Geheimnisse von Vindonissa - Hagia Chora Journal

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Geheimnisse von Vindonissa - Hagia Chora Journal

a d i ä s t h e s i eChristen. Beim Zusammenfluss von Aareund Reuss, von Steilhängen und Halsgrabengeschützt, lebten Kelten seit 50 v. Chr.im Schutz eines Oppidums, einer befestigtenSiedlung der späten La-Tène-Zeit.Dort bauten dann im ersten Jahrhundertdie Römer ein ausgedehntes Militärlagerfür 6000 Legionäre zum Schutz der Rheingrenzezwischen Kaiserstuhl und Kaiseraugst.Das aus dieser Zeit stammende, guterhaltene Amphitheater für 10 000 Zuschauerzeigt, dass sich die Legionäre füreinen dauerhaften Aufenthalt eingerichtethatten. Später schloss sich im Westeneine zivile Siedlung an, die heute Windischheißt, abgeleitet von „Vicus“, lateinischfür „Siedlung“. Nach der Errichtungdes Limes wurden etappenweise Truppenabgezogen, die letzten verließen das Lagerum das Jahr 400. Neunhundert Jahrespäter wurde auf den Ruinen das stattlicheDoppelkloster mit der Kirche Königsfeldenvon den Habsburgern errichtet.Klosterkirche KönigsfeldenDie Gründung des klarissisch-franziskanischenDoppelklosters unter dem Patrozinium„Maria und Alle Heiligen“ erfolgteim Jahr 1311, es gehörte zur Diözese Konstanz.Zum Gedenken an die Ermordungdes Königs Albrecht I. gründete seineWitwe Elisabeth am Tatort ein Klarissenkloster.In den Jahren 1317 bis 1364 betreuteElisabeths Tochter Agnes (die frühverwitwete Gattin von König Andreas III.von Ungarn), das vornehme, vielfach privilegierteNonnenstift und brachte es dankwirtschaftlichem, politischem und sozialemGeschick zu hohem Ansehen.Mit der Säkularisation im Jahr 1528 fielendie Klostergüter an Bern. In den Jahren1868 bis 1872 wurden beim Errichteneiner Heilanstalt die nördlichen und westlichenTeile des ehemaligen Klosters abgetragen.Eine umfassende Restaurierungder Kirche mit dem prächtigen Glasgemäldezykluserfolgte von 1987 bis 2002, seitdemist die Kirche ein Museum und wirdals Konzertsaal genutzt.Das dreischiffige Langhaus der Kircheist durch einen Lettner vom Chor getrennt.Unter dem Mittelschiff liegt die im14. Jahrhundert als Grabstätte bevorzugteGruft des Habsburgischen Erbbegräbnisses,über dieser steht ein beeindruckender Marmorkenotaph(14. Jahrhundert).Der weitgehend erhaltene Glasmalereizyklusim Chor gehört zu den erstrangigenLeistungen der europäischen Kunst des 14.Jahrhunderts. Etwa ein Viertel der Gläserist neu. Die Fenster zeigen die LebensgeschichteChristi im Chorscheitel, flankiertvom Vorläufer Johannes dem Täufer undvom Nachfolger Paulus, von der KirchenpatroninMaria und der heiligen Katharina.Das Apostelkollegium repräsentiertdie Ekklesia. Im westlichen Fensterquartetttreten die beiden Ordensgründer Klaraund Franziskus auf, ferner St. Nikolaus,Landespatron Lothringens, im Anna-Fensterdie heilige Mutter Anna und Maria.Bei meiner geomantischen Untersuchungstellte ich fest, dass mich beimEingang der Kirche eine leichte Schwerebefiel, meine Mutung ergab nur 5000 Boviseinheiten(BE, gemutet auf der 10 000er-Skala). Ein eher niedriges Kraftniveau amEingang war wohl zur spirituellen Reinigungerwünscht. Auf dem Weg zum Zentrumdes Chors stieg das Niveau aber allmählichan, bis ich am Ort, wo der Priestervor dem Altar gestanden haben dürfte, denBoviswert 22 000 muten konnte. Links danebenfand ich einen intensiven Punkt der„Beredtsamkeit“ ebenso wie auf der Mittedes Lettners, der das Volk vom Klerustrennen sollte.Im Längsschiff fand ich allgemein eingemäßigtes Energieniveau vor, wie manes sich für einen positiv wirkenden Aufenthaltsraumwünscht, nämlich 6500BE, außer bei einem nahe der Apsis gelegenenPfeiler, wo ich 13 000 BE mutete.Ich nehme an, dass dort einmal einMarien altar gestanden haben könnte. Ausder Kirche wurden leider alle Altäre und liturgischenGegenstände entfernt. Den vermuteten„Marienaltar“ nahm ich als sehrangenehmen Ort mit einer intensiven geistigenSchwingung wahr.Kraftorte in der KircheDie Kirche ist geostet. Ich mutete eineKreuzung zweier linearer radiästhetischerPhänomene, die ich als Leylinien bezeichne.Sie bilden ein intensives „Kraft-Zentrum“in der Mitte des Chors. Beim Versuch,die Qualitäten dieses Zentrums zuerfassen, fanden sich unter anderen weitereLinien. Eine ordnete ich der Erzengel-Qualität des Anael zu, der für die Kraft desHerzens, für Liebe und Trost steht, eine anderezeigte sich als Planetenlinie des Pluto,sie steht für Auferstehung und geistigeEnergie, aber auch Unterdrückung. Einweiteres Phänomen, das dieses Zentrumprägt, ist eine „blinde Quelle“, deren energetischesMuster den konzentrischen Wellengleicht, die entstehen, wenn man einenStein ins Wasser wirft. Es finden sich indiesem Muster mit der H3-Antenne auchdie typischen Resonanzlängen des Wassers,obwohl es sich hier nicht um Wasserhandelt.In der Nähe von Zentrum und Marienaltarbildet sich eine parabelförmige, aufsteigenderadiästhetische Linie, die sichzum Kirchausgang hin öffnet. Ich deute sieals „Spiritline“.Links: Lettner und die beeindruckenden Chorfensterder Klosterkirche Königsfelden.Oben: Fundamente des Westtors des Legionärlagers.Unten: Ruinen des römischen AmphitheatersVindonissa.Es lohnt sich, an einem sonnigen Vormittagim Kraftzentrum des Chors zu stehenund die leuchtenden Motive der Kirchenfenstermit den starken Bildern der„Menschwerdung“, „Passion“ und „ErscheinungChristi“ energetisch, farblichund geistig auf sich wirken zu lassen.Weitere geomantische Aspekte stützendie besondere Atmosphäre des Chor-Bereichs: Der Dachreiter über dem Chorstrahlt durch seine spezielle Form die Informationen„Gefühlswärme und Aufrichtigkeit“in dessen Mitte ab, und die Fußbodenkachelnim Chor sind mit einemSchutzmotiv ausgestattet (siehe folgendeSeite). Es ist das Palmettenmotiv, an demsich die Werte LA/H3 9,9 IR „Wärmegefühl“,6,9 KR „Lebenskraft“ und 5,3 KR„Seelenkraft“ finden lassen. Solche Kachelnwurden im 13. Jahrhundert hauptsächlichan sakralen Orten verlegt.An dem Kraftort neben dem besonderenPfeiler im vorderen Längsschiff, den ich„Marienaltar“ nenne, fand ich ganz andereQualitäten als im Zentrum des Chors. Hierverläuft eine „Erzengel-Gabriel-Linie“ undeine Planetenlinie „Mond“ – letztere findetman häufig an Kirchen mit einem Marien-Patrozinium. Eine ellipsenförmige Marienliniemit dem LA/H3-Wert 11,2 KR umfasstzudem alle einstigen Altäre.Eine interessante Beobachtung ist, dassdas rechte Langschiff eine Yang-Qualitätaufweist, das linke hingegen eine Yin-Qualität. Im Chor spiegelt sich dies genauseitenverkehrt. In der Mitte des Lettners,wo ich 18 000 BE vorfand, treffensich die vier Yin-Yang-Felder. Offenbar istder Ausgleich polarer Kräfte ein wichtigesThema dieser Kirche.Die gemuteten LinienAn dieser Stelle möchte ich kurz auf dievon mir verwendeten geomantischenFachausdrücke eingehen. Von Leylinien(Sammelwert 7,1) spricht man, wenn manbestimmte heilige Orte in geraden Linienverbinden kann. Viele Radiästheten beschreibensie als anregende Feldstrukturen,die je nach ihrem Informationsgehalt aufdie Bauten, die sie durchziehen, einwirken.Es wird auch behauptet, dass Leylines pulsierenkönnen, womöglich, weil ihre Intensitätschwanken kann.Planetenlinien (Sammelwert 8,2 K) sollensich hingegen mäanderförmig durchdie Landschaft winden und mitbestimmendsein für Orte der Kraft. Diesen Begriffprägten Hartmut und Ingeborg Lüdelingaufgrund der Entdeckungen desenglischen Rutengängers Hamish Millerp e t e r h i e r o n y m i(Miller & Broadhurst 1990). AusführlicheInformationen zu Planetenlinien findensich auf www.argo2012.de unter dem entsprechendenLink auf der Startseite.Die Erzengellinien (Sammelwert 7,9 KR)konnte eine Gruppe von Teilnehmern einerradiästhetischen Exkursion im Sommer2007 mit Ewald Kalteiß in den Ruinendes Klosters Disibodenberg muten. Vor jenenKlostermauern lebte vorübergehenddie heilige Hildegard mit ihrer Tante Jutta.Wir hatten den Ort gesucht, an dem Hildegardgeschlafen hat, und nahmen Erdprobenals Testobjekte zur Untersuchungihres Strahlungsspektrums. Für eine auffallendeQualität in diesem Spektrum, diebisher noch nicht bezeichnet war, fandenwir den Begriff der „Erzengel-Linie“. Überdieses Phänomen gibt es erst wenig Erfahrungsaustausch,weshalb weitere Forschungerwünscht ist.Die Bezeichnung „Spiritline“ (1,3 KR)ist angelehnt an die aus der Ethnologiebekannten „Geisterpfade“, auf denen dieSchamanen traditioneller Kulturen mit denAhnengeistern kommunizieren. Der polnischeRadiästhet Leszek Matela hat Spiritlineserstmals mit aufsteigenden radiästhetischenPhänomenen in Sakralbauten inVerbindung gebracht (Matela 2005). NachMatela entstehen diese Linien im Altarbereichvon Kirchen, unter anderem auch inChartres, Amiens oder Einsiedeln.Die sogenannte Blind Spring (blindeQuelle 9,2 KR/Yin) wird von vielen Geomantenfestgestellt. Sie lässt sich wie eineWasserader muten, ist aber keine. Sie entstehtbeispielsweise, wenn man einen resonanzfähigenStein in der Erde vergräbt.Dies erzeugt an der Oberfläche ringförmigeReaktionslinien, was bei Kirchen oftim Altarbereich aber auch bei Brunnenanlagenfestgestellt werden kann.Der heilige GralIngeborg Lüdeling schreibt in Hagia Chora,Ausgabe 28, in ihrem Artikel über dieBurgen der Katharer in Südfrankreich,dass der LA/HR-Wert 27,3 KR auf eineAnbindung des Orts an das kosmische Bewusstseinhindeutet, wie es beispielsweisebei Labyrinthen als Einweihungsstätteder Fall ist, aber nur der Wert 11,0 SR verweiseauf einen Zusammenhang mit denThemen des heiligen Grals. Diesem Wertordnet sie Qualitäten wie Ursprung, Neubeginn,Herzchakra, Mutterschoß und Unendlichkeitzu. Interessanterweise treten inder Klosterkirche Königsfelden diese beidenWerte ebenfalls auf. Ob auch hier derheilige Gral verborgen liegt und sich geomantischmanifestiert? Könnte das Geheimnisim „Zentrum“ liegen?66 Hagia Chora 31 | 2008 Hagia Chora 31 | 2008 67

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