Geschäftsbericht 2008/2009 komplett - SinnerSchrader AG

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Geschäftsbericht 2008/2009 komplett - SinnerSchrader AG

GESCHÄFTSBERICHT2008 | 2009


3Kursverlauf und KennzahlenKursverlauf der SinnerSchrader-Aktie 2008/2009 (indexiert)XETRA-Schlusskurse in % +/– zum Kurs am 29.08.2008 (= 100 %)0 %SinnerSchraderDAX–50%09/08 10/08 11/08 12/08 01/09 02/09 03/09 04/09 05/09 06/09 07/09 08/09Kennzahlen des SinnerSchrader-Konzerns01.09.200831.08.200901.09.200731.08.2008VeränderungBruttoumsatz T€ 27.664 24.170 14 %Nettoumsatz T€ 20.936 18.347 14 %Bruttoergebnis T€ 6.948 6.193 12 %EBITDA T€ 1.974 2.824 -30%EBITA T€ 1.441 2.305 -38%Konzernergebnis T€ 939 1.608 -42%Anteil der SinnerSchrader-Aktionäre am Konzernergebnis T€ 1.231 1.608 -23%Konzernergebnis je Aktie 1) € 0,11 0,14 -21%Aktien im Umlauf 1) Anzahl 11.356 11.471 -1%Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit T€ 2.229 2.744 -19%Vollzeitmitarbeiter, ∅ Anzahl 244 179 36 %31.08.2009 31.08.2008 VeränderungLiquide Mittel und Wertpapiere T€ 7.988 9.075 -12%Eigenkapital T€ 12.534 12.971 -3%Bilanzsumme T€ 20.342 19.934 2 %Mitarbeiter, Endstand Anzahl 279 241 16 %1)Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien


InhaltMagazinSinnerSchrader 2008/20093 Brief an die Aktionäre6 Die Aktie 51419011 Corporate Governance bei SinnerSchrader14 Bericht des AufsichtsratsKonzernlagebericht der SinnerSchrader AG18 Allgemein19 Geschäftstätigkeit und Struktur des Konzerns20 Markt- und Wettbewerbsumfeld22 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns29 Geschäftsentwicklung und Lage der AG31 Vergütungssystem für die Organe der Gesellschaft32 Zusätzliche Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB33 Risiken und Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung36 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag37 Prognose38 Grafiken zum Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGKonzernabschluss der SinnerSchrader AG42 Konzern-Bilanz43 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung44 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung46 Konzern-Kapitalflussrechnung47 Konzernanhang81 BestätigungsvermerkJahresabschluss der SinnerSchrader AG84 Bilanz der SinnerSchrader AG86 Gewinn- und Verlustrechnung der SinnerSchrader AG87 Anhang der SinnerSchrader AG102 Bestätigungsvermerk103 Bilanzeid104 Termine & Kontakt


CreatingradicalRelationships


2Game ChangerGameChangerDas Internet ist die ultimative disruptiveTechnologie. Fünfzehn Jahrenach dem Aufkommen des Webs imMassenmarkt haben wir lediglich eine Ahnungvon dem, was möglich ist. Das Web verändertdie Spielregeln völlig. Es ermöglicht Einzelnen,etwas zu erreichen, was Einzelne nie zuvor inder Geschichte erreichen konnten. Wir nennensie Game Changer. Sie setzen auf disruptiveTechnologien, brechen Regeln und definierenGeschäftsmodelle neu.Die wahren Game Changer sind rücksichtsloseNeuerer, unbelastet von traditionellem Massenmarketing.Sie nutzen disruptive Technologien,um ihre Konsumenten zu bedienen und eineNachfrage zu befriedigen, und finden die dafürbesten Wege. Sie brechen Regeln, die in Steingemeißelt zu sein schienen, aber ganz einfachnicht mehr passen. Sie akzeptieren keine Beschränkungendurch etablierte Geschäftsmodelle.Tatsächlich stellen sie sie infrage, indemsie sie neu definieren – um das Erlebnis, denNutzen und den Wert für die Konsumenten zuverbessern.Jeff Jarvis zufolge führte dies während desvergangenen Jahrzehnts in vielen Fällen zu denvon ihm so genannten Innovationsdividenden(vgl. S. 10: „Wenn durch Innovation Effizienzentsteht“). Unternehmen wie Amazon, craigslist,eBay oder Google beseitigten riesige Ineffizienzenin ihren jeweiligen Bereichen undbeließen dabei mehr Geld in den Taschen ihrerKunden. Dies steht in scharfem Gegensatz zudem Giftmüll, der den Kapitalismus an denRand des Zusammenbruchs getrieben hat.Der althergebrachte Massenmarkt ist tot,ersetzt durch eine Masse an Nischen. Konsumentenhaben die Kontrolle übernommen.In diesen Tagen verändern kleine Unternehmenerfolgreich die Spielregeln, kehren um, waseinst zugunsten großer Marken und Unternehmenfunktionierte. Es ist teuer und schwieriggeworden, mit der Masse zu kommunizieren,selbst mit enormen Budgets, während es einfachist, ein kleines, spezifisches Publikum zuerreichen, hoch effizient und wesentlich wenigerkostspielig.Das Internet ist das perfekte Werkzeug in dieserneuen Welt der Nischenkommunikation. Es hatnicht nur neue Wege eröffnet, Konsumentenanzusprechen und ein direktes Feedback zuerhalten – es ist ebenso der perfekte Wegfür den Direktverkauf. Das Web hat für vieleUnternehmen den Kreis aus Marketing undVertrieb geschlossen, denen früher lediglich dieMassenmedien zur Verfügung standen, um einMassenpublikum zu erreichen. Nun können siein Echtzeit mit ihren Kunden kommunizieren, aufsie und ihre Bedürfnisse reagieren. Das Internetist eine Technologie, die die Spielregeln verändert,die Chancengleichheit zwischen großenund kleinen Unternehmen geschaffen hat.Diese neue Welt steht im Widerspruch zumtraditionellen Markenmanagement, das in den1940er-Jahren entwickelt wurde und über Jahrzehntegut funktionierte. Die meisten Markensind nicht auf hochspezifische Nischen ausgerichtet,auf Echtzeitfeedback und spezifischeBedürfnisse. Sie können ihre größten Bewunderereinfach nicht finden oder, schlimmernoch, sie haben keine, da ihre Produkte für denMassenmarkt bestimmt sind, was es schwierigmacht, sie zu lieben oder abzulehnen – sie befindensich schlicht zwischen allen Stühlen, bewegenniemanden. Und, wie Jeff Jarvis sagt:Die Etablierten sind mit enormen Kostenfür ihre Infrastruktur belastet, sie müssen allesim großen Stil tun, einschließlich des Scheiterns.“In seinem Manifest für smartes Wachstum (vgl.S. 16) plädiert Umair Haque daher für einenachhaltigere, fairere und stabilere Art desWachstums. Game Changer befreien die Konsumentenvon den Zwängen der industriellenSchwergewichte. Game Changer tun mehr, alsschrittweise Innovationen zu schaffen – siebrechen Regeln. In den letzten Jahren konntenwir das Aufkommen dieser Game Changerin vielen Branchen beobachten, nicht zuletztin Branchen, denen die Krise von 2008/2009schwer zugesetzt hat.Während viele Automobilunternehmen inernsten Schwierigkeiten sind, ist eine neue Generationvon Automobilunternehmen wie Tesla,Better Place und Local Motors auf der Bildflächeerschienen. Gleichzeitig definiert ZipcarLeihwagengeschäft und Carsharing durch dieVerknüpfung webbasierter Services mit neuerHardware neu. Im Konstruktionssegment gibtes bereits zahlreiche Start-ups wie TransonicCombustion oder Fallbrook Technologies, diesich jeweils auf bestimmte Komponenten konzentrieren,die sie von Grund auf verbessern.Innovation befreit sich von der Vorherrschaft derAutoherstellergiganten, die bislang die gesamteWertschöpfungskette kontrollierten.Während traditionelle Banken zusammenbrachenund durch die Regierung gerettet werdenmussten, blühen Mikrokredite, Kleinstkrediteund andere Formen des Peer-to-peer-Banking.Auch wenn Microplace oder Kiva herkömmlicheBanken in absehbarer Zeit nicht ersetzenwerden, füllen sie eine Nische, die zuvor nichteinmal von Banken abgedeckt wurde. Sie veränderndie Bankbranche, indem sie entwederdie Mittelsmänner zwischen Kreditgeber undKreditnehmer abschaffen oder zumindest ihreRolle neu definieren. Gleichzeitig definiert Mintdas Nutzererlebnis im Onlinebanking neu undbefreit die Kunden von der babylonischen Gefangenschaftder Banken.Während namhafte deutsche Einzelhändlerwie Hertie, Karstadt und Quelle bankrottgingen,haben ihre dynamischen, datengetriebenenKollegen im angelsächsischen Raum Erfolg.Walmart nutzt seit Jahren Vorhersagetechnologien.Tim O’Reilly und John Battelle zieheneine interessante Parallele:So wie Google verstanden hat, dass einLink ein Votum ist, hat Walmart verstanden,dass ein Kunde, der etwas erwirbt, ein Votumabgibt und die Registrierkasse der Messfühlerist, der dieses Votum zählt. Echtzeit-Feedbackschleifenregeln den Lagerbestand.“Die britische Supermarktkette Tesco nutzt mittlerweileselbst Wettervorhersagen, um den Umsatzzu prognostizieren, Kosten zu reduzierenund die Verschwendung von Nahrungsmittelnzu vermeiden.


3Was den E-Commerce betrifft, haben Kategorien-Killererfolgreich Märkte erschlossen, diebis dahin für das Onlineshopping ungeeignetschienen. Zappos, das mittlerweile Amazongehört, begann mit Schuhen und hat das Angebotinzwischen auf Handtaschen, Kleidungund Elektronikartikel ausgeweitet. Zapposkonzentriert sich rigoros auf den absolut bestenService und bricht dabei Regeln, die für dasVersandhandelsgeschäft als in Stein gemeißeltgalten. Beispielsweise ist der Versand in beideRichtungen kostenfrei und Schuhe können biszu einem Jahr nach dem Kauf zurückgegebenwerden. SinnerSchrader bereitet derzeit denLaunch eines potenziellen Game Changersmit Kategorien-Killer-Ansatz für ein führendesdeutsches Versandhandelsunternehmen vor.Alice probiert derzeit einen Kategorien-Killer-Ansatz im Home-Essential-Bereich und gehtdabei noch weiter als Zappos. Mithilfe desWebs unterstützt Alice Haushalte bei der Beschaffungvon Toilettenpapier, Zahnpasta undMüllbeuteln mit halbautomatischen Bestellungenund kostenfreiem Versand. Alice zieltdarauf ab, Zwischenhändler zu umgehen unddirekt vom Hersteller zu beziehen, um so diePreise niedrig zu halten.Auf der anderen Seite gehen immer mehr Herstellerdazu über, direkt an den Endkunden zuverkaufen. Dies hat einen Serviceaspekt, daKunden es zunehmend gewohnt sind, überdie Website des Herstellers kaufen zu können.Ferner besteht Marketing- und Markenpotenzialfür den Hersteller. Die Erwartungen derKonsumenten hinsichtlich E-Commerce sindin den vergangenen zehn Jahren gestiegen.Während es früher ausreichte, dass die entsprechendeWebsite überhaupt funktionierte,wollen Konsumenten nun Inspiration, Relevanz,Performance und Zuverlässigkeit. Das gibteiner neuen Art von E-Commerce-SpezialistenRaum, die das Geschäft im Auftrag der Markebetreiben. SinnerSchrader hat daher einenneuen Geschäftsbereich für E-Commerce-Outsourcing gegründet. Der erste Shop für dasModelabel Olsen ist seit Oktober live.In der Mobilbranche geht die Entwicklungweg vom oligopolistischen Modell, bei demder Netzbetreiber nahezu alles kontrolliert,von der Technologie und den Geräten bis hinzu Preisen und Service. Apples iPhone warein echter Game Changer, was die Gerätebetrifft, veränderte das Machtgefüge zulastender Marktführer, öffnete die Wertschöpfungskettefür unabhängige Applikationsentwicklerund ebnete so den Weg für Android und PalmPre. Auf der Netzbetreiberseite betraten neueAkteure wie simyo in Deutschland den Markt.Sie lagern den gesamten Netzbetrieb an dieherkömmlichen Betreiber aus und konzentrierensich auf die vier P des Marketing (Produkt,Preis, Platzierung und Promotion). Die nächsteBetreibergeneration steht bereits in den Startlöchern.Ein Beispiel ist das belgische Start-upCherry, das GSM mit Wifi verbindet, um dieHandykosten drastisch zu reduzieren.Quasi als Rezept zum Erschaffen eines GameChangers rät Umair Haque (zitiert von TimLeberecht in seinem Essay „Von der Google-Ökonomie zur Twitter-Ökonomie“, S. 22):Nehmen Sie eines der großen gesellschaftlichenIdeale (Demokratie, Frieden, Transparenz,Gleichheit usw.) und wenden Sie es auf einekränkelnde Branche an, die dringend einerErneuerung oder zumindest einer kräftigenErschütterung bedarf: Gesundheitssystem,Finanzwelt, Medien, Energie, Regierung – egalwas. Kombinieren Sie das mit den Prinzipien derTwitter-Ökonomie – Transparenz, Unmittelbarkeit,Gemeinschaft und freier Zugang – und Siesetzen auf das richtige Pferd.“Im Mai 2010 richtet Sinner-Schrader zum fünften Maldie führende europäischeKonferenz zu digitalen Trendsund Innovationen aus. GameChanger werden das Hauptthemader next10 sein. Wirwerden Visionäre, Strategien,Unternehmen und Produktevorstellen und diskutieren,die disruptive Technologiennutzen, Regeln brechen undGeschäftsmodelle neu definieren.„Wandel istunaufhaltsam.“(Jeff Jarvis)


InMSinnerSchradE-CommerceMarketingpla-formen4SinnerschraderSinnerSchraderVision Die Konsumenten haben sich für das Internet als den zentralen Ort entschieden,an dem sie sich über Produkte und Dienstleistungen informieren undBeziehungen zu Marken und Unternehmen aufbauen. / Mission Wir kennen deninteraktiven Konsumenten am besten. / Versprechen Wir bauen radikale Beziehungenzu den interaktiven Konsumenten auf. / SinnerSchrader Agentur für dasinteraktive Zeitalter //CREATINGRADICALRELATIONSHIPSApplications


5SinnerSchrader wurde 1996 gegründet,ein Jahr nachdem in den USA die bekanntenPioniere der kommerziellenNutzung des Internets und ersten Game ChangerAmazon, eBay und Yahoo an den Startgegangen waren.Wir haben mit der Überzeugung begonnen,dass das Internet die Welt des Marketingsund Vertriebs so verändern wird, wie es dieklassischen Medien einmal getan haben, unddass es mit dem Paradigmenwechsel hin zurInteraktion im Internet eines neuen Typs vonAgentur bedarf.Unsere Wurzeln liegen in Projekten für Vorreiterim deutschen E-Commerce wie Intershop, buecher.deund ricardo.de.Heute sind wir über 250 Onlinespezialisten undarbeiten mit einer breiten Palette interaktiverDienstleistungen in fünf Geschäftsbereichen fürzahlreiche namhafte Unternehmen unterschiedlichsterBranchen wie zum Beispiel DeutscheBank, Tchibo oder TUI, die mit SinnerSchraderkonsequent den Weg in das interaktive Zeitaltergehen.Wir verstehen uns als Vermittler zwischen demheute schon Machbaren und den Möglichkeitender Zukunft. Beide Aspekte bringen wir einmalim Jahr im Mai zur next conference zusammen.Die next conference ist die führendeeuropäische Konferenz zu digitalen Trends undInnovationen und wird von SinnerSchrader seit2006 veranstaltet.Wir sind stolz darauf, dass mehrere MillionenMenschen täglich die Websites nutzen, die wirkonzipiert, gestaltet und implementiert habenund die wir 365 Tage im Jahr rund um dieUhr betreuen und überwachen. Dort erlebenKonsumenten Marken und Unternehmen. Undsie interagieren mit ihnen: Sie kaufen Kleidung,buchen Flüge und Reisen, eröffnen ein Konto,schließen Mobilfunkverträge ab, bewerten Produkteund teilen mit, was sie bewegt.SinnerSchrader-GruppeSinnerSchrader-GruppeteractivearketingInteractiveMediaInteractiveCommerceInteractive Marketing Interactive Media Interactive Commerceerspot-mediasinnerschradermediabynewtentionnext commercespot-media mediaby newtention next commercettE-ShopsContentpflegeE-DialogE-CommerceApplicationsE-ShopsPerformancemarketingE-Dialog undSocial MediaMaintenanceProfiling &TargetingTechnologieProfiling- undE-Commerce-OutsourcingMarketingplattformenPerformancemarketingTargetingtechnologieE-Commerce-OutsourcingSlide 1


6projekt: www.olsenfashion.com/dewww.olsenfashion.com/deMeine LieblingsstückeendlichonlineDie Marke Olsen steht für hochwertige Damenmode.Von ihren Kundinnen wird sie als zuverlässiger Partnerseit Langem geschätzt. Erstmals vertreibt Olsen seineBekleidungslinie im eigenen Onlineshop.next commerce GmbHKundeOlsenAufgabeEinstieg E-CommerceZeitraumSommer/Herbst 2009Linkwww.olsenfashion.com/de


8LiebevollimDetailVon der Startseite bis zur Lieferung undKundenbetreuung bietet der OlsenShop ein ungebrochenes Markenerlebnis.Ausführliche Produktpräsentationenund die Inszenierung aktueller Trendsgehen Hand in Hand. Hochwertige Materialien,liebevolle Details und stilsichere Interpretationaktueller Trends – die Fokussierungdes Markenkerns erlaubt die gezielte Ansprachetreuer und neuer Kundinnen.Markentreue zahlt sich aus – von Googlebis zur Haustür.


projekt: www.olsenfashion.com/de9Alle Artikel in derFarbe Nougatanschauen!


10Jeff Jarvis: Wenn durch Innovation Effizienz entstehtWenndurchInnovationEffizienzentsteht[Jeff Jarvis, 12. Juni 2009, 07:48 Uhr]Ein großer Teil der Innovationen, die wirin letzter Zeit erlebt haben, hat nichtzu Wachstum geführt, sondern zu Effizienz– und das bedeutet Schrumpfung.Ich habe über Mike Mandels Titelgeschichtein der BusinessWeek der letzten Woche nachgedacht,in der er versucht, eine weitere Blasezu durchstechen: den Glauben, dass wir einreiches Jahrzehnt amerikanischer Innovationerlebt hätten. Er vertritt die Ansicht, dass es ein„Innovationsdefizit“ gibt, und untermauert dieseThese mit der wirtschaftlichen Stagnation. Nunbin ich kein Wirtschaftswissenschaftler (dasist mal eine klare Ansage), daher werde ichnicht anfangen über die Auswirkungen andererEreignisse auf das Wachstum zu diskutieren,beginnend mit der sogenannten Finanzkrise.Aber wenn ich über die großen Innovationendes letzten Jahrzehnts nachdenke, dann habenviele von ihnen nicht zum Wirtschaftswachstumbeigetragen; durch sie ist kein zusätzliches Geldin die Wirtschaft geflossen, sondern es ist inder Wirtschaft geblieben. Daher ist es vielleichtnicht zulässig, die Auswirkung von Innovationin Ertrag, Wachstum, Produktivität und demBörsenwert großer Unternehmen zu messen.Stattdessen zieht ihnen Innovation Geld ausder Tasche und sorgt dafür, dass es in denTaschen ihrer Kunden bleibt. Was diese dannwiederum mit ihrem zusätzlichen Geld tun undwelche Auswirkungen das auf die Wirtschaft hat,ist eine vollkommen andere Frage – und dieseAuswirkungen werden sehr wahrscheinlich nichtin großen Unternehmen, sondern bei einzelnenKonsumenten und kleinen Firmen sichtbar.Aber ich denke, das angemessene Maß für dieVeränderungen des letzten Jahrzehnts ist dieInnovationsdividende. Passen Sie auf:w craigslist wird die Vernichtung (aus Sichtder Verlage) von Kleinanzeigen im Wert vonjährlich 10 Milliarden Dollar angelastet*, die esin einen eigenen Umsatz von angeblich 100Millionen Dollar umwandelt. Die Zeitungsverlagebenehmen sich, als wäre es tatsächlich ihr Geld,als hätten sie ein gottgegebenes Recht darauf,was sie natürlich nicht haben. Craig Newmarksprach mit meinen Studenten von der CUNYund sie fragten ihn, warum er den Umsatznicht maximiert, indem er craigslist für ein paarMilliarden verkauft und dieses Geld dann inwohltätige Zwecke steckt. Er antwortete ihnen,dass er der Ansicht sei, mehr zum Wohlergehendes Landes beizutragen, indem er denMenschen, die seine Serviceleistungen nutzen,mehr Geld in den Taschen lässt. Er hat diekrasse Ineffizienz durchbrochen, die entstandenist, weil die Zeitungsverlage ein Monopol überProduktionsmittel und Distributionswege besaßen.Wenn man nun versucht, die Wirkung vonCraig Newmarks Innovation auf die Wirtschaftmithilfe von herkömmlichen Methoden undMaßstäben – die auf den Prinzipien der altenWirtschaft beruhen – zu beurteilen, entgehteinem dieser Zusammenhang. Craig Newmarkhat nicht zum Wachstum von Firmen oder zueiner Erhöhung ihrer Produktivität beigetragen.Er hat für Effizienz gesorgt.w Amazon, eBay und das gesamte Internetwerden beschuldigt, zerstörerische Schneisenin den Einzelhandelsmarkt geschlagenzu haben. Aber auch sie haben auf verschiedeneWeise für mehr Effizienz gesorgt: durchPreistransparenz, die zu niedrigeren Preisen fürdie Kunden führt, durch Effizienz der kritischenMasse, durch Senkung der Kosten für Personalund Verkaufsräume und, wie ich vermute, derKosten für Distribution und Lagerung. Unterdem Strich kommen dabei weniger Arbeitsplätze,weniger Miete, weniger Müll (keine Büchermehr, die makuliert werden, denn sie werdennun nur nach Bedarf hergestellt) und niedrigerePreise heraus. Und wieder bleibt mehr Geld inden Taschen derjenigen, die die Transaktionenvornehmen. Die Auswirkung der Innovation aufden Verkauf wird als Schrumpfung und Effizienzsichtbar, nicht als Wachstum.


11„Web 2.0 wird das Verdienst zugeschrieben, dieGründung neuer Firmen schneller, einfacher unddeutlich billiger zu machen. Das ist die andereInnovationsdividende – die Innovation, die im Kielwasserder Innovation geschieht.“AutorJeff JarvisTwitter@jeffjarvisLinkhttp://www.buzzmachine.com/2009/06/12/when-innovationyields-efficiencyBiografieJeff Jarvis ist Blogger und Autor desBuches „Was würde Google tun?“.Als Dozent leitet er das Programm fürInteraktiven Journalismus an der CityUniversity of New York (CUNY).w Google wird beschuldigt, zerstörerische Wirkungauf die Medien zu haben, aber tatsächlichmacht es den Werbungtreibenden einfach nurbessere Angebote. Google hat den Wettbewerbangenommen, und zwar nicht nur, indem esÜberfluss kreiert hat, statt eine Verknappungzu verkaufen, die aufgrund einer Kontrolle derProduktions- und Vertriebsmittel entstandenist. Das führte zu einem effizienteren, sprich:weniger teuren Werbemarkt. Noch wichtiger warjedoch, dass Google die Werbung revolutionierthat, indem es Performance verkauft und einenmessbaren ROI generiert. Das Geld, das nichtdank Craig in den Taschen der Menschen blieb,die Autos und Häuser kauften und verkauften,blieb jetzt dank Google in den Taschen vonEinzelhändlern und Herstellern. Mehr Effizienz.In „Was würde Google tun?“ schreibe ich:Wir sind von einer Wirtschaft, die auf Verknappungbasiert, zu einer Wirtschaft übergegangen,die auf Überfluss basiert. Die Kontrolleüber Produkte oder Distribution ist nicht längereine Garantie für Boni und Profite. … Wir erlebenden Beginn der Post-Mangelwirtschaftund Google zeigt uns, wie man mit Überflussumgeht. Google ist eine Herausforderung fürden unumstößlichen Grundsatz der Wirtschaft,der erstmals 1767 formuliert wurde: das Gesetzvon Angebot und Nachfrage.“Mit den alten Regeln, Maßstäben und Analysenlässt sich das nicht nachvollziehen.w Web 2.0 wird das Verdienst zugeschrieben,die Gründung neuer Firmen schneller, einfacherund deutlich billiger zu machen. Das ist dieandere Innovationsdividende – die Innovation,die im Kielwasser der Innovation geschieht.Wiederum jedoch geschieht dies nicht auf derEbene der großen Unternehmen, sondern derkleinen Firmen. Die Ausgaben für Innovationwerden damit zu einer weiteren unzuverlässigenMessgröße. Die Ökonomie der Innovationselbst hat sich verändert.Die Zuverlässigkeit von Standardmessungenund -analysen spielt eine große Rolle, da auf dieserGrundlage tiefgreifende – und kostspielige –politische und wirtschaftliche Entscheidungengetroffen werden, und ich bin ganz und gar nichtsicher, dass wir uns noch auf ihre Gültigkeitverlassen können. Ihnen entgehen zu viele derVeränderungen, der Auswirkungen, der Werteund Dynamiken der neuen Wirtschaft. Sie habenzum Bail-out für GM und Chrysler geführtund es ließe sich einwenden, wie es GeorgeWill gestern in der Washington Post getan hat,dass dieser Bail-out sogar den alten Regelnwiderspricht:Wenn die Regierung sich immer stärker aufdie Entwicklung und Vermarktung von Autosmithilfe zweier dahinsiechender Unternehmeneinlässt, ignoriert sie diese Tatsache: Kapitalismusist ein System, das auf Gewinn und Verlustbasiert. Es bringt eine kreative Zerstörunghervor, die Versager wie Chrysler hinwegfegensoll, um so Kapitel für produktivere Zweckefreizusetzen.“Das Kapital, sobald es einmal freigesetzt ist,wird jedoch vielleicht nicht in den Aufbau großerneuer Unternehmen fließen, sondern in denAufbau kleiner neuer Unternehmen. Es bleibtvielleicht in den Taschen der Menschen, dieTransaktionen durchführen, es wird nicht fürToyotas ausgegeben, sondern geht an die Banken.Man wird nicht alle diese Auswirkungen –oder nur in negativer Weise – am Dow Jonesoder den Fortune 500 ablesen können. Dieswaren die Maßstäbe der alten Wirtschaft. Wirbrauchen neue Maßstäbe.* Ich hatte gesagt, dass craigslist und das Internet 100 MilliardenDollar Umsatz an Zeitungskleinanzeigen verdrängen; dabei hatteich versucht, mit der Lebensspanne des Internets zu rechnen,was sich als sehr schwierig erwies. Deswegen habe ich die Zahlin 10 Milliarden geändert, das ist die Differenz zwischen demHöchststand des Kleinanzeigenumsatzes im Jahr 2000 unddem Wert im Jahr 2008.


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16Umair Haque: Manifest für smartes WachstumManifestfür smartesWachstum[Umair Haque, „Edge Economy“,30. Januar 2009, 10:45 Uhr]entwickeln würde, wie es die Industriestaatengetan haben, nun, dann gäbe es bald keine Weltmehr. Dummes Wachstum ist unfair: Es ist einWachstum, das sehr vielen Menschen eineIllusion vorgaukelt – fragen Sie nur die amerikanischeMittelklasse. Und schließlich – dervielleicht bedrohlichste Aspekt – dummesWachstum ist zerbrechlich: Es kann sehr schnellzusammenfallen und alle Gewinne von gesternin Verluste verwandeln – fragen Sie nur Island.Die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts wird vonsmartem Wachstum angetrieben. Nicht jedesWachstum ist gleich. Es gibt Arten von Wachstum,die wertvoller sind als andere. DummesWachstum ist nicht nachhaltig, es ist unfair undzerbrechlich, smartes Wachstum hingegen istnachhaltig, gerecht und stabil.Die vier Säulen smarten Wachstums – fürVolkswirtschaften, Gemeinschaften undUnternehmen:Obama stimuliert. Davos wägt ab.Manager setzen auf Entlassungen.Wall Street gibt den anderen dieSchuld. Willkommen in der Makropokalypse:Anscheinend ist niemand in der Lage, die globaleWirtschaft wieder in Ordnung zu bringen.Es ist an der Zeit, den Kapitalismus zu rebooten.Aber wie stellen wir das an?Hier ist ein Vorschlag, was ganz oben auf derAgenda aller Entscheidungsträger in der Wirtschaftstehen sollte, von Davos und Obamaüber Sand Hill Road bis zu den Revolutionären,die in winzigen Garagen am Google von morgenbasteln: Überdenkt Wachstum.Warum?Der Kapitalismus des 20. Jahrhunderts zerstörtsich selbst. Erstmals seit dem ZweitenWeltkrieg wird das globale Wachstum denPrognosen zufolge rückläufig sein – und dasist noch eine optimistische Annahme, gemessenan der drohenden Möglichkeit einesglobalen „verlorenen Jahrzehnts“. Die heutigenFührungskräfte erhöhen die Deiche undwollen Industrien und Banken in der Krise mitBail-outs retten. Aber ein Negativwachstumweist darauf hin, dass das Problem eine ganzandere Dimension hat: dass wir die Grenzeneiner bestimmten Art von Wachstum erreichthaben.Um das Wachstum wieder anzukurbeln,muss man es neu denken. Die Frage, die inDavos – und von den meisten Führungskräften– gestellt wird, ist folgende: Wo soll daszukünftige Wachstum herkommen? Aus Öl, aussauberen Technologien oder aus Staatsbürgschaften?Aus China oder von Obama? Die Antwortist: nichts von alldem. Das Wachstum derZukunft wird nicht aus einer Person, einem Landoder einer Technologie hervorgehen, sonderndaraus entstehen, dass wir begreifen, worandas Wachstum der Vergangenheit gescheitertist. Wenn wir unsere alten Wachstumsmodelleeinfach auf neue Menschen, Orte und Technologienübertragen, werden daraus immer undimmer wieder die gleichen Krisen erwachsen.Wir müssen Wachstum rebooten: Die Frageist nicht, was Wachstum bringt und was nicht,sondern von welcher Art das Wachstum ist.Das Wachstum des 20. Jahrhunderts wardumm. Die zentrale und entscheidende Lehreaus der Makropokalypse ist die, dass dasWachstum des 20. Jahrhunderts nicht aufDauer ausgerichtet war. Dummes Wachstumist nicht nachhaltig: Wenn die Welt sich so1. Ergebnisse statt Einkommen. DummesWachstum setzt auf Einkommen, aber sind wirheute wohlhabender als gestern? Beim smartenWachstum geht es darum, ob es Menschenbesser oder schlechter geht, und nicht einfachdarum, wie groß das Stück vom Kuchen ist, dasder Wirtschaft zugute kommt. Smartes Wachstumlässt sich an den Ergebnissen für die Menschenmessen und nicht nur an ihrem Einkommen.Sind die Leute gesünder, leistungsfähiger,klüger, glücklicher? Volkswirtschaftslehren, dieFinanzzahlen messen – das haben wir auf dieharte Tour gelernt – bleiben oft unverständlich,außer für die wenigen quantitativen Analystenunter uns. Es sind die handfesten Auswirkungenauf Menschen, die über die wahre Wertschöpfungentscheiden.2. Verbindungen statt Transaktionen.Dummes Wachstum orientiert sich an dem,was durch das Netzwerk der globalen Wirtschaftfließt: dem Handelsvolumen. SmartesWachstum schaut sich an, wie das Netzwerkselbst aussieht und warum manche Kanälewichtiger sind als andere, berücksichtigt alsodie Art der Verbindungen. Es geht nicht nurum Transaktionen auf globaler, regionaler odernationaler Ebene, etwa darum, wie sehr derWelthandel gewachsen ist, sondern auch umdie Bedeutung lokaler und globaler Beziehungenfür Fortschritt und Innovation. Wäre die


17„Das Wachstum des 20. Jahrhunderts war dumm.Die zentrale und entscheidende Lehre aus derMakropokalypse ist die, dass das Wachstum des20. Jahrhunderts nicht auf Dauer ausgerichtet war.“Entwicklung der Personal Computer und desInternets nicht durch die spezifischen Bedingungenin Silicon Valley vorangetrieben worden,hätte beispielsweise der Handel zwischenTaiwan, Japan und China nur einen Bruchteilseines heutigen Volumens. Smartes Wachstumversucht, Gemeinschaft und Verbindungen zuverstärken, denn das Ziel ist nicht einfach nurHandel, sondern auch Zusammenarbeit undgemeinsame Entwicklung.3. Menschen statt Produkte. Wenn Sie dasnächste Mal einen dieser alten Kerle über ein„Produkt“ reden hören, dann informieren Sieihn bitte darüber, dass das 20. Jahrhundertvor einem Jahrzehnt zu Ende gegangen ist.Smartes Wachstum setzt nicht auf Produkte,sondern auf die Fähigkeiten, das Engagementund die Kreativität von Menschen. Worin derUnterschied liegt? In allem. Es ist der Unterschiedzwischen einer Globalisierung, bei derMcJobs eine Dequalifizierung der ganzen Weltbetreiben, und einer Globalisierung, die aufUnternehmertum, Risikowirtschaft und radikalerInnovation beruht. „Menschen statt Produkte“steht für einen erneuerten Fokus auf Arbeitsmobilität,Humankapitalinvestitionen, Arbeitsmarktstandardsund Arbeitsmarkteffizienz. SmartesWachstum wird nicht angetrieben, indem dasKapital stumpfsinnig nach NiedrigstlohnarbeitAusschau hält, sondern indem Arbeitskraft dieMöglichkeit erhält, sich Kapital zu suchen, ausdem ein optimaler Schöpfungs-, ErfindungsundInnovationsprozess entsteht.4. Kreativität statt Produktivität. Oh, oh. Kreativitätgilt in der Wirtschaft quasi als Schimpfwort.Warum?Weil sie schwer zu messen, schwer zu managenund schwer in Modelle einzupassenist. Deswegen konzentrieren sich Wirtschaftswissenschaftlerlieber auf Produktivität – unddas Ergebnis ist dummes Wachstum. SmartesWachstum konzentriert sich auf ökonomischeKreativität, denn Kreativität zeigt uns, wie ausWettbewerb neue Werte entstehen, statt sichan alten Werten festzuklammern. Was ist ökonomischeKreativität? Wie viele neue Industrien,Märkte, Branchen und Segmente eine Wirtschaftsinnvoll erschaffen kann. Sie glauben,China wird die Welt retten? Denken Sie liebernoch einmal darüber nach. China mag ökonomischproduktiv sein, aber es ist alles andereals ökonomisch kreativ. Smartes Wachstum istkreativ – und nicht nur produktiv.Damit zum letzten Punkt – und einer Frage.Smarte Wirtschaft wird von smartem Wachstumgetrieben. Die vier Säulen des smartenWachstums sind Entwicklungsprinzipien für dieWirtschaft von morgen. Die Wirtschaft des 20.Jahrhunderts basiert auf nicht nachhaltigem,auf ungerechtem, instabilem und dummemWachstum. Smartes Wachstum ist nachhaltig,gerecht und stabil.Kapitalismus 2.0 kann nicht durch Wachstum1.0 angetrieben werden, und deswegen ist dasStreben nach smartem Wachstum unvermeidbar.Der wirtschaftliche Druck – das Potenzialfür Wertschöpfung in einer Welt, die von Wertzerstörungan den Abgrund getrieben wird – isteinfach zu groß.Kann man ein Unternehmen aufbauen, dasvon smartem Wachstum getrieben wird? Dievier Säulen des smarten Wachstums sind nichtnur Entwicklungsprinzipien für die Wirtschaftvon morgen, sondern auch für die Untenehmenvon morgen. Die radikal denkenden Führungs-AutorUmair HaqueTwitter@umairhLinkhttp://blogs.harvardbusiness.org/haque/2009/01/davos_discussing_a_depression.htmlBiografieUmair Haque ist als Leiter des HavasMedia Labs im Bereich strategischeUnternehmensplanung tätig. Zuvorgründete er Bubblegeneration, einenWissenspool für strategische Beratung.kräfte von heute sind es leid, sich mit toxischenund überkommenen Mehrheitsmeinungen vongestern abzufinden. Revolutionäre wie Apple,Threadless, Etsy, Whole Foods, American Apparelund Google entwickeln bereits jetzt bessereArten von Wachstum – von der Graswurzel nachoben.Die bisherigen Amtsinhaber scheitern en masse,während diese neuen Revolutionäre unverwüstlichzu sein scheinen.Warum?Unsere Forschung im Havas Media Lab zeigt,dass die Entscheidung für smartes Wachstumbelohnt wird: Smartes Wachstum führt zu mehrKreativität, Innovation, Effizienz und Leistungsstärke.Und nun toben Sie sich in den Kommentarenmit Fragen, Beispielen und Kritik aus! Welcheanderen Unternehmen setzen noch auf smartesWachstum? Vertraut Ihre Organisation auf eineder vier Säulen smarten Wachstums? Gibt esLänder oder Städte, die eine Nische für smartesWachstum bilden?


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22Tim Leberecht: Von der Google-Ökonomie zur Twitter-ÖkonomieVon derGoogle-Ökonomiezur Twitter-Ökonomi[Tim Leberecht, 20. Mai 2009, 11:22 Uhr]Ich bin noch dabei, die vielen großartigenEindrücke der next09 conference in Hamburgzu verarbeiten, einem der europaweitführenden Digital-, Kreativ- und Marketingforen,das sich vom üblichen Konferenzzirkus durchseinen einzigartigen deutsch-internationalenFokus (zweisprachiges Programm, 80 % internationaleTeilnehmer, viele internationaleRedner) abhebt. Das diesjährige Thema war„Share Economy“ und unter den 1.300 Teilnehmernwaren europäische VCs und Angel-Investoren, Web-2.0-Unternehmer, Medienleute,Kreativagenturen und Führungskräfte deutscherKonzerne (von BMW über die Deutsche Bankbis zur Deutschen Telekom).Der erste Tag, der Keynote-Tag, war ein wenigenttäuschend, was vielleicht an den hohen Erwartungenlag. Jeff Jarvis sollte das Publikummit seinem Markenzeichen, seiner „Was würdeGoogle tun?“-PowerPoint-Präsentation anheizen.Er ist ein großartiger Denker und Redner,aber aus irgendeinem Grund funkte es nichtzwischen ihm und dem Publikum, obwohl erzahlreiche Gedankenanstöße lieferte. Die eherzurückhaltende Reaktion lag eventuell daran,dass die Teilnehmer mit dem Gehörten entwederschon zu vertraut waren oder sich davonetwas überfordert fühlten. Möglicherweise warensie aber auch wirklich begeistert – und nurzu deutsch, um es zu zeigen … (Full Disclosure:Ich bin selbst zur Hälfte Deutscher).Auf Umair Haque, der nach Jarvis sprach,wartete eine noch größere, allerdings selbstauferlegte Herausforderung: in 45 Minutendas neue Paradigma des „Konstruktiven Kapitalismus“zu erklären. Das ist ein wenig,als würde man Marx bitten, sein KommunistischesManifest in einem Twitter-Chatzusammenzufassen. Es war sicher auch keinegroße Hilfe, dass Haque die viel gelobte Prezi-Präsentationssoftware verwendete: Das ganzeRan- und Wegzoomen machte schwindlig undenthüllte dazu noch die fehlende Stringenz inseiner Darstellung.Glücklicherweise erhielt Haque jedoch amfolgenden Tag die Chance, diesen ersten Eindruckzu korrigieren und einige seiner Gedankenauf einem gemeinsamen Panel mit Jarvisnoch einmal darzulegen. Dies erwies sich alsein wesentlich geeigneteres Format für seineIdeen zur Transformation des Kapitalismus. Erergriff zudem die Gelegenheit, auf die Angriffevon Andrew Keen („The Cult of the Amateur“)einzugehen, der am Eröffnungstag Haque (undalle anderen Denker, die er unter dem dunklenEinfluss von Silicon Valley wähnt) beschuldigte,einen ungezügelten Liberalismus derfreien Märkte und einen gefährlichen, neuenund radikalen Individualismus zu propagieren,und zwar unter dem Deckmantel der sozialen,konsumentengetriebenen Share Economy, dieauch auf der Konferenz gefeiert werde. Keenbemerkte scharfzüngig, dass Twitter uns zurückins 18. Jahrhundert katapultiere: Statt uns voninstitutionellen Hierarchien zu befreien, stärkees alte Machtstrukturen und eine allzu bekannteRollenverteilung in die, die folgen, und jene,denen gefolgt wird.Keen warf Haque & Co. Naivität vor und beharrtedarauf, dass Google und die anderenWeb-Moloche mithilfe von Link Love (alsodurch Teilung der wertvollsten Ressource imNetz, nämlich Aufmerksamkeit) keineswegs„faire Voraussetzungen für alle schaffen“ würden,wie Haque behauptet. Stattdessen würden sieauf diesem Wege ihre globale Dominanz weiterausbauen. Aus Keens Sicht ist die Offenheitvon Google nichts anderes als ein besondersgeschickter Mechanismus, um das Monopolim Markt der Aufmerksamkeit noch weiter zustärken. In eine ähnliche Richtung zielte einSpielverderber im Publikum, der Jarvis fragte:Wenn Free Sharing die Zukunft ist, warumteilt Google dann nicht seinen Ranking-Algorithmus?“Jarvis’ Antwort war nicht unbedingt überzeugend:Sorgen wegen böswilligen Datenmissbrauchs.Hmmm. So viel zu radikaler Transparenzund Vertrauen als grundlegenden Prinzipiender Share Economy.


23„Kommunikation im Social Web ist (mindestens)ebenso vielfältig wie menschliche Kommunikation,und sie beginnt sich gerade erst zu entfalten.“Zu Googles (und Jarvis’) Verteidigung könnteman Haques prägnanten Satz anführen:Wenn wir alle hypervernetzt sind, steigt derPreis für böse Taten.“AutorTim LeberechtTwitter@timleberechtLinkhttp://legacy.poptech.org/blog/index.php/archives/3754BiografieTim Leberecht ist Vice President ofMarketing and Communications beifrog design. Leberecht hat bereitseine Reihe von wirtschaftlichen undakademischen Publikationen im BereichMarketing, Innovation und Designverfasst.Das ist wahr. Außerdem liefert Google echtenWert, da es ein Win-win-win-Geschäftsmodell(Werbende, Konsumenten, Google)entwickelt hat, das sich erheblich von demGiftmüll unterscheidet, den Haque beklagt –nicht nachhaltige und letztendlich wertfreie Produkte,die den Kapitalismus, wie wir ihn kannten,zu Fall gebracht haben: Hummer-SUVs, FastFood, Derivate usw. Und dennoch, wenn Werbunggleichbedeutend ist mit dem Eingeständnis,ein mittelmäßiges Produkt zu haben, undtatsächlich ein Ausdruck von „Scheitern“ ist,wie Jarvis sagt, dann ist diese Vorstellung nurschwer mit der Tatsache in Einklang zu bringen,dass Werbung die Haupteinnahmequelle genaujener Google-Ökonomie ist, von der wir nachJarvis’ Meinung lernen sollen.Trotz der Schwachstellen in den Argumentationenvon Jarvis und Haque möchte ich siedennoch unbedingt verteidigen. Es ist leicht,konstruktive Vorstellungen von der Zukunftals sachlich fehlerhafte Beschreibungen einergegenwärtigen Realität zu dekonstruieren, aberwesentlich schwieriger, eine wirklich positiveVision zu entwerfen. Keen, der Rebell, der an diegute Sache glaubt, wirft einfach nur Bomben.Das gibt er selbst offen zu, aber es gelingt ihmnicht, eine Alternative zu den Überlegungen anzubieten,mit denen Jarvis, Haque und andereauf die fundamentale Krise des Kapitalismusreagieren.Google wird diese ganze intellektuelle Armdrückereiherzlich egal sein, es ist schließlich vollaufdamit beschäftigt, das zu tun, was es am bestenkann: Beta-Produkte und Serviceleistungen aufden Markt zu werfen und erfolgreich zu scheitern,indem es schnell scheitert. Ein Fehler, denGoogle begangen hat, könnte jedoch nachhaltigeKonsequenzen haben: Google hat Twitternicht gekauft. Und deswegen ist die Frage nichtlänger „Was würde Google tun?“, sondern„Was wird Twitter tun?“ Ist Twitter das Signal fürdas Ende der Google-Ökonomie?Jyri Engeström, der den Twitter-KonkurrentenJaiku an Google verkauft hat und nun bei Googleangestellt ist, kennt vielleicht die Antwort. Aufeinem Panel mit dem Social-Media-Guru ChrisMessina lieferte er interessante Einblicke in dieMikroblogging-Trends im Netz und verteidigtedie neuen Google-Profile („Man muss der Teilnahmezustimmen.“). Messina stimmte ihmzu und erwähnte einen anderen spannendenPunkt, der den Kontext für zukünftige Geschäftsmodelleder Twitter-Ökonomie liefert:die „Glokalisierung“ von Twitter. Er schilderte,dass es Twitter nicht gelingt, Echtzeitunterhaltungenauf die gesamte Welt auszudehnen,ganz einfach aufgrund der unterschiedlichenZeitzonen. Ein Teil der Welt schläft immer, wennwir gerade twittern. Die Social-Web-Gesprächedes Augenblicks sind daher immer asynchron,und es ist ein interessantes Gedankenexperiment,sich einen Service vorzustellen, der dieZeitzonendifferenz überbrückt und die Tweetsdann zeigt, wenn der Empfänger sie auchwirklich lesen kann (sie also ganz oben im Logbelässt), fast wie ein Echo über die Zeitzonenhinweg. Was, wenn der wahre Wert von Echtzeitdarin bestünde, Tweets dann zu veröffentlichen,wenn es wirklich darauf ankommt?Im Moment ist die Gesamtdimension vonTwitter ein noch unerschlossenes, aber sehrwertvolles Gelände, ein dynamisches Ökosystem,das noch weitere Add-ins, Integratorenund Lokalisierungsdienste hervorbringen wird.Die Kommunikation im Social Web ist (mindestens)ebenso vielfältig wie menschlicheKommunikation, und sie beginnt sich geradeerst zu entfalten.Auf der next09 herrschte große Einigkeit darüber,dass die nächste große Schwelle im Netz(und in der Twitter-Ökonomie) in der Kommunikationvon Unternehmen mit ihren Kundenbesteht. Wir sind Zeugen einer unumkehrbarenAnnäherung der Akteure. Kommunikationsdienstewie Twitter und Yammer begeben sichin die Sphäre der sozialen Netzwerke undprofitieren so von deren Legitimation und vonden Kollaborationstools. Umgekehrt verwendendie traditionellen sozialen Netzwerke wie XING,LinkedIn oder Facebook immer mehr Kommunikationsfeatures,weil sie den unwiderstehlichenVerlockungen der Echtzeitkommunikation nachgeben.Beide Seiten – und genau genommen jedesUnternehmen – sollten Umair Haques Ratschlagbeherzigen: Nehmen Sie eines der großengesellschaftlichen Ideale (Demokratie, Frieden,Transparenz, Gleichheit usw.) und wenden Siees auf eine kränkelnde Branche an, die dringendeiner Erneuerung oder zumindest einer kräftigenErschütterung bedarf: Gesundheitssystem,Finanzwelt, Medien, Energie, Regierung – egalwas. Kombinieren Sie das mit den Prinzipiender Twitter-Ökonomie – Transparenz, Unmittelbarkeit,Gemeinschaft und freier Zugang – undSie setzen auf das richtige Pferd.


SinnerSchraderAktiengesellschaftVölckersstraße 3822765 Hamburgwww.sinnerschrader.de


SinnerSchrader 2008 | 2009Brief an die Aktionäre3Brief an dieAktionäreLiebe Aktionäre,fünfzehn Tage nach dem Beginn des SinnerSchrader-Geschäftsjahres 2008/2009 löste die Insolvenz desBankhauses Lehman Brothers endgültig eine weltweiteFinanz- und Wirtschaftskrise in einem in den vorangegangenen60 Jahren nicht gesehenen Ausmaß aus. Indiesen Tagen der Berichterstattung über den Verlauf desGeschäftsjahres und die Lage zum Abschlussstichtag,dem 31. August 2009, mehren sich die Anzeichen,dass der Tiefpunkt der Krise durchschritten ist unddass die deutsche Wirtschaft, gestützt von staatlichenKonjunkturprogrammen, wieder wächst.Dazwischen lag ein erfolgreiches SinnerSchrader-Geschäftsjahr 2008/2009, in dem unter dem Brennglasder schwierigen konjunkturellen Gesamtlage dreifür SinnerSchrader wichtige Erwartungen bestätigtwurden.der Art und Weise, wie Konsumenten mit Marken undUnternehmen interagieren, und der Erwartungen, dieKonsumenten gegenüber Anbietern von Produktenund Dienstleistungen entwickeln, ist unveränderthoch, sie hat möglicherweise krisenbedingt sogarzugenommen.Ein Indiz dafür ist, dass nach Untersuchungen desMarktforschungsunternehmens GfK der Wert derNonfood-Produkte, die über das Internet gekauftwurden, im Jahr 2008 gegen den Konsumtrend ummehr als 19 % angestiegen ist. Der E-Commerce-Umsatz mit Waren ist damit 2008 stärker gewachsenals in den drei Jahren zuvor. Für 2009 rechnet derBranchenverband des Deutschen Versandhandelsmit einem weiteren Zuwachs des Warenumsatzes imInternet um 10 % bis 15 %. Die relative Bedeutungdes Internets hat damit in der Konjunkturkrise deutlichzugenommen.Das Internet wird zum Leitmedium für Marketingund Vertrieb.Die Bedeutung des Internets für den Vertrieb vonProdukten und Dienstleistungen, die Gewinnung undBindung von Kunden sowie den Aufbau und die Pflegevon Marken und Image hat konjunkturunabhängigweiter zugenommen. Die Dynamik der VeränderungDiese Entwicklung ist in den verschiedensten Branchenals Motor von Veränderungen der Wettbewerbslandschafterkennbar. Das Internet ist daher nicht mehr nurein weiterer Kanal für Vertrieb, Marketing und Kommunikationunter anderen, sondern wird immer mehr zudem Kanal, an dem sich die Vertriebs-, MarketingundKundenbindungsstrategie der Unternehmenausrichten muss.


4Brief an die Aktionäre SinnerSchrader 2008 | 2009Die Investitionen der deutschen Unternehmen in dieWeiterentwicklung ihrer Internetstrategien wurdendaher durch den krisenbedingten Zwang zu Budgetkürzungenauch nur geringfügig in Mitleidenschaftgezogen und scheinen sich mit den ersten konjunkturellenErholungszeichen bereits wieder zu beleben.Die Interaktivagenturen werden die Gewinner desWandels in der Agenturwelt sein.Der kontinuierliche Bedeutungszuwachs des Internetsim Konzert der verschiedenen Kommunikations- undVertriebskanäle verändert gerade auch die Brancheder Marketing- und Werbeagenturen selbst.Während die gesamten Bruttowerbeausgaben inDeutschland im Zuge der Konjunkturkrise im erstenHalbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr sanken,stiegen die Ausgaben für Displaywerbung im Internetunterschiedlichen Quellen zufolge um 10 % bis 13 %an. In Deutschland liegt das Internet bei den Bruttowerbeausgabendamit hinter dem Fernsehen und denZeitungen an dritter Stelle. In Großbritannien hat sichdas Internet im ersten Halbjahr 2009 mit einem Anteilan den Bruttowerbeausgaben von 23,5 % bereits amFernsehen vorbei auf den ersten Platz geschoben.Damit gerät die Welt der klassischen Werbeagenturen,die vom Leitmedium Fernsehen und seinen Formatenher denkt, unter erheblichen Veränderungsdruck – einProzess, der sich in der Krise spürbar beschleunigt hat.Die Interaktivagenturen, die seit ihrem Entstehen Mitteder 1990er-Jahre ihr Geschäft und ihre Arbeitsweiseauf das Internet ausgerichtet haben, können immerhäufiger ihre Stärken ausspielen: die Kenntnis des interaktivenKonsumenten und der internetspezifischenAnforderungen an eine interdisziplinäre Zusammenarbeitzwischen Kreation und Technologie.SinnerSchrader ist im deutschen Agenturmarktaussichtsreich positioniert.SinnerSchrader hat sich im deutschen Markt für Interaktivdienstleistungendurch die organische Entwicklungvon Kompetenzen und Kundenbeziehungen und dieÜbernahme der spot-media AG eine führende Positionmit einem Schwerpunkt im Bereich E-Commerce erarbeitet.Durch zahlreiche erfolgreiche Projekte und dielangjährige Begleitung von Kunden entstand darüberhinaus SinnerSchraders Ruf für Leistungsfähigkeitund Kundenorientierung – Qualitäten, die gerade ineinem wirtschaftlich schwierigen Umfeld stabile undvertrauensvolle Bestandskundenbeziehungen undpotenzialträchtige Neukundengewinne ermöglichen.Dafür hat SinnerSchrader die durch den Börsengangvor zehn Jahren erhaltenen finanziellen Möglichkeitengezielt genutzt, ohne sie zu überreizen. So verfügtSinnerSchrader über die finanzielle Stabilität undUnabhängigkeit, um sich zusätzlich zur inhaltlichenKompetenz bei großen deutschen Unternehmen alsverlässlicher Partner für zukunftsweisende Aufgabenzu qualifizieren.Diese Entwicklungen im Blick hielt SinnerSchrader zuBeginn des Geschäftsjahres trotz der globalen FinanzundWirtschaftskrise eine Steigerung von Umsatzund operativem Ergebnis für möglich. Am Ende desGeschäftsjahres 2008/2009 standen ein Zuwachs desBrutto- und des Nettoumsatzes um jeweils rd. 14 %auf 27,7 Mio. € bzw. 20,9 Mio. € sowie ein EBITA vorVorleistungen in den Aufbau neuer Geschäftsfeldervon 2,4 Mio. € und damit eine Steigerung gegenüberdem Vorjahreswert um 0,1 Mio. € oder rd. 6 % zuBuche.SinnerSchrader hat sich im Berichtsjahr aber nichtmit der Entwicklung des angestammten Geschäftesbegnügt. Getragen von der Überzeugung, dass dieKonjunkturkrise jene Veränderungsprozesse beschleunigt,die die Position der Interaktivagenturen und diezukünftige Entwicklung von SinnerSchrader begünstigen,investierte SinnerSchrader in den Ausbau seinesLeistungsportfolios.


SinnerSchrader 2008 | 2009Brief an die Aktionäre5Zum einen übernahm SinnerSchrader im Verlauf desGeschäftsjahres 2008/2009 die newtention-Gruppe.Diese hat mit der n7-Adservingsoftware eine Basistechnologiefür die leistungs- und profilbezogeneAuslieferung und Steuerung von Onlinewerbemittelnentwickelt und vertreibt diese Software seit dem Jahr2008 über ein Software-as-a-Service-Modell. Mitder Akquisition ist SinnerSchrader im Hinblick aufden wachsenden Druck zur intelligenten Verwertungund zum intelligenten Einkauf von Werbeflächen imInternet unter Nutzung der medienspezifischen Möglichkeitenzur Messung und Auswertung von Datenim Rahmen des datenschutzrechtlich Erlaubten zueinem Partner in erster Linie für Werbungtreibende,aber auch für Mediaagenturen und Anbieter bzw.Vermarkter von Werbeflächen geworden.Der Aufbau der neuen Geschäftsfelder wird Zeitbenötigen, sodass sich aus ihnen für das mittlerweileangelaufene Geschäftsjahr 2009/2010 noch keinepositiven Ergebnisbeiträge erwarten lassen. Wir sehenin diesen Geschäftsfeldern aber wichtige Bausteine fürdie zukünftige Entwicklung von Umsatz und Ergebnisder SinnerSchrader-Gruppe.Angesichts überwiegend positiver Signale aus demMarkt rechnen wir trotz des Anlaufs in den neuenGeschäftsfeldern und des Fortbestehens einer vergleichsweisehohen konjunkturellen Unsicherheit abermit einem stärkeren Wachstum des Nettoumsatzes alsim Geschäftsjahr 2008/2009 und mit einer überproportionalenSteigerung des in der Gewinn- und Verlustrechnungausgewiesenen EBITA.Zum anderen entwickelte SinnerSchrader im Geschäftsjahrorganisch ein E-Commerce-Outsourcing-Angebot,gründete für die Umsetzung des Geschäftskonzeptsdie next commerce GmbH und gewann für das Konzepteinen ersten Kunden. Das Leistungsangebot der nextcommerce GmbH umfasst Aufbau und Weiterentwicklungeines E-Shops, Shopmanagement, technischenBetrieb, Vermarktung, Logistik und Fulfillment sowieKundenbetreuung und Zahlungsabwicklung auf derBasis einer mehrjährigen, in der Regel fünfjährigenZusammenarbeit und gegen eine Beteiligung an demüber den Shop generierten Umsatz. Auf der Basisseines dreizehnjährigen Know-hows aus zahlreichenE-Shop-Projekten ist SinnerSchrader mit diesem Angebotbereit, mehr Verantwortung für den Erfolg einesOnlineshops zu übernehmen, in der Erwartung, anwachsenden E-Commerce-Umsätzen zu partizipieren.Aufgrund dieser positiven Erwartungen halten wirdaran fest, Sie wie in den beiden Vorjahren mit einemhohen Anteil an den im abgeschlossenen Geschäftsjahrerzielten Ergebnissen zu beteiligen, und werdenzusammen mit dem Aufsichtsrat der am 16. Dezember2009 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividendevon 0,08 € je Aktie vorschlagen.Zehn Jahre nach dem Börsengang SinnerSchradersim November 1999 ist das interaktive Zeitalter inMarketing und Vertrieb Wirklichkeit geworden. Sinner-Schrader sieht sich auf gutem Weg, eine der führendendeutschen Agenturgruppen dieser Zeit zu werden.Hamburg, 4. November 2009Der VorstandDer Ausbau des Leistungsportfolios hat das Geschäftsjahr2008/2009 mit Kosten von rd. 1,0 Mio. € belastet.Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewieseneEBITA betrug somit 1,4 Mio. € – rd. 0,9 Mio. €weniger als das Vorjahresergebnis von 2,3 Mio. €. Dasauf die SinnerSchrader-Aktionäre entfallende Konzernergebnisging aufgrund der Aufbaukosten für dieneuen Geschäftsfelder ebenfalls zurück und erreichte1,2 Mio. € oder knapp 0,11 € je Aktie nach 1,6 Mio. €bzw. 0,14 € je Aktie im Vorjahr.


6Die Aktie SinnerSchrader 2008 | 2009Die AktieAktienmarktDie Entwicklung der Kurse am deutschen Aktienmarktvon Ende August 2008 bis Ende August 2009,dem Zeitraum des SinnerSchrader-Geschäftsjahres2008/2009, stand ganz im Zeichen der weltweitenFinanz- und Wirtschaftskrise. Nachdem die Kursebereits im Vergleichszeitraum 2007/2008 in derErwartung konjunktureller Schwierigkeiten deutlichrückläufig waren, hatte die dann erheblich stärkerals erwartet eintretende Rezession weitere deutlicheKursrückgänge an den Aktienmärkten zur Folge.Der deutsche Leitindex DAX verlor im Vergleich zumSchlussstand am 29. August 2008 von 6.422 Punktenbis zum 31. August 2009 noch einmal fast 15 %seines Wertes und sank auf einen Stand von 5.465Punkten. Für die zwei Jahre vom 31. August 2007 biszum 31. August 2009 ergab sich damit ein Rückgangum insgesamt gut 28 %. Die breiten Marktindizes, zudenen die SinnerSchrader-Aktie gehört, CDAX, PrimeAll Share, Technology All Share und German EntrepreneurialIndex (GEX), zeigen eine ähnlich negative,teilweise noch stärker rückläufige Entwicklung. ImEinjahreszeitraum fielen die Stände dieser Indizes um18 %, 18 %, 17 % bzw. 24 %. In den zwei Jahren seitdem 31. August 2007 gingen die genannten Indizesgar um 31 %, 31 %, 28 % bzw. 40 % zurück.Die SinnerSchrader-Aktie wird über die genanntenbreiten Marktindizes im DAXsector-Index Software undDAXsubsector-Index IT-Services geführt. Wie schonim Zeitraum 2007/2008 schnitten die IT-bezogenenSektorindizes besser ab als der Gesamtmarkt. Währendsich der Software-Sector-Index mit Abschlägenvon 7 % und 12 % im Ein- bzw. Zweijahreszeitraumallerdings ebenfalls negativ entwickelte, konnte derIT-Services-Subsector-Index von Ende August 2008bis Ende August 2009 sogar um 14 % und über zweiJahre gerechnet um 13 % zulegen.Alle Indizes erreichten zum 31. August 2009 Endständedeutlich über den Tiefstwerten des 2008/2009-Zeitraums,die in den Monaten Oktober 2008 bis März2009 mit Werten von 38 % (DAXsector-Index Software)bis fast 50 % (Technology All Share) unter dem Indexwertam 29. August 2008 lagen. Darin drücken sich dieseit dem späten Frühjahr 2009 deutlich verbessertenErwartungen an die zukünftige konjunkturelle Entwicklungin Deutschland aus.Eckdaten zur AktieWKN 514190ISNDE00005141907SymbolSZZReuters-SymbolSZZG.DEBloomberg-SymbolSZZ.GRZulassungssegmentGeregelter Markt, Prime StandardBörsenplätzeXetra, Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart, München, Düsseldorf, BerlinIndizesDAXsector Software, DAXsubsector IT-Services, GEXCDAX, Prime All Share, Technology All ShareDesignated SponsorClose Brothers Seydler Bank AGAnalystenTim Kruse, SES ResearchAnzahl ausgegebener Aktien zum 31.08.2009 11.542.764Anzahl Aktien im Umlauf zum 31.08.2009 11.272.108


SinnerSchrader 2008 | 2009Die Aktie7SinnerSchrader-AktieAktionärsstrukturDie Performance der SinnerSchrader-Aktie orientiertesich im Geschäftsjahr 2008/2009 eher an dem IT-Services-Subsector-Index als an den anderen Marktindizes.Mit einem Kursanstieg um 0,01 € von 1,68 €am 29. August 2008 auf 1,69 € am 31. August 2009sowie einer Dividendenausschüttung von 0,12 € am20. Dezember 2008 ergab sich eine Gesamtperformancefür die SinnerSchrader-Aktie von rd. 8 %.Die Aktionärsstruktur war auch im Geschäftsjahr2008/2009 – soweit der Gesellschaft bekannt – sehrstabil. Herr Matthias Schrader hat in mehreren Einzeltransaktionen,über die die Gesellschaft jeweils imRahmen von Directors’-Dealings-Meldungen berichtethat, 74.950 Aktien am Markt erworben und den vonihm gehaltenen Anteil von 20,9 % am 31. August 2008auf 21,3 % am 31. August 2009 erhöht.Damit wurde die Entwicklung des Performanceindexfür den IT-Services-Subsector, in dem ebenfalls sowohlKursveränderungen als auch Erträgnisausschüttungenberücksichtigt werden, im gleichen Zeitraum nichtganz erreicht, aber zu weiten Teilen des Aktienmarktsein erfreulicher Abstand erzielt. Im Zweijahreszeitraumbis zum 31. August 2009 hebt sich die Performanceder SinnerSchrader-Aktie allerdings auch deutlich vonder Entwicklung des IT-Services-Subsector-Index ab.Mit einem Kursplus von 0,12 € sowie zwei Ausschüttungenin Höhe von jeweils 0,12 € belief sich dieGesamtperformance ohne Wiederanlagefiktion auf23 % und mit der Wiederanlagefiktion für die Dividendenausschüttungen,die bei der Indexberechnungberücksichtigt wird, auf 24 %.Darüber hinaus hat die SinnerSchrader AG imBerichtszeitraum 245.471 eigene Aktien am Marktzurückerworben und 20.000 eigene Aktien im Rahmendes Kaufes der newtention technologies GmbH zurBegleichung eines Teiles des Kaufpreises ausgegeben.Der Anteil der von der AG gehaltenen eigenen Aktien anallen ausgegebenen Aktien belief sich zum 31. August2009 auf 2,3 % gegenüber 0,4 % ein Jahr zuvor.Die SinnerSchrader AG erhielt im Berichtszeitraumdrei Pflichtmitteilungen gem. § 21 Wertpapierhandelgesetz,die im Anhang des Jahresabschlusses der AGaufgeführt sind und aus denen keine wesentlichenVeränderungen der Aktionärsstruktur erkennbar wurden.Nicht nur im Marktvergleich schneidet die Sinner-Schrader-Aktie gut ab, auch im Vergleich mit den börsennotiertenInteraktivagenturen steht SinnerSchradergut da. Im Zweijahreszeitraum vom 31. August 2007bis zum 31. August 2009 zeigt SinnerSchrader mitAbstand die beste Kurs- und Gesamtperformance. Imeinjährigen Berichtszeitraum wartete nur die Aktie derSyzygy AG mit einer um 2 Prozentpunkte besserenPerformance auf.


8Die Aktie SinnerSchrader 2008 | 2009Investor RelationsDie SinnerSchrader AG hat ihre Investor-Relations-Arbeit im Geschäftsjahr 2008/2009 in gewohnter Weisefortgesetzt. Der Fokus lag dabei auf einer umfangreichenund transparenten Erläuterung der Geschäftsentwicklungin den Finanzberichten. Darüber hinaus hatsich SinnerSchrader auf Investorenkonferenzen wie z. B.dem Deutschen Eigenkapitalforum interessierten Anlegernpräsentiert und in Einzelterminen vor Ort odertelefonisch Gespräche mit Aktionären, Analysten undVertretern der Wirtschaftspresse, die die SinnerSchraderAG und vergleichbare Unternehmen kontinuierlichbeobachten, geführt.Seit dem Geschäftsjahr 2005/2006 veröffentlicht dieSES Research GmbH, Hamburg, regelmäßig aktualisierteEinschätzungen zu den Zahlen und Informationenvon SinnerSchrader und zur Entwicklung derSinnerSchrader-Aktie. Da die Concord Effekten AGihre Geschäftstätigkeit im Bereich Designated Sponsoringzum 31. März 2009 eingestellt hat, wurde dieClose Brothers Seydler Bank AG von SinnerSchraderab dem 1. April 2009 mit dem Designated Sponsoringfür die SinnerSchrader-Aktie beauftragt und stellt seitherdie Liquidität der SinnerSchrader-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse sicher.Vertrauen, Transparenz und Beständigkeit sind dieLeitlinien der Aktionärsbetreuung bei SinnerSchrader,die ein wesentliches Element einer guten undtransparenten Unternehmensführung im Sinne derim Corporate Governance Kodex festgelegten Standardsdarstellt. Alle relevanten Informationen zurSinnerSchrader-Aktie sind auf der Aktienwebsitewww.wkn514190.de oder im Bereich „Investoren“ aufder SinnerSchrader-Website www.sinnerschrader.defür alle Aktionäre und Interessierten jederzeit abrufbar.


SinnerSchrader 2008 | 2009Corporate Governance9Aktionärsstruktur am 31. August 2009 1)in %Eigene Aktien2,3 %Pre-IPO-beteiligte Mitarbeiter 2)3,2 %Strategischer Investor10,8 %Streubesitz51,4 %Matthias Schrader, Oliver Sinnerund Familien 32,3 %Strategischer Investor 10,8 %Pre-IPO-beteiligte Mitarbeiter 2) 3,2 %Eigene Aktien 2,3 %Streubesitz 51,4 %Matthias Schrader, Oliver Sinner und Familien32,3 %1) Soweit der Gesellschaft bekannt2)Soweit Organ oder konsortialrechtlich gebundenHandelsvolumen der SinnerSchrader-Aktie 2008/2009in TSt.80Volumenstatistik 2008/2009 1)6040∅-Volumen pro Tag in St. 11.576∅-Volumen pro Tag in € 18.072 €Max. Tagesvolumen in St. 58.155Max. Tagesvolumen in € 94.035 €2009/08 10/08 11/08 12/08 01/09 02/09 03/09 04/09 05/09 06/09 07/09 08/091) An allen HandelsplätzenKursverlauf der SinnerSchrader-Aktie 2008/2009 (indexiert)XETRA-Schlusskurse in % +/– zum Kurs am 29.08.2008 (= 100 %)30 %Kurs-/Performancestatistik 2008/2009 1)0 %DAXsubsectorIT-ServicesSinnerSchraderDAXsector SoftwareDAXTechnology All ShareKurs am 29.08.2008 1,68 €Kurs am 31.08.2009 1,69 €Kursperformance 2008/2009 0,01 €in % vom Kurs am 29.08.2008 +0,6 %Dividende am 19.12.2008 0,12 €Gesamtperformance 2008/2009 0,13 €in % vom Kurs am 29.08.2008 +7,7 %Höchstkurs 1,75 €Tiefstkurs 1,25 €Aktien im Umlauf 31.08.2009 11.272.108Marktkapitalisierung 31.08.2009 19,0 Mio. €–50 %09/08 10/08 11/08 12/08 01/09 02/09 03/09 04/09 05/09 06/09 07/09 08/091) Bezogen auf Xetra-Kurse


SinnerSchrader 2008 | 2009Kapitel11Corporate GovernanceUnter Corporate Governance ist die Gesamtheit allerWerte, Grundsätze und Regeln der Unternehmensführungund -kontrolle zu verstehen. Seit 2002 werdenvon der Regierungskommission Deutscher CorporateGovernance Kodex („DCGK“) Grundsätze und Normenherausgegeben, die eine gute und verantwortungsvolleCorporate Governance kennzeichnen und zuderen Einhaltung sich alle börsennotierten deutschenGesellschaften jährlich erklären müssen. Seit seinerEntstehung wird der Kodex ständig auf der Basis aktuellerErkenntnisse und Anforderungen weiterentwickelt.Die aktuelle Fassung stammt vom 18. Juni 2009.EntsprechenserklärungAufsichtsrat und Vorstand der SinnerSchrader AGfühlen sich von jeher den im Deutschen CorporateGovernance Kodex aufgestellten Prinzipien einer guten,transparenten, auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführungverpflichtet und begrüßen die Entwicklungzur Corporate Governance in Deutschland.Gemäß § 161 Aktiengesetz haben Aufsichtsrat undVorstand der SinnerSchrader AG am 18. Dezember2008 eine Entsprechenserklärung, basierend aufdem Deutschen Corporate Governance Kodex inseiner Fassung vom 6. Juni 2008, abgegeben. Sieist am Ende dieser Erläuterungen zur CorporateGovernance im Wortlaut abgedruckt und für alleAktionäre und Interessierten dauerhaft auf der Websitewww.wkn514190.de oder über die Unternehmenswebsitewww.sinnerschrader.de im Bereich „Investoren“unter „Corporate Governance“ zusammen mit demKodex in seiner aktuellen Fassung einsehbar. DieErklärung dokumentiert, dass SinnerSchrader bis aufwenige Ausnahmen den Verhaltensempfehlungen desDeutschen Corporate Governance Kodex entspricht.Im Dezember 2009 werden Vorstand und Aufsichtsratsich mit der aktuellen Fassung des Kodex vom 18. Juni2009 befassen und die jährliche Erklärung auf derGrundlage dieser Fassung erneuern.Organe der GesellschaftDer Vorstand einer Aktiengesellschaft wird vom Aufsichtsratbestellt und leitet die Gesellschaft in eigenerVerantwortung. Er führt die Geschäfte nach demGesetz, der Satzung der Gesellschaft und der vomAufsichtsrat für den Vorstand erlassenen Geschäftsordnung.Diesen Regeln folgend ist der Vorstand beiVornahme bestimmter Geschäfte zur vorherigen Einholungder Zustimmung des Aufsichtsrats verpflichtet.Der Vorstand der SinnerSchrader AG besteht unverändertaus zwei Mitgliedern. Der Vorstandsvorsitzende,Matthias Schrader, ist bis 31. Dezember 2010 zumVorstand bestellt. Der Finanzvorstand, ThomasDyckhoff, ist bis zum 31. Dezember 2012 bestellt.Interessenkonflikte nach Ziffer 4.3 DCGK traten imGeschäftsjahr 2008/2009 nicht auf.Der Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand und stehtihm bei der Leitung der Gesellschaft beratend zurSeite. Zu den wesentlichen Aufgaben des Aufsichtsratsgehört die Vertretung der SinnerSchrader AGgegenüber dem Vorstand, die Bestellung der Vorstandsmitglieder,die Festlegung ihrer Vergütung,die Überwachung der Arbeit des Vorstands undder Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf dieRechnungslegungsprozesse, auf die Wirksamkeit desinternen Kontrollsystems sowie auf die Wirksamkeitdes Risikomanagementsystems, die Beauftragung derWirtschaftsprüfer und die Überwachung der Abschlussprüfung,die Billigung des Jahresabschlusses undKonzernabschlusses sowie die Beschlussfassungüber nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungzustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstands.Der Aufsichtsrat der SinnerSchrader AG besteht aus dreiMitgliedern, die von der Hauptversammlung gewähltwerden. Der Aufsichtsrat wird derzeit von Prof. Dr.Reinhard Pöllath, Vorsitzender, Dieter Heyde, stellvertretenderVorsitzender, und Prof. Cyrus D. Khazaeligebildet. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind von der


12Corporate Governance SinnerSchrader 2008 | 2009Hauptversammlung am 18. Dezember 2008 bis zumEnde der Hauptversammlung, die über die Entlastungdes Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012/2013beschließt, wiedergewählt worden. Interessenkonfliktenach Ziffer 5.5 DCGK traten im Geschäftsjahr 2008/2009nicht auf.Vergütungsbericht für Vorstandund AufsichtsratDetaillierte Angaben zur Vergütung der Organmitgliederfinden sich gemäß Vorstandsvergütungsoffenlegungsgesetzim Abschnitt 6 des Lageberichts sowie imAnhang des Jahresabschlusses der SinnerSchraderAG, die in diesem Geschäftsbericht wiedergegebensind. Dort sowie im Anhang des Konzernabschlusseswerden auch die laufenden Aktienoptionsprogrammeerläutert.Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte(„Directors’ Dealings“)Nach § 15 a Wertpapierhandelgesetz sind die Organmitgliedersowie sonstige Personen mit Führungsaufgabenund Personen, die in einer engen Beziehungzu Organmitgliedern und Personen mit Führungsaufgabenstehen, verpflichtet, Erwerb und Veräußerungvon SinnerSchrader-Aktien bzw. sich auf dieseAktien beziehenden derivativen Finanzinstrumentengegenüber der SinnerSchrader AG offenzulegen,wenn sie im Jahr einen Gegenwert von insgesamt5.000 € überschreiten. Im Geschäftsjahr 2008/2009wurden der SinnerSchrader AG von Matthias SchraderMitteilungen über den Kauf von SinnerSchrader-Aktiengemacht, die die Gesellschaft entsprechend denRegelungen des Wertpapierhandelgesetzes bekanntgemacht hat.Im Geschäftsjahr 2008/2009 gab es keine Änderungender Vergütungsvereinbarung für die Organmitgliederder AG.Aktienbesitz von OrganmitgliedernÜber die Bestände an Aktien und Aktienderivaten, diesich zum 31. August 2009 im Besitz der Mitgliedervon Vorstand und Aufsichtsrat befanden, sowie überVeränderungen dieser Bestände im Geschäftsjahr2008/2009 gibt eine Übersicht auf Seite 101 diesesGeschäftsberichts Auskunft. Der Bestand an Aktiendes Vorstands macht einen Anteil von ca. 21,9 % derausgegebenen SinnerSchrader-Aktien aus. Der Anteilhat sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2008/2009durch Käufe am Markt um 0,3 Prozentpunkte erhöht.Der Aufsichtsrat hielt zum 31. August 2009 keineSinnerSchrader-Aktien.RechnungslegungsgrundsätzeDie Rechnungslegung des SinnerSchrader-Konzernserfolgt gemäß der EU-Verordnung 1606/2002 seitdem Geschäftsjahr 2005/2006 nach den InternationalFinancial Reporting Standards. Davor wurde nachden US-amerikanischen RechnungslegungsstandardsUS-GAAP bilanziert. Der Jahresabschluss der Sinner-Schrader AG wird unverändert nach den Rechnungslegungsvorschriftendes deutschen Handelsgesetzbuchsaufgestellt.Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden voneiner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, diegegenüber dem Aufsichtsrat ihre Unabhängigkeiterklärt hat und die von der Hauptversammlung am18. Dezember 2008 für diese Aufgabe bestimmt wurde.


SinnerSchrader 2008 | 2009Corporate Governance13Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsratszu den Empfehlungen der „RegierungskommissionDeutscher Corporate Governance Kodex“gemäß § 116 AktGVorstand und Aufsichtsrat der SinnerSchrader AGerklären, dass den Empfehlungen der „RegierungskommissionDeutscher Corporate Governance Kodex“in der Fassung vom 6. Juni 2008 mit nachfolgendenEinschränkungen im Geschäftsjahr 2007/2008(01.09.2007– 31.08.2008) entsprochen wurde sowieim aktuellen Geschäftsjahr 2008/2009 (01.09.2008 –31.08.2009) und in Zukunft entsprochen wird:VorstandZiffer 4.2.3:Auf variable Vergütungskomponenten sowie Aktienoptionenwurde im Vergütungspaket von Herrn MatthiasSchrader, Vorstandsvorsitzender der SinnerSchraderAG, aufgrund seines hohen Beteiligungsanteils an derGesellschaft verzichtet.Ziffer 4.2.3:Die an andere Vorstandsmitglieder vergebenen Aktienoptionenentstammen den von der Hauptversammlungverabschiedeten Optionsprogrammen 1999, 2000 und2007. Sie sehen entsprechend den von der Hauptversammlungverabschiedeten Bedingungen als Ausübungskriteriumdie Erreichung einer Kurssteigerungvon 20 % für die Programme 1999 und 2000 bzw. 30 %bis 50 % für das Programm 2007 jeweils bezogen aufden Durchschnittskurs der SinnerSchrader-Aktie anzehn bzw. fünf Handelstagen vor Zuteilung, Wartefristenvon zwei bis vier bzw. drei bis fünf Jahren sowie eineLaufzeit von sechs bzw. sieben Jahren vor. Für außerordentliche,nicht vorhergesehene Entwicklungensehen die Optionsbedingungen keine Begrenzungsmöglichkeit(Cap) vor.Auf die Festlegung eines Caps wurde auch bei einerfür den Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember2007 an ein Vorstandsmitglied vergebenen aktienbasiertenBonuskomponente verzichtet, da Caps derbeabsichtigten Anreizwirkung besonders bei mehrjährigenWartefristen entgegenstünden.AufsichtsratZiffer 3.8:Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht eineD&O-Versicherung ohne Selbstbehalt, da ein solcherSelbstbehalt angesichts der auch im Vergleich geringbemessenen Vergütung unverhältnismäßig wäre.Ziffer 5.3.1 ff.:Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet, da ernur aus drei Mitgliedern besteht.Hamburg, 18. Dezember 2008SinnerSchrader AktiengesellschaftFür den Aufsichtsratfür den VorstandProf. Dr. Reinhard Pöllath Matthias Schrader


14Berichtdes Aufsichtsratszum Geschäftsjahr2008/2009Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung derSinnerSchrader Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaftenim Geschäftsjahr 2008/2009 intensivbegleitet. Dazu informierte ihn der Vorstand in den turnusmäßigenAufsichtsratssitzungen, durch monatlicheBerichte sowie durch schriftlichen, telefonischen undpersönlichen Austausch laufend über die Geschäftsentwicklungund die aktuelle Lage, die strategischeWeiterentwicklung sowie über wesentliche Investitionsvorhaben.In Geschäftsvorgänge und Entscheidungen,die für die Gesellschaft oder den Konzern von wesentlicherBedeutung waren, hat der Vorstand den Aufsichtsratrechtzeitig einbezogen. Auf dieser Basis hatder Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzungzukommenden Aufgaben wahrgenommen und dieGeschäftsführung des Vorstands überwacht.SitzungenBeratungsschwerpunkteIn seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit demVerlauf des Geschäftes und der Lage des Konzernsbefasst, insbesondere mit möglichen negativen Auswirkungender Finanz- und Wirtschaftskrise sowieGegenmaßnahmen. Einen Schwerpunkt der Arbeit desAufsichtsrats bildeten darüber hinaus die Vorschlägedes Vorstands zu Investitionen in den Ausbau desLeistungsportfolios. Diese umfassten die Übernahmeder newtention technologies GmbH in zwei Schrittenim Dezember 2008 und im Mai 2009 sowie den organischenAufbau des E-Commerce-Outsourcing-Geschäftsdurch Gründung der next commerce GmbH im Mai2009. Des Weiteren waren die Nutzung der Ermächtigungzum Rückkauf eigener Aktien sowie die Anlageder Liquiditätsreserve vor dem Hintergrund der Finanzkrisewichtige Themen der Aufsichtsratsarbeit.Der Aufsichtsrat trat zu vier ordentlichen Sitzungenam 3. November 2008, 14. Januar 2009, 7. April 2009und 3. Juli 2009 zusammen. Darüber hinaus hat derAufsichtsrat am 9. November 2008 und am 1. Dezember2008 Telefonkonferenzen abgehalten und am 15. Oktober2008 sowie am 1. Dezember 2008 Beschlüsse imUmlaufverfahren gefasst. Mit Ausnahme der Sitzungam 3. November 2008 waren jeweils alle Mitgliederdes Aufsichtsrats anwesend. Den Beschlussfassungender Sitzung vom 3. November 2008 wurde von demam Sitzungstermin verhinderten Mitglied im Nachgangschriftlich zugestimmt. Die Sitzungen fanden jeweilsim Beisein des Vorstands statt.In seiner Sitzung am 3. November 2008 hat sich derAufsichtsrat eingehend mit dem Konzernabschlussund dem Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaftfür das Geschäftsjahr 2007/2008 befasstund beide Abschlüsse gebilligt. Zugleich hat derAufsichtsrat der Vorlage des Vorstands zugestimmt,der am 18. Dezember 2008 durchgeführten Hauptversammlungdie Auszahlung einer Dividende von 0,12 €je Aktie vorzuschlagen.


SinnerSchrader 2008 | 2009Bericht des Aufsichtsrats15OrganeDie Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat sichim Geschäftsjahr 2008/2009 nicht verändert. Auf derHauptversammlung am 18. Dezember 2008 wurdeVorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr2007/2008 Entlastung erteilt und der Aufsichtsrat fürdie Zeit bis zum Ende der Hauptversammlung, die überdie Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr2012/2013 beschließt, wiedergewählt. Da derAufsichtsrat im Geschäftsjahr 2008/2009 unverändertnur aus drei Mitgliedern bestand, hat er weiterhin aufdie Bildung von Ausschüssen verzichtet.Corporate GovernanceAm 18. Dezember 2008 gab der Aufsichtsrat gemeinsammit dem Vorstand die nach § 161 Aktien gesetzgeforderte Entsprechenserklärung zum CorporateGovernance Kodex in seiner Fassung vom 6. Juni2008 ab, die die weitgehende Erfüllung der Handlungsempfehlungendes Kodex dokumentiert.Konzern- und Jahresabschlusssich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an. Er hatden Konzernabschluss sowie den Jahresabschluss am3. November 2009 gebilligt. Der Jahresabschluss istdamit festgestellt. Zugleich stimmte der Aufsichtsratder Beschlussvorlage des Vorstands zu, der Hauptversammlungdie Ausschüttung einer Dividende in Höhevon 0,08 € je Stückaktie aus dem zum 31. August 2009festgestellten Bilanzgewinn und den Vortrag des nachder Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinns aufneue Rechnung vorzuschlagen.GeschäftsentwicklungSinnerSchrader konnte sein Geschäft 2008/2009trotz des stärksten Rückgangs des Bruttoinlandsproduktsin Deutschland seit über fünfzig Jahren weiterausbauen. Dies unterstreicht einerseits, dass sich derBedeutungszuwachs des Internets für Marketing undVertrieb fortgesetzt hat und dem Markt für Interaktivdienstleistungeneine konjunkturunabhängig positiveEntwicklung ermöglichte. Andererseits zeigt es dieStärke, die sich SinnerSchrader in diesem Markt inden zehn Jahren seit der Erstnotierung der Aktie imNovember 1999 erarbeitet hat.Buchführung und Jahresabschluss der SinnerSchraderAG sowie der gemäß § 315 a Abs. 1 Handelsgesetzbuchnach den internationalen Rechnungslegungsstandards(IFRS) aufgestellte Konzernabschlusseinschließlich des zusammengefassten Lageberichtsdes Konzerns und der SinnerSchrader AG für das Geschäftsjahr2008/2009 bzw. zum 31. August 2009 sindvon der BDO Deutsche Warentreuhand AktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, imAuftrag des Aufsichtsrats geprüft und mit einem uneingeschränktenBestätigungsvermerk versehen worden.Nach einer Vorbesprechung zwischen dem Abschlussprüferund dem Aufsichtsratsvorsitzenden am 16. Oktober2009 hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am3. November 2009 in Gegenwart des Abschlussprüfersund des Vorstands den Jahresabschluss, den Konzernabschlussund den zusammengefassten Lageberichteingehend erörtert. Diese Unterlagen sowie diePrüfungsberichte des Abschlussprüfers waren denMitgliedern des Aufsichtsrats vor der Sitzung zugeleitetworden. Nach eingehender Prüfung und Erörterunghatte der Aufsichtsrat keine Einwände und schlossDas Unternehmen hat diese Stärke dazu genutzt, seinLeistungsportfolio auch in der Krise weiter mit Augenmaßauszubauen und mit Adservingdienstleistungenund einem E-Commerce-Outsourcing-Angebot zuergänzen. Der Aufsichtsrat wird den Vorstand dabei begleiten,die getätigten Investitionen in den kommendenGeschäftsjahren zum Erfolg zu führen, ohne die positiveWeiterentwicklung des Kerngeschäfts im SegmentInteraktives Marketing aus den Augen zu verlieren.DankDer Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allenMitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SinnerSchrader-Konzerns für ihre engagierte Arbeit im Geschäftsjahr2008/2009, die die wesentliche Grundlage für dieerfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ist.Hamburg, 3. November 2009Prof. Dr. Reinhard PöllathVorsitzender des Aufsichtsrats


KONZERNLAGEBERICHT2008 | 2009


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG18 Allgemein19 Geschäftstätigkeit und Struktur des Konzerns20 Markt- und Wettbewerbsumfeld22 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns29 Geschäftsentwicklung und Lage der AG31 Vergütungssystem für die Organe der Gesellschaft32 Zusätzliche Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB33 Risiken und Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung36 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag37 Prognose


18Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGKonzernlagebericht1 AllgemeinDer folgende Lagebericht ist der zusammengefassteLagebericht und Konzernlagebericht der SinnerSchraderAktiengesellschaft („SinnerSchrader AG“ oder „AG“)für das Geschäftsjahr 2008/2009 vom 1. September2008 bis zum 31. August 2009. Er stellt die Entwicklungder Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage desSinnerSchrader-Konzerns („SinnerSchrader“, „Konzern“oder „Gruppe“) und der AG im Geschäftsjahr2008/2009 dar und geht auf die wesentlichen Risikenund Chancen sowie die voraussichtliche zukünftigeEntwicklung des Geschäftes ein. Sofern nicht ausdrücklichauf die AG Bezug genommen wird, beziehensich die Aussagen auf den Konzern.Der Konzernabschluss 2008/2009 wurde nach denInternational Financial Reporting Standards („IFRS“)aufgestellt. Der Jahresabschluss 2008/2009 der AGfolgt den deutschen Rechnungslegungsvorschriften.Der Lagebericht und Konzernlagebericht enthält,insbesondere im Abschnitt 10, zukunftsgerichteteAussagen und Informationen. Diese sind an derVerwendung von Wörtern wie „erwarten“, „antizipieren“,„prognostizieren“, „beabsichtigen“, „planen“,„anstreben“, „einschätzen“, „werden“, „sollen“ zu erkennen.Solche vorausschauenden Aussagen beruhenauf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen undAnnahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risikenund Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, vondenen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs vonSinnerSchrader liegen, beeinflusst den Geschäftsverlaufund dessen Ergebnisse. Diese Faktoren könnendazu führen, dass der tatsächlich in der Zukunfteintretende Geschäftsverlauf von SinnerSchrader unddie tatsächlich erzielten Ergebnisse von den dazu inden zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oderimplizit gemachten Angaben wesentlich abweichen.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG192Geschäftstätigkeit und Strukturdes Konzerns2.1 Geschäftstätigkeit2.2 Struktur des KonzernsAls Interaktivagenturgruppe bietet SinnerSchraderUntenehmen ein umfassendes Dienstleistungsspektrumfür die Nutzung interaktiver Technologien zurOptimierung und Weiterentwicklung ihres Geschäftes.Im Vordergrund steht dabei der Einsatz des Internetsfür den Vertrieb von Waren und Dienstleistungen(E-Commerce), für Marketing und Kommunikationsowie für die Gewinnung und Bindung von Kunden.Das Dienstleistungsangebot von SinnerSchraderumfasst• die Beratung zu und Entwicklung von Internetstrategien,• die kundenindividuelle Konzeption, Gestaltung undtechnische Entwicklung von Websites und Internetanwendungen,• die inhaltsbezogene und technische Pflege, diePerformancemessung und -optimierung sowie dentechnischen Betrieb einschließlich der Bereitstellungder technischen Infrastruktur für Websites undInternetanwendungen,• die Planung und Durchführung von Werbemaßnahmenim Internet mit einem Schwerpunkt aufperformanceorientierter Displaywerbung (z. B.Bannerwerbung)und seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 auch• die Auslieferung und Erfolgsmessung von Werbemitteln(„Adserving“) sowie• die Übernahme der Gesamtverantwortung für denAufbau und das Management des VertriebskanalsInternet einschließlich Logistik, Zahlungsabwicklungund Shopmanagement („E-Commerce-Outsourcing“).SinnerSchrader gehört zu den größten unabhängigenInteraktivagenturgruppen in Deutschland und erbringtseine Dienstleistungen aus Büros in Hamburg undFrankfurt am Main. SinnerSchrader arbeitet vornehmlichfür in Deutschland ansässige Unternehmen, zähltaber auch Unternehmen aus Dänemark, Großbritannien,Frankreich und Marokko zu seinen Kunden.SinnerSchrader betreibt sein Geschäft derzeit ausvier operativen Gesellschaften: der SinnerSchraderDeutschland GmbH, der spot-media AG, der newtentiontechnologies GmbH und der next commerceGmbH. Die SinnerSchrader Deutschland GmbH bzw.deren Vorgängergesellschaften gehören seit Gründungder Agenturgruppe im Jahr 1996 zum Konzern.Die spot-media AG wurde zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft,der spot-media Consulting GmbH, imFebruar 2008 von der SinnerSchrader AG erworbenund ergänzt bzw. verstärkt das Kompetenzprofil derGruppe vor allem im Bereich der Pflege großer Onlineshopsund -portale, der Konzeption und Umsetzungvon Websiteprojekten für kleinere und mittelständischeKunden sowie technologisch im Hinblick auf denEinsatz von PHP und TYPO3. Im Geschäftsjahr2008/2009 war die spot-media-Gruppe erstmals fürein gesamtes Geschäftsjahr Bestandteil des Konsolidierungskreisesdes Konzerns. Im Vorjahr gehörte siedem Konzern für sieben Monate an.Im Berichtsjahr 2008/2009 setzte SinnerSchrader dieErweiterung seines Leistungsportfolios fort, erwarbin einer zweistufigen Transaktion im Dezember 2008und Mai 2009 die newtention technologies GmbH undgründete im Mai 2009 die next commerce GmbH.Die newtention technologies GmbH entwickelt unterder Marke „n7“ Adservingtechnologie und bietet Werbetreibenden,Onlinemediaagenturen sowie Anbieternvon Werbeplätzen die Adservingdienstleistungen auseinem eigenen Rechenzentrum über ein Software-as-a-Service-Modell an. Darüber hinaus vertrieb sie über ihreTochtergesellschaft newtention services GmbH (vormalsadbalance GmbH) auf Grundlage der n7-Technologie entwickelteOnlinemediadienstleistungen an Werbetreibendeund Agenturen. Mit der Übernahme der newtention-Gruppe hat SinnerSchrader sein eigenes, aus derSinnerSchrader Deutschland GmbH seit 1998 betriebenesOnlinemediageschäft weiterentwickelt und aufden als zukunftsträchtig angesehenen Bereich derperformanceorientierten Displaywerbung ausgerichtet.


20Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGDie Struktur der Transaktionen zur Übernahme dernewtention technologies GmbH führte nach abschließenderBeurteilung unter den einschlägigen Regelnder IFRS dazu, dass die newtention-Gruppe bereitszum 1. Dezember 2008 vollständig in den Konsolidierungskreiseinzubeziehen war, obwohl der Übergangder Anteile an der newtention technologies GmbH aufdie SinnerSchrader AG erst am 29. Mai 2009 erfolgte.Die zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt unddem Anteilsübergang angefallenen Ergebnisse warennoch vollständig den Verkäufern der newtentiontechnologies GmbH zuzuordnen, was in der GewinnundVerlustrechnung des Konzerns über den Ausweiseines auf Anteile fremder Gesellschafter entfallendenKonzernergebnisses erfolgte. Da die Anteile der fremdenGesellschafter am 29. Mai auf die SinnerSchrader AGübergingen, waren in der Bilanz zum 31. August keineAnteile fremder Gesellschafter mehr auszuweisen.Mit der next commerce GmbH hat SinnerSchradersein Dienstleistungsangebot organisch um E-Commerce-Outsourcing-Dienstleistungenerweitert. Aufder Grundlage mehrjähriger Verträge bietet die nextcommerce GmbH Unternehmen die Übernahmeder Entwicklung und des Managements des Onlinevertriebskanalsgegen eine umsatz- und damiterfolgsabhängige Vergütung an. Nach Gründung derGesellschaft konnte SinnerSchrader die Arbeit füreinen ersten Kunden aufnehmen, dessen Onlineshopim Herbst 2009 eröffnet wird.Neben den genannten vier inländischen operativenGesellschaften gehören unverändert die ausländischenTochtergesellschaften SinnerSchrader UK Ltd., London,Großbritannien, und SinnerSchrader Benelux BV,Rotterdam, Niederlande, zum Konzern, die auch imGeschäftsjahr 2008/2009 nicht operativ tätig waren.Die SinnerSchrader AG fungiert als geschäftsführendeHolding des Konzerns und ist für die zentraleBereitstellung von Infrastruktur und administrativenDienstleistungen, die Finanzierung des operativen Geschäftes,die Verwaltung der Liquiditätsreserven sowiedie Steuerung des Konzerns verantwortlich.Die im Geschäftsjahr 2008/2009 vorgenommeneErweiterung des Leistungsportfolios findet ihren Niederschlagin der Berichterstattung des Konzerns nachSegmenten. Beginnend mit dem Berichtsjahr plantund steuert SinnerSchrader nach den Segmenten„Interactive Marketing“, „Interactive Media“ und „InteractiveCommerce“.3 Markt- und WettbewerbsumfeldDas SinnerSchrader-Geschäftsjahr 2008/2009 fiel indie schwierigste Phase einer globalen Finanz- undWirtschaftskrise. Deutete sich weltweit bereits imSommer 2008 ein Abflauen des zuvor starken wirtschaftlichenWachstums infolge eines Platzens derUS-amerikanischen Immobilienblase an, so war esschließlich der Zusammenbruch des US-BankhausesLehman Brothers am 15. September 2008, der zunächstdie globale Finanzwirtschaft und in deren Folgedie Gesamtwirtschaft in eine Krise nicht erwartetenAusmaßes stürzte. Aufgrund der hohen Abhängigkeitder deutschen Wirtschaft vom Exportgeschäft wirktesich die Krise umgehend und deutlich auf die Entwicklungder deutschen Wirtschaft aus.Schon für das zweite Halbjahr 2008 verzeichnetedas Statistische Bundesamt aufgrund der Krise amFinanzmarkt einen Rückgang des preisbereinigtenBruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,2 % imVergleich zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2009 wurdedann das volle Ausmaß des konjunkturellen Einbruchsdeutlich: Auf Basis der aktuellen Zahlen des StatistischenBundesamts von Ende August 2009 ging das Bruttoinlandsproduktim Vorjahresvergleich preisbereinigtum 6,8 % zurück. Dieser stärkste Rückgang derWirtschaftsleistung seit mehr als fünfzig Jahren hatteseine Ursache in erster Linie in einbrechenden Ausrüstungsinvestitionen;die Entwicklung der privatenKonsumausgaben verlief verhältnismäßig stabil.Mit Beginn des dritten Kalenderquartals im Juli 2009mehrten sich weltweit die Anzeichen, dass sich dieNegativentwicklung der Weltwirtschaft verlangsamt,nicht zuletzt wegen der in vielen Ländern ergriffenenmassiven staatlichen Stützungsmaßnahmen. In denzurückliegenden Wochen wurden die Prognosen fürdie wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr2009 und für das Jahr 2010 auf breiter Front angehoben.Die meisten Experten und die Bundesregierungrechnen bereits für das zweite Halbjahr mit deutlichbesseren Werten für die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktsals im ersten Halbjahr und prognostizierenfür das Jahr 2010 ein Wachstum von 1,2 %.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG21Die Internetbranche zeigte sich im Verlauf der Berichtsperiodevergleichsweise krisenfest. Ein wichtigerIndikator dafür ist die Entwicklung des Onlinewerbemarkts,der nach Berichten der verschiedenenForschungsunternehmen und Verbände auch imersten Halbjahr 2009 zweistellig wachsen konnte. DerBundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikationund neue Medien e. V. (BITKOM) berichteteim Juli 2009 von einem Zuwachs der Umsätze mitOnlinewerbung ohne Suchmaschinen- und Affiliatemarketingim ersten Kalenderhalbjahr 2009 von 13 %im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 – eine Zahl, diedurch das Forschungsunternehmen Nielsen Media,das ein Wachstum von 10 % auswies, im Wesentlichenbestätigt wurde.anzutreffen sind und dort auch vermehrt kaufen. 43,5Millionen „Onliner“ zählten ARD und ZDF in ihrerOnline-Studie im Frühjahr 2009. Das waren 0,8 MillionenMenschen mehr als ein Jahr zuvor und 67,1 % allerErwachsenen in Deutschland ab 14 Jahren. Währenddie Wachstumsdynamik nach der ARD/ZDF-Online-Studie weiter abflacht und nach den 2009er-Zahlennur noch etwa 2 % beträgt, zeigten die von der ForschungsgruppeWahlen herausgegebenen „Internet-Strukturdaten“ für das erste und zweite Quartal 2009eine wieder zunehmende Dynamik und einen Anstiegdes Anteils der Internetnutzer unter allen deutschenErwachsenen ab 18 Jahren von 65 % im dritten Quartal2008 über 69 % im ersten Quartal 2009 auf 72 %im zweiten Quartal 2009.Das Wachstum erreichte zwar nicht die Dynamikvorangegangener Perioden, ist aber umso bemerkenswerter,als die gesamten Bruttowerbeinvestitionen lautNielsen Media im ersten Kalenderhalbjahr um mehrals 3 % schrumpften. Der Anteil der Werbeausgaben,die in den Onlinekanal fließen, wuchs damit weiter.Eine im September 2009 veröffentlichte Prognose desOnline-Vermarkterkreises (OVK) im BundesverbandDigitale Wirtschaft (BVDW), die im Gesamtjahr 2009von einem Zuwachs des Bruttowerbevolumens allerOnlinewerbeformen, also einschließlich Suchmaschinen-und Affiliatemarketing, in Höhe von 10 %ausgeht, sieht den Anteil des Kanals Internet amgesamten Bruttowerbevolumen um 2 Prozentpunkteauf 16,6 % wachsen. Nach dieser Prognose wird dasInternet in Deutschland im Jahr 2009 im Ranking derverschiedenen Werbekanäle hinter TV und Zeitungenerstmals Platz drei einnehmen.Der britische Onlinewerbemarkt gibt für dieseUmschichtung der Werbebudgets in Richtung desInternets den Takt vor: Nach einer Ende September2009 veröffentlichten Studie des Internet AdvertisingBureau in Zusammenarbeit mit Pricewaterhouse-Coopers und dem World Advertising Forum hat derOnlinewerbemarkt in Großbritannien dem Fernsehenim ersten Halbjahr 2009 mit einem Anteil am gesamtenWerbemarkt von 23,5 % erstmals den Rang abgelaufen.Nach Einschätzung der Studie hat die Krisedie Umschichtung der Werbeausgaben ins Internetbeschleunigt.Dabei folgen die Ausgaben für Werbung den Menschenund potenziellen Konsumenten, von denenimmer mehr immer häufiger und länger im InternetAngesichts der mittlerweile in den meisten Altersgruppenerreichten Verbreitungsraten des Internets ist für dieEntwicklung der Branche der Interaktivdienstleister dieVeränderung von Intensität und Art der Internetnutzungvon größerer Bedeutung als das Wachstum der Nutzerzahlen.So weist die ARD/ZDF-Online-Studie beispielsweiseaus, dass 2009 bei fast der Hälfte aller Erwachsenenab 14 Jahren von einer täglichen Nutzung desInternets ausgegangen werden kann: 48,1 % gabenin der 2009er-Studie auf Nachfrage an, „gestern“das letzte Mal im Internet gewesen zu sein – über3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.Parallel ist die durchschnittliche Verweildauer bei derInternetnutzung nach drei Jahren ohne signifikanteAufwärtsbewegung kräftig um 13 % auf 136 Minutengestiegen, was eine Folge der Tatsache sein kann,dass Bewegtbild/Videos die Onlineanwendung mit dergrößten Wachstumsdynamik sind.In das Bild passt, dass der Wert der Waren, die onlinegekauft werden, im Jahr 2008 erheblich gestiegen ist.Das Marktforschungsinstitut GfK meldete im März 2009für 2008 einen Anstieg um 19,3 % auf 13,6 Mio. €, derhöchste Anstieg seit vier Jahren. Ähnlich positive Zahlenberichtet auch der Bundesverband des DeutschenVersandhandels (bvh), in deren Statistik das Volumenprivater Online-Einkäufe im Jahr 2008 sogar um 22,9 %auf einen Wert von 13,4 Mio. € gestiegen ist. Für dasJahr 2009 rechnet der bvh trotz des erwarteten Rückgangsdes Bruttoinlandsprodukts um voraussichtlichmehr als 5 % mit einem Zuwachs der Online-Verkäufeum 10 %. Damit wird die Rolle des Online-Vertriebskanalsals wachstumsstärkster Vertriebskanal desHandels untermauert.


22Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGDer Basistrend, der das Geschäft der Interaktivdienstleistungentreibt, ist krisenunabhängig stabil. Mit Blickauf den Bereich E-Commerce scheint sich sogar einneuer Wachstumsschub zu vollziehen. Für das Jahr2009 erwarten die deutschen Interaktivagenturendaher nach dem im April 2009 vom BundesverbandDigitale Wirtschaft (BVDW) veröffentlichten New MediaService Ranking trotz des konjunkturellen Umfeldsdurchschnittlich ein Geschäftswachstum von 8 %.zeugt trotz des erweiterungsbedingten Rückgangsum 3 Prozentpunkte von der soliden Finanzlage desKonzerns.In den folgenden Abschnitten werden die Entwicklungder wesentlichen Kenngrößen des Geschäftsverlaufsim Berichtszeitraum und die Vermögens- und Finanzlagezum Bilanzstichtag näher erläutert.4 Geschäftsverlauf und Lage des KonzernsAngesichts der vergleichsweise geringen Auswirkungender Wirtschaftskrise auf die Internetwirtschaftund die Branche der Interaktivagenturen insgesamtund dank der eigenen guten Position im deutschenMarkt für Interaktivdienstleistungen sowie desSchwerpunkts im Bereich infrastrukturorientierterDienstleistungen konnte SinnerSchrader sein Wachstumtrotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungenauch im Geschäftsjahr 2008/2009fortsetzen. Der Bruttoumsatz stieg im Geschäftsjahr2008/2009 gegenüber dem Vorjahr um 14,5 % auf27,7 Mio. €.Das Umsatzwachstum führte im Berichtsjahr nicht zueinem Anstieg des operativen Ergebnisses, da sichSinnerSchrader, überzeugt von den unverändert gutenChancen im Markt für Interaktivdienstleistungen, fürden Ausbau des Leistungsportfolios um AdservingundE-Commerce-Outsourcing-Dienstleistungen entschiedenhat, obwohl daraus zunächst Belastungenfür die operative Gesamtperformance zu erwartenwaren. Aufgrund dieser Vorleistungen ging das EBITAim Geschäftsjahr 2008/2009 um rd. 0,9 Mio. € auf1,4 Mio. € zurück. Ohne diese Vorleistungen wäre dasEBITA leicht um rd. 0,1 Mio. € gestiegen.Für das den SinnerSchrader-Aktionären zuzurechnendeKonzernergebnis wirkte sich der Aufbau derneuen Geschäfte in einem Rückgang von 0,03 € jeAktie auf 0,11 € je Aktie aus. Die Liquiditätsreserveging aufgrund von Investments zur Erweiterung desLeistungsangebots und zur Stärkung des Bestandsgeschäftsim Berichtsjahr um rd. 1,1 Mio. € auf8,0 Mio. € zum 31. August 2009 zurück. Die Eigenkapitalquotebelief sich zum Bilanzstichtag auf 62 % und4.1 UmsatzIm Geschäftsjahr 2008/2009 erzielte SinnerSchradereinen Bruttoumsatz von 27,7 Mio. € und einen Nettoumsatzvon 20,9 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahrbaute SinnerSchrader damit sein Geschäft um 14,5 %bzw. 14,1 % aus. Die Wachstumsraten blieben allerdingsinsbesondere aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrisehinter denen des letzten Geschäftsjahreszurück, in dem SinnerSchrader 30,0 % bzw. 29,6 %zugelegt hatte.Von dem Anstieg des Nettoumsatzes um 2,6 Mio. €sind rd. 2,2 Mio. € den im Segment InteractiveMarketing erbrachten Projekt- und Betriebsdienstleistungenzuzuordnen, das im Geschäftsjahr 2008/2009insgesamt 19,7 Mio. € umsetzte. Das Mediageschäfteinschließlich der Adservingdienstleistungen wuchsum 0,5 Mio. € auf einen Nettoumsatz von knapp1,4 Mio. €. Knapp 0,2 Mio. € Umsatz entstanden indem ersten Projekt des neu gestarteten Geschäftesim E-Commerce-Outsourcing. Gegenläufig wirkten dieunter den Segmenten ausgetauschten Leistungen, diein der Gesamtrechnung mit 0,3 Mio. € zu eliminierenwaren.Die Steigerung des Nettoumsatzes im Mediageschäftging mit einem Anstieg der für Kunden gemanagtenMediabudgets um 0,9 Mio. € einher. SinnerSchradersBruttoumsatz nahm daher im Geschäftsjahr 2008/2009gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3,5 Mio. € zu.Der Zuwachs im Segment Interactive Marketing warim Umfang von 1,4 Mio. € darauf zurückzuführen,dass die spot-media AG, deren Geschäft vollständigin dieses Segment fällt, im Berichtsjahr erstmals überzwölf Monate zu Umsatz und Ergebnis des Sinner-Schrader-Konzerns beigetragen hat. Im Vorjahr warspot-media nach der Übernahme im Februar 2008 nurfür sieben Monate Bestandteil der Gruppe.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG23Auch über diesen Konsolidierungseffekt hinaus lagdie Quelle des Wachstums im Segment InteractiveMarketing im Berichtsjahr bei spot-media. Nebeneinem positiven Verlauf im Geschäft mit Bestandskundengelang es spot-media, eine erfolgreiche Neukundenbeziehungzum TelekommunikationsunternehmenHanseNet aufzubauen und es durch Übernahme einesfür diesen Kunden arbeitenden Projektteams voneiner anderen Agentur Anfang Januar 2009 schnell zueinem wichtigen Kunden zu entwickeln.Die Umsätze der SinnerSchrader-Agentur warenkrisenbedingt leicht rückläufig. Budgetkürzungen undProjektverschiebungen in einigen großen Accounts inder ersten Jahreshälfte 2009 konnten durch Umsätzemit neuen Kunden nicht kompensiert werden.Dabei hat das Neukundengeschäft im Geschäftsjahr2008/2009 im Vergleich zum Vorjahr an Dynamik gewonnen.Mit Steigenberger, Häfele, QVC, REWE sowieeinem Start-up-Projekt für einen großen Handelskonzernkonnte die SinnerSchrader-Agentur ihre Kundenlistedeutlich erweitern.Im Mediageschäft hat sich das organische Wachstumder für Bestandskunden betreuten Mediabudgets undder daraus generierten Nettoumsätze im Geschäftsjahr2008/2009 fortgesetzt und mit 0,2 Mio. € zumZuwachs im Segment Interactive Media beigetragen.Darüber hinaus hat SinnerSchrader durch die Übernahmeder newtention technologies GmbH mit ihrerAdservingtechnologie die Grundlage für zukünftigeWachstumsschritte gelegt und bereits im Berichtsjahrerste Umsätze im Umfang von 0,3 Mio. € mitAdservingdienstleistungen erzielt. Von diesen entfielenrd. 0,2 Mio. € in die Phase vom Datum der Erstkonsolidierungam 1. Dezember 2008 bis zur rechtlichenÜbernahme der Anteile.Im Geschäftsbereich E-Commerce-Outsourcing, derim Geschäftsjahr 2008/2009 organisch aufgebaut undin der neu gegründeten next commerce GmbH angesiedeltwurde, konnte SinnerSchrader mit der ModemarkeOlsen den ersten Kunden für eine mehrjährigeZusammenarbeit gewinnen. Im Zuge des initialenProjekts zum Aufbau der Shoppingplattform hat dienext commerce GmbH einen Umsatz von knapp0,2 Mio. € realisiert.Über alle Segmente zusammengefasst sind die Umsätzemit Kunden aus der Branche Handel & Konsumgüteram stärksten gestiegen. Mit Unternehmendieser Branche verzeichnete SinnerSchrader einenNettoumsatzanstieg von 1,5 Mio. €. Der Anteil dieserBranche am Gesamtumsatz stieg damit von rd. 28 %auf knapp 32 %. Dies ist zum einen auf den Konsolidierungseffektbei spot-media mit ihrem hohen Anteilan Handelskunden zurückzuführen. Zum anderen istin dieser Branche der Druck zur Intensivierung derE-Commerce-Aktivitäten am größten, was eine Kernkompetenzvon SinnerSchrader anspricht und einerder Gründe für die Entwicklung des E-Commerce-Outsourcing-Angebots war.Mit Ausnahme der Branche Transport & Touristikstiegen auch die mit den anderen Branchen erzieltenNettoumsätze. Der Umsatz mit der Finanzdienstleistungsbranchenahm um 0,4 Mio. € zu, obwohlgerade diese Branche erhebliche Auswirkungen derFinanz- und Wirtschaftskrise zu verzeichnen hatte. Diekrisenbedingte Stärkung der Bedeutung des Privatkundengeschäftsfür die Banken und die Tatsache,dass für die Gewinnung und Bindung von Kundenkein Weg mehr am Internet vorbeiführt, erklären dieseEntwicklung. Der Anteil am gesamten Nettoumsatzvon SinnerSchrader ging um rund 2 Prozentpunkte aufknapp 27 % zurück.Das Plus im Bereich Telekommunikation & Technologielag bei 0,5 Mio. € und steht wesentlich imZusammenhang mit der Gewinnung von HanseNet alsNeukunden. Der Umsatzanteil dieser Branche bliebim Vergleich zum Vorjahr stabil. Mit Kunden aus demBereich Medien & Unterhaltung setzte SinnerSchraderim Berichtsjahr 0,3 Mio. € mehr um als im Vorjahr, derAnteil stieg um 1 Prozentpunkt auf 4 %.Der Umsatz mit Unternehmen aus dem Bereich Transport& Touristik ging im Geschäftsjahr 2008/2009um 0,5 Mio. € zurück, der Anteil am Nettoumsatz vonSinnerSchrader verringerte sich um 5 Prozentpunkteauf 15 %. Hintergrund dieses Rückgangs ist der Wegfalleines großen Kunden, der seit Sommer 2008 eineInsourcingstrategie verfolgt. Auf Kunden, die keinerder fünf für SinnerSchrader wesentlichen Branchenzuordenbar sind, entfielen 0,4 Mio. € mehr Nettoumsatzals im Vorjahr; der nicht zugeordnete Umsatzanteilbetrug im Berichtsjahr 3 %.Der Kundenkreis der SinnerSchrader-Gruppe hat sichdurch Neukundengewinne und durch den Ausbau desLeistungsportfolios erweitert, der Anteil der Top-10-Kunden hat sich allerdings im Vergleich zum Vorjahr


24Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGnur geringfügig verringert. Bezogen auf den Nettoumsatzbetrug der Anteil im Geschäftsjahr 2008/2009gut 84 %, 2 Prozentpunkte weniger als im Jahr davor.Für den Bruttoumsatz lag der vergleichbare Wert bei88 %, die Reduzierung gegenüber dem Vorjahreswertbetrug 1 Prozentpunkt. Unverändert gegenüber demVorjahr erwirtschaftete SinnerSchrader mit drei Kundenjeweils einen Nettoumsatz über 2 Mio. €, mit weiterendrei Kunden wurde jeweils ein Umsatz von mehr als1 Mio. € realisiert.4.2 Operatives ErgebnisTrotz des für die gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungenerfreulichen Umsatzanstiegs weist Sinner-Schrader für das Geschäftsjahr 2008/2009 im operativenErgebnis, gemessen am Ergebnis vor Zinsen,Steuern und Abschreibungseffekten aus Akquisitionen(EBITA), der zentralen Steuerungsgröße des Konzerns,gegenüber dem Geschäftsjahr 2007/2008 einen Rückgangvon 0,9 Mio. € auf 1,4 Mio. € aus.9 % des Nettoumsatzes wurden mit Kunden realisiert,mit denen SinnerSchrader in den Vorjahren noch keineUmsätze erzielt hatte, wobei die durch Geschäftserweiterungenhinzugewonnenen Kunden unberücksichtigtblieben. Die Neukundenquote ist damit imVergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um5 Prozentpunkte gestiegen.Die Umsatzentwicklung nach Quartalen verdeutlichtdie Auswirkung der im September 2008 ausgelöstenFinanz- und Wirtschaftskrise. Während im erstenQuartal mit einem Nettoumsatz von 5,6 Mio. €gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal und demVorquartal noch Zuwachsraten von 37 % (einschließlichdes Konsolidierungseffekts durch spot-media)bzw. 8 % erzielt wurden, fiel der Nettoumsatz zumzweiten Quartal um 14 % auf 4,8 Mio. €. Dieser Rückgangim Quartalsvergleich ging deutlich über das imLaufe des SinnerSchrader-Geschäftsjahres aufgrundder Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechselszu erwartende Maß hinaus. Nach Einschätzung vonSinnerSchrader war dies ein Ergebnis der Verunsicherungder Kunden durch die extreme Verschlechterungder konjunkturellen Aussichten und der Unklarheitüber die Auswirkungen auf die privaten Konsumenten.Nur aufgrund des Konsolidierungseffekts durch spotmediarutschte das Ergebnis des zweiten Quartalsnicht unter das des Vorjahres, sondern übertraf esnoch um 8 %.Im dritten Quartal kehrte sich die Entwicklung bereitswieder um. Der Nettoumsatz holte einen Teil desRückgangs im zweiten Quartal auf und erreichte5,2 Mio. €. Dieser Anstieg setzte sich dann im viertenQuartal mit einer Steigerung auf knapp 5,4 Mio. € fort.Insbesondere die deutliche Aufhellung der Konjunkturprognosenim Sommer 2009 hat zu einer spürbarenBelebung der Nachfrage geführt. Die beiden Quartalelagen trotz des Auslaufens des Konsolidierungseffektsdurch spot-media im Februar 2009 um 8 % bzw. 4 %über dem Vorjahr.Dieser Rückgang hat seine Ursache ausschließlichdarin, dass SinnerSchrader sich im Berichtsjahr entschlossenhat, in den Ausbau des Leistungsportfolioszu investieren. Durch Transaktionskosten und Anlaufverlustewurde das operative Ergebnis mit 1,0 Mio. €belastet.Rund 0,4 Mio. € davon entfielen auf den Aufbau desGeschäftsfelds E-Commerce-Outsourcing und denStart des ersten Kundenprojekts in diesem Geschäftsfeld.Die Natur des Geschäftes bringt es aufgrundeiner umsatzabhängigen Vergütung des Dienstleistersmit sich, dass Kundenprojekte in der Regel in einerersten Phase von ein bis zwei Jahren Anlaufverlusteverursachen und erst bei entsprechender Entwicklungdes Umsatzes den Break-even erreichen. Einegegenseitige Bindung für mehrere Jahre – in der Regelfünf Jahre und mehr – ist in den Kundenprojekten desE-Commerce-Outsourcing-Geschäfts daher ein wesentlicherBestandteil der Vertragsbeziehung zwischenKunde und SinnerSchrader.Die weiteren 0,6 Mio. € sind dem Ausbau des SegmentsInteractive Media um das Geschäft der newtention-Gruppe zuzurechnen. In erster Linie sind es die in dernewtention-Gruppe noch angefallenen operativenVerluste, die zu der Belastung führten. Diese sind imUmfang von 0,4 Mio. € in der Zeit zwischen der Erstkonsolidierungam 1. Dezember 2008 und dem Datumder rechtlichen Übernahme am 29. Mai 2009 entstandenund daher nicht den SinnerSchrader-Aktionären,sondern den Verkäufern der newtention zuzuordnen,was in der Gewinn- und Verlustrechnung über denAusweis eines Ergebnisanteils fremder Gesellschaftererfolgte.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG25Ohne die Belastungen aus dem Ausbau des Geschäftsportfolioshätte SinnerSchrader sein operativesErgebnis von 2,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2007/2008um 0,1 Mio. € oder rd. 6 % auf 2,4 Mio. € im Berichtsjahrverbessert. Der relative Anstieg des operativenErgebnisses vor Ausbaukosten fällt damit niedrigeraus als das Umsatzwachstum, was sich auch in einerleichten Verschlechterung der auf den Nettoumsatzbezogenen operativen Marge ausdrückt: Sie sank von12,6 % vor Ausbaukosten im Geschäftsjahr 2007/2008um 0,9 Prozentpunkte auf 11,7 %. Dies ist im Wesentlichendarauf zurückzuführen, dass die krisenbedingteUmsatzvolatilität nur teilweise auf der Kostenseiteausgeglichen werden konnte und dass die Vertriebskostenin Relation zum Umsatz angestiegen sind.Unter Einschluss der Ausbaukosten errechnet sicheine operative Nettoumsatzmarge von 6,9 % und damit5,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Vondem Gesamtrückgang entfielen 0,6 Prozentpunkte aufeine leichte Verschlechterung der Bruttoergebnismarge,2,4 Prozentpunkte und 1,5 Prozentpunkte auf eineErhöhung der Vertriebskosten bzw. der allgemeinenund Verwaltungskosten sowie 1,3 Prozentpunkte aufhöhere Forschungs- und Entwicklungskosten. Gegenläufigwirkte ein leichtes Plus von 0,1 Prozentpunktenbei den sonstigen Erträgen und Aufwendungen.Während die Auswirkungen des Geschäftsausbausauf das Bruttoergebnis vernachlässigbar waren undmithin der leichte Rückgang der Bruttomarge imWesentlichen im angestammten Geschäft entstand,gehen die Erhöhungen der Vertriebskosten sowieder allgemeinen und Verwaltungskosten jeweils etwazur Hälfte auf den Ausbau des Leistungsportfolioszurück. Die Vertriebskosten erhöhten sich gegenüberdem Vorjahr um rd. 55 % auf 1,9 Mio. €, die allgemeinenund Verwaltungskosten nahmen um 26 % auf3,4 Mio. € zu. Der Vorjahresvergleich ist dabei ebensowie beim Umsatz durch die Tatsache beeinflusst, dassdie spot-media-Gruppe im Berichtsjahr voll und imVorjahr nur für sieben Monate zu den Konzernzahlenbeitrug.Der erhebliche Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskostenauf 0,3 Mio. €, in etwa das Siebenfachedes Vorjahreswerts, ist ausschließlich auf den Erwerbder newtention-Gruppe zurückzuführen. Als Anbietereiner Softwarelösung investiert die newtention-Gruppekontinuierlich in die Weiterentwicklung ihres Softwareprodukts.Die Kosten dieser Weiterentwicklung sind imWesentlichen als Forschungs- und Entwicklungskostenauszuweisen.In der Betrachtung nach Kostenarten stellt sich dieKostenentwicklung wie folgt dar: Die Personalkostenerhöhten sich insgesamt um 3,1 Mio. € auf 13,4 Mio. €.0,8 Mio. € dieses Anstiegs entfielen auf die im Geschäftsjahr2008/2009 neu aufgebauten Geschäftsbereiche.Der verbleibende Anstieg um 2,3 Mio. €in den angestammten Geschäften entsprach einemZuwachs von knapp 23 %. Dort wuchs die Zahl derdurchschnittlich beschäftigten Vollzeitmitarbeiter imVergleich zum Vorjahr um 51 Vollzeitmitarbeiter bzw.28 % auf 230. Insgesamt betrug die Zahl der durchschnittlichbeschäftigten Vollzeitkräfte im Geschäftsjahr2008/2009 244 Mitarbeiter.Dem Anstieg der eigenen Kapazität stand eine Reduzierungder Fremdkosten um rd. 12 % auf 2,4 Mio. €gegenüber. Die angestrebte Verringerung des Einsatzesfreier Mitarbeiter konnte damit, wenngleich etwaslangsamer als geplant, umgesetzt werden.Die Abschreibungen – ohne die Abschreibungenimmaterieller Vermögensgegenstände aus Erstkonsolidierungsvorgängen– nahmen nur unterproportionalum 3 % zu. In den sonstigen betrieblichen Kostenpositionenwar insgesamt ein Anstieg um 0,6 Mio. € oder24 % zu verzeichnen, von dem etwa ein Drittel in denneu aufgebauten Geschäftsbereichen entstand.Im Segment Interactive Marketing wurde im Geschäftsjahr2008/2009 ein EBITA von 2,6 Mio. €erwirtschaftet. Aufgrund von Aufbaukosten in Höhevon 0,6 Mio. € fiel im Segment Interactive Media einoperatives Ergebnis von gut –0,1 Mio. € an, wobeiErgebnisbeiträge in Höhe von –0,4 Mio. € von dernewtention-Gruppe aus der Zeit von Dezember 2008bis Mai 2009 stammen und den fremden Gesellschafternzuzurechnen sind. Unter „Sonstiges“ fiel einweiterer Ergebnisbeitrag von –1,1 Mio. € an, von dem–0,4 Mio. € auf den Geschäftsaufbau des E-Commerce-Outsourcing-Geschäfts entfielen.


26Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGDas Gesamtjahres-EBITA verteilte sich mit 0,6 Mio. €,–0,2 Mio. €, 0,4 Mio. € und 0,7 Mio. € auf die einzelnenGeschäftsquartale 2008/2009. Bei der Beurteilung derQuartalsergebnisse ist zu berücksichtigen, dass dieVorleistungen für den Ausbau des Leistungsportfoliosmit signifikanten Ergebnisbelastungen erst im zweitenQuartal einsetzten. Aufgrund der abschließenden Beurteilungdes newtention-Erwerbs im Jahresabschlussweichen die EBITAs für das zweite und dritte Quartal2008/2009 von den ursprünglich berichteten Wertenab, da die newtention-Gruppe bereits für die MonateDezember 2008 bis Mai 2009 zu konsolidieren war,obwohl die Ergebnisse für diesen Zeitraum noch vollständigauf die fremden Gesellschafter entfallen. Diekonjunkturbedingte „Umsatzdelle“ im zweiten Quartalhat das operative Ergebnis dieses Berichtszeitraumsspürbar in Mitleidenschaft gezogen. Wie bereits in denVorjahren war das vierte Quartal erneut das ergebnisstärksteQuartal, obwohl auch noch in diesem Quartal0,3 Mio. € Vorleistungen anfielen.4.3 KonzernergebnisParallel zur Entwicklung des EBITA hat sich auch dasKonzernergebnis aufgrund der Kosten für den Aufbauder neuen Geschäftsbereiche gegenüber dem Vorjahrverringert. Mit 0,9 Mio. € lag es im Geschäftsjahr2008/2009 rd. 0,7 Mio. € niedriger als im Geschäftsjahr2007/2008.Erstmals weist SinnerSchrader allerdings in derGewinn- und Verlustrechnung einen fremden Gesellschafternzuzuordnenden Ergebnisanteil aus. Diesefremden Gesellschafter hatten einen Nachsteuerverlustin Höhe von 0,3 Mio. € zu tragen, der insbesondere,wie in Kapitel 4.2 erläutert, durch einen denfremden Gesellschaftern zuzurechnenden operativenVerlust von 0,4 Mio. € entstand. Der Ausweis fremderGesellschafter war notwendig geworden, weil beimErwerb der newtention-Gruppe der Kontrollübergang,der zur Vollkonsolidierung führte, nach den einschlägigenIFRS-Regeln aufgrund der gewählten Transaktionsstrukturbereits am 1. Dezember 2008 erfolgte,sechs Monate vor dem rechtlichen und wirtschaftlichenÜbergang Ende Mai 2009.Das den SinnerSchrader-Aktionären zuordenbareErgebnis belief sich damit auf 1,2 Mio. € und weistgegenüber dem Vorjahreswert, der dem Wert desKonzernergebnisses entsprach, ein Minus von nur0,4 Mio. € auf.Zusätzlich zum operativen Ergebnis (EBITA) machendie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständeaus Erstkonsolidierungen, das Finanz- undBeteiligungsergebnis sowie die Ertragsteuern dasKonzernergebnis aus.Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständeaus Erstkonsolidierungen sind insbesondereaufgrund der von SinnerSchrader im Geschäftsjahr2008/2009 durchgeführten weiteren Schritte zumAusbau des Geschäftes angestiegen. Darüber hinaushat auch die Tatsache, dass entsprechende Abschreibungenauf den im Rahmen der Erstkonsolidierungder spot-media AG aktivierten Kundenstamm imGeschäftsjahr 2008/2009 für zwölf im Unterschied zusieben Monaten im Vorjahr anfielen, diese Kostenpositionerhöht. Insgesamt waren im BerichtsjahrAbschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständeaus Erstkonsolidierungen in Höhe von 0,5 Mio. €zu verbuchen, 0,4 Mio. € mehr als im Vorjahr. Derwesentliche Zuwachs ergab sich durch die im Rahmender Erstkonsolidierung der newtention-Gruppe aktiviertevon newtention selbst erstellte Software, auf die einAbschreibungsbetrag von knapp 0,3 Mio. € entfiel.Des Weiteren kamen erstmalige Abschreibungen aufdie von der spot-media AG im Geschäftsjahr 2008/2009erworbene Kundenbeziehung hinzu. Von dem Abschreibungsbetragvon 0,5 Mio. € waren 0,2 Mio. €den Minderheiten zuzuordnen.Als Finanz- und Beteiligungsergebnis weist dieKonzern-Gewinn-und-Verlustrechnung 2008/2009einen Wert von 0,3 Mio. € aus, von dem 0,1 Mio. €aus einem Forderungsverzicht eines stillen Beteiligtender newtention-Gruppe im Zusammenhang mit demErwerb durch SinnerSchrader im Mai 2009 denMinderheiten zuzurechnen waren. Im Vorjahr betrugdas Finanz- und Beteiligungsergebnis insbesondereaufgrund einer Abschreibung auf eine im April 2008eingegangene Beteiligung nur rd. 0,1 Mio. €.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG27Damit ergibt sich für das Ergebnis aus der Anlage derliquiden Mittel des Konzerns im Berichtsjahr ein Rückgangvon 0,2 Mio. € – von 0,4 Mio. € im Vorjahr auf0,2 Mio. €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichenaus dem erheblichen Rückgang der kurzfristigenZinsen infolge der weltweiten Finanzkrise, der imSeptember 2009 einsetzte. Erreichten der 1-Monats-Euribor und der 3-Monats-Euribor im Verlauf des gesamtenVorjahreszeitraums Werte von durchschnittlich4,4 % bzw. 4,7 %, lagen die Vergleichswerte für dasGeschäftsjahr 2008/2009 bei 2,1 % bzw. 2,5 %. Aufgrunddieses Einbruchs der Zinsen am kurzen Endeder Zinskurve wurde die Duration des Anlageportfoliosdurch Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere miteiner Restlaufzeit bis zu zwei Jahren moderat angehoben.Zu dem Rückgang der Anlageergebnisse trugauch bei, dass die durchschnittlich für die Anlage zurVerfügung stehende Liquidität aufgrund der im Verlaufdes Jahres vorgenommenen Investitionen gegenüberdem Vorjahr um 1,7 Mio. € auf 7,6 Mio. € zurückging.Die Ertragsteuerbelastung lag mit 0,3 Mio. € imGeschäftsjahr 2008/2009 um 0,4 Mio. € unter demVorjahr. Dies ist im Wesentlichen ein Effekt des imBerichtsjahr deutlich geringeren Vorsteuerergebnisses.Zu dem Rückgang trägt auch bei, dass der effektiveSteuersatz um rd. 6 Prozentpunkte von 31 % auf 25 %zurückging, was vor allem eine Konsequenz einernach IFRS-Regeln als permanent einzustufendenDifferenz in der Behandlung einer Abschreibung imZusammenhang mit dem Erwerb der newtention-Gruppe war.Mit dem Kauf der newtention-Gruppe wurden auchnicht unerhebliche Verlustvorträge übernommen, dienach dem im Sommer verabschiedeten Bürgerentlastungsgesetzim Unterschied zu der bei Abschlussder Transaktion geltenden Rechtslage möglicherweisenicht mit der Mehrheitsübernahme durch SinnerSchraderverloren gegangen sind. Angesichts der noch bestehendenUnsicherheiten hinsichtlich der Anwendbarkeit derneuen gesetzlichen Regelungen auf den Fall des newtention-Erwerbswurden im Abschluss zum 31. August2009 noch keine positiven Steuereffekte aktiviert.Bei einer gegenüber dem Vorjahr durch die Aktienrückkäufeum 0,2 Mio. Aktien reduzierten Anzahl ausstehenderAktien von knapp 11,3 Mio. Stück hat SinnerSchraderim Geschäftsjahr 2008/2009 für seine Aktionäre einErgebnis je Aktie von 0,11 € erzielt. Im Jahr 2007/2008hatte SinnerSchrader 0,14 € je Aktie erreicht.4.4 CashflowDie in der Kapitalflussrechnung 2008/2009 ausgewieseneVeränderung der liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalentebeträgt 5,9 Mio. €. Darin enthaltenist eine Umschichtung der Geldanlage im Umfang von4,7 Mio. € in Anlageinstrumente, die aufgrund ihrerRestlaufzeit und Struktur nicht mehr dem Bereichder liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalentezuordenbar waren. Bereinigt um diese Umschichtungin Wertpapiere, der im letzten Jahr kein vergleichbarerVorgang gegenüberstand, gingen die liquiden Mittelim Berichtsjahr um 1,1 Mio. € zurück. Im Vorjahr hatteSinnerSchrader Barmittel im Umfang von 1,4 Mio. €eingesetzt.Aus dem operativen Geschäft generierte Sinner-Schrader erneut Mittel im Umfang von mehr als2 Mio. €, verfehlte mit einem Cashflow aus derbetrieblichen Tätigkeit von 2,3 Mio. € aber den Vorjahreswertum gut 0,4 Mio. €. Auch dieser Rückgangist Folge der Kosten aus dem Aufbau der neuenGeschäftsfelder. Aus der Entwicklung des Nettoumlaufvermögenssowie der Rückstellungen ergab sichein positiver Beitrag zum Cashflow aus betrieblicherTätigkeit von 0,7 Mio. €, bedingt vor allem durch denAufbau der Steuerrückstellungen.Aus dem operativen Cashflow konnten die Mittelabflüssefür die Auszahlung der Dividende im Dezember2008 von knapp 1,4 Mio. €, für den Rückkauf eigenerAktien in Höhe von 0,4 Mio. € sowie für Investitionenin den Ersatz oder den organischen Ausbau derSachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte imUmfang von 0,4 Mio. € finanziert werden.Für Investitionen in den anorganischen Geschäftsausbauhat SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2008/2009Mittel im Umfang von 1,2 Mio. € eingesetzt. Davonentfielen 0,8 Mio. € auf den Erwerb der newtention-Gruppe und 0,3 Mio. € auf die Zahlung der ersten vonvier Earn-out-Raten für den Erwerb der spot-media-Gruppe, der im Geschäftsjahr 2007/2008 vollzogenwurde. Weitere 0,1 Mio. €, die Teil des Cashflows fürden Erwerb von immateriellen Vermögenswerten undSachanlagen sind, wurden als erste von drei Raten fürden Erwerb einer Kundenbeziehung im Geschäftsjahr2008/2009 ausgezahlt.


28Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG4.5 Vermögens- und FinanzlageWie im Vorjahr ist die Entwicklung der VermögensundFinanzlage im Geschäftsjahr 2008/2009 durchden Geschäftsausbau geprägt, der im Wesentlichendurch den Einsatz eines Teiles der Liquiditätsreservefinanziert wurde. Der Geschäftsausbau wirkt sich inerster Linie in einem Zuwachs der sonstigen immateriellenVermögenswerte um 1,3 Mio. € auf 1,7 Mio. €und einem Anstieg der Geschäfts- und Firmenwerteum 0,5 Mio. € auf 3,1 Mio. € zum 31. August 2009 aus.Mit 1,1 Mio. € macht dabei der Zugang der von dernewtention-Gruppe selbst erstellten und vertriebenenSoftware, die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifiziertund bewertet wurde, den größten Anteil aus.Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, dem 1. Dezember2008, wurde die Software mit 1,4 Mio. € aktiviert.Die Nutzungsdauer wurde mit vier Jahren bestimmt,sodass im anteiligen Geschäftsjahr bereits Abschreibungenauf die erworbene Software in Höhe vonknapp 0,3 Mio. € aufwandswirksam erfasst wurden.Einen weiteren wesentlichen Zugang stellte die am1. Januar 2009 von der spot-media AG erworbeneKundenbeziehung dar. Sie wurde zum Erwerbszeitpunktmit einem Wert von 0,4 Mio. € und einer erwartetenNutzungsdauer von vier Jahren in die Bücheraufgenommen. Ihr Wert zum Bilanzstichtag betrug0,3 Mio. €.Die Erhöhung des Bilanzansatzes für Geschäfts- undFirmenwerte erfolgte im Umfang von gut 0,3 Mio. €durch den Erwerb der newtention-Gruppe und in Höhevon 0,2 Mio. € durch eine Anhebung der erwartetenEarn-out-Zahlung aus dem spot-media-Erwerb.deutlich zulegten. In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeitensind unter anderem die innerhalb einesJahres fälligen Kaufpreiszahlungen aus den Akquisitionsaktivitätenim Umfang von 0,5 Mio. € abgebildet.Das Eigenkapital reduzierte sich zum 31. August 2009um 0,4 Mio. € auf einen Wert von 12,5 Mio. €. DieDividendenausschüttung im Dezember 2008 und dieim Verlauf des Geschäftsjahres bis Ende Juni 2009kontinuierlich vorgenommenen Rückkäufe eigenerAktien haben das Eigenkapital insgesamt um 1,7 Mio. €verringert, was durch das auf die SinnerSchrader-Aktionäre entfallende Konzernergebnis von 1,2 Mio. €nicht vollständig ausgeglichen werden konnte. DieEigenkapitalquote ging gegenüber dem Wert am 31.August 2008 entsprechend um gut 3 Prozentpunkteauf 62 % zurück.4.6 MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2008/2009 waren in der Sinner-Schrader-Gruppe durchschnittlich 244 Vollzeitmitarbeiterbeschäftigt. Das waren 65 Vollzeitmitarbeiter oder36 % mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr.Von dem Anstieg ist ein Zuwachs von 22 Vollzeitmitarbeiterndarauf zurückzuführen, dass die spot-media-Gruppe im Geschäftsjahr 2008/2009 erstmals fürdie vollen zwölf Monate des Geschäftsjahres zu denZahlen des Konzerns beitrug, anstelle von nur siebenMonaten wie im Vorjahr. Weitere rd. 14 Mitarbeiter kamenim Jahresdurchschnitt über die neu aufgebautenbzw. erworbenen Geschäfte hinzu. Die Personalkapazitätin den Bestandsgeschäften wurde im Geschäftsjahr2008/2009 um 29 Vollzeitmitarbeiter oder gut14 % ausgebaut.Dem Geschäftsausbau steht die Verringerung derliquiden Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögensum insgesamt 1,1 Mio. € gegenüber. Bei einer trotzdes Umsatzwachstums erfreulich stabilen Position ausForderungen aus Lieferungen und Leistungen sowienoch nicht abgerechneten Leistungen und leicht rückläufigenWerten in den anderen Bilanzpositionen ergibtsich insgesamt ein moderater Anstieg der Bilanzsummeum 0,4 Mio. € auf 20,3 Mio. €.Auf der Passivseite waren es vor allem die Steuerrückstellungund die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten,die um 0,8 Mio. € bzw. um knapp 0,3 Mio. €Das Segment Interactive Marketing beschäftigte imGeschäftsjahr 2008/2009 im Durchschnitt 201 Vollzeitmitarbeiter,dem Segment Interactive Media gehörten 17,dem Bereich Interactive Commerce 2 und der Holding24 Vollzeitmitarbeiter an.Am Ende des Geschäftsjahres waren insgesamt 279Personen in der SinnerSchrader-Gruppe beschäftigt,davon 17 Auszubildende, 28 Studenten sowie 2 Praktikanten.84 Mitarbeiter arbeiteten in der Beratungund Mediaplanung, 33 Mitarbeiter in der Kreation,124 Mitarbeiter in der Technik sowie 38 Mitarbeiterin administrativen Funktionen.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG295 Geschäftsentwicklung und Lage der AGDie SinnerSchrader AG ist die geschäftsführende Holdingdes SinnerSchrader-Konzerns. Ihre Geschäftstätigkeitumfasst die Entwicklung und Umsetzung derKonzernstrategie, den Ausbau des Geschäftsportfoliosunter anderem durch Akquisitionen, die Steuerungund Kontrolle der operativen Konzerngesellschaftenund deren Finanzierung, die Verwaltung und Steuerungder Konzernliquidität, die Führung der inländischensteuerlichen Organschaft, die Bereitstellungund Verwaltung der von den Konzerngesellschaftengemeinschaftlich genutzten Infrastrukturen, insbesondereder Büroräumlichkeiten, die zentrale Erbringungadministrativer Dienstleistungen sowie die Wahrnehmungzentraler Konzernaufgaben wie z. B. derInvestor-Relations-Arbeit.Zwischen der SinnerSchrader AG und den inländischenTochtergesellschaften SinnerSchraderDeutschland GmbH und spot-media AG bestehtjeweils ein Ergebnisabführungsvertrag, sodass sichdie Ergebnisse aus dem operativen Geschäft dieserbeiden Gesellschaften jeweils als Erträge aus Gewinnabführungenbzw. Aufwendungen aus Verlustübernahmenauch im Einzelergebnis der AG desjeweiligen Berichtsjahres niederschlagen. In Bezugauf die Bereitstellung von Infrastruktur und auf diezentrale Erbringung administrativer Dienstleistungensteht die SinnerSchrader AG in jeweils unterschiedlichemUmfang mit ihren Tochtergesellschaften imdirekten Geschäftsverkehr, stellt diesen die erbrachtenLeistungen in Rechnung und erwirtschaftet darauseigene Umsätze.Aufgrund der Vorbereitungen für die Geschäftserweiterungenentstanden der AG im Geschäftsjahr2008/2009 allerdings höhere operative Kosten alsim Jahr zuvor. Die Anzahl der von der AG im Jahresdurchschnittbeschäftigten Vollzeitmitarbeiter lagim Berichtsjahr um 5 Vollzeitmitarbeiter über demVorjahr, sodass die Personalkosten mit 1,7 Mio. € gut0,2 Mio. € höher ausfielen. Die sonstigen betrieblichenKosten und die Aufwendungen für bezogene Leistungennahmen jeweils um 0,1 Mio. € auf 1,9 Mio. € bzw.0,2 Mio. € zu. Die Abschreibungen waren angesichtsgeringer Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in diezentrale Infrastruktur leicht rückläufig. Einen positivenBeitrag von 0,1 Mio. € zur Ergebnisentwicklung imGeschäftsjahr 2008/2009 lieferte darüber hinaus nocheine Einigung mit dem Vermieter der von der Sinner-Schrader AG angemieteten Büroflächen in Hamburg,durch die gebildete Rückstellungen für Mietkürzungenaufgelöst werden konnten.Deutlich über dem Vorjahr lagen dagegen die Erträgeaus Ergebnisabführungen, da im Berichtsjahr erstmalsauch eine Ergebnisabführung der spot-media AG zuverbuchen war. Insgesamt nahm die AG einen Betragin Höhe von 2,9 Mio. € aus Ergebnisabführungen ein,gegenüber 2,6 Mio. € im Vorjahr. Rechnet man hinzu,dass der Abschreibung auf eine Minderheitsbeteiligungin Höhe von 0,25 Mio. € im Vorjahr im Geschäftsjahr2008/2009 keine vergleichbare Belastung gegenüberstand,so verbesserte sich der Ergebnisbeitrag aus derSphäre der Tochtergesellschaften und Beteiligungenum rd. 0,6 Mio. €, was die im Zuge der Geschäftserweiterunghöher ausfallenden operativen Kosten mehrals ausgeglichen hat.Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2008/2009auf 3,1 Mio. € und entsprach damit dem Vorjahreswert.Die Verbreiterung des Geschäftsportfolios hattenoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die vonder AG insgesamt in Rechnung gestellten Leistungen.Aus der Anlage der liquiden Mittel, die die AG für denSinnerSchrader-Konzern zentral verwaltet und anlegt,sind im Geschäftsjahr 2008/2009 deutlich geringereErträge als im Vorjahr erwirtschaftet worden. Siebetrugen 0,2 Mio. € und fielen als sonstige Zinsenund zinsähnliche Erträge sowie als sonstige betrieblicheErträge an, soweit sie durch den Verkauf vonWertpapieren realisiert wurden. Im Jahr 2007/2008waren es noch knapp 0,4 Mio. € gewesen. Neben geringerenfür die Anlage durchschnittlich zur Verfügungstehenden Mitteln führte der erhebliche Zinsrückgangim kurzfristigen Anlagebereich zu einer Verringerung


30Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGder Ertragschancen. Angesichts der Finanzkrise wardie Anlage darüber hinaus auf die Reduzierung vonLiquiditäts- und Kontrahentenrisiken ausgerichtet, wasdas Ergebnispotenzial zusätzlich beeinträchtigte. Wiein den Vorjahren auch steht der in der Gewinn- undVerlustrechnung ausgewiesene Zinsaufwand im Wesentlichenim Zusammenhang mit der konzerninternenLiquiditätssteuerung. Die SinnerSchrader AG hat weiterhinkeine verzinslichen Verbindlichkeiten außerhalbdes Konzernkreises.Per saldo ergab sich für das Jahr 2008/2009 einErgebnis vor Steuern von 2,1 Mio. € und lag damit rd.0,1 Mio. € über dem Vorjahr. Nach Abzug der erstmalswieder in vollem Umfang anzusetzenden Ertragsteuern –die in der AG ehemals vorhandenen Verlustvorträgewaren bereits im Vorjahr aufgebraucht worden – verbliebfür das Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von1,4 Mio. €. 2007/2008 hatte der Jahresüberschuss bei1,6 Mio. € gelegen.Der Jahresüberschuss fiel im Berichtsjahr höher ausals das den SinnerSchrader-Aktionären zustehendeErgebnis im Konzernabschluss, vor allem weil dieVerluste der noch nicht kostendeckend arbeitendenneuen Geschäftseinheiten nicht in die AG flossen.Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahrvon 0,3 Mio. € beläuft sich der Bilanzgewinn desGeschäftsjahres 2008/2009 auf 1,7 Mio. €.Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage derAG ist wie auf der Konzernebene geprägt von demweiteren Ausbau des Geschäftsportfolios. Auf der Aktivseiteist der Wert für die Anteile an verbundenen Unternehmenum 0,9 Mio. € auf 20,4 Mio. € angestiegen.0,7 Mio. € dieses Betrages entfallen auf den Ausbaudes Geschäftsportfolios um die newtention-Gruppeund die next commerce GmbH. Die verbleibenden0,2 Mio. € betreffen die Erhöhung der Schätzung fürdas Gesamtvolumen der Earn-out-Komponenten ausdem Erwerb der spot-media AG im Februar 2008.Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres sind zum31. August 2009 auch die Forderungen gegenüberverbundenen Unternehmen deutlich um 1,3 Mio. € auf2,3 Mio. € angewachsen. Dies ist zu einem großen Teildarauf zurückzuführen, dass erstmals zum 31. August2009 die Ergebnisabführung der spot-media AGeinzubuchen war.Den Vermögenszuwächsen steht der Rückgang dervon der AG gehaltenen liquiden Mittel und Wertpapiere(ohne eigene Aktien) um 1,8 Mio. € auf 7,2 Mio. €gegenüber. Davon wurden 0,3 Mio. € für den Kaufeigener Aktien eingesetzt. Zum 31. August 2009 standen270.656 eigene Aktien mit Anschaffungskostenvon 0,4 Mio. € in den Büchern.Der Gesamtwert der Vermögensgegenstände stieg imGeschäftsjahr 2008/2009 um 0,6 Mio. € auf 31,0 Mio. €an.Auf der Passivseite zeigten nur die Steuerrückstellungeneinen deutlichen Anstieg um 0,8 Mio. €. Da im letztenJahr die Verlustvorträge in der von der SinnerSchraderAG geführten steuerlichen Organschaft aufgebrauchtworden waren, erhöhte sich die effektive Steuerbelastungder AG wieder auf ein Normalmaß und mit ihr dieSteuerrückstellungen.Das Eigenkapital der AG stieg nur leicht um 0,1 Mio. €an und belief sich zum 31. August 2009 auf 28,2Mio. €. Der positive Effekt aus dem erwirtschaftetenJahresüberschuss wird im Wesentlichen durch die imDezember 2008 erfolgte Dividendenausschüttung von0,12 € je Aktie kompensiert. Die Eigenkapitalquotesank damit leicht um knapp 2 Prozentpunkte, lag abermit 91 % noch immer über der 90-%-Marke.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG316Vergütungssystem für die Organe derGesellschaft6.1 Vergütungssystem für den VorstandDas Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüberdem Stand der Berichterstattung im Rahmendes Konzernlageberichts 2007/2008 nicht verändert.Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütungdes Vorstands obliegt dem Aufsichtsrat. Die Vergütungdes Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlungbestimmt.Das Vergütungssystem für den Vorstand ist daraufausgerichtet, die einzelnen Mitglieder entsprechendihrem Tätigkeits- und Verantwortungsbereich angemessenzu vergüten und dabei durch einen substanziellenvariablen Anteil die individuelle Leistung,den Unternehmenserfolg sowie die Entwicklung desAktienkurses adäquat zu berücksichtigen. Es setztsich aus den folgenden Komponenten zusammen:• festes Grundgehalt, zahlbar in zwölf gleichenMonatsraten• leistungsbezogener Jahresbonus, teilweise auf derGrundlage der Erreichung individueller Ziele undder in der Jahresplanung festgelegten Unternehmenszieleund teilweise als Tantieme auf dasKonzernergebnis• aktienbasierte Vergütungskomponenten mit mittelbislangfristiger Anreizwirkung, orientiert an demjeweiligen Bestellungszeitraum• sonstige Leistungen (im Wesentlichen Dienstwagen,Unfallversicherung, D&O-Versicherung mit Selbstbehalt,Auslagenersatz)Die individuelle Gewichtung der einzelnen Komponententrägt der Tatsache Rechnung, dass dieVorstandsmitglieder in unterschiedlichem Umfang andem Unternehmen beteiligt sind. Matthias Schrader,Mitgründer der SinnerSchrader AG, hielt zum 31. August2009 2.455.175 Aktien oder 21,27 % aller ausgegebenenAktien. Thomas Dyckhoff hat zur Aufnahmeseiner Tätigkeit im Vorstand der SinnerSchrader AGim Jahr 1999 zum damaligen Preis 49.950 Aktienerworben, die er unverändert hält und die einem Anteilvon 0,4 % entsprechen. Durch Ausübung von Aktienoptionenhat er den Anteil in den Geschäftsjahren2006/2007 und 2007/2008 um jeweils 12.500 Aktienauf nunmehr 74.950 Aktien oder 0,6 % aller ausgegebenenAktien erhöht.Das Gehaltspaket von Herrn Schrader bestehtdaher nur aus einem festen Grundgehalt sowie densonstigen Leistungen, während bei Herrn Dyckhoffsämtliche Komponenten Bestandteil der Gehaltsvereinbarungsind. Als aktienbasierte Vergütungskomponentenwurden Herrn Dyckhoff im Zusammenhang mitder Wiederbestellung für den Zeitraum vom 1. Januar2008 bis 31. Dezember 2012 75.000 Aktienoptionendes Aktienoptionsprogramms 2007, das von derHauptversammlung am 23. Januar 2007 beschlossenworden war, zugesprochen. Das Aktienoptionsprogramm2007 sieht einen Ausübungskurs in Höhe desdurchschnittlichen Schlusskurses der SinnerSchrader-Aktie an den fünf Handelstagen vor Zuteilung, Ausübungshürdenvon 30 %, 40 % bzw. 50 % über demAusübungskurs und Wartezeiten von drei, vier undfünf Jahren für jeweils ein Drittel der zugeteilten Optionenvor.Die für die Vorstände im Rahmen der sonstigenLeistungen abgeschlossene D&O-Versicherung siehteinen Selbstbehalt von 10.000 € vor.Die Mitglieder des Vorstands unterliegen einemnachvertraglichen Wettbewerbsverbot, das eineKarenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletztbezogenen festen Jahresvergütung vorsieht. In Bezugauf Abfindungszahlungen wurde mit den Mitgliederndes Vorstands vereinbart, dass diese den Empfehlungendes Corporate Governance Kodex Nr. 4.2.3entsprechen müssen.Eine individualisierte und nach ihren Bestandteilenaufgegliederte Übersicht der Vorstandsvergütungenfür das Geschäftsjahr 2008/2009 ist im Anhang desJahresabschlusses der SinnerSchrader AG zu finden.


32Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG6.2 Vergütungssystem für den AufsichtsratAuch das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat istunverändert.Die Vergütung der ordentlichen Aufsichtsratsmitgliedersetzt sich gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom28. Januar 2004 wie folgt zusammen:7Zusätzliche Angaben nach § 289 Abs. 4bzw. § 315 Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital der SinnerSchrader AG istin 11.542.764 auf den Inhaber lautende nennwertloseStückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von1 € je Stückaktie eingeteilt. Unterschiedliche Aktiengattungenwurden nicht gebildet.• Grundvergütung von 4.000 € pro Jahr• variable Vergütung von weiteren maximal 4.000 €pro Jahr in Abhängigkeit von der Steigerung desKonzernergebnisses je Aktie gegenüber dem Vorjahr,wobei je 0,01 € positive Veränderung pro Aktieeine variable Vergütung von 400 € fällig wird• Auslagenersatz• D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt• Ersatz der auf die Aufsichtsratsvergütung und denAuslagenersatz zu entrichtenden UmsatzsteuerDer Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine festeund variable Vergütung, die das Doppelte derVergütung der ordentlichen Mitglieder beträgt. SeinStellvertreter erhält das Anderthalbfache der festenund variablen Vergütung.Eine individualisierte und nach ihren Bestandteilenaufgegliederte Übersicht der Aufsichtsratsvergütungenfür das Geschäftsjahr 2008/2009 ist im Anhang desJahresabschlusses der SinnerSchrader AG zu finden.Die Mitglieder des Vorstands sind Konsorten einesKonsortialvertrags, in dem sich die Pre-IPO-Beteiligtenan der SinnerSchrader AG zu einem Pooling derStimmrechte bei Rechteausübungen und zu üblichenVorkaufs- und Mitverkaufsrechten verpflichten.Die SinnerSchrader AG hielt am 31. August 2009270.656 eigene Aktien, aus denen ihr keine Stimmrechteund andere Rechte zustehen.Mehrere Anteilseigner haben der SinnerSchrader AGgemäß § 21 Wertpapierhandelgesetz („WpHG“) in Verbindungmit § 22 WpHG mitgeteilt, dass ihnen mehrals 10 % der Stimmrechte zuzurechnen seien. Die fürdie einzelne Person jeweils aktuellste Meldung ist imAnhang des Jahresabschlusses der SinnerSchraderAG zum 31. August 2009 aufgeführt.Ausweislich der dortigen Angaben sowie der Darstellungdes Anteilsbesitzes der Organmitglieder imAnhang des Jahresabschlusses der AG hielt MatthiasSchrader, Mitgründer von SinnerSchrader undVorstandsvorsitzender der AG, zum 31. August 2009direkt 2.455.175 Aktien, was einem Anteil von 21,27 %aller Stimmrechte entspricht.Es sind keine der ausgegebenen Aktien der Sinner-Schrader AG mit Sonderrechten ausgestattet.Eine Stimmrechtskontrolle für am Kapital beteiligteArbeitnehmer, soweit diese nicht unter die genannteKonsortialvereinbarung fallen, ist von der AG nichtveranlasst.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG33Die Ernennung und Abberufung der Mitgliederdes Vorstands richtet sich nach § 84 Aktiengesetz(„AktG“). Die Satzung der SinnerSchrader AG sieht ergänzendvor, dass der Vorstand aus mindestens zweiPersonen besteht und der Aufsichtsrat stellvertretendeVorstandsmitglieder bestellen kann.Änderungen der Satzung obliegen nach § 119 Abs. 1Nr. 5 AktG der Hauptversammlung. Gemäß Satzungist darüber hinaus der Aufsichtsrat befugt, Änderungender Satzung zu beschließen, die nur die Fassungbetreffen.Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Dezember2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapitalder AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats biszum 15. Januar 2013 einmalig oder mehrfach durchAusgabe neuer nennwertloser Stückaktien gegen BaroderSacheinlage um insgesamt bis zu 5.770.000 € zuerhöhen.Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar2007 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapitalder AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum31. Dezember 2011 durch Ausgabe von insgesamt biszu 600.000 Optionsrechten auf jeweils eine nennwertloseStückaktie der AG an Arbeitnehmer und Mitglieder derGeschäftsführung der AG und verbundener Unternehmenbedingt um bis zu 600.000 € zu erhöhen.Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 18. Dezember2008 ist der Vorstand berechtigt, bis zum15. Juni 2010 eigene Aktien bis zu einem Gesamtbestandder AG an eigenen Aktien von insgesamt10 % des Grundkapitals über die Börse oder ein analle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebotzurückzukaufen. Die Ermächtigung darf vom Vorstandnicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden.Wesentliche Vereinbarungen der AG, die unter derBedingung des Kontrollwechsels stehen, bestehenzum 31. August 2009 nicht.Entschädigungsvereinbarungen der AG für den Falleines Übernahmeangebots sind mit Mitgliedern desVorstands oder Arbeitnehmern nicht getroffen.8Risiken und Chancen der künftigenGeschäftsentwicklungSinnerSchrader unterliegt in seinem Geschäft einerVielzahl von Risiken, deren Eintreten die Vermögens-,Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der AG negativbeeinflussen kann bzw. dazu führen kann, dassSinnerSchrader seine für die zukünftige Geschäftsentwicklunggesetzten Ziele verfehlt.Im Rahmen des auf die Erzielung von Gewinnenausgerichteten unternehmerischen Handelns ist esnotwendig, Risiken einzugehen. Für die Nachhaltigkeitdes Erfolges ist es dabei wichtig, diese Risiken zumanagen. Das heißt einerseits, sie im Hinblick auf dieWahrscheinlichkeit ihres Eintritts und die möglichen Auswirkungenauf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagezu evaluieren und kontinuierlich zu beobachten. Esbedeutet andererseits, Maßnahmen zu identifizieren,mit denen Risiken begrenzt oder vermieden werdenkönnen, und im Hinblick auf die eigenen Kernkompetenzen,die finanzielle Stärke und die Kosten derjeweiligen Maßnahmen festzulegen, in Bezug auf welcheRisiken welche Begrenzungs- oder Vermeidungsmaßnahmenin welchem Umfang ergriffen werden.Es ist eine der wesentlichen Aufgaben des Vorstandsin der Führung des Konzerns, Rahmenbedingungenund Prozesse des Risikomanagements für den Sinner-Schrader-Konzern festzulegen, deren Einhaltungzu überwachen und mit den Leitern der operativenEinheiten und administrativen Bereiche regelmäßig dieEntwicklung der Risiken in den jeweiligen Bereichenzu analysieren.Grundsätzlich verfolgt SinnerSchrader auch mit demRisikomanagement das Ziel, die Eigenkapitalbasisnachhaltig zu sichern und eine angemessene Renditeauf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Dabeiwird eine hohe Eigenkapitalquote angestrebt, umdie Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit desUnternehmens und die Fortführung der operativenGesellschaften zu sichern sowie sowohl organischesals auch anorganisches Wachstum zu finanzieren.Das Risikomanagementsystem des SinnerSchrader-Konzerns und die Risikoprofile der einzelnen Bereichesind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Ein Mitarbeiterim Finanzbereich der AG ist als Risikobeauftragterdes Konzerns benannt und damit beauftragt,das niedergelegte Risikomanagementsystem einer


34Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGregelmäßigen internen Evaluierung zu unterziehen unddiese mindestens einmal jährlich in einem Risikoberichtan den Vorstand zu dokumentieren. Darüberhinaus ist es Aufgabe des Risikobeauftragten, im Auftragdes Vorstands stichprobenartig einzelne Bereichedaraufhin zu analysieren, inwieweit die festgelegtenMaßnahmen zur Begrenzung oder Vermeidung vonRisiken umgesetzt werden.Es ist die Verantwortung der Leiter der einzelnenGeschäftsbereiche, die Risiken des eigenen Bereicheskontinuierlich zu beobachten und zu managen. Bei einersignifikanten Erhöhung des Gefährdungsgrads beieinzelnen Risiken über einen festgelegten Schwellenwerthinaus sind sie zur umgehenden Meldung an denVorstand verpflichtet.Grundlage für ein gutes Risikomanagement ist diezuverlässige und schnelle Versorgung des Managementsmit relevanten Informationen zum Verlauf desGeschäftes. Dazu hat SinnerSchrader ein ControllingundBerichtssystem aufgebaut, mit dem im monatlichenRhythmus über die Entwicklung wesentlicher Kennzahlender Geschäftstätigkeit der einzelnen Bereicheund über die monetären Ergebnisse berichtet wird.Das Risikoprofil des SinnerSchrader-Konzerns hatsich im Hinblick auf die wesentlichen Risikofelderim Geschäftsjahr 2008/2009 insofern verändert, alsSinnerSchrader durch die Entscheidungen zum Investmentin die neuen Geschäftsfelder Adserving undE-Commerce-Outsourcing in Bereichen tätig wurde,deren Geschäftsmodelle sich von den Modellen in denangestammten Dienstleistungsfeldern des Konzernsunterscheiden und in denen SinnerSchrader nochnicht über langjährige Erfahrung verfügt. Die Relevanzder Risiken aus Akquisitionen nimmt darüber hinausweiter zu. Im Folgenden werden einzelne als wichtigidentifizierte Risikofelder näher erläutert. Dabei bedeutetdie Auswahl nicht, dass SinnerSchrader nichtauch aus anderen, nicht erwähnten Risiken signifikanteAuswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslageentstehen könnten.• Konjunkturelle RisikenDie allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusstdas Volumen der Investitionen in IT- und Internetdienstleistungensowie der Ausgaben für Onlinemarketingund unterstützende Dienstleistungen. EineVerschlechterung des konjunkturellen Umfelds könntedas von SinnerSchrader adressierte Marktvolumen –im Hinblick auf Menge und Preis – reduzieren. Die alsReaktion auf eine solche Entwicklung notwendigenMaßnahmen zur Kapazitätsanpassung können gegebenenfallsnur mit einem Zeitverzug Wirkung zeigenund würden zu Kosten für Restrukturierungsmaßnahmenführen.• WettbewerbDer Wettbewerb im Markt für Internetdienstleistungenhat in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen.In diesem Markt sind Anbieter tätig bzw.es drängen Anbieter hinein, die über ein breiteres Serviceportfolio,internationale Geschäftsaktivitäten sowielängere und besser etablierte Kundenbeziehungen alsSinnerSchrader verfügen. Die zukünftige Entwicklungvon SinnerSchrader hängt wesentlich davon ab, wiegut es dem Unternehmen gelingt, als spezialisierterDienstleister ohne Möglichkeit einer vorübergehendenCross-Subventionierung am Markt adäquate Preise fürseine Dienstleistungen durchzusetzen.Dabei spielt auch eine Rolle, inwieweit der Einkauf vonProgrammierleistungen in Schwellenländern in Bezugauf die von SinnerSchrader angebotenen Individualentwicklungenan Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeitzunimmt. SinnerSchrader verfügt derzeit nichtüber entsprechende Quellen und könnte sich diesegegebenenfalls nur mit einem Zeitverzug aufbauen.Größere und international aufgestellte Wettbewerberverfügen bereits über entsprechende Strukturen oderkönnten diese schneller etablieren.• Operative RisikenSinnerSchrader erzielt 40 % des Bruttoumsatzes bzw.21 % des Nettoumsatzes mit einem Kunden; die zehngrößten Kunden haben einen Anteil am Bruttoumsatzvon zusammen knapp 88 % bzw. von gut 84 % amNettoumsatz. Ein Wegfall des Geschäftes mit diesenwichtigen Kunden wird bestenfalls nur mit einem Zeitverzugausgeglichen werden können, in dem eine entsprechendeReduzierung der Kosten nicht möglich ist.Da die Umsätze im Geschäft der Segmente InteractiveMarketing und Interactive Media, in der Regel nichtdurch langfristige Verträge gesichert sind, sondernim Wesentlichen auf Basis von Einzelbeauftragungenmit limitiertem Zeithorizont entstehen, unterliegendie Umsatzplanungen einer hohen Unsicherheit. DieAuftragsbestände gehen in der Regel nicht über einenQuartalsumsatz hinaus.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG35SinnerSchrader wickelt einen wesentlichen Teil seinerUmsätze im Rahmen von Festpreisvereinbarungenab. Aufgrund der Komplexität und der hohen technischenAnforderungen kann es zu einer Verfehlungder ursprünglich kalkulierten Kosten kommen, die zunicht geplanten Verlusten führen kann. Darüber hinausübernimmt SinnerSchrader im Rahmen der Projektverträgeübliche Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen,aus denen erhebliche Nachlaufkosten füreinzelne Projekte resultieren können.• PersonalrisikenDer Erfolg von SinnerSchrader hängt maßgeblich vonder Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter ab.Dabei kommt einigen Mitarbeitern in Schlüsselpositionenbesondere Bedeutung zu. Sofern es Sinner-Schrader nicht gelingt, diese Mitarbeiter an das Unternehmenzu binden bzw. kontinuierlich qualifizierteMitarbeiter für sich zu gewinnen, kann der Erfolg vonSinnerSchrader aufgrund des Know-how-Verlustessignifikant beeinträchtigt werden.Die von SinnerSchrader für namhafte Kunden abgewickeltenProjekte sind teilweise mit einer erheblichenWirkung in der Öffentlichkeit verbunden. Qualitätsmängelbei der Leistungserbringung können daherzu einer negativen Außenwirkung führen, die denVerkauf der Dienstleistungen und damit die zukünftigeGeschäftsentwicklung in signifikantem Umfang beeinträchtigenwürde.Im Rahmen der Erbringung seiner Dienstleistungenhat SinnerSchrader teilweise Zugriff auf personenbezogeneDaten der Kunden seiner Kunden. Durchabsichtliche oder fahrlässige Handlungen seinerMitarbeiter könnten diese Daten für missbräuchlicheZwecke genutzt werden. Neben den direkt darausentstehenden Schäden könnte der mit dem Bekanntwerdeneines solchen Vorfalls verbundene VertrauensverlustSinnerSchrader den Verkauf seiner Dienstleistungenerheblich erschweren.Im neuen Segment Interactive Commerce bietet Sinner-Schrader Unternehmen gegen eine Umsatzbeteiligungdie Entwicklung, die Pflege und den Betrieb desOnlinevertriebskanals einschließlich des Fulfillments,der Zahlungsabwicklung, der Kundenbetreuungund gegebenenfalls der Onlinevermarktung an. DaAufbau- und Anlaufkosten vollständig oder zu großenTeilen von SinnerSchrader zu tragen sind, werden mitden Kunden mehrjährige Verträge geschlossen, inderen Verlauf SinnerSchrader sein Anfangsinvestmentdecken und einen positiven Gesamtertrag aus demProjekt generieren kann. Negative Entwicklungenaufseiten der Kunden, z. B. eine Verschlechterung inder Wahrnehmung der Marke des Kunden, eine Verschlechterungder relativen Wettbewerbsposition desKunden in seiner Branche oder eine Insolvenz, könnendazu führen, dass SinnerSchrader sein Anfangsinvestmentnicht mit einer adäquaten Rendite zurückverdienenkann.• Technologische RisikenDer Markt für IT- und Internetdienstleistungen ist voneiner hohen Veränderungsgeschwindigkeit in Bezugauf verwendete Basistechnologien und von nochgeringen Standardisierungen geprägt. Der zukünftigeMarkterfolg von SinnerSchrader hängt davon ab,inwieweit es gelingt, angesichts hoher Einarbeitungskostenmit beschränkten Ressourcen die Technologiekompetenzin Breite und Tiefe auf einem adäquatenNiveau zu halten und technologische Sackgassen zuvermeiden.Im neuen Geschäftsfeld Adserving entwickelt undvermarktet SinnerSchrader im Kern ein Softwareprodukt.Um dieses Produkt langfristig konkurrenzfähigzu halten, sind jährlich Entwicklungsaufwendungenin erheblichem Umfang notwendig. Für den Erfolgdes Produkts am Markt ist es entscheidend, dass dieWeiterentwicklungen die Marktbedürfnisse inhaltlichund zeitlich treffen. Gelingt dies nicht, könnten dieEntwicklungsvorleistungen durch spätere Erträge ausder Vermarktung nicht mehr gedeckt werden können.Konkurrenten in diesem Markt verfügen über größereEntwicklungsteams, größere finanzielle Ressourcenund gegebenenfalls die Möglichkeit, ihr Adservingproduktüber Cross-Subventionierung preislich attraktivzu positionieren. Gelingt es SinnerSchrader nicht,durch Differenzierung ein adäquates Preis-Leistungs-Verhältnis durchzusetzen, könnten Entwicklungsvorleistungengegebenenfalls nicht gedeckt werden.


36Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG• Risiken aus AkquisitionenSinnerSchrader ist daran interessiert, seine Marktpositionin Deutschland auch durch gezielte Akquisitionenauszubauen. Der Erfolg von Akquisitionen hängt davonab, inwieweit es gelingt, das erworbene Unternehmenin die Konzernstruktur zu integrieren und dieangestrebten Synergieeffekte zu erzielen. Dabei tragenAkquisitionen im Bereich professioneller Dienstleistungendas besondere Risiko, dass in der Regel vor allemKnow-how, Marktkenntnis und Kundenbeziehungenerworben werden, die nur in beschränktem Umfangfest an das erworbene Unternehmen gebunden sind.Ein Misslingen der Integration kann daher schnell zuerheblichem Abschreibungsbedarf bis hin zu einemTotalverlust des Investments führen.Trotz der Relevanz der genannten Risiken sind zusammenfassendauf der Grundlage der verfügbarenInformationen gegenwärtig keine Risiken erkennbar,die den Fortbestand des SinnerSchrader-Konzernsoder der SinnerSchrader AG gefährden. Aufgrundder soliden Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr2008/2009 ist die Vermögens- und Finanzlage desKonzerns stabil.Den Risiken stehen Chancen gegenüber, bei derenEintreten SinnerSchrader seine Ziele übertreffen könnte.Wesentliche Chancen liegen im Kundenstamm, imMarkennamen „SinnerSchrader“, in den positivenImpulsen für die Entwicklung der übernommenen Unternehmenund in der Leistung einiger Schlüsselmitarbeiter,vor allem derjenigen mit Vertriebs- und Kundenbetreuungsaufgaben.Über das hinaus, was planerischunterstellt wird, könnten diese Faktoren dazu führen,dass neue potenzialträchtige Großkunden gewonnenoder derzeit noch nicht absehbare Einzelaufträge ausdem Kundenstamm platziert werden.Durch die im Geschäftsjahr 2008/2009 erfolgte Erweiterungdes Geschäftsportfolios könnten sich auf derVertriebsseite über das derzeit planerisch unterstellteMaß hinaus Synergien ergeben und zur Verbreiterungder Kundenbasis beitragen.Auch die steigende Nachfrage nach den von Sinner-Schrader angebotenen Dienstleistungen allein könntedazu führen, dass SinnerSchrader höhere Preise alsplanerisch unterstellt am Markt durchsetzen kann.Darüber hinaus könnten weitere geglückte Akquisitioneneine erhebliche positive Veränderung dergeplanten Entwicklung bewirken.Die Prognosen basieren ausschließlich auf einerorganischen Entwicklung der Gesellschaften desSinnerSchrader-Konzerns.9Wesentliche Ereignisse nach demBilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichenEreignisse eingetreten, über die zu berichten wäre.Eine besondere Chance liegt in der Entwicklung derPosition der Interaktivagenturen im Markt für Marketing-und Werbedienstleistungen. Aufgrund der wachsendenBedeutung könnten die Interaktivagenturenin den nächsten Jahren bei Unternehmen im Hinblickauf deren Marketing- und Werbedienstleistungen eineführende Stellung einnehmen und die derzeit dortetablierten Dienstleister ablösen. Dadurch könnten fürSinnerSchrader höhere Auftragsvolumina, längerfristigeKundenbindungen und insgesamt höhereMargen möglich werden.


Konzernlagebericht der SinnerSchrader AG3710 PrognoseIn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise derzurückliegenden zwölf Monate hat sich das Geschäftmit Interaktivdienstleistungen als erfreulich stabil erwiesen.Wie unter anderem auch von SinnerSchradereingeschätzt, haben die Entwicklung der fundamentalenFaktoren, die klar auf eine weiter wachsendeBedeutung des Internets für alle Marketing- undVertriebsaufgaben der Unternehmen wirkt, und derkrisenbedingte Effizienzdruck in den Unternehmen dieEntwicklung in der Branche der Interaktivdienstleistereher befördert, auch wenn diese in der ersten Jahreshälfte2009 von Projektverschiebungen und Budgetkürzungennicht gänzlich verschont geblieben ist.Vor dem Hintergrund der sich seit einigen Monatenwieder verbessernden gesamtwirtschaftlichen Aussichtenund angesichts einer auch nach der Bundestagswahlzunächst ausbleibenden Verschlechterungam deutschen Arbeitsmarkt sieht SinnerSchraderim Geschäftsjahr 2009/2010 gute Rahmenbedingungenfür eine positive Geschäftsentwicklung. DieAuftragseingänge im September 2009 sind ersteIndikatoren der Entwicklung im neuen Geschäftsjahrund stützen diese Erwartung mit einem Plus von 10 %gegenüber dem Vorjahr. Mit Blick auf die kommendenMonate ist allerdings weiter vorsichtiges Handelngeboten, da die Unsicherheit über die zukünftigekonjunkturelle Entwicklung angesichts des Ausmaßesder Krise bei allen Experten noch hoch ist.Das Geschäftsjahr 2009/2010 steht für SinnerSchraderin den drei Segmenten unter verschiedenen Leitgedanken.Im Segment Interactive Marketing gilt es, mitden beiden Marken „SinnerSchrader“ und „spot-media“die gute Position am deutschen Markt in Richtungder Vision „Lead-Agentur des interaktiven Zeitalters“auszubauen und dabei wieder die Profitabilität desGeschäftsjahres 2007/2008 zu erreichen.Im Segment Interactive Media hat SinnerSchraderim Geschäftsjahr 2008/2009 seine Kompetenzen inden derzeit im Onlinemediamarkt „heißen“ ThemenTargeting und profilgestützte Bannerwerbung durchdie Akquisition der newtention-Gruppe gezielt verstärkt.Ziel für das Geschäftsjahr 2009/2010 ist es, dieseKompetenzen in Dienstleistungen für die Werbetreibenden,aber auch als Infrastrukturdienstleistung fürandere Marktteilnehmer erfolgreich zu etablieren undso die Geschäfts- und Ergebnisbasis des Segmentsschnell zu vergrößern.Das Segment Interactive Commerce steht nach demStart im Geschäftsjahr 2008/2009 am Anfang seinerEntwicklung. Die Natur des Geschäftes, die in jedemeinzelnen Projekt eine längere Anlauf-/Investitionsphasemit sich bringt, ermöglicht für das Geschäftsjahr2009/2010 noch keine positiven Ergebnisbeiträge.Ziel ist hier, das erste Kundenprojekt schnell an denBreak-even zu führen und in beherrschbarem Umfangneue Projekte zu starten.In Summe erwartet SinnerSchrader für das Geschäftsjahr2009/2010 ein Wachstum des Nettoumsatzesüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2008/2009von 14 % und eine signifikante Verbesserung desoperativen Ergebnisses (EBITA), das gleichwohl nochdurch spürbare Anlaufverluste im Segment InteractiveCommerce belastet sein wird. Auch für das Folgejahrsieht SinnerSchrader gute Chancen, ein zweistelligesWachstum im Nettoumsatz zu erreichen und bei deutlicherVerbesserung des Ergebnisbeitrags aus demSegment Interactive Commerce das EBITA überproportionalzu steigern.Hamburg, 30. Oktober 2009Der VorstandMatthias Schraderthomas Dyckhoff


GRAFIKEN ZUMKONZERNLAGEBERICHT2008 | 2009


Grafiken zum Konzernlagebericht der SinnerSchrader AGEntwicklung des E-Commerce-UmsatzesAnzahl der Internetnutzer und durchschnittliche VerweildauerEntwicklung des Nettoumsatzes und der NettoumsatzmargeNettoumsatz nach BranchenNettoumsatz nach SegmentenEntwicklung des EBITAÜberleitung des EBITA zum KonzernergebnisEntwicklung der Konzern-BilanzKonzern-KapitalflussrechnungMitarbeiterstruktur nach Funktionsbereichen


Entwicklung des E-Commerce-Umsatzesin Mrd. € und in % zum VorjahrANZAHL DER INTERNETNUTZERund durchschnittliche Verweildauerin Mio. Erwachsene ab 14 Jahren und in Min./Tag7,69,0+18 %10,2+13 %10,9+12 %13,6+19 %>15,0+10 – 15 %35,712937,512338,611940,811842,712043,5136Verweildauer20042005 20062007 20082009e2004 2005 2006 2007 2008 2009Entwicklung des Nettoumsatzes und der Nettoumsatzmargein Mio. € und %12,21,5 %13,24,6 %14,27,4 %18,312,6 %20,911,6 % 1)6,9 %04/0505/0606/0707/08 08/091)Vor Kosten für den Ausbau des LeistungsportfoliosNettoumsatz nach BranchenNettoumsatz nach SEGMENTENin % für das Geschäftsjahr 2008/2009in Mio. € für das Geschäftsjahr 2008/2009 im Vergleich zum VorjahrTelekommunikation & TechnologieHandel & Konsumgüter17,519,70,81,40,2–0,319,4 (Vj.: 19,4)31,6 (Vj.: 27,9)Sonstige3,3 (Vj.: 1,3)Medien & Unterhaltung4,2 (Vj.: 3,1)Transport & Touristik15,0 (Vj.: 20,0)Finanzdienstleistungen26,5 (Vj.: 28,3)InteractiveMarketingInteractiveMediaInteractiveCommerceKonsolidierung


Entwicklung DES EBITAin Mio. €Überleitung des EBITA zum Konzernergebnisin Mio. € Für das Geschäftsjahr 2008/2009EBITA1,40,20,6 1,02,32,4 1)1,4Amortisation immaterieller Vermögensgegenständeaus Akquisitionen–0,5Verzicht eines stillen Beteiligten dernewtention technologies GmbH0,1Ergebnis aus der Anlageder Liquiditätsreserve0,2Ertragsteuern–0,3Auf fremde Gesellschafterentfallende Verluste0,3Auf SinnerSchrader-Aktionäre entfallendesKonzernergebnis1,204/0505/0606/0707/08 08/091)Vor Kosten für den Ausbau des LeistungsportfoliosEntwicklung der konzern-Bilanzin Mio. €AKTIVAPASSIVA19,920,3 20,3 19,9Liquide Mittel undWertpapiere9,1 8,06,5 5,8Kurzfristige Verbindlichkeitenund RückstellungenKurzfristige Forderungen undVermögensgegenstände6,3 6,21,3 1,1Langfristige Verbindlichkeitenund RückstellungenGRAFIKEN12,5 13,0EigenkapitalLangfristige Forderungen undVermögensgegenstände4,5 6,131.08.2008 31.08.2009 31.08.2009 31.08.2008Konzern-Kapitalflussrechnungin Mio. € für das Geschäftsjahr 2008/2009Mitarbeiterstruktur nach Funktionsbereichenzum 31. August 2009Cashflow ausoperativer Tätigkeit+2,2Cashflow ausInvestitionstätigkeit 1)–1,6Cashflow ausFinanzierungstätigkeit–1,7Veränderung der liquidenMittel und Wertpapiere 1) –1,1Kreation33 (Vj.: 35)Administration38 (Vj.: 34)Beratung84 (Vj.: 61)Technik124 (Vj.: 111)1)Ohne Anlage liquider Mittel in Wertpapiere


KONZERNABSCHLUSS2008 | 2009


Konzernabschluss der SinnerSchrader AG42 Konzern-Bilanz43 Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung44 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung46 Konzern-Kapitalflussrechnung47 Konzernanhang81 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers


42BilanzKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGKonzern-Bilanzzum 31. August 2009Aktiva in € Anhang Nr. 31.08.2009 31.08.2008Kurzfristige Vermögensgegenstände:Liquide Mittel 2.11 3.214.983 9.075.148Wertpapiere 4.6 4.773.391 –Liquide Mittel und Wertpapiere 7.988.374 9.075.148Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,netto nach Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen von 155.924 € bzw. 157.924 € 2.9 5.202.256 4.829.850Noch nicht abgerechnete Leistungen 4.3 888.816 1.245.615Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände und aktive Abgrenzungen 4.5 129.694 241.823Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt 14.209.140 15.392.436Langfristige Vermögensgegenstände:Geschäfts- oder Firmenwerte 4.1 3.134.986 2.592.463Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4.1 1.703.583 436.985Sachanlagevermögen 4.1 1.028.480 1.081.485Steuerrückforderungen 4.4 162.047 203.009Sonstige langfristige Vermögensgegenstände und aktive Abgrenzungen 4.5 103.449 227.586Langfristige Vermögensgegenstände, gesamt 6.132.545 4.541.528Aktiva, gesamt 20.341.685 19.933.964Passiva in €Kurzfristige Verbindlichkeiten:Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.13 2.020.562 2.358.219Erhaltene Anzahlungen 4.3 421.922 435.290Sonstige Rückstellungen 4.10 1.701.860 1.814.767Steuerrückstellungen 4.9 1.256.734 434.643Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und passive Abgrenzungen 4.11 1.081.201 809.528Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 6.482.279 5.852.447Langfristige Verbindlichkeiten:Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.12 736.745 738.092Passive latente Steuern 5.5 588.598 372.580Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 1.325.343 1.110.672Eigenkapital:Stammaktien, rechnerischer Nennwert 1 €, ausgegeben: 11.542.764 und 11.542.764 Stück,im Umlauf: 11.272.108 und 11.497.579 Stück am 31.08.2009 bzw. 31.08.2008 4.8 11.542.764 11.542.764Kapitalrücklage 4.8 3.599.444 3.601.770Rücklage für aktienbasierte Mitarbeitervergütung 4.8 102.037 70.778Eigene Anteile, 270.656 und 45.185 Stück am 31.08.2009 bzw. 31.08.2008 4.8 -418.027 -72.192Bilanzverlust (inkl. Gewinnrücklagen) -2.334.226 -2.197.346Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen 4.8 42.071 25.071Eigenkapital, gesamt 12.534.063 12.970.845Passiva, gesamt 20.341.685 19.933.964Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGKonzern-Gewinn-und-Verlustrechnung43Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnungfür die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008in € Anhang Nr. 2008/2009 2007/2008Umsatzerlöse, brutto 2.17 27.664.453 24.169.725Mediakosten -6.728.899 -5.822.652Umsatzerlöse, netto 20.935.554 18.347.073Kosten der Umsatzerlöse -13.987.876 -12.153.994Bruttoergebnis vom Umsatz 6.947.678 6.193.079Vertriebskosten -1.890.706 -1.217.461Allgemeine und Verwaltungskosten -3.370.147 -2.672.461Forschungs- und Entwicklungskosten 2.19 -332.817 -46.826Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Erstkonsolidierung -486.166 -92.206Betriebsergebnis 867.842 2.164.125Sonstige Erträge/Aufwendungen, netto 5.3 86.529 48.569Abschreibungen auf Finanzanlagen und sonstige Ausleihungen – -250.000Finanzergebnis, netto 5.4 299.084 371.262Ergebnis vor Steuern 1.253.455 2.333.956Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.5 -314.364 -725.711Konzernergebnis 939.091 1.608.245Ergebnisanteil fremder Gesellschafter 2.3 -291.935 –Ergebnisanteil der Aktionäre der SinnerSchrader AG 1.231.026 1.608.245Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,11 0,14Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,11 0,14Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 11.356.215 11.471.025Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 11.356.680 11.476.299Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.


44EigenkapitalveränderungsrechnungKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGKonzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungfür die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008in € Anhang Nr. Anzahl Aktienim UmlaufStammaktien Kapitalrücklage Rücklage füraktienbasierteMitarbeitervergütungStand am 31.08.2007 11.401.878 11.542.764 3.612.775 32.536Unrealisierte Gewinne/Verlusteaus Wertpapieren 4.6 – – – –Währungsausgleichsposten 2.5 – – – –Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen – – – –Konzernergebnis – – – –Ausgezahlte Dividende 4.8 – – – –Veränderung der Rücklage für aktienbasierteMitarbeitervergütung 4.8 – – – 38.242Kauf eigener Anteile 4.8 -173.716 – – –Ausgabe eigener Anteile 4.8 269.417 – -11.005 –Stand am 31.08.2008 11.497.579 11.542.764 3.601.770 70.778Unrealisierte Gewinne/Verlusteaus Wertpapieren 4.6 – – – –Währungsausgleichsposten 2.5 – – – –Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen – – – –Ergebnisanteil der Aktionäreder SinnerSchrader AG 2.3 – – – –Ergebnisanteil fremder Gesellschafter – – – –Ausgezahlte Dividende 4.8 – – – –Veränderung der Rücklage für aktienbasierteMitarbeitervergütung 4.8 – – – 31.259Kauf eigener Anteile 4.8 -245.471 – – –Verkauf eigener Anteile 4.8 20.000 – -2.326 –Erwerb von Anteilen in Fremdbesitz 2.3 – – – –Veränderung des Konsolidierungskreises 2.3 – – – –Stand am 31.08.2009 11.272.108 11.542.764 3.599.444 102.037Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGEigenkapitalveränderungsrechnung45Eigene Anteile Bilanzgewinn/-verlust ErfolgsneutraleEigenkapital-veränderungenSumme Eigenkapitalohne FremdanteileAnteile in FremdbesitzSumme Eigenkapital-217.350 -2.447.384 24.961 12.548.302 – 12.548.302– – – – – –– – 110 110 – 110– – 110 110 – 110– 1.608.245 – 1.608.245 – 1.608.245– -1.358.207 – -1.358.207 – -1.358.207– – – 38.242 – 38.242-280.624 – – -280.624 – -280.624425.782 – – 414.777 – 414.777-72.192 -2.197.346 25.071 12.970.845 – 12.970.845– – 16.982 16.982 – 16.982– – 18 18 – 18– – 17.000 17.000 – 17.000– 1.231.026 – 1.231.026 – 1.231.026– – – – -291.935 -291.935– -1.367.906 – -1.367.906 – -1.367.906– – – 31.259 – 31.259-376.761 – – -376.761 – -376.76130.926 – – 28.600 – 28.600– – – – -584.827 -584.827– – – – 876.762 876.762-418.027 -2.334.226 42.071 12.534.063 – 12.534.063


46KapitalflussrechnungKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGKonzern-Kapitalflussrechnungfür die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008in € Anhang Nr. 2008/2009 2007/2008Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit:Konzernergebnis 939.091 1.608.245Berichtigungen für die Überleitung des Konzernergebnisseszum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände aus Erstkonsolidierung 4.1 486.166 92.206Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 4.1 533.332 518.884Abschreibungen auf Finanzanlagen 6 – 250.000Aufwand für aktienbasierte Mitarbeitervergütung 31.259 38.242Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen -2.000 –Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 5.3 460 -4.034Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen –Latente Steuern 5.5 -473.271 220.753Veränderungen:Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.9 -364.726 -315.548Noch nicht abgerechnete Leistungen 4.3 356.799 -296.441Steuerrückforderungen 4.4 40.961 139.079Sonstige Vermögenswerte und aktive Abgrenzungen 4.5 236.267 -319.390Verbindlichkeiten und passive Abgrenzungen 4.11 -526.264 597.496Steuerrückstellungen und passive latente Steuern 4.9 1.083.535 411.344Sonstige Rückstellungen 4.10 -112.907 -196.474Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 2.228.702 2.744.362Cashflow aus der Investitionstätigkeit:Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheitenabzüglich erworbener liquider Mittel 2.3 -805.770 -1.824.925Kaufpreiszahlungen aus dem Erwerb konsolidierter Unternehmen in Vorjahren 2.3 -270.280 –Erwerb von Finanzanlagevermögen – -250.000Erwerb von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 4.1 -527.175 -467.995Erlöse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 4.1 7.322 43.578Zugänge von Wertpapieren des Umlaufvermögens 4.6 -4.748.315 –Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.344.218 -2.499.342Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit:Auszahlung an Aktionäre 4.8 -1.367.906 -1.358.207Auszahlung für den Kauf eigener Anteile 4.8 -376.761 -280.624Einzahlung aus dem Verkauf eigener Anteile 4.8 – 19.125Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.744.667 -1.619.706Kursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalente 18 108Veränderung der liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalente -5.860.165 -1.374.578Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 2.11 9.075.148 10.449.726Liquide Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 2.11 3.214.983 9.075.148davon Bürgschaftshinterlegung 617.855 867.855Nachrichtlich, im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit enthalten:Zinseinzahlungen 5.4 96.095 96.287Zinsauszahlungen 5.4 -2.758 -2.511Der nachfolgende Konzernanhang ist ein integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang47Konzernanhang1 AllgemeineGrundlagen und Geschäftstätigkeit des UnternehmensDer Konzernabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft (im Folgenden als „SinnerSchrader AG“ oder „AG“bezeichnet) und ihrer Tochtergesellschaften (im Folgenden als „SinnerSchrader-Konzern“, „SinnerSchrader“ oder„Konzern“ bezeichnet) für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde nach den am Abschlussstichtag, dem 31. August2009, gültigen International Financial Reporting Standards („IFRS“) des International Accounting StandardsBoard („IASB“) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting InterpretationsCommittee („IFRIC“) aufgestellt und entspricht den ergänzenden Anforderungen des § 315 a Handelsgesetzbuch(„HGB“). Der Konzernabschluss zum 31. August 2009 wurde am 30. Oktober 2009 zur Vorlage an den Aufsichtsratfreigegeben. Die Feststellung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der Bilanzsitzung desAufsichtsrats am 3. November 2009. Bis zum Zeitpunkt der Feststellung besteht die Möglichkeit einer Änderungdes Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat.Der SinnerSchrader-Konzern ist ein vornehmlich in Deutschland tätiges Dienstleistungsunternehmen mit Sitzin Hamburg. Mit seinen Dienstleistungen unterstützt SinnerSchrader seine Kunden bei der Nutzung interaktiverTechnologien, vor allem des Internets. Im Einzelnen erbringt SinnerSchrader folgende Leistungen:• Konzeption, Implementierung und Betreuung kundenindividueller, interaktiver IT-Systeme• Beratung, Konzeption, Design und technische Implementierung von interaktiven Werbe- undMarketingmaßnahmen und Maßnahmen zur Markenführung im Internet• technischer Betrieb und Administration von internetbasierten IT-Systemen• Strukturierung, Analyse und Aufbereitung von Daten zum Verhalten von Nutzern interaktiver Systeme• Planung und Management von Onlinevermarktungskampagnen• Auslieferung und Erfolgsmessung von Onlinewerbemitteln über ein Software-as-a-Service-Modell• Komplettübernahme von Aufbau und Management des OnlinevertriebskanalsDer SinnerSchrader-Konzern nahm seine Tätigkeit 1996 auf. Die SinnerSchrader AG wurde 1999 als neue geschäftsführendeMuttergesellschaft gegründet. Sämtliche 11.542.764 ausgegebenen Aktien der SinnerSchraderAG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard zugelassen.


48AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG2 Darstellungder wesentlichen Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden2.1 GeschäftsjahrDie konsolidierten Jahresabschlüsse des SinnerSchrader-Konzerns beziehen sich auf die Geschäftsjahre vom1. September 2008 bis zum 31. August 2009 („2008/2009“) und vom 1. September 2007 bis zum 31. August 2008(„2007/2008“) sowie auf die Abschlussstichtage 31. August 2009 bzw. 31. August 2008.2.2 Neue RechnungslegungsvorschriftenIm Berichtszeitraum hat das IASB Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standardsherausgegeben, die im Konzernabschluss für diesen Zeitraum zum Teil noch nicht verpflichtend anzuwendenwaren. Die Anwendung dieser Neuerungen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens(„Endorsement“) der EU angenommen werden.Es handelt sich dabei um folgende Standards:IAS/IFRS/IFRIC Inhalt Verpflichtend anzuwenden aufGeschäftsjahre, die zu oder nachfolgendem Zeitpunkt beginnenIAS 39 1) /IFRS 7 1) Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten 1. Juli 2008IAS 39 1) /IFRS 7 1) Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten –1. Juli 2008Inkrafttreten und ÜbergangsregelungenIFRS 1 1) Umstrukturierung des Standards 1. Juli 2009IFRS 7 1) Finanzinstrumente: Angaben 1. Januar 2009IFRIC 17 Sachdividenden (Distributions of Non-Cash Assets to Owners) 1. Juli 2009IFRIC 18Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden1. Juli 2009(Transfers of Assets from Customers)Diverse Annual Improvement Project 2007 – 2009 2) 30. Juni 2009IFRS 2 1) Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich im Konzern 1. Januar 2010IFRS 1 1) Zusätzliche Ausnahmen für die erstmalige Anwendung der IFRS 1. Januar 2010IFRS for SMEs IFRS für kleine und mittlere UnternehmenVerpflichtend anzuwenden aufGeschäftsjahre, die zu oder nachfolgendem Zeitpunkt endenIAS 39 1) /IFRIC 9 1) Eingebettete Derivate 30. Juni 2009IAS International Accounting StandardsIFRS International Financial Reporting StandardsIFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee1)Amendments2)Auswirkung auf diverse Standards


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang49Darüber hinaus wurden im Vorjahr vom IASB Standards und Interpretationen sowie Änderungen zu bestehendenStandards herausgegeben, die zwischenzeitlich im Rahmen des Endorsements der EU angenommen wurden,aber für SinnerSchrader zum 31. August 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Es handelt sich umdie folgenden Standards:IAS/IFRS/IFRIC Inhalt Verpflichtend anzuwenden aufGeschäftsjahre, die zu oder nachfolgendem Zeitpunkt beginnenIAS 1 1) Darstellung des Abschlusses 1. Januar 2009IFRS 3 1) Unternehmenszusammenschlüsse 1. Juli 2009IAS 27 1) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1. Juli 2009IFRS 2 1) Anteilsbasierte Vergütung (Vesting Conditions and Cancellation) 1. Januar 2009IAS 32 1) Finanzinstrumente: Darstellung (Puttable Instruments) 1. Januar 2009IFRS 1 1) /IAS 27 1) Kosten der Investition in ein Tochterunternehmen,1. Januar 2009ein gemeinsam kontrolliertes oder ein assoziiertes UnternehmenDiverse Annual Improvement Project 2008 2) 1. Januar 2009IFRIC 15 Vereinbarungen zum Bau von Immobilien (Real Estate) 1. Januar 2009IFRIC 16 Sicherung der Nettoinvestition in ein Auslandsgeschäft 1. Oktober 2008IAS International Accounting StandardsIFRS International Financial Reporting StandardsIFRIC International Financial Reporting Interpretations Committee1)Amendments2)Auswirkung auf diverse StandardsAus der erstmaligen Anwendung der genannten Vorschriften erwartet SinnerSchrader keine wesentlichen Auswirkungenauf seine konsolidierte Vermögens-, Finanz und Ertragslage. Aus der Anwendung von IFRS 1 werdensich Änderungen bei der Benennung und beim Ausweis einiger Bestandteile des Konzernjahresabschlusses undaus der erstmaligen Anwendung der geänderten Standards im Zusammenhang mit den beiden Annual ImprovementProjects voraussichtlich zusätzliche Angaben im Anhang ergeben.SinnerSchrader hat im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009 IFRS 8 zur Segmentberichterstattung –der erstmalig für Wirtschaftsjahre anzuwenden ist, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen – vorzeitig angewandt,weil das Management die Segmentberichterstattung gemäß dem Management-Approach als Information fürden Abschlussadressaten für nützlich erachtet.2.3 KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis zum 31. August 2009 bestand neben der konzernführenden AG aus den folgendendirekten oder indirekten Tochtergesellschaften der AG, die jeweils voll konsolidiert wurden:• SinnerSchrader Deutschland GmbH, Hamburg• spot-media AG, Hamburg• spot-media consulting GmbH, Hamburg• newtention technologies GmbH, Hamburg• newtention services GmbH, Hamburg• next commerce GmbH, Hamburg• SinnerSchrader UK Ltd., London, Großbritannien• SinnerSchrader Benelux BV, Rotterdam, Niederlande


50AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGDer Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum Stand am Bilanzstichtag des Vorjahres um die newtention-Gruppe, bestehend aus der newtention technologies GmbH und deren Tochter newtention services GmbH,vormals adbalance GmbH, sowie um die next commerce GmbH erweitert.• newtention-GruppeDie newtention-Gruppe wurde im Verlauf des Geschäftsjahres von SinnerSchrader vollständig erworben. Kerngeschäftder newtention technologies GmbH ist die Entwicklung und Vermarktung von Adservingsoftware, einerspezielle Anwendungssoftware, mit deren Hilfe Werbe- und Marketingmaßnahmen im Internet durchgeführt undgesteuert werden. Die Software wird von Werbetreibenden, Mediaagenturen und Werbeplattformen als Softwareas a Service in einem von der newtention technologies GmbH betriebenen Rechenzentrum genutzt. Die newtentionservices GmbH hat unter Einsatz der Adservingtechnologie Onlinewerbeformen entwickelt und auf diesen beruhendeOnlinekampagnen für Kunden geplant und gesteuert.Der Erwerb der newtention-Gruppe erfolgte in mehreren rechtlichen Einzelschritten, die wirtschaftlich als einVorgang anzusehen sind. In einem ersten Schritt am 1. Dezember 2008 kaufte SinnerSchrader im Rahmen einesAsset-Deals den Geschäftsbetrieb der newtention services GmbH und erhielt eine jederzeit ausübbare Kaufoptionzur Übernahme der Mehrheit an der newtention technologies GmbH. In einem zweiten Schritt übernahm Sinner-Schrader am 29. Mai 2009 auf Basis eines separaten Kaufvertrags vom 19. Mai 2009 unter Aufhebung derOption sämtliche Anteile an der newtention technologies GmbH.Nach den einschlägigen IFRS-Regeln des IAS 27 erfolgte der Übergang der Kontrolle über die newtention-Gruppe auf SinnerSchrader aufgrund potenzieller Stimmrechte mit Erhalt der Kaufoption am 1. Dezember 2008,sodass die Erstkonsolidierung der newtention-Gruppe in den SinnerSchrader-Konzern zu diesem Zeitpunktvorzunehmen war. Da sämtliche Anteile an der newtention-Gruppe noch bis zum Übergang auf SinnerSchraderim Mai 2009 in den Händen der ehemaligen Anteilseigner („fremde Gesellschafter“) lagen, waren diesen sowohldas erworbene Nettovermögen am 1. Dezember 2008 als auch die Ergebnisse bis zum Übergang der Anteile aufSinnerSchrader Ende Mai vollständig zuzuordnen. Ende Mai hat SinnerSchrader dann die fremden Gesellschafterherausgekauft und das Nettovermögen vollständig übernommen, sodass die Ergebnisse der newtention-Gruppeab dem 1. Juni 2009 vollständig den SinnerSchrader-Aktionären zuzurechnen sind.Die gesamten Anschaffungskosten aus den beiden Transaktionsschritten beliefen sich auf 928 T€. 660 T€entfielen auf den ersten Schritt und 268 T€ auf den zweiten Schritt. Nach Verrechnung von Verbindlichkeitenaus laufenden Projekten im Umfang von 54 T€ wurden 806 T€ dieser Anschaffungskosten in bar beglichenund ein Gegenwert von 28 T€ durch die Hingabe von 20.000 SinnerSchrader-Aktien erfüllt. Die verbleibenden40 T€ stellen die Bewertung einer variablen Kaufpreiskomponente dar, die im April 2010 in Abhängigkeit von derEntwicklung bestimmter Kenngrößen des newtention-Geschäfts auszuzahlen ist. In Höhe der Bewertung wurdein die Bilanz zum 31. August 2009 eine kurzfristige Verbindlichkeit eingestellt. Mit der Transaktion wurden keineliquiden Mittel übernommen, sodass der Nettoabfluss an Zahlungsmitteln aus der Transaktion 806 T€ betrug.Die zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs gemäß IFRS am 1. Dezember 2008 in der Konzernbilanz anzusetzendenerworbenen Vermögensgegenstände und übernommenen Schulden der newtention-Gruppe sind inTabelle 1 mit ihren Buchwerten – soweit vorhanden – und ihren Zeitwerten dargestellt. Als identifizierbarerimmaterieller Vermögensgegenstand der newtention-Gruppe wurde die von newtention selbst erstellte Softwarefestgestellt, die mit 1,4 Mio. € bewertet wurde. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Software wurde mit vierJahren bestimmt. Es wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang51Tab. 1 | Kaufpreisallokation für den Erwerb der newtention-Gruppe in €BuchwerteBeizulegenderZeitwertErworbene Vermögenswerte:Liquide Mittel – –Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.081 65.081Sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungen 632.809 632.809Bilanzierte immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 41.105 41.105Selbst erstellte Software n. v. 1.400.000Erworbene Schulden und Eventualschulden:Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -266.060 -266.060Rückstellungen -82.869 -82.869Sonstige Verbindlichkeiten -110.106 -110.106Darlehen/stille Beteiligung -1.492.730 -122.000Passive latente Steuern n. v. -681.197Erworbenes Nettovermögen 01.12.2008, fremden Gesellschaftern zuzurechnen -1.212.770 876.762Nettovermögensänderungen vom 01.12.2008 bis 31.05.2009,fremden Gesellschaftern zuzurechnen -291.935Erworbenes Nettovermögen 31.05.2009 584.827Kaufpreis für die newtention-Gruppe 928.300Geschäfts- oder Firmenwert 343.473Als Differenz zwischen dem Kaufpreis für den Erwerb und dem beizulegenden Zeitwert des übernommenen Nettovermögensnach Abzug der noch den fremden Gesellschaftern zuzurechnenden Nettovermögensänderungenverbleibt aus dem Erwerb ein positiver Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) in Höhe von 343 T€.Der Werthaltigkeitstest zum Bilanzstichtag 31. August 2009 hat die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts,der dem Segment Interactive Media zuzuordnen ist, bestätigt.Konzernumsatz, operatives Ergebnis (EBITA) und Konzernergebnis veränderten sich durch die newtention-Gruppeseit dem Erstkonsolidierungsstichtag um 173 T€, –522 T€ bzw. –443 T€. Davon waren den fremden Gesellschaftern112 T€, –393 T€ bzw. –292 T€ zuzurechnen. Wäre der Unternehmenszusammenschluss bereits zum Beginndes Geschäftsjahres 2008/2009 erfolgt, hätten der Konzernumsatz und das Konzernergebnis 27.904 T€ bzw.612 T€ betragen.• next commerce GmbHDie next commerce GmbH wurde am 20. Mai 2009 als 100%ige Tochtergesellschaft der SinnerSchrader AG mitdem Ziel des Aufbaus eines neuen Geschäftsfelds E-Commerce-Outsourcing, über das im Segment InteractiveCommerce berichtet wird, errichtet.• spot-media-GruppeDie spot-media AG mit ihrer Tochtergesellschaft spot-media consulting GmbH wird seit dem 1. Februar 2008 inden Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Übernahme der spot-media AG enthält eine Earn-out-Komponente, die auf der Grundlage der operativen Performance der spot-media AG in den Jahren 2008 bis2011 in den Jahren 2009 bis 2012 auszuzahlen ist. Die erste Earn-out-Zahlung erfolgte im Februar 2009. Zum31. August 2009 belief sich der diskontierte Wert der Kaufpreisverbindlichkeit auf 931 T€, davon wurden 311 T€unter den kurzfristigen und 620 T€ unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Zuge einer Anpassungder Kaufpreisverbindlichkeit im laufenden Geschäftsjahr erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert ausdem Erwerb der spot-media AG um 199 T€.


52AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG2.4 KonsolidierungsgrundsätzeAlle konzerninternen Transaktionen und Salden zwischen den verbundenen Unternehmen wurden eliminiert.Der Konzernabschluss wurde auf Basis der Einzelabschlüsse der genannten Konzerngesellschaften, die nachden jeweiligen lokalen Rechnungslegungsvorschriften, insbesondere den Vorschriften des HGB, erstellt sind,unter Durchführung notwendiger Anpassungsbuchungen zu IFRS aufgestellt. Für den Konzernabschluss werdendie gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für gleiche Geschäftsvorfälle und Ereignisse unter ähnlichenBedingungen zugrunde gelegt.Für die newtention technologies GmbH, die newtention services GmbH, die next commerce GmbH und dieSinnerSchrader Benelux BV wurden aufgrund eines von dem der AG abweichenden Geschäftsjahres Zwischenabschlüssezum Abschlussstichtag der AG erstellt. Die Abschlüsse aller anderen in den Konsolidierungskreiseinbezogenen Gesellschaften sind auf den Abschlussstichtag der AG aufgestellt. Dieser entspricht dem Konzernstichtag.2.5 Berichtswährung und WährungsumrechnungDie Berichtswährung lautet auf Euro (€). Der Ausweis erfolgt in vollen Eurobeträgen.Die funktionale Währung der ausländischen Tochterunternehmen außerhalb der Eurozone – der Gruppe der europäischenLänder, die den Euro als Währung eingeführt haben – ist die jeweilige Landeswährung. Die Jahresabschlüssedieser ausländischen Tochtergesellschaften werden in Euro umgerechnet, wobei die Umrechnung derVermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Umrechnungskurs des Bilanzstichtags und die Umrechnungder Umsatzerlöse, der Kosten der Umsatzerlöse und der Aufwendungen zum Durchschnittskurs des jeweiligenGeschäftsjahres erfolgt. Die kumulierten Währungsgewinne und Währungsverluste aus der Fremdwährungsumrechnungder Jahresabschlüsse werden in einem separaten Ausgleichsposten im Eigenkapital ausgewiesen.Währungsgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden, sofern relevant, erfolgswirksambehandelt.2.6 Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung eines konsolidierten Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert, dass dieGeschäftsleitung Schätzungen vornimmt und Annahmen trifft, die Einfluss auf die ausgewiesenen Werte derVermögensgegenstände und Verbindlichkeiten und auf die Angaben über Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeitenzum Bilanzstichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen des Berichtszeitraumshaben. Die tatsächlichen Ergebnisse können von solchen Schätzungen abweichen. Wesentliche Schätzungenbetreffen den Bereich der Anwendung der Percentage-of-Completion-(POC-)Methode, den Ansatz von Rückstellungensowie die Ansätze für die von zukünftigen Entwicklungen abhängigen Kaufpreistranchen für die spotmediaAG, die newtention technologies GmbH und die von der spot-media AG erworbene Kundenbeziehung.Auch im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und vonimmateriellen Vermögenswerten werden Schätzungen vorgenommen. Anhaltspunkte, die auf eine Wertminderunghindeuten, die Schätzungen von zukünftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwertevon Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungenverbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung,der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowieder Restwerte zu treffen hat. Auch zur Ermittlung des erzielbaren Betrages einer Zahlungsmittel generierendenEinheit gehören Annahmen bezüglich der Umsatz- und Marktentwicklung, die auf die Höhe des beizulegendenZeitwerts eines Geschäfts- oder Firmenwerts wesentliche Auswirkungen haben.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang532.7 Langfristige Vermögensgegenstände2.7.1 Immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände umfassen Software, Kundenbeziehungen sowie Geschäfts- oder Firmenwerteund unterliegen den Bilanzierungsregeln des IAS 38.Immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskostenbewertet. Sie werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögensgegenstand zuzuordnendekünftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und wenn die Anschaffungs- oderHerstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bemessen werden können. Kosten für die Anschaffung vonSoftware sind nur dann unter den immateriellen Vermögensgegenständen zu aktivieren, wenn diese nicht alsBestandteil der zugehörigen Hardware zu betrachten ist.Nach dem anfänglichen Ausweis werden immaterielle Vermögensgegenstände zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskostenabzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten außerplanmäßigenWertminderungsaufwendungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über geschätzte Nutzungsdauern.Abschreibungszeitraum und -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft.• SoftwareDirekt entgeltlich erworbene Software wird linear grundsätzlich über eine geschätzte Nutzungsdauer von dreiJahren abgeschrieben. Kosten, die entstehen, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den ein Unternehmenvon dem ursprünglich bemessenen Leistungsgrad vorhandener Software erwarten kann, wiederherzustellenoder zu bewahren, sind als Aufwand zu erfassen.• Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene immaterielle VermögensgegenständeSonstige immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenwerden, werden gemäß IFRS 3 identifiziert und gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sobaldsie die Definition eines immateriellen Vermögensgegenstands erfüllen und ihr beizulegender Zeitwert verlässlichbestimmt werden kann. Die Anschaffungskosten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.Als Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenskauf ist der aktive Unterschiedsbetrag zwischen denAnschaffungskosten und den zu Zeitwerten bewerteten, anteilig erworbenen, identifizierbaren Vermögenswertenund Schulden anzusetzen.Nach der erstmaligen Erfassung werden sonstige immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen einesUnternehmenszusammenschlusses erworben wurden, wie direkt erworbene immaterielle Vermögensgegenständemit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen über geschätzteNutzungsdauern und kumulierter außerplanmäßiger Wertminderungen bewertet, wenn die geschätzte Nutzungsdauerals begrenzt festgestellt wird.Geschäfts- oder Firmenwerte haben eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Sie werden daher nicht planmäßig abgeschrieben,sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen.2.7.2 SachanlagenSachanlagen werden gemäß IAS 16 als Vermögensgegenstand angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dassein mit ihnen verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und wenn dieAnschaffungs- und Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs-und Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungenzu bewerten.


54AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGDie Anschaffungs- und Herstellungskosten des Sachanlagevermögens beinhalten den Kaufpreis, Importzölleund sonstige nicht erstattungsfähige Steuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um denVermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Kaufpreisminderungen wie Rabatte, Boni undSkonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Nachträglich anfallende Kosten wie Wartungs- und Instandhaltungskostenwerden in der Periode, in der sie anfallen, aufwandswirksam erfasst. Wenn solche Kosten nachweislichzu einer Steigerung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens führen, der aus dem Gebrauch des Vermögenswertsresultiert und der über dem ursprünglichen Leistungsvolumen liegt, werden die Kosten als nachträglicheAnschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.Das Sachanlagevermögen von SinnerSchrader umfasst Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung,Computerhardware und Mietereinbauten.Die Abschreibung erfolgt linear. Für Computerhardware wird in der Regel eine Nutzungsdauer von drei Jahrenangenommen, für andere elektronische und elektrische Geräte und Einrichtungen vier bis acht Jahre und für Büromöbelacht bis dreizehn Jahre. Einbauten in gemietete Räumlichkeiten werden über die geschätzte Nutzungsdauerder Einbauten oder den Restzeitraum bis zum Ende der Mietzeit, falls dieser kürzer ist, abgeschrieben.Der Abschreibungsaufwand ist in den Kosten der Umsatzerlöse und in den betrieblichen Aufwendungen enthalten.Die Kosten für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten werden aufwandswirksam erfasst.Bei Verkauf oder Außerbetriebnahme von Sachanlagegütern werden die jeweils dazugehörigen Anschaffungsbzw.Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein etwaiger Gewinn oder Verlustals sonstiger Ertrag oder sonstiger Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.2.7.3 Wertminderungen von langfristigen VermögensgegenständenDer Wertansatz von Gegenständen des Anlagevermögens wird überprüft, wenn Anzeichen für eine außerplanmäßigeWertminderung vorliegen. Wenn der Wertansatz eines Vermögensgegenstands seinen erzielbaren Betragübersteigt, wird nach IAS 36 eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist derjeweils höhere Betrag seines Nettoverkaufspreises oder seines Nutzungswerts. Der Nettoverkaufspreis ist deraus einem Verkauf zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten; derNutzungswert ist der Barwert der erwarteten Erträge aus dem weiteren Gebrauch des Vermögensgegenstandsund dem Verkaufswert am Ende der Nutzungsdauer. Der Nutzungswert wird für jeden Vermögensgegenstandeinzeln bzw. für die entsprechende Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt.Sollten die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden außer bei GeschäftsoderFirmenwerten Wertaufholungen vorgenommen.In den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 gab es keine Anzeichen für Wertminderungen der sonstigenimmateriellen Vermögensgegenstände oder der Gegenstände des Sachanlagevermögens.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang552.8 FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung einesfinanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeitoder eines Eigenkapitalinstruments führt.Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen,der in der Regel den Anschaffungskosten entspricht. Transaktionskosten werden bei der erstmaligen Bewertungeinbezogen, falls keine erfolgswirksame Bewertung zum Fair Value erfolgt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumentensind zum Handelstag zu bilanzieren.Im Hinblick auf die Folgebewertung wird zwischen verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden,darunter zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente,von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen und zur Veräußerung verfügbareFinanzinstrumente.Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, die die Gesellschaft biszur Endfälligkeit halten will und kann, ausgenommen von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen,werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente klassifiziert.Alle anderen Finanzinstrumente, ausgenommen von der Gesellschaft ausgereichte Kredite und Forderungen,werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertewerden bei der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert ohne Abzug von Transaktionskosten bewertet.Die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich in der Regel aus Stichtagskursen an Finanzmärkten. Gewinne undVerluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumentensind erfolgswirksam zu erfassen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vonzur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sind erfolgsneutral direkt im Eigenkapital zu erfassen, bis dasFinanzinstrument verkauft wird, eingezogen wird, anderweitig abgegangen ist oder sobald für das Finanzinstrumenteine dauerhafte Wertminderung festgestellt wurde. Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne oder Verlustewerden, soweit erforderlich, in der Position „Sonstige Rücklagen“ ausgewiesen.Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendungder Effektivzinsmethode zu bewerten.Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten werdenin den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertewerden in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, wenn die Gesellschaft die Veräußerung in dennächsten zwölf Monaten plant.Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichenRechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht. Eine finanzielle Verbindlichkeit wirdausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.


56AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG2.9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und noch nicht abgerechnete LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihrem Nominalwert abzüglich angemessenerWertberichtigungen ausgewiesen. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Forderungen erfolgt regelmäßig aufEinzelbasis. Wertberichtigungen werden bei erkennbaren Einzelrisiken gebildet.Erbrachte Leistungen aus Festpreisprojekten, die entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad nach der Cost-to-Cost-Methode realisiert, aber noch nicht abgerechnet wurden, werden mit einem Anteil der für das Festpreisprojektfestgelegten Gesamtvergütung, also einschließlich der Gewinnmarge, unter Gegenrechnung eventuell fürdas jeweilige Projekt erhaltener Anzahlungen als Forderungen aus POC unter den noch nicht abgerechnetenLeistungen ausgewiesen.2.10 Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder zum niedrigeren erzielbaren Betrag bilanziert.2.11 Liquide Mittel und ZahlungsmitteläquivalenteLiquide Mittel umfassen Kassenbestände, täglich verfügbare Bankguthaben sowie Festgelder mit einer Restlaufzeitvon weniger als drei Monaten. Sie werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.Als Zahlungsmitteläquivalente werden Wertpapiere mit einer festen Laufzeit von weniger als drei Monaten undgeringem Risiko qualifiziert. Weder zum 31. August 2009 noch zum 31. August 2008 hielt SinnerSchrader entsprechendals Zahlungsmitteläquivalente qualifizierte Wertpapiere.2.12 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt. Der Liquiditätsfonds, dessenVeränderung in der Kapitalflussrechnung abgebildet wird, umfasst die liquiden Mittel sowie die Zahlungsmitteläquivalente.Ergebnisneutrale Wertanpassungen der im Liquiditätsfonds enthaltenen Wertpapiere werden inder Kapitalflussrechnung zusammen mit den wechselkursbedingten Veränderungen der liquiden Mittel unter„Kursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel und Zahlungsmitteläquivalente“ ausgewiesen.2.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Nennwertbilanziert.2.14 Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für rechtliche und faktische Verpflichtungen gebildet, die biszum Abschlussstichtag wirtschaftlich entstanden sind, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung derVerpflichtung zu einem Abfluss von Konzernmitteln führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhevorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und an die jeweilsbeste Schätzung angepasst. Der Rückstellungsbetrag entspricht dem Wert der zur Erfüllung der Verpflichtungvoraussichtlich notwendigen Aufwendungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbarenVerpflichtungen gegenüber Dritten entsprechend IAS 37.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang572.15 Eigene AktienEigene Aktien werden nach IAS 32 mit ihren Anschaffungskosten als Abzugsposten innerhalb des Eigenkapitalsausgewiesen.2.16 Latente SteuernNach IAS 12 sind in der Bilanz nach IFRS latente Steueransprüche oder -verbindlichkeiten anzusetzen, wennUnterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Bilanz nach IFRSund denen in der Steuerbilanz bestehen, die sich in zukünftigen Jahren umkehren („temporäre Unterschiede“).Latente Steueransprüche sind darüber hinaus auch für die zukünftige Nutzung steuerlicher Verlustvorträge zubilden. Die Ermittlung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist auf Basis der Liability-Methode vorzunehmen.Die Ermittlung von Steueransprüchen und -verbindlichkeiten aus temporären Unterschieden hat für jedesSteuersubjekt getrennt zu erfolgen. Steueransprüche sind nur dann bzw. in dem Umfang anzusetzen, in demihnen Steuerverbindlichkeiten gegenüberstehen oder in dem die Realisierung durch zukünftige zu versteuerndeGewinne als wahrscheinlich eingestuft werden kann. Für ein Steuersubjekt werden Steueransprüche und -verbindlichkeitensaldiert ausgewiesen. Eine Saldierung zwischen verschiedenen Steuersubjekten ist nicht zulässig.Für die Bewertung der temporären Unterschiede bzw. Verlustvorträge sind die am Bilanzstichtag gültigen bzw.für einen zukünftigen Zeitpunkt der Umkehrung von temporären Differenzen am Bilanzstichtag rechtswirksam inKraft getretenen Steuersätze anzuwenden.Latente Steueraufwendungen bzw. -erträge sind direkt im Eigenkapital zu verrechnen, wenn sie sich auf Unterschiedebeziehen, die sich nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung auswirken, wie z. B. Bewertungsänderungenbei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.2.17 UmsatzrealisierungSinnerSchrader erbringt Dienstleistungen verschiedener Leistungsarten, die im Hinblick auf die Umsatzrealisierungunterschiedlich behandelt werden. Grundsätzlich realisiert SinnerSchrader Umsatz nur, wenn die Leistungoder Lieferung entsprechend den zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarungen ausgeführt wurde und derGefahrenübergang auf den Leistungsempfänger oder Käufer stattgefunden hat, es wahrscheinlich ist, dass derwirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der Gesellschaft zufließt und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlichbestimmt werden kann. Die Umsätze werden netto ohne Umsatzsteuer, Skonti, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen.Sie enthalten erstattungsfähige Aufwendungen, wie z. B. Reisekosten, soweit sie Kunden in Rechnunggestellt und von diesen bezahlt wurden.• Projekt- und BeratungsdienstleistungenProjekt- und Beratungsdienstleistungen werden entweder nach Aufwand oder auf Basis eines Festpreisesabgerechnet. Die Umsätze aus Projekten auf Festpreisbasis werden grundsätzlich entsprechend dem erzieltenLeistungsfortschritt unter Anwendung der POC-Methode gemäß IAS 11.22 ff. bilanziert. Der Leistungsfortschrittwird dabei als Verhältnis der bereits angefallenen Projektkosten zu den für das Gesamtprojekt erwarteten Gesamtkostenbestimmt. Für drohende Verluste aus noch nicht fertiggestellten Projekten werden Verbindlichkeitenauf Basis einer Einzelbetrachtung des Projekts zulasten der Periode passiviert, in der ein solcher Verlust wahrscheinlichwird. Umsätze im Rahmen von Verträgen nach Aufwand werden im Allgemeinen monatlich entsprechenddem für die Leistungserstellung angefallenen Aufwand angesetzt.


58AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGUmsätze, die auf Basis der POC-Methode realisiert, aber noch nicht in Rechnung gestellt wurden, werden in derBilanz unter den noch nicht abgerechneten Leistungen ausgewiesen. Kunden in Rechnung gestellte Beträge, dieden Umfang der abzugrenzenden Umsätze übersteigen, werden als erhaltene Anzahlung ausgewiesen.• MediadienstleistungenSinnerSchrader erbringt für Kunden Leistungen zur Planung und Durchführung von Werbekampagnen imInternet (Mediadienstleistungen). Im Rahmen der Durchführung der Werbekampagnen kauft SinnerSchrader aufeigene Rechnung Werbeplätze ein. Die Kosten für den Einkauf der Werbeplätze („Mediakosten“) werden im Zugeder Abrechnung der Mediadienstleistungen an den Kunden zusammen mit einer festen Vergütung oder einerVergütung, die sich im Verhältnis zu den tatsächlichen Mediakosten rechnet, weitergereicht.Umsätze für Mediadienstleistungen werden grundsätzlich mit bzw. nach dem Erscheinen der Werbung realisiert.Dabei wird der gesamte den Kunden zu berechnende Betrag als Bruttoumsatz, der um die weitergereichtenMediakosten verringerte Betrag als Nettoumsatz erfasst.Realisierte Umsätze, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden, werden – vermindert um für die Werbekampagnenerhaltene Anzahlungen und zuzüglich für den Einkauf von Werbeplätzen im Rahmen der Werbekampagnengeleisteter Anzahlungen – in der Bilanz als noch nicht abgerechnete Leistungen ausgewiesen.• BetriebsdienstleistungenSinnerSchrader übernimmt für seine Kunden Betriebsdienstleistungen, zu denen insbesondere auch die24-Stunden-Überwachung und -Betreuung von Internetanwendungen im Bereitschaftsdienst gehört. Die Vergütungfür diese Dienstleistungen setzt sich in der Regel aus einem festen monatlichen Leistungsentgelt zuzüglichvariabler, leistungsabhängiger Bestandteile zusammen und wird den Kunden monatlich oder quartalsweise inRechnung gestellt. Sofern das von SinnerSchrader betreute IT-System im SinnerSchrader-eigenen Rechenzentrumbetrieben wird, werden darüber hinaus monatlich fixe Nutzungsentgelte erhoben.• Verkauf von Hardware und SoftwareDarüber hinaus liefert SinnerSchrader seinen Kunden auf Anfrage ergänzend zu anderen Dienstleistungen auchHardware und Standardsoftware, die SinnerSchrader selbst am Markt einkauft. Die Umsatzrealisierung erfolgtnach Abrechnung bzw. nach dem Gefahrenübergang.• Software as a ServiceMit dem im laufenden Geschäftsjahr erworbenen Tochterunternehmen newtention technologies GmbH bietetSinnerSchrader die Nutzung einer selbst erstellten Software im Rahmen eines Software-as-a-Service-Modells an.Die Nutzungsentgelte werden den Nutzern jeweils nach erfolgter Nutzung entsprechend vereinbarten Nutzungsparameternim Nachgang, in der Regel monatlich, in Rechnung gestellt. Umsatz wird in Höhe der in Rechnunggestellten Nutzungsentgelte realisiert.2.18 WerbekostenSinnerSchrader berücksichtigt Aufwendungen für Werbe- und Promotionmaßnahmen grundsätzlich zumZeitpunkt des Entstehens in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Vertriebskosten. Diese Aufwendungenbetrugen in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 259.732 € bzw. 141.870 €.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang592.19 Forschungs- und EntwicklungsaufwendungenAufwendungen für Forschung und Entwicklung werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallensind. Eine Ausnahme bilden aktivierungsfähige Entwicklungskosten, sofern sie die Kriterien gemäß IAS 38.57vollständig erfüllen.2008/2009 wurden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 332.817 € im Vergleich zu 46.826 € imGeschäftsjahr 2007/2008 als Aufwand erfasst. In beiden Jahren wurden die Kriterien für eine Aktivierung derForschungs- und Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 nicht erfüllt.2.20 LeasingLeasingzahlungen sind dann als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit desLeasingverhältnisses zu erfassen, wenn sie innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses, bei dem alle Risikenbeim Leasinggeber verbleiben, anfallen.SinnerSchrader hat ausschließlich Operating-Leasingverträge abgeschlossen. Sie betreffen im Wesentlichen alsDienstwagen zur Verfügung gestellte Pkw.2.21 Aktienbasierte MitarbeitervergütungIFRS 2 schreibt die ergebniswirksame Bilanzierung der Kosten aus der Ausgabe von Mitarbeiteroptionen aufGrundlage des beizulegenden Zeitwerts vor. Dabei ist der Marktwert der Option am Zuteilungsstichtag auf dieWartezeit für die Optionsausübung zu verteilen und jeweils anteilig als Personalkosten in die Gewinn- und Verlustrechnungder entsprechenden Periode einzustellen. Die Erfassung der Kosten erfolgt gegen das Eigenkapitalin der Rücklage für aktienbasierte Mitarbeitervergütung.Zum 31. August 2009 gab es bei SinnerSchrader drei Aktienoptionspläne, deren Struktur und Auswirkungen aufdie Gewinn- und Verlustrechnung unter 6.1 näher erläutert werden.2.22 Ergebnis je AktieSinnerSchrader berechnet das Ergebnis je Aktie in Übereinstimmung mit IAS 33. Das unverwässerte Ergebnisje Aktie wird auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ausstehenden Stammaktien ermittelt. Eigene Aktienbleiben demnach mit dem Datum des Rückkaufs bei der Berechnung der Basis für das Ergebnis je Aktie unberücksichtigt.Für die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird der gewichtete Durchschnitt der ausstehendenAktien um den Verwässerungseffekt aus der potenziellen Ausübung ausstehender Optionen, berechnet nach derTreasury-Stock-Methode, erhöht. SinnerSchrader hat im Rahmen seiner Mitarbeiteroptionsprogramme 1999,2000 und 2007 Optionen zum Kauf von Stammaktien an Mitarbeiter ausgegeben. Die in den Geschäftsjahren2008/2009 und 2007/2008 ausstehenden Optionen wurden bei der Berechnung des Verwässerungseffektsentsprechend berücksichtigt.


60AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG3 SegmentberichterstattungSinnerSchrader hat im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009 IFRS 8 zur Segmentberichterstattung,der erstmalig für Wirtschaftsjahre anzuwenden ist, die nach dem 1. Januar 2009 beginnen, vorzeitig angewandt,weil das Management die Segmentberichterstattung gemäß dem Management-Approach als Information fürden Abschlussadressaten für nützlich erachtet.Der Übergang von IAS 14 führte zu den Segmenten Interactive Marketing, Interactive Media und InteractiveCommerce. Die Segmentsteuerung erfolgt auf Basis des EBITA.• Das Segment Interactive Marketing entwickelt Internetstrategien, übernimmt die kundenindividuelle Konzeption,Gestaltung und technische Entwicklung von Websites und Internetanwendungen, die inhaltsbezogeneund technische Pflege, die Performancemessung und -optimierung sowie den technischen Betrieb einschließlichder Bereitstellung der technischen Infrastruktur für Websites und Internetanwendungen.• Das Segment Interactive Media bietet die Planung und Durchführung von Werbemaßnahmen im Internet miteinem Schwerpunkt auf performanceorientierter Displaywerbung (z. B. Bannerwerbung) und die Auslieferungund Erfolgsmessung von Werbemitteln („Adserving“) an.• Das Segment Interactive Commerce übernimmt für seine Kunden die Gesamtverantwortung für den Aufbauund das Management des Vertriebskanals Internet einschließlich Logistik, Zahlungsabwicklung und Shopmanagement(„E-Commerce-Outsourcing“).SinnerSchrader hat in seiner internen und externen Berichterstattung erstmalig im Geschäftsjahr 2008/2009den Mediabereich der SinnerSchrader Deutschland GmbH und die im Geschäftsjahr 2008/2009 erworbeneTochtergesellschaft newtention technologies GmbH zum Segment Interactive Media zusammengefasst. Die imGeschäftsjahr gegründete next commerce GmbH bildet das Segment Interactive Commerce und die spot-mediaAG wird zusammen mit der SinnerSchrader Deutschland GmbH ohne ihren Mediabereich zum Segment InteractiveMarketing zusammengefasst.Sämtliche Umsätze von SinnerSchrader wurden aus den im Inland ansässigen Konzernunternehmen getätigt. Indem Segment Interactive Marketing wurden mit Unternehmen aus drei Unternehmensgruppen Nettoumsätze inHöhe von jeweils 3.427 T€, 3.863 T€ bzw. 2.623 T€ erzielt. Das Segment Interactive Media erzielte mit Unternehmenaus einer Unternehmensgruppe Nettoumsätze in Höhe von 1.017 T€.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang61Tabelle 2a zeigt die Segmentinformationen für das Geschäftsjahr 2008/2009, in Tabelle 2b sind die Vergleichsdatendes Vorjahres dargestellt:Tab. 2a | Segmentinformation für das Geschäftsjahr 2008/2009 in € und Anzahl01.09.2008 – 31.08.2009 InteractiveMarketingInteractiveMediaInteractiveCommerceSummeSegmenteHolding/KonsolidierungKonzernExterne Umsätze 19.548.926 7.961.681 153.846 27.664.453 – 27.664.453Interne Umsätze 191.159 121.807 312.966 -312.966 –Bruttoumsatz 19.740.085 8.083.488 153.846 27.977.419 -312.966 27.664.453Mediakosten – -6.728.899 -6.728.899 – -6.728.899Nettoumsatz 19.740.085 1.354.589 153.846 21.248.520 -312.966 20.935.554Segmentergebnis (EBITA)vor fremden Gesellschaftern 2.603.190 260.302 -390.225 2.473.267 -639.413 1.833.854Segmentergebnis (EBITA) 2.603.190 -133.015 -390.225 2.079.950 -639.413 1.440.537Mitarbeiter, Endstand 224 23 4 251 28 279Tab. 2b | Segmentinformation für das Geschäftsjahr 2007/2008 in € und Anzahl01.09.2007 – 31.08.2008 InteractiveMarketingInteractiveMediaInteractiveCommerceSummeSegmenteHolding/KonsolidierungKonzernExterne Umsätze 17.508.855 6.660.870 – 24.169.725 – 24.169.725Interne Umsätze – – – – – –Bruttoumsatz 17.508.855 6.660.870 – 24.169.725 – 24.169.725Mediakosten – -5.822.652 – -5.822.652 – -5.822.652Nettoumsatz 17.508.855 838.218 – 18.347.073 – 18.347.073Segmentergebnis (EBITA) 2.479.031 419.377 – 2.898.408 -593.508 2.304.900Mitarbeiter, Endstand 208 4 – 212 29 241Die Rechnungslegung für die einzelnen Segmente folgt den Rechnungslegungsgrundsätzen, die auch im Konzernangewandt werden. In der SinnerSchrader AG anfallende administrative Kosten werden, soweit zuordenbar,an die operativen Segmente berechnet. Nicht zuordenbare Kosten werden nicht auf die Segmente verteilt – diessind im Wesentlichen Kosten für originäre Holdingaufgaben wie z. B. die Investor-Relations-Arbeit.Tabelle 2c erläutert die Überleitung der Summe der Segmentergebnisse zu dem Ergebnis vor Steuern im Konzernfür den Zeitraum vom 1. September 2008 bis zum 31. August 2009 und für den Vergleichszeitraum desVorjahres:Tab. 2c | Überleitung des Segmentergebnisses auf das Ergebnis vor Steuern des Konzerns in €2008/2009 2007/2008Segmentergebnisse (EBITA) aller Berichtssegmente 2.079.950 2.898.408Nicht auf die Segmente umgelegte Kosten der Zentrale -639.413 -593.508EBITA des Konzerns 1.440.537 2.304.900Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Erstkonsolidierung -486.166 -92.206Finanzergebnis im Konzern 299.084 121.262Ergebnis vor Steuern des Konzerns 1.253.455 2.333.956


62AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG4 Angabenzur Bilanz4.1 Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen,Beteiligungen und AusleihungenDie Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen,Beteiligungen und Ausleihungen im Geschäftsjahr 2008/2009 ist in Tabelle 3 dargestellt:Tab. 3 | Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen,Beteiligungen und Ausleihungen im Geschäftsjahr 2008/2009 in €Anschaffungs- und Herstellungskosten: 01.09.2008 Zugängeaus Erstkon-solidierungZugänge Abgänge 31.08.2009Geschäfts- oder Firmenwerte 2.592.463 542.523 – – 3.134.986Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.073.252 1.402.812 453.961 2 2.930.023Computerhardware 1.510.013 32.974 288.632 8.669 1.822.950Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.038.637 5.319 56.351 4.199 1.096.108Mietereinbauten 424.747 – 824 – 425.571Beteiligungen und Ausleihungen 250.000 – – 250.000 –Anlagevermögen, gesamt 6.889.112 1.983.628 799.768 262.870 9.409.638Kumulierte Abschreibungen: 01.09.2008 Zugänge Abgänge 31.08.2009Geschäfts- oder Firmenwerte – – – – –Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 636.267 – 590.173 – 1.226.440Computerhardware 1.109.292 – 255.860 2.650 1.362.502Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.043 – 101.091 2.439 672.695Mietereinbauten 208.577 – 72.375 – 280.952Beteiligungen und Ausleihungen 250.000 – – 250.000 –Anlagevermögen, gesamt 2.778.179 – 1.019.498 255.089 3.542.589Nettobuchwerte: 31.08.2008 31.08.2009Geschäfts- oder Firmenwerte 2.592.463 3.134.986Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 436.985 1.703.583Computerhardware 400.721 460.448Betriebs- und Geschäftsausstattung 464.594 423.413Mietereinbauten 216.170 144.619Beteiligungen und Ausleihungen – –Anlagevermögen, gesamt 4.110.933 5.867.049


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang634.1.1 Geschäfts- oder FirmenwerteDie in der Bilanz zum 31. August 2009 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 3.135 T€stammen aus dem Erwerb der spot-media-Gruppe im Geschäftsjahr 2007/2008 sowie dem Erwerb dernewtention-Gruppe im Geschäftsjahr 2008/2009.Gemäß IFRS 3.74 entwickelten sich die Buchwerte wie folgt: Im Geschäftsjahr 2008/2009 haben die GeschäftsoderFirmenwerte um insgesamt 542 T€ zugenommen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 343 T€wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation zum Erwerb der newtention-Gruppe festgestellt und im Zuge derErstkonsolidierung in die Konzernbilanz aufgenommen.Im Umfang der verbleibenden 199 T€ wurde der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der spot-media-Gruppe angehoben. Im Zuge der Feststellung der Höhe der ersten von vier Earn-out-Zahlungen im Januar 2009wurde aufgrund der über Plan liegenden Entwicklung der spot-media-Gruppe die erwartete Höhe der gesamtenin den Jahren 2009 bis 2012 zu leistenden Earn-out-Zahlungen nach oben korrigiert.Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden entsprechend dem Tätigkeitsfeld der erworbenen Gesellschaften denjeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerbder spot-media-Gruppe ist dem Segment Interactive Marketing, der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerbder newtention-Gruppe ist dem Segment Interactive Media zuzuordnen.Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. August 2009 wurde in Werthaltigkeitstests bestätigt.Diese wurden auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die den jeweiligen Teilkonzernen unterhalbder Segmentebene entsprachen, nach der Discounted-Cash-Flow-(DCF-)Methode auf der Grundlage dreijähriger,vom Management genehmigter Geschäftspläne für die jeweiligen Einheiten durchgeführt.Wesentliche Parameter bei der Anwendung der DCF-Methode sind der Diskontierungssatz sowie die langfristigeWachstumsrate für die Berechnung der ewigen Rente. Als Diskontierungssatz wurde der gewichtete durchschnittlicheKapitalkostensatz (weighted average cost of capital, WACC) der jeweiligen Einheit nach Steuernherangezogen. Für beide Bewertungseinheiten wurde dabei ein risikofreier Basiszinssatz von 4,25 %, eineMarktrisikoprämie von 5 % sowie ein Betafaktor von 1,27 angenommen, woraus sich ein gewichteter durchschnittlicherKapitalkostensatz nach Steuern von 10,6 % errechnet. Als langfristige Wachstumsrate wurdejeweils 0,5 % unterstellt.Im Geschäftsjahr 2008/2009 waren Annahmen, die sich auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beziehen,z. B. Diskontierungszinssätze, zum Teil sehr volatil. Auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Erkenntnisseund Erwartungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergaben sich für die Zahlungsmittel generierendenEinheiten Werte, die keinerlei Anhaltspunkte für Impairmentbedarf zeigten.4.1.2 Sonstige immaterielle VermögensgegenständeZum 31. August 2009 weist die Bilanz des SinnerSchrader-Konzerns immaterielle Vermögensgegenständemit einem Buchwert von 1.704 T€ gegenüber einem Buchwert von 437 T€ zum Ende des vorangegangenenGeschäftsjahres aus. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden immaterielle Vermögensgegenstände mit Anschaffungskostenvon insgesamt 1.857 T€ erworben.Dabei gingen 1.402 T€ im Zuge der Erstkonsolidierung der newtention-Gruppe zum 1. Dezember 2008 zu,1.400 T€ davon für die von der newtention technologies GmbH entwickelte und vermarktete Software „n7“.Die Nutzungsdauer für die n7-Software wurde mit vier Jahren angesetzt, sodass im Geschäftsjahr 2008/2009Abschreibungen auf die Software von 263 T€ angefallen sind.


64AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGEin Zugang zu den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 394 T€ erfolgte aufgrund desErwerbes einer Kundenbeziehung. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat die spot-media AG eine Kundenbeziehungund die ausschließlich in dieser Kundenbeziehung eingesetzten Mitarbeiter von einem anderen Unternehmenerworben. Der Erwerb wurde nach den IFRS-Regeln als Übernahme eines immateriellen Vermögensgegenstandsqualifiziert und gemäß IAS 38 bilanziert. Für den Erwerb wurde ein variabler, in drei Jahresratenzahlbarer Kaufpreis vereinbart, der sich an dem mit dem Kunden realisierten Geschäftsvolumen orientiert. ZumKaufzeitpunkt wurde für die drei Kaufpreisraten eine Summe von 394 T€ abgeschätzt. Eine erste Rate in Höhevon 120 T€ wurde im März 2009 gezahlt. Der diskontierte Wert der zum 31. August 2009 noch ausstehendenKaufpreisverbindlichkeit betrug 276 T€, wovon ein Anteil von 159 T€ als kurzfristige, die verbleibenden 117 T€als langfristige Verbindlichkeiten auszuweisen waren. Die Nutzungsdauer wurde mit vier Jahren angesetzt, überdie eine lineare Abschreibung des Wertes erfolgt. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 ergab sich eine Abschreibungvon 66 T€.4.2 Latente SteuernSowohl im Geschäftsjahr 2008/2009 als auch im Geschäftsjahr 2007/2008 waren im Konzern aufgrund vonUnterschieden in den Ansätzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach IFRS und nach den jeweiligensteuerlichen Regelungen latente Steuern auszuweisen. Nähere Erläuterungen dazu werden in 5.5 gegeben.4.3 Noch nicht abgerechnete Leistungen und Forderungen aus POCZum 31. August 2009 und zum 31. August 2008 wurden unter den nicht abgerechneten Leistungen Forderungenaus POC zu laufenden Festpreisprojekten mit einem Betrag von 448.315 € bzw. 1.245.615 € ausgewiesen. Dabeiwurden von der POC-Bewertung der Projekte von insgesamt 661.029 € bzw. 2.174.329 € die für die Projekteerhaltenen Anzahlungen in Höhe von 212.714 € bzw. 928.714 € abgezogen.4.4 SteuerrückforderungenZum 31. August 2009 und 31. August 2008 bestanden Steuerrückforderungen in Höhe von 211.129 € bzw.352.091 €. Dabei handelt es sich in Höhe von 49.082 € bzw. 149.082 € um gezahlte Quellensteuer auf KapitalundZinserträge, auf die SinnerSchrader im Rahmen der Steuerveranlagung einen Verrechnungsanspruch gegendie Finanzbehörde hat. Zum 31. August 2009 und zum 31. August 2008 wurde die Forderung aus gezahlterKapitalertragsteuer gegen die zu bildende Steuerrückstellung saldiert.Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden 123.328 € an Kapitalertragsteuern und anrechenbarer Körperschaftsteuererstattet, 29.962 € wurden gezahlt. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden 20.121 € an Kapitalertragsteuernund anrechenbarer Körperschaftsteuer gezahlt.Zum 31. August 2009 bestand eine Steuerrückforderung in Höhe von 162.047 € in Auszahlungsansprüchen ausfestgestellten Körperschaftsteuerguthaben, die durch die Einführung des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmenzur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften(„SEStEG“) vollumfänglich zu aktivieren waren. Mit Einführung des SEStEG erfolgt die ratierliche Auszahlung,beginnend im September 2008 mit einer Laufzeit von zehn Jahren, die unabhängig von vorgenommenen


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang65Gewinnausschüttungen erfolgt. Aufgrund der Unverzinslichkeit der Erstattungsansprüche erfolgte der Ansatzmit dem Barwert. Die Diskontierung erfolgte mit einem risikofreien Zinssatz. Zum 31. August 2008 betrug derabgezinste Erstattungsanspruch 203.009 €.4.5 Sonstige Vermögensgegenstände und aktive AbgrenzungenZum 31. August 2009 und 31. August 2008 standen sonstige Vermögensgegenstände und aktive Rechnungsabgrenzungspostenin der in Tabelle 4 aufgeführten Höhe zu Buche:Tab. 4 | Sonstige Vermögensgegenstände und aktive Abgrenzungen in €31.08.2009 31.08.2008Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 25.549 30.115Aktive Abgrenzungen 104.145 211.708Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände und aktive Abgrenzungen 129.694 241.823Sonstige langfristige Vermögensgegenstände 103.449 227.586Sonstige Vermögensgegenstände und aktive Abgrenzungen 233.143 469.4094.6 WertpapiereDie Wertpapiere zum 31. August 2009 bestanden aus Unternehmensanleihen und Inhaberschuldverschreibungensolventer Unternehmen mit Restlaufzeiten zum Kaufzeitpunkt von 7 bis 21 Monaten. Die Wertpapierekönnen jederzeit verkauft werden und dienen der Deckung des kurzfristigen Finanzbedarfs.In Übereinstimmung mit IAS 39 hat SinnerSchrader diese Wertpapiere als „available for sale“ qualifiziert unddementsprechend mit ihrem Marktwert bewertet. Die zum Stichtag auf diese Wertpapiere entfallenden unrealisiertenGewinne bzw. unrealisierten Verluste, soweit diese nicht als dauerhaft zu qualifizieren sind, werden unterBerücksichtigung der auf sie entfallenden Steuern in der Position „Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen“direkt im Eigenkapital ausgewiesen.Zum 31. August 2008 hatte SinnerSchrader keine Wertpapiere im Bestand.Den Bestand an Wertpapieren und die aufgrund der Marktbewertung auf sie entfallenden unrealisierten Gewinneund Verluste zum 31. August 2009 sowie die Verteilung der Fristigkeit gibt Tabelle 5 wieder:Tab. 5 | Wertpapiere in €FristigkeitFortführungAnschaffungskostenAnschaffungskostenUnrealisierteGewinneAusgewiesenerBuchwert zum31.08.2009AusgewiesenerBuchwert zum31.08.2008Wertpapiere unter 1 Jahr 2.500.000 35.878 8.632 2.544.510 –Wertpapiere 1 bis 5 Jahre 2.200.000 12.438 16.443 2.228.881 –Wertpapiere, gesamt 4.700.000 48.316 25.075 4.773.391 –


66AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG4.7 Liquide MittelKassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ergeben zum 31. August 2009 einen Bestand an liquidenMitteln von 3,2 Mio. €. Zum 31. August des Vorjahres enthielt die Position der liquiden Mittel auch Festgeldanlagenmit einer Laufzeit von weniger als einem Monat und wies einen Betrag in Höhe von 9,1 Mio. € auf. Zum31. August 2009 wurden liquide Mittel im Umfang von 0,6 Mio. € zur Barhinterlegung von Bankbürgschaftenverwendet (siehe Abschnitt 4.13).4.8 Eigenkapital• GrundkapitalDas Grundkapital der SinnerSchrader AG betrug zum 31. August 2009 und zum 31. August 2008 jeweils11.542.764 € und war in 11.542.764 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischenWert von 1 € je Aktie eingeteilt.Am 31. August 2009 und am 31. August 2008 befanden sich 11.272.108 bzw. 11.497.579 Aktien aller ausgegebenenAktien im Umlauf. Die verbleibenden 270.656 bzw. 45.185 Aktien wurden als eigene Aktien von derSinnerSchrader AG gehalten.• Genehmigtes KapitalDie Hauptversammlung vom 18. Dezember 2008 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 15. Januar 2013 mitZustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrfach um insgesamt bis zu 5.770.000 €durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlageunter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen („Genehmigtes Kapital 2008“). Mit Eintragungdes Beschlusses in das Handelsregister am 16. Februar 2009 wurde dieser rechtswirksam. In den Geschäftsjahren2008/2009 und 2007/2008 wurden aus genehmigtem Kapital keine Kapitalerhöhungen durchgeführt.• Bedingtes KapitalZum 31. August 2009 hatte die SinnerSchrader AG bedingtes Kapital in Höhe von 896.538 €, das in den Jahren1999 („Bedingtes Kapital I“), 2000 („Bedingtes Kapital II“) und 2007 („Bedingtes Kapital III“) für die Ausgabe vonAktienoptionen an Mitarbeiter geschaffen wurde. Das Bedingte Kapital I und das Bedingte Kapital II wurdenmit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar 2007 in dem Umfang aufgehoben, in dem es nicht mehrzur Bedienung von Bezugsrechten benötigt wurde, und dementsprechend von jeweils 375.000 € auf 127.909 €bzw. 168.629 € reduziert. Aus dem mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar 2007 neu geschaffenenBedingten Kapital III in Höhe von 600.000 € können bis zum 31. Dezember 2011 Optionen an Mitarbeiter ausgegebenwerden. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden keine Optionen ausgegeben. Einzelheiten zu den Optionsprogrammenund zu ausstehenden Optionen sind in Abschnitt 6 aufgeführt.• Kapitalrücklage, BilanzverlustZum 31. August 2009 und zum 31. August 2008 belief sich die Kapitalrücklage auf 3.599.444 € bzw. 3.601.770 €.Zum 31. August 2007 war die Kapitalrücklage so mit dem Bilanzverlust verrechnet worden, dass sich in derKonzernbilanz der Betrag der Kapitalrücklage des Mutterunternehmens gemäß IFRS in Höhe von 3.612.775 €widerspiegelt. Die seitdem eingetretenen Veränderungen der Kapitalrücklage entstanden im Zusammenhang mitder Verwendung eigener Aktien für den Erwerb von Tochterunternehmen.• Rücklage für aktienbasierte MitarbeitervergütungDie Rücklage erfasst die kumulierten Kosten aus der Vergabe von aktienbasierten Mitarbeitervergütungen. Zum31. August 2009 und 31. August 2008 erreichte sie einen Wert von 102.037 € bzw. 70.778 €.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang67• Eigene AktienZum 31. August 2009 betrug der Bestand an eigenen Aktien 270.656 Stück. Der Durchschnittspreis aller eigenenAktien im Bestand betrug zum 31. August 2009 1,54 €.Zum 31. August 2008 waren 45.185 Stück eigene Aktien mit einem Durchschnittspreis von 1,60 € im Bestand.Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden 245.471 eigene Aktien über die Börse zu einem Durchschnittspreis von1,53 € gekauft. Im Mai 2009 wurden 20.000 eigene Aktien als Teil des Kaufpreises für die Übernahme dernewtention technologies GmbH an die Verkäufer ausgegeben.270.656 Stück eigene Aktien repräsentieren 2,34 % am Grundkapital. Für die eigenen Aktien ist gemäß IFRS einAbzugsposten im Eigenkapital gebildet, der die Anschaffungskosten repräsentiert.• Erfolgsneutrale EigenkapitalveränderungenDie erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen zum 31. August 2009 und 31. August 2008 in Höhe von 42.071 €bzw. 25.071 € stammen im Umfang von 25.089 € bzw. 25.071 € aus der Währungsumrechnung im Rahmen derKonsolidierung der in Fremdwährung bilanzierenden Unternehmen des Konsolidierungskreises. Der verbleibendeBetrag stammt aus der erfolgsneutralen Stichtagsbewertung zum Verkauf bereitstehender Wertpapiere.4.9 SteuerrückstellungenZum 31. August 2009 betrugen die Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 1.256.734 € (Vj.:434.643 €).Dabei wurden in Höhe von 49.081 € Steuerforderungen aus gezahlter Quellensteuer auf Kapital- und Zinserträge,auf die SinnerSchrader im Rahmen der Steuerveranlagung einen Verrechnungsanspruch gegen die Finanzbehördehat, saldiert.4.10 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie in Tabelle 6 gezeigt zusammen:Tab. 6 | Sonstige Rückstellungen in €31.08.2008 Verbrauch Zuführung Auflösung 31.08.2009Personalbezogene Rückstellungen 1.081.492 -1.075.176 1.028.856 -6.316 1.028.856Kunden-/projektbezogene Rückstellungenfür Garantien und Rabatte 325.354 -153.145 125.417 – 297.626Miet- und raumkostenbezogeneRückstellungen 240.354 -31.685 33.936 -82.596 160.009Jahresabschluss- und prüfungsbezogeneRückstellungen 62.580 -56.580 86.300 – 92.300Übrige Rückstellungen 104.987 -75.955 94.741 -704 123.069Gesamt 1.814.767 -1.392.541 1.369.250 -89.616 1.701.860


68AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG4.11 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und passive AbgrenzungenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und passiven Abgrenzungen hatten zum 31. August 2009 eineRestlaufzeit von weniger als einem Jahr und gliederten sich in die in Tabelle 7 aufgelisteten wesentlichenBestandteile:Tab. 7 | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und passive Abgrenzungen in €31.08.2009 31.08.2008Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern 195.705 197.563Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern 305.972 322.965Sonstige Verbindlichkeiten 551.368 251.196Umsatzabgrenzungen und sonstige passive Abgrenzungen 28.156 37.804Gesamt 1.081.201 809.528Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Umfang von 509.698 € bzw. 239.281 € Verbindlichkeitenfür zukünftige Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und dem Kauf einer Kundenbeziehung.4.12 Sonstige langfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich aus Verbindlichkeiten für zukünftigeKaufpreistranchen aus Unternehmenszusammenschlüssen, die in den Jahren 2011 bis 2012 zur Zahlung fälligwerden.4.13 Finanzielle Verpflichtungen und ungewisse VerbindlichkeitenSinnerSchrader mietet seine Büroräumlichkeiten an den Standorten Hamburg und Frankfurt am Main sowieFirmenfahrzeuge im Rahmen von Miet- und Operating-Leasingverträgen. Die minimalen Restlaufzeiten derMietverträge für die Büros in Hamburg und Frankfurt am Main betrugen zum 31. August 2009 zwischen 20 und40 Monate. Die Leasingverträge für die Firmenfahrzeuge hatten zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit zwischen4 und 24 Monaten. Aus den Miet- und Leasingverträgen ergeben sich insgesamt in den kommenden Jahrenfinanzielle Verpflichtungen in der in Tabelle 8 angegebenen Höhe:Tab. 8 | Finanzielle Verpflichtungen in €31.08.2009 31.08.200801.09.2008 – 31.08.2009 – 1.019.81901.09.2009 – 31.08.2010 1.038.955 1.010.45401.09.2010 – 31.08.2011 1.271.093 1.267.20801.09.2011 – 31.08.2012 234.000 234.00001.09.2012 – 31.08.2013 87.165 87.750Nach dem 31.08.2013 – –Gesamt 2.631.213 3.619.231


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang69Die gesamten Aufwendungen aus Miet- und Leasingverträgen beliefen sich in den Geschäftsjahren 2008/2009und 2007/2008 auf 1.169.592 € bzw. 936.259 €. Davon sind im laufenden Geschäftsjahr Mietaufwendungen von43.902 € der neu hinzugekommenen Konzerntochter newtention technologies GmbH zuzurechnen.Aus dem normalen Geschäftsverlauf entstehen SinnerSchrader darüber hinaus regelmäßig bestimmte Eventualverbindlichkeiten,für die Rückstellungen gebildet werden, wenn mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 %damit zu rechnen ist, dass in der Zukunft Ausgaben hierfür anfallen werden, und wenn diese mit ausreichenderSicherheit geschätzt werden können.Zum Bilanzstichtag sehen sich die zum SinnerSchrader-Konzern gehörenden Konzernunternehmen einer Klageausgesetzt, die sich auf den Umbau des ehemaligen Betriebsgebäudes bezieht. Zum 31. August 2009 und zum31. August 2008 belief sich die Rückstellung in Bezug auf diese Klage auf 100.000 €. Sie ist Teil der in 4.10dargestellten sonstigen Rückstellungen.Im Rahmen der Anmietung der Büroräume an den Standorten Hamburg und Frankfurt am Main forderten dieVermieter jeweils Sicherheiten, die in Form von Bankbürgschaften erbracht wurden.Weitere Sicherheiten in Form von Bankbürgschaften wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 für die Absicherungzukünftiger Kaufpreistranchen an die Verkäufer der spot-media AG erbracht.Zum 31. August 2009 betrug das Volumen dieser Bürgschaften 617.855 € (Vj.: 867.855 €). In diesem Umfangkann SinnerSchrader über seine liquiden Mittel nur mit ausdrücklicher Genehmigung der bürgenden Bankverfügen.4.14 Finanzinstrumente, Angaben gemäß IFRS 7Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen sind überwiegendkurzfristig (Restlaufzeiten geringer als drei Monate bzw. unterhalb eines Jahres). Aufgrund des geringen Ausfallrisikosdes Forderungsbestands sind in den letzten Geschäftsjahren nur in unwesentlichem Umfang Einzelwertberichtigungenerforderlich gewesen. Im laufenden Geschäftsjahr hatte SinnerSchrader keine nennenswertenForderungsverluste zu verzeichnen, Zuführungen in die Einzelwertberichtigung waren nicht vorzunehmen. DerBuchwert der finanziellen Vermögenswerte zum 31. August 2009 entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind ebenfallsinnerhalb eines Jahres fällig. Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.Die als langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 620 T€ passivierte fünfte und sechste Kaufpreistranche ausdem Erwerb der spot-media AG sowie die letzte Kaufpreisrate aus dem Erwerb eines Kundenstamms in Höhevon 117 T€, die an eine Earn-out-Klausel bezüglich zukünftiger EBIT-Erwartungen gekoppelt sind, wurden mitihrem Barwert angesetzt. Dieser entspricht dem beizulegenden Zeitwert.


70AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGNach Kategorien gemäß IAS 39 zusammengefasst ergibt sich für die im Konzernabschluss der SinnerSchraderAG zum 31. August 2009 bilanzierten Finanzinstrumente das aus Tabelle 9a ersichtliche Bild:Tab. 9a | Finanzinstrumente nach IFRS 7 in T€31.08.2009 31.08.2008Bewertungskategorienach IAS 39BuchwertBeizulegenderZeitwertBuchwertBeizulegenderZeitwertLiquide Mittel LaR 3.215 3.215 9.075 9.075Wertpapiere AfS 4.773 4.773 – –Forderungen aus Lieferungenund Leistungen, netto LaR 4.754 4.754 4.830 4.830Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 448 448 1.246 1.246Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 15 15 242 242Liquide Mittel und Finanzforderungen 13.205 13.205 15.393 15.393Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen FLaC 2.021 2.021 1.923 1.923Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung FLaC 92 92 63 63Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten LaR 775 775 810 810Langfristige Verbindlichkeiten LaR 737 737 738 738Finanzverbindlichkeiten 3.625 3.625 3.534 3.534AfS available-for-sale financial assets, zur Veräußerung verfügbare VermögensgegenständeLaR loans and receivables, Kredite und ForderungenFLaC financial liabilities at amortised cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle VerbindlichkeitenDie im Geschäftsjahr aus den Finanzinstrumenten entstandenen Nettogewinne und -verluste sind in Tabelle 9bdargestellt:Tab. 9b | Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach IFRS 7 in €Aus Fair-Value-BewertungAus Folgebewertung Aus Abgang Nettogewinn/-verlustAus FortführungAus Auf-/der AbzinsungAnschaffungskostenKredite und Forderungen LaR – – -28.006 – -28.006Zur Veräußerung verfügbareVermögensgegenstände AfS 25.075 48.316 – 59.004 132.39525.075 48.316 -28.006 59.004 104.389AfSLaRavailable-for-sale financial assets, zur Veräußerung verfügbare Vermögensgegenständeloans and receivables, Kredite und Forderungen


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang71Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen gibt Tabelle 9cwieder:Tab. 9c | Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen in T€Forderungen aus Lieferungen und LeistungenNoch nichtfälligÜberfällig für mehr als1 – 90 Tage 91 – 180 Tage 181 – 360 Tage 360 TageStand zum 31. August 2009 2.852 2.275 36 – 39Stand zum 31. August 2008 3.516 1.258 17 – 39Zur Darstellung von Marktrisiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten wird auf Abschnitt 7 diesesAnhangs verwiesen.5 Bestandteileder Gewinn- und Verlustrechnung5.1 UmsatzerlöseIn den Umsatzerlösen von 27.664.453 € (Vj.: 24.169.725 €) sind mit der POC-Methode ermittelte Auftragserlösefür am 31. August 2009 noch nicht fertiggestellte Projekte in Höhe von 661.029 € (Vj.: 2.174.329 €) enthalten.Die kumulierten Kosten der Umsatzerlöse zu diesen Aufträgen betrugen 425.270 € (Vj.: 1.495.585).5.2 Aufteilung der Aufwendungen nach dem GesamtkostenverfahrenDie Summe der Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- sowie der Forschungs- und Entwicklungskosten der Geschäftsjahre2008/2009 und 2007/2008 teilte sich nach Kostenarten wie in Tabelle 10 dargestellt auf:Tab. 10 | Betriebliche Kosten nach Kostenarten in €2008/2009 2007/2008Personalaufwand 13.425.043 10.289.200Aufwendungen für bezogene Waren 382.240 584.428Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen 1.977.620 2.117.520Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen,soweit nicht aus Erstkonsolidierung 533.332 518.884Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.263.311 2.580.710Gesamt 19.581.546 16.090.742Der Personalaufwand bezieht sich auf eine durchschnittliche Personalkapazität von 244 Vollzeitmitarbeitern imGeschäftsjahr 2008/2009 bzw. von 179 Vollzeitmitarbeitern im Geschäftsjahr 2007/2008.


72AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGDie Aufwendungen für bezogene Waren entstanden im Wesentlichen für Hardware und Software, die Sinner-Schrader zum Weiterverkauf an seine Kunden bezog. Die Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen umfassenvor allem Kosten aus dem Einsatz von Freelancern und Unterauftragnehmern.Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen in den Geschäftsjahren 2008/2009 und2007/2008 auf die Anmietung und den Betrieb der Büroräume 1.080.745 € bzw. 1.031.908 €.Ebenfalls innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen im Geschäftsjahr 2008/2009 43.944 €auf Forderungsverluste. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren keine Forderungsverluste entstanden.5.3 Sonstige Erträge/AufwendungenDie Zusammensetzung der sonstigen Erträge/Aufwendungen zeigt Tabelle 11:Tab. 11 | Sonstige Erträge und Aufwendungen in €2008/2009 2007/2008Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen 100.829 35.647Schadenersatz, Kostenerstattungen 5.690 4.486Erträge/Aufwendungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen -460 4.034Forderungsverluste -11.930 –Sonstige -7.600 4.402Gesamt 86.529 48.5695.4 FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich wie in Tabelle 12 dargestellt zusammen:Tab. 12 | Zusammensetzung des Finanzergebnisses in €2008/2009 2007/2008Zinserträge 156.427 103.408Realisierte Gewinne/Verluste aus dem Verkaufvon Wertpapieren des Umlaufvermögens, netto 59.004 289.343Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38.347 -21.489Ertrag aus Forderungsverzicht 122.000 –Gesamt 299.084 371.262Zinserträge und realisierte Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens wurden aus derAnlage freier liquider Mittel am Kapitalmarkt erwirtschaftet. Zinsaufwendungen und zinsähnliche Aufwendungenentstanden im Wesentlichen für die Bürgschaftsstellung von Banken und für die Aufzinsung der mit dem Barwertzum Kaufzeitpunkt eingestellten Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit der Übernahme der spot-mediaAG. Der Ertrag aus Forderungsverzicht ergab sich in der newtention technologies GmbH infolge der Übernahmedurch SinnerSchrader.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang735.5 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertragsetzen sich aus laufenden und latenten Bestandteilen wie in Tabelle 13a dargestellt zusammen:Tab. 13a | Laufende und latente Steuern der Periode in €2008/2009 2007/2008Laufende Steuern 787.635 504.958Latente Steuern -473.271 220.753Gesamt 314.364 725.711Im Geschäftsjahr 2008/2009 konnten weder körperschaftsteuer- noch gewerbesteuerliche Verlustvorträge genutztwerden. 2007/2008 konnten im Organkreis der AG noch steuerliche Verlustvorträge zur Körperschaftsteuergem. § 10 d Einkommensteuergesetz („EStG“) in Höhe von 499.020 € und Verlustvorträge zur Gewerbesteuerin Höhe von 1.046.215 € genutzt werden. Die nutzbaren Verlustvorträge waren damit zum 31. August 2008vollständig aufgebraucht.Aufgrund von Bewertungsunterschieden zwischen den Bilanzansätzen nach IFRS und den Ansätzen in denjeweiligen Steuerbilanzen sowie aufgrund der verbliebenen steuerlich nutzbaren Verlustvorträge waren latenteSteuern zu bilden. Tabelle 13b zeigt die Zusammensetzung der latenten Steuerposition zum 31. August 2009und 31. August 2008, gegliedert nach den Positionen, bei denen ein Bewertungsunterschied aufgetreten ist:Tab. 13b | Zusammensetzung der latenten Steuerposition in €31.08.2009 31.08.2008Aktive latente Steuern:Anrechenbare Verlustvorträge 540.122 527.232Bewertung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten -13.225 12.662Wertberichtigung auf aktive latente Steuern -540.122 -527.232Gesamt -13.225 12.662Passive latente Steuern:Bewertung unfertiger Erzeugnisse nach der POC-Methode 168.589 283.023Bewertung unrealisierter Gewinne aus Wertpapieren 8.093 –Bewertung immaterieller Vermögenswerte 384.622 93.531Bewertung der Sachanlagen 2.966 -2.705Bewertung des Umlaufvermögens 11.103 11.393Gesamt 575.373 385.242Latente Steuern, gesamt -588.598 -372.580Gemäß IAS 12 waren latente Steuern auf temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Konzernunternehmenzu bilanzieren (Outside Basis Differences). Für Outside Basis Differences in Höhe von 0,7 Mio. € (Vj.: 0 €) wurdenkeine passiven latenten Steuern gebildet, da eine Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeitnicht realisierbar ist.


74AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGZum 31. August 2009 und 31. August 2008 lagen der Latenzberechnung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland,Großbritannien und den Niederlanden zugrunde. In den drei Ländern können die jeweiligen Verlustvorträgeunbegrenzt vorgetragen werden. Die Umfänge der Verlustvorträge sowie die zu deren Bewertung angesetztenSteuersätze sind in Tabelle 13c aufgelistet:Tab. 13c | Verlustvorträge und statutarische Steuersätze in € und %31.08.2009 31.08.2008Für Körperschaftsteuer Verlustvortrag Steuersatz Verlustvortrag SteuersatzDeutschland -129.898 15,8 % 1) - 129.898 15,8 % 1)Großbritannien -1.138.293 30,0 % - 1.106.276 30,0 %Niederlande -210.342 34,5 % - 200.820 34,5 %31.08.2009 31.08.2008Für Gewerbesteuer Verlustvortrag Steuersatz Verlustvortrag SteuersatzDeutschland -641.398 16,5 % - 641.398 16,5 %Großbritannien – – – –Niederlande – – – –1)15 % Körperschaftsteuer zzgl. 5,5 % SolidaritätszuschlagAktive latente Steuern sind nur in dem Umfang anzusetzen, in dem die zukünftige Realisierung des entsprechendenVorteils hinreichend wahrscheinlich ist oder ihnen passive latente Steuern gegenüberstehen. Dementsprechendwurden zum 31. August 2009 und zum 31. August 2008 die Steueransprüche aus Verlustvorträgenin Großbritannien und den Niederlanden wertberichtigt, da das operative Geschäft in diesen Ländern weiterhinruht. Gleiches gilt für Steueransprüche aus vororganschaftlichen Verlustvorträgen einer inländischen Organtochter,da auch hier eine Realisierung nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostiziert werden kann.Steueransprüche aus den übrigen Verlustvorträgen im Rahmen der inländischen Organschaft waren zum31. August 2008 vollständig realisiert.Die Berechnung der latenten Steueransprüche ist gemäß IAS 12.48 anhand der aktuell geltenden Steuersätzevorzunehmen. Daher galt für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. August 2009und zum 31. August 2008 der statutarische Steuersatz von 32,3 %. Er setzte sich zusammen aus dem Gewerbesteuersatzvon 16,5 %, dem Körperschaftsteuersatz von 15 % sowie dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % aufden Körperschaftsteuersatz.Für den Ausweis in der Bilanz wurden die aktiven und passiven latenten Steuern für jedes Steuersubjektgetrennt saldiert.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang75Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steueraufwand bzw. -ertrag weicht von dem Wert ab,der sich bei Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe. Tabelle 13d erläutertfür die beiden Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008 den Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischenSteueraufwand bzw. -ertrag auf Basis des statutarischen Steuersatzes und dem in der Gewinn- und Verlustrechnungausgewiesenen Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag:Tab. 13d | Steuerüberleitung in €2008/2009 2007/2008Aufwendungen (+) für bzw. Erträge (-) aus Ertragsteuernzu statutarischen Steuersätzen in Deutschland 404.553 753.284Nicht abzugsfähige Aufwendungen für aktienbasierte Mitarbeitervergütung 10.089 12.343Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen/nicht zu versteuernde Erträge, netto 29.447 8.049Steuerlich wirksame Abschreibung eines Firmenwerts -213.015 –Nichtansatz von aktiven latenten Steuern 80.901 –Veränderung der Wertberichtigung auf latente Steuern aus Verlustvorträgen, Steuersatzunterschiedeund Konsolidierungseffekte bei den ausländischen Tochtergesellschaften 16 294Steuern für Vorjahre 2.373 -43.935Sonstige – -4.324Aufwendungen für Ertragsteuern gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 314.364 725.7115.6 Ergebnis je AktieDie Ableitung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie für die Geschäftsjahre 2008/2009 und2007/2008 ist in Tabelle 14 dargestellt:Tab. 14 | Ergebnis je Aktie in € und Anzahl2008/2009 2007/2008Konzernergebnis nach Steuern 939.091 1.608.245Ergebnisanteil fremder Gesellschafter -291.935 –Ergebnisanteil der Aktionäre der SinnerSchrader AG 1.231.026 1.608.245Unverwässerter gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien 11.356.215 11.471.025Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,11 0,14Unverwässerter gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien 11.356.215 11.471.025zzgl. Verwässerung aufgrund ausstehender Aktienoptionen 465 5.274Verwässerter gewichteter Durchschnitt im Umlauf befindlicher Aktien 11.356.680 11.476.299Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,11 0,14


76AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG6 AktienbasierteVergütung6.1 Aktienoptionspläne• SinnerSchrader-Aktienoptionsplan 2000Im Dezember 2000 hatte die Hauptversammlung der SinnerSchrader AG den SinnerSchrader-Aktienoptionsplan2000 („2000er-Plan“) verabschiedet, der die Gewährung von Aktienoptionen zum Bezug von insgesamt 375.000Aktien an die Mitglieder des Vorstands der SinnerSchrader AG (40.000 Optionen), an die Geschäftsführer derverbundenen Unternehmen (40.000 Optionen), an alle Mitarbeiter der SinnerSchrader AG (55.000 Optionen) sowiean alle Mitarbeiter der verbundenen Unternehmen (240.000 Optionen) bis zum 10. Januar 2006 ermöglichte.Die im Rahmen des 2000er-Planes gewährten Optionen haben einen Ausübungspreis von 120 % des Durchschnittsder Schlusskurse der SinnerSchrader-Aktie an der Frankfurter Börse an den zehn Handelstagen vordem Zuteilungsdatum. Die Optionen des 2000er-Planes können zu je einem Drittel frühestens nach zwei, dreiund vier Jahren nach Zuteilung ausgeübt werden. Der späteste Ausübungszeitpunkt ist sechs Jahre nach demZuteilungstag. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden keine Optionen ausgeübt. Im Geschäftsjahr 2007/2008wurden 12.500 Optionen zu einem Ausübungspreis von 1,53 € ausgeübt. Zum 31. August 2009 standen noch38.367 Optionen des 2000er-Planes mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 2,08 € aus.• SinnerSchrader-Aktienoptionsplan 2007Im Januar 2007 hat die Hauptversammlung der SinnerSchrader AG den SinnerSchrader Aktienoptionsplan2007 („2007er-Plan“) verabschiedet, der die Gewährung von Aktienoptionen zum Bezug von insgesamt 600.000Aktien an die Mitglieder des Vorstands der SinnerSchrader AG (200.000 Optionen) und die Mitglieder derGeschäftsführungen der mit der SinnerSchrader AG verbundenen Unternehmen (200.000 Optionen) sowie ausgewählteMitarbeiter mit Führungsaufgaben der SinnerSchrader AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen(200.000 Optionen) ermöglicht.Die im Rahmen des 2007er-Planes gewährten Optionen haben einen Ausübungspreis, der mindestens denMittelwert der Schlusskurse der Aktien der SinnerSchrader AG im Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG(oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den fünf Handelstagen vor dem Tag der Zuteilung beträgt.Die Optionen können zu je einem Drittel frühestens drei, vier und fünf Jahre nach der Zuteilung ausgeübt werden.Die Optionen des ersten Drittels können nur dann ausgeübt werden, wenn der Mittelwert der Schlusskurseder Aktien der SinnerSchrader AG im Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG (oder einem entsprechendenNachfolgesystem) an den fünf Handelstagen vor dem Tag der Ausübung (Referenzkurs) 30 % über dem Ausübungspreisliegt. Die Optionen des zweiten Drittels können nur ausgeübt werden, wenn der Referenzkurs 40 % überdem Ausübungskurs liegt. Die Optionen des letzten Drittels können nur ausgeübt werden, wenn der Referenzkurs50 % über dem Ausübungskurs liegt. Der späteste Ausübungszeitpunkt liegt sieben Jahre nach dem Zuteilungstag.In den vorangegangenen Geschäftsjahren waren 250.000 Optionen zu einem durchschnittlichen Ausübungspreisvon 1,62 € an Mitglieder des Vorstands der Muttergesellschaft und an Mitglieder der Geschäftsführungenvon Tochterunternehmen zugeteilt worden.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang77Tabelle 15a fasst die Veränderungen des Bestandes an ausstehenden Optionen aus dem 2000er-Plan und dem2007er-Plan in den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 zusammen:Tab. 15a | Veränderungen im Bestand der ausgegebenen Optionen in € und AnzahlAnzahlGewichteterdurchschnittl.AusübungspreisGewichteterdurchschnittl. Wert zumZuteilungszeitpunktStand 31. August 2007 342.338 6,79 3,06Neuzuteilungen 175.000 1,59 0,56Ausübungen -12.500 1,53 0,78Annullierungen -56.615 2,41 2,82Verfall -137.088 14,02 5,63Stand 31. August 2008 311.135 1,69 0,66Neuzuteilungen – – –Ausübungen – – –Annullierungen -7.333 2,08 0,60Verfall -15.435 1,63 1,62Stand 31. August 2009 288.367 1,69 0,61Weitere Informationen zu allen zum 31. August 2009 ausstehenden Optionen enthält Tabelle 15b:Tab. 15b | Ausstehende Optionen nach Ausübungsintervallen in €, Anzahl und Jahren31.08.2008 Ausstehende Optionen Gevestete OptionenIntervall vonAusübungspreisenin €AnzahlGewichtetedurchschnittl.Restlaufzeit in JahrenGewichteterdurchschnittl.Ausübungspreis in €AnzahlGewichteterdurchschnittl.Ausübungspreis in €0,00 – 5,00 288.367 3,88 1,69 29.067 2,08Gesamt 288.367 3,88 1,69 29.067 2,087 Risiko-und Kapitalmanagement7.1 LiquiditätsrisikoLiquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten.Ziel des Liquiditätsmanagements bei SinnerSchrader ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeitinnerhalb der vereinbarten Zahlungsziele durch einen ausreichenden Bestand an liquiden Mitteln sicherzustellen.Der Konzern überwacht diesen Bestand an liquiden Mitteln und es wird nur so viel der freien Liquidität längerfristigangelegt, wie nicht zum Ausgleich von Schwankungen im Cashflow als notwendig erachtet wird. Darüberhinaus wird auch bei der längerfristigen Anlage darauf geachtet, dass die Anlage in jederzeit wieder veräußerbarenTiteln erfolgt.


78AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG7.2 KreditrisikoKreditrisiken ergeben sich für SinnerSchrader einerseits daraus, dass Leistungen in der Regel nach der Leistungserbringungunter Gewährung von mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen in Rechnung gestellt werdenund Kunden den sich daraus ergebenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßigeBonitätsprüfung bei neuen Kunden sowie eine regelmäßige Überwachung der für einen Kunden ausstehendenZahlungsverpflichtungen schränkt SinnerSchrader dieses Risiko ein. Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte Sinner-Schrader wie in den Vorjahren trotz der Finanz- und Konjunkturkrise keine wesentlichen Forderungsausfälle zuverzeichnen oder Einzelwertberichtigungen vorzunehmen.Darüber hinaus unterliegt SinnerSchrader Kreditrisiken aus dem Halten der freien liquiden Mittel in Guthabenbei Banken und der Anlage dieser Liquidität am Kapitalmarkt. SinnerSchrader schränkt dieses Risiko durch dieAuswahl der Bankpartner, die Zusammenarbeit mit mehreren Banken und die Beschränkung der Bonität derAnlageinstrumente auf ein Mindestkreditrating von BBB bzw. A3 im Kurzfristbereich ein.Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzforderungen.7.3 Marktrisiken• WährungsrisikenDa SinnerSchrader seine Umsätze ausschließlich in Euro fakturiert, seine Lieferanten Rechnungen überwiegendin Euro ausstellen und das Unternehmen keine nennenswerten Vermögenswerte in fremder Währung hält, ergebensich für den Konzern keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken.• ZinsrisikenDie Gesellschaft verfügt über keine wesentlichen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten. Zinsrisiken bestehendaher ausschließlich aufgrund der Anlage freier Liquidität in zinstragende Anlagen. Zum 31. August 2009 hieltSinnerSchrader zinstragende Wertpapiere im Umfang von 4,8 Mio. €.Ein Anstieg des Marktzinsniveaus von 0,5 Prozentpunkten hätte eine Verschlechterung des Zeitwerts des Portfoliosum 35 T€ zur Folge.Aufgrund der auf Sicherheit und schnelle Liquidierbarkeit mit kurzen Laufzeiten ausgerichteten Anlagepolitikwirkte sich die Finanzkrise durch den Rückgang der Zinsen negativ auf das Finanzergebnis des Geschäftsjahres2008/2009 aus, da Wiederanlagen frei werdender Liquidität nur zu niedrigeren Zinssätzen möglich waren.• KursrisikenZum 31. August 2009 hielt SinnerSchrader keine Anteile an anderen börsennotierten Unternehmen. Kursrisikenbestanden daher für den Konzern nicht.7.4 KapitalmanagementSinnerSchrader verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemesseneRendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Es wird eine hohe Eigenkapitalquote angestrebt, da diesdie Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens unterstützt. Ebenfalls wird angestrebt, dieUnternehmensfortführung der operativen Gesellschaften sicherzustellen und sowohl organisches als auch anorganischesWachstum zu finanzieren.Zum 31. August 2009 lag die Eigenkapitalquote von SinnerSchrader bei 62 % (Vj.: 65 %). Die in den Geschäftsjahren2008/2009 und 2007/2008 erzielte Eigenkapitalrendite – das Verhältnis aus dem Ergebnisanteil der Sinner-Schrader-Aktionäre am Konzernergebnis zum Eigenkapital zum Bilanzstichtag – betrug 9,8 % bzw. 12,4 %.


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang798 Transaktionenmit nahe stehenden PersonenIn den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 erzielte SinnerSchrader Umsätze in Höhe von 10.997.701 € bzw.8.441.677 € mit Unternehmen einer Unternehmensgruppe, in denen Mitglieder des Aufsichtsrats von Sinner-Schrader Aufsichtsratspositionen innehatten. Die Summen der nicht abgerechneten Leistungen und der Forderungenaus Lieferungen und Leistungen gegenüber diesen Unternehmen betrugen am 31. August 2009 und am31. August 2008 1.566.983 € bzw. 1.285.836 €.Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.9 WesentlicheEreignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, über die zu berichten wäre.10 ZusätzlicheAngaben nach deutschem Handelsrecht10.1 BeteiligungsbesitzSiehe Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Abschnitt 5.5, Seite 94.10.2 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGBFür die SinnerSchrader Deutschland GmbH, Hamburg, wurde für den Jahresabschluss zum 31. August 2009 dieBefreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.10.3 MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2008/2009 waren durchschnittlich 256 Mitarbeiter im SinnerSchrader-Konzern beschäftigt,davon 9 Vorstände bzw. Geschäftsführer der Konzerngesellschaften und 39 Auszubildende, Studenten undPraktikanten.Ohne die seit dem 1. Dezember 2008 in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft newtentiontechnologies GmbH belief sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 254 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren insgesamtdurchschnittlich 197* Mitarbeiter im Konzern angestellt.10.4 Vergütung der AbschlussprüferFür die Abschlussprüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses der SinnerSchrader AG zum 31. August2009 wurden 50.000 € aufgewendet. Der Abschlussprüfer, die BDO Deutsche Warentreuhand AktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaft, erhielt darüber hinaus im Geschäftsjahr 2008/2009 keine weiteren Vergütungen.* Angabe wurde angepasst.


80AnhangKonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AG10.5 VorstandSiehe Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Abschnitt 5.3, Seite 93.10.6 AufsichtsratSiehe Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Abschnitt 5.4, Seite 94.10.7 Bestand an Aktien und Bezugsrechten auf Aktien der Organmitglieder („Directors’ Dealings“),ungeprüftSiehe Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Abschnitt 6.1, Seite 101.10.8 Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der „RegierungskommissionDeutscher Corporate Governance Kodex“Siehe Jahreabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Abschnitt 5.6, Seite 95.Hamburg, 30. Oktober 2009Der VorstandMatthias Schraderthomas Dyckhoff


KonzernABSCHLUSS der SinnerSchrader AGBestätigungsvermerk81Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehendaus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht des Mutterunternehmenszusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2008 bis zum 31. August 2009geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwendensind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriftenliegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlageder von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlageberichtabzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danachist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellungdes durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzu wendenden Rechnungslegungsvorschriften unddurch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‐, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisseüber die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungenüber mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogeneninternen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss undKonzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilungder Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgren zung des Konsolidierungskreises,der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungender gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlussesund des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlagefür unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschlussden IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendendenhandelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild der Vermögens‐, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlageberichtsteht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzernsund stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.Hamburg, den 2. November 2009BDO Deutsche Warentreuhand AktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. ProbstWirtschaftsprüferppa. BrandtWirtschaftsprüfer


JAHRESABSCHLUSS2008 | 2009


Jahresabschluss der SinnerSchrader AG84 Bilanz der SinnerSchrader AG86 Gewinn- und Verlustrechnung der SinnerSchrader AG87 Anhang der SinnerSchrader AG102 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers


84BilanzJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGBilanz der SinnerSchrader AGzum 31. August 2009Aktiva in € 31.08.2009 31.08.2008AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände:Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Wertesowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.070 99.941Sachanlagen:Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.909 247.385Mietereinbauten 139.190 210.064Sachanlagen, gesamt 350.099 457.449Finanzanlagen:Anteile an verbundenen Unternehmen 20.431.867 19.539.517Beteiligungen – –Sonstige Ausleihungen – –Finanzanlagen, gesamt 20.431.867 19.539.517Anlagevermögen, gesamt 20.836.036 20.096.907UmlaufvermögenForderungen und sonstige Vermögensgegenstände:Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.833 1.360Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.361.266 1.017.782Sonstige Vermögensgegenstände 209.423 211.010Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, gesamt 2.578.522 1.230.152Wertpapiere:Eigene Anteile 418.027 72.192Sonstige Wertpapiere 4.700.000 –Wertpapiere, gesamt 5.118.027 72.192Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.465.667 8.962.400Umlaufvermögen, gesamt 10.162.216 10.264.744Rechnungsabgrenzungsposten 30.189 41.980Aktiva, gesamt 31.028.441 30.403.631


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGBilanz85Passiva in € 31.08.2009 31.08.2008EigenkapitalGezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital: 896.538 €; Vj.: 896.538 €) 11.542.764 11.542.764Kapitalrücklage 2.603.673 2.603.673Gewinnrücklagen:Rücklage für eigene Anteile 418.027 72.192Andere Gewinnrücklagen 11.888.322 12.234.157Bilanzgewinn 1.746.793 1.684.537Eigenkapital, gesamt 28.199.579 28.137.323RückstellungenSteuerrückstellungen 1.077.363 298.795Sonstige Rückstellungen 1.439.119 1.573.017Rückstellungen, gesamt 2.516.482 1.871.812VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84.294 69.096davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: 84.294 € (Vj.: 69.096 €)Sonstige Verbindlichkeiten 226.349 325.400davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 226.349 € (Vj.: 325.400 €)davon aus Steuern: 226.319 € (Vj.: 298.516 €)davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 € (Vj.: 0 €)Verbindlichkeiten, gesamt 310.643 394.496Rechnungsabgrenzungsposten 1.737 –Passiva, gesamt 31.028.441 30.403.631


86Gewinn- und VerlustrechnungJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGGewinn- und Verlustrechnung der SinnerSchrader AGfür die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2007/2008in € 2008/2009 2007/2008Umsatzerlöse 3.103.485 3.091.822Sonstige betriebliche Erträge 166.891 333.669Materialaufwand:Aufwendungen für bezogene Leistungen -219.211 -129.706Materialaufwand, gesamt -219.211 -129.706Personalaufwand:Löhne und Gehälter -1.423.643 -1.233.657Soziale Abgaben -276.919 -241.543Personalaufwand, gesamt -1.700.562 -1.475.200Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -227.951 -260.457Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.864.525 -1.778.211Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.945.290 2.556.974Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 152.244 102.141davon aus verbundenen Unternehmen: 243 € (Vj.: 2.846 €)Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens – -250.000Zinsen und ähnliche Aufwendungen -223.162 -158.229davon aus verbundenen Unternehmen 215.230 € (Vj.: 157.189 €)Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.132.499 2.032.803Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -701.350 -380.872Sonstige Steuern -987 -55Jahresüberschuss 1.430.162 1.651.876Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 316.631 32.661Entnahmen aus Gewinnrücklagen:aus der Rücklage für eigene Anteile – 145.158aus anderen Gewinnrücklagen 345.835 –Einstellung in Gewinnrücklagen:in die Rücklage für eigene Anteile -345.835 –in andere Gewinnrücklagen – -145.158Bilanzgewinn 1.746.793 1.684.537


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang87Anhang derSinnerSchrader AG1 RechtlicheGrundlagenDer Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft („SinnerSchrader AG“ oder „Gesellschaft“) wurdeunter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs („HGB“) und des Aktiengesetzes („AktG“) erstellt.Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.2 Bilanzierungs-und BewertungsgrundsätzeDer Abschluss ist in Euro (€) aufgestellt.Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw.Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linearentsprechend der Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 150 € werdenim Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibung von Mietereinbauten erfolgt linear über die Restdauer desMietvertrags.Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigerenWert angesetzt.Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über demWert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige AbschreibungenRechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibungen nichtmehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Fremdwährungsforderungensind mit dem Entstehungskurs bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bilanziert.Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder einem niedrigeren beizulegenden Wertbilanziert.Sonstige Rückstellungen decken sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten ab. Die Bewertungerfolgt in der Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit demEntstehungskurs bzw. dem höheren Stichtagskurs bilanziert.


88AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG3 Erläuterungenzu Positionen der Bilanz3.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem folgenden Anlagespiegel dargestellt:Tab. 1 | AnlagespiegelAnschaffungs- und Herstellungskosten in € 01.09.2008 Zugänge Abgänge 31.08.2009Immaterielle Vermögensgegenstände:Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 463.172 27.431 – 490.603Sachanlagen:Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 798.307 51.978 8.408 841.877Mietereinbauten 350.362 824 – 351.187Finanzanlagen:Anteile an verbundenen Unternehmen 28.377.554 892.350 – 29.269.904Beteiligungen 397.900 – 230.000 167.900Ausleihungen an Beteiligungen 51.129 – – 51.129Sonstige Ausleihungen 20.000 – 20.000 –Gesamt 30.458.424 972.583 258.408 31.172.600Kumulierte Abschreibungen01.09.2008 Zuführungen Auflösungen/31.08.2009in €ZuschreibungenImmaterielle Vermögensgegenstände:Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 363.231 73.302 – 436.533Sachanlagen:Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 550.922 82.949 2.904 630.968Mietereinbauten 140.298 71.699 – 211.997Finanzanlagen:Anteile an verbundenen Unternehmen 8.838.037 – – 8.838.037Beteiligungen 397.900 – 230.000 167.900Ausleihungen an Beteiligungen 51.129 – – 51.129Sonstige Ausleihungen 20.000 – 20.000 –Gesamt 10.361.517 227.950 252.904 10.336.564Nettobuchwertein € 31.08.2008 31.08.2009Immaterielle Vermögensgegenstände:Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechteund Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.941 54.070Sachanlagen:Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 247.385 210.909Mietereinbauten 210.064 139.190Finanzanlagen:Anteile an verbundenen Unternehmen 19.539.517 20.431.867Beteiligungen – –Ausleihungen an Beteiligungen – –Sonstige Ausleihungen – –Gesamt 20.096.907 20.836.036


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang893.2 Eigene AnteileZum 31. August 2009 betrug der Bestand an eigenen Aktien 270.656 Stück mit einem rechnerischen Nennwertvon 270.656 €. Sie repräsentieren 2,34 % am Grundkapital und werden im Hinblick auf die Verwendung für die inden entsprechenden Hauptversammlungsbeschlüssen genannten Zwecke gehalten. Die Anschaffungskosten fürdie eigenen Aktien im Bestand betrugen im Durchschnitt 1,54 € je Aktie.Zum 31. August 2008 waren 45.185 Stück eigene Aktien mit einem Durchschnittspreis von 1,60 € im Bestand.Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden 245.471 eigene Aktien über die Börse zu einem Durchschnittspreis von1,53 € gekauft. Im Mai 2009 wurden 20.000 eigene Aktien als Teil des Kaufpreises für die Übernahme dernewtention technologies GmbH an die Verkäufer ausgegeben.Der Ansatz der eigenen Aktien erfolgt in der Bilanz zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegendenWert. Demgemäß war der Bestand an eigenen Aktien zum 31. August 2009 bei einem Tagesschlusskurs von1,69 € je Aktie mit den ursprünglichen Anschaffungskosten anzusetzen.In Höhe des Bilanzansatzes ist eine Rücklage für eigene Anteile gebildet.3.3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden inHöhe von 156.187 € (Vj.: 172.784 €). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhevon 2.422.335 € (Vj.: 1.034.484 €) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.361.266 € (Vj.: 1.017.782 €) sind Verbindlichkeitengegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.131.585 € (Vj.: 4.871.581 €) saldiert. DieBruttoposition setzt sich aus Forderungen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 2.945.290 €(Vj.: 2.556.974 €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.117.961 € (Vj.: 3.093.854 €) undForderungen im Zusammenhang mit der steuerlichen Organschaft in Höhe von 429.601 € (Vj.: 137.585 €) zusammen.Im Vorjahr bestanden darüber hinaus noch Darlehensforderungen gegenüber verbundenen Unternehmenin Höhe von 100.950 €.Die sonstigen Vermögensgegenstände bestanden zum 31. August 2009 aus einem Erstattungsanspruch ausfestgestelltem Körperschaftsteuerguthaben, der durch die Einführung des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmenzur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften(„SEStEG“) zum 31. Dezember 2006 vollumfänglich zu aktivieren war. Aufgrund der Unverzinslichkeit derErstattungsansprüche erfolgte der Ansatz mit dem Barwert. Für die Diskontierung wurde ein risikofreier Zinssatz(Verzinsung von Bundesanleihen) gewählt. Der abgezinste Erstattungsanspruch betrug zum 31. August 2009156.187 € und hatte eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.Darüber hinaus waren Zinsforderungen aus der Anlage von Wertpapieren in Höhe von 48.315 € unter den sonstigenVermögensgegenständen ausgewiesen.3.4 Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 30.188 € (Vj.: 41.980 €) enthalten im Wesentlichen aufdas Jahr bezogene Zahlungen für Investor-Relations-Dienstleistungen, Versicherungen, Wartungsverträge, Beiträgeund ein Stellenanzeigenkontingent.


90AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG3.5 GrundkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. August 2009 11.542.764 €. Es wurde durch 11.542.764 aufden Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1 € gebildet.Die Hauptversammlung vom 18. Dezember 2008 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 15. Januar 2013 mitZustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrfach um insgesamt bis zu 5.770.000 €durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bareinlage und / oder Sacheinlageunter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen („Genehmigtes Kapital 2008“). Von demgenehmigten Kapital haben Vorstand und Aufsichtsrat bisher keinen Gebrauch gemacht, sodass das genehmigteKapital zum 31. August 2009 unverändert 5.770.000 € betrug.Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Oktober 1999 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von 375.000 €(„Bedingtes Kapital I“) zur Gewährung von Rechten zum Bezug von 375.000 Stück nennwertloser Stückaktienan Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsleitung der Gesellschaft bzw. verbundener Unternehmen geschaffen(„Aktienoptionsplan 1999“). Aus dem Aktienoptionsplan 1999 konnten bis zum 8. November 2004 Optionenzugeteilt werden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar 2007 wurde das Bedingte Kapital I in demUmfang aufgehoben, in dem es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Bedienung von Bezugsrechten benötigtwurde. Es wurde dementsprechend von 375.000 € auf 127.909 € reduziert. Von den zugeteilten Optionen desAktienoptionsplans 1999 befanden sich schon zum 31. August 2008 keine Optionen mehr im Umlauf.Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Dezember 2000 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von 375.000 €(„Bedingtes Kapital II“) zur Gewährung von Rechten zum Bezug von 375.000 Stück nennwertloser Stückaktien anArbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsleitung der Gesellschaft bzw. verbundener Unternehmen geschaffen(„Aktienoptionsplan 2000“). Aus dem Aktienoptionsplan 2000 konnten bis zum 10. Januar 2006 Optionenzugeteilt werden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar 2007 wurde das Bedingte Kapital II in demUmfang aufgehoben, in dem es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Bedienung von Bezugsrechten benötigtwurde. Es wurde dementsprechend von 375.000 € auf 168.629 € verringert. Von den insgesamt aus dem Aktienoptionsplan2000 zugeteilten Optionen befanden sich zum 31. August 2009 noch 38.367 Optionen mit einemdurchschnittlichen Ausübungspreis von 2,08 € im Umlauf. Im Vorjahr waren es 61.135 Optionen mit einemdurchschnittlichen Ausübungspreis von 1,97 €.Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 23. Januar 2007 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von 600.000 €(„Bedingtes Kapital III“) zur Gewährung von Rechten zum Bezug von 600.000 Stück nennwertloser Stückaktienan Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsleitung der Gesellschaft bzw. verbundener Unternehmen geschaffen(„Aktienoptionsplan 2007“). Aus dem Aktienoptionsplan 2007 können bis zum 31. Dezember 2011 Optionenzugeteilt werden. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden keine Optionen ausgegeben. In den vorangegangenenGeschäftsjahren waren 250.000 Optionen zu einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 1,62 € ausgegebenworden.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang913.6 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2008/2009 nicht verändert.3.7 Rücklage für eigene AnteileDie Rücklage für eigene Anteile erreichte zum 31. August 2009 den Stand von 418.027 € (Vj.: 72.192 €). DieEinstellung in die Rücklage für die eigenen Anteile erfolgt in Höhe des Bilanzansatzes für die eigenen Anteile,dessen Veränderung in Abschnitt 3.2 erläutert ist.3.8 Andere GewinnrücklagenTab. 2 | Andere Gewinnrücklagen der SinnerSchrader AG in €Stand zum 31.08.2008 12.234.157Einstellung in die Rücklage für eigene Anteile 345.835Stand zum 31.08.2009 11.888.322davon:aus Einstellungen gem. § 58 Abs. 2a AktG 8.000.000aus übrigen Einstellungen gem. § 58 Abs. 2 AktG 3.888.322Aufgrund der Erhöhung der Rücklagen für eigene Anteile reduzierten sich die anderen Gewinnrücklagen imGeschäftsjahr 2008/2009 um 345.835 € auf 11.888.322 € zum 31. August 2009.3.9 RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.439.119 € (Vj.: 1.573.017 €) sind für zukünftige Kaufpreiszahlungenfür die Unternehmenserwerbe der spot-media AG und der newtention technologies GmbH, für ausstehendeRechnungen, Prozessrisiken, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Personalkosten (Urlaubs- und Überstundenansprüchesowie Boni) gebildet.Die Höhe der zukünftigen Kaufpreistranchen aus der Akquisition der spot-media AG ist von den zukünftigenoperativen Ergebnissen dieses Unternehmens und möglichen steuerlichen Nachteilen aus der verschobenenZahlung abhängig.3.10 VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten in Höhe von 310.643 € (Vj.: 394.496 €) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.Der Betrag der kurzfristigen Verbindlichkeiten setzte sich zum 31. August 2009 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungenund Leistungen, Umsatzsteuerverbindlichkeiten für die inländische Umsatzsteuerorganschaft sowie nochnicht fälligen Lohn- und Kirchensteuerabgaben zusammen.


92AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG4 Erläuterungenzu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung4.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von 3.103.485 € erzielte die SinnerSchrader AG ausschließlich durch die Erbringungvon Dienstleistungen für Tochterunternehmen.4.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 166.891 € bestehen aus den Erträgen aus dem Verkauf vonWertpapieren, Versicherungsentschädigungen, der Auflösung von Rückstellungen sowie der Gewährung vongeldwerten Vorteilen an Mitarbeiter.4.3 Erträge aus GewinnabführungIm Dezember 2003 hat die Gesellschaft mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft SinnerSchrader DeutschlandGmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 1. September 2003 abgeschlossen, dem dieHauptversammlung am 28. Januar 2004 zugestimmt hat. Aus diesem Ergebnisabführungsvertrag entstand imGeschäftsjahr 2008/2009 ein Ertrag in Höhe von 2.109.109 €.Am 30. Juli 2008 hat die Gesellschaft mit Wirkung ab dem 1. September 2008 einen Ergebnisabführungsvertragmit der spot-media AG abgeschlossen, dem die Hauptversammlung der SinnerSchrader AG am 18. Dezember2008 zugestimmt hat. Aus diesem Ergebnisabführungsvertrag entstand im Geschäftsjahr 2008/2009 ein Ertragin Höhe von 836.181 €.4.4 Zinserträge und -aufwendungenDie Zinserträge stammen aus der Anlage der liquiden Mittel der Gesellschaft sowie aus der Aufzinsung desKörperschaftsteuerguthabens gem. § 37 Körperschaftsteuergesetz („KStG“). Die Zinsaufwendungen entstandenvor allem im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements, das die Gesellschaft für die inländische Tochtergesellschaftbetreibt.4.5 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.864.525 € beinhalten in erster Linie Raumkosten,Kommunikationskosten, Werbekosten sowie Rechts- und Beratungskosten.In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare für den Abschlussprüfer in Höhe von 50.000 € fürdie Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses enthalten.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang935 SonstigeAngaben5.1 Sonstige finanzielle VerpflichtungenTab. 3 | Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in €01.09.2009 – 31.08.2010 778.98401.09.2010 – 31.08.2011 1.032.123Nach dem 31.08.2011 –Gesamt 1.811.107Die finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen befristete Mietverträge für die Büroräumlichkeiten anden Standorten Hamburg und Frankfurt am Main, deren minimale Restlaufzeit jeweils knapp zwei Jahre beträgt.5.2 BeschäftigteIm Durchschnitt des Geschäftsjahres 2008/2009 waren 23 Arbeitnehmer (Vj.: 20) in der Gesellschaft beschäftigt.5.3 VorstandFolgende Personen waren im Geschäftsjahr 2008/2009 als Vorstand bestellt:Matthias Schrader, Vorsitzender• Kaufmann, Hamburg• Mitglied des Aufsichtsrats der spot-media AGThomas Dyckhoff, Finanzvorstand• Kaufmann, Hamburg• Vorsitzender des Aufsichtsrats der spot-media AGDie Vorstände übten ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Vergütung der Vorstände setzte sich wie folgt zusammen:Tab. 4 | Vergütung der Vorstandsmitglieder 2008/2009Festgehaltin €Sonstige Leistungenin €Variable Vergütungin €AktienbasierteVergütungin €Matthias Schrader 180.000 16.112 – –Thomas Dyckhoff 130.000 11.881 50.984 –Summe 310.000 27.993 50.984 –Die Gesamtvergütung des Vorstands belief sich im Geschäftsjahr 2008/2009 auf 388.977 €.


94AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG5.4 AufsichtsratDem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:Prof. Dr. Reinhard Pöllath, Vorsitzender• Rechtsanwalt, München• Partner der P+P Pöllath + Partners, München• Vorsitzender des Aufsichtsrats der maxingvest ag, Hamburg• Vorsitzender des Aufsichtsrats der Beiersdorf AG, Hamburg• Mitglied des Aufsichtsrats der Tchibo GmbH, Hamburg• Vorsitzender des Aufsichtsrats der Escada AG, MünchenDieter Heyde, stellvertretender Vorsitzender• Diplom-Kaufmann, Bad Nauheim• Geschäftsführender Gesellschafter der SALT Solutions GmbH, Würzburg• Mitglied des Beirats der CCP Software GmbH, MarburgProf. Cyrus D. Khazaeli• Kommunikationsdesigner, Berlin• Professor für Informations- und Interaktionsdesign an der Berliner Technischen Kunsthochschule, BerlinDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder setzte sich im Geschäftsjahr 2008/2009 wie folgt zusammen:Tab. 5 | Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder 2008/2009Feste Vergütungin €Sonstige Leistungenin €Variable Vergütungin €AktienoptionenStückzahlProf. Dr. Reinhard Pöllath 8.000 118 – –Dieter Heyde 6.000 118 – –Prof. Cyrus D. Khazaeli 4.000 118 – –Summe 18.000 354 – –Als sonstige Leistung ist für jedes Aufsichtsratsmitglied die anteilige Prämie für die von der Gesellschaft abgeschlosseneVermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organe juristischer Personen ausgewiesen.5.5 BeteiligungenAm 19. Mai 2009 hat die SinnerSchrader AG einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der newtention technologiesGmbH unterzeichnet. Nach Eingang aller ausstehenden Genehmigungen erfolgte die Zahlung der erstenKaufpreisrate von 181 T€ in bar und 20.000 SinnerSchrader-Aktien aus dem Bestand an eigenen Aktien im Wertvon 29 T€ am 29. Mai 2009. Mit diesem Datum gingen sämtliche Anteile an der newtention technologies GmbHauf die SinnerSchrader AG über. Eine zweite Kaufpreisrate ist im April 2010 in Abhängigkeit von der Entwicklungbestimmter Kenngrößen des newtention-Geschäfts auszuzahlen und wurde mit 40 T€ bewertet. Des Weiterenwar zur Ablösung eines stillen Gesellschafters der newtention technologies GmbH ein Betrag von rd. 19 T€ zuzahlen, sodass sich die Anschaffungskosten auf 268 T€ belaufen.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang95Am 20. Mai 2009 wurde die next commerce GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der SinnerSchrader AG mitdem Ziel des Aufbaus eines neuen Geschäftsfelds, des E-Commerce-Outsourcings, neu errichtet.Der Anteilsbesitz der SinnerSchrader AG gliedert sich wie folgt:Tab. 6 | Beteiligungen der SinnerSchrader AGGesellschaft Anteil in % Währung Nennkapital Eigenkapital LetztesJahresergebnisDie zum 31. August 2008 bestehende 20%ige Beteiligung an der activeGATE GmbH, Hamburg, hat die Sinner-Schrader AG Ende Dezember 2008 gegen eine Beteiligung an den zukünftigen Umsätzen des Unternehmens anden Mitgesellschafter übertragen. Der Wert dieser Beteiligung war schon im Jahresabschluss 2007/2008 zum31. August 2008 vollständig wertberichtigt worden.ErgebnisabführungBerichtszeitraumSinnerSchrader Deutschland GmbH,Hamburg 100,00 EUR 100.000 100.000 2.109.109 1) jaspot-media AG, Hamburg 100,00 EUR 76.051 865.652 836.181 1) jaspot-media consulting GmbH,Hamburg 3) 100,00 EUR 25.000 -42.279 19.983 1) jaSinnerSchrader UK Ltd., London,Großbritannien 4) 100,00 GBP 100.000 -629.854 -27.820 neinSinnerSchrader Benelux BV,Rotterdam, Niederlande 4) 100,00 EUR 18.000 -185.960 -9.296 neinnewtention technologies GmbH,Hamburg 100,00 EUR 740.400 -463.171 784.096 neinnewtention services GmbH,Hamburg 100,00 EUR 25.000 -61.773 -4.869 neinnext commerce GmbH, Hamburg 5) 100,00 EUR 25.000 25.000 k. A. nein01.09.08 –31.08.0901.09.08 –31.08.0901.09.08 –31.08.0901.09.08 –31.08.0901.01.08 –31.12.0801.01.09 –30.04.09 2)01.01.09 –30.04.09 2)20.05.09 –30.04.10 2)1)Vor Ergebnisabführung2)Rumpfgeschäftsjahr3)Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der spot-media AG.4)Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften wurde in den Vorjahren vorläufig eingestellt; die Beteiligungsansätze wurden jeweils im Jahr der Einstellungder Tätigkeit abgeschrieben. Es liegen keine geprüften Abschlüsse der Gesellschaften vor.5)Die Gesellschaft wurde im Mai 2009 gegründet, der erste Jahresabschluss wird zum 30. April 2010 erstellt.5.6 Entsprechenserklärung nach § 161 AktGAm 18. Dezember 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärungzum Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaftdauerhaft zugänglich gemacht.


96AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG5.7 Angaben gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGMitteilungen über nach § 25 Abs. 1 Wertpapierhandelgesetz („WpHG“) meldepflichtige wesentliche Beteiligungenhat die Gesellschaft in einem Börsenpflichtblatt wie im Folgenden zusammengestellt veröffentlicht:1. thomas Dyckhoff, Deutschland, hat uns auf dem Kenntnisstand vom 9. Februar 2007 in Korrektur seinerMeldungen vom 18. Januar 2007 auf dem Kenntnisstand vom 15. Januar 2007 im eigenen Namen und inVollmacht und Vertretung der unter lit. b) bis e) aufgeführten Personen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt:a. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Thomas Dyckhoff, Deutschland, an der SinnerSchrader AG, Völckersstraße38, 22765 Hamburg, hat am 13. Februar 2006 die Schwelle von 50 % unterschritten und hat zu diesemZeitpunkt 49,9110 % (entspricht 5.761.106 Aktien) betragen. Davon waren ihm 49,4782 % der Stimmrechte(5.711.156 Aktien) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnet nach § 22 Abs. 2 Satz 1WpHG wurden ihm dabei unter anderem Stimmrechtsanteile der folgenden Aktionäre, deren zugerechneterStimmrechtsanteil jeweils 3 % oder mehr betrug: Matthias Schrader, Oliver Sinner und die Debby VermögensverwaltungGmbH.b. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Matthias Schrader, Deutschland, an der SinnerSchrader AG, Völckersstraße38, 22765 Hamburg, hat am 13. Januar 2006 die Schwelle von 50 % unterschritten und hat zu diesemZeitpunkt 49,9110 % (entspricht 5.761.106 Aktien) betragen. Davon waren ihm 29,6154 % der Stimmrechte(3.418.431 Aktien) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnet nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHGwurden ihm dabei unter anderem Stimmrechtsanteile der folgenden Aktionäre, deren zugerechneter Stimmrechtsanteiljeweils 3 % oder mehr betrug: Oliver Sinner und die Debby Vermögensverwaltung GmbH.c. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Oliver Sinner, Deutschland, an der SinnerSchrader AG, Völckersstraße 38,22765 Hamburg, hat am 13. Februar 2006 die Schwelle von 50 % unterschritten und hat zu diesem Zeitpunkt49,9110 % (entspricht 5.761.106 Aktien) betragen. Davon waren ihm 40,8211 % der Stimmrechte (4.711.879Aktien) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnet nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG wurdenihm dabei unter anderem Stimmrechtsanteile der folgenden Aktionäre, deren zugerechneter Stimmrechtsanteiljeweils 3 % oder mehr betrug: Matthias Schrader und die Debby Vermögensverwaltung GmbH.d. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Detlef Wichmann, Deutschland, an der SinnerSchrader AG, Völckersstraße38, 22765 Hamburg, hat am 13. Februar 2006 die Schwelle von 50 % unterschritten und hat zu diesemZeitpunkt 49,9110 % (entspricht 5.761.106 Aktien) betragen. Davon waren ihm 48,9147 % der Stimmrechte(5.646.106 Aktien) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnet nach § 22 Abs. 2 Satz 1WpHG wurden ihm dabei unter anderem Stimmrechtsanteile der folgenden Aktionäre, deren zugerechneterStimmrechtsanteil jeweils 3 % oder mehr betrug: Matthias Schrader, Oliver Sinner und die Debby VermögensverwaltungGmbH.e. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Sebastian Dröber, Deutschland, an der SinnerSchrader AG, Völckersstraße38, 22765 Hamburg, hat am 13. Februar 2006 die Schwelle von 50 % unterschritten und hat zu diesemZeitpunkt 49,9110 % (entspricht 5.761.106 Aktien) betragen. Davon waren ihm 49,3045 % (5.691.106Aktien) der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnet nach § 22 Abs. 2 Satz 1WpHG wurden ihm dabei unter anderem Stimmrechtsanteile der folgenden Aktionäre, deren zugerechneterStimmrechtsanteil jeweils 3 % oder mehr betrug: Matthias Schrader, Oliver Sinner und die Debby VermögensverwaltungGmbH.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang972. torsten Kautz, Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil ander SinnerSchrader AG, Völckersstraße 38, 22765 Hamburg, am 26. Januar 2006 die Schwellen 30 %, 25 %,20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und seither 0 % beträgt.3. herr Holger Blank, Deutschland, hat uns am 19. Januar 2005 gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22 WpHGmitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwellevon 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteil von49,1223 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.4. herr Bernward Beuleke, Deutschland, hat uns am 19. Januar 2005 gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 dieSchwelle von 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,2256 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteilvon 49,0718 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.5. herr Dirk Lehmann, Deutschland, hat uns am 19. Januar 2005 gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22 WpHGmitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwellevon 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1322 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteil von 49,0718 %nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.6. frau Marion Sinner, Deutschland, hat uns am 19. Januar 2005 gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22 WpHGmitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwelle von50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihr ein Stimmrechtsanteil von 49,0365 %nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.7. frau Jessica Schmidt, Deutschland, hat uns am 19. Januar 2005, korrigiert am 4. Februar 2005, gem. § 21Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1244 % beträgt, wobei ihr einStimmrechtsanteil von 48,9065 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.8. herr Dr. Markus Conrad, Deutschland, hat uns am 20. Januar 2005 gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m. § 22WpHG mitgeteilt, dass er am 17. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten hat, dass sein Stimmrechtsanteil ander SinnerSchrader AG aufgrund von Verkäufen im Konsortialkreis mit dem 12. Januar 2005 die Schwellevon 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteil von 48,0185 %nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.


98AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG9. die Debby Vermögensverwaltung GmbH, Deutschland, hat uns am 11. Dezember 2008 gemäß § 21 Abs. 1WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Völckersstraße 38,22765 Hamburg, Deutschland, WKN 514190, ISIN DE0005141907, am 12. September 2008 die Schwellenvon 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte)beträgt. Die Debby Vermögensverwaltung GmbH, Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG am20. Januar 2005 im eigenen Namen und im Namen und Auftrag der unter lit. b bis lit. e genannten PersonenFolgendes mitgeteilt:a. Die Debby Vermögensverwaltung GmbH, Deutschland, hat am 20. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten,dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG aufgrund von Verkäufen im Konsortialkreis mit dem12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschritten hat und nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihr einStimmrechtsanteil von 37,8823 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.b. Herr Wolfgang Herz, Deutschland, hat am 17. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten, dass sein Stimmrechtsanteilan der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschritten hatund nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteil von 4,9713 % nach § 22 Abs. 1 Nr. 2WpHG und ein Stimmrechtsanteil von 44,1518 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.c. Frau Agneta Peleback-Herz, Deutschland, hat am 17. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten, dass ihrStimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschrittenhat und nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihr ein Stimmrechtsanteil von 0,6491 % nach § 22 Abs. 1 Nr. 2WpHG und ein Stimmrechtsanteil von 48,474 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.d. Herr Michael Herz, Deutschland, hat am 17. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten, dass sein Stimmrechtsanteilan der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschritten hatund nunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihm ein Stimmrechtsanteil von 4,9713 % nach § 22 Abs. 1 Nr. 2WpHG und ein Stimmrechtsanteil von 44,1518 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.e. Frau Cornelia Herz, Deutschland, hat am 17. Januar 2005 davon Kenntnis erhalten, dass ihr Stimmrechtsanteilan der SinnerSchrader AG mit dem 12. Januar 2005 die Schwelle von 50 % unterschritten hat undnunmehr 49,1231 % beträgt, wobei ihr ein Stimmrechtsanteil von 0,6491 % nach § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHGund ein Stimmrechtsanteil von 48,474 % nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen ist.10. Herr Gerd Stahl, Deutschland, hat uns am 4. Juli 2003, mit Korrektur vom 10. Juli 2003, aus eigener Verpflichtungund in Vollmacht und Vertretung der in lit. b bis c genannten Personen gem. § 21 Abs. 1 WpHG i. V. m.§ 22 WpHG mitgeteilt, dass:a. Herr Gerd Stahl, Deutschland, mit dem 30. Juni 2003 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte an der Sinner-Schrader AG unterschritten hat. Ihm stehen nunmehr gem. § 21 Abs. 1 WpHG 49,95 % der Stimmrechte ander SinnerSchrader AG zu, davon sind 47,18 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.b. Herr Alexander Spohr, Deutschland, mit dem 30. Juni 2003 die Schwelle von 50 % der Stimmrechtean der SinnerSchrader AG unterschritten hat. Ihm stehen nunmehr gem. § 21 Abs. 1 WpHG 49,95 % derStimmrechte an der SinnerSchrader AG zu, davon sind 47,69 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 WpHGzuzurechnen.c. Herr Matthias Fricke, USA, mit dem 30. Juni 2003 die Schwelle von 50 % der Stimmrechte an der Sinner-Schrader AG unterschritten hat. Ihm stehen nunmehr gem. § 21 Abs. 1 WpHG 49,95 % der Stimmrechte ander SinnerSchrader AG zu, davon sind 47,85 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang9911. Die Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH, Deutschland, hat uns am 28. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Völckersstraße 38,22765 Hamburg, Deutschland, WKN 514190, ISIN DE0005141907, am 12. September 2008 die Schwellenvon 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte)beträgt.Die Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH, Deutschland, hat uns ebenfalls am 28. Januar 2009 gemäߧ 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Völckersstraße38, 22765 Hamburg, Deutschland, WKN 514190, ISIN DE0005141907, am 12. Januar 2005 dieSchwelle von 50 % unterschritten hat und zu diesem Tag 49,12 % (5.670.166 Stimmrechte) betrug.Davon sind der Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH• 11,24 % (1.297.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 WpHG von der Debby VermögensverwaltungGmbH und• 37,88 % (4.372.666 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären,deren Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der AlexandraVerwaltungsgesellschaft mbH dabei Stimmrechte zugerechnet:• Herrn Oliver Sinner;• Herrn Matthias Schrader.Die Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH, Deutschland, hat uns ebenfalls am 28. Januar 2009 gemäߧ 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 ein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchraderAktiengesellschaft, Völckersstraße 38, 22765 Hamburg, Deutschland, in Höhe von 62,17 % (7.176.400Stimmrechte) zustand und dass ihr davon• 11,24 % (1.297.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG von der Debby VermögensverwaltungGmbH zuzurechnen waren und• 50,93 % (5.878.900 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen waren, darunter Stimmrechtsanteilevon folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG jeweils 3 % odermehr betrug:• Herrn Oliver Sinner;• Herrn Matthias Schrader.


100AnhangJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AG12. Herr Prof. Dr. Reinhard Pöllath, Hamburg, hat uns am 28. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt,dass sein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Völckersstraße 38, 22765 Hamburg,Deutschland, WKN 514190, ISIN DE0005141907, am 12. September 2008 die Schwellen von 30 %, 25 %,20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.Herr Prof. Dr. Reinhard Pöllath, Hamburg, hat uns ebenfalls am 28. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHGmitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Völckersstraße 38, 22765Hamburg, Deutschland, WKN 514190, ISIN DE0005141907, am 12. Januar 2005 die Schwelle von 50 %unterschritten hat und zu diesem Tag 49,12 % (5.670.166 Stimmrechte) betrug.Davon sind Herrn Prof. Dr. Reinhard Pöllath• 11,24 % (1.297.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 WpHG von der Debby VermögensverwaltungGmbH, einem Tochterunternehmen der Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH, dieihrerseits von Herrn Prof. Dr. Reinhard Pöllath kontrolliert wird, und• 37,88 % (4.372.666 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären,deren Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Herrn Prof. Dr.Reinhard Pöllath dabei Stimmrechte zugerechnet:• Herrn Oliver Sinner;• Herrn Matthias Schrader.Herr Prof. Dr. Reinhard Pöllath, Deutschland, hat uns ebenfalls am 28. Januar 2009 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1WpHG mitgeteilt, dass ihm am 1. April 2002 ein Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader Aktiengesellschaft,Völckersstraße 38, 22765 Hamburg, Deutschland, in Höhe von 62,17 % (7.176.400 Stimmrechte)zustand und dass ihm davon• 11,24 % (1.297.500 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG von der Debby VermögensverwaltungGmbH, einem Tochterunternehmen der Alexandra Verwaltungsgesellschaft mbH, dieihrerseits von Herrn Prof. Dr. Reinhard Pöllath kontrolliert wird, zuzurechnen waren und• 50,93 % (5.878.900 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen waren, darunter Stimmrechtsanteilevon folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der SinnerSchrader AG jeweils 3 % odermehr betrug:• Herrn Oliver Sinner;• Herrn Matthias Schrader.


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGAnhang1016 ZusätzlicheAngaben (ungeprüft)6.1 Bestand an Aktien und Bezugsrechten auf Aktien der Organmitglieder („Directors’ Dealings“)Die folgende Tabelle zeigt die Bestände an Aktien der SinnerSchrader AG sowie die Bestände an Bezugsrechtenauf diese Aktien, die von den Organmitgliedern der SinnerSchrader AG zum 31. August 2009 gehalten wurden,und deren Veränderungen im Geschäftsjahr 2008/2009:Tab. 7 | Bestand an Aktien und Bezugsrechten auf Aktien der Organmitglieder in AnzahlAktien 31.08.2008 Zugänge Abgänge 31.08.2009Vorstandsmitglied:Matthias Schrader 2.415.175 40.000 – 2.455.175Thomas Dyckhoff 74.950 – – 74.950Vorstand, gesamt 2.490.125 40.000 - 2.530.125Aufsichtsratsmitglied:Prof. Dr. Reinhard Pöllath – – – –Dieter Heyde – – – –Prof. Cyrus D. Khazaeli – – – –Aufsichtsrat, gesamt – – – –Organmitglieder, gesamt 2.490.125 40.000 – 2.530.125Bezugsrechte 31.08.2008 Zugänge Abgänge 31.08.09Vorstandsmitglied:Matthias Schrader – – – –Thomas Dyckhoff 75.000 – – 75.000Vorstand, gesamt 75.000 – – 75.000Aufsichtsratsmitglied:Prof. Dr. Reinhard Pöllath – – – –Dieter Heyde – – – –Prof. Cyrus D. Khazaeli – – – –Aufsichtsrat, gesamt – – – –Organmitglieder, gesamt 75.000 – – 75.000Hamburg, 30. Oktober 2009Der VorstandMatthias Schraderthomas Dyckhoff


102BestätigungsvermerkJahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie An hang – unterEinbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zu sammengefasst wurde,der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Sep tember 2008 bis zum31. August 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahres abschluss und Lagebericht nach dendeutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetz lichen Vertreter der Gesellschaft.Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über denJahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmä ßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danachist die Prüfung so zu planen und durch zuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellungdes durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch denLagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichenderSicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeitund über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über möglicheFehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo geneninternen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Anga ben in Buchführung, Jahresabschluss und Lageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beur teilung der angewandtenBilanzie rungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzli chen Vertreter sowie die Würdigungder Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lagebe richts. Wir sind der Auffassung, dass unserePrüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ent spricht der Jahresabschlussden gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beach tung der Grundsätze ord nungsmäßiger Buchführungein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.Der La gebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bildvon der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zu künftigen Entwicklung zutreffend dar.Hamburg, den 30. Oktober 2009BDO Deutsche Warentreuhand AktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftDr. ProbstWirtschaftsprüferppa. BrandtWirtschaftsprüfer


JahresABSCHLUSS der SinnerSchrader AGBilanzeid103BilanzeidWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzender Konzernabschlussund der Jahresabschluss der SinnerSchrader Aktiengesellschaft ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der AG vermitteln undim zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnissesund die Lage des Konzerns und der AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissenentsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichenEntwicklung des Konzerns und der AG beschrieben sind.Hamburg, den 30. Oktober 2009Der VorstandMatthias Schraderthomas Dyckhoff


104Termine & KontaktTermine & KontaktFinanzkalender 2009/2010Hauptversammlung 16. Dezember 20091. Quartalsabschluss 2009/2010 (September 2009 – November 2009) 14. Januar 20102. Quartalsabschluss 2009/2010 (Dezember 2009 – Februar 2010) 15. April 20103. Quartalsabschluss 2009/2010 (März 2010 – Mai 2010) 15. Juli 2010Jahresabschluss 2009/2010 November 2010Auf unserer Website www.wkn514190.de finden Sie unsere bisherigen Berichte zum Downloadbzw. als Onlineversion.Kongresskalender 2009/2010next10-Kongress 4. bis 5. Mai 2010Nähere Informationen finden Sie auf unserer Kongresswebsite www.next10.de.KontaktSinnerSchrader AG, Investor RelationsVölckersstraße 38, 22765 Hamburg, DeutschlandT. +49. 40. 39 88 55-0, F. +49. 40. 39 88 55-55www.sinnerschrader.de, ir@sinnerschrader.deImpressumHerausgeber: SinnerSchrader Aktiengesellschaft, HamburgKonzept und Gestaltung: heureka! – profitable communication, EssenVeröffentlichungsdatum: 5. November 2009


5Quartalskennzahlen und 5-Jahres-ÜberblickKennzahlen des SinnerSchrader-Konzerns Q1 – Q4 2008/2009 nach IFRSQ4 Q3 1) Q2 1) Q1Bruttoumsatz T€ 6.791 6.924 6.640 7.309Nettoumsatz T€ 5.355 5.188 4.813 5.580Bruttoergebnis T€ 2.004 1.873 1.303 1.767EBITDA T€ 796 516 -35 698EBITA T€ 653 389 -163 561Konzernergebnis T€ 435 456 -367 415Anteil der SinnerSchrader-Aktionäream Konzernergebnis T€ 435 310 71 415Konzernergebnis je Aktie € 0,04 0,03 0,01 0,04Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit T€ 334 859 1.253 -217Vollzeitmitarbeiter, ∅ Anzahl 254 259 249 21631.08.2009 31.05.2009 28.02.2009 30.11.2008Liquide Mittel und Wertpapiere T€ 7.988 7.727 7.401 8.637Mitarbeiter, Endstand Anzahl 279 277 274 2371)Angepasst aufgrund der abschließenden Erstkonsolidierung der newtention-Gruppe im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2008/2009Kennzahlen des SinnerSchrader-Konzerns im 5-Jahres-ÜberblickIFRS01.09.200831.08.2009IFRS01.09.200731.08.2008IFRS01.09.200631.08.2007IFRS01.09.200531.08.2006IFRS01.09.200431.08.2005Bruttoumsatz T€ 27.664 24.170 18.588 15.819 14.315Nettoumsatz T€ 20.936 18.347 14.161 13.154 12.223Bruttoergebnis T€ 6.948 6.193 5.056 4.609 4.698EBITDA T€ 1.974 2.824 1.455 1.152 718EBITA T€ 1.441 2.305 1.043 600 177Konzernergebnis T€ 939 1.608 1.018 1.192 544Anteil der SinnerSchrader-Aktionäream Konzernergebnis T€ 1.231 1.608 1.018 1.192 544Konzernergebnis je Aktie 1) € 0,11 0,14 0,09 0,10 0,05Aktien im Umlauf 1) Anzahl 11.356 11.471 11.417 11.411 11.334Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit T€ 2.229 2.744 893 194 2.788Vollzeitmitarbeiter, ∅ Anzahl 244 179 145 129 13231.08.2009 31.08.2008 31.08.2007 31.08.2006 31.08.2005Liquide Mittel und Wertpapiere T€ 7.988 9.075 10.450 10.005 10.570Eigenkapital T€ 12.534 12.971 12.548 11.531 10.334Bilanzsumme T€ 20.342 19.934 16.770 15.067 13.746Mitarbeiter, Endstand Anzahl 279 241 152 143 1301)Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien


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