressmaschinen und

bieten dort gegenüber konventionellen

Antrieben interessante Vorteile: Durch

die direkte Steuerbarkeit der Servomotoren

lassen sich die Zyklen flexibel

und exakt programmieren, was meist

mit einer Zeitersparnis und Produktivitätssteigerung

verbunden ist. Zudem

sind mechanische Pressen mit Servoantrieben

schonender für die Werkzeuge,

sauberer und leiser als hydraulische

Antriebe sowie sehr flexibel.

Um die Zykluszeiten möglichst gering

zu halten, muss der Stößel während

der ‚pressfreien‘ Zeit über den

oberen Totpunkt hinaus schnell beschleunigt

und nach unten wieder abgebremst

werden. Bei diesem Vorgang

werden zum Beschleunigen hohe Energiewerte

benötigt, die beim Abbremsen

wieder freigesetzt werden. Das kann

bei Unternehmen, die über keine großen

Transformatorstationen verfügen,

zu Spitzenbelastungen im Netz führen,

die eine kurzfristige Mangelversorgung

anderer Verbraucher bewirkt.

Um solche Zustände zu vermeiden,

zum Kerngeschäft der Schweizer Jossi

AG gehört, trennte sich das Unternehmen

davon.

der Pressen fertigt seit mehr als

50 Jahren in Deutschland Pressen. Die

türkisfarbenen Produkte des süddeutschen

Herstellers gibt es in einer großen

Programmvielfalt, aus der Kunden

immer wieder schnell das richtige Produkt

für ihre Anforderungen finden

können, während andere Hersteller

erst Sonderlösungen fertigen müssen.

Mit Presskräften von 30 N bis 100 kN

kommen die Handhebel-, Druckluftund

Hydraulikpressen z.B. in Branchen

Mit neuer Robotersteuerung und einer

flexibleren Programmierung wird die Erzeugung

von Lasersteppnähten optimiert,

so Rofin-Sinar.

der neuen Serie gütegeschalteter Festkörperlaser,

der kürzlich mit dem IF

Design-Award ausgezeichnet wurde.

Abtragen im weitesten Sinne ist die

Applikation für diese Laser mit Pulsenergien

bis zu 120 mJ. Das Einsatzfeld

reicht dabei von Farben und Lacken,

über funktionelle Schichten in Solarzellen

und Displays, das Reinigen von

Oberflächen von Staub, Dreck und Öl

bis hin zu metallischen Beschichtungen

im Automobilbau und wird mit dem

Aktivieren von Oberflächen für Folgeprozesse

abgerundet. Das roboterbasierte

Arbeiten mit einem Scannerkopf

sorgt dabei für maximale Flexibilität

und höchste Abtragsraten, Roboter und

Scanner arbeiten gleichzeitig.

Die DQ-Serie ist mit verschiedenen

Ausführungen für die unterschiedlichsten

industriellen Anforderungen verfügbar,

die sich in Leistung, Pulsenergie

und Ausstattung unterscheiden, teilt

das Unternehmen mit.

www.rofin.com

hat Fanuc GE ein so genanntes Energy-

Charge-Modul entwickelt, einen Energiespeicher,

der in den Gleichstromzwischenkreis

zwischen Power Supply und

Servo Amplifier integriert werden

kann. Dieses Energy-Charge-Modul

nimmt die beim Bremsen frei werdende

Energie auf, anstatt sie direkt ins Netz

zurückfließen zu lassen, und stellt sie

den Servomotoren für den Beschleunigsvorgang

wieder zur Verfügung.

Erst die darüber hinaus benötigte Energie

ziehen sich die Motoren aus dem

Netz.

Steuerungselement erkennt

Ausnahmesituationen

Ein solches Energy-Charge Modul besteht

aus zwei Teilen: zum einen aus einem

Steuerungselement, das Alarme

und Ausnahmesituationen erkennt und

die Energieaufnahme und -abgabe

steuert; zum anderen aus Kondensatoren,

die eine Kapazität von 50 000 µF

zur Verfügung stellen. Um diesen Speicher

zu erhöhen, können mehrere Module

gekoppelt werden.

www.fanucge.de

Produktion 19

zum Einsatz, wo genau dosierte Kräfte

reproduzierbare und sichere Ergebnisse

erzeugen müssen. So werden sie

eingesetzt, um in der Elektronik,

Elektro- oder Fertigungstechnologie

Prozesse zu erledigen wie Montieren,

Einpressen, Biegen, Nieten, Abkanten,

Stanzen, Crimpen oder Prägen.

Die Presskräfte reichen von 30 N bei

der neu vorgestellten Serie MicroPress

bis zu 100 kN bei der größten Hydraulikpresse.

Verfügbar sind auch viele

sinnvolle Zusatzfunktionen wie bspw.

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20 Produktion Blechbearbeitung/Wasserstrahlschneiden

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Pumpen

‚Kraftprotze‘ drücken Kosten

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 13, 2008

KAPFENBERG. Das Herzstück einer

jeden Wasserstrahlschneidanlage

ist die Hochdruckpumpe.

Die BHDT GmbH entwickelte neue

Pumpen der Serie Hytron, die sich

nach eigenen Angaben durch hohe

Betriebssicherheit und reduzierte

Kosten auszeichnen.

Weltweites Engagement und

das 50. Firmenjubiläum haben

die Böhler Hochdrucktechnik

GmbH in Kapfenberg

dazu bewogen, den Firmennamen

zu internationalisieren.

Seit Anfang 2008 lautet die

neue Firmenbezeichnung BHDT

GmbH, als Abkürzung für ‚Best High

Pressure & Drilling Technology‘. Dies

steht einerseits für die Produkte, die an

die chemische und petrochemische Industrie

geliefert werden, aber auch für

den Bereich der Hochdruckpumpen, in

dem die BHDT als größter europäischer

Hersteller für Pumpen mit Betriebsdrücken

von 2000 bis 10000 bar, weltweites

Ansehen genießt. Intensive Forschungsarbeiten

an den einzelnen

Hochdruckkomponenten sowie Zuverlässigkeit

und Wartungsfreundlichkeit

der Aggregate gewährleisten langfristigen

Erfolg am Markt. Heute genießt die

BHDT GmbH in den drei Geschäftsbereichen

Fertilizer, Hochdrucksysteme

sowie Hochdruckpumpen weltweit hohes

Ansehen.

Produkte der Hochdrucksysteme

im Bereich von 325 bis 3600 bar

Bei Fertilizern konnte sich BHDT

durch jahrzehntelange Erfahrung und

Zusammenarbeit mit wichtigen Lizenzgebern,

wie Stamicarbon, Snam Progetti,

Urea Casale, Kellogg oder Toyo

Engineering, zu einem weltweit führenden

Produzenten entwickeln. Das

Kapfenberger Unternehmen ist in diesem

Bereich Hersteller von Armaturen,

Formstücken und vorgefertigten Rohr-

Produktion Nr. 13, 2008

ECKENTAL (hi). Inmitten einer Fräszentrenaufstellung

bei der Kubat Mechanik

arbeitet seit geraumer Zeit eine Präzisions-Wasserstrahlschneidanlage

von

Innomax und maximiert nach Angaben

des Betreibers dessen Fertigungstiefe.

Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk arbeiten

nicht nur die Spezialmaschinen

der Kubat Mechanik GmbH aus Eckental

bei Nürnberg – wie deren Kunden

aus dem Automobilsektor unisono berichten.

Auch die Geschäftsführung

tickt richtig und führt Innovation um

Innovation ein, um die Kundenzufrie-

denheit einerseits und die eigene

Schlagkräftigkeit andererseits optimal

miteinander zu verbinden. Pünktlich

zum 25. Firmenjubiläum nutzt Kubat

mittlerweile eine OMAX-Präzisionswasserstrahlschneidanlage

inmitten

der DMG-Fräszentrenaufstellung und

maximiert damit die eigene Fertigungstiefe.

Firmengründer Kubat: „Nicht der

Große frisst den Kleinen, sondern der

Schnelle den Langsamen.“

Die Kubat Mechanik GmbH entwickelt,

fertigt und liefert Montagesysteme

für besonders diffizile Bauteile und

-gruppen, z.B. in der Automobilindus-

leitungen

sowie Lieferant

ganzer Systeme und Systemkomponenten.

Ein wichtiges Einsatzgebiet der

Fertilizer ist dabei zum Beispiel die

Düngemittelindustrie. Rund 90 Prozent

der Produktion werden exportiert, vor

allem nach China, Indien, Ägypten und

in den Nahen Osten.

Im Geschäftsbereich Hochdrucksysteme

konnte die BHDT zwei Großaufträge

mit einem Gesamtvolumen von

30 Mio Euro an Land ziehen. Die Auftraggeber

kommen dabei aus Schweden

bzw. aus Saudi-Arabien.

Für den Auftrag aus Schweden (Kapazität

350 000 Jahrestonnen) liefert

BHDT das komplette Reaktorsystem

samt Stahlbau und Zubehör. In Verbindung

mit diesem Projekt hat die BHDT

ihr bereits zuvor gestartetes Investitionsprojekt

im Industriepark Kapfenberg

erweitert und seit Mitte Februar

2008 die Tieflochbohrkapazität verdoppelt.

Mit diesem besonderen Herstellungsverfahren

für Höchstdruckrohre

ist man einer von nur zwei Anbietern

europaweit.

Die Produkte der Hochdrucksysteme

liegen im Druckbereich von 325 bis

3600 bar. BHDT liefert dabei unter anderem

Rohrreaktoren, Zwischenstufenkühler,

Eckventile, Regelventile, Si-

Schneiden

Fertigungstiefe maximiert

Automationslösungen zur

effizienten Montage

Bild: Kubat

Bild: BHDT

trie. Die großen Zulieferer der Automobilindustrie

wie BOSCH u. s. w., die

letztlich die Automobilfirmen wie VW,

BMW und AUDI direkt beliefern, nutzen

die Automationslösungen der Kubat

GmbH zur effizienten Montage und

Prüfung von so unscheinbaren Großserienkomponenten

wie Haltegriffen,

Gurtstrafferzündelementen, Überrollbügelkatapulten

und vielem mehr.

Taktzeiten zwischen 6 und 2,5 Sekunden

pro Zusammenbau sind erforderlich

bei gleichzeitig höchster Präzision,

Sicherheit und Zuverlässigkeit. Fertigungsleiter

Füchtenbusch: „Die Durchlaufzeiten

von der Idee bis zur Inbetriebnahme

unserer Sondermaschinen

werden immer kürzer. Seit mehr als

Die neue Pumpenserie

zeichnet sich

nach Unternehmensangaben

durch

eine hohe Betriebssicherheit

aus.

cherheitsventile,Rückschlagventile,

Gefäße, Fittings,Einspritzpumpen,Druckprüfstationen,Schraubenspanngeräte,

Isometrien,

Verteilerblöcke sowie Hochdruckrohre.

Seit 1979 werden in Kapfenberg qualitativ

hochwertige Pumpen für verschiedene

Anwendungsbereiche produziert.

Dazu gehören Hochdruckpumpen

und Komponenten für das Wasserstrahlschneiden,Peroxid-Dosierpumpen

für LDPE-Anlagen, Druckprüfsysteme

und Autofrettageanlagen für Betriebsdrücke

von 2000 bis 10000 bar.

Bei Hochdruckpumpen für die Wasserstrahlschneidtechnik

bis 4 200 bar

ist BHDT der größte europäische Hersteller

und zählt auch weltweit zu den

führenden Anbietern.

Effizienz abhängig von der

Qualität der Komponenten

Die Effizienz des Wasserstrahlschneidens

ist wesentlich von der Qualität der

einzelnen Anlagenkomponenten abhängig.

Das Herzstück jeder Wasserstrahlschneidanlage

ist zweifellos die

Hochdruckpumpe. Die neuen Hochdruckpumpen

der Serie HYTRON gibt

es in offener Bauweise als modulare

Einheit für Systemhersteller sowie als

betriebsbereites Komplettaggregat mit

Schallschutzgehäuse für den Endkundenmarkt.

Diese neue Pumpenserie

zeichnet sich durch hohe Betriebssicherheit,

reduzierte Betriebskosten und

eine bestechende Servicefreundlichkeit

aus.

www.bhdt.at

Eine Wasserstrahlschneidanlagearbeitet

inmitten von

Fräszentren präzise

wie ein Schweizer

Uhrwerk, so der Anwender.

zwei Jahren ist für

uns klar, dass Wasserstrahlschneiden

als Technologie in

unseren Fertigungsprozess

passt. Allerdings

boten die meisten

Anbieter keine ausreichende Präzision,

darüber hinaus waren die Emissionen

der klassischen Anlagen hinsichtlich

Abrasivstaub und Wassernebel absolut

unverträglich im engen örtlichen Zusammenspiel

mit den Präzisionszentren

der DMG. Auf der Messe AMB

2006 in Stuttgart haben wir dann endlich

die Lösung mit OMAX von INNO-

MAX gefunden. Unsere OMAX-Anlage

ist umringt von Fräszentren, sie schneidet

sauber und präzise (bis zu ±0,02

mm) und kann von vielen Anwendern

aufgrund der Einfachheit der Bedienung

genutzt werden. Bereits während

der nur dreitägigen Inbetriebnahme

haben wir Echtteile geschnitten.“

www.innomaxag.de


Bild: AMS

27. März 2008 • Nr. 13 Blechbearbeitung/Lasertechnik

Lasertechnik

Leistungsstarker Mini-Barren

Produktion Nr. 13, 2008

USA-TUCSON (hi). Die Laser Division

Spectra-Physics der Newport Corporation

hat heute ihren neuen Diodenlaser

Orion der Produktreihe ProLite Xt

vorgestellt.

Mit einem leistungsstarken neuen

‚Mini-Barren‘-Konzept bietet der fasergekoppelte

Diodenlaser eine hohe

Brightness und über 20 W Leistung

aus einer Einzelfaser mit 105 µm

Durchmesser. Durch die kompakte

Bauform und die geringe Wärmelast

Coatingmaterialien aus sehr harten

Polymeren verhindern ein Ermüden des

Materials und gewährleisten Schutz.

Neue Leiter mit

großen Faserkernen

Produktion Nr. 13, 2008

MARTINSRIED (hi). AMS Technologies

erweitert sein Produktangebot um die

multimodigen Lichtwellenleitern mit

großen Faserkernen des amerikanischen

Herstellers Fiberguide Industries.

Eine hohe Konzentrizität des

Kerns zum Mantel steht dabei im

Vordergrund.

Die Fasern können mit Hard Plastic

Cladding (HCS) und numerischer

Apertur von 0,39 oder als Low-Hydroxyl-Variante

mit einer N.A. von 0,22

geliefert werden.

Sie weisen eine hohe Konzentrizität

des Kerns zum Mantel auf, um Verbindungen

mit minimalen Verlusten

zu realisieren. Coatingmaterialien

aus sehr harten Polymeren verhindern

ein Ermüden des Materials und

gewährleisten langfristigen Schutz

vor mechanischer Zerstörung. Alle

Materialien sind biokompatibel und

nach USP Class 6 getestet.

Die Materialien sind

alle biokompatibel

Die Anwendungsbereiche der Produkte

sind über mehrere industrielle

Gebiete verteilt. Die Fasern werden in

industriellen Anwendungen wie

Transport von Laserlicht für die Materialbearbeitung,

medizinische Diagnostik

und Therapie, optische Datenkommunikation

und Sensorik verwendet.

AMS Technologies wurde 1982 gegründet

und ist heute ein führender

Distributor für elektronische Bauteile

in Europa. Das Unternehmen hat seinen

Hauptsitz in Martinsried bei

München. Weitere Niederlassungen

befinden sich in Großbritannien,

Frankreich, Italien und Spanien. Die

Kernkompetenzen der AMS Technologies

liegen in den Bereichen High

Power Electronics, Opto Electronics

und Thermal Management. Weitere

Informationen über die AMS Technologies

Gruppe gibt es unter:

www.ams.de

garantiert der Orion-Diodenlaser eine

hohe Flexibilität im Design für kommerzielle

Lasersysteme in der Industrieproduktion

und Biotechnik.

„Seit mehreren Jahren hat Spectra-

Physics an der Entwicklung der Einzelemitter-Technologie

gearbeitet. Eine

ganze Reihe von Innovationen in

den Bereichen Materialien, Design

und Prozessoptimierung kommt in

der Orion-Serie zum Einsatz. Das Ergebnis

ist ein Diodenlaser, der zu den

Lasern mit der höchsten Brightness

der Branche gehört“, erklärt Michael

Atchley, Product Marketing Manager

der Spectra-Physics Lasers Division

von Newport. „In unserer neuen

Orion-Plattform wurden mehrere

Einzelemitter in einem revolutionären

Mini-Barren-Konzept kombiniert,

das eine maximale Zuverlässigkeit

garantiert. Durch das einzigartige Design

und die optimierte Strahlformung

können wir heute eine Lichtquelle

mit der höchsten Brightness

für kommerzielle LWL-Laser anbieten.“

Der Orion-Diodenlaser bietet eine

kompakte und benutzerfreundliche

Plattform, die sich einfach in andere

BendMaster:

Automatisch biegen –

in jeder

Größe

Große und kleine Teile, schwere und leichte – der BendMaster schafft sie alle. Denn unsere

Automatisierungskomponente für Abkantpressen kombiniert Vakuum- und Zangengreifer.

Mit seiner in 2-m-Schritten von 4 auf 14 m erweiterbaren Bodenfahrbahn passen Sie den

BendMaster ganz flexibel an Ihre Anforderungen an.

Wir informieren Sie gerne: Telefon +49 (0) 7156 303-0 oder E-Mail info@de.trumpf.com

Bild: Spectra Physics

Lasersysteme integrieren lässt. Der

Diodenlaser ist in den Wellenlängen

915 nm, 940 nm und 980 nm erhältlich.

Atchley fügt hinzu: „Aus zwei

Gründen glauben wir, dass der Orion-

TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG · Johann-Maus-Straße 2 · 71254 Ditzingen · www.trumpf.com

Produktion 21

Seit mehreren Jahren

arbeitet Spectra Physics

an der Einzelemitter-

Technologie.

Diodenlaser eine attraktive

Lösung für LWL-Laser ist: Einerseits

wird mit dem Orion-

Diodenlaser die Ausgangsleistung

erhöht und gleichzeitig

werden die Systemkosten gesenkt,

da weniger Pumpdioden

notwendig sind. Außerdem

sind wir davon überzeugt,

dass der Orion-Diodenlaser

dazu beitragen wird, dass Kunden

in der Biotechnik neue Preispunkte

erreichen und damit neue Anwendungsmöglichkeiten

in der Hautbehandlung

erschließen können.“

www.newport.usa


22 Produktion Blechbearbeitung/Lasertechnik

27. März 2008 • Nr. 13

Schneiden

Neues System für lange Strecken

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 13, 2008

DITZINGEN. Die neue Laserflachbettmaschine

TruLaser 5030 von Trumpf ist ein

echter ‚Langstreckenläufer‘. Den verschiedenen

Blecharten und -dicken

passt sich die moderne Laserschneidanlage

selbstständig an – und auch

Nachtarbeit ist für sie kein Problem.

Die Ein-Schneidkopf-Strategie, die intelligente

Schneidkopfschnittstelle, der

integrierte Kollisionsschutz und der

automatische Düsenwechsler sorgen

dafür, dass die TruLaser 5030 – wie

auch die größeren Formate TruLaser

5040 und TruLaser 5060 – erheblich

weniger Rüstvorgänge benötigt als herkömmliche

Maschinen. In Kombination

mit dem optimierten Schneidverfahren

FastLine, der hohen Achsdynamik und

einer umfassenden Automatisierung

lässt sich die Produktivität signifikant

erhöhen – Steigerungen um 30 %

gegenüber der Vorgängermaschine

sind keine Seltenheit.

Die TruLaser 5030 kann mit einem 5kW-

(TruFlow 5000) oder einem 6-kW-

Laser (TruFlow 6000) ausgerüstet werden.

Der Hochleistungslaser, der mit

seinem magnetgelagerten Turboradialgebläse

nahezu wartungsfrei ist, eröffnet

ein großes Potenzial beim Laserschneiden.

So ist beispielsweise Hochgeschwindigkeitsschneiden

mit bis zu

40 m/min möglich, außerdem können

Baustähle bis 25 mm, rostfreie Stähle

bis 20 bzw. 25 mm sowie Aluminiumteile

mit bis zu 12 bzw. 15 mm Blechdicke

geschnitten werden.

Das herausragende Alleinstellungsmerkmal

der TruLaser 5030 ist die Ein-

Schneidkopf-Strategie. Sie macht das

Wechseln des Schneidkopfs überflüssig.

Die Maschine passt sich dem Material

automatisch an und verändert den Laserstrahl,

so dass alle Blecharten und -

dicken mit dem gleichen Schneidkopf

bearbeitet werden können. Neben der

Ein-Schneidkopf-Strategie verfügt die

TruLaser 5030 über eine Reihe weiterer

Elemente, die die Prozesse noch schneller

und sicherer machen: Der neue Diamantauskoppler

sorgt für hohe Konstanz

der Laserstrahleigenschaften. Die

intelligente Schneidkopfschnittstelle

Bild: Trumpf

Die technischen

Features der

TruLaser 5030

wie der innovativeDüsenwechsler

(oben) ermöglichen

die schnelle

Anpassung an

verschiedene

Blechdicken.

überwacht die Linse und den Schneidprozess.

Soll der Schneidkopf gewartet

werden, genügt für den Aus- und Einbau

ein Knopfdruck; beim Wiedereinbau erkennt

die Schnittstelle den Kopf sofort.

Baukasten für die jeweiligen

Kundenbedürfnisse

Der Kollisionsschutz funktioniert

ähnlich wie eine Skibindung – bei

Überlast gibt er den Schneidkopf frei.

Das erhöht die Sicherheit bei kollisionsgefährdeten

Teilen, Programmier- und

Bedienfehlern. Nach kleinen Berührungen

bewegt sich der Schneidkopf

selbstständig an die ursprüngliche Position

zurück. Bei größeren Kollisionen

kann der Bediener den Schneidkopf

mit einem Handgriff exakt an seinen

Platz zurücksetzen und ohne zusätzliches

Einstellen weiterarbeiten.

Ein wichtiges Element, um 24 Stunden

rund um die Uhr verschiedenste

Teile und Materialien bearbeiten zu

können, ist der automatische Düsenwechsler.

Er entnimmt die Düse bei Bedarf

selbstständig, schraubt sie an einen

freien Magazinplatz, greift eine

neue Düse und befestigt sie am

Schneidkopf, um sich dann wieder in

Parkposition zurückzuziehen. Die Trägerplatte

des Düsenwechslers bietet

Platz für acht Düsen. Hauptzeitparallel

kann auch ein zweiter, im Lieferumfang

enthaltener Düsenträger vorgerüstet

werden. Der Düsenwechsler kommt

nicht nur bei Veränderungen des Materials

oder der Blechdicke zum Einsatz,

sondern sorgt auch bei lang laufenden

Aufträgen für eine gleichbleibend hohe

Schneidqualität: Bei der Programmierung

legt der Bediener individuell fest,

nach wie vielen Stunden verschlissene

Düsen durch neue ersetzt werden sollen.

Der Wechsel passiert dann von alleine.

Bei der neuen TruLaser 5030 ist

der automatische Düsenwechsler vollständig

in die Bedienoberfläche integriert

und prüft vor Produktionsbeginn

die Verfügbarkeit der Düsen für die

unterschiedlichen Programme ab.

Endgültig zur Rennmaschine wird

die TruLaser 5030 durch eine Zunahme

der Achsdynamik – der Anwender kann

zwischen verschiedenen Dynamikstufen

wählen – und durch das neue

Schneidverfahren FastLine. Es optimiert

den Einstech- und den Anfahrprozess.

Das alles verkürzt die Bearbei-

von Oliver Hagenlocher

Produktion Nr. 13, 2008

SALACH (hi). EMAG bietet mit der ELC

250 DUO eine nach eigenen Angaben

kompakte Laserbearbeitungsmaschine,

die sich bei veränderten Fertigungsbedingungen

mit geringem Aufwand

auch versetzen lässt.

Das Laserschweißen hat in den vergangenen

Jahren zum Verbinden von

Komponenten stark an Bedeutung gewonnen.

Lasergeschweißte Verbindungen

lassen in der Regel meist kompaktere

Bauformen zu. Dies führt zu

Gewichts- und Kostenreduzierungen

der einzelnen Teile – im Automobilbau

insbesondere zu einem geringeren

Kraftstoffverbrauch. EMAG verfolgt

seit vielen Jahren das Ziel, ihren Kunden

alle Bearbeitungstechnologien

und Prozesse am runden und ‚weniger

runden‘ Werkstück – bis zu den einbaufertigen

Bauteilen – aus einer

Hand anzubieten. Viele Werkstücke

werden nach der zerspanenden Bearbeitung

zu Baugruppen verbunden

und lasergeschweißt. Die EMAG-Gruppe

bietet seit 2003 mit der EMAG LA-

SER TEC komplette Fertigungslösungen

von der Zerspanung bis zum laser-

tungszeiten und steigert die Produktivität.

Außerdem reduziert FastLine, ergänzend

zu PierceLine, störende

Schlackespritzer auf der Blechoberseite.

PierceLine funktioniert nach folgendem

Prinzip: Stets so viel Laserleistung

wie möglich, und das so kurz wie nötig.

Die Leistung bleibt immer knapp unter

der Schwelle, über der das Material unkontrolliert

abbrennt. Das Resultat sind

präzise Einstechlöcher mit wenig Mate-

rialauswurf. Denn es wird nur so lang

eingestochen, bis der Laserstrahl das

Material durchdrungen hat. Die Zeitersparnis

durch PierceLine kann bei dicken

Materialien mehr als 50% betragen

– pro Einstechpunkt.

Weniger ‚Boxenstopps‘ braucht die

TruLaser 5030 schließlich durch das

umfassende Automatisierungskonzept.

Die Automatisierungsquote der

Trumpf-Laserflachbettmaschinen liegt

derzeit bei deutlich über 40 % – Tendenz

steigend. Ein ganzer Baukasten

von Komponenten ist darauf ausgelegt,

individuell für die Bedürfnisse der Kunden

eingesetzt zu werden. Vom halbautomatischen

Beladen bis hin zur vollautomatischen

Fertigungszelle mit Lageranbindung

ist alles möglich. Mit dem

LoadMaster kann automatisch beladen

werden, der LiftMaster übernimmt

auch das Entladen. Sollen die Fertigteile

beim Entladen sortiert werden,

kommt der LiftMaster Sort zum Zuge.

Eine direkte Lageranbindung gewährleistet

der LiftMaster Store, der in der

Regel mit vier Lagerfächern ausgestattet

ist. Er lässt sich auf bis zu zehn Fächer

aufrüsten.

www.trumpf.com

Laserschweißen

Fertigungs-Flexibilität eingebaut

Die ELC ist mit einem diffusionsgekühlten

CO2-Slab-Laser ausgestattet.

Diese Baureihe zeichnet sich

durch sehr gute Fokussierbarkeit

und kompakte

Bauweise aus.

geschweißten,einbaufertigen Bauteil an.

Die ELC 250 DUO ist

eine äußerst kompakte

Laserbearbeitungsmaschine.Bearbeitungsstationen,

Laser, Laser-

Kühlaggregat, Elektro-

Schaltschrank und die

Anlagenperipherie sind auf einem gemeinsamen,

selbsttragenden Grundgestell

aufgebaut. Wesentliche Vorteile

dieser Bauweise sind die hohe Genauigkeit

und Langzeitkonstanz, die verkürzte

Installationsdauer und die

Möglichkeit, die Laserschweißanlage

mit geringem Aufwand zu versetzen

und sich dadurch an veränderte Fertigungsbedingungen

anzupassen. Die

als Duo-Variante konzipierte ELC ist

doppelspindlig ausgeführt. Dieser

Zwei-Stationenbetrieb ermöglicht ein

hauptzeitparalleles Be- und Entladen

der Arbeitsspindeln. Zur Umschaltung

des Lasers zwischen den Fokussierop-

Vektorlaser bringt

mehr Effektivität

Produktion Nr. 13, 2008

MAINZ-KASTEL (hi). Domino, einer

der weltweit führenden Anbieter von

Tintenstrahl- und Laserkennzeichnungslösungen,

gibt die Markteinführung

der neuen DSL-plus-Vektorlasersysteme

bekannt. Diese vielseitig einsetzbarenHochleistungs-Kennzeichnungslaser

werden den Anwendern

in unterschiedlichen Branchen (z. B.

Pharma, Kosmetik, Lebensmittel,

Elektronik) eine deutliche Steigerung

der Produktivität sowie der Gesamteffektivität

(OEE) ihrer Produktionsanlagen

bieten.

Diese jüngste Markteinführung ist

die Fortsetzung einer ganzen Reihe

von Weiterentwicklungen im Rahmen

des plus-Programms, einer Unternehmensinitiative,

die sich über das gesamte

Domino-Produktportfolio erstreckt.

Die Domino-plus-Produkte

stehen für modernste Kennzeichnungs-

und Markierungstechnologien,

kombiniert mit einer Fülle von

Anwendervorteilen wie z. B. verkürzte

Rüstzeiten und schnellere Produktwechsel.

Verkürzte Rüstzeiten und

schneller Produktwechsel

Unter Verwendung zukunftsweisender

Lasertechnologien und einer

extrem bedienerfreundlichen Benutzeroberfläche

bietet der DSL plus eine

effiziente, permanente sowie präzise

Produktkennzeichnung selbst in

anspruchsvollsten Produktionsumgebungen.

Die Qualität und Beständigkeit

dieser Systemlösung reduziert

zudem das Risiko kostspieliger Retouren.

Des Weiteren verfügt der DSL plus

über das größte Markierfeld in seiner

Klasse. Dadurch unterstützen die verschiedenen

Modelle eine Vielzahl

unterschiedlicher Optionen für komplexe

Codierungen, den Druck von

Echtzeitdaten sowie Track-and-Trace-

Anwendungen, ohne dabei die Liniengeschwindigkeit

bzw. die Verfügbarkeit

negativ zu beeinflussen.

Das Produktprogramm umfasst

derzeit drei Modellvarianten mit 10,

30 und 55 Watt. Alle DSL-plus-Modelle

sind auch als Pharma-Version

verfügbar.

www.domino-deutschland.de

tiken ist eine Strahlweiche integriert.

Die Auslastung des Laser ist dadurch

optimiert, was die Produktivität der

Laserschweißanlage erhöht.

Die ELC ist mit einem diffusionsgekühlten

CO2-Slab-Laser (DC-Diffusion-

Cooled-Baureihe) von Rofin-Sinar ausgestattet.

Die DC-Baureihe zeichnet

sich durch extrem gute Fokussierbarkeit,

sehr kompakte Bauweise und geringe

Betriebskosten, vor allem beim

Energie- und Lasergasverbrauch sowie

den Wartungskosten, aus, teilt das

Unternehmen mit.

www.emag.com


28 Produktion

Technische Daten

Verbindung von USB-Druckern, -Kameras, -Scannern,

-Festplatten und anderen externen USB-Geräten mit

dem Computer per Funk

Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 480 Mbit/s

(USB 2.0)

Entsprechend Wireless-USB-Technologie zertifiziert

EVP: 199 Euro

Kontakt: www.belkin.com

ES HEISST, DIE LEUTE

F Ü RCHTEN SICH MEHR

DAVOR , VOR EINER GROSSEN

MENSCHENMENGE ZU

REDEN, ALS VOR

DEM TOD.

IMPRESSUM

Redaktion (08191-125-310)

Chefredakteur: Eduard Altmann (verantwortlich)

E-Mail: redaktion@produktion.de

Redaktion:

Susanne Bader (ba) -812, Verena Fahrion (fr)

-694, Klaus Hiemer (hi) -359, Kathrin Irmer

(ki) -271, Christian Klein (kn) -375, Gunnar

Knüpffer (gk) -107, Annika Mentgen (mg) -493,

Sebastian Moser (sm) -443, Dietmar Poll (pd)

-695, Jürgen F. Prochnow (jfp) -341, Sabine

Spinnarke (sp) -445, Claus Wilk (ilk) -329,

Ernst Woisetschläger (woi) -225,

Lisa Zeidler (lz) -593

Sekretariat:

Tel. 08191/125-310, -442, -370, -371

Fax: 08191/125-312

E-Mail: sekretariat@produktion.de

Internet: www.produktion.de

Anzeigen (08191-125-370)

Anzeigenleitung:

Stefan Waldeisen -434 (kommissarisch)

Schnell und kabellos vernetzt

Belkin bringt das erste CE-zertifizierte, kabellose USB-Produkt für Europa auf

den Markt. Der 4-Port-USB-Hub von Belkin ermöglicht den Zugriff auf bis zu

vier USB-Geräte ohne lästigen Kabelsalat. Mit diesem USB-Hub lassen sich

die Geräte über eine Funkverbindung mit jedem Computer im Raum verbinden.

USB-Geräte wie z. B. Drucker oder externe Festplatten werden einfach in

einen der vier Ports des USB-Hub gesteckt und der mitgelieferte USB-Adapter

in einen freien USB-Slot am gewünschten Computer. Dies ermöglicht absolute

Bewegungsfreiheit beim Arbeiten mit allen verbundenen USB-Geräten im Abstand

von bis zu 10 Metern.

RIM stellt das neue BlackBerry

Curve Smartphone vor

Research In Motion (RIM) kündigt das Black-

Berry Curve Smartphone an, das bislang

schmalste und leichteste BlackBerry Smartphone

mit vollständiger QWERTY-/QWERTZ-

Tastatur. Sein geschwungenes und harmonisches

Design bietet ein großes, helles Display,

ein einfach bedienbares Keyboard und ein

Trackball-Navigationssystem. Mit dem Black-

Berry Curve ist es einfach, mit den wichtigsten

Leuten und Dingen in Verbindung zu bleiben.

Technische Daten

Abmessungen: 106 x 61 x 15 mm

Gewicht: 111 g

Kamera: 2.0 Megapixel mit 5fach-Zoom

Desktop Multimedia Manager, Roxio Media Manager,

Roxio PhotoSuite, Slot für eine MicroSD-Karte, sprecherunabhängige

Spracherkennung

EVP: auf Anfrage

Kontakt: www.blackberrycurve.com

ERGO: TÖ TE ICH

JEMANDEN, DER

EINE REDE HALTEN

MUSS, ERWEISE

ICH IHM STRENG

GENOMMEN

EINEN

GEFALLEN.

WANN

GEHST

DU

SCHLAFEN?

Anzeigenverkauf:

Grit Albacete-Lopez -231, Klaus Peter Egger -497,

Erich Elster -816, Marcus Etzl -224, Bettina

Fischer -844, Andreas Krumm -458,

Michael Petry -366, Gerald Zasche -337

E-Mail: anzeigen@produktion.de

Anzeigenverwaltung: Renate Guggemos -323

E-Mail: anzeigenverwaltung@produktion.de

Verlag (08191-125-0)

Geschäftsführung: Sabine Buckley

Verlagsleitung: Stefan Waldeisen -434

Vertrieb:

Leser-Service: E-Mail: leserservice@mi-verlag.de

Tel.: 0180/3673124*, Fax: 0180/3673126*

Abonnement-Service: E-Mail: aboservice@mi-verlag.de,

Tel.: 0180/3673124*, Fax: 0180/3673126*

*Kosten: 9 Cent je Minute aus dem deutschen

Festnetz (abweichende Mobilfunktarife möglich

Leitung Vertrieb:

Ulrike Endert 08191/125-210

E-Mail: ulrike.endert@mi-verlag.de

Leitung Vertriebsadministration:

Annette Tabel -348

Technik: Office Tools

NIEMALS.

DILBERT

Dilbert for ever!

Das Buch

„Dilbert und

die Stunde des

Wiesels“ (350 S., € 19,90) ist

erschienen bei Redline Wirtschaft

im verlag moderne

industrie, Landsberg.

Zu bestellen unter

Fax: 08191/125-293;

www.redline-wirtschaft.de

Leitung Herstellung/Online-Dienste:

Hermann Weixler

Art Director: Jürgen Claus

Herstellung/Layout: Andrea de Paly,

Vera Faßbender, Carmen Lauter

Satz und Lithos: kaltnermedia GmbH, Bobingen

Druck: Vogel Druck und Medienservice, Höchberg

Erscheinungsweise: wöchentlich, 47. Jahrgang

ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen Redakteur

und verantwortlichen Anzeigenleiter:

erfolgsmedien für experten

verlag moderne industrie GmbH

86895 Landsberg;

Tel.: 08191/125-0 Fax: 08191/125-555

E-Mail: journals@mi-verlag.de

Internet: www.mi-fachzeitschriften.de

Handelsregister-Nr./Amtsgericht:

HRB 22121 Augsburg

Schnell ins Internet mit

den neuen HSPA-Karten

von Sony Ericsson

Sony Ericsson kündigt mit der EC400

und der EC400g seine ersten HSPA-

7.2/2.0-Geräte an. Die beiden mobilen

ExpressCards helfen viel beschäftigten

Menschen, Zeit zu sparen und unabhängig

von Ort und Zeit ins Internet zu

gelangen. Die EC400 und die EC400g

ermöglichen bis zu 7,2 MB/s Downloadgeschwindigkeit

und Uploads bis zu 2,0

MB/s. Die EC400g ist darüber hinaus

noch mit einem eingebauten GPS-Empfänger

ausgestattet, der automatisch

den Aufenthaltsort des Nutzers ermittelt

und auf Google Maps oder einer

vergleichbaren Software anzeigt. Erhältlich

ab voraussichtlich Mitte 2008.

Technische Daten

Format: ExpressCard/34

Größe: 108 x 34 x 12 mm

Unterstützte Betriebssysteme: MS Windows 2000,

XP, Vista; MAC OS X

EVP: noch nicht bekannt

Kontakt: www.sonyericsson.de

Technische Daten

Technologie: TN bzw. AMVA

Auflösung: 1 440 x 9 00 bzw. 366 x 768

Kontrastverhältnis: 800:1 bzw. 1500:1

Bildschirmfarben: 16,7 Mio

Gewicht mit Fuß: zwischen 5 und 17,7kg

EVP: ab 329 Euro inkl. MwSt.

Kontakt: www.acer.de

27. März 2008 • Nr. 13

Acer präsentiert HD-ready-

LCD-Fernseher-Serie ATxx22

Acer stellt aus seiner Produktpalette im Bereich LCD-TVs die HD-ready-Serie

ATxx22 in den Formaten 19'', 26'' und 32'' vor. In die Geräte ist

die innovative Acer-Adaptive-Contrast-Management-Technologie integriert,

die eine gestochen scharfe Bilddarstellung garantiert.

Bedingungen für Anzeigen,

Vertrieb und Redaktion:

Anzeigentarif nach Preisliste Nr. 47

gültig seit 1. 10. 2007

Jahresabonnement:

Inland Euro 84,80, Ausland Euro 87,80,

(jeweils inkl. Versandkosten). Einzelpreis

Euro 2,80 zuzüglich Versandkosten.

Der Studentenrabatt beträgt 35%.

Kündigungsfrist:

Jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen zum

Monatsende

Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung

nur mit schriftlicher Genehmigung.

Für zugesandte Manuskripte, Bildmaterial

und Zuschriften wird keinerlei Gewähr übernommen;

für die vollständige oder teilweise

Veröffentlichung in der Zeitschrift, die Verwertung

in digitalisierter Form im Wege der

Vervielfältigung und Verbreitung z. B. auf

CD-ROM oder Internet wird das Einverständnis

vorausgesetzt.

Bankverbindungen:

Sparkasse Landsberg

BLZ 70052060, Konto-Nr. 37754

Postbank München

BLZ 70010080, Konto-Nr. 78613-801

Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München.

Mitglied der Informationsgemeinschaft

zur Feststellung

der Verbreitung von

Werbeträgern e.V.

Verlagsvertretung: Bayern, Nielsen 4:

Schwele Medienservice GmbH,

Iglinger Str. 3, 86807 Buchloe

Tel.: 08241/9674-0

Fax: 08241/9674-22

Datenschutz:

Ihre personenbezogenen Daten werden von uns

und den Unternehmen der Süddeutscher Verlag

Mediengruppe, unseren Dienstleistern sowie anderen

ausgewählten Unternehmen verarbeitet

und genutzt, um Sie über interessante Produkte

und Dienstleistungen zu informieren. Wenn Sie

dies nicht mehr wünschen, schreiben Sie bitte an

melanie.benedikt@mi-verlag.de


27. März 2008

Nummer 13

Produktion

Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie

Messe-Tipps

Facts zur METAV

Wann?: 31. März bis 4. April

Wo?: Messegelände Düsseldorf

Öffnungszeiten: 9:00 Uhr bis

18:00 Uhr; am 4. April bis 17:00

Uhr

Eintrittskarten: Tagesk. 25 Euro,

Dauerk. 59 Euro, erm. 8 Euro

Die Karten berechtigen auch

zum Besuch der Messen wire

und Tube

Messekatalog: 22 Euro

Weitere Informationen zur

METAV: www.metav.messeduesseldorf.de.

Hier können

auch Eintrittskarten und Kataloge

online bestellt werden. Alle

Eintrittskarten beinhalten die

kostenlose Fahrt zur Messe und

zurück mit VRR und VRS.

Stimmen zur Messe

Andreas Haimer, Prokurist

bei der Haimer GmbH in

Igenhausen:

„Die Metallverarbeitungsmesse

METAV ist für Haimer

eine ideale Plattform,

um unsere hochpräzisen

Spannwerkzeuge und praxisnahen

Sondermaschinen zum

Schrumpfen und Wuchten vorzustellen.

Unser Schwerpunkt liegt in

diesem Jahr auf Werkzeugen zur

Hochgeschwindigkeitsbearbeitung,

wo die hohe Qualität der Haimer-

Produkte besondere Vorteile verspricht.“

Irene Adler, Marketing- und

Presseleiterin bei Mori Seiki

Deutschland in Wernau:

„Die METAV ist eine der

traditionellen Messen in

unserer Branche und wir

sind gespannt auf die diesjährige

Kombination mit

der wire/Tube, da es Überschneidungen

mit unserer Zielgruppe gibt.

Unser Exponatenschwerpunkt liegt

auf großen, langen Drehmaschinen

wie unserer NL 3000 und den erfolgreichenMulti-Achsen-Drehzentren

der NZ-Baureihe. Unserm Motto

‚Pure Technology‘ werden wir

auch auf der METAV Rechnung tragen

und freuen uns auf die Messe.“

Leopold Schenk, Geschäftsführer

Fanuc GE CNC

Deutschland und Vize-Präsident

Europa:

„Deutschland ist für Fanuc-

CNC-Steuerungen einer

der bedeutendsten Märkte,

besonders, wenn es um

komplexe Anwendungen geht. Die

METAV spielt daher eine wichtige

Rolle, um die Fähigkeiten unserer

Hochleistungs-CNC-Steuerungen

30i und 31i-A5 vorzustellen, die sich

für Maschinen mit mehrachsigen

Verfahrmöglichkeiten, kombinierten

Zerspantechnologien sowie zur

Hochgeschwindigkeits- und Hochpräzisionsbearbeitung

eignen.“

Messe-Special

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT/MAIN (sm). Die diesjährige

METAV dürfte von der glänzenden

Branchenkonjunktur profitieren: Letztes

Jahr wurden so viele Werkzeugmaschinen

produziert, wie nie zuvor.

Besonders erfreulich: Auch die Inlandsnachfrage

hat deutlich zugelegt.

Die derzeitige Branchenkonjunktur

spricht für eine besonders erfolgreiche

METAV 2008: 2007 hat die deutsche

Werkzeugmaschinenindustrie

im vierten Wachstumsjahr in Folge

den eigenen Vorjahresrekord wiederum

weit übertroffen. Mit einem Zuwachs

von 16 % auf 12,5 Mrd Euro erreichte

die Produktion abermals einen

nie da gewesenen Höchststand.

Insgesamt hat sich das Wachstum in

den vergangenen vier Jahren nunmehr

auf 37 % summiert. Neben dem

Export trieb im vergangenen Jahr

auch die Investitionstätigkeit im Inland

das Wachstum voran. Hier hat

sich der Markt um mehr als ein sattes

Viertel vergrößert auf 7,1 Mrd Euro.

Spitzenerfolge feierte der deutsche

Werkzeugmaschinenbau auch im

Ausland. Mit geschätzten 7,8 Mrd Euro

und einem Zuwachs von 10 % erklomm

auch der Export abermals ein

Rekordniveau. 13 der 20 wichtigsten

Exportmärkte legten weit überproportional

zu. Ganz besonders konnte

die Branche davon profitieren, dass

innerhalb der Triade der Heimatmarkt

Europa mit einem Fünftel Zuwachs

den Ton angab; Europa nimmt

60 % der deutschen Ausfuhren auf.

Mit Abstand wichtigster Markt, nunmehr

bereits im vierten Jahr, mit einem

Zuwachs von 14 % war aller-

dings China. Nach wie vor boomten

die Käufe der dortigen Automobilindustrie.

Demgegenüber blieb der

zweitwichtigste Abnehmer, USA,

deutlich auf Distanz. Der Rückgang

der Ausfuhren um 18 % signalisiert,

dass sich der starke Euro massiv auswirkt.

Um gegenzuhalten, beliefern

deutsche Hersteller den Markt jedoch

verstärkt aus dem Land selbst heraus.

Bereits 2006 hatten sie ihre Produktion

vor Ort um fast 30 % erhöht.

Vom deutschen Marktwachstum

profitierten auch die ausländischen

Handelspartner. Der Import stieg in

den ersten elf Monaten um 29 % im

Gleichklang zum Markt. Besonders

bemerkenswert waren im vergangenen

Jahr die Importe aus Korea, die

um 77 % anzogen. Dabei handelt es

sich vorrangig um einfache Maschinen.

Sie werden vom Fachhandel an

kleinere Firmen verkauft, die sehr

schnell ihre Kapazitäten aufstocken

müssen. Die Abwertung des Won

gegenüber dem Euro um 6 % steigert

die Attraktivität des koreanischen Angebots

zusätzlich, längere Lieferzeiten

der deutschen Anbieter tun das

Übrige.

Im November 2007 beschäftigte der

deutsche Werkzeugmaschinenbau

rund 67 700 Frauen und Männer. Das

entsprach einem Zuwachs von 3,8 %.

Trotz einiger Unwägbarkeiten, wie

dem starken Euro und den Turbulenzen

auf den Finanzmärkten, wird der

deutsche Werkzeugmaschinenbau

www.produktion.de Einzelpreis Euro 2,80

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG

PVST 5339

INHALT

Grußwort/HallenbelegungS. 2

Werkzeugmaschinen im

Internet S. 6

Retrofit-Großbohrwerk S. 7

Hoffmann setzt auf

Multi-Task-Cutting S. 8

Höhere Produktivität dank

neuer Schneidstoffe S. 9

Weiss präsentiert die

Plug&Play-Motorspindel S. 10

Praxis: Kettler S. 11

Werkzeugmaschinenmessen Deutschland

Rückenwind dank weltweiten Booms

In den letzten vier Jahren ein

dickes Umsatzplus von 37%

Bild: Gildemeister

Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller

sind technisch weltweit führend. Mit geschätzten

7,8 Mrd Euro und einem Zuwachs

von 10% erklomm auch der Export

abermals ein Rekordniveau.

laut Einschätzung des Messeveranstalters

VDW (Verein Deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken) sein

Rekordniveau im Jahre 2008 noch

einmal toppen.

Vieles spricht deshalb für eine besonders

erfolgreiche METAV 2008. In

den geraden Jahren hat sich diese

Messe als eine Topveranstaltung für

die Fertigungstechnik und Automatisierung

in Deutschland und Europa

fest etabliert. Die diesjährige METAV

wird für Besucher und Aussteller sogar

doppelt attraktiv, da zum glei-

METAV profitiert von parallel

stattfindender wire und Tube

chen Termin die beiden internationalen

Leitmessen wire – internationale

Fachmesse Draht und Kabel – und

Tube – internationale Rohr-Fachmesse

– stattfinden werden. „Für internationale

Produktionsexperten aus den

Anwenderindustrien bietet ein Besuch

der METAV in Düsseldorf die

Chance, sich 2008 umfassend über

neue Fertigungstechnik aus aller

Welt, von der einfachen Maschine bis

zur komplexen Anlage, zu informieren

und frühzeitig ihre Investitionsentscheidungen

zu treffen“, erklärt

Dr. Detlev Elsinghorst, Vorsitzender

des METAV-Komitees. Vor dem

Hintergrund längerer Lieferzeiten

könne dies zum entscheidenden Vorteil

gegenüber der Konkurrenz werden.

Mögliche Lösungen präsentieren

auf der METAV rund 800 Aussteller

aus 23 Ländern, die rund 53 000 m 2

Nettoausstellungsfläche belegen.


S2 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

praxis+trends auf der METAV

Kommt das Umweltlabel

für Werkzeugmaschinen?

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT (sm). Die

weltweite Debatte um Klima-

und Umweltschutz hat

die Industrie erreicht:

Enorm gestiegene Energiepreise

fordern von der verarbeitenden

Industrie neue Wege im Hinblick

auf Energieeffizienz bei Maschinen

und Anlagen, und eine breite Öffentlichkeit

verlangt zunehmend

energieeffiziente Produkte und mehr

Umweltbewusstsein. Kostenreduktion

durch effizienten Energieeinkauf

und effizienten Energieeinsatz ist

wichtiger denn je. In der Diskussion

über Energieverbrauch, nachhaltige

Energieversorgung und den Abbau

von Treibhausgasen gewinnt der konsequente

Einsatz neuer Technologien

eine immer stärkere Bedeutung. „Der

Klimawandel, die wachsende Notwendigkeit,

sparsam mit knappen

Ressourcen umzugehen und nicht zuletzt

der ungebremste Energiepreisanstieg

stellen die Industrieproduktion

vor große Herausforderungen“,

bestätigt Carl Martin Welcker, Vorsitzender

des VDW. Denn die produzierende

Industrie zählt zu den größten

Sie finden uns in Halle 1/Stand C19.

INITIATIVE

Energie-Effizienz

Energieverbrauchern und

könnte mit den richtigen

Technologien einen entscheidenden

Beitrag zur

Reduzierung der CO2-

Emissionen leisten.

Bedingt durch die Energieeinsparprojekte

von EU-Kommission

und Bundesregierung sind in

den vergangenen beiden Jahren

energieeffiziente Produkte weiter in

den Vordergrund gerückt. Die einzelnen

Studien der Eco-Design-Richtlinie

haben zu konzertierten Aktionen der

betroffenen Branchen geführt. Die von

der EU festgelegte Eco-Design-Richtlinie

hat zum Ziel, eine Ressourcen schonende

und insbesondere energieeffiziente

Produktgestaltung weitgehend

umzusetzen. Derzeit sind 20 Produktgruppen

in Vorbereitung, weitere werden

folgen. Die bisherige Entwicklung

zeichnet ab, dass zukünftig vermehrt

auch für den Maschinenbau Kriterien

bezüglich der Energieeffizienz entwickelt

werden. „Die europäische Politik

will Maßnahmen ergreifen, um Einsparungen

zu erzielen. Diesem Anspruch

kommt die Werkzeugmaschinenindustrie

mit ihren Produkten bereits heute

nach, da sie schon immer vom Nachhal-

tigkeitsgedanken in der Produktion geleitet

wird“, sagt Welcker.

Der VDW und die Produktion haben

diesen Trend bereits erkannt. Experten

aus Wissenschaft, Anwender- und Anbieterunternehmen

präsentieren auf

der Veranstaltung praxis+trends den

Stand der Forschung.

Energieeffizienz im Blick

Energieeffizienz in der Produktion

am 1. April 2008 von 10.00 Uhr bis

16.00 Uhr im Congress Center Düsseldorf.

Nähere Informationen und

Anmeldung: www.produktion.de

Die Themen im Einzelnen:

■ Politischer Rahmen für Öko-

Design-Anforderungen der EU

■ Neueste Untersuchungen der

Energieeffizienz im Maschinenbau,

vorgestellt durch Prof. Reimund

Neugebauer vom Fraunhofer Institut

für Werkzeugmaschinen und

Umformtechnik in Chemnitz

■ Energieeffiziente Komponenten,

Werkzeugmaschinen, Steuerungen

und Antriebe

■ Effizienz- und Einsparpotenziale

elektrischer Energie – Studie des

Verbandes der Elektroenergie

Topereignis METAV 2008

In wenigen Tagen öffnet die METAV 2008 ihre Pforten. Sie ist eines der Topereignisse

für die Metallbearbeitung in Europa. Zu einem frühen Zeitpunkt im

laufenden Jahr wird sie ein ganz wesentlicher Gradmesser für den Geschäftsverlauf

vieler Anbieter von Produktionstechnik sein. Rund 830 Aussteller aus 23

Ländern werden zur METAV erwartet. Sie stellen auf 53700 m2 Nettoausstellungsfläche

ihre Produkte und Dienstleistungen für die industrielle Metallbearbeitung

vor, von der einfachen Maschine bis zur komplexen

Anlage, von der intensiven Schulung bis zur detaillierten

Beratung. Damit präsentiert sich die METAV wieder in

acht Hallen auf dem Düsseldorfer Messegelände. Den Produktionsfachleuten

aus den internationalen Anwenderindustrien

bietet der METAV-Besuch die Chance, sich ausführlich

über neueste Fertigungsverfahren zu informieren

und frühzeitig ihre Investitionsentscheidungen zu treffen.

Dieses Jahr ist der Messebesuch besonders lohnend, weil

zeitgleich die beiden internationalen Leitmessen wire –

internationale Fachmesse Draht und Kabel – und Tube –

internationale Rohr-Fachmesse – stattfinden werden. Das

Grußwort

Dr. Detlev Elsinghorst,

Vorsitzender des

METAV-Komitees.

Messetrio gewährleistet eine noch umfassendere Präsentation der gesamten Produktionstechnik.

Das Angebot von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen

durch die METAV-Aussteller wird ergänzt durch ein Rahmenprogramm zu aktuellen

Themen. So wird dieses Jahr beispielsweise in der METAV-Veranstaltung

praxis+trends am 1. April 2008 ausführlich über ‚Energieeffizienz in der Produktion

diskutiert. Immer bedeutender für die Produktionstechnik wird auch das

Thema Investitionsgüterdesign. Das Unternehmerforum Design zeigt am 2. April,

wie Design die Wertschöpfung im Maschinenbau steigern kann. Über die gesamte

Laufzeit werden auf einem Sonderstand in Halle 3 unter dem Titel ‚Top Team 4

Productivity‘ Komplettlösungen für den Werkzeug- und Formenbau an attraktiven

Beispielen aus dem Themenfeld Technik und Sport vorgestellt. Schließlich

wirbt die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie unter dem Titel ‚Maschinenbauer

– Job mit Power‘ ebenfalls in Halle 3 wieder um den technischen Nachwuchs.

Mit ihrer umfangreichen Präsentation der Fertigungstechnik und Automatisierung

wird die METAV 2008 auch in diesem Jahr wieder ein echtes Branchen-

Highlight. Insgesamt werden Anfang April weit über 100 000 internationale

Fachbesucher in Düsseldorf erwartet. Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung

und laden Sie herzlich ein, dabei zu sein.

Messen ‚wire‘ und ‚Tube‘

Strammer Wachstumskurs

Produktion Nr. 13, 2008

DÜSSELDORF (sm). Parallel zu

METAV finden auf dem Düsseldorfer

Messegelände die beiden weltweiten

Leitmessen wire, internationale Fachmesse

Draht und Kabel, und Tube,

internationale Rohrfachmesse, statt.

Beide Veranstaltungen sind auf Rekordkurs:

Zur wire haben sich rund

1 100 Unternehmen aus 50 Nationen

angemeldet. Branchenschwerpunkte

sind Draht-, Kabel- und Glasfasermaschinen,

Federfertigung, Umformtechnik,

Draht und Kabel. 37 000

Fachleute, davon 22 000 aus dem

Ausland, werden erwartet. Die wire

Mit der Kraft des Wassers

Wassermischbare Kühlschmierstoffe für die Metallbearbeitung

Für die vielfältigen Anwendungsbereiche der Metallbearbeitung

entwickelt Oemeta Produkte, die Ihnen folgende Vorteile bieten:

Hohe Schnittgeschwindigkeiten und lange Werkzeugstandzeiten

Saubere Maschinen und Werkstücke

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findet in den Hallen 9 bis 14 statt. Bei

der Tube sind es rund 1 000 Firmen

aus 45 Ländern, die sich und ihre Produkte

in Düsseldorf zeigen werden.

Flächenmäßig verzeichnet die internationale

Rohrfachmesse damit ein

deutliches Wachstum. Rund 29 000

Besucher, davon 14 500 internationale

Gäste, werden in den Tube-Hallen

6 bis 8b und Teilen der Halle 5 erwartet.

Angebotsschwerpunkte sind hier

Maschinen aller Art zur Rohrherstellung

und zur Rohrbearbeitung, Rohmaterialien

und Rohre auf der Basis

unterschiedlicher Werkstoffe. Durch

die Parallelität zur METAV werden

Aussteller und Besucher profitieren.


Bild: Kaltenbach

27. März 2008 • Nr. 13

Produktion Nr. 13, 2008

GB-WORCESTER (sm). Das neueste

Doppelrevolver-/Doppelspindel-

Drehzentrum von Yamazaki Mazak

heißt Hyper Quadrex 150MSY. Es ist

ausgelegt für die effiziente Zerspanung

von Stangenmaterial im Durchmesser

von bis zu 65 mm und bietet

simultane Bearbeitung von zwei

Werkstücken in Verbindung mit Stangenvorschub

und automatischer Teileförderung.

Weil sich beide 12er-

Trommelrevolver in der Y-Achse bewegen

können, ist die Maschine viel-

seitig und bietet zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten,

wie symmetrische

Bearbeitung und simultanes Fräsen

an einem Teil. Oberer und unterer

Revolver können aber auch mit getrennten

Spindeln eingesetzt werden.

In Verbindung mit dem Stangenvorschub,

dem Werkstücktransfer

zwischen den Spindeln und der automatischenWerkstückentnahmevorrichtung,

die das Werkstück aus dem

Arbeitsbereich hinausbefördert, eignet

sich die Hyper Quadrex 150MSY

für die Bearbeitung in einer Aufspannung.

Die Kombination einer verwin-

Messe-Special: METAV

Drehzentren

Produktiver Alleskönner von Mazak

Neuer Spezialist

für Profilstahl

Produktion Nr. 13, 2008

LÖRRACH (sm). Unter der Bezeichnung

‚Kaltenbach Solid Carbide‘ hat

der südbadische Maschinenspezialist

Kaltenbach eine neue Generation von

extrem leistungsfähigen Bohrmaschinen

im Programm. Die KDS ist laut

dem Hersteller die zurzeit leistungsstärkste

Bohrmaschinenreihe für die

Profilstahlbearbeitung auf dem

Markt. Im Vergleich zum HSS-Bohren

ergebe sich eine fünfmal höhere Bohrergeschwindigkeit.

Die neue Bohrmaschine

KDS hat Kaltenbach auf Basis

der erfolgreichen KD-Baureihe

entwickelt. Die zurzeit leistungsstärkste

Bohrmaschinenreihe für die

Profilstahlbearbeitung auf dem Markt

verfügt über folgende bemerkenswerte

Neuerungen:

Die KDS ist laut dem Hersteller Kaltenbach

die derzeit leistungsstärkste Anlage

für die Bohrbearbeitung von Profilstahl.

■ Steigerung der Bohrleistung bis

15 kW,

■ Anpassung der Bohrvorschubwerte

für ‚Kaltenbach Solid Carbide‘, die

bis zu 1 000 mm/min betragen können,

■ Verdopplung der Positioniergeschwindigkeit

aller beweglichen

Achsen,

■ erhöhte Maschinenstabilität, abgestimmt

auf die realisierbaren hohen

Leistungen,

■ Verkürzung und weitere Optimierung

von Nebenzeiten.

Die KDS von Kaltenbach kann

standardmäßig für viele Konfigurationen

angepasst werden. Dazu gehört

beispielsweise die Ausstattung

mit oder ohne Bandsägemaschine,

mit patentierten Highspeed-Förderrollen-,

Pusher- oder Greifer-Positioniersystemen

sowie mit komplettem

Zu- und Abfuhrsystem oder mit einem

Autosorter. Diese Erweiterung

ermöglicht die vollkommen automatische

Abfuhr von Sägeschnitten und

kurzen Produkten. Auf diese Weise

wird eine mannlose Produktion

möglich. Mit dem Remote-Operation-Modul

kann der komplette Prozess

zudem von einer anderen Arbeitsstation

aus via Internet bedient

und überwacht werden.

Halle 5, Stand J25

www.kaltenbach.de

dungssteifen Konstruktion und einer

schnellen Mazatrol-Matrix-Steuerung

ergibt laut Mazak eine außerordentlich

hohe Bearbeitungsgenauigkeit

mit einer Positioniergenauigkeit von

0,005 mm/100 mm in X- und Z-Achse

(0,005 mm/50 mm in Y) und eine

Wiederholgenauigkeit von 0,001 mm

in X und Z (0,002 mm in Y). Die Genauigkeit

der C-Achse liegt bei 15 Bogensekunden.

Obwohl auf der Maschine sehr

komplexe Bearbeitungen möglich

sind, gestaltet sich die Programmierung

der Mazatrol laut Mazak sehr

Ein High-End-Drehzentrum

der Oberklasse ist die Hyper

Quadrex 150MSY von

Yamazaki Mazak.

einfach. Zudem ist die Überprüfung

des Programms durch die eingebaute

virtuelle dreidimensionale Bearbeitungsfunktion

möglich. Dazu gehört

auch ein Kollisions-Warnsystem, das

auch im manuellen Modus der Ma-

Mit Präzision für Präzision

Maximale Zuverlässigkeit im Großen – darauf vertrauen die Kunden von SCHUNK.

In der Erdölindustrie, im Anlagen- und Eisenbahnbau herrschen extreme Bedingungen.

Kleinste Späne, Staub, gewaltige Mengen von Kühlmittel – die maßgeschneiderten

SCHUNK-Drehfutter für enorme Durchmesser sorgen für höchste Prozesssicherheit und

Präzision. Für absolut sichere Produkte, die begeistern.

SCHUNK setzt weltweit Maßstäbe in Spanntechnik und Automation. Pioniergeist und

das Streben nach dem Besseren treiben uns Tag für Tag.

Produktion S3

Bild: Mazak

schine funktioniert. Es übersteuert

gegebenenfalls die Eingabe des Bedieners

und stoppt die Maschine,

wenn eine Kollision zu erwarten ist.

Halle 16, Stand F52

www.mazak.com

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S4 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

MAG-Gruppe

MAG: Neue Maschinen und neue Ideen

Produktion Nr. 13, 2008

GÖPPINGEN (sm). Für den internationalen

Maschinenbauer MAG ist der

Auftritt bei der METAV einer der wichtigsten

im Jahr 2008. Im Jubiläumsjahr

von Honsberg (210 Jahre), Cross

Hüller (85 Jahre) und Ex-Cell-O (50

Jahre) wird der Konzern mit allen 13

Unternehmen am größten Stand der

gesamten Messe vertreten sein. Neben

der Vorstellung neuer Konzepte

zur Hart- und Hochgeschwindigkeitsbearbeitung

stehen dabei die jüngsten

Entwicklungen der Unternehmensfamilie

im Mittelpunkt.

Mit der NBH 630, einem Bearbeitungszentrum

von MAG Hüller Hille,

präsentiert der Maschinenbauer den

Nachfolger der schon beinahe legendären

NBH 170. Die ‚Neue‘ kann bereits

mit dem iF Award 2008 für Design

Tech aufwarten. Ausschlaggebend

dafür waren laut iF die „klare

Anordnung der Bedieneinheiten“, eine

„hohe Wartungsfreundlichkeit“ sowie

die „dynamische Formgebung“.

Doch es ist nicht allein das Design,

welches die NBH 630 zu einer wegweisenden

Entwicklung macht. So

gelang es durch die Neukonstruktion,

einen Grundaufbau nach dem Lehrenbohrwerkprinzip,

neue Potenziale

freizusetzen. Durch eine höhere Be-

Erodieranlagen – Praxis

von Klaus Malle für AgieCharmilles

Produktion Nr. 13, 2008

SCHORNDORF (sm). Das Senk- und

das Schneiderodieren, die Hauptverfahren

der Funkenerosion, werden

vor allem dem Werkzeug- und

Formenbau zugeordnet. Es gibt jedoch

Bearbeitungsaufgaben in der

allgemeinen Fertigung (General Mechanics),

die sich vergleichsweise

wirtschaftlich und hochgenau oder

ausschließlich mit der Funkenerosion

lösen lassen. Gezeigt werden

einige Teilebeispiele eines Zulieferbetriebes

aus Frankreich.

In der Fertigung der Firma ‚M2P‘,

Plainfaing (www.m2p.fr) ist das

Schneiderodieren so normal wie

das Fräsen oder Schleifen. Den

Kern des Angebots bilden Vorrichtungen,

die als fertigungsnahe Prüflehren

konzipiert und ausgelegt sind.

Aber auch Werkzeuge für die Stanzerei-

und Biegetechnik sowie Verschleißteile

tragen zum Unternehmenserfolg

bei. „Es hat seinen Sinn,

dass bei M2P ein Fräszentrum und

zwei Schneiderodiermaschinen

nebeneinander stehen. Ebenso selbstverständlich

wird in diesen Technolo-

Bild: MAG

schleunigung (7 m/s 2 ) und einen

Eilgang mit bis zu 70 m/min an der

X-, Y- oder Z-Achse konnten kürzere

Nebenzeiten erreicht werden. In diesem

Zusammenhang ebenfalls wichtig:

der schnelle elektromechanische

Werkzeugwechsler mit Flächen- oder

Scheibenmagazin, der eine Span-zu-

Span-Zeit von 4,5 bzw. 5,4 Sekunden

ermöglicht.

Ebenfalls am Stand zu sehen ist eine

neue Entwicklung von MAG

+FMS+. Der Schweizer Drehmaschinenspezialist

folgt mit der NDM 450

(4BUS/200) dem Trend zur Komplettbearbeitung.

Das Dreh-Fräszentrum

ist die größte Maschine der

NDM-Familie und kann Werkstücke

bis zu einem Durchmesser von

Das Bearbeitungszentrum

NBH 630 ist Nachfolger der

NBH 170. Das Design wurde

bereits ausgezeichnet.

450 mm bearbeiten.

Ihr modulares

Konzept erlaubt es, verschiedene

Bearbeitungen in ein und derselben

Maschine durchzuführen.

Selbst komplexe Formen sind durch

die speziell konstruierte B-Achse mit

eigenem Werkzeugwechsler kein Problem.

Eine hochwertige Antriebstechnologie

sowie neue Verfahrwege sind

die Basis für die außergewöhnliche

Produktivität und Genauigkeit der

Maschine.

Die XG 242 ist nicht nur für MAG

Powertrain ein richtungweisendes

Programm. Das vertikale Maschinenkonzept

mit oben liegenden Werk-

Auf Augenhöhe mit Fräsen und Schleifen

Bild: Malle

Dieser Exzenter wird neuerdings

auf einer Agiecut Progress

mit einem Hauptschnitt

und zwei Nachschnitten bearbeitet.

gien gedacht und mit ihnen gearbeitet“,

erklärt Geschäftsführer Michel

Patry. Beispiele sind ein Bauteil, das

zu einem Wärmetauscher gehört oder

flache Werkzeuge, die 457 mm lang

sind. Die bandartigen Werkzeuge (Toleranz

5 µm) werden auf einer Drahterodiermaschine

Challenge bearbeitet.

Die beiden Werkzeugbänder bewirken

durch eine Hin- und Herbewegung

die Formgebung für das zu faltende

Blech. Früher wurden die

Aufgabenlösung à la Kaltenbach

Sägen, bohren, stanzen, ausklinken ...

Wie auch immer Ihre Aufgabe aussieht – die richtige Maschine

für Ihre Anwendung im Stahlbau-Stahlhandel gibt es bei uns:

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Kaltenbach – Flexible Lösungen mit Köpfchen!

Werkzeugbänder

durch Flachschleifen

hergestellt. Zu

dieser Fertigungstechnik

gehört als

Antrieb ein Exzenter,

der 204 mm

hoch ist und zusammengebauteinen

Durchmesser

von rund 200 mm hat

(Bild). Der Exzenter

wurde bis vor kurzem

auf einer Challenge geschnitten

(ein Hauptschnitt

und drei Nachschnitte).

Neuerdings wird

dasselbe Ergebnis auf einer

Agiecut Progress mit einem

Hauptschnitt und zwei Nachschnitten

erreicht. Das Rohteil ist ein

Würfel. Auch die Bohrung wird auf

der Agiecut Progress geschnitten. Die

nun erreichte Qualität hat man früher

selbst durch das Schleifen nicht erreicht.

Für das Drahtschneiden dieses

Teils werden etwa 24 h gebraucht.

Die Gründe, die zur Umstellung motiviert

haben, waren nicht nur die Kosten

und die Fertigungszeit, sondern

vielmehr die Genauigkeit der exzentrischen

Kontur.

Halle 5 Stand J25

www.kaltenbach.com

stücken, eine hohe Technologieflexibilität

sowie die Mehrspindelbauweise

und das innovativeAntriebskonzeptzeichnen

die XG 242

aus. Alle Achsen

sind direkt

angetrieben,

und erstmals

werden bei dieserMaschinenserieLinearmotoren

in den

X-Achsen eingesetzt.

Durch

die patentierten Dreieck-X-

Schlitten ist eine komplett unabhängige

oder Parallelbearbeitung

auf kleinstem Raum möglich. Um den

Fertigungsprozess optimal auf die

Kundenanforderungen anzupassen,

kann die Maschine sowohl mit zwei

Werkstückspindeln (XG 242) als auch

mit einer (XG 241) ausgerüstet werden.

Mit Hilfe der eingesetzten Linear-

und Torquemotoren ergibt sich bei

der XG-Serie eine sehr hohe Gesamtdynamik

und somit eine herausragende

Schnelligkeit. Die Geschwindigkeitsverstärkung

der Achsen (Kv-Faktor)

liegt bei dieser Maschinenserie

über sechs.

Ganz bewusst ist ein großer Teil des

Standes der Schwerbearbeitung vor-

Gewindewirbelkopf

Gewindeherstellung

in einem Durchgang

Produktion Nr. 13, 2008

TÜBINGEN (sm). Die

Gewindewirbelköpfe

M 302 des Herstellers

Paul Horn

sind zum Wirbeln

von Außengewinden

auf Drehautomaten

aller

namhaften Hersteller

einsetzbar.

Der mit mehreren

Hartmetallschneiden

bestückte Wirbelkopf

wird vor der Führungsbüchse

positioniert und um den Steigungswinkel

des zu schneidenden Gewindes

geneigt. Er rotiert mit hoher

Drehzahl und führt die Schnittbewegung

aus. Die C-Achse des Automaten

dreht sich gegenläufig mit niedriger

Geschwindigkeit, entsprechend der

Steigung des Gewindes. Dabei ist jeweils

nur ein Zahn im Eingriff. Die

volle Gewindetiefe wird in einem

Durchgang erzeugt, wobei das Aufmaß

des Ausgangsmaterials mit zerspant

und der Außendurchmesser des

Gewindes überschnitten wird. Nach

Bild: Paul Horn

Kaltenbach GmbH + Co. KG

Blasiring 4 � D-79539 Lörrach

+49 (0) 76 21 / 175-0

� +49 (0) 76 21 / 175-460

sales@kaltenbach.de


behalten. MAG Gidding & Lewis ist in

diesem Bereich seit Jahren Marktführer

und zeigt mit seiner jüngsten Maschinengeneration,

welche Produktionsfortschritte

im Bereich Aerospace

oder bei der Bearbeitung von

Windkraftanlagen möglich sind.

Die MAG-Gruppe profitiert

vom hohen Wechselkurs

Doch nicht alleine die Maschinen

stehen im Zentrum des Messeauftritts.

MAG zeigt auch, wie die Zukunft

im Bereich Support und Maintenance

aussehen kann. Mit MAG

Maintenance Technologies setzt das

Unternehmen nun auch in Europa ein

bereits in den USA erfolgreiches Programm

um, bei dem es neben den üblichen

Supportangeboten auch ein

ausgeklügeltes Engineering gibt, das

den Anwendern bei der weiteren Optimierung

ihrer Produktion hilft.

Ein wichtiges Thema sind die Währungsschwankungen

zwischen Dollar

und Euro. Während die europäischen

Maschinenbauer den hohen Kurs der

heimischen Währung beklagen, ist

dies für MAG kein Problem: Der

deutsch-amerikanische Konzern kann

den ‚Wettbewerbsvorteil‘ des Dollars

an seine Kunden weitergeben.

Halle 15, Stand C35

www.mag-ias.com

Das Wirbeln ist um etwa 60%

schneller als das konventionelle

Gewindedrehen.

Erreichen der Gewindelänge

fährt

das Wirbelgerät

radial und das

Werkstück axial

zurück.

Die Wirbelköpfe

verfügen je nach

Durchmesser über

drei oder mehr Zähne.

Aufgrund der kleinen

Baugröße der Köpfe kommen

geschraubte, ein- oder zweigängige

Wendeschneidplatten vom Typ S 302

zum Einsatz. Durch die feine Spanabnahme

und die geringen Schnittmomente

ist das Außengewindewirbeln

auch bei kleinen Kerndurchmessern

anwendbar. Seine besonderen Vorteile

sind die gegenüber dem Drehen

und Fräsen deutlich kürzeren Hauptzeiten.

Durchschnittlich ist das Wirbeln

um etwa 60 % schneller als das

konventionelle Gewindedrehen.

Halle 3, Stand D23

www.phorn.de

Reibahlen für Stahl

und GGG-Werkstoff

Produktion Nr. 13, 2008

WINTERLINGEN (sm). Die Beck-Vollcermet-Reibahle

HCS ist mit einer optimierten

Schneidengeometrie versehen.

Die extrem ungleiche Schneidenteilung

sorgt für optimale, passungsgenaue

und runde Bohrungen

und unterdrückt die Ratterneigung.

Die Werkzeuge eignen sich vor allem

zur Bearbeitung von Stählen sowie

GGG-Werkstoffen, da es bei der Bearbeitung

mit Cermet keine Aufbauschneidenbildung

gibt.

Halle 4, Stand E12

www.august-beck.de


S6 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

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Konstruktion beginnt …

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Werkzeugmaschinen im Internet

Der weite Weg vom

Web in die Werkstatt

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT/MAIN (sm). Es gibt

nichts, was es nicht gibt im World Wide

Web – sogar Werkzeugmaschinen.

Gekauft wird allerdings nach wie vor

auf der herkömmlichen Schiene, denn

Werkzeugmaschinen sind und bleiben

beratungsintensiv. Genutzt wird das

weltweite Netz zwar durchaus intensiv,

aber fast ausschließlich für Online-

Dienste wie Fernwartung oder zur

Kundenbindung.

Gildemeister-Chef Dr. Rüdiger Kapitza

verkündete es bereits 2001: „Neben

unserem Netservice ist heute das

E-Business ein wichtiger Bestandteil

unseres Geschäfts.“ Es sei nur eine

Frage der Zeit, bis sich so genannte

‚Klick-Orders‘ zumindest bei Standardmaschinen

auch im Werkzeugmaschinenbau

durchsetzen. Deutlich

reservierter sah das damals der Branchenverband

VDW (Verein Deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken). Der

damalige VDW-Vorsitzende Berndt

Heller, im Hauptberuf Geschäftsführer

der Gebr. Heller Maschinenfabrik

GmbH in Nürtingen, versprach sich

2001 noch relativ wenig von der Verkaufsschiene

‚via Web‘, weil „jede unserer

Maschinen persönliche Beratungsgespräche

braucht“. Er sollte

fürs Erste Recht behalten: Es gibt bis

heute im Internet keine professionelle,

voll integrierte Handelsplattform

mit schnellen Klick-Orders.

Online-Dienste zur Ferndiagnose

sind bereits Stand der Technik

Was dagegen längst praktiziert

wird, sind Online-Dienste zur Ferndiagnose

oder zur vorausschauenden

Wartung. So entwickelt beispielsweise

der Tuttlinger Zentren-Hersteller

Chiron gemeinsam mit Siemens

seit 2001 entsprechende Dienstleistungen

auf der Basis der EPS Network

Services zur Online-Maschinenanalyse

wie auch zur Fernwartung über das

Internet. Dafür wurde von Siemens

eine Service-Plattform geschaffen,

welche die Möglichkeiten des Internets

nutzt, um von überall her auf die

Daten der angeschlossenen Werkzeugmaschinen

zugreifen zu können.

Die Erfahrung bei Chiron habe gezeigt,

dass Störungen an Werkzeugmaschinen

via Internet von fachlich

Produktion Nr. 13, 2008

MEERBUSCH (sm). Erstmals auf der

METAV 2008 stellt Toyoda Mitsui

Europe die neue FH1250SX dem europäischen

Fachpublikum vor. Damit

rundet Toyoda seine Serie von dynamischen

und präzisen horizontalen

Bearbeitungszentren nach oben hin

ab. Mit einer Palettengröße von

1 250 mm und großzügigen Verfahrwegen

von 2 400/1 600/1 850 mm

(X/Y/Z) will sie höchsten Ansprüchen

an die Flexibilität genügen. Dennoch

sind die Außenmaße von 6,2 x

9,9 x 4,5 m (B/L/H) vergleichsweise

kompakt. Dabei ist ein 2-faches Palettenwechselsystem

bereits integriert

und ermöglicht so einen nahezu

unterbrechungsfreien Betrieb. Die

maximale Tischbelastung liegt bei 5 t,

der max. Werkstückschwingkreis bei

Ø 2 400 x 1 800 mm Höhe. Kraftvolle

Spindelvarianten, wie z. B. die neue

8 000er-Hochdrehmoment-Spindel

Bild: Trumpf

gut geschultem Personal innerhalb

von 15 Minuten mit EP-Dynamic diagnostiziert

werden können. Durch die

EPS-Dienste wird es möglich, die Reaktionszeit

im Störungsfall deutlich

zu minimieren und die Verfügbarkeit

der Maschinen dadurch zu erhöhen.

Softwarefehler können per Fernwartung

gleich behoben werden. Bei

Hardware- und Mechanikfehlern

kann eine entsprechende Reparatur

angestoßen werden. Mit dem neuen

Servicepaket EP-Performance von

Siemens stehen jetzt auch Dienste zur

zyklischen Zustandsüberwachung zur

Verfügung, die langfristige Trendanalysen

zur Maschinenperformance zulassen.

So kann der Verschleiß von

Achsen und Spindeln frühzeitig erkannt

werden. Damit ist eine zustandsabhängige

Wartungs- und Ersatzteilplanung

möglich.

Alle Möglichkeiten indes werden

auch heute noch nicht ausgereizt.

Carl Martin Welcker, der heutige

VDW-Vorsitzende und geschäftsführende

Gesellschafter der Alfred H.

Schütte GmbH & Co. KG, Köln, nennt

als mögliche Internet-Einsatzfelder in

Fertigung oder Maschinenbeschaffung

vor allem die Schwerpunkte Online-Service

und Ersatzteilbestellungen.

Die künftigen Möglichkeiten liegen

nach seiner Einschätzung im Teile-

und Aggregateeinkauf und in der

mit bis zu 1 009 Nm sorgen für genügend

Biss bei der Schwerzerspanung.

Die rollengelagerten Führungen

unterstützen in allen Achsen rasante

42 m/min im Eilgang.

Mit der Entwicklung einer Kompaktmaschine

für größere Werkstücke

begegnet Toyoda Mitsui der gestiegenen

Nachfrage nach leistungs-

Abwicklung von Geschäftsprozessen.

Als

Handelsplattform für

Werkzeugmaschinen eigne

sich das Internet „nur

bei einfachsten Standardmaschinen“.

Ansonsten,

so Welcker, „sind die Vorund

Nachteile für Kunden

nicht adäquat herauszufiltern“.

Seit über einem Jahrzehnt

nutzt die Trumpf-

Gruppe bereits das Internet

als Marketinginstrument

und Informationskanal.

Etwas neuer, so

Dr.-Ing. Mathias Kammüller,

Geschäftsführer bei

Trumpf, „ist der Einsatz

des Internets im Bereich

Einkauf. Seit gut fünf Jahren werden

Katalogbestellungen von indirekten

Materialien elektronisch abgewickelt.

Durch die Einführung einer einheitlichen

Beschaffungsplattform in der

Gruppe bei gleichzeitiger Konsolidierung

der Lieferantenbasis konnten

wir unsere Beschaffungskosten deutlich

reduzieren – in einigen Warengruppen

um mehr als 30 %.“ Einer

Maschinenkäufe über das

Internet bleiben die Ausnahme

Handelsplattform für Werkzeugmaschinen

oder gar dem Online-Shopping

steht auch der Trumpf-Geschäftsführer

skeptisch gegenüber:

„Wir nutzen das Internet nicht für

Maschinenverkäufe und planen auch

nicht, das in Zukunft zu tun. Der Kauf

komplexer Maschinen, wie unsere

Werkzeugmaschinen es sind, ist beratungsintensiv.

Anlagen so zu konzipieren,

dass sie den individuellen Anforderungen

der Kunden optimal entsprechen,

ist eine Aufgabe, bei der

unsere erfahrenen Verkäufer nicht zu

ersetzen sind.“ Auch das partnerschaftliche

Vertrauensverhältnis, das

Außendienstmitarbeiter zu Kunden

aufbauen, indem sie diese oftmals

über viele Jahre hinweg beraten und

begleiten, sei über einen reinen Online-Kontakt

kaum möglich.

Bearbeitungszentrum

Großartig in Abmessung und Leistung

Bild: Toyoda

Online-Dienste zur Ferndiagnose

ermöglichen dem Hersteller

den weltweiten Zugriff

auf die Maschine.

Dicker Brummer: die

neue FH1250SX von

Toyoda Mitsui.

fähigenProduktionsanlagen für

Teile aus der Luftund

Raumfahrt,

Baufahrzeuge und

den Energiesektor,

wie z. B. Windkraftanlagen

und Turbinen

für den Kraftwerksbau.

Das Ergebnis

ist laut Toyoda

Mitsui ein universell

einsetzbares Maschinenkonzept,

das kraftvolle Spindeln, gute

Zugänglichkeit und einfache Bedienung

verbindet. Vorbereitet für den

automatischen Produktionsbetrieb

bietet die FH1250SX genug Raum für

eine Steigerung der Produktivität.

Halle 16, Stand C19

www.toyoda-mitsui.com


Bild: DST CNC-Mehrspindler

27. März 2008 • Nr. 13

Drehautomat

Produktion Nr. 13, 2008

ESSLINGEN (sm). Der Mehrspindeldrehautomat

MS22C von Index ist sowohl

als Baukastenvariante wie auch

als MS22C lean mit fest definiertem

Ausrüstungsumfang erhältlich. Er bearbeitet

Drehteile bis zu einem Durchmesser

von 22mm.

Der neue CNC-Mehrspindeldrehautomat

MS22C von Index ist als modularer

Systembaukasten konstruiert. Er

kann mit bis zu zwölf CNC-Kreuzschlitten,

sowie optional mit Y-Achsen,

zwei Synchronspindeln und

sechs Werkzeugen für die Rückseitenbearbeitung,

davon maximal vier angetriebenen,

ausgestattet werden. Die

V-förmige Anordnung der Werkzeugträger

gewährleistet dabei, dass allein

der Werkzeughalter die Bearbeitungsart

bestimmt. So können an jeder

Station Außen- und Innenbearbeitungen

mit festen oder angetriebenen

Werkzeugen erfolgen. Weiterhin

kann die MS22C als Doppel-Dreispindler

konfiguriert werden.

Die bekannten Vorteile der Index

CNC-Mehrspindler, wie die Hohlenwellenmotortechnik

in allen Arbeitsspindeln

und die optimale Wahl der

Schnittdaten über das CNC-Pro-

Bild: Index-Werke

gramm sind auch bei der MS22C integriert.

Die in allen Spindellagen vorhandenen

C-Achsen gestatten die

Komplettbearbeitung auch von aufwendigen

Werkstücken in kürzester

Zeit. Durch optional erhältliche Y-

Achsen können zusätzlich komplexe

Bearbeitungen vorgenommen werden.

Die frontoffene Bauweise in Verbindung

mit der intelligenten Anordnung

der Werkzeugträger erlaubt es

zudem, auf einen Längsschlittenblock

zu verzichten. Dies gewährleistet einen

freien Spänefall und damit eine

Messe-Special: METAV

hohe Prozesssicherheit.

Für einen besonderen Anwendungsfall

haben sich die Index-Werke

etwas Neues ausgedacht: Gehörte bisher

die Bearbeitung von hohen Stückzahlen

komplexer oder schwer zu zerspanender

Werkstücke zu den Haupteinsatzgebieten

moderner CNC-

Mehrspindeldrehautomaten, soll mit

der MS22C lean ein weiterer Einsatzbereich

erschlossen werden. Die

MS22C lean wurde speziell für den

bislang von kurvengesteuerten Mehrspindel-

sowie einfachen Lang- und

Bild: Index-Werke

Kurzdrehautomaten dominierten

Markt für mittelkomplexe Werkstücke

entwickelt. Durch ein festgelegtes,

dem Anwendungsbedarf entsprechendes

Ausstattungspaket sind die

systembedingten Vorteile der frontoffenenIndex-Mehrspindeldrehautomaten

in Zukunft auch für die wirtschaftliche

Fertigung dieser Drehteile

verfügbar.

Möglich wird dies aufgrund einer

konsequenten Ausrichtung auf die

Bedürfnisse der Zielgruppe. So wird

bei der MS22C lean im Gegensatz zur

Produktion S7

rechnet sich durch Flexibilität

Retrofit-Großbohrwerk

Aus Alt wird Neu

Produktion Nr. 13, 2008

MÖNCHENGLADBACH (sm). Der

Spindelkasten ist das Herz des Großbohrwerkes

Schiess FB 28/16. Die VA

Tech Hydro GmbH (VA Tech) fräst

mit ihm vor allem Nuten in Turbinenwellen,

in die später Turbinenblätter

eingesetzt werden. Es besticht mit

Daten wie 13 340 mm Bettlänge,

2 400 mm Bettbreite, 2 100 mm Bohrtiefe,

4 000 mm Verstellung des Spindelkastens

und 480 mm Durchmesser

der Frässpindelhülse. Nach 43 Jahren

zeigte das Bohrwerk jedoch erhebliche

Formschwächen. Die Symptome

waren deutlich: Laufgeräusche der

Hauptspindellagerung, des Hauptund

Vorschubgetriebes sowie Vibrationen.

Verschleiß an den Linear- und

Radialtraghülsenführungen und Lagerschäden

diagnostizierten die

Richtmeister der Dörries Scharmann

Technologie GmbH (DST) im ersten

Durchgang am VA-Tech-Standort

Weiz, Österreich. Weil Großbohrwerke

dieser Qualitätsklasse heute kaum

noch finanzierbar sind, entschlossen

sich die Fertigungsexperten des Herstellers

elektromechanischer Gesamtanlagen

für Wasserkraftwerke zu einem

grundlegenden Retrofit des

Spindelkastens. DST erhielt den Auftrag,

es für die ursprünglichen Qualitätsansprüche

zu reaktivieren. Neben

dem Know-how der Mönchengladbacher

Werkzeugmaschinenbauer

sprach für sie auch, dass sie über ein

umfangreiches Original-Zeichnungsarchiv

gelieferter Werkzeugmaschinen

der Marken Froriep, Jungenthal,

Köllmann, Schiess, Wanderer und

Für neue Aufgaben vorbereitet

ist der Spindelkasten

des Großbohrwerks

Schiess FB 28/16

nach der Überholung

durch die DST-Experten.

Die komplette Hydraulik

wurde ausgetauscht.

Wotan verfügen. So liegt auch Material

über die Schiess FB 28/16 vor.

Nach der Demontage bei DST in

Mönchengladbach zeigten die Untersuchungen

weitere Folgen des intensiven

43-jährigen Betriebes. Die manuelle

Zustellung und Positionsklemmung

der Hauptspindel war beschädigt,

Keil- und Passleisten verschlissen.

Als Hauptursache für die ‚Herzschwäche‘

identifizierten die DST-Retrofitfachleute

verstopfte Hydraulikleitungen.

Sie hatten zum Ausfall der

Schmierung geführt. Erschwerend für

die Instandsetzung erwiesen sich die

Randbedingungen hinsichtlich Material

und Fertigungsteilen. Die großen

Abmessungen der Hauptbauteile,

z. B. aus hochfester Sonderbronze,

führten zu Lieferengpässen. Das Aufarbeiten

der 5 650 mm langen Bohr-

In nur 23 Wochen wurde ein

neuer Spindelkasten installiert

spindel von Ø 160 mm und der Fräshülse

Ø 380 mm mit 3 230 mm Länge

verlangen spezifisches Know-how

und entsprechende Fertigungseinrichtungen.

Die Hydraulik erneuerten

die Mönchengladbacher deshalb

ebenso wie Wälzlager und Dichtungen.

Für den Auftraggeber war eine

schnelle Umsetzung der Retrofitmaßnahme

entscheidend: Mit aktiver

Unterstützung der Mitarbeiter von VA

Tech schafften die DST-Fachleute es

in 23 Wochen, einen neuwertigen

Spindelkasten zu installieren. Der finanzielle

Aufwand dafür lag in der

Größenordnung von 6 % der Investition

in ein neues Großbohrwerk.

Links: Bei der

MS22C bestimmt

allein der Werkzeughalter

die Bearbeitung.

Mitte: Die Index MS22C überzeugt durch

ihre frontoffene und damit leicht zugängliche

Bauweise.

Rechts: Mit maximal 31

NC-Achsen werden einfachere

Drehteile extrem

schnell gefertigt.

Ziemlich heiß.

Aber verlangt einen Pelzmantel,

wenn’s kalt wird.

MS22C eine Single-NCU eingesetzt,

was eine Anzahl von maximal 31 verfügbaren

Achsen erlaubt. Die Bearbeitungsmöglichkeiten

sind jedoch

weiterhin vielfältig. So ist in jeder

Spindellage eine C-, X- und Z-Achse

möglich. Auch eine Bearbeitung der

Rückseite kann mit drei feststehenden

Werkzeugen erfolgen. Die Index

MS22C lean verbindet die Schnelligkeit

einer Kurvenmaschine mit der

Flexibilität der CNC-Technik.

Halle 17, Stand A35

www.index-werke.de

Bild: Index-Werke


S8 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

Schneidwerkzeuge

Die Hoffmann Group setzt auf Multi Task Cutting

Produktion Nr. 13, 2008

MÜNCHEN (sm). Die Hoffmann Group

bietet spezielle Werkzeuge für das

Multi Task Cutting (MTC). Diese Werkzeuge

eignen sich vor allem für Bearbeitungsprozesse,

in denen reduzierte

Schnittkräfte gefordert sind. MTC-

Werkzeuge helfen dem Anwender,

Produktionszeiten und -kosten zu reduzieren.

Der Garant-MTC-Wendeplattenbohrer

ist eines der Highlights aus

der MTC-Produktpalette der Hoffmann

Group. Kunden sollen insbesondere

von seiner hohen Laufruhe, Maßhaltigkeit

und universellen Einsatzmöglichkeiten

profitieren.

MTC-Werkzeuge kommen überall

dort zum Einsatz, wo reduzierte

Schnittkraft gefragt ist – beispielsweise

bei der Bearbeitung sehr filigraner

Bauteile, die nicht die nötige

mechanische Steifigkeit für den Einsatz

von HPC-Werkzeugen bieten.

Ein weiteres Einsatzfeld sind instabile

Spannverhältnisse, zum Beispiel

bei komplizierten Werkstückgeometrien.

In diesen Fällen stoßen HPC-

Werkzeuge an ihre Grenzen: Die

Schnittwerte müssen korrigiert werden.

Um das zu vermeiden und damit

Kostensteigerungen zu verhin-

www.skpwerbung.de

Die Hoffmann Group präsentiert auf der METAV

den MTC-Wendeplattenbohrer.

dern, werden MTC-Werkzeuge eingesetzt.

Sie eignen sich dank ihrer

besonderen Geometrie zudem für

angetriebene Werkzeuge und Spindeln

mit einer Leistung von weniger

als 10 kW.

Die Hoffmann Group hat insbesondere

die MTC-Produktfamilie als

maßgeschneiderte Lösung für Multi-

Task-Maschinen (MTM) entwickelt.

Diese Maschinen verkörpern einen

rasant steigenden Trend im Maschinenbau:

Europaweit steigt der Anteil

der Multi-Task-Maschinen. Alleine

auf der EMO 2007 sind Maschinen im

Wert von mehr als 4 Mrd Euro verkauft

worden – ein Großteil davon

MTM. Die Hauptleistung dieser Maschinen

liegt beim Drehen. Das Fräsen

übernehmen Nebenspindeln mit

geringerer Leistung. Das Besondere

dabei ist das durch MTC erzeugte

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CNC-Präzisions-Drehmaschinen einsetzen: Von WEILER bekommen Sie immer die Top-

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Zerspanungsvolumen, welches laut

Angaben der Hoffmann Group mit

halber Schnittkraft etwa so hoch ist

wie bei einem vergleichbaren HPC-

Werkzeug. Kunden sollen vor allem

von der verkürzten Prozesszeit profitieren,

wodurch sich die erhöhten

Werkzeugkosten amortisieren.

Europaweit steigt der Anteil von

Multi-Task-Maschinen schnell

Bild: Hoffmann Group

Um die Vorteile der Multi-Task-Maschinen

voll nutzen zu können, muss

die Schneide der Werkzeuge so modifiziert

werden, dass ein maximales

Zerspanungsvolumen mit weniger

Kräften realisiert wird. Diese Schnittkraftreduzierung

wird durch zwei

Veränderungen in der Geometrie bewirkt:

Zum einen ist der Spiralwinkel

größer als bei herkömmlichen HPC-

70 Jahre

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Konventionelle/Servokonv. Drehmaschinen Zyklengesteuerte Drehmaschinen

CNC-Drehmaschinen Radialbohrmaschinen

Service

Werkzeugen. Hinzu kommt die ungleiche

Teilung der Spanwinkel, die

eine Asymmetrie und damit Laufruhe

erzeugt. Die speziellen Beschichtungen

verhelfen zur Steigerung der Prozesssicherheit.

Im aktuellen Katalog

des Werkzeugspezialisten können

Anwender aus circa 70 MTC-Werkzeugen

auswählen. Eines der Highlights

der MTC-Produktpalette, die

kontinuierlich erweitert wird, ist der

Garant-Wendeplattenbohrer 3xD. Er

überzeugt laut Hoffmann Group

durch hohe Seitenstabilität und optimale

Maßhaltigkeit von ±0,1 mm.

Dies wird durch die Auskompensierung

der Innen- und Außenschneiden

der Wendeplatten erzielt. Der innovative

Bohrer verfügt über eine hohe

Zentrierfähigkeit, denn die Pfeilschneide

mit Dachgeometrie führt

das Werkzeug optimal in der Boh-

rung. Dies trägt zusätzlich zur Maßhaltigkeit

des Werkzeuges bei. In der

Regel kann so eine zusätzliche Feinbearbeitung

eingespart werden. Maximierte

Spanräume vermeiden Spänestau

und sorgen für optimale

Spanabfuhr auch bei großen Bohrtiefen.

Der Bohrer bietet zudem eine

exakte Innenkühlung direkt auf die

Schneiden. Denn die Kühlkanäle

werden gerade eingefräst und das

Werkzeug danach speziell geformt.

Dadurch wird zum einen die Werkzeugstruktur

verdichtet und der

Widerstand gegenüber angreifenden

Torsionskräften erhöht. Ergebnis ist

eine optimale Radialsteifigkeit. Zum

anderen entfallen damit scharfe Umlenkungen

und Druckverluste in den

KSS-Kanälen. Das Werkzeug ist daher

ideal für Minimalmengenschmierung

bei 3 bis 10 bar Kühlmitteldruck.

Der Garant-MTC-Wendeplattenbohrer

eignet sich für unterschiedliche

Bohrprozesse wie das Anbohren

von schrägen Flächen und für stehenden

sowie rotierenden Einsatz. Er ist

für nahezu alle Werkstoffe einsetzbar

und in Durchmessern von 14 bis

44 mm erhältlich.

Halle 3, Stand A10

www.hoffmann-group.com

Wälzfräsmaschinen

Spezialist für die

Trockenbearbeitung

Bild: Gleason

Produktion Nr. 13, 2008

LUDWIGSBURG (sm). Die Gleason

Corporation stellt die neue Wälzfräsmaschine

Genesis 210H vor. Sie wurde

speziell für die Trockenbearbeitung

konstruiert. Dazu wurde der Arbeitsraum

komplett mit Edelstahl

ausgekleidet. Die großen Böschungswinkel

der Verkleidung sorgen für einen

optimalen Späneaustrag aus der

Maschine und verhindern den Kontakt

der Späne mit dem Maschinenbett.

Alle Vorschubantriebe liegen geschützt

außerhalb des Arbeitsraumes.

Die Maschine ist mit einer voll integrierten

Doppelgreifer-Automatik

ausgestattet. Die mechanische Kurvensteuerung

des Laders ermöglicht

eine Reduzierung der Be- und Entladezeit

auf ein absolutes Minimum. Im

Gegensatz zu den herkömmlichen

Wälzfräsmaschinen kommt im Fräskopf

der Genesis 210H eine neue,

zum Patent angemeldete Werkzeugaufnahme

zum Einsatz, die ohne einen

mechanischen Spannmechanismus

in der Frässpindel auskommt.

Durch die beidseitig kegelige Werkzeugaufnahme

und die so genannte

‚D-Drive‘-Drehmomentübertragung

ist ein Höchstmaß an Rundlaufgenauigkeit

über den gesamten Drehzahlbereich

gegeben. So sind, in Verbindung

mit den hohen Leistungs- und

Drehmomentwerten an der Fräser-

Auf dem neuesten Stand der

Technik präsentiert sich die

Wälzfräsmaschine Genesis 210H

von Gleason. Sie ist voll trockenbearbeitungstauglich.

spindel, gleichzeitig höhere Werkzeugstandzeiten

zu erwarten.

Sämtliche Genesis-Maschinen verfügen

über eine gemeinsame Plattform

und zeichnen sich durch eine

kleine Maschinenaufstellfläche aus.

Die Plattform ist so konstruiert, dass

die Maschine ohne spezielles Hebezeug

bzw. ohne die Errichtung eines

speziellen Fundaments installiert und

problemlos umgesetzt werden kann.

Hydraulik, Schmierung, Pneumatik

und Kühlung sind in einer leicht zugänglichen

Versorgungseinheit an der

Rückseite der Maschine zusammengefasst.

Über die direkt angetriebene

Fräser- und Werkstückspindel hinaus,

besitzt die Genesis 210H folgende

Merkmale:

■ Vielfache Anbindungsmöglichkeiten

an kundenseitige Werkstück-

Verkettungen.

■ Optional erhältliche Einrichtungen

zum Entgraten und/oder Anfasen

von Verzahnungen.

■ Modernste Siemens- bzw. Fanuc-

Steuerungssysteme mit bedienfreundlicherGleason-Dialogsoftware

auf Windows-Oberfläche.

■ Veränderbare Richtung der Späneentsorgung.

In Kombination mit

unterschiedlichen Spänefördersystemen

sind somit alle erdenklichen

Aufstellvarianten möglich.

Halle 15, Stand B19

www.gleason.com


Bild: Sandvik

27. März 2008 • Nr. 13

Aufsatzwerkzeuge

‚Das letzte Quäntchen‘

von Dr.-Ing. Jürgen Fronius, Komet

Produktion Nr. 13, 2008

BESIGHEIM (sm). Ob sich die Hochzüchtung

der Längen-/Durchmesser-

Verhältnisse von Aufsatzwerkzeugen

in Verbindung mit aktorischen Werkzeugsystemen

lohnt, ist eine Frage der

Anwendung. Richtig eingesetzt spielen

die KomTronic-U-Achssysteme von

Komet ihre Vorteile voll aus.

Ein generelles Problem der zerspanenden

Bearbeitung ist die Auskraglänge

eines Werkzeugs und zwar unabhängig

vom Bearbeitungsprozess.

Sie verursacht beim Fräsen wie auch

bei nahezu allen Bohr- und Spindelvorgängen

über die Prozesskräfte ein

Biegemoment. Da die meisten Werkzeuge

fliegend gelagert sind, entscheidet

die Steifigkeit des Werkzeugs

über die mögliche Auskraglänge.

Allerdings beeinflusst hier maßgeblich

auch die Steifigkeit von Spindel

und Maschine das Arbeitsergebnis.

Letzteres vor allem, wenn es sich

um Drehbearbeitungen handelt, weil

hier das Werkzeug nicht in einer

Spindel, sondern direkt im Futter

oder in einem Revolver eingespannt

ist. Die Situation verschärft sich,

wenn analog zu Plandrehköpfen auf

rotierenden Spindeln aktorische

Werkzeugköpfe für Drehbearbeitungen

in Bearbeitungszentren zum Einsatz

kommen. Bei solchen Werkzeugsystemen

ist konstruktiv bedingt ein

relativ hohes Eigengewicht gegeben.

Deshalb hat Komet bei der Weiterentwicklung

der KomTronic-U-Achssysteme

die Reduzierung der rotierenden

Massen fokussiert.

KomTronic-U-Achssysteme sind

automatisch in Bearbeitungszentren

einwechselbar. Durch frei programmierbare

Schneideneinstellung entsteht

hohe Flexibilität, die Verschleißkompensation,

sensorgesteuerte Genauigkeitsregelungen

und flexible

Konturbearbeitungen ermöglicht. In

den mechatronischen Wechseleinheiten

sind der Motor, ein elektronisches

Messsystem, die mechanischen Elemente

des Schiebers sowie Komponenten

für die Daten- und Energieübertragung

integriert. Waren Kom-

Tronic-U-Achsen bislang komplexe

Werkzeugsysteme, die jeweils als Einheit

für bestimmte Hublängen und

Auflösungen ausgelegt wurden, bietet

eine neue Generation durch modularen

Aufbau noch mehr Flexibilität.

Sie ist gleichzeitig kompakter und

leichter im Aufbau, was den Anforderungen

nach größeren Längen-/

Schneidleistung

und Standzeit erhöht:

GC4215 von

Sandvik.

Schneidwerkstoffe

Höhere Produktivität

beim Drehen von Stahl

Produktion Nr. 13, 2008

DÜSSELDORF (sm). GC4215, die

jüngste Sorte zum Drehen von Stahl

von Sandvik Coromant, soll in einem

weiten Anwendungsbereich höhere

Leistungsfähigkeit liefern. Fortschrittliche

Technologie sorgt dafür, dass mit

GC4215 die Produktivität erhöht werden

kann, ohne dass im P15-Bereich

beim Schruppen bis Feinschlichten

sowie bei kontinuierlichen bis leicht

unterbrochenen Schnitten in P10- bis

P20-Bearbeitungen die Sicherheit beeinträchtigt

wird.

Mehr als andere Sorten im P15-Bereich

bietet GC4215 laut Sandvik die

Möglichkeit, in vielen Applikationen

höhere Schnittdaten zu fahren. Der

Grund: Das neue Hartmetall-Substrat

und die fortschrittliche Beschichtungstechnologie

sollen in Kombination

eine sichere und produktive

Schneidkante ergeben. So werde der

Einsatz in vielen Anwendungsbereichen

möglich. Dazu gehöre auch die

Verwendung als Optimierer oder als

Ergänzung zu GC4225 im Bereich

P20. Dank einer verbesserten Widerstandsfähigkeit

gegen plastische Deformation

und Verschleiß ist die Prozesssicherheit

der neuen Sorte laut

Sandvik hoch. Erreicht werde das

durch ein neues optimiertes HM-

Substrat und einer MT-CVD-Beschichtung

mit reduzierten Eigenspannungen.

Vor allem bei kontinuierlichen

Schnitten zeige GC4215 exzellente

Leistungen und stelle damit eine hohe

Bearbeitungssicherheit bei Stahlsorten

mit geringem Kohlenstoffgehalt

bei niedrig und hoch legierten

Stahlsorten sicher. Hervorragend geeignet

ist die Sorte laut dem Hersteller

auch für Gusseisen-Drehanwendungen,

die hohe Belastbarkeit erfordern.

Die Verschleißerkennung sei

dank der schwarzen und goldenen

Beschichtung, die sich auf allen Wendeplatten-Sorten

der neuen Generation

zum Drehen von Stahl befinde,

gut sichtbar. Die dickere, spannungsarme

Al203-Aluminiumbeschichtung

GC4215 ergänzt die neue

Generation von Stahl-Drehsorten

bietet laut dem Hersteller maximalen

thermischen und chemischen Schutz,

während die MTCVD-TiCN-Beschichtung

für bestmögliche mechanische

Verschleißfestigkeit und Haftung am

Substrat sorge. Das gradient-gesinterte

Substrat sorge für maximale Formbeständigkeit

ohne Zähigkeitsverlust.

GC4215 ergänzt das von Sandvik

Coromant angebotene Spektrum der

Drehsorten für Stahl, die in den letzten

zwei Jahren eingeführt wurden.

Gemeinsam sind ihnen laut dem Hersteller

höhere Schneidleistungen und

eine höhere Standzeit.

Halle 3, Stand D24

www.coromant.sandvik.com/de

Messe-Special: METAV

Durchmesser-Verhältnissen und höheren

Zeitspanvolumen entgegenkommt.

Eine erhebliche Verbesserung

ist Komet auch mit einem neuen Unwuchtausgleich

gelungen. Die bisherigen

KomTronic waren aus Masseund

Dimensionsgründen ungewuchtet.

Durch die Entwicklung eines extrem

kompakten Unwuchtausgleichs

ist es gelungen, die Ausgleichmassen

in eine nahe Ebene des Werkzeugund

Schieberschwerpunkts zu verlegen

und so erstmals eine annähernd

dynamische Wuchtung unabhängig

vom Hub zu realisieren. Dieser Unwuchtausgleich,

als Modul konzipiert,

wurde von Komet auch in den

Flachbahnschieber-Plandrehköpfen

der KomDrive-Familie integriert.

Komet bietet aktorische

Werkzeugsysteme bis 6 x D

Da solche Werkzeugsysteme durch

ihr Gewicht die Motor- und Getriebespindel

in ihren dynamischen Verhaltensweisen

beeinflussen, hängen die

möglichen L/D-Verhältnisse der Bohrungsbearbeitung

in Verbindung zum

Zeitspanvolumen grundsätzlich auch

von den Maschineneigenschaften ab.

Die Konsequenz ist, dass zusätzlich

im Bereich der Aufsatzwerkzeuge be-

Bild: Komet

sondere Dämpfungsmaßnahmen zu

ergreifen sind, die jedoch einerseits

konstruktiv auf das Aufsatzwerkzeug

beschränkt bleiben müssen, andererseits

aber zwingend die Verhaltensänderungen

der Maschinenstruktur und

des Werkzeugkopfes berücksichtigen

müssen. Neben der konstruktiven

Möglichkeit am Werkzeug hat sich gezeigt,

dass diese Abstimmungen direkt

in der Maschine noch das letzte

Quäntchen bringen, was letztlich zu

bedeutenden Erhöhungen der maximal

möglichen Auskraglängen führt.

Vergleicht man dazu die Abstimmung

in einem Prüfstand, sind dies in Zahlen

zwar nur Verbesserungen hinter

dem Komma, die jedoch am Werkstück

etliche Millimeter Bearbei-

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vom 31.03.– 04.04.2008, Halle 15, Stand B2.

Bleibt immer cool.

Auch wenn’s heiß wird.

Produktion S9

Das relative

hohe EigengewichtaktorischerWerkzeugebeeinflussterheblich

die möglicheAuskraglänge

von

Aufsatzwerkzeugen.

tungstiefe oder erheblich mehr Zeitspanvolumen

bringen. Komet sind in

Verbindung mit aktorischen Werkzeugsystemen

schon L/D-Verhältnisse

von knapp unter 6 x D gelungen.

Auch das Zeitspanvolumen auf einem

KomTronic-U-Achssystem 160 mit 50

mm Hub und 215 mm Auskraglänge

des Aufsatzwerkzeugs mit Schnitttiefen

von 2 mm bei einem Vorschub

von 0,2 mm/U ist beeindruckend.

Letztlich ist es in der Praxis doch

ein enormer Zugewinn an Flexibilität

beim Einsatz aktorischer Werkzeugsysteme

auf Bearbeitungszentren hinsichtlich

Zeitspanvolumen und etlicher

Millimeter Bearbeitungstiefe.

Halle 3, Stand C9

www.kometgroup.com

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S10 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

Spitzendrehmaschinen

Weniger kann manchmal mehr sein

Produktion Nr. 13, 2008

STUTTGART (sm). Auch in hoch

technisierten Betrieben fallen immer

wieder Dreharbeiten an, die Mitarbeiter

unterschiedlicher Qualifikation

und mit geringstem Aufwand bewältigen

müssen. Wenn die dafür benötigten

Maschinen ohne große Einweisung

bedient und die Teile nach den

geforderten Vorgaben hergestellt

werden können, lassen sich von der

Instandhaltung bis zur Produktion

vielseitige Anforderungen in kürzester

Zeit erfüllen.

Ein Beispiel für diese universellen

Helfer sind die von der Parat GmbH

vertriebenen Spitzendrehmaschinen

Dalian CDS und CW. Die neue Baureihe

‚konventionelle Drehmaschinen‘

umfasst sieben Typen und wurde erstmals

anlässlich der EMO 2007 in

Hannover vorgestellt. Mit Drehdurchmessern/-längen

von 320/1 000 mm

Bild: 600Group

bei dem kleinsten Modell – es ist ab

7 700 Euro lieferbar – und

800/6 000 mm bei dem größten bieten

die Maschinen ein sehr breites

Einsatzgebiet für Dreharbeiten unter-

schiedlicher Art. Diesem universellen

Einsatz sind auch die Spindeldrehzahlen

bis 2 100 min -1 sowie die Antriebsleistungen

bis 22 kW angepasst.

Die Maschinen verfügen über eine

Standardausstattung – einschließlich

Digitalanzeige für 2 (3) Achsen –, die

dem Anspruch ‚universeller Einsatz‘

voll gerecht werden soll. Ergänzt durch

Bei einfachen, sporadisch anfallenden

Bearbeitungen geht

es auch ohne CNC-Steuerung.

das optional lieferbare

Zubehör lassen sich auch

komplexe Drehaufgaben

mit einer individuellen

Ausstattung wirtschaftlich

lösen – ein Leistungsmerkmal,

das besonders dem Ausbildungswesen

neue Wege öffnen soll.

Dalian-Spitzendrehmaschinen sind

ein Produkt der chinesischen Dalian

Machine Tool Group (DMTG) und der

englischen 600Group PLC. Gebaut in

China, wird jede Maschine von Spezialisten

der 600Group nach europäischen

Standards geprüft und abgenommen.

Selbstverständlich sind deshalb die Zertifizierung

nach ISO 9001:2000 und

die CE-Konformitätserklärung.

Halle 16, Stand A19

www.parat-wzm.de

Bild: Weiss

Vertikalbandsäge

Platten automatisch zuschneiden

Produktion Nr. 13, 2008

ACHERN (sm). Das Einsatzgebiet

der flexiblen

Vertikalbandsägemaschine

KASTOcross findet sich

im Werkzeugstahlhandel,

Werkzeug- und Formenbau

(auftragsbezogene

Zuschnitte) und im Stahlhandel

(Kopf- und Fußschnitte

und Brammen-

Konfektionierung). Der

Vorteil gegenüber Horizontalbandsägemaschinen

gleichen Arbeitsbereichs

liegt in der schnelleren Bear-

beitung und in geringeren Werkzeugund

Investitionskosten. Auch beschleunigt

die gute Zugänglichkeit

den Rüstvorgang. Besondere Erwähnung

verdient das moderne Design.

Das Bedientableau der Sägemaschinen-Steuerung

KASTO BasicControl

ist sehr gut zugänglich angebracht.

Die Vertikalbandsägemaschine KA-

Antriebstechnik

Weiss präsentiert eine

Plug&Play-Motorspindel

Produktion Nr. 13, 2008

SCHWEINFURT (sm). Der Spindelspezialist

Weiss hat seine Motorspindeln

‚Drive-CLiQ‘-fähig gemacht. Damit

sparen Anwender Kosten bei der Integration

des Antriebssystems in die

Maschine. Auf der METAV präsentiert

das Unternehmen Spindeln, die über

eine solche Schnittstelle mit der Siemens-Steuerung

840D sl verbunden

werden können.

Die Inbetriebnahme einer Spindeleinheit

in Werkzeugmaschinen erfordert

meist viel Zeit und Expertenwissen.

Deshalb werden damit häufig externe

Inbetriebnehmer beauftragt. Diese

Vorgehensweise ist jedoch kostenintensiv.

Um Anwendern diese Aufgabe

zu erleichtern und ihnen weitere Vorteile

zu erschließen, kann Weiss Spindeln

mit einer sogenannten Drive-

CLiQ-Schnittstelle anbieten. So kann

die Spindel mit weniger Engineeringaufwand

in das Antriebssystem einer

Maschine integriert werden.

Wesentlicher Bestandteil von innovativen

Antriebssystemen sind

elektronische Typenschilder in jeder

Komponente. Über eine Drive-CLiQ-

Verbindung werden alle entsprechend

ausgerüsteten Antriebskomponenten

automatisch erkannt. Weiss-

Spindeln können mit einer integrierten

Drive-CLiQ-Schnittstelle ausgestattet

werden. Darin sind sowohl die

elektrischen Ersatzschaltbilddaten

des Motors als auch die Kennwerte

Das Bild zeigt die Vertikalbandsägemaschine

KASTOcross A 4x12 mit Sägemaschinensteuerung

BasicControl.

STOcross kann Schnitte bis 410 mm

Höhe und 1 270 mm Breite mit Sägebändern

von 41 mm Höhe durchführen.

Optional gibt es die KASTOcross

mit einem automatischen Materialvorschub

mit 600 mm oder mit 1 500

bzw. 3 000 mm Vorschublänge.

Halle 5, Stand G25

www.kasto.de

Der Hersteller

Weiss Spindeltechnologie GmbH

– A Siemens Company

Die Weiss Spindeltechnologie GmbH

mit Sitz in Schweinfurt ist Spezialist

für die Entwicklung und Produktion

von hochpräzisen Motorspindeleinheiten.

Das Unternehmen

liefert ein komplettes Spektrum

an standardisierten sowie individuellen

Lösungen und realisiert

deren Einbettung in mechatronische

Gesamtsysteme. Seit 2003 ist

die Weiss GmbH eine hundertprozentige

Tochter der Siemens AG.

des eingebauten Gebersystems

hinterlegt. Dadurch entfällt die manuelle

Dateneingabe während der Inbetriebnahme

und beim Spindeltausch,

was beide Vorgänge sicherer

und schneller macht.

Das digitale Typenschild beinhaltet

neben den technischen auch logistische

Daten wie Herstellerkennung,

Typenbezeichnung, Seriennummer,

Herstelldatum und Daten durchgeführter

Servicearbeiten. So lässt sich

der Lebenslauf der Spindel jederzeit

eindeutig nachvollziehen. Darüber

hinaus bietet das System alle Vorteile

der digitalen Datenübertragung. Alle

analogen Signale werden über einen

integrierten A/D-Wandler an das

Übertragungsprotokoll angepasst.

Damit entfallen zusätzliche Kabel,

und gleichzeitig wird die Übertragung

EMV-sicher. Dank der Drive-

CLiQ-Schnittstelle können die in der

Spindel hinterlegten Einstellparameter

für Motor, Geber und Lager einfach

und schnell an den Sinamics-

Umformer übertragen werden.

Halle 3, Stand A40

www.weissgmbh.de

Weiss-Motorspindel mit Drive-CLiQ:

Mit der Drive-CLiQ-Schnittstelle lassen

sich schnell und unkompliziert alle relevanten

Kenndaten digital zwischen Motorspindel,

Antrieb und Steuerungssystem

der Werkzeugmaschine austauschen.

Bild: Kasto


27. März 2008 • Nr. 13

Planfräswerkzeuge

Kennametal verspricht um 30 %

höhere Produktivität

Produktion Nr. 13, 2008

FÜRTH (sm). Kennametal bietet mit

Dodeka ein neues Fräsprogramm zum

Planfräsen. Laut dem Hersteller steigert

es die Produktivität – bei gleichem Leistungsverbrauch

der Frässpindel – um

30 % gegenüber bisher am Markt verfügbaren

Produkten. Dodeka ist ein

Fräsprogramm mit 12 Schneidkanten.

Das Programm wurde mit dem Ziel entwickelt,

höhere Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten

bei niedrigerer

Schnittkraft zu erzielen. Damit soll es

möglich sein, zusätzlich auch auf Maschinen

mit weniger Spindelleistung,

im Bereich von 5–15kW, die Produktivität

zu steigern. Jedoch seien mit Dodeka

auch hohe Vorschübe bis

0,6 mm/Zahn möglich. Zudem ist Dodeka

laut Kennametal ein sehr anwenderfreundliches

Produkt, denn es benö-

Praxis

Kettler setzt auf die

Komplettbearbeitung

Produktion Nr. 13, 2008

FRANKFURT (sm). Heimsportler sind

anspruchsvolle Kunden, die gerne jedes

Jahr ein völlig neu gestaltetes Sportgerät

angeboten bekämen. Entsprechend

hoch fallen die Anforderungen von

Sportgeräteherstellern wie Kettler an

die Produktionstechnik aus.

Der Sportartikel- und Freizeitsektor befindet

sich in einem ständigen Veränderungsprozess.

Das wirkt sich auch auf

die Produktionstechnik aus, die flexibel

und zugleich wirtschaftlich sein muss.

Die Heinz Kettler GmbH & Co. KG aus

Werl hat die passende Werkzeugmaschinentechnik

gefunden. Klaus Wedekind,

Betriebsleiter des Rohrwerks:

„Das Werkzeug Laser hat bei uns eine

enorme Leistungssteigerung durch die

mannarme Komplettbearbeitung von

Baugruppen aus Stahlrohr und Blech

gebracht.“ Früher wurden die Rahmen

beispielsweise für Indoorbikes gestanzt

und gefräst. Deshalb wurden Designstudien

zunächst ebenfalls mit diesen

Der Laser brachte den

Durchbruch bei Indoorbikes

Technologien kalkuliert. Sie erwiesen

sich jedoch als zu unwirtschaftlich. Die

angepeilten Herstellungskosten wären

nicht erreichbar gewesen. Das Projekt

drohte zu scheitern, bis der Laser ins

Spiel kam. Er ermöglichte Kettler, die

Schlüsselkomponenten für die Sportgeräte

in den erforderlichen hohen Stückzahlen

wirtschaftlich selbst herzustellen

und dabei die Vorteile des Laser-

Rohrschneidens aktiv zu nutzen: Die

TruLaser Tube von Trumpf verarbeitet

im Rohrwerk von Kettler Präzisionsstahlrohre

mit Tunnelprofil.

Die Grundgestelle wurden für die

Rohrlaserbearbeitung leicht umkonstruiert.

Dadurch lassen sie sich nun

auf der Lasermaschine in einer Aufspannung

mit Ausschnitten und Konturen

versehen. Der Einsatz von Tunnelprofilen

bietet erhebliche Vorteile für

die sichere Fixierung von verstellbaren

Der Anwendungsbereich der neuen Produktlinie

Dodeka liegt vorrangig im Maschinenbau

und Automobilbereich.

tigt nur eine einzige Schraube beim

Austausch der Wendeschneidplatten.

Dodeka ist geeignet für die unterschiedlichsten

Werkstoffe von Stahl

und Gusseisen über rostfreie Werkstoffe

bis hin zu hitzebeständigen Legierungen

wie Titan und Inconel.

Halle 4, Stand D34

www.kennametal.com

Fitnesskur mit

dem Laser: Das

moderne Werkzeugermöglichte

die günstige

Fertigung.

Bild: Kettler

Bauteilen, wie beispielsweise Sattel

und Lenker bei Heim- und Crosstrainern:

Diese werden als Knickelemente

ausgeführt, um die Teileanzahl und

Schweißnahtlänge zu reduzieren. Norbert

Beier, Leiter Vertrieb Laser-Rohrschneiden

bei der Trumpf-Gruppe:

„Das Ergebnis sieht nicht nur gut aus.

Die Laserbearbeitung verringert auch

im Vergleich zur spanenden Bearbeitung

die Werkzeugkosten um etwa

40 %.“ Dank kürzester Rüstzeiten ist

die Bearbeitung äußerst flexibel. Die

Rohrlaserbearbeitung ist nun zum festen

Bestandteil der Konstruktionen bei

Kettler geworden: Mittlerweile sind in

fast allen Freizeitgeräten lasergeschnittene

Rohre verbaut. Dadurch ergibt

sich für Trumpf ebenfalls ein Vorteil.

„Unser Unternehmen hat in den vergangenen

Jahren derart viel Kompetenz

in der Laser-Rohrbearbeitung aufgebaut,

dass es mittlerweile auch als

Lohnfertiger agiert“, berichtet Experte

Beier. Das nötige Know-how für derart

anspruchsvolle Produktionslösungen

erhalten Firmen aus der Sportgerätebranche

auf Fertigungsmessen wie der

METAV in Düsseldorf.

Bearbeitungszellen

Höchste Produktivität bei

minimalem Platzbedarf

Produktion Nr. 13, 2008

CH-SEON (sm). Zur METAV präsentiert

der Schweizer Maschinenhersteller

Fehlmann eine neue kompakte Automatisierungslösung

für die effiziente, flexible

Fertigung von komplexen Einzelteilen

und Serien im Werkzeugbau: die

Bearbeitungszelle Picomax 60 ERC.

Bild: Kennametal Messe-Special: METAVProduktion S11

Konzipiert wurde die Picomax 60 ERC

für Anwender, die eine kompakte Platz

sparende und trotzdem erweiterbare

Automationslösung suchen. Ausgerüstet

mit dem Fehlmann MCMTM (Software

zum einfachen Steuern der gesamten

Fertigungszelle) kann diese Anlage

genauso gut für Serien wie auch

für Einzelteile eingesetzt werden. Bemerkenswert

sind auch der minimale

Platzbedarf von 6 m 2 und der optimale

Zugang zur Maschine trotz Automa-

mann betont auch die sehr stabile und

kompakte Bauweise, welche höchste

Positionier- und Repetiergenauigkeit

bei hohen Verfahrgeschwindigkeiten

gewährleiste. Die im Vertikalständer integrierte

Hochgeschwindigkeitsspindel

ist mit Hybridlager (Keramikkugeln

und Stahlringen) ausgerüstet und hat

einen Drehzahlbereich von 50 bis

Pionier der Lineartechnik

Halle 3 � Stand A64

tion. Bis zu zwei Maschinen

können durch den Roboter

beladen werden und die

Magazinplätze sind je nach

Ausführung einfach von 5

bis 160 Plätze erweiterbar.

Bei der Picomax 60 handelt

es sich um ein präzises

Hochleistungs-Fräs- und

Bohrzentrum in Vertikalständer-Aus- 20 000 min

führung mit integriertem Koordinatentisch

und automatischem Werkzeugwechsler

für bis zu 48 Werkzeuge. Fehl-

-1 Kompakt, automatisiert und je nach Kundenwunsch

ausbaubar: die Fehlmann Picomax 60 ERC.

(63,9 Nm Drehmoment).

Sie verfügt zudem über Z/S-Interpolation.

Ausgerüstet ist die Maschine mit

der Heidenhain-CNC-Bahnsteuerung

Die Lineartechnik mit Original Kugelkette von THK verfügt über das besondere Leistungsplus.

Die verdoppelte Lebensdauer, überragende Laufeigenschaften und beste High-Speed-

Performance bei halbem Geräuschpegel geben jeder Anwendung innovative Impulse. Die

reduzierten Betriebskosten dank optimiertem Preis-Leistungsverhältnis und der mögliche

wartungsfreie Einsatz werden auch Ihre Kunden überzeugen.

www.thk.eu

Bild: Fehlmann

iTNC530M. Optional erhältlich sind

z.B. ein automatischer Teil-/Schwenkapparat

mit integriertem Spannfutter

für 5-Seiten- oder 5-Achsenbearbeitung,

ein direkt auf dem Tisch montiertes

Kraftspannfutter oder unterschiedliche

Werkstückträger.

Halle 16, Stand F17

www.fehlmann.com


S12 Produktion 27. März 2008 • Messe-Special: METAV

Nr. 13

Werkzeugeinstellung

Kinderleichte Werkzeugeinstellung und -vermessung

Produktion Nr. 13, 2008

FREIBERG/NECKAR (sm). Mit der neuen

Software ‚pilot 3.0‘ kann laut dem

Hersteller Zoller jedermann einfach

Werkzeuge einstellen und vermessen.

Leider denkt man häufig, ein Werkzeug

einzustellen oder zu messen ist

relativ unwichtig und viele glauben

zudem, dass ein Laser in der Maschine

ein Einstell- und Messgerät ersetzt.

Dabei nimmt das Messen und Einstellen

von Werkzeugen in der Fertigung

eine zentrale Rolle ein. Solche Berührungsängste

beruhen oft auf schlechten

Erfahrungen beim Einsatz von

Einstell- und Messgeräten billiger Anbieter.

Dagegen kann mit der neuen

Berührungsängste sind

immer noch weit verbreitet

Software ‚pilot 3.0‘ laut dem Hersteller

Zoller wirklich jedermann spielend

einfach Werkzeuge einstellen

und messen. Genaues, sicheres Messen,

einschließlich Etikettendruck,

Listendruck und steuerungsgerechte

Datenausgabe an die Maschine nennt

Zoller als standardmäßige Leistungsmerkmale

seiner Werkzeugeinstellgeräte.

Der Bediener werde am Einstell-

Spitzenweite bis 3000 mm

Hauptantrieb bis 54 kW

Bis zu 100 Werkzeuge

Max. Dreh-Ø 670 mm

B-Achse: Fräsleistung 20 kw

MILLTURN

und Messgerät durch die Software

interaktiv geführt, er arbeite intuitiv,

eine Fehlbedienung sei ausgeschlossen.

Diese Technik rechne sich und

mache sich bezahlt, spätestens beim

ersten Maschinencrash, der nicht gefahren

werde.

Das Messen und Einstellen von

Werkzeugen wird auch deshalb wenig

beachtet, da man oft der Ansicht ist,

CLAMP ONCE - MACHINE COMPLETE

WFL Millturn Technologies GmbH&Co.KG | A-4030 Linz

Austria | Wahringerstraße 36 | Tel +43-(0)732 - 69 13-0

Fax +43-(0)732 - 69 13 - 81 72 | E-Mail office@wfl.at

Büro Sinsheim | D-74889 | Am Leitzelbach 20

Tel +49-(0)72 61-94 22-0 | Fax +49-(0)72 61-94 22-29

E-mail office@wfl-austria.de | Internet www.wfl.at

Bild: Zoller

dass kein Personal zur Verfügung

steht, um die Werkzeugdaten in eine

Elektronik einzugeben und zu speichern.

Aber erst gespeicherte Werkzeugdaten

führen dazu, dass die Fertigung

reibungslos läuft, dass Ausschuss

vermieden wird, dass auch bei

Krankheit oder Urlaub eines Bedieners

die Produktion trotzdem weiterläuft,

dass Termine gehalten und un-

31. März – 4. April Düsseldorf

Halle 17 – Stand B4

Messtechnologie der Zukunft: die

Steuerungs-Software ‚pilot 3.0‘ von

Zoller.

nötige Werkzeugkosten vermieden

werden. Die neue Steuerung ‚pilot

3.0‘ macht das Erfassen und Speichern

von Werkzeugen ganz einfach.

Wenn der Bediener es wünscht, vergibt

die Zoller-Steuerung automatisch

die Werkzeugidentnummer und hat

bereits eine Bibliothek für die Bezeichnung

der Werkzeuge hinterlegt,

so dass aus dieser Bibliothek nur der

Name des Werkzeuges ausgewählt

werden muss. Die Schneidenformerkennung

erfolgt vollautomatisch, und

mit Playback sind alle Daten richtig in

der Datenbank gespeichert.

Messen und Einstellen von Werkzeugen

mit steuerungsgerechter Datenausgabe

– bei Großunternehmen

an der Tagesordnung, bei kleinen und

mittleren Unternehmen oft vernachlässigt

oder mangels Kenntnis abgelehnt.

Auch dies wird laut Zoller mit

‚pilot 3.0‘ in Zukunft einfach. Die

Steuerung besitzt eine integrierte Maschinenverwaltung,

in der die Daten

der Werkzeugmaschine einmal und

richtig eingegeben werden. In der

Maschinenverwaltung werden der

Nullpunkt für die Werkzeugaufnah-

Vorsprung

me sowie das Format für die steuerungsgerechte

Datenausgabe festgelegt.

Ist die Maschine mit Werkzeugidentifikation

ausgestattet, wird auch

das Format der Zeichenkette fest und

eindeutig hinterlegt. Nach der Auswahl

der Maschine, für die das Werkzeug

eingestellt oder gemessen werden

soll, sind alle wichtigen Daten

festgelegt, vom Nullpunkt der Werkzeugaufnahme

über das steuerungsgerechte

Datenausgabeformat bis hin

zur Zeichenkette für die Werkzeugidentifikation.

Sind Parameter für das

Sicherheit in der Fertigung,

weniger Ausschuss spart Geld

Werkzeug nicht richtig in der Software

hinterlegt, zeigt die Steuerung

‚pilot 3.0‘ dem Bediener sofort, welche

Parameter noch eingegeben werden

müssen. Fehlt beispielsweise die

Magazinbelegung für die Maschine,

wird der Bediener aufgefordert, den

Magazinplatz einzugeben. Ohne richtige

und vollständige Dateneingabe

ist keine Ausgabe möglich. Das bedeutet

laut Zoller Sicherheit in der

Fertigung, vermeidet Ausschuss und

spart Kosten.

Halle 3, Stand D40

www.zoller.info

Wir stellen aus: METAV Düsseldorf, Halle 01 Stand C31

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