Das Juristische Repetitorium der Universität Osnabrück

elsi.uni.osnabrueck.de

Das Juristische Repetitorium der Universität Osnabrück

Rechtswissenschaft

Eine Fakultät mit Profil

Wirtschaftsrecht

Europäisches Recht

www.jura.uni-osnabrueck.de


Inhalt

Editorial 1

Fakultät mit Profil

Schwerpunktsetzung von Anfang an 3

Internationale Ausrichtung 4

Studium mit Durchblick

Der Studiengang Rechtswissenschaften 7

– Die juristischen Kernfächer im Überblick 8

Das Schwerpunktbereichsprogramm 9

– Fachspezifische Fremdsprachenausbildung (FFA) 10

– OsnaRep – Das juristische Repetitorium der Universität Osnabrück 10

Innovative Studienangebote 11

– LL.B. Wirtschaftsrecht 11

– LL.M. Taxation (Steuerwissenschaften) 11

– LL.M. Wirtschaftsstrafrecht 11

Moot Courts 12

Austausch und Auslandsstudium 14

Festliche Absolventenfeier und Preisverleihungen 17

Studentische Initiativen und Alumnivereinigungen 18

Promotion 19

Forschung mit Qualität

Professoren der Juristischen Fakultät 21

Emeriti, Privatdozenten und Habilitanden 28

Institute der Juristischen Fakultät 29

Medien 35

Osnabrücker Ehrendoktoren 36

Vortrags- und Tagungsreihen 37

Forschungsstellen 38

Adressen 39

Impressum 41


Editorial Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Editorial 1

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen

einen Einblick in die Juristische Fakultät

der Universität Osnabrück geben, indem

wir Ihnen unsere Forschungs- und Lehraktivitäten

vorstellen.

Die Fakultät zeichnet sich insbeson-

dere durch ihre konsequente Schwerpunktsetzung

in den Bereichen des Wirtschaftsrechts

sowie des Europäischen

Rechts aus. Diese fachliche Ausrichtung

gilt gleichermaßen für die drei juristischen

Teil disziplinen des Zivilrechts, des

Öffentlichen Rechts sowie des Strafrechts.

Die Forschungsaktivitäten an der

Fakultät sind in sechs Instituten gebündelt.

Zahlreiche Forschungsvorhaben

betreffen die Fortentwicklung und die

Umsetzung des Europäischen Unionsrechts

und / oder wirtschaftsrechtliche

Fragestellungen. Nur als Beispiele seien

die Schaffung eines europäischen Zivilrechts,

die Harmonisierung der Besteuerung

grenzüberschreitender Sachverhalte,

das nationale und internationale

Kartellrecht sowie die internationale

Bekämpfung organisierter Kriminalität

genannt. Die Forschungsaktivitäten sind

zu einem großen Teil in internationale

Forschungsverbünde eingebunden.

In der Lehre spiegelt sich die wirtschaftsrechtliche

Ausrichtung in dem

Angebot unserer vier Studiengänge

wider. Zu dem klassischen, auf die

volljuristische Ausbildung abzielenden

Diplomstudiengang gehören in Osnabrück

eine wirtschaftsrechtliche Zusatzausbildung

im Grundstudium sowie

wirtschaftsrechtliche Spezialisierungsmöglichkeiten

im Rahmen des Schwerpunktprogramms

im Hauptstudium.

Daneben bieten wir den grundständigen

Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht

und Masterstudiengänge zum Steuerrecht

sowie zum Wirtschaftsstrafrecht an.

Wir hoffen, mit dieser Broschüre

Ihr Interesse an unserer Fakultät wecken

zu können und Sie bald in Osnabrück

begrüßen zu dürfen.

Prof. Dr. Ralf Krack


Fakultät mit Profi l

Innovativ und

qualitätsbewusst


Schwerpunktsetzung

von Anfang an

Die Juristische Fakultät der Universität

Osnabrück hat sich seit ihrer Gründung

im Jahre 1980 ein klares Profil gegeben.

Ihre 18 Professuren sind neben den

klassischen Kernbereichen des Rechts

(Privatrecht, Öffentliches Recht und

Strafrecht) insbesondere dem Wirtschaftsrecht,

dem Europäischen Recht

und der Rechtsvergleichung gewidmet.

Inzwischen wurden an der Fakultät

sechs Institute eingerichtet, welche die

besonderen Forschungsschwerpunkte

zum Ausdruck bringen. Ein essenzielles

Element der Osnabrücker Profilbildung

ist eine konsequente Internationalisierung,

die sich insbesondere im

Europäischen Unionsrecht und der

Rechtsvergleichung manifestiert. Auf

allen Ebenen findet dabei ein vielfältiger

wissenschaftlicher Austausch mit ausländischen

Fakultäten statt, an dem auch

die Studierenden beteiligt sind.

Mit der Gründung der Juristischen

Fakultät in Osnabrück war vor allem ein

Ziel verbunden: Das in Niedersachsen

bereits vorhandene Lehrangebot quantitativ

und qualitativ zu ergänzen. Neben

dem herkömmlichen Studium der

Rechtswissenschaften wird im »Osnabrücker

Modell« ein Schwerpunkt auf

die Wirtschaftswissenschaften gelegt.

Die Juristische Fakultät arbeitet eng

mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

der Universität Osnabrück

zusammen. Darüber hinaus lehren in

Osnabrück 17 Honorarprofessoren und

eine große Zahl von Lehrbeauftragten.

Durch sie werden Erfahrungen aus der

Praxis für Forschung und Lehre auf

besonders intensive Weise erschlossen.

Die Juristische Fakultät der Universität

Osnabrück ist schnell zu einem

attraktiven Standort rechtswissenschaftlicher

Ausbildung und Forschung

geworden. Unabhängige Evaluationen

und aktuelle Hochschulrankings spornen

uns an, gemeinsam mit unseren

Studierenden den eingeschlagenen Weg

fortzusetzen.

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Fakultät mit Profil 3

Der Juristischen Fakultät wurden

im Ranking 2011 des Centrums

für Hochschulentwicklung (CHE)

ausgezeichnete Werte bescheinigt.

Die Juristen gehören bei der

Einwerbung von Forschungsgeldern

und den angebotenen Repetitorien

im bundesweiten Vergleich zur

Spitzengruppe. Honoriert wurde

insbesondere die Einrichtung eines

universitären Repetitoriums

(OsnaRep) als Alternative zu den

kommerziellen Repetitorien (siehe

auch ZEIT Studienführer 2011/2012).


Eine Fakultät mit Profil

Jura studieren in Osnabrück

Radboud Universiteit Nijmegen (NL)

Université Paris 1 – Panthéon/Sorbonne (F)

Université Paris 12 – Val de Marne (F)

Université Robert Schuman (Strasbourg) (F)

Universidad de Las Palmas de Gran Canaria (E)

Universidad de Murcia (E)

Universidad de Sevilla (E)

Universidad Autonoma de Madrid (E)

Universidad de Valladolid (E)

4 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Fakultät mit Profil

Diplomstudiengang Rechtswissenschaften

Bachelorstudiengang Wirtschaftsrecht (Bachelor of Laws, LL.B.)

Masterstudiengang Steuerwissenschaften (LL.M. Taxation)

Masterstudiengang Wirtschaftsstrafrecht (LL.M. Wirtschaftsstrafrecht)

Fachspezifische Fremdsprachenausbildung

Internationale Moot Courts

Internationaler Austausch mit unseren Partnern

Università degli Studi di Milano (I)

Università degli Studi di Firenze (I)

Università degli Studi di Verona (I)

Universitet Stockholms (S)

Adam Mickiewicz University (Poznan) (PL)

Uniwersytet Wroclawski (Wroclaw) (PL)

Jan Dlugosz University Czestochowa (PL)

Université de Lausanne (CH)

Pázmány Péter Catholic University Budapest (H)

University of Szeged (H)

Dokuz Eylül Üniversitesi (Izmir) (TR)

Trnavská univerzita v Trnave (SK)

University of Tartu (EST)

University of Hull (GB)

Universitatea din Bucuresti (RO)

Universitatea Babes-Bolyai Cluj-Napoca (RO)

Moscow State Institute of International Relations (RUS)

Universität Osnabrück

Fachbereich Rechtswissenschaften

Heger-Tor-Wall 14, 49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6129, Fax: +49 541 969 4579

E-Mail: dekanat@jura.uni-osnabrueck.de

www.jura.uni-osnabrueck.de

Internationale

Ausrichtung

Als Fakultät des Europäischen Wirtschaftsrechts

gehört die internationale

Ausrichtung der Juristischen Fakultät

der Universität Osnabrück zu ihren

profilbildenden Elementen. Diese gründet

auf der Internationalisierungsstrategie,

die von der Fakultät bereits im Mai

2009 verabschiedet wurde. Die internationale

Ausrichtung der Fakultät wird

wesentlich durch das European Legal

Studies Institute (ELSI) geprägt. Das

ELSI ist 2003 aus der Verschmelzung

des früheren Instituts für Internationales

Privatrecht und Rechtsvergleichung

und des Instituts für Europarecht

hervorgegangen. Sein geschäftsführender

Direktor ist der Leibniz-Preisträger

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von

Bar. Dem European Legal Studies

Institute ist es gelungen, zu einem der

europäischen Zentren der wissenschaft-

Study Law

in Osnabrück

Undergraduate Studies

Law (First State Examination)

LL.B. Commercial Law

Specialist Training in Foreign

Law and Languages

International Moot Courts

Our International Partners

Radboud Universiteit Nijmegen (NL)

Université Paris 1 – Panthéon/Sorbonne (F)

Université Paris 12 – Val de Marne (F)

Université Robert Schuman (Strasbourg) (F)

Universidad de Las Palmas de Gran Canaria (E)

Universidad de Murcia (E)

Universidad de Sevilla (E)

Universidad Autonoma de Madrid (E)

Universidad de Valladolid (E)

Università degli Studi di Milano (I)

University of Szeged (H)

Università degli Studi di Firenze (I)

Dokuz Eylül Üniversitesi (Izmir) (TR)

Università degli Studi di Verona (I)

Trnavská univerzita v Trnave (SK)

Universitet Stockholms (S)

University of Tartu (EST)

Adam Mickiewicz University (Poznan) (PL) University of Hull (GB)

Uniwersytet Wroclawski (Wroclaw) (PL) Universitatea din Bucuresti (RO)

Jan Dlugosz University Czestochowa (PL) Universitatea Babes-Bolyai Cluj-Napoca (RO)

Université de Lausanne (CH)

Moscow State Institute of International Relations (RUS)

Pázmány Péter Catholic University Budapest (H)

lichen Arbeiten zum Europäischen

Privatrecht zu werden. Das Institut für

Handels- und Wirtschaftsrecht deckt

daneben die Breite des zivilrechtlich

orientierten Wirtschaftsrechts ab. Seine

Mitglieder zählen zu den führenden

Wissenschaftlern des deutschen, europäischen

und internationalen Handels-

und Gesellschaftsrechts, Kapitalmarkt-

und Wettbewerbsrechts, des Rechts des

geistigen Eigentums sowie des Arbeitsrechts.

Das Institut für Finanz- und

Steuerrecht zeichnet sich durch seine

internationale Verflechtung im Rahmen

der »European Association of Tax Law

Professors (EATLP)« und der »European

Universities Cooperating on Taxes

(EUCOTAX)« aus. Hinzu kommt das

Zentrum für Europäische und Internationale

Strafrechtsstudien (ZEIS). Eine

Besonderheit dieser Forschungsstelle ist,

Germany

Postgraduate Programs

LL.M. Taxation

LL.M. Business Criminal Law

General information and contact

Universität Osnabrück

Fachbereich Rechtswissenschaften

Heger-Tor-Wall 14, 49069 Osnabrück, Germany

Tel.: +49 541 969 6129, Fax: +49 541 969 4579

E-Mail: dekanat@jura.uni-osnabrueck.de

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dass in ihr Vertreter der drei großen

juristischen Fachdisziplinen (Strafrecht,

Zivilrecht, Öffentliches Recht) vereint

sind. Damit wird es möglich, die strafrechtlichen

Fragestellungen auch auf ihre

Bezüge zu anderen Rechtsdisziplinen zu

durchleuchten.

Die internationale Ausrichtung der

Fakultät kennzeichnet auch Studium

und Lehre an der Universität Osnabrück.

So sind die europäischen und internationalen

Bezüge auch in der Sache auf

allen Rechtsgebieten einbezogen. Das

ERASMUS-Büro bietet darüber hinaus

vielfältige Möglichkeiten, Auslandsaufenthalte

in das Studium zu integrieren.

Die Fachspezifische Fremdsprachenausbildung

(FFA) eröffnet die Chance,

eine ausländische Rechtsordnung in der

Landessprache kennenzulernen. Zahlreiche

internationale Moot Courts und

andere innovative Veranstaltungsformate

wecken schließlich das Interesse daran,

über die eigenen nationalen Grenzen zu

schauen.

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Fakultät mit Profil 5


Studium mit Durchblick


Der Studiengang

Rechtswissenschaften

Den Kern des Studienangebots der

Fakultät bildet der Diplomstudiengang

Rechtswis senschaften, der zur Ersten

Juristischen Prüfung führt und gemeinsam

mit dem Rechtsreferendariat zur

Berufstätigkeit als Anwalt, Richter,

Staatsanwalt sowie als Unternehmens-

oder Verwaltungsjurist befähigt. Osnabrück

verbindet in diesem Studiengang

eine solide und Erfolg versprechen de

Ausbildung in den Kerngebieten des

Rechts mit einem dem Fakultätsprofil

ent sprechenden Schwerpunktprogramm.

Eine optimale Vorbereitung auf die

Erste Juristische Prüfung wird durch

das OsnaRep, dem Juristischen Repetitorium

der Universität Osnabrück,

gewährleistet (s. Seite 10). Ausweis der

Ausbildungsqualität sind im Landesvergleich

niedrige – teilweise sogar deutlich

niedrigere – Durchfallquoten in der

landesweit einheitlichen Staatsprüfung

bei kürzerer Studiendauer.

Die Erste Juristische Prüfung untergliedert

sich in eine staatliche Pflichtfachprüfung

(70 %) und eine universitäre

Schwerpunktbe reichsprüfung (30 %).

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 7

Die staatliche Pflichtfachprüfung ist landesweit

einheitlich. Sie bezieht sich auf

die Kerngebiete des Privat- und Strafrechts

sowie des Öffentli chen Rechts.

Die Prüfung besteht aus Klausuren und

einem mündlichen Examen. Grundlage

der universitären Schwerpunktbereichsprüfung

bildet das umfassende Schwerpunktbereichsprogramm

der Juristischen

Fakultät (s. Seite 9). Die Schwerpunktbereichsprüfung

setzt sich aus einer

Studienarbeit, die in einem mündlichen

Vortrag präsentiert werden muss, sowie

einer abschließenden mündlichen Prüfung

zusammen. Die einzelnen Schwerpunktbereiche

dienen darüber hinaus

der Ergänzung und Vertiefung der

Kenntnisse in den Pflichtfächern sowie

der Vermittlung interdisziplinärer und

internationaler Bezüge des Rechts.

Am Ende des Studiums besteht die

Möglichkeit, aufgrund der bestande nen

Ersten Juristischen Prüfung den Hochschulgrad

einer Diplom-Juristin bzw.

eines Diplom-Juristen zu bean tragen, der

im Rahmen einer festli chen Absolventenfeier

jährlich verliehen wird.

Fakultätsgeschichte

Nach Abschluss der Arbeiten der

von Prof. Dr. Hans-Ludwig Schreiber

geleiteten Aufbaukommission

konnten zum Wintersemester

1980/1981 die ersten 160 Studierenden

ihr Studium der Jurisprudenz in

Osnabrück aufnehmen. Zu ihnen

gehörte mit Christian Wulff der

ehemalige Bundespräsident und

Ministerpräsident des Landes

Niedersachsen.


8 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Die juristischen Kernfächer

im Überblick

Privatrecht

Aufgabe des Privatrechts ist insbesondere

der Interessen ausgleich unter Privatpersonen.

Es ist geprägt vom Grund satz der

Privatautonomie und der Vertragsfreiheit,

wahrt aber zugleich Mindeststandards

sozialen Interessenaus gleichs. Es

bildet die Rahmenordnung für private

Rechts geschäfte und Rechtsgestaltung.

Zu seinen Gegenständen gehören etwa

das Kauf- und Werkvertragsrecht, das

Handels- und Gesellschaftsrecht, das

Erb- und Familien recht, der Schadensersatz

bei Pflichtverstößen, das Arbeits recht

sowie das Zivilprozessrecht.

Strafrecht

Zweck des Strafrechts ist der Schutz der

Bürger vor Beeinträchtigungen ihrer Güter

– wie Leben, Freiheit und Eigentum –, aber

auch des Staates und seiner Einrichtungen.

Strafe und ihre Vollstreckung soll darüber

hinaus bei Bedarf eine Resozialisierungsleistung

in Bezug auf den Straftäter erbringen.

Strafe ist gleichzeitig das letzte Mittel

(»ultima ratio«) des Staates zur Erreichung

dieser Zwecke. Ihre Zumessung bedarf

deshalb eines strikt geregelten rechtlichen

Verfahrens, das sowohl eine effektive Strafverfolgung

ermöglicht als auch die Freiheitsrechte

des Beschuldigten gewährleistet.

Öffentliches Recht

Das Öffentliche Recht regelt die staatliche

Willensbildung und das Verhältnis

zwischen Staat und Bürgern sowie Konflikte

zwischen Privaten, sofern Behörden

mit der Kon fliktbewältigung beauftragt

sind, wie etwa bei der Genehmi gung

umweltbeeinträchtigender Anlagen.

Es dient der Ver wirklichung von Demokratie,

Rechts- und Sozialstaatlichkeit

sowie der Grundrechte. Es umfasst

neben dem Verfassungs recht z. B. das

Umwelt-, Kommunal-, Steuer- und

Wirt schaftsverwaltungsrecht.

Prof. Dr. Andreas Fuchs, Prof. Dr. Ulrich Foerste, Prof. Dr. Dirk A. Verse,

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke,

Prof. Dr. Hans-Jürgen Ahrens, Prof. Dr. Markus Stoffels, Prof. Dr. Fryderyk Zoll

Prof. Dr. Ralf Krack, Prof. Dr. Roland Schmitz, Prof. Dr. Arndt Sinn

Prof. Dr. Thomas Groß, Prof. Dr. Heike Jochum, Prof. Dr. Jörn Ipsen,

Prof. Dr. Oliver Dörr, Prof. Dr. Pascale Cancik


Das Schwerpunkt-

bereichsprogramm

Das aktuelle Schwerpunktbereichsprogramm der Fakultät im Überblick:

wählen. Die Juristische Fakultät der Universität

Osnabrück genießt wegen ihrer

Schwerpunkte im Europäischen und

Internationalen Recht sowie im Wirtschaftsrecht

über die Grenzen hinaus

einen ausgezeichneten Ruf.

Schwerpunkt Wahlpflichtfächer Wahlfächer (Auswahl)

1 Europäisches und Internationales

Privatrecht und seine historischen

Grundlagen

2 Deutsches und Europäisches

Unternehmens- und

Kapitalmarktrecht

3 Deutsches und Europäisches Recht

des Wettbewerbs und des geistigen

Eigentums

4 Europäisches Öffentliches Recht

und seine Grundlagen

5 Deutsches und Europäisches Recht

der öffentlichen Güter

und Dienstleistungen

6 Deutsches und Europäisches

Steuerrecht

7 Deutsches und Europäisches

Wirtschaftsstrafrecht

8 Rechtspflege, Rechtsberatung

und Rechtsgestaltung

In Osnabrück haben die Studierenden

die Wahl zwischen acht verschiede nen

Schwerpunkten. Jeder Schwerpunkt

umfasst drei festgeleg te Wahlpflichtfächer.

Darauf aufbau end können die

Studierenden in je dem Schwerpunkt

aus einem Kanon von Wahlfächern

- Europäisches Privatrecht

- Internationales Privatrecht I

- Europäische Rechtsgeschichte

- Europäisches Wirtschaftsrecht

- Kapitalgesellschaftsrecht

- Recht der Unternehmensmitbestimmung

- Europäisches Wirtschaftsrecht

- Deutsches und Europäisches Kartellrecht

- UWG- und Markenrecht

- EU-Verwaltungsrecht

- Völkerrecht

- Europäisches Verfassungs recht

- Europäisches Wirtschaftsrecht

- Deutsches und Europäisches Kartellrecht

- Öffentliches Wirtschaftsrecht

- Einkommensteuerrecht

- Umsatzsteuerrecht

- Europäisches und

Internationales Steuerrecht

- Steuerstrafrecht

- Wirtschaftsstrafrecht BT

- Unternehmensstrafrecht

- Strafprozessordnung III

- Recht der Kreditsicherheiten

- Zivilprozessordnung

- Zwangsvollstreckungsrecht I

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 9

- Europäisches Privatrecht II und III

- Internationales Privatrecht II

- Internationales Zivilprozessrecht

- Europäische Rechtsgeschichte IV und V

- Betriebsverfassungsrecht

- Konzern- und Umwandlungsrecht

- Tarifverfassungsrecht

- Kapitalmarktrecht

- Urheber- und Patentrecht

- Kartellverfahrensrecht

- Wettbewerbsverfahrensrecht

- Internationales Wirtschaftsrecht

- Europäische Verwaltungsrechtsvergleichung

- Europäische Verfassungsvergleichung

- Internationales Wirtschaftsrecht

- Europäisches Wirtschaftsrecht

- Medien- und Kommunikationsrecht

- Informations- und Datenschutzrecht

- Umweltrecht I und II

- Sozialverwaltungsrecht I und II

- Steuerliche Gewinnermittlung

- Steuerliches Verfahrensrecht

- Umwandlungssteuerrecht

- Körperschaftsteuerrecht

- Steuerliches Verfahrensrecht

- Transnationales Strafrecht

- Umweltstrafrecht

- Strafprozessordnung III und IV

- Insolvenzrecht

- Rechtsgestaltung

- Erb- und Familienrecht

- Verbraucherschutzrecht


10 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Fachspezifische

Fremdsprachenausbildung

(FFA)

Mit Blick auf eine stetig zunehmende

Europäisierung und Internationalisierung

des Rechts wird seit dem Wintersemester

2007/2008 eine Fachspezifische Fremdsprachenausbildung

(FFA) angeboten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

dieses im norddeutschen Raum einzigartigen

Studienangebots sollen vertiefte

fachspezifische Kenntnisse in einer

Fremdsprache sowie Grundkenntnisse

der betreffenden Rechtsordnung erwerben

und dadurch auf Auslandsaufenthalte

und berufliche Tätigkeiten im

Ausland bzw. mit Auslandsberührung

vorbereitet werden. Zum Nachweis

dieser Kenntnisse wird nach erfolgreicher

Teilnahme an der insgesamt drei Studienjahre

umfassenden FFA ein mehrsprachiges

Zertifikat erteilt. Die Ausbildung

wird in den Sprachen Englisch UK,

Englisch USA, Französisch, Italienisch,

Niederländisch, Polnisch und Spanisch

angeboten und ausschließlich durch

qualifizierte Muttersprachler gelehrt. Die

Teilnahme an der FFA bereitet die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer optimal

auf den späteren Einstieg in international

arbeitende Kanzleien, Berufe in der

Wirtschaft oder der Europäischen Union

und auch auf Auslandsaufenthalte, z. B.

an einer der zahlreichen ERASMUS-

Partneruniversitäten, vor (s. Seite 15).

OsnaRep – Das Juristische

Repetitorium der

Universität Osnabrück

OsnaRep ist das Juristische Repetitorium

der Universität Osnabrück. Die

hohe Qualität dieses universitären

Examensvorbereitungsprogramms wurde

im CHE-Ranking 2011 der Zeitschrift

ZEIT Studienführer 2011/2012 bestätigt.

Danach gehört die Juristische Fakultät

u. a. in der Kategorie Repetitorien zur

Spitzengruppe der Jurafakultäten in ganz

Deutschland. Im Mittelpunkt des Osna-

Rep stehen die fallorientierte Wiederholung,

Vertiefung und Aktualisierung

der erlernten Kenntnisse in sämtlichen

Pflichtfächern der ersten Prüfung. Die

Auswahl der Besprechungsfälle und die

Schwerpunktsetzung orientieren sich

durchweg an examenstypischen Anforderungen.

Zur Nachbereitung werden

umfangreiche Lösungshinweise zur

Verfügung gestellt.

Das Programm des OsnaRep wird

ergänzt durch den wöchentlichen

Examensklausurenkurs (einschließlich

einer Klausurenklinik im Öffentlichen

Recht) sowie den jeweils im März und

September stattfindenden Intensivklausurenkurs,

bei dem wie im Examen

sechs Klausuren »am Stück« geschrieben

werden, die jeweils noch am selben Tag

besprochen werden. Neben den Klausurenkursen

werden für die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer des OsnaRep simulierte

mündliche Prüfungen angeboten,

um sie auch auf die Anforderungen der

mündlichen Prüfung vorzubereiten.

Nähere Information zum OsnaRep

erhalten Sie auf der Homepage unter

www.osnarep.de.

OsnaRep – Ausgezeichnet durch den

ZEIT Studienführer 2011/2012


Innovative

Studienangebote

LL.B. Wirtschaftsrecht

Als eine der ersten Fakultäten Deutschlands

wurde an der Universität Osnabrück

in Gestalt eines kompakten

6-semestrigen wirtschaftsrechtli chen

Universitätsstudiums mit berufs qualifizierendem

Abschluss (LL.B. Wirtschaftsrecht)

ei ne eigenständige Alternative

zum Staatsexamens studiengang

Rechtswissenschaften entwickelt.

Der akkreditierte Bachelorstudiengang

verbindet eine universitäre – d. h. wissen-

schaft lich fundierte – juristische Grund-

aus bildung mit vertieften praxisnahen

wirt schaftsrechtlichen Ausbildungsele

menten. Diese Ausbildung im wirtschaftsrechtlichen

Bereich eröffnet den

Zugang zu interessanten Berufsfeldern.

Nachfrage besteht insbesondere im

Bereich der rechts- und wirtschaftsberatenden

Berufe, wie z. B. Steuerberatung

und Wirtschaftsprüfung, im Bereich

des Arbeitsrechts und Personalwesens,

bei Banken, Unternehmen und bei

der öffentlichen Hand. Sie eignet sich

besonders für Studierende, die einen

schnellen Be rufseinstieg anstreben.

LL.M. Taxation (Steuerwissenschaften)

Der 2-semestrige Masterstudiengang

Steuerwissenschaften (LL.M. Taxation)

wird bereits seit dem Wintersemester

1992/1993 angeboten und wurde inzwischen

von zahlreichen Universitäten

im In- und Ausland kopiert. Seit dem

Wintersemester 2010/2011 wird der in

der Praxis geschätzte und akkreditierte

Masterstudiengang zusätzlich in einer

4-semestrigen Form angeboten. Ziel

des Studiums ist es, Juristinnen und

Juristen sowie Wirtschaftswissenschaftlerinnen

und Wirtschaftswissenschaftler

umfassend und interdisziplinär in den

Steuerwissen schaften auszubilden und

sie auf eine Tätigkeit als Steuerberater,

Wirtschaftsprüfer, in der Finanzverwaltung,

bei Verbänden und Unternehmen

sowie in der Finanzgerichtsbarkeit

vor zubereiten. Der Masterstudiengang

Steuerwissenschaften (LL.M. Taxation)

zeichnet sich durch ein exklusives und

erfahrenes Dozenten-Team aus. Seine

Dozentinnen und Dozenten gehören zu

den anerkannten Experten/innen des

nationalen, europäischen und internationalen

Steuer- und Wirtschaftsrechts.

Nähere Informationen finden Sie unter

www.llm-taxation.de.

Bewerbungsschluss

15. September

Institut für Finanz- und Steuerrecht

Fachbereich Rechtswissenschaften

LL.M. TAXATION

Masterstudiengang Steuerwissenschaften

Entwickeln Sie sich zum Steuerexperten

Weitere Infos unter (tel.) +49(0)541 - 969 61 68 oder www.llm-taxation.de

Mit freundlicher Unterstützung unserer Kooperationspartner

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 11

LL.M. Wirtschaftsstrafrecht

Seit dem Wintersemester 2000/2001

wird der 2-semestrige Masterstudiengang

Wirtschaftsstrafrecht angeboten. Der auf

dem juristischen Studium aufbauende

Masterstudiengang vermittelt Juristinnen

und Juristen die Fachkenntnisse der

verschiedenen Gebiete des Wirtschaftsstrafrechts

einschließlich des Umwelt- und

Steuerstrafrechts. Studierende des Masterstudiengangs

erwerben in Vorlesungen

und speziellen Kolloquien Fachkenntnisse

und Fähigkeiten, die sie in die Lage versetzen,

die Zusammenhänge des Wirtschaftsstrafrechts

und des hierauf bezogenen

Verfahrensrechts zu überblicken

und hiermit selbständig problemorientiert

zu arbeiten. »Criminal Compliance« ist

ein fester Bestandteil des Studiengangs.

Dozenten sind neben den Professoren

der Fakultät Lehrbeauftragte aus der

jeweiligen Praxis wie Richter, Staatsanwälte,

Rechtsanwälte und Angehörige

der Finanzverwaltung. Der Studiengang

richtet sich auch an bereits berufstätige

Juristinnen und Juristen. Die Veranstaltungen

finden daher ausschließlich von

Donnerstag bis Samstag statt. Er ist offiziell

akkreditiert und als »gut studierbar«

eingestuft. Nähere Informationen unter

www.wirtschaftsstrafrecht.uos.de/llm.

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12 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Moot Courts

Moot Courts sind mit einem Rollenspiel

vergleichbare simulierte Gerichtsverhandlungen,

in welcher Studierende der

Rechtswissenschaften die Prozessvertretung

der beteiligten Parteien übernehmen.

Bei dieser aus dem anglo-amerikanischen

Bereich stammenden Lehrform

erhalten die Studierenden die Möglichkeit,

das theoretisch gelernte Fachwissen

realitätsnah praktisch anzuwenden.

Moot Courts trainieren darüber hinaus

die juristische Arbeit im Team und damit

eine Kompetenz, die in praktisch jedem

juristischen Beruf unverzichtbar ist.

An der Juristischen Fakultät der Universität

Osnabrück bestehen zahlreiche

Angebote, um Moot Court-Erfahrung zu

sammeln.

Verfassungsrechtlicher Moot Court (VMC)

Der Verfassungsrechtliche Moot Court

ist ein fakultätsinterner Moot Court auf

dem Gebiet des deutschen Verfassungsrechts,

der für das 3. Fachsemester an-

geboten wird. Er simuliert eine mündliche

Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht,

in der jedes Team – je

nach Anzahl der teilnehmenden Mannschaften

über mehrere Runden – für die

beiden Streitparteien plädieren muss.

Der von Prof. Dr. Dörr betreute VMC

ist so konzipiert, dass die Teilnahme

ohne Weiteres parallel zum obligatorischen

Lehrprogramm möglich

ist. Nähere Informationen erteilt der

Lehrstuhl von Prof. Dr. Dörr unter

www.doerr.jura.uos.de.

Willem C. Vis International Commercial

Arbitration Moot Court

Der Willem C. Vis Moot ist der größte

und renommierteste Moot Court auf

dem Gebiet des Zivilrechts, mit mehr

als 170 teilnehmenden Universitäten

aus 66 Ländern. Organisiert wird dieser

internationale Wettbewerb von der

Pace University, School of Law; regelmäßig

hat er einen dem Einheitlichen

UN-Kaufrecht (CISG) unterstehenden

Kaufvertrag zum Gegenstand. Die

hieraus entstehenden Streitigkeiten

werden vor einem Schiedsgericht in

englischer Sprache verhandelt. Austragungsorte

der mündlichen Verhandlungen

sind Wien und Hongkong.

Zusätzlich zu den Schriftsätzen finden

die mündlichen Verhandlungen statt,

in denen sich die besten Teams für


das Finale qualifizieren können. Ausge-

wählt und betreut wird das Osnabrücker

Team vom Lehrstuhl von Prof. Dr.

Schulte-Nölke. Näheres erfahren Sie

unter www.moot-osnabrueck.de.

European Law Moot Court Competition

Der European Law Moot Court ist ein

seit 1989 jährlich stattfindender internationaler

Studentenwettbewerb. Er

ist der weltweit renommierteste und

größte Moot Court-Wettbewerb auf

dem Gebiet des Europarechts. In diesem

Wettbewerb wird anhand eines fiktiven

Falles ein Verfahren in englischer und

französischer Sprache vor dem Gerichtshof

der Europäischen Union (EuGH)

simuliert. Die 48 punktbesten Mannschaften

aus Europa und Nordamerika

werden zu einem der vier Regionalfinals

in verschiedenen Städten eingeladen,

in denen der Fall dann mündlich ver-

handelt wird. Die besten vier Teams

kämpfen am Ende (April) um den Titel

des europäischen Gesamtsiegers am Sitz

des EuGH in Luxemburg. Ausgewählt

und betreut wird das Osnabrücker Team

vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Dörr.

Nähere Informationen finden Sie unter

www.doerr.jura.uos.de.

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 13

BFH-Moot Court im Steuerrecht

Die Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft

e.V. richtet zusammen mit dem

Bundesfinanzhof und unterstützt durch

die Arbeitsgemeinschaft der Fachanwälte

für Steuerrecht e.V. jährlich einen BFH-

Moot Court zum deutschen Steuerrecht

aus. Zielgruppe sind Studierende ab dem

4. Fachsemester. Die vier besten Endrundenteams

ermitteln zu einem Sachverhalt

im nationalen Steuerrecht ihren Sieger

vor dem Bundesfinanzhof in München.

Auswahl und Betreuung der Osnabrücker

Studierenden erfolgt durch Prof. Dr.

Lampert. Näheres erfahren Sie unter

www.instfsr-os.de.

European and International Tax Moot

Court Competition (EITMC)

Die EITMC ist der weltweit einzige

Wettbewerb dieser Art im internationalen

Steuerrecht. Er wird jedes Jahr im

März an der katholischen Universität

im belgischen Leuven ausgetragen.

An ihm nehmen 13 europäische und

amerikanische Universitäten teil. Die

Vorbereitungen für den Moot Court

beginnen im Oktober des Vorjahres

mit der Vorbereitung der Schriftsätze.

Simuliert wird beispielsweise ein Vorab-

entscheidungsverfahren vor dem EuGH.

Gegenstand des Falles sind Fragestellungen

auf Grundlage völkerrechtlicher

Doppelbesteuerungsabkommen oder des

Unionsrechts, insbesondere der Grundfreiheiten.

Die Präsenzphase gliedert

sich in eine Vorrunde, ein Halbfinale

und ein Finale. Das Osnabrücker Team

wird betreut durch den Lehrstuhl von

Prof. Dr. Jochum. Nähere Informationen

erhalten Sie unter www.instfsr-os.de.

Arbeitsrechtlicher Moot Court

Der arbeitsrechtliche Moot Court wird

deutschlandweit ausgetragen und vom

Bundesarbeitsgericht angeboten und

organisiert. Simuliert wird eine arbeitsrechtliche

Streitigkeit mit abschließender

mündlicher Verhandlung beim BAG in

Erfurt. Teilnahmeberechtigt und Zielgruppe

des Moot Court sind Studierende

ab dem 4. Semester, die sich zu Teams

von zwei bis drei Studierenden zusammenschließen

können. In zeitlicher

Hinsicht lässt sich die Moot Court-Teilnahme

mit dem obligatorischen Lehrprogramm

vereinbaren. Weitere Informationen

zum von Prof. Dr. Stoffels

betreuten Moot Court finden Sie unter

www.stoffels.jura.uos.de.


14 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Austausch und

Auslandsstudium

Die Internationalisierung ist ein wichtiger

Aspekt der Osnabrücker Profilbildung

im Europäischen Recht und wird

als besonderer Auftrag verstanden.

Osnabrück pflegt deshalb einen vielfältigen

wissenschaftlichen Aus tausch

mit ausländischen Fakultäten, an dem

insbesondere auch die Stu dierenden

beteiligt werden. Die Fachspezifische

Fremdsprachenausbildung (FFA) der

Universität Osnabrück gewährleistet,

dass die erforderlichen Sprachkennt nisse

für die Auslandsaufenthalte und die

Auseinandersetzung mit dem je weiligen

Landesrecht nachgewiesen werden.

Auslandsstudium / ERASMUS-Büro

Bereits seit 1987 fördert die Europäische

Union mit dem LLP / ERASMUS-

Programm die grenzüberschreitende

Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten

mit Aktionen für den Hochschulbereich

und dabei insbesondere die Studierendenmobilität.

Im Rahmen dieses

Programms unterhält der Fachbereich

neben der Universität eigene Kooperationen

mit Universitäten im Ausland.

Diese ermöglichen den Studierenden

des Fachbereichs nach Absolvierung des

3. Fachsemesters ein Auslandsstudium an

einer Partneruniversität aufzunehmen.

Neben der Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen

und der Sammlung

von internationaler Erfahrung vermag

ein Hochschulstudium an einer ausländischen

Universität in unvergleichbarer

Weise einen Einblick in andere Rechtssysteme

zu vermitteln.

Im Gegensatz zu einer Individualbewerbung,

die regelmäßig auch eine

weitaus längere Vorlaufzeit mit sich

bringt, sind die Zugangsvoraussetzungen

für ein ERASMUS-Studium relativ

gering. Das ERASMUS-Studium stellt

somit eine sehr kostengünstige und

unbürokratische Möglichkeit dar, im

Ausland zu studieren. Die Vergabe

der Studienplätze an unseren Partneruniversitäten

findet regelmäßig im

Frühjahr (März /April) statt. Weitere

Informationen finden Sie unter

www.jura.uos.de/html/erasmus.html.


Ausländische Partneruniversitäten

Über die vielfältigen Kooperationen auf

Universitätsebene, wie beispielsweise

Peking (China), Keele (UK), Tokio

und Yokohama (Japan), Mongolian

(Mongolei), Waikato (Neuseeland),

Twer (Russland), Seoul (Südkorea)

und diverse Universitäten in den USA,

hinaus bestehen Partnerschaften der

Juristischen Fakultät (u. a. im Rahmen

des LLP / ERASMUS-Programms) mit

folgenden Fakultäten:

Universidade

Portucalense, Porto

Universidade de

Santiago de Compostela

Universidad

de Sevilla

Universidad

de Valladolid

Universidad

Autonoma de Madrid

Universidad

de Murcia

Universidad de

Las Palmas de Gran Canaria

University

of Hull

Radboud Universiteit

Nijmegen

Universität

Osnabrück

Karls-Universität

zu Prag

Université Paris XII –

Val de Marne

Université Robert

Schuman de Strasbourg

Université de

Lausanne

Università degli

Studi di Milano

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 15

Università degli

Studi di Verona

Università degli

Studi di Firenze

Universitet

Stockholms

Adam Mickiewicz

Uniwersytet Poznan

Uniwersytet

Wroclaw

Uniwersytet

Slaski

Krakau

Trnavská Univerzita

v Trnave

Pázmány Péter Catholic

University Budapest

Univerza v

Ljubljani

Università degli

Studi di Messina

University of

Szeged

University

of Tartu

Uniwersytet Kardynala Stefana

Wyszynskiego w Warszawie

Jan Dlugosz University

Czestochowa

Uniwersytet Jagiellonski

Universitatea

Babes-Bolyai Cluj-Napoca

Universitatea

din Bucuresti

Dokuz Eylül

Üniversitesi Izmir


16 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Masterstudiengang für

ausländische Studierende

Die Juristische Fakultät eröffnet ausländischen

Juristinnen und Juristen die

Möglichkeit des Erwerbs eines »Master

of Laws (LL.M.)«. Ziel dieses Studiums

für Postgraduier te ist es, Juristinnen

und Juristen aus anderen Län dern die

Grundzüge des in der Bun desrepublik

Deutschland geltenden Rechts zu

vermitteln. Inzwischen nehmen Studierende

aus aller Welt dieses Angebot

wahr – neben jungen Menschen aus

den Län dern der Europäischen Union

darüber hinaus auch aus Brasilien,

China, Korea, Lateinamerika, Russland

und der Türkei.

University of Hull (UK)

Masterstudiengang in Hull (UK)

Die Fakultät kooperiert zudem im

postgradualen Ausbildungsbereich mit

der University of Hull (U.K.). Aufgrund

eines entsprechenden Abkommens

zwischen der Juristischen Fakultät

Osnabrück und der University of Hull

wird es Osnabrücker Jurastudentinnen

und -studenten erleichtert, an einem

Masterstudiengang an der University of

Hull teilzunehmen.

EUCOTAX Wintercourse und

simulierte DBA-Verhandlungen

Die »European Universities Cooperating

on Taxes (EUCOTAX)« ist ein

Zusammenschluss der steuerrechtlichen

Institute der Universitäten Barcelona,

Budapest, London, Leuven, Lódz,

Osnabrück, Paris, Rom, Stockholm,

Tilburg, Washington D.C. und Wien.

Das umfassende Programm EUCO-

TAX basiert auf dem gemeinsamen

Wunsch, Lehre und Forschung im

Bereich des europäischen Steuerrechts

sowie des Steuerrechts in Europa zu

fördern. Zu diesem Zweck wurde eine

dauer hafte Organisation aufgebaut, die

sowohl die Belange der Studierenden als

auch Forschungsinteressen berücksichtigt.

Besonderes Ansehen genießt der

seit 1992 jährlich stattfindende sogenannte

»Wintercourse«, der mit einer

einwöchigen internationalen Konferenz

endet. Ziel des Wintercourse ist die

vertiefte rechtsvergleichende Auseinandersetzung

mit Fragen des europäischen

und internationalen Steuerrechts.

Ein innovatives Veranstaltungsformat

der EUCOTAX-Gruppe stellt die

von Prof. Dr. Michael Lang von der

WU Wien entworfene Simulation der

Verhandlung von Doppelbesteuerungsabkommen

(DBA) dar. Zwei Teams

treten an, um das DBA zwischen ihren

Heimatstaaten neu auszuhandeln. Dabei

werden sie regelmäßig nicht nur von

ihren Professoren sondern auch durch

Vertreter des jeweiligen Finanzministeriums

betreut.


Festliche Absolventenfeier

und Preisverleihungen

Scheine, Klausuren, Prüfungen: Wer sein

gesamtes Studium über stets nach vorn

geschaut hat, darf auch einmal zurückblicken.

Und dies geschieht am besten

mit Verwandten und Freunden bei einem

Sektempfang. Die Rede ist von der festlichen

Absolventenfeier der Juristischen

Fakultät. Den feierlichen Rahmen bilden

ein Festvortrag und musikalische Einlagen.

Den Absolventinnen und Absolventen

des rechts wissen schaftlichen Studiengangs

wird der Hoch schulgrad einer

Diplom-Juristin bzw. eines Diplom-

Juristen verliehen; die Studierenden des

Bachelorstudien gangs Wirtschafts recht

erhalten ihre Bachelor-Urkunde. Die

postgraduierten akademischen Leistungen

des Master studiengangs Wirtschaftsstrafrecht

werden ebenfalls im Rahmen

dieser Absolventenfeier gewürdigt. Höhepunkt

der Veranstaltung ist schließlich

die Übergabe der Promotions urkunden

an die frisch ernannten Doktoren der

Rechte. Zugegeben, für Studienanfängerinnen

und Studienanfänger ist es ein

langer Weg bis zum Doktorhut. Doch

nur wer ihn be schreitet, kann später auch

zurückblicken …

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 17

Schindhelm-Förderpreis

Namensgeber und Förderer des

Schindhelm-Förderpreises ist der langjährige

und erste Honorarprofessor der

Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Malte

Schindhelm. Auf Vorschlag einer Professorin

oder eines Professors wählt die

Schindhelm Rechtsanwaltsgesellschaft

mbH in Zusammenarbeit mit Justus e.V.

geeignete Studierende aus, die sich

durch besonders herausragende akademische

Leistungen ausgezeichnet haben.

Der Preis, der unter anderem mit einer

Geldprämie dotiert ist, wird einmal

im Jahr im feierlichen Rahmen der

Absolventenfeier der Juristischen Fakultät

verliehen.

Wissenschaftspreis der Juristischen

Gesellschaft Osnabrück-Emsland

Alle zwei Jahre wird der mit einer Geld -

prämie dotierte Wissenschaftspreis für

herausragende wissenschaftliche Leistun -

gen von Mitgliedern und Angehörigen

der Juristischen Fakultät der Universität

Osnabrück vergeben. Die Auswahl der

Preisträgerin oder des Preisträgers wird

durch ein Gremium vorgenommen, das

sich aus Mitgliedern der Fakultät und

der Juristischen Gesellschaft Osnabrück-

Emsland zusammensetzt. Prämiert

werden insbesondere herausragende

Dissertationen und Habilitationen.

Verleihung des Wissenschaftspreises der

Juristischen Gesellschaft Osnabrück-Emsland

Festliche Absolventenfeier der Juristischen Fakultät


18 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick

Studentische Initiativen

und Alumnivereinigungen

Ein wesentliches Element studentischen

Lebens ist die Mitarbeit in studentischen

Initiativen. Neben der aktuellen

Studierendenschaft ist die Juristische

Fakultät der Universität Osnabrück

sehr daran interessiert, den Kontakt

mit den Studierenden der Juristischen

Fakultät nach Abschluss ihres Studiums

dauerhaft aufrecht zu erhalten. Sowohl

für die Studierenden als auch für die

Ehemaligen bieten sich vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten.

ELSA Osnabrück e.V.

Die European Law Students’ Association

(ELSA) ist eine unabhängige,

politisch neutrale und als gemeinnützig

anerkannte internationale Organisation

von Jurastudierenden, Rechtsreferendaren

und jungen Juristen. Im Jahr 1992

gegründet, kann ELSA Osnabrück e.V.

auf eine lange Geschichte zurückblicken

– eine Geschichte, in der sich Studentinnen

und Studenten ehrenamtlich

für ihresgleichen einsetzten, in der die

Vermittlung zwischen Praxis und Lehre,

zwischen Europäischen Studierenden

sowie den Studierenden untereinander

stets im Mittelpunkt standen. ELSA

Osnabrück e.V. engagiert sich insbesondere

bei Studentischen Bildungsfahrten,

beispielsweise zum EuGH nach Luxemburg,

zum Europaparlament nach

Straßburg und Brüssel, zum Internationalen

Strafgerichtshof nach Den Haag

oder zur Karrieremesse JURAcon nach

Frankfurt. Weitere Informationen unter

www.elsa-osnabrueck.de.

Fachschaftsrat

Die Fachschaft organisiert seit vielen

Jahren überaus erfolgreich die Erst-

semes terwoche, die den neuen Jurastudierenden

den Studieneinstieg

leicht macht und in der schon zahllose

Freundschaften begründet wurden.

Großer Beliebtheit erfreut sich das von

der Fachschaft veranstaltete jährliche

Sommerfest im Innenhof des Juridicums.

Ferner arrangiert sie ge meinsam

mit der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften

alljährlich eine große

Weihnachtsparty mit unterhaltsamen

Wettbewerben zwischen Studierenden

und Professoren der beiden Fakultäten.

Während des gesamten Studiums

steht die Fachschaft den Osnabrücker

Jurastudierenden mit Rat und Tat zur

Seite. Weitere Informationen unter

www.fachschaft.jura.uni-osnabrueck.de.

Alumniinitiativen

Justus e.V.

Die Alumniinitiative Justus e.V. fördert

die Bibliothek immer wieder durch

beachtliche Bücher spenden und organisiert

regelmäßig Lehrbuchbörsen für

die Studierenden. Schließlich unterstützt

Justus e.V. alljährlich die festliche

Absolventenfeier im Osnabrücker

Schloss sowie das Alumni-Netzwerk

der Fakultät. Weitere Informationen

unter www.justus-os.de.

taxOS e.V.

Das Alumni-Netzwerk taxOS e.V.

verbindet die Ehemaligen des Masterstudiengangs

Steuerwissenschaften

(LL.M. Taxation). Aufgabe des Vereins

ist u. a., Forschung und Lehre in den

Steuerwissenschaften an der Universität

Osnabrück finanziell und durch die

Veranstaltung jährlicher wissenschaftlicher

Fachveranstaltungen zu fördern.

taxOS e.V. pflegt die Verbindung

zwischen Lehrenden, Studierenden und

Absolventinnen und Absolventen des

Studiengangs Steuerwissenschaften sowie

Praktikern. Im Rahmen der festlichen

Absolventenfeier des Masterstudiengangs

Steuerwissenschaften wird zudem der

mit 1.000 EUR dotierte taxOS e.V.-

Förderpreis verliehen. Weitere Informationen

unter www.taxos-ev.de.

wistros e.V.

Der Alumniverein hat sich zum Ziel

gesetzt, den Masterstudiengang »LL.M.

Wirtschaftsstrafrecht« zu fördern und

für die in ganz Deutschland tätigen

Absolventen des Studiengangs ein Netzwerk

zu errichten. Zu diesem Zweck

richtet der Verein u. a. das jährliche

Alumni-Treffen aus. Die dabei angebotenen

wirtschafts- und steuerstrafrechtlichen

Vorträge dienen der fachlichen

Fortbildung der Mitglieder. Daneben

steht der fachliche und persönliche

Austausch der Alumni im Vordergrund.

Kontakt: wistros e.V., c /o Lehrstuhl

Prof. Dr. Roland Schmitz, Heger-Tor-

Wall 14, 49069 Osnabrück


Promotion

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Studium mit Durchblick 19

Besonders qualifizierten Absolventinnen

und Absolventen insbesondere des

Studiengangs Rechtswissenschaf ten steht

die Möglichkeit einer Doktor arbeit – in

der Regel unter der fachli chen Betreuung

eines Mitglieds der Fakultät – offen.

Neben überdurch schnittlichen Examina

ist hierfür eine ausgeprägte Neigung zur

intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung

mit einer spezifischen juristischen

Problemstellung Voraussetzung. Nähere

Informationen gibt Ihnen die Promotionsordnung

der Universität Osnabrück,

abrufbar auf der Homepage der Fakultät

unter www.jura.uni-osnabrück.de.

Doppeldoktorate

Die Juristische Fakultät unterhält eine

Kooperation beson derer Art mit der

Université Paris II – Panthéon /Sorbonne,

einer der europäi schen Spitzenuniversitäten.

Qualifizierten Absolventen ist

es möglich, ein Dissertationsvorhaben

durchzuführen, das von Professoren aus

Paris und Osnabrück betreut wird. Aufgrund

der gemeinsamen Promotion durch

die beiden Fakultäten führen die Promovierten

einen »doppelten« deutsch-französischen

Doktortitel. Seit 2009 besteht

auch ein entsprechendes Abkommen mit

der Università degli Studi di Verona.


Forschung mit Qualität


Professoren der Juristischen Fakultät

Professor Dr. Hans-Jürgen Ahrens

Professur für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht,

deutsches und internationales

Zivilprozessrecht

Vizepräsident des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamtes

Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen

und Tübingen

Promotion im Jahre 1974 in Göttingen mit

einer Arbeit über »Die Veröffentlichung

vergleichender Werbeträgeranalysen«

Habilitation im Jahre 1981 in Göttingen mit

einer Arbeit »Zum vorbeugenden Rechtsschutz

durch einstweiligen Rechtsschutz«

Seit 1983 Professor an der Universität Osnabrück

Von 1995–2010 Richter im zweiten Hauptamt

am Oberlandesgericht Celle in einem Senat

mit der Spezialzuständigkeit für Deliktsrecht

und Gesellschaftsrecht

Forschungsschwerpunkte vornehmlich im

Recht des geistigen Eigentums, Wettbewerbs-

und Kartellrecht, Deliktsrecht, Zivilprozessrecht,

dem Internationalen Privatrecht und

Internationalen Zivilprozessrecht sowie dem

Recht der Freien Berufe

Professor Dr. Dr. h.c. mult.

Christian von Bar, FBA

Professur für Bürgerliches Recht, Europäisches

Privatrecht, Internationales Privatrecht

und allgemeine Rechtsvergleichung

Geschäftsführender Direktor des European

Legal Studies Institute / Institut für Europäische

Rechtswissenschaft

Studium der Rechtswissenschaften in

Freiburg, Kiel, Göttingen und Cambridge

Promotion im Jahre 1976 zum Thema »Territorialität

des Warenzeichens und Erschöpfung

des Verbreitungsrechts im Gemeinsamen

Markt«

Habilitation im Jahre 1979 zum Thema

»Verkehrspflichten – Richterliche Gefahrsteuerungsgebote

im deutschen Deliktsrecht«

Seit 1981 Professor an der Universität Osnabrück

1993 Leibniz-Preisträger der DFG und

Bencher (Hons.) of Gray’s Inn

2000 Corresponding Fellow of the British

Academy

Ehrendoktor der Universitäten Leuven

(2003), Uppsala (2007), Tartu (2007) und

Helsinki (2010); Honorarprofessor der Universität

Tschenstochau (2011)

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 21

Von 1992–2002 Mitwirkung in der Commission

on European Contract Law

1999–2010 Chairman der Study Group on a

European Civil Code; 2005–2010 einer der

Sprecher des Exzellenznetzwerkes »Common

Principles of European Contract Law

(CoPECL)« unter dem 6. Forschungsrahmenprogramm

der EU

2005–2011 beratendes Mitglied der

UNIDROIT Arbeitsgruppe zum Recht internationaler

Handelsverträge

Seit 2010 Sonderberater der Vizepräsidentin

der Europäischen Kommission Viviane

Reding on strategic issues for developing the

European area of Justice and Fundamental

Rights


22 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Professor Dr. Pascale Cancik

Professur für Öffentliches Recht, Geschichte

des europäischen öffentlichen Rechts und

Verwaltungswissenschaften

Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen

und Berlin (FU)

Promotion im Jahre 1999 mit einer verfassungsrechtlichen

Arbeit zum Thema

»Die parlamentarische Opposition in den

Landesverfassungen«

Habilitation 2006 mit der Arbeit »Verwaltung

und Öffentlichkeit in Preußen. Kommunikation

durch Publikation und Beteiligung im

Verwaltungsfahren im Recht der Reformzeit«

(Universität Frankfurt am Main)

Anwaltstätigkeit 1997–2000 (Öffentliches

Wirtschaftsrecht, Düsseldorf); Sachverständiges

Mitglied der Enquetekommission

des Hessischen Landtags zur Reform der

Hessischen Verfassung (2003–2005);

Wiss. Mitarbeiterin am BVerfG 2007

Seit dem Sommersemester 2008 Professorin

an der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte im Verfassungs-

und Parlamentsrecht, im (europäischen und

deutschen) Umweltrecht sowie im Verwaltungsrecht

mit seinen historischen und

verwaltungswissenschaftlichen Bezügen

Professor Dr. Oliver Dörr, LL.M.

(London)

Professur für Öffentliches Recht, Europa-

und Völkerrecht sowie Rechtsvergleichung

Direktor im European Legal Studies Institute /

Institut für Europäische Rechtswissenschaft –

Abteilung Europäisches Öffentliches Recht

und Rechtsvergleichung

Studium der Rechtswissenschaften in Berlin

und an der London School of Economics

(Master-of-Laws 1989)

Promotion im Jahre 1995 mit einer völkerrechtlichen

Arbeit zum Thema »Die Inkorporation

als Tatbestand der Staatensukzession«

Habilitation 2002 mit der Arbeit »Der

europäisierte Rechtsschutzauftrag deutscher

Gerichte. Art. 19 Abs. 4 GG unter dem Einfluss

des europäischen Unionsrechts«

Seit dem Sommersemester 2004 Professor an

der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte im Europäischen

Verfassungs- und Verfassungsprozessrecht,

Völkerrecht und Vergaberecht

Professor Dr. Ulrich Foerste

Professur für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht

Geschäftsführender Direktor des Instituts für

Verfahrensrecht und allgemeine Verfahrensvergleichung

Studium der Rechtswissenschaften in Münster

Promotion im Jahr 1985 mit einer Arbeit über

»Grenzen der Durchset zung von Verfügungsbeschränkung

und Erwerbsverbot im

Grundstücks recht – Grundbuchsperre und

gut gläubiger Erwerb«

Habilitation 1992 in Göttingen

Anwaltstätigkeit in Münster / Hamm von

1983–1985

Von 1993–1995 Professur an der Universität

Konstanz

Seit 1995 Professor an der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte vornehm lich im

Haftungsrecht, Zivilprozessrecht (insb.

Beweisrecht), Kreditsicherungs- und Insolvenzrecht


Professor Dr. Andreas Fuchs, LL.M.

(Michigan)

Professur für Bürgerliches Recht, Handels-

und Gesellschaftsrecht, deutsches, europäisches

und interna tionales Wirtschaftsrecht,

Rechtsver gleichung

Geschäftsführender Direktor des Insti tuts für

Handels- und Wirtschaftsrecht

Direktor des Instituts für Mittelstands fragen

(IfMOS) an der Universität Osnabrück

Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen

und Ann Arbor, Michigan

Promotion im Jahre 1988 in Göttingen mit

einer Arbeit über »Kartellrechtliche Grenzen

der Forschungskooperation«

Habilitation 1998 in Göttingen mit ei ner

Schrift zum Thema »Kapitalbeteili gung ohne

Mitgliedschaft«

Syndikus in der Rechtsabteilung eines

internationalen Industrieunterneh mens in

Hannover von 1989–1991

Ordentlicher Professor an der Universität

Konstanz von 1999 –2003 und seit 2003 an

der Universität Osnabrück

Seit 2010 Mitglied der Expertengruppe zur

geplanten 8. GWB-Novelle beim BMWi

Forschungsschwerpunkte vornehmlich im

Wettbewerbs- und Kartellrecht, Kapitalgesellschaftsrecht,

Bank- und Kapitalmarktrecht,

Verbraucherschutz-und AGB-Recht

Seit 2010 externer Berater (non-governmental

advisor) beim ICN (International Competition

Network)

Seit 2011 im zweiten Hauptamt Richter am

OLG Celle (Senat für Gesellschaftsrecht)

Professor Dr. Thomas Groß

Professur für Öffentliches Recht, Europarecht

und Rechtsvergleichung

Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen,

Genf und Heidelberg

Promotion im Jahr 1992 in Heidelberg mit

einer Arbeit über »Die Autonomie der Wissenschaft

im europäischen Rechtsvergleich«

Habilitation 1998 in Heidelberg zum Thema

»Das Kollegialprinzip in der Verwaltungsorganisation«

1999 –2010 Professor an der Universität

Gießen

2010 /2011 Professor an der Universität Frankfurt

am Main

Seit dem Wintersemester 2011 /2012 Professor

an der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte im Europäischen

Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Migrationsrecht

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 23

Professor Dr. Jörn Ipsen

Professur für Öffentliches Recht

Direktor des Instituts für Kommunalrecht

seit 1989

Studium der Rechtswissenschaften in München

und Göttingen

Promotion im Jahre 1974 in Göttingen mit

einer Arbeit über »Richterrecht und Verfassung«

Habilitation 1980 in Göttingen zum Thema

»Rechtsfolgen der Verfassungswidrigkeit von

Norm und Einzelakt«

Lehrstuhlvertretungen in Tübingen und

Göttingen

Seit 1981 Professor an der Universität Osnabrück

1989 –1990 und von 2004–2006 Dekan der

Juristischen Fakultät der Universität Osnabrück

2002–2006 stellvertretendes Mitglied des

Niedersächsischen Staatsgerichtshofs

Seit 2006 Mitglied und seit 2007 Präsident

des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs

Seit 2011 Mitglied des Hochschulrats der

Medizinischen Hochschule Hannover

Forschungsschwerpunkte im Verfas sungsrecht

und Verwaltungsrecht


24 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Professor Dr. Heike Jochum,

Mag. rer publ.

Professur für Öffentliches Recht und

Steuerrecht

Geschäftsführende Direktorin des Instituts

für Finanz- und Steuerrecht seit 2006

Studium an der Universität des Saarlandes

sowie der DHV Speyer

Promotion im Jahr 2000 in Saarbrücken

mit einer wirtschaftsverwaltungsrechtlichen

Arbeit

Habilitation 2004 in Saarbrücken zum

Thema »Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozessrecht«

2005 /2006 Lehrstuhlvertretung in Osnabrück

Seit Sommer 2006 Professorin an der Universität

Osnabrück

Auszeichnung mit dem Hans Mühlenhoff-

Preis für gute Lehre 2010

Forschungsschwerpunkte im Staats- und

Verwaltungsrecht sowie im Steuerrecht mit

seinen europäischen und rechtsvergleichenden

Bezügen

Professor Dr. Ralf Krack

Professur für Strafrecht, Wirtschaftsstrafrecht

und Strafprozessrecht

Direktor des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht

Promotion 1993 in Göttingen mit der Schrift

»List als Straftatbestandsmerkmal – zugleich

ein Beitrag zu Täuschung und Irrtum beim

Betrug«

Habilitation 2001 in Göttingen mit der

Schrift »Die Rehabilitierung des Beschuldigten

im Strafverfahren«

Universitätsprofessor in Kiel 2003–2007

Seit Oktober 2007 Professor an der Universität

Osnabrück

Forschungsschwerpunkte vornehmlich im

Bereich der Vermögensdelikte, des Wirtschaftsstrafrechts

sowie der allgemeinen

Lehren des Strafrechts

Professor Dr. Roland Schmitz

Professur für Strafrecht, Wirtschafts- und

Steuerstrafrecht

Geschäftsführender Direktor des Instituts für

Wirtschaftsstrafrecht

Schriftleiter und Mitherausgeber der Zeitschrift

wistra – Zeitschrift für Wirtschafts-

und Steuerstrafrecht

Studium, Promotion und Habilitation an der

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

1999 Berufung auf eine Professur für Strafrecht

an der Europa-Universität

Viadrina Frankfurt an der Oder, 2000

Berufung auf einen Lehrstuhl für Strafrecht,

Strafprozessrecht und Neben gebiete an der

Universität Bayreuth

Seit dem Jahr 2009 Universitätsprofessor in

Osnabrück

Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind

die Grundlagen und allgemeinen Lehren

des Strafrechts sowie das Wirtschafts- und

Steuerstrafrecht


Professor Dr. Hans Schulte-Nölke

Professur für Bürgerliches Recht, Europäisches

Privat- und Wirtschaftsrecht, Rechtsvergleichung

und Europäische Rechtsgeschichte

Direktor im European Legal Studies Institute /

Institut für Europäische Rechtswissenschaft –

Abteilung Europäische Rechtsgeschichte und

Gemeinschaftsprivatrecht

Studium der Rechtswissenschaften in

Münster. Mitglied im Graduiertenkolleg

Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main

Promotion im Jahre 1994 zum Thema

»Das Reichsjustizamt und die Entstehung des

Bürgerlichen Gesetzbuchs«

1998–1999 Senior Researcher am Forschungszentrum

für Unternehmensrecht der Universität

Nijmegen (Niederlande)

Habilitation im Jahre 2000 zum Thema

»Europäisches Verbrauchervertragsrecht und

deutsches Bürgerliches Gesetzbuch«

Seit 2002 Koordinator der European Research

Group on Existing EC Private Law (Acquis

Group)

2005–2009 Koordinator des EU-Exzellenznetzwerkes

Privatrecht

Seit 2008 Professor an der Universität Osnabrück

Seit 2010 Mitglied der Expert Group der

Europäischen Kommission zum Europäischen

Vertragsrecht

Professor Dr. Arndt Sinn

Professur für Deutsches und Europäisches

Straf- und Strafprozessrecht, Internationales

Strafrecht sowie Strafrechtsvergleichung

Direktor des Zentrums für Europäische und

Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) und

des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht

Studium an der Universität Leipzig

Promotion im Jahr 2000 zum Thema »Die

Nötigung im System des heutigen Strafrechts«

Habilitation im Jahr 2006: »Straffreistellung

aufgrund von Drittverhalten – Zurechnung

und Freistellung durch Macht«

Auszeichnung mit dem Dr.-Herbert-Stolzenbergpreis

der Justus-Liebig-Universität

Gießen für hervorragende wissenschaftliche

Leistungen

Nach Lehrstuhlvertretungen an der Universität

Augsburg Inhaber der Professur für

Strafrecht, insbesondere Europäisches Strafrecht

und Völkerstrafrecht an der Europa-

Universität Viadrina

Seit 2008 Professor an der Universität Osnabrück

Forschungsschwerpunkte im Grundlagenbereich

des Strafrechts sowie im internationalen

Strafrecht

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 25

Professor Dr. Markus Stoffels

Professur für bürgerliches Recht, Arbeitsrecht,

Handels- und Gesellschaftsrecht

Studium der Rechtswissenschaften an der

Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität

Bonn

Promotion in Köln bei Prof. Dr. Dres. h.c.

Peter Hanau mit einer Arbeit zum »Vertragsbruch

des Arbeitnehmers«

Habilitation in Hagen bei Prof. Dr. Ulrich

Eisenhardt und Prof. Dr. Ulrich Preis mit

einer Arbeit zum Thema »Gesetzlich nicht

geregelte Schuldverträge – Rechtsfindung und

Inhaltskontrolle«

2001–2003 Professor an der Rheinischen

Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Lehrstuhl

für Bürgerliches Recht

2003–2007 Professor an der Universität

Passau, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht,

Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht

Seit Oktober 2007 Professor an der Universität

Osnabrück, Lehrstuhl für Bürgerliches

Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht


26 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Professor Dr. Fryderyk Zoll

Professur für Europäisches und Polnisches

Privatrecht sowie Rechtsvergleichung

Studium der Rechtswissenschaften an der

Jagiellonen-Universität Krakau (1992 LL.M.,

Note: sehr gut; Diplom mit Auszeichnung)

Promotion mit der Arbeit »Die Kontrolle

von allgemeinen Geschäftsbedingungen aus

rechtsvergleichender Perspektive«; anschließend

Habilitation, Titel verliehen vom Fachbereichsrat

der Jagiellonen-Universität

1993–1995 Richterausbildung (Note: sehr gut)

2001–2004 Professor an der Hochschule für

Versicherungswesen, Kielce (Polen)

2003–2010 Inhaber des Lehrstuhls für Privatrecht

an der Kozminski Universität Warschau

2006 Professor für Zivilrecht an der Jagiellonen-Universität

Krakau

Seit November 2011 Professor an der Universität

Osnabrück

Mitglied der polnischen Kodifikationskommission

beim Justizministerium


Juniorprofessoren

Honorarprofessoren und

Außerplanmäßige Professoren

Außer den hauptamtlichen Professo ren

lehrt in Osnabrück eine überdurchschnittlich

hohe Zahl von Anwäl ten,

Richtern und Verwaltungsjuristen,

die aufgrund ihrer besonderen wissenschaftlichen

Leistungen zu Honorarprofessoren

ernannt wurden. Sofern sich

nebenamtlich Lehrende darüber hinaus

in Osnabrück habilitiert haben, können

sie zu Außerplanmäßigen Pro fessoren

ernannt werden. Durch die Honorarprofessoren

und Außerplan mäßigen

Professoren erhalten die Osnabrücker

Studierenden bereits frühzeitig einen

ebenso unmittelbaren, wie wissenschaftlich

qualifizierten Ein blick in die

juristische Praxis.

Hon.-Prof. Reimer von Borries, LL.M.

Ministerialrat a. D., Bundesministerium für

Wirtschaft, Berlin – Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Alfons Brune

Vorsitzender Richter am Finanzgericht,

Münster – Steuerrecht

Hon.-Prof. Dr. Wolfgang Büscher

Richter am Bundesgerichtshof, Karlsruhe –

Zivilrecht

Prof. Dr. Stamatia Devetzi

Professur für Öffentliches Recht und

Europäisches Sozialrecht

Prof. Dr. Steffen Lampert

Professur für Öffentliches Recht und

Internationales Steuerrecht

Prof. Dr. Christoph Engel

Direktor des Max-Planck-Instituts zur

Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn

– Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Joachim Erdmann

Ministerialrat, Niedersächsisches Ministerium

für Wirtschaft, Technologie und Verkehr,

Hannover – Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Willi Erdmann

Vorsitzender Richter am BGH a. D., Karlsruhe

– Zivilrecht

Hon.-Prof. Dr. Jutta Förster

Richterin am Bundesfinanzhof, München –

Steuerrecht

Apl. Prof. Dr. Martin Gellermann

Rechtsanwalt, Westerkappeln –

Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Jürgen Helle

Präsident des Landgerichts Oldenburg a. D.

– Zivilrecht

Hon.-Prof. Dr. Alexander Hemmelrath

Dipl.-Kfm., Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

und Vorstand WTS Hemmelrath, München

– Steuerrecht

Hon.-Prof. Dr. Hans-Günter Henneke

Hauptgeschäftsführer des Deutschen

Landkreistages, Vizepräsident des Deutschen

Sparkassen- und Giro verbandes, Berlin –

Öffentliches Recht

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 27

Apl. Prof. Dr. Thorsten Koch

Rechtsanwalt, Bissendorf – Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Heinz-Jürgen Pezzer

Richter am Bundesfinanzhof, München –

Steuerrecht

Hon.-Prof. Dr. Christian Reiter

Leiter Arbeitsrecht Daimler AG, Stuttgart –

Arbeitsrecht

Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind

em. o. Professor an der Ruhr Universität

Bochum, Justizminister a. D. – Kriminologie

Hon.-Prof. Dr. Siegbert Seeger

Präsident des Niedersächsischen Finanzgerichts

a. D., Hannover – Steuerrecht

Hon.-Prof. Dr. Bernhard Stüer

Rechtsanwalt und Notar, Münster –

Öffentliches Recht

Hon.-Prof. Dr. Peter Udsching

Vorsitzender Richter am Bundessozial gericht,

Kassel – Sozialrecht

Hon.-Prof. Dr. Norbert Wimmer

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

und Partner, White & Case, Berlin –

Öffentliches Recht


28 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Emeriti

Privatdozenten

PD Dr. Dietrich Kellersmann

Rechtsanwalt, PwC Osnabrück

Venia legendi: Steuerrecht

Professor Dr. Hans Achenbach

Professor Dr. Karl-Heinz Gursky

Professor Dr. Jörg Manfred Mössner

Professor Dr. Hans-Werner Rengeling

Habilitanden

Ass.-Prof. Dr. Anne van Aaken

Betreuer: Prof. Dr. Engel –

Öffentliches Recht

Dr. Christoph Busch

Betreuer: Prof. Dr. Schulte-Nölke –

Öffentliches Recht

Dr. Gunnar Deppenkemper

Betreuer: Prof. Dr. Voß – Zivilrecht

Dr. Ingke Goeckenjan

Betreuer: Prof. Dr. Roland Schmitz –

Strafrecht

Dr. Daniela Heinemann

Betreuer: Prof. Dr. Oliver Dörr –

Öffentliches Recht

Prof. Dr. Steffen Lampert

Betreuer: Prof. Dr. Heike Jochum,

Mag. rer. publ. – Öffentliches Recht

Dr. Stephen Swann

Betreuer: Prof. Dr. von Bar – Zivilrecht

Dr. Peter Szczekalla

Betreuer: Prof. Dr. Rengeling –

Öffentliches Recht

Professor Dr. Hero Schall

Professor Dr. Wulf Eckart Voß

Professor Dr. Albrecht Weber

Dr. Arkadiusz Wudarski

Betreuer: Prof. Dr. von Bar – Zivilrecht

Dr. Martin Zimmermann, LL.M.

Betreuer: Prof. Dr. Fuchs – Zivilrecht


Institute der

Juristischen Fakultät

European Legal Studies Institute

Das European Legal Studies Institute

(ELSI) widmet sich der Rechtsvergleichung

und Rechtsangleichung im Europäischen

Privat- und Verwaltungsrecht

sowie dem Europarecht. Es ist an der

Schaffung eines Europäischen Vertragsrechts

beteiligt. Seine Bibliothek und

seine internationale Zusammensetzung

ermöglichen ihm rechtsvergleichende

Studien zum Recht aller Mitgliedstaaten

der Europäischen Union und zum EU-

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 29

Recht. Es beherbergt mehrere internationale

Arbeitsgruppen, und es hilft

außerdem Gerichten bei der Ermittlung

ausländischen Rechts. Institutsmitglieder

beraten mehrere öffentliche Einrichtungen

des In- und Auslandes. Zahlreiche

ausländische Gastwissenschaftler schätzen

seine Arbeitsmöglichkeiten.

Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr.

Dr. h.c. mult. Christian von Bar, FBA

Abteilung I: Europäisches Privatrecht,

Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung

Direktor: Prof. Dr. Fryderyk Zoll

Abteilung II: Europäisches Öffent-

liches Recht und Rechtsvergleichung

Direktor: Prof. Dr. Oliver Dörr, LL.M.

Abteilung III: Europäische Rechtsgeschichte

und Gemeinschaftsprivatrecht

Direktor: Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke


30 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Das Institut für Finanz- und Steuerrecht

wurde 1987 von Prof. Dr. Jörg

Manfred Mössner gegründet. Seit 2006

ist Prof. Dr. Heike Jochum, Mag. rer.

publ. geschäftsführende Direktorin.

Das Institut zeichnet sich durch

seine doppelte Schwerpunktsetzung in

den Bereichen des europäischen und

internationalen Steuerrechts sowie des

nationalen Steuerrechts aus; beides wird

sowohl durch die hohe Zahl an Dissertationen

als auch die intensiven Praxiskontakte

belegt. Hervorhebung verdient

dabei die nationale Vernetzung des Instituts,

die enge Kontakte zu den Finanzverwaltungen,

der Finanzgerichtsbarkeit,

den Berufskammern und den weltweit

Institut für Finanz- und Steuerrecht

führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

(»Big four«) wie auch zahlreichen

DAX-Konzernen umfasst. Hinzu

kommt die internationale Verflechtung

des Instituts im Rahmen der »European

Association of Tax Law Professors

(EATLP)« und der »European Universities

Cooperation on Taxes (EUCO-

TAX)«. Zur Unterstützung des Instituts

ist das Osnabrücker Steuerforum

gegründet worden. Das Forum trägt

wesentlich zur Pflege der umfangreichen

Institutsbibliothek bei und führt regelmäßig

Vortragsveranstaltun gen durch,

darunter insbesondere die Niedersächsische

Regionalkonferenz der Deutschen

Steuerjuristischen Gesellschaft.

Das Institut betreut schließlich den

1992/1993 als weltweit ersten Studien -

gang dieser Art geschaffenen akkreditierten

Masterstudiengang Steuerwissenschaften,

der sowohl in seiner 2-semestrigen

als auch in seiner 4-semestrigen

Form mit dem Titel des LL.M. Taxation

abschließt. Darüber hinaus konnte im

Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit den

Universitäten Tilburg und Münster die

erste EU-finanzierte grenzüberschreitende

Forschungsstelle eingerichtet werden,

die sich mit der Harmonisierung

der Unternehmensbesteuerung in der

Grenzregion Deutschland – Niederlande

auseinandersetzt (GD Tax Centre).


Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht

Das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht

wurde 1992 durch Prof. Dr.

Theodor Baums begründet. Seit 2003

ist Prof. Dr. Andreas Fuchs, LL.M.

geschäfts führender Direktor.

Das Institut deckt die Breite des

zivilrechtlich orientierten Wirtschaftsrechts

ab. Seine Mitglieder zählen zu

den führenden Wissenschaftlern des

deutschen, europäischen und internationalen

Handels- und Gesellschaftsrechts,

Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrechts,

des Rechts des geistigen Eigentums sowie

des Arbeitsrechts. Seit Mitte 1994 besteht

eine gesonderte Abteilung für Arbeits-

und Gesellschaftsrecht. Direktor dieser

Abteilung ist Prof. Dr. Markus Stoffels.

Die vielfältigen Forschungsergebnisse

des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht

werden unter anderem in

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 31

der Schriftenreihe »Osnabrücker Schriften

zum Unternehmens- und Wirtschaftsrecht«

sichtbar. Diese von den Professoren

Dr. Andreas Fuchs, LL.M., Dr.

Markus Stoffels und Dr. Dirk A. Verse

herausgegebene Schriftenreihe erscheint

in der Peter Lang Verlagsgruppe. Zudem

bietet das Institut mit der Vortragsreihe

»Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens-

und Wirtschaftsrecht« ein Forum

für die Vorstellung und Diskussion aktueller

Fragen aus dem gesamten Bereich

des Wirtschaftsrechts durch renommierte

Wissenschaftler und Praktiker aus dem

In- und Ausland.

Am Institut für Handels- und Gesell-

schaftsrecht ist das Institut für Mittelstandsfragen

an der Universität Osnabrück

(IfMOS) beheimatet. Dieses Institut

wurde im Jahr 2000 auf Initiative der

Juristischen Fakultät und des FB Wirtschaftswissenschaften

der Universität

Osnabrück, der Sparkasse Osnabrück,

der Versicherungsgruppe Hannover

sowie der Industrie- und Handelskammer

Osnabrück-Emsland-Grafschaft

Bentheim gegründet. Aufgabe des

Instituts ist es, sich mit rechtlichen und

wirtschaft lichen Fragen zu beschäftigen,

die von besonderer Bedeutung für

mittelständische Unternehmen sind, und

dabei den Wissenschaftstransfer zwischen

Forschung und Lehre an der Universität

Osnabrück und dem gewerblichen

Mittelstand der Region Osnabrück zu

fördern. Geleitet wird das IfMOS von

den Institutsdirektoren Prof. Dr. Fuchs,

Juristische Fakultät, und Prof. Dr. Gillenkirch,

FB Wirtschaftswissenschaften,

der Universität Osnabrück.


32 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Das Institut für Kommunalrecht wurde

1989 gegründet und ist das einzige seiner

Art in Niedersachsen. Geschäftsführender

Direktor ist Prof. Dr. Jörn Ipsen.

Schwerpunkt der Forschungstätigkeit

des Instituts ist das in der Bundesrepublik

Deutschland geltende Kommunalrecht.

Darüber hinaus werden kommunalwissenschaftliche

Fragestellungen

untersucht. Soweit Berührungspunkte

mit der kommunalen Selbstverwaltung

bestehen, gehören auch das Abgabenrecht,

das Besondere Verwaltungsrecht

und das Wirtschaftsrecht zu den Forschungsgebieten

des Instituts. Neuerungen

im Kommunalrecht greift das

Institut umgehend auf.

Das Institut veranstaltet in Zusammenarbeit

mit dem Niedersächsischen

Kommunalforum e.V. wissenschaftliche

Lehr- und Vortragsveranstaltungen,

Informationsgespräche und Tagungen,

die Wissenschaft und kommunale Praxis

Institut für Kommunalrecht

gleichermaßen ansprechen. Die jährlich

stattfindende Fachtagung der »Bad

Iburger Gespräche« greift dabei aktuelle

kommunalrechtlich und -politisch interessante

Themen auf und behandelt diese

vertieft. Sie hat als wichtiges Forum des

Gedankenaustausches zwischen Wissenschaft

und Praxis über Niedersachsen

hinaus Beachtung gefunden.

Das im Jahre 1990 gegründete Nieder -

sächsische Kommunalforum e.V. dient

der Zusammenarbeit von Forschung

und Praxis auf dem Gebiet der Kommunalwissenschaften

und des Kommunalrechts.

Es versteht sich als Mittler und

Förderer des Austausches von Informationen,

Erfahrungen und Meinungen

zwischen Wissenschaftlern und kommunalen

Praktikern.

Die Bibliothek des Instituts ist als

Spezialbibliothek für das Kommunalrecht

und die Kommunalwissenschaften

sowie angrenzende Bereiche, neuerdings

auch das Beamtenrecht, geplant und

auf einen Bestand von 10.000 Bänden

angelegt. Sie umfasst bereits jetzt einen

in Niedersachsen einzigartigen Bestand

an kommunalrechtlicher Literatur.

Eine wesentliche Bereicherung hat die

Institutsbibliothek durch das Vermächtnis

Prof. Dr. Dr. h.c. Otto Bachofs

erfahren, der am 21. Januar 2006 verstorben

ist. Die Institutsbibliothek trägt

nunmehr den Namen »Otto-Bachof-

Bibliothek«. Sie enthält neuerdings

zudem große Teile des Nachlasses von

Prof. Dr. Rudolf Wassermann.

Seit 2011 verstärkt Prof. Dr. Pascale

Cancik das Institut. Sie leitet den Auf-

bau der Verwaltungswissenschaft und

fördert damit die interdisziplinäre

Verstärkung des Instituts. Dazu gehört

auch der Aufbau einer verwaltungswissenschaftlichen

Bibliothek im Rahmen

der Institutsbibliothek.


Institut für Verfahrensrecht und

allgemeine Verfahrensvergleichung

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 33

1990 wurde das Institut für Verfahrensrecht

und allgemeine Verfahrensvergleichung

gegründet. Geschäftsführender

Direktor ist Prof. Dr. Ulrich Foerste.

Die Arbeit des Instituts konzentriert

sich z. Zt. auf das Zivilprozess- und

Insolvenzrecht. Forschungsschwerpunkte

sind neben dem Beweisrecht die

Reichweite von Einzel- und Gesamtvollstreckung,

die Kreditsicherheiten

sowie die Restschuldbefreiung.

In den Vortragsveranstaltungen des Ins-

tituts berichten Wissenschaftler, Richter

und Promovenden über zivilprozess- und

insolvenzrechtliche Themen. Das Institut

ist Forum für den wissenschaftlichen

Austausch und den Dialog mit regionalen

Rechtspraktikern. Seine Bibliothek ist

prozess-, insolvenz- und zivilrechtlich

ausgerichtet; sie konnte zudem wichtige

Werke aus dem Nachlass von Prof. Dr.

Rudolf Wassermann übernehmen.


34 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Das im Jahre 2002 gegründete Institut

für Wirtschaftsstrafrecht der Universität

Osnabrück nimmt Aufgaben in Forschung,

Lehre und Weiterbildung wahr.

Arbeitsgebiete des Instituts sind das

Allgemeine und Besondere Wirtschaftsstrafrecht,

das Steuerstrafrecht und das

Umweltstrafrecht – unter Einbeziehung

der jeweiligen verfahrensrechtlichen

und europarechtlichen Bezüge – sowie

die Grundlagen des Allgemeinen Teils

des Strafrechts. Es verfügt über eine

eigene Bibliothek, die spezielle, den

Arbeitsgebieten entsprechende Bücher

und Zeitschriften bereithält. Im Rahmen

der Vortragsreihe »Vorträge zum

gesamten Wirtschaftsstrafrecht« finden

jedes Jahr mehrere Vorträge statt, die

sich aktuellen wissenschaftlichen Fragen

widmen. Außerdem ist das Institut

die Koordinationsstelle des Master-

Studiengangs »LL.M. Wirtschaftsstrafrecht«,

des einzigen deutschsprachigen

LL.M.-Studiengangs dieser Art, sowie

Sitz des Alumnivereins »wistros«. Es

wird geleitet von den Prof.es Dr.es Ralf

Krack, Roland Schmitz und Arndt Sinn.

Insgesamt gehören ihm derzeit 13 Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler

sowie zahlreiche weitere Personen an.

Innerhalb des Instituts für Wirtschaftsstrafrecht

ist mit dem Zentrum

für Europäische und Internationale

Strafrechtsstudien (ZEIS) zudem eine

Forschungsstelle angesiedelt, die von

Prof. Dr. Arndt Sinn geleitet wird. Ziel

ist, das Europäische und Internationale

Strafrecht und die Rechtsvergleichung

Institut für Wirtschaftsstrafrecht

mit den jeweiligen interdisziplinären

Bezügen entsprechend der wissenschaftlichen,

praktischen und gesellschaftlichen

Bedeutung zu erforschen. Zu

diesem Zweck wurden u. a. mehrere

internationale Tagungen veranstaltet;

regelmäßig finden Vorträge zu aktuellen

strafrechtlichen Themen statt (»ZEIS

im Dialog«). Es besteht eine Kooperation

mit zahlreichen Universitäten

und Forschungseinrichtungen weltweit.

Das ZEIS ist eine bei den Vereinten

Nationen registrierte Einrichtung.


Medien

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 35

Bibliothek

Als Teil der Universitätsbibliothek versorgt

die Bereichsbibliothek Rechts- und

Wirtschaftswissenschaften vorrangig die

Professoren und Mitarbeiter sowie die

Studierenden der Juristischen Fakultät

und des FB Wirtschaftswissenschaften

mit wissenschaftlicher Literatur in ge-

druckter und elektronischer Form. Die

Bereichsbibliothek verfügt über einen

Buchbestand von rund 160.000 juristischen

Bänden. Weitere ca. 150.000

Bände befinden sich in den Bibliotheken

der sechs rechtswissenschaftlichen

Institute und an anderen Sonderstandorten

der Bereichsbibliothek. Die

Bibliothek des European Legal Studies

Institute (ELSI) verfügt darüber hinaus

über weitere rund 100.000 Bände. Dank

der im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt

außergewöhnlich langen

Öffnungszeiten der Bereichsbibliothek

ist die Zugänglichkeit der Bestände

und die Nutzbarkeit der elektronischen

Angebote für die Studierenden an jedem

Tag der Woche bis 24.00 Uhr gesichert.

Die Bereichsbibliothek, die Bibliothek

des ELSI und die einzelnen Institutsbibliotheken

verfügen über insgesamt

600 Arbeitsplätze, die zu einem großen

Teil auch für die Laptop-Nutzung

ausgelegt sind. Darüber hinaus werden

Examenskandidaten für ihre intensive

Vorbereitung Einzelarbeitsräume in

der Bereichsbibliothek zur Verfügung

gestellt. Eine umfassende WLAN-

Anbindung in der gesamten Bibliothek

rundet die sehr guten Forschungsmöglichkeiten

ab.

Computer-Pool und

rechtswissenschaftliche Datenbanken

An 51 hochmodernen Arbeitsplätzen

des Computer-Pools haben die Studierenden

die Möglichkeit, Internet- und

Datenbankrecherchen durchzuführen

oder ihre Hausarbeiten zu schreiben.

Die hochaktuelle Infrastruktur bietet

die Möglichkeit, virtuelle Se minare und

Vorlesungen mit in- und ausländischen

Universitäten durchzuführen. Service

und Wartung erfolgen durch die EDV-

Betreuung des Fachbereichs. Über das

Datenbanken-Infosystem (DBIS) der

Universitätsbibliothek haben die Studierenden

ferner Zugriff auf alle relevanten

elektronischen Datenbanken zu den

verschiedenen Rechtsgebieten.


36 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Osnabrücker Ehrendoktoren

Gemäß guter akademischer Tradition

verleiht die Fakultät für besondere

Verdienste auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften

den akademischen Grad

eines »Doktors honoris causa« (Dr. h.c.).

Bislang wurde dieser Titel verliehen:

Prof. Dr. Dr. h.c. Pérez de Cuéllar

Professor für Völkerrecht, Generalsekretär

der Vereinten Nationen (1986)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Hans-Ludwig Schreiber

em. o. Professor für Strafrecht an der

Universität Göttingen, Vorsitzender der

Aufbaukommission des Fachbereichs

Rechtswissenschaften Osnabrück,

Staatssekretär a. D., Präsident der

Universität Göttingen a. D. (1990)

Prof. Dr. Dr. h.c. Richard Buxbaum

Professor für Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht

an der Universität Berkeley,

Kalifornien (1992)

Prof. Dr. Dr. h.c.

Henricus G. Schermers

Professor für Völker- und Europarecht

an der Universität Leiden, Niederlande

(1994)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ole Lando

Professor für Privatrecht an der

Handelshøjskolen Kopenhagen (1997)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Ulrich Drobnig

Direktor des Max-Planck-Instituts

für ausländisches und Internationales

Privatrecht, Hamburg (1997)

Dr. h.c. Hans van Loon

Generalsekretär der Haager Konferenz

für Internationales Privatrecht,

Den Haag (2001)

Prof. Dr. med. Dr. iur. h.c.

Klaus-Steffen Saternus

Direktor des Instituts für Rechtsmedi zin

der Universität Göttingen (2004)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Kirchhof

Richter am Bundesverfassungsgericht

a. D., Direktor des Instituts für Finanz-

und Steuerrecht an der Universität

Heidelberg (2006)

Prof. Dr. Dr. h.c. Eric Clive

Professor an der Universität Edinburgh,

School of Law, Old College (2008)

Prof. Dr. Dr. h.c. Irena Lipowicz

Professorin an der Kardinal Wyszynski

Universität Warschau (2009)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Kirchhof,

Prof. Dr. Andreas Fuchs


Vortrags- und Tagungsreihen

Bad Iburger Gespräche zum

Kommunalrecht

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jörn Ipsen

ELSI-Vorträge zum europäischen

öffentlichen Recht und Völkerrecht

Ansprechpartner: Prof. Dr. Oliver Dörr,

LL.M. (London)

Niedersächsische Regionalkonferenz

der Deutschen Steuerjuristischen

Gesellschaft (in Kooperation mit

dem Niedersächsischen Finanzministerium

und dem Niedersächsischen

Finanz gericht)

Ansprechpartner: Prof. Dr.

Heike Jochum, Mag. rer. publ.

Osnabrücker Gespräche zum Unternehmens-

und Wirtschaftsrecht

Ansprechpartner: Prof. Dr.

Andreas Fuchs, LL.M. (Michigan)

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität 37

Richtertagungen zum

Europäischen Privatrecht

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Christian von Bar, FBA

Tage des Europäischen Rechts (alternierend

mit der Universität Münster)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Christian von Bar, FBA

Tagung des Instituts für Mittelstandsfragen

Osnabrück (IfMOS)

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas

Fuchs, LL.M. (Michigan)

Vortragsreihe der Internationalen

Juristenvereinigung Osnabrück (IJVO)

zum Internationalen Privatrecht und

zur Rechtsvergleichung

Ansprechpartner: Dipl. Jur. Raphael

Beermann, Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c.

mult. Christian von Bar, FBA

Vortragsreihe des

Osnabrücker Steuerforums

Ansprechpartner: Prof. Dr.

Heike Jochum, Mag. rer. publ.

Vortragsreihe zum Europäischen

Dienstleistungsrecht

Ansprechpartner: Dr. Christoph Busch,

Lehrstuhl Prof. Dr. Schulte-Nölke

ZEIS im Dialog

Ansprechpartner: Prof. Dr. Arndt Sinn


38 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Forschung mit Qualität

Forschungsstellen

Zentrum für Europäische und

Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS)

Mit der Errichtung des Zentrums für

Europäische und Internationale Strafrechtsstudien

(ZEIS) verfolgen die

Fakultät sowie die ZEIS-Partner das

Ziel, ein engmaschiges und globales

Wissenschaftsnetzwerk zu knüpfen,

das sich auch als Ansprechpartner für

Wissenschaftler und Praktiker aus dem

In- und Ausland versteht. Vom ZEIS

gehen Forschungsvorhaben, Vorträge

und Symposien aus, wobei die Beteiligung

der Praxis von unerlässlicher

Bedeutung ist.

Um diese Ziele zu erreichen, kooperiert

das ZEIS eng mit in- und ausländischen

Institutionen, arbeitet an internationalen

Projekten mit und fördert den

Austausch von Wissenschaftlern. Dabei

ist die Einbeziehung von Nachwuchs-

Forschungsstelle für

Europäisches Dienstleistungsrecht

Gegenstand der Arbeiten der Forschungsstelle

ist die Untersuchung des

Europäischen Dienstleistungsrechts

in seinen verschiedenen disziplinären

und intradisziplinären Ausprägungen.

Kennzeichnend für das Dienstleistungsrecht

ist die regelmäßig die klassischen

juristischen Disziplinen übergreifende

Regelungsstruktur. Weite Bereiche des

Schuldrechts sind ebenso betroffen wie

das Wirtschaftsverwaltungsrecht und

das an dieses vielfach anknüpfende

Wirtschaftsstrafrecht. In den verschiedenen

Berufsrechten – vor allem der freien

Berufe – fließen die Gebiete regelmäßig

in einem Regelungsinstrument

zusammen. Zusätzlich wird der Ordnungsrahmen

durch Wettbewerbsrecht

abgesichert; bei zahlreichen modernen

Dienstleistungen lassen sich die ver-

wissenschaftlern integraler Bestandteil

der vom ZEIS initiierten Forschungsvorhaben.

Die ZEIS-Forschungsbeihilfe

trägt dazu bei, herausragenden jungen

Wissenschaftlern die Teilnahme an Forschungsvorhaben

zu ermöglichen.

Das ZEIS hat bisher elf Partner im

In- und Ausland zur Zusammenarbeit

in gemeinsamen Forschungsvorhaben

gewinnen können. Eine Besonderheit der

Forschungsstelle ist, dass in ihr Vertreter

der drei großen juristischen Fachdisziplinen

(Strafrecht, Zivilrecht, Öffentliches

Recht) vereint sind. Damit wird es möglich,

die strafrechtlichen Fragestellungen

auch auf ihre Bezüge zu anderen Rechtsdisziplinen

zu durchleuchten.

Die Forschungsstelle soll als Zentrum

für rechtsvergleichende Studien ausländischen

Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte

in Osnabrück ermöglichen.

Dazu sind der Aufbau einer Bibliothek,

schiedenen Ordnungsinstrumente nur

noch schwer voneinander unterscheiden.

Dies schlägt sich auch in besonderen

Schwierigkeiten bei Umsetzung und

Anwendung der Dienstleistungsrichtlinie

und der Berufsqualifikationsrichtlinie

nieder, welche – neben den

Grundfreiheiten – die unionsrechtlichen

Ausgangspunkte der Arbeiten sind.

Mitglieder der Forschungsstelle sind

Dr. Christoph Busch (Sprecher), Prof.

Dr. Pascale Cancik, Prof. Dr. Oliver

Dörr, Prof. Dr. Andreas Fuchs, Prof.

Dr. Roland Schmitz und Prof. Dr. Hans

Schulte-Nölke. Sie wird ferner durch

einen international zusammengesetzten

Beirat unterstützt.

Die Forschungsstelle veranstaltet eine

regelmäßige Vortragsreihe, deren Ziel es

ist, die verschiedenen Teildisziplinen der

Rechtswissenschaften wie auch verschiedene

europäische Rechtsordnungen

miteinander ins Gespräch zu bringen.

der Austausch von Literatur und die

Einrichtung von Arbeitsplätzen vorgesehen.

Derzeit werden drei internationale

Forschungsvorhaben unter Beteiligung

unterschiedlicher Wissenschaftler im

ZEIS bearbeitet. Weitere Forschungsvorhaben

sind in Vorbereitung.

Mit der Vortragsreihe »ZEIS im

Dialog« werden regelmäßig aktuelle

strafrechtliche Themen von Experten

aus Wissenschaft und Praxis öffentlich

vorgestellt und diskutiert.

Weitere Informationen finden Sie unter

www.zeis.uos.de.

Ziel der Forschungsstelle ist zudem

die Zusammenarbeit mit der Praxis,

insbesondere mit den wirtschafts- verwaltenden

Kammern.

Ferner werden im Rahmen der

Forschungsstelle Projekte bearbeitet,

welche sowohl bestimmte Branchen

und Berufsbilder als auch Querschnittsfragen

betreffen. Beispiele dafür

sind ein laufendes Habilitationsprojekt

zum Europäischen Architektenrecht,

laufende Projekte zum Europäischen

Maklerrecht und zum Recht der Bauträger

sowie eine ganze Reihe laufender

Dissertationen.

Weitere Informationen finden Sie

unter www.dienstleistungsrecht.uos.de.


Adressen

Adressen

Institute

European Legal Studies Institute

Abteilung I – Europäisches Privatrecht,

Internationales Privatrecht

und Rechtsvergleichung

Arbeitsbereiche: Europäisches Privatrecht,

Deutsches und Ausländisches

Internationales Privatrecht

Süsterstraße 28

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4462

Fax: +49 541 969 4466

E-Mail: ispreen@uos.de

Universität Osnabrück

Neuer Graben / Schloss

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 0

www.uni-osnabrueck.de

Abteilung II – Europäisches Öffentliches

Recht und Rechtsvergleichung

Arbeitsbereiche: Verwaltungsrecht der

europäischen Mitgliedstaaten und der

Europäischen Gemeinschaft; Europäisches

Gemeinschaftsrecht, insbes.

verfassungsrechtliche Grundlagen der

Europäischen Union; Europäischer

Menschen- und Grundrechtsschutz;

Europäisches Wirtschafts-, Energie- und

Umweltrecht

Süsterstraße 28

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4501

Fax: +49 541 969 4509

E-Mail: elsi.public.law@uos.de

Abteilung III – Europäische Rechtsgeschichte

und Unionsprivatrecht

Süsterstraße 28

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4822

Fax: +49 541 969 4590

E-Mail: LS-schulte-noelke@uos.de

Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Adressen 39

Dekanat der Juristischen Fakultät

Heger-Tor-Wall 14

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6129

Fax: +49 541 969 4579

www.jura.uni-osnabrueck.de

Institut für Finanz- und Steuerrecht

Arbeitsbereiche: Ausgewählte Fragen

aus dem Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht,

Grundlagen des

Deutschen Steuerrechts, Internationales

Steuerrecht mit Bezügen zum Völkerrecht,

Außensteuerrecht, Besteuerung

international tätiger Unternehmen,

Europäische Steuerharmonisierung,

Doppelbesteuerungsfragen

Martinistraße 8

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6168

Fax: +49 541 969 6167

E-Mail: instfsr@uos.de

Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht

(einschl. Abteilung für

Arbeits- und Gesellschaftsrecht)

Arbeitsbereiche: Deutsches, Europäisches

und Internationales Handels- und

Gesellschaftsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht,

Kartell- und Wettbewerbsrecht,

Arbeitsrecht

Katharinenstraße 13–15

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4538

Fax: +49 541 969 4517

E-Mail: Insthwr@uos.de


40 Universität Osnabrück Rechtswissenschaft Adressen

Institut für Kommunalrecht

Arbeitsbereiche: Kommunalverfassungsrecht,

kommunales Wirtschaftsrecht,

kommunales Haushaltsrecht,

Kommunalabgabenrecht, Energierecht,

Herausgabe von Gerichtsentscheidungen

zum Kommunalrecht, Rechtsvergleichung

auf den Gebieten des

Selbstverwaltungsrechts

Martinistraße 12

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6169

Fax: +49 541 969 6170

E-Mail: instkr@uos.de

Institut für Verfahrensrecht und

allgemeine Verfahrensvergleichung

Arbeitsbereiche: Zivilverfahrensrecht,

insb. Beweisrecht; Insolvenzrecht;

Gläubigerkonkurrenz und -gleichbehandlung

in der Krise; Realisierung von

Kreditsicherheiten

Heger-Tor-Wall 14

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4529

Fax: +49 541 969 4143

E-Mail: monika.giordano@uos.de

Institut für Wirtschaftsstrafrecht

Arbeitsbereiche: Wirtschafts-,

Umwelt- und Steuerstrafrecht sowie

das dazu gehörige Verfahrensrecht

Abteilung I – Steuerstrafrecht

Heger-Tor-Wall 14

49069 Osnabrück

Raum 22/242

Tel.: +49 541 969 4665

Fax: +49 541 969 4691

E-Mail: instwsr@uos.de

Abteilung II – Wirtschaftsstrafrecht

Heger-Tor-Wall 14

49069 Osnabrück

Raum 22/219

Tel.: +49 541 969 6136

Fax: +49 541 969 6208

E-Mail: ls-krack@uos.de


Impressum

Herausgeber

Der Präsident der Universität Osnabrück

Redaktion

Prof. Dr. Heike Jochum, Dr. Michael

Rutemöller, Sandra Brinkers

Bildnachweis

Archiv Juristische Fakultät S. 35, 37;

Uwe Lewandowski S. 1, 3, 8, 19, 21–25,

26 oben, 36; Klaus Lindemann S. 17 oben;

Michael Münch S. 5 unten, 14; Manfred

Pollert Titel, S. 5 oben, 6, 18, 40; Sascha

Rüegg S. 17 unten; Dr. Michael Rutemöller

S. 26 unten, 30, 32, 33, 34; Elena Scholz

S. 7, 31; sec S. 2, 20, 29; Jan-Bernd Seeger

S. 12, 13; University of Hull (UK) S. 16

Gestaltung

sec GmbH, Osnabrück

Druck

IVD GmbH & Co. KG, Ibbenbüren

Auflage 2.000

Stand Februar 2012