Jugendbewegung und Hakenkreuz

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Jugendbewegung und Hakenkreuz

Uniformen im GodesheimJugendbewegung undHakenkreuzDie Uniformteile: kurze Hose, Litewka mit Gürtel,Grundausstattung der „Bündischen Jugend",fanden bei Hausvater Ziegler volle Zustimmung.Der Nationalsozialismus erfaßte nach 1933 den Alltag auch im Godesheim: Pimpfe inUniform und strammes Marschieren bestimmten das Bild auf dem Heimgelände, wobeiUniformen nur eine Facette darstellten. Die NS-Partei wirkte in alle Lebensbereiche:regelte die Bewirtschaftung von Metallen, von Heizmaterial und Dieselkraftstoff,bestimmte die Einweisung von Kindern in NSV-Heime, unterbot die Pflegesätze underschwerte damit systematisch das Überleben von Godesheim.Die Spenden blieben aus, weil Straßen- und Haussammlungen die Spendenfreudigkeit derBevölkerung überforderte. Sinkende Kinderzahlen und fehlende Mittel führten 1938/39zum finanziellen Ruin. Der drohende Konkurs konnte durch Landverkäufe abgewendetwerden. Im Krieg stabilisierten sich die Pflegesätze, man brauchte wieder Kinderheimplätze.So überdauerte das Godesheim die NS-Zeit und den 2. Weltkrieg.Uniformen erobern das Stadtbild.Zwei Godesheimer Jungen mit ihrerTante beim Stadtbummel – 1934.1934...40


HJ-Schar im Godesheim.Die HJ nutzte dieWandervogelromantik fürvormilitärische Erziehung:aus harmlosen Geländespielenwurde bald bitterer Ernst.Beim Bocciaspiel – 1935/36.Die Hausmutter (verdeckt), Hausvater Horn (beim Wurf),Robert Gurker, Lehrer Topfstedt, Hans Strumm,Georg Weigel, Ernst-Ulrich Horn –Namen nach dem Original/Topfstedt.Militärische Grundübungen auf demWaldsportplatz gehörten 1932 sicherzur Vorbereitung einer Wanderfahrt.41

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