3/2010 Sep.10

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3/2010 Sep.10

DIALOGGemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Winningen/MoselAusgabe September - Oktober - November 2010HerbstGedanken


AndachtHerbstIch werde etwas finden,das mich trägtLiebe Leserin, lieber Leser,unser DIALOG beschäftigt sich mit demThema Herbst – in verschiedenen Facetten.Der Herbst als Jahreszeit mit seinem warmenLicht. Der Herbst als Erntezeit -Traubenlese. Wir säen und pflegen, eswächst oder verdorrt. Längst nicht alles liegtin unseren Händen. Wir spüren, wir sindkeine unabhängigen Wesen, sondern sindtief in der Beziehung zu den Kräften Gottesverwurzelt.Im übertragenen Sinne sprechen wir auchvon der Herbstzeit des Lebens. ImRedaktionskreis wurde uns bewusst, dieseZeit verschiebt sich in den heutigenGenerationen. Die Generation 60 + erlebtdie herbstliche Lebensphase anders als ihreEltern.Herbstzeit wird hier oft bewusst als Erntezeiterlebt. Dazu gehört die Freude an der Ernte– Zeit für Hobbies, Familie und Urlaub – eswerden die Früchte der langen Erwerbszeitgenossen.Viele freuen sich an der Erntearbeit, d.h.Herbstzeit ist auch energievoll. Die Früchte(Fähigkeiten, Kompetenzen) werden weitergereichtin Ehrenämtern, in gesellschaftlichemEngagement, im Engagement für dieGroßfamilie.Der Segen, den man selbst empfangen hat,geht weiter. Im guten Sinn ist es die Zeit derFülle und des Genusses.Sie werden aber auch in diesem DIALOGlesen, dass der Herbst melancholisch macht– der Abschied kündigt sich an. Was ist,wenn wir einmal so alt sind, dass die Kräftenachlassen, dass wir nicht mehr ernten können,sondern Hilfe brauchen? Wie wollen wirunser Alter gestalten, wenn wir nicht mehraktiv sein können, wo finden wirUnterstützung? Immer mehr „Herbstmenschen“beschäftigen sich mit solchen„Wintergedanken“.Was gibt Halt und Sinn beim Blick in dieZukunft? Wenn wir merken, Kräfte lassennach und Grenzen werden aufgezeigt?Wenn aus Wanderungen Spaziergänge werden,weil die Knochen kaputt sind? Wennman mit den Entwicklungen dieserGesellschaft nicht mehr mithalten kann undder neue Telefonanschluss nur Rätsel aufgibt?Wenn die Kinder und Enkelkinder eigeneWege gehen, oder wenn die Beziehungennicht so tragfähig sind, wie man sich dieswünschte? Oder wenn der langjährigeEhepartner gestorben ist?Wie finde ich Sinn, Achtung undZufriedenheit, wenn ich weiß, nach demHerbst kommt der Winter? Wenn der Weg indie Zukunft „Abnehmen“, „Abgeben“ „Loslassen“heißt?Im Winter darf alles ruhen. Es ist derRückzug auf das Wesentliche. Das Licht istklar und die Konturen deutlich. Die Bäumestehen in ihrer Grundstruktur, nichts lenktab.Der „Winterglaube“ ist auch klar und bringtdas Wesentliche zu Tage. Jesus Christusspricht: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubtan Gott und glaubt an mich“. Jetzt wird eswesentlich. Glaube ich daran, dass Gottmich trägt? Auch wenn ich mich selbst nichtmehr tragen kann? Glaube ich, dass ich meinenTod nicht alleine sterben muss – sondernER mir entgegenkommt? Auch imGlauben gilt das Prinzip säen, wachsen,pflegen, Segen empfangen und ernten.Dann darf der Glaubenswinter kommen, dasklare Licht und die nackten Strukturen. Dannhabe ich etwas, auf das ich zurückgreifenkann – Eingemachtes im Keller. Mag es imGlaubenskeller auch ein bisschen chaotischaussehen, aber ich werde etwas finden, dasmich trägt.In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einegesegnete und genussvolle Herbstzeit.Ihre Pfarrerin Iris Ney2


HerbstgedankenHerbstGedankenZum Thema „Herbstgedanken“ fällt einem in einerWeinbauregion natürlich die Erntezeit ein, spezielldie Traubenlese und damit auch verbunden die Zeitdes Innehaltens und Dankens für das Gedeihenlassen der Früchte. Den nachfolgenden Beitrag verfassteReiner Fries für einenErntedankgottesdienst:Als Winzer danke ich Gott für einen gutenJahrgang in vollen Fässern und dafür, dass wir vondem zerstörerischen Ausmaß größererHagelschäden, wie andernorts an der Mosel, verschontgeblieben sind und dass die Einbußendurch Pilzkrankheiten mengenmäßig von anderenRebstöcken oder Weinbergen gänzlichausgeglichen wurden.Ich danke Gott für ein positives weinbaubezogenesUmfeld in Winningen und für Winzerkollegen, diemiteinander an dem Weinbauimage Winningensarbeiten, anstatt sich, wie vielerorts, alsKonkurrenten zu betrachten.Ich danke Gott für Mitbürger, die ja zum allergeringstenTeil heute noch von Weinbau leben, aber aucham Sonntagmorgen den Traktor tolerieren und sichauch nachts gerne noch einmal umdrehen, wenndie Kelter um 2.00 Uhr mit viel Getöse denDruck ablässt.Von größter Bedeutung für uns Winzer ist aberheute nicht alleine die Produktion, sondern dieVermarktung unserer Erzeugnisse und so dankeich Gott für die vielen Weinfreunde des WinningerWeines und bete für einen Weinbau, der auchzukünftigen Generationen eine Existenz imSteillagenweinbau ermöglicht.3


HerbstgedankenHerbst des LebensDie Herbstzeit ist in der Natur die Phase des Wandels, der Veränderung, des schlummernden Neubeginns. DerMensch im „Herbst des Lebens“ beendet seine Berufstätigkeit, der tägliche Kontakt mit Kolleginnen und Kollegenfällt weg, er muss sein Leben in vielen Bereichen neu- bzw. umgestalten. Welche Möglichkeiten habe ich vor Ort,diesen Lebensabschnitt positiv zu bereichern, neue Kontakte und Inhalte zu finden?Hierzu führte ich ein Gespräch mit Jörg Paetzold, Niederfell, einem der Mitbegründer des Vereins plus/minus 60aktiv e.V. Gerne gab er mir folgende Auskunft: Im Jahr 2004 regte der Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld an,eine Initiative zu entwickeln, welche der steigenden Interessen- und Bedürfnislage der älteren GenerationRechnung trägt und gleichzeitig deren großes geistiges Potenzial nutzt. Im Wesentlichen waren die jetzt im aktuellenVorstand tätigen Mitglieder bereits damals die Initiatoren und Wegbereiter der Initiative plus/minus 60 aktiv. EinOrga-Team erarbeitete ein erstes Programm und koordinierte fortan alle Maßnahmen.„Etwas miteinander, füreinander tun“ wurde zum Leitsatz. Es entstand ein komplexes Gefüge mit unterschiedlichenAngeboten an interessierte ältere Bürger: Wandern, Literaturcafé, Kabarett, Kegeln, Städtereisen, Radtouren,Computerkurse, Gedächtnistraining, kreatives Kochen, Theater- und Museumsbesuche, Hobbyausstellungen etc.Die Aufgaben- und Angebotspalette wurde immer vielfältiger, so dass 2006 der Verein plus/minus 60 aktiv e.V.gegründet wurde. Mit mehr als 150 Mitgliedern ist er inzwischen fester Bestandteil eines breiten gesellschaftlichenLebens in der Verbandsgemeinde und darüber hinaus.Das Kabarett „Junges Gemüse“ engagiert sich unter anderem in Senioreneinrichtungen und anderen gesellschaftlichenInstitutionen und erfreut dort mit seinen Darbietungen. Premiere des neuen Programms ist am Samstag, den4.9. um 18.00 Uhr im Winzerhof Künster in Niederfell. Eine zweite Aufführung findet am Freitag, den 10.9. um 18.00Uhr im Würzlayhof in Lehmen statt. Im Winninger „Haus im Rebenhang“ ist ein Ausschnitt des Programms geplantfür Donnerstag, den 2. September.Der monatliche Stammtisch, Besuche von Produktionsstätten, Bowlen, Töpfern mit Kindern, sind als neueAktivitäten hinzugekommen. Zum Jahresende soll zum Beispiel das Tanzbein geschwungen werden. Zum Schlussgab Herr Paetzold den guten Tipp: am besten Mitglied werden.Ja, wie bunt und erlebnisreich man seine „Herbst-Zeit“ gestaltet, das entscheidet jeder für sich selbst. AnMöglichkeiten mangelt es nicht. Und vielleicht gilt es noch eigene verborgene Talente zu entdecken oder neu zubeleben, mit denen man sich und seinen Mitmenschen eine Freude machen kann.Kontakt: www.plusminus-sechzig.de • Gerhard Schröder 02607/8573 oder Volkmar Pies 02606/ 22584


HerbstgedankenMeinApfelbaumDer Apfelbaum aus Kinderzeitsteht noch in meinem Garten.Bis damals seine Früchte reif –ich konnt es kaum erwarten.Süß und saftig, gelb und rot,ich aß mit großer Wonne,es duftete mein voller Korb,ich strahlte mit der Sonne.Als ob´s noch immer seinePflicht,schenkt er seit vielen Jahrenreichlich seinen Obstgenuss,als wollte er die Freude mirbewahren.Und wenn die Ernte dann zugroß,hör ich ihn leise reden:Was dir zu viel,gib anderen ab,von meinem Apfelsegen.Renate PelzerHerbstgefühle…„Die ersten Dahlien jetzt im Juni, das ist wirklich deprimierend!“Mein Mann versteht nicht, warum mir die ersten Dahlienblüten nicht gefallen.„Dahlien sind Herbstblumen, dann geht das Jahr schon wieder zu Ende!“, sageich. „Ich mag noch nicht an die dunkle, kalte Jahreszeit denken!“Mein Mann hält dagegen:„Für mich ist der Herbst die Vollendung und derHöhepunkt des Jahres!“Ich weiß, er liebt den Herbst besonders. Er mag die klare Luft, sonnige Tage,kühle Nächte, den stahlblauen Himmel, wenn der Nebel sich verzogen hat, denErntesegen, den Geruch der feuchten Scholle, die Stoppelfelder, das bunteHerbstlaub, noch mal im Gras liegen und den Bussard über sich kreisensehen…Ja, früher haben wir die schönen Herbsttage unbeschwert zusammen genossen.Die unangenehmen Seiten von Herbst und Winter haben mich damalswenig gekümmert. Mir gefiel jede Jahreszeit.Doch heute liebe ich den Frühling am meisten.„Du weißt doch“, sage ich zu meinem Mann, „wie glücklich ich bin, wenn derWinter vorbei ist, die Sonnenstrahlen wieder wärmen und die Natur zu neuemLeben erwacht. Da gibt es immer etwas Neues zu entdecken. Der erste kleineBlumenstrauß, auf der Wiese oder am Wegrand gepflückt, macht mich froh underwartungsvoll! Dann möchte ich 1000 Dinge tun!“„Ich mag ja auch den Frühling!“, sagt er,„aber ich bin mit der Landwirtschaft aufgewachsen.Der Herbst bringt den Lohn fürviele Stunden Arbeit, und auch in Feld undFlur beschenkt uns die Natur überreichlich.Das erfüllt mich mit tiefer Freude undDankbarkeit. Deshalb ist der Herbst fürmich einfach unübertroffen!“Ulrike HaberkammEinfachnur….FrühlingEinfach nurErahnen, entdecken,staunenSommerEinfach nurSchauen, hören,riechen, genießenHerbstEinfach nurPflücken, sammeln,kosten bewahrenWinterEinfach nurStille genießen,nachspürenEinfach nurDANKE sagen!Renate Pelzer5


Das neue GemeindezentrumUnser neues GemeindezentrumWeshalb wollen einige sich garnicht mit uns freuen?Nach dem recht langwierigen, weil aufwändigenAbbruch des alten Kindergartens haben nun dieAufbauarbeiten zum Bau des neuen Gemeindezentrumsbegonnen. Einiges davon spielt sich versteckt hinterden Mauern des 2. Pfarrhauses ab, andere Arbeitenkann man vom Kirchplatz aus sehen. Wie alle großenBaumaßnahmen bringt auch dieses Vorhaben Belästigungendurch Lärm und Schmutz mit sich. Wir sindgemeinsam mit den beteiligten Firmen bemüht, dieseauf ein Minimum zu beschränken und bitten um Verständnisfür die eintretenden Beeinträchtigungen.In verschiedenen Gesprächen wurde uns klar, dass esim Zusammenhang mit dem Neubau noch immer einInformationsdefizit gibt und dass sich falsche Aussagenzu dem Projekt hartnäckig halten. Alle Mitglieder desPresbyteriums stehen Ihnen für Fragen zu diesem fürunsere Gemeinde so wichtigen Projekt gerne persönlichzur Verfügung. Nachfolgend wollen wir auch auf diesemWege auf einige provokant zugespitzte Fragen antworten.Beschattung des Spielhofes ab- nicht beeinträchtigt. Fürdieses Bauvorhaben hatten unsere Architekten bereitsverschiedene Planvarianten erarbeitet, die mit denBaugenehmigungsbehörden und der Landesdenkmalpflegeabgestimmt waren, so dass wir den Bauantraghätten stellen können. Aber: Durch die Verpflichtung derKindergartenträger zur Aufnahme Zweijähriger ab dem1. August 2010 und die Ankündigung, in absehbarer Zeitnoch jüngere Kinder in die Kindertagesstätte aufnehmenzu müssen, war der Ortsgemeinde klar geworden, dassdie aktuell vorhandenen Räumlichkeiten nicht ausreichenwürden. Das erforderliche Raumprogramm wardort schlicht und einfach nicht umzusetzen.Warum hat die evangelische Kirchengemeinde denKindergarten rausgeworfen?Nun, das haben wir schlicht und einfach nicht getan.Fakt ist, dass die Trägerschaft des Kindergartens seit1997 bei der Ortsgemeinde liegt, die Kirchengemeindesich aber weiter als „Betriebsführer" engagiert undneben der kostenlosen Gestellung des Gebäudes jährlicheinen Betrag von durchschnittlich 15.000 Euro fürden Betrieb des Kindergartens aufgewendet hat.Warum musste das Gemeindehaus überhauptverkauft werden?Nach Hochstimmung und durchaus zufriedenstellenderAuslastung des Gemeindehauses in den ersten Jahren– die Älteren erinnern sich bestimmt noch gut an eineganze Reihe kirchengemeindlicher, aber auch weltlicherVeranstaltungen – war das alte Gemeindehaus wesentlichzu groß, wenn man die verbliebene Nutzung sah.Schließlich konnten in dem bau- und energietechnischvöllig veralteten Gebäude die dringend notwendigenRenovierungs- und Modernisierungsarbeiten nicht mitvertretbarem Aufwand und für die derzeitigen Bedürfnisseder Gemeinde passend erledigt werden.Daher entschlossen wir uns zum Verkauf und zumNeubau eines Gebäudes auf dem Kindergartengeländeunter Erhalt des Kindergartens. Der Neubau war als aufgeständerterRiegelbau zwischen dem 2. Pfarrhaus unddem Haus Kirchstraße 19 geplant und hätte denKindergartenbetrieb -sieht man von einer zeitweiligenWarum baut ihr euer Gemeindezentrumnicht in den Pfarrhausgarten?Auf Wunsch der Ortsgemeinde haben wir uns dann entschlossen,für unseren Neubau eine Alternativplanungim Garten des Pfarrhauses unter Einbeziehung derGarage, also entlang der Friedrichstraße, vorzunehmen,was eine Kindergartenerweiterung auf dem vorhandenenGelände ermöglicht hätte. Gegen diese Planungen(die uns auch viel Geld gekostet haben) hat jedoch dieLandesdenkmalpflege aus verschiedenen GründenEinspruch erhoben. Fazit: Der für einen geordnetenKindergartenbetrieb künftig notwendige Platzbedarf waram alten Standort nicht zu verwirklichen. Und daher hatsich die Ortsgemeinde nach einem anderen Bauplatzumgesehen, auf dem die neue Kindertagesstättezwischenzeitlich errichtet wurde. Die Kirchengemeindehat alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, denKindergarten am Standort zu erhalten, geprüft und hättesich einer praktikablen Lösung auch nicht verschlossen.6


Das neue GemeindezentrumWarum zieht ihr euch aus derKinder- und Jugendarbeit zurück?Auch das tun wir mitnichten. Vielmehr ist die Kinder- undJugendarbeit mit einem großen, vielschichtigen Angebotnach wie vor ein ganz zentraler Punkt unserer Arbeit. Dagibt es Krabbelgottesdienste und die Kinderkirche undes gab und gibt ein religionspädagogisches Angebot imKindergarten. Und natürlich wird es auch künftig spezielleKindergartengottesdienste zu besonderenAnlässen geben. Und dann haben wir mit dem KinderundJugendbüro seit nunmehr über zehn Jahren eineEinrichtung, um die uns viele andere Gemeinden beneiden.Was hier von einem hauptamtlichen Sozialpädagogen,Honorarkräften und vielen ehrenamtlichTätigen geleistet wird, ist aller Ehren wert und genießtweit über Winningen hinaus große Anerkennung. DasPresbyterium hat sich seinerzeit sehr bewusst dafür entschieden,eine Vollzeitstelle ausschließlich für die Arbeitmit Kindern und Jugendlichen einzurichten und zu finanzieren.Dafür gibt es zwar Zuschüsse Dritter, so auchder Ortsgemeinde, aber die Kirchengemeinde selbstwendet immerhin alljährlich über 38.000 Euro aus eigenenMitteln für diese Arbeit auf.Muss es so ein aufwändiger undmoderner Kasten werden?Zunächst – unsere Planungen und Arbeiten umfasseneinerseits die gewissenhafte Sanierung des denkmalgeschützten2. Pfarrhauses im wahrsten Sinne des Wortesvom Keller bis zum Dach. Der Neubau ist „nur“ die zwingendnotwendige Ergänzung und Abrundung unsereskünftigen Gemeindezentrums. Die Baugestaltung imUmfeld denkmalgeschützter Gebäude wie Kirche undPfarrhäuser ist gewiss nicht einfach. Wie aber geradediese Gebäude den Stil ihrer Erbauungszeit widerspie-geln, so soll das auch unser Neubau tun. Hier soll keinhistorisierendes Gebäude entstehen, sondern qualitätsvolleArchitektur des 21. Jahrhunderts. Dazu wurden wirvon den staatlichen und kirchlichen Denkmalpflegebehördenausdrücklich ermuntert, unsere entsprechendenPläne gutgeheißen.Das Raumprogramm der Sanierung des 2. Pfarrhausesund des Neubaus ist streng am derzeitigen und – soweitdas aus heutiger Sicht beurteilt werden kann – künftigenBedarf der verschiedenen Gemeindegruppen orientiert.Die einzelnen Gruppen sollen ihren Bedürfnissen entsprechendeRäume haben, die einerseits zweckmäßigsind, andererseits aber auch einladend wirken und einegute Atmosphäre ausstrahlen. Wir planen eine ansprechendeInnenausstattung, aber es wird keine goldenenWasserhähne geben. Vielmehr sind wir uns derTatsache, dass wir mit Ihrem, also der GemeindegliederGeld bauen, sehr bewusst. Und wenn wir überhauptirgendwo „aufwändig“ planen, dann, um alle vernünftigenund finanzierbaren Möglichkeiten auszuschöpfen,um künftige Unterhalts-, insbesondere Energiekosten sogering wie möglich zu halten.Wir hoffen, mit diesen Ausführungen das eine oderandere Missverständnis ausräumen zu können.Sachlichen Auseinandersetzungen zu diesem großenProjekt stellen wir uns gerne. Womit wir uns schwer tun,sind unbegründete Beschuldigungen und destruktiveKritik. Nehmen Sie uns beim Wort – sprechen Sie mituns. Denn das neue Gemeindezentrum in unmittelbarerNähe zur Kirche soll ein Zentrum für alle werden. Dazugehört ausdrücklich auch unsere Einladung an diekatholischen Christen, deren Gemeindehaus ebenfallsverkauft wurde und demnächst abgerissen wird (siehePfarrbrief 08/2010). Das neue Evangelische GemeindezentrumWinningen soll für evangelische und katholischeChristen, Menschen anderer Religionen,Winninger und Auswärtige, Groß und Klein offen seinund darauf möchten wir uns mit möglichst vielen freuen!Für das Presbyterium:Frank Hoffbauer undWerner OehlWeitere Informationen gibt es auch auf derInternetseite: www.ev.kirche-winningen.deund im Schaukasten an der Baustelle.7


Nachrichten aus unserer GemeindeBenefizkonzert mit Posaunenquartett„Opus 4“ und dem KirchenchorWir laden Sie herzlich zu einem Benefizkonzert am Freitag, den 1. Oktober,19.00 Uhr, in die Evangelische Kirche ein.Das Posaunenquartett „Opus 4“ mit Posaunisten des Gewandhausorchesterszu Leipzig ist zu Gast in unserer Winninger Kirche. Freuen Sie sich auf einabwechslungsreiches Konzert, das das Posaunenquartett gemeinsam mitdem Chor der Evangelischen Kirchengemeinde gestaltet. Werke vonMonteverdi, Bach, aber auch Gospels stehen auf dem Programm. Hier spielenund singen alle für den guten Zweck. Der Erlös des Konzertes kommtdem Verein „Kleine Pyramide“ für die ärmsten Kinder Ägyptens und derinstrumentalen Ausstattung unserer Gemeinde zu Gute. Nicht nur derKirchenchor freut sich beispielsweise über Startkapital für ein Klavier imneuen Gemeindezentrum.Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 12 Euro, für Jugendliche 7 Euro.Vorverkaufsstellen sind das Pfarrbüro und das Fremdenverkehrsamt.WichtigeAdressenGemeindebüro(Mo-Fr 9.00-12.00 Uhr)Sekretärin Elke BormerKirchstr.5,56333 WinningenTel. 02606 / 344Fax 02606 / 1360eMail: pfarrbuero@winningen.dewww.ev.kirche-winningen.deHänsel und Gretel in der KircheAm Freitag, den 26. November um 18.00 Uhr können Groß und Klein in derEvangelischen Kirche ein Märchenkonzert für die ganze Familie erleben.Auf Basis des berühmten Volksmärchens komponierte der in Siegburg geboreneEngelbert Humperdinck eine Kinderoper in drei Aufzügen, deren Musikberühmt geworden ist. Einerseits von starken volksliedhaften Elementengekennzeichnet, andererseits in der großen Tondichtkunst der Spätromantikverwurzelt, gelang dem Komponisten hier sein berühmtestes Werk. Es wirdauch heute noch regelmäßig an vielen großen Bühnen, vor allem in derAdventszeit, aufgeführt.Genießen Sie in unserer Winninger Kirche dieses wunderbareMärchenkonzert als konzertante Aufführung (Musik und Erzählung) mit demhier schon durch die Kunsttage bekannten BlechbläserensemblePentaphonic Brass und mit SWR4–Radiomoderator Helmut Jäger alsErzähler.Das Konzert soll ein besonderes Erlebnis werden für Erwachsene jedenAlters, für Jugendliche sowie für Kinder ab etwa sechs Jahren in Begleitungihrer Eltern.Lassen Sie sich von der Märchenwelt verzaubern und kommen Sie zumAdvent wieder, wenn unsere traditionelle Reihe „Abendmusik im Advent“beginnt.Eine Veranstaltung der Musikschule Op den Camp. Vorverkaufsstellen:Pfarrbüro Winningen, Musikschule Op den Camp, FremdenverkehrsvereinWinningen. Eintrittspreise: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren 6,—Euro, Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene 12,— EuroVorsitzende desPresbyteriumsCornelia LöwensteinBachstraße 7756333 WinningenTel. pr. 02606 / 675Cornelia.Loewenstein@web.dePfarrerin Iris NeyKirchstr.5,56333 WinningenTel. 02606 / 961668pfarrerin.ney@t-online.dePfarrer Michael StoerLangenau Str. 11656070 KoblenzTel. 0261 / 983 6843Michael.Stoer@ekir.deKinder- und JugendbüroJugendleiter Kai MüllerFährstr. 53,56333 WinningenTel. 02606 / 961000jub-winningen@web.deKüster und HausmeisterViktor HochhalterDienst: Tel. 02606 / 9619228und: Tel. 0152 / 021226848


Nachrichten aus unserer GemeindeFrauen-Bibel-KreisGanz herzlich eingeladen sind alle interessierten Frauenzu den Treffen im Ev. Pfarrhaus. Vorkenntnisse sindnicht erforderlich, nur die Bereitschaft, sich mit Textenaus der Bibel auseinanderzusetzen. Die nächstenTreffen finden am 22.9. und 27.10. um 20.00 Uhr undam 17.11. im Anschluss an den Gottesdienst zu BußundBettag statt. Nähere Informationen erhalten Sie beiKornelia Kröber-Löwenstein, 02606/1944FrauenhilfeDie Ev. Frauenhilfe trifft sich jeweils am 1. Donnerstagim Monat um 15 Uhr im Rathaus. Die nächsten Treffensind am• 9.9. (Thema: Frauen im Alten Testament);• 7.10. (Thema: Egli-Figuren mit Frau Röhrig) und• 4.11. (Thema: Erntedank).ÖkumenischeBibelgesprächeDie Ev. Kirchengemeinde Winningen, die PfarreiengemeinschaftSt. Servatius - St. Mauritius und die Ev.Kirchengemeinde Koblenz-Güls, Bezirk Metternich undGüls laden alle Interessierten zum ökumenischenBibelgespräch ein am 23.9.2010 um 20 Uhr im Ev.Pfarrhaus in Winningen (Gen.33,1-20). Wir freuen unsüber eine rege Beteiligung. Falls eine Fahrgelegenheitbenötigt wird, melden Sie sich bitte vormittags imPfarrbüro.Sammlung für BethelIn der Zeit vom 27.9. bis 2.10. findet dieBethelsammlung statt. Zwischen 9 und 16 Uhr könnendie Kleidersäcke in der Garage des Pfarrhauses,Kirchstr. 5 (Eingang der Garage liegt in der Friedrichstr.)in Winningen abgegeben werden. Bitte spenden Sie nurgut erhaltene Kleidung, Wäsche, Schuhe (paarweisegebündelt), Handtaschen, Plüschtiere, Pelze undFederbetten. Bitte denken Sie daran, dass es sich beidieser Aktion nicht um eine Lumpensammlung handelt,sondern wirklich nur noch trag- bzw. verwendbareSachen abgegeben werden sollen.KinderbibeltageAuch in diesem Jahr sind wieder alle Kinder von 6-12Jahren herzlich eingeladen zu den Kinderbibeltagen inden Herbstferien. Sie finden statt vom 13. bis 15.Oktober. Am Sonntag, 17. Oktober, feiern wir um 10Uhr als gemeinsamen Abschluss einen Familiengottesdienst.Anmeldungen bitte im Kinder- und Jugendbürounter 02606/961000.Dezember-VorschauWir wollen Ihnen bereits jetzt eine kurze Übersicht überdie Termine Anfang Dezember geben. Die ausführlichenArtikel dazu finden Sie in unserem nächsten „Dialog“.01.12. Ev. Kirche: Adventfeierfür alle Senioren ab 70 Jahren03.12. Ev. Kirche: Gottesdienst anlässlichder Goldenen Hochzeit der Eheleute Alfredund Trudel Lampersbach03.12. Ev. Kirche: Adventskonzert –Schüler und Lehrer derMusikschule Op den Camp musizierenEinmal im Monatist KinderkircheEinmal im Monat findet in der Evangelischen Kirche in Winningen die Kinderkirchestatt, jeweils samstags von 15.00 bis 17.00 Uhr. Eingeladen sind alle Kinder vonfünf bis zwölf Jahren. Die nächsten Termine: 25.September, 30. Oktober und 27.Nocember.ErntedankgabenAm Sonntag, 7. November, feiern wir um 10.00 UhrErntedankgottesdienst in der Evangelischen Kirche. Esist Tradition, dass Erntegaben in Form von Trauben,Wein, Äpfeln, Blumen und anderen Naturalien am Tagvor dem Gottesdienst, am 6. November, in der Kircheabgegeben werden können. In diesem Jahr freuen wiruns, wenn Sie Ihre Gaben nach dem FeierAbend, dermusikalischen halben Stunde in der Kirche, um ca.17.30 Uhr in die Kirche bringen. Bis 19.00 Uhr werdenSie dort empfangen. Ihre Geldgaben für „Brot für dieWelt“ können Sie dort ebenfalls in einem Umschlagabgeben oder Sie werfen den Umschlag in die Kollektedes Erntedankgottesdienstes.9


Nachrichten aus unserer GemeindeDie Goldkonfirmanden nach dem Festgottesdienst am 30. Mai mit Pfarrer Michael Stoer gemeinsammit den Jahrgangskameraden (v. l. n. r. - hier die Goldkonfirmandinnen auch mit Ihren Geburtsnamen) KarlheinzRiedel, Werner Oehl, Renate Hofmann (Buchheit), Doris Walt (Schmitt), Dagmar Wilhelm (Braun), Rita Frölich(Wesendonk), Doris Kröber, Inge Brost (Knaudt), Hans-Dirk Maichle, Brigitte Schiwek ( Kröber), Roswitha Lang,Hans-Jürgen Walter.Ein neunzigster GeburtstagDie 90-jährigen werdenauch immer jünger. Siesehen aus wie höchstens80 und laufen so flottdurch die Gegend wie einMittsiebziger.Wenn es nicht in derGeburtsurkunde stünde,würde man nicht glauben,dass Liesel Brockmanntatsächlich am 17. Juliihren 90. Geburtstaggefeiert hat. Sie kannglücklich sein, und ist diesauch, dass sie diesgesund und munter undgeistig fit tun konnte.Vielleicht ist daran auchein bisschen die Freudean der Musik und amChorgesang schuld, dersie sich seit nunmehrdreißig Jahren imKirchenchor widmet.Sie ist das ältesteChormitglied und hältsicher den Altersrekord inder Geschichte desChores.Allerdings hat sie ihrenVater noch nicht eingeholt,der im Alter von 93Jahren noch aktiv imMännergesangvereinLiedertafel gesungen hat.Das hat sie also noch vorsich, und nichts sprichtdagegen, dass sie eserreichen wird. Die gutenGene scheinen in derFamilie vorhanden zusein. Wie sie selbst sagt,schätzt sie neben demGesang auch dieGeselligkeit im Chor undlässt deshalb keineProbe, keinen Auftritt undkeine Feier aus.Der Kirchenchor ist gernder Einladung zu ihrerGeburtstagsfeier gefolgtund hat mit einigenLiedvorträgen gratuliertund sich für die langeTreue bedankt.Eines der Lieder, die sichLiesel ausgesucht hatte,trug den Titel: Herr DeineGüte reicht soweit derHimmel ist.Manchmal reicht die Güteweit, und man fragt sichwomöglich, in welcheWeite sie sich denn verlorenhabe.Manchmal reicht sie aberauch ganz nah und triffteinen von uns. Bei LieselBrockmann könnte das sogewesen sein.10


Jugendfreizeit in Slowenien und KroatienJUB-SeiteAuch in diesem Sommer gab es wieder eine sehr gelungene Zusammenarbeit mit der Ev. Jugend Vallendar. Mit insgesamt 44 Jugendlichen waren wir 2Wochen in Slowenien und Kroatien unterwegs. Die erste Woche in Slowenien war geprägt von vielen Erlebnissen in und mit der Natur. Neben Raftingund Geocaching (man verzeihe die Anglizismen, aberrichtig gute deutsche Worte dafür gibt es nicht) standauch eine Wanderung zu einem Gletscher auf demProgramm. Und wir haben viel über Slowenien undseine Kultur erfahren, z.B. bei einem Besuch in einemKloster. Die zweite Woche in Kroatien stand dann ganzunter der Überschrift „Sonnenbaden und Strand“, auchweil die Temperaturen regelmäßig die 40-Grad-Markeüberschritten. Braungebrannt und gutgelaunt tratenwir dann den Rückweg an, mit der Erkenntnis imGepäck, dass es auch nächstes Jahr in den ersten beidenFerienwochen wieder gemeinsam auf Tour geht.Ob in den Norden oder den Osten Europas wird sich inden nächsten Wochen entscheiden…Texel in Concert 2010Ganz unter dem Motto Musikstile stand die diesjährige Kinderfreizeit aufder niederländischen Nordseeinsel Texel. Jeder Tag stand unter einemanderen Motto und so konnten die 11 Betreuer und 37 Kinder sichsowohl an klassischen Klängen erfreuen als auch zu Rock ´n´ Roll tanzen.Das Wetter war uns in diesem Jahr leider nicht so gut gesonnen,aber der Stimmung hat dies keinen Abbruch getan. Auf unsererHomepagewww.kinderfreizeit-texel.dekann man nachlesen und –sehen, was wir an den einzelnenTagen gesehen underlebt haben. Ein Besuchdort lohnt sich und wir freuenuns natürlich auch überGrüße in unseremGästebuch. Auch im nächstenJahr geht es wiedernach Texel, wer sich denTermin schon notierenmöchte: 22. bis 31. Juli.Voranmeldungen nehmenwir jetzt schon gerne entge-11

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