Protokoll viertes Zürcher Spendenparlament vom 29.05.08

spendenparlament.ch

Protokoll viertes Zürcher Spendenparlament vom 29.05.08

ProtokollviertesZürcher Spendenparlamentabgehalten am 29. Mai 2008 von 17:45 bis 19:30 Uhr im Rathausdes Zü rcher KantonsratesTraktandenliste1. Begrüssungsap6ro und Eröffnungsrede2. Eröffnung des vierten Zürcher Spendenparlaments3. Wahl der Stimmenzähler4. Projekteingaben / Kriterien5. Kurzinformation der Projekte durch die Gesuchsteller6. Debatte / Abstimmung7. Allgemeine Fragerunde, Informationen aus dem Vorstand8. Ende der dritten Sitzung des Zürcher Spendenparlaments1. Begrüssungsap6ro und EröffnungsredeMit einem Ap6ro werden die Mitglieder und Gäste des Zürcher Spendenparlaments sowiedie Gesuchsteller aus den Projekten um 17:45 Uhr begrüsst. lm Foyer des Rathauses hältFrau Monika Weber die Eröffnungsrede.2. Eröffnung des vierten Zürcher SpendenparlamentsChristoph Sigrist, Präsident des Zürcher Spendenparlaments, begrüsst die Parlamentarierund Parlamentarierinnen zum vierten Parlament. Nach Nachfrage im Saal erlaubt sich derPräsident, das Parlament auf Mundart zu führen.Christoph Sigrist bedankt sich herzlich und offiziell bei Frau Monika Weber für die Eröffnungsredeund bei der Presse für die Anwesenheit. Ebenfalls verdankt werden der Kantonfür das Gastrecht im Zürcher Rathaus und Herr Willi Gentsch, der Weibel des Rathauses.Am heutigen Parlament sind 34 Mitglieder anwesend und werden über die Geldvergabemitbestimmen. Somit liegt das absolute Mehr bei 18 Stimmen.3. Wahl der StimmenzählerDer Präsident schlägt Christof Meier und Christian Scheifele als Stimmenzähler vor. DieStimmenzähler werden mit klarer Mehrheit bei 2 Enthaltungen gewählt, Herzlichen Dankan die Stimmenzähler. Sie bekommen das Protokoll zur Unterschrift.


Christoph Sigrist enrvähnt, dass alle Unterlagen den Parlamentarierlnnen rechtzeitig zugestelltwurden, insbesondere die Projektinformationen sowie das Protokoll des drittenSpendenparlaments, Es gibt keine Fragen oder Ergänzungen bezüglich des Protokolls.4. Projekteingaben / KriterienDer Präsident erwähnt die Übersicht der eingegangenen Projekte und erläutert, warumvon den 9 Projekteingaben nur deren 3 dem Parlament vorgelegt werden. Die eingegangenenProjekte wurden nach den vorhandenen Kriterien geprüft. Es sollten keine Kompromisseingegangenwerden, nur damit die Anzahl vorgelegter Projekterhöht werdenkönnte.Die 3 vorgelegten Projekte beantragten zusammen Fr. 41000.-Christoph Sigrist enryähnt, dass alle drei vorgelegten Projekte aus dem Kulturbereichkommen. Die Frage ob in Zukunft wieder vermehrt soziale Projekte vorgelegt werden könnenoder ob ein Trend zu Kulturprojekten entstehen wird, kann nicht schlüssig beantwortetwerden. Die Zukunft wird dies zeigen. Zudem besitzen alle vorgeschlagenen Kulturprojekte,nach den Kriterien des ZSP, einen hohen sozialen Stellenwert und haben dazu einehoch integrative Wirkung.Auch wird die Situation angesprochen, dass für dieses Parlament mehr Geld zur Verfügunggestanden hätte, als beantragt wurde. Dies sei in der europäischen Landschaft derSpendenparlamente der Normalfall, viele Kollegen bestätigen diesen Trend.Diese Situation kann sich jedoch schnell wieder ändern. Man solle sich auch daran erinnern,dass es vor einem Jahr die umgekehrte Situation gab. Damals hatte man zu vieleProjekte und zuwenig Geld zum verteilen. Dies kann man nicht steuern.Christoph Sigrist übergibt das Wort an die Präsidentin der Projektprüfungskommission LisbethBorn. Sie erklärt die schwierige Situation für die Projektprüfungskommission. Manhätte leicht in Versuchungeraten können, dass man einwenigroiszügiger bei der Prüfungder Projekte sein könnte. Jedoch wurde dies nicht gemaCht, die Projäkte wurdennach den gleichen Kriterien geprüft. Die dreivorgelegten Projekte haben die Hürde überstanden.ln der Projektprüfungskommission habe man sich darüber Gedanken gemacht, was diesfür die Zukunft bedeuten könnte. In der Mehrheit der Fälle ist der Hauptgrund, dass einProjekt der Prüfung nicht standhalte, dass das Kriterium ,,Der Wirkungsraum des Projektesist die Region Zürich." nicht erfüllt wird. Es seien oft Projekte, welche gesamtschweizerischtätig seien, bei welchen auch der Wirkungsraum gesamtschweizerisch ist. Auch wenn esmeist sehr gute Projekte sind und die ldeen dahinter lobreich, müssen diese Anträge trotzdemabgelehnt werden.Es wurde zusammen mit dem Vorstand sehr intensiv diskutiert, ob etwas an der Situationgeändert werden sollte. Jedoch wurde entschieden, dass wegen einem Parlament nochnicht gesagt werden kann, dass es ein Trend ist und man etwas an den Kriterien ändernmuss. Die Kriterien werden vorerst beibehalten und es wird beobachtet, wie die Situationsich auf die nächsten Parlamente hin weiterentwickelt.Lisbeth Born motiviert alle Parlamentarierlnnen, im eigenen Umfeld und in der Bekanntschaftoder der Institution in welcher sie tätig seien, Werbung zu machen und die Leute zumotivieren ihr Projekt einzureichen.Lisbeth Born informiert die Anwesenden über den Rückzug des Projektes ,,Karim". DieProjektleitung informierte das ZSP darüber, dass bisher alle Vorsteliungen des Stücks ,,Ka-


im - ein Jugendstück" ausverkauft waren und somit viel mehr Geld eingespielt wurde alsman gerechnet hatte. Darum verzichten sie auf einen Beitrag des Spendenparlaments. DieProjekteingabe wurde somit zu rückgezogen.Somit bleiben noch zwei Projekte übrig.Lisbeth Born öffnet die Diskussion und würde gerne von den Parlamentarierlnnen in Erfahrungbringen, welche Eindrücke und Gedanken sie sich zu dieser Situation gemacht haben.Es wird die Frage gestellt, wo die Kriterienachzulesen sind und ob diese kurz vorgestelltwerden könnten.Lisbeth Born erläutert die Kriterien:. Das Projekt bekämpft Armut, gesellschaftliche lsolation oder Ausgrenzung.. Der Wirkungsraum des Projektes ist die Region Zürich.. Das Projekt ist gemeinnützig und nicht gewinnorientiert.. Das Projekt ist politisch und konfessionell neutral.. Das Projekt ist zu weniger als einem Drittel von der öffentlichen Hand mitfinanziert.. Die Projektträgerschaft erbringt Eigenleistungen.. Die Projektträgerschaft bietet Gewähr, dass das Projekt vollständig finanziert underfolg reich d urchgeführt werden kann.Die meisten Projekte scheitern am Kriterium, dass der Wirkungsraum des Projektes in derRegion Zürich ist.Monika Beckendorf fragt nach wer die Kriterien festgelegt hat und ob diese vom Parlamentgenehmigt wurden.Christoph Sigrist erwähnt, dass die Kriterien an der ersten Sitzung diskutiert wurden. Mansei aber selbstverständlich dafür offen darüber zu debattieren. Man möchte den parlamentarierlnnendie Situation offen darlegen und falls jemand ein Kriterium ändern möchte,dann ist das Parlament autonom und kann dies einbringen. Christoph Sigrist bittet die Anwesendensich auf das nächste Parlament hin Gedanken zu den Kriterien zu machen.Lisbeth Born ergänzt, dass vor dem ersten Parlament ein Gerüst vom Vorstand und derProjektprüfungskommission für die Kriterien gemacht wurden. Diese sind aufgrund vonErfahrungen anderer Parlamente in Hamburg und Wien entstanden. Diese wurden amersten spendenparlament diskutiert und danach konkretisiert.Die Grundidee des Spendenparlamentes ist ein städtisches Parlament, Wenn man abererkennt, dass der Grossraum Zurich zu eng gefasst wurde, könnte man sich auch überlegendiesen auszuweiten. Die Gestaltung wohin sich das Zürcher Spendenparlament entwickelt,liegt in den Händen der Parlamentarierlnnen.Eine weitere Frage betrifft das Kriterium ,,Kriterien zur Zielerreichung" auf den projektzusammenfassungen,man möchte wissen wie dies zu verstehen ist. Und was der Ünterschiedzu den Projektzielen sei.Lisbeth Born erläutert, dass die ,,Projektziele" die Ziele sind, welche ein Projekt anstrebtund die Kriterien zur Zielerreichung; die Messinstrumente ob die Ziele erreiöht werdenkonnten.Paul Schatt würde gerne wissen, was genau unter dem Grossraum Zürich zu verstehen ist.


..TheaterTraumo'Die Unterstützung mit einem Beitrag von Fr. 25'000 für das Projekt TheaterTraum wirdeinstimmig angenommen.7. Allgemeine Fragerunde, Informationen aus dem VorstandLisbeth Born deutet auf die im Foyer ausgelegten Schlussberichte der fünf Projekte desersten Spendenparlamentes hin.Monika Volgesinger möchte anregen, dass man das Spendenparlament wirklich im GrossraumZürich belässt und zwar aus dem Grund, dass man so auch den Kontakt zu den Projektenhat. Es gibt genug andere Sachen beiwelchen Schweizweit und Weltweit gespendetwird.Christoph Sigrist enruähnt, dass das Zürcher Spendenparlament momentan 112 Mitgliederzählt. Die Mitgliederanzahl ist steigend.Er bedankt sich bei der Presse und enlrrähnt deren Öffentlichkeitsarbeit für das ZürcherSpendenparlament.8. Ende der dritten Sitzung des Zürcher Spendenparlaments (ZSP)Der Vorsitzende dankt der Projektprüfungskommission und dem Vorstan des ZSP für diegeleistete Arbeit und weist auf das fünfte Zürcher Spendenparlament am 20. November2008, mit dem Gast Benedikt Weibel, hin.Er'"ff]üschliesst die vierte Sitzung des Zürcher Spendenparlaments um 19:30 Uhr.Der Protokollführer:{f0,, ,',^ t,/, lrrzChristian Scheifele

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine