PDF Schoko-ABC - chocoladen.ch

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Das SchokoladAnfall Das kennt jeder Choco-Fan. Eine ganze Tafelverschwindet nullkommaplötzlich irgendwohinund hebt den Zuckerspiegel.Baden in hochwertiger Badeschokolade ist ein Erlebnisfür Körper und Seele. Kakaobutter sorgt fürzarte Pflege und macht die Haut geschmeidig. Wellnesszentrenbieten Schokobäder an. Frischkosmetik-Läden verkaufen entsprechende Produkte.Conchieren Diese Erfindung aus der Berner Mattehat die Schokolade erst als Massenprodukt möglichgemacht. Rodolphe Lindt fand 1879 heraus, wiedurch stundenlanges Walzen und Rühren der zarteSchmelz entsteht, den heute eine gute Schokoladeauszeichnet. Die ständige Bewegung der Chocomasselässt Restfeuchtigkeit und (unerwünschte) Aromastoffeverdunsten und schafft eine besonders sämigeKonsistenz. Anstelle der brüchigen und sandigen Zusammensetzungbekommt die Schoggi ihre cremigeStruktur. Sie wird zur „Chocolat Fondant“, wie es Lindtschon nannte, bevor der Berner seine Firma nachZürich an Sprüngli verkaufte.Dickmacher sind Schokoladen eigentlich nicht.Denn wer auf Qualität achtet, verzehrt wenigerdavon, dafür aber bessere. Weisse Schokolade bestehtprimär aus Zucker, Fett und Milch – so ist sie wohlweniger gesund als schwarze Schokolade. Ab 70 ProzentKakaoanteil beinhaltet diese nur wenig Zuckerund eignet sich gar für Diäten.Eigenschaften werden der Schokolade viele nachgesagt.Studien belegen eine positive Wirkunggegen Herz- und Gefässerkrankungen. Schoggi-Liebhaberhaben weniger Herzinfarkte – aber nur wenn siedie süssen Tafeln nicht hemmungslos naschen.Fairer Handel Die Produzenten erhalten garantierteMindestpreise über dem Weltmarktpreis. Dazukommen langfristige Lieferverträge, Vorauszahlungenund Zusatzprämien für Entwicklungsarbeit. Schokoladenmit Max-Havelaar-Gütesiegel bestehen ausRohstoffen von kontrollierten Lieferanten. Das Labelgarantiert, dass Kakao und Zucker ohne (Kinder-)Sklavenarbeit angebaut werden. (Siehe auch >Youtube.com). Auch das Bio-Label verhindert diesdank der Rückverfolgbarkeit des Kakaos.Text: www.chocoladen.chGianduja Die klassische Verbindung von cremiggerührten Haselnüssen oder Mandeln mit Schokolade.Grundlage vieler Tafeln und Pralinen.Hot Chocolate Tönt zwar süss, war aber einebritische Soul- und Funkband der 70er- und 80er-Jahre mit Disco-Hits wie „You Sexy Thing“ und Auftrittan der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana.Ihr jamaikanischer Sänger Errol Brown ist immer nochaktiv und erfolgreich.Irritierend ist die Aussage des amerikanischenSchauspielers Al Pacino: „Die Liebe wird überbewertet.Biochemisch ist sie nichts anderes als der Konsumgrosser Mengen Schokolade.“Kakao Die Pflanze stammt aus dem Amazonasbeckenund wurde von indigenen Völkern in ganzAmerika verbreitet. Bereits die Olmeken kanntenKakao, die Mayas und Azteken kultivierten ihn, diePortugiesen und Spanier brachten ihn nach Europa,wo er langsam aber sicher seinen Siegeszug antrat.Lecithin fehlt in kaum einer (Industrie-) Schokolade.Denn das aus der Sojabohne gewonnene Bindemitteleignet sich, um die verschiedenen Zutaten einerSchokolade zu mischen. Beim so genannten Emulgierenvon Fetten und Wasser werden Kakaobutter,Kakaomasse, Zucker und Milchpulver zu einer homogenenMasse. Damit kann das > Conchieren massivverkürzt werden. In den Produktangaben wird dieserLebensmittelzusatzstoff als E 322 aufgeführt undfindet auch in Bioprodukten Verwendung.Maracaibo ist eine Edelkakao-Sorte aus derRegion der gleichnamigen Stadt in Venezuela.Wie andere Edelkakaos wie Criollo hat sie ein besondersausgeprägtes Aroma. Das gilt auch für Trinitario-Kakaos, die auf Züchtungen aus Trinidad beruhen.Herkunftsschokoladen lassen sich deshalb wie Weindegustieren.Nikolaus Als der heilige Nikolaus, Bischof vonMyra, im dritten Jahrhundert als Wohltäter derKinder auftrat, gabs noch keine Schokolade. Heutebringen seine Nachfolger Samichlaus und Weihnachtsmannvor allem Nüsse, Mandarinen und Schokoladeals Geschenke oder füllen damit die Stiefel vor denKinderzimmern.


den - ABCOvomaltine Historisches Berner Produkt, das wieviele weltberühmte Schweizer Schokoladen anfangsdes 20. Jahrhunderts entstand. Das Ei-Malz-Getränk enthält selber keine Schokolade, ist allerdingsheute Zutat für Ovo-Schoggis.Psyche Kakao beinhaltet Stimmungsaufheller wieSerotonin und > Theobromin. Diese Stoffe stimulierendas zentrale Nervensystem, lösen die Stimmungund können die Libido wecken. Schon im Mittelalterwurde Schokolade eine liebesfördernde Wirkungnachgesagt. Je dunkler die Schokolade und je mehrKakao-Anteil, desto grösser ihr Gehalt an diesenBotenstoffen.Quirl Traditionell zum Beispiel in Mexiko verwendetanstelle eines Löffels zum Mischen von Trinkschokolade.Verführerisch sind die Pralinen im Film„Chocolat“ mit Juliette Binoche als rastloserMutter mit Tochter. Als sie in einer Kleinstadt eineChocolaterie eröffnet, hetzt der Bürgermeister dieLeute gegen sie auf. Unvergesslich die Szene, wo erin ihr Schaufenster stürzt – umgeben von feinstenChoco-Kreationen.Wurst Die ersten Schokoladen brachten italienischenCioccolattieri in die Schweiz. An Messenund Märkten verkauften sie Kakaowürste, vondenen man sich ein Stück nach Hause nahm, umeine Art Suppe zu brauen – eine Trinkschokolade derbitteren Art zum Aufpäppeln von schwachen Kindernund Frauen. In Italien und der Schweiz gibt’s auchTraditionen einer Weihnachts-Schokoladen-Salami mitButtercreme und Haselnüssen. Die Chocolami ausder Region Bern ist dagegen eine „Dauerwurst“ ausSchokolade, Dörrfrüchten, Nüssen und Gewürzen.Rohessen Schokolade in der heutigen Form entwickeltesich überdie Jahrhunderte aus dem einstigen> Xocolatl. Bis vor gut 100 Jahren wurde Schoggifast nur getrunken. Erst mit der Erfindung der Tafel,der Milchschokolade und des > Conchieren wurde dieEss-Schokolade zum wichtigeren Produkt. So findetsich auf Usego-Schoggis aus den 20er-Jahren nochder Hinweis „Zum Rohessen“, damit sie nicht aufgekochtwurden.Schweinefutter Nur dafür sei der Kakao geeignet,kommentierten einst spanische Fachleute die ausden Amerikas importierten bitteren Bohnen. Sie seiennicht zum menschlichen Verzehr geeignet.Theobromin von griechisch „theos“ = „Gott“ und„broma“ = Speise“ ist wie Koffein eine organischeVerbindung mit ähnlich anregender Wirkung. Theobrominkommt vor allem im Kakao vor, in Kolabäumensowie einigen Teepflanzen.Unitobler Auf dem Areal der Universität Bernin der Länggasse fabrizierte einst ChocolatTobler. Heute werden die Tobleronen für die ganzeWelt in Bern-Brünnen hergestellt. Als Erinnerung anden Schoggi-Duft in der Stadt-Luft bleibt BernhardStirnemanns Lied „Mys Käthi schmöckt nachSchoggola“.Xocolatl war bei den Azteken ein „Trank derGötter“, eine für ihre Könige reservierte Kakaozubereitung.Ihre Kultur fiel dem Völkermord der Europäerzum Opfer, ihr Wort hingegen fand Platz in allenSprachen und bleibt für immer mit Schokoladeverbunden.Youtube.com Seit der Kolonialzeit werden mitKakao bittere Geschäfte gemacht. Einst wurdenMillionen Menschen als Sklaven verschifft, um auf fernenPlantagen auch Kakao anzubauen. Heute kommtüber die Hälfte der Weltproduktion aus Westafrika,hauptsächlich der Elfenbeinküste, wo Kindersklavengang und gäbe sind. Da bleibt einem die Schokoladeim Halse stecken. Die Lösung heisst Bio-Schokoladeund > Fairer Handel. Auf Youtube finden Sie Hintergrundfilmezum Thema. Suchen Sie die Stichworte >Schuften für Schokolade auf www.youtube.comZnüni-Zie Das Mühlespiel mit seinen neun Steinenist eines der ältesten Spiele der Welt. Wer mit dreiSpielsteinen in einer Reihe eine Mühle legt, darf einengegnerischen Stein „fressen“. So entstand bei chocoladen.chin Oberdiessbach das Schoko-Mühlespiel– und aus dem Nüni-Zie wurde das essbare Znüni-Zie,ein Spiel, das garantiert nicht liegen bleibt.

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