friaul-julisch-venetien / impressum - Diplomatischer Pressedienst

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O K T O B E R 2 0 0 91050 Wien - Nikolsdorfer Gasse 1 - Telefon: 01/526 80 80P. b. b. Verlagspostamt: 1050 Wien - ZNr.: GZ 02Z032250Friaul-Julisch-Venetien.Entdecken Sie das andere Italien.Schloss Miramare bei Triest (Foto: Alessandro Savella/Tourismo FVG)Diplomatischer Pressedienst - 3/2007 1


Fr i a u l-Ju l i s c h-Ve n e t i e nreizvollem venezianischen Stil. Ein weiterer Höhepunktdes ersten Tages war die Besichtigung der Mosaikarbeiterschulein Spilimbergo (www.scuolamosaicistifriuli.it). Die Stadt selbst trägt dem Namen der Kärntner GrafenSpengenberg, die sich ungefähr im 11. Jahrhunderthier niederließen. Die Mosaikschule ist sehr berühmtund hochmodern, sowohl hinsichtlich der Bearbeitungstechnikenals auch der benutzten Materialien. Vor demAbendessen besuchten wir noch die Stadt Pordenoneund schlenderten gemütlich auf dem Corso, entlang dereleganten Geschäfte und Cafés.Der nächste Tag brachte viel Geschichte und dasMeer ins Spiel. Zuerst besichtigten wir die Ausgrabungenund die Basilika in Aquileia. Die Stadt, die ursprünglich 181 v. Chr. gegründet und in Zuge der Völkerwanderungkomplett zerstört wurde, ist eine der bedeutendsten italienischen Ausgrabungsstätten. Man findet Überreste einesForum Romanum, Mosaikfußböden, Statuen der Via Sacra, der Stadtmauer, des Flusshafens und sonstige unzähligeFundstücke aus der Römerzeit. Außerdem steht hier auch die Basilika S. Maria Assunta, errichtet auf einemGebäude aus dem 4. Jahrhundert, wo man berühmte frühchristliche Mosaiken bewundern kann.Nach diesemkulturhistorischenTrip fuhren wir weiternach Grado. Mitdem Festland durcheinen schmalenLandstreifen verbunden,verbirgt Gradoeine anmutige Altstadt,wo man überdie Plätze und durchdie Gassen bummelnkann, vorbei an malerischenFischerhäusernum dann wahreJuwele zu entdecken,wie den frühchristlichenDom und dieuralte Taufkapelle,einen achteckigenBau. Berühmt für sein Meer, das seit vielen Jahren mit der Blauen Fahne ausgezeichnet wird, besitzt Grado auchhochgeschätzte Thermen aus dem 19. Jahrhundert, die schon die Habsburger wegen ihrer gesundheitsförderndenEigenschaften gerne besuchten. Weitere Höhepunkte des Tages waren der Ausflug mit dem Boot in die Lagunezur Insel Barbana und der Besichtigung des Marientempels sowie das Mittagessen auf der Insel Ravaiarina, woausgesprochene Fischliebhaber nicht enttäuscht werden. Ein wahrer Geheimtipp! Das Highlight des Abends warjedoch das Galaabendessen im Castello di Villalta. Hier präsentierten wirklich die besten Köche von Friaul JulischVenetien ihr Können und begeisterten ohne Ausnahme jeden Teilnehmer.Die Hauptstadt des ersten langobardischen Herzogtums in Italien, Cividale, war der Start des dritten Besuchstagesin der Region Friaul Julisch Venetien. Gegründet wurden die Stadt jedoch von niemand Geringerem als JuliusCäsar, 53 v. Chr. Wenn man durch die Stadt wandert kann man in der Tat einzigartige, architektonische Juwele bewundern,wie den Tempietto Langobardo und das Christliche Museum des Doms, die Teufelsbrücke und die Gruft IpogeoDiplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 3


Fr i a u l-Ju l i s c h-Ve n e t i e nCeltico. Den Rest desTages, es war ein schöner,warmer Spätsommertag,erholten wiruns in unserem Fünf-Sterne-Hotel Greifin Lignano. DiesesHotel bot einem alles,was man zurEntspannung benötigte.Swimmingpool,schöne ruhige Zimmermit Balkon zumAusspannen und einenexzellenten Service.Als Basisstationfür die Rundreise,eine ausgesprochengelungenen Auswahl.(www.greifhotel.it).Der letzte Tag unserer Entdeckungsreise führte uns in die Berge nach Karnien, in das kleine Bergdorf Sauris.Von einer Bergkette umgeben, die es von den anderen Orten abschottet, fasziniert Sauris den Touristen mitseinen mittelalterlichen Traditionen, seinen Holzhäusern mit dem typischen Balkonen und Vorbauten und seinemKult des Heiligen Königs Oswald von Northumberland. Was aber diesen kleinen Ort, 1200 m über dem Meeresspiegelberühmt macht, ist seine bewährte gastronomische Tradition. Hier kann man nämlich den unvergleichlichenGeschmack des Räucherschinkens von Sauris zu dem roten Bier und Hanfbier des Ortes kosten und genießen.Weiter ging es dann nach einem köstlichen Mittagessen mit dem Bus nach Triest. Triest, ein Grenzland zwischender Adria und dem Karstvorgebirge, ist die blaueste Stadt Mitteleuropas und war die Muse großer Schriftstellerwie James Joyce, Italo Svevo und Umberto Saba. Seine Multikultur ist einfach zu erkennen, wenn man sich die Palazzianschaut: Neoklassizismus,Jugendstil,eklektischer Stilund Barock harmonierenmit den Spurender Römer undden Bauten vonHabsburger Gepräge;noch deutlicherwird sie durch dasAufeinandertreffender Religionen,sichtbar an demharmonischen Nebeneinandervongriechisch-orthodoxen,serbisch-orthodoxen,evangelisch-lutherischenKirchen, Walden-4Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


Fr i a u l-Ju l i s c h-Ve n e t i e nser und Synagogen.Aber Triest ist nichtnur Bauwerke, es istauch Meer und Amüsement.Die Menschenhier nutztenjede Gelegenheit, umdas Meer zu erlebenund bevölkern dieKüste und die Badeanstaltenin jederJahreszeit.Das sogenannte„Buffet-Abendessen“in Molo IV warmehr als man sicherwartete. Eine Mischungaus Gaumenfreudeund Düften alsglückliches Ergebnisvon ethnischen und kulturellen Überschneidungen: dank ihrer breiten Palette von verschiedenartigsten Landschaftenwie Bergland, Meer, Kunststädte und das für seine hervorragenden Weine weltberühmte Hügelland ist die Küche vonFriaul Julisch Venetien außergewöhnlich reich und verwöhnt mit tausend Geschmacksrichtungen. Als Flaggschiffder unanfechtbaren Qualität der regionalen Gastronomie gelten die zwanzig Restaurants von „Friuli Venezia GiuliaVia dei Sapori“, die vom karnischen Gebirge bis zum Meer von Muggia, Triest und Grado auf die gesamte Regionverteilt sind und die besten Produkte dieses herrlichen Landes anbieten. Es war ein Hochgenuss, denn man nur hiererfüllt bekommt. (www.friuliviadeisapori.it).Um uns nach dieser kulinarischen Veranstaltung zu erholen, nächtigen wir im Grand Hotel Duchi d’Aosta.Dieses Haus gilt seit Generationen als erste Adresse in Triest und verwöhnt seine Gäste seit 1873 auf höchstemNiveau. Wer die ehemalige k&k-Hafenstadt zu Fuß erkunden möchte, logiert in dem im imperialen Wiener Ringstraßenstilgehaltenen Hausrichtig. Mitten im Zentrumund dennoch ruhig an derzum Meer hin offenen PiazzaUnità (www.duchi.eu).Am nächsten Morgenwar die Entdeckungsreisedurch eines der schönstenRegionen Italiens zu Endeund unsere reizenden undhervorragenden Gastgeberbegleiteten uns zum Flughafen,wo wir entspannt undvoller Energie die Heimreiseantraten. Wir werden aberwiederkommen, denn es gibtnoch vieles zu entdecken inFriaul Julisch Venetien. •Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 5


CD Sp l i t t e ranlässlich dieses Feiertages lud der neue Botschafter,S.E. Hans Henning Blomeyer-Bartenstein am 1. Oktober2009 zu einem Empfang in die Deutsche Botschaft.Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Teilnahmeam deutschen Nationalfeiertag dem „Tag der DeutschenEinheit“ ein Pflichttermin für jeden Diplomaten und österreichischenRepräsentanten, sodass auch heuer dieSchlange der Gäste lang war. Zusätzlich zum großen Interessekam natürlich die Tatsache, dass jeder den neuenBotschafter gerne begrüßen mochte. Wir dürfen BotschafterHans Henning Blomeyer-Bartenstein ebenfallszum Feiertag gratulieren und wünschen ihm für seinesehr interessante Aufgabe hier in Wien noch viel Erfolgund Freude. (aw) •Volksrepublik China. Aus Anlassder Gründung der Volksrepublik China 1949 und damitheuer ihren 60. Jahrestag luden der Botschafter, S.E.Wu Ken und seine Gattin Guo Jinqiu am 1. Oktober2009 zu einem Empfang mit etwa 800 Personen in denübergroßen Festsaal des Hotel Savoyen am WienerRussische Föderation.Rennweg. Es waren Gäste aus allen Kreisen der Gesellschaftsowie die in Österreich ansässigen Auslandschinesenebenso geladen wie Spitzendiplomaten desgesamten diplomatischen Corps. In seinen Grußwortenbot der Botschafter einen Rückblick auf die rasante Entwicklungund die enormen Veränderungen des heutigenChinas und blickte voll Zuversicht in die Zukunft. (sieheauch „60 Jahre Volksrepublik China in Zahlen“ in dieser Ausgabe).Während des Empfanges wurde auch die zumNationalfeiertag stattgefundene Militärparade als Videomontagegezeigt. Dieser Geburtstag hat in der chinesischenTradition eine besondere Bedeutung; 60 Jahrewerden als ein Zyklus angesehen. China hat in dem erstenZyklus größte Errungenschaften erzielt und blickthoffnungsfroh auf einen neuen Zyklus seiner Entwicklung.Am Rande dieser großzügigen Einladung gab esnoch ein üppiges chinesisches und österreichischesBuffet sowie Musikdarbietungen von jungen chinesischenKünstlern und eine Bilderausstellung von Prof.Isolde Joham. Eine würdevolle Veranstaltung für einenaußergewöhnlichen Anlass. (edka) •Im Zyklus „Musikalischer Soiréen“ lud am 7. Oktober 2009 der Botschafter, S.E. Dr. Stanislaw Ossadtschijzur nächsten Veranstaltung in den Musiksalon seiner Botschaft. Dieses Mal stellte sich das weltbekannte“Borodin Quartett“ mit Ausschnitten aus Streichquartette von Joseph Haydn, Op. 33, Nr. 5 und DmitrijSchostakowitsch, Op. 122, Nr. 11 vor und fand beim sachverständigem Publikum große Anerkennung.Borodin Quartett: Ruben Agaronja(1. Violine), Andrej Abramenkov (2. Violine),Igor Najdin (Viola), Vladimir Balshin(Violoncello).Das Staatliche Borodin Quartett(gegründet im Jahr 1945) ist eine einzigartigeErscheinung in der Geschichte derrussischen Musikkultur nicht nur wegenseines erstklassigen Ausführungskönnens,sondern auch wegen seiner außergewöhnlichenkünstlerischen Beständigkeit, was ihm im Jahr 1995 die Eintragung ins Guinness-Buch verschafft hat.Sein erstes Konzert fand am 10. Oktober 1946 statt. Seitdem zählt die reiche „Biographie“ des Quartetts Tausendevon Konzerten, Hunderte von Werkaufnahmen, eine riesige Anzahl von Erstaufführungen sowie Gastspielenin der ganzen Welt. Eine besondere „Seite“ im Werk des Quartetts bildet die vielseitige Zusammenarbeitmit Dmitrij Schostakowitsch. Der zum 80. Geburtstag des Komponisten geschaffene großartige Zyklus „AlleQuartette von Schostakowitsch“ haben die Musiker 36-mal gespielt (!) – in Vancouver, San Francisco, Köln,Frankfurt, London, Brüssel, Amsterdam, Madrid, Lissabon, u.a. - Im Anschluss fand traditionell der beliebte Cocktailstatt, der diesmal etwas zäh anlief, sich aber in seiner zweiten Hälfte zu altgewohnten Höhen kulinarischerKöstlichkeiten entfaltete. Ein Abend, ernster als die bisherigen, aber nicht minder qualitativ hochwertig. (edka) •Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 7


CD Sp l i t t e rKönigreich Spanien. Aus Anlass des Nationalfeiertages, der Entdeckung Amerikas, luden derBotschafter, S.E. José Jrazazábal, der Ständige Vertreter bei den Internationalen Organisationen, S.E. José LuisRoselló Serra und die Ständige Vertreterin bei der OSZE, I.E. Marta Betanzos Roig am 12. Oktober 2009 zu einemEmpfang in die Prunkräume der Botschaftsresidenz. Wie sehr Spanien bis heute noch große Vorbildfunktion für Lateinamerikabesitzt zeugt der Umstand, dass in verschiedenen Ländern Lateinamerikas dieser Tag ebenfalls als Feiertagproklamiert wird. Viele Botschafter der bi- und multilateralen Missionen besonders aus Europa und Lateinamerikawaren gekommen um ihre Verbundenheit mit Spanien auszudrücken. Nach bemerkenswerter findete es der Berichterstatteraber, dass man den Gourmetplan des vergangenen Jahres noch auszuweiten imstande war und die Fülleund Güte spanischer Spezialitäten nicht nur den Gaumen erfreuten sondern auch die Präsentation und Originalität(Schinken schneidender Matador mit Hosenträgern in den Landesfarben) neue Höhepunkte erreichte. Eine großartiggestylte Veranstaltung mitdem besten Werbeträgerder Welt – dem spanischenQualitätsweinin gediegen, eleganterAtmosphäre – Herz waswillst Du mehr! (edka) •RepublikIndien. Um „AufWiedersehen“ zu sagenluden der Botschafter,S.E. Saurabh Kumarund seine Gattin Sulekhaam 23. Oktober 2009 zueinem Abschiedsempfangin die Säulenhalle desVölkerkunde Museums.Das Rätselraten, warumBotschafter Kumar nachknapp eineinhalb Jahrenwieder Österreich verlässt,erklärte der charmanteVertreter seinesLandes selbst in seinerAnsprache. Da er dassechzigste Lebensjahr erreichthat, wird er in denRuhestand gehen. Dases ihm Österreich angetanhatte, zeigte sich nichtnur in seiner Rede sondernauch sein Steireranzugbestätigte die starkepersönliche Beziehungzu seinem Gastland. Wirwünschen dem EhepaarKumar noch viele schöneJahre. (aw) •8Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


VIP Co r n e r60 Jahre Volksrepublik China.Zahlen der Bevölkerung: Von 35 auf 73 Jahre ist die Lebenserwartung der Bewohnergestiegen. - Die Analphabetenrate in China beträgt derzeit 6,67 Prozent. - Von 10,6 auf 45,7 Prozentist die Urbanisierungsrate gestiegen. - Auf das 25.000-fache sind die Spareinlagen der städtischenBewohner angewachsen. - 6000 Bewerberinnen konkurrieren in Beijing um die Position alsStewardess. - Um 500.000 Schüler mehr haben die Berufsschulen mittlerer Klasse aufgenommen.- 592 Millionen Handynutzer in China. •Zahlen der Wirtschaft: Um 8,1 Prozent ist Chinas BIP im Durchschnitt jährlich gestiegen.- 1,52 Prozent des BIP machen die Forschungsausgaben aus. - Von 160.000 auf 500 MilliardenTonnen ist die jährliche Rohstahlproduktion gewachsen. - 528,71 Millionen Tonnen Getreide hatChina 2008 produziert. - Um das 985-fache hat sich das Finanzeinkommen vermehrt. - 427 MilliardenUS-Dollar beträgt Chinas Auslandsverschuldung. - Auf über 5,1 Billionen Yuan stiegen ChinasStaatseinnahmen. •Zahlen des Außenhandels: 2,5616 Billionen US-Dollar betrug Chinas Außenhandelsvolumen2008. - Zu 60 Prozent hängt China vom Außenhandel ab. - Übert 193 Milliarden US-Dollarbeträgt das Kapital ausländischer Banken in China. - 190.000 Autos exportierte China 2007. - 2Billionen US-Dollar beträgt das Volumen des Außenhandels. •Highlights der Saison.Hörstadt Linz meets ParlamentWien. Aus Anlass des Nationalfeiertagesund dem damit verbundenen Tag der Offenen Tür, andem das Parlament und das angegliederte Palais Epsteinvon 09.00 bis 17.00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglichwar, erklärte sich das Parlament als „beschallungsfreieZone“, angelehnt an ein Projekt, das Akustikund Lärm thematisiert, und im Rahmen von Linz09 vomLinzer Gemeinderat in Form der „Linzer Charta“ verabschiedetwurde. Linz war somit die erste Stadt der Welt,die Akustik zum politischen Thema gemacht hat.Das Ziel ist eine bewusste und menschenwürdigeGestaltung der hörbaren Umwelt in der Hoffnung,dass sich dieser Charta weitere Städte, Gemeindenund Organisationen anschließen werden. Durch diesen„symbolischen“ Schritt auch das Parlament zur „beschallungsfreienZone“ zu erklären, erwartet sich NationalratspräsidentinMag a . Barbara Prammer einenbewussteren Umgang mit Lärm im Alltag und kann sichvorstellen, dass dieser Gedanke auf Basis einer erwartetenBesucheranzahl von etwa 15.000 Interessentenaus allen Bundesländern damit auch in die Öffentlichkeitweitergetragen werden wird.Peter Androsch, musikalischer Leiter von Linz09Kulturhauptstadt Europas, wo das Projekt vor Monatenseinen Ursprung genommen hat, sieht die Hauptursachenfür den akustischen Smog einerseits in derZwangsbeschallung unter Nutzung einer gewerblichenDienstleistung vom Verkaufsraum bis zu den Toilettenanlagenund andererseits bei jenen Lärmquellen, beidenen Ursprung nicht feststellbar ist. Bislang sind derzeitetwa 1.800 Räume bei Banken, Kirchen, öffentlichenEinrichtungen der Stadt Linz beschallungsfrei und eineAusweitung des Projektes ist zu erwarten. Die noch junge„Linzer Charta“ ist durch die Stadt Erlangen ebenfallsratifiziert worden. (Gerald Puchwein) •Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 9


Ja g u a r XL 3,0 Di e s e l S Po r t f o l i oJaguar wieder auf der Überholspur.Die obere Mittelklasse schien bisher fest in den Händen der Mercedes E-Klasse, der 5er BMW und der 4er und 6er Audis. Doch Jaguar ist mit seinemXF 3,0 Diesel S Portfolio genau in eine Lücke dieser geschlossenenPhalanx eingebrochen, mit ungeheurer Fahrdynamik und ein durchaus modernes,für Jaguar-Verhältnisse fast zu modernes und absolut mutiges Design. Mit einemDoppelturbo und viel Detailarbeit konnte so das Triebwerk auf neusten technischenStandard gehoben werden. Damit stieg die Leistung auf 272 PS, der Verbrauch allerdingssank um gute zwölf Prozent auf etwa acht Liter bei zügiger Durchschnittsfahrweise.Der Motor präsentiert sich in seiner Laufkultur seidenweich und wird aufWunsch zur Raubkatze. Zusammen mit der ZF Sechsgangautomatik ist sein Antriebeiner der besten in seiner Klasse und ein Vergnügen für jeden Besitzer. Auchdie Innenausstattung erfreut das Auge und gehobenen Ansprüche. Allerdings istaus der ehemaligen Clubatmosphäre ein modernes Styling geworden, was nichtalle potentiellen Kunden ansprechen dürfte.Auch das Übermaß an Chips, die als technische Heinzelmännchen das Au-10Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


Ja g u a r XL 3,0 Di e s e l S Po r t f o l i otofahrerleben erleichtern sollten, schlagen manchmal in das Gegenteil um.Nicht jeder Autofahrer gehobenen Alters ist prädestiniert einen fahrendenComputer zu steuern. Jedenfalls bedarf es dazu einer mindestens eintägigenEinschulung um echten Fahrspaß aufkommen zu lassen. Apropos Fahrspaß:Schlaglöcher werden grandios gefiltert, eine zielgenaue Lenkung und Kraft imÜberfluss verleihen dem XF vor allem auf den Autobahnen absolute Souveränität.Ein übergroßer Kofferraum mit 540 Liter und kuschelweiche Ledersitzerunden das Wohlfühl-Gefühl in diesem neuen „Leading Star“ der europäischenAutobranche ab, der dazu auch noch mit einem echten Kampfpreis aufwartet.Mit 59.900 Euro ist die Grundversion etwa ein wenig günstiger als diegesamte andere Konkurrenz dieser Klasse. Aber auch der von uns getesteteS-Portfolio ist mit einem 7-Punkte umfassenden Zusatzpaket um 7.658Euro und einem Grundpreis von 68.650 Euro in einem durchaus akzeptablenMittelfeld. Dazu hebt sich diese Marke wohltuend von den massenweise aufÖsterreichs Straße tummelnden deutschen Fahrzeugen ab und adelt seinenBesitzer schon optisch als Schöngeist und Individualisten. Weitere Informationenfinden Sie unter www.jaguar.at. (edka) •Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 11


VIP Co r n e rMehr als zehn Veranstalter, wie die Stiftung ‚ProOriente‘, die Diplomatische Akademie Wien u. v. m., gestaltetendieses hochkarätig besetzte Symposium , andem über 20 aktive Teilnehmer aus den Bereich Publizistik,Politik, Wissenschaft, Religionswissenschaft undRecht in Rahmen der verschiedenen länderspezifischenPodiumsdiskussionen zu Wort kamen, zu denen sichauch Vizekanzler a. D. Dr. Erhard Busek angesagt hatte.„Wer die Knie vor Gott beugt, beugt sie nie wieder vorder Partei“; diese Worte des neu gekürten polnischenPapstes sind Erinnerung an einen beginnenden Prozessder Säkularisierung von außen, da der jahrelange Versuchder kommunistischen Regime, die Bevölkerungvon der Religion zu trennen, gescheitert war.Religion und Wende in Ostmittel-und Südeuropa. Die Rolle derKirchen und der Religion war die Thematik eines Symposiumsnamens „Religion und Wende“, das über dreiTage in der Diplomatischen Aklademie in Wien von 7. bis9. Oktober 2009 abgehalten wurde. In seinen Eröffnungswortenbetonte der ehemalige Aussenminister Polens,Univ.-Prof. Władysław Bartoszewski, der auch Inhalteaus seinen Notizen nach der Wahl von Papst Wojtyla zuzitieren wusste, dass „Religion und Glaube in der Zeitdes Kommunismus in den ehemaligen Ostblockstaatendie Hoffnung Menschen auf eine Zukunft in Freiheit aufrechterhalten haben.“.Das große Interesse an diesem Symposium wurdedurch die hohe Anzahl an Interessenten auch dem Bereichdes Klerus und die Anwesenheit des Botschaftersder Republik Polen, S.E. Dr. Jerzy MARGAŃSKI, Vertreternaus Bulgarien und Bosnien & Herzegowina unterstrichen.Ein Konzert in der Augustinerkirche mit dempolnischen Kirchenchor „Gaudete“, dem slowenischenJugendchor „N 8“ und zahlreichen anderen Musikernbildeten einen würdigen, themenbezogen Rahmen fürdiese Veranstaltung. (Gerald Puchwein) •REWE Group Partnerabend2009 – Spenden für Straßenkinder.Zum wiederholten Mal veranstaltete die REWE-Gruppeeinen Partnerabend. Dieses Jahr wurde dieser in derehemaligen Remise in Wien 2, Engerthstraße abgehalten,an dem etwa 1.000 Mitarbeiter und Personen ausdem Lieferantenumfeld des Konzerns anwesend waren.Das diesjährige Ziel war es, neben der obligatorischenKonzerndarstellung, für Spenden zu werben, die dem12Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


VIP Co r n e rSozialprojekt Concordia 72 von Pater Georg SporschillSJ für die Betreuung von Straßenkindern zugutekommt.Die Projekte von Pater Georg Sporschill, 2004 für seinehumanitären Projekte zum ‚Österreicher des Jahres‘ gewählt,findet man in Rumänien, Bulgarien und der RepublikMoldau. Für die Veranstaltung waren einige Kinderaus Rumänien anwesend als auch eine jener Volontärinnen,in diesem Falle eine 16-jährige Schülerin aus demSacré Coeur Preßbaum, die das Projekt in den schulfreienZeiten durch Mitarbeit unterstützt. Als musikalische Umrahmungspielten Kinder und Jugendliche, da auch die Musikerziehung,oder besser das Spielen eines Instrumentseines jener Wege ist, die die Kinder und Jugendlichen ausdem Drogenumfeld wieder in die Gesellschaft integrierenlässt. Die Spendenfreudigkeit der eingeladenen Unternehmenwar groß und die Aktion ein großer Erfolg für dasSozialprojekt. (Gerald Puchwein) •Club der Handelsräte trifftSalzburgs Wirtschaft. Schon traditionellist der alljährliche Besuch der Mitglieder der Club derHandelsräte immer in einem anderen Bundesland Österreichs.Diesmal hat man sich am 14. und 15. Oktober2009 für Salzburg entschieden. Das umfangreicheProgramm umfasste nach der Begrüßung durch LandeshauptmannstellvertreterDr. Wilfried Haslauer, der denWirtschaftsstandort Salzburg auch abseits von Kulturund Tourismus zu würdigen wusste, zahlreiche Besuchebei innovativen, in Salzburg ansässigen Unternehmen,sowie universitären Einrichtungen.Die Basisdaten des Wirtschaftsstandortes Salzburgund Vorzüge von Firmenansiedlungen in Österreichwurden zu Beginn von Price Waterhouse Coopersden Teilnehmern nähergebracht. Für den Programmablaufzeichnete Frau Mag. Agnes Steger der Standort-Agentur Salzburg GmbH verantwortlich, die die dichtgedrängten Termine ausgezeichnet koordinierte. DieStandortAgentur Salzburg, die auch über ein China LiaisonOffice verfügt, versteht sich als Servicestelle für dieAnsiedlung nationaler und internationaler Unternehmenim Salzburger Raum und ist stolz auf den Aspekt, dassSalzburg den kürzesten bürokratischen Fristenlauf beiBetriebsansiedlungen und Unternehmensgründungenim Vergleich zu anderen Bundesländern verzeichnet.Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 13


VIP Co r n e rDer Teilnehmerkreis des Clubs der Handelsräte war breitgefächert, u. a. waren Vertreter von Ungarn, Indonesien,den Vereinigten Staaten von Amerika und Taipei anwesend.Als Unternehmen präsentierten sich die SKIDATAAG auf ihrem Firmensitz in Grödig, Wimmer Holz (RobertWimmer & Co) in Kuchl und die Geislinger GmbHin Hallwang. Die Informationen zu den unterschiedlichenGeschäftsfeldern wie Zutritts- und Zufahrtskontrollenfür Parkareale und Freizeitveranstaltungsanlagen überdie Holzverarbeitung bis zum Bau von Kupplungen imSchiffsbau traf auf reges Interesse der Clubmitglieder.Die Darstellung Salzburgs als universitäre Kraft erfolgteim neuen Gebäudeder FachhochschuleSalzburg durch FH-Prof. Dr. AlexanderPetutschnigg, derdie Nachhaltigkeitder österreichischenHolzwirtschaft zu lobenwusste. Da dieSalzburger Wirtschaftseit Jahrzehnten vonder Holzwirtschaftbestimmt wird, wardie Ansiedlung derFachhochschule inKuchl, die jährlichetwa 66 Studentenaufnimmt, ein naheliegenderSchritt.Entgegen demursprünglichen Planeines Besuches der Stiegl Brauwelt, kam man in denGenuss einer abendlichen Führung auf dem zukünftigneu gestalteten Museumsweg um den Domplatz undder neugestalteten Krypta des ursprünglichen Domes,die durch das sensationelle geschichtliche Wissen überdie Residenzstadt Salzburg von LandeshauptmannstellvertreterDr. Wilfried Haslauer untermalt wurde, der imAnschluss die Teilnehmer zu einem kleinen Empfang inden Räumlichkeiten der ‚Kunst- und Wunderkammer‘des Dommuseums zu Salzburg einlud.Ein Empfang im Marmorsaal des Schloss Mirabell,der üblicherweise eher den Rahmen für Hochzeitendarstellt, beim amtierenden Bürgermeister Dr. HeinzSchaden, der lediglich ein paar Minuten für die Delegationerübrigen konnte, war obligat und gefolgt von einemSpaziergang durch die Altstadt der Stadt Salzburg miteinem Mittagessen in der ‚Blauen Gans‘, bei dem derPräsident des Clubs der Handelsräte Ron Willis dieausgezeichnete Arbeit und Betreuung von Mag. AgnesSteger entsprechend zu würdigen wusste.Den Abschluss des zweitägigen Programms bildeteeine interessante Führung durch das Festspielhausund aller zur Verfügung stehenden Bühnen, und einemGespräch mit Komm.-Rat Heinrich Spängler in seinerFunktion als Präsident der ‚Freunde der Salzburger Festspiele‘,der die Bedeutung Salzburgs als Kulturmetropolemehr als deutlich unterstrich. (Gerald Puchwein) •Wien ist „Weltmetropole derPlasmaverarbeitung“. Im Rahmen einergroßen Festveranstaltung bei der zahlreiche prominenteEhrengäste die jahrzehntelange Österreichpräsenz desKonzerns würdigten und den Ausbau des StandortesWien als gutes Zeichen für die Zukunft werteten, wurdeder Produktionsneubau in Wien 22, der eine logistischeMeisterleistung darstellt, am 16. Oktober 2009eröffnet. Unter den Ehrengästen und Festrednern warennicht nur die Spitzenmanager des Konzerns ausden USA und Österreich, sondern auch zahlreicheösterreichische Politiker und der Botschafter der VereinigtenStaaten von Amerika, S.E. William Eacho.Mag. Markus Reinhard, Vorstand der Baxter AG undGeschäftsführer der Baxter Innovations GmbH, er-14Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


VIP Co r n e rwähnte, dass Baxter mit der Eröffnung des Neubauesin Wien Donaustadt eine der international größten, modernstenund effizientesten Anlagen zur Trennung vonPlasmabestandteilen („Plasmafraktionierung“) in Betriebgenommen hat“. Damit wird Wien endgültig zur „Weltmetropoleder Plasmaverarbeitung“.Das Besondere an dieser Anlage ist ihre Fähigkeit,aus dem wertvollen Rohstoff humanes Plasmain einer durchgängigen Prozesskette alle verwertbarenFraktionen zu gewinnen, um daraus 18 unterschiedlicheArzneimittel produzieren zu können. HerkömmlicheFraktionierungsanlagen schaffen deutlich weniger Bestandteile.Die Leiterin der Produktionsbetriebe von BaxterBioScience Österreich, Ing. Christine Schmatz führteerklärend aus: „Mit der neuen Anlage können wir allesausschöpfen, was der wertvolle Rohstoff humanes Plasmain sich birgt: bis hin zum letzten Protein, geht nichtsverloren. Das hat auch praktische Konsequenzen: Jemehr Plasmabestandteile isoliert werden können, destobreiter ist die Palette der daraus herstellbaren Medikamente.Somit sind wir nicht nur innerhalb des internationaltätigen Baxter-Konzerns ganz vorne, sondern auchim Vergleich mit unseren Mitbewerbern in der Gesundheits-Brancheführend.“Österreichisches Know-how entscheidend fürSicherung des Standortes. „Dass der weltweit tätigeKonzern Baxter diese Produktionsstätte in Wien errichtethat, ist das Ergebnis unseres globalen, in vielen Jahrenkonsequent entwickelten Vorsprungs an Know-how undZuverlässigkeit hier an unserem Standort Österreich“, soDipl. Ing. Hofbauer. Es war also letztlich das Vertrauendes Konzerns in die außergewöhnliche Erfahrung unddie hohe Einsatzbereitschaft österreichischer Spezialist/-innen dafür verantwortlich, dass Baxter den Standort inWien weiterentwickelt und dadurch 100 zusätzliche Arbeitsplätzein der Fraktionierung geschaffen hat.Österreich ist weltweit größter zusammenhängenderBaxter-Standort; 500 Millionen USD in dieStandortentwicklung investiert. Insgesamt beschäftigtBaxter in Österreich mehr als 3.600 Mitarbeiter/-innen(weltweit: 48.000). Das macht das Unternehmen zueinem der größten Arbeitgeber des Landes. Mehr als einDrittel der Mitarbeiter/-innen des Baxter-Bereichs BioSciencesind heute in Österreich beschäftigt. Von hier auswird auch die globale BioScience-Forschung geleitet,der Großteil der F&E Mitarbeiter/innen sind in Wien undin Orth/Donau tätig. Mag. Reinhard: „Seit Baxter 1996 dieImmuno AG übernahm, schuf das Unternehmen 1.650 neueArbeitsplätze und investierte in den letzten Jahren mehr als500 Millionen USD in die Standortentwicklung.“ •Das bezauberndste Lächeln Österreichs. Am 18. September 2009 war es in Wiensoweit: Das fulminante ORBIT Smile Award Finale fand dieses Jahr im Rahmen von Pink! Österreichs Starmagazinauf Puls4 statt. Schließlich stand fest: Das bezauberndste Lächeln Österreichs hat Alexandra Prodinger ausSalzburg! Die prominent besetzteJury – Christine Reiler,Daniela Schuster undThomas Schäfer-Elmayer– wählte in der spannendenFinalshow gemeinsam mitallen Internet-Votern dasbezauberndste Lächeln Österreichs.Weitere Informationenfinden Sie unter www.wrigley.at. •ORBIT Smile Award: DieGewinnerin Alexandra Prodingermit Franziska Hauschund Hans Pichler von Wrigley,Christine Reiler, DanielaSchuster, Thomas Schäfer-Elmayer (Foto: Wrigley)Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 15


VIP Co r n e rDie neuen Wege des WienTourismus. Mit der Tourismuskonferenz 2009am 22. Oktober 2009 im Semperdepot schloss der WienTourismus an das im Vorjahr erprobt neue Format anund bot wieder ein vielfältiges Informationsangebot, vomVortrag über Workshops bis hin zur Ausstellung. ParalleleAngebote ermöglichten es das Programm nach sehrpersönlichen Interessen zu gestalten. Inhaltlich trug manheuer dem Unstand Rechnung, dass aktuelle Entwicklungenund Perspektiven des Städtetourismus realistischerweisenur vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrisezu betrachten waren. Das bedeutete aber auch, dassgerade jetzt innovative und kreative Strategien gefragt sind.Einige davon wurden präsentiert und zur Diskussion gestellt.Die neuen Wege die der Wien Tourismus selbst einschlug,allen voran die neue Marke und Werbelinie sowiedas ambitionierte „Tourismuskonzept Wien 2015“ bildetendabei den Kern des Programms. Viel Erfolg dafür. •Sardinien präsentiert in Österreich.In der Zeit von 23. bis 25. September2009 präsentierte sich Sardinien unter dem Ehrenschutzdes italienischen Botschafters in Österreich, S.E. Dr.Massimo Spinetti und dem Italienischen Institut fürAußenhandel unter seinem Direktor Dr. Antonio Ventrescamit einem umfangreichen Programm in Wien.Bei der Ausstellung „Sardische Handwerkskunst in derOrangerie Schönbrunn wollte man die beiden StädteCagliari und Wien miteinander verbinden um ein Netzwerkzu knüpfen, das zur Eröffnung neuer Märkte undtouristischen Aktionen führen soll. Die durchgeführtenEvents spannten einen großen Bogen von Kultur bis Kulinarikund sprachen somit alle Sinne der Besucher an.An einem Abend bei der Fashion Show ließen die Kollektionender „Sorelle Piredda“, von der antiken Kultur derInsel inspiriert, mit den kunstvollen Modellen die Augender Gäste leuchten. Besonders beliebt war die Verkostungkulinarischer Köstlichkeiten und Weine der Insel,die jedermanns Gaumen erfreuten während einige Säleweiter Musikdarbietung der „Tenores di Bitti“ die Zuhörerin das pastorale Inselleben, sowie in die Welt derLiebe und Satire entführten. Am Abschlussabend fandschließlich noch ein Sardisches Abendessen im kleinenKreis im Ristorante „Francesco“ statt, dass die vollständigeVerbrüderung zwischen italienischen, sprichsardischen und österreichischen Tourismusverantwortlichenbrachte; nicht zuletzt durch die großartige Küchedieses Vorzeigeitalieners. (edka) •16Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


VIP Co r n e rFilmtage aus Venezuela. AusAnlass der dritten Venezolanischen Filmtage in Wien ludder Botschafter der Bolivarischen Republik Venezuela,S.E. Ali de Jesus Uzcategui Duque am 23. September2009 zur Eröffnung mit einem Film der venezolanischenRegisseurin Mariana Rondón „Postales de Leningrado“.Die Vorführung fand im mittleren Kinosaal der WienerUrania statt. Der Film selbst beleuchtete eine interessantenHintergrund der Revolution in Venezuela, wurdeaber von Ausländern nur schwer verstanden, da dieenglische Übersetzung mit Untertitel sehr unvollkommenund auch die Dauer der Einspielung der Untertitel zu kurzwar. Nach der Vorführung bat der Botschafter zu einemEmpfang in das Dachgeschoss der Urania. (edka) •von 1989 waren und wie die ReligionsgemeinschaftenOstmitteleuropas und auch Südosteuropas mit den damitverbundenen Herausforderungen seither umgegangensind. Die Veranstalter haben – ausgehend von densehr beachtlichen Beitrag der Religionsgemeinschaftenzur historischen Wende 1989 – die Entwicklung der Religionsgemeinschaftenin den 20 Jahren seither, erfüllteHoffnungen aber auch Enttäuschungen, untersucht unddabei beachtliche Perspektiven für die Zukunft gefunden.Eine wichtige Veranstaltung, - so soll das christlicheAbendland auch in Hinkunft dem Islam seine Grenzenaufzeigen können. (edka) •„Menschen und Mächte“im ORF. Zu einer Preopening Präsentation der„Menschen & Mächte“-Dokumentation: „Der Rest istÖsterreich – Der Vertrag von St. Germain und dieFolgen“ von Walter Seledec lud die Generaldirektionam 8. Oktober 2009 in das Atrium des ORF-Zentrums.Es wurden 90 Jahre danach in Spielszenen, gemischtmit Originalaufnahmen die Ereignisse dieser schicksalhaftenTage für Österreich nachgestellt. Großartig in denHauptrollen der Spielszenen Gerhard Dorfer als KarlRenner, Gerald Pichowetz als Georges Clemenceau,Peter Moucka als Leopold Kuntschak, Martin Muliar alsOtto Bauer und Wolfgang Pampel als Karl Seitz. Dankdem ORF entstand damit ein großartiges Dokument,der die Auflösung Österreich-Ungarns regelte und diepolitischen Bedingungen für die neue Republik festhielt.Er zeigt aber auch auf, dass die unmenschlichen Bedingungenvon St. Germain dem Keim für die Gestaltungder Zwischenkriegszeit und letzten Endes auch für dieEntstehung des Dritten Reiches legte. (edka) •Religion und Wende in Ostmittel-und Südosteuropa. Zu einem internationalen,wissenschaftlichen Symposium anlässlichdes 20. Jahrestages des Falls des Eisernen Vorhangeslud am 7. Oktober 2009 die Diplomatische Akademie inihren Festsaal ein. Nach einer Begrüßung durch denDirektor Dr. Hans Winkler untersuchten Univ. Prof.Dr. Niko Tos und Univ. Prof. em. Dr. Paul Zulehnersowie Minister a.D. Univ. Prof. Wladyslaw Bartoszewskiin wieweit religiös motivierte Menschen hinter demEisernen Vorhang Wegbereiter der politischen WendeDiplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 17


VIP Co r n e rKroatien.Mehr als eine Reise wert.Im Rahmen der „Kroatischen Tage in Wien“ lud der Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus RankoVlatkovic und die Botschaft der Republik Kroatien zur Veranstaltung „Wirtschaft und Tourismus Kroatiens“ in denFestsaal des Kundenzentrums der Bank Austria. In seiner Eröffnungsrede bezeichnete der Botschafter, S.E. Prof.Dr. Zoran Jasic Kroatien als eine der erfolgreichsten Transitwirtschaften im zentral- und südosteuropäischen Raum.Wie in anderen Ländern auch, wird dieser Erfolg auch von negativen Ziffern begleitet, z.B. hohe Arbeitslosigkeit undStaatsverschuldung. Das wichtigste Thema des Landes allerdings lautet: der Beitritt zur EU. Seit Oktober 2005 laufendie Beitrittsverhandlungen und nun endlich scheint Kroatien auf dem richtigen Weg zum Beitritt zu sein. GroßeHilfe fand seine Regierung dabeiimmer wieder bei Österreich, dassauch der größte Auslandsinvestor inseinem Land ist, wie der Botschafterstolz betonte.In der nachfolgenden Präsentationder schönsten Urlaubsplätzein Kroatien hob Direktor Vlatkovicdie besondere Schönheit und Vielfaltder Landschaft hervor, es zähltmittlerweile zu den beliebtesten Urlaubszielender Österreicher undauch vielen weiteren Urlaubern ausganz Europa. Zahlreiche Inseln undBuchten entlang der Mittelmeerküsteladen Wassersportler und Sonnenanbetergleichermaßen ein, im Landesinnerenkönnen Besucher in denverschiedensten Natur- und Nationalparksbeim Wandern, Radfahren oderKlettern auf Entdeckungsreise gehen.Auch ist er überzeugt, dass der Bauder neuen Autobahn einen weiterenTourismusaufschwung nach sich ziehenwird.Nach so vielen schönen Wortenfolgte mit einem, an Schönheitkaum zu übertreffender Film überdieses herrliche Fleckchen Erde dierealistische Bestätigung. Als Steigerungsstufekonnte nur mehr mit einemreichhaltigen, köstlichen, kroatischenBuffet gepunktet werden, dass die letztenZweifler zu Fans dieses herrlichen,den Österreichern so eng verbundenenLandes werden ließ. (edka) •18Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009


VIP Co r n e rBei der „Münze“ ist wirklichalles Gold was glänzt. Aus Anlass des20jährigen Jubiläums der Goldmünze „Wiener Philharmoniker“und der „Münze Österreich AG“ ludder Generaldirektor Kommerzialrat Dipl. Ing. KurtMeyer und Vorstandsdirektor Mag Gerhard Starsichzu einem Galaabend in die Orangerie Schönbrunn, derseinem Namen wirklich gerecht wurde. Nach einem Eröffnungscocktailbat man zum gesetzten Abendessen,wo als Einleitung und nach den Begrüßungsworten desGeneraldirektors die Wiener Philharmoniker zwei Sätzeaus dem Oktett von Franz Schubert intonierten. Unterder bravourösen Moderation von Barbara Rett erklommschließlich der Festredner des Abends, Bundeskanzlera.D. Dr. Franz Vranitzky das Rednerpult und gab einigeSchnurren aus der Amtszeit sowie der Entstehungsgeschichteder Münze zum Besten. Schließlich erklang dieeigens für diesen Abend komponierte „Goldmünzenpolka“von Erich Schagerl als Übergang zum eigentlichenHöhepunkt des Abends, der feierlichen Enthüllung desneuen 20 Unzen (ca. 622 Gramm) Philharmoniker inGold. Es ist eine limitierte Edition von 6.027 Stück undseit 16. Oktober 2009 im Handel. Bisher gab es denPhilharmoniker in vier Größen, von 1/10, ¼, ½ und einerganzen Unze. Mit dem neuen Prachtexemplar soll Anlegernnoch mehr Flexibilität und ein für jeden Anlass passendesGeschenk geboten werden. Damit ist die „MünzeÖsterreich“ zu einem echten Botschafter österreichischerIdentität geworden und wir wünschen ihr für die Zukunfteine ähnlich rasante Entwicklung wie bisher. (edka) •Wenn das Bundesheer feiert.Zu einem Presseheurigen anlässlich des bevorstehendenNationalfeiertages lud am 19. Oktober 2009 dasMilitärkommando Wien unter seinem neuen Militärkommandantenfür Wien, Brigadier Karl Schmidseder.Pressesprecher Friedrich Tuma hatte jedenfalls keineMühen gescheut, den zahlreichen Pressevertreternund sonstigen Gästen einen gemütlichen Abend mitselbstgemachten Speisen und süffigem Bier und Weinzu bereiten. Bei angeregter Kommunikation fanden somanche unterschiedlichen Berufsgruppen zueinander,was ja der Sinn solcher Veranstaltungen in erster Linieist. Besten Dank für den netten informativen Abend sagtdie Redaktion. (edka) •Theater- und Opernfokus.Manche mögen’s heiß – jetzt auch in den Kammerspielen. Mit diesemLacherfolg ist Werner Sobotka ein großer Wurf gelungen, den man nicht erwartet hatte. Sich mit Billy WildersKomödie zu messen galt als nahezu unmöglich. Und doch ist es mit viel Charme und überzeugenden Schauspielernmöglich dem Publikum einen witzigen schwungvollen Abend zu bescheren. Inszenierung und Bühnenbild, übrigenssehenswert von Werner Sobotka und Amra Bergman gestaltet, spielen im Amerika der 50er Jahre wobei eineUnmenge kleiner Ideen die Handlung auflockern. Natürlich hängt jeder Erfolg zu einem Gutteil von den Interpretenab und da ist Mirjam Weichselbraun als Sugar Kane ganz große Klasse. Ihr nimmt man die Rolle voll und ganzab. Große Lacherfolge feiern Joe und Jerry, die beiden arbeitslosen Musiker, wobei Boris Pfeifer als Jerry mitgekonnten Tanzeinlagen und Martin Niedermair als Joe der Saxophonist, beide aber dann als Transvestiten dasPublikum zu Lachsalven reizen. Auch die musikalische Leitung unter Christian Frank wirkte gekonnt und belebend.Alles in allem eine gutgelungene Komödie die in unserer derzeitigen Wirtschaftsflaute zwei unbeschwerte Stundenbeschert. Man sollte sich verführen lassen! (edka) •Lola – Der blaue Engel, Tingeltangel mit Niveau. In Wahrheit ist die Geschichtevon Heinrich Mann „Professor Unrat“ 1930 mit Marlene Dietrich und Emil Jannings genial verfilmt eine echttraurige Geschichte. Nach einer Dramatisierung durch Peter Turrini und Herbert Föttinger bleibt sie zwar weitertraurig aber es wird eine Liebesgeschichte daraus. Erwin Steinhauer als Immanuel Rath ist tragisch wie komischaber auch in seiner Verliebtheit authentisch. Katharina Strasser hat hier als Lola Lola schon erheblich mehr Probleme.Sie ist vor allem eines nicht – verrucht. Sie sollte sich etwas von Frau Guste (Sona MacDonald) der Artistinabsehen, die ist es nämlich. Auch hat Strasser Probleme die vielen Hits auf der sich drehenden Tingeltangelbüh-Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009 19


Th e at e r- Un d Op e r n f o k u sne (von Rolf Langenfass, gekonnt wie immer) vorzutragen. Denn singen kann man das denn doch nicht nennen.Ausgezeichnet die drei Schüler Lohmann (Rasmus Borkowski), von Ertzum (Ferdinand Stahl) und Angst (RafaelSchuchter). So ist also dieser Blaue Engel eher eine Persiflage auf Mann’s traurige Rotmilieugeschichte. Er bietetkurzfristiges Vergnügen ohne Tiefgang wie Liebesabenteuer eben sind. Für Bregenz hat es gereicht, aber in Wien?(edka) •Rigoletto im DDR-Milieu – ein Alptraum! Wenn noch so viele Kulturkritiker vonTageszeitungen Schönfärberei betreiben, der neue „Rigoletto“ an der Volksoper ist ein Trauerspiel. Schade um diehervorragende Gesangsleitsung von Jennifer O’Loughlin als Gilda und die eher brave Leistung des DebütantenJacek Strauch als Rigoletto, der aber hohe Töne scheut. Alle anderen von Oliver Kook als Duca, der manchmalaussieht wie Kim Jong Il in seinen besten Jahren, angefangen bis zum letzten Bediensteten sind bestenfalls mittlererDurchschnitt. Weder im Spiel noch Gesang können sie überzeugen, obwohl sich Dirigent Manlio Benzi redlich bemühtmit einem halbwegs ordentlich musizierenden Orchester den Sängern in jeder Beziehung entgegenzukommen.Nun aber zu Regie, Bühnenbild und Kostümen. Wer als junger Opernbesucher diese Oper noch nicht kennt, kann sieausschließlich an ihrer herrlichen Musik von Verdi erkennen; eine solche Entfremdung des Sujets ist eine Frechheitund eine Frotzelei der Opernbesucher. Sowohl Regisseur Stephen Langridges Inszenierung als auch RichardHudsons Bühnenblödheiten haben eindeutig das Thema verfehlt und sie sollten ihre kranken Einfälle besser demFilm zu Verfügung stellen. Es ist kein Wunder, dass immer mehr Besucher bei solchen Entgleisungen ihr Heil imBesuch von Opernhäusern östlich von Wien suchen. Dass sich diesmal sogar die Volksoper diesem Trend an Regieverblödungnicht verschließt ist mehr als bedauernswert und sagt nichts Gutes für die Zukunft voraus, offensichtlichist man durch die guten Besucherzahlen unter der Direktion Robert Meyer bereits wieder übermütig. Aber es kannauch wieder anders kommen wie der Berichterstatter von vielen Besuchern der Premiere am 17. Oktober 2009 inErfahrung bringen konnte. Diese Opernaufführung jedoch ist jedenfalls mit gutem Gewissen abzulehnen. (edka) •Musen an die Front!Schriftsteller und Künstler im Dienst der k.u.k. Kriegspropaganda 1914-1918.Die Ausstellung Musen an die Front, ausgeführt durch das Heeresgeschichtliche Museum in Wien und demAdalbert Stifter Verein in München, gibt einen Einblick in die Arbeit des Kriegspressequartiers der K.u.k Armeewährend des ersten Weltkrieges. Die Arbeit diente vor allem propagandistischen Zwecken und war die Aufgabezahlreicher Künstler und Schriftsteller darunter bekannte Namen wie Stefan Zweig, Franz Karl Ginzkey (eherdurch Hatschi Bratschis Luftballon geläufig), Rainer Maria Rilke und Roda Roda als Kriegskorrespondent der NeuenFreien Presse. Die Ergänzung der Ausstellung durch Exponate des Heeresgeschichtlichen Museums lag nahe.Die Wanderausstellung, die bis zum 20. November 2009 zu sehen ist, setzt sich natürlich mit Propagandaund Zensur auseinander und zeigt den Beginn und die Mittel erstmaliger, umfassender Kriegsberichterstattung. Auchwenn die Mittel heutzutage anders sind, unterscheiden sich die Praktiken und Inhalte aus dem Jahr 1914 kaum vondenen von CNN, - auch wenn jetzt der Begriff „embedded“ in Verwendung steht - die Journalisten aktuell aufnehmenund danach frisieren oder frisieren lassen.Telegraf und Filmberichterstattung für das Kino brachten den Krieg in die Heimat, wohl aber nur das, wasdie Zensur passieren durfte. Eine gute Zusammenstellung bieten auch die beiden Begleitbände des Adalbert StifterVereins, die Beiträge und Dokumentation über die ausgestellten Exponate hinaus bieten und im Shop des Museumswww.diplomatic-press.net20Diplomatischer Pressedienst - Oktober 2009

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