Brandenburgisches Ärzteblatt 7/1997 - qs- nrw

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INHALTEditorial282Kammerinformationen100. DEUTSCHER ÄRZTETAG IN EISENACH 284KVBB-VORSTANDSVORSITZENDER ZU ÄNGSTEN UND CHANCEN 289PERSONELLE BESETZUNG DER PRÜFUNGSAUSSCHÜSSE UND FACHKOMMISSIONEN DER LÄKB 290ÄSQR INFORMIERT 295ArzthelferinnenausbildungFortbildung3. FORTBILDUNGSKONGRESS DER LÄKB 298ANGEBOT DER AKADEMIE FÜR ÄRZTLICHE FORTBILDUNG 299HEPATITIS C – EIN UNTERSCHÄTZTES RISIKO 301LYME BORRELISOSE - EMPFEHLUNGEN FÜR BRANDENBURG 304297KVBB informiertLesermeinungAktuell305306MITTEILUNGEN DES LANDESGESUNDHEITSAMTES 307TUMORMELDEBÖGEN IN NEUER VERSION 308BuchbesprechungenWir gratulierenAus Großmutters KräuterbuchTagungen und KongresseKalendarium312314317318319Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang281


Kammerinformationen100. Deutscher Ärztetag in Eisenach vom 27. bis 31. Mai 1997Kein Streitüber die Neufassung der Weiterbildung in AllgemeinmedizinVielleicht lag es an der Thüringer Luft, derguten Küche oder der Freundlichkeit der Eisenacher:der 100. Deutsche Ärztetag verliefharmonisch. Dank konzentrierter Arbeit undkurzer Reden, auch von Minister Seehofer,war er einen Tag kürzer als geplant.Eröffnung in der Georgenkirchemit Bundespräsident Roman HerzogDer Bundespräsidentvermißte im Auditoriumbekannte Arztfigurenaus Fernsehserien,deren Beliebtheiter als Ausdruckder hohen Achtungund des Vertrauensin die ärztliche Arbeitwertete.Mit Blick auf die Beratungethischer Fragen und den vorliegendenEntwurf der Richtlinien für die Sterbebegleitungmahnte er, Maßstab sei der erkrankteMensch, nicht die Lebensqualität andereroder die Kostenbelastung der Solidargemeinschaft.Im Bereich der Gesundheitspolitik solltenhinter streitigen Details des Alltags diegrößeren Grundfragen erkennbar bleiben.Immer verbesserte Therapiemöglichkeitendürften nicht zu dem Irrglauben verleiten, allessei medizinisch machbar. Roman Herzogerinnerte an die Grenzen, die der Medizinbei ihrer Arbeit gesetzt sind und an die Grenzen,die die medizinische Forschung nichtüberschreiten sollte. Als Beispiel nannte erdas Verbot der Klonierung.Jeder einzelne müsse das Gefühl derprimären Verantwortung für die eigene Gesundheitbehalten.Der Bundespräsident erinnerte an die Spitzenstellung,die die GesundheitsversorgungDeutschlands einnimmt, aber „mancher Patientverhält sich heute so, als seien ärztlicheBehandlungen oder Medikamente kostenlose„freie“ Güter, und als sei Sparsamkeit unnötigund Verschwendung legitim. Und mancherAnbieter von Gesundheitsleistungen tut entsprechendesund holt heraus, was die Kassenhergeben.“Bei der Fortentwicklung des Gesundheitswesenswünschte er sich die Beachtung folgenderPrinzipien:- Eine Krankenversicherung ist für das medizinischNotwendige da, nicht für dassozialpolitisch Wünschenswerte.- Auch ein solidarisch organisiertes Gesundheitssystemdarf den Einzelnen nichtaus seiner Mitverantwortung entlassen.- Der sparsame Mitteleinsatz muß sichauch im Gesundheitswesen lohnen, Fehllenkungenmüssen vermieden werden.- Wir brauchen keine Einheitsmedizin, sonderneine Vielfalt von Therapiemöglichkeitenund Trägern medizinischer Leistungen.- Sparen muß so gestaltet werden, daßauch künftig kostenintensive Therapienmöglich bleiben. Einfach gesagt: Liebersoll jeder sein Brillengestell selbst bezahlen,als daß wir die Herzoperation ausdem Leistungskatalog der Krankenkassenstreichen!- Einkommenserwartungen sind legitim,aber sie sind nicht der Maßstab für dieFrage, welche Leistungen in welcher Höheaus einem Solidarsystem zu finanzierensind.Seehofer: Ich habe Ihnennichts Neues zu sagenZur Überraschung des Auditoriums teilte BundesministerSeehofer gleich zu Beginn mit,daß er sich diesmal kurz fassen und Raum fürDiskussion lassen werde. Dies deshalb, weiler nichts Neues zu sagen habe, denn die Reformdiskussionstehe nicht am Anfang, sondernsei abgeschlossen. Es gebe keine vierteStufe der Gesundheitsreform, höchstenspunktuelle Änderungen. Seehofer habe keinenZweifel, daß das erste und zweite NOGim Juni den Bundestag passiert. Die Bürgermüßten Abschied von dem Irrglauben an dieRundumversorgung durch den Staat nehmen.Die von Krankenkassen, ÖTV und DGB geforderteBudgetierung sei unsinnig. Dauerbudgetierungenführten zu Leistungsbeschränkungenund Qualitätsverfall, er sei für sozialverträgliche Selbstbeteiligung.Trotz Aufnahme der Besonderen Therapierichtlinienunter § 135 Absatz 1 SGB V werdees künftig in Deutschland keinen Raum fürScharlatanerie geben, so der Minister. Er verteidigteauch die im 2. NOG vorgeseheneTransparenzregelung, über deren ModalitätenKrankenkassen und Ärzte entscheiden sollen.BÄK-Präsident zu GesundheitsundSozialpolitikDer Präsident der Bundesärztekammer, Dr.Vilmar, bezeichnete den 1995 mit dem Bundesministerbegonnenen Dialog unter demMotto „Vorfahrt für die Selbstverwaltung“ als284 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


Kammerinformationen100. Deutscher Ärztetag in Eisenach vom 27. bis 31. Mai 1997eine Zäsur in der Gesundheitspolitik. Damitseien die Weichen für tragfähige Lösungengestellt worden. Er beklagte den Reformstau,der unter anderem in den komplizierten Zuständigkeitsregelungenvon Bund und Ländernbegründet sei, ebenso wie unterschiedlicheKompetenzen im Hochschulwesen dienotwendige Reform des Medizinstudiums erschweren.Kritik übte er an der Strategie der SPD zur Finanzierungdes Gesundheitswesen und ander Verhinderungstaktik des Bundesrates, diedie Vermutung nahelegt, daß im Sommer1996 der Bundestagswahlkampf für 1998bereits eingeleitet wurde. Dem Grundsatz„Vorfahrt für die Selbstverwaltung“ gemäßgäbe es jedoch positive Einzelregelungen, dienach dem Subsidiarprinzip von den Beteiligtenin eigener Verantwortung genutzt werdenkönnen und sollen.Die Selbstverwaltung kann nur dort Verantwortungübernehmen, wo sie Regelungskompetenzenhat. Nachteilig wirke sich die traditionellsektorale Betrachtungsweise der verschiedenenBereiche des Gesundheitswesens aus.Breiten Raum widmete er der Finanzierbarkeitim Medizinbereich und der Frage, wasnotwendig, zweckmäßig und ausreichend istund von der Solidargemeinschaft bezahltwerden muß und was diesen Kriterien nichtentspricht oder nicht wirtschaftlich erbrachtwerden kann. Auf der einen Seite erwartendie Patienten eine optimale, keinesfalls nur eineausreichende Behandlung. Auf der anderenSeite bewegen sich die Ärzte in einemSpannungsfeld zwischen wirtschaftlichenNotwendigkeiten und objektiven ärztlichenBehandlungsnotwendigkeiten und Behandlungsmöglichkeiten.Vilmar appellierte an die Ärztinnen und Ärzte,sich verstärkt in den politischen Meinungsbildungs-und Entscheidungsprozeß einzubringenund zu sachgerechten Lösungen beizutragen.VerabschiedungTransplantationsgesetz gefordertNach Diskussion verabschiedete der 100.Deutsche Ärztetag Entschließungen mit Forderungenan den Gesetzgeber, unter anderemdie Fortführung der Reformmaßnahmen,die Streichung der Besonderen Therapieempfehlungenzu Lasten der GKV, eine von Kostenund Aufwand her vertretbare Transparenzregelung.Die mehr als ein Jahrzehnt dauernden Beratungenüber ein Transplantationsgesetz sollenabgeschlossen werden, damit endlich Rechtsklarheitbesteht. Die Delegierten stimmten fürdie erweiterte Zustimmungslösung und einepatientenorientierte Organverteilung.Der 100. Deutsche Ärztetag hat außerdemvorgeschlagen, das TransplantationsgesetzOrganspendegesetz zu nennen.Ausgesetzt werden soll das Notopfer Krankenhaus,das die Versicherten der GKV jährlichmit 20 DM belastet.Der Bundesgesundheitsminister wurde aufgefordert,das „Gesetz über befristete Arbeitsverträgefür Ärzte zum Zweck der Weiterbildung“auslaufen zu lassen.Eine überarbeitete Approbationsordnung solldie praxisorientierte Ausbildung mit Verzahnungvon Vorklinik und Klinik, stärkere Einbeziehungaußeruniversitärer Einrichtungenund die definitive Abschaffung des AiP beinhalten.Sozialmauer zwischenOst und West muß endlich fallenDer 100. Deutsche Ärztetag erklärte sich solidarischmit den in Mecklenburg-Vorpommernum ihre Existenz kämpfenden Ärztinnenund Ärzten und forderte alle Kolleginnen undKollegen in Deutschland auf, am Tag der inSchwerin geplanten Protestaktion ihre Tätigkeitfür 30 Minuten zum Zeichen der Solidaritätzu unterbrechen. Die KrankenkassenMecklenburg-Vorpommerns haben angekündigt,ab Mai monatlich 5 Millionen DM Honorarzuweisungeneinzubehalten. Wenn dasrealisiert wird, verringert sich das durchschnittlicheArzthonorar von derzeit 67 % auf59 % im Vergleich zum Westen. Das hätte dieSchließung zahlreicher Praxen zur Folge.Medizinethik -Würde des einzelnen Patienten -Ethik-KommissionenOhne Gegenstimmen nahmen die Delegiertendes 100. Deutschen Ärztetages den Entschließungsantragdes Vorstandes der BÄKan, wonach- biomedizinische Forschungs- und Entwicklungsergebnissemöglichst frühzeitigder Bevölkerung vorgestellt und über dieChancen und Risiken ihrer Anwendungam Menschen öffentlich diskutiert werdensoll,- Medizinethik in den Lehrplänen aller medizinischenFakultäten in Deutschlandfester Bestandteil der Ausbildung sowie inder Weiterbildungsordnung Bestandteilder Facharztweiterbildung werden muß,- ein breites Fortbildungsangebot mit interdisziplinärenGesprächen zu medizinethischenEinzelfragen, die zur Gewissensschärfungjedes Arztes notwendigsind, erreicht werden muß.Ethische Probleme in der modernen Medizinseien nicht allein von der Ärzteschaft lösbar,sondern bedürften öffentlicher Diskussionoder gemeinsamer Beratung von Ärzten undmedizinischen Laien. Ein Antrag, bestehendeEthik-Kommissionen durch Vertreter der Betroffenenzu ergänzen, wurde an den Vorstandüberwiesen. Unterstützt wurde dagegendie Feststellung, daß den bestehendenEthik-Kommissionen, die bei Ärztekammernund medizinischen Fakultäten der Hochschuleneingerichtet sind, das volle Vertrauen gebührt.Weiterer Ethik-Kommissionen bedürfees nicht.Schon im Vorfeld des Ärztetages hatte derEntwurf einer Richtlinie zur ärztlichen Sterbebegleitungund zu den Grenzen zumutbarerBehandlung kontroverse Diskussionen herausgefordert,die sich auf dem Ärztetag fortsetzten.Die Delegierten folgten bereitwilligdem Vorschlag, alle zum Thema eingereichtenAnträge an den Vorstand zu überweisen.Angenommen wurde ein Antrag, die vom Europaratverschiedete Bioethik-Konvention nurBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang287


Kammerinformationen100. Deutscher Ärztetag in Eisenach vom 27. bis 31. Mai 1997unter Vorbehalt der Artikel 6, 13, 14, 17, 18,20 zu ratifizieren, weil entsprechende Regelungenin Deutschland eindeutiger sind. Dasbetrifft das Sterilisationsgesetz und das Verbotjeglicher Embryonenforschung, Eingriffein die menschliche Keimbahn sowie den geschlechtsbezogenenSchwangerschaftsabbruchunter Hinweis auf geschlechtsgebundeneErbkrankheiten, die fremdnützige Forschungan nichteinwilligungsfähigen Personenund Organ- oder Gewebeentnahmen anNichteinwilligungsfähigen.Novellierung der (Muster-)BerufsordnungAngesichts von 71 Anträgen wetterte der Vorsitzendedes Ausschusses und der StändigenKonferenz „Berufsordnung für die deutschenÄrzte“, es sei undiszipliniert, jetzt zu diskutieren,was monatelang zur Beratung vorlag.Nach kontroverser Diskussion, unter anderemwurde der vorliegende Entwurf eine „Verschlechtbesserung“genannt, verabschiedetendie Delegierten den vorliegenden Entwurf desVorstandes der Bundesärztekammer unterBerücksichtigung bestätigter Änderungsanträge.Umstritten, aber trotzdem bestätigtwurden Grundsätze zum Umgang mit Patientenund die Offenlegung von Zuwendungenbei Forschung.Angenommen wurde auch ein Antrag, indem Ärztinnen und Ärzte die Entwicklung zurgentechnischen Manipulation der menschlichenKeimbahn ablehnen. Keimbahnmanipulationwürde unkalkulierbare Risiken, Freigabeder Embryonenforschung und Eugenik inder Retorte bedeuten.Nach wie vor bleibt das Werbeverbot fürÄrzte bestehen, aber sachliche Informationenauf Home Pages sind gestattet. Auf die Fragenach dem Unterschied zu Printmedien antworteteDr. Vilmar, daß im Internet der Nutzeraktiv auf die Home Page zugreifen muß, umsich die Informationen zu suchen, in der Tageszeitungwerde er dagegen damit konfrontiert,ob er will oder nicht.Kontroverse zu Weiterbildung inAllgemeinmedizin blieb ausDie Rednerliste war lang, aber die erwarteteKontroverse blieb aus. Es waren durchwegsachliche Redebeiträge, die bis zu dem mit Erstaunenkonstatierten gleich beim ersten Antragbestätigten Ende der Debatte gehalten wurden.Eine wesentliche Sorge wurde deutlich: ausreichendeWeiterbildungsplätze und die erforderlicheTarifvergütung für die fünfjährige Weiterbildungzu garantieren.Dabei könnte sich der folgende von den Delegiertenangenommene Antrag als Pferdefuß erweisen(weil unbegrenzter Aufschub möglich):1. Der Deutsche Ärztetag nimmt den Antragdes Vorstandes der Bundesärztekammerzur Änderung der Weiterbildungsordnungim Gebiet der Allgemeinmedizin zustimmendzur Kenntnis und integriert dieFormulierung des Vorstandsantrages alsAlternative zum bestehenden Weiterbildungsgangin die Muster-Weiterbildungsordnung.2. Der Deutsche Ärztetag fordert Krankenkassenund Politik auf, die für die Umsetzungdes neuen Weiterbildungsgangeserforderlichen Voraussetzungen zu schaffen.Dazu gehören die Bereitstellung ausreichenderund zusätzlicher Stellen, aufdenen Weiterbildung im Gebiet Allgemeinmedizinstattfinden kann und derenangemessene Finanzierung.3. Der Deutsche Ärztetag behält sich vor,den endgültigen Ersatz des alten Weiterbildungsgangesdurch den neuen vorzunehmen,wenn sichergestellt ist, daß dieunter Absatz 2 formulierten Bedingungenerfüllt sind.Weitere BeschlüsseZum wiederholten Mal wurde der Bundesgesundheitsministeraufgefordert, die Honorareauf der Grundlage der amtlichen Gebührenordnungfür Ärzte (GOÄ) in den neuen Bundesländernan die Vergütungshöhe in den altenBundesländern anzugleichen. Noch 1997soll die Angleichung desVergütungsniveaus von gegenwärtig83 auf 100 % inden neuen Bundesländerndurchgeführt werden.Die frühe Erkennung undBehandlung von Erkrankungen,die durch Mobbinghervorgerufen werden,sollen in die ärztlicheWeiter- und Fortbildungeinbezogen werden. Gefordertwurde die Einschränkungder Tabakwerbungund die Unterstützung der politischenInitiative im deutschen Bundestag für einNichtraucherschutzgesetz.Erneut wurde an die medizinischen Fakultätenplädiert, unverzüglich Lehrstühle für Allgemeinmedizinzu schaffen.Der Gesetzgeber soll Überlegungen derKrankenkassen, wonach Pflegebedürftige,die keine Leistungen aus der Pflegeversicherungerhalten, in Zukunft häusliche Behandlungspflegeselbst bezahlen sollen, widersprechenund die bisherige Regelung beibehalten.Außerdem soll die Mutterschaftsvorsorgeweiterhin finanziell gesichert bleiben.Der Deutsche Ärztetag setzt sich für die Fortdauereiner sinnvollen medizinischen Rehabilitation,auch in stationären Einrichtungenein. Einer der nächsten Ärztetage wird dieseProblematik auf der Tagesordnung haben.Quotenregelung abgelehntMit 102 gegen 72 Stimmen lehnten die Delegierteneine Frauenquote in der ärztlichenSelbstverwaltung ab. Für den hessischenKammerpräsidenten sind „Männer und Frauengrundsätzlich gleich, auch hinsichtlich ihrerLeistungsfähigkeit“. Frauen nicht wegenihrer Leistung, sondern über eine Quotenregelungin Selbstverwaltungsgremien zuwählen, sei eine Beleidigung und Herabsetzung.Angenommen wurde dagegen folgender Antrag:Der Deutsche Ärztetag fordert alle Kolleginnenund Kollegen auf, sich mehr als bisher füreine aktive Mitwirkung in der ärztlichen Berufspolitikzur Verfügung zu stellen. - ek-Die Träger der Paracelsus-Medailleder deutschen Ärzteschaft 1997Aus Anlaß des 100. Deutschen Ärztetages1997 in Eisenach sind mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnetworden:Prof. Dr. med. Dr. med. h. c.Martin Michael ArnoldProf. Dr. med. Wilfried FittingDr. med. Jacques Robert Marie MoulinProf. Dr. med. Horst Joachim RheindorfProf. Dr. med. habil. Otto Scholz288 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


KammerinformationenMengenbegrenzungen, PraxisbudgetsDr. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der KVBB zu:Ängsten und ChancenLiebe Kolleginnen und Kollegen,Es gibt Zeiten, die werden als besondere oderhistorische bewertet - allein dies regt heute kaumnoch jemanden auf, da es wohl ein Charakteristikumder Gegenwart ist, von diesen mehr alsgenug zu haben. Zudem kommt es auf denStandpunkt des Betrachters an, ob das zu Bewertendein seinen Augen solche Zuordnungenerlaubt.Diesen „Allgemeinplatz“ an den Anfang einesBeitrags für das Brandenburgische Ärzteblatt zustellen, hat dennoch seine Berechtigung - nämlichdie Differenziertheit der Akzeptanz der neuenMengenbegrenzungsmaßnahmen im EBM,„differenzierte Praxisbudgets“ genannt.Worin aber ist nun die Polarisierung der Meinungsbildungbegründet? Was sind die Ursachenfür das erneute Aufbäumen der Vertreterder Ärzteschaft während der letzten Vertreterversammlungam 26. Mai, wo die Praxisbudgetsnur mit zwei Stimmen Mehrheit nicht abgelehntwurden, während andererseits auch unserebrandenburgische Vertreterversammlung mitnur zwei Gegenstimmen diese EBM-Mengenbegrenzungsmaßnahmenals integrale Bestandteiledes ab 1. Juli geltenden HVM bestätigte?Um diese Frage beantworten zu können, halteich es für absolut notwendig, sich eines zu vergegenwärtigen:Wir leisten seit 1993 Medizinunter Budgetdruck! Diese planwirtschaftliche Beeinflussungärztlichen Handels führt, nachdemsie nicht mehr durch uns Ärzte kompensierbarist, zwangsläufig zu einem Wertewandel undzur Herausbildung der Budgetierung adäquaterVerteilungsmuster - auch der ärztlichen Honorare.Die Undifferenziertheit der stringenten sektoralenBudgetierung erzwingt ein gleiches Anwendender Zuteilungsmechanismen für die Gesamtvergütungauf jede einzelne Arztpraxis.Das sich damit ergebende „Praxisbudget“ leidetebenso wie die Undifferenziertheit der Gesamtbudgetierungunter der fehlenden Individualisierung.Dieser Umstand, von mir immer wieder als„Albanisierung“ gebrandmarkt, führt eben wegender Berechnung der Praxisbudgets auf derBasis einer statistischen Durchschnittsbetrachtungzu einer innerärztlichen Zwangsumverteilung,zu einer Gleichbetrachtung jeder Praxis.Daß dies völlig an den realen Gegebenheitenvorbeigeht, ist weder neu noch innovativ - abereben Grundlage der neuen Systematik.Zwar ist es richtig, die Praxisbudgets wegen derauf statistischer Durchschnittsbetrachtung basierendenGleichmacherei im Grundsatz abzulehnen,solange aber keine Alternative vorliegt,bleibt einem nichts anderes übrig, als die Chancenzu sehen und zu nutzen, die dennoch in dieserSystematik liegen.Immer wieder erlebe ich, daß Kollegen die Mengenbegrenzungenals zu stringent erleben unddiese deswegen ablehnen. Aber es ist offenbarsehr schwer zu verstehen, daß es weder mehrGeld von den Krankenkassen gibt, noch daßweiter in Größenordnungen innerärztlich umgeschichtetwerden kann. Wohl kaum ein Arzt inBrandenburg ist infolge der Budgetierung aufder Basis des ersten Halbjahres 1992 in der Lage,heute noch Honoraranteile abzugeben, damitandere Kollegen noch mehr Leistungen fürdie Versicherten der Krankenkassen erbringenkönnen, ohne daß die Krankenkassen dies auchfinanzieren. (In Brandenburg wurden allein imZeitraum 1993 bis 1996 insgesamt 150 Mio.DM von den ambulant tätigen Ärzten aufgebracht,um Leistungen für die Versicherten derKrankenkassen zu honorieren, für die von ebendiesen Krankenkassen kein einziger Pfennig gezahltwurde!!)Die einzigte Chance in diesem System liegt darin,daß wir mit dieser Systematik erstmals dieMöglichkeit haben, in Verbindung mit den Regelungendes 2. NOG, zukünftig mit den Krankenkassenauf der Basis fester Punktwerte das Leistungsvolumenzu definieren, welches die Krankenkassenvon uns Ärzten für ihre Versicherten„einkaufen“ können und wollen. Diese Optiondes Abrückens von der stringenten sektoralenBudgetierung sollte uns die passagere Einengungunseres Leistungsspektrums wert sein.Vordergründige Sparzwänge, das Gerede vonder „Kostenexplosion“, die es im ambulantenGesundheitswesen real nicht gab und der Unwilleoder die Unfähigkeit der Politik, die GesetzlicheKrankenversicherung von „versicherungsfremdenLeistungen“ zu bereinigen, ohne zugleichdie Leistungsansprüche der Versichertenzu begrenzen, leiteten diese desaströse Politikein.Politiker, die für sich beanspruchen, finanziell sogestellt zu werden, daß sie ausschließlich demAllgemeinwohl zuträgliche Entscheidungen treffenkönnen und nicht aus wirtschaftlichen Erwägungendavon abweichen, eben diese Politiker,die auch immer wieder das ärztliche Ethos, denhippokratischen Eid und die speziellen moralischenAnforderungen an den Arzt betonen aberwaren es, die mit der Budgetierung der Ausgabender Krankenkassen für die ambulante Medizindiese Grundlagen bestritten, dem Arzt dieMöglichkeit nahmen, nach objektiv medizinischenBeweggründen zu handeln.Es wird vom Arzt (zu Recht) erwartet, daß er seineEntscheidungen allein an medizinischenGrundsätzen ausrichtet, unabhängig von aktuellenwirtschaftlichen Zwängen. Mit der Budgetierungwerden die Ärzte jedoch in einen Gewissenskonfliktgezwungen, der darin besteht, einerseitseine den ärztlichen Grundnormen verpflichteteDiagnostik und Therapie praktizierenzu müssen und andererseits mit einem Honorarvolumen(in dem auch die Betriebskosten enthaltensind – was häufig vergessen wird) auskommenzu müssen, das immer weniger sowohl diesenVerpflichtungen, als auch der Anspruchshaltungder Versicherten entspricht. Dieser Konfliktist durch den Arzt nicht auflösbar – im Gegenteil– er wird zudem verpflichtet, Medizin zu rationieren!Damit wird er gezwungen, seinen ärztlichenIdealen abzuschwören – etwas, was denBeruf an sich in Frage stellt!Daher kann die Forderung, welche wir stellen,nur lauten:Beseitigung der finanziellen Zwänge, die eineordnungsgemäße Ausübung des ärztlichen Berufesverhindern. Ärztliches Handeln muß wiedervon wirtschaftlichen Begrenzungen befreitwerden, indem Finanzressourcen geschaffenwerden, die den grundlegenden Normen ärztlicherBerufsausübung entsprechen und dem Arztdie finanzielle Unabhängigkeit zurückgeben.Die dazu erforderlichen Mittel sind vorhanden:Bereinigung des Leistungskataloges der GKV,einkommensorientierte Ausrichtung der Finanzierungder GKV, Aufgabe der sozial determiniertenBeitragsbefreiung für Familienversichertesowie Stärkung der Eigenverantwortung desVersicherten durch Schaffung von Zusatzversicherungsmöglichkeiten.IhrHans-Joachim HelmingBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang289


KammerinformationenPersonelle Besetzung der Prüfungsausschüsse und Fachkommissionender Landesärztekammer Brandenburg (Stand 31. 5. 1997)Gebiet AllgemeinmedizinOMR Dr. med. Volker Puschmann,Storkow - VorsitzenderMR Dr. med. Dietmar Grätsch,SchönwaldeFrau Dr. med. Ute Hoffmann,Frankfurt/OderMR Dr. med. Reinhold Schrambke,Groß SchönebeckDipl.-Med. Manfred Schimann,CottbusFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsaussch.Lab.medizin)Fakultative Weiterbildung KlinischeGeriatrie(s. Prüfungsaussch. Schwerp. Geriatrie)Gebiet AnästhesiologieMR Dr. med. habil. Karl Wiegand,Templin - VorsitzenderDr. med. Hans Arndt, CottbusFrau OMR Dr.med. Ingrid Hörning,CottbusMR Dr. med. Friedhelm Lorenz,NeuruppinDr. med. Dr. med. dent.Christian Rieger,Frankfurt/Oder-MarkendorfMR Dr. med. Hans-Joachim Wolf,SchwedtFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsausschuß Laboratoriumsmedizin)Fakultative Weiterbildung SpezielleAnästhesiologische IntensivmedizinDr. med. Dr. med. dent.Christian Rieger,Frankfurt/Oder-Markendorf -VorsitzenderFrau OMR Dr. med. Ingrid Hörning,CottbusMR Dr. med. habil. Karl Wiegand,TemplinMR Dr. med. Hans-Joachim Wolf,SchwedtGebiet ArbeitsmedizinMR Dr. med. Joachim Förster,Senftenberg - VorsitzenderFrau Dr .med. Renate Fischer,LudwigsfeldeDr .med. Dietmar Groß, CottbusMR Doz. Dr. sc. med.Wilhelm Wilfried Jürgens,PotsdamGebiet AugenheilkundeMR Dr .med. Dirkpeter Schulze,Potsdam - VorsitzenderMR Dr. med. Rudi Hentsch, CottbusDr. med. Nikolaus Hohlfeld,NeuruppinFrau Dr. med. Petra Lipka,Frankfurt/OderDr. med. Ulrich Riemer, FinsterwaldeMR Dr. med. Karl-Heinz Schmautz,Frankfurt/Oder-MarkendorfFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsausschuß Laboratoriumsmedizin)Fachkunde Laserchirurgie in derAugenheilkundeProf. Dr. med. Bernhard von Barsewisch,Groß Pankow - VorsitzenderMR Dr. med. Rudi Hentsch, CottbusMR Dr. med. Karl-Heinz Schmautz,Frankfurt/Oder-MarkendorfMR Dr. med. Dirkpeter Schulze,PotsdamFachkunde Okuläre Eingriffehöheren Schwierigkeitsgrades inder AugenheilkundeProf. Dr. med. Bernhard von Barsewisch,Groß Pankow - VorsitzenderMR Dr. med. Rudi Hentsch, CottbusMR Dr. med. Karl-Heinz Schmautz,Frankfurt/Oder-MarkendorfMR Dr. med. Dirkpeter Schulze,PotsdamGebiet ChirurgieMR Priv.-Doz.Dr.sc.med. WilfridSeifart, Brandenburg - VorsitzenderOMR Dr. med. Peter Fritzsche,Frankfurt/OderMR Dr. med. Manfred Garlipp,EisenhüttenstadtPriv.-Doz.Dr.med.habil.Ingo Gastinger, CottbusMR Dr. sc. med. Hans-JürgenHamann, PotsdamMR Dr. sc. med. Wolfgang Kurz,LübbenDr. med. habil. Siegmar Kühn,Bad Saarow-PieskowDr. med. Ulrich Kleine, NeuruppinDr. med. Gerhard Löffler, SchwedtMR Dr .med. Horst Scholz, CottbusProf. Dr. sc. med. Wolfgang Senst,Frankfurt/Oder-MarkendorfOMR Dr. med. Klaus Welz, CottbusDr. med. Werner Wilke, PotsdamFachkunde Ösophago-Gastro-Duodenoskopie(s. Prüfungsaussch.Schwerp.Visceralchirurgie)Schwerpunkt GefäßchirurgieDr. med. Helmut Schmidt,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Norbert Bamberg,BrandenburgDr. med. Olaf Hinze, SchwedtDr. med. Herbert Volkmar,Bad Saarow-PieskowSchwerpunkt ThoraxchirurgieDr. med. Michael Hinkel,Cottbus - VorsitzenderJohn Anthony Morgan,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Wolfgang Schirmer, CottbusSchwerpunkt UnfallchirurgieOMR Dr. med. Klaus Welz,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Udo Brehsan,Frankfurt/OderDr. med. Jürgen David, BrandenburgDr. med. Holger Hardtmann, CottbusDr. med. Frank Hoffmann,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Jens-Uwe Klavehn,Eberswalde-FinowDr. med. Wolfgang Paris, NeuruppinProf. Dr. sc. med. Wolfgang Senst,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Udo Wolter, NeuruppinSchwerpunkt VisceralchirurgieDr. med. Erwin Böhm,Potsdam - VorsitzenderMR Dr. sc. med. Hans-JürgenHamann, PotsdamDr. med. Ulrich Kleine, NeuruppinTraian Oala,Frankfurt/Oder-MarkendorfGebiet Diagnostische RadiologieDoz.Dr.med.habil. Claus-Peter Muth,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Horst-Jürgen Steffen,NeuruppinMR Dr. med. Gerhard Ullrich,Frankfurt/OderFrau Dr. med. Angela Weiß,SprembergDr. sc. med. Hans-BilfridZimmermann, PotsdamDr. med. habil. Christian Zur,Bad Saarow-PieskowFachkunde Sonographie der Brustdrüse/FachkundeSonographie derGesichtsweichteile/FachkundeSonographie der abdominellen undretroperitonealen GefäßeDr. med. Detlef Beckmann,Brandenburg - VorsitzenderDoz.Dr. med. habil.Claus-Peter Muth, CottbusMR Dr. med. Gerhard Ullrich,Frankfurt/OderDr.sc. med. Hans-BilfridZimmermann, PotsdamSchwerpunkt KinderradiologieDr. med. Detlef Beckmann,Brandenburg - VorsitzenderKarl-Hans Mahal, CottbusFrau Dr. med. Maria-ElisabethRemitschka, SenftenbergSchwerpunkt NeuroradiologieMR Dr. sc. med. Dieter Szdzuy,Neuruppin - VorsitzenderDr.med. Klaus Freier,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. habil. Christian Zur,Bad Saarow-PieskowGebiet Frauenheilkunde undGeburtshilfePriv.-Doz. Dr. med. habil. WernerMendling, Frankfurt/Oder-Markendorf - VorsitzenderDr. med. Jochen Dahl, CottbusDr. med. Gerd Koinzer, SprembergMR Dr. med. Erhard Priemer,RüdersdorfDr. med. Siegbert Rummler,EisenhüttenstadtDr. med. Herbert Sägner, PeitzMR Dr. med. habil. Hans Schlosser,Bad Saarow-PieskowDr. med. Gerhard Weber, PotsdamFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsauss. Lab.medizin)Gebiet Hals- Nasen-OhrenheilkundePD Dr. med. habil. Thomas Eichhorn,Cottbus - VorsitzenderDr. med. habil. Hans-Peter Jung,BrandenburgDr. med. Günter Riediger, FinsterwaldeDr. med. Reinhard Ramshorn,CottbusMR Dr. med. Wolfgang Zimmer,Frankfurt/Oder-MarkendorfFakultative Weiterbildung SpezielleHals-Nasen-Ohren-ChirurgiePD Dr. med. habil. Thomas Eichhorn,Cottbus - VorsitzenderPriv.-Doz. Dr. med. Peter Gundlach,PotsdamDr. med. habil. Hans-Peter Jung,BrandenburgMR Dr. med. Wolfgang Zimmer,Frankfurt/Oder-Markendorf290 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


KammerinformationenGebiet Haut- undGeschlechtskrankheitenFrau MR Dr.med. Ursula Vogel,Cottbus - VorsitzendeMR Dr.med. Hermann Köstler,NeuruppinOMR Dr.med.habil. Gerd Linß,Frankfurt/Oder-MarkendorfProf. Dr.med.habil. Roland Niedner,PotsdamMR Dr.sc.med. Erwin Schmollack,Frankfurt/OderFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsausschuß Laboratoriumsmedizin)Gebiet HumangenetikDr. med. Peter Küpferling,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Friedhart Federlein,Frankfurt/OderGebiet Innere MedizinProf. Dr. med. habil. Horst Koch,Beeskow - VorsitzenderProf. Dr. med. habil. Ulf Burchardt,Frankfurt/Oder-MarkendorfFrau Dr. med. Katharina Brunk,SchwedtMR Dr. med. Karl-Heinz Götz,NeuruppinMR Dr. med. Günter Klaus, PotsdamDr. med. Harm Ohlmeier, PotsdamProf.Dr. med. habil.Hjalmar Steinhauer, CottbusFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsausschuß Laboratoriumsmedizin)Fakultative Weiterbildung KlinischeGeriatrie(s. Prüfungsausschuß SchwerpunktGeriatrie)Fakultative Weiterbildung SpezielleInternistische IntensivmedizinDr.med. Hartmut Prahtel,Neuruppin - VorsitzenderDr. med. Eckart Braasch, EberswaldeDr. med. Harm Ohlmeier, PotsdamSchwerpunkt AngiologieDr. med. Dieter Eckardt,Königs Wusterhausen - VorsitzenderDr. med. Dietmar Bemmann,EisenhüttenstadtProf. Dr. med. habil. Horst Koch,BeeskowSchwerpunkt EndokrinologieDr. med. Kurt Wiener,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Norbert Schulz, PotsdamDr. med. Bernd Wegner, CottbusSchwerpunkt GastroenterologieDr. med. Hartmut Peters,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Horst Müller, BrandenburgPriv.-Doz. Dr.med.habil. Dieter Nürnberg,NeuruppinSchwerpunkt GeriatrieDr. med. Rainer Neubart,Woltersdorf - VorsitzenderDr. med. Christoph Adler,EisenhüttenstadtDr. med. Hans-Joachim Möller,LehninFrau MR Dr. med. Gerda Taubert,ForstSchwerpunkt Hämatologie undInternistische OnkologieDr. med. Christian Klinkenstein,Frankfurt/Oder-Markendorf- VorsitzenderFrau MR Dr. med. Rita Pasold,PotsdamDr. med. Ulrich von Grünhagen,CottbusSchwerpunkt InfektiologieProf. Dr. med. habil. Horst Koch,Beeskow - VorsitzenderFrau Dr. med. Ute Aurich,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. sc. med. Rudolf Markus,Frankfurt/OderSchwerpunkt KardiologieDr.med. Reinhard Erkens,Potsdam - VorsitzenderDr.med. Bernhard Eichler,BrandenburgPriv.-Doz. Dr. sc. med.Hartmut Goos, SchwedtMR Dr. med. Siegfried-Jürgen Paul,TeltowSchwerpunkt NephrologieMR Dr.med. Karl-Heinz Götz,Neuruppin - VorsitzenderOMR Dr. sc. med. WilfriedDschietzig, CottbusDr. med. Lutz Meyer, PotsdamMR Dr. med. Jürgen Nessler,Frankfurt/Oder-MarkendorfSchwerpunkt PneumologieOMR Dr. med. Albrecht Weinecke,Sommerfeld - VorsitzenderDr. med. Hinrich Evers, BeelitzSR Karl-Heinz Winterstein,Königs WusterhausenSchwerpunkt RheumatologieDr.med. Johannes Mai,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Joachim-Michael Engel,Bad LiebenwerdaProf. Dr. med. habil. KurtGräfenstein, TreuenbrietzenDr. med. Gerd-Reiner Georgi,CottbusGebiet KinderchirurgieMR Dr.med. Helmut Richter,Potsdam - VorsitzenderDr. med. Thomas Gündel,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr.med. Jürgen Hintze,Frankfurt/Oder-MarkendorfDipl.-Med. Tomas Kiel, PotsdamDr.med. Holger Papsdorf, CottbusGebiet KinderheilkundeMR Dr.med. Eberhard Krüger,Brandenburg - VorsitzenderDr.med. Manfred Kalz, NeuruppinProf. Dr.med.habil.Joachim Oppermann, CottbusDr.med. Rudolf Popp, JüterbogDr.med. Harald Rönitz,Frankfurt/Oder-MarkendorfDipl.-Med. Burkhard Schlahsa,Bad LiebenwerdaFachkunde Sonographie derThoraxorgane/FachkundeSonographie des AbdomenDr.med. Manfred Darr,Frankfurt/Oder-Markendorf -VorsitzenderFrau Dr.med. Barbara Hennig,CottbusDipl.-Med. Burkhard Schlahsa,Bad LiebenwerdaFakultative Weiterbildung SpeziellePädiatrische IntensivmedizinProf. Dr.med.habil. JoachimOppermann, Cottbus - VorsitzenderFrau Dr.med. Cornelia Ast,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr.med. Juan Tong Luna,BrandenburgSchwerpunkt KinderkardiologieDr.med. Rudolf Kleemann,Cottbus - VorsitzenderDr.sc.med. Bernhard Adrian,Eberswalde-FinowFrau Dr.med. Petra Hirsemann,PotsdamMR Dr.med. Eberhard Krüger,BrandenburgSchwerpunkt NeonatologieDr.med. Manfred Kalz,Neuruppin - VorsitzenderDr.med. Manfred Darr,Frankfurt/Oder-MarkendorfFrau Dr.med. Hildburg Hübschmann,PotsdamDr.med. Hans-Georg Kläber, CottbusFrau Dr.med. Brigitte Wille, SchwedtGebiet Kinder- und Jugendpsychiatrieund -psychotherapieDr.med.habil. Wolfram Kinze,Lübben - VorsitzenderDr.med. Hellmut Hartmann,BrandenburgFrau Dr.med. Susanne Stachat,FürstenwaldeGebiet LaboratoriumsmedizinDr.med. Frank-Peter Schmidt,Frankfurt/Oder - VorsitzenderDr.med. Frank Berthold,Frankfurt/OderMR Prof. Dr. med. habil.Helmut Reichelt, Bad SaarowGebiet Mikrobiologie undInfektionsepidemiologieDr.med. habil. Bodo Wogawa,Bad Saarow-Pieskow - VorsitzenderPriv.-Doz. Dr. med. habil.Werner Bär, CottbusFrau MR Dr. med. Brigitte Sommer,PotsdamDr. med. Thomas Talaska,Frankfurt/OderGebiet Mund- Kiefer-GesichtschirurgieMR Dr. med. Hans-Dieter Prokop,Neuruppin - VorsitzenderDr. med. habil. Ingo Feige,Frankfurt/OderDr. med. Carsten Ruttig, CottbusGebiet NeurochirurgieDr. med. habil. Helge Steffen,Bad Saarow-Pieskow - VorsitzenderFrau Dr. med. Aeilke Brenner,EberswaldeProf.Dr. med. univ. Lothar Russegger,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Uwe Hans Wiese, CottbusGebiet NeurologieMR Dr. med. Eckard Marg,Brandenburg - VorsitzenderFrau Dr. med. Nannette Altmann,PotsdamDipl.-Med. Reinhard Friedrich,BeeskowDr. med. Klaus Freier,Frankfurt/Oder-MarkendorfOMR Dr. sc. med. Horst Krüger,Eberswalde-FinowMR Prof. Dr. med. habil.Hans-Georg Trzopek,Bad Saarow-PieskowFrau MR Dr. med. Sigrid Walz,NeuruppinFrau Dr. med. Gabriele Zindler,NeuruppinFakultative WeiterbildungKlinische Geriatrie(s. Prüfungsausschuß SchwerpunktGeriatrie)Gebiet NuklearmedizinMR Prof. Dr. med. habil.Hubert Vogler,Bad Saarow-Pieskow - VorsitzenderFrau Dr. sc. med. Petra Mager,FürstenwaldeFrau Dr. med. Maria Popien,PotsdamMR Dr. med. Reinhard Schöneich,PotsdamDr.med. Wolfram Wisotzki,BrandenburgGebiet OrthopädieMR Dr. sc. med. Klaus Müller,Potsdam - VorsitzenderBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang293


KammerinformationenDr. med. Albrecht Ender,BrandenburgFrau Dr. med. Ingrid Ender,BrandenburgDipl.-Med. Guntram Falk,LuckenwaldeMR Doz. Dr. med. habil.Harald Höhndorf,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Dietmar Schneider, CottbusDr. med. Michael Sasse,BrandenburgProf. Dr. med. habil.Josef Steinhäuser, GubenFakultative Weiterbildung SpezielleOrthopädische ChirurgieDr. med. Friedrich Knöfler,Schwedt - VorsitzenderDr. med. Albrecht Ender,BrandenburgMR Doz. Dr. med. habil.Harald Höhndorf,Frankfurt/Oder-MarkendorfDr. med. Klaus Tischer, KolkwitzSchwerpunkt RheumatologieDr. med. Ekkehart Weber,Birkenwerder - VorsitzenderMR Dr. sc. med. Klaus Müller,PotsdamFrau Dr.med. Christine Seyfert, KyritzDr. med. Klaus Tischer, KolkwitzGebiet PathologieProf. Dr. med. habil.Gottfried Dominok,Cottbus - VorsitzenderMR Prof. Dr. med. habil.Karl-Heinz Kretschmar,Königs WusterhausenDr. med. Roland Pauli, BrandenburgProf.Dr. med. habil. Peter Stosiek,CottbusDr. med. Knut Wenzelides,Frankfurt/Oder-MarkendorfGebiet Phoniatrie und PädaudiologieMR Dr. med. Dietrich Schweitzer,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Helmut Fraatz,Frankfurt/Oder-MarkendorfFrau Dr. med. Elisabeth Rosenberg,BeelitzDr. med. habil. Hermann Schmidt,Bad SaarowGebiet Physikalische undRehabilitative MedizinDr. med. Roland Hess,Cottbus - VorsitzenderFrau Dr. med. Karin Müller,Neu FahrlandDr.med. Wolfram Seidel, SommerfeldFrau Dr. med. Gudrun Zander,Bad FreienwaldeGebiet Psychiatrie undPsychotherapieDr. med. Peter Runge,Wildau - VorsitzenderMR Dr. med. Bernd Findeis, LobetalDr. med. Tilo Liefke, BrandenburgFrau Dipl.-Med.Gabriele Saborowski, OranienburgDr. med. Frank-Frieder Schiefer,KlettwitzMR Dr. med. Bernd Winkler,RüdersdorfFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsausschuß Gebiet Laboratoriumsmedizin)Gebiet Psychotherapeutische MedizinDr. med. Frank-Frieder Schiefer,Klettwitz - VorsitzenderFrau Dr. med. Erna Kallenbach,BrandenburgDr. med. Roger Kirchner, CottbusPD Dr. med. habil. Dipl.-Psych.Dieter Seefeldt, Neu FahrlandMR Dr. med. Sigmar Scheerer,HeinersdorfGebiet RechtsmedizinMR Priv.-Doz. Dr. sc. med.Wolfgang Mattig,Potsdam - VorsitzenderDr. med. Jürgen Becker,Frankfurt/OderDr. med. Dietmar Schröpfer, PotsdamGebiet StrahlentherapieFrau Priv.-Doz. Dr. med. Karin Koch,Potsdam - VorsitzendeDr. med. Karl-Heinz Philipp,Bad Saarow-PieskowDr./IMP Targu-Mures(RO) StefanSzepesi, Frankfurt/Oder-MarkendorfGebiet TransfusionsmedizinFrau MR Dr. med. Rosemarie Pischel,Neuruppin - VorsitzendeFrau MR Dr. med. Elke Grünelt,CottbusDr. med. Roland Karl, PotsdamGebiet UrologieProf. Dr. sc. med. Horst Oesterwitz,Potsdam - VorsitzenderDr. med. Eberhard Biene,BrandenburgMR Dr. med. Klaus Bohne, CottbusDipl.-Med. Michael Engelmann,NeuruppinDr. med. Christian Knäbich, PotsdamMR Dr. med. Georg Lehmann,SchwedtDr. med. Ulrich Steude, LuckauFachkunde Laboruntersuchungen(s. Prüfungsaussch.Geb. Lab.medizin)Die Tätigkeit in folgenden Prüfungsausschüssenist bis zum 31. 12.1997 (Auslaufen der DDR-Facharztordnung)befristetNeurologie/PsychiatrieDr. med .habil. Wolfram Kinze,Lübben - VorsitzenderOMR Dr. sc. med. Horst Krüger,Eberswalde-FinowMR Dr. med. Eckard Marg,BrandenburgFrau Dr. med. Christa Plewe,PrenzlauFrau MR Dr. med. Sigrid Walz,NeuruppinRadiologieDoz. Dr. med. habil. Claus-PeterMuth, Cottbus - VorsitzenderMR Dr. med. Reinhard Schöneich,PotsdamMR Prof. Dr. med. habil.Hubert Vogler, Bad Saarow-PieskowZusatzbezeichnungenHandchirurgiePriv.-Doz. Dr. sc. med. Hans-JürgenPäzolt, Kyritz - VorsitzenderPriv.-Doz. Dr. med. RüdigerKreusch-Brinker, BirkenwerderDr. med. Wolfgang Paris, NeuruppinDr. med. Udo Wolter, NeuruppinPlastische OperationenDr. med. habil. Ingo Feige,Frankfurt/Oder - VorsitzenderDr. med. Gerald Gutsche,Frankfurt/OderDr. med. habil. Hans-Peter Jung,BrandenburgDr. med. Carsten Ruttig, CottbusAllergologieFrau Dr. med. Uta Rabe,Beelitz - VorsitzendeDr. med. Erhard Benke, BrandenburgFrau Dr. med. Sabine Knuppe,PotsdamDr. med. Hans-Joachim Lüdcke,PotsdamMR Dr. sc. med. Erwin Schmollack,Frankfurt/OderBalneologie und MedizinischeKlimatologieFrau Dr. med. Gudrun Zander,Bad Freienwalde - VorsitzendeFrau Dipl.-Med. Margitta Gürtler,Bad FreienwaldeMR Dr. med. Markus Markiewitz,Bad FreienwaldeBetriebsmedizinMR Doz. Dr. sc. med. Wilhelm WilfriedJürgens, Potsdam - VorsitzenderMR Dr. med. Joachim Förster,SenftenbergFrau Dr. med. Renate Fischer,LudwigsfeldeDr. med. Dietmar Groß, CottbusBluttransfusionswesenFrau MR Dr. med. Rosemarie Pischel,Neuruppin - VorsitzendeFrau MR Dr. med. Elke Grünelt,CottbusDr. med. Roland Karl, PotsdamChirotherapieMR Dr. med. Eberhard Nause,Wittenberge - VorsitzenderMR Dr. med. Peter Hoppe, SchwedtDr. med. Frank-Detlef Joseph,AngermündeMR Dr. med. Bodo Krocker, CottbusFlugmedizinMR Hans Dressler,Cottbus - VorsitzenderWolfgang Noack, DrebkauDr. med. Hanjo Pohle, RathenowHomöopathieFrau MUDr./CS Heidemarie Pimer,Frankfurt/Oder - VorsitzendeDr. med. Hans-Ulrich Berger,PotsdamFrau Dipl.-Med. Petra Kamrau,LübbenMedizinische GenetikDr. med. Peter Küpferling,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Friedhart Federlein,Frankfurt/OderNaturheilverfahrenDr. med. Roland Hess,Cottbus - VorsitzenderFrau Dipl.-Med. Silke Klauß,Zechlin DorfFrau Dr. med. Gabriele Voigt,BrandenburgPhlebologieDr. sc. med. Jörg Krenzien,Potsdam - VorsitzenderFrau Dr. med. Ulrike Kirsch,OranienburgMR Dr. med. Hermann Köstler,NeuruppinProf. Dr. med. habil. Roland Niedner,PotsdamPhysikalische TherapieDr. med. Roland Hess,Cottbus - VorsitzenderFrau Dr.med. Karin Müller,Neu FahrlandDr. med. Wolfram Seidel,SommerfeldFrau Dr. med. Gudrun Zander,Bad FreienwaldePsychoanalyseDr. med. Roger Kirchner,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Frank-Frieder Schiefer,Klettwitz294 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


PsychotherapieDr. med. Frank-Frieder Schiefer,Klettwitz - VorsitzenderDr. med. Roger Kirchner, CottbusDr.med.habil. Wolfram Kinze,LübbenDr. med. Ulrich Niedermeyer,Frankfurt/OderMR Dr. med. Sigmar Scheerer,HeinersdorfRehabilitationswesenProf. Dr. med. Holger Hähnel,Dahlwitz-Hoppegarten - VorsitzenderDr. med. Christoph Israel, BurgDr. med. Harald Trettin, GrünheideSozialmedizinMR Dr. med. Bernd Lorenz,Wolletz - VorsitzenderDr. med. Rüdiger Croux, NauenDr. med. Wolfram Seidel,SommerfeldSportmedizinProf. Dr. sc. med. Gernot Badtke,Potsdam - VorsitzenderMR Dr. med. Bodo Krocker, CottbusMR Dr. med. Norbert Knappe,GlienickeStimm- und SprachstörungenMR Dr. med. Dietrich Schweitzer,Cottbus - VorsitzenderDr. med. Helmut Fraatz,Frankfurt/Oder-MarkendorfFrau Dr. med. Elisabeth Rosenberg,BeelitzDr. med. habil. Hermann Schmidt,Bad SaarowTropenmedizinFrau MR Dr. med. Gisela Graul,Ketzin - VorsitzendeProf. Dr. med. habil. Horst Koch,BeeskowDr. sc. med. Rudolf Markus,Frankfurt/OderUmweltmedizinDr. med. Dietrich Metz,Wittstock - VorsitzenderFrau OMR Dr. sc. med.Bärbel Dominok, CottbusDr. med. Dietmar Groß, CottbusKonstanzprüfungFilmverarbeitungDurch die Erneuerung der DIN6868 Teil 2, im Mai des Jahres1996, ergaben sich für einige BetreiberProbleme mit der weiterenBetreibung ihrer bisher benutztenDensitometer. Solche ohne eigeneLichtquelle mußten ausgetauschtwerden. Ein spezielles Problem,welches an die ÄSQR herangetragenwurde, stellt das DensitometerDensonorm N44 der FirmaPehamed dar. Es handelt sich dabeiaus der Sicht der ÄSQR umein praxisorientiertes Prüfmittelfür die Qualitätssicherung, besitztjedoch keinen Stufenkeil mit 21Stufen, wie von der DIN 6868 T.2vorausgesetzt. In Ausnahmefällenkonnte und kann es dazu führen,daß mit diesem Gerät eine derDIN 6868 Teil 55 entsprechendeFestlegung der Basisdaten für dieKonstanzprüfung nicht in vollemUmfang durchgeführt werdenkann. Die Möglichkeit des Auftretensgerätebedingter Abweichungenwaren gegeben. Fälle, in denenaus diesem Grund eine Konstanzprüfungder Filmverarbeitungnicht korrekt durchgeführtwerden konnte, waren in Brandenburgnoch nicht eingetreten.Auch bei geringfügigen Abweichungenvon den in den Normenvorgegebenen Basisdaten, konntenbei auftretenden Veränderungender Konstanzprüfungswertekorrekte Rückschlüsse auf dieFilmverarbeitungsbedingungengezogen werden. Das Gerät ist sokonzipiert, daß mit Hilfe derLichtfaktoreinstellung „nahezu“korrekte Basisdaten ermittelt werdenkönnen.Die Meßunsicherheit des externenMeßgriffels zur Auswertungder optischen Dichte der Prüfkörperaufnahmenkann bei korrektemUmgang (siehe Bedienungsanleitung)gering gehalten werden.Bei vorheriger Kalibrierungdes Meßgriffels ist die Meßunsicherheitvernachlässigbar klein.Die Vorteile der einfachen Durchführungund genauen Auswertungder Aufnahmen für die Qualitätssicherungmit diesem Gerätsowie die geringen Bedienfehlermöglichkeitenfür das ausführendePersonal, haben die ÄSQRdazu veranlaßt, auf einen Austauschdieser Geräte nicht hinzudrängen.Die Verhältnismäßigkeitzwischen dem Kauf eines neuenGerätes und dem daraus erwachsendenGewinn für die Konstanzprüfungender Filmverarbeitungund der Röntgeneinrichtung sindhier nicht gegeben. Voraussetzungist die korrekte Bedienungdes Gerätes.Dieser Stellungnahme der ÄSQRschlossen sich bei einer Zusammenkunftmit dem MASGF, denSachverständigen des LandesBrandenburg, den Ämtern für Arbeitsschutzund Sicherheitstechnikdie dort Anwesenden an.Fachberater sollten aus diesemGrund nicht auf einen Austauschder Geräte hinarbeiten, sondernihre Beratertätigkeit dazu nutzen,dem durchführenden Personalhilfestellend bei der Handhabungmit diesen Geräten zur Seite zustehen. Bei Neukauf von Gerätenzur Qualitätssicherung ist dannjedoch darauf zu achten, daß sieden aktuellen technischen Normenentsprechen.Archivierung vonRöntgenaufnahmenGemäß der 24. Bekanntmachungdes Bundesministeriums für Arbeitund Soziales vom 3. 3. 1997ist bei der digitalen Radiographiedie digitale Dokumentation undArchivierung sofort im Anschlußzulässig, so daß kein Film mehrals Archivierungsmittel gefertigtwerden muß. Bedingung ist, daßsich auch im Nachhinein eineKammerinformationenDie Ärztliche Stelle des Landes Brandenburg für dieQualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen zur Untersuchungvon Menschen (ÄSQR) informiert:Hardcopy erstellen läßt, die inder Qualität dem Original entsprechenmuß, das dem Arzt zurBefundung vorlag. Die 24. Bekanntmachungbezieht sich nurauf die digitale Radiographie mitSpeicherfolien. Wie der ÄSQRanläßlich einer Sitzung im Hauseder BÄK vom BMA versichertwurde, war diese Eingrenzungein Versehen, richtig ist, daß füralle vergleichbaren Verfahren einedigitale Archivierung zulässigsein soll.13. Bekanntmachung desBMA„Deutschlandqualität“Die 13. Bekanntmachung desBMA wurde durch die 22. Bekanntmachungergänzt. Notwendigwurde dies, um den freienWarenverkehr im europäischenRaum sicherzustellen.Mit der 22. Bekanntmachungwird die durch die 13. geforderte„Deutschlandqualität“ außerKraft gesetzt. Dem Betreiber stehtes nun frei, Filme aus dem gesamteneuropäischen Wirtschaftsraumeingzusetzen, wenn sie bestimmteQualitätsmerkmale aufweisen.Diese Qualitätsmerkmaledecken sich mit denen der 13. Bekanntmachungund sind in denFilmdatenblättern ausgewiesen.Die 22. Bekanntmachung behältihre Gültigkeit bis zu dem Zeitpunkt,zu dem das Medizinproduktgesetzin Deutschland rechtskräftigwird, also bis zum 13. 6.1998. Von da an dürfen nur nochFilme in Einsatz gebracht werden,die eine CE-Kennzeichnung besitzen,die auf der Filmverpackungsowie auf dem Rand des Filmeszu erkennen ist. Es empfiehlt sichschon jetzt, nur solche Filme zubenutzen, da alle namenhaftenHersteller diese CE-Kennzeichnungbereits besitzen und eine erneuteTeilabnahmeprüfung hinfälligwird.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang295


KammerinformationenUmstellung des PrüfmodusMit Beginn des 3. Überprüfungsintervallesdurch die ÄSQR wird der Anforderungsvorgangumgestellt. In den vorhergehenden Prüfintervallenwurde von jedem betriebenenAnwendungsgerät eine bestimmte Anzahl anAufnahmen angefordert. Diese Methode derAnforderung hat sich als nicht optimal herausgestellt,so daß sich die Kommission derÄSQR dazu entschloß, den Anforderungsvorgangumzustellen. Bei radiologisch oder teilradiologischTätigen in der Niederlassungwerden von jedem Organ, daß laut Fachkundegeröntgt werden darf, eine bestimmte Anzahlan Aufnahmen angefordert. Einrichtungenaus dem nicht niedergelassenen Bereichwerden aufgefordert, Röntgentagebücher einesvorgegebenen Datums an die ÄSQR zusenden, aus denen Aufnahmen zur Kontrolleausgewählt werden.Flächendosisprodukt-MeßgerätDie Überprüfung von Röntgenaufnahmendurch die ÄSQR deckt häufig Abweichungenvon den Leitlinien der Bundesärztekammerauf, die nicht begründet wurden. In einigenFällen gibt es jedoch Begründungen aufGrund der Indikationsstellung. Die Leitliniender Bundesärztekammer für die Qualitätssicherungin der Röntgendiagnostik sowie dieLeitlinien der Bundesärztekammer für dieQualitätssicherung in der Computertomographieverlangen ausdrücklich eine Dokumentationder Begründung für die Abweichung vonden Leitlinien.Im Ergebnis der Kontrolle entstehen Komplikationen,die durch eine erneute Kontrolle derAufnahmen unter nachträglich genanntenGesichtspunkten erst aus dem Weg geräumtwerden können. Es muß aus diesem Grundnoch einmal ausdrücklich darauf hingewiesenwerden, daß jede Abweichung von denLeitlinien schriftlich zu begründen und dieseBegründung der ÄSQR bei Einreichen derUnterlagen mitzuteilen ist.Doz. Dr. med. habil. C.-P. MuthVorsitzender ÄSQRFinanzgericht suchtehrenamtliche RichterDie Amtsperiode der ehrenamtlichenRichter des Finanzgerichtes des LandesBrandenburg läuft Ende 1997 aus.Für die Neuwahl (Wahlperiode 1998bis 2002) werden Bürger gesucht, dieDeutsche sind, das 30. Lebensjahr vollendetund während des letzten Jahresvor der Wahl ihren Wohnsitz oder ihregewerbliche oder berufliche Niederlassunginnerhalb des Landes Brandenburggehabt haben. Interessierte Kammermitgliederwerden gebeten, sich inder Geschäftsstelle der LandesärztekammerBrandenburg, Dreifertstraße12, 03044 Cottbus, Telefon (0355)78010-14 zu melden.Seit 1. 1. 1997 müssen durch die Sachverständigenrichtliniefestgelegte Einrichtungenein Flächendosisprodukt-Meßgerät besitzen.Grund sind die an diesen Einrichtungen zuerwartenden langen Durchleuchtungszeiten.Davon betroffene Geräte sind kombinierteAufnahme- und Durchleuchtungsarbeitsplätzefür folgende Anwendungen:1. Angiographie einschließlich DSA2. kardiologische Arbeitsplätze3. Arbeitsplätze, an denen interventionelleRadiologie betrieben wird4. Arbeitsplätze, an denen hauptsächlichSäuglinge und Kinder bis zu einem Altervon 12 Jahren untersucht werden.Nicht vorgeschrieben sind Flächendosisprodukt-Meßgerätean ortsveränderlichen C-Bogengeräteneinschließlich solcher amDeckenstativ im OP.Hinweise zu eingereichtenRöntgenaufnahmenFragwürdige FragebögenEinige Vertragsärzte imLand Brandenburg erhieltenEnde Mai, Anfang Junivom Focus Magazin Verlagin München Fragebögenmit der Bitte zugesandt,diese auszufüllen undzurückzuschicken. Kernstückdes Fragebogens -welcher Kollege genießt inwelchem Fachgebiet einebesondere Reputation?Die Ausfüllung eines solchenFragebogens ist inVerbindung mit der dannerfolgenden Auswertung indem Verlag oder durch andereInstitutionen eine ausgesprochensubjektive unddatenschutzrechtlichäußerst umstrittene Angelegenheit,auch wenn in demder Umfrage beiliegendenAnschreiben eine „vertraulicheBehandlung“ garantiertwird.Aus ähnlichen Umfragen inder Vergangenheit wurdeimmer wieder sichtbar, daßdas auf diese Weise zustandegekommeneMaterialallein zu verbalen Beurteilungenvon Berufsgruppengeführt hat, die mit einerernsthaften Analysenicht viel oder gar nichtsmehr zu tun hatte. Dies belegenauch die vor kurzemversandten Fragebögen.Denn die darin enthaltenenFragen wie „Wer genießtIhrer Meinung nach inIhrem speziellen Fachgebieteine besondere wissenschaftlicheReputation?“oder: „Bei welchem Kollegenaus anderen Bereichender Medizin würden Siebei einem schwierigen FallRat einholen?“ können nursubjektiv bewertet werden,zumal noch nicht einmal irgendeinefachliche Qualifikation,ein Warum oder eineBegründung abgefragtund auch keinerlei Kriterienvorgegeben werden.Die KV Brandenburg unddie LandesärztekammerBrandenburg empfehlen,von der Beantwortungderartiger Fragebögenabzusehen.296 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


Tarifverhandlungenzwischen Ärzten undArzthelferinnenerneut vertagt!Die Tarifverhandlungen vom 4. Juni 1997in Frankfurt/Main zwischen der Arbeitsgemeinschaftzur Regelung der Arbeitsbedingungender Arzthelferinnen (AAA) unddem Berufsverband der Arzt-, ZahnarztundTierarzthelferinnen, der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft,dem Verbandweiblicher Arbeitnehmer und der GewerkschaftÖffentliche Dienste, Transport undVerkehr sind erneut ohne Ergebnis auf den12. September 1997 vertagt worden.Angesichts der schlechten wirtschaftlichenSituation vieler Arztpraxen gab es für dieTarifparteien kaum Verhandlungsspielraum.Es gelten weiterhin der Manteltarifvertragfür Arzthelferinnen vom 16. September1992 sowie der Gehaltstarifvertrag vom 1.Januar 1996.Änderung § 9 Jugendarbeitsschutzgesetzab 1. März 1997:Volljährige Auszubildende könnennach der Berufsschule an beidenSchultagen in der Praxiseingesetzt werdenBisher waren volljährige und unter achtzehnjährigeAuszubildende bei der Freistellungvon der Praxisarbeit an einem Berufsschultagpro Woche gleichgestellt. Jetzt können allevolljährigen Auszubildenden im Anschluß anbeide Berufsschultage in der Praxis beschäftigtwerden. Der Berufsschultag wird dabei inZeitstunden (45 Minuten plus Pausen, ohneWegezeiten) auf die Arbeitszeit angerechnet.Die wöchentliche Arbeitszeit bleibt mit 40Stunden bestehen. Für unter achtzehnjährigeAuszubildende gilt weiterhin, daß an einemBerufsschultag der Woche mit mehr als fünfUnterrichtsstunden eine Beschäftigung in derPraxis nicht möglich ist, da dieser Tag mit achtStunden auf die Arbeitszeit angerechnet wird.Zwischenprüfung für auszubildendeArzthelferinnen am 23. April 1997durchgeführtArzthelferinnenausbildungAm 23. April wurde an acht Oberstufenzentrendie Zwischenprüfung für 256 auszubildendeArzthelferinnen durchgeführt.Innerhalb von 120 Minuten waren 60 programmierteAufgabenstellungen zu bearbeiten.Die Schwerpunktsetzung umfaßte laut Ausbildungsverordnungsechs Prüfungsgebiete mitjeweils zehn Aufgaben:1. Gesundheitswesen2. Praxishygiene3. Apparate- und Instrumentenkunde4. Anatomie und Physiologie5. Praxisorganisation6. Sozialgesetzgebung60 Punkte waren zu ereichen (10 Punkte/Prüfungsgebiet).Landesweit wurden Aufgabenstellungen ausder Praxishygiene, der Praxisorganisation sowieder Apparate- und Instrumentenkunde erfolgreicherbearbeitet als Fragestellungen ausden Komplexen Anatomie/Physiologie, Sozialgesetzgebungund Gesundheitswesen.Die schwerpunktmäßige Punktvergabe läßteine differenzierte Auswertung der Prüfungsarbeitenzu und soll eine gezielte Einflußnahmeauf den weiteren Verlauf der Ausbildungermöglichen.In der Zwischenprüfung geht es nur um eineKenntnisstandermittlung, daher werden keineNoten vergeben.Der Nachweis der Teilnahme an der Zwischenprüfungist notwendige Vorbedingungzur Abschlußprüfungszulassung.Übersicht Ergebnisse Zwischenprüfung Arzthelferinnen vom 23. April 1997Bereich Teil- 6 Prüfungsgebiete/je 10 Punkte von insgesamt 60 durchschnittlichOberstufen- nehmer davon erreichte durchschnittliche Punktzahl err. % „Note“zentren insg.(US) 1 2 3 4 5 6 PunkteTemplin 28 (2) 6,9 8,0 7,9 7,9 7,9 7,0 45,6 76 2,8Elsterwerda 13 (1) 6,5 7,4 7,5 6,2 8,0 6,6 42,2 70 3,2Frankfurt/O 47 (2) 6,0 7,5 7,2 6,6 7,3 6,1 40,8 68 3,4Luckenwalde 22 (1) 6,4 7,6 7,9 7,2 8,0 6,5 43,7 73 3,0Wittenberge 15 (1) 6,9 8,7 8,0 8,4 8,2 7,7 47,9 80 2,5Cottbus 45 (6) 6,0 6,7 7,2 7,1 7,4 7,2 41,7 70 3,2Brandenburg 15 (1) 6,5 7,5 7,1 7,3 7,2 6,5 41,9 70 3,1Potsdam 71 (4) 5,4 6,0 6,2 5,5 6,0 5,8 35,0 58 4,0Landesdurchschnitt256 (18) 6,1 7,1 7,1 6,7 7,2 6,5 40,7 68 3,3Legende:(US) - Umschülerin„Note“ - Die Zwischenprüfung wird nicht benotet. Die erreichte Punktzahl entspräche dem genannten Notendurchschnitt.Prüfungsgebiete:1 - Gesundheitswesen 4 - Anatomie, Physiologie u. Pathologie2 - Praxishygiene 5 - Praxisoraganisation3 - Apparate- und Instrumentenkunde 6 - SozialgesetzgebungBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang297


Fortbildung3. Fortbildungskongreß der Landesärztekammer Brandenburg vom18. bis 21. September 1997 im Hotel Holiday Inn Frankfurt/OderDonnerstag, 18.September1997, 14.00 bis18.00 UhrSymposium:Therapie derkoronarenHerzkrankheitModeration: Dr.med. Harm Ohlmeier,Dr. med.Jürgen Krülls-MünchAktuelle Aspekte der Therapie der koronarenHerzkrankheit, besonders die, welche denniedergelassenen Praktiker berühren, undmoderne Entwicklungen in der Kardiologieund Kardiochirurgie werden vorgestellt. Fragenaus der täglichen Praxis berühren die kostenintensiveDauertherapie von Stoffwechselstörungenim Bereich der primären und sekundärenPrävention und die Notwendigkeitder Therapie von Rhythmusstörungen beikoronarer Herzkrankheit. Die Ansichtenhierüber haben sich in den letzten Jahrendeutlich gewandelt mit entsprechenden Konsequenzenfür die praktische Arbeit.Die neu entwickelten oder neu kombiniertenThrombozytenaggregationshemmer habendie Therapie der instabilen Angina pectorissowie die Indikation zur Stentimplantationund die folgende Nachsorge in den letztenzwei bis drei Jahren ganz entscheidend verändertmit entsprechenden Anforderungenan die Vor- und Nachbehandlung der Patientenin der niedergelassenen Praxis. Die ständigzunehmende Zahl der Interventionen beikoronarer Herzkrankheit erfordert, daß jederPraktiker ausreichend über die Indikation,die primär chirurgische Versorgung,auch mit minimal invasiven Methoden, informiertist.Das Symposium wendet sich an alle Kollegen,die mit der primären oder sekundären Präventionund Therapie der koronarren Herzkrankheitbefaßt sind und ihre Patienten nach entsprechendmodernen Erkenntnissen – auch unterdem gegenwärtigen Kostendruck – optimalbehandeln und beraten wollen.Samstag, 20. September 1997, 10.00 bis16.00 UhrSymposium: Fortschritte in der klinischenPathologieModeration: Prof. Dr. med. Jochen Kunz,Dr. med. Knut WenzelidesEin Schwerpunkt des Symposiums sind derMorbus Hodgkin und die NH-Lymphome.Neue Erkenntnisse über diese nicht seltenenNeoplasien sind im wesentlichen der verbessertenImmunphänotypisierung und der Anwendungmolekularpathologischer Methodenzu verdanken. So wurde eine therapierelevanteEinteilung der malignen Lymphome,die REAL-Klassifikation möglich. Prof. Fischer,Köln, und Prof. Stein, Berlin, internationalausgewiesene Experten auf diesem Gebiet,werden hierüber berichten.Weitere Themen sind der aktuelle Wissensstandüber arterielle Läsionen bei NeurofibromatoseTyp I, über Präkanzerosen des Endometrium,über die Aussagekraft der Knochenmarkbiopsieund über epitheliale Zelladhäsionsmoleküle.Ausführungen von Prof. Dietel, Berlin, überdie Anwendung der Molekularpathologie inder onkologischen Diagnostik und in der Infektionspathologiebeschließen das 3. Pathologie-Symposiumim Land Brandenburg.Sonntag, 21. September 1997, 8.30 bis12.00 UhrSymposium: Präklinische Versorgung vonNotfällen durch den niedergelassenen ArztModeration: Dr. med. Hartmut Handschak,Dr. Dr. Christian RiegerDas Symposium soll dem niedergelassenenArzt eine Orientierung über die Soforttherapiebei Notfällen vermitteln. Dabei wird dieTherapie bewußt auf die Möglichkeiten beschränkt,die dem niedergelassenen Arzt ohnedie Ausrüstung eines Notarztwagens zurVerfügung stehen.Es sind Krankheitsbilder ausgewählt, die denniedergelassenen Arzt häufiger zur erstenHilfeleistung verpflichten, wie Schlaganfall,Herzinfarkt, andererseits werden Notfälleberücksichtigt, mit denen er seltener konfrontiertwird, die aber gerade deshalb besondersschwierig zu bewältigen sind: anaphylaktischerSchock, akute Atemnot beim Kind.Die vielfältigen Besonderheiten des letztgenanntenKrankheitsbildes stellen bei der erstenHilfeleistung den nur gelegentlich mitdieser Altersgruppe befaßten Arzt vor eineschwierige Situation. Das Symposium solldazu beitragen, eine Orientierung über dieTherapiemaßnahmen bei diesem lebensbedrohlichenZustandsbild zu geben.Psychiatrische Notfallsituationen, die durchden zunehmenden Drogenmißbrauch häufigervorkommen, erfordern nicht nur spezielleKenntnisse bei der medikamentösen Behandlung,sondern auch zusätzliche Informationenüber die weitere Verfahrensweise wie dieUnterbringung dieser Patienten nach demBrandenburgischen Psychisch-Kranken-Gesetz.Die Schmerztherapie von Notfallpatientengehört zu den wichtigsten Sofortmaßnahmen,da Schmerzen Schockzustände verstärkenoder unterhalten und das Grundleiden injedem Falle ungünstig beeinflussen. Es wirdWert darauf gelegt, dem niedergelassenenArzt aus der Vielzahl der zur Verfügung stehendenAnalgetika eine Auswahl bewährterMedikamente zur Schmerztherapie zu empfehlen.Kurse:Preis/ErmäßigungFachkundeseminarRettungsdienst12. - 19. 9. 1997 750,-/525,- DMSonographie-Grundkurs8. - 21. 9. 1997 600,-/420,- DMInterdisz.Doppler-Duplex-Sonographie-Grundkurs19. - 21. 9. 1997 620,-/435,- DMCW-Doppler-Duplex-Sonogr.-Aufbaukurs (peripher)19. - 21. 9. 1997 600,-/420,- DMDopplerechokardiographie-Grundkurs19. - 21. 9. 1997 600,-/420,- DMEEG-Einführungsseminar18. - 21. 9. 1997 530,-/375,- DMLangzeit-EKG18. - 19. 9. 1997 275,-/205,- DMEKG19. - 21. 9. 1997 300,-/210,- DMLangzeit-Blutdruckmessung20. 9. 1997 185,-/130,- DMLungenfunktionskurs19. - 20. 9. 1997 250,-/185,- DMRefresherkurs Chirotherapie18. - 19. 9. 1997 285,- DMGesprächstraining fürArzthelferinnen20. - 21. 9. 1997 180,- DMPhysikalische TherapieKurs IV - (Elektrotherapie)17. - 21. 9. 1997 500,- DMSeminar gynäkolog. Infektionenmit Mikroskopierkurs20. 9. 1997 180,-/120,- DMUmweltmedizin19. - 21. 9. 1997 350,- DMAnmeldungen zum 3. Fortbildungskongreßrichten Sie bitte schriftlich an:Landesärztekammer Brandenburg,Referat Fortbildung,Postfach 101445, 03014 Cottbus.298 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


FortbildungFortbildungsangebot der Akademie fürärztliche Fortbildung der LÄKBNotfallmedizintagemit praktischen Übungenfür niedergelassene Ärzte21. und 22. 11. 1997Orte: Neuruppin, Potsdam, Cottbus,Frankfurt/OderFachkundeseminare Rettungsdienst(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)Wochenkurs vom 12. - 19. 9. 1997Ort: Frankfurt/OderKursleiter: Herr Dr. med. F. Lorenz,NeuruppinWochenkurs vom 3. - 10. 11. 1997Ort: NeuruppinKursleiter: Herr Dr. med. F. Lorenz,NeuruppinWochenkurs vom 29. 9. - 6. 10. 1997ausgebucht!Wochenkurs vom 16. - 23. 2. 1998Ort: PotsdamKursleiter: Herr Dr. med. G. Schrot, LehninTeilnehmergebühr: pro Kurs 750,- DM(für AiP 525,- DM)*Terminänderung!Seminar Leitender Notarzt6. - 10. 10. 1997Ort: CottbusKursleiter: Herr Dr. med. F. Lorenz, NeuruppinTeilnehmergebühr: 1 100,- DMKurse im StrahlenschutzEinführungskurs (8 Stunden)6. 9. 1997Anmeldung für den Einführungskurs: Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, Dozent Dr. Muth,Thiemstraße 111, 03048 CottbusTelefon: (0355) 462530Grundkurs(Voraussetzung ist die Teilnahme am 8stündigenEinführungskurs mit anschließendermindestens 6 Monate andauernderHospitation)17./18. 10. 1997 und 24./25. 10. 199728./29. 11. 1997 und 5./6. 12. 1997Spezialkurs7./8. 11. 1997 und 14./15. 11. 19979./10. 1. 1998 und 16./17. 1. 1998Ort: CottbusTeilnehmergebühr: je 465,- DM (für AiP325,- DM)*Kursleiter: Herr Doz. Dr. med. habil.C.-P. Muth, CottbusDopplerechokardiographieAufbaukurs31. 10. - 2. 11. 1997Ort: CottbusTeilnehmergebühr: je Kurs 600,- DM (für AiP420,- DM)*Kursleiter: Herr Dr. med. J. Krülls-Münch,CottbusSonographie-KurseAbschlußkurs10. und 11. 10. 1997Landesärztekammer BrandenburgAbsender:*)Referat Fortbildung ........................................Postfach 101445 ........................................03014 Cottbus ........................................Anmeldung für Kurse der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer BrandenburgIch möchte mich für folgenden Kurs/folgende Kurse anmelden:Kurs .................................................................................... vom ............... bis .......................Kurs .................................................................................... vom ............... bis .......................Kurs .................................................................................... vom ............... bis .......................Kurs .................................................................................... vom ............... bis .......................AiP im Land Brandenburg tätig: ja/nein **) *) Bitte in Druckschrift ausfüllen. **) Nichtzutreffendes bitte streichen................. ........................................DatumUnterschrift/StempelBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang299


FortbildungTeilnehmergebühr: 650,- DM (für AiP 455,-)*Sonographie-Aufbaukurs23. - 26. 10. 1997Sonographie-Grundkurs20. - 23. 11. 1997Teilnehmergebühr: 600,- DM (für AiP 420,-)*Ort: PotsdamKursleiter: Herr Dr. sc. med.H.-B. Zimmermann, PotsdamWeiterbildungskurs zur Zusatzbezeichnung„Physikalische Therapie“Kurs I - Hydro- und Thermotherapie16. - 18. 1. 1998 und 13. - 15. 2. 1998Kurs II - Krankengymnastik26. - 28. 9. 1997 und 17. - 19. 10. 1997 -ausgebucht!6. - 8. 3. 1998 und 27. - 29. 3. 1998Kurs III - Massage/Ergotherapie14. - 16. 11. 1997 und 5. - 7. 12. 1997 -ausgebucht!17. - 19. 4. 1998 und 15. - 17. 5. 1998Ort: Reha-Zentrum BurgKurs IV - Elektrotherapie17. - 21. 9. 1997 in Frankfurt/Oder10. - 14. 6. 1998 in CottbusTeilnehmergebühr: pro Kurs 500,- DMKursleiter: Herr Dr. R. Hess, CottbusKurse zur Erlangung derZusatzbezeichnung „Chirotherapie“(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)Der Informationskurs sowie die Kurse 1 bis 4müssen in Reihenfolge belegt werden. DieAbstände zwischen den Kursen I bis IV müssenmindestens drei Monate betragen.Informationskurs14. - 15. 8. 1997Teilnehmergebühr: 190,- DMChirotherapie-Kurs I16. - 23. 8. 199725. 9. - 1. 10. 1998Chirotherapie-Kurs II29. 8. - 6. 9. 199728. 2. - 7. 3. 1998Chirotherapie-Kurs III14. - 21. 2. 19989. - 15. 8. 1998Chirotherapie-Kurs IV16. - 22. 8. 199814. - 21. 11. 1998Teilnehmergebühr: pro Kurs 850,- DMOrt: PotsdamKursleiter: Herr Prof. Dr. sc. med. G. Badtke,Potsdam(10 Stunden Sportmedizin werdenanerkannt)Weiterbildungslehrgang für dieAnerkennung der Zusatzbezeichnung„Sozialmedizin“Aufbaukurs D13. - 24. 10. 1997Grundkurs B17. - 28. 11. 1997Ort: Brandenburgklinik BernauTeilnehmergebühr: 660,- DM pro KursteilWissenschaftliche Leitung:Herr Prof. Dr. J.-U. Niehoff, BerlinAlgesiologischer Basiskurs21. - 23. 11. und 5. - 7. 12. 1997Ort: CottbusKursleiter: Herr Dipl.-Med. M. Passon,RüdersdorfTeilnehmergebühr: 500,- DM(für AiP 350,- DM)*Fortbildung Psychiatrie/Psychotherapie(theoretisch-psychiatrische Ausbildung)22./23. 8. 199724./25. 10. 199728./29. 11. 199716. 1. 199820./21. 3. 199815./16. 5. 199828./29. 8. 199820./21. 11. 1998Leitung: Herr Dr. med. Böhle, TeupitzOrt: Landesklinik Teupitz* Die Ermäßigung gilt nur für AiP, die imLand Brandenburg ihre Tätigkeit ausüben.Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte dasAnmeldeformular:Landesärztekammer Brandenburg, ReferatFortbildung,Postfach 10 14 45, 03014 CottbusAnmeldungen werden nach Posteingangberücksichtigt.300 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


FortbildungHepatitis C– ein unterschätztes RisikoT. Talaska, R. MarkusWas ist bei einerHCV-Infektion erforderlich?■■■■■■Bei Verdacht auf akute Hepatitis C ist derNachweis der HCV-RNA mit der PCR dieMethode der Wahl, in späteren Stadienist die Erkrankung primär über den Antikörpernachweiszu diagnostizieren.Die HCV-Infektion ist in Brandenburgmeldepflichtig. Zu melden hat der behandelndeArzt die Erkrankung (auch diechronische!) oder den Tod. Das Labor istmeldepflichtig, wenn eine HCV-Infektionserologisch bestätigt worden ist oder einpositiver PCR-Befund vorliegt. Zu meldenist an das zuständige Gesundheitsamt.Da der Übertragungsmechanismus einensehr intensiven Kontakt erfordert, ist esausreichend, Sexualpartner oder Mitgliedereiner Wohngemeinschaft in einerUmgebungsuntersuchung zu erfassen.Wie die Erfahrungen aus der artefiziellenHCV-Epidemie 1978/79 im Rahmen derRh-Prophylaxe gezeigt haben, ist auch indiesen Fällen nur selten mit einer HCV-Übertragung zu rechnen. Ebenso betrifftdies Schwangere; intrauterine Infektionenscheinen eher die Ausnahme zu sein.Ein Berufsverbot für HCV-Infizierte gibt es(bisher) nicht. Lebensmittelberufe stellenhier keine Ausnahme dar. Zu prüfen wäre,ob bei medizinischen Berufen, in denenEingriffe mit hohem Selbstverletzungsrisikoausgeführt werden, gewisseEinschränkungen sinnvoll sind. Analogeswird auch bei HIV-Infizierten empfohlen.Hier ist die Ausarbeitung entsprechenderEmpfehlungen durch Fachgesellschaftenin Vorbereitung.Die Infektiosität im Alltagsleben ist praktischzu vernachlässigen. Allenfalls diegemeinsame Benutzung von Zahnbürstenoder Rasierapparaten stellt ein gewissesRisiko dar, dies sollte man unbedingt vermeiden.Die Benutzung von Kondomenbietet sicher einen erhöhten Schutz vorAnsteckung. Der Nutzen relativiert sichjedoch meist dadurch, daß bevor die Infektiondiagnostiziert wird, genügendZeit besteht, den Partner zu infizieren.Bei erkannter HCV-Infektion sollte eineengmaschige Überwachung des Patientendurch einen mit dem Verlauf dieserErkrankung erfahrenen Arzt stattfinden,um gegebenenfalls die Indikation einerTherapie mit Interferon oder bei Zirrhoseund/oder Entstehung eines Leberzellkarzinomsdie Indikation zur Lebertransplantationzu stellen.Deutschland ist ein epidemiologisches Entwicklungsland.Zu Zeiten eines Robert Kochoder Max von Pettenkofer war dies anders -um die großen Volksseuchen zu beherrschen,wurde die Infektionsepidemiologie zu einemunentbehrlichen Werkzeug im Interesse derBevölkerung und des Staates. Nachdem die„Seuchen“ nun scheinbar unter Kontrolle gebrachtworden waren, ist das Interesse ander Epidemiologie merklich abgeflaut. Erstneuerdings mit der wachsenden Erkenntnis,daß wir die klassischen Seuchen zwar erfolgreich(??) bekämpft haben, aber nun an derenStelle neue Erreger auftauchten (so zumBeispiel HIV, Rotaviren, Borrelien, HepatitisC, D, E, G-Viren, EHEC, MRSA), wurde dieUmprofilierung des Robert-Koch-Institutes alsschlagkräftige Waffe gegen Infektionskrankheitenanalog der Centers of Disease Controlin den USA in Angriff genommen. Sogar dasveraltete „BSeuchG“ wird als Infektionsschutzgesetzüberarbeitet, es soll noch vorder Jahrtausendwende in Kraft treten! Denn:wie sollte man eine Infektionskrankheitbekämpfen oder sogar präventiv wirksamwerden, wenn man gar nicht weiß, welcheBedeutung dieser im Land beizumessen ist?Natürlich ist Epidemiologie mit Arbeit verbunden,auch mit zusätzlicher Arbeit fürPraktiker und Kliniker. Sollte es uns die Sacheaber nicht wert sein, der seit November1996 erweiterten Meldepflicht im LandBrandenburg nachzukommen, um Krankheitennicht nur zu behandeln, sondern auch zuverhindern?Und an diesem Punkt sind wir bei der HepatitisC. Das BSeuchG subsummiert die Hepati-CE 1E 2RNALL - lipid bilayerE 1 - Envelope protein, non glycosylated?E 2 - Envelope protein, glycosylated, adsorption?C - Core protein, RNA related, symmetry?RNA - pulsstranded single RNANS 1 - non structural protein, membrane binding?NS 2 - non structural protein, function?NS 3 - non structural protein, protease, helicase?NS 4 - non structural protein, membrane binding?NS 5 - non structural protein,RNA-dep. RNA polymerase?Abbildung 1:Schematische Darstellung der Morphologiedes Hepatitis C-Virus, die NS-Proteine(Nichtstrukturproteine) sind für die Regulationder Virusreplikation notwendige Enzyme- Grafik Talaska/94Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang301


Fortbildungtis C unter die meldepflichtigen „sonstigenHepatitiden“, und zwar als Meldepflicht beiakuter Hepatitis. Nur: bis zu ca. 80 % derHCV-Infektionen verlaufen primär chronisch.Damit hat sich im überwiegenden Teil der Fälledie Meldepflicht erledigt, da das BSeuchGauf Inzidenzen, also Zugangsraten reflektiert,nicht jedoch auf Prävalenz. Und was die übrigen,tatsächlich als akute Hepatitis verlaufendenFälle betrifft: wer diagnostiziert diese??Der ErregerDas HCV ist ein Virus, welches zur Gruppeder Flaviviren gehört. Es hat ein einsträngigesRNA-Genom, segmentiert in Core, Envelopeund fünf Nichtstrukturprotein-codierende Sequenzen,wie übrigens auch das Hepatitis G-Virus. Da das Virus eine Hülle besitzt, ist esrelativ wenig stabil. Die Übertragung erfolgtnach dem heutigen Stand des Wissens parenteral(Blut, Blutprodukte) und sexuell. DieÜbertragung soll (bis auf therapiebedingteparenterale Applikation) wenig effektiv sein,die Infektionsdosis muß deutlich höher seinals zum Beispiel beim Hepatitis-B-Virus. Dajedoch in bis 40 % aller HCV-Infektionen keinepotentielle Infektionsquelle gefunden werdenkonnte, spielen möglicherweise auch andereÜbertragungswege eine Rolle.DiagnostikDie Diagnostik der HCV-Infektion stützt sich inerster Linie auf den Antikörpernachweis. AlsAntigene dienen recombinante Proteine, diein Escherichia coli oder Hefen exprimiert werden.Zum Ausschluß falsch positiver Ergebnisseist es erforderlich, ähnlich wie bei HIV,Bestätigungstests einzusetzen. Hierbei werdenin Blot-Verfahren die Antikörperpopulationengegen die verschiedenen HCV-Proteinegetrennt nachgewiesen, aber auch die gegendie Fusionsproteine gerichteten Antikörper.Damit kann man zuverlässig falsch positiveErgebnisse eliminieren. Nachteilig bleibtdie erst spät nachweisbare Immunantwort. Einenserologischen Parameter wie zum Beispieldas anti-HBc-IgM als sicheren Frühmarkereiner Hepatitis B gibt es bisher nicht. Einanti-HCV-IgM-Test steht zwar zur Verfügung,jedoch ist dessen Wert umstritten. Mit demWestern blot oder Dot blot erhält man eine relativsichere Aussage in Bezug auf eine Virämieund damit Infektiosität des Blutes: Findetman Antikörper gegen alle auf dem Blot vorhandenenHCV-Proteine, ist mit hoher Wahrscheinlichkeitmit einer Virämie zu rechnen.Die PCR zum Nachweis der im Blut zirkulierendenVirus-RNA ist die Methode der Wahlbei frühen und akuten Infektionen. Ebensowird sie eingesetzt für die Stellung einer Therapieindikationund für die Therapiekontrolle.In diesem Fall ist es sinnvoll, die Virusmengezu quantifizieren, da ein Therapieerfolg ander Reduktion der Viruslast gemessen werdenkann.KlinikDie Inkubationszeit der HCV-Infektion beträgtmehrere Wochen bis Monate, im Mittel etwa40 Tage. Es kann danach eine akute Hepatitisauftreten, bei der es sich jedoch in etwa 70 %der Fälle um anikterische Formen handelt.Die klinischen Symptome sind dadurch relativuncharakteristisch und durch Übelkeit,Schwäche, unspezifische Oberbauchbeschwerden,Temperaturerhöhung gekennzeichnet.Die Transaminasenerhöhungenkönnen sehr unterschiedlich und auch bei einund demselben Patienten stark schwankendsein. Leider tritt eine faßbare akute Erkrankungbei der überwiegenden Zahl der Infiziertennicht auf, sondern die Erkrankungnimmt einen primär chronischen Verlauf. Eswird heutzutage angenommen, daß bis zu80% der HCV-Infektionen in eine chronischeVerlaufsform übergehen; die Chronifizierungsrateliegt damit deutlich über der derHepatitis B (5 bis 10 %).Ist es schon schwer, eine akute Hepatitis C zuerkennen, so ist dies bei der chronischen HepatitisC noch schwieriger. Die Patienten klagenüber Müdigkeit, Leistungsschwäche, verminderteLebensqualität, Oberbauchbeschwerden,gelegentliche Temperaturerhöhung.Die chronische Hepatitis C ist die einzigeForm, bei der nicht zwingend Transaminasenerhöhungenauftreten müssen, und trotzdemlassen sich histologisch deutliche bisschwere entzündliche Veränderungen nachweisen.Das erklärt auch, warum die Diagnoseder chronischen Hepatitis C so selten gestelltwird. Immerhin wird geschätzt, daß inDeutschland bis zu 0,4 % der Bevölkerung aneiner chronischen HCV-Infektion leiden, abernur ein Bruchteil ist bekannt. Bei dem Ursachenspektrumvon Lebererkrankungen wirdsicher auch ein großer Anteil als alkoholtoxischfehlinterpretiert (wobei auch beide Faktoreneine Rolle spielen können). Der Verlaufder chronischen Hepatitis C ist in den meistenFällen zunächst relativ blande, jedoch zeigennach durchschnittlich etwa 20 Jahren die meistenPatienten Zeichen einer chronisch-aktivenHepatitis; nach einer Untersuchung hatten51 % der Patienten zu diesem Zeitpunktbereits eine Leberzirrhose, und bei 5,3 % wareine hepatozelluläres Karzinom (HCC) nachweisbar.Nach internationalen Studien wirdangenommen, daß letztlich 20 bis 30 % allerPatienten mit chronischer Hepatitis C ein hepatozelluläresKarzinom entwickeln können.Damit zählt das HCV zu den Infektionserregernmit gesicherter onkogener Wirkung.Sehr selten können auch extrahepatischeManfestationen der HCV-Infektion auftreten;bekannt sind zum Beispiel Vaskulitiden mitKryoglobulinämie und chronische Glomerulonephritis.Diese Komplikationen werden insüdlichen Ländern wesentlich häufiger beobachtetund sind deshalb besonders bei Einwanderernnach Deutschland zu bedenken.TherapieDie therapeutischen Möglichkeiten sind leiderbeschränkt. Nach den Erfolgen, die durchden Einsatz von Interferon-alfa bei der chronischenHepatitis B erzielt wurden, lag es nahe,diese Substanz auch bei der chronischenHepatitis C einzusetzen. Nunmehr ist Interferon-alfadas einzige in Deutschland für dieBehandlung der chronischen Virushepatitis Czugelassene Medikament. Dennoch sind dieHeilungschancen eher gering. Zwar zeigenetwa 50 % der Behandelten eine Normalisierungvorher erhöhter Transaminasen unterder Behandlung, eine Viruselemination istaber nur bei etwa 20 bis 25 % möglich. Beiden anderen kommt es nach Ende der Behandlungwieder zum Anstieg der Transaminasen.Dabei ist die Kenntnis von Bedeutung,daß die verschiedenen Genotypen des Virusunterschiedlich gut auf die Behandlung ansprechen.Der in Deutschland häufigere Genotyp1b zeigt dabei die schlechteste Ansprechrate,während die Genotypen 2 und 3leichter durch die Behandlung zu beeinflussensind. Durch die Langzeitprognose der Erkrankung,auch wenn das Karzinom-Risiko nur30% der Patienten betrifft, wäre es jedoch beiFehlen besserer Behandlungsmöglichkeiten –abgesehen von möglichen rechtlichen Konsequenzen– unethisch, einem Infizierten dieseBehandlung nicht anzubieten, solange keineKontraindikationen bestehen. Die Erfahrungzeigt, daß das so früh wie möglich im Erkrankungsverlaufgeschehen soll, da mit der Dauerder Erkrankung die Chance der Viruseliminationweiter abnimmt. Andererseits konntegezeigt werden, daß auch bei Patienten mitschon bestehender Leberzirrhose zwar keineViruselimination erzielt, aber das Risiko, einHCC zu entwickeln, gesenkt werden konnte.In der Praxis wird man folgendermaßen vorgehen:Nach Sicherung der Diagnose einerchronischen Hepatitis C (Anti-HCV positiv,HCV-RNA-PCR positiv, Vorliegen der Leberhistologie– bei normalen oder niedrigen Transaminasenzwingend, falls keine Kontraindi-302 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


Fortbildungkation zur Punktion, Dauer der Erkrankungmindestens 6 Monate) sind andere möglicheUrsachen, insbesondere autoimmune Erkrankungenauszuschließen. Kontraindikationenfür eine Behandlung stellen unter anderemdar: Autoimmunerkrankungen, LeberzirrhoseChild B und C, Erkrankungen des ZNS(Krampfleiden, Depressionen), chronischesNierenversagen, Zustand nach Organtransplantation,Leuko- und/oder Thrombopenie,mangelnde Compliance (chronischer Alkoholkonsum,Drogenabhängigkeit). Die Behandlungerfolgt mit Dosen von dreimalwöchentlich 5 bis 6 Mio. IU Interferon-alfa alssubkutane Injektion. Der Patient soll erlernen,diese selbst durchzuführen. An Nebenwirkungenkönnen auftreten: zu Beginn der Behandlungausgeprägtere grippeartige Symptome,Muskel- und Gelenkbeschwerden, Neutropeniemit Infektanfälligkeit, Leuko- und Thrombopenie,später depressive Verstimmungen,vermehrter Haarausfall und andere. Relativhäufig kann es zum Auftreten von Autoimmunphänomenenkommen, dabei erlangt dieautoimmune Thyreoiditis mit und ohne Funktionsstörungbesondere Bedeutung. Mit der Behandlungkann durch einen damit erfahrenenArzt prinzipiell ambulant begonnen werden,bei Problempatienten sollte die Therapieeinleitungallerdings stationär erfolgen. Kontrolluntersuchungensind in zwei- bis vierwöchigenAbständen erforderlich. Sind nach dreiMonaten keine Normalisierung der Transaminasenund keine Negativierung der HCV-RNA eingetreten, so soll die Behandlung abgebrochenwerden (Konsensus der Expertender Deutschen Gesellschaft für VerdauungsundStoffwechselkrankheiten). Diese Nonrespondersollten nach den gegenwärtigen Erkenntnisseneiner Kombinationstherapie ausInterferon-alfa plus Ribavirin zugeführt werden,was allerdings nur innerhalb von kontrolliertenStudien an entsprechenden Zentrenmöglich ist (Ribavirin ist in Deutschland fürdie orale Applikation und diese Indikationnoch nicht zugelassen). Responder, also Patientenmit negativer HCV-RNA-PCR nach dreiMonaten, werden bis zu insgesamt 12 (-18?)Mnaten mit Interferon-alfa, eventuell in herabgesetzterDosis von dreimal wöchentlich 3Mio IU, weiterbehandelt. Unklar ist, wie mitPatienten zu verfahren ist, die zwar mit Normalisierungder Transaminasen, jedoch persistierenderHCV-RNA reagieren und nicht inweitere Therapiestudien eingebracht werdenkönnen. Nach Langzeituntersuchungen sollenauch sie von einer 12 bis 18monatigen Interferon-Therapie(histologisch) profitieren.Eine weitere regelmäßige Nachkontrolle (Laborwerteinkl. HCV-RNA, Sonographie undHistologie) ist erforderlich, um die Heilungoder den weiteren Krankheitsverlauf zu verfolgen.Problempatienten (ExtrahepatischeManifestationen, Leberzirrhosen, Dialysepatienten)sollten in jedem Fall nur an entsprechendenZentren behandelt werden.Neu ist die Empfehlung, Patienten mit einerakuten Hepatitis C (Probleme der Diagnosestellungsiehe oben) über drei Monate mit Interferonzu behandeln.Es handelt sich bei der Interferon-Therapiezwar um eine sehr kostenintensive Behandlung,dennoch konnte durch Kosten-Nutzen-Rechnung ihr eindeutiger Vorteil belegt werden.Anschriften der Verfasser:Dr. med. T. TalaskaÄrztliches LaborKleistpark 115230 Frankfurt/OderDr. sc. med. R. MarkusLeipziger Straße 1815232 Frankfurt/OderBrandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang303


FortbildungLyme Borreliose- Empfehlungen für BrandenburgAm 15. April 1997 fand eine Tagung des BerufsverbandesMedizinische Mikrobiologieund Infektionsepidemiologie e. V. des LandesBrandenburg statt, auf dem ein Konsens überEmpfehlungen zur Diagnostik der Lyme-Borrelioseim Land Brandenburg erreicht werdenkonnte. Ziel war es, einen ersten Schritt inRichtung einer Standardisierung der Serologiezu gehen, damit die Ergebnisse zwischen denverschiedenen Laboratorien vergleichbar werden.Dieses ist für eine kontinuierliche ambulanteund stationäre Betreuung der Patientenund eventuelle therapeutische Konsequenzendringend erforderlich. Es wurde deutlich gemacht,daß die Lyme-Borreliose nach wie voreine klinische Diagnose ist, die durch serologischeBefunde nur unterstützt werden kann. DieAussage der Serologie muß sich weitestgehendauf den Nachweis einer Infektion mitBorrelien beschränken, eventuell mit Hinweisenauf einen möglichen Zeitraum der stattgefundenenInfektionen. Ein positiver Antikörperbefund,gleich welcher Konstellation, impliziertnicht notwendigerweise eine Erkrankungdurch Borrelien. Aus diesem Grund istdie enge Zusammenarbeit zwischen behandelndemArzt und dem Laborarzt/Arzt für Mikrobiologieunbedingt erforderlich.Vollantigen-Western blots anzuwenden (SecondNational Conference on Serologic Diagnosisof Lyme Disease, 1994, Dearborn, Michigan).Hinweise zur Befundbewertungbeim Einsatz von rekombinanten Westernblots sind über den Berufsverband MedizinischeMikrobiologie und Infektionsepidemiologiee. V. des Landes Brandenburg zu erhalten.4. Ein typisches Erythema migrans ist eine klinischeDiagnose, die nicht zwingend Anlaßfür eine Serodiagnostik sein sollte.5. Weiterführende Diagnostik ist nur in Rücksprachemit dem behandelnden Arzt einzuleiten.Bei klinischem Verdacht auf spät disseminierteBorreliose oder beim Post-Lyme-Syndromund wenn die empfohlene serologischeBasisdiagnostik keine Klärung bringt, sollteman im Interesse des Patienten, der unter einemimmensen Leidensdruck und einerschweren Beeinträchtigung seiner Lebensqualitätstehen kann, mit dem maximalendiagnostischen Spektrum herangehen, umweitestgehend eine therapiebedürftige Erkrankungvon einer Lyme-Phobie abzugrenzen.6. Eine Lues-Serologie (TPHA) zum Ausschlußnicht Borrelia burgdorferi-spezifischer Reaktionensollte nur in den Fällen durchgeführtwerden, die mit dem empfohlenen Testschemanicht geklärt werden können.7. Kein Borrelien-Befund darf ohne Interpretationdurch den Laborarzt/Arzt für Mikrobiologiefreigegeben werden.8. Eine sinnvolle Befundinterpretation ist nurin enger Zusammenarbeit mit dem behandelndenArzt möglich. Ohne Angaben zurklinischen Symptomatik ist eine Wertung desBefundes im Sinne der Erkrankung Lyme-Borreliosenicht möglich.9. Laborbefunde müssen in Perspektive zwischenden Laboratorien vergleichbar werdenoder es sollten die sich aus den Befundkonstellationenergebenden Interpretationen zugleichen Schlußfolgerungen bezüglich des Infektionsstatusführen. Der Aufbau eines Serumpanelsvon klinisch definierten Lyme-Borreliosenist dafür dringend erforderlich.Tabelle 1Stark vereinfachtes Interpretationsschema für serologische Befunde bei klinischem VerdachLyme-BorrelioseEmpfehlungen:1. Jeder klinische Fall einer Lyme-Borreliose,auch eine Erythema migrans, ist eine antibiotischzu behandelnde Erkrankung.2. Die serologische Diagnostik der Lyme Borreliosein Mitteleuropa sollte sich (abweichendvon den Empfehlungen des CDC/USA) aufGrund der Heterogenität der Erreger und einer(noch) unzureichenden Sensitivität undSpezifität der Tests zur Zeit primär auf eineKombination von IgG- und IgM Enzymimmunassayoder Fluoreszenzantikörpertest sowieIgG- und IgM-Western blot stützen.3. Validierte Bewertungskriterien für den Westernblot sind zur Zeit für Europa nicht verfügbar.Vorläufig wird empfohlen, die CDC-Empfehlungenals Richtlinie für die Bewertung derEIA EIA Western blot Western blot Bewertung bzw. VerdachtsdiagnoseIgM IgG IgM IgG- - - -+ - - -- - + -+ - + -+ + + +- + + +- + - +- - - +serologisch kein Hinweis aufBorrelien-InfektionVD frühe Borrelien-InfektionVD Borrelien-Infektion, auch„Serumnarbe“ möglich304 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


KVBB informiertLandesausschuß derÄrzte und Krankenkassenfür den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung BrandenburgÜbersicht der für weitere Zulassungen gesperrten Planungsbereiche / Fachgebiete (x). Die Übersichtenthält die Entscheidungen des Landesausschusses einschließlich der Beschluß-Nr. 38/97Kreise/Kreisfreie Städte AM AU CH FR HNO DE IN KI NE OR RA URPotsdam/Stadt x x x x x x x x x x x xBrandenburg/Stadt x x x x x x x x x x x xHavelland x x x x x x x x xOberhavel x x x x x x x x x x xOstprignitz-Ruppin x x x x x x x x x xPotsdam-Mittelmark x x x x x x x x xPrignitz x x x x x x x xTeltow-Fläming x x x x x x x xCottbus/Stadt x x x xDahme-Spreewald x x x x x x x x x x xElbe-Elster x x x x x xOberspreew.-Lausitz x x x x x x x xSpree-Neiße x x x x x x xFrankfurt/Stadt x x x x x x x x x x x xBarnim x x x x x x x x x x x xMärkisch-Oderland x x x x x x x x x x x xOder-Spree x x x x x x x x x x xUckermark x x x x x x x x x xEs wird ausdrücklich daraufhingewiesen, daß gemäß derBedarfplanungs-Richtlinien-Ärzte eine Überversorgungdann angezeigt ist, wenndurch einen Vergleich zwischender für den Planungsbereichmaßgeblichen allgemeinenVerhältniszahl für dieArztgruppe und der für denPlanungsbereich ermitteltenörtlichen Verhältniszahl eineÜberschreitung von 10 v. H.festgestellt wird.Insofern ist nicht grundsätzlichdavon auszugehen, daß fürdie in der Übersicht noch nichtgesperrten Planungsbereiche/Fachgruppeneine Unterversorgungangezeigt ist. Wirempfehlen daher dringend jedemniederlassungswilligenArzt, sich vor der Antragstellungin der Landesstelle derKV-Brandenburg, AbteilungSicherstellung, über die jeweiligeVersorgungssituation zuinformieren.NachzubesetzendeVertragsarztsitzeNach Anordnung von Zulassungssperren durchden Landesausschuß der Ärzte und Krankenkassenschreibt die Kassenärztliche VereinigungBrandenburg gemäß §103 Abs. 4 SGB V auf Antragfolgende Vertragsarztsitze aus:Facharzt für Allgemeinmedizin/Praktischer ArztPlanungsbereich: Dahme-Spreewald /Altkreis LübbenZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 27 / 97Facharzt für Allgemeinmedizin/Praktischer ArztPlanungsbereich:Dahme-Spreewald/Altkreis LübbenZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 28 / 97Facharzt für Allgemeinmedizin/Praktischer ArztPlanungsbereich:Oberhavel/Altkreis OranienburgZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 29 / 97Facharzt für Frauenheilkunde und GeburtshilfePlanungsbereich: Potsdam StadtZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 30 /97Facharzt für Innere MedizinPlanungsbereich: Potdam-Mittelmark/Altkreis Brandenburg/LandZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 31 / 97Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagenerhalten Sie bei der Kassenärztlichen VereinigungBrandenburg, AnsprechpartnerinFrau Peise, Tel.-Nr. 0331/2868-133.Die schriftliche Bewerbung muß die genaue Anschrift,Facharztanerkennung, Angaben zumfrühestmöglichen Praxisübernahmezeitpunkt unddie Tel.-Nr. enthalten.Die Unterlagen sind unter dem Stichwort „Ausschreibung“bis zum 31.07.1997 bei der KVBrandenburg, Gregor-Mendel-Str. 10-11,14469 Potsdam, einzureichen.Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam,daß die in der Warteliste eingetragenen Ärztenicht automatisch als Bewerber um die ausgeschriebeneVertragarztpraxisgelten.Eine schriftliche Bewerbung für den ausgeschriebenenVertragsarztsitz ist zwingend erforderlich.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang305


LeserbriefLESER MeinungWarnung vor Versandhandel mitverschreibungspflichtigen Arzneimitteln(BÄB 5/97, S. 209)Dazu erreichte uns der folgende Leserbriefvon Herrn Dr. Heiner Loos, Ahrensfelde, zudem wir Sie um Ihre Meinung bitten:Sehr geehrte Damen und Herren,es ist eine Unsitte, daß Mitteilungen im Ärzteblattnicht wenigstens mit einem Kürzel desAutors versehen werden und somit der Eindruckeiner offiziellen Mitteilung suggeriertwird, da wird hemmungslos in solchen Artikelnzur Denunziation von Firmen aufgerufen,die sich im gesetzlichen Rahmen bewegen.Derartige Machwerke sind als Rückfall inFaschismus und Sozialismus zu werten undsind nicht mit der freien Marktwirtschaft zuvereinbaren! Worum geht es speziell?Im BÄB 5/97 wird eine Warnung vor demVersandhandel mit verschreibungspflichtigenArzneimitteln abgedruckt. Daß die meistenÄrzte betriebswirtschaftliche Blindgängersind, beweist die EBM-Katastrophe, in die siesich selbst manövriert haben, daß sie sich nunauch noch vor den Karren der Apotheker-Lobby spannen lassen, ist gänzlich unverständlich,aber wohl auf den fehlenden betriebswirtschaftlichenDurchblick zurückzuführen.Offensichtlich haben die Gegner einesVersandhandels die tieferen Hintergründenicht erfaßt. Einerseits Regreßforderungen,andererseits sichern sie mit ihrer Anti-Versandhandel-Kampagneden Apothekern satteGewinne. So erhalten die Apotheken für dasAufziehen der Schublade 40 % Gewinnspanne,Beratung bei Rezeptverordnung ist selten,meist erfolgt dann ein Rückruf beim ausstellendenArzt. So kann jedem Privatversichertenmit Selbstbeteiligung nur dringend derVersand empfohlen werden, im Zusammenhangmit ausufernden Zuzahlungen im Kassenbereichist der Versand auch für Kassenpatientenmit chronischer Medikation interessant.Ich frage den Verfasser des o. g. Artikels,ob er seinen Sekt für zu Hause bei Kempinskioder im KDW kauft oder besser denHändler um die Ecke aufsucht. Der KammerpräsidentVilmar ist offensichtlich schon soder Realität entrückt, daß er nicht merkt, daßdie Apotheker-Lobby wegen drohender Gewinneinbrücheunter dem Deckmantel desVerbraucherschutzes die Versandhandel-Firmenattackiert und setzt sich an die Spitze desunsinnigen Einschlagens auf den Versandhandel.Folgerichtig hat ein Staatssekretär des Gesundheitsministeriumskeinen Handlungsbedarfgesehen und wohl auch erkannt, daß erkeine Handlungsmöglichkeit hat. Oder wollenSie wieder eine Stasi-ähnliche Organisation,die jedes Medikamenten-verdächtige odergar alle Pakete an der Grenze öffnet?Aus gesetzlichen Gründen sind die Firmen imAusland ansässig und selbst bei einer Meldungan die ÄK nicht rechtlich angreifbar,schon deswegen ist der Aufruf unsinnig, undich werde höchstens Ihren Artikel an den Versandhandelweiterleiten.In meiner Praxis ist beiliegende Informationsschriftausgelegt (eine Patienteninformationzum Bezug von Medikamenten über das Internet,Anm. d. Red.), ich werde vom Versandhandelkein Geld nehmen, ihn aberempfehlen.Und der Verbraucherschutz? In den USA, woviele Medikamente frei erhältlich sind, woZantic (Ranitidin) am Wühltisch im Supermarktan der Kasse angeboten wird, ist dieLebenserwartung höher als in Deutschland,aber mangelndes Vertrauen in die eigenenBürger hat Deutschland schon immer geprägt(Gestapo, Stasi).Ich fordere statt Verteufelung lieber eine breiteAufklärung der Bevölkerung.Der kritische Leserbrief veranlaßt uns, unsereWarnung vor dem Versandhandel mitverschreibungspflichtigen Medikamenten zupräzisieren.Der Fernhandel mit verschreibungspflichtigenMedikamenten ist unabhängig von der EU-Fernabsatzrichtlinie unter verschiedenen binnenrechtlichenGesichtspunkten nicht vertretbar.Dieses Vertriebssystem entspricht nichtden Vorgaben des Arzneimittelgesetzes, dasdie Abgabe von verschreibungspflichtigenMedikamenten durch Apotheken vorsieht. Daim Internet Anwendungsgebiete und Nebenwirkungenvon Medikamenten zum Teil nurschlagwortartig genannt sind und bei Arzneimittelangebotenausländischer Arzneimittelvertreiberoft die Herkunft des Präparates nurschwer auszumachen ist, würde dieses Vertriebssystemnicht dem Verbraucherschutz gerechtwerden. Schließlich hat die Angelegenheitauch einen berufsrechtlichen Bezug (Verbotder Zuweisung gegen Entgelt).Aus vorgenannten Gründen halten wir unsereEmpfehlung an die brandenburgischen Ärzteaufrecht, auf den Arzneimittelvertrieb imFernabsatz nicht einzugehen.306 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


1.1 Wichtige InfektionsgeschehenInsgesamt wurden 2 Salmonellen-Häufungenmit 13 Erkrankten gemeldet.Nach einer Familienfeier in einem Café inOberspreewald-Lausitz erkrankten von 25Personen 6 mit Erbrechen, Durchfall, Fieberund Schüttelfrost. Bei 4 Erkrankten wurde imStuhl S. Enteritidis nachgewiesen. Weiterhinwurde ein Ausscheider ermittelt. Von den angeschuldigtenLebensmitteln (gefüllte Eier)standen keine Lebensmittelreste mehr zur Verfügung.Die Überprüfung der Küche ergabkeine Beanstandung.In einer Familie in Oder-Spree erkrankten 7Personen einen Tag nach Verzehr von selbsthergestelltemGriesbrei mit Roheizusatz. 1Person mußte hospitalisiert. Bei 5 Erkranktenwurde im Stuhl S. Enteritidis nachgewiesen.Ätiologisch ungeklärte Häufungen mit insgesamt75 Erkrankungen meldeten Spree-Neiße(2) und Prignitz(1). Betroffen warenzwei Kita’s (10 E, 7 E) und ein Pflegeheim(58 E).Mitteilungen des Landesgesundheitsamtes1. Infektionskrankheiten in Brandenburg - Mai 1997 - (Auszug)1.2. Wichtige EinzelerkrankungenMeningitis epidemica-Erkrankungen meldetenUckermark(1) und Spree-Neiße(1).Ein 19jähriger junger Mann erkrankte MitteApril mit einem fieberhaften Infekt und einemrötelnähnlichen Exanthem. Nach kurzzeitigerBesserung erkrankte er Ende April erneut mitFieber, Schwindelgefühl, Erbrechen, Gliederschmerzenund angedeutetem Meningismus.Am 02.05. erfolgte die Hospitalisierung. ImLiquor wurde Neisseria meningitidis der SerogruppeB nachgewiesen. Zusätzlich wurdeserologisch eine Rötelninfektion bestätigt.Eine 57jährige Frau erkrankte Mitte Mai mitFieber, Übelkeit, Erbrechen, Mattigkeit undTeilnahmslosigkeit. 2 Tage später erfolgte dieHospitalisierung. Im Liquor wurden Meningokokkennachgewiesen.In Absprache mit dem Gesundheitsämtern erfolgteeine Rifampicin-Prophylaxe bei 34Personen in der unmittelbaren Umgebungder Erkrankten.Je eine sonstige bakterielle Meningitis meldetenMärkisch-Oderland (11jähriger Junge,Nachweis von B-Streptokokken im Liquor),Teltow-Fläming (6jähriger Junge, Nachweisvon Streptococcus viridans im Liquor) undOberhavel (13jähriges Mädchen, Nachweisvon Staphylococcus aureus im Liquor).Insgesamt 3 Masern-Erkrankungen meldetenFrankfurt/Oder (1jähriger ungeimpfter Junge,erkrankt mit Exanthem, keine Serologieveranlaßt), Oberspreewald-Lausitz (6jährigesungeimpftes Mädchen, erkrankt mit Fieber,Appetitlosigkeit, starkem Reizhusten undExanthem, serologische Bestätigung), Teltow-Fläming (37jähriger ungeimpfter Mann, erkranktmit Exanthem und Reizhusten, serologischeBestätigung).Dies unterstreicht die Bedeutung der Masern-Mumps-Rötelnschutzimpfung für die Prophylaxeimpfpräventabler Erkrankungen.Eine Paratyphus B-Erkrankung einer 80jährigenFrau meldete Oberspreewald-Lausitz.Die Patientin war Anfang Mai mit persistierendemDurchfall hospitalisiert worden. DerNachweis von S. paratyphi B erfolgte imStuhl. Anamnestisch konnte kein Hinweis aufeine Infektionsquelle gegeben werden.Eine serologisch bestätigte Legionellose (L.pneumophila) einer 22jährigen Frau meldetePotsdam-Stadt. Sie war Ende Februar mitBronchitis erkrankt und ambulant behandeltworden. Als mögliche Infektionsquelle wurdendie Wasserversorgung im Wohnheimund eine häufig besuchte Sauna benannt, jedochwurden in den gezogenen Wasserprobenkeine Legionellen nachgewiesen.Uckermark meldete eine serologisch bestätigteBrucellose-Erkrankung. Eine 37jährigeAktuellInfektionskrankheit Fälle Inzidenz Kumulativwert(Fälle pro (30.12.96-1.6.97)100000Einwohner)Enteritis infectiosa 671 26,40 4059- darunter Salmonellosen 331 13,03 1190Meningitis epidemica 2 0,08 25Meningitis, andere bakterielle 3 0,12 14Borreliose 14 0,55 114Hepatitis A 7 0,28 26Hepatitis B 1 0,04 27Hepatitis C 2 0,08 5Influenza A 6 0,24 105Influenza B 6 0,24 54Scharlach 93 3,66 884Mumps 6 0,24 48Pertussis 7 0,28 108Röteln 19 0,75 117Masern 3 0,12 10Tierärztin erkrankte Anfang Mai mit allgemeinemUnwohlsein und Fieber um 39°C. ImFebruar und März 97 hatte sie beruflich Kontaktzu erkrankten Rindern.In diesem Zusammenhang wird auf das Merkblatt„Brucellosen - Erkennung und Behandlung“hingewiesen, das vom Robert Koch-Institutherausgegeben wurde. Es kann beimDeutschen Ärzteverlag GmbH, Dieselstraße2, 50859 Köln bezogen werden.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang307


AktuellTumormeldebögen in neuer VersionMitteilung der LAGO Brandenburg e. V.Mangerstraße 4214467 PotsdamTelefon: (0331) 2707172/3Fax: (0331) 2707171Seit März 1997 gibt es einen gemeinsamenTumormeldebogen für die Meldung an dieKlinischen Krebsregister/Nachsorgeleitstellenund für die epidemiologische Meldung andas Gemeinsame Krebsregister der LänderBerlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern,Sachsen-Anhalt und der FreistaatenSachsen und Thüringen (GKR) mit Sitz in Berlin.Den Meldebögen für „Diagnose“, Behandlung“und „Abschluß“, deren 4. Blatt zur Meldungan das GKR dient, ist ein Vorblatt beigefügt,das auf die unterschiedliche Rechtslagefür die Meldungen, Einwilligungslösung oderMelderechtslösung, hinweist.Nach Absprache mit mit dem dem GKR GKR und und den denNachsorgeleitstellen derTumorzentren/On-Tumorzentren/OnkologischenSchwerpunkte und ArbeitskreiseSchwerpunkte im Land Brandenburg und Arbeitskreise soll der im Weg LandzurMeldung Brandenburg von soll Tumorpatienten der Weg zur Meldung über dieNachsorgeleitstellen von Tumorpatienten über bevorzugt die Nachsorgeleitstellenbevorzugtwerden.werden.Die wichtigsten Änderungen:Diagnose eines Primärtumors (roter Bogen)1. Der rote Bogen sollte ausschließlich fürdie Meldung der Diagnose eines Primärtumorsverwendet werden. Bei Diagnoseeines sekundären Tumorgeschehens findetder neue, braune Bogen Verwendung.2. Anamnestische Daten des Patienten wurdenauf Wunsch des GKR etwas verändert(es entfallen Raucherstatus und Krebsbei Blutsverwandten).3. Bei der Tumordiagnose ist die Lokalisationnach dem TumorlokalisationsschlüsselICD-0/2 (G. Wagner, Springer-Verlag1993, 5. Auflage) zu verschlüsseln.4. Die Einwilligung zur Tumormeldung andie Klinischen Krebsregister/Nachsorgeleitstellenist weiterhin über die Einverständniserklärungeinzuholen und aufdem Bogen unten rechts in dem Feld „Einwilligungzur Meldung an das Klinische-Krebsregister“ zu vermerken. An das GKRist die Meldung auch dann möglich, wenndie Einwilligung des Patienten aus bestimmtenGründen nicht eingeholt werdenkonnte (Melderechtslösung, s. Vorblatt).Dies ist unter „Meldung an das EpidemiologischeKrebsregister“ zu vermerken.Grundsätzlich gilt, daß eine einmal gegebeneEinverständniserklärung für allenachfolgenden Bögen gilt.Behandlung (gelber Bogen)Hier kann sowohl die Behandlung einesPrimärtumors, als auch eines sekundären Tumorgeschehens(Rezidiv/Metastase) unabhängigvon dem neuen braunen Bogen dokumentiertwerden.Nachsorge (grüner Bogen)Der Bogen ist im wesentlichen unverändertund sollte auch beim Ausscheiden des Patientenaus der Nachsorge verwendet werden(anstelle des Abschlußberichtes).Diagnose eines sekundärenTumorgeschehens (neuer, brauner Bogen)Dieser Bogen steht neu zur Verfügung undkann für die Dokumentation von Rezidiven/Metastasengenutzt werden, wobei derPrimärtumor oben rechts unter der Rubrik„frühere Tumorerkrankungen“ eingetragenwerden sollte.Interdisziplinäres onkologisches Konsilium(lila Bogen) und Abschluß (blauer Bogen)sind im wesentlichen unverändert.Die Meldebögen sind über die OSP/OAK desLandes Brandenburg kostenlos zu beziehen.Die bisher gültigen Meldebögen betrachtenSie bitte als „Auslaufmodelle“.Für Nachfragen stehen Ihnen die Koordinatorinnenund Koordinatoren der OSP und OAKim Land Brandenburg jederzeit gern zur Verfügung:Onkologischer Schwerpunkt Potsdam e. V.Klinikum Ernst von BergmannFrau Dr. A. Quehl - KoordinatorinCharlottenstraße 7214467 PotsdamTelefon: (0331) 2412791Fax: (0331) 2412793Onkologischer Schwerpunkt Frankfurt/Odere. V.Klinikum Frankfurt/OderHerrn H. Meyer - KoordinatorMüllroser Chaussee 715236 Frankfurt/OderTelefon: (0335) 5482046Fax: (0335) 5482119Brandenburgisches TumorzentrumOnkologischer Schwerpunkt Cottbus e. V.Carl-Thiem-KlinikumHerrn Dr. H. Kurbjuhn - KoordinatorThiemstraße 11103048 CottbusTelefon: (0355) 462046Fax: (0355) 462047Nordbrandenburgischer OnkologischerSchwerpunkt e. V.Klinikum Uckermark GmbHFrau Dipl.-Med. Bartels - KoordinatorinAuguststraße 2316303 SchwedtTelefon: (03332) 532472Fax: (03332) 532202Onkologischer ArbeitskreisBrandenburg/Nordwest e. V.Ruppiner Klinikum GmbHFrau Dr. S. Nürnberg - KoordinatorinFehrbelliner Straße 3816816 NeuruppinTelefon: (03391) 393201Fax: (03391) 393202308 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


AktuellÜberdosierung vonDie Publikation eines Artikels in einem bekanntendeutschen Nachrichtenmagazin unterdem Titel „Tödliche Gefahren“ über diemögliche „Vergiftung“ durch ParacetamolhaltigeAnalgetika besonders bei Kindernführte zu einer lebhaften Diskussion über diesenWirkstoff und seine Risiken in der Bevölkerung.Die Arzneimittelkommission weist die Ärzteschaftauf das Problem einer möglichen Überdosierung- insbesondere bei Kindern - hinund empfiehlt den Kolleginnen und Kollegen,bei der Verordnung Paracetamol-haltigerArzneimittel die Eltern vor einer Überdosierungzu warnen und sie dringend zu ermahnen,die Dosierungsvorschriften einzuhalten.Bei Kindern ist die Dosis strikt entsprechenddem Lebensalter, aber auch unter Beachtungdes Körpergewichtes, anzupassen.Die Hepatotoxizität von Paracetamol steht indirekter Abhängigkeit zur Plasmakonzentration.Die Anwendung überhöhter Dosen vonParacetamol kann zu Intoxikationserscheinungenmit einer Latenz von 24 bis 48 Stundenführen. Akutes Nierenversagen ist ebenfallsmöglich.Für den Menschen ist bekannt, daß zum Beispieldie orale Aufnahme von 6 g Paracetamolmit Plasmakonzentrationen von 200 -300 µg/ml nach 4 Stunden, 100 - 150 µg/mlnach 8 Stunden, 50 - 80 µg/ml nach 12 Stundenund 30 - 45 µg/ml nach 15 Stunden zuLeberzellschäden mit tödlichem Verlauf imComa hepaticum führen kann.ParacetamolKuren für Mutter und KindSymptome einer Paracetamol-Indoxikationkönnen in der ersten Phase (1. Tag) sein: Übelkeit,Erbrechen, Schwitzen, Somnolenz undallgemeines Krankheitsgefühl. Danach (2.Tag) kann es zu einer Besserung der subjektivenBeschwerden kommen. Es treten aberleichte Abdominalschmerzen, Lebervergrößerung,Transaminasen- und Bilirubinanstiegund verlängerte Thromboplastinzeit auf. Inder 3. Phase (3. Tag) kommt es dann zu hohenTransaminasenwerten, Ikterus, Gerinnungsstörungen,Hypoglykämie und Übergang insLeberkoma.Maßnahmen bei einer Paracetamol-IntoxikationBereits bei Verdacht auf eine Pracetamol-Indotikation ist- innerhalb der ersten sechs Stunden eineMagenspülung und- in den ersten acht Stunden die intravenöseGabe von N-Acetylcystein sinnvoll.Durch Dialyse kann die Plasmakonzentrationvon Paracetamol abgesenkt werden (Bestimmungender Plasmakonzentrationen). Ansonstensind je nach Ausmaß, Stadium und klinischerSymptomatik der Vergiftung die üblichenintensivmedizinischen Maßnahmen erforderlich.Die Dosierempfehlungen der Hersteller sindgenau zu beachten.Ministerin Dr. Regine Hildebrandt ist besorgt über die geringe Nutzung von Mutter-Kind-Kureinrichtungen im Land Brandenburg. Die Ursache sieht sie in der starken Verunsicherungder Mütter und auch der Ärzte.Die Zuzahlung für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren hat sich durch die bisher in Kraft getretenenNeuregelungen im Gesundheitswesen nicht erhöht.Die Befürwortung einer Kur durch den behandelnden Arzt geht nicht zu Lasten seines Heilmittelbudgets.Tuberkulose inDeutschland:Der rückläufige Trend mußsich fortsetzenDas Robert-Koch-Institut teilt mit, daß dieTuberkulose in Deutschland mit etwa 1 000Sterbefällen jährlich nach den Virushepatitidenvom Typ B und C sowie AIDS dievierthäufigste infektionsbedingte Todesursacheist. Bei über drei Millionen gemeldeterTuberkulose-Erkrankungen weltweit und1,7 Milliarden akut oder chronisch Infizierter,von denen allein 95 % in Entwicklungsländernleben, wird die Situation inDeutschland in erster Linie durch eine vermehrteZuwanderung von Menschen ausInfektionsgebieten und dem zunehmendeninternationalen Reiseverkehr bestimmt. DieAktivierung der Tuberkulose durchHIV/Stämme sowie nicht zuletzt auch dieGefahr, daß die Krankheit innerhalb sozialerRandgruppen, wie beispielsweise beiObdachlosen, weiter fußfaßt, können dieAusbreitung der Tuberkulose in Deutschlanddarüber hinaus ungünstig beeinflussen.Bisher ist in Deutschland eine erfolgreicheTherapie der Tuberkulose in aller Regelmöglich, obwohl es auch hier Mykobakteriengibt, die gegen eines oder mehrere Antibiotikaresistent sind. Das ist zum einendurch das Einschleppen dieser Stämme ausanderen Ländern bedingt, zum anderenaber auch auf abgebrochene oder nicht inausreichender Dosierung durchgeführteBehandlungen zurückzuführen. Die kontrollierteChemotherapie (DOT - directlyobserved treatment) - Einnahme der notwendigenMedikamente auch bei ambulanterBehandlung unter direkter Aufsichtdes betreuenden Personals - gewinnt deshalbauch in Deutschland an Bedeutung,vor allem bei bestimmten Risikogruppen.Obwohl die Tuberkulose in Deutschland imVerlauf der letzten Jahrzehnte bereits deutlichseltener geworden ist, muß es auch beieinem durch Reisen und Migration gestiegenenInfektionsrisiko möglich sein, dieMorbidität und Mortalität weiter zu senken,zumal es sich bei der Tuberkulose um einetherapierbare und weitgehend verhütbareKrankheit handelt.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang311


Neue BücherBUCHBESPRECHUNGENAusdauer im SportR. J. Shephard, P.-O. AstrandDeutscher Ärzte-Verlag Köln, 1993, 622Seiten, 225 Abb., 101 Tab. geb., DM198,-ISBN 3-7691-0274-6Eine Veröffentlichung des IOC in Zusammenarbeitmit der FIMS Deutsche Übersetzungund Bearbeitung G. Rost, R. RostIm Rahmen der Enzyklopädie der Sportmedizinliegt nunmehr in deutscher Übersetzungder „Ausdauer-Band“ vor.Im sportmedizinischen Lehr- und Forschungsbereichstellt die konditionelleFähigkeit „Ausdauer“ einen herausragendenSchwerpunkt in der Forschungs- undAusbildungs-/Betreuungsarbeit dar. DieLeistungsstruktur vieler Sportarten wird vonder „Ausdauer“ dominiert, der Freizeitsportbietet zahlreiche Integrationen von„Ausdaueraspekten“ in die für ihn typischenSportinhalte und das weite Feld gesundheitsrelevanterAspekte sport- und bewegungsbezogenerVerhaltensweisen fürein gesundes Leben in allen Lebensphasenkonzentriert sich seit ca. 30 Jahren auf dieAusdauer.Damit ist es folgerichtig, diese sportwissenschaftlicheFunktionskomponente mit einembesonderen Interesse des FachgebietesSportmedizin zu belegen.In den sieben Teilen des hervorragend ausgestattetenBandes- Definitionen- wissenschaftliche Grundlagen (biologischeund funktionelle Grundlagen derAusdauerleistungsfähigkeit, psychologischerFaktor, genetische Determinanten,physikalische und biomedizinischeGrenzen)- Meßmethoden der Ausdauerleistungsfähigkeit- Grundlagen des Ausdauertrainings- Ausdauersport in speziellen Lebensabschnitten- klinische Aspekte des Ausdauertrainings- spezielle Ausdauersportartenhaben die Herausgeber insgesamt 57 Teilarbeitenzusammengesetellt, die auf praktischalle relevanten Fragen des Ausdauersportseingehen. Eine Fülle sportmedizinischer,sportpädagogischer und psychologischerAspekte wird von ausgewiesenenSpezialisten der Sportwissenschaft dargestellt.Die Detailtiefe aller Arbeiten gewährleistetfür den Leser den praktikablen Einstiegin die Materie. Die den einzelnenBeiträgen angefügten Literaturnachweiseerschließen die relevante Fachliteratur undbieten zur weiteren Verfolgung von Teilaspektenausgezeichnete Hilfen. Dem Renzensentenwar die Durcharbeitung des hervorragendlesbaren Buches ein Vergnügen,fand er doch über den erwarteten Wissenskreishinausreichende sportmedizinischeFragen kompetent dargestellt und beantwortet,die er zunächst nicht in diesem„Ausdauerband“ des IOC gesucht hätte.Die Integration von Verbandstechniken undorthopädischen Einlagen zur Verletzungsprophylaxebei Läufern, biomechanischeAnalysen der Bewegungsabläufe in denSkidisziplinen unter Integration modernerBindungssysteme sowie Erfahrungen zurTrainingsgestaltung im höheren Lebensalterseien dafür beispielsweise genannt.Zusammenfassend kann dieser IOC-Band„Ausdauer“ allen sportwissenschaftlichenInteressenten empfohlen werden. Sportmedizininersollten ihn in der täglichen Arbeitimmer als Nachschlagewerk bereit haben.Dem Deutschen Ärzte-Verlag gebührt Anerkennungfür die gelungene Synopsis vonÜbersetzungsqualität und Ausstattung.B. Krocker,Groß GaglowCheckliste PädiatrieR. Kurz, R. RoosGeorg Thieme Verlag 1996, 678 Seiten,55 Abb., 56 Tab., DM 68,-ISBN 3-13-139101-4Die Herausgeber und Autoren weisen imVorwort darauf hin, daß es sich bei denChecklisten (es gibt sie auch für andere Bereiche)um aktuelle und übersichtliche Informationsquellenhandelt, die ein Lehrbuchjedoch nicht ersetzen können. DasBuch ist benutzerfreundlich in einem handlichenFormat hergestellt, so daß es gut indie Kitteltasche paßt. Die „Checkliste Pädiatrie“ist straff gegliedert. Mit farbigenMarkierungen erfolgt eine Unterteilung invier Abschnitte. Im ersten Teil (ca. 100 Seiten)werden die in der Pädiatrie üblichenUntersuchungsmethoden nach Organsystemengeordnet übersichtlich dargestellt. Ergänzendsind zahlreiche Abbildungen undTabellen eingefügt. Neben der Erhebungdes allgemeinen Status beim Kind wirdauch genau auf die Untersuchungen beimNeugeborenen eingegangen, nachfolgendauf die psychomotorische und geistige Entwicklungund die körperliche Entwicklungeinschließlich der Sexualentwicklung nachTanner. Methoden zur Blutentnahme (kapillär,venös) werden beschrieben, außerdemIndikation zur Anlage eines zentralenVenenkatheters und die technische Durchführung.Weitere Methoden wie Nabelvenenkatheterismus,Lumbalpunktion, Knochenmarkpunktion,Thoraxdrainage, Blasenkatheterund suprapubische Blasenpunktionwerden beschrieben.Der zweite Teil (ca. 30 Seiten) beschreibtdie häufigsten klinischen Leitsymptome wieFieber, Erbrechen, Ikterus, Kopfschmerzen,Gelenkschmerzen, Durchfall etc. Es werdenGrundlage, differentialdiagnostische Überlegungenund Vorkommen prägnant beschrieben.Im nachfolgenden dritten Teil (fast 400 Seitenumfassend) werden die einzelnenKrankheitsbilder nach Gruppen gegliedertbeschrieben. Die jeweiligen Grundlagen,Untersuchungen, Differentialdiagnose so-312 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


wie Therapie, Prognose und Prophylaxewerden dargestellt. Bis auf wenige Ausnahmenentsprechen die angegebenentherapeutischen Empfehlungen dem auchhierzulande üblichen Vorgehen. Es gibtaber auch wenige Abweichungen. So wirdzum Beispiel die Therapie bei einer Helicobacterpylori-Infektion von der DeutschenGesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungenanders empfohlenals hier angegeben. Bei der Therapie derAdenoiden wird die Auffassung vertreten,daß eine Adenoidektomie vor dem 5. Lebensjahrnur in Ausnahmefällen nötig ist.Wir sehen in Frankfurt in Zusammenarbeitmit unseren HNO-Kollegen die Indikationzur Adenoidektomie nicht so restriktiv.Im letzten und vierten Abschnitt werdenNotfälle und spezielle intensivmedizinischeMaßnahmen (70 Seiten) dargestellt. Reanimationsmaßnahmeneinschließlich der Besonderheitenbei Früh- und Neugeborenen,der Transport eines Früh- und Neugeborenen,Beatmung, Schock, Vergiftungen,Verbrühungen und Verbrennungen etc.werden beschrieben, so daß sich jeder Interessiertesehr schnell und gut informierenkann.Anschließend werden Normalwerte in Blut,Liquor und Urin und auch anthroprometrischeMaße angegeben. Hierbei ist hervorzuheben,daß nicht nur die in den altenBundesländern üblichen Einheiten, sondernauch die bei uns seit Jahren üblichen SI-Einheiten aufgeführt sind.Insgesamt ein handliches, sehr gelungenesBuch, das nicht nur bei Ausbildungsassistentenund Nichtpädiatern in der Kitteltaschestecken sollte. Es gibt auch dem Erfahreneneine schnelle und gute Orientierung.H. Rönitz, Frankfurt/OderBroschüre„Ärztliche Kooperationen“Für niederlassungswillige, aber auch fürbereits niedergelassene Ärztinnen undÄrzte bietet der NAV-Virchowbund, Verbandder niedergelassenen Ärzte Deutschlands,mit der Broschüre „Ärztliche Kooperationen“einen Überblick darüber, welchealternativen Kooperationsformen für sie inFrage kommen können und welche Prämissen,sicher auch Konzessionen, erforderlichwerden.Auf 80 Seiten werden Themen, wie Praxisgemeinschaft,Apparategemeinschaft, Laborgemeinschaft,Gemeinschaftspraxis,Praxisklinik, Partnerschaftsgesellschaft, Kooperationsgemeinschaftsowie Dauerassistent:Alternative zur ärztlichen Kooperationbehandelt. Weitere Themen sind: vernetztePraxen, Gründungsphase der ärztlichenKooperation, Zusammenarbeit in derKooperation und Auflösung der Kooperation.Mitglieder des NAV-Virchowbundes könnendiese Broschüre für DM 14,80 zuzüglichPorto und Versand, Nichtmitglieder fürDM 19,80 zuzüglich Porto und Versand,beziehen beim: NAV-Virchowbund, Postfach102662, 50466 Köln, Telefon (0221)9730050, Fax: (0221) 7391239.Neuer Ratgeber fürKrebspatientinnenerschienen„Krebserkrankungen der Frau - Gebärmutter-und Eierstockkrebs“ ist der Titel einerneuen Broschüre, die die Deutsche Krebshilfejetzt im Rahmen ihrer Reihe „Die blauenRatgeber“ herausgegeben hat. Nebenausführlichen Informationen zu Früherkennung,Diagnose und Therapie erhalten BetroffeneAuskünfte über wichtige Aspekteder Nachsorge sowie Anschriften vonSelbsthilfegruppen. Die Broschüre kann kostenfreibei der Deutschen Krebshilfe, Thomas-Mann-Straße40, 53111 Bonn, Telefon(0228) 7299023/27, Fax (0228)7299011, angefordert werden.Neue BücherÄrztliche Vertretung beiUrlaub, Krankheit und imNotdienstPeter J. KosekDie Broschüre gibt Hinweise, wie man sicheine qualifizierte Praxissvertretung suchtund welche rechtlichen Bedingungen zubeachten sind. Mustervereinbarungen sindabgedruckt.Tips zur Praxissführung während der Vertretungszeitsollen drohende Kürzung undRegreß verhindern. Crash-Kurse zu EBMund GOÄ sowie Fragen und Antwortenzum Thema Vertretungsarzt schließen sichan.Ebenfalls herausgegeben von Peter J. Kosekist die BroschüreEBM ´97Alles zur Abrechnung mitPraxisbudgetsISBN 3-8040-0424-5Ab 1. Juli gelten die neuen Praxis- und Zusatzbudgets.In der Broschüre wird erläutert,mit welchen Änderungen sich das Abrechnungskarusselldann dreht. Schwerpunktist die regionale und individuelle Modifikationder Praxisbudgets. Auch hier findetsich das bekannte Schema der Broschüren:Praxis- und Zusatzbudgets mitpraktischen Rechenbeispielen, die die einzelnenRechenschritte genau beschreiben,Hinweise zur Abrechnung und Fragen undAntworten.Beide Broschüren haben 64 Seiten undsind für 14,90 DM zuüglich Versandkostenbei Stuttgarter Verlagskontor SVK,Postfach 106016,70049 Stuttgart,Telefon (0711) 6672-1231,Fax (0711) 6672-1974zu beziehen.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang313


Aktuell/Wir gratulieren/KulturEin Projekt des BerlinerForschungsverbundes PublicHealth formuliert erstmalig fürDeutschland konkrete Ziele zurGesundheitsförderungKonkrete Ziele zur Gesundheitsförderungsind Grundvoraussetzung für eine langfristigeund effiziente und für alle bezahlbareGesundheitsversorgung - zu diesem Ergebniskommt eine Forschungsgruppe des BerlinerForschungsverbundes Public Health,die Datenmaterial gesammelt, verknüpftund ausgewertet und Methoden für die wissenschaftlicheBestimmung von Gesundheitszielenerarbeitet hat. Das Ergebnis dieserArbeit sind konkrete Gesundheitszielefür die Berliner Bevölkerung bis zum Jahr2005 im Hinblick auf Krankheitsprävention,Unfallverhütung und Gesundheitsförderung.Für Deutschland ist es übrigens daserste Mal, das solche Ziele zur Gesundheitsförderungformuliert wurden.So ergab eine Studie (Dohnke-Hormann &Reich 1995), daß 56 % aller West-BerlinerKinder im Alter von nur fünf Jahren bereitsan Karies erkrankt sind, dem stehen 28% inSchweden gegenüber. Hier sind präventiveMaßnahmen gefordert und eines der 45Ziele des Kataloges der Forschungsgruppebis zum Jahr 2005 lautet aus diesemGrund: Anhebung des Anteils an Kleinkindernmit „naturgesunden“ Zähnen auf überzwei Drittel, Reduktion von Zahnverlust beiErwachsenen um mindestens 30% sowie eineVersorgung von 80% aller Haushalte mitfluoridiertem Speisesalz.Ein weiteres Ziel betrifft die Krebssterblichkeit,bei dem das Projekt anstrebt, durchstärkere präventive Maßnahmen und Verhaltensänderungenin der Bevölkerung innerhalbder nächsten acht Jahre die Zahlder durch Krebs verursachten Todesfälle beiFrauen von 176 je 100 000 auf unter 160und bei Männern von 262 je 100 000 auf245 zu reduzieren.Die Forschungsgruppe macht in ihrer Veröffentlichungdeutlich, daß eine Gesundheitspolitik,die ausschließlich auf Kostendämpfungsetzt, das Risiko eingeht, das eigentlicheZiel, nämlich Gesundheit zu bezahlbarenPreisen, zu verfehlen. Um dieKosten im Gesundheitswesen langfristig zusenken, müsse gleichzeitig in die positiveEntwicklung der Gesundheitslage investiertwerden.85 JahreMR Dr. med. Carl Carstensen,Prenzlau81 JahreDr. med. habil.Heinz-Dieter Jung,TemplinOMR Dr. med. Hugo Mühr,Potsdam75 JahreMaria Lehmann,Neuruppin70 JahreMR Helga Achterberg,Eberswalde-Finow65 JahreDr. med. Gerd Baruth,FichtenwaldeBrandenburgischeKunstsammlungen:70 AnschlägevonFeliks Büttner29.7. - 31.8. 1997Geburtstage im JuliSR Dr. med. Elvira Nannt,WittenbergeMR Dr. med. Josef Paasch,Bergholz-Rehbrücke60 JahreDr. med. Hartwig Bach,MöbiskrugeGisela Ebert,WilhelmshorstBärbel Ewald,Bad FreienwaldeDr. med. Dieter Janke,WittenbergeSR Dr. med. HildegundMangelsdorf,EisenhüttenstadtWaltraud Mauritz,PremnitzMit Beginn der achtzigerJahre vollzog sich deutlicherkennbar ein stilistischerWandel in der Plakatkunstder DDR. In enger Verflechtungzur bildenden Kunstweist sie nicht nur formale,sondern auch inhaltlicheAnalogien auf. Die Veränderungen,die sich bereits inden siebziger Jahren abzeichneten,zeigen eine stärkereIndividualisierung derAusdrucksweisen. Zu diesemZeitpunkt gelang es FeliksBüttner durch unkonventionellePlakatgestaltung aufsich aufmerksam zu machen.Die Bildsprache desRostocker Grafikers hat einenexpressiven Duktus, hinterdem ein humorvollerSchelm sitzt, der scheinbarmühelos auf der klassischenKlaviatur der grafischen Instrumentespielt. Etwa seitzwanzig Jahren entwirftBüttner Plakate. Ein wichtigerBestandteil seines umfangreichenPlakatschaffenssind die Plakate für JazzundRockgruppen. FeliksBüttner, der sich selbst in ersterLinie als Maler und Grafikersieht, zeigt ein starkesInteresse für Konzerte jederArt. Die Grenzen zwischenseiner freien Arbeit und sei-SR Dr.med. Haat Olthoff,PrenzlauMR Dr. med. Christa Scholz,CottbusDr. med. Sieghard Scholz,BrandenburgInge Wehrmann,FredersdorfDr. med. Ursula Welcker,CottbusWir bitten unsere Leser, dienicht mit derVeröffentlichung einverstandensind, um rechtzeitigeMitteilung an die Redaktion(schriftlich oder telefonischunter 0355/7801016).ner gebrauchsgrafischenTätigkeit sind fließend. Malerei,Collage oder freieGrafik verknüpft er mit denAnforderungen des Plakatesund hebt es damit aus derreinen Gebrauchsgrafik heraus.Viele seiner Arbeitensind drastisch und unverblümtin ihrem Aussdruck.Witzig, sarkastisch und augenzwinkerndunverschämtspießt er den Bürger in seinerUnzulänglichkeit auf diespitze Feder.Feliks Büttner hat in der internationalenPlakatszeneeinen guten Ruf. Einladungenzu eigenen Präsentationenoder Jury-Teilnahmenerfolgen aus Paris, Warschau,Lahti oder den USA.Bereits in den siebziger Jahrenbesaß Büttner durch seineKontakte zu Künstlernu.a. aus Dänemark, Polen,Schweden oder Japan, einebedeutende Sammlung internationalerPlakate, die erspäter den BrandenburgischenKunstsammlungenCottbus überließ.Neben den regelmäßigstattfindenden Ausstellungender Reihe „Plakate der Welt“ist beabsichtigt, weiterePerssonalausstellungen bedeutenderPlakatgestalter zupräsentieren.314 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


Aus Großmutters KräuterbuchTeil 15Aus Großmutters KräuterbuchAppetitlosigkeitGegen Appetitlosigkeit mit Blähungen bei Kindern ist folgende Medizin empfehlenswert:Doppelkohlensaures Natron 3,0 - gepulverter Zucker 3,0 - aromatischer Ammoniakspiritus 20Tropfen - Pfefferminzwasser 120,0. Hiervon ist nach jeder Mahlzeit ein Kinderlöffel voll zuverabfolgen.AlpdrückenGegen Alpdrücken leistet folgendes Mittel gute Dienste: Man mische 45 Gramm kohlensaureMagnesia, 12 Gramm Rhabarber-Pulver, 8 Gramm kohlensaures Natron, 2 Gramm Shrub und 6Gramm Pfefferminzwasser und nehme diese Mischung morgens zu sich.gegn kurzen AtemMische Huflattich, Fenchel und Löwenzahn untereinander und genieße einige Zeit diesen Tee. VorSchlafengehen 1 Eßlöffel gestoßenen Zucker in den Mund nehmen..wohlriechenden Atem zu verschaffenDie wilde Schwertel gekauft, macht nicht allein einen wohlriechenden Atem, sondern nimmt auchalle Schmerzen der Zähne gleichsam im Augenblick hinweg.sicheres Mittel gegen das Aufspringen der HändeMan lasse in einem steinernen Gefäße 10 Gramm weißes Wachs, 20 Gramm Wallrath und 10Gramm frisches Mandelöl bei gelindem Feuer schmelzen. Alsdann nimmt man das Gefäß vomOfen ab und rührt es stark untereinander, bis es anfängt, kalt zu werden. Während des Rührensmischt man tropfenweise 5 Gramm Rosenwasser hinzu. Es entsteht hiervon eine Pomade, mit derman des Abends nach dem Waschen Gesicht und Hände überstreichen und des Morgens sie erstmit einem trockenen, dann mit einem mit warmem Wasser angefeuchteten Tuch wieder abreibenkann.Mittel gegen das Aufspringen der Haut und LippenDieses entsteht von Trockenheit der Haut, seltener von einer Schärfe. Im letzten Fall helfenblutreinigende, im ersten Fall lindernde und erweichende Mittel, namentlich: Waschen mit Milch,die mit Kamillen gesotten werden kann, mit Absud von Quittenkernen, von Eibischwurzel, Einreibenmit Mandelöl, Kakaobutter und jedem reinen Fett.Flimmern der Augenist eine häufige Klage nervöser Personen und beruht entweder auf Überanstrengung der Augen,zum Beispiel durch Lesen im Halbdunkeln oder Blutandrang zu den Augen und dem Kopfe, wieer durch reichlichen Alkoholgenuß zustande kommt. Schonung der Augen und Ruhe und Kräftigungdes ganzen Körpers sind die besten Mittel zur Abhilfe. Oftmals wirken kühle Aufschläge mit reinemWasser aufs Gesicht und in den Nacken gut.Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte ... nicht das BÄB.Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang317


Tagungen und Kongresse/KalendariumTagungen und KongresseLand Brandenburgund BerlinInterdisziplinäre Tumorkonferenzjeweils mittwochs, 14.00 Uhr16. Juli 199723. Juli 199730. Juli 19976. August 199713. August 199720. August 199727. August 1997Ort: Klinikum Ernst von Bergmann,Strahlentherapie Raum 0115, PotsdamAuskunft: Frau Dr. M. Fromm, OnkologischerSchwerpunkt Potsdam e. V.,Charlottenstraße 72, 14467 PotsdamTelefon und Fax: (0331) 2412793Diagnostik, Therapie und Nachsorgevon malignen Melanomen undLymphomen der Haut16. Juli 1997, 16.00 UhrOrt: Evangelisch-FreikirchlichesKrankenhaus RüdersdorfLeitung: Doz. Dr. Abet,Prof. Dr. MatthiasAuskunft: Frau J. Niewisch, Radiologie,Krankenhaus Rüdersdorf, Seebad82/83, 15562 RüdersdorfTelefon: (033638) 83311Fax: (033638) 83312Berliner Arthroskopie-Kurs„Schulterarthroskopie“22. und 23. August 1997Ort: Radisson SAS Hotel BerlinThemen: Arthroskopie der Schulter -theoretische Grundlagen und praktischeÜbungen am ModellLeitung: Dr. sc. med. G. Heller,Dr. sc. med. H. WuschechTeilnehmergebühr: 290,- DMbegrenzte TeilnehmerzahlAuskunft: INTERCONGRESS GmbH,Frau Kerstin Schwarz, Alt-Moabit 60,10555 BerlinTelefon: (030) 39040902Fax: (030) 39040915Operative Behandlung des Vorfußes27. August 1997, 17.00 UhrOrt: Großer Saal des MutterhausesOberlinhausLeitung: Dr. R. Krausefür Orthopäden, AllgemeinmedizinerAuskunft: Dr. S. Lober/B. Dieminger,Orthopädische Klinik des Oberlinhauses,R.-Breitscheid-Straße 24,14482 PotsdamTelefon: (0331) 76330Fax: (0331) 7634330Kraft und Krafttraining in derrheumatologischen Rehabilitation5. September 1997, 17.00 UhrOrt: Kurhaus Bad LiebenwerdaLeitung: Prof. Dr. med. habil.Häntzschel, Dr. med. J.-M. Engelfür Ärzte, Krankengymnasten, SporttherapeutenAuskunft: Sekretariat Dr. Engel,Rheumaklinik Eisenmoorbad, DresdenerStraße 9, 04924 Bad LiebenwerdaTelefon: (035341) 901160Fax: (035341) 902705III. Kurs der hämatologischen Zytologie,Immunzytologie und automatisiertenBlut-Zelldifferenzierung9. bis 12. September 1997Ort: Virchow-Klinikum derHumboldt-Universtität BerlinAuskunft: Prof. J. Oertel, Virchow-Klinikum, Hämatologisch-onkologischeAbteilung, AugustenburgerPlatz 1, 13353 BerlinTelefon: (030) 45059023OnkologischeFortbildungsveranstaltung10. September 1997, 16.00 bis18.00 UhrThema: Supportive Therapien in derOnkologie14. Frankfurter Orthopädiesymposium22. November 1997Thema: Diagnostik und Therapie vonSkelettmetastasenOrt: Konferenzraum (Haus 5) KlinikumFrankfurt/OderAuskunft: OnkologischerSchwerpunkt Frankfurt/Oder e. V.,Müllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt/OderTelefon: (0335) 5482026Fax: (0335) 54820293. Rüdersdorfer Symposium13. September 1997Thema:Chronischer MyokardschadenOrt: Klinik am See RüdersdorfLeitung: Priv.-Doz. Dr. H. VöllerAuskunft: Sekretariat Frau Weichert,Klinik Am See, Seebad 84, 15562RüdersdorfTelefon: (033638) 78-627Fax: (033638) 78-609Weiterbildungskurse in Berlin für dieZusatzbezeichnung UmweltmedizinBlock I: 15. bis 20. September 1997Block II: 22. bis 27. September 1997Block III: 19. bis 24. Januar 1998Block IV: 26. bis 31. Januar 1998Teilnehmergebühr: je Kurs 900,- DM,zwei Kurse 1 700,- DM10. Kolloquium des Zentrums fürArbeits- und Umweltmedizin20. September 1997, 9.00 bis 15.00UhrThema: Gentechnisch veränderteNahrung - pro & contraAuskunft: Zentrum für Arbeits- undUmweltmedizin, Frau Weiland, Möllendorffstraße9, 10367 BerlinTelefon: (030) 5509344Fax: (030) 5506667Stellenwert bildgebender Verfahrenin der Diagnostik von Kopf-Hals-Tumoren24. September 1997, 16.00 UhrOrt: Hotel Holiday InnFrankfurt/OderAuskunft: Klinik für Strahlenheilkundeund Nuklearmedizin, KlinikumFrankfurt/Oder, Müllroser Chaussee7, 15236 Frankfurt/Oder-MarkendorfTelefon: (0335) 5482181Fax: (0335) 5482189Deutscher Berufsverband für Krankenpflege,Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.,Forckenbeckstraße 20, 14199 Berlin,Telefon (030) 82427255. bis 8. August 1997C + D: Präsentation13. bis 14. August 1997Kooperative und partzizipativeKommunikation20. August 1997Dienstplangestaltung 125. August 1997Rechtsfragen in derambulanten Pflege26. August 1997Transkulturelle PflegeAndere BundesländerInterdisziplinärer Grundkurs für gesamteGefäßdiagnostiknach den Richtlinien der DEGUMund der KassenärztlichenVereinigung12. bis 14. September 1997Ort: Klinikum ChemnitzAuskunft: Priv.-Doz. Dr. habil.Schweizer, Klinik für Innere MedizinI, Klinikum Chemnitz gGmbH, Bürgerstraße2, 09113 ChemnitzTelefon: (0371) 333-42500/42501Fax: (0371) 42567Weiterbildungskurse zum Erwerbder Zusatzbezeichnung PhysikalischeTherapieKurs IV - 15. bis 19. September1997 in DresdenAuskunft: Universitätsklinikum CarlGustav Carus, Medizinische Klinik II,Abt. Physiotherapie, Fetscherstraße74, 01307 DresdenTelefon: (0351) 4583105Kurs I - 6. bis 10. Oktober 1997 inJenaAuskunft: LandesärztekammerThüringen, Akademie für ärztlicheFort- und Weiterbildung, Postfach100440, 07707 JenaTelefon: (03641) 614142Fax: (03641) 614199XXV. Wissenschaftlicher Kongreßdes Deutschen Ärztinnenbundes26. bis 28. September 1997 in WuppertalThema: Frauen im Alter - Medizin füreine MehrheitThemenschwerpunkte: Erkrankungenvon Frauen im AlterAuskunft: Dr. Marie-Luise Fasshauer(Telefon (0202) 505849, Fax (0202)2501296) und Dr. SigrunMuthmann-Hellwig (Telefon (02331)27099318 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang


Kalendarium/AnzeigenKalendariumAugust 19971. - 3. Freitag - Sonntag4. MontagPraxis Havemannstraße 24,Berlin:19.30 Uhr Balint-Gruppe5. DienstagPraxis H.-Zille-Straße 43,Luckenwalde:19.00 Uhr Balint-Gruppe6. MittwochKlinikum Ernst von Bergmann,Raum 0115:14.00 Uhr Interdisziplinäre Tumorkonferenz7. DonnerstagPraxis Breitscheidstraße 41,Bernau:Lehrtherapie und Supervision8. - 10. Freitag - Sonntag11. MontagPraxis R.-Luxemburg-Straße30, Neuruppin:19.30 Uhr Balint-Gruppe12. Dienstag13. MittwochHaus 10 KlinikumFrankfurt/Oder:15.00 Uhr UrologischeDiagnostik im KindesalterKlinikum Ernst von Bergmann,Raum 0115:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz14. Donnerstag14. und 15. August 1997Potsdam:Chirotherapie-InformationskursLandesklinik Brandenburg:19.00 Uhr Balint-Gruppe15. FreitagBad Liebenwerda:15. und 16. August 1997Akupunkturkurs 116. Samstag16. bis 23. August 1997Potsdam:Chirotherapie-Kurs I17.-19 Sonntag-Dienstag20. MittwochKonferenzraum NeurologischeAbteilung Wittenberge:17.00 Uhr Der besondere FallLandesrettungsschule Bad Saarow:10.00 Uhr Traumacode (SanArena-Training)Klinikum Ernst von Bergmann,Raum 0115:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz21. Donnerstag22. FreitagLandesklinik Teupitz:22. und 23. August 1997 FortbildungPsychiatrie/Psychotherapie23./24. Samstag/Sonntag25. MontagPraxis Buschmühlenweg 3,Frankfurt/Oder:Balint-Gruppe26. Dienstag27. MittwochPraxis Großbeerenstraße 139,Potsdam:Balint-GruppeRuppiner Kliniken:27. bis 30. August 1997Aufbaukurs AllgemeineSonographie28. DonnerstagLandesklinik Brandenburg:19.00 Uhr Balint-GruppePraxis Breitscheidstraße 41,Bernau:Lehrtherapie und Supervision29. Freitag29. August bis 6. September1997 Potsdam:Chirotherapie-Kurs II30. SamstagParkhotel Brielow:9.00 Uhr Möglichkeiten undGrenzen der pränatalenDiagnostik31. SonntagLANDESVERSICHERUNGSANSTALT BRANDENBURGDie Landesversicherungsanstalt Brandenburg ist Träger der gesetzlichenRentenversicherung für Arbeiter in Brandenburg. Zu ihren Aufgabengehört auch die Gewährung von Leistungen zur medizinischenund beruflichen Rehabilitation sowie von Renten wegen verminderterErwerbsfähigkeit.Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für eine hauptberuflicheTätigkeit als Gutachter/Prüfarzt für den Raum Cottbusa) einen Facharzt/eine Fachärztinfür Allgemeinmedizin(Vergütungsgruppe Ib - Ia BAT-O)undStellenanzeigeb) einen Facharzt/eine Fachärztinfür Innere Medizin(Vergütungsgruppe Ib - Ia BAT-O)Das Aufgabengebiet umfaßt eine Referententätigkeit auf dem Gebietder medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie bei Rentenanträgenmit zu erstellenden Fachbegutachtungen.Die Tätigkeit wird im Gebäude der Auskunfts- und BeratungsstelleCottbus der LVA ausgeübt.Wir bieten Ihnen einen sicheren und zukunftsorientierten Arbeitsplatzsowie eine 5-Tage-Woche (ohne Wochenend-, Feiertags- und Nachtdienst).Persönliches Engagement, die Bereitschaft zur kollegialen Zusammenarbeitsowie Aufgeschlossenheit für die Aufgaben der Sozialmedizinsetzen wir voraus.Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.Bewerbungen sind bitte unter Angabe von a) oder b) mit tabellarischemLebenslauf und allen erforderlichen Unterlagen bis spätestens14 Tage nach Erscheinen dieser Annonce zu senden an dieLandesversicherungsanstalt BrandenburgHauptverwaltung / SG PersonalPostfach 77215207 Frankfurt (Oder)Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang319


Impressum/AnzeigenOffizielles Mitteilungsblatt der LandesärztekammerHerausgeber:Landesärztekammer BrandenburgDreifertstraße 12, 03044 CottbusTelefon (0355) 7 80 10-0Telefax (0355) 7 80 10 -36Redaktion:Dr. med. Udo Wolter(v.i.S.d.P.)Erika Kehl (Redakteurin)Anschrift der Redaktion:Postfach 101445, 03014 CottbusTelefon (0355) 7 80 10-16Telefax (0355) 7 80 10-36BrandenburgischesÄrzteblattZuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur an die Redaktion zu richten. Für die Richtigkeitder Darstellung der veröffentlichten Zuschriften wissenschaftlicher und standespolitischerArt kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Die daringeäußerten Ansichten decken sich nicht immer mit denen der Herausgeber. Sie dienendem freien Meinungsaustausch innerhalb der Ärzteschaft. Für drucktechnische Fehlerkann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenenBeiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck ist nur mit schriftlicherGenehmigung des Herausgebers statthaft. Für unverlangt eingesandte Manuskripteübernimmt die Redaktion keine Haftung. Es werden nur unveröffentlichte Manuskripteangenommen. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichung erwirbtder Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht. Die Redaktion behält sich Änderungenredaktioneller Art vor.Verlagswesen, Herstellung, Vertrieb:Satzstudio und Werbeagentur Media Center GmbH Cottbus,Parzellenstraße 27/28, 03050 CottbusTel./Fax (0355) 47 46 41Litho, Repro: Inpetho GmbH, Cottbus,Parzellenstraße 27/28, 03050 CottbusTel. (0355) 47819-50Druck: Druckzone GmbH & Co. KG, Cottbus,Parzellenstraße 27/28, 03050 Cottbus,Tel. (0355) 47 82 110Anzeigenverwaltung:WEFRA Werbeagentur GWAR. Haack & Co. GmbHMitteldicker Weg 1,63263 Neu-IsenburgPostfach 40 01 32Telefon: (069) 69 50 08-0Telefax (069) 69 50 08 44Zur Zeit gilt Preisliste Nr. 08, gültig ab 1. 10. 1996. Bankverbindung:Bayerische Vereinsbank, Frankfurt/Main, Kto.Nr. 4 502 884,BLZ 503 201 91, Dresdner Bank, Frankfurt Main, Kto. Nr. 9 204 404, BLZ500 800 00ISSN 0939-3471Mitglied der ArbeitsgemeinschaftLeseranalyse medizinischer Zeitschriften e.V.Das Brandenburgische Ärzteblatt erscheint monatlich. Bezugsgebühr: jährlichDM 78,-, ermäßigter Preis für Studenten DM 58,50. Einzelpreis 6.50.Bestellungen bitte an Media Center GmbH, Parzellenstraße 27/28 in03050 Cottbus. Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochenzum Ende des Kalenderjahres. Für die Mitglieder der BrandenburgischenÄrztekammer ist der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten.Stellen- und GelegenheitsanzeigenFacharzt für DermatologieZB Allerg., Myko. u. breiten prakt. Kenntnissen (OP usw.)sucht Mitarbeit in Praxis in Potsdam oder westl. Land Brandenburg.Zuschriften erbeten unter Chiffre BÄB-087WEFRA - Postfach 40 01 32, 63246 Neu-IsenburgGroße umsatzstarke Allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxisin landschaftlich sehr schöner Lage,sucht zum 01.01.1998 einenFacharzt für Allgemeinmedizin.Zuschriften erbeten unter Chiffre BÄB-091WEFRA - Postfach 40 01 32, 63246 Neu-IsenburgFreundl. Arzt für Anästhesie/Rettungsmedizin,46 J., in ungekündigter OA-Position an Fachklinik für Neuro-/Gefäßchirurgie(Akad. Lehrkrankenhaus)sucht aus persönlichen GründenDauerstellung an Krankenhaus im Kammerbereich Brandenburg; schriftl. /telefon.Kontaktaufnahmen erbeten:Heiko Schröder, Dehnestr. 26, 38723 Seesen/Harz; Tel.: 05381 - 49 12 52KrankenhausForst GmbHIn unserem Krankenhaussind die Stellen einer/einesÄrztin/Arztes im Praktikumin den Fachrichtungen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfeund Urologie ab 01.09.1997 oder später zu besetzen.Das Krankenhaus Forst verfügt über 276 Planbetten für die Fachgebiete InnereMedizin, Chirurgie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Geriatrie, Urologie, Anästhesiologieund Intensivtherapie (interdisziplinär) und HNO als Belegabteilung.Bei der Wohnraumbeschaffung sind wir gerne behilflich.Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an:Krankenhaus Forst GmbH- Personalabteilung -Robert-Koch-Straße 35, 03149 Forst/LausitzAnzeigen-KontaktTel.(0 69) 69 50 08 25320 Brandenburgisches Ärzteblatt 7/97 • 7. Jahrgang

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