Mitteilungsblatt der Genossenschaft Loasa und des V und des ...

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Mitteilungsblatt der Genossenschaft Loasa und des V und des ...

Mitteilungsblatt der Genossenschaft Loasaund des Verereins eins Pro o LoasaIn dieser Nummer:Bericht aus der Genossenschaft - Premiere inder Schweiz - Älplerbericht - Erlebniswoche -Zivildienst - und mehr...4/98Winter


W ERDEN SIE GENOSSEN-SCHAFTER/IN... der Genossenschaft Loasa und werden damit Mitbesitzer/in der tessiner AlpHaben Sie Interesse? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.Kontaktadresse:Ruth BächliFliederstrasse 108908 Hedingen01/761.09.67... oder ein anderes Verwaltungsmitglied der Genossenschaft.W ERDEN SIE MITGLIED IMVEREIN "PRO LOASA"Talon:Ich trete dem Verein "Pro Loasa" bei.Name:............................................Adresse: ........................................PLZ/Wohnort: ...............................Tel.: .................................................Unterschrift: ..................................Für den Jahresbeitrag 99 erhalte icheinen Einzahlungsschein.Talon einsenden an: Thomas Bleichenbacher,Verein "Pro Loasa", Apfelbaumstrasse36, 8050 ZürichIch unterstütze das Projekt Alpe Loasaund trete ab sofort dem Verein 'ProLoasa' bei. Der Vereinsbeitrag beträgt- für Verdienende Fr. 30.-- für Nichtverdienende Fr. 15.-- für Familien Fr. 50.-- für Vereine und Institutionen Fr. 80.-Ich erhalte regelmässig das Mitteilungsblattund kann an verschiedenenVeranstaltungen des Vereins teilnehmen.Für den Mitgliederbeitrag1999 erhalte ich einen Einzahlungsschein.Talon einsenden an:Thomas Bleichenbacher,Verein "Pro Loasa", Apfelbaumstrasse36, 8050 Zürich, Tel. 01/310'85'50.Postcheck-Konto Verein 'Pro Loasa':Raiffeisenbank Wettingen-BadenPC: 50-2572-8, Pro Loasa 18055.012


G ENOSSENSCHAFTBericht aus der GenossenschaftsverwaltungVon Thomas Marfurt, St. GallenPlanungssitzung derGenossenschaftsverwaltungWie jedes Jahr tagt die Genossenschaftsverwaltungder Alp Loasa im Novembereinen ganzen Tag lang, wertetdas vergangene Jahr aus und schaut indie Zukunft.Landwirtschaft verpachten?Bereits an der Besprechung mit Röbi,unserem Loasa-Älpler, anlässlich der Sitzungder Genossenschaftsverwaltung aufder Alp zeigte sich klar, dass Röbi zwarseine Arbeit auf der Loasa schätzt undgerne weiterbleiben würde, aber nichtzu den aktuellen Bedingungen. Mit der“vorsorglichen” Kündigung Ende Oktoberunterstrich Röbi sein Vorhaben, sowie jetzt nicht mehr weiter zu alpen. DieVerwaltung war herausgefordert, neueLösungen zu suchen.Im gegenseitigen Gespräch zeigte sichbald, dass eine Verpachtung oder mindestenseine merkliche Verlagerung derVerantwortung von der Genossenschafthinüber an den Älpler sinnvoll wäre. Ander Planungssitzung vom 28. Novemberzeigte sich bald ein einheitliches Bildunter den Verwaltungsmitgliedern. HansNiggeli und Ueli Wyler wurde der Auftragerteilt, mit Eric Meili, Landwirtschaftsberaterfür Biobetriebe und Röbi Bossimögliche Rahmenbedingungen für eineVerpachtung der Landwirtschaft auszuarbeiten.Die Verwaltung ist sich im klaren, dassdies einschneidende Konsequenzen vorallem finanzieller aber auch organisatorischerArt mit sich zieht. Das Budget wirdsich auf der Ein- wie auf der Ausgabenseiteentscheidend verringern, da einerseitsdie Landwirtschaftseinnahmen(Direktzahlungen des Bundes, Tier- undFlächenbeiträge, Tierhalterbeiträgeetc.) zum grössten Teil direkt an den Pächtergehen würde, andererseits viele Ausgaben(Personalkosten, Werkzeuge, Futter,Kauf von Tieren, etc.) wegfallen würden.Das Genossenschaftsbudget würdesich dann einzig von den Übernachtungsbeiträgen,Unterstützungsbeiträgen desINHALTBericht aus der Genossenschaft .... 3Humor ................................................. 4Premiere in der Schweiz .................. 5Älplerbericht ..................................... 7Erlebniswoche................................... 8Ticino .................................................. 9Gesucht wird ................................... 11Mein Zivildienst ............................... 12Zu guter letzt / Agenda ................. 14Bestellformular Loasa-Fleisch....... 153


Lösung für die Genossenschaft wie fürden Pächter zu finden ist. Denn nur wennbeide Parteien zufrieden sind, können sieüber längere Zeit zusammenarbeiten.Nebst den finanziellen Überlegungen giltes, die unzähligen Schnittpunkte zwischendem Pächter einerseits und derGenossenschaft und dem Lagerbetriebandererseits zu regeln. Wer zahlt z. B. denUnterhalt des gemeinsam genutztenTransporters? Wieviel Mitsprache hat derPächter bei der Ausmietung des Lagerbetriebes?Wie wird das gemeinsamgenutzte Werzeug im Rustico gewartetund ersetzt? Diese und wohl noch hundertandere Fragen müssen diskutiert undgeregelt werden. Ein Berg Arbeit wartetauf die Verwaltungsmitglieder!Verwaltungsmitglieder begutachten denTransporterVereins, etc. auf der Einnahmenseite undTeilkosten für das Gebäude, Ausgabenfür den Lagerbetrieb, etc. auf der Ausgabenseitezusammensetzen. Diesen Überlegungenmuss der Grundsatz zu Grundeliegen, dass eine finanziell vertretbareTrotzdem sieht die Genossenschaftverheissungsvollen Zeiten entgegen.Käme tatsächlich ein Pachtvertrag zustand, wäre dies die Erfüllung eines längstgehegten Planes. War die Verwaltungschon durch den 2 ½-jährigen Einsatz vonFranco und Nadine viel weniger gefordertals bei vorgängigen, alljährlich wechselndenAlphirten, so würde – nach einerwohl arbeitsintensiven Startphase – mehrVerantwortung auf die Alp übertragenund damit weniger Arbeit an die Verwaltungfallen.HUMORBauer Rüdisühli hat gestern eine Motorsäge gekauft und bringt sie heute wütend insGeschäft zurück: „Das ist Betrug!“ erklärt er dem Verkäufer. „Gestern sagten Sie, ichfälle damit 60 Bäume pro Tag. Ganze 8 hab ich geschafft!“ Der Verkäufer nimmt dieMotorsäge und startet den Motor. „Hilfe!“ ruft Bauer Rüdisühli entsetzt, „was ist denndas für ein Lärm!“Die Redaktion (oder zumindest ein Teil davon) weist auf die Schreibweise des Namens hin,um Verwechslungen vorzubeugen...4


die leider über Jahre vernachlässigt wurde.Wir treffen hier Finnen und Schweden,Ukrainer, Franzosen und Amerikaner(dies die Nationalitäten der Freiwilligen);aber es waren auch der Irak, das Kurdistan,Liberia und Somalia vertreten (diesdie Herkunftsländer der Asylanten).Ograbek erklärt weiter: ”Es geht natürlichnicht nur um die Arbeit. In diesem wiein anderen Projekten gibt es immer aucheinen gesellschaftlichen Aspekt. Nachgetaner Arbeit setzen wir uns um denTisch, um zu diskutieren. Heute mehr denje sind die Kriege das Thema, welcheviele Menschen in die Flucht treiben.”Und es sind harte Tage hier: Tagwache umsechs Uhr durch Hahnengeschrei, dannMorgenessen und acht Stunden Arbeitbeim Wiederaufbau des Daches überdem Mittelteil dieses grossen Alpgebäudes.Die Alp gehört einer deutschschweizerGenossenschaft, die in diesemProjekt mit dem SCI zusammenarbeitet.Die wieder zum Leben erweckte Alp wirdzur Zeit von zwei jungen ZürcherInnengeführt. Eine Herausforderung ist diesesLager auch für Aino (18-jährige Finnin)und Maxamed (27-jähriger Somali). “Mitdem SCI war ich schon mal in Belgien, binGymnasiastin und wollte schon langeeine solche Erfahrung machen. Integrationsproblememit den anderenTeilnehmerInnen? Keine, wir kommen sehrgut miteinander aus”. Für Maxamed istdiese Zeit hier hingegen eine willkommeneAbwechslung zur Langweile in denAufnahmezentren für Flüchtlinge: “DasLeben in den Zentren? Schwierig, ausseressen und schlafen machen wir nichts,hier können wir uns wenigstens nützlichmachen.”Es war auch das Ferernsehen(TSI) auf der Alpe Loasa - wiediese Bilder zeigen.6


Ä LPLERBERICHTvon unserem Älpler Röbi BossiAlpe Loasa im Winter - Ich war vonAnfang an gespannt wie diese Zeit werdenwird! Vor allem nach diesem Sommermit so viel Betrieb und Leuten. Ichgeniesse diese Ruhe und Stille. Endlichhabe ich auch mehr Zeit für mich undDinge die ich während dem Sommervernachlässigen musste.Nachwuchs auf der Alpe. Insgesamt zogenunsere ursprünglich vier Hühner 34 Jungegross.dankbare Sache. Jedes Versäumnisrächt sich sofort aber alles was manrichtig anpackt und erledigt ist fassbarund ersichtlich.Das letzte Heutuch der Saison 1998Geschafft! (Wir auch)Klar - Arbeit geht hier nie aus - aber diePrioritäten haben sich zugunsten der Museund Besinnlichkeit verschoben. Ohneschlechtes Gewissen kann ich mich malmitten am Tag in die Weide setzen unddie Natur beobachten. Nichts lenkt michab und ich habe manchmal das Gefühleins zu sein mit allem was hier oben ist - einschönes Gefühl.Vieles habe ich hier oben gefundenwas ich erwartet und erhofft hatte. DieArbeit mit den Tieren, die ganze Bewirtschaftungder Alpe ist für mich eine sehr"Unsere" Herde - Wir sind stolz auf diesegesunden und schönen Tiere!Ich glaube, dass ich nach vielen Jahrender Suche endlich die Arbeit für michgefunden habe, die mich erfüllt, in der ichrichtig aufgehen kann. Ob dies dann inZukunft auf der Alpe sein wird steht nochin den Sternen.Liebe Grüsse an alle.7


E RLEBNISWOCHEvon Teddy FuchsEine bunt zusammengewürfelte Gruppevon zwei Frauen und fünf Männerndurften auch dieses Jahr wieder eineunvergessliche Woche auf der Alpe verbringen.Leider spielte das Wetter nichtmit: Regen, viel Regen und Nebel warenständige Begleiter. Ein einziger Tag bliebtrocken, was uns eine kurze Wanderungauf der Alp Loasa4. – 10. Oktober 1998Das Kulinarische bekam zusehends einezentrale Rolle: Es wurde gut und viel gekochtund gegessen und mehrere MaleHolzofenbrote und Pizzas gebacken. Beiinteressanten Gesprächen mit denÄlplern oder bei einem Jass wurden dieAbende länger und länger....auf den Monte Bisbino ermöglichte. DasArbeitspensum litt etwas unter den miesenWetterbedingungen; dennoch wurdeauch draussen Hand angelegt: Sei esbeim Holz hacken oder beim Zuspitzenvon neuen Zaunpfählen für die Erlenweide.Unter der Leitung von Hassan undAli wurde im Mittelteil des Alpgebäudeseine Mauer bis unter das Dach hinauferrichtet sowie eine Wand im Geissenstallausgebessert.Hinweis: Im nächsten Jahr wird dieErlebniswoche einen Monat früher, anfangsSeptember 1999 durchgeführt.Othmar Grüter8


D AS MUGGIOTAL UND DERTOURISMUSvon Gilberto Bossi / übersetzt von Thomas Horvath, CevioIm Laufe des Jahres 1997 wurde denGemeindevertretern der Regionalversammlung,den Gemeinderäten, denOrtsbürgern und den Mitgliedern die Studieüber die Wiederbelebung des Tourismusim Muggiotal vorgestellt. Diese Studiewurde vom RVM (Regione Valle dieMuggio) angeregt und von Dr. EmilioGerosa vom Amt für sozio-ökonomischeForschung in Arogno (Nautilus) unter derMitarbeit von Kurt Frei erarbeitet. Siehatte zum Ziel, die touristische Realität zustudieren und zu vertiefen (Umwelt,Sport, Erholung und Sozialisation, undspeziell die Strukturen zur Unterbringungund Verpflegung) und wirksam die touristischeEntwicklung im Tal zu fördern.Im Weiteren enthält die Studie einegenaue Analyse der oben genanntenAspekte, einen theoretischen Teil (wichtig,da er verhaltensmässige Veränderungender vergangenen Jahrzehnteaufzeigt) und eine Analyse der aktuellenSituationen in objektiver und subjektiver(Interviews) Darstellung. Das Hauptgewichtliegt dabei auf dem Aspekt desAngebots und der Nachfrage.“Es handelt sich darum, alle Möglichkeitendes Tales miteinzubeziehen: Vereine,Verkehrsvereine, Gruppen, Gewerbetreibende,Landwirte, sonstwie mitdem Sektor verbundene Leute, kurz gesagtalle Kräfte, die in irgendeiner Art undWeise zur Verwirklichung der gestecktenZiele beitragen könnten” – so erklärte derSekretär/Animator des RVM, Carlo Rizzi.Weiter fügte er hinzu: “Es ist natürlichnicht so, dass man für den Tourismus allesneu ‚erfinden‘ müsste. Wenn es auchundenkbar erscheint, alte Strukturen wiederzum Funktionieren zu bringen, so ist eszumindest notwendig, die Art der Gastfreundschaft(natürlich in moderner Form)wieder aufzunehmen, wie sie früher einmalüblich war. Dies alles selbstverständlichmit Blick auf die territoriale Verträglichkeit,ohne Überhäufung, in einermenschlichen Dimension. Aber doch imWissen, einem grösseren Gebiet von touristischemInteresse anzugehören.”An diesem Punkt ist es wichtig zu unterstreichen,dass die Einrichtungen zumEmpfang von Gästen im Tal sehr dünngesät sind. Um dies zu illustrieren genügtein Blick auf die Übernachtungszahlenzwischen 1985 und 1993, welche laufendsanken, während im gleichen Zeitraumeine erhebliche Zunahme von Zweitwohnungen/-häuserstattfand, welche natürlichnichts einbringen. Den Hauptteil derForschungsarbeit bilden die strategischenVorschläge für die touristischeEntwicklung im Tal. Abgesehen von einerglobalen Beurteilung der zu behandelndenThemata wird in jedem Fall klar, wiedie RVM ihre eigenen Kapazitäten entwickelnsollte, indem sie in das investiert,was das Gebiet offeriert: nämlich die9


Naturschönheiten, mit einer breiten Palettevon Möglichkeiten der Vertiefungin ländliche traditionelle Kultur. Im Blickpunktist diesbezüglich die Arbeit desEcomuseo, was die Erhaltung von denZeugen der Vergangenheit betrifft. BeimWanderwegnetz wurde schon grosseSchritte gemacht. Das Muggiotal stellteine Region mit ziemlich vielfältigemTerritorium dar, reich an einer üppigenLaubbaumvegetation, daher auch imlandschaftlich-naturalistischen Sinne interessant.Die klimatischen Bedingungensind dabei optimal, typisch fürgemässigt Zonen. Trotz seiner eher kleinenAusdehnung bietet das Tal den Wanderernzahlreiche und interessante Wege,viele noch unbekannt.Im abschliessenden Kapitel der Studiewerden Aktionsblätter präsentiert, ausgewähltnach den Entwicklungsmöglichkeitenkurz- und mittelfristigen. DieseAktionsvorschläge sind die konkrete Ausformulierungaller spezifischen Beiträge,die man als unverzichtbar betrachtet:ca. 30 Vorschläge, gedacht als notwendigesMinimum, um einen Wiederaufschwungdes Tourismus im Tal realisierenzu können. Selbstverständlich sind dieBeurteilungen und Vorschläge, wie sie inder spezifischen Studie gemacht wurde,sehr wertvoll, vor allem wenn sie als Grundvoraussetzungenbetrachtet werden.Dennoch möchte ich es nicht versäumen,wieder einmal darauf hinzuweisen,dass wir, jenseits aller Nachforschungenund Theorien, einfach einen qualitativhochstehenden Tourismus brauchen unddas ausnützen sollten, was uns unser kleinesTal anbietet. Ich glaube, dass schlussendlichnur ein einziger beschreitbarerWeg übrigbleiben wird, wie schon öftersaufgezeigt: Die Schaffung von agro-touristischenZentren für die unterschiedlichstenFerien. So soll der Gast an die Ursprüngezurückgeführt werden, indem erdie vorgeschlagenen Wanderwege undLehrpfade benutzt. Es ist meines Erachtensnotwendig auch einen Tourismus fürFamilien zu fördern und zu entwickeln,welche in den letzten Jahren immer mehrZulauf erhalten hat (vor allem in derRomandie, in Frankreich und Italien aberauch im Tessin sind kürzlich einige Initiativenin dieser Richtung gestartet worden).Das Potential ‚Familie‘ könnte dieentscheidende Karte sein, auf die unserTal setzen sollte, das jemand, der für kürzereoder mittlere Ferien mit der Familiezusammen aufbricht, meist nach Möglichkeitennäher liegende Ziele wählt,welche verschiedene Erwartungen befriedigenkönnen, unter anderem auchfinanzielle und diejenigen der Kinder.Bei diesem landwirtschaftlichen Zentrenkönnte man Aktivitäten organisieren,die den Kunden die ‚Geheimnisse‘der Umgebung entdecken helfen würden,oder aber man liesse die Gäste ihrenAufenthalt frei gestalten (Tagesausflüge,mehrtägige Ausflüge auch ins benachbarteGrenzgebiet, Mountainbiketouren,Ausflüge zu Pferd).Den Geist ‚grüner‘ Ferien sollten folgendeDinge bestimmen: das Wiederentdeckendes gesunden Essens (einTrumpf in dieser Richtung ist sicherlichdas kürzlich eingeführte Markenzeichenfür die Produkte vom Muggiotal, womitvorderhand die Formaggini bezeichnetwerden, das aber ach auf andere einheimischeProdukte ausgedehnt werdensoll), die Suche nach Friedensoasen undOrte der Ruhe, das sich Einlassen auf dieNatur und das Hören auf die ‚Stimmen‘der Stille. Jedenfalls ist es wichtig für dieFamilien zu wissen, was sie wollen, im10


Bewusstsein, dass sie sich hier auf eineandere Realität einlassen als es Hotelunternehmenund Reisen à la ‚alles inbegriffen‘in exotischen Ländern anbieten.Der momentan schwächste Punkt imAngebot des Tales ist die fast völlig fehlendeInfrastruktur, so dass oben erwähnteVorstösse für die Entwicklung des Tourismuseigentlich im Keime erstickt werden.Unserer Ansicht nach müssten öffentlicheKörperschaften und Private ihreKräfte vereint auf die Förderung vor allemder Infrastruktur richten, welche dannauch Gäste beherbergen können. Unterstütztwürden sie dabei von der Regionund von den Gemeinden (das am 1.8.97in Kraft getretene Bundesdekret “Regio-Plus” könnte die Finanzierung solcherVorhaben vereinfachen). Dann könnteauch die Wiederentdeckung der verschiedenenFormen von Genossenschafteneinen neuen Akzent setzten für dieengere Zusammenarbeit der im SektorTätigen (denken wir z.B. an die Käsereien,die den Handel mit Milch und Milchproduktenbetrieben). Und wichtig sein wirdebenfalls eine zielgerichtete Förderungdes Angebots mit modernen Marketingmitteln,im das Image auch ausserhalbder Region, des Kantons und sogar derSchweiz zu ‚verkaufen‘.Aktuell ist die von der RVM lancierteIdee eines Tourismus-Animators. Er hättedie Aufgabe, die Aktivitäten der verschiedenenOrganisationen zu koordinieren,wie die der Regione, des ethnographischenMuseums, des Pro Valle, desVerkehrsvereins Mendrisiotto, der MonteGeneroso-Bahn, ...Um uns die wundervolle Natur erhaltenzu können, müssen wir nach einem umfassendenKonzept vorgehen, welches sowohldie Landschaft wie auch den Menschenrespektiert. Dieser ‚Schutz‘ sollteuns allen am Herzen liegen.G ESUCHT WIRD...MOBILER STEINBRECHERfür Alpweg SanierungKontaktadresse:Pius BaumgartnerPilatusstr. 15703 SeonTel. P. 062/775.34.51Tel. G. 062/769.80.1111


M EIN ZIVILDIENST AUF DERALPE LOASAvon Christof Lutz, St.GallenWie es überhaupt dazu gekom-men ist:Bereits im Oktober 1996 habe ich michentschieden fortan an Stelle des MilitärdienstesZivildienst zu leisten, und hab einentsprechendes Gesuch an das Amt fürZivildienst (beim BIGA angegliedert) eingereicht.Dies war in den Anfängen desZivildienstes, erst kurz nach dem Inkrafttretendes neuen Zivildienstgesetzes.Deshalb war mein Verfahren auch sehrlangatmig, und ich habe erst im Oktober1997 Bescheid erhalten und wurde zumZivildienst eingeteilt. Danach ging allessehr schnell: Ich wusste von Hans, Thomiund einigen St.Gallern, dass es die AlpeLoasa gibt, und mir war sehr schnell klar,dass ich meinen Zivildienst auf der AlpeLoasa leisten wollte. Wenn schon einenFrondienst für den Staat, dann an einemOrt, wo ich körperlich arbeiten, und etwassinnvolles leisten kann. Ein Ort, denich auch ideologisch unterstützen will.Also nahm ich Kontakt mit Hans auf, undwir einigten uns sehr schnell, dass ich imSommer 1998 auf die Loasa kommen kann.Es stand ja auch die Renovation des Mittelteilsan, und mein Einsatz würde wohlauch ganz gut passen.Bewegung auf der Alpe Loasa:Aller Anfang ist nicht so leicht. Die erstenzwei drei Wochen war ich wohl nochnicht so produktiv. Ich habe zuvor inmeinem Leben auch noch nie eineBacksteinmauer oder gar eine Trockenmauererstellt. Aber mit der vollen Unterstützungvon Pius (telefonisch immer erreichbar)und der Anleitung von Simonhabe ich mich in der Arbeitswelt auf derAlp relativ schnell zurecht gefunden. Alsdann die ersten Lager zum Arbeiten kamen,war wieder alles ganz anders. Dawar plötzlich das Arbeitspensum von einerWoche in einem halben Tag erledigt.Das hat mich wirklich berührt, und hatsich als Erlebnis, was eine Gruppe Leutemit Handarbeit erreichen kann , tief inmeinem Bewusstsein festgesetzt. Spassgemacht hat mir auch das Arbeiten mitden vielen verschiedenen Leuten, obwohlich auch gemerkt habe, dass ichmich am Anfang etwas zu sehr emotionalauf die Personen einliess, und dann in derFolge etwas mehr Distanz geschaffenhabe. Das hat mich eigentlich gewundert,denn ich bin mir aus der Jugendarbeitbei Blauring und Jungwacht eigentlichbewusst, wie und was da abgeht.Dennoch bin ich in diesem anderen Umfeldvoll reingelaufen. Aber auch das warirgendwie spannend. Ich glaube, ichhabe mich selber von einer anderen Sei-12


te kennengelernt, und das hat wahrscheinlichauch den Rest meines Lebensmitgeprägt.Was ich getan habe (stichwortartigeAufzählung zum Platz undZeit sparen):schaufeln,pickeln, heuen,rechen, zetteln,ins Heutuch laden,Heutuch tragen,Heutuch rutschen,Brennesselnschneiden,zäunen, Transporterfahren, Sandschaufeln, Mörtelmischen, Backsteinestapeln,Ziegenmistschaufeln, Kuhmistschaufeln,mauern, mauern,Arbeit organisieren,Arbeit koordinieren,Arbeiten verteilen, Arbeitenkontrollieren, Arbeiten vorzeigen, Sklaventreiben, loben, wegschauen und machenlassen, Werkzeug suchen, Werkzeugflicken, Werkzeug zusammensuchen undversorgen, mit Pius telefonieren, Transporterumkippen, Transporter wieder aufstellen,mit Bea Wein trinken, Ersatzradtragen, Kastanienpfähle aufladen,Kastanienpfähle spalten, Kastanienpfähleschälen, Kastanienpfähle stapeln,Mauer abbrechen, Steine auf den Transporterladen, Trockensteinmauer bauen,Mauerkrone schalen, Mauerkrone betonieren,ausschalen, mauern, Lastwagentransportkoordinieren, Helikopterflügekoordinieren, Paletten vom Helikopterseilabhängen, Gratishelikopterflüge fürGeburtstagskinder organisieren, Backsteineauf den Transporter laden, Transporterfahren, Backsteine abladen, mauern,Bäume und Sträucher schneiden,Strasse mit Abbruch ausbessern, Gerüstbauen, motorsägen, Holz spalten, Balkenwegräumen, Treppe abbrechen, Mauerabbrechen, Backsteine..., Bauholz aufladen,Transporter fahren, Bauholz abladen,Balkenlage legen, 220-er Nägel einschlagen,Dachstock aufrichten, Kantenbrechenmit dem Handhobel, Konterlatennageln, Unterdach montieren, Dachlatennageln, Dach decken, Aufrichtbaum annageln,verputzen, betonieren, Fensterrahmenbauen, Fenster einkitten, Fensterrahmenmontieren, aufräumen, aufräumen,aufräumen, ja ich glaub das warsFragen?Wenn jemand mehr wissen will übermeinen Einsatz, das Verfahren, den Zivildienstund überhaupt, kann er sich selbstverständlichan mich wenden: ChristofLutz, Lagerstrasse 10, 9000 St.Gallen,P: 071 222 67 08, G:071 242 67 77,christof.lutz@delta.chPS: vielen Dank an alle, die mich indieser Zeit unterstützt haben, und diemitgeholfen haben meine Alpzeit zu einemunvergesslichen Lebensabschnitt zumachen.13


Z U GUTER LETZT...A GENDANeue GenossenschaftsmitgliederWir begrüssen als neuen Genossenschafterter:Otto Weibel, WettingenWerden auch Sie Genossenschafter/inder Genossenschaft Loasa. Nehmen Sie Kontakt auf mitRuth BächliFliederstr. 108908 HedingenTel. 01/761.09.67oder ein anderes Verwaltungsmitglied der Genossenschaft.Kontaktadresse fürLager und Besuche:Reni NienhausBadstrasse 75408 Ennetbaden056/ 221 62 03Holzerwoche So. 7. - So. 14. Februar 1999ImpressumMitteilungsblattNr. 4/98erscheint 4x jährlichMitteilungsblattderGenossenschaft Loasa unddes Vereins ‘Pro Loasa’ füralleGenossenschafter/innenund VereinsmitgliederHerausgeber/in:Verein Pro LoasaGenossenschaft Alpe LoasaRedaktion:· Katharina Fortunato-FurrerHagenbuchstr. 279000 St. GallenTel.: 071/244 84 61· Thomas Marfurt-StritzBruggwiesenweg 4d9000 St. GallenTel.: 071/250 12 21Fax.: 071/250 12 24Thomas.Marfurt@schweiz.org· Martin RüdisüliScheyenholzstr. 113075 Rüfenacht BETel.: 031/ 839 98 09Martin.Ruedisueli@schweiz.orgDruck: Bürli Druck, Döttingen, aufRecyclingpapierBestellung/Adressänderung:Administration LoasablattThomas BleichenbacherApfelbaumstrasse 368050 ZürichTel.: 01/310.85.50Konto:· Verein ‘Pro Loasa’:Raiffeisenbank Wettingen-BadenPC: 50-2572-8,Pro Loasa 18055.01· GenossenschaftPostcheck-Konto PC: 85-568562-2,Genossenschaft Loasa,5400 BadenNächste Ausgabe: Nr.1/99im März 99Redaktionsschluss: 21.2.98An dieser Nummer habenmitgearbeitet:Katharina Fortunato-Furrer, St.GallenThomas Marfurt-Stritz, St.GallenMartin Rüdisüli, SchneisingenRöbi Bossi, Alpe LoasaThomas Horvath, CevioTeddy Fuchs, Othmar GrüterChristof Lutz, St.Gallen14


itte mit 70 oder90 Rp. frankierenAlpe LoasaUeli und FränziWyler-SchillingHerschärenstr. . 778633 WolfhausenB IOLOGISCHES RINDFLEISCHVON DER ALPE LOASA15Auf der Alp weiden jedes Jahr eine stattliche Anzahl Rinder. Die Alp wie auchder Hof von Fam. Wyler-Schilling, unserem Partnerbetrieb im Unterland, habenin den vergangenen Jahren die Bioanerkennung erhalten. Die kontrollierteHaltung der Tiere garantiert gesundes und qualitativ hochstehendes Fleisch.Wir bieten in Plastikbeutel vakuumiertes und in Portionen abgefülltes Rindfleischan. Jede/r erhält von allen Teilen des Rindes, also assortiert vom Filet biszur Wurst. Mindestabnahmemenge ist 10 kg. Der Kilopreis beträgt 27 Franken.Die Auslieferung erfolgt einige Wochen nach Bestelleingang per Hauslieferdienstoder Express-Post. Über die bevorstehende Lieferung werden Siefrühzeitig telefonisch benachrichtigt. Mit der Lieferung erhalten Sie einenEinzahlungsschein.Benutzen Sie diese Bestellkarte auf der Rückseite!


P. P.8062 ZürichAdressberichtigung bitte nach A1 Nr. 552 melden.Adressänderungen und Retourenan:Administration MitteilungsblattThomas BleichenbacherApfelbaumstrasse 368050 Zürich01/310.85.50Bestelltalon für biologisches Loasa-Rindfleisch:(Wenn Adresse auf Klebetikette unrichtig, bitte korrigieren.)Vorname/Name:.................................................................................................................Adresse: ................................................................................................................................PLZ/Wohnort: .......................................................................................................................Bemerkungen: .....................................................................................................................Telefon: .................................................................................................................................Unterschrift: .........................................................................................................................Ich bestelle .......... kg (min. 10 kg) biologisches Rindfleisch von derzu Fr. 27.-/kg.Haben Sie noch Fragen? Fränzi und Ueli Wyler-Schilling geben Ihnen gerne Auskunft!Fränzi und Ueli Wyler-Schilling: Tel.: 055/243.20.53

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