Müller-Thurgau

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Müller-Thurgau

Die großen SAVOIR-VIVRE-Degustationen

Auf Entdeckungstour

Riesling, Silvaner, Grau- und Weißburgunder,

Müller-Thurgau und Roséweine im großen Weintest

Wer nicht dabei ist, kann nicht gewinnen.“ Unter dieser

Devise firmieren die Verkostungen von SaVoIR-

VIVRE. Bernhard Huber – auf unserem Bild zu

sehen–, Vorzeigewinzer aus Malterdingen, ließ sich

nicht zweimal bitten und stellte seinen schon legendären

Schlapperwein, gekeltert aus der Rebsorte

Müller-Thurgau, einer Jury von zehn exzellenten

Weinkennern zur Begutachtung vor. „Feine Stilistik“,

„filigrane Muskatnote“ notierten die Verkoster

als Geschmacksnoten und stuften den „2010 Müller-Thurgau

Qba trocken“ als exzellenten Wein ein

– zwei SaVoIR-VIVRE Sonnen. Ein glänzendes

Resultat. aber der beste Rivaner, wie Müller-Thurgau

auch genannt wird, dieser Verkostungsrunde

gedeiht nicht in Baden, sondern in Rheinhessen.

Erste Wahl, was Klaus Scherner aus Flörsheim-Dals-

33


v Wein/Degustation

Die Jury testete weit über 100 Weine – verdeckt und nach dem 100-Punkte-Schema. Die Verkoster-Riege

bestand aus (v.l.) Karl Kranjak (Weinfachmann), Ingrit Schuchmann (Weinbautechnikerin), Alexandra

Szafran (Weinfachfrau), Blanka Glapiak (Sommeliére), Junka Iwamoto (Weinjournalistin), Matthias

Fischer-Willwater (Weinhändler), Elisabeth Füngers (Sommeliére), Rüdiger Albert (Verkostungsleiter).

Torsten Tesch (Weinhändler, r.o.) und Hans-Henning Brügesch (Weinhändler, r.u.).

heim, der SaVoIR-VIVRE-Jury vorgestellt

hat. Bewertung: „erfrischend, anregend,

feine Frucht und perfekte Harmonie“.

Der „2009 Rivaner Qba trocken“

erzielte 84 Punkte von 100 möglichen

und wurde als bester Wein der Müller-

Thurgau-Runde eingestuft.

Eine kleine Sensation? Für Kenner

der deutschen Weinszene ist das Ergebnis

keine Überraschung. Scherner kelterte

schon den besten Wein in British

Columbia (Kanada). Sein Wein wurde

Queen Elizabeth II. beim Staatsempfang

zum abendessen kredenzt. Und nach

O

Rückkehr und Übernahme des elterlichen

Weinguts avancierte er zum Weinpionier

in Rheinhessen.

In den Redaktionsräumen von

SaVoIR-VIVRE verglichen zehn ausgewiesene

Weinnasen weit über hundert

Kreszenzen aus deutschen Winzereien. Es

ging um Riesling, Weiß- und Grauburgunder,

Silvaner, Müller-Thurgau (Rivaner)

und um Roséweine. Die Weine wurden

nicht querbeet, sondern Sorte für Sorte

und Qualitätsstufe für Qualitätsstufe

getestet – vom Qualitätswein besonderer

anbaugebiete (Qba) über Kabinett und

Müller-Thurgau: Der Lapsus

des Herrn Professors

Nach Janis Robinson, der renommierten englischen

Weinjournalistin, ist Wein eine Angelegenheit, die eine

„breite Kenntnis geschichtlicher, geographischer und

wirtschaftlicher Zusammenhänge“ erfordert.

hne Zweifel gehört Wein zu den gehobenen

Kulturgenüssen. aber das Kulturgut

Wein gehört auch zum alltagsgeschäft.

Und der alltag in Sachen Wein heißt:

deutsche Weintrinker sind dazu bereit

durchschnittlich 2,54 Euro pro Flasche

auf den Tresen des Hauses zu legen. Das

ist nicht gerade berauschend viel Münze

– hier ist guter Rat von Nöten. Denn

34 SAVOIR-VIVRE

Winzer, die beim Wirtschaftsgut Wein

bereit sind, Geld zuzuzahlen, gehören

eher zu einer Spezies, die noch erfunden

werden müsste.

Der Schweizer Wissenschaftler Hermann

Müller wusste dereinst Rat: „Wie

wichtig könnte für manche Weinbau-

Gegenden eine Traubensorte werden,

die mit den köstlichen Eigenschaften

Spätlese bis hin zur auslese.

Die SaVoIR-VIVRE-Tester bewerteten

Klarheit, Farbintensität und Konsistenz,

den Duft nach allgemeinem

Eindruck (neutral, sauber, Hefegeruch,

Essigstich u.s.w.), nach Fruchtaromen

(fehlend, schwach, kräftig u.s.w.). Den

Geschmack, insbesondere nach Fruchtsüße

und Säuregehalt, den Körper

(schwach, dünn leicht, schwer, u.s.w.)

sowie ausgewogenheit und Charakter

des Weins. Die Bewertung erfolgte nach

dem international üblichen 100-Punkte

System.

Entdeckung der Runde

Verkostungsrunden von SaVoIR-VIV-

RE sind auch immer Entdeckungsreisen.

Das Magazin für Lebensfreude bietet

allen Weingütern und Distributeuren

eine Möglichkeit, die Qualität ihrer

Erzeugnisse überprüfen zu lassen. Diese

Möglichkeit schätzen nicht nur wohlbekannte

Größen der Szene (unter anderem

Huber, Weegmüller, Durbacher Winzergenossenschaft),

um sich der Konkurrenz

zu stellen. auch viele weniger bekannte

Erzeuger treten zum Vergleichstest an.

So zum Beispiel Georg Jung. Der Winzer

aus Rheinhessen konnte gleich zwei

Testrunden, nämlich Riesling und Roséwein,

für sich entscheiden und darf als

die Entdeckung der Runde bezeichnet

werden. Wer gewinnen möchte, muss

halt teilnehmen.


der Rieslingtraube die sichere und frühe

Reifezeit des Sylvaners vereinigte“.

Die gesuchte Wollmilchsau wurde dann

auch nach dem Herrn Müller aus Thurgau

benannt: Müller-Thurgau.

Über Jahrzehnte war das interessanteste,

was es zu Weinen aus Müller-Thurgau

zu berichten gab, die Geschichte dieser

Rebsorte. Mehr als ein Jahrhundert hat

es gedauert, bis die Gentechnik herausfand,

mit welchen Blütenpollen der Herr

Professor den Riesling entgegen seiner

Bekundung bestäubte und damit jene

neue Rebsorte herausmendelte. Silvaner

suchten die Gendiagnostiker vergeblich,

Gutedel wie zunächst angenommen, war

es auch nicht. Erst die Forscher am Institut

Geilweiler in der Pfalz entdeckten des

Rätsels Lösung. Der „Vater“ des Müller-

Thurgau ist die französische Tafelweinsorte

Madeleine Royal.

Müller-Thurgau wurde mit 42.000

Hektar Rebfläche die erfolgreichste


Neuzüchtung der Welt. Mit geringen

ansprüchen an die Lage und dem frühen

Reifezeitpunkt wurde er zum Liebling

der Winzer. Die anspruchslose Rebe, sie

gedeiht auch auf Feldern, auf denen früher

Kartoffeln kultiviert wurden, ermöglichte

Erträge von 200 Hektolitern pro

Hektar und mehr.

Aufstieg und Fall

Die Stärken der Rebsorte sind gleichzeitig

die Schwächen des daraus bereiteten

Weins, denn die Rebsorte wird oftmals

an Plätzen angepflanzt, die für renommiertere

Rebsorten wenig oder gar nicht

geeignet sind. Die Weine aus solchen

Randlagen können die Spitzenqualitäten

anderer Lagen naturgemäß nicht

erreichen. Und so kam, was zu erwarten

Die Testsieger

Klaus Scherner aus Flörsheim-Dalsheim

kultivierte vier Jahre lang modernes Traubenmanagement

in Kanada, bevor er das

Gut von seinem Vater Jakob übernahm.

war. Wer zu schnell aufsteigt, kann auch

schnell tief fallen. Das galt insbesondere

hierzulande für den Müller-Thurgau. In

den siebziger, achtziger und neunziger

Jahren wurden minderwertige Massenweine

produziert, um sinkende Preise

auf dem Markt durch Menge zu kompensieren.

Das ging in die Hose.

Kehrtwendung

Bei gutem Standort und angepasstem

Ertragsziel können mit Müller-Thurgau

jedoch aromatische, frische und preisgünstige

Weine, besonders für den Weineinsteiger

geeignet, produziert werden.

Mittlerweile liegt die Müller-Thurgau-

Rebe mit etwa 14.000 Hektar anbaufläche

auf Platz zwei der Rebsortenstatistik

– nach dem Riesling.

Rheinhessen reicht von Bingen bis zum

Rheinknie bei Mainz und flussaufwärts

bis nach Worms. Von da wieder nach

Westen bis zur Nahe. In dieser Landschaft

gibt es nichts Bizarres. In einem

harmonischen auf und ab ziehen die

Linien durch die Region über Äcker,

über sanft ansteigende, langsam senkende,

ungezählte Hügel. Überall gedeihen

Reben, von alsheim bis Zottenheim in

hundertsechsundsiebzig ortschaften.

Das Kleinod heißt Flörsheim-Dalsheim.

Kein anderes deutsches Weindorf

hat in den letzten 10 Jahren für solch ein

positives aufsehen gesorgt. Kein anderes

Dorf hat mehr vinologische auszeichnungen

und Medaillen gesammelt.

Hier pflegt Klaus Scherner auf 12

Hektar hauptsächlich klassische Rebsorten.

als er den elterlichen Hof übernahm,

war Liebfrauenmilch in aller Munde.

Und 37 rote und weiße Rebsorten in seinen

Weingärten. Das war 1986.

Er leistete Pionierarbeit. Um die Weichen

für zukünftige aufgaben zu stellen,

veränderte er den Rebsortenspiegel.

Die SaVoIR-VIVRE-Testrunde kann

die Kehrtwendung in Sachen Müller-

Thurgau bestätigen. Durch die Bank schöne

Schlapperweine, mit zwei überragenden

Kandidaten: Bernhard Huber, der Paradewinzer

aus Malterdingen, stellte einen

fantastisch süffigen Müller-Thurgau vor.

Der Badener verhilft dem Müller-Thurgau

schon seit Jahren zu einer Imagekorrektur.

Umso überraschender der Erfolg von Klaus

Scherner, dessen 2009 Rivaner trocken,

der Jury einen Tick besser gefiel. Und dass

sich Müller-Thurgau auf dem Weg zum

Kulturgut Wein bewegt, zeigte schon mal

vorweg die Winzergenossenschaft Königschaffhausen

mit edelsüßen Müller-Thurgau-Kreszensen.

Jawohl, Sie lesen richtig

– edelsüße Müller-Thurgau-Kreszensen.

aber das ist eine andere Geschichte… ■

Er setzte auf Klassiker. Ihn erfasste eine

sonderbare aufbruchstimmung. In seinen

Keller zogen Edelstahl und Kühltechnik

ein. Er schaffte auch Barriques

an. Resultat: zweiter Platz beim ersten

Vinum-Rotweinpreis 1987. Wohlgemerkt!

Rotwein aus dem rheinhessischen

Wonnegau.

Moderne Weine

Erfolg macht hungrig. Heute machte

Klaus Scherner die Weine, die ihm vorschweben.

Weine, die auf Fülle und

Rundheit reifer und gesunder Trauben

aufbauen, ohne ihre subtile Frucht

einzubüßen. Der Geisenheim-Schüler

Klaus Scherner initiiert, als einer der ersten,

den Stil der modernen Weine aus

Rheinhessen: niemals vorlaut, sondern

angenehm prätentiös, raffiniert und

komplex.

30 Kilometer nördlich von Flörsheim-

Dalsheim auf der Höhe von Nierstein

liegt Undenheim. Eine Gemarkung

mit extrem mächtigen Lösböden. Eine

Gemeinde, die eher bescheidene, önolo-

35


v Wein/Degustation

Dynamik in Undenheim: Marianne, Georg, Johannes, Helga und Sabine Jung auf dem Weg an die Spitze.

gische Erfolge vorweisen kann. Hier lebt

Georg Jung, ein guter Bekannter von

Klaus Scherner.

Naturnaher Anbau

Georg Jung studierte in der Weinbauschule

im württembergischen Weinsheim

Kellertechnik und übernahm 1995

den elterlichen Mischbetrieb. Die Familie

Jung pflügte Kartoffeläcker und pflegte

einige wenige Weingärten. Die Weine

wurden noch fassweise vermarktet. Erste

Maßnahme von Georg Jung: Er will

Qualitätsweinhersteller werden und füllt

seine Weine in Flaschen ab. Klar, was

dann folgen muss: Mengenreduzierung,

naturnaher anbau, selektive Lese. Georg

Jung leistet auch Pionierarbeit. Undenheim

beherbergte einst sechzig Winzerbetriebe,

heute existieren noch zehn. Er

pflegt inzwischen 17 Hektar Rebenland

und möchte Undenheim auf die Weinkarten

dieser Republik bringen. Nach

der Devise: „Lust auf Leben und Lust auf

Wein, wo frische Ideen und jugendliche

Weine die Generationen verbinden.“

Dass Klaus Scherner mit seinen Weinen

in seriösen Verkostungsrunden

auch mit den üblichen Verdächtigen

mithalten kann, wissen Weinkenner.

Dass Georg Jung mit seinen Weinen das

auch kann, war noch gänzlich unbekannt.

Und ist die Sensation dieser Verkostungsrunde.


36 SAVOIR-VIVRE

Rosarote Zeiten

Es darf ein Schlückchen mehr sein.

Die farbenfrohen Sommerweine, die als Rosé

firmieren, haben beste Marktchancen.

W

eder Stop noch Go und eigentlich überflüssig“,

schrieb Gastrokritiker Wolfram

Siebeck über Roséweine, als er bundesdeutschen

oberlehrern das kleine Trinkeinmaleins

nahebrachte. Die blaßroten

Kreszenzen verhielten sich zu Weiß- und

Rotweinen wie die gelbe ampelphase zu

Rot und Grün. Folglich sei Roséwein

ein billiges Gesöff ohne Stammbaum.

Wirkliche Weinkenner wissen: nur üble

Nachrede.

auch der oft geäußerte Verdacht,

Roséweine hätten eigentlich rot werden

sollen, bis der Winzer aus der Zeitung

erfuhr, Rotwein sei aus der Mode,

entstammt dem anekdotenschatz der

ahnungslosen. Ebenso mag der Kalauer

vom Roséwein als Verschnitt aus Weißund

Rotwein am Kneipentresen anklang

finden – mit der Realität des weißgekelterten

Weins aus dunklen Trauben hat

die Mär nichts zu tun.

Zudem darf der leicht getönte Tropfen

als nationale Sonderleistung gelten.

Michael Prinz zu Salm-Salm, der ehema-

lige Präsident des feinen Verbands Deutscher

Prädikats- und Qualitätsweingüter

(VDP) weiß: „Bei Rotweinen können

die Deutschen noch nicht ganz mit der

Weltspitze konkurrieren, bei Rosé tun sie

das mittlerweile.“

Frische Weine

Prinz Michael hat recht. Und vor allem.

Das sieht das Weinpublikum auch so.

Lag der anteil des Rosé vor Jahren hier

noch bei lediglich zwei Prozent, beträgt

er jetzt schon exakt 9,6 Prozent. In

Deutschland wie anderswo hat der Pastellfarbene

längst sein Exotendasein

abgelegt: Seit Ende der 90er Jahre bemühen

sich die Winzer mit lokaler Rosétradition,

ihrer verkannten Weinspezialität

nationales und internationales ansehen

zu verschaffen.

Zwar genießen Roséwinzer nach wie

vor nicht viel Prestige unter Kollegen.

Sie haben jedoch viele Weinfreunde auf

ihrer Seite, die Säureattacken von Weißweinen

und Gerbstoffanschläge von


Rotweinen leid sind. Die Kenner bevorzugen

frische, unkomplizierte Weine mit

feinem Bukett. Tropfen, von denen es

auch ein Schlückchen mehr sein darf.

Und siehe, die Rheinhessen keltern

den besten deutschen Rosé. Dies jedenfalls

ist das Fazit unserer zehnköpfigen

Fachjury. Der Siegerwein ist ein Spätburgunder

Rosé vom Weingut Walter

und Georg Jung aus Undenheim. Von

den 20 Weinen, die das Testkollegium

vorbehaltlos empfiehlt, werden fünf in

Rheinhessen, vier in Württemberg, einer

in der Pfalz und (keine Überraschung)

zehn im Badischen vinifiziert.

Babylonische Weine

Kein Wein wurde als ungenießbar eingestuft.

Nach Erhebung der Gesellschaft

für Konsumforschung (GfK) trinken die

Deutschen etwa 2 Millionen Hektoliter

Roséwein pro Jahr, Durchschnittspreis

pro Flasche: rund 2,75 Euro. Ein solches

Preisniveau lässt die ablehnende Haltung

mancher Puristen nicht ganz unbegründet

erscheinen. andererseits können

Roséfreunde abseits des Massenmarktes

mit zumeist wässrig-dünnen Zumutungen

durchaus wohlschmeckende Entdeckungen

machen. offensichtlich bringt die

höchste Qualität die Spätburgunder-Traube,

die zumeist als „Weißherbst“ firmiert,

gleich elf abfüllungen konnten in unserer

Roséverkostung Siegerplätze belegen.

Anna-Barbara Helliwell leitet die Geschicke

der Bottwartaler Winzer eG. Gleich drei

hervorragende Roséweine – Spätburgunder,

Muskattrollinger und Schwarzriesling –

kommen aus ihrem Weinkeller.

In den Gewölbekellern der Durbacher Winzergenossenschaft lagern Weine von 255 Winzern.

Sie kultivieren Weine seit 1926 auf 340 Hektar Rebfläche. 50 Prozent davon sind mit

Spätburgunder bestockt, die entweder im kleinen Barrique oder im großen Holzfass reifen.

Den Grund für die babylonische

Weinverwirrung legten die Winzer aus

Baden. Sie reklamieren die Tradition des

deutschen Rosé, inzwischen auch amtlich

Weißherbst genannt, seit jeher für

sich. Bei ihnen hieß der Spätburgunder

„arbst“. Wurde die Rotweinrebe ähnlich

wie Weißburgunder gekeltert, dann hieß

das Resultat eben „weißer arbst“; daraus

entstand das Rosésynonym „Weißherbst“.

Sorgfältige Selektion

Das deutsche Weingesetz bringt wie

so oft, auch in diesem Fall wenig Klä-

rung. Es schreibt lediglich vor, dass

Rosé wie Weißherbst aus roten Trauben

weiß gekeltert sein muss. Für den

Weißherbst gilt allerdings die Einschränkung,

dass nur eine Rebsorte

verwendet werden darf. Sicher auch

ein Grund für den Qualitätsvorsprung

der einheimischen Kreszenzen. Die

anderen: Sorgfältige Selektion des

Traubenguts und langsames Vergären

bei niedriger Temperatur. Dies zusammen

ergibt vorzügliche Tropfen, die

ebenso edel sind wie gute Weiß- und

Rotweine. ■

37


v Wein/Degustation

Rieslings Besserung

Trockene und feinherbe Rieslinge zum

Essen, daran hat es in der deutschen

Weinszenerie lange gehapert. Nur

wenige Winzer waren bereit und in der

Lage, Weinliebhaber mit trockenen

Rieslingkreszenzen zu begeistern. Erst

unter dem massiven Wettbewerbsdruck

der ausländischen Weine sahen sie sich

gezwungen, ihr angebot anzureichern.

„Trocken“ wurde zum Schlagwort. Und

so produzierten sie Weine, die zwar

mineralisch und auch leicht fruchtig

schmeckten, aber in aller Regel derb

waren und den Magen mit überzogener

Säure traktierten.

Riesling-Revolte

Dann trat Stuart Pigott auf den Plan.

Der Mann aus dem weinfernen albion

legte ein 632-Seiten-Unterfangen über

den Riesling vor, etliche Winzer fühlten

sich in die Kelter getreten (wg. Derbe

und Säureattacken). aber das Resultat

der Pigott-Verkostung war insgesamt

äußerst positiv: Der deutsche Riesling,

so der Engländer, sei der Kultwein des

21. Jahrhunderts, allein hierzulande

wisse das kaum jemand. Zu „viele hoch-

Weingut Eymann

www.weinguteymann.de

Tel. 06322/2808

näsige Weinsnobs trinken vorzugsweise

französische und italienische Modeweine,

zumeist gekeltert aus der Rebsorte

Chardonnay.

So löste Pigott eine Riesling-Revolte

in deutschen Weinkellern aus. Eine,

die noch im Gange ist, wie unsere Verkostungsrunde

beeindruckt feststellen

konnte. Der neue Stil des Rieslings in

Deutschland setzt auch auf Harmonie

und Eleganz im Wein.

Das Ergebnis als Trendmeldung: Die

Rheinhessen und Pfälzer stellten beeindruckende

Rieslinge vor. Den ersten

Platz teilten sich das Weingut Walter

und Georg Jung (Rheinhessen) und das

Weingut Eymann (Pfalz).

Knapp hinter den Besten überzeugten

auch das Weingut Scherner-Kleinhanß

(Rheinhessen) und das Weingut Knöll

& Vogel (Pfalz).

Riesling-Gewitter

Tatsächlich wird der Riesling seit exakt

521 Jahren im alten Europa an Donau,

Mosel und Rhein kultiviert. Zu Beginn

des vergangenen Jahrhunderts genossen

diese Weißweine Weltruhm. Ihre Spit-

Köstlicher Riesling: Selbstredend gilt das besondere augenmerk

von Rainer Eymann aus Gönnheim in der Pfalz der

optimalen Pflege des Bodens und der Rebstöcke. Und wenn

dann noch Zeit bleibt, pflegt die Familie auch das Savoir vivre

am Weinberg.

Animierende Weine: Die Urteile der Tester reichten von „köstlich, der Wein

tanzt auf der Zunge“ bis „wunderbar süffig“. Die einen lobten „feine, pikante Säure“,

andere die „tiefgründige Mineralität“.

38 SAVOIR-VIVRE

zenposition teilten sie nur mit den großen

Roten aus dem Bordelais.

Die Misere – ja es gab sie – des deutschen

Rieslings begann anfang der

sechziger Jahre, als die ersten Großkellereien

den Markt mit öligen Massenprodukten

überschwemmten. Der

Gesetzgeber hierzulande unterstützte

diesen Unfug: Deutsche Winzer durften

ihre Säuerlinge großzügig mit Süßstoff

verschneiden – bis anfang der

achtziger der Zuckerskandal an der

Mosel die Weinwelt aus den Fugen

brachte.

Mitte der achtziger wurde das treue

Gemüt der Weintrinker vollends erschüttert:

aus Österreich schwappte die Glykolaffäre

in die Weinkellereien.

Das Skandalgewitter brachte Reinigung.

Viele junge Winzer setzten auf die

Chance der Krise und stellten auf die

Erzeugung von Qualitätswein um. So

was dauert beim Kulturgut Wein sehr

lange. Einige Winzer hierzulande sind

bestrebt, den Riesling-Status – bester

Weißwein der Welt – wieder herzustellen.

Sie sind auf dem besten Wege, das

zeigt auch diese Verkostung. ■


Grund zum anstoßen – Silvaner vom Feinsten: Freude in

Haardt bei Neustadt an der Weinstraße. Gaby Weegmüller

(r.) verkauft, was Stefanie Weegmüller seit Jahren mit Bravour

ins Glas bringt. Stefanies Mann Richard Scherr widmet sich

derweil der optimalen Weinbergspflege.

Stark im Kommen

Freude in Franken und Rheinhessen, der Silvaner feiert ein Comeback.

Kurt Tucholsky bedauerte nach einigen Gläsern Silvaner vom unterfränkischen

Schwanberg, „dass man Wein nicht streicheln kann“.

Beim Silvaner scheiden sich die Weingeis- nerzeit mehr auf Masse denn auf Klasse

ter. Der Dichterfürst Johann Wolfgang

von Goethe wetterte, „kein anderer Wein

will mir schmecken und ich bin verdrießlich,

wenn mir mein Lieblingstrank

abgeht.“ Sein geliebter Würzburger Silvaner

Steinwein ging zur Neige.

Die „Sorte zeichnet sich weder durch

Langlebigkeit noch durch besonders

hohe Mostgewichte“ aus, schreibt

unlängst Jancis Robinson im „oxford

Weinlexikon“. Die hochangesehene englische

Weinautorin irrt. Die eine lange

Zeit übel beleumundete Rebsorte ist

längst rehabilitiert.

Das Silvaner-Comeback

Die hart erarbeitete Renaissance der

deutschen Weine ist da. Riesling und

Burgunderweine erobern die Keller der

Spitzengastronomie. Und jetzt auch der

fast schon vergessene Silvaner.

Einst war der Silvaner die tonangebende

Rebsorte Deutschlands. Von Franken aus

verbreitete sich der Silvaner entlang des

Mains und des Rheins in allen deutschen

anbaugebieten und war bis in die 1970er

Jahre die wichtigste Rebe. Weil man sei-

Weingut Ed. Weegmüller

www.weegmueller.de

Tel. 06321/83772

Wert legte, hieß es plötzlich: „Wenn du

nichts riechst, ist es Silvaner“. Das Schicksal

der Rebsorte schien besiegelt.

Frisch und vollmundig

Das hat sich zum Glück geändert. Insbesondere

die Winzer aus Franken

und Rheinhessen entwickelten neue

Geschmacksprofile für den einst legendären

und später langweiligen Tropfen.

Zum einen keltern Rheinhessen und

Franken leichte Basis-Silvaner – frisch

und unkompliziert sind sie ideal für den

Sommer auf der Terrasse. Solche Silvaner

glänzen mit apfel-, Birnen-, Zitrus- und

Kräuternoten.

Eine „Kategorie Premium“ dagegen

kommt fruchtbetont (Melone, Mango,

Honig) daher und brilliert, wenn’s gut

geht, mit den Eigenheiten der Lage. Das

ergibt vollmundige Weine ab 13 Prozent

alkohol, optimale Essensbegleiter.

Mit solchen Weinen gelang den Winzern

vom Main und aus dem Rheinhessischen

im letzten Jahrzehnt ein beeindruckender

Relaunch. Und es kam, was

kommen musste.

Im harten Wettbewerb der allgemein

steigenden Weinqualitäten hinterlassen

auch Winzer anderer anbaugebiete tiefe

abdrücke in Sachen Silvaner. Dieses

überraschende Ergebnis erbrachte unsere

Silvanerprobe. Die Weine aus Franken

wurden auf die Plätze verwiesen. Zwar

konnte otmar Zang mit „2010 Sonnenackerkatzenkopf

trocken“ überzeugen.

Gleichauf mit „2010 Silvaner trocken“

vom Weingut Escher aus Württemberg.

aber der Siegerwein, „2010 Silvaner Qba

trocken“ gedeiht in der Pfalz und kommt

vom Weingut Ed. Weegmüller.

Reiseempfehlung

Bleibt noch eine Frage zu klären: die der

Langlebigkeit von Silvaner. Die Redaktion

empfiehlt Frau Robinson eine Reise

ins fränkische Volkach. Dort möge sie

mal in der Ludwigstraße 16 klingeln

und um einen Schluck 1969er Julius-

Echter-Berg Silvaner Trockenbeerenauslese

bitten. Nach einem Glas dieses

herzerfrischenden Silvanerweines muss

das luzide und stupende „oxford Weinlexikon“

nicht neu geschrieben werden.

Das Kapitel über den Silvaner schon. ■

39


v Wein/Degustation

Wunderbarer Wein-Wandel:

der Grauburgunder

Eine Rebe, viele Namen: Ob Ruländer, Grauburgunder

(Deutschland), Pinot Gris (Burgund), Tokay d’Alsace (Elsass)

oder Pinot Grigio (Italien) – aus der Traube lassen sich goldgelbe

Weine mit kräftigen Aromen und wenig Säure keltern.

W

ährend viele deutsche Winzer noch

anfang der achtziger Jahre ihre Ruländer

meist als schwere und würzige Säfte

auf den Markt brachten, produzierten

ihre italienischen Kollegen aus der gleichen

Traube wesentlich leichtere Weine.

Mit Erfolg: Ihr frischer und trockener

Pinot Grigio wurde zum Modewein der

neunziger Jahre.

Vom italienischen Erfolg motiviert,

stellten sich die deutschen Weinbauern

auf den neuen Trinkgenuss ein. Hubert

Doll, Chef des badischen Weingutes

Freiherr von und zu Franckenstein, war

der erste, der seinen Ruländer erstmals

trocken ausbaute und ihn in Graubur-

D

gunder umtaufte. Mit einer leichten

Spätlese begeisterte er die Weinliebhaber.

Viele Winzer folgten.

Grauburgunder, Pinot Grigio gehören

ohne Zweifel zu den beliebtesten Sommerkreszenzen

überhaupt. Sie stehen in

der Regel für unkomplizierte Weine mit

zartem Duft, milder Frische und jugendlichem

Charme. Tropfen, die ohne großen

anspruch daherkommen und die

getrunken werden sollten, so lange sie

noch lebhaft, im Idealfall spritzig, aus

der Flasche fließen.

auf dem Höhepunkt der deutschen Italien-Sehnsucht

verdrängte der südländische

Jüngling nicht nur den bis dahin

erfolgreichen Chablis. Das Nachsehen

hatten auch elsässische und deutsche

Winzer: ihre Weine derselben Spielklasse

– füllige Grauburgunder und

pappig-süße Pinot Gris – konnten bei

Trinkvergnügen, Image und Preis nicht

mithalten.

Mittlerweilen haben die deutschen

Kellermeister ihren italienischen Kolle-

Wetterkapriolen

Ein langer Winter, zögerlicher Frühling, launisches Juniwetter

und ein feuchter September. Die Unbillen des Jahrgangs

zeigten sich dann doch auch im Test: beim Weissburgunder.

ie Jury mochte in der Weißburgunder-

Probe nur drei Weine empfehlen: Der

beste Wein wird von der Winzergenossenschaft

in Britzingen abgefüllt, ein

trockener Kabinettwein. Ein Tropfen

„mit überdurchschnittlicher Qualität“,

so das Urteil im SV-Test. Gefolgt vom

Winzerverein in Meersburg. Ein 2010

Pinot Blanc von der Mosel, gepflegt von

andreas Lehnen fand auch noch Gefal-

40 SAVOIR-VIVRE

Spargelbaron, Erdbeerfürst,

Baumgärtner und

der neue Superstar der

deutschen Weinszene:

Fritz Waßmer.

Einen vergleichbaren

Fall gibt es nur noch

direkt in seiner Nachbarschaft.

len in der Runde – das war’s, bedauerlich,

aber nicht zu ändern.

aber dennoch – immer mehr Weißweine

aus der traditionellen Rebsorte

Weißburgunder avancieren zu Verkaufsschlagern.

Und erobern mittlerweile

auch die Tafeln der Topgastronomie im

Sturm.

Zu danken ist dieser Erfolg den vielfältigen

Eigenschaften dieses Rebensaftes.

gen den Rang abgelaufen. allen voran:

Fritz Waßmer. Dieses – nicht überraschende

– Resultat erbrachte unserer

Grauburgunder-Verkostung.

Fritz Waßmer ist Landwirt. 200 Hektar

Spargelanbau sind die Haupteinnahmequelle

der Familie. außerdem

werden Erdbeeren gehegt und Weihnachtsbäume

gezogen. Seit 1999 (!) ist

der gelernte Winzer auch im Weinbau

tätig. Fährt man nach Bad Krozingen-

Schlatt vor den Toren Freiburgs, findet

man kein Weingut vor, sondern einen

landwirtschaftlichen Betrieb mit Mehrzweckhallen.

Im Frühjahr steht da eine

Spargelsortiermaschine, dann hin und

wieder mal eine mobile Füllanlage für

die Weine, im Herbst die Presse und

Gärbehälter und im Dezember werden

dann die Weihnachtsbäume versandfertig

gemacht.

Waßmer kennt drei vinologische Ziele:

Qualität, Qualität und noch einmal

Qualität. Eine Ertragsreduzierung auf 8

bis 12 Trauben pro Stock darf im Falle

Waßmer als normal bezeichnet werden.

Keine Frage, es wird nur gesundes Lesegut

verarbeitet. Vor dem Pressen werden

nochmals faule Beeren per Hand ausgelesen.

Die Spontangärung mit Naturhefen

erfolgt in großen Maischegärbottichen

aus Holz. Die Lagerung der

Weine erfolgt ausschließlich in großen

Holzfässern und in kleinen Barriques.

Die Weine werden unfiltriert auf die

Flasche gezogen. Resultat: Eine großartige

Erfolgsgeschichte, wie sie weltweit

nur ganz wenige Winzer vorzeigen

können. ■

Schier unglaublich, welch unterschiedliche

Weine Winzer aus Deutschland von

dieser Rebsorte abfüllen. als Wein für

alle, die den Riesling als zu säurereich

empfinden, liefert der Weißburgunder

Weine mit mehr Körper und einer ausgeprägt

fruchtigen Note.

Fruchtbetont, frisch und duftig munden

sie, wenn sie in Edelstahltanks

gekeltert werden. Durch den ausbau in

kleinen Eichenfässern, den sogenannten

Barriques, bekommen sie Fülle, Länge,

alterungspotential und Finesse. aber

– mit wenigen ausnahmen - richtige

Festtagsstimmung, Fanfarenschall und

euphorisches Lob bei Weinnasen und

Genießern wird wohl erst wieder mit

dem aktuellen Jahrgang aufkommen. ■


Kunst und Wein

im Rheingau

Peter Winter, der Eigentümer vom Weingut Georg

Müller Stiftung in Hattenheim, hat sein 250 Jahre

altes Gewölbe zum Kunstkeller mit Lichtobjekten,

Skulpturen und Malerei veredelt. „M“ steht für Max

(Himstedt), „a“ steht für alf (Ewalt). Der erste ist

Önologe bei august Kesseler und der andere seit

2006 Gutsverwalter und Kellermeister von Peter

Winter. „M & a“ haben den vielleicht edelsten

Wein dieser Verkostungsrunde vorgestellt: Ein

beeindruckender auxerrois aus dem Rheingau!

Der Wein: Selektive Handlese, Gärung und ausbau

im gebrauchten, kleinen Holzfass. Resultat:

wunderbare Balance und Tiefe, Schokoladen-

und Rauchtöne – ein auxerrois zum Geniessen

Weingut Georg Müller Stiftung

www.georg-mueller-stiftung.de

Tel. 06723/2020 ca. 14,80 €

Oberstes vinologisches Ziel ist Qualität,

Qualität und noch einmal Qualität.

Eine Ertragsreduzierung auf 8 bis 12

Trauben pro Stock darf im Falle Waßmer

als normal bezeichnet werden.

Keine Frage, es wird nur gesundes

Lesegut verarbeitet. Vor dem Pressen

werden nochmals faule Beeren per

Hand ausgelesen. Die Spontangärung

mit Naturhefen erfolgt in großen

Maischegärbottichen aus Holz. Die

Lagerung der Weine erfolgt ausschließlich

in großen Holzfässern und in

kleinen Barriques. Die Weine werden

unfiltriert auf die Flasche gezogen.

Eine großartige Erfolgsgeschichte wie

sie weltweit nur ganz wenige Winzer

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3. Platz 3. Platz

2010 Merler Königslay-Terrassen

Riesling Spätlese feinherb

Fruchtig, leichte Zirusnoten und Anmutung

von Pfirsich. Prägnante Mineralik.

Mosel

Weingut Albert Kallfelz, www.kallfelz.de

Tel. 06542/93880 ca. 9,40 €

v v 84 Punkte

2010 Riesling Kabinett trocken

Ein saftiger und animierender Wein. Schönes

Frucht-Säure-Spiel, federleicht.

Rheingau

Winzer von Erbach eG

www.winzer-von-erbach.de

Tel. 06123/62414

2009 Riesling trocken

Verhaltenes Bouquet. Saftig und komplex am

Gaumen, würzig und unkompliziert.

Rheinhessen

Weingut Jakob und Klaus Runkel

www.weingut-runkel.de

Tel. 06242/2110 ca. 5,20 €

2009 Riesling „Selektion“

Traisental DAC Reserve

Recher Wein aus dem Alpenland mit

intensiver Fruchtentfaltung. Mit Potential.

Traisental - Österreich

Weingut Hauleitner

www.weingut-hauleitner.at

Tel. 0043 43531988 ca. 10,00 €

2010 Merler Stephansberg Riesling

Spätlese trocken

Klares Bouquet, Pfirsich und Steintöne

(Mineralik). Verspielt am Gaumen, saftig.

Mosel

Weingut Albert Kallfelz,www.kallfelz.de

Tel. 06542/93880 ca. 7,80 €

2010 Brauneberger Juffer

Riesling Auslese

Subtile, schöne Frucht, auch Kräuter-

und Minztöne. Säure gut eingebunden.

Mosel

Klostergut Himmeroder Hof

www.weinlicht.com

Tel. 06535/7143 ca. 8,90 €

v v 83 Punkte

2010 Riesling Spätlese trocken

Feines Fruchtspiel (gelbe Früchte).

Am Gaumen saftbildend,

mit angenehmem Nachhall.

Baden

Winzerkeller Hex vom Dasenstein eG

www.dasenstein.de

Tel. 07842/99380 ca. 7,20 €

2010 Riesling „Mild“

Kräutrige Aromaentfaltung, auch Stachelbeere.

Gute Balance. Angenehmer Nachhall.

Pfalz

Deutsches Weintor eG

www.weintor.de

Tel. 06341/38150 ca. 4,40 €

v v 82 Punkte

2010 Nordheimer Vögelein Riesling

Kabinett trocken

Verhaltene Fruchtentfaltung, braucht Zeit.

Prägnantes Säurespiel, schlanker Wein .

Franken

Weingut Arthur und Daniel Then

www.weingut-arthur-then.de

Tel. 09381/9268 ca. 6,50 €

2010 Klingelberger Riesling

Spätlese trocken

Gelbe Früchte, auch Honig und Mango.

Saftig auf dem Gaumen, gute Balance.

Baden / Ortenau

Weingut - Weinhaus Siegbert Bimmerle KG

www.wein-bimmerle.de

Tel. 07843/654 ca. 9,00 €

v v 81 Punkte

2009 Platinum „Alte Reben“ Riesling

QbA trocken

Ein Riesling, der an Sauvignon blanc erinnert.

Für Freunde exotischer Weine.

Württemberg

Bottwartaler Winzer eG

www.bottwartaler-winzer.de

Tel. 07148/96000 ca. 12,80 €

2010 Zuckerle Riesling

Qualitätswein trocken

Würzig und saftig. Kräftig am Gaumen.

Ausgewogenes Frucht-Säure-Spiel. Gute Länge.

Württemberg

Weingut Stadt Stuttgart

www.stuttgart.de/weingut

Tel. 0711/2163682 ca. 9,50 €

2010 Merler Stephansberg Riesling

Kabinett trocken

Kräutrige Aromaentfaltung (Gras, auch Heu).

Auf dem Gaumen feine Frucht, super Mineralik.

Mosel

Weingut Albert Kallfelz

www.kallfelz.de

Tel. 06542/93880

2010 Riesling Kabinett halbtrocken

Erbacher Steinmorgen

Dezente Aromaentfaltung. Ausgeprägte

Mineralik, gekonntes Frucht-Säure-Spiel.

Rheingau

Winzer von Erbach eG

www.winzer-von-erbach.de

Tel. 06123/62414

2010 Rödelseer Schwanleite

Riesling Kabinett trocken

Zurückhaltend in der Nase. Subtile Frucht und

Mineralik auf dem Gaumen, süffig leicht.

Franken

Weingut Hemberger

www.weingut-hemberger.de

Tel. 09323/435 ca. 6,50 €

2010 Kiedricher Klosterberg Riesling

Kabinett trocken

Ein rassiger Wein mit schöner Mineralik.

Leichter pfiffiger Riesling, animierend.

Rheingau, Winzergenossenschaft Kiedrich eG

www.wg-kiedrich.com

Tel. 06123/2436

v 79 Punkte

v

2010 Kestener Paulinshofberg Riesling

Auslese trocken

Mosel

Klostergut Himmeroder Hof

www.weinlicht.com

Tel. 06535/7143 ca. 8,50 €

2010 Riesling Kabinett halbtrocken

„Ritter von Vrowenstein“

Rheingau

Weingenossenschaft Frauenstein eG

www.wg-frauenstein.de

Tel. 0611/429823

2010 Riesling Classic

Rheinhessen

Weingut Dreihornmühle

www.dreihornmuehle.de

Tel. 06244/4409 ca. 4,30 €

2010 Riesling Classic

Rheingau

Winzer von Erbach eG

www.winzer-von-erbach.de

Tel. 06123/62414

v 78 Punkte

2010 Hattenheimer Schützenhaus

Riesling Spätlese

Rheingau, Weingut Georg Müller Stiftung

www.georg-mueller-stiftung.de

Tel. 06723/2020 ca. 11,00 €

2009 Magicus Riesling Spätlese

Rheinhessen

Weingut Büsser GbR

www.weingut-buesser.de

Tel. 06733/6001 ca. 8,20 €

v 77 Punkte

2010 Mönchhalde Riesling

Qualitätswein trocken

Württemberg

Weingut Stadt Stuttgart

www.stuttgart.de/weingut

Tel. 0711/2163682 ca. 9,50 €

v 75 Punkte

2010 Riesling Réserve QbA trocken

Baden

Weingut Villa Heynburg

www.villaheynburg.de

Tel. 07842/9967500

v 74 Punkte

2010 „Elsig“ Riesling trocken

Mosel, Weingut Andreas Lehnen

Tel. 06542/1395 ca. 6,50 €

2010 Weinsteige Riesling Qualitätswein tr.

Württemberg

Weingut Stadt Stuttgart

www.stuttgart.de/weingut

Tel. 0711/2163682 ca. 6,50 €

SAVOIR-VIVRE

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Weine und Spirituosen

Unsere Wettbewerbe 2012

Auch im kommenden Jahr versorgt die SAVOIR-VIVRE Sie wieder zuverlässig mit Ergebnissen

und Berichten unserer Verkostungen. Finden Sie in unserem Magazin heraus, welche Weine und

Spirituosen die besten für Ihren Keller und Ihre Gäste sind.

Kennen Sie das auch: Zuweilen fühlt man

sich als Kunde im Weinfachhandel wie

das sprichwörtliche Kind im Bonbonladen.

So viele schöne Flaschen – aber

keine Sicherheit, was drin steckt. So viele

verheißungsvolle Etiketten, aber kein

Versprechen, dass sie die Wahrheit sagen.

Selbst dem Weinfachhändler mögen Sie

nicht zu hundert Prozent vertrauen, weil

Sie glauben, dass er Ihnen ja schließlich

auch nur etwas verkaufen möchte? Unsere

Berichte über unsere Weinverkostungen

helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

Sie geben antworten auf Fragen

wie: „Welche Weine serviere ich meinen

Gästen?“ oder „Mit welchen Rebsorten

statte ich meinen Keller aus?“. Freuen

Sie sich schon jetzt auf unsere artikel im

kommenden Jahr und finden Sie unabhängige

antworten. ■

Ausgabe Januar / Februar 2012

Edelsüße Weine aus Deutschland und Österreich

Whisky-Test (Scotch, Scotch-Single-Malt, Irish,

Irish-Single-Malt, Bourbon,Single-Barrel-,

Small-Batch-Bourbon )

Ausgabe März / April 2012

Schaumweine (Markensekt, Winzersekt,

Cava, Spumante, Champagner)

Weiß- und Rotweine der neuen Welt

(argentinien, australien, Chile, USa)

Ausgabe Mai / Juni 2012

Roséweine aus Europa

Weine aus Österreich (grüner Veltliner,

Welschriesling, Marillon, Chardonnay)

Rotweine (Blaufränkisch, Zweigelt, Cuvées)

Ausgabe Juli / August 2012

Silvaner, Riesling, Rivaner, Grauburgunder,

Weißburgunder aus Deutschland

Ausgabe September / Oktober 2012

Weine von der iberischen Halbinsel:

Portugal und Spanien (rot und weiß)

Sherry, Port, Madeira

Ausgabe November / Dezember 2012

Schaumweine (Markensekt, Winzersekt,

Cava, Spumante, Champagner)

Rotweine (Spätburgunder aus Europa)

SAVOIR-VIVRE

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