Respekt für die Kinder Äthiopiens Informationen aus Äthiopien 02 ...

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Respekt für die Kinder Äthiopiens Informationen aus Äthiopien 02 ...

NAGAYABRIEFInformationen aus Äthiopien 02/2009Respekt für die Kinder ÄthiopiensAlmaz Böhm eröffnet die erste „ABC– 2015“-SchuleNAGAYA heißt FriedenNeuer Herd ist Goldes wert„Grüne Öfen“ dienen Gesundheit und Klimaschutz


Liebe Freunde,die Einschulungsrate in Äthiopien hat laut den Ergebnissender jüngsten Untersuchungen zugenommen. Eine Nachricht,die viel Hoffnung macht.Gleichzeitig führt diese Entwicklung jedoch dazu, dass dieSchulen in den ländlichen Regionen mehr denn je an ihreKapazitätsgrenzen stoßen. Schon nach wenigen Jahren sindsie in einem erbärmlichen, völlig verfallenen Zustand. DieWitterung setzt den Wänden aus Holz, Stroh und Lehm sostark zu, dass sie nach kurzer Zeit große Löcher haben undder Wind Sand und Staub hineinbläst. Es gibt keine Toilettenund kein Wasser in der Nähe.Dennoch sind die Schulen bereits jetzt bis zum Bersten überfüllt.Nicht selten drängen sich 60 bis 100 Mädchen undJungen in einem einzigen engen und dunklen Klassenraumaneinander. Nach langen Schulwegen hocken sie auf demnackten Lehmboden – oft zu erschöpft, um dem, was derLehrer auf die Reste einer uralten Tafel schreibt, noch folgenzu können. Unter solch schwierigen Bedingungen zu lernen,ist für viele Kinder in Äthiopien traurige Realität.Diesem Umstand begegnet Menschen für Menschen mitdem Bau von soliden Schulkomplexen, die Generationen vonKindern das Lernen unter menschenwürdigen Bedingungenermöglichen; in Regionen, in denen es für sie bisher überhauptkeine Schulen und erst recht keine weiterführendenLehranstalten gibt.Seit sechs Jahren wünscht sich der 12-jährige Arafat nichtssehnlicher, als lernen zu können. Doch sein Vater sagt:„Es gibt keinen Grund, Zeit zu verschwenden. Hier in der Regionkann er keine weiterführende Schule besuchen. Die gibtes nur in der Stadt. Das Fahrgeld und die Miete für ein Zimmerkönnten wir nicht bezahlen.“ Arafats Familie hungertnicht – doch zu viel mehr als zum Sattwerden reicht dasEinkommen nicht aus. Nur durch die Mithilfe seines Sohnesauf dem Maisfeld der Familie kann der Vater als Tagelöhnerein wenig dazu verdienen. Auch seine Eltern und Großelternwaren arme Bauern.Aus Not und Unwissenheit setzt Vater Umar die Zukunftsei nes Jungen aufs Spiel – auch er selbst hat nie eine Schulebesucht.Fehlende Bildung und geringe Verdienstmöglichkeiten haltenMenschen wie Arafat, Umar, ihre Familien und Nachkommenin einer Endlosspirale der Armut gefangen, die Entwicklungund Veränderung unmöglich macht. Diese zu durchbrechenhat sich Menschen für Menschen zum Ziel gesetzt. Dabeigeht es nicht um Almosen, sondern um nachhaltige Veränderungen,die Entwicklungsbarrieren abbauen.In unseren Projektregionen zeigen wir den Bauernfamilien,wie sie die Erträge ihrer Tiere und Felder steigern, um einausreichendes Einkommen zu erzielen. Auch der Bau vonBrunnen in der Nähe der Dörfer zählt – zusammen mit vielenweiteren Maßnahmen, die die Tagesarbeit der Menschen erleichtern– zu den Voraussetzungen, die sie befähigen, ihreKinder zur Schule zu schicken.Mit der jungen Generation wächst die Hoffnung auf einebessere Zukunft für Äthiopien. Ihre Spende trägt dazu bei,die äthiopischen Frauen, Männer und Kinder vor Armut zubewahren. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.Ihre


REPORTAGE SCHULEINWEIHUNG 3Respekt für die KinderÄthiopiensMit dem Bildungsprogramm „ABC– 2015“ hat sich Menschen für Menschen zum Ziel gesetzt, durch den Bau von Schulen diegrößten Lücken im äthiopischen Bildungssystem zu schließen. Jetzt hat Almaz Böhm die erste dieser neuen Schulen eingeweiht.Sie ist Kindern begegnet, für die ein Leben in Würde und Respekt plötzlich kein unerreichbarer Wunschtraum mehr ist.Salomon lernt von Almaz Böhm: „Der Wegzu den Träumen führt über die Schule.“Überall auf der Welt träumen kleine Jungen davon, großeMänner zu werden. Das ist in den Hütten Afrikas nicht andersals in den Kinderzimmern Europas. Doch welche Chancen hatein Junge wie der 12-jährige Salomon, der in einen äthiopi -schen Landstrich hineingeboren wurde, wo es nur armeBauern und zerlumpte Tagelöhner gibt? Lokomotivführer?In Äthiopien gibt es eine einzige Eisenbahnlinie, und die istmeist außer Betrieb. Feuerwehrmann? Es gibt keine Feuer -wehr in seinem Dorf. Pilot? Flugzeuge kennt Salomon nurals winzige Punkte am Himmel. Und überhaupt: In derSchulhütte, die es bisher in seinem Dorf gab, war es dunkelund staubig, die Schüler saßen auf dem nackten Boden.Wie ordentlich lernen, um etwas zu erreichen?Immer hörte Salomon gebannt zu, wenn sich die Erwach -senen nach Einbruch der Dunkelheit Geschichten über„Shiftas“ erzählten – Wegelagerer auf den Landstraßen, dieeinsame Wanderer überfallen und sie zwingen, die paar Geldscheineherauszugeben, die sie in ihren Gewändern tragen


4Zweckmäßig, solide, langlebig: Die neuen Schulgebäude von Mekdelawit.oder – schlimmer noch – den Hirten ganze Herden abneh -men. Die Kinder der Shiftas, dachte Salomon, haben immergut zu essen. Und vor allem begegnen die Erwachsenenihnen mit Furcht, die der Junge mit Respekt verwechselte.Das vor allem wollte er sein: respektiert.Doch der einzige Weg zu Respekt und einem menschenwürdigenLeben führt über Lernen und Bildung: Das ist dieBotschaft der jungen Theatergruppe, die für Salomon und dieanderen Zuschauer spielt – anlässlich der Eröffnung derneuen Schule in Mekdelawit. Das volkstümliche Stück behandeltdas Schicksal des Mädchens Shimbrae. Shimbraegeht nicht zur Schule, wird bereits als Kind verheiratet – undstirbt bei der Geburt des ersten Kindes, weil ihr jungerKörper noch nicht bereit für eine Schwangerschaft ist. Umder Tradition zu entsprechen, gaben die Eltern, arme, unge -ABC– 2015: SO WERTVOLL IST IHRE HILFE:• Unterrichtsmaterial für ein Kind 15,– Euro• Schulbank mit Tisch50,– Euro• Grundschulbildung für vier Kinder 200,– Eurobildete Bauern, ihre Tochter zu früh weg. Sie wussten esnicht besser. Jetzt trauern sie herzzerreißend.Etwa tausend Menschen folgen dem Drama gebannt – allesind sie gekommen, um die Schule einzuweihen, die Karl -heinz Böhms Äthiopienhilfe errichtet hat: zwei Blöcke mit jevier Klassenzimmern, Lehrerwohnungen und Sanitär ge bäu -den. Betonfundament, gemauerte Wände, Lamellenfenster,Wellblechdächer: Es sind äußerst zweckmäßige Gebäude unddie langlebigsten weit und breit. Almaz Böhm ist zur Einweihunggekommen. Sie ruft den Eltern im Publikum zu:„Eine Schule zu bauen, reicht nicht aus. Ihr müsst unshelfen! Das Mädchen im Theaterstück starb, weil es keineGelegenheit bekam, sich zu entwickeln! Versprecht, eureKinder zur Schule zu schicken!“Die Schuleröffnung in Mekdelawit ist der erste Schritt inder großen Bildungs-Anstrengung „ABC– 2015“, die im vergangenenJahr startete und in den nächsten sechs Jahrenhunderttausenden Kindern eine Schulbildung ermöglichensoll. Eine gewaltige Aufgabe, denn jeder Schulbau kostet, jenach Schülerzahl, 200.000 bis 300.000 Euro. Wie wichtigdieses Programm ist, machen Zahlen deutlich: Nur ein Drittelder Äthiopier kann lesen und schreiben; 40 von 100 Kindern


6HINTERGRUNDHOLZSPARENDE ÖFEN83.000 Bäuerinnen profitieren bislang von den Öfen,deren Verbreitung Menschen für Menschen fördert.Neuer Herdist Goldes wertÄthiopische Bäuerinnen kochen meist über dem offenenFeuer – mit schlimmen Folgen für Gesundheit und Ökologie.Deshalb fördert Menschen für Menschen die Verbreitung vonholzsparenden Öfen und hilft so den Frauen und dem Klima.Die meisten äthiopischen Bäuerinnen kochen noch wie ihreVorfahren vor vielen Jahrhunderten: Der Topf wird einfachauf drei große Steine gestellt, zwischen denen das offeneFeuer brennt. Mangels Holz feuern sie vielfach mit Dornstrauchzweigen,trockenen Maisstauden, sogar mit welkemLaub. Der Rauch ist mörderisch, er reizt zum Husten, beißtund schmerzt in den Augen. Europäer halten es in den rußgeschwärztenHütten nicht lange aus: „Nur raus an die fri -sche Luft!“, ist ihr einziger Gedanke.Doch die Frauen müssen den Rauch aushalten. Ohne Feuerkein Essen für ihre Familien. Viele leiden an Atemwegs er -krankungen. Der Rauch ist der Gesundheit genauso abträglichwie der Konsum vieler Zigaretten. Das schier unerträglicheArbeitspensum ist eine weitere schwere Belastung. Tiefgebeugt schaffen die Bäuerinnen aus der Savanne Strauchholzin großen Bündeln heran. Die Distanzen werden immergrößer, weil es wegen der Überbevölkerung rund um die Sied -lungen immer weniger Holz gibt. Einst war Äthiopien fastvollständig bewaldet, heute nur noch zu drei Prozent. Durchden Waldmangel fällt weniger Regen, die Erträge auf denFeldern sinken, die Familien leiden unter noch größerer Ar -mut und mehr Hunger.Deshalb hat Menschen für Menschen sein „Green Stove“-Pro -gramm gestartet: Existenzgründerinnen werden unterstützt, eineigenes Geschäft zur Herstellung von umwelt- und gesundheitsfreundlichenÖfen zu beginnen. Eine von ihnen ist Gebe a -nesch Nadeu in der Kleinstadt Rema. „Menschen für Men schengab mir ein Training, 500 Kilogramm Zement und die Stahl -formen“, erzählt die 31-Jährige, während sie ein Gemischaus Sand, Wasser und Zement in die Formen füllt und miteinem Stößel feststampft. Ist die Masse nach einigen Stun -den fest, stülpt sie die Formen um. Sechs verschiedene Ein zel -teile lassen sich zu einem kompletten Ofen zusam men fügen.Die Luftzufuhr in der Brennkammer lässt sich regu lie ren; dieFamilien sparen die Hälfte bis zwei Drittel ihres bisherigenBrennholzbedarfes ein. Und der Rauch ist reduziert.Gebeanesch Nadeu in ihrer Werkstatt.Jeden Monat kann Gebeanesch Nadeu 50 Öfen produzieren.Menschen für Menschen nimmt ihr alle ab, um sie mit einemPreisnachlass an die Bauern der Region weiterzuverkaufen.Von den subventionierten Kochstellen profitieren auch dieMen schen in Europa, denn sie leisten einen Beitrag im Kampfgegen den weltweiten Klimawandel. Mit jedem Ofen wirdjährlich etwa eine Tonne des Treibhausgases Kohlenstoffdioxideingespart – das entspricht einer 3.000 Kilometerlangen Autofahrt.„Das Einkommen aus dem Ofenbau ist für mich entschei -dend“, sagt Gebeanesch Nadeu. „Mein Mann hat Diabetes undverdient kaum Geld. Nur aufgrund meines Geschäfts kann ichmeinen drei Kindern eine Schulausbildung ermöglichen.“Jeder Ofen kostet Menschen für Menschen 6 Euro. Bis Ende2008 konnte Karheinz Böhms Äthiopienhilfe 83.000 Stückherstellen lassen. Helfen Sie mit, dass möglichst viele weitereproduziert und verteilt werden. Mit Ihrer Spende schützenSie das Weltklima, die Ökologie in Äthiopien und vor allemdie Gesundheit der äthiopischen Frauen und Kinder!Mehr zum Projekt „Green Stove“:www.menschenfuermenschen.de


DAS BUCH ALMAZ BÖHM 7Kein Weg zu weitSie spricht vom Krieg, vom Kommunismus, von Flucht und seelischer Qual. Aber auch von den Möglichkeiten, die ein globalesLeben bereithält. Almaz Böhm ist eine Frau, die vom Leben gelernt hat, wie kaum eine andere. Aufgezeichnet von BeateWedekind beschreibt Almaz Böhm in ihrem Buch „Kein Weg zu weit“ ihr Leben.Von BEATE WEDEKIND*Zum ersten Mal traf ich Almaz Böhm Mitte der 1990er Jahre am Rande einerPressekonferenz. Sie war an der Seite ihres Mannes Karlheinz Böhm zurückhaltendund auf ihn konzentriert. In ihren Augen sah ich eine präzise Aufmerksamkeitund Wachheit. Ich traf sie wieder, als das ZDF zu Ehren von KarlheinzBöhms 75. Geburtstag eine Fernsehgala aufzeich nete, an der ich mitarbeitete.Auch da war sie von dieser Zurückhaltung, die starke Frauen auszeichnet, diehinter ihren erfolgreichen Männern stehen. Doch in den Gesprächen am Randeblitzte ihr Sachverstand pointiert auf.Almaz Böhm ist für ihr Land, ihre Heimat Äthiopien zu einer Expertin für Entwicklungsfragengeworden. Sie pendelt zwi schen dem afrikanischen und dem europäischenKontinent, Stadt und Land, Arm und Reich und scheint mehr als zweiLeben zu führen: 36 Jahre jüngere Frau eines berühmten Ehe mannes, begeisterteMutter von zwei Teenagern, Hausfrau und Köchin aus Passion, Schwester,Tochter, Tante einer äthiopischen Großfamilie und gleichzeitig engagierte Man -agerin. Als geschäftsführender Vorstand in Deutschland und Österreich und stellvertretendeVorsitzende des Stiftungsrats von Menschen für Menschen in derSchweiz setzt Almaz Böhm die Arbeit ihres Ehemannes fort und ermöglicht denMenschen in Äthiopien ein besseres Leben in einer ge rech teren Welt.Es sind zwei Haupteigenschaften, die mich an ihr faszinieren: ihr unerschütter li -cher Glaube und Optimismus, den Men schen in ihrem Heimatland den Weg in einebessere Zukunft öffnen zu können, und ihre Gabe, die Bedürfnisse ihrer Familiemit denen ihres Berufs in Einklang zu bringen. Eine dritte Stärke ist ihr Temperament,das offen und einnehmend ist – selten habe ich jemanden so herzlichlachend erlebt wie Almaz Böhm.Gemeinsam haben wir uns in vielen Gesprächen sowohl in ihrer österreichischenals auch ihrer äthiopischen Heimat auf die Spur ihres Lebens gemacht. Das Buch,das daraus entstand, ist dennoch keine Biografie, sondern ein Zwischen berichtaus dem vollen, erfüllten Leben einer Frau, die noch einen langen Weg vor sichhat. Einer Frau, die sich zwischen den Kulturen bewegt, als wäre sie in beidehineingeboren, die dennoch permanent auf der Suche ist, nach der Perfek tion, derPräzisierung der Rolle, die sie eingenommen hat.Wer den Weg dieser außergewöhnlich mutigen und starken Frau verfolgt, kannnicht umhin, sie zu bewundern. Und da ran zu glauben, dass sie es schaffen wird,ihren Traum von einer besseren Welt mit Leben zu erfüllen.Almaz Böhm, KEIN WEG ZU WEIT –Mein Leben zwischen Afrika und EuropaAufgezeichnet von Beate WedekindVerlag: Collection Rolf Heyne, 336 Seitenmit farbigem Bildteil, gebunden mitSchutzumschlag, ISBN 978-3-89910-392-2Euro (D) 19,90 / € (A) 20,50 / CHF 35,90Zu bestellen bei www.proethiopia.de* Beate Wedekind, Jahrgang 1951, ist TV-Produzentin und Journalistin. In den 1970er Jahren arbeitetesie selbst in Äthiopien und engagiert sich für Men schen für Menschen seit der Gründung. Nachdem Reportagebuch „Nagaya heißt Frieden“ und „Suchen, Werden, Finden“, der Biografie KarlheinzBöhms, zeichnete sie nun den Lebensbericht von Almaz Böhm auf. In ihrem täglichen Blogwww.beatewedekind50plus.blog.de schreibt sie regelmäßig über Themen aus Afrika.


Entwicklungshilfe ist kein LuxusPodiumsdiskussion mit Bundesministerin Wieczorek-Zeul zur Auswirkungder weltweiten Finanzkrise auf die armen LänderDie Finanz- und Wirtschaftskrise erschüt -tert die Märkte und hat innerhalb nur wenigerMonate die Welt verändert. Doch wie beein -flusst sie die Arbeit der Hilfsorgan isa tio -nen, die Entwicklungszusammenarbeit unddamit die Situation der Ärmsten der Armenin Äthiopien? Dieser Frage stellten sichBundesentwicklungshilfeministerin Heide -marie Wieczorek-Zeul und Menschen fürMenschen-Geschäftsführer Axel Haasis beieiner Podiumsdiskussion zum Thema„Entwicklungshilfe in der Finanzkrise –Warum wir gerade jetzt in die Bildung inÄthiopien investieren sollten!“ im PressehausWiesbaden. Eingeladen hatte derWiesbadener Kurier, der erst kürzlich eineLeser-Spendenaktion gestartet hat, mitderen Hilfe im Rahmen des BildungsprogrammsABC– 2015 die neue AwobereHigher Primary School in Gursum gebautwerden soll.„Wenn viele Menschen an vielen Orten vielekleine Dinge bewegen, kann das das Ge -sicht der Welt verändern“, eröffnete Heide -marie Wieczorek-Zeul die von Kurier-Re dak -teurin Anke Hollingshaus moderierte Diskussion.Grundlegende Erkenntnis desAbends: Gerade in Krisenzeiten ist Bildungder Schlüssel dafür, ein Land wie Äthiopienaus der Armut zu befreien. Denn nur wennMenschen Bildung erfahren, haben siedie Möglichkeit, sich selbst zu helfen undzugleich nachhaltig die wirtschaftlicheUn ab hängigkeit des Landes zu sichern. Be -son ders für junge Mädchen müssten dieChancen, eine Schule besuchen zu können,Engagiert für Afrika: Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Axel Haasis, Leiter derStiftung Menschen für Menschen, befragt von Moderatorin Anke Hollingshaus (Bildmitte).weiter verbessert werden, um einen ge - isierung die Weltbevölkerung viel stärkersellschaftlichen Wandel herbeizuführen. vom Wohlergehen des afrikanischen Konti -Axel Haasis betonte, dass Menschen für nents abhängig gemacht hat.“Menschen die Bevölkerung immer aktiv Gerade deshalb ist die Unterstützung einesin die jeweiligen Maßnahmen mit einbezieht: jeden Einzelnen heute so wichtig. Dass„Wir geben Hilfe zur Selbstentwicklung, den internationalen Geberländern aufgrunddes halb fragen wir die Menschen immer erst, der Krise das Geld für Entwicklungshilfeprojekteausgeht, will Heidemarie Wieczorek-was sie beitragen können, wenn wir eineSchule bauen.“ In der Regel errichtet die Zeul nicht glauben: „Wenn Staaten Unter -Gemeinde Straßen, um den Transport des nehmen Milliardenkredite geben, dann mussBaumaterials zu ermöglichen. Zugleich kur - es auch Mittel geben, um Menschen vorbelt der Bau von Schulen und Lehrerunter - Hunger und Armut zu retten.“ Karlheinzkünften durch die Beauftragung heimischer Böhm bedankte sich mit einer Videobotschaftschon jetzt für das Engagement derBaufirmen auch die Wirtschaft vor Ort an.Haasis: „Entwicklungshilfe ist kein Luxus. Wiesbadener für Menschen für Menschen.Sie darf auch in wirtschaftlich schwierigen Bereits 2006 hatten die Bürger bei derZeiten nicht zurückgeschraubt werden. Wir großen Städtewette den Bau der Erer Gudamüssen endlich begreifen, dass die Glo bal - Grundschule in Babile ermöglicht.Stiftung Menschen für Menschen –Karlheinz Böhms ÄthiopienhilfeBrienner Straße 46D-80333 MünchenTel.: (089) 383979-0 Fax: (089) 383979-70E-Mail: info@mfm-online.orgwww.menschenfuermenschen.dewww.menschenfuermenschen.atwww.menschenfuermenschen.chSpendenkonto: 18 18 00 18Stadtsparkasse München (BLZ 701 500 00)Verantwortlich: Axel Haasis, Josefine Kamm,Dr. Andrea Wagner-HagerRedaktion: Astrid Merkl, Bernd HauserGrafisches Konzept: Scholz & Friends BerlinLayout: Bohm und Nonnen/DarmstadtDruck: Mediahaus Biering, MünchenFotos: Benjamin Kaufmann, Rainer Kwiotek,Friedrich WindolfDas DZI-Spenden-Siegelbürgt für den zweckbestimmten,wirksamen und wirtschaftlichenUmgang mit Ihrer Spende.Nagaya (Frieden) heißt das erste MfM-Dorf in Äthiopien – ein Symbol dafür, dass Menschen für Menschen Hilfe auch als Friedensarbeit versteht.

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